e Zollut, hier achung. aus der Stadt Ste anftalt eingeliefert, I bet thm Tollwut Der Reichsinftruftio Ar. 71. fertionspreis: Die einfpaitige Betitzelle für ganz Obereffen, bie Kretse Beglar and Marburg 10 Bfg. sonst 15 Bfg. Reklamen ble Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. für den Bezirk der tebaktion u. Haupterpebttion: Gießen, Seltersweg 83. en Gemartung ange mit einem fidheren eführt werden. E Befizer oder demi fofort zu töten o einem ficheren Beh rfen ohne polizeili ere Gemartung be gegen diese Anot 10 bis 150 Mt. oder Seftraft. zum Ziehen ist unt elben feit angeidie ehen und außer der 1. tenhunden zur Ble zum Treiben bon agd fann unter d e Hunde außer Jagdrebiers) fe orbe versehen Ordnungen zu fönnen auf b 05. mt Gießen. g. AMA Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 24. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen bierteljährl. Mr. 1.50. Centisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. friedliche Kaiferworte. Ich habe mir zum Ziel gesezt, allezeit zu sein Mehrer des Reichs an Gaben des Friedens." Diese Worte hat Kaiser Wilhelm der Große gesprochen, unmittelbar nach unbergleichlichen Siegen und nach Erringung des höchsten Siegespreises. Er war ein Friedensfreund und Friedensfürst geblieben, trotzdem ihn dreimal das Geschick auserfehem hatte, das Schwert zum Kriege zu ziehen. Kaiser Friedrich III., der als Kronprinz die Feldherrnwürde errang, hat seinem großen Vater in blutigen Kriegen zur Seite stehen dürfen, dienend und helfend. Eine Siegfried sgestalt, ein fürstlicher Bayard ohne Furcht und Tadel, hat er aus den Greueln der Schlachten, die er glorreich geichlo gen, Friedenssehnsucht heimgebracht. Der liebt den Krieg nicht, der ihn fennt", waren seine Worte. Ihm war eteres hat den zu nicht beschieden, an der Erfüllung seiner Friedensideale anjer Indianer zu diei der als durch das leuchtende Beispiel seiner Absichten zu Solfes zum„ Stern" bearbeiten, denn da er den Thron bestieg, stieg er zugleich ins würde, den Menschen Gralb. Wolf erzählt jet ezt hat der dritte Hohenzollernkaiser in Bremen sein bis dahin verschwiegenes politisches Programm enthüllt, das er von früher Jugend an im Herzen gehegt, und auch dieses Programmes Inhalt und Ziel ist der Friede. it auch von Heirat z oder von der Umwand e jie ja auch in unjen Erwähnung verdienen Daß ein greiser Krieger, dessen Lorbeerreichtum kaum das schöne untere è noch einer Vermehrung fähig ist, friedensfroh wird, weil ewohnen und dort du er friegessatt ist kann nicht gerade Wunder nehmen; daß 60 Jahren noch keine ein menschlich fühlender Held in strahlendem Siegesglanz Mannes in Amerikades Blutes gedenkt, das um diesen Glanz fließen mußte, int ein friedliches Leben und mum nach einem Lorbeer greift, der nur Schweiß, nicht Blutt kostet, der für Erhöhung, nicht für Hemmung der haben, jedoch ist no etannt. Die einzeln Kultur erteilt wird ist verständlich; daß ein junger Fürst, en Mann beherrscht, der Sohn dieses Helden, der Enkel jenes Kriegers, beim Anei ihnen eingeführt blick des dem Hammer des Auktionators verfallenen Admiralfchiffes der ersten deutschen Flotte im verschwiegenen Busen den Hannibalschwur tat, er werde diese Schmach s und durch eine grühmen, sie fortwischen aus den Tafeln der deutschen GeBeim Lesen dieser v idhi te wer könnte das nicht nachempfinden! Daß aber Sürgten Tatsachen derselbe junge Fürst, eben an die Spike des glänzendsten Wilden sind doch besser Heeres gelangt, eben auf den mächtigsten Thron Europas gestiegen, noch berauscht von den Siegen, die Vater und Großvater davongetragen, in seinem Herzen den Beschluß faffen konnte, niemals nach Weltherrschaft zu streben, Bajonethe und Kanonen ruhen zu lassen, um Vertrauen und Liebe der Nachbarn zu ringen das ist wunderbar. et zu sein durch eine vertes. ge dient der Schla n. Eigentlich aber Kaiser Wilhelm II. hat anläßlich der Enthüllung eines id, weil die Schlange Den fmals für seinen Vater Bremen wieder besucht und dort rührung mit den Geim Rathaus un Bürgermeister und Bürger der freien Sie scheint also der Metchsstadt eine Ansprache des eben erwähnten Inhalts ge= richtet. Er habe, da er als Jüngling vor dem Modell des ähigkeit mancher a bermuktionierten Admiralschiffes gestanden, mit Ingrimm indernissen ausweide die Schmach empfunden, die unserer Flotte und damaligen dies Vermögen in der ist. Bekanntlig lätlagge angetan worden. Ich habe mir damals den pigen aus- daber ba eit- und ist hinter der ten bersehen um di ern. Unter der out verzeigte Nerven, Sie ch allen Richtungen hin ie Schlangen mit ihrer irfidh Aberglauben. noch nicht fi auch bei fal ntersuchungen geh Fieber haben Fo ht überrafdende ja en und dund Batterien iegen und weil eben laffung geben. Ferner es Stoffwechsels ein, die perden. Es ist nicht sel ratur befizen, die 1-2 Owährend des vorige bei Glastonbury in Si orden. Es wurden dra und die Ausgrabungen fahmeneid geschworen, als ich zur Regierung fam; nach der gewaltigen Zeit meines Großvaters, daß, was an mir liegt, Bajonette und Kanonen zu ruhen hätten, daß aber Bajonette und Kanonen scharf und tüchtig erhalten werden müssten, damit Neid und Scheelsucht von außen uns an dem Ausbau unseres Gartens und unseres schönen Hauses im Inmern nicht stören. Ich habe mir gelobt, niemals nach einer öden Weltherrschaft zu streben. Was ist aus den sogenannten Weltreichen geworden? Alerander der Große, Napoleon I., alle die großen Kriegshelden, im Blute haben sie geschwommen und unterjochte Völker zurückgelassen, die bei erster Gelegenheit wieder aufgestanden sind und die Reiche zum Zerfall gebracht haben. Das Weltreich, das ich mir geträumt habe, soll darin bestehen, daß vor allem das neu geschaffene Deutsche Reich von allen Seiten das absoluteste Vertrauen als ein ruhiger, ehrlicher, friedlicher Nachbar genießen soll, und daß, wenn man dereinfit vielleicht von einem deutschen Weltreich oder einer bohenzollern- Weltherrschaft in der Geschichte reden sollte, sie nicht auf Eroberungen durch das Schwert begründet sein soll, sondern durch gegenseitiges Vertrauen der nach gleichen Helen strebenden Nationen, kurz ausgedrückt, wie ein großer Dichter sagt:„ nach außen begrenzt, im Innern unbegrenzt." nde waren sehr reich und danke Gott, daß ich hier in diesem Rathaus keinen Notschrei perlen, spiraligen Finger fiven Bronzefchnalle, die jört hat, einem andern ehung, einer Menge bon nern, Zeilen von Pferde nftlich zugejpist war und ferei gedient hat u. f. w gen noch viele Bruchslide Die Zeit, in der ich groß geworden bin, war trok des großen Kriegs für den seefahrenden Teil unserer Nation feine große und glorreiche. Auch hier habe ich die Konsequenzen deffen gezogen, was meine Vorfahren getan haben. Ich mehr auszustoßen habe, wie einst in Hamburg. Die Flotte schwimmt und sie wird gebaut, das Material an Menschen is vorhanden, Eifer und Geist derselbe, wie der, der die Offiziere der preußischen Armee bei Hohenfriedberg, Königgrät und Sedan erfüllt hat, und mit jedem deutschen Kriegshiff, das den Stapel verläßt, ist eine Gewähr mehr für den Frieden auf der