gerung. nachmittags 3 Uhr bon den städtischen rweg weg cinbadherweg. rg. äldchen. e Bujammenkunft ift i Gießen. Arbeiten. mer Wafferleitung De Beuern erforder en im Submissions Jo. nachmittage n abzugeben, wo det. n auf dem Bureau Blag 3 zur Einfight mulate gegen Gr mpfang genommen 5. nr hos Greilea fenden Schrift Familie nieder p. Fällt dieses die Verlobung utpaares vorge tag zusammen teilt dann der iejes Schreiben ewöhnlich durch rbringer erhält für den Bräu mit Badwerl ehelicher Treue. egen dem Vater China die Eltern - und ein ver nd der Empfin gen spottet, indungen spielt. ist r Natur em Himmel! war der Dichter er veranstaltete, anderen, sein Die Straße, in Hugo erhalten, r Gäste verstieg Straße wäre des hervorragenderer uft werden. Die Ben aufzuzählen, Die Stadt Paris amen des großen andte fich Hugo, derer ruhig zu fagte im Lone tommen, lieber von Wellington ltätigkeitsbazar, ch einen Beitrag olcher Dinge ant groben Briefe, in onft damit zufam rach. Der wizige verkaufte hier das Für zwanzig Pfund schriftlich den er. Beften der Armen" t idiebt ummer.) Kr. 198. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 24. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeheit monatlich Prin's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mf 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( töglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchen lich) Das Blast erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeiſterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Theodor, der anvermeidliche. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben seit George Washington und Abraham Lincoln keinen Präsidenten gehabt, der so viel genannt worden wäre, wie der gegenwärtige Präsident Theodor Roosevelt. Und selbst jene beiden müssen beschämt vor ihrem Nachfolger von heute zurückſtehen. George Washington stand in der vordersten Reihe der Generale, die die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten erfämpften, er war der Schöpfer ihrer Verfassung und erwies sich als der vornehmste, aufrichtigste Hüter ihres Grundgedankens, indem er durch sein Beispiel und durch dessen besondere Betonung den ungeschriebenen Grundsatz aufstellte, daß niemand dreimal die Präsidentenwürde befleiden dürfe. Der Feldherr, der Staatengründer, der Staatsmann und das Staatsoberhaupt, in allen diesen Fächern war George Washington gleich hervorragend und bewunderungswürdig. Er wurde zu einer ragenden ge= schichtlichen Erscheinung, späten Geschlechtern ein leuchtendes Vorbild. Sein Ruhm durchdrang und durchklang schon bei seinen Lebzeiten die Länder der Erde. Doch daß er mit ehrender Anerkennung genannt wurde, mußte er mit großen Taten erkaufen. Und daß so viel von ihm gesprochen wurde, wie von seinem jüngsten Nachfahren gesprochen wird, das erlangte er nicht. So viel Großtaten, wie zu jener Zei: dczu gehört hätten, waren in das längste und beglückteste Heldenleben nicht hineinzupressen. Abraham Lincoln hat seinen Namen an die Sterne geheftet, indem er die Sklaverei aufhob und die Vereinigten Staaten durch den schwersten Kriegssturm steuerte, der je ihre Existenz bedroht hatte. Als er durch Mörderhand gefallen war, durfte der Nachfolger ihm ins Grab nachrufen:„ Die Barmherzigkeit hat man erschlagen, aber die Gerechtigkeit lebt!" Einen vierjährigen Krieg von unerhörter Anstrengung mußte Lincoln siegreich; durchführen, einen geschichtlich in Ewigkeit denkwürdigen Menschheitsfortschritt mußte er verwirklichen, damit scin Name von Pol zu Pol flang. George Washington und Abraham Lincoln reichen an den dröhnenden Ruhm Theodor Roosevelts nicht hinan. Denn ihr patriotischer Ehrgeiz blieb auf ihr Vaterland beschränkt. Hat George Washington Frau und Tochter gehabt? War Abraham Lincoln mit einer Familie gesegnet? Man muß schon in Spezialbüchern nachschlagen, und wird dann noch Mühe haben, etwas darüber zu finden. Anders ist es mit Theodor Roosevelt. Seine Tochter Alice hat nichts, in der ganzen Welt nichts getan, was eine Frau auszeichnen könnte. Kein besonderer äußerer Vorzug schmückt sie, ihre geistigen Gaben halten sich in den Schranken demokratischer Mittelmäßigkeit, und doch kennt alle Welt die Tochter des Präsidenten Roosevelt, die Prinzessin" Alice, deren einziges, absolut einziges Verdienst darin besteht, daß sie in die Zahl der Erwachsenen während der Präsidentschaft ihres Vaters eingerückt ist. Und Theodor Roosevelt selbst? Was hat er getan, um Präsident zu werden? Und was hat er als Präsident getan? Er hat Glück gehabt, ungewöhnlich viel Glück und das ist auch ein Talent. Roosevelts Glück streift schon an Genialische. Als Führer der„ Rauhreiter", einer Freimilligenschar, die sich während des Krieges mit Spanien in eine kleidsame Phantasie- Uniform gesteckt hatte und ungefährliche Streifzüge machte, gewann er eine Popularität, die ihn den politischen Parteiführern unbequem erscheinen ließ. Um ihn unschädlich zu machen, präsentierte man ihn zur Vizepräsidentschaft, auf einen Posten, der zum politischen Tode verurteilt. Mckinley wurde ermordet, Roosevelt wurde Präsident und wieder ein politisch lebendiger Mann. Wenigstens dem Anschein nach. Er hatte sogar große Pläne. Die Korruption wollte er erwürgen, die Uebermacht der Trusts brechen, die mittel- und südamerikanischen Naubstaaten auf dem Mege sanfter Gewalt von der süßen Gewöhnung der Pumperei und der periodischen Revolutionen abbringen. Die Parteiführer, deren Mann er durchaus nicht war, schüttelten den Kopf, veranstalteten für ihn ein ungeheures Beifallsgeschrei und ließen ihn keinen Schritt tun. Er mochte gesetzgeberisch vorschlagen, was er wollte-- der Senat in Washington ließ keinen Vorschlag durchgehen. Er mochte durch wiederholte Botschaften diplomatische Ab. machungen zur Annahme empfehlen der Senat in Washington hatte nicht einmal die Höflichkeit, sie in Beratung zu nehmen. Kurz, Roosevelt war der akklamierteste und zugleich ohnmächtigste Präsident, den die Vereinigten Staaten je gehobt. Und er nahm das gar nicht übel, er fand sich in die Rolle, die man ihm zugewiesen. Jetzt wußten die Parteiführer, daß sie von ihm nichts zu befürchten hatten, daß er völlig ungefährlich war. Darum betrieben sie auch seine Wiederwahl und ließen ihn mit einer Stimmenmehrheit ohne gleichen im Amt bestätigen. Seitdem ist von einer Bekämpfung der Korruption nicht mehr die Rede. Ab und zu ein kleiner Anlauf; zum Lachen, Fur langsamen Entwöhnung früher erregter Erwartungen. Die Trusts führen das friedlichste Leben. Keine Gesetzgebung bedrängt sie, Roosevelt denkt nicht mehr an sie, sie Laben ohne Besorgnis sich sogar international ausdehnen dürfen. Die Raubstaaten in Mittel- und Südamerika setzen ihr altes Politikgeschäft ohne Beeinträchtigung fort. Die paar Diplomaten, die nach Rooseveltschem Rezept arbeiten wollten. find abaehalftert und faltgestellt. Theodor Moosevelt aber befindet sich dabei sehr wohl. Sein Ehrgeiz ist nicht kleiner geworden, er hat nur das Ziel und das Betätigungsfeld gewechselt. Er arbeitet für den Erport. Wo etwas los ist, da ist Roosevelt. Er spricht nicht im Namen Amerikas, aber im Namen der Menschheit, was zu nichts berpflichtet und vielleicht noch schöner klingt. Er ist Friedensstifter. Den ehemaligen Führer der Rauhreiter kleidet das ganz besonders gut. Mit republikanisch- amerikanischer Formlosigkeit erzwingt er sich Zutritt zum Zaren wie zum wiikado, die zu höflich sind, ihn