iche Flache mim großen Injetten, d eine Zide bon sind bei ihrer dhen, wenn eins bort nach einer und galanter en Bühnenkin ner heiteren Be. ize. Die Dame, Glatteis führen. allerdings etivos ie mit einem be. nder Selbstrer , meine Finger! meine Gnädige!" aber fie find ile jchnigt." er persische Schab e im Werte bon bon Baroda bat Diamanten be en größten aller oed gewebt, beKlub der Welt. e, Justab, id habe Zweiter Stromer: id habe jarnischt er( zum Direktor Stadtrat, der Ka ng. Da tönnten hendes Stück als it, da wer'n mer neinfachen alten tausend Lippen." r?"-Meier!" by hat dich wohl dir, es schläft den und wacht dann aft zu genießen." ist weiter nichts aumfeder. Einer die anderen um daß es eine Art die Mitte des n sie darauf fo ann. Die Feder Jäger macht ber en. Gelingt das er Fangstätte am rnehmen, und der Iten Denkmal in Aug. n. A. L. S opf zerbrochen, was rfeiner fonnte fie I eure Stunft? mmer.) zur Gesunonents Krankenpfiger Verbandstoffe Bettenlagen aseline, Wundpulver, La ême, Kinderseife Sch Saugflaschen und dergle ut und preiswürdig Drogerie Carl Sell Giessen, Frankfurterstra zu kaufen Bahnhofftrakt ift der dritte Stod und farde auf 15. Dezember ju bermieten. Näheres Bürgermeisterei, Bimmer Stadt- Che Giessen. Dir.: Hermann Stein Dienstag, den 21. No 6. Dienstag: Abonnements- Vorftell Rovität! Kater La Rombbie in 4 Aufg Emil Rofeno Nr. 275. Zafertioneprete: Die einspaltige Weitzetie für ganz OberSefen, bie Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Bfg. Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. ferafprechauschluk Nr. 362. Mittwoch, den 22. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfa., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberbeffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an alles Werttagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Bergarbeiter- Bewegung. Von dem Bergarbeiterausstand, der vor einer Reihe vo Monaten im Ruhrgebiet ausgebrochen war und unter de dankenswerten Vermittelung der Regierung Beilegung ge funden hatte, ist eine merkliche Mißstimmung unter den Berg arbeitern zuidgeblieben. Die Berggesegnovelle, die der hauptsächlichen Beschwerden der Bergarbeiterschaft Abhilf bringen sollte, hat allerdings die regierungsseitig gegebener Versprechungen voll erfüllt, und die gesetzgebenden Körper schaften haben nicht gezögert, troz mancher Bedenken die Zu fagen der beteiligten Behörden einzulösen. Aber die Ver sprechungen selbst beckten sich, wie man von Anfang an wußt und auch faum anders möglich war, nicht gänzlich mit der Forderungen der Gergarbeiterschaft. Auch war die schnelle Beendigung des Fühjahrsausstandes in mindestens gleichem Maße wie der beschwichtigenden Vermittelung der mangel: haften Vorbereitung des Streifs zuzuschreiben, dem Fehlen eines ausreichenden Streiffonds und dem Ausbleiben dez Unterstützungsgelder, über deren Umfang man sich phantastische Vorstellungen gemacht hatte. Immerhin dürfte man hoffen, Daß die nachzitternde Erregung sich legen und völlige Be ruhigung der Gemüter eintreten würde, obwohl vorauszusehen war, daß es an agitatorischen Bemühungen nicht fehlen würde, die Unzufriedenheit nur aufzustacheln. Man hatte ein gewisses Anrecht auf die Hoffnung, daß die Bergarbeiterschaft, Die unter erschweren den Umständen Mäßigung und Besonnen heit bewiesen hatte und von dem Fehlwege, den sie mit dem Rontrattbruch betreten, zurückgekehrt war, die