on frifiert und b nd nun sucht er eith thl, blättert darin, in fleiner Junge, folche Gile, das ob der dumme Jun חצר 145. Sertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberWen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Mbaltion u. Saupterpedition: teßen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. on dem wunderbare Freitag, den 23. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährt. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten dlichen Amerika g hindurch Abenteure Schimmer feiner an lodte? El Dorado der Glaube an seine hist die ganze Mir merifas mußten in ihren Feinden, den ores" zu berbreiten, Amerita jei jo rei iner Berion fich fog und mit Goldftaub iefes Land Pais de eten". Diefer Nim genug gefallen fein wiffen, weshalb et hm. In den ment 1s über Nacht feine ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Marokko- Konferenz. ( Fig. Bericht.) Paris, 22. Juni. Nicht gestern, wie den Tatsachen vorgreifend gemeldet worden, ist die französische Note über die Marokkokonferenz die Diener, Saumann dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin gelangt, sondern ht, als das Suchen Frühestens heute Abend, vieueicht erst im Laufe des morgigen nach diesem Bunder e Ziel vieler erfolg Schriftstückes erfolgen. Obgleich aber die Formulierung noch Fe Nachricht von dem nicht beendet ist, sind bereits ziemlich genaue Angaben über den wies, glaubten dog Inhalt in die Oeffentlichkeit gedrungen. Das A und O der mit ihnen nannte allgemeinen Marokko Konferenz willigt und seine TeilWunschgüter, alles nahme zusagt. Freilich ist diese Zusage an VorbedinSages soll die Ueberreichung des recht umfänglich geratenen Dorado". Warnung! ah, und Moos, םייםיר 20 Imort, ing lend immer.) mer: res Lindenp die Diver not hier wachsenden Erbiterung mast den kleinsten Teil der Schuld ihm zuschoben, alle Schuld auf Rechnung der Verhältnisse setzten, die nach ihrer Meinung keinen anderen Ausweg als den der Trennung zuließen! Der Streit um die gesonderten norwegischen Konsulate, sachlich belanglos, war nur von symptomatischer Bedeutung. Gerade die Geringfügigkeit des Anlasses zu dem äußersten Entschluß ist ein Beweis dafür, daß dieser Entschluß unvermeidlich war, daß er förmlich in der Luft lag. Es ist darum auch ziemlich gleichgültig, ob, wie wir glauben, bei der Beurteilung der Konsulatsfrage die größere staatsmännische Einsicht bei König Ostar war oder, wie die Norweger meinen, bei ihren Vertretern. Die Union als solche wurde von den Norwegern als Druck und Last, als eine Beeinträchtigung ihrer natürlichen Selbstständigkeit empfunden, und die natürliche Folge davon war das Hinausdrängen aus der Union. Diese Tatsache allein aber ist ausreichend, die Union zu einem unnatürlichen Bunde zu machen. Verbündete, die auseinanderstreben, die bon gegenseitigem Mißtrauen erfüllt sind, die keine innere Gemeinschaft und Willensübereinstimmung haben, sind eben keine Verbündeten mehr, auch wenn sie so zu heißen fortfahren. Hier gibt es nur zwei Wege: Unterjochung des einen Teils durch den andern, welcher Unteriochung in ferner Zukunft die in diesem Fall unwahrscheinliche Verschmelzung folgen kann, oder Trennung. gungen gefnüpft. Es soll voraufgehend festgestellt werden, daß gewisse Mchte Frankreichs, die von Marokko bereits tatfählich eingeränmt sind und die einzig Frankreich zu fallen können, weil dieses durch Algier au Marokko grenzt, nicht der Gutheizung oder auch nur Erörterung seitens der Marokkofonferenz unterliegen. Diese örtlichen Vorzugsrechte bestehen darin, daß die marokkanischen Grenztruppen( an der algerischen Grenze) unter französischen Befehl gestellt und dort Musterkompagnien mit Verwendung französischer Unteroffiziere und Soldaten gebildet werden. Mit anderen Borten heißt das: Frankreich beansprucht mit Marokkos Zustimmung die Ausübung der Grenzpolizei an der maroftanisch- algerischen Grenze, wobei fränzösische und ma rottamische Polizeitruppen unter französischem Befehl verwendet werden. Eine weitere Vorbedingung liegt in der Ablehnung einer internationalen Kontrolle für die Maßnahmen, die Frankreich zu treffen für gut findet um Maroffo militärisch politisch zu reorganisieren und da durch den Schutz von Leben und Gut den europäischer Rolomisten in Marokko zu gewährleisten. Nach Anerkennung dieser Vorbedingungen soll Deutschland ein Programm füi die Marokka- Konferenz aufstellen. - Man sieht, daß hiernach für die Konferenz und für Deutschland nicht viel übrig bleibt und für Marokkos Selbständigkeit auch nicht. Es ist deshalb wenig wahr. scheinlich, daß Deutschland die Vorschläge der fran zösischen Note unverkürzt annimmt. Im Gegenteil spricht alles dafür, daß man von Berlin aus die französischen Anforderungen( die unfraglich darauf eingerichtet sind) starl türzen und nur einen Bruchteil übrig lassen würde, gerade groß genug, um die Franzosen nicht allzusehr zu verstimmen Die Grenzpolizei wird wohl eingeräumt, aber in ihre Birksamkeit auf eine genau umschriebene und nicht zu breite Bone eingeschränkt werden. Jedenfalls wird es noch ge zaume Zeit dauern, ehe die Konferenz- Vorfragen zum bschluß gebracht sind. Lebigftraße 58 Juli eine schöne 46.5 nung mit allem Jub mit Bleiche und Gart preiswert u bermieten. I Zimmer 3. ver Bießen, Steinitraße 5 Der Zerfall der nordischen Union. - Amide japaniljaje tule besagen, daß eine japanische Abteilung am 19. Mai Lienwacheh ohne Widerstand besetzt hat. Sie besetzte ferner Jangmulinzu, zwanzig Meilen nordöstlich von Weipienpamen und verdrängte den Feind, der nach der nach Kirin führenden Straße zu mehr nordwärts weiterging. Eine andere Abteilung vertrieb am 19. Juni den Feind a s Jangzuling, zehn Meilen nördlich von Weijuanpumen, vo besetzte die Hügel nordwestlich von Schihaiwozu, das nördlich von Jangzuling gelegen ist; sie verdrängte auch den Feind, der dort die Stellungen im Norden und Nordosten innehatte. Ja der Gegend von Tschangtu rückte eine Abteilung der Japaner gegen die Eisenbahn vor, vertrieb Feind und besetzte die Hügel südlich von Suimeaozu, achtzehn Meilen nordöstlich von Tjajangtu. Norwegen hat diese Trennung einfcilig vorgenommen. Einfeitig, also rechtsbrüchig. Kö g Ostac hat gegen den Rechtsbruch Verwahrung eingelegt. Aber er bewies große Weisheit und große, beide Länder gleichmäßig umfassende Vaterlandsliche, indem er ohne Zögern die Erklärung abgab, daß eine erzwungene Union die Kosten des Zwanges nicht wert sei. Er berief den schwedischen Reichstag, um mit diesem die formgerechte Auf ösung der Union in die Wege zit leiten. Der König von Ca veden und sein Parlament sind einig in diesem Willen, und zusammen mit dem norwegischen Storthing werden sie eine befriedigende Modalität finden, die den vorausgegangenen Rechtsbruch heilt, ohne auf der einen oder der anderen Seite einen Stachel zurück. 