abzuweisen. Er ließe sich auch gar nicht abweisen. Er zwingt sie zu Friedensverhandlungen, und erzwingt ihre Fortsetzung, da sie abgebrochen werden sollten. Sein Zwangsmittel ist die Zudringlichkeit. Man darf nicht grob gegen ihn sein, und darum hört man auf ihn. Sein Erfolg ist der Erfolg seiner Zudringlichkeit und der Höflichkeit der anderen. Im vorliegenden Falle fann tie Absicht vortrefflich und der Erfolg verdienstlich sein. Aber behaglich ist Roosevelts Geschäftigkeit für niemand. Er ist das enfant terrible der internationalen Politik, nicht bösartig, doch schreckhaft. Ein gutes Herz ist mehr mert, als gute Formen. Wäre es aber nicht möglich, is gute Herz zu behalten, und dabei die guten Formen 1.icht Aanz zu verschmähen? Das diplomatische Gefecht. ( Eig. Bericht.) Berlin, 23. August. Werden die Verhandlungen in Portsmouth abgebrochen? Oder sind die stolz ablehnenden Worte der Russen und das Zucken der Japaner nach dem Säbel nur gewandte Fechterkunststückchen, hinter denen die verhandelnden Diplomaten ihre wirklichen Absichten verbergen? Das sind die Fragen, die heute It beschäftigen. Verdenken könnte man es den au americanischem Boden um den Frieden feilschenden Statsmännern wahrhaftig nicht, wenn sie dem Heer der sie wie eine wütende Bienenschar umschwärmenden Berichterstatter und den neugierig trotz aller behaupteten Entwickelung nach althergebrachter Weiberart hinter jedem ihrer Schritte herziehenden Yankeedamen ein Schnippchen schlügen. Müssen sie doch schon dem mehr wie zuvorkommend an sie herantretenden Teddy Roosevelt ein freundliches Gesicht machen, womöglich alle Augenblicke von ihm eine Belehrung über die gangbarsten Wege entgegennehmen. Die Herren, Japaner wie Nussen, werden herzlich froh sein, wenn sie ihre Mission beendet haben und nicht mehr an jedem Morgen mit ernſtem Gesicht und herzlichem Händedruck Dußenden von Besuchern versichern müssen:„ Entweder kommt der Friede zustande, oder er kommt nicht zustande wir tun unser Bestes mehr ist nicht zu sagen." Nun ist die für Dienstag in Aussicht genommene Schlußkonferenz auf heute vertagt worden, und wenn man heute nicht fertig wird, wollen die Friedensdelegierten sich am Freitag erst wieder treffen. Inzwischen wird der Zar noch einigemal den in seinem berühmten Friedens- Manifest proklamierten Ideen sanftmütigen Ausdruck geben und nebenbei den Krieg bis aufs Messer proklamieren, Herr Witte in ganz Europa und den umliegenden Dörfern dadurch interessant werden, daß er auserlesene Papyros raucht, in Hemdsärmeln am Fenster sitt und Pilsener Bier trinkt. Die Welt wird in Bewunderung verfallen über den Geschmack der amerikanischen Ladys, die samt und sonders verliebt sind in die strahlenden Mongolenaugen des Miniaturjapaners Baron Komura, und die Insel Sachalin wird entweder von Amerika angekauft oder als großes Sanatorium für die infolge des Studiums stündlich sich widersprechender Sensationstelegramme melancholisch gewordenen Mitteleuropäer eingerichtet. Vor wie nach heißt es in Wirklichkeit abwarten- nichts Genaues weiß man weder hüben noch drüben. Roosevelt soll vermittelnde Vorschläge gemacht und die Zustimmung Japans erlangt haben. Dieses wolle seine Ansprüche auf die in neutralen Häfen internierten russischen Schiffe fahren lassen und sich mit Rußland in den Besitz von Sachalin teilen, Rußland dagegen eine Kriegsentschädigung in Form einer Verpflegungsgebühr für Gefangene und Kranke zahlen, die ostchinesische Bahn aber unter die Kontrolle von China, Japan, Deutschland, England, Frankreich, der Vereinigten Staaten Rußland gestellt werden. Die Türkei und Abessynien werden seltsamerweise dabei nicht genannt. Ob nicht jemand auf den Gedanken verfällt, den Wüstenkönig Lebaudy, dem sein Sahara- Kaisertum nichts einbringt, zum Statthalter der Mandschurei unter Kontrolle Serbiens und Präsident Castro von Venezuela zum endgültigen Schiedsrichter vorzuschlagen? So dringend der endliche Friedensschluß und das Ende des schrecklichen Krieges in Ostasien von jedem Menschenund Kulturfreund zu wünschen ist, ebenso freudig wird der zwischen tausend Meldungen hin und her gezerrte Normalmensch den Schluß der Kombinationsberichterstattung über den Kongreß zu Mortemouth erwarten- es ist viel gesündigt worde an ihm. Hoffentlich bringen die nächsten Tage dauernde Erlösung. Politische Rundschau. Deutsches Reich. Die Vorbereitungen für einen Handelsvertrag zwisc Schweden und dem Deutschen Reich sind im Gange. Der deutsche Handelstag hat an die Handelskammern und kaifmännischen Korporationen ein Schreiben versandt, in dem sie aufgefordert werden, so schnell wie möglich Wünsche zu dem schwedischen Zolltarif zu äußern. * Eine Depesche des Kommandanten des Kreuzer3„ BusSched" meldet weitere Ausbreitung des Aufstandes in DeutschOstafrika. Die Rebellion hat südlich von Kilwa bis zum Mbenturn- Fluß an der Grenze des Lindibezirks um sich ge griffen. Die Aufständischen haben sogar die Entschlossenheit, die Reichstruppen anzugreifen. Oberleutnant zur Sce Paasche hat einen Angriff der Ritchi- Leute auf sein Lager am 19. und 20. August erfolgreich zurückgeschlagen. Er meldet, daß alles wohl ist und er nordwestlich nach Kowoni meiter vorgeht. Am 25. August trifft voraussichtlich eine Abteilung der Schußtruppe in Nyambwiki ein. Das ostafrikanische Expeditionskorps geht am Freitag von Hamburg ab. Auf Anordnung des Reichsmarineamts wurden die Einjährig- Freiwilligen, die sich zur Beteiligung gemeldet hatten, zurückgewiesen; man nimmt an, daß die Stationierung des Detachements in Ostafrika über die Dienstzeit der Einjährig- Freiwilligen herausreicht.- Ueber die Lage im Gebiet südlich von Maneromango berichtet Gouverneur Graf Gözen, daß dort Anzeichen von Unbotmäßigkeit hervorgetreten sind, die ihn veranlaßt haben, den Bezirksamtmann Böder, den Hauptmann Fond und 95 Mann dort zu belassen. Aus den Matumbibergen ist Major Johannes nach Dar- es- Salam zurückgekehrt und hat gemeldet, daß die Ordnung aufrecht erhalten werden könne, wenn eine Kompagnie bis auf weiter: dort bleibe. * Anläßlich des Deutschen Katholikentages in Straßburg i. E. wurde dort die Generalversammlung des von Windthorst begründeten Volksvereins abgehalten, dem der Bischof Dr. Frigen seinen Segen erteilte. In einer geschlossenen Versammlung wurde ein Antrag des Abg. Herold, betreffend den Schutz der Landwirtschaft, angenommen. In der zweiten öffentlichen Versammlung des Katholikentages sprach Bater Nachtwey, apostolischer Präfekt von Kamerun, über die katholische Mission, Abgeordneter de Witt über„, wahre und falsche Toleranz" und der Kapuziner- Pater Auracher über die Frauenfrage, wobei er sich gegen die Ansprüche der modernen Frauenbewegung bezüglich der Ehe und der Gleichberechtigung der Frau wandte. In furzer Zeit soll eine Vermehrung der preußischen Lottericlose zu erwarten sein Sie wird voraussichtlich in der gleichen Weise erfolgen wie nach Abschluß des zwischen Preußen und Mecklenburg bezw. Lübeck bestehenden Vertrages. * Ueber den Zwischenfall an der Grenze von Kamerun bei Missum- Missum, bei dem deutsche und französische Soldaten zusammenstießen, werden in der französischen Presse eine Anzahl unkontrollierbarer Gerüchte verbreitet. Nach einer offiziösen französischen Verlautbarung aus dem Pariser Kolonialministerium stehen die deutsche und franzö= sische Mission im Begriff, unverzüglich die Arbeiten zur Feststellung der Grenze zwischen Kamerun und