HUMOR en bleibt, eibt, iftet, hält er sich me Furchtbarer Lärm wa Huberbäuerin eine en mindestens zeb ihre neun Kinder b 11 Doftor, unser Millio ermögen!"- Dofter enn jetzt?" auptet, du lebeit mi ht ganz glücklich. S man so ein gelebt eiläufig fo, als me atet hätte!" vor der Intent pfhaft auf die auftreten 31 dir Er wartet ein t bereits den n Schreiben aus sich am nächsten aumelt vor Enti Seft, und kommt t Lorbeerfränzen behe Nr. 70. Bufertionspreis: Die einspaltige Bettigelle für ganz OberBeffen, die Kreise Weglar anb Marburg 10 Bfg. fenft 15 Bfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechenschluk Nr. 362. Donnerstag, den 23. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hans gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Das Militärftrafgesetz. Der Reichstag hat nach Erledigung der Quinquennatsborlage, die die zweijährige Dienstzeit bei der Infanterie zur dauernden geseklichen Einrichtung macht, sich recht eingehend mit der Militärstrafrechtspflege beschäftigt und einige darauf beziigliche Refolutionen gefaßt. Diese Resolutionen empfehlen, noch vor der allgemeinen Reform des Militärtrafgesetzbuchs, die die natürliche Konsequenz der im Werk befindlichen Reform des bürgerlichen Strafgesetzbuchs sein wird, das geltende Militärstrafgeset in einzelnen Bestimmungen abzuändern, die mit dem Rechtsbewußtsein und den Rechtsgefühl nicht vereinbar scheinen. In der Tebatte wurde vielfach die Ansicht vertreten, daß ein Mißberhaitnis bestehe zwischen den Strafbestimmungen ausgespannt, und libcu: Verfehlungen der Untergebenen gegen Vorgelegte und enslänglichen den Strafbeſtimmungen über Verfehlungen der Vorgesezten macht er; dann madh er for berung aus berechtigt bezeichnet, daß burch eine Stobelle in imponierender o gegen Untergebene. Ferner wurde ziemlich allgemein die gum Militärstrafgeseßbuch mildernde Umstände mit gerinzwar fämtlich vertid geren Mindeststrafen zugelassen werden solen. er. Is sich immerr Selbstverständlich wurden bei dieser Gelegenheit alle Mid begibt sich auf die litärgerichtsurteile herangezogen, die wegen ihrer besonderen Strenge mißfälliges Aufsehen erregt haben, übrigens in der oriert er, als er be Regel von der höheren Instanz wesentlich gemildert worden nichts bekannt," e find. Ebenso erwähnte man die von zuständiger Seite alsBaar Gummigalosche bald korrigierte Auffassung eines militärischen Anklagevermuten wir, es sind& treters, daß im Militärverhältnis der Untergebene ein Notweh rrecht überhaupt nicht habe. Sehr ausführlich endlich wurde die Frage der Soldatenmißhandlungen erörtert. Freunderl?"- Warum das d!" - ( zu seinem, erst wen Jean, geh' hinauf- Es ist sehr erfreulich, daß die Debatte im großen und ganzen sich von Einseitigkeit und verheßender Uebertreibung jermhielt, daß man sich allseitig bemühte, in den Kern der Frage einzudringen und zu einem praktischen Ergebnis zu gelangen. Das Bewußtsein von der Einheit zwischen Volk und Hear hat nach gerade alle ereise durchorungen, das nts unten steht Interesse des Heeres ist als ein vornehmstes Volksinteresse Zigarren!"- Bar erkannt. Man hat auch überall die feste Ueberzeugung geJean:„ Ausgezeich won nen, daß es keine Stelle im Reich gibt, an der man nicht von Herzen wünschte, die Soldatenmißhandlungen völlig beheute kreditieren, He jeiti gt zu sehen, und nicht alle tauglichen Mittel dazu ange-Sehr gerne!" wen det wissen möchte. Doch nicht minder ist die Ueberzeugung erkennen?", se Gemeingut geworden, daß die Disziplin in der Armee unphotographiert!" erschüttert und unangetastet bleiben muß, weil sonst die hen:„ Dent' dir nur, Armee nicht imstande sein würde, ihre Aufgaben zu erfüllen. feinste und teuerſte or Jahresfrist hatte der Kriegsminister v. Einem gesagt, die Mißhandlungen müßten und würden aus der Armee herdu nicht sagst!... ausgebracht werden. Damals erwiderte der sozialdemokratische Abgeordnete Bebel:„ Herr Kriegsminister, Sie werden eldinebel: Sie, Mai noch viele Enttäuschungen erleben." Jegt erklärte der Kriegsorpsfommandanten c minister, daß Bebel ganz recht gehabt hat, daß die Entvebel, meld' gehorsam fäuschungen eingetroffen, daß noch eine ganze Anzahl fwerer, grober Mißhandlungen vorgekommen sind. et!" ür meine Bachdrutulu Lehrling J. Wein Jung Es kann nichts bezeichnenderes geben, als diese nach= trägliche Uebereinstimmung, deren offenes Bekenntnis dem Kriegsminister nur zur Ehre gereicht. General v. Einem war als Soldat der Meinung gewesen, daß ein ernstlich gegebener und bezüglich der Ausführung sorgfältig überwachter Befehl ausreichen würde, die Suldatenmizhandlungen gänzlich zu beseitigen. Bebel war in dieser Beziehung ge= wissermaßen weltkundiger. Er ist selbst eine Art General in seiner Partei, manchmal sogar ein Stück Partei- Diktator, und er hat doch erfahren müssen, daß manchesmal seinen Befehlen entgegengehandelt wurde, wo das Temperament der Menschen in Frage kommt. Deshalb glaubte er, daß dem Kriegsminister die gleichen Erfahrungen nicht erspart bleiben würden, und er hat recht behalten. Gewiß kann sich der Mensch bezwingen, wenn er den rechten Willen hat, aber irgendwann einmal geht doch das Temperament mit ihm durch und unter 50 000 Menschen haben auch nicht alle den rechten Willen und die rechte Willenskraft. Der Kriegsminister hat somit anerkannt, daß es nicht möglich sei, die Soldatenmißhandlungen völlig auszurotten. Aber ebenso ist von anderer Seite anerkannt worden, daß von der Verwaltung und den Kommandobehörden das Mögliche geschehen ist, jene Mißhandlungen einzuschränken, und daß es mit gutem Erfolg geschehen ist, daß sowohl die brutalen wie die im Affeft geschehenen Mißhandlungen neuerdings erheblich abgenommen haben. Es ist ein großer Gewinn, daß dies erreicht ist. Ein nicht minder großer Gewinn ist die offenbar gewordene Tatsache, daß dieser Gewinn allseitig als solcher betrachtet wird, und daß eine lückenlose Uebereinstimmung in der Anerkennung von der Notwendigkeit der Erhaltung einer strammen Disziplin erzielt ist. Mit der Erhaltung einer strammen Disziplin wird es wohl verträglich sein, wenn die Anforderungen des Dienstgehorsams von Unteroffizieren zu Soldaten nur mit einer gewissen Einschrankung da Geltung behalten, wo Unteroffiziere und Soldaten sich gesellschaftlich begegnen, auf Tanzböden u. s. w. Sollte dies nicht angängig sein, so wird de Herr Kriegsminister, der die Unteroffiziere aus den Mannschaftsstuben ausbetten mill, in der nämlichen Tendenz, d.. zu dieser Vornahme geführt hat, vielleicht auch Anordmmgen treffen, die eine Begegnung auf jenem scheinbar neutralen und doch manche Konfliktsgelegenheit bietenden Terrain ausschließen. Auch über die Herabsetzung von Mindeststrafen bei VorHandensein mildernder Umstände wird sich eine Vereinbarung erzielen lassen, ohne daß man, wie der Herr Kriegsminister will, vorkommenden Falles einzig auf einen Gngdenakt des obersten Kriegs- und Gerichtsherrn angewiesen bleibt. Die Deffentlichkeit des kriegsgerichtlichen Verfahrens endlich wird sich mit der Zeit schon mehr und mehr als Regel durchseken. Dazu können in erster Reihe die Zeitungen beitragen, indem sie davon Abstand nehmen, in den Militärnach seiner Heimat fragte, oder etwas aus der EselsDer Eselsmüller und die Falschmünzer. mühle erzählte. 