gleichen Tugenden auch ferner an den Tag legen und sich gegen alle Ver Hezungsversuche gefeit zeigen werde. Selbstverständlich hegte man auch die Zuversicht, daß nicht minder die Bergwerts. befizer wetteifern würden, ihrer Arbeiterschaft nach besten Kräften entgegenzukommen und ihr zu gerechtfertigten Klagen feinen Anlaß zu geben. Wir möchten uns des Urteils darüber enthalten, ob das in ausreichendem Maße geschehen. Wir glauben aber sagen zu dürfen, daß es nicht überall in der rechten Weise ge schehen. Es ist ja begreiflich, daß die Bergwerksbesitzer durch den ungefühnten Kontraktbruch der Arbeiter schwer verstimmi waren und in erster Reihe darauf Bedacht nahmen, fich gegen die Wiederkehr eines solchen Ereignisses tunlichst zu schützen. Es ist sogar begreiflich, daß sie in diesem berech tigten Streben bei der Wahl der Mittel vor allem auf deren Wirksamkeit, erst in zweiter Reihe auf deren moralischen Wert sahen und infolgedessen über das Ziel hinausgingen. Ein solches Mittel war die von dem Bergwerksbesitzerverein getroffene Verabredung, daß kein Bergarbeiter bei ihnen An stellung und Beschäftigung finden sollte, der nicht einen so genannten Abkehrschein von seiner vorigen Stelle mitbrächte, Da der Abkehrschein versagt werden kann, so waren die Bergwerksbesitzer in der Lage, mißliebige Arbeiter still aus. zusperren, andere Arbeiter zum Verbleiben auch unter ungünstigen Arbeitsbedingungen zu zwingen. Ob diese Maß: regel überhaupt oder in bemerkenswertem Umfang praktisch geworden ist, steht dahin. Die Angaben darüber gehen aus: einander, und ein Beweis ist von Seiten derer, die die Doyale Anwendung behaupten, bisher nicht erbracht worden, Benn man aber auch ohne solchen Beweis die Behauptung als unzutreffend ansehen darf, so ist doch nicht zu verkennen, baß die bloße Möglichkeit einer Praxis der erwähnten Art dazu angetan ist, in der Vergarbeiterschaft ißtrauen und Mißbehagen zu erwecken. Ob wirklich in jene: Maßregel eine Kürzung des Freizügigkeitsrechts zu erblider ift, mögen die Juristen entscheiden; bezüglich der Einwirkung nuf die Arbeiter genügt es vollständig, daß sie sich solche Kürzung ausgesetzt glauben. Das wäre der Fall, auch wenn bie Bergarbeiterschaft weniger unter dem Einfluß von Ag.. tatoren stände und weniger geneigt wäre, eine gegen ihre Rechte gerichtete sicht bei den vereinigten Bergwerksbesitzern Eu vermuten. Selbstverständlich haben die Agitatoren die günstige Gelegenheit nicht ungenügt gelassen. Sie haben den Bergarbeitern vorgemalt, wie ihnen durch das Mittel der tillen Sperre jede Möglichkeit genommen würde, sich ungünstiger Arbeitsbedingungen zu erwehren. Das war eine tebertreibung, denn die gesetzlichen Vorschriften über die Arbeitsbedingungen bleiben bestehen und können nicht durchbrochen werden. Die Bergwerksbesitzer sollten auch versuchen, bie Wohltaten der Berggesetznovelle auf Umwegen aus der Welt zu schaffen. Der Bergwerksbesizerverband hat sich beeilt, die irrigen Ansichten zu widerlegen, und das ist von gutem Erfolg gewesen. Noch größer und nachhaltiger würde der Erfolg sein, wollte der Bergwerksbesizer- Verband auf die Abkehrschein- Maßregel verzichten, die schon mehr Uebles an gerichtet hat, als sie Gutes zu tun vermag. Der Wille zur Besonnnenheit und Mäßigung ist in einem beträchtlichen Teil der Berarbeiterschaft vorhanden. Den sollte man kräftigen und unterstützen, nicht untergraben. Die Erhaltung des guten