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Wohnungs 5 Gießen. vermieten: bon 6-7 3 # M W 2 6 1.1 möblierte 36 gefucht: en von 1-8 8in Mi. 121. Insertionspreis: Die inspaltige Betitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Begler und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Beitselle 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Kr. 362. Mittwoch, den 24. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementöprete: abgeholt monatlich 30 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Bekanntmachung. Um den 17. 1. Mts. sind von den frisch gesetzten Lindenbäumchen an der Kreisstraße Eudorf- Hattenrod( 4 Stück abgebrochen und 7 Stück abgeschnitten worden. - den Täter ermittelt und uns so bezeichnet, daß Die Beafung des Täters herbeigeführt werden kann, erhält eine Belohnung von 20 Mark. Alsfeld, den 20. Mai 1905. Das Großherzogliche Kreisamt Alsfeld J. V. Dr. Reiz. Chronische Reichstagsleere. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Nicht seit heute und gestern, seit Jahr und Tag hört man bie lage über die Beschlußunfähigkeit des Reichstags und Verschläge zur Abstellung dieses Uebels. Doch über die Ratsamkeit der Abhilfsvorschläge selbst ist Streit, und jedenfalls haben die bestimmenden Faktoren eine Uebereinstim mung in dieser Hinsicht nicht finden können. Sogar wenn ein empfohlenes Mittel als wirksam anerkannt wäre, brauchte man es noch nicht gutzuheißen, denn die Möglich beit ist vorhanden, daß die Nebenwirkungen des Mittels noch schlimmer wären als das Uebel, um dessenwillen man Das Mittel anwendet. Einstweilen steht nichts fest, als die Tatsache, daß der Reichstag an chronischer Beschlußunfähigkeit leidet, daß mit jeltenen Ausnahmen mehr als die Hälfte, ja mehr als Dreiviertel der Reichstagsabgeordneten sich der Ausübung der Mandatspflicht entzieht. Die Folge davon ist, daß die Debatten sich endlos hinziehen. Denn niemand darf wagen, es auf eine Auszählung ankommen zu lassen, die die Bechlußunfähigkeit feststellen würde. Eine fernere Folge ist, baß Zufallsbeschlüsse zustande kommen. Denn die faulenzende Mehrheit der Reichstagsabgeordneten gehört überwiegend den Mehrheitsparteien an, während die Oppo itionsparteien relativ zahlreicher in den Sigungen anwesend sind. Man hat, um diesem Mißstand vorzubeugen, der beinahe ein Unfug genannt werden kann, den Vorschlag gemacht, die Beschlußfähigkeitszahl herabzusetzen. Nicht 199 von 399 Reichstagsabgeordneten, sondern schon 100 sollten ausreichen, ein beschlußfähiges Haus zu bilden. Der Vorschlag ist gut gemeint, aber er erreicht noch ganz etwas anderes außer dem, was er bezwedt. Freilich werden sich leichter 100 als 199 Abgeordnete zu einer Sizung zusammenfinden. Aber Erfahrung lehrt, daß unter den 100 Anwesenden 60 und darüber der Opposition angehören werden, so daß die Opposition in dem nun für beschlußfähig erklärten Reichsbag die Mehrheit hat. Einzig die Opposition' hätte den Gewinn. Die Mehrheit verliert ihren Charakter, wenn sie nicht auf dem Plate erscheint, eine abwesende Mehrheit ist leine Mehrheit. Man hat ferner vorgeschlagen, den Reichstagsabgeordneten Diäten zu gewähren. Es sei von den Abgeordneten nicht zu verlangen, daß sie ohne Entschädigung und auf ihre Kosten viele Monate im Jahre in Berlin sich aufhielten. Das könnten die meisten einfach nicht, das erlaubten ihnen ihre Mittel nicht. Für den Reichstag selbst sind diese Gründe überzeugend gewesen, denn er hat in häufiger Wiederholung den Beschluß gefaßt, vom Bundesrat die Gewährung von Diäten zu verlangen. Man hat die Diäten auch„ Anwesenheitsgelder" genannt, womit man ausdrücken wollte, daß sie nur den Reichstagsmitgliedern ausgezahlt werden sollten, die ihrer Mandatspflicht auch wirklich nachfämen. In anderen mit Diäten ausgestatteten Parlamenten gibt es einen solchen bedingten Diätenbezug nicht. Im preußischen Abgeordnetenhaus ist es einem Mitglied nicht einmal gestattet, den Bezug seiner Diäten abzulehnen. Der Fall ist übrigens noch nie vorgekommen; wohl aber ist es geschehen, daß die Diätenerhebung die einzige parlamentarische Betätigung eines Abgeordneten gewesen ist. Gleichwohl hat man im Reichstag, namentlich in früheren Zeiten, vielfach auf da preußische Abgeordnetenhaus hingewiesen als auf ein Beispiel für die fleißfördernde Wirkung der Diäten. Es wäre zwar nicht gerade erhebend, daß ein Mann nur um der Diäten willen seine Pflicht täte. Aber so schlimm brauche man die Sache gar nicht anzusehen. Der Mann würde seine Pflicht tun, sobald ihm die materielle Möglichkeit dazu geboten sei. Auch würde gar mancher sich beschämt fühlen, die Diäten anzunehmen und dabei mit der Gegenleistung, seiner Teilnahme an den Sizungen, zurückbleiben. In neuerer Zeit hat die Bezugnahme auf das preußische Abgeordnetenhaus nachgelassen. Der Grund ist darin zu suchen, daß das preußische Abgeordnetenhaus trotz seiner Diäten gelernt hat, auch beschlußunfähig zu sein; allerdings nicht mit der ausgezeichneten Regelmäßigkeit des Reichstags. Die verbündeten Regierungen haben sich bis vor kurzem der Diäten- Forderung des Reichstags gegenüber durchaus ablehnend verbolten Grit in neurofter Reit sind leis. Wn. zeichen hervorgetreten, als ob sie unter Umständen geneigt sein könnten, dem Verlangen nachzugeben. Bewahrheitet sich das, pflichtet der Bundesrat dem Reichstag bei, so geschieht es gewiß nicht, weil der Bundesrat sich davon überzeugt hätte, man könne bei einem aus allgemeiner, gleicher, direkter und geheimer Wahl hervorgehenden Reichstag ohne Schaden auf das Gegengewicht der Diätenlosigkeit verzichten. Der Bundesrat gibt vielmehr nur nach, um dem Parlamentarismus in seiner gegenwärtigen traurigen Schwäche zu. Hilfe zu kommen, um den Reichstag nicht vollends zu Grunde gehen zu lassen. Darum wird auch, wenn man sich zur Bewilligung von Reichstagsdiäten entschließt, diese Bewilligung bedingungslos ausgesprochen werden. Früher dachte man wohl daran, die Gewährung von Diäten von einer gleichzeitigen Aenderung des Wahlrechts abhängig machen zu können. Davon ist nicht mehr die Rede. Dem franken Reichstag soll nur ein Kräftigungsmittel eingeflößt werden. Man braucht in der Bewilligung von Diäten keine