311'assen. Ganz leicht wird das nicht sein, den: die tatsäch liche norwegische Regierung wird auch den Schein vermeiden wollen, als erfenne sie an, daß ihr Vorgehen revolutionär, d. i. rechtsbrüchig gewesen. Guter Wille eben ist hüben wie drüben vorauszusetzen, und darum ist Hoffnung auf gutes Gelingen berechtigt. ( Von einem skandinavischen Politiker.) König Oskar von Schweden hat bis zum Schluß wahrhaft musterhafte Haltung gegenüber der norwegischen Revonition gewahrt und die friedliche, gefeßmäßige Lösung der Union angebahnt, die zwischen Schweden und Norwegen meunzig Jahre lang zu Recht bestanden. Kann man eine gewisse Anerkennung den Norwegern nicht versagen, die mit Eubiger Entschlossenheit die Trennung schnell durchführten, Die fie einmal für notwendig erachtet hatten, und dabei werigstens jede verlegende Form vermieden, vielmehr dem Ronig, von dem sie sich lossagen zu müssen glaubten, ehrerbietige Empathie ausdrückten, seine guten Absichten als unzweifelhaft Estellten, ja die Erlaubnis von ihm erbaten, seinen jüngeren Bohn zum König zu wählen-so hat sich König Oskar über jedes Bob erhaben gezeigt und niemals königlicher als in dem Augenblick gehandelt, da er den Entschluß kundtat, um des schwe boch en Volkes willen die Krone Norwegens vom Haupt zu mehmen. So imponierend erscheint der Hochbetagte König, boaß man begreift, wie die Norweger die Trennung von ihm auch als eine schmerzliche Notwendigkeit empfinden, die sie felbft tief betrauern, daß sie nicht zögerten, unmittelbar nach geschehener Revolution dem Herrscher von gestern ehrfurchtsBoll- herzliche Glückwünsche zur Hochzeit seines Enkelsohnes Barzubringen. .l Auch in Nordkorea drängen die Japaner mit Macht vorwärts. Eine japanische Abteilung beseste am 20. Juni Rangjong. Einige tausend Russen mit Artillerie zogen sich auf das zwölf Meilen entfernt liegende Sinsong zurück. Schließlich gehen Schweden und Norivegen auseinander. um dann friedlich miteinander auszukommen. Möglich, daß größerer Frieden und größere Verträglichkeit als j vährend ihrer Vereinigung bei ihnen gewaltet, nach Trennung bei ihnen einkehren werden. Vielleicht find sie in freier Vereinbarung die Verständigung, die ihnen versagt war, so lange sie in einer äußeren Verbindung standen, die wenigstens der eine Teil als unterjochenden Zwang empfand. Der Krieg in Oftafien. Die Politik. Im Gegensatz zu der Berggeseknovelle hat die Kom mission des Herrenho ses sich zu dem Zechenstilllegungsgeset ablehnend verhalten, so daß die Vorlage als gescheitert an. gesehen werden kann. Die Kommission stimmte einem An. trage zu, den Zwangsbetrieb entweder ganz zu streichen. oder die Uebernahme der Kosten durch den Staat einzu fügen. Der Handelsminister war diesem Antrage entgegen. getreten und hatte erklärt, nach dessen Annahme würde das Gesetz für die Regierung keinen Wert mehr haben; sie würde es zurückziehen. In Voraussetzung der Zurückziehung des Gesetzes wurde eine weitere Lesung in der Kommission nicht mehr vorgenommen. Die Berggeseknovellen sind von der Tagesordnung der auf den 27. Juni einberufenen Sizung des Herrenhauses abgesetzt worden. Während in europäischen Diplomatenfreifen n immer Unklarheit darüber herrscht, ob ein Waffenstillstnd zustande kommt oder nicht, gestaltet sich die Situation ie russischen Armee in der Mandschurei mit jedem Tage schwie. riger. Dem Außenstehenden sind die norwegischen Verhältnisse ver begreiflich zu machen. Das Königtum wurzelt nicht in dem Lande, dessen Volksanschauungen durch und durch Demokratische sind. Der König Norwegens hat mehr die Zeichen der Macht auf seinem Haupte, als die Zügel der Macht in einen Händen. Und das Königtum des Hauses Bernadotte Comite in Norwegen auch nicht allmählich Wurzel fassen, weil die zufällige Entwickelung es fügte, daß die Norweger in ihrem König fast nur den König von Schweden sehen, einen Fremden, der fremde Interessen ihren eigenen, wie sie sie verstanden, voranstellte und vielleicht oranstellen mußte. Die Union umfaßte zwei Länder, von denen das kleinere beinahe naturgemäß zu krankhaft- mißrauischer Rivalität sich gedrängt sah. Der Wille Schwedens nocte fachlich noch so gerechtfertigt sein fam er zur Belting, so empfanden ihn die Norweger als Gewaltherrhaft, und der eigene König erschien ihnen als der Vollrefer fremden Zwangsgebots. Wie gewinnend und liebens mindig muß die Person König Oskars gewesen sein, daß Underberg Boonekamp * O Der Bundesrat genehmigte den Entwurf eines Reichs. geseges über die Aenderung der Grundbuch- Ordnung und stimmte ferner dem Gesetzentwurf für Elsaß- Lothringen zu, in dem die Zu- und Abgänge bei der Kapitalsteuer und die Lose- und Besoldungssteuer geregelt werden. + Aller Voraussicht nach werden die Finanzreform- Pläne des Reichsschapsekretärs vorläufig nicht zur Beratung im Bundesrate kommen. Vorher soll zu Beginn des Herbsted in Berlin eine Zusammenkunft sämtlicher Finanzminister der Einzelstaaten geplant sein. Die Lage des Generals Linewitsch ist verzweifelt, das ist das Resultat, das man aus den einlaufenden M I- dungen fast mit Sicherheit ziehen muß. Er selbst muß in einem Telegramm an den Zaren nicht unerhebliche Fortschritte der Japaner zugeben. So heißt es in seiner let an Depesche: Im Gebiet an der Eisenbahn sind die Japaner bis zur Station Schuanmiaoza gekommen und haben dann die Offensive eingestellt. In dem Bezirk von Liaojangwepin sind sie bis auf ihre alten Stellungen zurückgegangen. Ort lich der Eisenbahn begann japanische Infanterie in der Nich hung des nach Banlaschamyn führenden Weges vorzurücken, machte aber wieder Halt. An der Mandarinenstraße machten die Japaner eine Angriffsbewegung, besonders gegen unsere linke Flanke. Unsere vorgeschobenen Abteilungen gingen etwas zurück und setzten diese Bewegung fort, als die japanische Artillerie das Feuer eröffnete. Die Japaner bejetten Siaoschuschi und Pomalin. Dagegen telegraphieren englische Kriegsberichterstatter, die sich auf dem Schlad, t felde befinden, daß A Für die Lehramtskandidaten an höheren Schulen hal der preußische Kultusminister eine neue Ordnung erlassen. Die Kandidaten haben die Wahl, sich in die Liste eines Pro. vinzial- Schulkollegiums eintragen zu lassen oder sich außer. halb des Schuldienstes zu beschäftigen. Zugleich mit der Eintragung in die Liste sind die Kandidaten zu vereidigen und dann einer höheren Lehranstalt zur unentgeltlichen Be schäftigung zu überweisen. Beurlaubungen zur Beschäftigung außerhalb des höheren Schuldienstes finden nur für eine beschränkte Zeit statt. Die in die Listen eingetragenen Kandidaten sind unmittelbare Staatsbeamten. Oefterreich- Ungarn. 