Erde gegeben. Ich habe hier die Alten und die Jungen nebeneinander stehen sehen; die Mitkämpfer Weffer und Splitter bon und Mittäter unter den beiden großen Heroen, deren Standrn, daß an diesem Orte bilder in dieser Stadt stehen, und vor ihnen die Jugend, 11. Von den hölzerne die in das neue Reich und seine Aufgaben hineinwachsen soll. seidnet abgedrehte as werden ihre Aufgaben sein? Stetig auszubauen, ermutlich bei den alte am: deutschen Vaterland, wie es ist, nicht nach Unmöglichem Auimerfiamfeit. Auch Römer unter Cajar al Streit, Haß, Zwietracht und Neid zu meiden, sich zu erfreuen zu streben. sich der feiten Ueberzeugung hinzugeben, daß unser Herrgott sich niemals eine so große Mühe mit unserm deutschen Vaterland und seinem Volk gegeben hätte, wenn er uns nicht noch Großes vorbehalten hätte. Wir sind das Salz der Erde, aber wir müssen dessen auch würdig sein. Darum muß unsere Jugend lernen, zu entsagen und sich zu versagen, was nicht gut tut für sie, fernzuhalten, was von fremden Völkern eingeschleppt ist, und Sitte, Zucht und Ordnung, Ehrfurcht und Religiosität zu bewahren. Ich bin fest überzeugt, daß meine Worte hier in Bremen auf guten Boden fallen werden. Von Herzen wünsche ich, daß der goldne Frieden, der bisher mit Gottes Hilfe erhalten worden ist, uns weiter erhalten bleiben wird." Die gesteigerte Betonung des Friedenswillens unseres Kaisers wird in der ganzen Welt gehört und beachtet werden. Man wird im fernen Osten diese Worte vernehmen, die ganz dazu angetan sind, die Neigung zum Friedensschluß zu wecken und zu stärken. Man wird aber auch bei unseren westlichen Nachbarn nicht umhin können, den kaiserlichen Worten große Bedeutung beizumessen zunächst vielleicht im Hinblick auf die Marokko- Frage, die durch den angekündigten Besuch des Kaisers in Tanger besondere Aktualität gewonnen hat sodann aber auch hinsichtlich der europäischen Gesamtpolitik, die infolge der jüngsten Ereignisse in Ostasien notwendig eine andere Gestalt annehmen muß. Der Krieg in Oftalien. Immer weiter geht der russische Rückzug dem Norden entgegen und unaufhörlich drängen noch immer die Japaner nach. Während noch am 22. März in Petersburg behauptet wurde, daß Kayuan noch nicht in japanischen Händen sei, fonnte Marschall Oyama bereits am nächsten Tage berichten, daß die japanische Verfolgung schon weit über diesen Punkt hinaus vorgedrungen ist. Das betreffende Telegramm lautet: Die japanischen Truppen, welche den Feind verfolgen, sind am 21. d. M. in Chantun, zwanzig Meilen nördlich bon Kayuan eingezogen. Die starken feindlichen Abteilungen ziehen sich in Unordnung nach Nordosten, längs der Eisenbahn, zurück. Ueber die Lage in dem von den Verfolgten und Verfolgern durchzogenen Gebiet werden aus Petersburg die folgenden interessanten Mitteilungen verbreitet. Panik unter der chinesischen Bevölkerung. Der Rückzug der Russen nach Norden hat unter der friedlichen Bevölkerung, die auf den Sieg der russischen Armee gehofft hatte und jetzt mit Weibern und Kindern in die Berge flüchtet, eine Panik hervorgerufen. Beim Durchzug der Russen durch die chinesischen Städte schließen die Einwohner die Türen, ziehen aber mit festlich gekleideten Frauen und Kindern den Japanern entgegen. Die Japaner setzen die harte Behandlung der Chinesen fort und wenden dieselben Strafen an, wie früher in Fönghwangtscheng, Liaujang und Inkou; selbst Chinesen, die bloß verdächtig sind, daß die Russen in irgendwelchen freundlichen Beziehungen zu ihnen stehen, werden gemartert. Nach Norden geflüchtete Chinesen sind gefoltert, ein Ueberseker ist hingerichtet worden. Kaufleuten, welche russisches Geld besitzen, werden die Hände abgehauen; selbst Beamte, welche mit den Russen dienstlichen Verkehr hatten, werden nicht geschont. Der erste Gouverneur von Liaujang, Sian, wird in Haitscheng gefangen gehalten; der zweite, Tscheng, ist gefoltert und nach Port Arthur verbannt worden; seine Familie ist gleichfalls gefoltert, der Diener hingerichtet worden. Der chinesische Oberst Dshao ist mit seinem Neffen in Inkou hingerichtet worden, weil er früher mit den Russen verkehrte; der chinesische Offizier Shu ist auf den bloßen Verdacht hin, mit den Russen Beziehungen unterhalten zu haben, ohne gerichtliche Untersuchung mit dem Tode bestraft worden. Die Chinesen, die Rache der Japaner fürchtend, wagen nicht, den Russen Lebensmittel zu verkaufen. Die Politik. Der bevorstehende Vesua) Kaiser Wilhelms hat in Tanger ganz eigenes Leben hervorgerufen. elbst die legmatischen Wiauren legen eine Begeisterung an den Tag, die ihnen sonst fremd ist. Die Stadt Tanger wird dem Besuch des Kaisers eine dauernde Verbesserung verdanken: die Hauptstraße erhält die Neupflasterung, deren sie schon lange bedarf. Die Behörden wollten anfänglich eine Art Beleidigung darin sehen, daß die europäischen Einwohner, vornehmlich die englischen und spanischen, besondere Begrüßungsvorkehrungen trafen, und beruhigten sich erst auf die Versicherung, daß keine andere Absicht vorliege, als der Freude über den hohen Besuch Ausdruck zu geben. Anfang April, vielleicht schon Ende dieses Monats trifft das bei Ausbruch des Hereroaufstandes ausgesandte, aus den Seebataillonen gebildete Marine- Expeditionskorps aus Deutsch- Südwestafrika in Wilhelm haven wieder ein. Am 6. März ist der Wörmann- Dampfer Lulu Bohlen" mit 10 Offizieren und 300 Mann aus Swakopmund abgegangen, am 21. März ist ihm der Dampfer„ Ernst Wörmann" mit 17 Offizieren und 220 Mann gefolgt. Oefterreich- Ungarn. A Die vereinigte Opposition des ungarischen Abgeord. netenhauses kann nicht selbst regieren und will feine andere Regierung zulassen. Dringt sie durch, so steht die Staats. maschine eine Weile still. Lange läßt sich das nicht durchhalten. Vielleicht macht ein Geschäftsminister( Graf KhuenHejervary?) den Versuch, in Neuwahlen die Opposition zu sprengen und die alte Mehrheit wiederherzustellen. frankreich. Die Trennung von Kirche und Staat, die in Frantreich im Werke ist, hat in Algier die unerfreulichsten Folgen gehabt. Der Erzbischof von Algier hat dem Kultusminister in Paris vorgestellt, daß die Beseitigung des Kultusbudgets die fast vollständige Aufhebung des katholischen Gottesdienstes in Algier nach sich ziehe. Der mohammedanische Kultus werde durch die Neuerung nicht getroffen, und die religiös Gleichgültigen würden bald sehen, daß es mehr Vorteil biete, Mohammedaner zu sein als Cristen, und die Eingeborenen würden erstaunt fragen, warum Frankreich die Lehrer des Gottesgesetzes so unfreundlich behandle. Russland. Wie uns aus Petersburg berichtet wird, hat dort die Nachricht von der Aufnahme einer inneren Anleihe, die den Banken gegenüber kaum etwas anderes als eine Zwangsanleihe sein würde, eine förmliche Panik hervorgerufen. Bewahrheitet sich die Nachricht, so wäre offenbar, daß Rußlands Barmittel erschöpft sind. Trotzdem scheint die Großfürstenpartei noch immer die Richtung der Politik zu bestimmen. Gewaltmaßregeln, wohin man hört: In Warschau hat man 128 ältere Schüler des Gymnasiums der Vorstadt Braga verhaftet, die jüngere Schüler aus dem Unterricht berwiesen. In Lodz hat man eine große Anzahl von Aerzten und Advokaten verhaftet, die für politisch verdächtig galten. Bei einzelnen von ihnen sind auch Proklamationen und sonstige aufrührerische Schriften gefunden worden. In Kutno, Gouvernement Warschau, hat die bloße Meldung, daß auf der Chaussee bei dem Gute Lanenti 140 Bauern mit Frauen und Kindern versammelt wären, den Chef der Landwache bestimmt, mit einer Kompagnie Soldaten auf die Leute loszugehen und, obwohl sie sich ruhig verhielten, auf sie zu feuern. Ergebnis: 9 Tote, 43 Verwundete. Das ist der amtliche Bericht, nicht etwa ein Gerücht!