dem Französischen Kongogebiete aufzunehmen. Ueber die MissumMissum- Angelegenheit soll dann ein Bericht aufgestellt werden, der in jeder Hinsicht zuverlässig und unparteiisch ist. * Der Handelsvertragsverein hat sich in einer Eingabe an den Reichskanzler wegen des plötzlich eingeführten Gehaltstempelzwanges für nach Tunis eingeführte Gold- und Silberwaren gewandt. Der Export deutscher Bijouteriewaren wird dadurch zugunsten der französischen Ausfuhr auf das Schlimmste geschädigt. Das Gesetz ist bereits am 25. August in Wirksamkeit getreten. Der Handelsvertragsberein bittet den Reichskanzler, Vorkehrungen zu treffen, um wenigstens eine ausreichende Uebergangszeit von den alten zu den neuen Bestimmungen zu erzielen. * Allenthalben unternehmen die städtischen Behörden Schritte, um eine Linderung der herrschenden Fleisch. teuerung anzubahnen. Die Thüringer Stadtgemeinden haben wegen der Fleischteuerung beim Bundesrat und dem Reichskanzler telegraphisch Beschwerde erhoben. Die Fleisch preise sind bis 40 Prozent gestiegen. Die hannoverschen Städte bereiten eine Eingabe an die Regierung vor. In Frankfurt a. M. nahm die Stadtverordnetenversammlung einen Antrag an, bei der Regierung um Deffnung dei C'renzen für lebendes Vieh und um Aufhebung der Zölle für Fleisch und Futterstoffe vorstellig zu werden.- Die Stadtverordneten in Solingen beschlossen eine Petition an den Reichskanzler um Deffnung der Viehgrenzsperren. Die Münchener Vereinigten Mezgerinnungen" haben in mehr als zwanzig Zeitungen solcher Gegenden Süddeutsch Ids, wo Schweinezucht betrieben wird, ein Inserat er lassen, wonach Schlachtschweine in jeder Anzahl im Ge wichte von 80 Pfund an lebend zu kaufen gesucht werden Auch nicht ein einziges Angebot ist eingelaufen. Oefterreich- Ungarn ** Die Regierung beabsichtigt, ein Gesetz über das Ver sicherungswesen zu erlassen. Es soll dem versicherten Publi fum weitgehenden Schutz gegen Mißbräuche der Gesell sdcasten bieten. England. ** In der britischen Armecverwaltung herrscht ziemliche Aufregung wegen eines neuen Militärskandais. An den schweren Geschützen, mit denen das Inland und die Kolo. nien versehen sind, ist festgestellt worden, daß die Vorrichtungen zur Geschoßzuführung so mangelhaft konstruiert sind, daß die Geschütze für wirkliche Aktion völlig unbrauchbar wären. Hunderte von Geschützen sind bereits ins Arsenal von Woolwich zurückgebracht worden. Die notwendigen Erneuchingen werden große Summen verschlingen, Russland. ** Der Widerspruch gegen das Verfassungsmanifest hat zu einem Ausstande in Russisch- Polen geführt, der sich fortgesetzt ausbreitet und auch schon zu Zusammenstößen geführt hat. Besonders die Aufrechterhaltung des Bahnbetriebes erscheint stark gefährdet, und in Warschau kam es zu einem blutigen Rencontre zwischen ausständischen Arbeitern und dem zum Dienst kommandierten EisenbahnBataillon. In Warschau erscheinen wegen des Ausstands feine Zeitungen. In Lodz ist der Aufstand ein allgemeiner. Der von den Mitgliedern der Reichs- Duma zu leistende Eid soll dahin gehen, daß dem„ Selbstherrscher aller Reußen" die Treue bewahrt bleiben solle. Die städtische Duma in Moskau hat eine Resolution gefaßt, die Preß- und Versammlungsfreiheit, sowie das allgemeine Stimmrecht fordert. In Tiflis explodierte eine Bombe, wobei ein Haus völlig zerstört und zwei unbekannte Männer getötet wurden. Unter den Trümmern fand man noch 36 Bomben und mehrere Kilogramm Dynamit. Alien. ** An der Grenze von Afghanistan zeigt sich neuerdings wieder eine erhöhte fremdenfeindliche Haltung der Afghanen. Eine Anzahl Leute des Emirs von Afghanistan überschritt bei Gulistan die Grenze und griff die Hütten einer Stredenarbeiterstation zwischen dem Eisenbahnübergang bei Bestan und Chaman an. Die Afghanen verwundeten zwei oder drei Mann und schleppten zwei Mann gefesselt mit sich. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser traf mit den Herren des militärischen Gefolges von Wilhelmshöhe über Altenbeken und Paderborn im Senne- Lager ein, stieg am Bahnhof zu Pferde und wohnte auf dem Uebungsplatz dem Ererzieren der Kavallerie- Division B bei. Die Kriegervereine aus der Umgegend und andere Vereine bildeten Spalier und brachten dem Kaiser begeisterte Huldigungen dar. Am Sonntag findet im ZeugHause zu Berlin die Nagelung und Weihe der den Regimentern des 8. Armeekorps verlichenen neuen Fahnen und Feldzeichen in Gegenwart des Kaisers und der Kaiserin statt. ** Prinz Ferdinand Maria von Bayern, ältester Sohn des Prinzen Ludwig von Bayern, geboren am 10. Mai 1884, hat sich in San Sebastian in Spanien mit der Infantin Maria Theresia von Spanien, der am 12. November 1882 geborenen Schwester des Königs Alfons, berlobt. Als Hochzeitsgeschenk für den Herzog Alfred von Sachsen- Koburg und Gotha beabsichtigt die Bevölkerung des Roburger Landes eine Summe für die Restaurierung er Lutherkirche auf der Feste Koburg zu überbringen. Der frühere Oberpräsident von Posen, Freiherr von Wilamowit- Möllendorff, stürzte auf seiner Herrschaft Kobelnik im Kreise Strelno auf einem Spazier. ritt vom Pferde und verletzte sich ziemlich erheblich. Soziales Leben. gekehrt, der sich gerade mit seinem Bienenstande beschäftigte. Der Müller wurde von einer Biene ins linke Ohr gestochen. Nach zehn Minuten war er eine Leiche. Wie der Arzt feststellte, war das Bienengift in das Herz gedrungen, und der Tod war durch Herzschlag verursacht. † Im Eise gefunden. In einer Spalte des oberen Grindelwaldgletschers fanden Bergsteiger einen männlichen Leichnam, der bereits sehr lange im Eis gelegen haben muß. Bei der Leiche fand man einen Militärpaß, lautend auf den Namen Schultheß- Sachsen- Koburg- Gotha. † Torpedo- Explosion. Im Arsenal zu Ferrol explodierte ein Torpedo- Geschoß. Ein Matrose kam ums Leben, zwei andere wurden verwundet. † Eine mysteriöse Geldaffäre. Bei der Pariser Polizei zeigte ein Deutscher namens Richard von Charlon an, daß ihm von zwei Personen, die ihn betrunken gemacht, ein Scheck in Höhe von 150 000 Francs geraubt sei. Charlon, der Maschinistengehilfe auf einem Dampfer war, will die Summe in der Lotterie gewonnen haben. Die ganze Angelegenheit erscheint sehr mysteriös. Verschollenes Schiff. Das Seeamt in Bremerhaven erMitte das dort beheimatete viermastige Segelschiff,.Robert Rickmers" für verschollen. Das Schiff ist am 14. m.) 1:04 von Philadelphia nach Niogo in See gegangen und seitdem verschollen. Zulegt wurde es in der Nähe de: MalakkaStraße gesehen, und es wird in einem der damals dort wütenden schweren Taifune untergegangen sein. Das Fahrzeug hatte eine Besatzung von 27 Mann. Der Streik im rheinisch- westfälischen Baugewerbe. Die Erregung unter den beteiligten Arbeitern wächst, da die Aussichten auf eine Einigung noch immer nicht in Aussicht steht. Dienstagabend kam es in Essen zu einem schlimmen Zusammenstoß. Nach Feierabend sammelten sich über 1000 Menschen im Mittelpunkte der Stadt in der Nähe des Rathauses, um die an einem Neubau arbeitenden Italiener aufzuklären, die unter polizeilichem Schutz von der Arbeits: stelle geführt wurden. Berittene Polizei trieb die erregte Menge auseinander, die darauf unter Gejohle im Sturmschritt durch die belebten Straßen der Stadt zog, gefolg! von der Polizei. Durch die Ansammlungen stockte zeitweilig der Verkehr, mehrere Verhaftungen wurden vorgenommen. Man befürchtet weitere unliebsame Vorfälle. Nab und Fern. † Bei der Bootsfahrt ertrunken. Drei