Einvernehmens, der Verständigung zwischen Arbeitgebern und Arbeitern im Bergwerksbetrieb ist schon ein Opfer wert. Politifche Kund/ chau. Deutsches Reich. In einer halbamtlichen Veröffentlichung wird der Reichsfinanzbedarf erörtert. Hiernach ist der Bedarf an neuen Reichseinnahmen im Reitvunfte der Höchstbelastung auf mindestens 245 bis 255 Millionen Mart anzunehmen, die gerade hinreichend wären, um den dringendsten Aufgaben des Reiches zu genügen. Hiervon müßten 220 bis 230 Millionen durch neue Steuern und neue Zölle aufgebracht werden, während der Rest aus den Mehrerträgen des künftigen Zolltarifs Deckung finden würde. Weitgehende Sparsamkeit und Entwicklung der bisherigen Einnahmequellen wird dabei vorausgesetzt. * Die französische Regierung hat beim Untergange des Torpedoboots S 126" an die deutsche Regierung eine Beileidskundgebung gesandt. Mit der Uebermittelung beanftragte Präsident Loubet den Militärattachee der französischen Botschaft in Berlin. Auch der König von England und der König von Italien haben ihr Beileid ausgesprochen. Die Taucherarbeiten an dem in 23 Meter Tiefe liegendem Boot werden fortgesetzt. Die Hebung soll durch den nordischen Bergungsverein Hamburg vorgenommen werden. * Nach aus Holland kommenden Nachrichten beabsichtigt die deutsche Regierung eine wirtschaftliche Annäherung an Holland. Zunächst soll eine Abänderung des Postvertrages erfolgen. Da der Postverkehr zwischen Holland und Belgien, Frankreich und England zusammen gleichsteht, so würde eine Verbilligung des Portos auch für Pakete von weitgehender Bedeutung sein. Ein solcher Sondertarif existiert schon zwischen Holland und Belgien. Von deutscher Seite find amtliche Verlautbarungen über die Materie bisher nicht erfolgt. - * Die deutsche Reichsregierung hat gegenwärtig wieder mit englisch- französischen Quertreibereien zu rechnen. Es ist von einem angeblichen Geheim- Vertrag zwischen England und Frankreich die Rede, der den Einfluß über die Republi Liberia an der Westküste Afrikas derartig teilen will, daß England die finanzielle, Frankreich die politische Kontrolle über den Freistaat erhalten sollte. Der Reichskanzler sol, wie es heißt, diplomatische Schritte gegen den Vertrag unter: nommen haben. * Der nunmehr auch amtlich bekannt gegebene Wechsel im preußischen Justizministerium hat einige weitere Ernennungen an hohen Gerichtsstellen Preußens nach sich gezogen, die wegen der Persönlichkeiten Interesse bieten. An Stelle des neuen Justizministers Dr. Beseler ist der Oberlandesgerichtspräsident Professor Dr. Vierhaus in Kiel zum Präsidenten des Oberlandes gerichts in Breslau ernannt und an seine Stelle der Reichs: gerichtsrat Dr. Spahn, der bekannte Reichstagsabgeordnete und Führer der Zentrumsfraktion, zum Präsidenten des Oberlandesgerichts in Kiel ernannt worden. * Der neue preußische Handelsminister Delbrück hat eine Verfügung gegen das Ueberniaß der Vorschriften erlassen, die von Behörden den Privatunternehmern auferlegt werden. Die Verfügung richtet sich in der Hauptsache gegen die unnötige Erschwerung der Dampfkesselanlagen. Der Minister mißbilligt es, wenn dem Unternehmer durch zu ein: gehende technische Vorschriften die Mittel und Wege zur Erfüllung behördlicher Anforderungen über das gebotene Maß hinaus beschränkt werden. * Das Strafverfahr Hebertretung des Vereinsgesetzes ist vom Staatsan zit Gnesen gegen das HerrenHausmitglied von Kolafi, den