- Dagegen ist es nur ein Gerücht, daß in Petersburg selbst vor dem Palast des Großfürsten Aleris( auf dem Newskiprospekt) ein Mann verhaftet wurde, der mit einem großen Packet sich in das Palais einschleichen wollte, und daß das Packet eine Bombe enthielt. Man vermutet jetzt in jedem Packet, in jedem Blumenstrauß eine Bombe. Balkan- Staaten. O Die merkwürdige und zweideutige Haltung Bulgariens in der mazedonischen Frage, seine kaum noch verhehlte Unterstübung des Bandenwesens, hat Anlaß zu einer freundlichnachdrücklichen Vermahnung an die Adresse des Fürsten Ferdinand gegeben. Dieser ist bedeutet worden, daß er eine forrefte Haltung in der mazedonischen Frage einnehmen möge. Jürst Ferdinand, der immer außer Landes ist, wenn sich in Bulgarien eine schwere Unregelmäßigkeit vorbereitet, hat seinen Ministerpräsidenten nach Mentone berufen, um ihn für die auswärtige Politik mit entsprechenden Direktiven zu versehen. Konsularberichte aus Mazedonien sagen, daß in furzem ein allgemeiner Aufstand zu erwarten sei, den bulgarische Banden organisieren. Selbstverständlich arbeitet die Türkei diesen Banden entgegen. Wahrscheinlich wird die bulgarische Regierung deswegen laute Klagen über die feindliche Politik der Pforte" erheben. Die Mächte sind aber genau darüber informiert, daß die Türkei friedfertig ist, und daß alle Störungen von Bulgarien ausgehen. Afrika. Der Viz gouverneur des Kongostaats, Costermans, hat Selbstmord verübt. Das würde unter allen Umständen großes Aufsehen erregt haben; es erregt besonders Aufsehen jetzt, da über angebliche oder wirkliche schwere Mißstände im Kongostaat Untersuchungen angestellt worden sind, die auf die Beamten des Kongostaats ein sehr übles Licht geworfen haben sollen. Selbstverständlich wird der Selbstmord mit jener Untersuchung in Zusammenhang gebracht. Ebenso selbstverständlich ist, daß die Verwaltung des Kongostaats das bestreitet. Amerika. * Präsident Morales erbittet dringend für Santo Do mingo den Schutz der Vereinigten Staaten. Er gibt befannt, daß er außer stande sei, die Anforderungen der Staatsgläubiger zu befriedigen und gleichzeitig die Kosten für die Staatsverwaltung zu decken. Es handelt sich dabei um verhältnismäßig geringfügige Summen. Belgien ver langt die aus einigen Häfen eingehenden Zollgelder in Höhe von 24 000 Dollars monatlich. Präsident Morales hat auf dieses Verlangen gar nicht geantwortet. Er hat nur die einzige Hoffnung, daß die Regierung der Vereinigten Staaten ihm die Gewährung einer Stundung von seiten der fremden Gläubiger erwirkt. Domingo könne Zahlung nicht Teiſten. Hof und Gefellfchaft. *** Der Kaiser hat die Fahrt zum Mittelmeer am Donnerstag Morgen angetreten. Früh um 8 Uhr erschien der Kaiser auf dem Promenadendeck des Dampfers„ Hamburg" und begrüßte dort die zur Mittelmeerreise von ihm eingeladenen Gäste auf das herzlichste. Dort erschien auch Prinz Heinrich von Preußen zur Verabschiedung von seinem kaiserlichen Bruder. Um 9½ Uhr ging die„ Hamburg" bei prachtvollem Wetter und unter einer steifen Brise in See, während die Geschütze des Forts Grimmerhörn und des Kreuzers Friedrich Karl" den Kaiser- Salut abgaben. Der Kreuzer folgte sodann der„ Hamburg" als Begleitschiff. *** Für den Aufenthalt der kaiserlichen Familie in Taormina auf Sizilien werden dort bereits die umfassendsten Vorbereitungen getroffen. Der italienische Minister des Innern hat zur Sicherung der hehen Herrschaften 100 arabinieri, vide Geheimpolizisten, und 200 Soldaten hingeschickt. Der internationale Fremdenzustrom ist ungeheuer. Alle Hotels sind überfüllt. Das italienische Reservegeschwader unter dem Kommando Admiral Battolos ist bei Taormina angelangt und wird während des Aufenthalts der kaiserlichen Familie dort verweilen. Man erwartet die Ankunft der Kaiserin Auguste Viktoria und des Prinzen Ettel- Friedrich im Hafen von Messina am 26., von wo sie am 27. Nachmittag nach Taormina weiterzureisen gedenken. Die Kaiserin und Prinz Eitel- Friedrich sind gestern von Berlin nach Italien abgereist. *** Die Ueberführung der sterblichen Hülle des verstorbenen Ministers von Hammerstein fand am Donnerstag vom Ministerium des Innern zum Lehrter Bahnhof in Berlin statt. Die Beisetzung erfolgte in dem Gute Steinhorst in Hannover. Der Ueberführung zum Bahnhofe ging eine Trauerfeier im Festsaale des Ministeriums voraus, an der als Vertreter des Kaisers der Kronprinz teilnahm. Oberhofprediger D. Dryander hielt die Trauerrede. Nach der Feierlichkeit trugen Wachtmeister der Berliner Schutzmannschaft den Sag zum Trauerwagen. Feer und flotte. 25 Jahre unter der Kriegsflagge. Ein seltenes Jubiläum feierte das Kanonenboot„ Habicht" von der westafrikanischen Station. Mit dem 19. März waren 25 Jahre verflossen, seit der„ Habicht" zum erstenmale die Kriegsflagge setzte. Besonders bekannt geworden ist sein Nass durch die tatfräftige Hilfeleistung der Besatzung bei Ausbruch des HereroAufstandes. Deutfcher Reichstag. ( 171. Sigung.) CB Berlin, 23. März. Vor Eintritt in die Tagesordnung richtete heute der Präsident Graf Ballestrem eine bewegliche Bitte an das Haus. Er teilte mit, daß allein zu dem ersten Titel des Militäretats, der schon den dritten Tag auf der Tagesordnung stehe, noch 17 Redner zum Wort gemeldet seien, und knüpfte daran die Mahnung, daß sich diese kurz fassen müßten, wenn die im Seniorenkonvent getroffenen Vereinbarungen inne gehalten werden sollten. Die Herren könnten das leicht tun, wenn sie sich auf wirklich sachliche Erörterungen beschränken und ausgedehnte Auseinandersegungen über persönliche Angelegenheiten vermeiden wollten. Die Worte des Präsidenten blieben nicht ohne Eindruck, die Redner faßten sich wirklich kurz, auch der antisemitische Abg. Bruhn, den es sicher reizte, die gestern begonnene Judendebatte in größerer Breite fortzusetzen, beschränkte sich auf wenige Bemerkungen, um darzutun, daß Kaiser Friedrich niemals die antisemitische Bewegung die Schmach des Jahrhunderts genannt, vielmehr einen berechtigten Kern des Antisemitismus anerkannt habe. Der freisinnige Abgeordnete Eickhoff nahm sich an ihm ein Beispiel und erwiderte gleichfalls in knapper Form; er verlas einige Stellen aus Briefen, um nachzuweisen, daß der verewigte Kaiser jene Aeußerung doch getan habe. Im weiteren Verlauf der Sigung wurden dann die verschiedensten Dinge ziemlich funterbunt durcheinander besprochen, doch beschäftigte sich eine größere Anzahl Redner und zwar in zustimmendem Sinne mit der Resolution des Grafen Stolberg- Wernigerode betreffend die Erhöhung der Entschädigungen für Naturalleistungen im Kriege und mit einem Antrage des Abg. Dr. Müller- Sagan, den Mannschaften des Heeres und der Marine während ihrer Dienstzeit freie Fahrt und Rückfahrt für eine Reise in die Heimat zu gewähren. Auch wurde von mehreren Seiten eine Einschränkung der Konkurrenz gefordert, die die Militärkapellen den Zivilmusikern machen. Auch die Polen brachten sich noch einmal in Erinnerung, Graf von Mielczinsky gab dem Kriegsminister von Einem Gelegenheit, bekannte Vormürffe mit großer Entschiedenheit erneut zurückzuweisen. deutlich hervor, die in anderen Briefen noch mehr herausgearbeitet ist. Man ist in Lemgo nicht besonders zart und wählerisch in seinen Ausdrücken.