-In drei erfolgen Sie fling. Was rad zu bauat trant und e der Reifen jein- und Ihre Cafe toloffalen nd in den süberdruß auſes: gehört, Herr nferes Nach en Mitgift :„ Gott, on wieder en eines findet sich hre beiden schaffen Eigkeit der n Grenzen zu halten n älteren ing: Wie üdsichtslos it in die -1" digt sich noch zu fellschaft men." erwiderte in diefem ch erinnere sich mit Unarten gelernte ie Dame Ihre Nach gen darf?" auch rasch le. bte ShafeSafespeares ten. haft Du igt?" imal ber eiben." Пецеи Hecliner Nr. 171. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeen, bie Kreise Weglar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Pfs. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 24. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gickener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Die über das Gehöft des Jakob Birk zu Garbenheim infolge Rotlauffeuche verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Die über das Gehöft des Konrad Pfaff in Launsbach infolge Schweinefeuche verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Die über das Gehöft des Wilhelm Leib Nr. 121 zu Krofdorf infolge Rotlauffeuche verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Bei einem verendeten Schweine des Konrad Bender zu Krofdorf ist die Rotlausseuche amtlich festgestellt und über das Gehöft des p. Bender die Sperre verhängt worden. Die über das Gehöft des Wilhelm Leib zu Krofdorf Nr. 191 info.ge Rotlauffeuche verhängte Sperre wird hiermit aufgehoben. Krofdorf, den 20. Juli 1905. Die Polizei- Verwaltung. Das Recht an die Heimat. Unter den Ländern, die einen Bevölkerungsüberschuß an die Fremde abgeben, steht Deutschland an erster Stelle. 3war aus Italien und aus Frland ist die Auswanderung selbst relativ stärker, aber in diesen beiden Staaten ist es teils die wirtschaftliche Not, teils außerdem die Mißlichkeit der politischen Verhältnisse, die zur Auswanderung drängt, während bei uns die außerordentliche Bevölkerungszunahme den hauptsächlichen Anlaß für den Entschluß bildet, die liebe Heimat mit der Fremde zu vertauschen. Die deutsche Bevölkerungs- Zunahme beträgt feit langer Zeit 750 000 Seelen jährlich und darüber, die Einwohnerschaft des Deutschen Reiches ist seit 34 Jahren um 20 Millionen gestiegen, um mehr als ganz Preußen hatt?, da es schon zu den Großmächten gerechnet wurde. So sehr die wachsende Industrialisierung des Reichs dieses befähigt hat, eine steigende Einwohnerzahl den erhöhten Bebensanforderungen gemäß zu ernähren, so ist es doch begreiflich, daß immer wieder in beträchtlichem Umfang eine Auswanderungsneigung hervortritt, die nicht in politischer Unzufriedenheit, auch nicht in drängender Not ihre Ursache hat. Die Auswanderer trennen sich nur ungern von der Heimat, mit der sie gern dauernd verbunden bleiben möchten. Doch die Verhältnisse sind meist stärker als der Einzelmille. Der Auswanderer kommt in eine anderssprachige Umgebung. Er selbst hält an den Mutterlauten treulich fest, aber meist kann er nicht hindern, daß schon die Kinder das Idiom der neuen Heimat annehmen, und daß das dritte Geschlecht die deutsche Sprache noch vollständig beherrscht, ist bereits eine Ausnahme. noreske von Ernst Körner. glücklicher Gewinner. ( Machu porboten.) das linke terfahren nicht mehr zu denken war. Herr Woldemar war ebenso ärgerlich wie beschämt, denn Hinterrad war total zerbrochen, so daß an ein Web chadenfreude, die sich auf den Gefichtern der Umer igb te, und um der peinlichen age möglichst 93ggen einen Aber eine schwere Aufgabe ist darum noch keine unlösbare Aufgabe, und es hat den Anschein, als hätte man jetzt eine Lösung gefunden. Dem Bundesrat soll demnächst als Ergebnis vieljähriger Ueberlegung der Entwurf zur Abänderung des Reichsgefeßes vom 1. Juni 1870 über den Erwerb und Verlust der Reichs- und Staatsangehörigkeit zugehen. Diese Gesetzesnovelle will in erster Linie den ausgewanderten Personen und ihren Kindern die Möglichkeit erleichtern, ihre deutsche Staatsangehörigkeit beizubehalten; sie will außerdem Vorsorge treffen, daß die Deutschen, die ihre deutsche Staatsangehörigkeit verloren haben, diese in möglichst einfacher Weise wiedererlangen können. Das alles geschieht ohne bewußte Absicht, ja gegen den eigenen Wunsch, lediglich unter dem Zwang der äußeren Verhältnisse. Denn nur ausnahmsweise sind Eltern in der Lage, die wirklichen Lehrer und Erzieher ihrer Kinder zu sein, sie zu unterweisen, eine vaterländische Gesinnung, die den Eltern selbst geläufig und ganz natürlich ist, ihnen unberwüstlich einzuprägen. Von der Heimat aus wird aber nichts getan, in den über den Erdkreis zerstreuten Kindern das Gefühl der Vaterlandszugehörigkeit zu stärken oder auch nur in irgend einer Form daran zu erinnern. Sind zehn Jahre seit der Auswanderung vergangen, ohne daß der Ausgewanderte selbst ausdrücklich an zuständiger Stelle erklärt Der Entwurf wird allseitig mit freudiger Zustimmung begrüßt werden, nicht bloß im Reich selbst, sondern auch draußen von den versprengten Kindern der Heimat, die in der Fremde nicht aufhören möchten, ans Vaterland, ans teure, sich anzuschließen und es mit ihrem ganzen Herze festzuhalten. Der Kaifer und der Zar. ( Ein Interview.) Unser Berliner CB- Mitarbeiter hat anläßlich des Gerüchts von einer beabsichtigten Begegnung Kaiser Wilhelms mit dem Zaren Nikolaus einen deutschen Staatsmann be fragt und folgenden Bescheid erhalten: ohne Zuziehung und Befragung seiner Regierung mit der Mandschurei befaßt. Die japanischen Delegierten sind bereits von Seattle unterwegs und werden am Dienstag in Newyork erwartet. Die Anfunft des russischechn Ministers Witte erfolgt wahrscheinlich Mitte nächster Woche erst. Ein gehobenes russisches Schlachtschiff. Ini Hafen von Port Arthur sank während der Belagerung das Linienschiff Poltawa". Den Bemühungen der Japaner ist es gelungen, den Koloß zu heben und flott zu machen. Das Schiff foll repariert und der japanischen Flotte dann unter einem anderen Namen einverleibt werden. Das Gerücht von einer Zusammenkunft der beiden be nachbarten und befreundeten Monarchen ist in der Tat vorhanden. Ob das Gerücht einer Absicht des Zaren entspricht, kann vor hier aus nicht beurteilt werden. Es ist unmöglich, von hieraus zu sagen, dem Gerücht fehlt jede Unterlage, denn wir können nicht wissen, ob Zar Nikolaus die Begegmung wünscht. Eine feste Verabredung, von der hier etwas bekannt geworden wäre, besteht jedenfalls nicht. Daß Zar Nikolaus zu seiner Erholung eine Seereise schon lange plant, ist bekannt; ebenso daß die gegenwärtigen Verhältnisse die Ausführung des Planes erschweren und unter allen Umständen bisher verzögert haben. Doch die Gesundheitsrücksichten Fönnen dringender, das Erholungsbedürfnis kann stärker geworden sein, so daß in naher Zeit ausführbar wird, was bisher untunlich erschien. Die Erfahrungen mit„ Potemkin" und„ Peobedossez" im Schwarzen Meer, gewisse Vorkommnisse in Kronstadt und anderwärts mahnen zur größten Vorsicht, obwohl man sicher sein darf, daß die Besatzung des kaiserlichen Schiffes Polarstern" aus ausgesuchter und zuberlässiger Mannschaft besteht. Entschließt sich Zar Nikolaus jezt zu einer Sommerreise, so ist ein Zusammentreffen mit Kaiser Wilhelm beinahe von selbst gegeben. Das Gegenteil würde auffallen und müßte zu seltsamen Kommentaren führen. Wenn die beiden Monarchen gleichzeitig in derselben See sich aufhalten, so können sie nicht aneinander vorbeifahren, ohne daß man sagen würde, siz gingen einander aus dem Wege, sie wollten