7 Der Konflikt zwischen dem ungarischen Palement und dem nenen Ministerium hat sich noch verschärft infolge der Vertagung des Abgeordnetenhauses. Zum Schluß der Sigung, in der das königliche Handschreiben über die Auflösung verlesen wurde, sprach die Kammer unter stürmischen Szenen dem Kabinett sein Mißtrauen aus, da sein Verbleiben in Amte verfassungswidrig sei. Im Magnatenhause stellte sich das neue Kabinett Mitt: vochobend vor. Auf Antrag des Grafen Dessewffy, beschloß das Haus mit großer Majorität, der Regierung, die unparlamentarisch und verfassungswidrig sei, das Mißtrauen zu votieren. Die Unabhängigkeitspartei beschloß in allen Gemeinden und im ganzen Lande einen passiven Widerstand gegen das unparlamentarische Regime ins Werk zu setzen. Der leitende Ausschuß der koalierten Linken beschloß, während der Dauer der Vertagung des Reichstages ununterbrochen zu tagen, um die Regierung zu kontrollieren. Die liberale Partei nahm auf Antrag Graf Tiszas eine Resolution an, welche ausspricht, daß sie die erfolgte Vertagung des Reichstages als gegen den Parlamentarismus verstoßend crachtet, sie mißbilligt und jede Solidarität mit dieser Handlung der Regierung verleugnet. die Stellung der Russen hoffnungslos verloren sei. General Linewitsch könne kaum mehr tun, als schivo e Versuche machen, die Vorwärtsbewegung der Japaner etto.. zu hemmen. Eine wirksame Verteidigung gegen den japnischen Angriff sei ausgeschlossen. Die russische Kavallerie hat so viel wie gar nichts über die Bewegungen der Jah 1= ner während der letzten fünf Tage zu erfunden vermod, t. Dem russischen Kommandierenden fehlen alle Nachrichten über die Pläne der Japaner, Marschall Oyama hüllt seine Truppenverschiebungen in einen undurchdringlichen Schleier. Die Japaner haben bereits alle diejenigen Positionen g nommen, welche für die Erlangung des Sieges von deutung sind. Einen vollständigen Zusammenbruch der ri.jsischen Armee sieht man als sehr wahrscheinlich an. Jm österreichischen Herrenhause wurde der Zolltaris und das Zolltarifgesetz angenommen. Sämtliche Redner sprachen die Hoffnung aus, daß es immer noch gelingen werde, die wirtschaftliche Einheit mit Ungarn aufrechtzuerhalten; andernfalls aber werde die Regierung rechtzeitig für die Regelung des handelspolitischen Verhältnisses zu den aus. ländischen Staaten unter Wahrung der Interessen der diesseitigen Reichshälfte vorsorgen. Rufsland. * Die innere Zerfahrenheit dokumentiert sich in den fortwährend aufeinander folgenden Erlassen und Regierungs berfügungen. Ein kaiserlicher Grlaß befiehlt die Aufhebung des Sonderkomitees für den fernen Osten nebst der Kanzlei dieses Komitees. Nach den bisherigen Erfolgen der Japaner wird wohl auch im fernen Osten für ein russisches Komitce nicht mehr viel zu tun sein. Großfürst Nikolaus Nikolajewitsch, Generalinspekteur der Kavallerie, ist unter Beloffung in seiner Stellung als Generaladjutant zum Vorsizenden des Landesverteidigungs- Rates ernannt worden. Die Unruhen in den verschiedenen Landesteilen dauern an. In Lodz tam es abermals zu einem Zusammenstoß 31cischen Kosaken und der Volksmenge, wobei achtzehn Personen getötet und über hundert verwundet wurden. In der Stadt Herricht Panik. In dem Fabriforte Iwanow Wojnensk sind große Arbeiterrevolten ausgebrochen. Bei einem Busammenstoße zwischen Arbeitern un Soldaten wurden 28 Personen, darunter eine Witwe und ein Säugling, erschossen, während zahlreiche Personen verwundet wurden. Hmerika. - - Präsident Roosevelt hat den früheren amerikanischen Gesandten in Venezuela Mr. Bowen aus dem diplomatischen Dienst der Vereinigten Staaten entlassen. Bowen war im Widerstreit mit dem Staatssekretär Lovmis geraten, dem ei borgeworfen hatte, sich an Finanzoperationen beteiligt zu haben, die auf politisches Gebiet herüberspielten. Bowen hat die Absicht geäußert, sensationelle Enthüllungen zu machen. + In sehr anerkennender Weise äußerte sich Präsident Roosevelt über Deutschland. In einer Ansprache an Studenten der Clark- Universität erklärte der Präsident Roosevelt, das Land sei Deutschland verpflichtet für die Art und Weise der studentischen Erziehung. Er wünsche, die Amerikaner könnten besonders sich den deutschen Idealismus zu eigen machen, ebenso den scharfen, praktischen, gesunden Verstand, der die Deutschen befähige, ihren idealistischen Sinn zu einem Werk jeug zu machen zur Schaffung der vollkommensten militä rischen und industriellen Organisation, die die Welt jemals gesehen habe. Soziales Leben. [] Mutterschafts- Versicherung. Dem Neichsant des Innern liegt eine Petition vor, die um Einführung der Versicherung für die verheirateten Arbeiterinnen bei und nach der Entbindung ersucht. Es handelt sich darum, eine Berlängerung des Arbeitsverbots für gewerbliche Arbeite. rinnen im Falle der Mutterschaft herbeizuführen, eine staat liche Versicherung zu schaffen, die den Lohnausfall deckt und daneben auch eine Selbstversicherung analog den Bestim mungen der Invaliditäts- und Altersversicherung zu schaffen. [] Die Aussperrung der Bauarbeiter im rheinisch- west. fälischen Industriebezirk nimmt größere Dimensionen en. Die Organisationen der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer stehen sich schroff gegenüber. Die Ausgesperrten erha. en 13 Mark wöchentlich, die Streikposten 4 Mark ertra. Sei dem Zustrom auswärtiger Arbeiter werden Zusammenst Be befürchtet. Zum Schuße der Arbeitswilligen sind von der Behörde Vorsichtsmaßregeln getroffen. Der Arbeitgeber. Schutzverband hat sich bereit erklärt, nichtorganisierte Sr. beiter vom 26. Juni ab wieder einzustellen. Von der Kieler Woche. ( Eig. Bericht.) Kiel, 22. Juni. ** Einwandsfreie Milch. Die Milch spielt im Haushalt eine große Rolle. Um so wichtiger erscheint, daß dieses gesunde und notwendige Nahrungsmittel in jeder Beziehung einwandsfrei zur Verwendung kommt. Im Archiv für Hygiene" berichtet der Forscher D. Dombrowsky, über Ver suche mit der Fütterung an Milchziegen angestellt. Er fand, daß der Geruch von Fenchel, Anis, und Knoblauch leicht in die Milch übergeht. Durch den Knoblauch bekam die Milch einen widerwärtigen Geruch und Geschmack, welcher selbsi nach Kochen und Abkühlen über 15 Stunden hindurch nicht sich verlor. Weniger leicht verändert sich die Farbe der Milch; die Gefahr, daß die Milch infolge von Darreichung gewisser Futterstoffe eine auffällige Färbung annehmen könnte, ist jedenfalls nicht groß. Allerdings zieht Verfütterung von gelben Rüben eine Veränderung der Farbe nach sich. Dagegen vollziehen sich Veränderungen im Geruche dei Milch leicht. Wird Milch in Räumen aufbewahrt, welche einen starken Geruch ausströmen, so nimmt sie diesen Geruch an und zwar oft in solchem Maße, daß dieser den Genuß sol cher Milch verekelt. Darum sollte man insbesondere nicht in Krankenzimmern Milch aufheben, auch nicht für kurze Zeit, da doch in solchen Räumen allerlei unschöne Gerüche man dente nur an Arzneien und Desinfektionsmittelverbreitet sind. Insbesondere nimmt die Milch rasch den Geruch von Jodoform, von Karbolsäure und von Forma lin an. Der Kaiserliche Jachtklub begann seine zweite und letzt interne Wettfahrt für