Prinzipienfrage zu sehen. Der Reichstag fann ohne Diäten fleißig sein und Ansehen genießen, und er fann mit Diäten einen geringeren Rang behaupten. Bestimmend sind für das eine wie für das andere die Männer, die im Reichstag sitzen. Es kann notwendig werden, Diäten zu bewilligen. Aber nicht der parlamentarische Streit sollte die Erkenntnis der Notwendigkeit hervorrufen und die Bewilligung erzwingen. Die Gewählten haben gewußt, daß sie keine Diäten bekommen, und sie hätten fein Mandat annehmen dürfen, wenn sie ohne Diäten seine Pflichten nicht erfüllen fonnten. Der Staat legt den Bürgern, die der Berufung zum Geschworenen- und Schöffendienst nicht Folge leisten oder den Dienst nachlässig versehen, empfindliche Strafen auf. Dem Reichstagsabgeordneten gegenüber tut er es nicht. Um so mehr hätte der Reichstagsabgeordnete sich nur durch feine Pflicht bestimmen lassen sollen. Der Krieg in Oftafien. Troß mehrfacher Dementis erhält sich mit Hartnäckigkeit das Gerücht, daß die Entsendung des russischen Admirals Biriler nach Wladivostok mit der Erkrankung Roschdjest wensfys in Zusammenhang stehe. Roschdjestwensky tot? Ja, wenn man gewissen Preßstimmen Glauben schenfen darf, so wäre Roschdjestvensky bereits seit mehreren Tagen gestorben. Aus Paris wird gemeldet: Hier verlautet aus guter Quelle, daß die Petersburger Regierung vor einigen Tagen von dem Ableben Roschdjestwenskys benachrichtigt wurde. Man unterließ es, diese Nachricht zu veröffentlichen, da schon der Versuch, das Publikum durch eine Meldung von plötzlicher Erfranfung des Admirals schonend vorzubereiten, eine heftige Panik hervorrief. Die nächsten Tage müssen ja Aufklärung bringen, was an diesen Gerüchten wahr ist. Die Familie des Admirals behauptet nach wie vor, daß Roschdjestwensky sich des besten Wohlbefindens erfreue. Prinz Friedrich Leopold von Preußen hat sich von Urga aus zur russischen Feldarmee begeben Russische Transportschiffe in Flammen. Der„ Daily Chronicle" meldet aus Hongkong vom 22. d. M., der Dampfer sleworth", der Saigon am 17. d. M. verließ, sei an 50 russischen Transportschiffen vorbeigekommen, von denen verschiedene mit Kohlen beladene in Flammen gestanden hätten. Die Politik. In der Streitfrage zwischen Japan und Deutschland, Frankreich, England wegen der von Japan in den ehemaligen Fremdenniederlassungen erhobenen Gebäudesteuern entschied der Schiedsgerichtshof im Haag zugunsten der drei europäischen Mächte. Die Entsendung der französischen Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen wird in Paris allgemein als ein Akt aufgefaßt, der zu einer Besserung der Beziehungen zwischen Frankreich und Deutschland beitragen wird. Die Initiative zu der feierlichen Form der Beteiligung der Republik an der Hochzeit des Kronprinzen ging bom Präsidenten Loubet selbst aus, der Ministerrat stimmte geschlossen Zu der Maroffo- Angelegenheit kommt aus Petersburg die Nachricht, daß Rußland auf jeden Fall Deutschland oder einer anderen Macht seine Unterstüßung gewähre, falls eine Initiative im deutschen Sinne vor sich gehen würde. Rücksichten auf Frankreich kämen nicht in Frage. Der Sultan von Marokko hot dem französischen Gesandten in Fez eine Antwort auf dessen Reformvorschläge zukommen lassen. Der Sultan erkennt die Notwendigkeit von Reformen an, erklärt jedoch, diese nicht mit Unterstützung einer einzigen Macht allein durchführen zu können. Diese Antwort wenGießen und anderer Behörden von Oberhessen. det sich deutlich genug gegen die Sonderstellung, die von französischer Seite beansprucht wird. * Auf dem Kongreß der deutschen sozialdemokratischen Gewerkschaften zu Köln wurde festgestellt, daß auf dem Kongreß: 14 Million Arbeiter vertreten seien. Die Einnahmen betrugen 1891 pro Jahr und Kopf der Mitglieder 4,02 MK., im Jahre 1903 18,50 mt. Der Kassenbestand der Gewerkschaften betrug 1891 425 000 Mt., heute 16 109 000 f. Die Einnahmen im letzten Jahre betrugen rund 20 Millionen Mark, die Ausgaben 17 700 000 mt. * Zur Aufrechterhaltung der Ordnung bei Ausständen sell ein besonderes Gendarmeriekorps geschaffen werden. Der Kriegsminister wurde mit den Vorarbeiten betraut. Frankreich. Das angebliche französisch- englisch- italienische ltebereinkommen wegen Abessynien soll sich auch mit der Frage der Neutralität und territorialen Unverleglichkeit AbesSyniens beschäftigen. Das Uebereinkommen soll die Schaffung irgend eines Eisenbahnmonopols zugunsten einer einzigen Nation verhindern; England und Italien willigen jedoch ein, daß die Vollendung und der Betrieb der Bahn Dschibuti- Adis- Abeba in französischen Händen bleibe. England. A Bei der Frage der Vorzugszölle für die Kolonien kam es im englischen Unterhause zu stürmischen Szenen, wie sie in der Geschichte des britischen Parlaments fast einzig dastehen. Ministerpräsident Balfour hatte gesagt, die Regierung habe noch keine Erwägungen darüber angestellt, cb bei der 1906 tagenden Kolonialfonferenz die britischen Vertreter ermächtigt werden sollten, mit den Vertretern der Polonien die Vorzugszölle zu erörtern. Die Opposition erklärte, das bedeute zine Renderung in der Zolfpolitik der Regierung und Campbell- Bannerman beantragte Vertaging. Als KeIonialminister Cythlton sprechen wollte, wurde er niedergeschrieen, ebenso einige andere Redner. Man rief ununterbrochen nach Balfour, der selber sprechen sollte. Schließlich erhob sich dieser und sagte, wenn der heutige Auftritt Nac;- ahmung finden sollte, so würde dies das Parlament zugrunde richten. Darauf brach wieder Standal aus, so daß nach einer einstündigen Lärtszene die' Sigung geschlossen werden mußte. Spanien. O In Borncallo bei Bilbao kam es zu heftigen Tumulten. Die Erregung fam zum Ausbruch durch die Kündigung verschiedener Wohnungen durch die Hausbesitzer. Das Mobiliar wurde auf die Landstraße und die Bahnlinien geschleppt. Außerdem verbarrikadierte man die Schienen mit Steinen, Baumstämmen und Brettern, stellte außerdent Betten mit schlafenden Kirdern darauf. Der Verkehr wurde zeitweilig unterbrochen. Weitere Ausdehnung der Unruhen wird befürchtet. Balkan- Staaten. In Belgrad ist eine Ministerfrijis zum Ausbruch gekommen. Das Kabinett Basitsch hat seine Entlassung gegeben aus