Reichstagsabgeordneten Chrzanowski und andere Polen eingeleitet worden. Herr v. Koscielski hatte, nachdem das Sokolfest in Miloslaw ver boten worden war, die in- und ausländischen Vertreter in seinen Schloßpark eingeladen, worin die Behörde die Abhaltung des verbotenen Sokolfestes erblickt. * Der steckbrieflich verfolgte Reichstagsabgeordnete Kröfell- Pyrig wurde in Hamburg verhaftet in dem Augenblick, als er aus England anlangte. Krösell hatte sich der Strafverfolgung wegen Beleidigung durch die Flucht entzogen. * Das amtliche Organ der großherzoglich hessischen Regierung fonstatiert zur Fleischteuerung, daß der aus Grund der amtlichen Statistik festgestellte Rückgang des Fleischverbrauchs und die damit zusammenhängende Fleischteuerung ,, die minder bemittelten Bevölkerungsschichten am härtesten trifft", da es besonders diese und vor allem der größte Teil der Arbeiterschaft sind, die gegenüber dem Vorjahr eine ziemlich merkliche Einschränkung ihres Fleischverbrauchs haben vornehmen müssen." Der Artikel stellt ferner fest, die Fleischteuerung werde lediglich durch den Mangel an Schlachtreifen Schweinen hervorgerufen. Türkei. ** In Konstantinopel ist der deutsche Einfluß tätig, um die Pforte zur Nachgiebigkeit in Sachen der mazedonischen Reformen zu veranlassen. Der deutsche Botschafter stattete dem türkischen Minister des Auswärtigen in dessen Privatwohnung einen Besuch ab nnd empfahl Namens des Deutschen Kaisers in dringender Weise, die Wünsche der Mächte zu erfüllen. Alien. ** Nach Meldungen aus Japan wird Baron Komura, der japanische Minister des Aeußeren, in Kürze von seinem Bosten zurücktreten und durch den Gesandten in London, Baron Hayashi ersetzt worden. ** Nach dem Friedensschlusse zwischen Rußland und Japan bekundet China, daß es eigentlich Herr über die " Mandschurei ist, um die sich die zwei Mächte bekämpften, ohne den Sohn des Himmels" erst zu fragen. Die chinesische Regierung verlangt von den friegführenden Mächten zwölf Millionen Dollar Entschädigung für Verluste an Leben und Gigerian in der Mandschurei. Ob ihm das etwas nußen wird, ist eine andere Frage. *** Hof und Gesellschaft. ** Der Kaiser wurde bei seinem Eintreffen in Kiel vom Prinzen Heinrich auf dem Bahnhofe empfangen und ließ sich sofort im Fürstenzimmer Bericht über den Untergang des Torpedobootes ,, S. 126" erstatten. Dann fuhr der Kaiser mit dem Prinzen Heinrich im offenen Wagen unter lebhafter Begrüßung durch das Publikum zum Ererzierschuppen der Matrosendivisions- Kaserne, wo er der Vereidigung der MarineRefruten anwohnte. * ** König Alfons von Spanien hat seinen Ansent= halt bei dem bayerischen Hofe in München meist im engeren Kreise der fürstlichen Familie verbracht. Mit dem Prinzregenten Luitpold und den übrigen Mitgliedern des Könige hauses wohnte er einer Festvorstellung im Hoftheater bei, das mit Glühlampen in den spanischen Farben festlich geschmückt war. - Hus den Parlamenten. Bagicher Landtag. Die bayerische Kammer der Abgeordneten hat in zweiter Beratung einstimmig den Wahlgesegantrag des Zentrums angenommen, nachdem vorher der liberale Antrag auf Einführung der absoluten Mehrheit bet den Wahlen an Stelle der relativen Mehrheit gegen die Stimmen der Liberalen, Sozialdemokraten und der Freten Vereinigung abgelehnt worden war.' Heer und flotte. Aufhebung der Bataillons- Kapellen. Nach einer Bes stimmung des Kaisers sollen die Bataillons- Kapellen aufgelöst