Kriegsschiffsboote heute morgen Uhr 10 Minuten. Es herrschte ziemlich heftiger Westwin und der Himmel war bedeckt. Gemeldet hatten sich 116 Jachten, die in sechs Abteilungen vom Start gingen. Auf der in Kiel vor Anker liegenden Hohenzollern nahm der Kaiser gestern Abend noch verschiedene Mel dungen entgegen und besuchte heute früh die kaiserlich Werft. Die Prinzen Eitel- Friedrich und Adalbert sin ebenfalls eingetroffen. Heute Morgen wurden in Gegen wart des Kaisers im Garten der Marineakademie die von Kaiser der Akademie geschenkten Büsten des Vizeadmiral von Jachmann und des Admirals von Knorr enthüllt. Spä ter begab sich der Kaiser auf den Turbinenkreuzer Lübec und nahm an einer Probefahrt teil, von der er um 12 Uh zurückkehrte. An Bord der Hohenzollern empfing der Kai ser dann den heute morgen hier eingetroffenen Fürsten voi Monaco, der auch zum Frühstück geladen war. Schlagende Wetter. Auf der Beche Dahlbusch bei Essen kamen durch eine Explosion schlagender Better zwei Bergleute ums Leben, zwei andere erlitten Verletzungen. Bei der gestrigen Binnen- Regatta errangen folgend Fahrzeuge Preise: Feinsliebchen 3" den ersten und der Ehrenpreis der Stadt Kiel, Rose" den zweiten, Jenny' den dritten Preis. Von den Rennjachten Klasse Vb belegte Wannsee 5" den ersten Platz. Von den Kreuzerjachter stlasse Va wurde Kefim" erster. In Klasse Vb siegte Leipzig". Von den Rennjachten Klasse VI erhielt Here' den ersten, und von den Kreuzerjachten Klasse VI„ Luise den ersten Play. Von einem Unglücksfall ist der Reid, tags- und Land. tagsabgeordnete Blell betroffen. Er glitt auf der Treppe aus und zog sich einen Knöchelbruch zu. Ein gefährlicher Fund. Ein Schiffer aus Boppot, der am Seestrande spazieren ging, fand einen Torpedo, der dem Lande zutrieb. Ahnungsios nahm er das Ding an sich und versuchte, es mit einem Messer zu öffnen. Als sich unter Zischen Dämpfe zu entwickeln begannen, er schraf er und warf den Fund in die See. Es war die höchst Zeit, denn unter einer starken Detonation erfolgte die Ty plosion, die keinerlei Schaden anrichtete. An die heutige Wettfahrt wird sich die Konkurren der Motorboote unter Aegide des deutschen Auto mobilklubs schließen. Sie werden morgen gemeinsam mit den Jachten eine Wettfahrt nach Travemünde antreten An dem morgigen Haupttag wird auch der Kaiser aktiver Anteil nehmen. Der Beginn der Regatta ist auf- 10 Uh festgesetzt. Gemeldet haben sich 49 Jachten. Ein lebensgefährlicher Betrieb. In einer der städti schen Gasanstalten zn Charlottenburg wird versuchsweis die Fabrikation von Ammoniak betrichen. Schon vor eini gen Tagen war einer der Gasmeister dabei bewußtlos ge worden. Neuerdings wurde ein Arbeiter, der beim Streicher eines Bassins beschäftigt war, ohnmächtig, und zwei Kame raden, die ihm zu Hilfe eilten, erlitten das gleiche Schicksal Schließlich gelang es, die drei Verunglückten unter An wendung von Vorsichtsmaßregeln ins Freie zu schaffen un zwei von ihnen ins Bewußtsein zu rufen, der dritte lieg Hoffmmgslos darnieder. Die Kate als Todesursache. In dem Orte Schön tenld bei Asch in Böhmen wollte eine 70jährige Bäuerir ihre Stake, an der sie mit großer Zärtlichkeit hing, aus der brennenden Gebäude retten, in dem sie ihre Wohnung hatte Sie nuußte ihr Rettungswerk mit dem Leben zahlen. Mi ihrem vierbeinigen Liebling fand sie ihren Tod. Bei der Einfahrt des Kaisers in die Schleuse bei Bruns büttlboog ereignete sich ein kleiner Unfall, der nachträglichk bekannt wird. Die Hohenzollern" rannte gegen das Schlen jentor und beschädigte dieses. Weiterer Schaden entstand nicht Die Beteiligung von Sportfahrzeugen an der Kieler Woche ist in diesem Jahre eine größere als in den Vorjahren Die deutsche Sportwelt stellt 94 Fahrzeuge. Auf der im Hafen liegenden Jachtslotille wehen die Flaggen von neun verschiedenen Ländern, und zwar sind die belgischen, franzö sischen, englischen, schwedischen, dänischen, spanischen, portu giesischen Farben, sowie das Sternenbanner Nordamerikas bertreten. Nab und Fern. A Prinzessin Luise von Koburg kommt doch nicht nach Bad Elster. Sie hat, wie sie dem Wirt vom„ Wettiner Hofe" mitteilen ließ, ihre Dispositionen geändert. Aber im nächsten Jahre will die Prinzessin, so läßt sie verlautbaren, einen längeren Aufenthalt an dem Orte nehmen, wo sie ihre Freiheit einst wiedererlangte. ezer bes auszuslander beler wurde b ein Gebot für di ehl abzugeben Der Unterhändle älfte mehr zu würdige Anregun berzigfeit nichts a des Ueberschuffes Reft für den Gr Tetter Beit viel KL. Neue Radiumwunder. Die Wissenschaft steht not ziemlich ratlos vor den alle bisherigen Erfahrungen übe den Haufen werfenden Eigenschaften des Radiun Jezt kommt aus London eine Kunde von neuen verblüffenden Entdeckung, die der Geie bre Butler- Burke vom Cavendish- Laboraratorium gemacht haben soll. Nach langen Versuchen will Butler- Burke als a sicher demonstriert haben, daß durch Zusammenführung bon Radium und sterilisiertem Bouillon in Versu röhrchen die Urzeugung erwirken könne. Butler- Burte erregte durch solche Experimente Kulturen, die viel Charaktereigenschaften der Lebensfähigkeit aufweisen, bi zum Beispiel Wachstum und Spaltung. Der Forscher fig hinzu:„ Wenn meine Schlußfolgerungen und die der Ge lehrten, die die meinigen untersuchten, richtig sind, stimmen sie genau mit Herbert Spencers Definition Schreckenstat einer Mutter. In Neusalz in Schlesien sah sich eine geschiedene Frau namens Gohle durch eine Strafe bedroht, die sie sich wegen eines Diebstahls zuge. zogen hatte. In der Verzweiflung tötete sie ihre beiden Kinder, einen Knaben von neun und ein Mädchen von fün Jahren, indem sie ihnen die Kehle durchschnitt. Dann war sie sich vor einen Eisenbahnzug und ließ sich von ihm über. fahren. Auch bei der Mutter trat der Tod sofort ein. Ein Wißmann- Denkmal. In Lauterberg, wo der ver sterbene Afrikaforscher Wißmann oft zum Besuch bei seine dort lebenden Mutter geweilt hat, geht man mit dem Ge danken um, ihm ein Denkmal zu errichten. Die städtischer Behörden haben die Einsetzung eines Komitees zu diesem Zwecke beschlossen. Ein Banunfall mit tödlichem Ausgange ereignete sich auf einem Neubau in Wilmersdorf. Zwei Arbeiter stürzten vem vierten Stock in den Hof und waren beide sofort tot. Ein auf dem Hofe beschäftigter Arbeiter brach vor Schred bewußtlos zusammen und konnte nur mit Mühe ins Leben zurückgerufen werden. Der Unfall scheint durch die Un vorsichtigkeit der beiden Verunglückten herbeigeführt zu sein, die das Brett, auf das sie kletterten, um von außen Nägel einzuschlagen, nicht genügend befestigt hatten. des Lebens überein. Vorläufig ist die Theorie wo mit äußerster Vorsicht aufzunehmen. Man erinnert sich un willkürlich an die Entdeckung des Urschleims" durch Häcke die sich nachher als ein Fertum des bedeutenden Gelehrte erwies. Eine Panik auf der Straße entstand in Warschau, wäh rend eine