16) " P Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Genug jegt, unterbrach ihn der Eselsmüller. Du hättest vor zehn Jahren Deiner Dir anvertrauten Gemeinde solche Moralpredigten halten sollen, da waren fie bielleicht noch angewand. Bei mir spare Deine Worte. Oder hast Du etwa Dein längst verlorenes Hausbewiſſen wiederg funden?" fofort gesucht. Fr. Gennings Gießen. Seltersweg M Lehrmädchem r den Laden gesucht. Glegen, Gelterste „ Halt", rief der Pfarrer. Oft schon, so sprach der Gelsmüller weiter, habe ich an Auswanderung gedacht, dann aber frage ich mich auch, warum denn; In Medebach werden ein oder zwei Grenzjäger für die Zukunft angestellt. Dieselben haben in meiner Mühle haft sich mit diesen Burschen herum zu balgen. Dem Wie ging es aber dem jungen Schneidergesellen, welcher nach Meister Schlierbach wollte. Geld hatte er ja vom Eselsmüller reichlich. Nun wer das hat, fann ja fröhlich reisen. Nach sechs Tagen kam er zu Fuß bei Meister Schlierbach an. Nach der Ausrichtung der Bestellung, welche ihm der Eselsmüller aufgetragen hatte, wurde er sehr freundlich aufgenommen. Man nuhm an, er set in die Geheimnisse eingeweiht, weil er von Brabantern sprach, welche er vom Eselsmüller erhalten hatte. Deshalb wurde er sehr bald zu der im Keller befindlichen Werkstatt der Brabanter geführt. Im Anfang war er doch sehr erschrocken. Meister Schlierbach sah ein, daß er sich geirrt, als er meinte, der Mägel sei ein Eingeweihter. Er hatte einen recht dummen Streich gemacht. Er wollte es Nimm nur an dem, was Du hier siehst, keinen An" gerichtsberichten einen bequemen Vorwand für gehässige imd verbeterde Kritiken und für verallgemeinernde Uebertreibungen zu sehen. Der Krieg in Oftafien. Die bisher so hartnäckig durchgeführte Verfolgung der Russen durch die Japaner scheint jetzt auf einem toten Punkt angelangt zu sein. Ruhe auf der Front. Die Petersburger Telegraphen- Agentur meldet aus Gun schuling vom 22. März um 11 Uhr 15 Min.: In der Nacht war es auf der ganzen Front rubig, Rayuan ist noch nicht von den Japanern besetzt. Daß die Verfolgung durch die Japaner eingestellt ist, meldet auch das folgende Telegramm aus Tokio, nur das in ihm behauptet wird, die Japaner hätten doch Kahuan besetzt. Mit der Besetzung von Kayuan wird voraussichtlich die Hartnäckige Verfolgung der Russen durch die Japaner abgeschlossen sein. Die letzteren sind seit Anfang März 100 Meilen vorgerückt. Die russische Armee befindet sich seit der Einnahme von Mukden und Tielin in einer äußerst unsicheren Lage, da die reichen chinesischen Verproviantierungsquellen, welche ihnen früher so gute Dienste leisteten, ihnen jetzt verschlossen sind. Daß die Verproviantierungsverhältnisse bei den Russen äußerst schlecht sind, geht auch aus der folgenden Meldung hervor. Hungersnot in Charbin. In Charbin herrscht bereits Hungersnot, da die Vorräte an Mehl und Weizen völlig erschöpft sind. Der größte Teil von Vorräten dieser Art ist bereits vor zwei Monaten nach Mukden transportiert worden. Eine starke Tschuntscharsenabteilung, die von japanischen Offizieren befehligt wird, operiert gegenwärtig an der morgolischen Grenze in der Nähe von Zizikar, einem Punkte der sibirischen Eisenbahn. Man befürchtet, daß die Eisenbahnlinie durch diese Bande zerstört werden könnte, wodurch der russischen Heeresleitung die größten Schwierigkeiten erwachsen würden. Die bereits gemeldete Rückkehr Kuropatkins auf den Kriegsschauplatz wird nunmehr amtlich bestätigt. Des näheren wird dazu gemeldet: Kuropatkin ist, da er glaubte, daß die Armee außer Gefahr ist, am 19. d. Mts. nach Charbin gereist; aber, da beschlossen wurde, daß er Kommandierender der ersten mandschurischen Armee bleiben solle, fehrte er zurück. Es wurden ihm große Ovationen dargebracht. Kuropatkin hielt eine furze Ansprache, in welcher er die Hoffnung ausdrückte, daß die Armee bald imstande sein werde, die erlittenen Schicksalsschläge wieder gut zu machen. Als aber Mägel zur Musterung nach Condorf geladen war, gab es etwas unerwartetes. Abends vor der Abreise wurde wieder gemünzte. Darauf nahm Mäzel Abschied, weil er die Nacht schon abreisen mußte, um zur rechten Zeit an Ort und Stelle zu sein. Laura bat thn, einen Augenblick mit in the Zimmer zu gehen. Dort angekommen fand er einen vollständigen Herrenanzug nebst Zylinder vor.„ Was soll das?" so frug er. „ Nun, das soll der Anzug meines zukünftigen Bräutigams sein." Dies war die Antwort des Mädchens, welches sich an dem Erschrecken ihres schon längst heimlich geliebten Mäzel wendete. Solche Anzüge trugen nur die Vornehmen im Münsterlande, aber fein armer Schneidergeselle. Neben dem kostbaren Anzuge lag aber auch noch eine Rolle neuer Brabanter. Endlich fing ihm, dem dummen Jungen, wie Meister Licht aufzugehen. Im Nu hatte er das liebe Mädchen Henr. Lehman ja nichts zu suchen. Aber es wird einem zuletzt efel- wieder gut machen und sprach zu dem jungen Burschen: Dewes in Eoffenburg ihn immer genannt, doch ein Jüngeres evangel. Neumeyer habe ich hoffentlich einen Denkzettel gegeben, stoß."" Wir tun nur, was die Großen" auch tun. Wer in seine Arme geschlossen und herzte und füßte es nach Dienſtwad erabili Dr. Eberth nach Mieber- Fl nicht wieder aufbauen. Seine Frau erhält Zuchthaus. niemand. Ja Vorteil hätten die Leute. efucht. Näheres Gießen, Sein Kind kommt ins Stift nach Schoafen oder Brabanter würden als abgeschliffene umgegossen und Sie gingen Hand in Hand zu Meister Schlierbach, deron tinderlofen Eheleuter lak 12 bei C. Müller. Westanlage Bohnung im 1. Stod bo bleibt. Doch nun zu Rüsseler. Seinen Hof fann er Bildungen. Er selbst muß born anfangen, Geld Dazu gebe ich ihm, wenn es ihm fehlt. Ich fürchte ber, daß er diesen harten Schlag nicht zu ertragen machen zu lassen Geschädigt oder betrogen würde ja erhielten dafür neue". Die alten Simmern und sonstigem Serrnag. Sein Stolz bringt ihn um seine Ruhe und köstlicher Mann. Besonders machte es ihm Freude, er 1. Juli zu vermieten. Kapseln die besten! en flaren Blick." So war es wirklich. Rüsseler kam kurze Zeit arauf in die Irren- Anstalt. Dort sprach er nur von schen Weibern und falschem Gelde. Nach etwa zwei Jahren wurde er entlassen.. und wurde ein ,, bornehm", wie die Bauern sagten. Seine Heimat ebenso die Eselsmühle hat er nie wieder gesehen. in Schaudern ging durch seinen Körper, wenn jemand Der junge Geselle ward über diese Auslegung ganz starr, er fand, Meister Schlierbach war doch ein ganz daß das einzige, liebe achtzehnjährige Töchterlein mit in der Werkstatt war. Dieses liebe holde Engelsgesicht fonnte nichts unrechtes tun. Ja wie lieb tat dies Mädchen sich zu ihm, den Fremdling. So vergingen Wochen. Jeden Abend wurde rastlos geprägt. Unser Herzige Laurachen, das eben erwähnte Meisters Töchterle n, mithalf. Nach und nach bildete sich ein brüderlich schwesterliches Verhältnis zwischen den jungen Leuten. onen zu 10 und 15mpensammler. Er sprach nur hochdeutsch und kleidete junger Geselle half tüchtig mit, besonders wenn das en bon Carl Geibel arterftraße 76. " Endlich aber war es Zeit zum Auseinanderzugehen. „ Kum tou Vattern", sagte Laura, Mu'r slöpt schon". selbe sah noch seine neuen Geprägten" nach. Er war gar nicht überrascht, als zu so später Abendstunde seine„ inners", wie er sie anredete, noch zu ihm famen. Bei seinem„ Segen" legte er noch eine Rolle Brabanter und spcach: Jüngsteu", scheu feine Kosten, komm nur frei to Hus". Was gab es ein Aufsehen, als der Mazel- Line ihr Junge bet seinen Kameraden in Condorf in der Richterschen Wirtschaft eintrat.