sich nicht treffen. An eine solche Demonstration ist natürlich nicht zu denken. Damit ist aber auch schon gesagt, daß die etwaige Begegnung, die als eine gesellschaftliche Notwendigkeit sich darstellt, eine politische Bedeutung von vornherein nicht haben würde; was nicht ausschließt, daß eine politische Bedeutung sich nachträglich und gleichsam zufallsweise entwickelt. Einstweilen ist die Seereise des Zaren noch sehr im Ungewissen, darf man sie sogar als unwahrscheinlich ansehen. hat, er wolle Deutscher bleiben und seine Reichszugehörigkeit nicht aufgeben, so wird einfach unterstellt, daß er das Gegenteil wolle, und er ist plößlich ein Fremder geworden, den fein Rechtsband mehr mit der Heimat verknüpft. Es wird ihm nicht einmal gefagt, daß er kein Deutscher mehr ist. Das erfährt er erst, wenn ihn der Zufall wieder zur Heimat führt. Hier wird er belehrt, daß er an der Heimat keinen Teil mehr habe, daß er ohne positives Verschulden sein Bürgerrecht eingebüßt habe. und macht er den Versuch, es für sich und seine Kinder wiederzuerlengen, sei es weil er die Absicht hat, nun im Vaterlande zu bleiben, sei es weil er auch, in der Fremde weiter ein Deutscher sein und heißen will, so werden ihm große, zuweilen unüberwindliche Schwierigkeiten bereitet. Kein Wunder, daß er mit Bitternis und als eine Art Undank empfindet, daß das Vaterland ihn als Entgelt für seine treue Gesinnung gewissermaßen ausstößt und ihn mit Vaterlandslosigkeit bestraft. Kein Wunder, daß er nicht baterlandslos bleiben, nicht seine Kinder in VaterlandslosigFeit aufwachsen sehen mag, daß er den Anschluß, den die Heimat ihm und den Seinen versagt, für sich und die Seinen in der Fremde sucht, die sich ihm gastlich aufgetan hat. Man hat diesen Mißstand schon lange peinlich empfunden und die Art erwogen, in der eine Abhilfe möglich wäre. Leicht ist die Aufgabe nicht, denn auch die naheliegende Möglichkeit und Versuchung eines Mißbrauchs muß in Rechrung gestellt werden. Es ist denkbar und wohl schon manches Mal vorgekommen, daß ein Auswanderer durch die Entferrung von der Heimat sich bloß lästigen Pflichten entziehen, dagegen den Heimatsschuß behalten wollte. Es ist ferner recht gut denkbar. daß ein Auswanderer der Heimat bloß sich erinnert, wenn er ihre Hilfe in Anspruch nehmen will, sonst aber um Deutschland und Deutschtum sich nicht fümmert. Der Krieg in Oftafien. Politische Rundschau. Deutsches Reich. * Neue geschgeberische Maßnahmen über die Sonntagsruhe sind vom Reichsamt des Innern nicht in Aussicht genommen. Vielmehr beabsichtigt man an der Hand der von den Gewerbeaufsichtsbeamten geäußerten Wünschen, die vom Bundesrat seinerzeit für die verschiedensten Industriezweige erlassenen Sonntagsruhe- Ausnahmevorschriften den inzwischen eingetretenen technischen Aenderungen gemäß umzugestalten. Es handelt sich also um Aufhebungen oder Verkürzungen der früher verschiedenen Gewerben noch zugestandenen Sonntagsarbeiten. Der Reichstag wird die umgestalteten Vorschriften nur zur Kenntnis nehmen. Die Beunruhigung der sibirischen Küste durch japanische Kriegsschiffe bedeutet eine unmittelbare Drohung für Wladiwostof. In Japan nimmt man an, daß eine Landung in der Amerikabucht geplant sei. Der Weg von hier bis Wladimostof ist etwa 100 Kilometer lang. Die japanische Flotte könnte die auf dem Lande operierenden Truppen wesentlich unterstüßen, so daß der Vormarsch keinen großen Störungen unterliegen würde, zumal die Hauptmacht des russischen Heeres am Tumenfluß steht. Die * Die Tagung des nächsten Weltpostkongresses soll 1906 in Rom stattfinden. Von mehreren Staaten wird vorge schlagen werden, die Gewichtsstufe für den einfachen Briej im internationalen Verkehr von 15 auf 20 Gramm zu erhöhen und sämtliche Zuschlagtaren zu beseitigen. Die Ersatzbeträge für Einschreibsendungen sollen herabgesetzt werden. Ferner wird von verschiedenen Seiten angeregt, Kartenbriefe mit bezahlter Antwort und internationale Antwortbriefmarken zuzulassen, sowie die Bestimmung in den Weltpostvertrag aufzunehmen, daß die Aufschrift„ Carte postale" auf Postkarten nicht mehr obligatorisch sein soll. Die Ansichtspostkarten sollen hinsichtlich der schriftlichen Mitteilungen den Visitenkarten gleichgestellt und gegen Drucksachenporto befördert werden. enge Umklammerung von Wladiwostok bon Westen und Osten steht deshalb mit großer Sicherheit bevor. Die Festungsbesaßung würde dabei einer großen Uebermacht gegenüberstehen, der sie kaum lange standhalten könnte, da der Proviant nur ziemlich mäßig ist und eine Zusahr durch die japanischen Kreuzer unmöglich gemacht ist. Vom Tumen aus ist der Weg nach Wladiwostok noch 200 Kilometer. Die japanischen Heersäulen würden, falls das erwartete Treffen am Tumen für den russischen Kommandierenden Linewitsch unglücklich ausfällt, sich mit voller Wucht auf die Festung werfen. Anscheinend arbeiten die Japaner nach einem genauen Plan und beabsichtigen, gleichzeitig einen großen Schlag gegen die Festung sowohl wie gegen die russische Feldarmee. Auch auf russischer Seite herrscht große Rührigkeit. China läßt sich nicht beiseite schieben. Die amerikanische Regierung erhielt eine kurze, übri gens nach ihrer Fassung keine Antwort erheischende Note, welche erklärt, China werde sich durch keinen Friedensvertrag gebunden halten, der sich * Die Schulangelegenheit in Trakehnen wird neuerdings nochmals in die Erinnerung zurückgerufen. Die Aufsicht über die Gestütschulen auf dem Hauptgestüt Trakehnen ist von dem preußischen Landwirtschaftsminister auf den Unterrichtsminister übergegangen. * Die Eisenbahnbeamten Bayerns, Badens und Württembergs haben sich zu einem Gesamtverband national- gesinnter Eisenbahner Süddeutschlands zusammengeschlossen. Der Gejamtverband läßt den einzelnen Landes- Verbänden vollstän dige Selbständigkeit und hat den Zweck, solche geistigen und materiellen Interessen zu fördern und zu pflegen, die allen ihm angehörenden Verbänden gemeinsam sind. Der Siz des Gesamtverbandes ist Stuttgart. Die feit langer Zeit besprochene Reform im preußischen Apothekenwesen rückt neuerdings in greifbare Nähe. Es soll folgender Plan im Ministerium ausgearbeitet worden sein: Die neuen Konzessionen werden in Zukunft nicht mehr verschenkt, sondern werden den Empfängern nur gegen eine jährliche Abgabe vom Reinertrage erteilt. Die neuen Konzessionen werden nicht auf Lebenszeit, sondern nur auf eine bestimmte Anzahl Jahre erteilt, so daß eine Art von Pachtverhältnis entstünde, das bis zu seinem Ablauf auch von den Hinterbliebenen fortgesetzt werden könnte. Der Ertrag der Abgaben wird an einen Fonds abgeführt, aus dem veräußerliche Konzessionen anzukaufen wären, die dann in unberkäufliche Personalfonzessionen umgewandelt würden. Den von 1846 bis 1894 verliehenen Konzessionen wird das endgültige Recht der Verkäuflichkeit zuerkannt, wenn sie ebenfalls eine, allerdings geringere Abgabe an den Fonds zahlen, und zwar vem nächsten Besitzwechsel ab, und sich der Ueberwachung der Verkaufsbedingungen seitens der Behörde unterwerfen." * Im Wahlkreise Oberbarnim wurde der bisherige Abgeordnete, Professor Pauli, dessen Mandat vom Reichstage für ungültig erklärt war, in der Stichwahl gegen den Sozialdemokraten Bruns wiedergewählt. frankreich. ** In der neuesten Spionage- Angelegenheit sind wichtige Aufklärungen erzielt worden. Der verhaftete Soldat Besse hat ein vollständiges Geständnis abgelegt. Der Hauptschul. dige wäre danach der flüchtige Soldat Pelissier. Die Schrift stücke, welche die Mobilisierung des 