werden. In zahlreichen kleinen Garnisonstädten ist diese Auflösung bereits erfolgt, in anderen wird sie bis spätestens Ende Dezember d. J. erfolgen. Garnisonorte, die nur mit einem Bataillon Infanterie belegt sind, werden in Zukunft feine Militärmusik mehr haben. Neues Seitengemehr. Der Kaiser hat die Einführung eines Seitengewehrs besonderer Art für die Fußartillerie, die Pioniere, sowie die Eisenbahn- und Telegraphentruppen an geordnet und zwar für die Fußartillerie und die Telegraphen truppen ohne Sägerücken. Soziales Leben. XDie Bergarbeiter- Bewegung im Ruhrrevier. Essen hat eine Konferenz aller Bergarheiterverbände des Bezirks Dortmund und der Zechen Rheinpreußens stattgefunden. Es wurde eine Eingabe an das Oberbergamt Dortmund beschlossen, in der alle Bestimmungen der neuen Arbeitsordnung aufgezählt werden, die gegen das neue Verggesetz verstoßen. Insbesondere wird Klage geführt über die Verlängerung der Arbeitszeit, insbesondere durch.chtan= rechnung der Seilfahrt, sowie über die Art, wie die Wahlen zu den Ausschüssen vorgenommen werden. XPensionskasse für die Roten Kreuzschwestern. Den Bemühungen des Verbandes der deutschen Krankenpflege= anstalten vom Roten Kreuz ist es nunmehr gelungen, die lange erstrebte Pensionskasse für Schwestern des Verbandes. einzurichten. Die Kasse erhält den Namen Schwesternpensionsfasse vom Roten Kreuz. Ihre Handhabung erfolgt derart, daß nicht die einzelne Schwester sich versichert und selbst die Prämie zahlt, sondern jedes Mutterhaus als Mitglied des Verbandes, dem seinerseits vom Zentralkomitee des Roten Kreuzes zur Leistung von Zuschüssen ein Gründungsfonds überwiesen worden ist. Die Hungersnot in Japan. 1 Aus dem Bericht eines englischen Reisenden. Die Heimkehr der Krieger.- Mißernte. Ueberhandnehmen der Diebstähle. Kinderverkauf.- Höhlenwohnungen. Auswanderung. Der nahende Winter. Maßnahmen der Regierung. - Die Krieger des Mikado haben in hundert blutigen Schlachten den äußeren Feind niedergeworfen, das stolze Rußland auf das Aeußerste gedemütigt. Ungezählte Kinder des Sonnenlandes schlafen auf den Steppen der Mandschurei. Diejenigen, so die furchtbaren Strapazen des Feldzuges überstanden haben, find lorbeergekrönt heimgekehrt, haben Wehr und Waffen beiseite gestellt, um sich von neuem friedlicher Arbeit hinzugeben. Doch da trafen sie in der Heimat einen neuen furchtbaren Gegner, der sich während ihrer Abwesenheit eingeschlichen hatte und mit dürren Knochenarmen nach ihren Lieben langt. Die Hungersnot hat in den betroffenen Gebieten erschreckende Gestalt angenommen. Was ein zur Untersuchung abgesandter Beamter von den Leiden der einfachen Bauern Von einer erzählt, muß das tiefste Mitgefühl erwecken. Million Leuten muß wenigstens die Hälfte tatsächlich hungern; die Leute wissen nicht, woher sie das zum Lebensunterhalt Nötige hernehmen sollen. Der Beamte reiste durch weite Landstrecken, die mit grünem, unreifem und ungeerntetem Reis bedeckt sind. Nur acht Prozent lohnen die Ernte. Als der Abgesandte the Dörfer betrat, wurde er wie ein Retter begrüßt. Er hörte von vielen Fällen, daß Leute, die wie wahnsinnig vor Hunger waren, von den Feldern Pferde stahlen und sie töteten, um von dem Fleisch zu leben. In den Bewohnern dieses Landstriches wurzelt noch fest der Ehrbegriff des Bushido, aber die äußerste Not hat sie zu Mitteln gezwungen, die sie sonst verachten würden. Es sind so viele kleine Diebstähle