eiten mic Doch ooch ram ummt , der arten gefanten nd aufer Filt. Wohltäter nicht, einen men, berr, werbens rospett ber hier steht ich! Ich duum be möchtest Du Mart mehr benn?" möcht Did der Neuen Berline schmeichelnd seinen dicken, blühende mange Sie mantte ein wenig unter dem ungedie Vordertaken auf Rhonas zierliche Schultern und schmiegte ungefügen Kopf an Rhonas ihr beliebt hätte, stieß ein furzes Freudengeheut aus, legte nehmsten Berliner Pensionate, und die Situnge eins nach dem andern, Rhona war längst in eine teine Wiederverheiratung zu denken. Die Jahre Es war fonderbar, aber Graf Merd schien r Sommerdiener abbie Nr. 19. Issertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberseffen, die Kretse Weylar mub Marburg 10 Pfg. sonst 15 Wfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpebbtion: teßen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 23. Januar 1905. Gießener 14 Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfa., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Bost bezogen viertel jährl. Mt. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Entschädigung für die Ansiedler. Die Budgetkommission des deutschen Reichstags, die in jüngster Zeit durch ihren Verfassungskonflikt mit dem Reichsfanzler die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat, faßte in ihrer letzten Sitzung den Beschluß, die Entschädigungssumme für die Ansiedler von fünf Millionen Mark auf drei Millionen herunter zu setzen. Sie stellte sich bei ihrem Votum auf den Standpunkt, daß die Kolonisten auf eigene Rechnung und Gefahr in fremden Gebietsteilen ihrem Erwerb nachgehen und daß sie keinen rechtlichen und kaum einen moralischen Anspruch auf eine Entschädigung haben. Demgegenüber ist, wie unser Berliner CB.- Mitarbeiter auf Grund einer Nachfrage an amtlicher Stelle erfährt, die Kolonialverwaltung der Ansicht, daß die Ansiedler einen ganz zweifellosen Rechtsanspruch auf einen Ersatz für die niedergetretenen und verwüsteten Kulturanlagen haben. Für ihre Sicherheit und die Sicherheit ihres Eigentums ist das Reich entschieden haftbar. Die Anschauung der Kommission hat nur ihre Geltung für rein händlerische Verluste. Dem hat ja auch die Regierung entsprochen. Sie hat in den Entschädigungsansprüchen der Farmer daher rundweg alle Posten für sogenannte„ Hereroschulden" gestrichen und diese maren teilweise nicht unbedeutend. Einzelne Firmen hatten etwa 30 000 Mark buchmäßige Außenstände in Ansatz gebracht. Hier kann indes nur die zivilrechtliche Staatshilfe in Betracht kommen. Das Reich kann auf dem Wege der Rechtsprechung dem Gläubiger einen Rechtsanspruch an das Vermögen der Schuldner zuerkennen, wobei aber stets der Grundsatz in Kraft bleibt:„ Wo nichts ist, da hat der Kaiser sein Reicht verloren". Für die durch die Latten ge= gangenen Schuldner braucht das Reich naturgemäß nicht aufzukommen. dadurch gekennzeichnet, daß man sich des Längeren mit der Frage nach Stöffels Schuld an der Kapitulation der Festung zu beschäftigen beginnt. Die Vorwürfe gegen den tapferen Verteidiger von Port Arthur haben eher sich verstärkt, als daß sie sich verringerten. Man rechnete ihm vor, wie lange er sich noch habe halten können, und benutzte dazu als Unterlage die von den Japanern in der Festung nach der Uebergabe gefundenen Geschütze, Geschosse und Vorräte, sowie die Zahl der Besatzung. Diesen Anschuldigungen gegenüber ist nunmehr eine Verteidigung Stöffels erfolgt durch eine Erklärung, die er selber auf der Rückreise bei seinem Aufenthalt in Schanghai gegeben hat. Dort erklärte der General, daß Port Arthur bei der Kapitulation höchstens noch fünf Tage verteidigungsfähig gewesen sei. Die Russen hätten keine genügenden Geschütze gehabt, um die Angriffe abzuweisen; auch seien ihnen nur fünf Granaten für jedes große Geschütz geblieben. Die von den Japanern vorgefundenen Granaten seien meist für kleines Kaliber gewesen. Bei der Zurückweisung der einzelnen japanischen Angriffe seien oft mehr als eine Million Patronen verschossen worden. Die Pferde hätten kaum zum Transport der Geschütze genügt. Von militärischer Seite wird in dem Streit für oder gegen Stössel zu dessen Gunsten auch noch geltend gemacht, daß die russischen Geschüße im Laufe der Kämpfe verbraucht gewesen sein müssen. In der von General Nogi gegebenen Aufstellung der Siegesbeute von Port Arthur fehlen die Fahnen. Wie verlautet, sollen diese mit den letzten Torpedobooten, denen es gelang, aus der belagerten Festung zu entkommen. nach Tschifu gebracht sein. Die Politik. Ueber die Ergebnisse der Eisenbahn- Konferenz in Berlin wird berichtet, daß die Aussichten für das Zustandekommen der Personentarifreform günstige sind und daß eine Verständigung der beteiligten Bundesstaaten in allen Hauptpunkten erzielt werden dürfte. Die künftige Gestaltung des Gepäcktarifes unterliegt noch kommissarischen Beratungen. Die wirtschaftlichen Kämpfe zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern konzentrieren sich immer mehr auf das Bestreben der letzteren, zu Tarif- Verträgen zu gelangen. Auch in der Schuhindustrie ist diese Bewegung zutage getreten. In Weißenfels a. S. beschloß eine von etwa tausend Personen besuchte Schuhmacherversammlung die Ueberreichung eines einheitlichen Lohntarifs an die Schuhfabriken. * In gewohnter Weise findet die Generalversammlung des Bundes der Landwirte am 13. Februar mittags 12% Uhr im Zirkus Busch zu Berlin statt. Neben dem Geschäftsbericht, den Abgeordneter Dr. Diederich Hahn erstattet, und Ansprachen der Vorsitzenden Freiherrn v. Wangenheim und Dr. Rösicke sollen die Handelsbeziehungen Deutschlands zum Auslande, die Reform des Börsengesetzes und die breußische Kanalvorlage zur Erörterung kommen. Frankreich. Anders aber liegt es bei den verwüsteten Farmen und Häusern. Der Aufstand hätte sich vielleicht nicht entwickelt und keinesfalls die so elementare Wucht entfalten können, wenn der Gouverneur genügend Truppen zur Hand gehabt hätte. Oberst Leutwein hat unmittelbar nach dem Betreten des deutschen Bodens darüber geklagt, daß er für eine Politik der gepanzerten Faust nicht die nötige Macht zur Verfügung gehabt habe. Also nicht allein sein Optimismus habe die glacélederne Politik bedingt, sondern die unzureichenden Machtverhältnisse. Wer und was also auch immer für diesen Zustand verantwortlich zu machen ist, das Reich hat dafür aufzukommen, daß es den Ansiedlern in ihrer schweren Stunde nicht beizuspringen und die Frevel der Schwarzen an ihrem Leben und Eigentum nicht zu verhüter. vermochte. Daß es eben unter allen Umständen eine Anstandspflicht des Reiches ist, auch über die wirtschaftliche Eristenz unserer Kulturpioniere die schützende Hand zu halten, ist ohne Zweifel. Wie sollen sich neue Farmer finden, die ihr Vermögen und ihr Leben aufs Spiel setzen, wenn das Reich sie den Folgen unvorhergesehener und unverschuldeter Ereignisse schonungslos preisgibt? Gerade jetzt, wo sich die Bedingungen für eine Besiedelung dieser Kolonie verbessern, wäre eine noble Auffassung am Platze. Denn es ist, wie in Uebereinstimmung mit einer Aeußerung eines Regierungskommisfars unserem CB.