„ Trulle" ist aber immerhin noch salonfähig gegen die landesüblichen Spiznamen, die einzelnen Persönlichkeiten nicht nur von der Anonyma, sondern, wie gerichtsmäßig konstatiert wurde, von der ganzen Einwohnerschaft angehängt zu werden pflegen. Hier tut sich ein tiefer Blick in das liebliche Reich der Zoologie auf: Der Fabrikbesitzer Paul Kracht, ein Herr mit etwas übermäßigem Embonpoint, wird als„ Dettschwein“ und„ Trampeltier" bezeichnet, mit dem sich seine jetzige Ehefrau, das damalige Fräulein Wippermann, doch nicht verloben könne, da sein ewiges„ Grinsen, Schnaufen und Stinken" ihr doch widerlich werden müßte. Fette Gans",„ alte Gans",„, alte Krähe",„ Apenschwanz" vervollständigen das zoologische Lerikon. Orthographie und Zoologie. Glossen zum Detmolder Schmähbrief- Prozeß. Die Verhandlungen gegen das Ehepaar Kracht aus Lemgo haben für Fernerstehende bisher die erwarteten Sensationen feineswegs erbracht. Das ortsangesessene und in die Verhältnisse, die den anonymen Briefen zu Grunde liegen, aufs genauefte eingeweihte Bublifum fand allerdings genügenden Kitzel, nicht für seine Nerven, sondern für seine Lachmuskeln. Vikante Familiengeheimnisse sind es nicht, die die anonyme Briefschreiberin aus der Lemgoer Gesellschaft zu verraten hat. Was sie anderen Damen vorwirft, ist harmlose Bußsucht, die auch in stark vorgerückten Jahren noch jugendlich sein möchte, Kokettieren, Jagd nach dem Mann, furz, lauter Nichtigkeiten, die in den besten Familien vorkommen können. Manche dieser anzüglichen Schreiben sind in ungeschickten Knittelversen verfaßt, die meist jedes Wipes entbehren. Verhältnismäßig am besten gelungen ist noch ein Spottgedicht auf zwei alternde„ junge" Tamen H.: Marie, Anna H. Beide friegten feinen Mann. Ja, für die Trullen, den zu kapern Daran tat es hapern. Trok 40, die 30 vorstellen wollen, Jugendliche Manieren das Alter verdecken sollen, Falsche Zähne und Haare, sogar ausgestonft Lät man's nicht merfen, man wär' ein Tropf. In der dritten Zeile dieses Gereimsels tritt eine bemerfenswerte Giaentümlichkeit des Lemgoer Milieus schon Noch mehr aber als diese kräftige Ausdrucksweise, die im Munde einer Dame der Gesellschaft"- und das ist die Schreiberin ohne Zweifel recht sonderbar anmutet, erregt der Mangel an Bildung Staunen, der sich im Verhör der Angeklagten Kracht, eines waschechten Kommerzienratstöchterleins, verrät. Die Anonyma steht mit der Orthographie auf äußerst gespanntem Fuß und schreibt z. B. „ berpöhnt". Auch die Angeklagte buchstabiert das Wort so. In einem anderen anonymen Brief findet sich das Monstrum ,, beohbachten". Denselben horrenden Lapsus, der jedem Sertaner eine Tracht Prügel einbringen würde, weist auch ein Brief auf, den die Angeklagte an ihren Mann gerichtet hat. Eine Reihe anderer orthographischer Klippen, die sich in den anonymen Briefen bemerkbar machten, umschifft die Angeklagte allerdings glücklich im Examen Die Anonyma schreibt u. a. ,, Difer"( statt Dicker"),„ anspufen"( statt ,, anspucken"), Plesier"( statt Pläfier"),„ grunsen" oder grundzen"( statt grunzen") usw. Im ganzen aber besteht Frau Kracht doch die Prüfung in Orthographie mit der Note Ungenügend". Und nun kommt das Beste. Der Verteidiger macht darauf aufmerksam, daß das Verfahren des Präsidenten, aus den orthographischen Sünden der Angeklagten auf ihre Täterschaft zu schließen, mehr als gewagt sei. Er könne mit Leichtigkeit wohl zwanzig Personen aus der Lemgoer Gesellschaft nennen, mit denen es in puncto orthographiae auch nicht besser stände, und die sehr wohl die gerügten Fehler verbrochen haben könnten. Es muß, danach zu urteilen, mit der Bildung in Lemgo noch nicht allzu weit her sein. Allerdings ist die Orthographie ja schließlich auch feine leichte Kunst. Das mußte zu seinem Leidwesen sogar der Präsident des Gerichtshofs am eigenen Leibe erfahren, als er der Angeklagten mit dem Buchstabieren eines Eigennamens eine Falle legte. Die Angeklagte buchstabierte, wie im anonymen Brief stand, Genofeva". Der Präsident verfündete als richtige Schreibweise Genovefa", mußte sich diese aber vom Verteidiger beschämt in„ Genoveva" korrigieren lassen. Was half es ihm, wenn er sich auf Vorgän= ger, wie Hebbel und Tieck, berief. Die neueſte offizielle Orthographie hat die klassische Zeit der deutschen Dichtung längst zum alten Gerümpel geworfen. 79 Hltes Eilen." ( Von unserem Gerichtsberichterstatter.) S. Görlitz, 23. März. Vor der hiesigen Straffammer hat ein Riesenprozeй wegen großer Diebstähle aus königlich preußischen Eisenbahnwerkstätten begonnen. Auf der Anklagebank ſizen: 1. der Großkaufmann Nathan Viktor Friedeberg aus Breslau, 2. der Eisenbahnmaterialienverwalter Adolf Büttner aus Soest in Westfalen, 3. der Eisenbahningenieur Passarge aus Lauban in Schlesien, 4. der Eisenbahnbeamte Heinrich Rücker aus Ober- Bertelsdorf, 5. der königliche Materialienverwalter Schiewenz aus Lauban, 6. der Eisenbahnarbeiter August Wolf aus Görlig, 7. der königliche Eisenbahnmaterialienverwalter August Franke aus Lauban und 8. der Eisenbahnbeamte Gust. Schwarz aus Lauban. Der Hauptschuldige an der ganzen Affäre ist ohne Zweifel der erste Angeklagte. Seit mehreren Jahren wurde in verschiedenen Eisenbahndirektionsbezirken, so Breslau, Dortmund, Bromberg, Halle und Berlin, die Beobachtung gemacht, daß in nach Breslau bestimmten Güterzügen, meist in den Schlußwagen, ganze Waggonladungen Eisenbahnmaterial mitliefen, das aus königl. Preußischen Eisenbahnwerkstätten herstammte und zum Teil noch so gut erhalten war, daß die beteiligten Beamten sich die Bezeichnung„ Unbrauchbares Altmaterial" an den Wagen nicht zu erklären_vermochten. Der Empfänger war in allen Fällen der Angeflagte Friedeberg, der in Breslau eine große Altmaterialhandlung besitzt und mit den Jahren zum reichen Manne wurde. Es handelte sich um aus den Eisenbahnbetriebswerkstätten gestohlenes Material. Natürlich steckten mit Friedeberg eine Anzahl Beamten unter einer Decke. Allein aus den Werkstätten in Lauban sollen im Laufe der Zeit 50 Waggons gestohlenes Material an Friedeberg gelangt sein, aus dem dieser ca. 60 000 Mark gelöst hat. Die mitschuldigen Beamten standen sich bei diesem Handel ebenfalls recht gut. Alle haben mehr oder weniger reiche Depots auf der Sparkasse. Schiewenz z. B. hat sich für 12 000 Wertpapiere zugelegt, seine Töchter