„ Ein Graf", so hieß es, scheint er geworden zu sein". ( Fortsetzung folgt.) Des Kaifers Mittelmeerfabrt. Hamburg, 22. März. Kaiser Wilhelm ist heut abend von Bremen auf dem neuen Hafenbahnhof eingetroffen, von wo er morgen früh seine Ausreise nach dem Mittelmeer antreten wird. In Beglei tung des Kaisers befand sich Prinz Heinrich von Preußen. Bei der Ankunft des Kaisers wurde von der Salutbatterie von Grimmerhörn aus der vorgeschriebene Kaisersalut mit 33 Schuß gefeuert. Vor dem Dampfer„ Hamburg", wo der Kaiser Wohnung nahm, zog ein Doppelposten von der Matrofenartillerie auf, ebenso vor Dölles Hotel, wo Prinz Heinrich von Preußen abstieg. Der Kaiser wird für den ersten Teil der Fahrt von Curhaven bis Neapel an Bord des ihm von der Hamburg- Amerika- Linie zur Verfügung gestellten Dampfers Hamburg" verbleiben. Die kaiserliche Jacht„ Hohenzollern" erwartet ihn in Neapel, wo er auf sie übersiedeln wird. Die kleine„ Hohenzollern" hatte bei ihrer Ueberfahrt nach diesem Hafen unter schwerer See zu leiden. Die Befürchtung vor den in dieser Jahreszeit im Kanal und dem westlichen Mittelmeer nur zu häufigen Stürmen ist es wohl auch vor allem gewesen, die den Anlaß gegeben hat, daß Kaiser Wilhelm die Reise an Bord der sicheren Hamburg", statt auf der Jacht macht. Dann aber wohl auch die größere Bequemlichkeit, die auf dem Hamburger Dampfer geboten wird. Durch umfassende Umbauten hat man auf diesem eine Flucht von herrlichen Wohn- und Empfangsräumen für den Kaiser und seine Begleitung geschaffen. Die Wohnräume bes Kaisers liegen an der Steuerbordseite. Aus einer größeren Anzahl hintereinander liegender Passagierkammern hat man drei durchgehende Räumlichkeiten geschaffen. Das vordere, ganz mit dunkelgrünem modernen Stoff ausgeschlagene Zimmer dient als Wohnzimmer. Der nächste dahinter liegende in hellem Cretonne gehaltene Raum ist das Schlafzimmer. Eine aus Kupfer getriebene leuchtende Badewanne deutet den Zweck des dritten Gemaches zur Genüge an. Große eigens angebrachte Fenster neuesten Patents lassen dem Tageslicht freien Zutritt. Auf der anderen Seite an Backbord sind entsprechende Räume eingerichtet, die sich von den Zimmern des Kaisers im wesentlichen durch ihre einfache Holztäselung unterscheiden. Wie verlautet, sind diese Gemächer zur Benußung für die Kaiserin vorgesehen, falls die hohe Frau im Mittelmeer ihren Aufenthalt an Bord nehmen joilte. Der Speisesaal zeigt anstelle der früher dort befindlichen hinesischen Malereien und japanischen Wandverzierungen, die von der Ostasienfahrt des Schiffes herrührten, jetzt moderne weiße Ledertapeten. Die früher mit Strohmatten versehenen Bolstersessel sind mit schwerem rotbraunen Samt überzogen, eines Farbe, die köstlich harmoniert mit den weißen Feldern der Wände und den sie einrahmenden geschmackvollen Goldleisten. Die Wände des Speisesalons schmücken zwei künstlerisch ausgeführte Motive aus, Hamburg darstellende Bilder und einige medaillonartig gehaltene Städtewappen. Die elektrischen Beleuchtungskörper in durchaus geschmackvoller moderner Haung erhöhen den harmonischen Eindruck des Garzen. Auf dem Vorplatz vor dem Speisesalon vermehrt ein Kamin mit kunstvoll eingefaßten Glasscheiben den antimeInden Eindruck der Einrichtung. In dem hinteren Teile des Aufbaues auf dem Promenadendeck liegt das Rauchzimmer. Die Kuppel des zu diesem Salen gehöriger Oberlichtes ist erhöht. Das letztere besteht aus bunten Glasscheiben, durch welche die angenehm gedämpften Sonnenstrahlen den Raum in ein gemütliches Dämmerlicht hüllen. Dunkelgrün gebeizte Holztäfelung schmückt die Wände. Ledergepolsterte Sofas und Sessel laden zum Aufenthalt ein und fordern auf zu Genüssen, die aus der dicht dabei liegenden Schänke zur Verfügung stehen. Der auf demselben Deck über dem Speisesaal liegende Damensalon ist ebenfalls neu hergerichtet und stellt sich in seiner inneren reizenden Einrichtung den anderen Gesellschaftsräumen würdig an die Seite. Ueberall im ganzen Schiff sind bequeme Korbsessel zum Ruhen aufgestellt, wie überhaupt in jeder erdenklichen Art für den Komfort gesorgt ist. Das Schiff ist mit einer draht= lofen Telegraphieanlage ausgerüstet, Telephon, Klingelleitungen, verschwenderisch angebrachte Beleuchtung lassen nicht das Geringste zu wünschen übrig. Auf jedem Ende der Kommandobrücke hat man eine feste Ueberdachung angebracht, um unserem Kaiser, der sich für die Navigierung der Schiffe bekanntlich lebhaft zu interessieren pflegt, das Verweilen daselbst auch bei ungünstiger Witterung zu ermöglichen. Zum persönlichen Gebrauch des Kaisers und seines Gefolges sind zwei weißgestrichene Motorbarkassen an Bord genommen, die hinten auf dem Oberdeck in eigens dazu angebrachten schweren Davits ihren Blaz gefunden haben. Die Barkassen werden, Rachdem der Kaiser die„ Hamburg" in Neapel verlassen haben wird, wieder nach Hamburg zurückbefördert. Um die Sicherheit des Schiffes von Zufälligkeiten möglichst unabhängig zu machen, ist natürlich der Besagungsetat des Dampfers in allen Ressorts beträchtlich erhöht worden, und man darf sich sagen, daß alles Menschenmögliche geschehen ist, die Kaiserreise für die Beteiligten möglichst sicher und angenehm zu gestalten. Die Führung wird in den bewährten Händen des Kapitäns Kämpff liegen, der dem Kaiser bereit bon früher her bekannt ist. Unter seiner seemännischen Leitung wird das in blendender Weiße glänzende stattliche Schiff die Wogen der Nordsee, des Atlantischen Ozeans un des Mittelmeeres sicher durchpflügen. In Lissabon und in Langer, wo die„ Hamburg" anlegen soll, wird das Kaiserschiff ohne Zweifel den Eindruck hervorrufen, daß es würdig ist, den Monarchen einer großen Nation, wie die deutsche iſt, durch die Meere zu tragen. Bei der Abfahrt der„ Hamburg" morgen früh werden die Offiziere und Mannschaften der IV. Matrosen- Artilleric Abteilung bei der Kaserne auf dem Seedeich Aufstellung nehmen und für den Kaiser drei Hurras ausbringen, währe die ebenfalls dort aufgestellte Musikkapelle die Nationalhymne spielt. Nachdem Dampfer Hamburg" in See gegangen ist. gedenkt Brinz Heinrich von Preußen einer Einladung des hiesigen Festungskommandanten zum Frühstück Folge zu Leisten und darauf per Automobil nach Kiel zurückzufahren. Die Politik. Der bevorstehende Besuch des Kaisers in Tanger ŋat bei den Marokkanern freudigste Erwartung erregt. Das diplomatische Korps in Tanger hat sich bereits über die Einzelheiten des Empfanges schlüssig gemacht. Das marokkanische Schazamt hat für die Kosten 16 000 Dollars angewiesen. Die französische Presse versichert, daß sie in dem Besuch des Kaisers feinen Aft einer unfreundlichen oder Selbstischen Politik erblicke, und meint. daß in furzem ein deutsch- französischer Marokkovertrag zur Feststellung der deutschen Handelsfreiheit in Marokko zustande kommen werde. Beachtenswert ist im Zusammenhang hiermit eine, allerdings noch