nen. Man befeud nit Waffer angefeu Tr. 72. Erstes Blatt. t nachgespült werden esertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberund 1 Teil pulberen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Der gemischt und de Dedt. Dies Mitte 18, es ist aber nur& Rebattion u. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. ntfernen, bringt ma appchen und reibt& ch. und dergleichen G Mischung von 1 Le en betreffenden Stee Die Salzsäure ge it als aus dem Baie ung ein und löst le lachspülen des Kessels Bem und faltem Waile Ter. Enat wird, nachdem a man einen fleine ewellt, mit falla ein gewiegt und halben Teelöffel em er erfaltet, ( bröseln, 125 hmedt ihn mi n bereitet man nſelben fein aus tten. Sind diese nefferrüdendick mit Fernsprechanschluk Nr. 862. Samstag, den 25. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementoprets: abgeholt monatlich 50 Pfa., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftalien. Trotz aller anerkennenswerten Anstrengungen der russischen merale, ihre Truppen ordnungsmäßig zurückzuführen, beFindet sich die geschlagene russische Armee weiter in einer bellagenswerten Lage. Die Japaner drängen energisch nach and die Verpflegung wird immer schwieriger. Der einzige Süd Sumstand, der eine Durchführung des Rückzugsplanes begünstigt, ist die ungemeine Gebirgigkeit der Gegend, die Amgehungsversuchen seitens der Japaner ungünstig ist und die Endseiten feit leichte Verteidigung gestattet. Herausgenommen Inzwischen fährt man in Rußland mit dem üblichen en auf einer Gechfel in den leitenden militärischen Stellen weiter fort. ectige Stücke und Diesmal ist es kein Armeekommandant, der abgesetzt wird, bröfel goldgelb gondern die Abdankung des russischen Kriegsministers tilo Reis wird miton seinem verantwortungsreichen Posten ist erfolgt. Schwerange, einer Prise Sal Fich freiwillig. Generalleutnant Viktor Viktorowitsch Ssachableibt, und mit 200 oro war erst vor einem Jahre als Nachfolger Kuropatkins verrührt. Erfaltet die Spitze der russischen Militärverwaltung berufen wortt dessen 125 Grammen und gilt als ein in allen Sätteln gerechter Soldat. Als Gramm fein würfligein Nachfolger wird General Komarom oor GeneralleutSteifgeschlagene Sahnemant Rödiger genannt.- Die neuliche Meldung, daß GroßEiern zu Schaum gerst Nikolaus Nikolajewitsch nach dem Kriegsschauplatz abderzuder bermischt gehen wird, um die Oberleitung der Operationen zu übernäßig in einer rundenehmen, wird bestätigt. Es heißt, daß es von seinem Gutdem Eiweißschnee, fürchten über den Zustand der russischen Armee abhängen wird, pierdute und sprigt dio b der Krieg fortgesetzt wird. - Zucker bestäubt, wird du Beide Gegner find anscheinend aufs ernstlichste dazu entgeschoben, in dem dechlossen. Beide haben sich neue Geldquellen erschlossen, die 5 aber belegt man, wenusser durch Anziehung der Steuerschraube, ihre Feinde Aprikosen- Gelee. urch eine große Finanzoperation mit englischen und ameriFenischen Banken. Eine japanische Anleihe von 600 000 000 Mark bird gleichzeitig in London und Newyork zu gleichen Teilen Hause. mittiert werden. Der Zinsfuß beträgt 4½ Prozent, der det. Vater:„ Du wilEmissionskurs 90. Die Anleihe ist rückzahlbar nach fünf haus einverstanden, ab Sabrem und wird durch die Nettoeinnahmen aus dem Tabak( sehr vergnügt):„ Habonopol in Japan garantiert, die nach dem Statsvoranschlag Du weißt ja, die Hennir das nächste Finanzjahr 32 Millionen betragen. Man 2"-Bater:„ Nun?" market, daß auch die Schweiz und Holland sich an der Zeichtifel gelesen, darin heizung beteiligen werden. e in einer Saison habe den wir also 21 Henne ben wird, so haben wir i haben wir dann so Zum Kaiferbefuch in Tanger. Paris, 24. März. 168 000 und im nächie Noch mehr als in Deutschland und in Marokko selbst bea! Wenn wir das Shäftigt der bevorstehende Besuch des deutschen Kaisers in Den wir über 3 Million Enger die öffentliche Meinung in Frankreich. Die Pariser tungen bringen schon aus der Feder von SpezialberichtPapachen, dann werde Ciattern im voraus lange Beschreibungen aller geplanten etwachs ohne alle fouftigen Sidjen treichen u. Der Fußböden mil Fischbach, Giden Confirmanden Schirme Festlichkeiten, aus denen die folgenden interessanten Einzelheiten hervorgehoben sein sollen. Das Kaiserschiff wird am 31. März bei Tagesanbruch in die Bai von Tanger einfahren, so daß der Kaiser um 8 Uhr morgens bei der Werft, wo die Abgesandten der marokkanischen Regierung und die diplomatische Welt Aufstellung nehmen werden, an Land gehen kann. An der Zollabfertigungsstelle wird ein großer Empfangssaal eingerichtet werden, und dort werden dann die Vorstellungen des diplomatischen Korps, der Vertreter der Handelswelt, der anderen Delegierten usw. stattfinden; man wird zu diesem Zwecke aus dem Zollhaus die zahlreichen Frachtstücke, die gewöhnlich dort umherliegen, wegräumen müssen, und dank den neuerbauten Magazinen wird sich das leicht machen lassen. Von der Zollstation wird der Kaiser mit seinem Gefolge durch die große Moschee, den kleinen Socco( Marktplatz) und die Straße der„ Cyagghin" oder Goldschmiede nach der deutschen Gesandtschaft fahren. Hier wird der eigentliche Empfang des diplomatischen Korps und der deutschen Kolonie stattfinden, ferner die Vorstellung der unter deutschem Schube stehenden Bewohner von Tanger. Dann formiert sich der Zug von neuem, um sich nach dem sogenannten MarchandPlateau zu begeben; hier wird zu Ehren des Kaisers eine große Fantasia veranstaltet werden. Der Fantasia folgt ein Besuch in der Kasbah. Um 2 Uhr erfolgt die Abfahrt des Kaisers nach Gibraltar. Ein Berichterstatter entwirft von dem Enthusiasmus der Bevölkerung Langers ein sehr anziehendes Bild.