Anlaß der schwierigen Präsidentenwahl in der Kammer. Nach dreimaliger erfolgloser Wahl wurde der frühere Präsident mit relativer Majorität wiedergewählt. Er er= flärte aber, die Wahl nicht annehmen zu wollen. Mit Pasitsch würde einer der einflußreichsten Männer vorläufig von der Regierung zurücktreten. Das Ministerium will nur dann im Amte bleiben, wenn die Kommer aufgelöst wird. Diese hat sich vorläufig vertagt. Anläßlich der Diskussionen über den Bau eines Parlamentsgebäudes und eines Königspalastes wird die Frage der Residenzverlegung von Belgrad nach Nisch oder Rsagujevak lebhaft ventiliert. Der König selbst soll Belgrad bevorzugen. Türkei. Die gütliche Beilegung des türkisch- rumänischen Zwi. schenfalls ist für die nächsten Tage zu erwarten. Der Wali von Janina wird dem rumänischen Konsul sein Bedanern ausdrücken. Außerdem sollen walachische Gemeinden Orts borsteher ihrer eigenen Nationalität wählen können und in Kreis- und Provinzialausschüssen walachische Untertanen der Pforte Sitz und Stimme haben. Für die Errichtung walachischer Schulen sollen Erleichterungen gewährt werden, Rufoland. Die innere Bewegung zeitigt ununterbrochen bennruhigende Erscheinungen. In Lodz nimmt der Streik immer größeren Umfang an. Bisher sind die Arbeiter von achtzig Fabriken in den Ausstand getreten. Verschiedene Fabrikanten haben freiwillig geschlossen. Aus Shitomir wurde eine Proflamation nach Petersburg gebracht, in der zur Ermordung der Juden und der christlichen Intelligenz von Shitomir aufgefordert wird. Für die Ermordung der Juden, Arbeiter und Intelligenten werden dem Böbel Geldbelohnungen versprochen. Amerika. Zur Einschränkung der Einwanderung in die nordamerikanische Union sind verschiedene Projekte ausgearbeitet. Präsident Roosevelt soll denjenigen bevorzugen, welcher eine bis zu 25 Dollars steigende Kopfsteuer vorsieht. Italien. Minister Tittoni beabsichtigt, Verhandlungen mit der Türkei zur friedlichen Lösung der Tripolisfrage aufzuneh men. Italien beabsichtigt, durch jährliche Zahlung einer die Erträgnisse der Provinz Tripolis übersteigenden Summe an den Sultan seine Ansprüche zu sichern. Man spricht die Hoffnung aus, die in Konstantinopel besonders einflußreiche deutsche Politik werde den italienischen Bestrebungen feine Hindernisse bereiten. Hus den Parlamenten. Reichskanzler Graf Bülow soll sich bestimmt dahin ausgesprochen haben, den Reichstag bis zum Oktober vertagen zu lassen. Vom Bundesrat hofft man auf eine Beschlußfassung im gleichen Sinne. Deutfcher Reichstag. ( 190. Sigung.) nent zu der Streifstatistik, selbst ein Hebammenstreif ist nichts ungewohntes mehr. Aber wie, wenn auch die Polizei, die berufene Hüterin der Ordnung, die Arbeit niederlegt! Die Stadt Lyon in Frankreich ist gegenwärtig in der Lage, einen Polizistenausstand durchmachen zu müssen. Die feiernden Schußleute spazieren im Dienstrock oder in Zivil wohlgefällig durch die Straßen und freuen sich an dem Ulk, den das durch die Polizeilosigkeit angeregte Publikum überall treibt. Gendarmerie und Infanterie ist zwar schleunigst in die Stadt gesandt worden, aber die armen Liniensoldaten rissen sich nicht zu helfen und müssen sich anulken lassen. Aber auch lichtscheues Gesindel macht sich breit, verübt Verbrechen und zettelt Unruhen an. Die Zahl der nächtlichen Ueberfälle ist sehr groß. Auch die Beleuchtung in der Nacht ist mangelhaft, da die Nachtbummler sich fortwährend den Spaß gestatten, die Laternen auszulöschen. Eine von 700 Polizisten besuchte Versammlung stimmte für die Fortsetzung bes Ausstandes. Gleichzeitig wurde beschlossen, an den Präfekten eine Abordnung zu senden, welche die Forderungen der Polizisten vertreten soll. Man hofft auf baldige Beendi gung des Streifs. CB Berlin, 23. Mai. Die heutige Sigung begann mit einer recht interessanten Geschäftsordnungsdebatte. Auf der Tagesordnung stand zuerst die Fortsetzung der zweiten Beratung des Gesetzentwurfs betreffend Aenderungen der Zivilpro. zeßordnung, und die Verhandlungen hätten mit der Wiederholung der bereits zweimal ergebnislos gebliebenen namentlichen Abstimmung über die Erhöhung der Revisionssumme von 1500 auf 2500 Mark ihren Anfang nehmen sollen. Zuvor aber erhielt der nationalliberale Abg. Dr. Paasche das Wort zur Geschäftsordnung; er bat den Präsidenten, die Namen der Abgeordneten zu verlesen, von denen der Antrag auf namentliche Abstimmung ausgegangen, er habe, so fügte er unter lebhafter Bewegung hinzu, wahrgenommen, daß von den 50 Mitgliedern mehr als vier. zig gefehlt hätten. Ueber die Zulässigkeit des Paascheschen Antrages entspann sich nun eine längere Diskussion, in der auch die Frage wieder erörtert wurde, ob überhaupt namentliche Abstimmungen von nicht anwesenden Mitgliedern beantragt werden dürfe. Nachdem verschiedene Redner ihre Meinung hierüber kundgegeben hatten, erklärte der sozialdemokratische Abg. Singer, daß nach seiner Ansicht die ganze Debatte, da sich das Haus in der Abstimmung befinde, geschäftsordnungswidrig sei. Präsident Graf Ballestrem ging auf diesen Vorwurf nicht ein, er betonte nur unter großer Heiterfeit, daß Herr Paasche gar keinen Antrag ge= stellt, sondern lediglich eine Bitte ausgesprochen habe, der er willfahren werde, da er einem Kollegen gern gefällig sei, soweit die Geschäftsordnung es nicht berbiete. Mit der Verlesung der Namen der Antragsteller schloß dann der Zwischenfall. Die darauf folgende Abstimmung ergab die Anwesenheit von 4 Mitgliedern über die zur Beschlußfähig. feit erforderliche Anzahl. Die Erhöhung der Revi sionssumme wurde mit 119 gegen 74 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Ueber das Gesetz selbst wurde des Weiteren nicht mehr viel gesprochen; eine lebhafte Debatte knüpfte sich nur noch an den vom sozialdemokratischen Abgeordneten Stadthagen erhobenen und leidenschaftlich vertretenen Vorwurf, daß der preußische Justizminister materiell in einen Prozeß der Milchzentrale und des Landtagsabgeordneten Ring eingegriffen habe, was der Staats. sekretär des Reichsjuftizamtes Dr. Nieberding entschieden bestritt. Es folgte dann die dritte Beratung der aus der Mitte des Hauses eingebrachten Novelle zur Strafprozeßordnung, die die Entlastung der