unbeglaubigte Meldung des Londoner " Daily Chronicle", der in einer Unterredung mit einem hohen Beamten der deutschen Botschaft in London" von diesem gehört haben will, Deutschland sei bereit, die Hand Frankreichs zu drücken, sobald Frankreich damit einverstanden sei. Der jetzige Zeitpunkt sei für eine vollständige Versöhnung besonders günstig, da der ostasiatische Krieg die internationale Lage gänzlich geändert habe. Der Deutsche Kaiser wünsche die engsten Freundschaftsbeziehungen zu der Regierung der französischen Republik. Die Nachricht, die, wie gesagt, unkontrollierbar ist, klingt nicht unwahrscheinlich. * O Der seitherige Oberpräsident der Provinz Brandenburg Dr. v. Bethmann- Hollweg ist zum Minister des Innern ernannt worden. Er war für dieses Amt schon vor der Berufung des verstorbenen Frhrn. v. Hammerstein ausersehen, dessen Nachfolger er jetzt geworden ist. Damals glaubte er die Ernennung ablehnen zu sollen, weil er in gewissen schwebenden Fragen, die inzwischen Erledigung gefunden haben, seine Stellung nicht modifizieren mochte. Seine Charakterfestigkeit hat ihm, wie man sieht, nicht geschadet. Herr v. Bethmann- Hollweg ist in Hohen- Finow am 29. November 1856 geboren, steht also im 49. Lebensjahr. Im Staatsdienst ist er seit 1879. Sm Jahre 1886 wurde er Landrat von Oberbarnim. Zehn Jahre später wurde er Oberpräsidialrat in Potsdam. Von dieser Stellung, in der er 3 Jahre blieb, wurde er als Regierungspräsident nach Bromberg berufen. Das war aber ein Intermezzo von nur dreimonatiger Dauer, dessen Ende ihn nach Potsdam zurückfehren sah, wo er seitdem als Oberpräsident wirkte. Er ist ein Studiengenosse des Kaisers und war mit diesem gleichzeitig Mitglied des Korps Borussia. Konservative Richtung ist bei einem preußischen Minister des Innern beinahe selbstverständlich. Das schließt eine ersprießliche Reformtätigkeit feineswegs aus. Das Beispiel des Grafen Frizz Gulenburg beweist es, der gewiß streng konservativ war und der Vater der großen Verwaltungsreform und der ganzen Verwaltungsrechtsgesetzgebung geworden ist. Dr. v. Bethmann- Hollweg wird als erste große Aufgabe wohl die Regelung der Verhältnisse von Groß- Berlin in Angriff zu nehmen haben. * * Der Eisenbahnminister von Budde, von dessen angeblich ungünstigem Gesundheitszustand in der letzten Zeit viel die Rede gewesen ist, erfreut sich, wie neuerdings versichert wird, besten Befindens. Die Nachricht, daß er nach einer Abgeordnetenhaussigung einen Ohnmachtsanfall gehabt habe, wird als falsch bezeichnet. * Der Jesuitenorden soll einen deutschen General bekommen. Der jezige Jesuitengeneral, ein Spanier, ist unheilbar frank nach Pisa verbracht worden. Wie verlautet, ist sein Nachfolger, der bereits gewählt sei, ein Deutscher. Man habe diese Wahl in der Hoffnung getroffen, daß dadurch die Wiederzulassung des Jesuitenordens in Deutschland erleichtert werde. Oefterreich- Ungarn. * Die Ungarn bekommen endlich ein neues Ministerium. Aber nicht auf lange. Da Kaiser Franz Josef die Ferderungen der Kossuthschen Mehrheit unbedingt ablehnt, so ist ein Kabinett, das sich auf die Mehrheit des Abgeordnetenhauses stüßte, unmöglich. Darum soll ein politisch neutrales Ministerium gebildet werden. Die Kossuthianer aber wollen von ihrer Abdankung nichts wissen. Sie haben als Minderheit durch Obstruktion das Parlament gesprengt, sie werden dasselbe leicht können, da sie über die Mehrheit verfügen. Das nächste Ergebnis ist: das politische Chaos. Es gibt unter den Magyaren Elemente, die sich darin wohlfühlen. England. Die englische Regierung hat für Britisch- Indien mit Japan einen Meistbegünstigungsvertrag abgeschlossen, der sofort in Kraft getreten ist. frankreich. Ein Militär- Unfallgesek soll in Frankreich eingeführt werden. Wenigstens wünscht das der sozialistische Deputierte Mirman, der beantragt hat, daß Unteroffiziere und Soldaten der Linie, Reserve und Landwehr, denen während des Dienstes ein Unfall zuſtößt, vom Staat nach Maßgabe des Arbeiter- Unfallgesetes Entschädigung erhalten sollen. Russland. Wie aus Petersburg gemeldet wird, hat am Freitag vor dem Palais Pobjedonoszews, an der Ecke des Newskiprospekts und der Litojnystraße, eine Explosion stattgefunden. Eine Höllenmaschine, von Unbekannten niedergelegt, war geplagt. Personen wurden nicht beschädigt. Unmittelbar nach der Explosion wurden in der ganzen Stadt Proklamationen verbreitet, in denen gesagt war, daß die Höllenmaschine eine Warnung an die Adresse Pobjedonoszews sein sollte. In Warschau hat sich Aehnliches ereignet. Dort warfen am Dienstagabend in der Wolskastraße unbekannte Personen, die auch entkamen, eine Bombe auf eine Batrouille. Vier Soldaten, zwei Schußleute und ein Gendarm wurden schwer verlegt, die Fensterscheiben der umliegenden Häuser zertrümmert. Im Bezirk von Scharopan ( Kaukasus) haben Bauern auf 5 Gütern die Gebäude angezündet. Im Bezirk 3ugdid kam es auf einer Besizung der Prinzessin Murat zu einem Kampf zwischen 300 bewaff= neten Bauern und den Polizeiwachen, die von der Schußwaffe Gebrauch machen mußten. In der Nacht zum Sonntag zündeten Bauern im Dorf Didinigkaja die Kanzlei an. Hof und Gesellschaft. ** Zur Enthüllung des Kaiser- Friedrich- Denkmals traf der Kaiser am Mittwoch Mittag in Bremen ein. Durch die reich geschmückten Straßen der Stadt ging die Fahrt nach dem Festplatz, wo das vom Bildhauer Tuaillon ausgeführte Reiterstandbild des Kaisers Friedrich errichtet steht. Nach Schluß der Feierlichkeit trat der Kaiser die Fahrt nach Hamburg an. In Begleitung des Kaisers befand sich bei der Feier Prinz Heinrich von Preußen, der bereits am Tage vorher in Bremen eingetroffen war und die neue Werft der Aktiengesellschaft Weser besichtigt hatte. Die Abreise der Kaiserin und des Prinzen Eitel- Friedrich nach dem Süden erfolgte am Donnerstag Vormittag. Heer und flotte. ** Der Gro andesgerichtsrate zellenz auf di liebe der Erfte ** Der Gr Stapellauf des Kreuzers Leipzig". Auf der neuen Werft der Aktiengesellschaft Weser in Gröpelingen bei Bre men fand der Stapellauf des für die Kaiserliche Marine neu erbauten kleinen Kreuzers Leipzig" in Gegenpart zahlreicher Vertreter der Kaiserlichen Marine, der bremischen Zivil- und Militärbehörden und geladener Gäste, somic eine Bau des Kreuzers sind folgende Abmessungen zugrunde 103,8 Meter, die größte Breite in der Wasserlinie 13,2, de mittlere Konstruktionstiefgang 5,0 Meter. Die Marima Maschinenleistung soll 10 000 indizierte Pferdestärken b tragen. Die Maschinenanlage besteht aus zwei dreifache Expansionsmaschinen. Die Armierung besteht aus zeb 10,5-3entimeter- Schnelladekanonen, zehn 3,7 3entimete Maschinenkanonen und vier 8- Millimeter- Maschinengeme nach Tausenden zählenden Zuschauermenge statt. Für demtsgehilfen bei legt worden. Die Länge zwischen den Perpendifeln beträ Bureaugehilfen ren. Geum Bureauvorf mtsgehilfen un aus Alsfelb ** Dec 6 prebiger an d Georg Rarl Ulrigstein ** Uebe amtsafpiranter stoßrohre von 45 Zentimeter Kaliber, welche zu beiden Sei ten des Schiffes eingebaut werden. Die Besatzung des Schiffes beträgt 290 Mann. Hierzu kommen noch zwei Torpedounterwasserau zu Bönftadt di Deutfcher Reichstag. ( 170. Sigung.) CB Berlin, 22. März. Bei der heute fortgesezten zweiten Beratung des Mili täretats spielte zunächst die Versorgung des Heeres eine bedeutende Rolle. Der freisinnige Abgeordnete Kämpi führte Beschwerde, daß von den Proviantämtern neuerdings der Handel tatsächlich fast ganz zu gunsten der Produzenten ausgestaltet werde, obwohl der Kriegsminister erklärt habe daß dies grundsätzlich nicht geschehen solle. Im Gegensatz ** ftelle an der G * Bi 29. März m Darmstadt Verein zu anter Benug bild des Eifer ** Hun ein aus der S fid Tollwutwerden. Info Nummer). * Gine wärtigen Blät auf Hudde, d Bezirk des L Heldenberger bensgten St gefunden, be Dem ganzen Staatsanwalt fchaft Gießen daß in der wurde, Hudd behauptet zwa halten, doch ihm gab der konservative Abgeordnete v. Brockhausen grenzende Gen der Meinung Ausdruck, daß die Landwirtschaft noch immer worden.