„ Man meldet hier" so schreibt er die Ankunft einer englischen Division und dreier Kriegsschiffe der Vereinigten Staaten, die den Kaiser hier begrüßen sollen. Ebenso geht das Gerücht, daß ein französisches Geschwader am 31. d. M. hier sein werde. Ich weiß nicht, ob das stimmt, aber daß man sich auf den Empfang des Kaisers mit einem hier noch nicht dagewesenen Enthusiasmus vorbereitet, das stimmt sicher; die Spanier besonders bemühen sich, diesen Empfang zu einer progermanischen Kundgebung zu gestalten. Es fanden außerordentliche Versammlungen des diplomatischen Korps das sich bei dem Konsul Italiens versammelte und der Hygienekommission statt. Die Versammlung der Hygienefommission beschloß nach einer Anfrage des Sanitätskorps, alle Straßen, welche der Kaiser berühren wird, in einen Zustand peinlicher Sauberkeit zu versetzen und auch für die Ausschmückung der Straßen Sorge zu tragen. Für die zu diesem Zwecke zu machenden Ausgaben wurde der Kommission ein unbeschränkter Kredit gewährt. Auch die Behörden zeigen sich plötzlich sehr freigebig und stellten für die in Aussicht genommenen Lustbarkeiten den Veranstaltern 60 000 Duros ( 240 000 Mark) zur Verfügung. Festausschüsse haben sich gebildet. Ein internationaler und ein deutscher Ausschuß Beschlossen, am Marchand ein reich geschmücktes kaiserliches Lustzelt zu errichten, ferner am Plateaueingang einen großen Triumphbogen. Dasselbe wird die englische Kolonie tum. Der Eselsmüller und die Falschmünzer. lich ihr Junge, der barfuß den reichen Bauern die Von Gustav Kohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. Gänse gehütet und dafür ein Stück trocken Brod empfangen hatte. Jezt saß er zwischen den beiden stolzen und reichsten von ganz Neukirchen. Ja, er war es, thr lieber treuer Junge. Kaum hatte er die Mutter erblickt, so sprang er auf und eilte in ihre Arme. Sie „ Mein guter Junge, fönnte Dich jetzt nur der Eselsmüller sehen" weiter tonnte sie nichts herausbringen. Ihr Junge war das getreue Ebenbild des Eselsmüllers. Sie liebte denselben noch mit allen Fasern ihres Herzens. Ihr Junge war wirklich ein feiner Herr geworden, aber findlich gut geblieben. Ja stolz sah er aus, er ihr herzensguter Junge. hörte ja sein Lob von den reichen Bauernburschen und dem geldftolzen Schulzen. Man bot ihr, der armen, verachteten Mäzel- Line, sogar auf den mit vier Pferden bespannten Rekrutenwagen den Ehrensiz neben dem Schulzen an. Das fam nur von ihrem feinen Sohne. ( Nachdruck verboten.) Auch Meister Dewes der Kappenschneider war da, un feine Gaufeleien an den Mann zu bringen. Als ihn gesehen, sprach er sofort, er habe gehört, Mäßel abe eine reiche Erbschaft getan. Ein Spaßvogel meinte aber, bielleicht stamme die Erbschaft vom Lump und Blegenbock Dewes. Ein schallendes Gelächter der fruiten vertrieb den Kappenschneider, dieses wollte Spaßmacher nur erreichen. Mägel bezahlte alles, mas in der Krone" der Richterschen Wirtschaft verzhrt wurde. Dadurch ehrten ihn seine reichen Kameraden, dor sie ihn in ihre Mitte nahmen. Eine seltene Ehre fi einen Gefundenen von den reichen Neukircher Bauernhnen. Sogar der Schulze, als oberste Person des Dor fes, reichte Mägel die Hand und trank mit ihm. Sine blanken Krontaler erregten sogar die Liebe des Es war aber noch Jemand in der Richterschen alten Richter. Das war toch mal wieder ein uneigen- Krone", dem der vornehme Herr aufgefallen war. Der spanische Festausschuß, der zuerst am Werke war, plant großartige Sachen. Dem kleinen Socco, wo sich das spanische Gesandtschaftsgebäude befindet, soll eine prächtige Ausschmückung gegeben werden. Ein marokkanischer Triumphbogen, der mit Waffen und Blumen, garniert" wird, soll in der Nähe der großen Moschee errichtet werden; hier werden hübsche Andalusierinnen den Kaiser begrüßen. Zulegt sei noch mitgeteilt, was ein Hadj oder Heiliger dem Berichterstatter des Journal" über den Kaiserbesuch zu sagen hatte: Sch", so sprach der heilige Mann, seit drei Tagen wissen, preußischer Sultan Tanger kommen. Seit einem Monat Pascha zahlt nicht mehr Askris! Sultan hat nicht mehr Geld, und preußischer Sultan kommt Geld geben." Der gute Mann dürfte eine gewaltige Enttäuschung erleben! empfehlen in großer Autger junger Mensch, selbst Bier trank er nicht, aber Es war der alte Gendarm Eigenbrod. Er hatte schon wahl zu billigsten Prelfe eim, ja wahrhaftig Wein, ächten Rüdesheimer be- lange nach einem gesucht, welcher frontaler ausgab. Stets Neuheiten! tellte er für seine Kameraden. Jetzt fonnte der alte Fighter Geschäfte machen. Der vornehme Junge hatte Jett sah er diesen blutjungen Menschen in aller unschuld einen nach dem anderen ausgeben. Daß dieser Die Politik. Die geschickte Haltung Deutschlands in der Marokkofrage wird auch von den Franzosen anerkannt, die mit rühmlicher Objektivität zugestehen, daß der Leiter der auswärtigen Politik Frankreichs, Herr Delcassé, nicht gerade klug gehandelt habe, als er in Marokko die deutschen Interessen übersehen zu dürfen glaubte und sich ganz und gar auf den groBen Freund im Osten, auf Rußland verließ. Die Politik des Schmollens Deutschland gegenüber sei weder weise noch würdig. Ob diese Erkenntnis zu greifbaren praktischen Folgen führen wird, bleibt abzuwarten. Wie bekannt, hat die Pforte auf recht energisches Drängen der französischen Regierung sich entschlossen, den Ankauf von Kriegsmaterial in Frankreich zuzusagen. Der Londoner Daily Telegraph" stüßt hierauf die aus der Luft gegriffene Meldung, daß Deutschland sich hiergegen ins Mittel gelegt und der Pforte gewissermaßen verboten habe, den Waffenankauf in Frankreich fortzusehen. Selbstverständlich ist auch davon kein Wort wahr, daß ,, man" über das Vorgehen der deutschen Regierung entrüstet sei. Weder„ man" noch ein anderer hat die Möglichkeit, sich aus dem angegebenen Grund zu