große Prozession anfäßlich des katholischen Feier. tages vorüberzog. Es handelte sich um die Jagd auf einer Dieb. Das Publikum glaubte an ein Attentat und stürzte in wilder Flucht durcheinander. Vier Personen wurder schwer, eine größere Anzahl leichter verletzt. Aus dem Gerichtofl. § Ein Kampf zwischen Mieter und Vermieter hat zu eine.t Urteil geführt, das allgemeines Interesse beansprucht. In Allenstein hatte im April ein Rentier von seiner Nachbarm ein Haus gekauft, um es durch einen Neubau zu ersetzen. Zwei Mieter hatten das Recht, noch bis zum 1. Oftober in dem Hause zu wohnen, und die Verkäuferin hatte den Nä fer rechtzeitig darauf aufmerksam gemacht. Im Mai be gann der letztere mit dem Abbruch des Hauses. Durch eine amtsgerichtliche Verfügung wurde der Abbruch bei Straj androhung untersagt, und das Haus mußte wieder in den ursprünglichen Stand versetzt werden. Vom Landgerichte wurde der Nentier dann wegen versuchter Nötigung in zwei Fällen und außerdem noch wegen Beleidigung zu einer Ge santstrafe von sechs Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Revision wurde vom Neichsgericht als unbegründet vor worfen. A Von einem schoeren Eisenbahn- Unglück wurde der Er preßzung zwischen Chicago und Newyork betroffen. Bei Mentor in Ohio Itef der Rug auf eine offene Weiche und kam dadurch zur Entgleisure. Der Expreßzug ging in Trimmer, und was noch übrig blieb, wurde durch aus: brechendes Feuer zerstört. Dreizehn Personen wurden ge tötet, zwanzig verwundet. Als der Zug an die Unglücksstelle fam, lie er mit einer Schnelligkeit von 70 englischen Meilen in der Stunde. der den Auftrag 释 Poftfarten- 2 Boftfarten zu 2, 5 und ohne befonder die durdy Leimung ** Groß empfing am 21. und Schriftfte fizenden des V ftellervereine, S Benfionsanftal auswärtigen He die Gefchichte d bericht der Pen Aftenftüde mit fich dann bei d der Zusammen Besonders bei und ftande pa Hebung des Jeder Journa Beitung" a Gentleman un toerben." vielfach die n und ihr dabu das Mißtrauen ganz unverbie § Die Doppelgängerin. Der Gerichtshof für Ehescheidun gen in Paris hat sich mit einem Falle zu beschäftigen, wie er nicht alle Tage vorkommt. Ein blutjunger Kaufmann hei ratete vor anderthalb Jahrzehnten ein Mädchen von großer Schönheit. Bald nach der Hochzeit ging ihm die Frau mit einem Liebhaber durch, und der zurückgelassene Gatte hört nichts mehr von ihr. Im April dieses Jahres erschien die Schöne bei ihm, erbat und erhielt volle Verzeihung. Do stellte sich heraus, daß die Dame gar nicht die entlaufene Frau, sondern deren jüngere Schwester war, die jener zum Verwechseln ähnlich ist. Sie hatte gehört, daß der Mann ihrer Schwester im Laufe der Jahre bedeutende Neichtüme erworben habe, und so schien es ihr verlockend, sich an die Stelle der Ungetreuen zu seßen. Der Kaufmann aber wa mit der Doppelgängerin seiner Frau, deren Schönheit ihr einst so sehr berückt hatte, so zufrieden, daß er gewillt ist, si nunmehr zu seiner Gattin zu erheben. Er hat zu den Zwecke die Ehescheidung von der entflohenen ersten Fra beantragt. ☐ Straßensperrung durch einen Irrsinnigen. In San Francisko fielen aus einem Hotel, das an einer belebten Straße liegt, plötzlich von einem Fenster her Schüsse, durc die mehrere Personen getötet oder verwundet wurden. In dem betreffenden Zimmer hatte sich ein Engländer namens Lobb verbarrikadiert, bei dem plötzlich Frrsinn zum Ausbruch gelangt war. Der ganze Verkehr war unterbrochen, da die Schießerei kein Ende nahm. Auch die Polizei, die den gefährlichen Schüßen dingfest machen wollte, sah sich schwer bedroht. Nach zweistündigem Kampfe mit den Polizisten er schoß sich der Frrsinnige, dem die Munition auszugehen begann, selber. Tages- Chronik. Im Steigerwald wurde der Landge richtsrat Gutwald mit schweren Kopfwunden aufgefunden, während seine goldene Uhr mit Kette fehlten und in der Nähe eine Holzart lag. - In Stuttgart brachte ein junger Kaufmann erst sei ner Braut und dann sich selber mit einem Revolver auf der Straße schwere Verwundungen bei. OP Kunft undiffenfchaft. - Vermischtes. =[ Der Kaiser als Automobilist.] Ms Ser Kaiser auf der Fahrt von Hannover nach Hamburg die Lüneburger Heide im Automobil passierte, hat er den Kraftwagen eine verhältnismäßig große Fahrtgeschwindigkeit entwickeln lassen. Die Strecke von der Ulanenfaserne in Hannover bis zum Hafen in Hamburg mit dem Umwege über Lüne burg und Winsen beträgt 182 Kilometer. Diese Strecke isi nach Abzug aller Unterbrechungen und Störungen in drei Stunden 40 Minuten gefahren; das ist also in der Strude eine Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 50 Kilometer. Einigemale ist ein Tempo bis zu 60 Kilometer angeschlagen. Was von übergroßen Geschwindigkeiten bis zu 90 Kilometer in der Stunde erzählt worden ist, gehört in das Bereich der Fabel. Von den drei Wagen des kaiserlichen Automobil tommandos erlitten zwei während der Fahrt Reifenschaden. Das lenkbare Luftschiff. In Schio in Italien fand der erste freie Aufstieg des dem Grafen Almerico da Schic gehörigen lenkbaren Luftschiffes Italia" mit Erfolg statt Die Lenkungsmanöver gelangen vollkommen, doch mußte der Ballon infolge einer Beschädigung des Steuerrades nach 35 Minuten niedergehen. - [ Die Kurpfuscherei in Preußen.] Nach amtlichen Mit cilungen hat sich die Zahl der Personen in Preußen, die ohne approbiert zu sein, die Heilkunde gewerbsmäßig aus übten, im Jahre 1903 erheblich vermehrt, nämlich auf 5148 bon 4104 im Jahre vorher. In nicht weniger als 39 Kreise namentlich des Ostens überwiegt die Zahl der Kurpfuscher die Zahl der Aerzte und Zahnärzte. Das weibliche Geschlecht trägt mit etwas mehr als einem Viertel( 25,9 Prozent) zu Sturpfuschertum bei. Die älteste Person, die Kurpfuscheri betrieb, war ein 83jähriger Korbmacher im Kreise Bielfeld, der Sympathiekuren an Kindern, aber nur Sonn tags, verrichtete, die jüngste Person ein 16jähriger Acker und Bader im Kreise Simmern, Bezirk Koblenz, der Ver renkungen, Beinbrüche usw. behandelt. Die Teilnahme an der Kurpfuscherei verteilt sich auf alle Konfessionen. Von den 5188 Personen, die die Kurpfuscherei ausübten, waren 381, also 7,4 Brozent, bestraft worden. - =[ Vorsicht mit Opium- Tropfen!] Ein bei der Eisen bahn- Werkstatt in Bromberg beschäftigter Schlosser trat zur Linderung von Leibschmerzen ein Schnapsglas voll sp genannter Choleratropfen. Bald nach dem Genuß des Mittels brach er bewußtlos zusammen, und trotz schleunige ärztlicher Hilfe und obwohl ihm sofort der Magen ausg pumpt wurde, gab er feinen Geist auf. Die Medizin hatt eine viel zu starke Dosis Opium enthalten, von dem nu cin paar Tropfen in den„ Choleratropfen" enthalten sein dürfen. - - großes Berdie trauens arbeit entließ der Gr ** Mu wiffenhaften, b die„ Alsfelder Blatt schreibt 2jährige, jö verunglückte d eine blutende das von einer licher Behand hergestellt." [ Der Entschuldigungszettel