elegant ausgestattet und stets einen guten Tag gelebt. Friedeberg wußte die moralischen Bedenken der Leute stets mit dem lockenden Hinweis zu zerstreuen, daß es auf ein paar blaue Lappen nicht ankomme. Das bikchen Geld zur Bestechung spielte für ihn natürlich keine Rolle. Er machte ja ſtets das beste Geschäft, da er die Ware umsonst hatte. Jetzt wird sie ihm aber doch wohl mehrere Jährchen Gefängnis kosten. Nab und Fern. * Ein jugendlicher Unhold wurde in Metzendorf bei denburg verhaftet. Der 16jährige Arbeitsbursche Heitm überfiel ein noch nicht schulpflichtiges fleines Mädchen, b Die Grund Popfer haber gewaltigte es und versuchte es dann zu erdrosseln gesehenen Stra wurde hierbei von den Eltern der Kleinen überrascht uadratmeter festgenommen. Das mißhandelte Kind starb infolge eländeaustau Strangulation, während Heitmann zunächst zur Beobeubau am Die Gräfin Montignoso ist von Fiesole bei Florenz nach Poggio Imperiale übergesiedelt, wo sie eine kleine Villa gemietet hat. Wie italienische Blätter behaupten, empfängt die Prinzessin täglich ganze Stöße von Sympathiefundgebungen aus Sachsen. Viele Briefe sind mit Geld beschwert einer mit der hübschen Summe von 1500 Mark, die ein Anonymus schickte. Die Prinzessin sei entschlossen, in dem Kampf um ihre Rechte nicht nachzugeben. Eine Wolfsjagd in Ostpreußen. Im Stadtwäldchen von Strasburg in Ostpreußen, gar nicht weit von den Häusern, hatte sich eine Wölfin häuslich niedergelassen. Die Bestie wurde in einem Treiben umsteilt und glücklich erlegt. tung seines Geisteszustandes nach der Irrenanstalt Wehnen überführt wurde. iir das Mehr ro Quadratm au am Gel worden und gefunden. und fordere Eine Verletzung der schweizerischen Grenze durch lienische Zollwächter wird aus Chiasso berichtet. Die 3 wächter drangen in ein 250 Meter von der Grenze belege Gehöft ein, in dem acht Zentner Tabak und Zigarren diese auf italienischen Boden zum Zollposten. Sie ga Wert von mehreren Tausend Franken lagerten und brad Nowad gezo an, sie hätten die Waren im Walde gefunden. Eine Un im Teufelsl suchung ist eingeleitet. Bei diesem Der Lehrbube als Mörder. In Wien wurde der stehende alte Jahre alte Lehrling Franz Heiny als Mörder der Ehef ift. Ihre seines Meisters Reitel verhaftet. Der Mord war bere Direttor St am 8. d. Mts. erfolgt. So lange hat der jugendliche Mörd halle für de es verstanden, seine Schuld zu verheimlichen. abgelehnt. Firma D Die Londoner Skandal- Chronik wird voraussicht den gesamt um einen neuen Fall bereichert werden. Vor kurzem sta Firma Sch in der englischen Hauptstadt der durch seine Erzentrizitäte bekannte Marquis of Anglesey. Er hatte es fertig gebrad sein väterliches Vermögen, das ihm jährlich 2 100 000 m Zinsen abwarf, durchzubringen und dazu noch sein Majorat mit einer Schuldenmasse von 10 Millionen zu belasten. Der Marquis hatte in seinen jungen Jahren sich mit einer Cou Jahre die le eines Straße mußte aud Hellenden Gen Ansprüchen der Gläubiger entzogen blieb. Bald nach den anal nach d Stadt eingeb Anddften, 13. sine verheiratet und dieser bei der Hochzeit eine Jahresrente jegt entbunde bon 100 000 Mt. ausgesetzt, die nach englischem Recht den Am Kühn's Flitterwochen ging jeder der Ghegatten seine eigenen Wege jetzt aber in seinem Elend erinnerte sich der Marquis feiner Frau und deren Rente. Er fand Zuflucht bei ihr, sie nahm ihren Mann freundlich auf und pflegte ihn zu Tode. Nun geht der Titel und das Majorat des Marquis an einen ent fernten Verwandten über, und damit erlischt auch die Rente der Witwe, die sich nach englischen Begriffen der Dürftigte ausgesetzt ſieht. Die Marquise will nun den Antritt der Erbschaft durch den neuen Marquis anfechten mit der Be gründung, daß sie innerhalb der nächsten Monate einer Kinde das Leben geben werde. Die Erben wollen in diesen Falle ihrerseits die Legitimität des Kindes anfechten. D mit hätte die Londoner Skandal- Chronik wieder einen e baulichen Stoff gewonnen. Frb berichtet O nannte o der Pläne Es ist der Konzerte d der Konzer lung befan bau ihre G haufes bere den Gedank für glüdlich für Konzer Abende nöt Die K spiel und Stellung fehr eingeh barin freie in welchem follen, wer Tages- Chronik. Zwischen Weinheim und Lützelsachse in Baden wollte ein junger Raufmann von einem Wagen eines in voller Fahrt befindlichen Eisenbahnzuges in einer anderen gehen, fiel ab und wurde überfahren und sofort getötet. Im Gerichtsgebäude zu Dortmund vergiftete sich ein Arbeiter nach seiner Verurteilung mit Lysol. Der Fluß Monongohela in Nordamerika hat einen großen Teil des Distrikts Pittsburgh überschwemmt und be trächtlichen Schaden angerichtet. Sikung der Stadtverordneten Gießens. n Gießen, 23. März 1905. In dieser voraussichtlich letzten Sigung des laufen: den Rechnungsjahres waren außer den beiden Bet geordneten Georgi und Curschmann nur 17 Stadt verordnete anwesend, es gab also 13 leere Stühle. Oberbürgermeister Mecum eröffnet 45 Uhr die Sigung und kam vor Eintritt in die Tagesordnung auf die in letter Sigung der Versammlung erfolgte Vergebung des Druckes der Schuldverschreibungen zu sprechen, da die Brühl'sche und v. Münchow'sa e Druckerei durch eine Annonce in Nr. 61 des G. Anz." diesen Beschluß der Stadtverordnetenversammlung als höchft unforreft bezeichnet haben. Er weise die darin ents haltenen Angriffe energisch zurück, weil die Stadtver ordneten über alles das was sie beschließen Niemandem eine Verantwortung schuldig sind. Auch Stadtv. Kirh legte Protest dagegen ein, obgleich man verschiedener Meinung sein kann über die Vergebung dieses Autrages. Die Sache ging auch etwas raich. Die einige Tage später erfolgte Submission auf Rabiz- und Betonarbeiten ist ohne Wissen des Oberbürgermeisters in den beiden hiesigen Tages- Zeitungen nicht bekannt gegeben und O.-B. Mecum bedauerte dies. Er habe angeordne daß für die Zukunft sämtliche Ausschreibungen ta den beiden Blättern befannt gemacht werden. Ferner fam ein Schreiben des Polizeiamtes zur Verlesung wonach schon jahrzehntelang für Abänderung resp. Ver besserung der Diensträume Antrag gestellt set. Stadtb Helm hatte nämlich in vorlegter Sigung in diesem Sinne interpelliert, aber vom D.