- Mitarbeiter eröffnet wurde, beabsichtigt, das ganze Hererogebiet als Krongut einzuziehen; das Reich betrachtet sich nach dem siegreichen Feldzuge als Rechtsnachfolger der Häuptlingschaften und belegt in dieser Eigenschaft das Land mit Beschlag. Ein Teil wird davon abgegrenzt und den Eingeborenen überwiesen, die hierdurch seßhaft gemacht werden. Der übrige Teil, der im Norden der Kolonie etwa ein halbes Tausend Farmer mit ihren Familien zu ernähren vermag, wird an die Ansiedler übergeben. Allerdings ist der Boden sehr verschieden. Ein Siebentel ist völlig unfruchtbar, zwei Siebentel geben nur in der Regenzeit Weideland, aber vier Siebentel sind in einem außerordentlich günstigen Zustande. Sie haben guten Boden und einen natürlichen Wasserreichtum, so daß hier mit der Aussicht auf Erfolg Ackerbau und Viehzucht betrieben werden kann. Es läßt sich sogar für die Kolonie auf eine Viehzucht im größten Stile rechnen. Ein Kenner der Verhältnisse hat auf Grund der jetzigen Ergebnisse berechnet, daß bei ſyſtematischer Besiedelung des Gebiets nach etwa 15 Jahren die heutigen Preise zu Grunde gelegt jährlich eine Vichausfuhr im Werte von hundert Millionen Mark möglich ist. Angesichts einer solchen Zukunftsaussicht ist es, wie unser CB- Mitarbeiter meint, geradezu unflug und verhängnisvoll, die noble Erfüllung einer Pflicht abzulehnen, die sich auf Rechtsansprüche stützt. Hoffentlich übernimmt der Reichstag nicht den Beschluß seines Ausschusses. Der Krieg in Oftafien. Seit dem Falle von Part Arthur und seitdem der tapfere Sofafenritt in die Flanke des Gegners mit der glücklichen Rückkehr der Reiter beendet ist, ist Ruhe an der Front eingetreten. Es passiert dort so wenig von Belang, daß biele große Blätter die ständige Rubrik, in der sie die Nachrichten vom Kriege zusammenstellten, haben eingehen lassen. Der Mangel an eigentlichen Kriegsmeldungen wird auch * Die Lösung der Ministerkrisis ist durch die Berufung Nouviers zum Kabinettschef erfolgt. Ein Kabinett Rouvier bedeutet eine Wendung zur Mitte. Es wird versucht werden, die Dissidenten, die den Sturz Combes' herbeiführten, heranzuziehen. Damit wird man sich aber die Gegnerschaft der Radikalen zuziehen. Auf Rouviers Programm steht das Verlangen, daß der Beschluß des Rates der Ehrenlegion auf Streichung des pensionierten Hauptmanns Bégnicourt, des Urhebers zahlreicher Auskunftszettel, von der Regierung ratifiziert werde. England. In einem Londoner Blatte wird das Verhältnis der englischen Flotte zur deutschen Seemacht von fachkundiger Seite erörtert. Hervorragende englische Admirale, die Beiträge zu dem Artikel geliefert haben, sprachen ch für ein gutes Verhältnis zwischen England und Deutschland aus. So sagt Admiral Hopkins, er sei der Ansicht, daß Deutschland seine große Flotte nicht lediglich gegen England baue, daß vielmehr die Stärke und Schlagfertigkeit beider Länder die gegenseitige Würde und Duldung steigern werde. Das harmonische Verhältnis und die gute kameradschaftliche Stimmung, die zwischen den Marineoffizieren Englands und Deutschlands beständen, könnten vorbildlich werden für das beiderseitige nationale Verhältnis im Interesse des Weltfriedens. Rufsland. Kaum ist die russische Anleihe in Deutschland perfekt geworden, so denkt man im Zarenreich auf die Erschließung neuer Geldmittel. Diesmal will man die Anleihe dem französischen Alliierten gönnen. Die nächste russische Anleihe soll in Frankreich aufgenommen werden, und man rechnet darauf, daß ihre Höhe den Betrag der bisherigen noch übersteigen dürfte Wun bracht off... nelles Ceid. venn die Emission soll schon im März erfolgen. Amerika. Die Beziehungen zwischen Venezuela und Nordamerika sind wieder sehr gespannte geworden. Präsident Castro gibt sich wieder sehr trotzig, er hat die Verhandlungen ab. gebrochen und, wie er es in kritischen Zeiten zu tun pflegt, die Hauptstadt Caracas verlassen und sich in das unwegsame Innere zurückgezogen. Wollen die Amerikaner ihren Willen durchseßen, so werden sie wohl zu Zwanasmaßregeln greifen müſſen. Ein kritischer Tag im Streikgebiet. Essen, 21. Januar. Für den Bergmann ist der 20. im Monat das, was für die meisten Angestellten in anderen Berufen der letzte. Am 20. erhält der Bergarbeiter den Lohn. Aus zwei Gründen maren diesmal alle Augen auf diesen Tag gerichtet. Allgemein beherrschte die Frage das Gespräch, ob Lohnkürzungen erfolgen würden. In diesem Falle hätte der Ausstand sehr leicht eine schlimme Wendung nehmen können. Die Zechenberwaltungen haben indessen von einer solchen Maßregel Abstand genommen, und so hat sich überall die Lohnzahlung glatt abgewickelt. Die andere Frage, die dem gestrigen Tage seine Bedeutung berlieb, ist die, ob von dem Lohn, den die Arbeiter erhielten, genug übrig geblieben, um die Zeit der Arbeitslosigfeit durchzuhalten. Zum Verständnis der Sachlage ist eine Darlegung der Lohnzahlungsverhältnisse im Bergrebier erforderlich. Sie sind von allgemeinem Interesse und für den rechten Einblick in die gegenwärtige Bewegung unentbehrlich, so daß eine zusammenhängende Schilderung nicht nur für den Laien, sondern auch für die mit den Verhältnissen im Bergrevier vertrauten Kreise von Interesse sein dürfte. Die Lohnzahlung der Bergleute und ihre ganz eigentümliche und verwickelte Art ist eine unmittelbare Folge der in den Gruben herrschenden Arbeitsweise. Die Arbeiten unter Tage, wie der Bergmannsausdruck lautet, ist so beschaffen, daß kein Mann als einzelner sie ausführen kann. Dort gilt, wie kaum irgendwo anders, das Wort, daß jeder wie ein Mühlrad flink ineinander greife auf Wort und Wink. Deshalb vereinigen sich die Bergleute zu Kameradschaften, und mit einer solchen Gemeinschaft wird ein bestimmter Betriebspunkt belegt. Es gibt Kameradschaften zu beſtimmten 8wecken, für die Kohlenförderung, für Reparaturen, für die Sicherung zum Abbau. In allen Fällen wird eine bestimmte Arbeitsleistung akkordiert. Das nennt man das Gedinge. Wäre der Anteil an dem Gedinge für jedes Mitglied der Kameradschaft der gleiche, so läge die Sache sehr einfach. Allein die Teilung richtet sich nach der von dem einzelnen geleisteten Arbeit und den von ihm gefahrenen Schichten. Diese werden auf einem Schichtzettel vermerkt, den der Steiger führt. Das ist ein Beamter, dem mehrere Kameradschaften unterstehen. Am Anfang des Monats überträgt der Steiger die Schichtzettel für den abgelaufenen Monat in das Arbeitsjournal. Auf Grund der Journal- Angaben verrechnet die Zechenve: valtung die Arbeitsleistung jedes einzelnen Mannes der Kameradschaft in Geld. Die so gefundene Summe kommt in die Lohnliste. Diese enthält den Verdienst des einzelnen und die Abzüge, die von dem Verdienst abgehen, nämlich für Sprengstoffe, Geleuchte. Beiträge zur Knappschaftskasse, Miete für die in den Zechenhäusern wohnenden Knappen, Strafen. So wird in langer und bei den Tausenden von Arbeitern mühevoller Rechnung der monatliche Reinverdienst des einzelnen Bergarbeiters gefunden. Damit nun aber der Knappe nicht auf den Lohn allzu lange zu warten braucht, erhält er zu Anfang des Monats eine Abschlagszahlung. Diese erfolgt gewöhnlich am sechsten Tage. Die größere Restsumme, den eigentlichen Lohn, erhält er gegen Ende des Monats, gewöhnlich am 20. Tage. Uebertragen wir diese Verhältnisse auf die gegenwärtige Streifbewegung, so könnte man daraus folgern, daß die Ausständischen für die nächsten Wochen aus eigenen Mitteln versorgt seien. Wenn sie gestern, am 20. Januar, den größten Teil ihres Lohnes für Dezember ausgezahlt erhalten haben, so scheint die Annahme berechtigt, daß sie für drei bis vier Wochen mit den zum Lebensunterhalt nötigen Mitteln versehen sein müßten. DaZu käme dann noch am 6. Februar die Abschlagszahlung für Januar, d. h. für die Schichten, die noch zu Anfang