8 en der Sta aldungen der Sta it der Abfuhr ihre Abfuhr des Holz ai nach Artikel 37 be ießen. ng. Aniverfitäts- tet 8 Uhr, fen meiftbieten 2 en Gießen. 3. #amittag ugbauslajer en Abbruch d aterialien, w , Eisen, Ba , Zintfandel e Bahlung be CHE 1. Magnemehr unt zu dieſer ci so viel E. Er be von HarDurch Rei fen kann. einfachen bung der te wegen Daß dabei m Spiele bon an= er verschic Schwanhnlich sind durch Beelektrischen Münchener ache beſtäden einer Bewegung Cer Körper Erklärung er menschDurch Zäh h, daß im der bri Prozent den rech Lare und , dunkles nde Merk en Formen wie z. B. und heller Haar und wiegt das m Grade, Idenburg, Den. In dagegen Jesten des etten Nobeluftigen. wiffenfchaftaus in den Namen des berechtigt fentrechten unter der egung fett fem Blved en hin hat e bei der herumDraht in che Hauptr, der mit derbarsten ist außer tionen des n, daß ein auf- oder Ni. 120. Jufertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberbeffen, die Kreise Weglar und Warburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 23. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebrachi 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Cratisbeilagen: Oberheffische Famillenzeitung( täglich) und die Gickener eifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutsche Eisenbahneinheit. Nicht von der Uebertragung des Eisenbahnbesiķes auf das Reich ist die Rede. Der Reichseisenbahngedanke ist nicht bloß eingeschlafen, er i aufgegeben. Der Altreichskanzler Fürst Bismard irird gewißt haben, aus welchem Grunde er der vom preußischen Abgeordnetenhaus ausgehenden Anreging, von Reichs wegen mit Preußen wegen Uebernahme der preußisten Staatsbahnen in Unterhandlung zu treten, nicht Foige gab. Die deutschen Einzelstaaten wollten nicht. Sic jahen mit Mißtrauen auf den Vorschlag, der ihnen ein Stück Verwaltungsselbständigkeit zu nehmen drohte. PreuBen, meinte man, habe dabei verhältnismäßig wenig zu ver. lieren. Denn in Preußen überwogen damals die Privatbabner, war die Verstaatlichung der Eisenbahnen noch nicht einna eingeleitet, während Bayern, Württemberg, Sachsen ein weblabgerundetes Staatsbahnnetz besaßen. Vom Reichseisenbahnsystem ist also nicht die Rede. Jeder Stant soll behalten, was er besitzt, und in voller Selbständigfeit verwalten. Das schließt nicht aus, daß man sich über gewisse Verwaltungsgrundsätze einigt, gleichmäßige Tarife für den Personen- und Frachtverkehr einführt, durch besondcie Maßnahmen einander Vorteile zuwendet, voneinander Scpoder abwendet, indem man über die gegenseitige Verwendung und Ausnüßung des rollenden Materials, über die geriquete Verteilung des Frachtguts auf die vorhandenen bersiedenen Wege Verabredungen trifft. Das haben die Brivatbahen niets getan, das müssen auch die Staatsbahnen fun, someit der internationale Verkehr in Frage kommt. Sonst gäbe es fcine durtlaufenden Züge, und jede Grenzstation urde zu einem förmlichen Verkehrshindernis. So menig die Verabredungen des Weltpostvereins die Post- und Telegraphenverwaltungen der zum Weltpostverein gehörigen Reihe ihrer Gelbständigkeit beraubt haben, so wenig sollen die Verabredunuri er verschiedenen deutschen Staatseisenbab: berwallingen deren Selbständigkeit aufheben. E2 schader auch gar nicht, wenn hier und da eine Besonderheit bestehen bleibt. Sie wird sich bewähren und dann allgemeine Machahmung finden, oder sie wird sich nicht bewähren und tann aufgegeben werden. Die Delegiertenversammlung der deutschen Eisenbahnverwaltungen hat über manche einheitliche Einrichtung bindende Verabredung getroffen, in betreff anderer Einrich tungen, die sonst allgemein angenommen wurden, hat Bayern Vorbehalte gemacht. In dieser Beziehung bleibt natürlich bayerische Eigenart bestehen, denn nur die freie Zustimmung jedes einzelnen ist maßgebend. Wer für sein Teil sich ablehnend verhält, für den gibt es keinen Zwang und keine überwältigende Mehrheit. Der bayerische Vorbehalt betrifft die vierte Wagenklasse. Bayern will sie nicht haben. Das ist sein gutes Recht. So lange die bayerische Staatseisenbahnverwaltung der Meinung ist, daß der bayerischen Bevölkerung und dem bayerischen Interesse die vierte Eisenbahnwagenklasse nicht genehm ist, so lange darf es für Bayern keine vierte Wagenklasse geben. Auch andere Staaten außer Bayern haben gegen diese nord. deutsche Einrichtung Bedenken gehabt. Zum Beispiel Würt temberg, wo man von der Neuerung einen Einnahmeausfall hoffentlich ohne Grund befürchtet. Aber in Württem. berg waren diese Bedenken nicht groß genug, als daß man deswegen eine Unterbrechung der gleichheitlichen Verwal tungsgrundsätze im zwischenstaatlichen Verkehr hätte in den Kauf nehmen sollen. Eine solche Unterbrechung mache große Schwierigkeiten, gebe Anlaß zu empfindlichen Belästigungen. Es wird sich zeigen, ob Bayern recht hatte, als es die Schwierigkeiten gering anschlug, oder Württemberg, als es der entgegengesetten Meinung folgte. Ergibt die Er. fahrung, daß Württemberg recht gehabt, so ist für Bayern immer noch Zeit, seine Einrichtungen denen der anderen deutschen Staaten anzupassen, wofern es nicht noch anders gute Gründe hat, die für sein Verhalten bestimmend bleiben. Die Rückfahrkarten hören auf, das steht fest. Aber der Rückfahrkartentarif wird fernerhin dem Einzelfahrschein zu Grunde gelegt. Der Kilometersatz für das einzelne Bille! soll für die vier Klassen 2, 3, 4,5 und 7 Pfennig betragen, während er sich bisher auf 2, 4, 6 und S fennig belief. Man sieht, daß die erste Klasse die geringste Preisermäßigung erfährt, wogegen kaum viel Einwendungen werden erhoben werden. Daß die vierte Klasse gar keine Ermäßigung erfährt, hat einen formalen und einen inneren Grund. Der formale Grund besteht darin, daß es für die 4. Klasse Netourbillets nie gegeben hat, also auch keine Retourbilletverbil! i- gung. Da der neue Tarif die Hälfte des alten Retourbillettarifs ausmacht, so blieb eben für die 4. Klasse der alte Saz bestehen. Der innere Grund ist wohl darin zu finden, daß man einen Einnahmeausfall nicht magen und die Beweglichfeit breiter Bevölkerungsschichten, die ohnehin groß genug lei, nicht noch erhöhen will. Bayern, wie gesagt, schließt für seinen inneren Verkehr die 4. Klasse aus. Die bayerischen Züge sollen nur 3 Klajsen führen. Für den Personen- Durchgangsverkehr werden Rüge eingerichtet, die keine erste Klasse, dafür eine dritte Klasse mit dem ermäßigten Tarif führen, der im nichtbaŋerischen Deutschland der Tarif der 4. Klasse ist. Wie dies einzurichten ist, das ist Bayerns Sache. Für die Schnellzüge bleibt es bei einem Tarifzuschlag. ber nach Zonen bemessen werden soll. Auch für das Gepäd wird ein Zonentarif eingeführt. Verbilligungen also bringt die deutsche Eisenbahneinheit Aber nächst nicht. Das hat sie auch nicht versprochen Bequemlichkeiten bringt sie, und auch das schon ist Gewinn, ben man mit Dank entgegennehmen soll. Der Krieg in Oftafien. Qui dem mandsch schen Kriegsschauplatz bereiten si augensenlich größere Aktionen vor. Auf beiden Seiten herricht urgemeine Rebhaftigkeit und besonders die russische Ravallerie asigi frätgen Trang zur Offensive, die allerdings bisher noch überal! von den Japanern erfolgreich zurückgewiejen narbe. Gin größeres Gefecht hat am 20. Mai bei Tangiched auf dem rechten Ufer des Riaubo, 18 Meilen südwestlich Fafummönn stattgefunden. Aus dem japonischen Hauptquartier wird darüber gemeldet: besessene tussische Kavallerie griff Tangsched am Morges de 20. Mai an. Nach zweistündigem Kam? zogen sich dir Jussen in Unordnung nach Südioesten zurü