entrüsten, da von deutscher Seite jener oder ein ähnlicher Schritt überhaupt nicht getan worden ist. Rufsland.. Die gegenwärtige Finanzlage Rußlands wird, wie man weiß, nicht sehr günstig beurteilt. Die Londoner„ Times" hatte kürzlich die Zahlungsfähigkeit Rußlands bezweifelt und die russische Goldrücklage einen„ kolossalen Humbertschen Geldschrank" genannt. Der russische Finanzminister hat darauf dem englischen Blatt vorgeschlagen, einen Vertrauensmann nach Petersburg zu schicken, der die Goldrücklage und die Keller der russischen Staatsbank prüfen solle und sich hierbei von einem in Gold- und Münzangelegenheiten erfahrenen Sachverständigen begleiten lassen dürfe. Das Klingt sehr zubersichtlich; es fann auch recht gut wahr sein, daß die russischen Goldrücklagen, die die Goldwährung zu Fragen schienen so ehrlich gemeint, daß Mäzel ihm gern Antwort gab. Er erzählte dem alten Gendarm seinen ganzen Lebenslauf. Seine Lehrjahre und auch die Begegnung in Küstelberg mit dem Eselsmüller. Derselbe habe ihm zu seiner jezigen Stellung verholfen. Das nötige Reisegeld habe er ihm, dem armen unbekannten Jungen auch geschenkt. Eigenbrod horchte auf. Der Eselsmüller, von dem ich so viel gehört, wie er die Grenzaufseher Heiner und Neumeyer mehr als gefoppt hat, steckt denn dieser Teufelsferl in allen. Endlich sprach er zu dem jungen Mann:„ Das war ja lieb von dem Eselsmüller, daß er Ihnen zu der Stelle half und auch das Reisegeld gab. Er soll ja reich sein. Wieviel Krontaler gab er denn?" so frug er dann weiter. " Genau weiß ich es nicht mehr, erwiderte der junge Mensch, aber es waren übergenug. Als ich nach Münster fam hatte ich noch manchen Krontaler übrig." Ist schon gut", sprach Eigenbrod." Metster Schlierbach muß aber auch reich sein, weil er Ihnen nur neue Brabanter mitgab". Herr Gendarm, das weiß ich nicht. Er hat mir ebenso wie meine Braut, retchlich mitgegeben". ,, Bitte, zeigen Sie mir mal so einen funkelnagelneuen Krontaler, ich möchte gern einen sehen", so sprach = Casselerisch in seiner Tasche. Ja Mäßel ließ bei dem kost- der so lange gesuchte Falschmünzer set, glaubte der alte Eigenbrod. Dann fuhr er fort, als er merkte, daß der Schirmfabrikaten Essen nur Wein trinken. Er war bet der etwas erfahrene Mann selbst nicht. Er war gewiß ein Be- junge Mann stutig wurde, in unserer Gegend verläuft Gießen, Seltersweg 9 Lenrling leunigen Untersuchung frei gekommen. Es waren ar ein Duhend Krontaler, wie die Brabanter dort enannt wurden, flöten gegangen. Das tat aber its. Er hatte übergenug davon. Allgemeine Körperpache", so lautete der Bericht über seine Befreiung. Seine Mutter, die Mägel- Line, eine noch immer eldung, war auch nach Condorf gewandert. Sie Dollte ihren einzig geliebten Jungen sehen, von dem Le se ither so reichlich unterstützt worden war. Sie sah n werwundert an. War dieser vornehme Herr wirtEinjährigen- Berechtigung hübsche Frauengestalt, wenn auch in ärmlicher Bauernnftigen Bedingungen gesucht elbftgefchriebene Offerten hnkalk- u. Marmor- Indus uguft Gabriel jan, trogener. Dieses mußte er erfahren, auch wo das Nest der Falschmünzer steckte. Er gesellte sich zu den jungen Leuten, wechselte vom Kronenwirt auch einen neuen Acontaler ein. Dann wartete er in Ruhe die Beit ab, wo er glaubte bei dem jungen Mäzel eine etwas benebelte Stimmung zu bemerken. Da hatte er sich aber getäuscht. Der junge Mensch zahlte, aber tranf nicht. Er war zu glücklich über seine junge Braut. Eigenbrod kam wie zufällig zu ihm, setzte sich gemütlich hin und frug, wo er her sei, nach seinem Geschäft, wo er seither in der Fremde war usw. Diese sich sehr selten ein solcher Vogel. Mäzel gab dann dem Gendarm zwet Krontaler. Sofort hatte Eigenbrod die falschen erkannt, sie waren ihm ja ganz genau beschrieben. Dieser junge Mensch dauerte ihn, der konnte der Falschmünzerbande nicht angehören, oder er war irre geführt. Mit der größten Seelenruhe hatte derselbe ihm die Krontaler übergeben. Er als alter, im Dienste ergrauter Staatsdiener hatte schon manchen Schurken entlarvt. Dieser vor ihm sitzende Jüngling war aber keiner. Es gab nur zwei Möglichkeiten. ( Fortsetzung folgt.) sichern bestimmt sind, sich in bester Ordnung befinden. Darum braucht die russische Finanzlage noch keineswegs gut zu sein. Wenigstens spricht dafür nicht die jüngste Finanzmaßnahme, die neben einer Erhöhung der Steuer auf Schmieröle und Hefen eine Steuer auf die Gehälter der Staatsbeamten bringt, soweit diese 1000 Rubel jährlich übersteigen. Diese Abgaben sollen nur während des Krieges erhoben werden, was die Popularität des Krieges nicht gerade verstärken wird. Alien. Mit gewohnter Regsamkeit haben die Japaner die Fenerungsversorgung ihrer Kriegsschiffe gesichert. Sie haben in der Provinz Yamaguchi ein Kohlenbergwerf gekauft und Maschinen zur Herstellung von Brifetts fommen lassen. Diese sollen die Verwendung ausländischer Kohle überflüssig machen. Amerika. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben, wie man weiß, die Trennung Panamas von Kolumbien begünstigt, wenn nicht ganz hervorgerufen. Sie protegieren Panama, den neuen Kanalstaat aber ohne ihre Kosten. Deshalb haben sie auch unterlassen, die Frage zu regeln, welcher Anteil an der kolumbischen Schuld auf Panama entfällt. Ihre Zahlungen aber leisten sie voll an Panama. Der Rat der auswärtigen folumbischen Gläubiger, meist Engländer und Holländer, hat die Vereinigten Staaten ersucht, dieses Verfahren zu ändern, die Zahlungen an Panama zu verschieben, bis sein Schuldanteil festgestellt ist. Staatssekretär Hay hat das abgelehnt, weil der Nat nicht Bürgerrecht in den Vereinigten Staaten habe. Der Rat erwiderte, daß Präsident Roosevelt sich für ihre Anträge als in der internationalen Billigkeit liegend, ausgesprochen habe, und fragte zugleich, ob die Vereinigten Staaten sich in Mittel legen würden, wenn die Regierungen der Hauptinteressenten, d. i. Englands und Hollands, darum nachsuchten. Hierauf steht der Bescheid noch aus. Hof und Gefell fchaft. *** Wie aus Dower vom Freitag gemeldet wird, verlief die Reise des Kaisers bis dorhtin bei herrlichem Wetter, leicht bewegter See und frischem Ostvind. Der Kaiser verweilte vielfach auf Deck. Bei den Mahlzeiten spielte die Musikkapelle von der„ Hohenzollern", die während der Reise an Bord der„ Hamburg" beordert ist. Diese und ihr Begleitschiff, der Kreuzer Friedrich Karl" trafen in Dover um 10 Uhr vormittag zu viertelstündigem Aufenthalt ein. Die Salutschüsse des deutschen Kreuzers wurden von der Salutbatterie auf Dover Castle, auf dem die Königsstandarte gehißt war, erwidert. Der deutsche Vizekonsul kam an Bord und wurde vom Kaiser empfangen. Dann setzten die Schiffe bei ruhiger See und klarem Wetter die Reise fort. Die Kaiserin ist in Begleitung des Prinzen Eitel Friedrich am Freitag in Genua eingetroffen. *** Auf seiner Weltreise hat Prinz Adalbert von Preußen Dar- es- Salam und Tanga besucht. In Dar- es: Salam waren Tausende von Eingeborenen zusammengeströmt, die vor dem Prinzen ihre Tänze aufführten und dafür mit drei am Spieß gebratenen Ochsen bewirtet wurden. Der Prinz tat den ersten Spatenstich für die MrogoroBahn. Von Tanga aus machte der Prinz einen Abstecher nach Korogwe zur Eröffnungsfeier der Bahnstrecke KorogweMombo. Deutfcher Reichstaa. ( 172. Sigung.) CB Berlin, 24. März. Nach den ausgiebigeren allgemeinen Debatten der letzten Tage begann heute endlich die eigentliche Spezialberatung des Militäretats, die nun rasch vorwärts ging. Die Sozialdemokraten, die sich gestern ganz in Schweigen hüllten, stellten heute zwar mehrere Redner, aber auch diese befleißigten sich selbst bei ihnen wichtig erscheinenden Positionen großer Kürze. Die äußerste Linke hatte zu den Beschlüssen der Budgetkommission mehrere Abänderungsanträge eingebracht, die jedoch sämtlich abgelehnt oder vor der Abstimmung zurückgezogen wurden. Einen Versuch des Dr. v. Skar dzynski, nochmals auf die Polenpolitif einzugehen, trat der Präsident Graf Ballestrem erfolgreich entgegen, und so gab es einen etwas längeren Aufenthalt erst bei der Station Naturalverpflegung". Hier hatten die Konservatiben eine Resolution gestellt, in der der Wunsch nach weiterem Ausbau des direkten Verkehrs zwischen den Proviantämtern und den Produzenten unter Heranziehung der landwirtschaftlichen Organisationen und Genossenschaften ausgesprochen wird. Der Antrag wird gegen die Stimmen der Sozialdemokraten und Freisinnigen angenommen. Nab und Fern. Ein schwerer Automobilunfall ereignete sich bei Homburg v. d. Höhe. In der Nähe von Merzhausen stieß ein Motorwagen auf der Probefahrt gegen eine Telegraphenstange. Die vier Insassen wurden herausgeschleudert. Bürgermeister Schmidt- Oberreifenberg wurde getötet, Fabrikant Wagner erlitt eine Gehirnerschütterung, die zu den größten Befürchtungen Anlaß gibt. Der Führer und der Maschinist wurden leicht verletzt. † Die Genickstarre in Oberschlesien fordert immer weitere Opfer. Nach amtlicher Meldung aus Beuthen sind vom 16. bis 22. d. Mts. im Kreise Beuthen 32 Erkrankungen und 4 Todesfälle an Genickstarre vorgekommen. Die Gesamizahl der Erkrankungen vom 19. November 1904 bis zum 22. d. Mts. beträgt 137, die der Todesfälle 48. Eine romantische Kindesaussetzung fand auf der Landstraße zwischen Ameersfrost und Zeist in Holland statt. Wegearbeiter sahen, wie ein Herr aus einem Automobil stieg und rasch einen Gegenstand niederlegte, worauf sich der Wagen in rasender Gile wieder entfernte. Die Arbeiter fanden dann an der Stelle ein neugeborenes Kind, um dessen beide Händchen je eine Banknote von 1000 Gulden gewickelt war. Einer der Arbeiter nahm den Findling mit nach Hause. Deutsche als japanische Gefangene. Zwei SchleswigHolsteiner, die in japanischer Gefangenschaft gewesen sind, fehrten jetzt in die Heimat zurück: der Kaufmann Overbed aus Apenrade und der Maschinistenassistent Gries aus Husum. Der junge Overbeck hat als Leiter eines deutschen Geschäfts die Belagerung von Port Arthur mit allen ihren Schrecknissen erlebt. Er versichert, daß die Belagerten in den letten Tagen nur noch Brot hatten. Saten und Hunde erzielten hohe Preise; ihr Fleisch war sehr begehrt. Die Bevölkerung hai diese Tiere samt und sonders aufgegessen, denn am Schlusse der Belagerung war keins mehr aufzutreiben. Overbeck hat viele Tage in Erdhöhlen, die als Schutz gegen einschlagende Bomben dienten, verbracht. Gries geriet als Angehöriger des von den Japanern aufgebrachten Kohlendampfers Severus in Gefangenschaft. Die Japaner haben die Deutschen sehr gut behandelt. Durch ungewöhnliche Freigebigkeit macht in Kassel ein fremder Herr viel von sich reden, der seit einiger Zeit im Gasthof zum König von Preußen sein Quartier aufgeschlagen hat. Der Unbekannte liebt es, bei seinen Ausgängen in reichem Maße Geld an diejenigen ihm Begegnenden auszuteilen, die er für Bedürftige hält. Daß sich die Kunde von solcher Güte sehr rasch und gerade in solchen Kreisen verbreitet. die am allerwenigsten zu den verschämten" Armen gehören, ist begreiflich. So laufen denn täglich zahlreiche Bettelbriefe ein und täglich des Nachmittags bis in den Abend hinein ist vor dem Gasthofe auf dem Königsplate eine nach Hunderten zählende Menge versammelt, teils aus Neugierde, teils, um von der Wohltätigkeit des Fremden Vorteil zu ziehen Um die Ordnung aufrecht zu erhalten, steht täglich ein Kommando von Schutzleuten in nächster Nähe bereit. + Verschüttet. Beim Kiesgraben auf dem Gute Falkenstein bei Kulm wurden drei Arbeiter einer Kiesgrube