des Refrnten.] Bei einer Musterung in Bayern erregte folgender Erguß große Heiter Feit, mittelst dessen einer der Stellungspflichtigen sein Aus bleiben entschuldigte:„ Lieber Herr General! Ich fan leider zur Generalmusterung nicht kommen. Mir ist's z heiß. Achtungsvoll! Xaver Schmied." An der nötigen Abkühlung wird es dem Biedermann nicht gefehlt haben [ Der Reservist mit Familie.] Nach Pilsen war ei Tagelöhner zu einer Waffenübung einberufen. Der Man wußte nicht, wovon während seiner Abwesenheit seine Fra und seine drei kleinen Kinder ihren Lebensunterhalt be ziehen sollten. Kurz entschlossen, nahm er sie mit sich in di Garnison. Dort wurde dem Manne bedeutet, daß er schleu nigst um seine Befreiung vom Wassendienste cinfommer selle. Aisbald fonnte er mit Kind und Kegel wieder in jeine Heimat abziehen. [ Ehrliche Teilang.] Wie im Zarenreide Gefeft gemacht werden, davon weiß eine französische Revue folgen - einem Bericht auch noch di Herrn X. Y. S Mizie gute S Ratarrh. Tr ift fie jest faft ift befriedigend gebenft zur N gute deutsche guten Eltern. ** Erl rendanten bei ** Die den Landwirte Verfügung ste hin, daß es, abzuhelfen, fta auch bei der S urlaubung vo ift, daß die der Landwirtfa zählen. Die L Berpflegung de MüllerSchlettstadt waltungstont * Refe tern des 18. bis 14. Juli berufen. Jed bataillon зи und Unteroffiz dem erhält zwei attive und 4 Inftru in Rafernen Dauer der U ** Be Drbigschen G Befiz dis Me ** * für den Landb Bezi bormittags 10 Den Bezirk Lid Dormittags 10 in Lich; für de 30. Juni, vormit in Grünberg. billiger Wohn ammlung am 29. ** Der hef Der Saifon Gatte G- Konzert berfpätet. Biljenschaft steht n igen Erfahrungen i aften des Radium Sunde von ein Sie der Geleh atorium gemadt ba ich Zusammenfüh e auszuwlandern: Ein großer französischer Getreide ler wurde von einem russischen Agenten aufgefedert, Gebot für die Lieferung eines bedeutenden Quan cht abzugeben. Er forderte cinery anständigen Preis er Unterhändler ersuchte den Franzosen schlankweg, di fte mehr zu verlangen, und benründete diese liebens: Butler- Burte als rdige Anregung mit folgenden Worten, die an Offen Bouillon in Veris Ueberschusses ist fiir Sie, ein Drittel für mich und dei fönne. Butler B Kulturen, die igfeit aufweisen, g. Der Forscher ngen und die der ten, richtig find Spencers Defin ist die Theorie Dian erinnert figh schleims" durch H bedeutenden Gelen htofol Bermieter hat zu ei tereffe beaufprudit er von seiner Nade en Neubau zu erie bis zum 1. Ottober äuferin batte den A gemacht. Im Mai be es Saules. Durch eine Der Abbruch bei Stro mußte micder in de en. Bom Bondgeri hter Nolgung in leidigung zu einer nguis verurteilt. t als unbegründet htshof für Gheiche e zu beschäftigen, itjunger Kaufmans in Mädchen von ging ihm die Fra ridgelafjene Gatte eses Jahres cridia volle Verzeihung Jar nicht die entla fter war, die jenn gehört, daß der e bedeutende Neidi r verlockend, sich an Der Kaufmann aber mu, deren Schönheit en, daß er gewillt i eben. Er hat zu h entflohenen ersten& 19. erzigfeit nichts zu wünschen übrig lassen:„ Der dritte Teil Rest für den Großfürsten( hier folgte der Name eines ir Jester Beit viel genannten Angehörigen des Barenha: ises). der den Auftrag zu vergeben hat." ** Postkarten- Blocks. Die Postverwaltung beabsichtigt, Bostkarten zu 2, 5 oder 10 Pfennig in Blocks zu je 10 Stück, die durch Leinung zusammengehalten werden, herzustellen und ohne besonderen Aufschlag an das Publikum abzugeben. Lokales. 23. Juni 1905. Großherzog und Presse. Der Großherzog empfing am 21. den Vorsitzenden des Darmstädter Journalisten und Schriftstellervereins, Oberstleutnant a. D. Gad, den Vorfizenden des Verbandes deutscher Journalisten- und Schrift: ftellervereine, Dr. H. Diez Hamburg, und den Obmann der Bensionsanstalt, Prager- München. Nachdem Herr Gad die auswärtigen Herren vorgestellt hatte, überreichte Herr Dr. Diez die Geschichte des Verbands, Herr Prager den letzten Jahresbericht der Pensionsanftalt. Der Großherzog nahm beide Aftenstücke mit lebhaftem Interesse entgegen und erfundigte fich dann bei den Vorsitzenden eingehend nach der Größe, der Zusammense gung und den Aufgaben des Verbandes. Besonders beifällig begrüßte er neben den standesrechtlichen unb standee politischen Bestrebungen die Bemühungen um hebung des Standesbewußtseins und der Standesehre. Jeber Journalist, führte der Großherzog nach der„ Darmst. Bei tung" aus, müsse von sich sagen fönnen:„ Ich bin ein Gentleman und verlange als solcher behandelt zu werden." Es sei verkehrt, daß man der Presse noch so vielfach die notwendigen Ausfünfte an erster Stelle versage und ihr dadurch die richtige Information erschwere. Aber das Mißtrauen, das sich darin zeige, fi ja auch nicht immer gamz unverdient. Und so erwerbe sich der Verband ein großes Verdienst, wenn er an der Beseitigung dieses Mißtrauens arbeite. Mit Wünschen für die Erfolge ihrer Arbeit entließ der Großherzog darauf die Herren. *** Musterbaste Berichterstattung. Einen ges wissenhaften, beinahe zu gewissenhaften, Berichterstatter besitzt die„ Alsfelder Oberhessische Beitung" in Schwabenrod. Das Das Blatt schreibt nämlich:" Schwabenrod, 17. Juni. 2jährige, schöne Fohlen des Herra Bürgermeisters Rorell verunglückte dadurch, daß es auf eine Sense trat und sich eine blutende Verlegung am Fesselgelenk zuzog. Das Tier, das von einer geförten Stute stammt, befindet sich in ärztlicher Behandlung; hoffentlich wird das wertvolle Tier wieder hergestellt." Mehr Findigkeit fann man unmöglich von einem Berichterstatter verlangen. Demnächst werden wir auch noch die Notiz lesen: Der letzte Spaziergang brachte Herrn X. Y. Mizi( hier können zwei oder drei Spalten über Mazis gute Charakteranlagen folgen) einen recht unangenehmen Katarrh. Troßdem die Gefahr anfänglich recht bedrohlich war, ift fie jest faft gänzlich geschwunden. Die Nahrungsaufnahme ist befriedigend, die Herstätigkeit normal. Pulsschlag 76. Mizi geibenft zur Nachfur Raßenstein zu gebrauchen. Wizi ist eine gute deutsche Hauskaße, häuslich erzogen und stammt von guten Eltern. ** Erledigt ist die Stelle des Hauptsteueramtsrendanten bei dem Hauptsteueramt Gießen. -] Ms Ser Raifer c nburg die Linebur er den Kraftwagen hwindigkeit ent menfaserne in Sam em Umwege über meter. Diese Stra und Störungen in 5 ist also in der d Don ca. 50 Silometer Kilometer angellage iten bis zu 90 Ailomet ehört in das Bereich faiferlichen Automobi der Fahrt Reifenfada n.] Nach amtlichen M rsonen in Preußen, di nde gewerbsmäßig au mehrt, nämlich auf 514 weniger als 39 Greife Fe Zahl der Kurpfusche Das weibliche Gefchled ( 25,9 Prozent) zum n, die Kurpfuldherei er im Arie Biele n, aber nur Sonn ein 16jähriger Aderer zirk Koblenz, der Ber It. Die Teilnahme a lle Konfeffionen. V cherei ausübten, ware en. ] Ein bei der Ein ftigter Schloffer tr n Schnapsglas boll nach dem Genuß