and Iben 300 Tote und Verwundete zurück. Befoterungsgefechte fleinerer Truppenabteilungen mu Restaten sind an der Tagesordnung. Zwei rucho Batallone riffen das Dorf Chingyangpao nach vorbereite ben Artillericangriff heftig an, mußten sich eber zurückziehen. Sir.e weitere russische gemischte Truppenabteilung setzte das De: flipao in Brand. ol, Wo ist Roschdjestwensky? Kere: ben Verbleib der russischen Flotte und die Absich. Admi i Noichdjestwenskys kursieren von neuem ebenso aben teuerlice are unzuverlässige Gerüchte. In London wird be. hauptet das; der Admiral sich an der Küste der Philippinen ein Steflbidein mit seinen Sohlendampfern gegeben habe, Rücksicht auf die amerikanische Neutralität. Er soll zu diesem Entschluß gekommen sein, weil Admiral Jonqueres ihn von der annamitischen Küste weggewiesen habe. Dieser tehrre von einer Kreuzlour nach Saigon zurück und gab Nach. ricu, daß seit den 14. d. Mits. fein friegführendes Schiff in b.s. dortigen franzöfifchen Territorialgewässern zurückgekehrt jet Daß Roschdjeinmensfy frank sei, wird energisch demen. Hert Birilema Entiendung nach Wladiwostek so!! deshalb rralgt fein, nei Reschdjestwensky wünschte, dort einen uit Eigen Seemann zu wissen, der ihn selbst erseßen fönnte, to na n im Kampfe falen sollte. Dieser läßt noch imuner auf fit worten Zwar wird wieder einmal gemeldet, daß in wr Növe von Hongkong, beim Pedro Blanca- Felsen, Kanones t- webört worden sei. Doch hat das wohl nichts. Peter verlautet, daß die baltische Flotte glini fa: ml südlich von Formosa passiert hat. d fus Kurs gehe nördlich bis zur Siste on Que ja von wo er Wladiwostok zu erreichen fitchen werde Die Politik. A In nächster Woche wird der deutsche Flottenverein in Stuttgart seine Hauptversammlung abhalten. Man wird fich hauptsächlich mit der Art und dem Umfang der Propaganda des Vereins befassen. Bekanntlich haben diese Materien zu lebhaften Auseinandersetzungen im Reichstage geführt und die Regierung hat dabei kundgegeben, daß ihre Ziele sich nicht stets mit denjenigen des Flottenvereins deckten. Von verschiedenen Seiten beabsid igt man, bei der Hauptversammlung einen engeren Anschluß an die Regierungspolitik in der Flottenfrage in Vorschlag zu bringen. So beschloß die Provinzialgruppe Berlin- Mark Brandenburg, ihren Vertretern in Stuttgart eine Instruktion mitzugeben, nach welcher der deutsche Flottenverein es für unbedingt erforderlich halten soll, seine Aufklärungsarbeit in verstärftem Maße fortzuseßen, aber in der Hauptsache dabei für die Forderungen der verbündeten Regierung eintreten soll. Ob diese Instruktion allgemeine Annahme finden wird, inuf abgewartet werden. Nach dem Vorschlag des Bundesrats ist zum Präsi denten des Reichsgerichts der bisherige Unterstaatssekretär im preußischen Staatsministerium Herr von Secken. dorff vom Kaiser ernannt worden. In Posen wurde neunzehn ährige Short Wladis laus Pawlowski aus Warschau unter den Berdaan der Spio nage festgenommen. Er hatte eine grökete Anzol von Be jeftigungszeichnungen bei sich und wurde betroffen, als ei dabei mar, das Fort 5 abzuzeichnen. Oefterreich- Ungarn Vor dem Wiener Schwurgericht hat ein Prozeß wegei Hochverrat begonnen. Mitte Juli v. Is. wurden in den Rotal eines Sporivereins in Triest verdächtige Flugschrister imd zwei Orsinibomben gefunden. Eine Anzahl von Per jonen flüchtete sich ins Ausland, jedoch gelang es, ein Stom plott aufzudecken, das eine Propaganda der Tat zum Zweck er Vereinigung Triests mit Italien ins Werf setzen wollte Die vier jept vor den Schwurgericht Stehenden wurden al Beieiligte verbaftet. Frankreich. Ueber ein Abkommen wegen Abessinien zwischen Frankscich, England und Italien werden in der Pariser Blättern Mitteilungen gemacht. Det ingebliche Vertrag beschäftigt x mit den Eisenbahnbauten und den Concionen dazu. Tie Bariser Regierung soll beantragt baben, die Abmachungen Deutschland vorzulegen, dass er spaterer Einspruch vermieden würde. Afrika. + Die Untersuchung wegen der Ermordung zweier= sern und einem indier hat ergeben, daß die Täter sich un. ben chinesischen Kulis befinden. Etwa 1000 Chinesen über. fielen die eingeborenen Arbeiter. Es gelang diesen, die An. greifer abzuwehren; die Chinesen fingen dann zwei harm. Saffern, töteten sie in der grausamsten Weise und ermor+ Des en einen unbeteilgten Indier. Amerika. Unfibiame Bergänge wurden durch japanische ausändisch# rb- tter auf Maui, einer Insel der Havai- Gruppe, hervorgerufen. Die ansässigen Weißen mußten sich in das Gerichtsgebäude flüchten und werden von 2300 streifenden Japanern belagert. Von diesen kam einer zu Tode, zivei trugen Verwundungen davon. Von Honolulu ist ein Dam. pfer mit Miliztruppen und Polizeimannschaften nach baina abgegangen, um die Weißen zu befreien. Deutfcher Keichstag. ( 189. Sigung.) CB Berlin, 21. Mai. Die heutige Sitzung dauerte nur eine halbe Stunde. Die aus dem Hause eingebrachte Novelle zur Gewerbeordnung, durch die ausdrücklich festgestellt wird, daß Handels. agenten eines Wandergewerbescheins nicht bedürfen, wurde nach kurzer Begründung durch den Abg. Blell von der freisinnigen Volkspartei in erster und zweiter Beratung angenommen, und einige kleine Vorlagen gleichfalls ohne wesentliche Diskussion erledigt. Dann wurde die namentliche Abstimmung über die Erhöhung der Revisionssumme in der Novelle zur Zivilprozeßordnung wiederholt. Aber obwohl das Zentrum sehr stark vertreten war, blieb die Gesamtfrequenz noch hinter der vom Sonnabend zurück. Es stimmten 95 Abgeordnete mit ja, 48 mit nein und 5 enthielten sich der Abstimmung, es waren also nur 148 Mit glieder des Hauses anwesend. Graf Ballestrem fonstatierte die Beschlußunfähigkeit und beraumte die nächste Sizung auf morgen 1 Uhr an. Da er auf die Tagesordnung den Rest der heutigen fette, fönnte sich das traurige Schauspiel gleich am Anfang wiederholen. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten, ( 186. Situng.) RK Berlin, 22. Mai. Die zweire Lesung der Bergarbeiterichu t;- Novelle" ging heute verhältnismäßig schnell und rubig zu Ende. Zunächst war freilich das Haus recht unruhig und hörte faum auf den Oberberghauptmann v. Velsen, der me Bestimmungen der Regierungsvorlage über den iani. taren Marimal- Arbeitstag verteidigte. Alber diese Unruhe galt nicht dem Gegenstand der Verhandlung, sondern, wie wir annehmen, der sich, verbreitenden Nachrich. daß auf Wunsch des Grafen Bülow die dritte Lesung der Vorlage auf Freitag verschoben ist. Dem: vorgeschla genen sanitären Marimal- Arbeitstag setzte die Rechte vor allem das Bedenken entgegen, er fönne und würde zuni Borbo en des allgemeinen Morimalarbeitstages wer den, deber sei er, wie dieser, zu bekämpfen. Minister Möller wollte das nicht zugeben und bekannte sich selbst auch als unbedingten Gegner des allgemeinen MarimalArbeitstages. An der geietlichen Zestlegung des janitären aber molite er festhalten und schlug einen Mittelweg zur Ver. ständigung vor. Eine scharfe Kritik an der Regierungs horlage übte Abg. v. Brandenstein( fons.); er mari der Regierung die Nachgiebigkeit während des Streits vor und beuresfelte die Richtigkeit der Statistik, nach der in neuerer Reit die Gesundheitsverhältnisse der Bergarbeiter ich beridledtert haben. Minister Möller bat dringend darum, e Gefahren der„ Unannehmbarkeit" nicht noch zu bergrößern, dann fanden die Abstimmungen statt. Mit den Stimmen der Konservativen, Freikonservativen und Nationalliberalen wurden alle Abänderungsanträge abgelchat und die Kommissionsbeschlüsse ange. nommen. Nur in einem einzigen