verschüttet. Zwei sind tot, der dritte lebensgefährlich verTekt. Ein Kind durch Kaffee verbräht. Eine Mahnung zur Vorsicht bietet ein Vorfall, der sich in Selmstorf bei Schönberg in Mecklenburg zutrug. Eine Bauersfrau stellte die Kanne mit heißem Kaffee auf den Tisch, neben dem der Kinderwagen mit einem zweijährigen Kinde stand, und verließ sodann das Zimmer. In diesem Augenblick griff das Kind nach der Kanne, riß sie herunter, und der heiße Kaffee verbrühte das arme Würmchen derartig, daß es bald darauf verstarb. Lebensrettung von einem Eisenbahnzug aus. Von einem Zuge der Kleinbahn bei Vlotho bemerkte das Zugpersonal, wie in der Nähe des Delbrinks ein Kind in den dort vorbeifließenden Mühlenbach fiel und von den Fluten stromabwärts getrieben wurde. Der Zugführer ließ den Zug halten und rettete das Kind. O Ein Geistlicher als Vatermörder. In dem schwedischen Orte Hjörtsberga wurde der sechzigjährige Pastor Sjöfors von seinem 26jährigen Sohn, der ebenfalls Pastor ist, in einem Anfalle von Geistesstörung mit der Art erschlagen. Der Täter wurde festgenommen. Tages- Chronik. Bei der Haltestelle Rossach in Sachsen. Roburg wurde ein Heizer dadurch getötet, daß beim Ran. gieren zwei Güterwagen mit der Ausrüstung eines Zuges zusammenstießen. In Chile breitet sich die Beulenpest aus, auch in Valparaiso sind vier Fälle festgestellt. - In Pueblo in Mexiko wurde der frühere deutsche Konsul Sustav Stein im Palast des Millionärs Custolene ermordet. Ein merkwürdiger Mörder. Wien, 24. März. Die Mordtat, die der siebzehnjährige Tischlerlehrling Hejny an seiner Meisterin, Frau Reiter, begangen hat, ist nicht nur wegen der übergroßen Jugend des Täters, sondern auch wegen ihrer merkwürdigen Motive ein kriminalpsychologisch äußerst interessanter Fall. Im Koffer des verhafteten Lehrlings wurden mehrere Aufzeichnungen gefunden, auf denen er sich zusammengestellt hatte, was er für die 370 Kronen, die er geraubt, alles kaufen wollte. Außer Kleidungsstücken, Uhr und kleinen Toilettengegenständen figurieren auf diesen Blättern besonders Bücher und zwar wissenschaftliche Bücher als Hauptwünsche des jugendlichen Verbrechers. Da liest man:„ Die Metalle und deren Gewinnung" 4 fl., Chemisch- techmisches Handbuch" 5 fl. 20 fr., „ Das Beizen und Lackieren des Holzes" 2 fl., Taschenbuch" 10 fl. 40 fr.,„ Elektro- technischer Führer" 16 fl. 40 kr., ,, Konstruktion und Behandlung der Elektromotoren" 3 fl. 80 fr. ,,, Konstruktion und Behandlung der Akkumulatoren" 3 fl. 60 fr., Die Elektrizität und deren Anwendung" 6 fl., Musterbriefsteller" 4 fl., zusammen 55 fl. 40 kr. Verlag A. Reinwart: Die Kaninchenwelt" 1 fl.,„ Die Geflügelzucht" 1 fl. 40 kr.,„ Aquarium" 1 fl. 28 fr.,., Die milderen Pilze der böhmischen Wälder" 40 fr.,„ Das Einsieden, die Behandlung und Ausnüßung des Obstes" 2 fl., „ Das Düngen der Obstbäume". Die Anklagebehörde nimmt an, daß es vor allem der Drang nach dem Besitz dieser Werke war, der dem Mörder die Hand zum tödlichen Streiche gegen seine Meisterin führte. Hejny betätigte von jeher einen großen Bildungstrieb. Er las sehr viel und hielt sich eine naturwissenschaftliche Zeitung. Er wird als sanft und still geschildert und hatte seinem Meister niemals Grund zur Klage gegeben. Die Ausführung der Tat aber verriet eine so große verbrecherische Reife, daß man nicht begreifen kann, wie sich in diesem Knabenhirn die guten und schlechten Triebe in dieser eflatanten Form mischen konnten. Der junge Mensch legte ein ganz unglaubliches Raffinement an den Tag. Erst hatte er einen Brief an seine Eltern geschrieben, daß er einen Grund haben soll, die Werkstatt zu verlassen. Dann hatte er sich nach der Mordtat, die das Werk einer Minute war, noch ein paar Minuten auf der Straße herumgetrieben, um sich ein Alibi zu schaffen. Weiter hatte er, als die Polizei fam, den Schlaftrunkenen gespielt, der so wenig von dem Morde wußte, wie seine Kameraden. Also nicht ein Fall von Epilepsie, von vollständiger momentaner Sinnesverwirrung, sondern eine wohlüberlegte, gut ausgeführte Mordtat und mit solch diabolischer Klugheit verborgen, daß die Polizei dreizehn Tage lang falschen Fährten nachgerannt und erst am vierzehnten durch puren, unwahrscheinlichen Zufall auf die richtige gekommen ist. Dann im scharfen Verhör, als langsam die Hüllen des Geheimnisses fielen, begannen dem blassen Burschen allerdings die Zähne zu flappern, und er legte schließlich ein Geständnis ab. Auch Hejnys Fall scheint den alten kriminalistischen Grundsat glänzend bestätigen zu sollen: Es gibt feine„ gelernten" Mörder, sondern der Mörder tritt, und sei er noch so jung, sofort mit all seiner kalten Entschlossenheit, Grausamkeit, Ruhe und dem Scharfsinn bei Verbergung der Spuren fertig auf den Plan. Lokales. 24. März 1905 ** Der Großherzog hat den evangelischen Pfarre Wilhelm Veller zu Eberstadt, auf sein Nachsuche unter Vorbehalt seiner Wiederverwendung im Kirchendiens mit Wirkung vom 1. April 1905, in den Ruhestan versetzt. ** Ernannt wurde der Gefangenwärter am Bru vinzialarresthaus in Gießen Heinrich Seipp zum Gefangen aufseher an dieser Anstalt. K Raffel, pier liegt eine und Kind nad Branille berfest lochen Gutachter Th Schauspiel Mit fatiri Masterab machende, in nent der Botterieabteilung im hessischen Finanzministerium Finanzminister Dr. Gnauth und der Dezer mer offizielle Geh. Oberfinanzrat Dr. Rohde, haben sich gestern nad Eisenach begeben, um an den Verhandlungen des Aus schusses der hessisch- thüringischen Staatslotterie teil nehmen, der sich über die Grundlagen eines Lotte vertrages mit Preußen schlüssig werden will. ** Am Montag, den 27. März, nachmittags 3 Uh * den Pranger. betont und b Lam Ende gar Dornenhaag berzauberten anur daß der Versamming mit folgender Tagesordnung statt: 1. Aukaffeffor Edmu pünktlich, findet eine Situng der Stadtverordneten den bösen Ba - nahme eines neuen Anlehens. 