Straffenate des Reichsgerichts bezweckt. Hier wurde der in 2. Lesung gefaßte Beschluß, Preßdelikte vor die Geschworenen zu verweisen, in namentlicher Abstimmung mit 142 gegen 56 Stimmen bei 5 Enthaltungen wieder aufgehoben. Preussischer Landtag Haus der Abgeordneten. ( 187. Sigung.) RK Berlin, 23. Mai. In einer faum zweistündigen, recht schwach besuchten Sitzang wurde heute eine lange Reihe von Petitionen ohne jede Debatte erledigt. Von den drei Initiativanträgen, die jetzt noch zur Beratung standen, fand nur der Antrag des Frhn. v. Zedlitz( frk.) einige Beachtung, der die Zulagen für Seminarlehrer pensionsfähig machen will. Dem grundsätzlichen Widerspruch der Regierung standen alle Redner aus dem Hause gegenüber, so daß der Antrag mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die Anträge Hez rold( 3.) und Deser( frs. Vp.) über die Sonntagsruhe amd den Nachtdienst im Eisenbahnbetriebe wurden nach furzen Erörterungen der Regierung zur Erwägung überwiesen. Morgen gibt's ein ähnliches Programan. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser und die Kaiserin treffen Mittwoch früh von Wiesbaden aus direkt in Berlin ein. Damit fallen die in Wiesbaden umlaufenden ungünstigen Berichte über das Befinden der Kaiserin in sich zusammen. Der Besuch des Raisers auf der Wartburg ist abgesagt. [] Streif in Chicago. Der mit vermehrter Heftigkeit aufflackernde Kutscherausstand hat zu bedauerlichen Vorfommnissen geführt. Bei einem Straßenkrawall zwischen Streitbrechenden Negern und Weißen blieben zwei Tote auf bem Plate. 2100 neue Polizisten wurden in Dienst gestellt Der Prinzregent Quitpold hat sich in Begleitung der Prinzessin Therese zum Besuche seiner Schwester, der Herzogin von Modena, nach Wien begeben. Die Hochzeit des Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Koburg und Gotha mit der Prinzessin Viktoria Adelheid zu Schleswig- Holstein ist auf Ende Oktober festgejetzt. Sie findet in Schloß Glücksburg statt Soziales Leben. ( Eig. Bericht.) Elektrische Hinrichtungen. Newyork, im Mai. Der Blaubart von Chicago", Johann Hoch, sieht seiner Aburteilung durch die Jury entgegen. Es besteht im Publi. fum fein Zweifel, daß der Unmensch, der an 40 Frauen und Mädchen zur Ehe verlockt, alle um ihr Vermögen betrogen, eine große Zahl aber mit Gift umgebracht hat, seiner wohl. berdienten Strafe nicht entrinnen und zum Tode verurteilt werden wird.( Ist inzwischen geschehen. D. Red.) Die öffentliche Meinung, die hierzulande oft falsches Mitleid mit den traurigen Helden von Kriminaltragödien hat, wird Fem„ Blaubart" feine sentimentale Träne nachweinen, wenn er den elektrischen Hinrichtungsstuhl besteigt. Die moderne Wissenschaft hat in dem für Fortschritt aus allen Gebieten empfänglichen Amerika sich auch der Hin. richtungsmethode bemächtigt. Statt der in anderen Ländern gebräuchlichen uralten Henkerutensilien, des Strickes, des Beils, oder der kultivierteren Guillotine wird der von ame rifanischen Richtern Verurteilte auf elektrischem Wege ins Jenseits befördert. Ohne Zweifel ist diese Art der Strafbollstreckung die humanste unter allen bisher geübten. Die Apparate, die zu ihr verwendet werden, sind so vervollkomm net, daß der Tod schnell, sicher und verhältnismäßig schmerzLos eintritt. [] Ruhegehalt und Hinterbliebenen- Bersorgung für Straßenbahnangestellte. Die Stadtverordneten in Darmstadt beschlossen, den Schaffnern und Wagenführern der städtischen Straßenbahn ausfömmliches Ruhegehalt und außerdem Hinterbliebenenversorgung zu gewähren. Das Ruhegehalt beginnt mit 5 Jahren Wartezeit in Höhe von 25 Prozent des Einkommens und erreicht die Marimalgrenze nach 30 Jahren mit 80 Prozent. - romilde Tribuna" in die Welt hinaus digen Behörden we [ Den größter wieder in der pra Wehrle in Freibu murde vom Besit matella ofuliert. schritte und trug Im Jahre 1897 Flächenraum b Pnofpen, 1898 7 im Jahre 1900 getreten sind, bleibt ein einziger Beamter stehen.„ Alright!" Gepreßt kommt es von seinen Lippen. Und nun setzt der elektrische Strom ein. Ein Geräusch, wie von einem auf schmellenden Körper unterbricht die unheimliche Stille. Wit lange es dauert, ermißt man nicht. Wohl die größere Hälfte der Anwesenden hat die Augen geschlossen, bis alles vorüber ist. Volle zwei Minuten freist der Strom durch den Kör per des Gerichteten. Die Aerzte treten hinzu, fühlen den Puls. Dann wird nochmals der Strom angedreht. Erleich tert atmen wir auf, als endlich eine Stimme, flar, tief. aber nicht laut, das erlösende Wort ausspricht:„ over". Borüber. A. v. Gera u. Nab und fern. Das große Los der preußischen Lotterie, das auf die Nummer 159 376 fiel, ist einer Reihe fleinerer Leute in Ostpreußen zuteil geworden. Der Hauptbeteiligte istin Bäckermeister in Insterburg, weitere Anteile fielen dem Städtchen Angerburg und nach der Gemeinde Eschen bruch im Regierungsbezirk Gumbinnen. Der Hinrichtungsraum im großen Newyorker Staatsgefängnis Sing- Sing" ist ein Saal von mäßiger Größe, panz in dunklem Eichenholz getäfelt. Man sieht sechs Reihen Etühle von je zehn Sißen und denkt sich in einen Raum versezt, in welchem Vorträge stattfinden sollen. Aber statt des Rednerpultes werden wir im ersten Drittel des Saales einen infachen hölzernen Sessel gewahr, dessen Füße über dicke in den Fußboden eingesenkte Glasplatten fest angeschraubt nd. Dieses ominösen Sessels halber, an dessen Lehnen und Vorderfüßen breite Lederschnallen angebracht sind, übersieht man fast ein über demselben herabhängendes Gehell, welches an einem seidenumsponnenen Strick von der Dicke eines Gasschlauches befestigt ist. Der Strick geht durch eine Deffnung in den obenerwähnten Verschlag, welcher die elektrische Maschine verbirgt. Der Zweck des Gestells wird auf den ersten Blick verständlich. Es ist eine große Gleftrode in Gestalt eines nach vorn offenen Reifens, an den beiden, den Schläfen entsprechenden Seiten handtellergroße Metallflächen, an einem nach unten führenden und für den Maden bestimmten, der Kopfform entsprechend gekrümmten Stab eine dritte Metallplatte. Seitlich dieser großen Glef. trede, an Schnüren gleich dieser befestigt, befinden sich die Bulcitungsapparate für die Ertremitäten. Die Verbindung gwischen dem