Falle wurde ein Zenfrumsantrag urch die Hilfe der Nationalliberalen zur Annahme gebroch und dadurch das Verbot der Ueber. fditchien, daß die Kommission ganz beseitigt hatte, für besondere ziederhergestellt. Die nächste Sigung fin dei morgen um 1 1hr statt und wird mit Petitioner und flei ten trägen ausgefüllt sein. Soziales Leben. !! Der Kutscherstreik in Chicago. Im letzten Augenb nd die Vervondlungen zur Beilegung des Streifs, den man Hon für beendet hielt, gescheitert. Sn einer allgemeinen Bersammlung der Kutscher wurde beschlossen, den Ausstant in verstärktem Umfange fortzusetzen. Zu einem bedauerlichen Vorfall kam es in der Nacht auf Montag. Der Schankfellner eines Wirtshauses erschoß einen schwarzen Lastfuhrwerkslutscher, der der Union nicht angehörte. Er selost wurde darauf durch einen Negerpolizisten tödlich vermundet. Eine etwa 1000 Köpfe zählende Volksmenge zerstörte die Einrichtung des Lokales, in das der Schuhmann fich geflüchtet hatte. sk Hef und Gefellschaft, Die Abreise des Kaiserpaares von Wiesbaden ist aufgeschoben, weil die Kaiserin am Sonntag Nachmittag einen Unfall erlitt. Sie strauchelte beim Bassieren einer Treppe im Wiesbadener Schlosse dadurch, daß sie mit einem Fuße sich in der Kleiderfalte verwickelte. Die Kaiserin schlug mit der linken Stirnseite an ein Eisenrohr und zog sich eine Quetschung zu, die zunächst eine starke Blutung verursachte, indessen ganz unbedenklich ist. Der Kaiser erschien abends im Theater und wohnte dem letzten Festspielabend bei, der das Ballet Coppelia" und Benedix' Lustspiel ,, Die Dienstboten" brachte. Präsident Loubets Geschenk ( Eig. Bericht.) zur Kronprinzen- Hochzeit. Ludwigslust, 22. Mai. Das sonst so stille Ludwigslust ist zurzeit der Mittelhunft für das ganze Mecklenburger Land geworden. Dort vericbt die Braut des deutschen Kronprinzen die lezten Tage vor ihrer Bermählung, und hohe Gäste sind gekommen, dem jungen Fürstenkinde Liebe und Anhänglid cit zu erweisen. Inmitten der Verwandten genießt die Herzogin Cäcilie, die künftige deutsche Kaiserin, die ersten jener Ehrungen, wie sie ihrer warten, nachdem sie aus der Stille ihres Prinzessinnen- Lebens herausgetreten ist. Und eine merkivürdige Fügung: der Abgesandte des Oberhauptes der französischen Nation ist es, der sich als erster einstellt, der Braut des deutschen Kronprinzen die Huldigung darzubringen. Von Verlin war der französische Botschafter Bihourd in Begleitung des mecklenburgischen Gesandten am preußischen Hofe, Exzelienz von Derzen, in Ludwigslust eingetroffen, nachdem er guner in Schwerin dem Großherzoge Friedrich Franz IV. und der Brautmutter, der verwitweten Großherzogin Anastasia Glückwunschschreiben des Präsidenten Loubet überbracht hatte. Der Herzogin Cäcilie übermittelte Mr. Bihourd diese Wünsche des Präsidenten mündlich und überreichte zugleich in dessen Namen als Hochzeitsgabe zwei Sévres- Vasen und einen Wandteppich caus der Fabrik von Beauvais. Zu Ehren des französischen Botschafters fand sodann ein Galafrühstück im Schlosse statt, an dem die Fürstlichkeiten, sowie die Staatsminister und Staatsräte, die aus Schwerin gekommen waren, teilnahmen. Am Abend aber tam der glückliche Bräutigam, der deutsche Kronprinz, nachdem er am Vormittage noch bei dem Blumenforso auf Westend bei Berlin geweilt hatte. Begleitet von ihrer Mutter und ihrem Bruder, dem Großherzoge, holte ihn die schlanke, junge Herzogin vom Bahnhofe cb. Glückstrahlend bietet sie das Bild einer bräutlichen Erscheinung, an der alle, die sie in diesen Tagen sehen, ihre Freude haben. Und man bekommt sie zu sehen, besonders wenn ihr hoher Verlobter da ist. Ungezwungen geben sich die jungen Fürstenfinder ihrer hoffnungstollen Lebensfreude hin und die im herrlichsten Maienschmucke prangende Natur hat die meilenweiten Waldungen, die sich zwischen Schwerin und Ludwigslust hinziehen, besonders hergerichtet, dem glücklichen Brautpaare die Stimmung zu erhöhen. estung Port Arthur obliegt, hat ihre Arvetten zum größten Teil beendet. Ende dieses Monats soll mit der Zeugenvernehmung begonnen werden, und wenn nichts dazwischen kommt, werden die Offiziere, die für den Fall von Port Arthur verantwortlich gemacht werden, im Laufe des Monats Juli vor dem in Petersburg zusamnientretenden Kriegs. gericht zu erscheinen haben. Hauptangerlagter ist General Stössel, Kommandant des befestigten Rayons von Kinjo bis Port Arthur. Nächst ihm General Smyrnow, der frühere Kommandant der Festung, z. Zt. in japanischer Gefangenschaft, der natürlich kommissarisch vernommen werden muß. Weiter Admiral Fürst Uchtomski, der nach dem Tode des Admirals Withöft( während des Kampfes vom 10. August) Höchstkommandierender des russischen Geschwaders wurde; Admiral Wiren, der nach dem unglücklichen Ausfall vom 10. August den Fürsten Uchtomski ersetzte und den Befehl über das Geschwader bis zum Fall von Port Arthur behielt; General Fock, Erkommandant der zweiten Division und eine ganze Anzahl weniger bekannter höherer Offiziere. Dem Hauptangeklagten General Stössel wirft man vor, die Festung zu einer Zeit übergeben zu haben, als noch Lebensmittel für mindestens zwei Monate vorhanden waren, was sich aus den genauen japanischen Berichten über die in Port Arthur gefundenen Vorräte flar ergibt; man wirft ihm ferner vor, daß er den Plaz ausgeliefert habe, ohne die Kanonen, die sich auf den Forts befanden, unbrauchbar gemacht zu haben, aber der General behauptet, daß alle Berichte falsch seien. Eines jedoch dürfte er wohl schwerlich in Abrede stellen können: daß er die militärischen Vorschriften unbeachtet gelassen habe, die den Kommandanten befestigter Plätze verbieten, eine belagerte Stadt zu übergeben, ohne die Offiziere, die den Rat bilden, gehört zu haben. In den erwähnten Vorschriften heißt es, daß die Festung nicht übergeben werden darf, so lange auch nur ein Mitglied des Kriegsrates sich dagegen auflehnt. General Stössel hat aber überhaupt keinen Menschen um Nat gefragt; er will aus Menschlichkeit so gehandelt haben und führt eine Verordnung an, die den Festungen zweiter Klasse( wie Port Arthur) gestattet, sich zu ergeben, nachdem sie vier Monate lang Widerstand geleistet haben. Hoch zu Roß ziehen sie durch die Lande, überall ein freundliches Wort, einen huldvollen Blick für die Begeg= nenden habend. Mer selber im Glück sich fühlt, der ist ja so gern geneigt, davon auch den anderen Menschen zu zeigen. Eine in ihrer Schlichtheit ganz köstlich und behaglich anmutende Erzählung geht von Mund zu Mund und ist ganz dazu geeignet, dem Kronprinzen und seiner demnächstigen jungen Gemahlin die Volkstümlichkeit zu erhöhen. Auf einem ihrer Spazierritte treffen Wilhelm und Cäcilie auf einen Trihv Chausseearbeiter, die im Chausseegraben lagernd ihr FrühStück verzehren. Alsbald macht der Kronprinz halt und redet die Leute an. Sie sind helle und merken bald, mit wem fie sich unterhalten. Ein Zeichen ihres Aufsehers, und sie bringen dem Brautpaar ein lautes Hoch und schließen die mecklenburgische Nationalhymne„ Gott segne Friedrich Franz" an. Doch die Freude wird noch größer, als der Kronprinz, der, wie sein Vater ein gutes Namensgedächtnis hat, einen der Männer als einen Gardisten erkennt, der unter ihm im 1. Garde- Regiment zu Fuß gedient hat. Das Wiedersehen muß begossen werden!" meint der Kronprinz. Der beglei= tende Lakai muß schleunigst ins nächste Dorf, um Bier und Eßwaren heranzuschaffen. Mitten unter den Leuten weilend, lassen die beiden Fürstenkinder es sich, wie jene, gut schmecken. Da geht den Gästen des Kronprinzen