Januar, also vor dem Ausbruch des Streits, gefahren sind. Indessen so einfach liegt die Sache nicht. Zunächst liefert für die übergroße Mehrzahl der Arbeiterfamilien die Hauptlohnzahlung am 20. Tage des Monats fein Geld zur fünftigen Lebenshaltung, sondern sie bildet das Mittel, um die bei Bäckern, Händlern und sonstigen Lieferanten kontrahierten Schulden zu begleichen. Nirgends hat die Borgwirtschaft einem solchen Höhestand, wie im Kohlenrevier. Auf die Abschlagszahlung am 6. Februar ist aber auch dort, wo sie überhaupt fällig wäre, nicht mit Sicher. heit zu rechnen, da nach der gegebenen Darstellung der Lohn. berrechnung bei dem sprunghaften Ausbrechen des Streiks eine für den einzelnen Mann verrechenbare Arbeitsleistung nicht mehr möglich ist. Dazu kommt dann noch das den Bechenverwaltungen nach§ 6 des Arbeitsvertrages zustehende Recht, den Kontraktbrüchigen 6 Arbeitstage abzuziehen. Das ist die Höchstsumme der Schichten, die überhaupt im Januar noch gefahren ist. Wenn bei der Lohnzahlung am 20. Januar auch keine Abzüge von den Verwaltungen gemacht sind, so haben sie damit den Ausbruch der Leidenschaft hintangehalten und die Wahrnehmung ihres Rechtes doch noch für den nächsten Termin in der Hand. Nach der geschilderten Sachlage werden schon jetzt die meisten Streifenden sich haben überzeugen müssen, daß sie auf die Unterstützung der Arbeiterverbände angewiesen sind, und diese Erkenntnis wird zweifelsohne auf den weiteren Verlauf nicht ohne Einfluß bleiben. Jetzt schon tritt die Mahnung der Führer in Kraft, die vor dem Streik gerade mit Hinweis auf die fehlenden Mittel warnten. Bei einer Unterstützung von 10 Mark pro Mann und Woche wären mindestens 1,5 Millionen Mark wöchentlich erforderlich. Nimmt man auch die eingehenden Spenden aus anderen Kreisen hinzu, so ist doch auf hinreichende Geldmittel für eine langdauernde Führung des Streiks kaum zu rechnen. Der gestrige Tag, an dem zum letztenmale der Lohn für die Arbeit gezahlt ist, wird in so mancher Familie im Streifgebiet einen bedeutsamen Eindruck hinterlassen haben. Weiter wird noch berichtet: Die Polizei im Streik. gebiet ist durch Heranziehung von Sicherheitsorganen aus anderen Gegenden beträchtlich verstärkt worden. So find aus Berlin vier Polizeileutnants, neun Wachtmeister und 121 Schußleute in das Ruhrkohlengebiet abgegangen, aus Hannover 50 Schußleute. Ichaft zu empfangen und vielleicht auch eine Abang der Arbeitgeber und Arbeiter von Petersburg, vorausgesetzt, daß es gelänge, die Fabrikanten und die Ausständigen zur Wahl einer solchen gemeinsamen Delegation zu bewegen. Nur stehe er zu sehr unter dem Einfluß der Gegner aller Reformen, namentlich des Ministerpräsidenten Witte, der sich liberal gebärde, aber heimlich gegen jede Reform arbeite. Von allen Seiten kommen Meldungen über den stetig in zunehmendem Maße sich bemerklich machenden Kohlenmangel. Immer mehr Werke müssen die Arbeit einschränken oder ganz mit ihr aufhören. Im schlesischen und im englischen Kohlengebiet ist die Nachfrage nach Kohlenlieferung sehr rege, und es werden schon Preise angeboten, die weit über den normalen liegen. Russland vor der Revolution. St. Petersburg, 21. Januar. Die revolutionäre Bewegung im Zarenreiche wächst, bielleicht hat sie, noch ehe diese Zeilen in die Hände unserer Leser gelangen, schon die ersten Opfer gefordert... Deutfcher Reichstag. CB Berlin, 21. Januar. Nab und fern. Expräsident Stejin verließ, wie gemeldet wird, am 21. d. Mts. Paris und begab sich nach Antwerpen. Steijn schifft sich am 25. d. Mts. nach Kapstadt ein und gedenkt sich in Bloemfontein niederzulassen. Im Tode vereint. Die zweitälteste Person des Kreises Liebenwerda war das vor einigen Tagen verstorbene Fräulein Luise Schüler; sie war 86 Jahre 7 Monate alt. Ihre nur wenige Jahre jüngere Schwester, die mit ihr zusammen lebte, war über den Tod der Schwester so betrübt, daß sie zwei Tage später ebenfalls starb. Sie wurden gemeinsam beerdigt. ihr fommt 6. Erdmann Wale gegebe Eidelsbe rolle der Go Ein graufiger Mord ist in Bettenhausen bei Kassel verübt worden. Der Bahnhofswirt Weisel durchschnitt seiner Frau mit einem Rasiermesser die Kehle. Nach der Tat machte er dann einen Selbstmordversuch, indem er sich die Pulsadern aufschnitt. Frau Weisel ist tot, der Mann leicht verlegt. Tages- Chronik. In Cetina( Spanien) wurde eine ganze aus sechs Köpfen bestehende Familie aus Rache ermordet. In dem Kohlenbergwerk Elbe bei Gewerton( England) fand eine Explosion statt, bei der sieben Menschen getötet und 15 verwundet wurden. Der heimgegangenen Fürftin. Weimar, 21. Januar. ** 93 Abend bom in Steins' und feine hin. Der reger, als b ausftellung n De faum bor Mitgliede legtberga laden Stiftu feftlichen und so f nicht and recht fro Leib wo fommend ein Blago Marichu das Prog Die Beisetzung der jugendlichen Großherzogin ist soeben erfolgt. Die ganze Stadt hat Trouergewand angelegt; man sieht kein Haus, das nicht wenigstens schwarze Flaggen ausgehängt hätte. Besonders die öffentlichen Gebäude und Pläze zeichnen sich durch würdigen Schmuck aus. Auf dem Wege zum Friedhof brennen Fanale auf schwarzdrapierten Postamenten. Die Hauptstraßen sind von vielen Menschen belebt, die alle äußere Abzeichen der Trauer tragen. Gestern nachmittag fand vor der Hofkirche, wo die Leiche der Großherzogin aufgebahrt liegt, die Auffahrt der Vereine des ganzen Landes statt. Den Höhepunkt bildete die Ankunft der Studentenkorporationen der Universität Jena; sie waren vollständig durch ihre Chargierten in vollem Wichs mit acht Fahnen vertreten und legten Kränze an der Bahre der Großherzogin nieder. Die Blumenspenden häuften sich in so großem Maße, daß im Verlaufe des Nachmittags von der Hofkirche von Zeit zu Zeit Möbelwagen abgingen, die alle die Kränze und Buketts nach der Fürstengruft beförderten. Der Fremdenzuzug war bereits gestern sehr stark und nahm Heute große Dimensionen an durch die Landbevölkerung, die bei dem klaren Januarwetter herbeiströmte. ( 124. Sitzung.) Wieder einmal ist der Reichstag um einen großen Tag gekommen, auf den er sich vorbereitet hatte. Auf der Tagesordnung stand die konservative Interpellation wegen der Handelsverträge, man erwartete eine feierliche Erklärung des Reichskanzlers. Allein Graf Bülow erschien überhaupt nicht im Hause, sondern in seinem Namen erflärte Graf Posadowsky, der Staatssekretär des Innern, daß die Anfrage erst im Laufe der nächsten Woche beantwortet werden könne, da die Verhandlungen mit Desterreich- Ungarn noch nicht zu einem endgültigen Abschluß ge= kommen seien. Infolgedessen wurde der Gegenstand alsbald verlassen, und das Haus fuhr in der Besprechung der soziademokratischen Interpellation wegen des Bergarbeiterstreiks fort, die gestern begonnen hatte. Der erste Redner war der nationalliberale Abg. Dr. Beumer, der seine Partei gegen den Vorwurf verteidigte, eine Unternehmerpartei zu sein. Er gefiel sich überhaupt in der Rolle des Verteidigers, er nahm sich gegenüber den vielfach laut gewordenen Anklagen der Arbeitgeber im allgemeinen und des Kohlenfyndifats im besonderen an. Allein er beschränkte sich nicht auf die Abwehr, er ging, später sogar zum Angriff über und zwar zum Angriff gegen die Sozialdemokratie, die, so meint er, am letzten Ende doch an dem Ausstand schuld sei. Die Arbeiterführer hätten erst zur Besonnenheit gemahnt, nachdem sie zuvor das Feuer so lange geschürt hätten, daß die Warnungen zu spät gekommen seien. Die Regierung