Einwohner von Schierstein machten eine Bootsfahrt auf dem Rhein. Das Boot kenterte, und einer der Insassen, ein Stuckateur, Vater von drei Kindern fand seinen Tod in den Fluten. † Neuer Einsturz im Altenbekener Tunnel. Ein neues Unglück, das zum Glück ohne Verlust von Menschenleben abging, hat sich im Altenbekener Tunnel ereignet. Bei den durch den ersten Einsturz notwendig gewordenen Arbeiten entstand wahrscheinlich infolge Kurzschlusses der elektrischen Beleuchtungsanlage ein Brand, der den größten Teil des Baugerüstes einäscherte. Während des Brandes stürzte der zum Teil wiederhergestellte Tunnel ein, gewaltige Schuttmassen mit sich reißend. Auch das im Tunnel lagernde Sprengpulver explodierte. † Gruben- Unglück. Auf der Grube„ Nordfeld" bei Nen firchen stürzte ein Gerüst ein. Drei Personen kamen dabei ums Leben. † Pulver- Explosion durch einen Knaben. In Differdingen in Luxemburg zündete ein Knabe den in einem Steinbruch lagernden Pulvervorrat an. Der unverständige Urheber der Explosion wurde furchtbar verstümmelt aufgefunden. † Kampf auf der Redaktion. In Koschau in Ungarn hatte eine Zeitung eine militärische Notiz gebracht. Darauf erschien in der Redaktion ein Leutnant und griff den Redakteur tätlich an. Als der Offizier den Säbel 30g, gab der Redakteur einen Revolverschuß ab, doch prallte die Kugel cm Säbelriemen des Leutnants ab. Das Druckereipersonal eilte dem Redakteur zu Hilfe, es entstand ein allgemeiner Kampf, wobei ein Drucker eine Farbenkiste auf den Leutnant warf, der ihm darauf mit seinem Säbel eine lebensgefähr liche Wunde beibrachte. Der Vorgang hat in der Stadt große Erregung verursacht. † Das Unglücksfahrzeug. Von allen Seiten werden unglücksfälle gemeldet, die durch Automobil- Fahrer veranlaßt sind. Bei Wiesbaden überfuhr ein Architekt mit einem gelichenen Kraftwagen eine Witwe. Die Frau war sofort tot. Der wilde Fahrer fümmerte sich um nichts und raste weiter. Er wurde aber erkannt und verhaftet. In Ebenfurth in Niederösterreich wurde eine Köchin von dem daherrasenden Automobil eines Zuckerfabrikanten totgefahren. In Amerika kam bei einer Automobilfahrt der Sohn des Millionärs Walsh ums Leben. Die übrigen Insassen des verunglückten Fahrzeuges erlitter sämtlich Verlegungen. Fräulein Walsh trug einen Schädelbruch davon. † Skandal auf der Rennbahn. Bei dem großen Rennen in Budapest waren Unregelmäßigkeiten vorgekommen, die zu schweren Ausschreitungen Veranlassung gaben. Das Publi kum bewarf die Jockeys mit Steinen, und als der Präsident des Jockey- Klubs, Graf Batthyany, einschritt, wurde er mit Stockschlägen bedacht. Die Polizei mußte die Ruhe wieder Herstellen. † Berlin und die Mandschurei. Zurzeit weilen in Berlin zahlreiche Kaufleute aus Charbin und anderen Orten der Mandschurei, um ihre Warenlager zu komplettieren. Sie rechnen darauf, daß selbst im Falle des Friedensschlusses das russische Militär noch längere Zeit dort weilen wird. Es handelt sich vornehmlich um Woll- und Tuchwaren, Wäsche, Liköre, Konserven und billige Galanteriewaren. Die fremden Gäste wählen nicht lange und zahlen prompt und bar. † Tod durch Bienenstich. Ein Mühlenbesitzer aus der Lausit war bei einem Tischlermeister im Nachbardorfe ein† Einsturz in einem Hotel. In Prato in Italien stürzt plötzlich das Dach eines Hotels ein. Fünfzehn Personen wurden durch die Trümmer begraben. † Eine Chinesenschlacht in Newyork. In einem chinesischen Theater in Newyork gerieten die Mitglieder der berüchtigten chinesischen Geheimgesellschaften, Hip Sing Tong" und On Leorg Tong" in Streit wegen Spielangelegen. heiten. Es entstand ein förmlicher Kampf, und als die Polizei die Wahlstatt säuberte, lagen auf ihr drei Tote. Ueber fünfzig der opsträger wurden verhaftet. Vermischtes. sich in München der Tatsache, daß vor einiger Zeit bei einem bedeutenden dortigen Kunstverlage ein erotischer Herr mit der Anfrage erschien, ob die Firma in der Lage sei, für einige Millionen Banknoten anzufertigen. Es wurde strengste Diskretion verlangt, dafür aber auch Millionen- Verdienst in Aussicht gestellt. Der Firma erschien die ganze Angele genheit so fragwürdig, daß sie das Geschäft von der Hand wies. Jetzt sind die Banknoten wohl in Amerika ange fertigt. Alte Leute in der Schweiz. Bei der Volkszählung vom 1. Dezember 1900 gab es in der Schweiz 563 Personen, die das neunzigste Lebensjahr überschritten hatten. Davon leben noch 59, nämlich 21 Männer und 38 Frauen. Zwei der letzteren haben das hundertste Lebensjahr überschritten, eine Frau im Kanton Tessin zählt 105 Jahre, eine andere in Basel ist vor kurzem 101 Jahre alt geworden. = Ein fühner Brückenbau. In Plauen ist über das Syratal, das zwischen dem Bahnhofs- und dem Naundorfer Stadtviertel ein Hemmnis bildete, eine Brücke gebaut wor den, die eines der kühnsten Steinbauwerke bildet. Bei einer Spannweite von 90 Metern weist die Brücke nur eine Höhe von 18 Metern auf. Die Stärke des Bogens beträgt 1,50 Meter, die Uebermauerung über dem Scheitel 1,30 Meter. Der Brückenkörper ist 17 Meter breit. Die Gesamtkosten beziffern sich auf rund 500 000 Mark. Das Bauwerk führt den Namen„ König Friedrich August- Brücke". - = Sonderbares Testament. In Neapel machte ein reicher Sonderling, der an einer schmerzhaften Krankheit litt, seinem Leben dadurch ein Ende, daß er sich aus dem Fenster stürzte. Vorher hatte er den Schlüssel zum Geldschrank beiseite geschafft, damit von seiner Erbschaft nichts veruntreut würde. Sein Vermögen von 4,5 Millionen hat er einem Hospital vermacht, zur Erbauung neuer Krankensäle, über deren Portal die Worte stehen sollen:„ Das Geld, das durch mich den Reichen abgenommen wurde, die es den Armen abgenommen haben, kehrt zu den Armen zurück." Ueber die Testamentsvollstrecker spricht er am Schlusse seines letzten Willens seinen förmlichen Fluch aus, falls sie nicht getreulich den Bestimmungen nachkommen. ==Aus dem Gerichtsfaal. bes Uniformywangs geb beziehen fich auf eine B minifters, wonach vom Preußen die Uniform ber Menschenfren Abend 11 cannte ein einen jungen Mann fo und famerverlegt in die befümmern mußte. Der Radfahrer Berlegten zu glicherweise trozdem Der Heidel Peter Kunz aus Pforz De 21jährigen Schl Biesbacen feftgenomm * Die für die ausgeschriebene Belohn in einer Anzahl von G Die Polizeibeamten, bi Angelegenheit tätig war erhalten und ebenso der winkel in Boden verriet befommt auch der Krimi die Ermittlung des Ra worben hat Freie Rüdtran § Die Ehescheidung Luises von Koburg. Die Prinzessin Luise von Koburg hat jetzt die Widerklage gegen ihren Gatten bei dem Gothaer Landgericht eingereicht. § Ein Wechselfälschungs- Prozeß. Vor der Straffammer in Bamberg hat sich der Kaufmann Merit Stern wegen Wechselfälschung in Höhe von 60 000 Mark zu verantworten. Geschädigt sind eine ganze Anzahl Banken. Der Fälscher war nach Amerika geflüchtet, auf Betreiben der bayerischen Regierung aber ausgeliefert. Ler Landwirt. 27 Futtergerste. Nach den neuen Handelsvertragen ist der Zollsatz für Braugerste bedeutend höher als für Futterware. Die Unterscheidung, ob die Gerste zu Brauzwecken oder nur als Futter verwendbar, ist besonders für den Laien als auch den Zollbeamten recht schwierig. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Gerste, die nur als Zutterware verzellt, später in der Brauerei verwendet wird. Es wird nun beabsichtigt, durch Spitzen der als Futterwave verzollten Gerste diese für Brauzwecke unbrauchbar zu machen. Es wird beabsichtigt, an verschiedenen Stellen auf Rechnung des Steuer. fistus eine maschinelle Einrichtung zu treffen, um das Spizen ausführen zu können. Kunft und Wiffenfchaft. * Der Eifenbahnminifter ha wirtschaftlichen Landes Mainz unverfa: ft bleiber frei auf allen Streden Eisenbahnen zurüdbeförb ** Ein heifise ritten. Nach in Sprengte Dienstag N Paderborn, auf der S boller Attacke gegen da und richtete in feinen verschiedene Dragoner u und fich mehr oder min *** Die Garter erfreut sich eines anhalter wird von den Besucher bezeichnet. * Die finanzielle in Mainz zu beran Landes und Jubi foeben beschlossenen Ha Es bleiben von einer 14.950 M. ungebedt Roften für die Bauten( beiträge mit 31 500 t in mehreren Abteilung großen Befidung wird werden müffen. MN Professor Franz Reuleaux †. In Charlottenburg ist ber berühmte Physiker Professor Franz Reuleaux im Alter Don 76 Jahren gestorben. Er hatte das Maschinenfach erlernt, wurde praktischer Ingenieur, Professor in Zürich, dann Professor an der Gewerbeakademie in Berlin, deren Diektor er 1868 wurde. Als die Akademie 1879 in der Technischen Hochschule aufging, übernahm er an dieser die Professur für Maschinenbau und Kinematik. Im Nebenamt war er als Mitglied des kaiserlichen Patentamtes und im föniglich technischen Oberprüfungsamt tätig. Seit 1896 war er vom Lehramt zurückgetreten. Auf den Weltausstellungen in London, Paris, Wien, Philadelphia, Sydney und Melbourne war er als deutscher Sachverständiger bc= schäftigt. Berühmt geworden ist sein Werk über die deutsche Ausstellung in Philadelphia 1876, bei der er die Ausstellungsobjekte als billig und schlecht" bezeichnete. Diese Kritik wurde zu einem segensreichen Ansporn für die deutsche Industrie. = Verwegene Juwelendiebe. Dem Laden der bekannten Juwelen- Firma Samuel in London statteten vor kurzem Einbrecher einen erfolgreichen Besuch ab. Die Tat wies höchst verwegene Züge auf. Das Geschäft liegt dicht bei einer Polizeistation und ist mit allen Sicherheitsvorkehrungen versehen. Die Diebe waren über die Polizeistation hinweg auf das Dach des Ladens gelangt und hatten durch ein Loch, das sie brachen, die elektrischen Drähte zerschnitten, durch die die Sicherheitsglocken in Bewegung gesetzt wurden. So konnten sie Waren im Werte von 400 000 Mart mit sich nehmen. Der Eifersüchtige und der Kassenbote. Eifersüchtiger wie Othello ist ein Monsieur Hennequin in Paris. In seiner Abwesenheit kam zu der Madame Hennequin ein Kassenbcte, der die Hausmiete einkassiert. Während die Frau das Geld holt, erschien der eifersüchtige Ehemann, pacte den nichtsahnenden Boten und warf ihn die Treppe hinab. Als der Rasende zur Besinnung kam und erfuhr, was er angerichtet, wollte er den davonhinkenden Boten besänftigen. Aber dessen erster Gang war zu einem Anwalt, der den eifer: süchtigen Herrn Hennequin verklagt hat. ===Hundert Millionen gefälschte Banknoten. Ein sauberes Geschäft ist zwischen der Regierung in Buenos- Aires und der dortigen Cadula- Hypothekenbank zustande gekommen. Die Regierung schuldet der Bank 100 Millionen und hat ihr dafür die Erlaubris erteilt, die Summe in Papiergeld auszugeben. Angesichts dieser Nachricht entsinnt mar RB Erdbebenforschung. Auf der am 15. und 16. August im Reichsamte des Innern zu Berlin abgehaltenen internationalen Erdbebenkonferenz, bei der die Regierungen von Belgien, Bulgarien, Griechenland, Großbritannien, Italien, Meriko, der Niederlande, von Norwegen, Portugal, Rummänien, Spanien, der Schweiz, Ungarns und der Vereinigten Staaten von Amerika vertreten waren, wurden zunächſt Sagungsänderungen angenommen. Sodann erfolgte die Konstituierung der die Geschäfte der Assoziation leitenden permanenten Kommission. Nachdem inzwischen die Vereinigten Staaten, Spanien und Ungarn ihren Beitritt erflärt haben, gehören 18 Staaten der Assoziation an. OG Julius Oppert †. In Paris ist der Senior der Orientalisten, Julius Oppert, im Alter von 80 Jahren gestorben. Er war in Hamburg geboren, lebte seit 1847 in Frankreich und war einer der bedeutendsten Vertreter seiner Wissenschaft. Seine Laufbahn begann Oppert als Lehrer der deutschen Sprache am Lyceum zu Laval und wirkte dann in der gleichen Eigenschaft in Reims, bis er 1851 einer Erpedition zur Erforschung der Ruinenhügel in Mesopotamien beigeordnet wurde und von nun an dem Studium der orientalischen Sprachen, besonders der Entzifferung und Erklärung der assyrischen Keilschrift, sein Leben weihte. 1869 erhielt er das Lehrfach der Assyriologie am College de France, 1881 wurde er zum Mitglied der Académie des Inscriptions gewählt. Der Name Opperts drang besonders wieder in die Deffentlichkeit, als er beim Babel- Bibel- Streit die Theorien des Berliner Gelehrten Friedrich Delitzsch harf befämpfte. Lokales. 24. August 1905. *** Gestern Abend 7 Uhr 40 passierte der Kaiser von Wilhelmshöhe kommend, mittelst Sonderzuges sich nach Cronberg begebend, den Gießener Bahnhof. H * Der Kaiser als Oberschiedsrichter. Während der Kaisermanöver wird der Kaiser, wie die Deutsche Ztg." meldet, selbst Oberschiedsrichter sein und nur an Tagen, wo er s.lbst den Befehl übernimmt, durch den Prinzen Albrecht von Preußen vertreten werden. ** Landtagsabgeordneter Leun- GroßenLinden gehört nur als Hospitant dem Bauernbund resp. der Antisemitischen Partei an; er steht vielmehr im Grunde genommen der nationalliberalen Partei viel näher. Bezüglich seines Standpunktes zu hessischen Verwaltungsfrogen, soweit er als Landtagsabgeordneter dazu Fühlung und Stellung nehmen muß, so fönnen wir mitteilen, daß er sehr gesunde und praktische Ansichten hat und unparteiisch nach seiner Ueberzeugung stimmt. * Die hessischen Gerichtsvollzieher beabsichtigen eine Eingabe an die Regierung, in welcher um Abschaffung ** Ueber die Müll läßt der Jahresbericht folgendermaßen aus: J müllereien unferes Bezirte Befferung ein. Die 9 fchwemmen nach wie vor Gegend und drängen die Bon diesen wird ferner ftimmungen des Bundesr mühlen für sie zu sehr Auch der Handel mit jahre wenig zufriedenstell japanische Krieg ausbrad Höhe, um nach kurzer Blaz zu machen. Diese Unsicherheit in den Prei berloren ging. Am reif luft durch die Ungewiß jolle gebemmt. ** Kohlenprodu nach amtlicher Statisti fohlen und 6167 gefördert. Die betr. 8 Juli waren 249 342, b ** Find m Stempelabg Jahre 1904 5 Erhebung gefommen. Herzogtum Seffen ergab 0000 6000 Lotomobile 1 1 Stud Rimmermann 5- " Rubn Lany 12 20 Herborner Pu iniger Zeit bei einem erotischer Herr mit er Lage sei, für einige Es wurde strengite Millionen- Verdienst en die ganze Angele eschäft von der Hand l in Amerifa ange er Volkszählung vom weiz 563 Personen, itten hatten. Davon D 38 Frauen. Zwei ensjahr überschritten, 5 Jahre, eine andere geworden. sfaal. urg. Die Prinzessin flage gegen ihren ingereicht. or der Straffammer Merig Stern wegen rf zu verantworten. fen. Der Fälscher ben der bayerische -t. Handelsvertragen ist öher als für Futterste zu Brauzouden ders für den Laien Es ist nicht aus Sutterware berzellt, . Es wird nun beDave verzollten Gerste machen. Es wird beRehnung des Steuer. u treffen, um das chaft. Charlottenburg ist Reuleaux im Alter s Maschinenfach erofessor in Zürich, e in Berlin, deren demie 1879 in der -m er an dieser die tit. Im Nebenamt Batentamtes und in tätig. Seit 1896 Auf den Weltaushiladelphia, Sydney Sachverständiger be erk über die deutiche ei der er die Ausbezeichnete. Diese Dorn für die deutsche 15. und 16. Auguit abgehaltenen interie Regierungen von Bbritannien, Italien, n, Portugal, Rinäund der Vereinigten n, wurden zunächst Sodann erfolgte die Assoziation leitenden inzwischen die Verrn ihren Beitritt erIffoziation an. er Senior der Orien 80 Jahren gestorben. t 1847 in Frankreich treter seiner Wissenrt als Lehrer der I und wirfte dann in er 1851 einer Erpe el in Mefopotamien Studium der orien ifferung und Ertla eben weihte. 