das Herz. auf, und in ihrem Namen hält einer eine Ansprache, in der er beteuert, daß sie alle bereit wären, Gut und Blut für Kaiser und Reich, für Fürst und Vaterland einzusetzen. Zu seiner Braut gewendet, bricht der Kronprinz in die Worte aus:„ Noch lebt die alte deutsche Treue!" In solchen Zeiten wacht die alte Residenz des Schweriner Fürstengeschlechts zu neuem Dasein auf. Einst hat der Ort so stolze Tage ständig gesehen. Friedrich Franz I. und Baul Friedrich hielten dort ihre Hoflager und pflegten nur zeitmeilig die einige Wegstunden entfernte Hauptstadt Schwerin aufzusuchen. Erst als Friedrich Franz II., Kaiser Wilhelms I. getreuester Waffengefährte, das stolze Schloß auf der Insel im Schweriner See errichtete, sank Ludwigslust in jene weltvergessene Beschaulichkeit zurück, die den meist in herrlicher landschaftlicher Umgebung belegenen zweiten Residenzstädten" ihr ganz eigenartiges Gepräge verleiht. Weiter wird ihm vorgeworfen, daß er sich gegen alles Recht zum Kommandanten der Festung aufgeworfen habe, während diese Würde in Wirklichkeit dem General Smyrnow gebührte. Vor der Belagerung war Stössel nicht der Kommandant der Festung, sondern nur Höchstkommandierender des befestigten Rayons von Kinjo bis Port Arthur. Als Kinjo von den Japanern genommen war, mußte sich Stössel mit den drei Regimentern, die ihm noch blieben, auf Port Arthur zurückziehen, da er Kuropatkins Armee nicht mehr erreichen konnte. Kommandant von Port Arthur war ftets nur General Smyrnow, der mit General Kondratschento die Verteidigung der Festung vorbereitete. Stössel hatte eigentlich nur den Truppen zu gebieten, die er selbst mitge. bracht hatte. Diese untergeordnete Rolle genügte ihm aber nicht: er usurpierte nach und nach die Stellung des Gene rals Smyrnow und erlaubte sich fortwährend Telegramme an den Zaren zu richten, in welchen er nur von sich selbst sprach, als wenn er der Kommandant der Festung gewesen wäre. In Petersburg wußte man zuerst nicht, warum die Depeschen von Stössel unterzeichnet waren, aber man machte sich nicht allzuviel Sorge darum. Smyrnow war alt, die Lage nicht gerade schlecht und alles ging seinen Gang; viel. leicht hielt sich Port Arthur nur dant Stössels Tüchtigkeit so lange? Also ließ man ihn gewähren. Mit seinem altertümlichen, behaglichen Palais, mit seinen, den Charakter der Zopfzeit tragenden großartigen Parkanlagen und den zum Teil ganz einzigartigen Wasserfünften erscheint gerade Ludwigslust wie geschaffen, einer glücklichen Fürstenbraut das Milieu für die letzten Tage in der Heimat zu bieten. Dort ist Gelegenheit gegeben, beschauliche Ruhe und intimen Verkehr in der herrlichen Natur zu pflegen und doch auch den höfischen Repräsentationspflichten in stilvoller Umgebung Genüge zu leisten. Der fall Port Arthurs vor Gericht. Petersburg, 22. Mai. ( Eig. Beridjt.) Die militärische Untersuchungskommission, der die aktenmäßige Darstellung der Belagerung und der Uebergabe der =[ Das Gnt Ca berftorbenen Landr nicht durch Schentu burd einen regelr getommen. Der S bon Cadinen wur tragenden Hypoth die Bahlung eine lich die Entrichtu Inventars entspr [ Der 3000 hannes Spengle Student zu fein tierte sich bei einem Juwelier unter dem Namen pr. eajanova Luigi und wählte verschiedene Schmuckgegenstände aus, die er mit quittierter Rechnung in sein Hotel zu schicken bat. Als der Auftrag ausgeführt wurde, würde dem Boten in dem bezeichneten Hotel bedeutet, daß dort kein Dr. Casanova mohne. Mißtrauisch geworden, ließ der Juwelier eine Revision der Auslagefästen vornehmen, die dem Kunden gezeigt worden waren, und bald stellte sich heraus, daß eine Brillantbrosche für 6000 Mark und eine silberne Zigarren. dose mit Saphiren zugleich mit jenem verschwunden maren. Nach dem Verbrecheralbum erkannten alle Angestellte des Geschäfts den Fremden im Bilde Manolescos wieder, ohne zu wissen, wen dies vorstellte. Ein Steckbrief war erfolg los. Manolesco befand sich bereits in Sicherheit, wahr. scheinlich irgendwo in Amerika. Soweit die Gegner Stössels. Er selbst will beweisen, daß die Ausrüstung der Festung alles andere als modernen Ansprüchen genügend gewesen sei. Tatsächlich soll denn auch schon festgestellt sein, daß bei Ausbruch des Krieges fast gar feine Munition vorhanden und die Festungswerke in einem überaus kläglichen Zustande waren. Dabei waren für Be festigungs- und Ausrüstungszwecke bereits 18 Millionen Nubel verbraucht und vollständige Ebbe in der Kasse. General Fork war gezwungen, zur Bestreitung der nötigsten Ausgaben, Summen zu verwenden, die dem Feldstab gehörten. Wie es scheint, trifft die Schuld an diesen unerhörten Vorgängen den braven Statthalter Alerejew, der dem Zarenreich die ganze ostasiatische Suppe eingebrockt hat. Er sollte schon einmal vor Ausbruch des Krieges Rechenschaft über den Zustand der Festung ablegen. Man mißtraute ihm damals schon. Vielleicht läßt er sich jeẞt wenigstens des näheren darüber aus, in wessen Taschen die Unfummen geflossen sind, die für Port Arthurs Verteidigung verwendet werden soll. ten. General Stöfiel fann ihm dankbar sein, daß er ihm so gutes Verteidigungsargument geliefert hat. Das russische Boff aber wird nach Bekanntwerden des Berchtes der 11n. terjuduna& fommission non neuem Grund boben, Alexejews miston Oiten au fluden Nab und Fern. O Die Erklärung des Duellanten. Ein in der Duell praris wohl noch nicht vorgekommener Fall. ereignete sich in Bufarest. Dort hatte Hauptmann Strudza, ein Sohn des ehemaligen rumänischen Ministerpräsidenten, ein Säbelduel mit dem Hauptmann Rantafuzino. Strudza gab, nachdem er am rechten Arm erheblich verletzt worden war und der Kampf hatte abbrechen müssen, die Erklärung ab, er habe sich geschlagen, um die öffentliche Meinung zu befriedigen, die sich in der Finsternis unflarer, mittelalterlicher Tradi tionen befinde. Das Kind der Mörderin Klein. Die kürzlich zum -de verurteilte Mörderin Klein in Wien behauptete mäh. und des Prozesses, ihr uneheliches Kind lebe bei Pflegeeltern. Sie wollte aber den Aufenthaltsort nicht verraten. Jetzt will man das Kind in Groß- Kreuz bei Branden. burg a. H. aufgefunden haben. Nach einer Photographie wollen chiedene Einwohner des Dorfes in der Frau Mein die Berson wiedererkennen, die vor vier Jahren ein jetzt sechsjagriges Mädchen namens Ilonka an die kinder losen Eheleute Bendig in Groß- Kreuz gegeben hat. Famili adrema. In Brandenburg a. H. erschossen sick der Bankier" cner und dessen Frau, nachdem sie zuvor ihr vierjähriges Kind durch eine Revolverfugel getötet hatten. Die Ursache der Tat ist in dem Zusammenbruch des von Bör ner geführten Bankgeschäfts zu suchen. Die Hungersnot in Südsvaniea bat an verschiedenen Orten zu schnveren Ausschreitungen geführt. Die Bevölke rung in Alcazar und San Juan næste Angriffe auf met rere Mühlen und mußte mit Bere zurüfgetrieben wer den Gin unheimlicher Schüße tre: bt in Hannover seit eini gen Tagen je Anwesen. In und nahe bei der Isenhagener. straße wurden drei Personen durch Kugelschüsse mehr oder minder schwer verletzt; unter anderen wurde die Frau eines Unteroffiziers durch eine Kugel in den Unterleib und der Sohn eines Milchhändlers durch einen Schuß in die Leber schwer verwundet. Die Kriminalpolizei ist eifrig auf der Suche nach dem Schüßen, doch blieben alle Bemühungen bis. her erfolglos. Familiendrama. In Markranstädt erschoß der Kutschet Bunge seine seit einem Vierteljahr von ihm geschiedene Frau in deren Wohnung. Dann versuchte der Mörder auch ned feine dreizehnjährige Tochter zu erschießen, doch gelang es dieser, unversehrt nach dem Hof zu entkommen. Als Haus genossen herbeieilten, entleibte sich Bunge durch eine Kugel in die Schläfe. Ein Riesenfener vernichtete in dem schwäbischen Orte Schwaigern etwa 30 Gebäude, darunter 14 Wohngebäude und das Rathaus. 