so harmlos aussehenden Holzsessel und den verhängnisvollen Schnüren, die man für elektrische Klingeln halten könnte, wenn die merkwürdigen Apparate nicht dcran hängen würden, bildet im Ernstfall der menschliche örper. Erst durch die hölzerne Wand, hinter dem Sessel, richtiger Lehnstuhl, wird der Saal zum Hinrichtungsplatz gestempelt. Das Ganze macht einen ernsten, feierlichen Eindruck, auch wenn man die Bestimmung nicht fennt, und man die feine Pforte, fints vom Hinrichtungsstuhl, durch welche der Todeskandidat eintritt, nicht erst zum Gegenstand ern fter Betrachtungen macht.. [] Eisenbahnerstreik. Im südwestlichen Frankreich, im Departement Corrèze, ist ein Streit der Eisenbahnangestellten ausgebrochen. Der Dienst wird durch Pioniere aufrechterhalten. Man befürchtet die Verbreitung des Aus. standes in der Metallindustrie und den Waffenfabriken des Departements. [] Streifende Polizei. Der gemeinsame Arbeitsausstan ist heutzutage eine gewohnte Erscheinung im öffentlic Leben geworden. Alle möglichen Berufe stellen ihr KontiA Gine, Schülerfahrt an die Seefante hat der Flottenverein, Gruppe Berlin, veranstaltet. 1200 Schüler aus den obersten Klassen der höheren Schulen Berlins und der Mark Brandenburg, begleitet von 70 Lehrern und Aerzten, fuhren in zwei Sonderzügen unter Führung von Vorstandsmitgliedern des Flottenvereins nach Friedrichsruh, wo am Sarkophage des Fürsten Bismard eine Huldigung veranstaltet wurde, dann nach Hamburg. Dort wurde ihnen auf zwei Dampfern der Hamburg- Amerifa- Linie Quartier gewährt. Von Hamburg ging die Fahrt nach Kiel zur Besichtigung des Kriegshafens. Ein berähutter Bernhardiner ist gestohlen. Barry, der berühmte Hund vom Großen St. Bernhard, der so vielen Menschen das Leben rettete, ist nach Italien entführt worden. Man nimmt an, daß es ein Insasse des Hofzuges irar, der Barry aus dem Hause mit sich nehmen konnte; denn mit einem Fremden wäre Barry nicht so weit fortgegangen. +128 Fischer vermißt. Der Dreimaster Consius Réunis", der vor fast drei Monaten mit 128 bretonischen Fischern von St. Servan nach Neufundland abging, wird seitdem vermißt. Man glaubt, daß das Schiff mit Mann und Maus untergegangen ist. A Eine Arbeiter- Revalte wird aus Madrid berichtet. Als eine Anzahl Arbeiter wegen rütändiger Miete aus ihren Wohnungen vertrieben und ihre Möbel mit Beschlag belegt wurden, eilten die Kameraden und Kameradinnen herzu, plünderten zur Revanche andere Häuser in der Nachbarschaft und warfen die Möbel zu den Fenstern hinaus. Dann ging es in die naheliegenden Fabriken, wo die Einstellung der Arbeit erzwungen wurde. Mit Mühe gelang es, die Ruhe herzustellen. Ein rauher Märztag, nachdem schon der schnellebige ame rikanische Frühling Blätter und Blüten entwickelt hatte, be deutete in Sing- Sing den Sterbeiag eines zum Tode ver urteilten Mörders. Ein deutscher Barbier, der seinen Freund und Landsmann, einen Masseur, in der tüdischsten Weise mit Hilfe einer deutschen Hebamme- eigentlich die Ver lobte des Masseurs er: nordet hatte, sollte sein grauenhaf tes Verbrechen im elektrischen Stuhl fühnen. Etwa sechzig Personen an Zahl, meist Zeitungsberichterstatter, Aerzte und Juristen, betraten wir den Hinrichtungssaal. Nur leise flüsternd wagen sich die Anwesenden zu unterhalten. In dem Augenblick, in dem sich die enge forte in der Wand öffnet, verstummt jeder Laut. Alle Augen sind mit unwi derstehlicher Macht auf den Eintretenden gerichtet; manche erbleichen und manche wünschen im Stillen, forteilen zu dürfen. Der Delinquent sieht toienblaß aus. Fünf oder sechs Schritte ist er vorgetreten, zuerst die versammelter Männer in den Sipreihen überblickend; noch vier oder fün Schritte sind es bis zum Stuhl. Erst jetzt fällt sein Blid darauf, und er bleibt wie angewurzelt stehen. Hinter ihm sind noch fünf oder sechs Personen eingetreten, Gerichts- und Gefängnisbeamte. Noch ehe ihn jemand berührt oder mahnt hat der Gefangene die letzten Schritte mit bewunderungs würdiger Festigkeit zurückgelegter ist am Ziel. Er is sehr sorgfältig gekleidet, tadellos gefämmt und rasiert. Dei Anzug meist zwei beängstigende Schnitte an den Aermeln und an den einkleidern auf; an letzteren an den Waden teilen. Dort werden die Elektroden angesetzt. zt hat ei sich niedergelassen, vielleicht schon mit schwindenden Sinnen Eine Minute vergeht in einer bedrückenden Stille. Di Kaltblütigsten ziehen ihre Uhr hervor, um die Dauer de Erefution festzustellen. Wenige Schritte hinter dem Stuhl, nachdem die Fesse Lung vollendet, die Apparate an Kopf, Nacken, Armen und Beinen befestiat find. und die damit Beschäftiaten zurück caum bon 89 zahl von über 1 Meter, der Umf der Krone 349 bildet eine Laul [ Die fan - Dies Jahr redyt Spalten der B ber, denen bon ku füllen, zu Säuglinge friß Heimat Ungar Hafen erbliden man fogar das Klostergrab im Holzfäller ein u einige Feben auf Fierte Loute aus Die spanischen Schatgräber sind endlich unschädlich gemacht. Man erinnert sich der Schwindler, die von Madrid aus leichtgläubige Leute in aller Herren Länder, besonders in Deutschland und Frankreich, dadurch um Geldmittel oft nicht unbeträchtlicher Art gebracht hatten, daß sie ihnen die Möglichkeit, große Schätze aus Hinterlassenschaften zu gewinnen, vorspiegelten. Jetzt ist die Madrider Polizei der Gesellschaft auf die Spur gekommen und hat sie festgesetzt. Den Behörden ist dabei auch der Briefwechsel der Bande in die Hände gefallen. Daraus geht hervor, daß diese Betrüger in allen Ländern Europas und Amerifas ihre Agenten hatten. Hochbahnunglück in Newyork. Bei einem Zusammenstoß zweier Hochbahnzüge in Newyork wurden zwanzig Personen verlegt. Da infolge Kurzschlusses das Gerüst der Bahn in Brand geriet, fletterten die Reisenden in ihrem Schrecken aus den Fenstern und an den Pfeilern auf die Straße hinab. Vermischtes. Balde gelebt hat. en ift! Nun feh aure Gurkenzeit [ Als eine bidhnitt vom 30 Fach den Mitte Find in der gen morde gemelde Sie höchste Zab =[ Wie ein verwundeter" Baum kuriert wird.] An der Luther- Eiche in Wittenberg ist dieser Tage ein bemerkensmerter Eingriff vorgenommen worden. Wie seinerzeit mitgeteilt worden ist, haben in der Weihnachtszeit Bubenhände die Eiche auf einer