solle über den Parteien stehen, ihre erste Aufgabe im Streif aber sei es, die Arbeitswilligen gegen den Terrorismus der Ausständigen zu schützen. In der fünfviertelstündigen Rede war das reichhaltige Material zu wenig unter zusammenfassende Gesichtspunkte gebracht, als daß sie eine tiefere Wirkung hätte hervorrufen können. Besser verstand es der sozialdemokratische Abgeordnete Molkenbuhr, zu verhüten, daß die tatsächlichen Einzelangaben den allgemeinen Gedanken der Ausführungen überwucherien. Sein Standpunkt war natürlich dem des Vorredners diametral entgegen. gesetzt, er fand alle Schuld auf seiten der Unternehmer und suchte seine Ansicht unter mancherlei Angriffen auch auf den Reichskanzler zu begründen. Der freisinnige Abg. Pohl gab seinem Bedauern darüber Ausdruck, daß in den wirtschaftlichen Streit politische Gesichtspunkte hineingetragen. würden, und erklärte, die freisinnige Partei könne zur Schuldfrage erst Stellung nehmen, wenn authentisches Material vorliege. Jedenfalls sei es nicht zu entschuldigen, daß die Arbeitgeber die Verhandlung mit der Organisation der Arbeitnehmer abgelehnt haben. Nach ihm sprach der alte freikonservative Abg. v. Kar dorff, der die Arbeiter aufforderte, die Arbeit wieder aufzunehmen, weil es dann leichter wäre, ihnen zur Erfüllung ihrer Forderungen zu verhelfen. Einer der Hauptgründe der Erbitterung sei die vom Kohlensyndikat beliebte Stilllegung von Zechen, der für die Zukunft durch die Gesetzgebung, sei es in Preußen, sei es im Reiche, vorgebeugt werden müsse. Nach ihm betrat der christlich- soziale Abg. Stöcker die Rednertribüne, der, von Anfang an mit größter Spannung angehört, durch großzügige Auslassungen die Debatte auf ein höheres Niveau hob. Unter Berufung auf seine oft bewährte Gegnerschaft gegen die Sozialdemokratie bestritt er, daß der Streit durch sozialdemokratische Agitation hervorgerufen sei. Der Grund des Konflikts sei das Unvermögen der Arbeitgeber, den Anforderungen unseres sozialen Zeitalters gerecht zu werden. Es gehe nicht an, daß die Zechenbesitzer souverän blieben; sie müßten sich eine Konstitution gefallen lassen, wie es auch die Könige hätten tun müssen. Nach kurzen Ausführungen des freis. Abg. Gothein faßte Minister Möller das Ergebnis der Debatte dahin zusammen, daß die Arbeitgeber, die eine Verhandlung mit den Arbeitnehmern ab. gelehnt, sich einer fast geschlossenen öffentlichen Meinung gegenüber sähen und daß sie daraus die Mahnung ziehen möchten, den schweren politischen Fehler, den sie begangen, wieder gut zu machen. In politischen Kreisen gibt man sich keiner Täuschung über die Tatsache hin, daß Rußland vor der Revolution stehe. Zumindest in den Großstädten, namentlich aber in den Städten, die jetzt von der Streifbewegung heimgesucht sind. Hatte er auch ursprünglich einen rein wirtschaftlichen Charakter, so ist der Streik schon heute eine politische revolutionäre Bewegung geworden. Noch mehr als aus dem ganzen Verhalten der Arbeitermassen spricht der Ton einer Petition an den Zaren dafür, daß die Arbeiter nicht weichen wollen, ehe sie von dem Zaren gehört wurden. Die Petition lautet: Wir Arbeiter, Bewohner Petersburgs, kommen zu Dir. Wir sind elende, beschimpfte Sklaven und erstickt von Despotismus und Willkür. Als die Grenze der Geduld erreicht war, stellten wir die Arbeit ein und baten unsere Herren, uns nur das zu geben, ohne das das Leben eine Qual ist. Aber alles wurde abgelehnt. Alles ist nach Meinung der Fabrikanten ungesetzlich. Wir hier, viele Tausende, sowie das ganze russische Volk, haben feine Menschenrechte. Durch Deine Beamten sind wir Sklaven geworden. Jeder, welcher wagte, von dem Schutze der Interessen des Arbeiterstandes zu sprechen, wurde ins Gefängnis geworfen. Der gesamte Arbeiter- und Bauernstand wurde der Willkür überlassen. Das Beamtentum besteht aus Räubern und Dieben an Staatsgeldern. Das Beamtentum brachte das Land in gänzliche Berrüttung, bürdete ihm einen schimpflichen Krieg auf und führt Rußland immer mehr an den Rand des Untergangs. Das Wolf ist jeglicher Möglichkeit beraubt, seine Wünsche und Forderungen auszudrücken und an der Festsetzung der Besteuerung und der Staatsausgaben teilzunehmen. Alles dies widerspricht menschlichem und göttlichem Recht. Wir wollen lieber sterben, als unter solchen Gesetzen weiter leben. Mögen unter solchen Verhältnissen die Kapitalisten und Beamten leben. Kaiser, hilf Deinem Volke! Vernichte die Scheidewand zwischen Dir und dem Volke. Möge das Volk vereint mit Dir regieren. Aus uns spricht nicht Dreistigkeit, sondern der Wunsch, aus einer uns allen unerträglichen Lage herauszukommen. Eine Volks. vertretung ist unentbehrlich; es ist notwendig, daß das Wolf selbst mitregiert; befiehl, daß die Vertreter aller Stände und Klassen, auch der Arbeiter, berufen werden. Dies ist unsere Hauptbitte; wir haben aber noch andere. Die Petition zählt dann diese Wünsche auf, die sich haupt. sächlich auf die verzweiflungsvolle Lage der Arbeiter beziehen, und schließt: Befiehl die Erfüllung unserer Bitten, und Du machst Rußland glücklich, wenn nicht, so sterben wir hier. Wir haben nur zwei Wege: Freiheit und Glüc oder das Grab; wir bringen gern unser Leben Rußland zum Opfer dar. An der Spitze von 100 000 Streifenden will der Führer der Arbeiterbewegung, der Pope Gapon, morgen vor den Winterpalast ziehen und nicht weichen, bis er die Petition dem Zaren überreicht habe. Den Revolutionären kommt indirekt Hilfe von einer Seite, von der sie sie am wenigsten erwartet haben dürften. Die Kursker Landesversammlung reichte dem Zaren eine Ergebenheitsadresse ein und sprach hierbei die Hoffnung aus, der Monarch werde die Volksvertreter aller Stände zu den Stufen des Thrones zulassen, damit das Volk, einig mit seinem Monarchen, Meinungsfreiheit erhielte und der Kaiser huldreich hierauf hörend seinen selbstherrlichen Willen zeige. Und eine Abordnung des Adels des Gouvernements Minsk überreichte dem Minister des Innern im Namen des ganzen nordwestlichen Distrikts eine Petition, in welcher Gleichheit der Rechte für alle Nationalitäten und Klassen im Reiche gefordert wird. Der Minister antwortete, die Frage sei nicht nur in Angriff genommen, sondern bereits entschieden. Diese Antwort ist zwar nicht verständlich, aber sicherlich gut gemeint. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. der Bedeut bann- ob hielt Meyer ei jammlung. Als id alter, an d Kriegervereir denken, daß Und wenn teilweise w tuung und ich vor me Der Kamera großer Teil eine Wieder aber unverge besonders a manches Ror tulommenger und sich hint Splitterung de des deutiden Gestern abend hielt Superintendent Gerhold aus Greiz, der die verstorbene Großherzogin Confirmiert hat, einen Trauergottesdienst ab. Und heute 12% Uhr versammelten sich die Fürstlichkeiten und die geladenen Gäste in der Hofund Garnisonkirche, in der der Sarg inmitten einer Gruppe ven Blattpflanzen, bedeckt mit zahlreichen herrlichen Kranzspenden aufgestellt war. Der Großherzog und die übrigen Fürstlichkeiten nahmen zu Füßen des Sarges Aufstellung. Hofprediger Dilthey hielt eine furze Traueransprache. Nach Schluß der Andacht wurde der Sarg vom Katafalk auf den Leichenwagen gehoben, dann setzte sich der Trauerzug nach der Fürstengruft in Bewegung. Voran vier Ordonnanzgendarmen; dann folgte der militärische Kondukt, bestehend aus einem Bataillon des 5. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 94. Die Musik spielte Jesus meine Zuversicht" und dann den Beethovenschen und Chopinschen Trauermarsch. Vor dem Sarge schritt die Dienerschaft, das Sofienstift, die Geistlichkeit beider Konfessionen und der Oberhofmarschall, hinter dem Sarge folgte der Großherzog. Ihm zur Rechten schritt als Vertreter des Kaisers Prinz Friedrich Leopold von Preußen; zur Linken des Großherzogs König Friedrich August von Sachsen. Hierauf folgten die Fürstlichkeiten, die Abgesandten der auswärtigen Höfe, die Hofstaaten, das diplomatische Korps, die Generalität, die Zivilbehörden, Deputationen und Vereine. Eine Kompagnie des 5. Thüringischen Infanterieregiments Nr. 94 und Gendarmen beschlossen den Zug. Nach 1 Uhr langte die Spike des Trauerzuges an der Fürstengruft an. Unter Vorantritt der Geistlichkeit wurde der Sarg in die Gruft getragen. Sodann betrat der Großherzog die Gruft und stellte sich zu Füßen des Sarges, ihm zur Seite schlossen sich der König bon Sachsen, Prinz Friedrich Leopold, die übrigen Fürstlichkeiten und Abgesandten an. Nach dem Gesange des Kirchenchors hielt Oberhofprediger Dr. Dilthey eine kurze Ansprache, der er den gemeinsamen Konfirmationsspruch des Großherzoglichen Paares, der zugleich ihr Trautert war: Sei getreu bis in den Tod" zu Grunde legte. Dann wurde der Sarg unter Gesang in die Gruft hinabgelassen. Der Großherzog begab sich allein in die Gruft und verrichtete am Sarge ein kurzes Gebet. " Lokales. " allen Gebiete abseits und geworden. ich sehe, daß ift, daß er 6 gegangen und bemgegangen dem Chriftba unfere Reib fich herrlid Landesverbi zu der Arie wieder in e bo, ein Muf feben zujam des Kriegero erfüllt der B Kameraden u Baifen bei d So wirt bor allen. aller Krieger feinen Sonde wiederum die und Süden bi 23. Januar 1905. ** Der Großherzog hat am 21. Januar wie die Darm städter Beitung" heute meldet, den ordentlichen Professor der Medizin Dr. Friedrich Moris aus Mainz, derzeit Direktor der medizinischen Universitätsflinit zu Greifswald, zum ordentlichen Professor in der medizinischen Fakultät, insbesondere für das Fach der inneren Medizin und zum Direttor der medizinischen Klinik an der Landesuniversität zu Gießen mit Wirkung vom 1. April 1905 ernannt.( Vor ca. 8 Wochen berichteten wir bereits, daß Professor Moriz als Nachfolger Riegels ausersehen sei.) ( 122. Sigung.) RK Berlin, 21. Januar. Sehr friedlich ging heute die zweite Lesung der Hibernia- Vorlage vor sich. Der Handelsminister selbst wohnte nur dem Beginn der Sigung bei, legte einige Briefe, die sich auf die Angelegenheit beziehen, auf den Tisch des Hauses nieder und überließ, da er im Reichstag dringender gebraucht wurde, die Vertretung der Vorlage seinem Kollegen von der Finanz. Doch dem wurde seine Aufgabe nicht schwer gemacht. Zwar verharrten die beiden freisinnigen Parteien auf ihrem ablehnenden Standpunkt, aber die ganze Rechte, das Zentrum und auch der größte Teil der einst so feindlichen Nationalliberalen stellten sich der Vorlage günstig gegenüber, wenn sie auch Einzelheiten an dem Vorgehen der Regierung beim Ankauf der Aktien nicht billigten. Die ziemlich eingeschlafene Aufmerksamkeit des Hauses wurde wieder geweckt durch eine Rede des Hospitanten der Volkspartei eser, der sich als Gegner der Kartelle für die Vorlage aussprach und den Beifall der Rechten erntete. Nachdem der Finanzminister noch das Versprechen abgegeben hatte, daß vor etwaigem Verkauf der Aktien das Haus unter der Hand benachrichtigt werden solle, wurde die Vorlage mit großer Mehrheit angenommen. Es folgte Besprechung eine kurze denn die Uhr zeigte bereits 24 des Antrages Rewoldt- v. Niepenhausen, der die Regierung ersucht, dem durch die Sturmflut vom 31. Dezember an der Ostseeküste verursachten Notstand durch finanzielle Beihilfe abzuhelfen. Der Minister des Innern, Frhr. b.. Hammerstein, sagte die Hilfe des Staates zu für den Fall, daß die Mittel der Provinzen nicht ausreichen sollten. Am Montag wird die Beratung des landwirtschaftlichen Etats beginnen. Hier verlautet, daß der Zar geneigt wäre, erhebliche Zugeständnisse zu machen; er zeigt sich gewillt, die aus zehn Mitgliedern bestehende Delegation der Moskauer mann - bundes gel lands einigt. ** Als Vertreter des Großherzogs nimmt Generaladjutant Generalmajor v. Wachter an den Beiseßungsfeierlichkeiten in Weimar teil. ** Wie der Herr Staatssekretär Krätte bei der Beratung des Postetats im Reichstage mitteilte, sollen vom 1. April ab versuchsweise Postkarten ausgegeben werden, deren Vorderseite auch zu Mitteilungen benutzt werden darf. Diese Neueinrichtung ist mit Freuden zu begrüßen. ** für das deut fein geworde Arieger verbän Der Landesverband der hessischen Bürgermeister hält unter dem Vorsize des Bürgermeisters Metzger in Langen am 26. Januar, vormittags 10% Uhr, in Frankfurt a. M. im Rechneisaal" seine diesjährige Generalversammlung ab. Die nächste Vore Theater Verein Gießen. stellung ist auf Mittwoch, den 8. Februar, festgesezt. In ben wir übe einig in ihren Dolfia unt Fübrers d haufer S des Apf Correspo einen Ar Die Kan berftehen. Sed find die B Rönigsau zur Mem Stammes Millionen der Sedan Heldentaise Heeres, au Sie Begrün tag an bi an unfere Trene, die Stolz fon bieten bes Der Raise Reiches zu an den G nationaler Und fi Gelegenheiten wird, an en. Steijn ind gedenkt des Kreises bene Fraualt. Thre zusammen ibt, daß sie gemeinsam Raffel berhnitt seiner Tat machte h die Pulsn leicht bere eine ganze ermordet. ( England) getötet und in. Januar. n ist joeben gelegt; man e Flaggen ebäude und . Auf dem rzdrapierten en Menschen en. Gestern e der GroßVereine des die Ankunft ma; sie waren Sichs mit acht re der Großen sich in so tags von der gen, die alle beförderten. rk und nahm ölferung, die Id aus Greiz, = hat, einen bersammelten e in der Hofeiner Gruppe rlichen Kranz d die übrigen Aufstellung. nsprache. N tafalt auf den rauerzug nad Ordonnanz Duft, bestehend infanterieregi ne Zuversicht schen Trauer t, das Sofien der Oberhof Sherzog. Ihm Bring Friedrid herzogs Köni ten die Fürft Höfe, die Sof ität, die Zivil tompagnie des 94 und Gen gte die Spize Unter Voranruft getragen. stellte sich ch der König Origen Fürft Gefange de ihr fommt ein neues Sdauspiel Um Seinetwillen" von S. Erdmann Jenizer, das jü aft in Darmstadt zum ersten Male gegeben worden, zur Aufführung. Fräulein Frieda Eichelsheim aus Darmstadt wird die weibliche Hauptrolle der Sängerin Marianne Vabbe spielen. ** Wir verweiser auch an dieser Stelle auf den heute Abend vom Kaufmännischen und Ortsgewerbe- Verein Gießen in Steins' Saalbau veranstalteten Vortrag St. Louis und seine Weltausstellung" des Herrn Cronau hin. Der Vortrag dürfte hier unt so größeres Interesse er regen, als bekanntlich auch verschiedene Medaillen der Weltausstellung nach Gießen verliehen wurden. laden n Der Kriegerverein Gießen hatte nach seiner kaum vor 4 Wochen veranstalteten Weihnachtsfeier die Mitglieder, deren Angehörige und alle Gönner für lettbergangenen Samstag schon wieder zum Feste ge= Der Berein jetert, stets im Januar fein Stiftungsfest aber weit mehr Veranlassung zu festlichen Gelage giebt ihm Kaisers Geburtstag und so fennt man es innerhalb Gießens seit 31 Jahren nicht anders, als daß er beide Festtage gemeinsam in recht fröhlicher Weise begeht. Der Festsaal im Café Leib war bis auf den letzten Plaz gefüllt, spät kommende Festgäste mußten sogar sich hier und da ein Plätzchen erschmuggeln. Der Sousa'sche KadettenMarsch und die Gottlöber'sche Fest- Quverture