( Steh nicht in genügendem Maße berücksichtigt werde; andere Län. der, auch das republikanische Frankreich, gingen in dieser Richtung viel weiter. Generalmajor v. Gallwitz erklärte, die Heeresverwaltung, die dabei in Uebereinstimmung mit der Tendenz der ganzen Regierung vorgehe, huldige dem Grundsaße der Gerechtigkeit. Sie erkenne eine Berechtigung der Händler, in allen Fällen mit herangezogen zu werden, nicht an, aber sie decke ihren Bedarf ebensowenig unter allen Um ständen bei den Produzenten; sie wende sich direkt an diese, wenn sie sie bequem erreichen könne, und fahre gut dabei denn sie kaufe von ihnen häufig wesentlich billiger als vo den Händlern. Auf ein anderes Thema kam der Sozialdemo krat Me ist, der zur Sprache brachte, daß ein geistes schwacher Mann ausgehoben und später wegen Achtungsverlegung und Gehorsamsverweigerung schwer bestraft worden sei. Gene ralleutnant Sirt v. Arnim antwortete, daß der Heeres verwaltung der Fall nicht bekannt, daß sie aber die Aus hebung geistig minderwertiger Personen für durchaus uner wünscht halte. In der weiteren Debatte, in der bald mehr, bald weniger wichtige Fragen angeschnitten wurden, gab der Graf v. Mielczinsky dem Kriegsminister v. Einem wieder einmal Gelegenheit, polnische Vorwürfe in recht kräf tiger und wirkungsvoller Weise zurückzuweisen. Schließlic wurde von mehreren Rednern eine Resolution des konserva tiven Abgeordneten Grafen zu Stolberg- Wernigerode befür wortet, eine Revision des Gesetzes über die Naturalleistungen der bewaffneten Macht im Frieden in der Richtung vorzu nehmen, daß die Entschädigungssäge so erhöht werden, daj sie dem tatsächlichen Wert der Leistung entsprechen. Gegen Schluß der Sigung entwickelte sich eine lebhafte Diskussion über die Stellung der Juden im Heere. Dabei erwiderte der Kriegsminister auf den Vorwurf, daß er jüdische Soldaten gegen Angriffe von antisemitischer Seite nicht in Schutz ge nommen habe, er erinnere sich nicht, daß gegen die Juden der Vorwurf erhoben sei, daß sie sich in den legten Kriegen schlecht geschlagen haben, oder daß die gegenwärtig dienenden Juden feige seien. Es wären hier im Hause nur Rückblide auf frühere Zeiten geworfen. Er erkläre, in seinem Regi ment hätten uden gedient und hätten gut gedient. Wür den gegen diese jüdischen Soldaten Angriffe vorgebracht, so würde er sie prüfen und nach Prüfung des Materials zurüd weisen. Aber sich auf die Zurückweisung historischer Anschauungen einzulassen, sei nicht seine Aufgabe Nab und fern. Der Eröffnungstermin für die Simplonbahn ist auf den 30. September 1905 festgesetzt worden. An der Feier zur Eröffnung des Tunnels in Isolle wird auch der König von Italien teilnehmen. Eine furchtbare Bluttat ereignete sich in Tuttweiler b St. Johann- Saarbrücken. Der Bergmann Schreiber, der betrunken von der Musterung nach Haus kam, schlitzte seiner Bruder nach einem kurzen Wortstreit den Bauch auf, so das der Tod auf der Stelle eintrat. Ein dritter Bruder kar auf diese Schreckensnachricht herbeigeeilt, warf den Betrun feiten zu Boden, entwand ihm die Mordwaffe und schnitt ihr die inger der rechten Hand ab. A Reiseabenteuer eines Fürstenpaares. Das österreichi sche Fürstenpaar Colloredo- Mannsfeld ist von einem mehr monatigen Jagdausfluge im Yukongebiet in Nordwest- Ame rifa mit Ladungen kostbarer Felle und Tierköpfe auf der Wege nach der Heimat. Das Fürstenpaar unternahm im Dezember von Vancouver über Skagway nach Kariou einer beschwerlichen Ausflug bei furchtbarer Kälte über Schnee wüsten, kampierte wochenlang in einer Blockhütte mit Erd dach, wo die Fürstin die Wirtschaft besorgte, fochte, aud wilde Kaninchen und anderes eßbares Wild schoß, we ches sie selbst zubereitete, hierauf eine Jagdpartie mit Schli tenhunden auf Schneeschuhen unternahm. Sie zogen do weiter nach Bennettsee, woselbst die Fürstin bei der Ja von Schneewehen überrascht, fast von meterhoch türmender Schnee begraben wurde. Der Fürst mittlerweile mi Indianern auf der Suche. Die Fürstin fand mit Mühe der Weg zurück und entging knapp einer großen Lebensgefahr Eine erschütternde Familientragödie spielte sich ir Klagenfurt ab. Drei Schwestern, Reichsfreiinnen Zinn vot Zinnenburg, Valerie 53, Creszentia 65 und Maria Luise 70 Jahre alt, wurden in ihrer gemeinschaftlichen Wohnung tot aufgefunden. Sie entstammen einem alten Tiroler Adelsgeschlecht, das im Mannesstamme ausgestorben ist. Die Schwestern brachten sich, nachdem drei Brüder im Felde ge fallen waren, durch Handarbeit kümmerlich durch. Als die Schwester Creszentia an Lungentuberkulose starb, erschossen sich die beiden anderen aus Verzweiflung über deren Tod. widerlegt. I Sudde mit be Mann namen liche Mörder Borunterfuch nimmt inzwi nehmungen i Beugen in G fundigung an oder Anfang handeln wird. S. Als fann man bestraften bezeichnen, Reichstags geffern bor i stand. Her fett feiner i Reichstag bi Male wurd ohne daß fic und seine F beläftigt, fei werfen und man auf der pannte, auf überfallen, be beidhimpft, fo der Anklage wenigen Wad Beder eine F orohungen, Tonne. So er am 21. in dem Personen, fich in red Der Ausd find noch nicht wie Affiftenzar und rief d an Herrn Wigel jeho glied der f aber niem treter der Gefängnisf fchärfend da frafmildern matische Ver = Bei jahrs- Pferd and 40 Fohlen In G. Konrad St Subteilun Ludwig Bezenber Derfelbe G. Michel Gieße Seinrich Storch otte. gig". Auf der ne Gröpelingen bei Leipzig" in Gegemo Lokales. 22. März 1905. ** Der Großherzog hat den Verzicht des OberIn Abteilung Illa, Schwere Arbeitsschläge,| oberhessischen Landstädtchens in der„ camera obscura, paarweise: S. Kaufmann Nieder- Weisel S. Michel- Gießen A. Frensdorf- Gießen 1. Preis 80 Mr. 2. " 3. 