Umfangsfläche von 173 Zentimeter an gesägt. Die Verlegung wurde wenige Tage darauf durch einen Notverband geschlossen. Die wenigen verbandlosen Tage haben aber hingereicht, die Wundränder zu trocknen und das jetzt langsam beginnende Steigen des Saftes zu unterbrechen. Man hat nun an der Eiche, um sie lebens fähig zu erhalten, eine Ueberpflanzung vorgenommen, d. h. man hat die 173 Bentimeter lange Wunde bis auf den frischen Bast erweitert und an den Stellen, an denen der Bast getrennt oder vertrocknet war, frische junge Eichenrinde eingefügt und dann die Verbandstelle luftdicht verschlossen. Unverletzt ist die Rinde an einer Stelle von 104 Zenti metern. Man hofft nun, durch diesen Eingriff die geschichtliche Eiche vor dem Untergange zu bewahren. - =[ Der Gipfel der Frechheit.] Im Bootshause des Han noverschen Ruderklubs war fürzlich ein neues Rennboot an gekommen und man hatte die mit Hobelspänen halb. gefüllte leere Umhüllungsliste unter das auf Pfählen errich tete hochgelegene Bootshaus gestellt. Bald machte man die Entdeckung, daß irgend ein Stromer sein Nachtquartier in der Kiste bezogen haben mußte, denn alle Anzeichen deuteten darauf hin. Eines Abends feierte ein Mitglied des Klubs seinen Geburtstag im Bootshause. Es ging fidel her, man fang und tranf nach Herzenslust. Da, kurz nach Mitter nacht, als der Lärm seinen Höhepunkt erreicht hatte, pochte es gewaltig unter dem Fußboden des Bootshauses, und eine rauhe Stimme rief:„ Zum Donnerwetter, jetzt bitte ich mit aber Ruhe aus!" Es war der Strolch, der seine Nachtruhe haben wollte. = ** Der Den voraussicht ju regeln, werd Ausgabe erfolgt Xanit fand im Restaur jammlung der Delche: Oberarzt Bundbehandlung führungen des B mourde mitgeteilt =[ Das Gnadengefuch am Schwalbenfuß.] In Camps auf der Insel Elba flog einem Laternenanzünder eine Schwalbe zu, an deren rechtem Fuß ein Zettelchen befestigt war. Auf diesem Zettel stand folgendes:" Portolongone, am 14. Mai 1905. Um 3 Uhr nachmittags fam in das Spital der Sträflinge durch das Fenster diese Schwalbe, und ich gebe ihr die Freiheit, indem ich an ihren Fuß diesen Zettel binde. Wer den Zettel findet, sei barmherzig und be freie mich von meinen Strafen, indem er den Justizminister oder den König um Gnade für mich bittet. Ich bin unschul dig zu lebenslänglicher Zwangsarbeit verurteilt worden und schmachte seit zwanzig Jahren, seit dem 16. April 1885, in diesem Grabe. Bruno Cataldo aus der Gemeinde San Cataldo in der Provinz Caltanissetta. Gott befohlen!" Die oder Bald Re Schaft it bec fchaftlichen Ueb ** Geker * Bezirkövereis Provinzialdirett ammlung ab. Hauptfache un Wander Roch beschlossen wu einem ausführ ** Die Bürgerver Abend, eine ö Café Leib eigbe Schwebenden 2 find Profeffor Dr. Anippe die die in Fra Gießen und f 3 bare Pflicht jed Scheinen und Verbindungen, zutragen. Jebe willfommen. Difer Angelegen nur durch Beinen Ausspro P Der b Der Fuhrtney trunimem Su beladenen Die Pferde m Anechts vo fahren worden untergebracht, Soupleute zug P Jn ve in Bolizeigem Geschäfts Ster Weißbi elegt habe. Bei dieser Gel Sad ichlagenben Arb ung beftens zu empf Eduard en. Alright! nun fetzt der römische Tribuna" meint, daß das auf so eigenartige Weise in die Welt hinausgeschickte Gnadengesuch von den zustän on einem auf digen Behörden wenigstens gebrüft werden sollte. e Stille. Bir größere Hälft alles borüber urch den Kör u, fühlen der dreht. Erleich = [ Den größten Rosenbaum Europas,] der augenblich wieder in der prachtvollsten Blüte steht, besitzt der Gärtner Wehrle in Freiburg i. Br. Der Rosenbaum( Wildstamm) wurde vom Besitzer im Jahre 1881 mit der Teerose Chromatella ofuliert. Die Veredelung machte gleich gute Fortme, flar, tief schritte und trug im folgenden Jahre schon 27 Rosenblüten. pricht:„ over". b. Gerau. , das auf die eer Leute in teiligte in Te fielen meinde Efen at der Flotten Schüler aus erlins und der und Aerzten, ing bon, Bor Friedrichsruh, eine Huldigung rt wurde ihnen Linie Quartier Kiel zur Ben. Barry, der der so vielen entführt wordes Hofzuges hmen fonnte; so weit fort ſter„ Consius 28 bretonijajen abging, wird hiff mit Mann d berichtet. Als Hiete aus ihren Beschlag belegt adinnen herzu, der Nachbar, hinaus. ie Einstellung elang es, die unschädlich ge e von Madrid nder, besonders Geldmittel oft 3 sie ihnen die schaften zu ge der Polizei der nt fie festgelegt. fel der Bande daß diefe Be ifas ihre Agen nem Zusammen en zwanzig Ber Das Gerüst der enden in ihrem ein bemerkens. Im Jahre 1897 bedeckten die Zweige des Baumes einen Flächenraum von 83 Quadratmetern und trugen 6200 Pnospen, 1898 7400 Anospen, 1899 über 8000 Anospen, und im Jahre 1900 nahm der Riesenabum schon einen Flächencaum von 89 Quadratmetern ein mit der enormen Blütenzahl von über 10 000. Die Höhe des Stammes beträgt 1,10 Meter, der Umfang des Stammes 34 Zentimeter, die Länge ber Krone 34 Meter. Das an Draht gezogene Zweigwerk bildet eine Laube. = [ Die jaure Gurkenzeit] scheint für die deutsche Presse bies Jahr recht frühzeitig zu beginnen. Man findet in den Spalten der Blätter schon eine ganze Reihe alter Befannter, denen von jeher die Aufgabe zufällt, die gähnende Leere Das Schwein, das ju füllen, zu holdem Kranze vereint. Säuglinge frißt, ist bei Soest aufgetaucht( sonst pflegt seine Heimat Ungarn zu sein), zweiföpfige Kinder, siebenfüßige Hasen erblicken allerorten das Licht der Welt und mun hat man sogar das übliche vertvilderte Mädchen entdeckt. Bei Alostergrab im böhanischen Erzgebirge fanden angeblich Holzfäller ein ungefähr 13 Jahre altes Mädchen, das nur einige Feben auf dem Leibe hatte, auf Fragen nur unartifulierte Laute ausstieß und augenscheinlich seit Jahren im Balde gelebt hat. Sonderbar, daß es jetzt erst entdeckt wor en ist! Nun fehlt nur noch die Seeschlange, dann steht die aure Gurkenzeit in vollster Blüte. [ Als eine schwarze Woche] muß für Berlin der Zeit. abschnitt vom 30. April bis zum 6. Mai bezeichnet werden. Nach den Mitteilungen des Berliner Statistischen Amtes ind in der genannten Woche nicht weniger als 27. Selbstmorde gemeldet worden. Bis dahin betrug in einer Woche Sie höchste Zahl der Selbstmorde 22. Lokales. 