15. Armeekorps betref. fen, feien für 400 000 Francs an Italien verkauft worden. Eine mehr als dreijährige Arbeit wird notwendig sein, um den nun unbrauchbaren Mobilisierungsplan umzugestalten. Der Kriegsminister beabsichtigt, eine genaue Untersuchung über alle ausländischen Dienstvermittlungsinstitute zu verhängen. Mehrere Institute sollen sich angeblich damit be. chäftigen, ausländische Dienstmädchen in Häusern französicher Offiziere unterzubringen zu Spionagezweden. Gleichzeitig wurden die Korpskommandeure angewiesen, diejeni jen Offiziere zu ermitteln, in deren Familien ausländische Domestiken dienen. Die Nervosität der Behörden geht an scheinend weit, doch ist sie aus der Entdeckung des Verrats wohl zu erklären. Der Freundschaft zwischen Italien und Frankreich wird sie nicht dienen. Das Gesetz über die Trennung von Staat und Kirche wurde von der Kommission des Senats in allen Artikeln angenommen. England. ** Die lette Unterredung des Premierministers Balfour über die parlamentarische Lage mit dem König soll das Resultat ergeben haben, daß das Kabinett nicht zurücktritt. Jedoch soll das Parlament im August vertagt und im Oktober aufgelöst werden, wodurch das Ministerium Balfour ein Jahr früher als wie erwartet vom Schauplatz abtreten dürfte, falls die Neuwahlen zu seinen Ungunsten ausfallen. Rufsland. ** Am sechsmonatlichen Gedenktage der Januar- Unruhen, am 22. Juli, fanden in Petersburg starfe Ansamm lungen von Arbeitern statt. In allen Fabriken, Druckereien, im Bauhandwerk und anderen Berufen ruhte die Arbeit. Die Garnison war durch Kosaken und Truppen aus anderen Erten verstärkt.- Der in Moskau tagende Semstwo- Kongreß hat einen Aufruf an das russische Volk erlassen, in dem dieses aufgefordert wird, sich zur Beratung der Volksvertretungs- Fragen in Gruppen zu organisieren. - Eine Anzahl Attentate wird aus verschiedenen Gegenden gemeldet: In Warschau wurde ein Geheimagent durch Revolverschüsse schwer verwundet, und ein anderer Bolizist wurde mit aufgeschlittem Bauch auf der Straße gefunden. In Bialystok wurde durch eine Bombe eine Anzahl Personen getötet oder verwundet, darunter der Polizeichef und dessen Sohn. In Helsingfors wurde ein Gendarmerieleutnant auf der Promenade erschossen.- In Warschau ist der Schlosser Okrzeja, der im März im Polizeigebäude zu Praga eine Bombe geworfen hatte, gehenkt. Alien. ** Der chinesische Boykott der amerikanischen Waren hat namentlich im Süden des Reiches kräftig eingesetzt. Im Norden wird er durch den Generalgouverneur Youanschikai unterdrückt. Die chinesischen Zeitungen von ganz China sind in der Sache einig. Man fühlt sich als einheitliche Nation, die sich gegen Schädigungen durch Fremde zusammenschließt. Hof und Gesellschaft. rung, die naturgemäß der betreffende Landsmann- Gesandle zu übernehmen hat, und ebenso selbstverständlich ist, daß dem Padischah die Festsetzung der Hausordnung, will sagen: der Etikette, zusteht. Davon hat er auch wiederholt Gebrauch gemacht, beispielsweise durch das Verbot des Gebrauchs von Operngläsern beim Selamlik. Der Großherr will nur mit unbewaffnetem Auge angesehen sein. In der Tat hat der Sultan auch sonst eine große Scheu gegenüber der Deffentlichkeit. Er hat alle traditionellen Umritte in der Stadt seit Jahrzehnten eingestellt, und die bei aller Treue keineswegs der Kritik abgeneigten Türken haben ihm deshalb einen Beinamen gegeben, der mit der Furchtsame" mehr umschrieben als übersetzt wird. Wirklich hat man dem Sultan Abdul Hamid große Attentatsfurcht schon immer nachgesagt und aus dieser seine freiwillige Einschließung in den Mildis Kiosk hergeleitet, die nur von der kurzen Fahrt zum Selamlik unterbrochen wird. Und nun hat alle Furcht und Vorsicht doch nichts geholfen, ist der Großherr dem Tode durch Verbrecherhand nur durch eine glückliche Fügung entgangen, an der seine Polizeimerst kein Verdienst haben. Nicht aus der Reihe der Fremden wurde die Bombe geworfen, es wurde überhaupt kein Geschoß geschleudert, sondern die Explosion fand in der Mitte der türkischen Zuschauerschaft statt, wahrscheinlich duch vorzeitige Selbstentzündung. Denn der Sultan hatte die Moschee noch gar nicht wieder verlassen, in der Moschee drang der Knall an sein Ohr. Ob er sofort erfaßt hat, daß ein Attentat verübt war, ob er es auch nur vermutet oder feine Umgebung ihm davon Mitteilung gemacht hat, ist nicht bekannt gegeben worden. Jedenfalls hat der Sultan, so lange er in der Moschee und auf dem Rückweg zum gildis Kiosk war, eine erstaunliche Ruhe und Selbstbeherrschung gezeigt, wie sie der beherzteste Mann nicht größer hätte an den Tag legen können. Der Großherr nahm seinen Lieblingssohn in seinen Wagen und lenkte, genau wie an jedem Freitag, die Pferde selbst bis zum Wildis Kiosk. Auch ordnete der Sultan an, daß die Empfänge, die vorher fest= gestellt waren, nicht abgesagt werden sollten. So hatte der österreichische Botschafter, für den eine Audienz unmittelbar nach dem Selamlik anberaumt gewesen, die Gelegenheit, als erster den Sultan zur Rettung aus Lebensgefahr zu beglückwünschen. In Elbing fand in Gegenwart der Kaiserin, des Prinzen Eitel Friedrich, der den Kaiser vertrat, und des Prinzen Adalbert am Sonntag die Enthüllung des Kaiser Wilhelm- Denkmals statt. Heer und flotte. Die dritte deutsche Torpedoboots flottille wird Mitte August formiert werden. Sie nimmt bereits an den dies: jährigen Hauptmanövern teil. Die Flottille wird aus den beiden D- Booten Nr. 4 und 5, zwölf S- Booten und mehreren älteren Fahrzeugen bestehen. Auffindung eines verlorenen deutschen Torpedobootes. Ein Fischer in Stagen will das am 28. August 1895 in der Jammerbucht an der Westküste Jütlands untergegangene deutsche Torpedoboot S 41, mit dem 13 Seeleute in die Tiefe gezogen wurden, aufgefunden haben. Es liegt etwa drei Seemeilen vom Ufer entfernt auf zehn Meter Wassertiefe. Der Fischer hat der deutschen Marinebehörde den Fund angezeigt. Das Attentat auf den Sultan. Der Bombenanschlag auf den Badischah wurde ausge führt, als der Türkenherrscher eben sein Gebet in der Moschee beendet hatte. Die Truppen waren abmarschier: und der Sultan schickte sich an, ins Palais zurückzukehren als die Explosion erfolgte. Der Erdboden wurde heftig er: schüttert, die Fenster in der Moschee und den benachbarten Häusern zersprangen. Große Aufregung entstand, doch vurde alsbald festgestellt, daß die Bombe in 200 Meter Entfernung vom Sultan, in dessen Begleitung sich der deutsche. der österreichische und der italienische Botschafter befanden, geplaẞt war. Nachdem die Toten und Verwundeten fortgetragen waren, fuhr der Sultan mit seinem Sohne Burhan Eddin nach dem Palais. Der Botschafter Freiherr von Calice begrüßte den Sultan beim Passieren des diplomatischen Korps; der Sultan gab durch Zeichen zu verstehen, daß sowohl er als auch seine Umgebung unversehrt geblieben seien. Wäh= rend der Explosion und der darauf folgenden allgemeinen Verwirrung hatte der Sultan völlige Geistesgegenwart bewahrt und ausgezeichnete Haltung gezeigt. Auf der Explosionsstelle war der Beden aufgewühlt und mit Trümmern Don zerbrochenen Wagen und Pferdekadavern bedeckt. Ein gußeisernes Stück der geschleuderten Bombe mit einem Griff, der wahrscheinlich zum Werfen der Bombe hatte die. nen sollen, wurde gefunden. Offenbar ist die Explosion borzeitig erfolgt. Die Zahl der Toten wurde zunächst aus 40 angegeben, noch mehr Personen sollten verwundet sein, doch waren genaue Feststellungen nicht möglich. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen, man sprach von der jungtürkischen oder bulgarischen Propaganda als VeranIasserin: des Attentats, jedoch gab die bisherige Untersuchung feinen Anhalt dafür. Der oder die Träger der Bombe find wahrscheinlich mitgetötet worden. Bu dem Ereignis äußert sich ein am Goldenen Horn ansässiger Politiker folgendermaßen: Wie lange die Nerven des Padischah dem Angriff standgehalten haben, weiß man natürlich außerhalb des Palastes nicht. Jedenfalls war die Haltung des Großherrn während des ganzen Vorgangs musterhaft und geradezu imposant. bon Flußräubern ein lieberfall unternommen. Die wertbolle Ladung des gescheiterten Schiffes wurde von einem Bootsmann und acht Wächtern gehütet. Die Bande nahm die Wachtmannschaft fest, verlud 20 000 lg. Getreide in Nachen und fuhr in die Nacht davon. Dem Bootsmann gelang es, die Polizei zu benachrichtigen. Die Ufer des Flusses wurden mit Scheinwerfern abgesucht, und in der Nähe von St. Anna entdeckte man sechs Nachen mit elf der Räuber und 15 000 Klg. des gestohlenen Getreides. † Ein gefährdetes Schiffsdock. Am Trockendock des Hafens von Neapel ereignete sich vor ein paar Tagen ganz plötzlich ein sehr starker Erdrutsch, der bedeutenden Schaden anrichtete. Die rechte Seite des Docks wurde etwa zweihundert Meter weit nach rechts fortbewegt. Das Ereignis ist höchstwahrscheinlich auf eine Bewegung des Meeresgrundes zurückzuführen. Ganz abgesehen von den rein menschlichen Erwägungen wäre es überaus betrüblich gewesen, wenn Sultan Abdul Hamid nicht unversehrt aus dem Anschlag hervorgegangen wäre, denn seine staatsmännische Klugheit ist weit größer, als gemeinhin angenommen wird. Er ist auch reformfreundlich. Allerdings nur bis zu gewissen Grenzen, die aber nicht von seiner Laune, sondern durch religiöse Vorschriften gezogen sind. Er ist ein zu feiner Kopf, als daß er nicht wüßte, daß über kurz oder lang die Türkenherrlichfeit in Europa ein Ende haben wird, und vorschauend hat er durch den Bau der Bagdadbahn dafür gesorgt, eine engere Verbindung der alten Stammlande mit Kleinasien herzuſtellen. Nicht um der schönen Augen der Deutschen willen hat er einem deutschen Konsortium den Bau der anatolischen Bahnen fonzessioniert. Wo die Zuständigkeit des Scheich ül Islam, des obersten Glaubenshüters der Moslim, beginnt, da bescheidet sich der Sultan, selbst wenn seine eigensten Herzenswünsche in Frage kommen. Abdul Hamid hätte gern, wie vor ihm Abdul Aziz, die Thronfolgeordnung geändert, die Bestimmung getroffen, daß der Sohn dem Vater folgen soll. Der Scheich ül Islam will es nicht, und da er sich dabei auf den Koran stüßt, so muß es bei der alten Ordnung bleiben, die den Bruder zum Nachfolger des Bruders macht. Derselbe Wille des Scheich ül Islam, auf eine Koranauslegung gestüßt, ist es, der den Sultan zum unbedingten Gegner der Einsetzung eines christlichen Gouverneurs in Mazedonien oder gar in Rumelien macht. Der Padischah Abdul Hamid ist ein friedfertiger Mann doch ehe er in diesem Punkt nachgibt, entfaltet er die grüne Fahne des Propheten und läßt durch alle mohamedanischen Lande den Glaubenskrieg verkünden. Konstantinopel 21. Juli. Der Seiamlik, der Besuch, den der Sultan jeden Freitag der dem Vildis Kiosk gegenüberliegenden Moschee macht, ist, äußerlich genommen, ein den Fremden in Konstanti nopel regelmäßig gegebenes Schauspiel, das durch seine eigenartige Pracht ungewöhnliche Anziehungskraft ausübt. Wer aus Europa nach Konstantinopel kommt, hat eine gewisse Anwartschaft darauf, durch Vermittelung seines" Botschafters beim Selamlik Gast des Sultans zu sein. Denn durch Darreichung von Tee und Dultschas( Süßigkeit) wird die Fiktion aufrecht erhalten, daß die Neugierigen auf Ein ladung des Padischah gekommen seien. Selbstverständlich bedarf nun, wer zum Sultan gelangen will, einer Einfüh † Unglücksfall durch Sturm. In Madrid hob kürzlich ein Sturm das Dach einer Waschanstalt ab. Mit furchtbarer Gewalt schlug das Dach auf eine Räumlichkeit nieder, in der 110 Personen beschäftigt waren. Das ganze Gebäude ging in Trümmer, aus denen viele Verletzte hervorgezogen wurden. Eine Anzahl ist bereits den erhaltenen Verwundungen erlegen. Die russischen Niederlagen haben begreiflicherweise den Sultan nicht allzu tief betrübt. Allmählich aber ist ihm die Schwächung Rußlands zu weit gegangen, gerade weil sie die Anmaßungen und Begehrlichkeiten der Bulgaren, Serben und Griechen Mazedonien gegenüber erhöht hat. † Orkan auf den Marschalls- Inseln. Nach einem jetzt eingegangenen Bericht des Landeshauptmanns der MarschallInseln hat dort am 30. Juni ein Orfan in verheerender Weise gewütet. In Jaluit, dem Site der Verwaltung, sind fast alle Gebäude zerstört. Sämtliche dort ansässigen Weißen sind gerettet. Die Zahl der ums Leben gekommenen Eingeborenen war bis zum 4. Juli, dem Tage, da der Bericht abging, auf achtzig ermittelt. Die Urheber des heutigen Attentats wird man schwerlich ermitteln, denn aller Wahrscheinlichkeit nach sind sie an ihrem eigenen Verbrechen zugrunde gegangen. Nah und Fern. Tönnte." Die Waffer gewor = Eine Sei man in Ameri aus armlide Gdhauspielerin von diefer S Wege zum Saint- Laure zur Trauung werbe, Ind fonitigen fp tvar er au Le eridien, frief Trauung alle Von d in Oberungo gen Anaben fo in Wut, feuer hielt. Aleinen die artig berbra Die unnatur berantworten b = Gin Wale Seffen dem fran in Paris offentl eralt, die von Tegen, mit der de † Die Explosion auf dem„ Bennington". Von der 278 Mann zählenden Besagung des durch eine Kesselexplosion im Hafen von San Diego in Californien zerstörten amerikanischen Staronenbootes Bennington" sind nach den letzten Feststellungen 39 Mann getötet, 80 verletzt, darunter 24 schwer, und 21 werden vermißt, sie werden wohl zu den Umgekommenen gerechnet werden müssen. Wie der Kapitän, der während der Katastrophe sich an Land befand, berichtet, ist die Decke des unteren Ofens eines der Kessel explodiert und hat den Kessel gegen einen anderen getrieben, der dann ebenfalls zersprang. Ein gewaltiges Krachen erschütterte die Felsen ringsumher, ein Teil des Oberdecks des Schiffes wurde vom Bug bis zum Heck aufgerissen, und das Schiff neigte nach Steuerbord hinüber. Menschliche Körper und Körperteile sah man in die Luft fliegen, die durch entsetzliches Geschrei der schrecklich verwundeten Matrosen erschüttert wurde. Sofort eilten Boote und Dampfboote an die Unglücksstelle und fischten die Verletzten aus dem Wasser. Andere Fahrzeuge holten die Ueberlebenden aus dem sinkenden Schiffe, das ans Ufer geschleppt wurde. Die Offiziere und Mannschaften benahmen sich mit großer Kaltblütigkeit. Die Pumpen wurden bemannt, die wasserdichten Abteilungen geschlossen und die Magazine überschwemmt, um die Explosion der Munition zu verhindern. † Zum Grubenbrand der Borussia". Bei dem Grubenbrand auf der Zeche„ Borussia" nehmen die Bergungsarbeiten ihren Fortgang, obwohl man nur noch Leichen zutage fördern kann. So wurden Ende voriger Woche zwischen der fünften und sechsten Sohle hinter einer Wettertür fünfzehn tote Bergleute aufgefunden, und schon am späten Abend des nächsten Tages stieß die Bergungsmannschaft auf eine dicht gedrängte Gruppe von zweiundzwanzig Toten. Da die Verwesung bei allen Aufgefundenen schon stark vorgeschritten ist, wurden die Leichen in Gummisäcken zutage gefördert. Sie werden voraussichtlich in einem Massengrab bestattet. † Ein Dich mit hunderttausend Rubel gesucht. Seit dem Mai dieses Jahres fahndet man auf den Schlosser Stanislaus Sobolewski, der in Lomza in Polen aus