leiteten das Programm ein; Fräulein Möser sprach einen der Bedeutung des Tages entsprechenden Prolog und dann ohne daß sich die einzelnen Nummern jagden hielt der Ehrenvorsitzende, Postsekretär a. D. Meyer eine Ansprache an die ganze Festversammlung. Er sagte u. a. wörtlich:; " ,, Als ich vor nunmehr 30 Jahren, fast einem Menschenalter, an dieser Stelle, am Stiftungsfeste des Gießener Kriegervereins das Wort ergriff, da fonnte ich mir faum denten, daß ich nach so langer Zeit wieder hier stehen würde. Und wenn ich zurückblicke auf die Jahre, dann geschieht es teilweise mit Gefühlen der Wehmut, teilweise der Genugtuung und Freude. Mit Gefühlen der Wehmut, wenn ich vor meinem geistigen änge auftanchen lasse die Gesichter Ein der Kameraden, in welche ich damals blacken tonnte. großer Teil ist heimgegangen in die Gefide, von denen es eine Wiederkehr nicht mehr giebt, die fühle Erde deckt sie, aber unvergessen sollen sie mir und ihnen allen sein. Ganz 6.sonders aber sehe ich vor mir die liebwerte Gestalt so manches Kameraden, der mit mir im Vorstande jahrelang zusammengewirkt hat. Ein Teil hat die aite Fahne verlassen und sich hinter eine neue geftelt. Sonderinteressen und Bersplitterung der Kräfte, das ist ja eine alte Eigentümlichkeit des deutschen Charakters, und diese müssen wir leider auf allen Gebieten mit in den Kauf nehmen. Ein anderer steht abseite und ist unseren Bestrebungen gegenüber gleichgültig geworden. Mit dem Gefühle der Genugtuung, wenn ich sehe, daß der Striegerverein fräftig geworden und geblieben ist, daß er blüht und gedeiht. Das Samenförnlein ist aufgegangen und hat reiche Grate gebracht. So mancher Sohn bemgegangener Rameraden, welchen wir als Waisen unter dem Chrifibaume bei uns sahen, zähit heute als Mitglied in unsere Reihen. V. A.! Das Kriegervereinzwesen hat " " sich herrlich entwickelt. Die Einzelvereine haben sich zu Landesverbänden organisiert. So unsere Vereine in Hessen ju der Kriegerkameradschaft Hassia" und diese gliedert sich wieder in Bezirke. Wohlorgan fiert steht unsere liebe„ Hassia" da, ein Muster für sämtliche Verbände. Ueber 60,000 Strieger stehen zusammen in dem Verband, arbeitend an den Zielen des Kriegervereinslebens. Auger den nationalen Aufgaben erfüllt der Verband die Pflichten der Charitas, indem er die Kameraden und die Wassen unterstüßt, sowie den bedürftigen aiſen bei der Konfirmation eine Beihilfe zu teil werden läßt. So wirft unsere baffia" als bestorganisierter Verband bor allen. Und hat man lange grzögert, die Vereinigung aller Kriegerverbände herbeizuführen, weil jeder glaubte von seinen Sonderrechten etwas hergeben zu müssen, so war es wiederum die ,, Hassia", welche das Bindeglied zwischen Norden und Süden bildet, bis daß die Gründung des Kyffhäuser onspruch des bund es gelang, welcher sämtliche Striegerverbände Deutschlands einigt. Wie das Kyffeäuserdenfmal ein Denkstein ist, für das deutsche Kriegervermögen, so ist er auch ein Dentgelassen. Dein geworden für die Zusammengehörigkeit aller deutschen Krieger verbände. Einer für Alle und Alle für Einen. So sehen wir über 3 Millionen deutscher Krieger zusammenstehen, einig in ihren Bestrebungen. Und Dant der Arbeit unserer Hassia" und ihres energischen unvergleichlichen 1. Schrift führers erscheint seit dem Anfange dieses Jahres die„ kyff Häuser Correspondenz", welche die Biele und Bestrebungen des Kyffhäuſerbundes aller Welt offen legt. Nr. 2 dieser Correspondens, welche vor einigen Tagen erschien, bringt einen Artikel, welcher mir aus dem Herzen geschrieben ist. Die Kameraden, welche mich näher lennen, werden mich verstehen. eh eine furze Trautert war: Dann wurde und verrichte ar 1905 die„ Darm hen Profeffer Mainz, berzeit Greifswald r medizinische neren Medijin en Alinit an mit Wirkung vom das Sedantag und Kaisers Geburtstag find die beiden nationalen Festtage, die von der n berichteten witönigsau bis zu den deutschen Alpen, von den Vogesen bis Riegels außer zur Memel allen guten Deutschen ohne Unterschied des Stammes gemeinsam sind, die auch von mehr denn drei nimmt General Millionen deutscher Krieger feierlich begangen werden. Wenn den Beifegung der Sedantag zurückweist auf die Beit des unvergeßlicher gedenken ihres edlen Landesfürsten, Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs. Kunstsinnig und edel waltet er seines Amtes, und wenn er in einigen Tagen die aus reiner Liebe erwählte Lebensgefährtin in sein Haus führen wird, dann sei auch aller Wunsch:„ Möge das edle Fürstengeschlecht bis in die fernesten Zeiten herrschen über sein Hessenvoll und die alte Hessentrene auch für die Zukunft erhalten bleiben." Wenn in den Wettern der Schlachten die Trommeln wirbein und bei Sturm donnernd das„ Hurra" erschallt, so lassen sie auch heute Abend, un unserem Stiftungsfeste das Hurra erbrausen, ein Hurra der Treue und Liebe für Kaiser und Reich, ein Hurra der Treue und Liebe für unseren viel geliebten Landesfürsten: Hurra! Hurra! Hurra!" Mit sichtlicher Begeisterung wurde das„ Hurra" im Nach der humoristischen Szene„ Soldatenblut" und dem Saale wiedergegeben. Dann ging's im Spielplan weiter. Couplet„ Wenn das nicht zieht" wurden zum Schluß noch brei Marmor- Gruppen gegeben, welche ganz besonders großen Beifall fanden. Baid lichtete sich die große Festversamm lung, man arrangierte sich zum Ball und nach den klängen der Regimentsmusit wurde das Tanzbein fleißig geswungen, von mancher Tänzerin und Tänzer bis morgens Früh. G. H. Einen schönen Erfolg hatte das am Samstag Abend vom Gernhardtschen 3ither- und Mandolinenchor Gießen in der Turnhalle veranstaltete Konzert zu verzeichnen. Es ist ein eigenartiger Reiz um die Saiten- Mufit, sie steigt nicht laut, brausend, schmetternd, mit einigen Stößen Tausende zum Sturmlauf anfeuernd Hervor, sondern sie ist weich, schmeichelnd, einlullend; in das heiß aufquellende Gefühl mischt sich der Traum, der am sonnigen südlichen Gestade einst verträumt wurde, bis die Sehnsucht sich verdichtet und wehmütig begehrend die Satten erzittern. Es ist, als ob diese Saiteninstrumente mit einem Schlage das ganze Milieu festellen und die Uebertragungen find deshalb auch den mannigfachsten Schwierigkeiten ausgesezt, namentlich wo es sich um große Chöre handelt. So müssen denn auch die Reverte " Waldesrauschen" und das Nocturno in F- dur von Spiegelberg für großen Ghor zu den Glanzpunkten des Abend gezählt worden. Man konnte deutlich aus der Wiedergabe erkennen, daß der Gernhardtsche Chor in emfiger Arbeit seiner Aufgabe gerecht zu werden sucht. Den gleichen Eindruck empfing man auch bei dem Bortrag Abendlied" für Frauenchor mit Zymbal und Streichquartett, bei dem„ Allegro moderato für Streich Inftrumente von Gebauer, dem„ Waldabendschein" ( Mandolinenchor), sowie dem Gründungsmarsch( Schlagzitherchor.) Wilkommene Einlagen boten auch die zwet Solt für Tenor" Im Buseckertal" von Ga. TodtGießen und„ Das deutsche Volkslied" von Hildebrand, die von dem Dirigenten Gernhardt in Musik gesetzt sind und von dem Mitgliede Belloff vorgetragen wurden. Aber auch für die heitere Seite hatte der Chor durch eine Schwant- Aufführung„ Die neue Oper", die mehrfach große Lachsalven hervorrief, gesorgt. Das Publifum zeigte sich für alle Darbietungen dankbar und geizte bei keiner Piece mit seinem Beifall, ja es lteß sich verschiedentlich nur durch Zugaben beschwichtigen. Den Schluß des gut gelungenen Festes bildete der Ball, der sich bis zum anderen Morgen