22. Mai 1905. ** Der Prozek Hudde beginnt am 5. Juni. Um den voraussichtlich starken Zubrang zu der Verhandlung zu regeln, werden Eintrittstarten ausgegeben werden. Die Ausgabe erfolgt vom 29. Mai ab. × Sanitätstolenne. Am Dienstag Abend 9 Uhr fand im Restaurant Sauer, Neustadt, eine gut besuchte Versammlung der Sanitätefoloane vom Roten Kreuz statt, in welche: Oberarzt Dr. Flath einen Vortrag über die moderne Bundbehandlung hielt. Die Anwesenden folgten den Ausführungen des Bortragenden mit großem Interesse. Ferner wurde mitgeteilt, daß am 25. Juni eine Uebung im Anneroder Bald stattfindet, sowie noch eine Uebung in Gemeinschaft zit der Gießener Feuerwehr. Ber Tag dieser gemeinschaftlichen Uebung wird noch festgesezt werden. *** Gestern Namiteg hielt ber landwirtschaftliche Bezirksverein Gießen im Café Ebel unter Vorfiß des Provinzialdirektors Dr. Breidert eine gut besuchte Hauptver ammlung ab. Die Verhandlungen drehten sich in der Hauptsache um die landwirtschaftliche Binterschule und die Wander Koch- und Haushaltungsschule, deren Errichtung beschlossen wurde. Auf die Einzelheiten fommen wir in einem ausführlichen Bericht noch einmal zurüd. * ** Die Giekener Berkehrsverhältnisse. Der Bfeilern auf die Bürgerverein Gießen hat auf morgen, Donnerstag Abend, eine öffentlige Bürgerversammlung nach dem Café Leib einberufen, um eine allgemeine Aussprache über die schwebenden Bahnprojekte herbeizuführen. Referenten find Professor Dr. Sommer und Handelstammersyndikus Dr. Anipper gesonen. Bei der großen Bedeutung, die die in Frage fieboen Projekte für das gesamte Leben Gießenz und seiner Umgebung haben, ist es eine unabweis. bare Pflicht jeden Bürgers, auf der Versammlung zu er scheinen und ach Kräften zur Berwirklichung der neuen Verbindungen, deren Notwendigkeit ja erwiesen ist, beir zutragen. Jedermann ist auf der Versammlung herzlich willfommen. Der Bürgerverein als solcher gibt auch in dieser Angelegenheit feinerlei Marshroute, sondern will auch gier nur durch Herbeiführung einer öffentlichen und allgemeinen Aussprache flärend wirken. t wird.] An der e feinerzeit mit zeit Bubenhände Zentimeter an ge darauf durd en verbandlosen der zu trodnen des Saftes zu um fie leben nommen, d. h. bis auf den an denen der nge Eichenrinde sicht verfchloffen. von 104 Zenti riff die gefchicht n. haufe des Han Rennboot an belspänen halb f Pfählen errich machte man die Nachtquartier in nzeiden deutete tglied des Klub! g fidel her, man rz nach Mitter icht hatte, pochte P Der böse Alkohol. Gestern Abend 10 fand man Den Fuhrtnecht eines Gießener Bauunternehmers in total betruntenem Zustand vor den Rädern seines mit Steine schwer beladenen Wagens liegenb in der Sentenbergerstraße vor. Die Pferde waren glücklicherweise, beim Herunterfallen des Senechte vom Wagen stehen geblieben, andernfalls er überfahren worden wäre. Der Knecht wurde im Haftlofal untergebracht, während die Pferbe dem Eigentümer durch Schußleute zugeführt wurden. P Jn vergangener Nacht mußtes mehrere Obdachlose in Bolizeigewahrsam genommen werden. Geschäfts- Verlegung und Empfehlung Hiermit die ergebene Anzeige, daß ich mein Weißbinder u. Lackierer- Geschäft hauses, und eine egt bitte ich mit feine Nachtrube uf.] In Camp enanzünder eine Hettelchen befeftigi Bortolongone tags tam in dai diefe Schwalbe ihren Fuß diefer nach meinem neu erbauten Hause Eichweg 7 berlegt habe. ( Ecke des großen Steinwegs) Bei dieser Gelegenheit erlaube ich mir, mich in allen in mein mherzig und be Fach schlagenden Arbeiten, unter sorgfältigster und billigster Ausführ-| en Juftizministerung bestens zu empfehlen. Ich bin unschul erurteilt worden 16. April 1885 Gemeinde Sar tt befohlen!" Di Hochachtungsvoll Eduard Kohlermann, Giessen, Weikbindermeister. * Eine efelerregende Geschichte. Vor der Straffammer in Hanau stand am Montag der Bäckermeister Karl Kaltenschnee von Hanau, Hirshftr. 22, wegen Vergehens gegen das Nahrungsmittelgesetz. Die in der Verhandlung zu Tage geförderten Tatsachen sind mehr wie efelerregend, der reiche Säckermeister hat in seinem Geschäft nicht die allermotwendigsten Forderungen der Reinlichkeit erfüllt. Sein Mehlboden war nicht verschalt, sodaß das Mehl direkt unter den Ziegeln lag und fortgesetzt durch eindringenden Staub und herabfallende Spinngewebe ver unreinigt wurde. Eine Tür hatte der Mehlboden auch nicht, Razen und Hühner liefen ungehindert ein und aus und täglich fanden die Bäckergehilfen die Extremente dieser Tiere im Meble vor, das aber trotzdem verbacken werden mußte, nachdem es einmal durchsiebt war. Dazu fam ferner, daß die Mehlkammer direkt über den Schweineställen und den Aborten lag, deren Dünfte in den Mehlraum einströmten. Wenn Kaltenschnee seinen Schweinen das Futter bereitet und gebracht hatte, dann wusch er in der Regel seine dabei beschmußten Hände in der Backstube in dem lauwarmen Wasser, das zum Anmachen des Teiges verwendet wurde, und goß diese schmußige Brühe in den Teig. Die Backtücher, auf die die frischgeformten Backwaren gelegt wurden, sollen nur sehr selten gewaschen worden sein, infolgedessen waren sie mit einer dicken Schmußtrufte bedeckt gewesen, ebenso die Backbretter. Das Brot, das eben aus dem Badofen gehoben worden war, wurde gewöhnlich zum Erkalten auf die ungescheuerten Fußbodenplatten des Hofes geftellt; dabei kam es nicht selten vor, daß die im Hofe umber laufenden Schweine die Brote beschnupperten und benagten Die also verunreinigten Brote wurden aber nicht etwa beseitigt, sondern gleich den anderen zum Verkauf gebracht. In der Verhandlung wurden 27 8eugen, meistens frühere Gehilfen Kaltenschnees, und 4 Sachverständige vernommen. Das Gricht verurteilte den Angeklagten zu 300 Geldstrafe. Der Staatsanwalt hatte drei Monate Gefängnis beantragt. Bemerkt sei noch, daß dieser Bäckermeister seit Jahren das Brot in das Spital geliefert hat. Das Urteil, fügt die " Kleine Presse", der wir dies entnehmen, mit Recht hinzu, erscheint außerordentlich gelind. Die Furcht des Heiratskandidates. Die Furcht vor der he ist teineswegs ein Probuft unserer heutigen Beit, sondern man hat zu allen Zeiten Bedenken dagegen erhoben. So frischt einer unserer Mitarbeiter folgende Erinnerung auf: Der alte Bauer plant dem