der GerichtsKanzlei durch Einbruch hunderttausend Rubel gestohlen hat. Jetzt hat man die Spur des Einbrechers entdeckt, die nach Preußen meist. † Ein wahnsinniger Selbstmörder. Bei Harburg ließ sich in einem Anfall von Geistesgestörtheit vor einigen Tagen ein Händler Kröger von dem Eisenbahnzuge überfahren. Der Tod trat sofort ein. Der Unglückliche hinterläßt eine Frau und eine große Zahl unversorgter Kinder. † Die Ehefran als Mörderin. In Uznach in der Schweiz wurde vor kurzem der Kaminfegermeister Schubiger von seiner Frau und deren Liebhaber ermordet. Die Frau hat die Untat eingestanden. Das Ehepaar hatte fünf Kinder. † Mord und Brandstiftung. In Saint- Marc in Frankreich war das Gehöft eines Landwirts niedergebrannt. Als man dieser Tage die Trümmer forträumte, fand man den berkohlten Leichnam des Besizers, dessen Mutter, Schwester und Neffen, sowie eine leere eiserne Kasse. Da zugleich der aus der Schweiz gebürtige Knecht verschwunden ist, so vermutet man, daß dieser die Familie seines Dienstherrn ermordet und sodann, um die Spuren seiner Tat zu verdecken, das Gehöft angezündet hat. † Flußräuber auf der Schelde. Vor Kurzem wurde in einer dunklen Nacht auf ein unterhalb Antwerpens auf der Schelde an Strand geratenes Getreideschiff von einer Bande Tages- Chronik. In Herbsleben bei Erfurt ist eine Typhus- Epidemie ausgebrochen, die sich auf umliegende Ortschaften ausdehnt. -In Rastatt ist ein Musketier an Genickstarre gestorben. - Der aus Frankfurt a. M. nach Unterschlagung von 60 000 Mart flüchtig gewordene Kassierer Otto ist in Wien berhaftet. - Vermischtes. Ein deutscher Dauer- Schwimmer. Um die Mitte des kommenden Monats wird ein junger Deutscher, der aus München stammende, dreiundzwanzigjährige Karl Raynol, den Versuch machen, den Kanal von Dover nach Calais zu durchschwimmen. Nach den bisher von ihm abgelegten Proben erwartet man von ihm große Dinge. So legte er vor einigen Tagen die Strecke von Blackwoll( London) nach der Mole von Gravesend, eine Strecke von nahezu 34 Kilometern, in 5 Stunden 46 Minuten zurück, und am Schlusse dieser Tour war er so wenig erschöpft, daß er ohne Beihilfe in das Begleitboot steigen konnte, während der bekannte Dauerschwimmer Holbein, der die gleiche Tour zu schwimmen versuchte, kurz vor dem Ziel so erschöpft war, daß er in das Boot gehoben werden mußte. ====.9 Der grobe Gastwirt. Anläßlich des soeben gefeierfen Regierungsjubiläums des Fürsten von Schwarzburg- Sondershausen, wird die Erinnerung an den„ groben Stockmann" aufgefrischt. So hieß im Volksmunde der Gastwirt, der am Fuße des Kyffhäusers zu der Zeit die Gäste labte, als der Fürst Karl Günther noch Erbprinz war. Dem gro ben Stockmann war es ganz gleichgültig, wen er vor sich hatte; wer ihm nicht gefiel unter seinen Gästen, den behandelte er auf die ihm eigentümliche Weise. So passierte es eines Tages eiren Kammerherrn v. B., daß Stockmann ihn sans façon am Kragen packte und vor die Tür setzte. Einige Wochen später redete ihn der Erbprinz an. ,, Sie B., nun habe ich auch den alten Stockmann kennen gelernt; ich war dort, der Kerl ist in der Tat grob..." Hahaha!" lachte der Kammerherr, haben Hoheit auch die Gnade gehabt, sich von ihm rauswerfen zu lassen?" - mietete er einen die foftbaren G aller Welt mito fchönen Kundinn halten, und wä ſtedt im Laden stärkeren Bewe durch ab, daß fchaffte, um die Er schaffte fich nahm. Zwei d fandte er in die = Eine Million ins Wasser geworfen. Von einem russi schen Patrioten, dessen Opferwilligkeit an verkehrter Stelle geleistet wurde, wird jetzt ein lustiges Histörchen bekannt. Als die baltische Flotte nach dem fernen Osten auslief, wollte Graf Strogonom einen schnellaufenden Kreuzer beifügen, der, mit einem Luftballon ausgerüstet, die Flotte Roschdjestwenskys als Kundschafterschiff begleiten sollte. In seinem Auftrage fauften zwei Sachverständige, ein Leutnant a. D. Baifow und der Direktor der Nordischen Dampfergesellschaft, Herr Merk, einen deutschen Dampfer ältesten Stalibers auf. Um den Kasten seetüchtig zu machen, mußte der Rumpf umgebaut und eine neue Maschine, sowie ein neuer Kessel eingefügt werden. So kam das Schiff, das den Namen„ Rußi" erhalten hatte, nach Libau, wo es vom Admiral Birilew folgendes Attest sich gefallen lassen mußte: Die Rußi" ist ein Rumpelkasten, der aus Holz- und Eisenbruch besteht, und eine sich selbstachtende Nation kann ein solches Schiff nicht unter der Kriegsflagge in See stechen lassen. Der Luftballon kann zu Kriegszwecken ebenfalls nicht verwendet werden und stellt eine Fracht vor, die nur bei ausschließlich günstigen Umständen Verwendung finden Rod ein gungsprozessen Schwennert bebe burg ihre Antral berfahrens beau & Die Diesse Durch Entfchließ Gebelot in Detin feits" Prozeß Be fung, daß er fol und Ansehen des gefährden. † Tod in den badeten zwei 13j ging plöglich in d jant aber auch. Land befördert Sandbaggerei be Ein sechster Knab der Nähe der Ga † Erdbeben, S tag eine heftige G ipäter eine zweite Gine Gijenb Florida ijt man durch das Meer Miami mit der binden. Man inseln, die sich Stellenweise m über das Meer laffe für die dor Fahrzeuge biete Bahndamm auf soll jedoch aus Der Schah fien auf feiner d men war, winjd dem Radium, be Entdeder Currie Bedingung stellt finiteres, ichwar Könige" davon Tommissar, der irar, versicherte, der Schah dem C too fich die Stabl Ser Hotelgäste feinen erläutern bald in irango fonte, jo daß Signs unenth Verhind Blan, einen ganz Spanie normaler We 1 Rigo 11 mit der 9 Rigo gedady in Budape berhielt m fum triebe Konzerten geuner nid bareres Bu = Trepo Großvater Trepcw noc Treppenhofe gefegt gefund lich das Find urte Trepuen ruffisch Trevon Ort, wo man mit dem Ning Baren. So milien beirater Nachkommen en. Die wert rde von einem e Bande nahm g. Getreide in SOT Bootsmann ge Ifer des Flusses der Nähe von elf der Räuber tendod des Ha ar Tagen ganz tenden Schaden etwa zweihun s Ereignis ist Meeresgrundes hob fürzlich ein Mit furchtbarer it nieder, in der e Gebäude ging orgezogen wur Verwundungen einem jetzt einder Marschalln verheerender rwaltung, find jässigen Weißen Commenen Ein da der Bericht Von der 278 jelerplosion in ten amerikani ach den legten darunter 24 wohl zu den Wie der Kapind befand, bes der Keffel en getrieben, - Krachen erDes Oberdeds igeriffen, und Menschliche it fliegen, die verwundeten en Boote und ten die Ver ten die UeberUfer geschleppt ahmen sich mit bemannt, die die Magazine nition zu verin der Schweiz ubiger von sei e Frau hat die Kinder. furt ist eine f umliegende arre gestorben. schlagung von to ist in Wien die Mitte des tscher, der aus Karl Raynol, ach Calais zu hm abgelegten So legte er ( London) nach ahezu 34 Kilo. dam Schlusse ohne Beihilfe der bekannte ur zu fchwim .9 var, daß er in ben gefeierten warzburg- Songroben Stock der Gastwirt, 2 Gäste labte, r. Dem gro en er bor sid n, den behan So passierte es Stodmann ihn fekte. Einige Sie B., nun rnt; ich war aha!" lachte gehabt, fich einem ruffi Fehrter Stelle chen bekannt. Often auslief n Kreuzer bei tet, die Flotte iten sollte. In ige, ein Leut ordischen Dam Dampfer ältetig zu madjen, Majchine, fowie Das Schiff, das au, wo es bom laffen mußte: Solz- und Eifen ation fann ein in See ftechen veden ebenfalls cht bor, die nur wendung finden Tönnte." Die gespendete Million war also buchstäblich ins Wasser geworfen. Eine Heirat mit Hindernissen. Ein bekannter Sportsman in Amerika wollte vor einigen Tagen die Ehe mit einer aus ärmlichen Verhältnissen hervorgegangenen