35 Familien sind durch die Brandkatastrophe obdachlos geworden. Bei den Löscharbeiten ist ein Feuerwehrmann tödlich verunglückt. = trituliert wurd und Erkennungs 3eigen, bringt Bürgers dem tischer Annehml § Wegen Er Breslau der aus tierte Handelsn und drei Jahre zeit jeine Strafe Zwei Kinder verbrannt. Eine schwere Brandkata Strophe ereignete sich in einer Wärterbude bei Schwetz. Di Bude geriet in Brand, während der Wärter auf dem Strecken dienst war. 3Zwei Kinder des Mannes kamen in den Flam men ums Leben, während seine Frau und ein weiteres Kini schwere Verletzungen davon trugen. Ein neuer Streich des Fürsten der Diebe", wie sich Georg Manolesco in seinen Memoiren selbst mit einem gewissen Stolz nennt, soll von dem kühnen Gauner vor einigen Wochen in Berlin verübt worden sein. Manolesco präsen§ Zum Tode Newyork. Er ums Leben gebr ein Giftmord n die schwerfte Str = [ Die brave Fonnte ben Straf Etädtchen beobach von 12-13 Jahr mann. Grund: hauen!" Durch das Mädchen bö halb vom Vater [ Eine fefte] wurde Meidlinger Pa ' Jahrhunderts den Freund de an der Seite f Edeldamen, B großer Bradyt auf, und es be ides vierzehnten glücklich verban =[ Wieder Don englischen 2 eine hübsche jung rnamsell in ein Fräulein A mals bezweifelt, Die fortgelaufen diff erkannte, de Zur Ozeanfahrt um den Kaiserpokal. Mr. Benedic von der Dampfjacht„ Oneida", der nach Newyork zurüc gefehrt ist, nachdem er die auf der Ozeanwettfahrt be griffenen Jachten ein Stück begleitet hatte, berichtet, das am Mittwoch abend 7 Uhr 45 Minuten, als er die Jachter zum letztenmal sah, die deutsche Jacht„ Hamburg" erste war Die Chancen der Hamburg" sind von Sachverständige von vornherein sehr günstig tariert worden, doch wäre e voreilig, ihr schon jetzt den Sieg zu prophezeien. † Die Schreckenstat einer wahnsinnigen Muter ſett die Einwohnerschaft Münchens in Aufregung. Die Fra des Stationsgehilfen Bilz tötete in einem Anfall von Gei stesstörung ihre drei im Alter von einem, zwei und fün Jahren stehenden Kinder. Leopold Wölfling, der frühere Erzherzog Leopold vor Desterreich, sollte als Landwehrmann in die schweizerisch Armee eingereiht worden sein, nachdem er schweizer Bürge geworden war. Diese Meldung beruht auf einem Irrtum Wölfling ist dem unbewaffneten Landsturm zugeteilt wor den. Er hat keine Uebungen zu leisten, muß aber bis zu Erreichung des 44. Lebensjahres, bis Ende 1912, Militär pflichtersatzsteuer bezahlen. Landwehrmann wird ein schwei zer Bürger nur dann, wenn er seiner Militärpflicht im„ Aus zug" regelrecht Genüge geleistet hat. Gewitter und Hagelschläge haben in der Mittelschwei große Schäden angerichtet. Die Flüsse sind zum Teil übei die Ufer getreten und die Saaten weithin zerstört. Die lebende Fackel. Einen furchtbaren Selbstmori beging aus unglücklicher Liebe eine Pariser Näherin. Si war verlobt und gerade dabei, ihren Hochzeitsstaat zu nähen Da kam eine furze jähe Absage des Ungetreuen. Das jung Mädchen zog das Hochzeitskleid an, begoß es und ihrer Ropf mit Petroleum und zündete die Flüssigkeit an. Au ihre Schmerzensschreie eilte die Nachbarschaft heru, es wai aber schon zu spät, nach zehn Stunden entschlicher Qualen starb die Arme im Krankenhause. Ein furchtbares Lynchgericht wurde in drei Dörfern des Gouvernements Wolhynien von russischen Bauern, deut schen Ansiedlern und kleinen Edelleuten über Pferdediebe abgehalten. Gegen 80 Personen wurden schwer verletzt, ell totgeschlagen. Die ganze Lynchbewegung war regelrecht vorbereitet. Die Diebe wurden gefoltert, und, wenn sie ge standen, mit Stöcken, Eisenstäben und Dreschflegeln bar barisch mißhandelt. + Der falsche Graf Bonmartini. Ein angesehener ita. lienischer Heraldiker hat herausgebracht, daß der ermordete Francesco Bonmartini, der Gatte der schönen Linda Murri. die gegenwärtig in Turin mit ihrem Bruder und ihrem Anbang vor den Geschworenen steht, fein Recht gehabt habe, sich Graf" zu nennen. Er sei niederem Landadel entibroffen. A Adjutant und Einbrecher. Daß ein Offizier zum Einbrecher wird, gehört jedenfalls zu den Seltenheiten. In der französischen Festung Verdun wurde bei dem Gouverneur eingebrochen, und Wertsachen im Betrage von 30 000 Francs fielen dem Diebe in die Hände. Als solcher wurde ein Adjutant des Gouverneurs ermittelt. Von einem wütenden Bullen aufgespießt wurde eine junge englische Malerin, die sich auf einer Studienreise in Devonshire befand. Während sie auf einem Feld in der Nähe Gon Haterleigh eine Stizze aufnahm, stürzte der Bulle, der längere Zeit mit seiner Herde friedlich in der Nähe weidete, plötzlich auf das junge Mädchen los und rannte ihr, ehe der erschrockene Hirte noch hinzuspringen konnte, seine Hörner durch den Leib. Die Verwundete starb nach wenigen Stunder Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Divisionspfarrer der Gotteslästerung angeklagt. Vor dem Kriegsgericht der 13. Division in Münster hat sich am heutigen Dienstag der Divisionspfarrer Bachstein aus Minden wegen Vergehens wegen Gotteslästerung zu berantworten. Die Ursache zur Erhebung der Anklage bildet ein Bassus in einem Vortrag, den Backstein am 19. Ja nuar d. J. im Dsnabrüder Zweigverein des Evangelischen Bundes über das Thema:„ Ein Mit in die Seele des Ultramontanismnis" gehalten hat. Bachstein, de ezt evangelischer Militärgeistlicher ist, war früher fatholischer Priester. - einem Engrosg eine Mitteilung dieser kam denn diff nach Llang Befinden ihres Tage Bedenfzei zurückkehren wo lichfeit und fe Gatten zurück. [ Gin I sich noch de Kammerherrn Schwägern, d einigen Woche Ccine bradite Aufenthalt me naliiten, noch arbordenen v nigen. Er und 1 Paris, gebe ambekannt gebl zu Zeit in der Tität für den jandte Arif Ber ihn bittet, ihn weiterhin erhal und den Geschm bung er zählte, eine Reihe von Schirme, ein D iches Belt, mehr Der Sultan no Bermittlung de Ben erhält no herr regelmä Bälde wieder nehmen werd ** Do pintilich, fi Bersamml bauung e des Balthase pens. 3. für die Liebi Durchfahrt Ranalanschlu 6. Bergeb flug der A 8. Ersatz des berg. bau der Höhere beiten.- 10. haffung eines Berbreiterung de 12. Julius Belhöfe Bachtmachlaß we am Hohleichweg um Gewährung Solzversteigerung nen Dr. Caja genstände aus, zu schiden bat. Dem Boten in elier eine Me = Vermischtes. [ Das Gnt Cadinen,] das der Kaiser von dem kürzlid berstorbenen Landrat a. D. Birkner übernommen hat, is Dr. Casanova nicht durch Schenfung, wie vielfach geglaubt wurde, sonderr Funden gezegekommen. Der Kaiser übernahm, als er 1898 Gutsheri erne Bigarren tragenden Hypotheken und sonstigen Lasten. Ferner wurden durch einen regelrechten Kaufvertrag in faiserliche Hände us, daß eine Dunden waren. Angestellte de 3 wieder, ohne ef war erfolg erheit, wahr in der Duell reignete sich in ein Sohn des ein Säbeldnel gab, nachdem war und der gab, er habe 34 befriedigen, crlicher Tradi verschiedenen Die Bevölke riffe auf mei getrieben wer oß der Autsche ejchiedene Frar Order auch ned Doch gelang es en. Als Haus rch eine Auge e Brandkata Schwetz. Di dem Streden in den Flam weiteres Kini Mr. Benedic Pewyork zurüd nwettfahrt be berichtet, das er die Jachter urg" erste war achverständige doch wäre e en. Mutter jetzt g. Die Fra Infall von Gei zwei und fün Og Leopold bol e schweizerisch weizer Bürge einem Jrrhum zugeteilt wor aber