vorgekommen, daß die Polizei der daraus entstehenden Arbeit nicht gewachien ist. Es tamen Fälle vor, wo Eltern ihre Kinder verkaufen, um einen Teil ihrer Verantwortlichkeit abzuwälzen und etwas Geld zu verdienen. Ein neunjähriges Mädchen wurde als Dienerin für zwei Yen( etwa 4 M.) verkauft, aber als der Käufer sah; einen wie schlechten ,, Kimono" es trug, wollte er nur 70 Sen ( etwa 1.50 M.) bezahlen. Mit dieser kleinen Summe brachen die Leute nach Hohkaido auf, um sich dort Arbeit zu suchen; eine alte Großmutter ließen sie noch zu Hause zurück. Aus dieser Gegend haben viele Soldaten in der Front gestanden. Ein Mann, der kürzlich zurückkehrte, wurde nicht mehr mit Banzais" begrüßt; seine ganze Familie war in andere Provinzen gegangen, um dort Arbeit zu suchen. Schließlich verließ auch er die Heimat, da er nach der im Kriege genossenen Kost unmöglich die färgliche und elende Nahrung essen konnte, die ihm zu Hause geboten wurde. Sehr viele Leute haben alle ihre Möbel verfaust, und da die japanischen Häuser außergewöhnlich falt sind es fehlt an Heizmaterial richtet man Höhlen ein, um im Winter darin zu leben. Der Boden dieser Höhlen wird mit Spreu bedeckt und oben zum Schutze getrocknetes Gras angebracht. Die Auswanderung in andere Provinzen geht im großen vor sich. Die unglücklichen Leute gehen heimlich nachts fort, weil sie ihren Gläubigern aus dem Wege gehen wollen, ein kleines Bündel, das sie bei sich führen, enthält ihren ganzen Besitz. Die Polizei begnügt sich mit einer Durchsuchung und läßt sie gehen. Die reichsten alle. Flüchtlinge besaßen bis jetzt nur sechs Sen( etwa 12 Pfennige). Da feine Steuern bezahlt werden, sind die Gehälter vieler ländlichen Beamten im Rückstand, die reicheren Klassen tun ihr möglichstes, um ihre unglücklichen Landsleute zu unterstützen. Die Sorgen stammen schon aus der Zeit der Hungersnot von 1902; als dann die Soldaten in den Krieg zogen, gaben sie ihre Ersparnisse für fröhliche Abschiedsfeiern auf, da sie befürchteten, sie würden nicht wieder zurückkehren, und das hat die Schwierigkeit der Lage noch erhöht. Inmitten dieses vom Unglück betroffenen Gebietes zeigt sich ein seltsamer Widerspruch. Eines der drei Musterdörfer Japans sah eine Mißern! e voraus und hat Vorräte aufgestapelt, die wenigstens für eine sich über 2 Jahre erstreckende Hungersnot reichen; in der Umgebung beneidet man natürlich dieses Dorf sehr. Drei Sen genügten, um eine Person einen Monat zu erhalten. Der Boden der Berge und Hügel ist durch das Suchen nach Wurzeln, Farren und Kräutern umgewühlt, aus diesen Pflanzen bereitet man Kuchen. Im Winter wird die Not noch mehr steigen; es herrscht schon scharfer Frost und bald erwartet man Schneefall. Die Regierung befürchtet Auswanderung nach Korea und der Mandschurei. Ob sich aber gerade in dieser letzteren von dem Krieg so schlimm verwüsteten Gebiet Speise und Unterkunft für die Darbenden finden wird, ist sehr fraglich. Jedenfalls sind die Aussichten für die Zukunft sehr trübe. Nab und Fern. † Eine neue Rhederei. Das Reisebureau Arnheim& Co. gründet in Hamburg eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung für den Passageverkehr nach den Nordseebädern und Standinavien. Die Preise sollen billiger sein als auf der Amerifalinie. † Von Wilderern erschlagen. Auf einem Dienstgange wurde der Forstaufseher in Aebtischroda bei Eisleben von Wilderern überfallen. Der eine warf auf Anruf sein