60 40 " H 11 - ihrer Stammfneipe ein, um vor Toresschluß noch einen Lauterbacher" zu verhaften. Da inzwischen die ominöse Feierabendstunde bereits überschritten war, erschien ein Wächter des Gesetzes, um die Bettstreifer zu notieren. Das alles find ja keine Hundertjahrandern Morgen soll nämlich einer der Beteiligten an fompetenter Stelle einen Hemmschuh einzulegen versucht haben; vielleicht hat er nur den Entwickelungsgrad feststellen wollen, um gegebenenfalls rechtzeitig die Deckdie Kaiserliche esgerichtsrats i.P. Wirklichen Geheimrats Dr. L. Knorr Sie Kaiserliche Mollenz auf die Rechte eines lebenslänglichen MitMarine, der brem les der Ersten Kammer der Stände angenommen. In Abteilung IIIb, Leichte Arbeitsschläge, Blumen, aber die Geschichte hat noch einen Haken. Am dener Gäste, sowie et menge statt. Fürsgehilfeu bei dem Kreisamt Erbach Friedrich Gengenbach S. Michel- Gießen ** Der Großherzog hat am 15. März den Kreismessungen zugrunde er Wafferlinie 13,2, 西 en Perpendifeln betrare augehilfen Ludwig Crößmann zu Offenbach zum Kreis- A. Frensdorf- Gießen Meter. Die mmsgehilfen und den Regierungsbauführer Wilhelm Frey Bureauvorsteher bei dem Kreisamt Oppenheim, den sierte Pferdeftärken ht aus zwei dreifad Alsfeld zum Regierungsbaumeister ernannt, ng besteht aus diger an der Weißfrauengemeinde zu Frankfurt a. M. zehn 3,7 Bentime org Karl artmann die evangelische Pfarrftelle zu imeter- Maschinengemlllrichst ein und dem Pfarrverwalter Otto Willmann Torpedounterwassera Bönstadt die Pfarrstelle zu Bisses übertragen. ** Der Großherzog hat am 15. März dem Hilfs. , welche zu beiden ** Uebertragen wurde am 17. März dem Schulpaarweise: 1. Preis 60 Mt. 2. 3. 17 40 20 M Ifibor Strauß- Ober- Mockstadt erhielt eine Ehrende ungsmittel für den Strafbefehl- ohne Wissen der Anerkennung In Abteilung IVa, Schwere Arbeitsschläge, einzeln: Heinrich Storch- Treis- Münzenberg S. Michel- Gießen A. Frensdorf- Gießen 1. Preis 30 Mt. " 2. 20 H 3. 15 " " Die Besatzung saspiranter Daniel Appel aus Londorf die Lehrer In Abteilung IVb, Leichte Arbeitsschläge, hstag. elle an der Gemeindeschule zu Büßheim. ** Bismarcks Feier. Am Mittwoch den 29. März wird Professor Dr. Onden- Gießen in Darmstadt auf der vom dortigen nationalliberalen A. Bing- Lich einzeln: S. Kaufmann Nieder- Weisel CB Berlin, 22. Min Berein zu veranstaltenden Bismarcks- Gedächtnisfeter Julius Kaz- Hungen Beratung des Minter Benugung eigener Erinnerungen ein Charakter- Eduard Kaufmann- Nieder- Beisel gung des Heeres bgeordnete är ntämtern neuer ften der Produ lle. Im Geg bild des Eisernen Kanzlers entcollen. ** Hundesperre. Am letzten Dienstag mußte * ein aus der Stadt Gießen eingelieferter Hund, an dem minister erth Tollwut- Symptome bemerkbar machten, getötet werden. Infolgedessen ist für Gießen und die aneb. Broch grenzende Gemarkung die Hundesperre angeordnet worden.( Steye polizeiliche Bekanntmachung in heutiger um mer). noch gt werde; ander reid), gingen in b. Gallwig e bereinstimmung he, huldige dem eine Berechtigu ezogen zu werde wenig unter all nde sich direkt C ft worden sei. Ge * Eine zweite Mordtat Huddes? In auswärtigen Blättern lesen wir: Ein neuer Mordverdacht fällt auf Hudde, den Mörder von Heldenbergen. Man hat im Bezirk des Landgerichts Koblenz in den Tagen nach dem heldenberger Mord in einem einsam gelegenen, nicht mehr benzten Steinbruch die Leiche eines erschossenen Mannes gefunden, der den Vornamen Willi führte und bei dem nach und fahre gut ha dem ganzen Befund ein Selbstmord ausgeschlossen ist. Die entlich billiger als de Staatsanwaltschaft Koblenz hat sich mit der Staatsanwaltna tam der Sozialdem haft Gießen in Verbindung gesezt. Bisher ist festgestellt, daß ein geiſtesſchwad mai in der Zeit, zu der jener Willi bei Roblenz getötet Achtungsverletzung v wurde, Hudde in der Gegend gewesen sein kann. Er selbst tete, daß der Heer dehauptet zwar, er habe sich damals in Luxemburg aufge3 sie aber die halten, doch ist diese Angabe längst als unwahrscheinlich n für durchaus widerlegt. Jedenfalls ist die Tatsache sehr auffällig, daß te, in der bald mhudbe mit besonderem Starrsinn daran festhält, daß er einen itten wurden, gab Mamn namens Willi gekannt habe, und der sei der eigentsminister v. Ei liche Mörder des Pfarrers von Heldenbergen gewesen. Die Jorwürfe in redit: Boruntersuchung wegen des Heldenberger Mordes zuweisen. Sahli nimmt inzwiſchen ihren Fortgang. Es sind noch Vernehmungen in Frankfurt nötig; auch sollen noch einige Beugen in Gießen verhört werden. Es ist aber nach Erlund igung an zuständiger Stelle ganz sicher, daß Ende Juni oder Anfang Juli das Schwurgericht gegen Hudde verhandeln wird. tesolution des fon erg- Wernigerode r die Naturalleist in der Richtung so erhöht werde ng entsprechen. eine lebhafte Dist ce. Dabei erwiden ß er jüdische S Seite nicht in S , daß gegen die in den legten gegenwärtig die m Hause nur rfläre, in seinem en gut gedient. Angriffe vorgebra g des Materials u isung historischer e Aufgabe ern. e Simplonbahn it a worden. In der Fe le wird an der König fich in Tuttweiler ba mann Schreibe 3 fam, fchlitte en Baud auf dritter Bla ilt, warf de betrun cdwaffe und fit i ares. Das dereidi ift bon einem mehrbiet in Nordwest- Amemd Zierlopfe auf dem ftenbaar unternahm im gran nad Aariou einen rer Alte über Schne ner Blodhütte mit Er it beforgte, fodhte, a Jagdpartie mit Sch ahm. Sie zogen Fürstin bei der ares Wild schoß, δι On meterhoch fürmen itu mittlerweile ftin fans mit Mühe r großen Lebensgef agödie spielte fid eichsfreiinnen Binn 65 und Maria einschaftlichen Wohn einem alten rei Brüder im Felde merlich durch A me ausgeftorben it ertulofe ftarb, erfol ung über deren Zod S. Als ein Opfer der oft unglaublichen Barteiheke fanm man den ca. 45 Jahre alten, verheirateten, vorbestraften Fabrifarbeiter Hch. Fr. Wiel aus Langen bezeichnen, der wegen gröblicher Beleidigung des Reichstagsabg. Dr. Becker in Sprendlingen gestern vor den Schranken der Darmstädter Straffammer stand. Herr Dr. Becker muß sich mit seiner Familie feit seiner im vorigen Jahre erfolgten Wahl in den Reichstag biele Belästigungen gefallen lassen. Unzählige Male wurde er schon in der Nacht herausgeschellt, ohne daß fich Hülfsbedürftige meldeten, man hat ihn und seine Familie in bedenklicher Weise bedroht und belästigt, sein von ihm geleitetes Automobil umzuwerfen und ihn dadurch zu schädigen versucht, indem man auf der von ihm zu passierenden Strecke Draht pannte, auf einem Spaziergange wurde die Familie überfallen, bedroht und in nicht wiederzugebender Weise beschimpft, sodaß nicht mit Unrecht von dem Vertreter der Anklage darauf hingewiesen wurde, daß der bor wenigen Wachen plöglich eingetretene Tod der Ehefrau Becker eine Folge der Tag und Nacht fortgesetzten Bedrohungen, Beleidigungen und Beunruhigungen sein tomne. So hat auch der obenerwähnte Angeklagte, als er am 21. November mit der Bahn nach Hause fuhr, in dem Abteil bei Anwesenheit einer Anzahl dritter Bersonen, darunter des Assistenten des Herrn Dr. Becker, fich in recht coher Weise über Herrn B. ausgelassen. Der Ausdruck Kohlenjakob", möge er verrecken usw. find noch die gelindesten, die übrigen fann man hier nicht wiedergeben. Der Angeklagte wußte, daß der Assistenzarzt in dem anstoßenden offenen Abteil saß and rief dem Anssteigenden noch recht saftige Grüße an Herrn B. nach. Bei der Vernehmung benimmt sich Bigel sehr fleinlaut und bestreitet insbesondere, Mitglied der sozialdemokratischen Partei zu sein, was ihm aber niemand glaubt. Der Gerichtshof folgt dem Vertreter der Anklage und verurteilt Wigel zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten, wobei er ftrafhärfend das äußerst rohe Verhalten des Angeklagten, rafmildernd aber die von oben herabkommende systematische Verhegung der Leute in Betracht zog. - Bei dem gestern Mittwoch stattgefundenen Frühjahrs- Pferdemarkt, wozu aufgetrieben etwa 340 Pferde und 40 Fohlen, sind folgend Preise zuerkannt worden: In Abteilung I, Reitpferde: Gg. Konrad Strasheim- Griedel 1. Preis 30 Mt. Jn Abteilung II, Wagenschläge, paarweise: 1. Preis 80 Mt. Ludwig Bezenberger- Braunfels Derselbe 6. Michel- Gießen he inrich Storch- Treis- Münzenberg 234 2. 