2 Beschaffung von Bänken für die Höhere und Erweiterte Mädchenschule. gebung der Zementrohrlieferung für die Sielbauten. - 3. Ver § Hessische Bürgermeisterei- Sekretäre. Am Sonntag den 2. April hält der im Januar v. J. ge gründete Verein der Bürgermeisterei- Sekretäre in Hessen in Darmstadt seine erste General- Versammlung ab. Aufgabe des Vereins ist es, daß auch der Sekretäre in der gegenwärtig in Ausarbeitung befindlichen Landgemeindeordnung gedacht werde. eine Lehrerin bber ein gewa zu verderben Ronfequenzen beftimmen, da bollen Segeln Mor von amerilanifchen P un ift Berbo bie nötigen S gligte Lehrerin won Wittinghof oer Herr Reg ** Glückliche Gewinner. Den 2. Preis der Gießener Pferdemarktlotterie hat Schuhmachermeister Schmidt. in Rodheim a. B. und den 3. Preis Bahnmeister Steinschnöden Ego in Grünberg gewonnen. * ** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 21. u. 22, März stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1256 Stück Rindvieh, 667 Schweine, 328 Pferde und 34 Fohlen. Der nächste Markt findet am 4. und 5 April statt; am letteren Tage auch Krämermarkt. Eingesandt. Kommenden Montag findet im Hotel Friedhof in Marburg eine große Versammlung der Interessenten für den Bahnbau:„ Fortsetzung der Kreisbahn Marburg- Dreihaufen in der Richtung Mücke oder Londorf" statt. Diese Versammlung soll Vorschläge für den am 27. 1. Mts. in obiger Angelegen: heit zusammentretenden Kreistag des Kreises Marburg machen, sie ist deshalb in gewissem Sinne eine ent scheidende zu nennen. Wir wollen hoffen und wünschen, daß der Beschluß zu Gunsten der Strecke Nüddings. hausen Weitershain- Bernsfeld- Azen. hain Mücke gefaßt wird, denn dies ist die einzige Linie, welche eine gute Rentabilität verspricht, im gegen satz zur Londorfer, welche niemals eine nur einiger maßen nennenswerte Rente abzuwerfen in die Lage - kommen wird. F. *** Allendorf a. Lda., 25. März. Gestern war hier Bürgermeisterwahl. Der bisherige Amtsinhaber, Bürgermeister Volf, wurde mit 129 Stimmen wiederge wählt, und zwar einstimmig. Derselbe ist damit zum 4. Male durch das große Vertrauen seiner Mitbürger be rufen worden und, der Ueberzeugung ist Jeder im Drt, er wird auch fernerhin so wie er es bisher in den 27 Jahren seiner Amtstätigkeit getan hat, das Wohl seiner Gemeinde stets im Auge haben. Möge der Neugewählte sich lange Jahre geistig und förperlich immer wohl fühlen. = Lollar. Der Radlerbund Lahntal fetect am 23. Jult sein erstes Bundesfest in Lollar. In dem Bund finden nur Landvereine Aufnahme. Mehrere Vereine sind diesem Bunde schon beigetreten und weitere Aufnahmen stehen bevor. 1. Vorsitzender ist H.Schmidt IV. Lollar, 1. Schriftführer H. Hainbach Lollar. Die übrigen Vorstandsmitglieder verteilen sich auf Londorf, Nordeck, Großen- Linden, Wismar und Klein- Linder. = n Lollar. Einem lang gehegten Wunsche: einen Schüßenverein zu gründen, ist man jetzt näher g treten. Der Verein führt den Namen Schützenvereir Centrum. Das Vereinslokal befindet sich bei Win Gerlach Zum Einhorn". Eine große Anzahl Bürge sind dem Verein schon beigetreten und liegt die Liste zum Weitereinzeichnen im Vereinslokale offen.- Gaf wirt Gerlach hat sich bereit erklärt, dem Verein ein als Schießplatz geeignetes Gelände am Bettenscheid frei zur Verfügung zu stellen und dem Zweck entsprecherd herzurichten. Möge der Verein sich mächtig ent wickeln und stets festhalten an der Devise: Ueb' Aut und Hand, fürs Vaterland! K Weilburg, 24. März. Keine Biersteuer Die Stadtberordneten lehnten in ihrer gestrigen Si ung in Uebereinstimmung mit dem Finanzausschuß eine Biersteuer ab. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmark Man notierte: Heu 6.40-6 80 mt., Stroh 4.20-5,00 Alles per Zentner. K Fraukfurt a. M., 24. März. Katsermanöbet Es steht nunmehr fest, daß die diesjährigen Katse manöver, woran das 18. und 8. Corps teilnehmen, vom 8. bis 15. September dauern. Die Kaise parade über das 18. Corps findet am 8. September bet Homburg v. d. H. statt, die über das 8. Corps am 11. September bei Stoblenz. K Mainz, 24. März. Erblindet. Gestern Nach angehende Fr macht feinen einftigen Ge Derknöcherte Probe, die Berachtung nichts davon es die„ Korr jagt, fein B direktor und ſo Inhalt uni Bartien in Ri auftreichen, be scandaleuse auf das For als intereffan hat Fulda ein malereien ent diefer Fall w so wie der H hätte das G Probierzylind im Ha Sprec Lehr mittag erblindete plößlich während des Unterrichts und gut e Holztorschulhause ein Knabe, der seit längerer Zeit Gedit, Rom augenleidend war. gejud Oo, fagt die Grpebi 24. März 195 evangelischen B auf sein Radi ung im Rirden in den Ru K Kassel, 24. März. Vergiftete Familie. Sier liegt eine Familie, bestehend aus Mann, Weib and Kind nach dem Genuß von Pudding, der mit Banille versetzt war, frank darnieder. Nach dem ärztHben Gutachten handelt es sich um Vanillenvergiftung. Theater- Verein Gießen. Maskerade. Schauspiel in 4 Aufzügen von Ludwig Fulda. Mit satirischer Hohnlache stellt Ludwig Fulda in seiner Maskerade das aalglatte, ängstlich die Fleckenlosigkeit de offiziellen" Seite seines moralischen Dualismus bewachende, innerlich aber hohle, egoistische Strebertum an en Pranger. Und zwar wird diese Tendenz so nachhaltig Betonat und der Dichter so sehr zum Satiriker, daß man sich am Ende garnicht wundern darf, daß in seine Kunst ein Dornenhaag üppig hineinwächst nnd das Schloß mit dem Berzauberten Prinzeßchen umspinnt, ganz wie im Märchen, mur daß der Prinz die Dornen scheut und das Wort, das ngenwärter am Seipp zum Gefo ath und der n Finanzminifte ben fidh geftetn Sandlungen des Staatslotterie te agen eines Lott erden will. ch, nachmittags 3 Ordnung Statt: 1. Beschaffung von Bi Marttberichte. Gießes 25. März. Aus dem heutigen Wochenmarkt toketen Butter per fb. 0.95-1.05., Sühnereter per Stüd 6-7 Bfg., Enteneter St. 0 Bfg., Raje per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar Y. 0.80-1.00, Hühner per Stid Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Dchsenfleisch per fb. 70-80 fg.. Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 Big. Schweine fleisch gesalzen per Bfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Pfg. Sammelfleisch per Pfd 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 5. 6 50 Mt., Zwiebeln ber 8t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen per Bentner 0,000.00 Nüſſe 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten det Stunden der Marktzeit im Umberzieben fellaeboten werden. Die Aufführung war mit großer Umsicht vorbereitet, das Zusammenspiel griff unter der Regie des Herrn Direktors Steingoetters fest ineinander und auch die Einzeldarstellungen verdienen Anerkennung. Herr Georg Hacker als Gaft vom Darmstädter Hoftheater stellte sich uns als Künstler, der sich in seine Rolle zu vertiefen vermag, vor. Sein Gesandter Freiherr von Wittinghof war in Ton und Gebärde gut getroffen und nur zu Anfang wies das Spiel fleine Unsicherheiten auf, im weiteren Verlauf aber trieb Herr H. den vollendeten Weltmann und Menschenkenner mit feiner Abtönung heraus. Herr Linzen als Staatsminister versagte dagegen, das Parkett und die Hoflust sind nicht sein Fall, vielmehr liegt etwas knorriges in ihm und er war daher mehr Typ des Gemeindevorstehers, wie man ihn in den holsteinischen und besonders hannoverschen Elbmarschen antrifft. Frl. Dülfer gab ihre Gerda Hübner mit feiner Mäßigung, wirkte darum aber um so mehr, sobald ihr Spiel dem leidenschaftlichen Ausbruch des beleidigten Weibes Ausdruck verlieh. Frau Gartner war in Ellen von Tönning ganz Weltdame und warf der sogenannten Volles Leben atmete aber auch Herrn de Giorgis Geheimrat. Mit bewunderungswürdiger Schnelligkeit wußte er sich von dem moralpredigenden Bapa und mächtigen Beamten iv den servilen Strebling vor den Mächtigeren zu verwandeln, während seine duldende Frau mit ruhigem Ernst und wohlstehender Schlichtheit von Frau Fischer dargestellt wurde. Den hoffnungsvollen Sohn dieses Ehepaares, den Regierungsassessor Edmund, gab Herr Lüttjohann, mit sehr glücklicher Hand den Kampf zwischen dem liebenden Jüngling und dem Egoisten zeichnend. Das Haus nahm das Stück sehr beifällig auf. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentetl Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde in Gieken Stadsverordneden bösen Bann brechen soll, nicht findet. Der Regierungs- guten Gesellschaft in jeder Hinsicht den Handschuh hin. dies anerkennen, denn Lebertran hat durch Verhinderchenschule.- 3. der ein gewaltiger Streber ist, und um seine Karriere nicht ie Sielbauten. i- Sekretäre. Januar b. J Sefretäre in Versammlun uch der Ste befindlic Ven 2. Pr machermeister C reis Bahnmeister& Bei dem am 21.1 fessor Edmund Schellhorn liebt nnd verführt Gerda Hübner, eine Lehrerin, und hat nachher, aus Furcht vor seinem Vater, 34 werderben, nicht den Mut, als ehrlicher Mann die Konsequenzen zu ziehen. Er läßt sich also von seinem Vater bestimmen, das Mädchen brieflich zu verabschieden und mit wollen Segeln auf die Tochter des Gesandten Freiherrn Mor von Wittinghof, der eben erft von seinem südamerikanischen Bosten nach Berlin zurückgekehrt ist, loszusteuern. Nun ist Gerda Hübner aber garnicht die verinögenslose, hlichte Lehrerin, sondern die natürliche Tochter des Gesandten bon Wittinghof, die vor aller Welt auzuerkenneu, er bereits die nötigen Schritte eingeleitet hat. So tommt es also, daß der Herr Regierungsassessor in die peinliche Luge gerät, die shnöden Egoismus willen verabschiedete Gerda Hübner als angehende Freiin v. Wittinghof wiederzufinden. Das Mädchen Cen aufgetrieben macht feinen Hehl aus dem Abscheu über die Handlung des e, 328 fer einstigen Geliebten, will jedoch noch nicht an seine gänzlich = findet am 4. derin öcherte Strebernatur glauben und stellt ihn auf die Krämermarkt. Brobe, die er aber nicht besteht. Mit der ausgesprochenen Berachtung Gerdas verläßt er das Haus. Erfährt die Welt Montag findet nicht davon, ist die Sache gut, andernfalls aber erfordert große Versamm es die ,, Korrektheit", daß er sich eine Kugel durch den Kopf :" Fortsetzung jagt, sein Vater jedoch, der Geheimrat, wird Ministerialfen in der Richt direttor und schließlich, wer weiß, sogar Minister. Das ist ese Versammlung so Inhalt und Ton des Stückes, in dem der Dichter manche in obiger Angel Bartien in Rücksicht auf den geschlosseneren Gang des Ganzen Des Kreises Ma zu streichen, besser getan hätte. So bleibt z. B. die chronique em Sinne eine scandaleuse der Ellen von Tönning absolut bedeutungslos hoffen und wün auf das Fortschreiten der Handlung, sie gehört vielmehr Strecke Rüd ding als interessantes Kapitel in einen Sittenroman. Allerdings ernsfeld- hat Fulda eine glückliche Stunde gewählt, in seinen Situationsn dies ist die ein malereien entzückend zu sein, aber nichtsdestoweniger zeigt verspricht, im g diesem Fall wieder einmal zur Evidenz, daß die Satire genau o wie der Humor, die Kunst zertrümmern fann. Zweifellos hätte das Ganze auch mehr gewirkt, wenn weniger mit Brobierzylinder uud Reagenzpapier gearbeitet worden wäre. Is eine nur eint verfen in die f der Briefkasten. G. H. Warum werden die Kaufgelder für das von Eisenbahn- Direktion zu dem BahnbaußollarLondorf erworbene Gelände nicht ausgezahlt? Entschuldigen läßt sich die Zurückhaltung dieser Gelder nicht damit, daß man sagt, diese Beträge werden verzinst, denn