1869 e am College de der Académie des rts drang besonders Babel- Bibel- Streit Friedrich Delizid 24. Auguft 1905. ffierte der Raiser onderzuges sich n hof. srichter. Während Die die Deutsche Btg." и and nur an Tagen, wo den Prinzen Albrecht bes Uniformzwangs gebeten werden soll. Die Beamten beziehen sich auf eine Verfügung des preußischen Justiz ministers, wonach vom 1. Juli ab im ganzen Königreich Preußen die Uniform der Gerichtsvollzieher abgeschafft ift. ** Menschenfreundlicher Radfahrer. Gestern Abend 11 rannte ein Radfahrer in der Frankfurterstraße " einen jungen Mann so heftig an, daß er zu Boden stürzte verhandelte laut Wehl. Anz." u. a. über folgende Fälle: Rechtssicherheit gegenüber fäumigen Schuldnern, Bureauund schwerverletzt in die Gießener Klinik verbracht werden Berlegten zu bekümmern seinen Weg fort, coch fonnte er glücklicherweise troßdem später festgestellt werden. *** Der Heidelberger Mörder, ter den Tapezier Peter Kunz aus Pforzheim erschoß, ist jetzt in der Person bes 21jährigen Schlossers Louis Ueberle Neuenheim in Wiesbaden festgenommen worden. mußte. Der Radfahrer seßte, ohne sich weiter um den * Die für die Ergreifung Huddes seiner Beit ausgeschriebene Belohnung von 1000 Mt. wird dieser Tage in einer Anzahl von Einzelbeträgen zur Verteilung kommen. Die Polizeibeamten, die in den verschiedenen Städten in der Angelegenheit tätig waren, werden einen Teil des Betrages erhalten und ebenso der Genosse Huddes, der dessen Schlupfwinkel in Aachen verriet. Einen größeren Teil der Belohnung bekommt auch der Kriminalkommissar Daniel, der sich um die Ermittlung des Raubmörders große Verdienste erworben hat. * Freie Rücktransporte von der Ausstellung. Der Eisenbahnminister hat genehmigt, daß die auf der landwirtschaftlichen Landes- und Jubiläums- Ausstellung zu Mainz unverfa ft bleibenden Ausstellungsgegenstände frachtfrei auf allen Strecken der preußisch- hessischen und ReichsEisenbahnen zurückbefördert werden. er Lean- Großen dem Bauernbund resp. t vielmehr im Grunde i viel näher. Bezüglich waltungsfragen, foweit Fühlung und Stellung bag er fehr gefunde nparteiisch nach feiner ollzieher beabfichtigen welcher un Abfaffang *** Ein hessisches Dragoner- Regiment übers ritten. Nach in Darmstadt eingetroffenen Meldungen sprengte Dienstag Nachmittag auf dem Uebungsplaß bei Paderborn, auf der Senne, ein bayrisches Ulanenregiment in boller Attacke gegen das Hessische Dragoner- Regiment Nr. 23 und richtete in seinen Reihen große Verwirrung an, sodaß verschiedene Dragoner und der Regimentetommandeur stürzten und sich mehr oder minder schwere Verlegungen zuzogen. ** * Die Gartenbau- Ausstellung in Darmstadt erfreut sich eines anhaltend guten Besuches. Das Arrangement wird von den Besuchern allgemein als ein entzückendes bezeichnet. * Die finanzielle Lage der vom 14. bis 18. Sept. in Mainz zu veranstaltenden landwirtschaftlichen Landes- und Jubiläumsausstellung ist nach dem soeben beschlossenen Hauptvoranschlag feine sehr günstige. Es bleiben von einer Gesamtausgabe 162 000 Mt. noch 14 950 mt. ungebeckt. Unter den Ausgaben bilden die Kosten für die Bauten( 50 000 Mt.) und die Prämiierungsbeiträge mit 31 500 Mt. die Hauptsummen. Infolge der in mehreren Abteilungen angemeldeten über Erwarten großen Beschickung wird der Prämiierungsfonds auch erhöht werden müssen. * Ledervertenerung. Infolge der Fleischteuerung soll auch das Schuhwerk teurer werden, das fünden bereits Birkulare des Verbandes thüringiſcher und sächsischer Lederfabrikanten und der Freien Vereinigung von Lederfabrikanten Mitteldeutschlands an. * Wezlar, 23. Auguft. Die Straffammer Wetzlar Am 6. Juli hat der Barbier Wilhelm R. von Pohlgöns feiner Tante, her we. Martin in Ebersgönz, durch Einsteigen in die Wohnung einen Geldbetrag von 140 Mt. gestohlen. Angeklagter legte sofort ein reumütiges Geständnis ab. Unter Bubilligung mildernder Umstände wird er zu einer Gefängnisstrafe von 6 Monaten verurteilt. Von dem Schöffengericht Wetzlar wurde der Gastwirt K. von Launsbach zu einer Geldstrafe von 10 Mt. verurteilt, weil er am 24. April auf einer öffentlichen Tanzbeluftigung jugendliche Personen unter 16 Jahren zuliek. Hiergegen legte er nochmals Berufung ein. Das heutige Urteil lautet auf Freisprechung, da die Eltern der Kinder bei der Tanzbeluftigung anwesend waren. ?? Wezlar, 23. Auguft. Der heutige Viehmarkt war mit 304 Stück Rindvieh, darunter 80 Bullen, und 510 Schweinen beschickt. Bei der Bullenprämiierung wurde u. a. naftehenden Besitzern Prämien zuerkannt: Anton Kuhl- Gr. Rechtenbach, Joh. Weber 2. und Karl JungHochelheim, Friedr. Dern- Gr. Rechtenbach, Johann Schäfer und Georg Michel- Hörnsheim( 2 Preise), Anton JungHochelheim, Wilh. Rücker- Kl.- Rechtenbach, Johann Krombach und Georg Volk- Lüzellinden. * * Eudorf, 23. August. Ein Einbruch wurde vergangene Nacht bei dem hiesigen Gastwirt Pfeiffer verübt. Die Einbrecher erbeuteten 700 r. zu ? Saasen, 23. August. Die Schweinerotlauffeuche Saasen ist erloschen und die verhängte Sperre aufgehoben worden. § Grüningen, 23. Auguft. Der Milzbrandverdacht bei dem Viehbestand des Philipp Walther zu Grüningen hat sich nicht bestätigt und die angeordnete Sperre ist deshalb wieder aufgehoben worden. * Geißnidda, 23. Auguft. Dekorierter Lebensretter. Unserem Bürgermeister Bin, der vor einigen Wochen bei einem Brande zwei kleine Kinder unter eigener Lebensgefahr aus einem brennenden Hause rettete, wurde gestern durch Kreisrat Böckmann die ihm verliehene Rettungsmebaille überreicht. * Frankfurt, 23. August. Milchaufschlag. Montag Nachmittag fand im„ König von England" eine gemeinsame Sigung der Kommissionen der Landwirte und Milchhändler statt. Die Kommissionen bestanden aus je 12 Interessenten, und zwar war die der Milchhändler zusammengesetzt aus sechs Mitgliedern des Frankfurter Milchhändlervereins, drei des Hanauer und drei des Offenbacher Milchhändler vereins. Die Kommission der Landwirte bestand aus Mitgliedern von Landwirtevereinen, auch gehörten ihr einige Großgrundbefizer an. Die Landwirte suchten die Milchhändler zu überzeugen, daß sie bei den heutigen Futterpreisen aufschlagen müßten. Schließlich erklärten sich die kleinen Händler im Prinzip mit dem Aufschlag einverstanden, erklärten aber, daß die großen Frankfurter Milchhändler, welche in der sie ihrer Kuudschaft gegenüber nicht ausschlagen fönnten, weil Kommission nicht vertreten waren, an dem Preise von 20. Pfg. pro Liter festhalten wollten, da sie mit ihren Lieferanten Abschlüsse bis zum 1. Januar haben. Die Landwirte beschlossen deshalb, den ursprünglich auf den 1. September angesezten Terwin zur Erhöhung der Preise einstweilen noch hinauszuschieben. ** Ueber die Müllerei und die Mühlenfabrikate läßt der Jahresbericht der Handelskammer Gießen sich folgendermaßen aus: In der Lage der kleineren Weizen müllereien unseres Bezirkes trat im Berichtsjahre noch keine Besserung ein. Die großen rheinischen Mühlen über schwemmen nach wie vor mit ihren Produkten die hiesige Gegend und drängen die kleinen Mühlen immer mehr zurück. Von diesen wird ferner darauf hingewiesen, daß die Beftimmungen des Bundesrats über den Betrieb von Getreidemühlen für sie zu sehr erheblichen Schädigungen führe.