60 " 3. 40 " H 4. 20 " 420 1. Preis 30 Mt. 12345 2. 20 " " 3. 15 铃 " 4. 10 " Н 5. 10 H " In Abteilung Va, Arbeitsschläge, einzeln: ( Im Besitz von Landwirten, welche Mitglied des Landespferdezuchtvereins oder der Landwirtschaftlichen Provinzialvereine sind.) | Konrad Schrimpf- Nieder- Weisel Johannes Hildebrand 12.- Nieder- Weisel Karl Schneider Berstadt 1. Preis 30 Mt. 2. 20 " P 3. 20 " 1 " 10 〃 H 5. 10 " " Hans Konrad Werner 3. Feuerbach v. d. H. 4. Korl Hofmann- Wetterfeld Heinrich Schmalz 2.- Langsdorf erhielt eine Ehrende Anerkennung. ,, andern Hälfte"- bereit zu halten. Man neigt nun zur Ansicht, daß dadurch die Affäre erst in Fluß gefommen ist und demnächst zahlreiche Strafbefehle die Wände der ,, camera obscura" schmücken werden. Keiner aber will der Auskunftsuchende" gewesen sein und die ,, längere Linie" weist entschieden den Verdacht von sich und glaubt in dem ,, älteren Herrn", den schuldigen gefunden zu haben. *** Leihgesteru. Am Dienstag war hier zum zweiten Mal Bürgermeisterwahl, weil bei der ersten Allein auch diese Formfehler vorgekommen waren. zweite Wahl brachte dasselbe Resultat, der Sohn des früheren Bürgermeister Heß, Johannes Heß 24r, bereinigte abermals die Mehrheit( 135 Stimmen) auf sich, während für dessen Gegenkandidat Kaufmann Heß 20r nur 124 Wähler stimmten. K Weilburg, 22. März. Hoher Besuch. Große bauliche Veränderungen und Umbauten werden 3. 3t. an und in dem Großherzoglich Luxemburgischen Schloffe dahier vorgenommen. Der Erbgroßherzog Wilhelm bon Luremburg beabsichtigt nämlich fürder alljährlich in dem alten Stammsig der Oranier Aufenthalt zu nehmen. K Aßmannshausen, 21. März. Warme Quelle. Im Park des hiesigen Kurhauses wurde eine weitere warme Quelle erbohrt. Das Wasser dieser neuen LithionIn Abteilung Vb Arbeitsschläge, paarweise: quelle hat 35° R Wärme. ( Wie vorher) Heinrich Jung 4.- Ostheim b. Butzbach Gg. Konrad Strasheim Griedel Wenzel Haffer- Nieder- Weisel Wilhelm August Diez Nieder- Weisel 1. Preis 50 Mt. 2. 30 " " 3. 20 " 1 " 4. 10 17 " Friedrich Fenchel- Griedel erhielt eine Ehrende Anerfennung. In Abteilung Vla, 3jährige Fohlen, Wagen schläge: Georg Dietrich- Langd Heinrich Ludwig Dreut- Griedel Wilhelm Göbel- Pohlgöns Johann Heinrich Preiß- Gießen In Abteilung VIb, 3jährige schläge: Heinrich Bender- Griedel Heinrich Walther- Reichelsheim Anton Bolt 3. Pohlgöns Friedrich Fenchel- Griedel 1. Preis 40 mt. 30 20 11 2. " 3. H " 1 4. 10 " m Fohlen Arbeits1. Preis 40 Mt. 2. 30 " " 3. 4. 20 " P 10 " Karl Hofmann- Wetterfeld erhielt eine Ehrende Anertennung. ch Fellingshausen, 20. März. Der Bergbau hiesiger Gegend ist seit einer Reihe von Jahren zum bollständigen Erliegen gekommen. Wurden doch in den siebziger Jahren( 1875) auf den am Fuße des Dünsberg es gelegenen Gruben Meilhard" und„ Eleonore" bedeutende Mengen Brauneisensteinerze zu Tage gefördert. Ja, beide Gruben hatten in jener Zeit sogar die höchsten Leistungen im Bergbau- Revier Weglar aufzuweisen, indem beispielsweise durchschnittlich 6618,2 Ctr. pro Mann und Jahr zu rechnen waren. Nunmehr sehen sich viele Bergleute genötigt auswärts, so bor allem auf dem Braunsteinwerk bei Gießen Beschäftigung zu nehmen. Durch Benuzung der Biebertalbahn ist letzteres für unsere Bergleute geradezu eine günstige Aber auch aus der GladenArbeitsstätte geworden. bacher Gegend, so von Hattenrod und Günterod nehmen Bergleute daselbst Arbeit an, ein Beweis, daß auch in jener Gegend der Bergban eine Einschränkung erfahren hat. r Mörlan. Späte Ernte. Der hiesige Hofgutspächter Herr 2. hat am Montage durch elf Arbeiter ein Stück Kartoffeln einernten lassen; etwa 16 Sack. Es In Abteilung VIIa, 2jährige Fohlen, Wagen- scheint dieses eigenartig, im März Kartoffeln ausmachen. schläge: Hermann Wilhelm Strasheim- Griedel Wilhelm Auguft Dieß Nieder- Weisel Philipp Rock- Hattenrod Heinrich Wagner- Allendorf a. d. Lda. 1. Preis 30 Mt. 2. 19 " 3. " 4. 10 " O " E 2220 In Abteilung VIIb, 2jährige Fohlen, Arbeitsschläge: Johannes Faber 10.- Leihgestern Konrad Ruth- Belnhausen Philipp Schwan- Gießen Ludwig Kreicker- Wetterfeld 1234 3221 1. Preis 30 Mt. 2. 20 " " 3. 20 17 " 4. 10 " " In Abteilung VIIIa, 3uchtstuten, Wagenschläge: Anton Nern 7.- Langgöng 1. Preis 60 Mt. Julius Philippi- Wohnbach Hermann Wilhelm Strasheim- Griedel Konrad Bag 4.- Dorfgill Friedrich Fenchel- Griedel Gg. Wilhelm Vißel- Griedel In Abteilung VIIIb, Buchtstuten, Konrad Häuser 20.- Nieder- Weisel Wilhelm Gg. Strasheim- Griedel August Hainz- Nieder- Weisel Karl Gerlay- Bollar Ludwig Keßler 5.- Großen- Linden Bürgermeister Krauß- Wetterfeld 2. 11 3. 50 30 11 19 " 4. 20 " " 5. 15 P " 1 6. 10 H H Arbeitsschläge: 1. Breis 60 Mt.| 2. 50 " " 3. 30 " " 4. 20 " " 5. 15 " " 6. 10 17 " In Abteilung IX, Pferde im Privatbesit erhielten Ehrenpreise die Herren Karl Gerbode, Stallmeister Creußburg, Karl Loz und Wilhelm Tribus zu Gießen für Reitpferde und die Herren Hoflohnkutscher Karl Huhn, Ronrad Junker und Mineralwasserhändler Jean Weisel zu Gießen für Gespanne mit Wagen. Mit dem Pferdemarkt war erstmals eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stallutensilien und landwirtschaftlichen Geräten verbunden, die sehr gut beschickt war. Hier wurden für hervorragende Leistungen Ehrendiolome erteilt den Herren Aug. Kilbinger, M. Rosenthal und Friedrich Groß zu Gießen, Friedrich Grauer zu Buzbach, Konrad Stephan 3. zu Großen Buseck, Louis Völzing zu Groß- Felda und lobende Anerkennungen dem Herrn Christian Spieß und den Firmen Brüder Schmidt und Müller& Dippel zu Gießen. H. Das Ende! Nach einem gemütlichen Erbummel tehrten am Sonntag Abend die Spießbürger eines Doch waren im benachbarten Grünberg vor Jahren diese Fälle keine so große Seltenheit. Landwirt X hat mehr als einmal im schönen Februar oder März seine im August gesezten Kartoffeln ausgeackert. § Erfurt, 20. März. M. Peterseims Blumengärtnereien erreichten in dem jezt zu Ende gehenden Rechnungsjahre in der Anzucht und dem Versand eine Gesamtziffer von über 22 Millionen Pflanzen und Zwiebelgewächsen. Sickener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 24. März. Zeitweise wolkig, etwas wärmer, besonders nachts, trocken. Trocken- Periode auch für die nächsten Tage andauernd. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gieken Husten und Erkältungen. Wer Husten oder Erkältung fürchtet, versuche Scotts Emulsion. Scotts Emulsion ist vorzüglich geeignet, Husten und Erkältungen vorzubeugen, denn sie bringt rasch neue Kräfte und macht den Körper widerstandsfähig, ermöglicht ihm, Husten und Erkältungen zu bannen. Scotts Emulsion fängt mit dem ersten Löffel voll den Wiederaufbau der Kräfte an. Scotts Emulsion ist der moderne Weg, Lebertran einzunehmen und liefert raschere und günstigere Erfolge.. Schutzmarte. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie loſe nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit lachsfarbigem Umschlag, der unsere Schußmarle( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden) trägt. Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glycerin 50,0, unterphosphorigiaurer Kalf 4,3, unterphosphorigiaures Natron 2,0, pulv. Tragant 3,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Alkohol 11,0. Hierzu aromatiche Emulsion mit Zimt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Theater- Verein GIESSEN. = 1 2. Zugabe Vorstellung: Freitag, den 24. März 1905. <*>> Maskerade.<*>>> Schauspiel in 4 Aften von Ludwig Fulda. Gast: Herr G. H. Hacker bom Großh. Hostheater in Darmstadt. Wohne vom 22. d. Mts. ab Seltersweg 64 im Hause des Herrn Weinhändler A. Schwan. Sprechstunden: 8-10, 21/ 2-4 Uhr. Dr. Geyer, Arzt. Arbeits- Vergebung. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10% Uhr. kommenden Arbeiten sollen im Wege des schriftlichen AnDie an der Pfarrscheuer in Watenborn vor Eintrittskarten bei Herrn Challier und an der Abend- gebots vergeben werden und zwar: fasse zu Mt. 4, 3, 2 und Mr. 1,50( für Studierende). Turnverein Gießen ( gegr. 1846.) Turnhalle: Steinstraße 3( Oswaldsgarten). Turnplan: Riegenturnen: Dienstag und Freitag Kürturnen: Mittwoch Turnen der Männerabteilung: Dienstag Turnen der Damenabteilung: Donnerstag abends bon 8-10 Uhr. Anmeldungen werden in der Turnhalle, sowie von dem 1. Sprecher Heren Althoff Walltorstraße 16, entgegengenommen. Versteigerung. Freitag, d. 24. März 1905, nachmittage 2½ Uhr versteigere ich gemäß§ 373 5.G.B. im Adler", Marktplatz 20 dahier 200 Flaschen Cognac. Die Versteigerung findet be: ftimmt ftatt. Gießen, den 21. März 1905. Seipel, Gerichtsvollzieher, Gießen. Postkarten Gelegenheitskauf Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Junger Mann militärfrei, Geschäftsleiter eine Filiale( Colonialware) sucht ander weitig Stellung per 1. April 1905. Off. u. W. 100 a. d. Erb. d. Bl. Ein ordentlicher Junge für Ostern, Pfingsten, Sport, in die Lehre gesucht. Blumen, Studenten, Soldaten. 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Die zur Erbauung eines Dienstgebäudes für Großherzogliche Bezirkskasse in Lich nötigen Arbetten nebst Materiallieferungen, nämlich: Erd- und Maurerarbeit, Steinhauerarbeit in Basaltlava( 900 cbm), Zimmerarbeit, Eisenlieferung, Grobschlosserarbeit, Dach deckerarbeit in Ziegeleindeckung Spenglerarbeit und Betr.: Maßnahmen gegen die Tollwut, hier Hun sperre in Gießen. Bekanntmachung. Am 21. d. Mts. wurde aus der Stadt Gießen Hund in die hiesige Veterinäranstalt eingeliefert, wel dortselbst getötet wurde, weil bei ihm Tollwutbe borlag. Kr. 71. BalectionOpre Wen, bie Streif Rell Viehseuchengesetz wird deshalb für den Bezirk der Siebattion u. Coll Auf Grund des§ 20 der Reichsinstruktion; Gießen und der dazu gehörigen Gemarkung angeo daß alle Hunde festgelegt oder mit einem sicheren forb versehen an der Leine geführt werden. verdächtige Tiere sind von dem Besitzer oder demjeni unter dessen Aufsicht sie stehen, sofort zu töten oder laubnis nicht in eine andere Gemarkung berb zu polizeilichem Einschreiten in einem ficheren Behäl einzusperren. Die Hunde dürfen ohne polizeiliche werden. Zuwiderhandlungen gegen diese Anord werden mit Geldstrafe von 10 bis 150 Mt. oder Haft nicht unter einer Woche bestraft. Die Benutzung der Hunde zum Ziehen ist unter Bedingung gestattet, daß dieselben fest angeschirrt einem sicheren Maulforbe versehen und außer der der Herde, von Fleischerhunden zum Treiben von des Gebrauchs festgelegt werden. Die Verwendung von Hirtenhunden zur Begleit und von Jagdhunden bei der Jagd kann unter der dingung gestattet werden, daß die Hunde außer der 3 des Gebrauchs( außerhalb des Jagdreviers) feftgelg oder mit einem sicheren Maulforbe versehen, an de Beine geführt werden. fit hhabe des Reichs an Paifer Wilhelm Hunde, welche diesen Anordnungen zuwider freibergleichlichen umherlaufend betroffen werden, können auf polizeilige Anordnung getötet werden. Gießen, den 22. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Frühjahrskontrollversammlung. Es haben aus der Stadt Gießen auf den werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerial- Hofe der alten Kaserne am Landgraf Philipp Pa erlaß vom 16. Junt 1893 zur Vergebung auf dem Sub- zu erscheinen: missionswege ausgeschrieben. 1. Offiziere, Sanitätsoffiziere und Beamte der Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreib- serbe und der Landwehr I. Aufgebots. ungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen, Dienstzug). und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eröffnungstermin Donnerstag, den 6. April 1. Js., vorm. 10 Uhr, bersiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. Zuschlagsfrist 4 Wochen. Gießen, den 14. März 1905. m. Einjährigen- Berechtigung unter 6899] günstigen Bedingungen gesucht. Selbstgeschriebene Offerten erbeten Lahnkalk- u. Marmor- Industrie Maitönigin Rote Früh- Auguft Gabriel jun., Gießen. tartoffeln Weiße Frühkartoffeln Weltwunder Jadustrie gelbfleischige Paulsens Juli do Alte Blaue Magnum bonum do Sämtliche Kartoffeln find rein und gut auserlesene Ware und von großer Ertragsfähigkeit. Prima Sveise- und Salatfartoffeln empfiehlt J. Weisel Sofort oder zu Ostern findet eine Anzahl jüngerer Mädchen leichte Beschäftigung in unserer hiesigen Zigarrenfabrik. C. 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Die zur Disposition der Truppenteile oder sazbehörden entlassenen Mannschafter aller Waffen. 4. Die Ersagreservisten, geübte und nicht geübte; und zwar: Jahrgänge aller Waffen: 1892 1893 1894 außer Erfahreservisten. Die oben unter Nr. 1 aufgeführten aller Jahrgänge( Offiziere pp.) 1896 1895 außer Ersatzreservisten. 1897 1898 außer Erfagreservisten. 1900 1899 außer Erfagreservisten. 1901 1902 1903 1904 außer Erfagreservisten. Nur Ersatzreservisten 1892 bis 1897 Nur Ersatzreservisten 1898 bis 1904 Tag und Stunde: 5 April, 2 Uhr nad 6. April, 82 Uh bormittags. Siegespreiſes. fürft geblieber fehen hatte, Kaiser Fr würde erran zur Seite it Nr. 7 0 6. April, 2 Uh nachmittags. ( 22 Leben 7. April, 8 Uht jogar bormittags. Hals verschi 7. April, 2 Uhr nachmittags. meinte 8. April, 82 Uhr Mutter bormittags. Angitu 8. April, 2 Uhr nachmittags. ich doch. wie ein zähle m San zwischen Illa du mir gefchicft ihr W Ich v mor fein, Terne Es wird folgendes erinnert: 1. Befreiungsgesuche sind bis spätestens 8 Tage vor da Appell durch das Hauptmeldeamt einzureichen un müssen durch die Bürgermeisterei bezw. bei Beamt durch die vorgesezte Behörde beglaubigt sein. Brid sichtigung fann nur in den dringendsten Fällen stattfin 2. Jeder Kontrollpflichtige ersieht die Jahresklasse, zu der er gehört, auf dem Deckel seines Militärpasses. 3. Die Militärpässe mit eingeklebter gelber Kriegsbeorde bezw. Paßnotiz und Führungszeugnis sind mitzubringen. 4. Die Leute haben in bürgerlicher Kleidung zu erscheinen, Stöcke, Schirme, Pfeifen und Bigarren sind vorha wegzulegen. 5. Sämtliche Mannschaften stehen während des ganz Kontrolltages bis einschließlich Mitternacht unter de Militärgeseß. Demgemäß werden auch Unpünktli und Versäumnis der Kontrollversammlung bestraft. Großherzogliche Bürgermeierei Gießen. Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Culmbacher Bier Tel. 83. 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