jungen Schauspielerin schließen. Die Familie des Bräutigams, die von dieser Heirat nichts wissen wollte, ließ ihn auf dem Wege zum Standesamt auf die einsam belegene Insel Saint- Laurent entführen, damit er nicht zur rechten Zeit zur Trauung erschien und dadurch die Hochzeit verhindert werde. Indessen, der angehende Ehemann versteht zu allen sonstigen sportlichen Künsten auch das Schwimmen. Saum war er an Land der Insel, so stürzte er sich ins Wasser und erschien, triefend im Frack, auf dem Standesamt, wo die Trauung allen Hindernissen zum Troß vorgenommen wurde. Von der Mutter gefoltert. Eine Bäuerin in Leutschau in Oberungarn geriet vor einiger Zeit über ihren achtjährigen Knaben, den sie bei einem kleinen Obstdiebstahl ertappt, so in Wut, daß sie die Händchen des Kindes über das Herdfeuer hielt. Als auf das Jammergeschrei des gemarterten Kleinen die Nachbarn herzueilten, fanden sie die Hände derartig verbrannt, daß der Knabe zum Krüppel geworden ist. Die unnatürliche Mutter wird sich demnächst vor Gericht zu verantworten haben. Ein Maler nach der Natur. Von dem Maler Ziem, dessen dem französischen Staate geschenkte Gemälde zurzeit in Paris öffentlich ausgestellt sind, werden einige Anekdoten erzählt, die von der großen Gewissenhaftigkeit Zeugnis ablegen, mit der der Künstler vorzugehen pflegte. In Venedig mietete er einen Laden und ließ darin einen Eingeborenen die kostbaren Stoffe und Spigen verkaufen, die Ziem aus aller Welt mitgebracht hatte. Der Verkäufer mußte die schönen Kundinnen durch sein Feilschen möglichst lange hinhalten, und während dieser Zeit wurden sie von dem versteckt im Laden stehenden Maler schnell skizziert. Einen noch stärkeren Beweis seiner Gewissenhaftigkeit legte Ziem dadurch ab, daß er sich in Konstantinopel einen Harem anschaffte, um die Typen des Landes genauer kennen zu lernen. Er schaffte sich drei Frauen an, die er sogar mit nach Paris nahm. Zwei davon verheiratete er in Frankreich, die dritte fandte er in die Heimat zurück. § Noch ein Ruhstratprozeß? Die in den ersten Beleidi gungsprozessen verurteilten Redakteure Biermann und Schwehnert haben auf Grund der Zeugenaussage in Bückeburg ihre Anwälte mit der Einleitung des Wiederaufnahmeberfahrens beauftragt. § Die„ Diesseits"-Depesche in der Lippe- Angelegenheit. Durch Entschließung des Grafregenten hat Staatsminister Gevefot in Detmold die Genehmigung erhalten, im„ Diesfeits"-Prozeß Zeugnis abzulegen, jedoch mit der Einschränfung, daß er solche Fragen abzulehnen hat, die das Wohl und Ansehen des Reiches oder eines einzelnen Bundesstaates gefährden. † Tod in den Fluten. Im Dorfe Schwiesau bei Stendal badeten zwei 13jährige Knaben im Brummelteiche; der eine ging plößlich in die Tiefe, der andere wollte ihm helfen, verfant aber auch. Beide konnten nur noch als Leichen ans Land befördert werden. In der Nähe der Kraagschen Sandbaggerei bei Magdeburg sind fünf Knaben ertrunken. Ein sechster Knabe, Frit Henneberg, ertrank beim Baden in der Nähe der Garnison- Badeanstalt. † Erdbeben. Bei Strömstad in Schweden wurde Dienstag eine heftige Erderschütterung verspürt, der 1½ Minuten später eine zweite weniger heftige folgte. = Eine Eisenbahn durch das Meer. An der Ostküste von Florida ist man zurzeit am Werke, eine Eisenbahn mitten durch das Meer zu bauen. Sie ist dazu bestimmt, die Stadt Miami mit der bekannten Zigarrenstadt Kay West zu ver. binden. Man benutzt dazu die Kette von kleinen Korallen. inseln, die sich zwischen den beiden Städten hinziehen. Stellenweise müssen lange Brücken zwischen diesen Inselchen über das Meer hinweg gebaut werden, die genügend Turch lässe für die dort kreuzenden Fischer- Schaluppen und andere Fahrzeuge bieten. Wo das Wasser flach genug ist, wird der Bahndamm aufgeschüttet, ein großer Teil des Oberbaues soll jedoch aus Zementpfeilern mit Stahllagern bestehen. Der Schah im Dunkelzimmer. Als der Schah von Persien auf seiner diesjährigen Europareise nach Paris gekommen war, wünschte er auch, sich mit der neuesten Erfindung, dem Radium, bekannt zu machen und es sich durch dessen Entdecker Currie vorführen zu lassen. Als dieser aber die Bedingung stellte, daß sich der Schah mit ihm in ein ganz finsteres, schwarzes Zimmer verfüge, wollte der König der Könige" davon nichts wissen, Erst als der KriminalTommissar, der ihm in Paris zu seinem Schuge beigegeben ivar, versicherte, daß absolut keine Gefahr dabei sei, folgte der Schah dem Gelehrten in die Kellereien des Palasthotels, wo sich die Stahlkammern zur Aufbewahrung der Wertsachen der Hotelgäste befinden. Kaum hatte Herr Currie dort seinen erläuternden Vortrag begonnen, als in persischer und bald in französischer Sprache der Ruf: Mehr Licht!" ertönte, so daß nichts übrig blieb, als die Wunder des Radiums unenthüllt zu lassen. Verhinderung des Generalstreiks in Spanien. Der Plan, einen allgemeinen Ausstand herbeizuführen, ist in ganz Spanien gescheitert. Fast überall wird die Arbeit in normaler Weise verrichtet. Rigo und seine Landslenie. Der durch seine Affäre mit der Prinzessin Chiman bekannte Zigeuner- Primos Rigo gedachte vor einiger Zeit auch vor seinen Landsleuten ir: Budapest seine Geige ertlingen zu lassen. Indessen dort berhielt man sich völlig ablehnend. Das Brdapester Bublifum trieb eine regelrechte Obstruftien und blieb Herrn Rigos Konzerten fern. So blieb ben anderswo so gefeierten 3igeuner nichts übrig, als mit einer Kapelle sich ein dankbareres Publikum zu su ben. Trepows Ahne. Wie jest bekannt wird, führte der Großvater des allgewaltiger russischer Polizeiniinisters Trepcw noch den Namen Ticppenhof. Er wurde auf dem Treppenhofe des kaiserlichen Balastes zu Petersburg ausgesezt gefunden. Kaiser Nikolaus 1., der damals regierte, ließ das Zindelkind erzieher und nannte es nach dem Jundorte repvenhof, woraus später Trepphof und endlich russisch Trevom wurde. Der alte Treppenhof macht sich den Ort, wo man ihn gefunden hatte. zu nutze un., umgab sich mit dem Nimbus, als set er ein illegitimer Abkömmling des Baren. So fonnte er eine reiche Frau aus den ersten Familien heiraten und das Fundament für die Stellung seiner Nachkommen legen. * Cokales. 24. Juli 1905. ** Das Großherzogspaar wilt gegenwärtig auf Schloß Wolfegarten und wird dort während Juli und August verbleiben. Im September wird das Hoflager nach Schloß Friedberg verlegt, von wo aus das Großherzogliche Baar den Manövern beiwohnen wird. ** Parlamentarisches. Wir brachten in letter Nummer schon die Mitteilung von der in parlamentarischen Kreisen bestehenden Auffassung, das der Landtagsschluß erst Ende September oder Anfang Oktober stattfinde. Heute wird aus Darmstadt gemeldet, daß der Großherzog am Samstag nach dem Vortrag des Staatsministers Rothe seine Genehmigung dazu erteilt, daß der Landtag ist noch nicht verabschiedet, sondern Ende September refp. anfangs Ottober zu einer furzen Beratung zusammenberufen wird. Man hofft alsdann auch die schwierige Frage der Gemeindeumlagenreform und den Gesezentwurf über die berufliche Organisation der Landwirtschaft zur Erledigung zu bringen. ** Kaiserparade. Die Verkaufsstelle für Tribünenfarten* teilt uns mit, daß von heute ab die Paradepläne ( à 10 Pf.) zur Ausgabe gelangen. Dieselben enthalten den Standpunkt der Majestäten, die Aufstellung der Truppen mit Angabe der einzelnen Reyimenter, Lage der Tribüne und der reservierten Stehpläße, sowie Zugangswege usw. * ** * ** Lotterie. Die Großh. Regierung hat die Genehmigung erteilt, daß mit der im September in Darmstadt