hinzog. beispielsweise schwer begreiflich, weshalb die Königin, die die Fäden boch so diplomatisch zu spielen lassen, weiß, den König in dem Augenblick durch eine Umgestaltung in ihrer Hofhaltung zu reizen trachtet, wo sie doch alles aufbiet n müßte, ihn für die von ihr projeftierte Hochzeit zu gewinnen. Dagegen weiß Gußtow aber auch, namentlich in den beiden legten Aften startes dramatisches Leben puisieren zu lassen. Die Darsteller verkörperten mit gutem Erfolg ihre Rollen. Der König Friedrich Wilhelm I. des Herrn Lingen war ein Pracht remplar von ungebrochener Kraft, gesund und derb und treu im Widerschein starker seelischer Erschütterungen. Die Königin wurde von Frau Fischer sehr nett gegeben, während Fräulein Dülfer ihre Prinzessin Wilhelmine nicht ganz richtig aufgefaßt hatte, namentlich sie nicht hoheitsHofdame Fräulein von Sonnsfeld dagegen wußte Fel. Neri voll genug bei Betonung ihrer Würde ausstattete. Ihre recht schnippisch auf die Bühne zu bringen. Herr Kreysing verstand as General Grumtow eine sehr gestrenge Mine anzunehmen, dürfte sich aber mit seinem„ Kehrt" nur wenig das Wohlwollen eines Refruten- Korporals sichern. Herr de Georgi( Graf Seckendorf) und Herr Andreas ( Ritter Hotham) hatten ihre Diplomaten mit der nötigen Geschmeidigkeit ausgestattet, während Herr Lippert als Kammerdiener die Wichtigkeit seiner Person überall herauszukehren wußte. Der Erbprinz von Baireuth wurde von Herrn Lüttjohann recht flott und der Grenadier Eckhoff von Herrn Sandorff recht steif gegeben. Da auch die Regie des Herrn Linzen für ein gutes Busammenspiel gesorgt hatte, so blieb der Beifall des gut besetzten Hauses nicht aus. Aus dem Rericbis[ aal. Strastammer. G. H. Gießen, den 20. Januar 1905. Die Näherin Margarethe Göschel von Gunzen au hat. einen für ihr Kind hinterlegten Geldbetrag auf der Horsteiner Sparkasse erhoben und in kurzer Zeit verbraucht. Wegen Untreue wurde sie zu 5 Monaten - - Gefängnis verurteilt. Der Gelegenheitsarbeiter Hermann Maurer aus König, der im vorigen Jahr einen schlecht besuchten Vortrag über Japan zu Gießen im Neuen Saalbau" hielt, verschwand von dorten unter Zurücklassung einer Zeche von etwa 40 Mk. Die vielen Betrugsstrafen wurden straferhöhend berücksichtigt und auf 1 Jahr 4 Monate Gefängnis nebst Ehrverlust erkannt. Die Berufung des Kaufmanns Karl Stamme aus Hannover, der durch das Schöffengericht Gießen wegen Betrugs zu 6 Wochen Gefängnis verurteilt worden war, wurde wegen unentschuldigten Ausbleibens verworfeu. Ebenfalls verworfen wurde die Berufung des Landwirts Adolf Widdersheim von Borsdorf, der wegen Beleidigung des dortigen Bürgermeisters mit 3 Wochen Gefängnis belegt worden war. Der Schreiner Wilhelm Süßenberger von Preungesheim hat sich nachts in das Haus des Heinrich Appel dortselbst eingeschlichen und in dem von den erwachsenen Kindern des Appel belegten Schlafraum Unfug verübt. Das Schöffengericht Schotten hat ihn dieserhalb wegen Hausfriedensbruch und Beleidigung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt, wogegen Herr Sattlermeister Louis Völzing in Großer Berufung einlegte. Die Staatsanwaltschaft schloß Felda teilt uns mit, daß er die eine goldene Medaille nicht auf der Beltausstellung in St. Louis, sondern auf der internationalen Ausstellung in Rom für seine ausgestellten Rummete erhalten habe. * * ** * Groß- Felda. Die hiesige Apotheke wurde für 75000 Wharf an einen Herrn aus Friedberg vertauft. + Bad Nauheim. Das 50 jährige Jubiläum des Friedrich Wilhelm- prudels wird hier am 15. Mai d. J. begangen werden. K Frankfurt a. M., 22. Jan. Much auf der Strece Frankfu- Sießen verkehren infolge des Bergarbeiterausft indes täglich 2 Güterzüge weniger. K Frankfurt a. M.. 17. Jan.( Heu- und Strohmarkt) Man notzerte: Heu 3,20-3,60 M., Stroh 1,90-2,40 Mt Alles per 50 Kilo. Tendenz: Heu flau, Stroh fest. K Darmstadt, 22. Jan. Die bei den russischen Hofopernsängerinnen Emilie und Gabriele Christmann, die soeben am Darmstädter Hoftheater ein zweimaliges Gastspiel absolvierten, sangen Freitag bei einer Soiree im Licher Schloß vor dem Großherzog und seiner Braut. ** Kassel. Las hiesige Residenztheater, Diteftion Karl Gemuend, ist in Konturs geraten. K Aus Frauken. In Mährendorf verlegte ein 17 jähriger Dienstluecht aus Berger darüber, daß er bei der Kassiererwahl eines Vereins durchgefallen war, einen Vereinsgenossen schwer durch einen Schlag mit dem Bierglase und ließ sich dann von einem Eisenbahnzuge todt fahren. Stadttheater in Gießen. Zopf und Schwert. - bei ber Beratur Deeres, auf die Wiedergeburt der nationalen Einheit und en vom 1. Ap die Begründung des deutschen Reiches, so mahnt der Kaiser Worte de ganze physische, moralische oder historische Atmoen, deren Borde lag an die ernsten Aufgaben der Gegenwart, erinnert uns Trene, die wir unserem Kaiser Wilhelm II. schuldig sind. - sich der Berufung an und beantragte eine höhere Strafe. Das Gericht war angesichts des unflätigen Vorgehens des Angeklagten der Meinung, daß die Strafe nicht ausreichend sei und erhöhte dieselbe auf 2 Monaten. Den Schluß bildete die Privatflage sache des Forstwarts Knauß von Stangenrod gegen den Landwirt Johannes Maus dortselbst, wegen Beleidigung. Das Schöffengericht Grünberg hat den Angeklagten freigesprochen, wogegen der Kläger Berufung verfolgte. Das erstinstanzliche Urteil wurde bestätigt. Deueste Nachrichten. Die Nevolution in Rußland ist zum Ausbruch gekommen. Eine Drahtnachricht von heute Vormit tag aus Petersburg meldet uns Folgendes: plat bintiger Straßenszenen. Tausende von Petersburg war gestern Sonntag der SchanArbeitern zogen vor das Winterpalais; der Kaiser war nicht anwesend, er weilte nahe der Stadt. Die Menge revoltierte, wurde aber von Kosaken nnd Polizeiabteilungen zum Räumen des Platzes aufgefordert. Da die Aufforderung erfolglos blieb, wurde die Salve blind abgegeben. Nach nochmals allerdings auch vergeblicher Aufforderung den Plaz zu räumen, wurde dann zwei Mal scharf geschossen. 150 Tode blieben auf der Stelle, außerdem noch viele Verwundete, darunter Frauen und Kinder. Unter den Schwerverlegten befindet sich auch der Priester Gapon, der den Demonstrierenden mit dem Kruzifig in der Hand vorausging. Aehnliche Szenen wiederholten sich in Volkes ist sehr groß. Vor dem Palais wird noch anderen Stadtteilen; die Erbitterung des seitens der Arbeiter mit dem Bau von Barrikaden begonnen, dasselbe geschieht noch in anderen StadtDarf. Diefe Ne am unsere heiligen Pflichten, vor allen an die nnverbrüchliche dem Titel sagen, daß sein Lustspiel sich auf historischem teilen. Bis spät in die Nacht wurde geschossen. r hessische Stolz fönnen wir sein auf unsern Kaiser. Auf allen Ge- fönigs bewegen soll. Das tönnen wir aber niemals mit unThe bes Bürg muar, vormitta Rechneifaal" fei Lustspiel in 5 Aufzügen von Karl Guztow. Heldenkaisers W.thelm I., auf die Siegestaten des deutschen der Zusammenseßung dieses Titels die Prägnanz serer be8opf und Schwert? zweifellos hat Gugtow bei günstigteren Londoner und Pariser Kollegen, mit einem sphäre zu firieren, teine Ruhe gelassen. Er will daher mit Grunde und zwar im Zeitalter des preußischen Soldatentrüglicher Sicherheit daraus schließen, höchstens nur wohlwollend ahnen, denn unter der Flagge tönnte ebenso gut den 24. Januar. ein Stoff aus unserer Zeit segeln. Man muß überhaupt verschiedentlich irohlwollend sein, denn ab zu gefällt es dem zu präsentieren und im übrigen sich mit punktierten Linien Autoren, uns nur einen Querschnitt von den kleinen Intrigen zu begnügen. Manches bleibt eben unmotiviert. So ist es bieten des Lebens ist er zu Hause. Engedent der Worte bær Raiserproklamation:" lezeit Wehrer des deutschen Meiches zu sein, nicht an friegerischen Eroberungen, sondern am den Gütern und Gaben des Friedens, auf dem Gebiete Die nächste B nationaler Wohlfahrt, Freiheit und G- sittung." feftgefeßt. Und sind Angehörige der„ Hassia" vereint zu festlichen Gelegenheiten, dann tönnen sie nicht anders, sie müssen Siegener landwirtschaftlicher Wetterstens Boraussichtliche Wuterung in Hessen für Dienstag, Zunehmende Bewölfung, Temperatu zunächst nur wenig verändert. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortli: für die Politik und den Inferatenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betde zu Gießen. J. A.: Müller. NB. Listen zum Einzeichnen der Mitgliedschaften sind ausgelegt: Ferber'sche Universitäts- Buchhand'ung( C. Roch), Selters: weg 87; of: nud Universitäts- Buchhandlung Ang. Freed, Seltersweg 53; Buchhandlung Phil. Pfeiffer, Walltborstraße 21; Ridert'sche Universitäts- Buchhandlung, Süd- Anlage 5; in den Cigarrengeschäften der Herren: R. Buchicker Neuen Bäue 11; F. Friesleben, Bahnhofstraße 5; J. Häuser, Ludwigstraße 36; Chr. Haubach, Rodheimerstr. 21; Dan. Heil Nachf., Lindenplay 3 F. Kühnhold, Ludwigstraße 55; E. Metzger, Seltersweg 70; Gebr. Michel, Wallthurstraße 29; H. Schäfer, Marktstraße 24; Karl Seibel, Frankfurterstraße 76; J. Strank, Mäusburg 1; Gg. Volk, Grünbergerstraße 4 sowie in der Geschäftsste le ds. Bl. Total- Ausverkauf! XXXXXXXXX Stadt- Cheater Giessen. Direttion: Steingoetter. Dienstag, den 24. Januar 12. Dienstag AbonnementsVorstellung. " Nr. 19. Bürgerverein Gießen. Bekanntmachung. Bei der in der Sitzung der Stadtverordneten- Verfammlung vom 12. Januar 1905 borgenommenen plan: Dienstag, den 24. Januar 1. Js., abends 8 Uhr im ,, Neuen Saalbau" mäßigen Verlosung der am 15. Mai 1905 zur Rüdzahl. ( früher Steins Garten) Haupt- Versammlung Tagesordnung: Annahme der Sahaugen. Wahl des Vorstandes. Verschiedenes. Die verehrlichen Mitglieder werden freundlichst gebeten sämtlich zu erscheinen. ung fommenden Schuldverschreibungen der Anlehen der Stadt Gießen vom Jahre 1896, 1897 und 1899 sind folgende Stücke gezogen worden. a) 1896er Anlehen: Lit. Q. Nr. 15, 21, 90, 147, 215, 284 zu ORS E 100 Mr. R. " " S. " " T. " " Gäste sind willkommen. U. " " Das mit der Austübrung betraute Comite. 100, 107, 121, 179, 249, 282, 291 zu 200, 19, 21, 36, 82, 142, 200, 271, 398, 430, 484, 496, 517, 610, 630 zu 17, 49, 67, 68 241, 256, 264, 350, 365, 414, 430, 446, 457 475 648 zu 1000 18, 124, 180, 204, 229, 290 zu b) 1897er Anlehen. Lit. V. Nr. 81, 94, 150, 153 zu 500 0 " " 2000 Dend " W. 32, 89, 122 zu " " X. Н " Y. " " 12, 16, 114, 182, 260, 344, 347 22, 72, 138, 153, 171, 172, 250 285 zu 100 Mt. 200" 500 " 349, 355 zu Z. 10, 63, 127 zu 1000 2000 " " " c) 1899er Anlehen. Gra Serie I. Nr. 37, 101 zu I. 171, 276, 280 zu 2000 Mt. 1000 in das " " M I. " " 301, 388, 413, 421, 461, 474 zu I. " " 564, 568, 569, 596, 618, 627, 674 699 zu 500 " Fingerde gefärbten Tider Bu 200 ridifig, ei " Um mein Lager bis 1. April vollständig zu räumen, verkaufe meine sämtlichen Buxkins in Winter- und Sommerware sowie meine echt Steyrischen Herren- und Damen- Loden, Herrenwäsche, Trikotagen, Kravatten und Regenschirme zu enorm billigen Preisen au Anzüge nach Maass zu Mk. 35, 37, 42, 48. Julius Fischer, Giessen, Schulstrasse 6. I. " " 735, 746, 747, 771 zu 100 tere Sän " Total- Ausverkauf! Es wird dies mit dem Anfügen zur Kenntnis der Befizer der Schuldverschreibungen gebracht, daß die Einlösung der Schuldverschreibungen, feinen G Zeichen, „ Ich Rhona li a) des 1896er und 1897er Anlehens: Lajfe flir bei der Stadtkasse Gießen, bitte, bl bei der Mitteldeutschen Kreditbank zu Frankfurt a. M., Familie, Geheim Kind bei der Deutschen Genossenschaftsbank daselbst und Nä mit dem „ Nu b) des 1899er Anlehens: und ich m bei der Stadtkasse Gießen, wieder di bei dem Banthause Aron Heichelheim in Gießen und der Zukur tete das bet dem Bankhause Gebrüder Neustadt in Frankfurt a. M. lich längst Rhond Uebe oder willi du findest 釀 釀 in faroffe sprochen, dir. Dein nahe gang wenig ode „ Ach feufzte R SCHUHWAAREN ihren fröh Das gerade fe ders zu a) für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen Mt. 5.-, ficht. den, du Wil Rhond 37 82,5" 115 " 1 " amüfiertes Süge bufd Nein, nüz, Alein wenige all das le Also Total- Ausverkauf! Total- Ausverkauf! Holzversteigerung in der fürstl. Holzversteigerung Oberförsterei Lich. Montag, den 30. Jannar, von vorm. 9% Uhr an, im Diftrift Hard: Scheiter: 228 Nm. Buchen( dabei 2 mal 2 Rm. Wertholz), 29 Rm. Eichen( teils gespalten, teils rund); Anüppel: 68 Rm. Buchen, 23 Rm. Eichen, 9 Nm. Nadelholz; Stöde: 84 Rm. Buchen, 42 Rm. Eichen, 32 Nm. Nadelholz; Wellen: 1970 Buchen, 600 Eichen, 700 Weichholz( Auspuhreisig), 490 Nadelholz 4 Buchenschnittholz( 39 bis 57 cm Durchmesser) 2,04 Fftm., im Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 26. Januar vormittags 9½ Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald in den Distrikten Haingesboden und Neuhege verfteigert werden: Zopf und Schwert. 20 Fichten Derbstangen mit 2,12 Fitm. 3 Rmir. Birken- Scheitholz, Nadel Scheitholz Nadel- Knüppelholz Nadel- Stockholz 2 Eichen- Schnittholz( 46 und 51 cm Durchm.) 2850 Wellen Nadel- Reisig. = 2,13 Fftm. 17 Eichen- Grubenholz( Wagnerholz, Pfostenholz u. s. w.)= 5,16 Fstm. = 5 Kiefern- Schnittholz( 32 bis 46 cm Durchm.) 5,21 Fstm. Lustspiel in 5 Aufzügen von Carl Guzkow. Mittwoch, den 25. Januar Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße a. d. 5. Schneise. Gießen, 19. Januar 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Curichmann. 9. Volks- Vorstellung 51 Sichten- Stammholz( Schnittholz, Balken- Dessert- u. Stärkungs1 Die Zusammenfunft ist auf der Waldstraße von Kolnhausen in die Hard beim Eintritt in den Wald. Dienstag, den 31. Jannar, bon vorm. 9½ Uhr an, im Distrift Höler: Scheiter: 231 Nm Buchen, 12 Nm. Eichen( ungespalten), 4 Rm. Nadelholz( ungespalten); Anüppel: 169 Rm. Buchen, 122 Rm. Eichen, 2 Nm. Kirschbaum, 9 Rm. Nadelholz; Stöde: 123 Rm. Buchen, 86 Rm. Eichen ,; Wellen: 5530 Buchen, 2000 Eichen, 140 Nadelholz. = 11 Eichenschnittholz( 40 bis 48 cm Durchmesser) 7,56 Fstm. 2 izbeer- Werkholz= 0,40 Fftm. - 4 Fichtenbauholz= 2,88 Fitm. 14 Fichten- Derbftangen = 0,67 Fstm. Weine Malaga, Sherry. 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Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen können zu Sonntag zwisa en 2 und 7 Uhr nachmittags im jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele find in großer Bahl vorhanden. Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Für Gies fchwöre di wie ein follit gewi der von ihm wimmer gut mitee bestrebt in feinen Strä Koloften, aller midt, bolg in Werb Furfieren fegen. Ge Die dert dh Attento die Sta Man fenen Gei rüchte auf destens fa Unfont Baris berl aus Furcht hof gefandt wird von alter Deutscher Lebensversicherungs- Gesellschaft habe geleg Brust- Pastillen ein gut eingeführter tüchtiger à PACKET 25 PFENNIG. Sie werden den Versuch nicht bereuen! Zo hahen in Apotheken und Drogerien. General- Agent gesucht. Nachweislich mit guten Erfolgen tätig gewesene, erprobte Fachleute wollen gefl. Offerten unter J. 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