Gewehr weg, während ein anderer den Förster durch einen Schuß in die Brust niederstreckte. Der dritte hieb dann mit einem Knippel auf den Daliegenden ein, bis dieser für tot auf dem Blaze blieb. Die rohen Patrone sind entkommen. † Die reiche Bettlerin. In Halle a. S. verlor eine Frau, die bisher Armenunterstützung bezogen hatte, ein Packet, mit 80 000 Mark in Wertpapieren. Der ehrlichen Finderin bot sic als Belohnung ein paar alte Romanhefte an. Die reiche ,, Arme" wird nun von der Steuerbehörde, der sie sich stets als Bettlerin vorgestellt hatte, etwas scharf angefaßt werden. † Brand auf der Werft Wilhelmshaven. Ein Schadenfeuer, das im Betriebsdepot der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven ausbrach, vernichtete zwöif Holzschuppen. Den Anstrengungen der Werftfeuerwehr gelang es, die Nachbargebäude zu schützen und so ein weiteres Umsichgreifen des Brandes zu verhüten. † Dompfer Uhlenhorst wohibehalten angekommen. Die Gerüchte von dem Untergänge des Stettiner Dampfers ,, Uhlenhorst" haben sich glücklicherweise nicht bestätigt. Der Dairpfer hat zwar infolge stürmischer Witterung seine Fahrt verzögern müssen, ist aber wohlbehalten in Stettin eingetroffen. + Jähes Ende einer Hochzeitsreise. Der Artilleriemajor W. befand sich mit seiner jungen Gattin, einer Berliner Dame, auf der Hochzeitsreise, als Anfang des Monats die Frau Major aus dem Hotel in Wien, wo das Paar Wohnung genommen hatte, verschwand. In einem hinterlassenen Briefe gibt sie die Absicht kund, sich das Leben zu nehmen. Seitdem fehlt jede Spur von ihr, und die Polizei ist noch immer bemüht, den geheimnisvollen Vorfall aufzuklären. + Folgenschwerer Eisenbahnunfall. Durch den ZuSammenstoß zweier Züge im Bahnhof von Montrejeau in Südfrankreich wurden ein Lokomotivführer und ein Heizer getötet, dreißig Fahrgäste verlegt und erheblicher MaterialSchaden angerichtet. † Tageschronik. Bei dem letzten Sturm fenterte auf der Ostsee bei Lübeck ein Fischerboot. Zwei Fischer aus Dahme sind ertrunken. - Eine Fabritarbeiterin in Prag- Weinberge wurde von der Maschine am Kopftuch erfaßt und erdrosselt, ehe Hilfe gebracht werden konnte. In Trinita in Dalmatien schlug der Blitz bei einem furchtbaren Unwetter in eine Abteilung marschierender Artilleristen, tötete zwei junge Refruten und verletzte 13 Mann, darunter einen Offizierstellvertreter, schwer. fortfchreitende Beruhigung. ( Eig. Bericht.) Petersburg, 21. November. Die Wolken beginnen sich zu verziehen. Schon bricht hie und da ein Sonnenstrahl hindurch und erweckt frohe Hoffnung auf eine nachhaltige Wendung zum Besseren. Ob sie sich verwirklichen, ob dem unglücklichen Zarenreich eine ruhige, logische Entwicklung beschieden sein wird, das wagen wir bei dem Sprunghaften, das den bisherigen Verlauf der Ereignisse beherrschte, nicht vorauszusagen. Aber die gegenwärtige Lage berechtigt zu einer, wenn auch noch so leisen Hoffnung, und das schon ist ein nicht niedrig anzuschlagens der Gewinn. Der Bevölkerung ist ein Moment des Aufatmens beschieden, und in diesem Ruhepunkt hat sie Gelegenheit zu erkennen, wohin die extremen Elemente rechta und links sie führen wollten. Der Strei! ist im Sande verlaufen. Selbst die ihn angestiftet haben und mit seiner Fortführung ihre Pläne fördern wollten, müssen es zugeben, daß er diesmal versagt hat. Sie be gnügen sich, zu finanzieller Rüstung anzufachen, um im Januar den Ausstand aufs neue und mit