-B. eine ablehnend Antwort erhalten. Punkt 1 der Tagesordnung. Papierwarenhändle Lüdeking am Seltersweg hat in seinem Hause für Anbringung der Klosettanlage tatsächlich keinen Plat und ist um Dispens eingekommen, daß er die Anlag an anderem passenden Blaze anbringt. Wird genehmig mit der Bedingung, daß bei einem evtl. späteren Neubau nachträglich die Anlage nach Vorschrift gemacht wird. Die äußere ausgeführt nicht überit 500 ME. wurfes fo werden. Das find welche vor Stadtbero Stadtb. H Konzertber lich halte, belführe, so Anficht, da ( Konzert)-3 wurde, so fü der Tatsach faufaften d Stadt fich n gebunden ba bernommen nicht zerftüd 60 000 E angeboten m Damit feiner Anregung Dem Thea Reftaurat gefehenen bürgerme halte, da Dache zur und Preis genommen lebernahm begräbniff wird gene Die A ift diefelbe Georgi, S männer: A J. H. Ihring hat für seinen am Landgraf: wurde die Philippplag gelegenen Neubau eine andere Faffade mit Hartmann Holzwerk vorgesehen. Der hierzu erforderliche Dispens Wagner für Das Schirmgeschäft Levi am Seltersweg ist auch Stallung um Anbringung eines 15 Ctm. tiefen Schaufaftens an seinem Hause eingekommen. Da aber die Passage an dieser Stelle sowieso schon zu eng ist, erfolgt die Ablehnung. Dem Mühlenbesiger Möser ist in einer früheren Sigung genehmigt worden, einen Gang über das an seiner Mühle gelegene Wehr herzustellen gegen eine jährliche Anerkennungsgebühr von 10 Mark. Letztere ist ihm zu hoch und beantragte Herabsetzung auf die üblichen Taren von 1 oder 2 Mark. Es wird aber beschlossen, es bei 10 Mark zu belassen. Bum S 2 Jahren erfol berftellung ei Dammes. Die Der Stephanity Antwort erhal damit, daß der Ranalisation et gemacht hätte. er die Aften ift die Antwor urde in Metzendorf b e Arbeitsbursche Hei Die Grundeigentümer 2. Hellmold und Wwe. tiges fleines MädcheDop fer haben an der Schwarzlach für die dort vorder Kleinen überrajdadratmeter 1,12 Mt. Ebenfalls ein gegenseitiger dann zu erdrosseln gehenen Straßen Land abzutreten. Sie erhalten pro Lokales. 23. März 1905. ** Der Großherzog hat am 20. März dem Repe te Kind starb infolländeaustausch ist bei dem Bäcker Deibel' schen tenten an der Theologischen Fakultät zu Gießen, Lic. theol. ann zunächst zur Beubau am Neuenweg erforderlich. Deibel bekommt Emil Fuchs die evangelische Pfarrstelle zu Rüsselsheim, nach der Frrenanitadas Mehr, was er an die Stadt abgibt, 75 Mark Dekanat Groß- Gerau, übertragen. zerischen Grenze dure Chiafio berichtet. Die er von der Grenze bele Labat und Bigarr to Quadratmeter.- Durch den Nowack' schen Neuu am Seltersweg sind die Fluchtlinien andere geworden und auch hier hat ein Geländeaustausch stattgefunden. Es wird von der Stadt an die Eheleute ** Die Großherzogin empfing am 23. März, vormittags 11 Uhr, im Neuen Palais den Vorstand der Aliceschule für Frauenbildung und-Erwerb und der Aliceschule. Die Großherzog'n ließ sich die Damen und Herren nten lagerten und brovack gezahlt für den Quadratmeter am Seltersweg des Vorstandes vorstellen und nahm den Dank derselben für m Bollposten. Sie and fordere Teufels lustgärtchen 100 Mark und für das die Uebernahme des Vorsizes in Verein und Schule entIde gefunden. Eine im Teufelsluftgärtchen zurückliegende Gelände 50 Mark. Bei diesem Punkte kommt Stadtv. Kirch auf die dort gegen. Die hohe Präsidentin ließ sich hierauf über den Stand der Schule und der einzelnen Abteilungen derselben in Aussicht. zog, und unser Kandidat wurde richtig gewählt. Nun aber kommt das dicke Ende wem soll der neue Bürgermeister das Versprechen halten, er kann doch nicht sämtlichen heiratslustigen Wählersöhnen die Schwägerin zum Weibe geben? Wer hilft dem Manne aus der Sadgaffe? K in militärischer Kritiker. Das Kriegsgericht Gießen verurteilte den Unteroffizier Schneider vom 116. Infanterie- Regiment zu 6 Monaten Gefängnis und Ausstoßung aus dem Unteroffiziersstande. Sch. hatte einen Refruten wegen Urlaubsüberschreitung seinem KompagnieChef gemeldet. Dieser bestrafte den„ Bapfenstreicher" anstatt mit Arrest nur mit vorübergehender Entziehung der Erlaubnis, die Kaserne zu verlassen. Der Unteroffizier fritisierte nun vor versammelter Mannschaft die milde Bestrafung des Rekruten und bemerkte, die alten Leute könnten jest ruhig sich auf den vorliegenden Fall berufen. Der Hauptmann habe sich was Schönes eingebrockt und könne nächstens seine Lanze an die Wand hängen. Das Kriegsgericht nahm bei der Strafzumessung an, der Unteroffizier habe durch seine Reden Mißvergnügen gegen den Dienst unter Kameraden erregt und versucht, durch Mißbrauch seiner dienstlichen Stellung Untergebene zu einer mit Strafe bedrohten Handlung zu bestimmen. In Wien wurde detehende alte Pumpe zu sprechen, die wohl überflüssig Bericht erstatten und stellte demnächst ihren Besuch daselbst Bapfen streichen und wenn sie bestraft würden, sollten sie Derheimlichen. § Parlamentarisches. Rommenden Donnerstag, den 30. d. M., tritt die Zweite Kammer zu ihrer y als Mörder der Ehf. Ihre Beseitigung wurde beschlossen. Die vom Der Mord war be Dire ftor Stöcifo beantragte Vergrößerung der Turnhat der jugendliche Malle für den Neubau der Höheren Mädchenschule wurde ronik wird voraus den gesamten Neubau vorgenannter Schule wurde der verden. Vor kurzem firma Schaffstädt für 24950 Mark übertragen. Surch seine Erzentirma Dykhoff u. Wiedemann, welche im vorigen dazu noch sein eines Straßenfanals in die Bismarckstraße ausführte, illionen zu belaste mußte auch für Beseitigung der nachträglich sich einabgelehnt. Die Heizungs- und Lüftungsanlage für 103. Sigung zusammen. Fr hatte es fertig g 1 jährlich 2 100 00 hren sich mit Hochzeit eine nach englischem en blieb. Bald eine gatten feine eigenen - Die Jahre die Ueberwölbung des Klingelbachs und Einlegung fellenden Senkungen aufkommen. Sie wird davon jezt entbunden und zahlt an die Stadt 300 Mart.- Am Kühn'schen Grundstück, Seltersweg, wird ein Kanal nach den dahinder liegenden Häusern von der te fich der Marqui Stadt eingebaut, die Kosten tragen die Anlieger. Zum Zuflucht bei ihr, nächsten, 13. Punkt flegte ihn zu Tode Des Marquis an eine -ck Die Hauptgewinne der gestern stattgefundenen Ziehung der Gießener Pferde- Lotterie fielen wie folgt: 1. Gewinn auf Los Nr. 6432 nach Niedermenden 2. 1400 H " " Н " 3. 10114 " " " 1 " 4. 5978 " 11 51 " Gießen Grünberg Gießen 5. 3384 " 1 " " 1 11 " " 6. 55 " " " " 11 M 7. 19114 " " H 11 8. 18308 " " " " 11 9. 338 " " " 15219 " " f " " " Neutsch- Odenw. Gr.- Eichen Gießen. ☐☐ 10 Erbauung eines Stadttheaters mit erlischt auch berichtet O.-B. Mecum, daß die in letter Sizung erBegriffen der Di nannte Kommission getagt habe und für Beschaffung ill mun den Antr der Pläne eine beschränkte Konkurrenz vorschlage. is anfechten mit Gs üft der Theaterbau so borgesehen, daß auch große nächsten Monate Konzerte darinnen abgehalten werden können, trozdem Grben wollen in der Stonzertverein durch ein Schreiben der Versamm lung bekannt giebt, daß die Zeichner für einen Saal. Chronit wieder eine aus ihre Gelber für die spätere Grbauung eines Stonzert: lauses bereit halten möchten. Der Konzertverein hält inheim und Lizeljos en Gebanten: beides in einem Raum abzuhalten, nicht mann von einem M Eisenbahnzuges in e für glücklich, eins müßte immer dem anderen nachstehen; für Ponzertproben seien allein 3 hintereinanderliegende Aberide nötig. 