- Auch der Handel mit Mühlenfabrikaten war im Berichtsjahre wenig zufriedenstellend. Als im Frühjahre der russisch japanische Krieg ausbrach, schnellten die Preise stark in die Höhe, um nach furzer Zeit einem empfindlichen Rückgange Plaz zu machen. Dieser Umstand veranlaßte eine solche Unsicherheit in den Preisverhältnissen, daß jedes Vertrauen verloren ging. Am meisten wurde jedoch die Unternehmungsluft durch die Ungewißheit über die zukünftigen Getreide- schaftliche Verbände haben sich ihr forporativ angeschlossen. zölle gehemmt. ** Kohlenproduktion. Im Großherzogtum wurden nach amtlicher Statiftit im Juli 31 864 Tonnen Braunfohlen und 6167 Tonnen Briketts und Naßpreßsteine gefördert. Die betr. 3 ffern für die Zeit vom Januar bis Juli waren 249 342, bezw. 39 948. * ** Stempelabgaben. Bei dem Kreisamt Gießen find im Jahre 1904 55 347,80 Mt. Stempelabgaben zur Erhebung gekommen. Die Stempelfteuer für das Großherzogtum Hessen ergab insgesamt 880 407,80 Mt. Die deutsche Mittelstandsvereinigung hält am 3., 4. und 5. September ihre zweite Generalversammlung in Frankfurt a. M. ab. Die Vereinigung zählt jeßt bereits 80 Ortsgruppen im Reiche, und 90 wirtIn Nürnberg Altdorf ist ein eigener Kandidat in den bayerischen Landtag gewählt worden und in allen Teilen des Reiches rührt es sich gewaltig innerhalb aller mittelstandlichen Schichten, um endlich eine ausreichende Interessen vertretung zu schaffen. Auf der Frankfurter Tagung wird nach einem Referat des Generalsekretärs Esenträger über die Behandlung von Mittelstandsfragen in den Parlamenten das Programm der Vereinigung eingehend erläutert werden. Der erste Vorsitzende, Architekt Küfter, wird über die Abänderung Des Submissionswesen, Sicherung der 0000000000 · 000000000 Drucksachen jeder Art liefert schnell und preiswert Albin Klein, Glessen. 00000000 0000000006 Lokomobilen fahrbar mit Concession| 1 Stück Zimmermann 5-9 PS. 1 " Kuhn Lanz 1 Lanz 6-10 PS. 12-18 PS. 1 Stahlschmidt 12-15 PS. 20-30 PS. billigst abzugeben. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Die Königliche Baugewerkschule zu Jostein( Taunus) eröffnet das Winterhalbjahr am 18. Oktober. Programme versendet kostenlos Die Direktion. Forderungen der Bauhandwerker und Errichtung von Tay ämtern sprechen, der Landtagsabgeordnete Hammer über Warenhäuser, Konsumvereine, Ausverkäufe und unlauteren Wettbewerb, Direktor Sommer- Frankfurt über die Hebung des mittelstandlichen Kreditwesens, Rechtsanwalt Dr. Schönenberg- Frankfurt über Konkursordnung, Manifestantenliste und vorsteher Müller- Magdeburg über Privatbeamtenfürsorge, Kaufmann Beythien- Hannover über Entlastung des Hausund Grundbesitzes und Abänderung des Kommunalabgabengeseges, Schreinerme.ster Fobbe- Cöln über Befähigungsnachweis, Meistertitel, Handwerkergerichte 2c. und Obermeister Rahardt- Berlin über die Belastung des Mittelstandes durch die sozialpolitische Gesetzgebung, Schutz der Arbeitswilligen und Ausbau der Fach- und Fortbildungsschulen. weiteren werden Anträge von Ditsgruppen und wirtschaftlichen Verbänden beraten werden, darunter einer auf Einführung einer einheitlichen Sonntagsruhe in Stadt und Land. Die Versammlung findet im Hippodrom zu Frankfurt statt. Literarisches. Des In der befannten Hessischen Bolfsbücherei, deren Preis( 20 Pfg. für jede Nummer) angesichts des wirklich gediegenen, wertvollen Inhalts und der geschmackvollen, sorgfältigen Ausstattung geradezu spottbillig genannt werden muß, erschien soeben wieder eine Reihe neuer Bändchen, deren Anschaffung wir unseren Lesern bestens empfehlen möchten. Für die Güte der einzelnen Bände bürgen die Namen der Verfasser. Als Nr. 218/219 erschienen zwei Erzählungen aus der Feder Wilhelm Jensens: Im Frühlingswald. Eine Schachpartie. Mit Bildnis.( Leinenband 80 Bfg., Geschenkband in Karton 1,50 Rt.) Nr. 220: Henrik Ibsen, Gedichte. Uebertragen und eingeleitet von Dr. Neumann. Mit Bildnis( Leinenband 60 ẞfg.).. Nr. 221/224: Droste- Hülshoff, Gedichte in zwei Bänden. Herausgegeben von Eduard Arens. Mit Bildnis.( Leinenband 1,20 Mt., Geschenkband in Karton 1,80 M.) Nr. 225: Die Vierzeilen des Omar Chijam. Nach der englischen Uebersetzung von Fritzgerald ausgewählt und metrisch über seßt von Rud. C. Gittmann. Nr. 226: Mark Twain, Die 1 000 000- Pfund Note und andere humoristische Erzählungen und Stizzen. Nr. 227: Mark Twain, Tot oder lebendig und andere humoristische Erzählungen und Skizzen. Beide Mark Twain Bände in Leinenband 80 ẞfg.) Nr. 228/231: Clemens Brentano, Romanzen vom Rosena tranz. Herausgegeben und mit einer Einleitung versehen D von Mor Morris.( Leinenband 1,20 Mt.) Nr. 232/233: Droste- Hülshoff, Das geistliche Jahr. Geistliche Lieder. Herausgegeben von Eduard Arens. Mit einer Abbildung des Dentmals in Münster.( Leinenband 80 Pfg., Geschentband in Karton 1,50 f.) Nr. 234/236: Georg Herwegh, Gedichte eines Lebendigen. Herausgegeben und erläutert von seinem Sohne Marcel Herwegh. Mit Bildnis, Handschrifiprobe und biographischer Einleitung von V. Fleury. ( Leinenband 1.- Mt., Geschenkband in Starton 1,60 mt.) Marktberichte. tekes, 24. Auguft. Auf dem heutigen Wochenmarkt toßiteten Butter per fb. 110-1.20 wt., Hühnereler per Stück 7-8 Bfg., Enteneter St. 6-7 fg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linien per Etter 32 Pig., Tauben per Paar er. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Ganje per Pfd. 00-00 fg., Ochsenfleisch per fb. 00-00 fg., Rindfletsch per fd. 00-00 Pig. per Pfd. Schweinefleisch 00-00 fg. Schweine fleisch gefaizen per fund 0.00 Big., Kalbfleisch per Pfb. 00-00 fg. Hammelfleisch per Pfd. 00-00 fg., Kartoffeln pro 100 Kuo 7.00-800 t., Zwiebeln per 3t Wet. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Bf. pe. Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 m... Zwetschen pes Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marttzen von 7 Uhr morgens bis 1 Üb nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vo: Beginn der Warktzeit überhaupt nicht, und während der ersten biei Stunden der Marktzett im Umherziehen feilgeboten werden. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdiens Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 25. August. Vorwiegend heiter, nachts fühler, tagsüber wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg in Bieken. Horn, beth Underberg Boongkamp Maag- Bitain, Boonekamp Underberg Unentbehrlich für jede Familie! emper idem, H.UNDERBERG- ALBRECHT Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: Hoflieferant Selner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! Man verlange ausdrücklich: Underberg- Boonekamp. 24 Preis- Medaillen! Cancer 1 Lollar! Lollar! Sonntag, den 27. August: Kirchweihfest Saalbau ,, Zur Linde". 600 Personen fassend. Gutbesetzte Tanzmusik. Reingehaltene Weine. ff. Göbels- Bier. Gute Küche. Um geneigten Zuspruch unter Zusicherung reeller Bedienung bittet Bekanntmachung. Gottlieb Ernst. Wirt. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts Landes- Versammlung des Bundes der Landwirte für das Großherzogtum Hessen Sonntag, d. 27. Aug., nachm. 