viele uns bekannte Leute haben dies Stapital zur Erhaltung ihrer wirtschaftlichen Gristenz sehr nötig und können nicht noch einmal fünf Jahre auf die Auszahlung verzichten. Wir wollen hoffen und wünschen, daß den berechtigten Forderungen der Interessenten auf Bezahlung bald in Erfüllung gehen. L. Lebertran ist eine der wertvollsten Gaben, welche uns die Natur bietet, und mit Dankbarkeit sollte man ung von so mancherlei Krankheit schon unsagbar viel gutes getan. Immerhin ist aber seiner wohltätigen Wirkung eine Grenze gezogen, insofern, als er infolge seines widerlichen Geschmackes von vielen nicht genommen und vertragen werden kann. Scotts Emulsion die aus reinstem Rebertran hergestellt ist, besitzt nun diesen Nachteil nicht. Scotts Emulsion ist von ange= nehmen Geschmack und leicht einzunehmen, und dies ist der Grund, warum in vielen Familien anstatt Lebertran nur noch Scotts Emulsion gegeben wird. Falls Sie bisher immer Lebertran genommen haben, so versuchen Sie nur einmal Scotts Emulsion, und Sie werden sich rasch überzeugen, daß Lebertran in dieser Form wesentlich angenehmer einzunehmen und dabei auch noch wirksamer iſt. Scotts Emulsion schließlich im großen Großhandlungen verlose nach Gewicht oder versiegelten Originaldieser Schugmarke. ▲ Lollar.( Leise Anfrage). Kann und will uns vielleicht jemand Auskunft geben, wer in Lollar im Gemeinderat für die Oeffentlichkeit der Gemeinderats- Sigungen ist und welches die Männer sind, die sich dagegen mit Händen und Füßen wehren? Einige Bürger. Biegener landwirts& aftlicher Wetterbiens. Voraussichtliche Witterung in Heffen für Sonntag, den 26. März. Aufheiternd und allenthalben wieder trocken, fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) G. m. b. H., FrankSchutzmarte. wird von uns ausan Apotheken und fauft, und zwar nie Maß, sondern nur in flaschen in Karton mit Scott& Bowne, furt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Bebertran 150,0, prima Glerin 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Altohol 11,6. Hierzu aromatische Emulsion mit Bimts, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Gießen Priephen Dr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. 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Mts., nachmittags 3 Uhr. auf dem Rathause zu Langsdorf durch öffentliches Ausgebot in mehreren Losen vergeben werden. Zeichnungen, Kostenvoranschlag und Bedingungen Itegen auf Großh. Bürgermeisteret Langsdorf zur Einsicht offen. Gießen, den 23. März 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Vergebung von Bauarbeiten. Folgende Arbeiten und Lieferungen zur Einfriedigung der neuen Universitätsbibliothek werden hiermit auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Juni 1893 ausgeschrieben. Los I Erd- und Maurerarbeiten: 95 cbm Erdaushub, 91 cbm Bruchsteinmauerwerk, 7 cbm Hausteine, 82 Ifd. m Stellsockel zu versetzen. Los II Lungsteinlieferung: 7 cbm für Pfeiler, 82 Ifd. m Stellsockel. Los III Schlosserarbeiten: 96 Ifd. m Geländer, 30 U- Eisenständer mit Schrauben. Los IV Zimmerarbeiten: 102 Ifd. m Lattenzaun. Los V Andreicherarbeiten: Anstrich von 96 Ifd.m Eisengeländer u. 102 Ifd. m Lattenzaun. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserem Amte, Wilhelmstraße 21, offen und können von dort, soweit der Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift find bis Montag, den 3. April 1905, vormittags 11 Uhr, dem Eröffnungstermin, bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 15. März 1905. Großh. Baubehörde für die UniversitätsNeubauten Gießen. Becker. Geschäfts- Empfehlung. Den geehrten Girten- und Villenbefizern empfehle ich mich im Anlegen von Gärten, Beschneiden von Obstbäumen und Sträuchern, sowie Neuaapflanzung von Obstplantagen. Alle mir übertragenen Arbeiten werde ich selbst persönlich ausführen. Bestellungen werden angenommen: Gärtnerei Wilhelmftr. 16. Hochachtungsvoll Karl Pfeiffer, Landschaftsgärtner. Klein- Linden. Fra tfurtertrake 83. Eiergerichte erhalten unvergleichlichen Wohlgeschmack mit MAGGI® Würze. G. F. F. Montag, den 27. März 1905 abends pünktlich 8% Uhr Nebung Stadt- Cheater Giessen. Direttion: Steingoetter, Sonntag, den 26. März 16. und legte Sonntag Abonnements Vorstellung. Kabale und und Liebe, Ein bürgerliches Trauerspiel in 5 Aufzügen von Friedr. Schiller, berloren: 1 Kinderumhang( grünlich) und 1 goldne des 1. Löschzuges. XXX Brosche mit weißen Perlen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 25. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die nachstehenden Arbeiten zur Erbauung einer Leichenhalle für die israelitische Gemeinde Gießen sollen Samstag, den 8. April d. J., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. 1. Spenglerarbeiten, 2. Dachdeckerarbeiten, 3. Herstellung der Blizableiteranlage, 4. Schlosserarbeiten, 5. Kunstschmiedearbeiten, 6. Schreinerarbeiten, 7. Glaserarbeiten, 8. Weißbinderarbeiten. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 24. März 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Wir empfehlen in größter Auswahl: Herren- u. Knaben- Anzüge Joppen Hosen Arbeiter Kleider zu bekannt billigen Preisen. Eine Partie Herren- u. Knaben- Anzüge bedeutend unter Selbstkostenpreis. M. Hartmann Nachf. Grünberg i. H. Reifende Agenten und Platzvertreter sucht überall bei hohem Verdienst zum Verkauf von Holzrouleaux, Jalousien und Rolläden Geyer& Kfemt Neurode in Schles. Bur Krankenpflege Das Kommando. Postkarten Gelegenheitskauf für Ostern, Pfingsten, Sport, Blumen, Studenten, Soldaten. Girta 70 Sorten Feine Ausführbillig, für Wiederverkäufer! ung. H. Kühn ( Steken. Pavierhandlung. sehr Seltersweg 36. EUREKA bestes WASCHMITTEL Saatfartoffeln. 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