23 Kindes anfechten eßen, 23. März 1 sten Sigung des außer den beide mann nur 17 " Münchholzhausen • Gemeindeftenergeseßentwarf. Die Abgg. Haas, Brauer, b. Brentano, Diehl, Dr. Frenay, Hauck, Dr. Heidenreich, Hirschel, Köhler, Korell, Ripper, Schmal bach, Senßfelder, Ullmann und Dr. Weber haben zu dem Gemeindeſteuergesetzentwurf einen Antrag eingebracht, nach welchem zu den in§ 8 des Gesetzes steuerfrei Bleibenden auch diejenigen gerechnet werden sollen, welche Grundeigentümer und Bächter landwirtschaft: licher Grundstücke sind, insofern sie einzeln oder gemeinschaftlich keinen anderen Handel, als den mit den Grzeugnissen der eigenen Landwirtschaft betreiben, sowie ferner diejenigen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften, welche unbeschadet der Freiheit, auch von Nichtmitgliedern Kapitalien oder Spareinlagen entgegenzunehmen, Wirtschaftsbedürfnisse anzukaufen und Wirtschaftserzeugnisse ihrer Mitglieder an Dritte abzusetzen, die ihrem Zweck entsprechende Tätigkeit statutengemäß und tatsächlich auf den Kreis ihrer Vereinsgenossen beschränken. * Als Hochzeitsgeschenk der Provinz Oberhessen für das Großherzogliche Paar ist, dem„ Bad Nauh. Anz." zufolge, die Herstellung von Räumen im Alten Schloffe zu Gießen in Aussicht genommen und im Anschluß hieran auch ein Geschenk der oberhessischen Frauen und Jungfrauen in Vorschlag gebracht worden, das, soweit möglich, in mit der Hand gearbeiteten Ausstattungsstücken, Vorhängen, Decken usw. für die Räume des Schlosses bestehen soll. Um die dazu nötigen Mittel aufzubringen, haben sich an jedem Drte der Proviz Lokalkomitees gebildet, um Sammlungen dafür in die Wege zu leiten. R Am 10. April wird in Hagenau i. Els. eine von der Reichsbant- Hauptstelle in Straßburg i. Els. abhängige Reichsbanfnebenstelle mit Kasseneinrichtung und beschränktem Giroverfehr eröffnet werden. tmund vergiftete fid Die Kommission empfiehlt ein Theater für Schaumit Lysol. Ueber die spiel und Operetten mit 800 Sipplägen. Nordamerika battellung des Baues unterhielten sich die Stadtväter gh überschwemmt un sehr eingehend und kamen darüber überein den Architekten darim freie Hand zu lassen. Außer einem kleinen Foyer, in welchem kleine Erfrischungen bereitgehalten werden sollen, werden Restaurationsräume nicht vorgesehen. Oneten Gießt die äußere Fassade soll mit Blendsteinen oder Berputz Die Baukosten dürfen 400000 Mt. ausgeführt werden. nicht übersteigen: Es sind 3 Preise: 1500, 1000 und 500 Mt. vorgesehen; dem Verfasser des besten Entwurfes fann eventuell die Ausführung übertragen werden. Die Pläne sind bis zum 15. Mai einzureichen. Das sind in furzen Umrissen die Hauptbedingungen, welche von der Kommission vorgeschlagen und von den Stadtverordnetenversammlungen gutgeheißen wurden. Stadtv. Haubach tam nochmals auf den Beschluß des fon zertvereins zu sprechen, den er für ganz unverständlich halte, das Gebotene, welches eine Verbesserung herbeiführe, so ganz wegzuwerfen. Die hier behauptete Ansicht, daß Schülers Garten gerade für derartige Konzert)-3wede f. 3t. von der Stadt übernommen wurde, so führte Stadtv. Haubach weiter an, entbehre der Tatsachen. Er in Gemeinschaft des D.-B. habe die fau faften durchgesehen und könne wiederholen, daß die Stadt sich nach der einen oder anderen Richtung nicht gebunden habe, fie hat nur die moralische Verpflichtung übernommen, daß das ganze Terrain für Bauspekulation nicht zerstückelt wird. Das ganze Anwesen sei ihr für 60000 Mt. mit der Bestimmung für einen Saalbau gangeboten worden, hat aber 90 000 Mr. gezahlt und damit keinerlei Verbindlichkeiten übernommen. Auf die Anregung des Stadtv. Gabriel, man möchte bei dem Theaterneubau Rücksicht auf die Garderobe und Reftaurationsräume für einen( eventuell später vorgesehenen Saalbau mit nehmen, erwiderte der OberStrategen am Biertisch. Man schreibt uns: bürgermeister, daß er es nunmehr für ganz ausgeschlossen halte, daß beides, Theater- und Saalbau, unter einem zwei Herren unterhielten sich gestern in einer Reſtaucation Gießens über militärische Dinge und kamen daDache zur Ausführung kommt. Die Wahl der Architekten bei auf den Wert des Fechtens zu sprechen. Als und Preisrichter wurde in nichtöffentlicher Sigung border eine mit einem Billardquat eine lebung veranschau genommen. Darauf ging man über zu Punkt 14: bernahme der Unterhaltung des Heim'schen Erb- lichen wollte, stieß er unabsichtlich an eine Lampe, was den Wirt zu einer Bemerkung veranlaßte, sodaß eine begräbnisses für die einmalige Zahlung von 2355 Mr. erregte Auseinandersetzung folgte, die schließlich aber doch bird genehmigt. mit Humor aufgefaßt wurde. eröffnet 5 in die Tagesor Versammlung huldverschreibungs Münchow'sae Dat des G. An erfammlung a Iweise die darin d, weil die Stad beschließen Nieman d. Auch Stadt. leich man berliebe Bergebung vas raidh- Dhe einig auf Rab und Beton erbürgermeife in den nicht bekannt Er habe angen Ausschreibung ht werden. mtes zur Abänderung u g geftellt fel endo er Sigung in diefem B. eine ablehnende Bapiewacenhändle in feinem Hause fü catfäbi feinen Bl en, daß er die Anla ingt Bird genehm em ebtl. späteren ad Borfdrift gem - ? Das Note Kreuz. Gestern Abend fand in Gießen im Restaurant des Brauereibesizers Förisch, Wetsteinstraße, eine Versammlung der Sanitätstolonne vom Roten Kreuz ( 8weigverein Gießen) statt. Nach erfolgter Berichterstattung des Schriftführers und Erledigung sonstiger Vereinsangelegenheiten hielt Herr Brück einen lehrreichen Vortrag über die erste Hilfeleistung bei Unglücksfällen und erteilte dann praktischen Unterricht im Anlegen von Notverbändeu bezw. Verbänden. Diese Uebungs- Abende im Anlegen von Verbänden usw. finden jetzt regelmäßig statt und werden diejenigen, welche bereit sind, der Kolonne beizutreten, gebeten, ihre AnW. steinstraße, meldungen beim Brauereibefizer Förtsch, oder bei dem Vorsitzenden des Roten Kreuzes( Zweigverein Gießen) Amtsgerichtsrat Wiener, einzureichen. ** Lotterie Lotterei! Geistliche und weltliche Mitglieder firchlicher Körperschaften Elsaß- Lothringens unterbreiteten dem Landes- Ausschuß eine über 1000 Unterschriften tragende Petition, in der gebeten wird, der Landes- Ausschuß Die Kommission für Regulierung der Gewerbesteuer dieselbe wie im vergangenen Jahr: Beigeordneter Georgi, Stadtv. Petri und Kaufmann Fischbach, Ersatzmänner: Architekt Stein und Kaufmann Röhr. Darauf Hartmann für An den Bahnhöfen 80, dem Ludwig erforderliche Dispa Wagner für Lonys Bierkeller und dem Karl Valentin für die Schüßenstraße, letterer wird wegen den Märkten bi am Selterswe auch Stallungen mit einrichten. feinen am Landg wurde die Schanktonzession erteilt dem Georg möge dem Lotterie- Sesehentwurf seine Zustimmung versagen. ne andere Faffade r Aus dem Niddertal, 23. März. Neue Kur. En Gastwirt hatte, da seine Frau gestorben, eine recht tüchtige Mamsell in die Wirtschaft genommen. Immer frisch und munter, war fie der Liebling der Cäste. Plößlich tommt die Influenza und verdirbt der Mamsell die Munterfeit und den Appetit. Die Gäste raten hin und her, wie man diesen störenden 8wischenfall beseitigen fönne und verfallen schließlich auf die Idee, der Mamsell heimlich eine kleine Dosis Brockmann's Futterkalt in das Essen zu geben. Gesagt, getan! Die Wirfung war eine überraschande. Der Appetit der Mamsell nahm sichtlich zu und heute ist sie wieder wohlauf und guter Dinge. K Hanau, 23. März. Billige Wohnungen. Der zum Betrage von 300 000 Mt. Auf dem Gelände sollen Reichstage abgeordnete Müller- Fulda faufte hier Baugelände billige Wohnungen errichtet werden. K Kassel, 23. März. Wohltäter. Der Graf zu Nidda, der kurze Zeit hier in einem Hotel wohnte und sich dadurch Unannehmlichkeiten zuzog, daß er allabendlich auf dem Königsplage durch unsinnige Geldspenden Menschenaufläufe erregte, ist jetzt von hier nach Darmstadt abgereift. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 25. März. Vorübergehend etwas wollig und vereinzelt ( Rheinhessen) unbedeutender Regen, später wieder heiter, nachts, erheblich milder, tags nur wenig milder. TrockenPeriode fortdauernd. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag Dculi, den 26. März. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. Abends 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männl. Jugend der Matthäusgemeinde. Dienstag, den 28. März, abende 6 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weibl. Jugend der Markusgemeinde. In der Johannesfirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrossistent Schulz. Abends 6 Uhr: Professor D. Ed. Montag, den 27. März, abends 8 Uhr: Bibelstunde im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Pfarrassistent Schulz. Mittwoch, den 29. März, abends 6 Uhr IV. Passionsandacht. Parrer Euler. Nächstfolgenden Sonntag, den 2. April, Beichte und heil. Abendmahl für die Lukas- und die Johannesgemeinde im Abendgottesdienst. Anmeldungen vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Batholische Gemeinde. Samstag, den 25. März. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 26 März. 3. Fastensonntag. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erfte heil. Messe, vor und to derselben Austeilung der heilig. Kommunion. 19 P " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 5.30 Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. 1. Mittwoch Abend um 6 Uhr: ift Fastenandacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Sonntag, Oculi( 26. März.) predigt vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Eph. 5, 1-9. Lied Nr. 274. aber die Paffage 2Jahren erfolgte Eingabe an die Bürgermeisterei zwecks Bahltniff, der lebhaft an die berühmte Weißefugelgeschichte 2. nachmittags: Defan Wagner. Hefen Schaufaffen ift, erfolgt die Mofer ift in eine en, einen Bang ber hr herzustellen gegen br bon 10 a tragte Serabung 2 Mart wit belaffen. Zum Schluß fam Stadtv. Jann auf eine vor herftellung eines Fußweges von der Ebelstraße nach der Stephanstraße mit Ünterführung des EisenbahnAntwort erhalten. Die in Aussicht genommene Einführung der preußischen Klassen- Lotterie in den Reichslanden sei eine Gefährdung wichtiger sozialer und sittlicher Interessen des Volkslebens. *** Alles für die Wahl. Auf einen raffinierten der Fliegenden Blätter" erinnert, verfiel fürzlich ein biederer Dorfbürger im Odenwald, der über Nacht plößlich seine hatte. Um nun nicht das schon etwas abgegriffene Wahlmittel des Freibiers zur Erreichung der höchsten Würde anwenden zu müssen, heckte er einen neuen Trick aus: er versprach nämlich verschiedenen Wahlberechtigten schiedenen Wahlberechtigten natürlich jedem im geheimen für sich dafür zu sorgen, daß seine Schwägerin, eine gute Partie, den Sohn des Wählers heiraten solle. Das damames. Die Interessenten hätten bis heute keine Qualifitation zum Bürgermeiacht plößlich seine O.-B. Mecum entschuldigt sich Dammit, daß der Weg projektiert war, wenn infolge der Aamalisation ein Durchstich des Bahndammes fich nötig gemacht hätte. Das set aber nicht eingetreten und da et die Aften nicht wieder zu Gesicht bekommen habe, t die Antwort unterblieben. - Text: Luc. 11, 14-28. Lied Nr. 59. Gottesdienst im Hospital nachm. 4 Uhr. Gottesdienst zu Stangenrod nachm. 1 Uhr. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet ftatt: Sonntag, den 26. März, vormittags 91 Uhr. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Warenhaus A. Goldschmidt Schulstrasse 6 X Giessen X Schulstrasse 6 Ausnahmetage.. 25., 26., 27., 28., 29. 30. März Ein ganzer Waggon prima Ware für Haus- und Küchen- Einrichtungen in Steingut Porzellan" Emaille Σ ist angekommen. Um hiermit schnell zu räumen und Glas und Holzwaren werden diese an den festgesetzten Tagen zu Ausnahme- Preisen verkauft. Bei Einkäufen von Mk. 1. an eine hübsche Zugabe! Bekanntmachung. Zur Erlangung von Vorentwürfen für das Gießener Stadttheater ist ein beschränkter Ideenwettbewerb ausgeschrieben worden. Die Entwürfe find bis zum 15. Mai bei uns einzureichen. Gießener Architekten, die an dem Wettbewerb teilnehmen wollen, finnen die Unterlagen dazu in der Zeit! bom 25. bis 31. März auf der Bürgermeisteret, Zimmer 15, in Empfang nehmen. Steßen, den 24. März 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 18. Februar 1905 angeordnete Sperre der Schloßgaffe wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 23. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betr.: Maßnahmen gegen die Tollwut, hier Hunde= sperre in Gießen. Bekanntmachung. Am 21. d. Mts. wurde aus der Stadt Gießen ein Hund in die hiesige Veterinäranstalt eingeliefert, welcher dortselbst getötet wurde, weil bei ihm Tollwutverdacht borlag. Auf Grund des§ 20 der Reichsinstruktion_zum Viehseuchengeset wird deshalb für den Bezirk der Stadt Gießen und der dazu gehörigen Gemarkung angeordnet, daß alle Hunde festgelegt oder mit einem sicheren Maulforb bersehen an der Leine geführt werden. Tollmutberdächtige Tiere sind von dem Befizer oder demjenigen, unter dessen Aufsicht sie stehen, sofort zu töten oder bis zu polizeilichem Einschreiten in einem sicheren Behältnisse einzusperren. Die Hunde dürfen ohne polizeiliche Erlaubnis nicht in eine andere Gemarkung verbracht werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Anordnung werden mit Geldstrafe von 10 bis 150 Mt. oder mit Haft nicht unter einer Woche bestraft. Die Benutzung der Hunde zum Ziehen ist unter der Bedingung gestattet, daß dieselben fest angeschirrt mit einem sicheren Maulforbe versehen und außer der Zeit des Gebrauchs festgelegt werden. Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleitung der Herde, von Fleischerhunden zum Treiben von Vieh und von Jagdhunden bei der Jagd kann unter der Bedingung gestattet werden, daß die Hunde außer der Zeit Wohne vom 22. d. Mts. ab Seltersweg 64 im Hause des Herrn Weinhändler A. Schwan. Sprechstunden: 8-10, 22-4 Uhr. Dr. Geyer, Arzt. Geschäfts⚫ Drucksachen wie Rechnungen, Brief bogen Briefumschläge Mitteilungen Quittungen, Adresskarten solid in Ausstattung u. Preiswürdigkeit liefert Albin Klein Buchdruckerei GIESSEN - des Gebrauchs( außerhalb des Jagdreviers) festgelegt, Prämiiert oder mit einem sicheren Maulforbe versehen, an der Beine geführt werden. Hunde, welche diesen Anordnungen zuwider frei umherlaufend betroffen werden, können auf polizeiliche Anordnung getötet werden. Gießen, den 22. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Seltersweg 83. auf allen beschickten Ausstellungen. May Arnold Sieb- und Drahtwaren- Geschäft Neuenweg 2 Gießen liefert Sängerchor des Turnverein Neuenweg 2 Gießen. Samstag, den 25. März 1. J., abends 9 Uhr: Familienabend mit Tan im Hotel Einhorn. Bier im Glas. Freunde und Gönner des Vereins sind herzlich eingeladen. G. F. F. Montag, den 27. März 1905 abends pünktlich 8½ Uhr Uebung des; 1. Löschzuges. Das Kommando. Joh. 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