stattfindenden Gartenbau- Ausstellung eine Lotterie verbunden werde und zwar dürfen 20 000 Lose à 1 Mt. ausgegeben und im ganzen Großherzogtum vertrieben werden. Bur Verlosung kommen Erzeugnisse des Gartenbaus, der Gartenarchitektur, der Gartenfunft und anderer verwandter Zweige. Zentrumsgelüfte auf die hessische Konfeffionsschule. Das„ Mainzer Journal" fordert unter ausdrücklichem Hinweis auf die Zentrumserfolge in Bayern, daß auch das hessische Zentrum die Konfessionsschule, die 1874 in Hessen aufgehoben wurde, wiedererobern müsse. Daraus wird nun aber doch nichts, denn in Hessen hegt man nicht die Absicht, die Kraft in widerwärtigen und nuz losen Ronfessionszäntereien zu vergeuden. Hessens harren bessere, lichtvollere Aufgaben und das allmächtige Zentrum hat für dieses Mal auf Granit gebissen." " *** Wohnungsuntersuchung in Gießen. Die zweite allgemeine Helferversammlung, die am Freitag Abend im Poftfeller" stattfand, war wieder gut besucht. Die Berichte über die bisherigen Erhebungen zeigten, daß man auf Seiten der Bürgerschaft dem Unternehmen weitgehendes Verständnis und Wohlwollen entgegen bringt. Es beteiligen fich jetzt über 100 Herren an der Arbeit, darunter gegen 70 Studierende. * Bergiftung durch Bienen- und Wespenstiche. In den meisten Fällen sind die durch Insekten gesetzten Stiche harmlose Leiden, bestehend in einem bald vorübergehenden örtlichen Schmerze und einer kleinen, falten Umschlägen meist rasch weichenden Anschwellung. Immerhin enthalten diese Insekten, namentlich Bienen, Hornisse und Wespen ein Gift, das Allgemeinerscheinungen erzeugen fann, die immer dann auftreten, wenn die Insekten in größerer Zahl den Menschen überfallen. Bei besonders empfänglichen Personen genügt übrigens oft schon ein Stich, um Ohnmacht und Uebelkeit zu erzeugen. Nicht selten sind es gewisse Hautausschläge wie Nesselsucht usw., die sich nach Insekten stichen einstellen Weitere Allgemeinerscheinungen bestehen in Herzklopfen, Kurzatmigkeit und Verdauungsstörungen. Auch Bienenftiche fönnen, wie unsere Imker wissen, schwere Vergiftungszustände, ja sogar den Tod herbeiführen. Durch experimentelle Untersuchungen am Sperling, der für das Bienengift besonders empfänglich ist, fand Dr. Phisolix, daß das Bienengift drei verschieden wirksame Substanzen enthält, nämlich ein Eutzündung erzeugendes, ein Krämpfe und ein Lähmung erzeugendes Gift. Ein Insekt kann demnach zwei in ihrer Wirkung entgegengesette Gifte produzieren. Die Behandlung der Bienen- und Wespenstiche muß demnach neben der örtlichen nach Erfordernis auch eine allgemeine sein. Nach Entfernung des Stachels oppliziere man auf die Stichstelle Salmiatgeist, Karbolsalbe, Kaltwasser oder Blei waffer, das mit Eis gefühlt ist. Auch Sublimatumschläge tun gute Dienste. Sind die Köperteile gehörig durchstochen, so mache man auf denselben Eisumschläge. Zur Linderung des großen Durftes gebe man innerlich Eis. *** Eine Feier der 50er, Bekanntlich gründet sich alljährlich in Gießen ein Verein der 50er, dem alle Männer, die in dem betreffenden Jahre das 50 Lebensjahr vollenden, beitreten. Der Verein der 50er von 1901 hielt nun legten Sonntag im Philosophenwald eine recht gemütliche Geburtstagsfeier ab. Bei Mufit, Speise und Trant bergnügten sich die Geburtstagskinder auf das angenehmste. P Nächtliche Arbeiter. In der Nacht auf Sonntag wurden von der Schußmannspatrouille in der Südanlage 2 junge Leute abgefaßt, als sie an dem Spalier am Gymnasium und an einem Privateigentum die Verzierungen, 20 an der Bahl, abrissen, wodurch ein Schaden von ca. 60 Mt. entstand. Anzeige gegen dieselben ist erhoben. ** Ex libris. Den Angehörigen des Gießener Buchgewerbes war gestern durch das Entgegenkommen der Stadtverwaltung die zur Zeit im Turmhaus untergebrachte exlibrische Ausstellung unentgeltlich zur Besichtigung freigestellt worden. Wie manchem Wunsch die Stadt damit Rechnung getragen, bewies ihr der zahlreiche Besuch und das Interesse der Eingeladenen. Die Ausstellung ist mit großer Mühe und Sorgfalt zusammengestellt und weist eine ungewöhnliche Fülle von Buchzeichen in übersichtlich geordneter Weise auf. *** Die verbotene Jäger- Kapelle. Eine Schweizer Jäger- Rap lle, die sich schon während des Feuerwehr- Jubiläums in Gießen produzierte, plante für gestern auch ein Konzert. im Philosophenwald". Einen üblen Mißklang verursachte ihr aber die Polizei, die nach ihren Papieren forschte. Da. durch wurde der Kapelle die Stimmung so gründlich verdorben, daß das gestrige Konzert unterblieb. " *** Ein Renkontre hatten dieser Tage mehrere junge Leute mit einem Radler. Die Burschen befanden sich verboten ist. Sie erwarteten deshalb, daß der Radler ihnen in der sehr schmalen unteren Erlengasse, wo das Radfahren holten sie ihn fnrzerhand von seiner Maschine herunter. die Passage frei gäbe und als dies nicht geschah, Erbost über die Fahrtunterbrechung ergriff der Radler irgend damit unter die jungen Leute, einen dabei am Kopfe vereinen harten Gegenstand, Schlüssel oder Messer, und fuhr legend. Anzeige ist erstattet. gestrigen Sonntag nach dem Schiffenberg hat alle Teilnehmer *** Der Frühgang des Turnvereins Gießen am über Erwarten befriedigt. Mit gutem Turnerhumor wurde der Marsch wie auch der Aufenthalt am Biel ausgefüllt. Seffen wird am 4. August in Friedberg seine diesjährige A Der Verein für Volkskunde im Großherzogtum Hessen Hauptversammlung im Hotel Trapp abhalten. Professor Aberglauben". Drewes Gießen hält einen Vortrag über„ Volksbräuche und *** Das richtige Billetknipsen. Das Publifum dies an der richtigen Stelle geschieht, andernfalls es die hat beim Knipsen seiner Fahrkarte darauf zu achten, daß daraus entspringenden unliebsamen Folge zu tragen hat, wie dieser Tage ein Frankfurter in Hanau erfahren mußte. Das Billet muß bei der Hinfahrt auf der Seite, wo das H und bei der Rückfahrt, auf der Seite, wo das R steht, geknipst werden. " MK. Lollar, 23. Juli. Masseu chöre. Unsere Liedertafel", die bekanntlich beim Gesangswettstreit in Lang- Göns den ersten Preis ihrer Klosse errang, brachte am Samstag Abend dem Stifter des Preises, Brauereibesizer G. BichlerGießen, ein Ständchen. Außer den von der Liedertafel vorgetragenen Lang- Gönser Preischören wurden gemeinschaftlich mit der Bürgergesellschaft" und dem MaschinenbauerGesangverein" zu Gießen Gesamtchöre gesungen. Später gab es auf Einladung des Brauereibesizers Bichler noch einen vollständigen Lieder- Abend auf der Terrasse. Der seinem Dirigenten, Musiklehrer Gernhardt, das Vilbeler Maschinenbauer Gesangverein" nahm die Gelegenheit wahr, Gängerstimmung und alle Beteiligten dürften wohl so noch Diplom zu überreichen. Es herrschte bald die richtige lange und gern an die schönen Stunden auf Bichlers Hardt zurückdenken. Lüzellinden. Kommenden Sonntag wird hier das Bezirks- Kriegerfest des Bezirks Groß- Rechtenbach gefeiert. -n Langsdorf, 23. Juli. Tod durch Gehirnerschütterung. Der Gemeinderechner Bausch hatte sich durch einen Absturz in der Scheune eine Gehirnerschütterung zugezogen, an deren Folgen er nunmehr verstorben ist. ** § Weilburg, 23. Juli. Der vielumworbene Bürgermeister- Posten. Auf die Ausschreibung unserer am 1. Oktober freiwerdenden Bürgermeisterftelle reagierten im ganzen 130(!) Bewerber und zwar: 46 Bürgermeister, 46 Sekretäre, 12 Juristen, 10 der Armee, Marine und Bolizei angehörige Offiziere und 16 andere Berufe, darunter ein Geistlicher, ein Stadtrat, ein Kurdirektor, ein Intendanturrat und ein Lehrer. + Braunfels, 24. Juli. Der Lahn- Dill- Gau der