bis zu 1912, Militä wird ein schwe flight im„ Aus er Mittelschuvei zum Teil über erstört. ren Selbstmor Näherin. Si sstaat zu nähen uen. Das jung es und ihrer Tigfeit an. Au Ft beru, es wa etlicher Qualer Srei Dörfern de Bauern, deut ber Pferdedieb wer berlebt, ell war regelreál d, wenn fie ge icflegeln bar gesehener ita der ermordete Linda Murri und ihrem An ht gehabt habe, Landadel ent izier zum Gin. tenheiten. In dem Gouver ge bon 30 000 5 solcher wurd Left wurde ein Studienreise in eld in der Nähe der Bulle, der r Nähe weidete rannte ihr, ehe fonnte, feine rb nach wenigen al. rung angeklagt Dünfter bat fid Bachstein aus terung zu ber Antlage bilder i am 19. Ja Evangelischen Seele des Ultra et evangelijder Briefter bon Cadinen wurde, die mehr als eine halbe Million be. die Zahlung einer reichlichen jährlichen Leibrente und end lich die Entrichtung eines dem Werte des lebenden und toten Inventars entsprechenden Rapitals stipuliert. [ Der 3000. Bonne: Student.] Der stud. phil. o. hannes Spengler aus Mettmann hat das Glück, der 3000. Student zu sein, der in diesem Semester in Bonn imma trikuliert wurde. Außer einer Ehren- Aufnahmeurkunde und Erkennungskarte, die in goldener Schrift die Zahl 3000 zeigen, bringt die Würde des dreitausendsten akademischen Bürgers dem jungen Herrn noch eine ganze Menge brat. tischer Annehmlichkeiten: freie Beche in Wirtshäusern u. dal. § Wegen Erpressung wurde von der Straffammer zu Breslau der aus dem Berliner Gefängnis dorthin transpor tierte Handelsmann Bruno Lächel zu drei Jahren Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. Lächel verbüßt zurzeit seine Strafe, zu der er im Prozeß Hasse verurteilt wurde. Zum Tode verurteilt wurde der Frauenmörder Hoch in Newyork. Er stand im Verdacht, eine ganze Reihe Frauen ums Leben gebracht zu haben. In einem Falle konnte ihm ein Giftmord nachgewiesen werden, und deswegen ist nun die schwerste Strafe über ihn verhängt worden. Sittenbi [ Die brave Tochter.] Ein eigenartiges fonnte ven Straßenpassanten in einem oldenburgische. Etädtchen beobachtet werden. Heulend lief ein Mädche von 12-13 Jahren umher und suchte nach einem Schutz. mann. Grund:„ Mein Vater, der Lump! hat mich ge hauen!" Durch einen Schußmann wurde festgestellt, daß das Mädchen böswillig einen neuen Sorb ruiniert und des halb vom Vater gestraft worden war. - [ Eine Wiederbelebung der mittelalterlichen Veilchen. feste] wurde mit großem Erfolg in Wien versucht. Im Meidlinger Park war ein Hoflager im Stil des vierzehnten Jahrhunderts aufgeschlagen. Ein historischer Festzug zeigte den Freund des Minnesangs, Herzog Otto, hoch zu Pferd an der Seite seiner Gemahlin, umgeben von Troubadouren, Edeldamen, Bürgern und fahrendem Volk. Vor dem mit großer Pracht ausgestatteten Herzogszelt löste sich der Zug auf, und es begann ein fröhliches Treiben, das die Sitter des vierzehnten Jahrhunderts mit mode Einrichtunger glücklich verband. = [ Wieder vercint.] Ein rührendes Geschichtchen wird Don englischen Blättern berichtet: Vor etwa Jahresfrist kam eine hübsche junge Frau nach Llangolln und trat als Schenk mamsell in ein großes Familienhotel ein, in dem sie sich als Fräulein A. vorgestellt hatte. Ihre Identität wurde nie. mals bezweifelt, bis vor einigen Tagen ein Reisender sie als die fortgelaufene Frau eines sehr bekannten Herrn aus Car diff erkannte, der große eigene Besitzungen hat und außerdem einem Engrosgeschäft vorsteht. Der Reisende ließ daran eine Mitteilung an den betreffenden Herrn gelangen, und dieser kam denn eines Tages in seinem Automobil von Car diff nach Llangolln. Nachdem die Frau sich zuerst nach dem Befinden ihres Sohnes erkundigt hatte, verlangte sie drei Tage Bedenkzeit, um sich zu entschließen, ob sie nach Haust zurückkehren wolle oder nicht. Sie entschied sich für die Häus. lichkeit und kehrte glücklich und wiederversöhnt mit ihrem Gatten zurück. - [ Gin loyaler politischer Flüchtling.] Man erinnert sich noch der aussehenerregenden Flucht, die den zweiten Kammerherrn des Sultans Arif Ben mit seinen beiden Schwägern, den Generalen Achmed und Kiza Pascha, vor einigen Wochen vom Bosporus an die sicheren Ufer der Ecine brachte. Arif Bey war flug genug, seinen Parijer Aufenthalt weder zu sensationellen Interviews mit Jour nalisten, noch zu den sonst bei solchen Gelegenheiten übl arbordenen vifanten und indiskreten Publikationen zu be. nigen. Er und seine Verwandten verhallen sich politisch sti 1 Paris, geben sich den Vergnügungen der ihnen bis dahir unbekannt gebliebenen Weltstadt hin und finden sich von Zeit zu Zeit in der ottomanischen Botschaft ein, um ihrer Loyalität für den Sultan Ausdruck zu geben. Vorige Woche sandte Arif Bey dem Sultan ein direktes Schreiben, worin er ihn bittet, ihn und den Seinigen die kaiserliche Gnade autch weiterhin erhalten zu wollen. Arif, der die Gewohnheiten und den Geschmack Abdul Hamids, zu dessen engerer Umge bung er zählte, genau fennt, schickte außerdem dem Sultan eine Reihe von Geschenken. Unter anderem zwei kostbare Schirme, ein Dußend seidener Hemden, ein kleines japanisches Zelt, mehrere reichverzierte Bleistifte, einen Stock usw. Der Sultan nahm die Geschenke entgegen und ließ durch Vermittlung des Harems von Arif Bey diesem danken. Ari Beh erhält nach wie vor seine großen Bezüge als Kammer herr regelmäßig ausgezahlt und man glaubt, daß er in Bälde wieder zurückkehren und seinen beren Dienst aufnehmen werde. Lokales. - - - 22. Mat 1905. ** Donnerstag, den 25. Mai, nachmittags 4 Uhr, pünktlich, findet eine Sigung der Stadtverordneten. Bersammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Erbauung eines Stadttheaters. 2. Baugesu des Balthaser Somber für die Balltorstraße; hier: Dispens. 3. Baugesuch der Firma Heyligenstaedt& Romp. für die Liebigstraße; hier: Dispens. 4. Ranal in der Durchfahrt zwischen Kirchstraße und Burggraben. 5. Kanalanschluß der Hofraiten Walltorstraße 53, 59 und 63. 6. Vergebung der Lieferung von ement. 7. Anschluß der Klärbedenanlage an das Elektrizitätswert. 9. Neu8. Ersatz des Ventilbrunnes am Dswaldsgarten. bau der Höheren Mädchenschule; hier: Vergebung von Arbeiten. 10. Genehmigung von Rechnungen. 11. Beschaffung eines Reservesarges für den Friedhof am Reb. berg. 12. Beschaffung von zwei Hundekäfigen. 13 Verbreiterung der Marburgerstraße; hier: Kaufvertrag mic Julius Wellhöfer. 14. Gesuch des Karl Jugha 2 m Bachtnachlaß wegen teilweiser Entziehung des ru stücks am Hohleichweg. 15. Gesuch der städtischen Forstwarte um Gewährung einer Vergütung für Beiwohnung bei den Holzversteigerungen. 16. Erlaß einer Polizeiverordnung, - - - - - - - - die Ein- und Durchfuhr von frischem Fleisch betreffend. 17. E az einer Polizeiverordnung über Trischinenschau. 18. such des Ludwig Feidel um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Sonnenstraße 3 19. Gesuch des Hermann Weiler um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Krofdorferstraße 13. 20. Gesuch des Gustav Köpper um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Walltorstraße 46. - s In Sachen Chelius werden die Vernehmungen fortgefeßt. 8. 