en, und trop schleu fort der Magen a auf. Die Medizin nthalten, von dem tropfen" enthalten Refruten.] Bei der Erguß große He *** Die Militärverwaltung wird auch in diesem Jahre den Landwirten eine größere Anzahl Ernteurlauber zur Berfügung stellen. Sie weift die Truppenkommandos darauf him, daß es, um den landwirtschaftlichen Arbeitermangel abzuhelfen, statthaft ist, nicht nur bei der Getreide-, sondern auch bei der Heuernte dem Ersuchen der Landwirte auf Beurlaubung von Mannschaften Folge zu geben. Bedingung ift, daß die Leute dem ältesten Jahrgange angehören, mit der Landwirtschaft vertraut sind und zu den besten Schüßen zählen. Die Landwirte müssen sich für gute Unterkunft und Verpflegung der Leute schriftlich verpflichten. *** Militärisches. Garnison- Verwaltungskontrolleur Müller- Gießen ist als Verwaltungsinspektor nach Schlettstadt versetzt worden. An seine Stelle tritt Berwaltungstontrolleur Rinner Celle. * Reserve Uebungen. In allen Infanterie- Regimen tern des 18. Armeekorps werden in der Zeit vom 30. Juni bis 14. Juli Mannschaften der Landwehr zur Uebung einberufen. Jedes Infanterie- Regiment erhält ein Landwehrbataillon zu je drei Kompagnien à 120 Mann. Offiziere und Unteroffiziere werden der Landwehr entnommen. Außerdem erhält jede Kompagnie je einen aktiven Hauptmann, zwei attive Leutnants und einen aktiven Kompagniefeldwebel und 4 Inftruftionsunteroffiziere. Die Landwehrleute werden in Rafernen untergebracht, die aftiven Mannschaften für die Dauer der Uebung ausquartiert. *** Besitzwechsel. Das alte Hans von dem früher Orbigschen Gewese in Gießen ist für 28 000 mt. in den ungspflichtigen fein Besitz des Meggermeisters und Wirts Koch übergegangen. dy f rr General! t fommen. Mir ift nied." An der nöfi ann nicht gefehlt hab ] Nady Bilfen war einberufen. Der Me Abwesenheit feine Fr hm er fie mit sich in ren Lebensunterhalt e bedeutet, daß er fle *** Bezirkslehrerkonferenzen werden abgehalten: für den Landbezirk Gießen am Samstag, den 24. Juni, bormittags 10 Uhr, im Café Ebel in Gießen; für den Bezirk Lich- Hungen am Montag, den 26. Juni, bormittags 10 Uhr, im Gasthaus zum" Holl. Hof" in Lich; für den Bezirk Grünberg am Freitag, den 30. Juni, vormittags 10 Uhr, im Gasthaus Bum Hirsch" in Grünberg. ** Der hessische Zentralverein für Errichtung Sammlung am 29. Juni im Saalbau zu Darmstadt ab. Genusses außer den bereits vorhandenen( Räumlichkeit, Nähe der Bahn usw.) noch ein weiterer Faftor: die Be. Fast empfand man den allerdings durch die Jahreszeit motivierten mäßigen Besuch als Annehmlichkeit. Dies vorausgeschickt, muß man die ganze Aufführung der Lisztschen Legende von der heiligen Elisabeth als vortrefflich bezeichnen. Unter schwierigen Verhältnissen ist das Werf wohl noch selten so aufgeführt worden. Erfordert doch die eigenartige Lisztsche Technik in Form und Farbe eine so hobe Auf merksamkeit von allen Beteiligten, besonders für das Orchester, daß man hier das weniger Gelungene über dem Vortrefflichen vergessen darf. Man bedenke vor allen Dingen: wir haben fein Opern- Orchester, sondern eine„ vielgeplagte" Regimentsmusit. Der Chor und zwar sowohl auch als Frauen- wie als Männerchor widmete sich seiner Aufgabe in besonders anerkennenswerter Weise. Die Solisten, Frl. Busjäger, Frau Professor Schmidt, Herr Otto Süße und in dec erften, fleineren Partie des Landgrafen Hermann Herr Dr. Spohr, gaben eine schöne, abgerundete, durch gute Stimm- Mittel trefflich unterstützte Leistung. Der Dirigent, Herr Universitäts- Mufifdirektor Trautmann, fann nach dieser legten Etappe mit Befriedigung auf die Saison 1904/05 zurückblicken. Reich an Arbeit war diese Zeitspanne. Große Schwierigkeiten galt es zu überwinden, nicht allein künstlerischer Natur, aber die Bemühungen wurden durch ausnahmsloses Gelingen schönstens belohnt. Wenn am Mittwoch nicht so applaudiert wurde, wie beim Debut dieses oder jenes Virtuosen, die Wirkung des Werkes war eine tiefe und wird nicht sobald vergessen werden. Reichlich beschämt aber wurde das Publikum durch die Ausführenden, die bis zum Schluß in äußerster Anspannung blieben, trop der Hize. Wäre nicht etwas mehr Beifall möglich gewesen troß der Hitze. ** Der Unterricht an der landwirtschaftlichen Winterschule soll bereits am 1. Oltober aufgenommen werden. Um die Schulen bewerben sich Lich, Crünberg und Hungen. *** Der Fall" der Krachenburg. Endlich hat man mit dem Abbruch der Krachenburg begonnen. Das Dach ist bereits abgetragen. *** Der Zentralzuchtviehmarkt. Dem Protokoll über die Ausschussigung des landw. Vereins für die Provinz Oberhessen am 25. Mai 1905 im Hotel Zum Prinzen Karl" in Gießen entnehmen laut Hess. Landw." das folgende über die Errichtung eines Zentralzuchtviehmarktes; Bestimmung des Marktplatzes. Der Päsident berichtet über die Besichtigung der von den Städten Gießen, Butzbach und Hungen zur Verfügung gestellten Marktpläße durch die vom landw. Provinzialverein ernannte Kommission und tommt zu dem Resultate, daß Hungen zur Zeit eigentlich noch gar feinen geeigneteu Marktplatz zur Berfügung ftellen könne, da ein solcher erst gelegentlich der Feldbereinigung in Hungen geschaffen werden sollte. Butzbach stelle einen sehr geeigneten Marktplatz und schon vorhandene Markthallen zur Verfügung, fomme daher in erster Linie in Betracht. Gießen habe zunächst den Viehmarktplatz zur Verfügung gestellt. Nachdem aber der Ausschuß des Vereins die Benutzung des fraglichen Platzes zur Abhaltung des Bentralzuchtviehmarktes wegen der Ansteckungsgefahr durch das nahe Schlachthaus abgelehnt habe, sei von Gießen der sogenannte Sportplag an der Hardt mit entsprechenden Einrichtungen zur Verfügung gestellt worden. Der Plaz sei etwas abgelegen, und die Ansteckungsgefahr für Seuchen sei, weil über die Lahnbrücke und am Schlachthause vorbeigetrieben werden müsse, nicht wesentlich geringer. sprechen zu der Angelegenheit die Herren: Direktor Dr. v. Peter, Brauereibesizer Bichler, Rechtsanwolt Sandmann, Geheimrat Dr. Breidert, Dekonomierat Hoffman, Th. Schmidt, Cellarius, A. Euler, Kreisveterinärarzt Dr. Dekonomierat Backhaus, Landtagsabgeordneter Korell und Während von den Vertretern der der Vereinssekretär. Areise Alsfeld Lauterbach und Gießen die Errichtung des Beniralzuchtviehmarktes in Gießen für das Zwickmäßigste gehalten wird, weil Gießen die günstigsten Verkehrsverhältnisse habe, und weil Gießen in Westdeutschland heute schon einer der bedeutendsten Viehmarktpläße sei und daher die Aussicht bestehe, daß auch der Zuchtviehmarft hier eine größere Bedeutung erlange, traten die Ausschußmitglieder aus dem Kreise Friedberg für Bußbach ein und weisen auf die vorhandenen Einrichtungen und das Entgegenfommen der Bevölkerung hin. Nachdem von anderer Seite darauf hingewiesen wird, daß es augenblicklich für den Provinzialverein noch gar keine dringende Aufgabe sei, einen Zuchtviehmarkt zu