Deutschen Turnerschaft feiert gestern und heute hier im Schatten mächtiger Bäume im kleinen Tiergarten sein 23. Gaufest. Sehr viel Fremde haben sich eingefunden. Die zur Zeit im Schloß wohnenden Prinzen und Prinzessinnen verblieben lange auf dem Festplaß. Das Turnen wurde mit dem größten Interesse verfolgt. * Groß- Gerau, 23. Juli. Schriftliche Bitte um Berhaftung. Unter eigenartigen Umständen vollzog sich hier die Verhaftung eines durchreisenden Handwerksburschen. In der Nähe des Cöbelschen An.oesens, schreibt das Gr. Ger. Krsbl.", wurde ein Bettel gefunden, inhaltlich dessen der Schreiber desselben sich der Brandstiftung beschuldigte und um seine Verhaftung bat. Sein Gewissen lasse ihm feine Ruhe, es fehle ihm indes der Mut, sich selbst der Polizei zu stellen. Der Zettel wurde auf der Großh. Bürgermeisterei abgegeben und die von derselben verständigte Gendarmerie machte sich sogleich auf die Suche. In der Nähe von Walldorf wurde der Bettelschreiber, der 17 Jahre alte Handwerksbursche Eustachius Mez auß München, festgenommen und dem Amtsgericht Groß- Gerau zugeführt. Mezz gibt an, vor 4 Jahren in München ein Haus in Brand gesteckt zu haben. Ein Landsmann, den er auf der Walze" getroffen, habe ihm erzählt, ein anderer sei deswegen zu 5 Jahren Zuchthaus verurteilt worden und nun lasse ihm sein Gewissen feine Ruhe. Der angebliche Brandstifter, dessen Angaben einen glaubwürdigen Eindruck machen sollen, verbleibt vorerst hier in Huft, bis die Sache in München geklärt ist. " Gießener landwirtschaftlicher Wetterbienk Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 25. Juli. Wieder aufheiternd, etwas wärmer. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. A Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, G zu besichtigen. C Beste Bezugsquelle. Muster umgehend. Z Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird G. F. F. abends 812 Uhr: die Grünbergerstraße zwischen Moltkestraße und Land- Dienstag, den 25. Juli mannstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 15. bis 22. Juli 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Paar Pferdezügel, 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Kinderstrohhut, 1 Damengürtel( schwarz), 1 silb. Damen uhr und 1 Beutel mit Inhalt; verloren: 1 Paar schwarzseidene Damenhalbschuhe, 1 Portemonnaie ( Inhalt 15-18 Mt., 1 Legitimationskarte, 1 Fahrkarte nach Mainz und 1 Badekarte), 1 Weinzipfel, schwarz- weiß- grün, daran ein kleines Messerchen, 1 gold. Kettenarmband und 1 weißer Spißeneinsaz, Wert etwa 8 Mr. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben, thre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 22. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisatiosarbeiten wird die Stetu ftraße zwischen Weserstraße und Asterweg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 22. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Weserftraße zwischen Nordanlage und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 15. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Steinftrake zwischen Weser- und Ederstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 15. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. STOLLWERCK Adler- Kakao ein Getränk für jedermann. Enthält konzentriert alle blut- und muskelbildenden Bestandteile der Kakaobohne, STOLWERCK Schreibmaschine 92'000 Im Gebrauch! Filiale: Berlin Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Katalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. - Leipzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. Uebung. Das Kommando. NB. Nach der Uebung wichtige Besprechungen. Union Wichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt ( die beste! In Schachteln u.Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Feinste Speise. SalatKartoffeln empfiehlt J. Haukel, Gießen, Schloßgasse 6. EUREKA bestes WASCHMITTEL Joh. 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Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des Unterzeichneten, Zimmer Nr. 18, während den Dienststunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen, sind verschlossen und portofret bis spätestens Donnerstag, den 3. Angust lfd. Js. nachm. 3 Uhr] Frischer Bienenhonig auf Großh. Bürgermeisterei Klein- Linden einzureichen, woselbst die Ecffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. feinste Sorte, zu haben bei Kumpf, Marburgerstraße 38, Gießen. Fahrrad, nagelneu, direkt bon der Fabrik, umstände: halber zum Selbstkostenpreis ab= zugeben. Näheres in der Exp. dieses Blatt 8. Zuverlässigen Hausburschen suchen Brüder Schmidt Gießen. 1-2 möhl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. 3 Zimmer- Wohnung mit Zubehör für sofort zu verm. Gießen, Wolkengasse 13. Verdingung. 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Die Angebote sind verschlossen, postfrei und mit ent sprechender Aufschrift versehen bis Samstag, den 22. ds. Mts., vormittags 11 Uhr, bei der unterzeichneten Behörde einzureichen. Eröffnung der Angebote in Gegenwart der etwa erschienenen Bieter. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Großh. Kulturinspektion Gießen. Under Wißmann. Gemcer 12 Magg- Bitten Boongkamp Underberg Unentbehrlich für jede Familie! UnderbergBoonekamp Deviser Sem HUNDERBERG- ALBRECHT emper idem, Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: Anerkannt bester Bitterlikör! Gegr. 1846. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. ausdrücklich: Man verlange 24 Preis- Medaillen! Underberg- Boonekamp. Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Culmbacher Bier Tel. 83. Münchener Bürgerbräu- Bier|| Dortmunder Union Pilsener" 99 sowie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. 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Die Angebote müssen bis zum Eröffnungstermin am 12. August 1905, vorm. 10 Uhr mit entsprechender Aufschrift versehen, portofret an uns gelangen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 22. Juli 1904. Großh. Hochbauamt' Gießen. Becker. Arbeitsvergebung. Die Zimmer bezw. Schreinerarbeiten zur Herftellung einer hölzernen Latteneinfriedigung für den Geräteschuppen des Tiefbauamts sollen Donnerstag, den 27. Jult d. Js., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen fönnen bei uns während der Amtsstunden eingesehen werden. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen.. Gießen, den 21. Jult 1905. Zuschlagsfrist 14 Tage. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Bureaudiener gesucht. Für Versehung des Pedellendienstes und Wartung der Bureauräume wird wegen Versetzung des seitherigen unser orientalisches Kraftpulver, Dieners für demnächst auf mehrere Tagesstunden eine preisgekrönt gold. 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Fortiebu Edith taume nicht jügend a liegenden Abteil Madjen faßte f einen Dant, wa feste; sie blidte die fidh mit eiger dann stand fie wi den Gut und schr Marie trat mit ihre Kinder zu: Unglüd hatte das Der Sohn ft nicht zu rühren arme Junge, er Zadel. „ Es war nid nur einen Scher Die Mutter was wollte fie Durchbruch to in der eriten ihre Liebling Ihre Zi dargebotene Aber n heiter, und Die Neb drüben anle durch, einen breitend. Sie ginge nady Steuerba weite Edilud ganz stumm Mit große Waffer, das fi Bergen in die getrönt einen f Marie und d Entzüden der be fich zuerit faßte: Gottes Welt," ja wie reizend fich d Tannengrunde ab Schweiz wäre?" Der alte Herr zenden Augen der Gewiß, gero alles an und pro befferes Gegenm innerung an St berlebt." In diefem