Sohne den Hof zu übergeben und legt ihm nahe, daß er in dem Falle fi au nach einer Frau umsehen müsse. Der Sohn fraut sich aber ganz gedenkli hinter dem Dhren, erwägt das Für usb Wider und weist schließlich:" Joa Voatter, dou boast gont tau, dou hoaft mei Motter gebeurat, aich soll awer e weltfremd Mensch heurate!" Laubach, Landrat von Schüchtern, ist an einer Blind§ Laubach, 22. Mai. Graf Wilhelm zu Solmsbarmentzündung erkrankt. Nach den letzten Nachrichten soll er sich jedoch bereits auf dem Wege der Besserung befinden. ? Laubad), 22. Mai. Der Fischereiprozek gegen die hemische Fabrik Friedrichshütte ist endgültig zu Ungunsten der Kläger entschieden. Stodhausen, 22. Mai. Schrecklicher Tod. Heute Morgen warf sie unweit Sisfirchen der Ortsbiener Bipp- Niederhausen vor den Schnellzug Gießen- Coblenz usb wurde getötet. Der Zug riß ihm glatt den Kopf vom Körper ab. ? Braunfels, 23. Mai. Unglücksfall oder Selbst mard? Der vermiste Bureaugehilfe Herm. Buchholz dahier ist in einem Weiber als Leiche aufgefunden. ? Marburg, 23. Mai. Die hiesige Fleischerinnung bezieht von jest ab alle 14 Tage einen Waggon Ochsen aus Berlin. § Büdingen, 23. Mai. Mit Beginn des nähten Monats wird die Rouneburg dem Touristenbesuch wieder geöffnet werden. A Alsfeld, 23. Mai. Ein überaus rege Bans tätigkeit wird sich im Laufe dieses Jahres hier entfalten. Mit dem Bau des städtischen Schlachthauses wurde bereits begonnen, ebenso mit einem weiteren Teil der Kanalisation. 8 der teilweisen Renovierung der Balpurgiskirche sind die Wittel bewilligt. Die Erbauung des voriges Jahr beschlossenen Kreiskrankenhauses tommt dies Jahr ebenfalls zur Ausführung, nachdem der Stadtvo.ftand nunmehr den Bauplay, ein 7 Morgen umfassendes Gelände, fostenlos zur Verfügung geftellt hat. K Stammheim. Hier erhängte sich der Spezereihändler David Kassel. K Frankfurt, a. M.( Heu und Strohmar ft.) Man notierte: Seu 3.10-3.50 mt. Stroh, 2.60-000 r. Ves per 50 kilo. Tendenz: in Heu flau, in Stroh fest. K Aus Nassau, 23. Mai. Die Masernepidemie beraslakt wielfed die Schliekuna der Soulm. In meinem neuerbauten Hause Stephanftraße ist der 1., 2. und 3. Stod, 6-7 3immer, mit Badezimmern und Balkon, der 4. Stod mit 4 Zimmern und Badezimmer per 1. Auguft 1905 zu vermieten. Räh. Frankfurterftr. 62, II. Gießen. In meinen Häusern CrednerWärter gesucht. Chirurgische Klinik. 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Er hatte sich in in Langgöns und Muschenheim als Knecht verdungen und ist nach Dehändigung des Mietgeldes verschwunden, ohne seinen Dienst anzutreten; auch hat er einen Spezereihändler um 8 garren und Flaschenbier beschwindelt. Der Gaft wirt Georg Grein von Romrod hat sich an einem Mädchen unter 14 Jahren unfittlich vergangen. Es wurden drei Fälle als erwiesen angenommen und der Angeklagte zu 1 Jahr 9 Monaten Zuchthaus nebst 3 Jahren Eheverlust berurteilt.- 8u 1 Jahr Zuchthaus und 150 Mt Geldftrafe, sowie 3 Jahren Ehrderluft wurde der in Gießen wohnhafte Taglöhner Heinrich Jung aus Lüzellinden wegen Urfundenfälschung und Betrugs verurteilt. Er hatte versucht, auf Grund einer gefälschten Urkunde, von einem Landwirt zu allendorf a. d. Lahn 5 Mark zu erschwindeln, was ihm aber nicht gelang. Auf Privatflagesache des Wirts Georg Funt in Frankfurt a. M. wurde der jest in Jugenheim wohnhafte Gastwirt Jakob Witmer von Friedberg durch das dortige Schöffengericht wegen des Vorwurfs des Die von eineids zu einer Woche Gefängnis verurteilt. dem Angeklagten eingelegte Berufung wurde kostenpflichtig zurückgewiesen. Der Schuhmacher Maier Schwab und der Handelsmann Hermann Gottlieb von Grebenau hatten sich gegenseitig wegen Beleidigung verklegt, weshalb sie das Schöffergericht isfeld zu je 20 Mart Geldstraf verurteilte. Schwab wollte freigesprochen sein und socht deshalb das Urteil an. Das Berufungsgericht ließ aber nur eine Renderung bezüglich der Kosten eintreten und verwarf die Berufung im übrigen. Brief: und Fragelaften der Redaktion. Kr., Gießen, Afterweg. Wir werden Ihre Einwendungen unserem Gemährsmanne übermitteln. Ihre Drohung läßt uns vollständig falt. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14, Es tönnen eingestellt werden: 2 landwirtschaftliche Knechte, 2 Spengler, 1 Möbel( ausschreiner, 8 Schreiner( auswärts), 5 Lackierer wärts), 10 Saneiber, 1 Suhmacher( auswärts) 1 Waschfran, 1 Installateur, 1 Glaser, 1 Verkäuferin, mehrere Postaushelfer für Sonntags, 2 Hausburschen, 8 Dienstmädchen, 1 Lauffrau. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Spengler, 2 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Schreiner, 1 Läcker, 2 Echuhmacher, Schneider, 1 Friseur, 2 Glaser, 1 Schreiber. Es suchen Arbeit: 1 1 landwirtschaftl. Arbeiter, 1 Gärtner, 1 Feld- oder Gartenarbeiterin, 1 Wäscherin, 1 Dienstmädchen( 14 Jahre ait) 1 Laufmädchen, 1 Hauz oder Bureaudiener, 1 Kassier oder Portier, 1 Packer, 1 Kellner. Sieteuer landwirifgaflicher Wettersteuft. Berausfitli itterung in Hessen für Donnerstag, trüb, nach etwas milderer Nacht am Stellenweise in Oberhessen geringer den 25. Mai. Meist Tage fortdauernd fühl. Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) 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Mts., nachmittag 4 Uhr, sollen in dem Hofe der alten Zeughauslasery am Landgraf- Philipp- Platz die durch den Abbruch de alten Küchengebäudes gewonnenen Baumaterialien, wi Türen, Fenster mit Gestellen von Stein, Eisen, Bau und Brennholz, Stuckstecken von Eichen, Zinkfandeln und Werksteine losweise gegen gleich bare Zahlung ver Hammelfleisch 30 Pfg. fteigert werden. garantiert reinen, unverfälschten Weine nur eigenes Wachstum und sichert streng reelle Bedienung zu. " 80 " " Weisweine, pro Liter 60 Pfg. auswärts, Meiweise Zahlreiche Anerkennu gen und Nachbestellungen bestätigen die gate, preiswärdise Qualität und liegen Originale hieren zu jedermanns Einsicht öffen. Probefässchen von ca. 25 is 80 Liter unter Nachnahme. WeingutsLudwig Mathes, besitzer. Prämiiert Floubeim( Rheinhessen). auf allen beschickten Ausstellungen. Mar Arnold Sieb- und Drahlwaren- Geschäft Darmstädter Pferde- Lotterie. Reneaeg 2 Gießen Ziehung am 30. 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