errichten, zumal die Frage über das Zustandekommen einer Landwirtschaftskammer noch nicht endgiltig geregelt sei, wird die Frage auf ein Jahr vertagt und soll event. die Landwirtschaftskammer sich mit der Angelegenheit weiter befassen. Es * Der Reichtum Hessens. Dem Bericht des achten Ausschusses der Zweiten Kammer über den Gesetza. eine entwurf betreffend die Gemeindeumlagen ist u. 8nsammenstellung des reinen Vermögens in sämtlichen 995 Gemeinden des Landes beigegeben. Hiernach stellt sich dasselbe auf rund 4/10 Milliarden( genau 4 123 000 000) Mark, wovon je 1550 Millionen auf Starkenburg und etwas über eine Milliarde auf Oberhessen entfällt. * Ferienkarten. Im Bereiche der preußischhessischen Staatsbahnen werden wie im Vorjahr so auch in diesem Jahr für die Zeit der großen Schulferien überall da, wo diese nicht auf einen Kalendermonat fallen, sogenannte Ferienkarten für die 1. bis 3. Klasse ansgegeben. Die Ausgabe erfolgt unter denselben Bedingungen, unter denen Monatsfarten ausgestellt werden; auch ist der Preis der gleiche, gegebenenfalls mit einem der längeren Geltungsdauer entsprechenden Zuschlag für die Zeit, die den Zeitraum eines Monats übersteigt. Werden Karten für mehrere Angehörige eines Hausstandes gelöst, so wird nur für eine, die Ferien- Stammfarte, der volle Preis, für die übrigen( Ferien- Nebenfarten) dagegen nur die Hälfte erhoben. Die Ausgabe der Ferienkarten erRafiendienste einfo billiger Wohnungen hält seine diesjährige Hauptver entsprechenden d und Kegel wieder m Barenreide Geld anzöfifche Revue fol -G- Konzertverein Gießen. Das lezte Konzert der Saison hatte sich durch die Ungunst der Verhältnisse was verspätet. Dadurch entstand zur Abschwächung des folgt auf allen Stationen an jedermann, der sie beantragt. Die näheren Bedingungen sind bei den Fahrkartenausgabestellen zu erfahren. § Nieder- Walgern, 22. Juni. Der Maurer PauschFrohnhausen wurde auf hiesigem Bahuhof überfahren. Der Tod trat augenblicklich ein. § Marburg, 21. Juni. Flammende Bismarckfäule. Die Mittwoch Abend von der gesamten Marburger Studentenschaft veranstaltete B.smartfeier batte eine große Anzahl haulustiger herbeigezogen und nahm einen glänzenden Verlauf. Der Fackelzug gruppierte sich um die Bismarkfäule, deren Flammen weithin sichtbar waren. Bur Reisezeit. Kaum zog ins Land die Sommerzeit Mit ihrem Hauch, dem heißen! So regt sich auch in nah und weit Die alte Lust zum Reisen. Ein jeder denkt:" Wo werde ich Befriedigung erjagen?" Froh läßt man in die Ferne sich Vom schnellen Dampfroß tragen; Der eine will auf Alpenhöh'n Sich Herz und Sinn berauschen; Ein andrer möcht' den Norden sehn, Dem Schall der Brandung lauschen. Wie mancher Heilung sucht fürwahr, Bon förperlichen Leiden, Doch auch das Modebad ist gar Besucht zu Sommerszeiten. Man denkt und hofft, daß das Geschick Sich günstig mög' gestalten, Doch viele fehr'n enttäuscht zurück Und zieh'n die Stirn in Falten. Sie seufzen dann:„ Ach wäre ich Daheim geblieben lieber! Zu Hause wohl zu fühlen sich, Da geht doch nichts darüber! Markranstädt. Adolf Dreßler jun. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Um 1. Sonntag nach Trinitatis, den 25. Juni. In der Stadtkirche. Bormittags 8.00 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Matthäusgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Militärgottesdienst. Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Nachmittags 2 Uhr: Kindergottesdiest für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johannesfirche. Text Ephes. 4, 11-16. Batholische Gemeinde. Samstag, den 24. Juni. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 25. Juni. 2. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligev Kommunion. H ค 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag den 25. Juni vormittags 9½ Uhr. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Samstag, den 24. Juni. Anhaltend trocken und heiter, tagsüber wärmer. Trockenperiode noch anhaltend. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentet!: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen. A C Verlangen Sie Muster unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie, Zürich G N Der heutigen Nummer liegt ein Prospeft des Verlages F. Ringies, Berlin, betreffend Preisausschreiben, bei, welchen wir unseren geschäßten Lesern einer besonderen Beachtung empfehlen. Jeder Abnehmer der 3 angeführten Bücher nimmt ohne weitere Kosten bei Einsendung der Lösung des Verierbildes an der Verteilung teil. Unter dem Protektorate Sr. Durchl. des Fürsten Karl v. Solms- Hohensolms- Lich. Feier des 20jährigen Bestehens des Giessener Radfahrer- Vereins 1885 am 1., 2. und 3. Juli 1905 in Giessen " verbunden mit Grossen sportlichen Veranstaltungen des Gau IX( D. R. B.) Frankfurt a. M. PROGRAMM: Samstag, den 1. Juli: Abends 82 Uhr: Festkommers in der Turnhalle des Turnvereins Gießen Sonntag, den 2. Juli: Früh 6½ Uhr: n Weckruf. Von 8 Uhr ab: Empfang der an der Dauerfahrt teilnehmenden Vereine, Einzelfahrer und Motorradfahrer im Neuen Saalbau, sowie der sonstigen auswärtigen Festteilnehmer am Bahnhof. 11 Uhr: Früh- Kenzert im Neuen Saalbau. 1 Uhr: Festessen im Neuen Saalbau. 2 Uhr: Aufstellung des Corso: 3 Uhr präzise: Breis Corso durch die Straßen der Stadt berbunden mit Großer Gala- Auffahrt a. Oswalds Garten nach dem Sportplay an der Hardt, daselbst 8 Uhr: Preis- Verteilung. und darauffolgende Reunion in der Festhalle auf Textors Hardt. Auf der Terrasse: Gross. Volksfest u. Tanz. Montag, den 3. Juli: 8 Uhr: Ausflug per Rad oder Wagen nach dem Forstgarten und Schiffenberg. Abfahrt vom Ludwigsplay. 11 Uhr: Früh- Konzert im Garten des Hotel Schüß. 3 Uhr: Abfahrt mit Musik vom Neuen Saalbau nach dem Festplay. Von 3 Uhr ab: Vereinsfahren, Kunstfahren, Motorrennen, Radballspiele. Während dessen Konzert. 8 Uhr: Preisverteilung in der Festhalle. Bekanntmachung. Die unterm 27. Mai 1905 angeordnete Sperre der Lad ftrafte zwischen Bletch- und Goethestraße wird hiermit aufgeboten Gießen, den 21. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 19. Mai 1905 angeordnete Sperre der Wie straße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 21. Juni 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg Kriegerverein Gießen. Sonntag, den 25. Juni mittags 21 Uhr vom Ludwigsplatz ab: Abfahrt nach Oppenrod Feier des 50jähr. Bestebens der beide Freiw. Feuerwehren zu Giessen. Der Vertrieb der offiziellen Festpostkarten sowie der Platz zur Errichtung eines Cigarrenstand find zu vergeben. Angebote hierfür sind bis zum 27. Juni an de Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 14. Juni 1905. Der Musik und Vergüngungs- Ausschuß. A.sDickor é, Vorsitzender. Fahrzeugwerke, Wilhelmshöhe bei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat Fahrradteilen u. Zubehör zu fonkurrenzl. bill. 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