8t. werden genauere Ermittelungen über den Umgang und Verkehr des Ch. angestellt, damit man event. nähere Ursachen über die Veranlassung seiner Verfehlungen feststellen fann. Eine Untersuchung über seinen Geisteszustand ist wahrscheinlich. ** Gestern Abend hielten die Gießener Freiwilligen Feuerwehren eine Hauptübung ab, bei der auch die neue Leiter zur Berwendung gelangte. *** Der Gernhardtsche Zither- und MandolinenChor zu Gießen gibt am fommenden Sonntag im„ Neuen Saalbau" einen musikalischen Unterhaltungs- Abend, zu dem ein sehr reichhaltiges Programm vorgesehen ist. ** Die von der Contentia Gießen Sonntag auf der Schönen Aussicht" veranstaltete Nachfeier ist sehr nett verlaufen. Trotz der ungünstigen Witterung waren zahlreiche Teilnehmer erschienen und ergößten sich an den gebotenen Berstreuungen auf das beste. Für die Kinder gab es u. a. eine Polynese. Die Feier fand erst in später Abendstunde ihren Abschluß. ** Der diesjährige Verbandstag des Verbandes der Spenglermeister und Installateure findet vom 27. bis 29. Mai in Gießen( Hotel Einhorn) statt. Die Tagesordnung ist sehr reichhaltig. *** Der Auftrieb auf die Jungviehweiden bei Bell, Lauterbach und Hungen( Provinzial- Fohlenweide) beginnt am 29. und der auf die Jungviehweide bei Wenings bereits am 27. Mai. Die Bahnprojekte. Zu der fommenden Donnerstag im Café Leib abzuhaltenden Versammlung des Bürgervereins Gießen übermittelt man uns mit der Bitte um Veröffentlichung aus Alten- Buseck nachstehendes Schreiben: Zu dem Bahnprojeft Gießen- Beuern wird eine Donnerstag, den 25. Mai, im Café Leib tagende, von Seiten des Bürgervereins Gießen einberufene Bürgerversamlung Stellung nehmen, von welcher die geeinigten Gemeinden Alten- Bused und Beuern den besten Erfolg hoffen. Leider mußte man von einer Vertretung der einzelnen Ortschaften Abstand nehmen, trotzdem es nicht ausgeschlossen ist, daß ein Delegierter zur obigen Versammlung erscheinen und die nähere Begründung zu der in Frage stehenden Bahn für diese Ortschaften vorbringen wird. Es wird sicherlich flar werden, ob sich die Gießener Bürgerschaft für Verlegung der Oberhessischen Bahn von Großen Buseck über Alten- Bused und Wieseck, wie die Gemeinde Wieseck es wünscht oder für das Bahnprojekt Gießen- Beuern erfären wird. Zur Erwähnung noch, daß die hier in Frage tommenden Gemeinden ihre Bedarfsartifel fast ausschließlich allein aus Gießen beziehen und desto mehr ist daher auch zu hoffen, daß alle, Abnehmer und Geschäftsinteressenten, bei der Berwirklichung dieses Projekts hilfreich zur Seite stehen und dann die erforderlichen Schritte mit den Kommissionen der Gemeinden Bieseck, Altenbuseck und Beuern sowie der Gemeinde Bersrod, welche eingegangener Erfundigungen zufolge, den Ausbau dieser Bahn nach Homburg uns zusichert, da die Gewerkschaft Elisenburg ein ganz bedeutendes EisenSteinlager ihr Eigen nennt, aber lediglich der ungünstigen Frachtverhältnisse halber nicht außnüßen kann. Der gegen. wärtige Betrieb der Lungsteinbrüche in Beuers und der hiesige Personenverkehr, der Versand von Dcer- und Formsand von Wiesed würden gewiß zur Rentabilität dieser Bahn beitragen und werden sicherlich die Zweifel daran in den Hintergrund stellen. ▲ Aus der Wetterau, 22. Mai. Nach Nieder- Wöllftadt findet am 4. Juni die Gauturefahrt des Ganes Hessen statt. Vorgesehen ist u. a. ein Wetturnen in volkstümlichen Uebungen, wozu sich ca. 300 Turner gemeldet haben. Albenstadt. Sier verunglückte der Dienfitnecht Reichert schwer. Er fiel unter sein schwerbeladenes Fuhrwert und erlitt schwere Verlegungen am Kopf und einen Schenkelbruch. * Braunfels, 22. Mai. Spurlos verschwunden ist seit einigen Tagen der hier in Stellung befindliche, etwa 24jährige Bureaugehilfe Buchholz. Rechtenbach, 22. Mai. Der Zug des Todes. Am Sonntag Morgen ist eine befannte und grachtete Perfönlichkeit, unser Bürgermeister Hardt verschieden. Der Verstorbene hat drei Jahrzente lang an der Spiße unseres Gemeinwesens gestanden. § Hirzenhain, 22. Mai. Brillantendiebstahl. Der Diener Schubring hat seiner Herrschaft dahier Brillanten und Wertsachen im Werte von 12 000 t. entwendet und sich auf die Flucht begeben. Die Staatsanwaltschaft Gießen hat einen Steckbrief gegen ihn erlassen. § Nieder- Gemünden. Monntag, den 29. Mai, nachmittags, wird bei Wirt Söbler dahier ein Zahltag der Rreistasse abgehalten. *** Trensa. Am 9. Juli tagt hier die Generalversammlung des Kirchengesangvereins für den Konfiftorial bezirk Raffel unter dem Vorsiz des Generalsuperintendenten D. Werner- Kassel. K Fulda, 22. Mai. 8ur Bonifacius- Ju elfeier haben sich bis jeßt 3 Kardinäle, 5 Erzbischhöfe, 20 Bischöfe, 2 Weihbischöfe, 7 Webte, 6 fürstliche Persönlichkeiten, 14 Grafen nnd 26 Barone angemeldet. K Aus Rheinhessen, 22. Mai. Der Ertrag der Spargelernte bleibt in diesem Jahre in Bezug auf die Menge gegen die im Vorjahre erheblich zurück. Literarisches. - *** ,, Seeluft und Gesund eit" von Nervenarzt Dr. Otto Dornblüth, Frankfurt a. M. gibt den Lesern der Flotte", Monatsblatt des Deutschen Flotten- Vereins, eine Anregung, bei den Erholungsreisen im Sommer in erster Linie die Pläße an der See aufzusuchen, oder wenn möglich, eine Seereise zu unternehmen zur Kräftigung der Nerven, zur Wiederbelebung des ganzen Menschen. Ein Montag Morgen in der Ausbildungszeit" handelt von dem Leben und Treiben an Bord eines modernen Kriegsschiffes. Der Artikel ist von einem Fachmann geschrieben, aber für jeden Laien verständlich und anregend.„ Ein Besuch an Bord" ist der Brief einer jungen Dame genannt, die in Swinemünde Gelegenheit hatte, sich einige Stunden auf einem Kriegsschiffe umzusehen. Eine Notiz zur Sonderfahrt zur Rieler Woche, neues aus unserer Marine und Vereinsnachrichten beschließen die mit vielen Bildern versehene Nummer der Flotte". - - Marttberichte. Blekes, 23. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Pfb. 105-1.20 M., Hübnereler per Stild 5-6 Bfg., Enteneter St. 6-7 Pfs., Käse per St. 6-8 Bfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbfen per Liter 21 Bfg., Linjen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar f. 0.80-1.00, Hühner per Stüd t. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 fg., Dchsenfleisch per fb. 70-80 3fg., Rindfletsch per fb. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 fa. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Big., Stalbfleisch per Bfb. 70-74 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 7.00 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00 Nüsse 100 St. 00-00 fg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umberziehen fellgeboten werben. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Geßener Fleisch- und Brotpreise am 22. Mai 1905. nachmittags. Zeitungsabbestellung. Kein Redakteur der Belt, und wäre er ein geborener Solon, fann es allen Lesern recht machen; was Tausenden gefällt, mag einem mißfallen, und nicht selten glaubt dieser einem wunder was zu tun, wenn er das Blatt, welches einen ihm mißfallenden Aufsaz veröffentlichte, möglichst oftentativ abbestellt. Was das für eine Birkung hat, besereibt ein Fachblatt recht drastisch: Billst du erproben, welche Wirkung deine Abbestellung ge= habt hat, so stecke einmal deinen Finger ins Wasser und sieh zu, welches Loch er darin zurückläßt. Oder mache dir das Vergnügen und vereise einige Zeit. Stehrst du zurück, so wird die Hälfte deiner Bekannten erstaunt sein, zu hören, daß du überhaupt fortgewesen seieft, und die andere Hälfte wird deine Rückkehr ziemlich fühl lassen; der übrigen Welt ift aber völlig gleichgiltig, ob du fommst oder gehft, ob du geboren warft oder stirbst. Auch in der Bibel stehen Wahrheiten, die dir nicht angenehm flingen; versuchs, ob du diese Wahrheiten aus der Welt schaffst, wenn du deine Bibel verbrennst. Bestellst du dein Blatt ab und schimpfft auf seinen Redakteur, so wird das Blatt trotzdem ruhig weitererscheinen, und du wirst es höchstwahrscheinlich- ebenfalls ( heimlich) weiterlesen. A Klein- Linden. Verunglückt. Der in BabenHausen in Garnison liegende Kanonier Schimmel von hier wurde von einem Pferd auf den Kopf geschlagen und schwer verlegt. § Steinbach, 22. Mai. Unter zahlreicher Beteiligung feierte unser Ariegerverein am Sonntag sein 30jähriges Beftehen. Dem Verein wurde die vom Kaiser geftiftete Forenschleife überreicht. ?? Reiskirchen, 22. Mai. Schwere Verlegungen an der Bruft und mehrere Armbrüche trug ber 4jährige Sohn einer hiesigen Familie davon, der Ende letzter Woche die Bremse eines am Bergabhange stehenden Wagens löfte. Der Wagen fezte sich in Bewegung und ging über den Körper des bedauernswerten Kindes. A Groß- Karben. Die Erweiterung unseres BahnHofs an der Main- Weserbahn soll demnächst begonnen werden. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. " " " Fleischpreise in Gießen " " 50 kg Schlachtgewicht 71-73 M. 1/2 kg 70-80 Pf. 1/2" 87-90 Pf. do. 70-74 do. 69-00 do. 66-76 Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 kg Weißbrot 2 kg 52 f. Roggen do. Schwarzbr. do. 48 18.60 M. 16 25 " " Frankfurt a. M., 22. Mai. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiefiaer und Wetterauer Mt. 18.50-18.75, furhessischer Mr. 18.50-18.75 Roggen, hiesiger Mr. 15 60-15.90, russischer Mr. 00.00-00.00 Gerfte, hiesige Mr. 17.80 bis 18 00, Pfälzer Mr. 17.25 bis 18.50, fränkischer Mt. 17.80-18.25, Riedgerste Mt. 18.25 bis 18.40 Hafer, hiesiget unb Wetterauer Mt. 15.00-15.50, turhessischer Mr. 00.00-00 00, br erischer Mr. 15.00-15.50, Mais, Mixed Mr. 11.80-12.00 Alles pro 100 Kilo ab hier. Me hI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hief. O, Mt. 26.75-27.75, feinere Marken f. 29.00-29.25, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mt. 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-2527., hiesiges Nr. 4, Mt. 19.00-19.50 feinere Marken 20.00-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22.- 23.25 bis 550, Weizenkleie 5.35-5.50, Roggenkleie Mt. 5.80-6.00 8. 1 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17 00. Weizenschalen 5.35 Weizenfuttermehl 6.50-7.50. Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, ben 24. Mai. Trüb, mindig, fühl geringer Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenter: 1bin Klein, für den Abrigen Inhalt: Georg Horn, beib: in Gießen. Gernhardt'scher Zither- und Mandolinen Ghor Israelitischer Festball. Giessen. Sonntag, d. 28. Mai, abends 8 Uhr im ,, Neuen Saalbau": Musikalischer Unterhaltungs- Abend Bekanntmachung Die Holzabfuhr and den Waldungen der S Gießen betreffend. Die Steigerer von Brennholz aus den Waldungen der findet am 9. Juni d. J., von nachmittags 4 Uhr ab in den Lokalen des Gastwirts Stelzenbach Gießen werden biermit aufgefordert, insoweit sie mit der Abfuhr i zu Nordeck statt. Um recht zahlreichen Besuch bittet freundlichst Das Komitee. Grünberger unter Mitwirkung befreundeter Gesang- Vereine. Pferde- Versicherungs- Verein. Eintrittskarten find im Vorverkauf für 40 Bfg. au haben bel Erust Challier, Neuen- Weg, ZigarrenDie noch rückständ gen Prämien vom 1. Semester Geschäft Sonatas, Seltersweg, Postkarten- Centrale, Sonnenſtr. d. I. können noch ohne Kosten innerhalb 14 Tagen und Friseur Aff, Neuen- Bäue. - Um zahlreichen Besuch bittet Conserve gläser ,, Ideal" Weck'sche An der Abendkasse 50 Pig. an den Unterzeichneten bezahlt werden. Grünberg, den 22. Mai 1905. Der Vorstand. Brotpreise bom 21. Mai bis 4. Juni 1906. 1 Weißbrot Der hiesigen Bäcker. Kg. Pfg. 26 52 24 48 72 22 44 1 Schwarzbrot 2 " Apparate und Gläser fornbrot Krumeich's Der answärtigen Bäcker: Conserve- Krüge 1 Beißbrot Georg Dern, Gr.Obstpressen etc. etc. empfehlen Brüder Schmidt Giessen, Seltersweg 83. Erste, arteste grösste, verbreiteste weltbekannte Nähmaschinen- und Fahrrad45MK " Grossfirma M. Jacobsohn, BERLIN N. 24, Linien- Str. 126, Lieferant von Post-, Preussisch. 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Nachmittags 2½ Uhr an Ort und Stelle, einmalige Aberntung der Wiesedböschung Zusammenkunft in der Hammstraße am Eisenb Uebergang. 4. Nachmittags 3 Nhr an Ort und Stelle, Grasnugung vom Friedhof am Nahrungsbe wovon der obere Teil für das ganze Jahr, untere Teil zur einmaligen Aberntung berge wird, sowie von den Anlagen vor dem Fri hof zur einmaligen Aberntung und von Niederdrukbehälter für das ganze Jahr; 5. Nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle, die Gr nuzung vom Friedhof am Rostberg auf ganze Jahr. Gießen, den 19. Mai 1905. Srokh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. R. 122. Infertionepre beffen, bie Kreif Refl Rebattion u. für Enth Vom Στουδεπι δε Truppen und i die Herstellung Resultate gezeit Beruhigung le fierte Widersto lungen von R deutschen Kär und Schluchte entziehen fich schädlichmachu truppen feine Die in den richten berichte So gelang Vergebung von Schlosserarbei Beldschoendrage Die Anfertigung und Lieferung von Kanal- Schieberstangen Dienstag, den 30. d. öffentlich vergeben werden. einem Gefecht ts., vorm. 11 Uhr englische Grenz entwaffneten di Angebote auf vorgeschriebenem Formular, welches bei uns hältlich, find spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkt einzureid Musterstange tann bei uns eingesehen werden. 3 Wochen. Gießen, 22. Mai 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Zuschlags Bei Kowe gegen starte Slaats stander mußte unter Gewehren we bon Koppy fet Richtung der Vieh. Der He Vergebung v. Abbrucharbeiter fompagnie la Der Abbruch eines offenen 52 Meter langen und 11 M breiten hölzernen Schuppens mit Ziegelbedachung bei der Margareth hütte soll Samstag, den 27. Mai d. Js., vorm. 11 Uh bei U berlassung des Materials an den Höchstbietenden verg werden. Die Bedingungen liegen bei uns in der Schreibstube wa der Amtsstunden zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruc bis zum vorgenannten Termin ebendaselbst einzureichen. Gießen, 23. Mat 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Vergebung von Pflasterarbei Die Umpflasterungsarbeiten in der Westanlage und verschied Hilfe. Bluttod. Timermanderen Straßen sollen Hamburg Fichteftr. 3 ( u. meine hier t. D. pat. Neuheit) GeschäftsP Drucksachen wie Wieseck, Gustav Jacoby Alten- Buseck 66 Briefumschläge ningen 22 Quittungen, Adresskarten Reiskirchen, With. solid in fusstattung u. Preiswürdigkeit 44 44 Schimmel Kinzenb.Mühle und Jak. Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen W. Lein, KleinLinden Der Brotverkäufer. 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Braubach. 21) Von Radh eine belen Lage A fabren. euer in de Eigenb Der& Rechnungen, Briefbogen Mitteilungen Berliner Weissbier ritt durch. daran zu m nicht, zerfch frob, so nod Glende Betrachtung Maul, fonit Beit den S Um Irrtümer zu vermeiden, bringe ich hiermit gefl. Kenntnis, daß ich die Vertretung meines seit d Jahre 1877 durch Herrn Otto Luft am hiesigen eingeführten Berliner Weißbieres einzig und allein Firma C. Roth II Nachfolger Gießen, Walltorstraße 5, Telephon 322, übertragen habe. Berliner Export- Weissbierbrauere S. D. Moewes, Berlin. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie aber war der langen an das Zol so sprach der " Ja", a muß ich mic fämtlichen Gje „ Gielsmü tennen uns, un wieder irgend willen. Diesel August Gabriel jr. Giessen. es nur, he w Kalkwerke: Abendstern. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücke und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. Barmherzigteit Gjelsmüller in Waife hätte b geboren. 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