3 Uhr im Kasinosaale, Hof Gutenberg, zu Mainz. Tages- Ordnung: Das neue Gemeindesteuer- Gesek. Referent: Der stellvertretende Vorsitzende des Bundes, Gutsbefizer C. LuckePetershausen. Alle Mitglieder und Freunde des Bundes der Landwirte und des Mittelstandes, namentlich auch Handwerker, Kaufleute und Gewerbetreibende, werden zu dieser Versammlung freundlichst eingeladen. Vergebung von Glaserarbeiten. Die zur Anbringung von Vorfenstern( ca. 44 qm)| der Lahn; hier den zugezogenen Teil der Ge- in der medizinischen und gynäkologischen Klinik nötig markung Heuchelheim. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 24. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Auf die Einwendung mehrerer beteiligten Grundeigentümer hin hat das Schiedsgericht durch Urteil vom 11. April If. Js. bestimmt, daß eine nochmalige Zuteilung der Gewanne 31, 32, 34 und 35 der Flur XX vorgenommen werden solle. In der Zeit vom 26. August bis einschl. 9. Septbr. If. Js. liegen als Ergebnis dieser neuen Zuteilung auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim zur Einsicht der Beteiligten offen: 1. eine Zuteilungskarte, 2. ein Zuteilungsverzeichnis, 3. die Gütergeschosse nebst Zusammenstellung, 4. ein Geldausgleichungsverzeichnis, 5. ein beglaubigter Auszug aus dem Urteil des Schiedsgerichts vom 11. April If Is. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen hiergegen findet ſtatt: Montag, den 11. September 1. Js, vormittags von 9-10 Uhr im Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen find. Einwendungen sind schriftlich abzufassen, zu bes gründen und auf Papter in Attengröße( mindestens 1/2 Bogen) einzureichen. Friedberg, den 17. August 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. VI. Hessisch- Thüringische Staatslotterie Biehung IV. Klaffe. 23. August 1905. werdenden Glaserarbeiten werden hiermit unter Zugrundelegung des Ministerialerlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. Die Angebotsunterlagen fönnen in unserem Amtslokal eingesehen, Angebotsformulare( keine Zeichnungen) dorther bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift sind bis zum Eröffnungstermin, Mittwo, den 30. August 1905, vorm. 10 Uhr einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 22. August 1905. Großh. Hochbauamt Gießen. J. V.: Heyer. Frühobst- Versteigerung. 3 Schnett rocknend ussbode Der Bundesvorstand. Oelfarben nicht nachklebend, La Parkettwachs Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. 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( Ohne Gewähr.) 194 263 64 449 80 502 56 88 609 14 738 73 833 49 919 67 1037 138 76 341 56 86 91 99 522 53 70 601 7 10 73 714 45 79 82 92 808 16 960 72 2031 51 156 61 89 209 23 35 55 74 75 95 319 59 551 54 761 908 48 3016 226[ 200] 336[ 200] 42 51 410 31 38 60 68 519 70 624 28 716 51 865 73 938 71 86 4000 7 43 97 109 16 55 94 95 280 92 330 53 58 442 616 94 706 8 18 23 91 904 15 34 5016 90 170 203[ 200] 46 309 11 45 81 86 464[ 200] 69 527 707 28 45 835 951 64 6019 63 78 95 149 59[ 200] 241 94 336 64 418 73 702 6 875[ 200] 88 931 97 7012 28 123 89[ 200] 223 34 40 454 78 737 63 95 902 15 8005 39 43 132 38 71 210 62 77[ 200] 99 372 459 79 570 88 665 95 714 23 858 69 79 83 9167 76 79 98[ 200] 246 88 91 320 75 81 82 99 406 13 27 73 92 623 804 67 73 973 10047 89 97 125 62 70 311 74[ 250] 418 74 81 94 96 514 20 42 91 604 38 49 86 87 732 40 74 844 48 77 94 908 45 68[ 200] 80 86 11401 49 85 513 70 77 644 792 825 72 905 10 60 12008 24 34 190 99 212 41 45 417 26 71 524 52[ 200] 92 618 715 849 913 13009 184 224 40 66 78 370 485 624 59 781 818 73 81 93 949 56 61 85 14346 420 27 533 35 647 61 784 826 27 15054 99 141 56 215 19 27 306 20 404 70 88 502 25 86 95 622 36 701 12 35 16050 64 70 100 12 32 210 37 47 68 309 57 465 514 695 796 [ 250] 97 814 911 35 49 56[ 200] 17032 50 77 130 207 11 35 419 97 541 42 53 63 95 617 28 99 705[ 250] 12 20 66 75[ 200] 803 73 903 13 20 18059[ 200) 115 29 32 87 88 219 36 93 389 462 89 535 62 616 18 36 723 88 99 886 19014 52 62 173 285 395 402 55 84 97 588 627 56 71 735 64 875 94 908[ 250] 49 57 20131 55 76 78 92 348 76 403 40 504 26 72 87 639 56 880 21196 99 201 43 66 83 355 491 501 43 54 614 52 87 710 25 72 846[ 200] 86 99 984 22002 59 61 73 155 330 423 560 97 616 77 83 705 63 801 51 54 73 89 23344 57 456 64 658 710 14 26 67 815 20 55 64 99 972 24045 67 68 99 107 38 57 59 87 215 89 339 67 88 430 42 62 539 61[ 200] 611 39 46 57 729 76 802( 200] 30[ 200] 908 28 30 44 71 25164 224 44 69 305 32 92 405 640 71 723 26 28 32 60 882 913 16 76 88 26068 129 66 68 82 224 32 391 400 553 601 2 28 64 810 24 65 78 79[ 200] 84 930 45 87 27030 46 100 80 234 59 317 79 80 568 643 59 731 88 905 20 28005 55 92 145 93[ 200 238 200] 67 348 500 17 47 634 45 704 71 815 62 99 903 60 29068 72 96 131 267 392 546 95 605[ 400 u. e. Pr. v. 75 000] 82 99 807 67[ 250] 910 46 30032 85 86 117 258[ 1000] 338 453 62 507 28 43 639 853 992 99 31040 80 98 174 226 45 61 66 361 568 608 45 61 74 77 703 8 23 34 805 19 914 82047 53 152 89 211 29 50 62 73 74 83[ 250] 322 36 403 561 84 605 34 35 68 735 807 11 24 42 45 50 960 33073[ 250] 120 241 470 513 43 92 699[ 400] 721 27 52 832 82 987 34034 77 116 60 75 207 25 94 398 452 65 516 78 91 602( 200) 94 708 43 73 800 6 36 71 941 35008 59 112 46 215 21 91[ 200] 308 51 500 53 635 40 76 733 47 76 94 867 924 36064 76 77 184 86 353 407 96| 200| 513 74 663 97 726 39 963 72 84 93 37008 41 105[ 200] 46 215 28 29 64 72 337 534 99 606 29 62 82 783 88 897 968 38236 405 21 575 619 51 715 20 24 57 841 936 53 90 98 39173 286 316 90 449 55 95[ 200] 612 773 845 950 72 98 40002 6 11 16 34 53 65 178 239 64 346 457 65 70 554 68 95 644 84 732 49 200 77 828 51[ 200] 98[ 5000] 966 88 41101 13 26 45 264 307 22 45 99 513 608 44 54 733 52 807 83 42160 202 23[ 200] 64 536 92 630 756 827 44 946 59 43068 306 34 95 97 438 40 46 67 558 88 94 674 872 78 86 87 930 69 77 79 94 44031 56[ 200] 221 58 87 302 89 531 638 71 98 806 45037 95 185 223 99 373 445 557 621 23 35 872 78 927[ 200] 48 76[ 200] 89 46018 66 263 67 346 49[ 200] 485 502[ 200] 36[ 200] 650 96 716 965 70 89 97 47123 51 53 255 99 330 45 48[ 200] 53 91 419 37 42 64 91 511 49 58 67 87 710 58 62 819 902[ 25 000] 72 48044 92 95 131 36 303 18 53 88 423 71 79 81 91 507 29 68 643 65 767 96 810 37 42 find in allen durch Plakate kennt= lichen Geschäften zu haben. 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Ich danke Ihn jdien dem Landrat einen veränderten S herzen, aber für mi nicht, wie ich es ert bejammernswerte Stütze bedarf, und beherrschen. Sie abzureisen?" „ Gewiß, mein nem Ermessen über Ihnen meine Dienste und ich werde mich e wenn Sie nach eine sollten, zu uns zurüc Ohne daß ihre ihm Magda die Han Darauf vermag aber ich werde Ihnen habe, wie sich die jtalten." ge Der Landrat Simmers, und nac Gerlach, um ihre aber lehnte mit b ab. Sie empfand allein und ungejto unfapbarer Schme Gesellschaft der M auch die besten und jie auch, man möge lassen, und es schien jale, daß kein and welchem sie Plaz ge 24) Der alte Stu feiner Erlebniffe in 2 war doch etwas en bon jogenannten fprechungen erhal zu bekommen, Hunderten bon h Regierung umfor Ansiedler in di fand, daß alles darüber getäusch Als mein war, starben be Stindlein folgte ernten, Viebfeuch zu einer wirklic Indianerstamm, auf den Kriegspf tommen wäre. warnten uns noch ausgerottet, nur we Aber nichts hatten Als die Fein zurück, fanden aber tamp nur noch eine Neue Scharen Ginzelne berirrten fid war Dottors Sohn ich fchon am Anfang Beift. Unser Bla einig und am andere Nach langer, New- York. Dort ju