verstärkter Kraft zu beginnen. Allein bis dahin läuft viel Wasser die Newa und die Weichsel, den Don und den Dnjepr hinab, und die Zustände können eine Gestalt angenommen haben, da kein verständiger Arbeiter mehr den Grund einsieht, dem Ruf zum Aufgeben der Arbeit zu folgen. Mit dem Erlöschen der Streits sind auch jene Element auf der andern Seite zunächst falt gestellt, die in dem ge waltsamen Gegenschlag das öffentliche und vor allem ihr eigenes Wohl gewahrt sehen. Mit der Abweisung der Anarchie ist zugleich der Gedanke der Militär- Diktatur von der Bildfläche verschwunden. Damit ist die Zeit für die Männer gekommen, die von Anfang an in der Unterstützung des Grafen Witte und seines Reformwerkes die einzige ersprießliche Lösung der russischen Wirren erblickten. Auf dem Semstwo- Kongresse geht die Entscheidung dahin, daß alle sich um das Verfassungsmanife scharen und der Regierung sich anschließen sollten, die bereu sei, die Grundsätze dieses Manifestes zu verwirklichen. Die Zeitungen, die wieder erschienen sind, erheben entschiedenen Protest gegen die Diktatur, die von den Leitern der Arbeiterbewegung versucht wird, und betonen nachdrücklich, daß das entscheidende Wort nicht einer einzelnen Klasse der Bevölkerung zustehe. Gleiche Proteste gegen den Terrorismus, den der Verband der Verbände" ausübt, kommen aus der Provinz. Auch diese Anzeichen lassen erkennen, wohin die Wendung zunächst geht. Man wird natürlich immer sich vor Augen halten müssen, daß die Schwierigkeiten noch lange nicht überwunden find; und wenn sie sich zusammenballen, so kann leicht über Nacht wieder die Beruhigung sich verflüchtigen, und das alte Wirrsal von neuem anheben. Das ist jedenfalls die Meinung der Ausländer, die in Rußland ausharren. Diese sind übrigens gewillt, sich für alle Eventualitäten vorzubereiten. Vorbildlich dafür ist das Vorgehen der fremden Staatsangehörigen in Odessa geworden. Dort haben die Vertreter der englischen, italienischen, österreichischen, schweizerischen und anderen Kolonien unter Vorsitz ihrer Generalkonsuln beschlossen, bei Wiederholung der Unruhen in ihre Generalkonsulate zu flüchten, die Schutz verlangen, und falls dieser versagt wird, eine eigene Schutzwache organisieren werden. = Vermischtes. Elektrische Bahn durch den Simplon. Zwischen der Schweizer Bahnverwaltung und einer Unternehmerfirma ist ein Vertrag zustande gekommen, wonach letztere den Betrieb einer elektrischen Bahn durch den Simplontunnel einrichtet. Die Eröffnung der Strede soll bereits am 1. Mai 1906 erfolgen. Da der Tunnel 20 Kilometer lang ist, bedeutet die Einführung des elektrischen Betriebes eine wesentliche Verkehrsverbesserung und einen besonderen Vorteil für die Reisenden, die in andern Tunnels durch den niedergedrückten Rauch der Lokomotive schwer zu leiden haben. Für Techniker hat dieser Betrieb noch das weitere Interesse, daß die Ersetzung des Dampfbetriebes durch elektrische Bahnen in Zukunft wohl überall erfolgen wird, wo die Verhältnisse, wie beim Simplontunnel, dies erfordern. In erster Reihe würden die andern Schweizer Tunnelstrecken zu dieser Neuerung übergehen, die somit der Elektrizität ein neues, weites Feld eröffnet. Der Fortschritt der übrigen Bauarbeiten im Tunnel ist neuerdings durch Gesteinsverschiebungen gehemmt worden. Die enorm hohe Lufttemperatur im Baustollen macht überdies fortgesezte Schußanlagen für die Arbeiter notwendig, sodaß es allerdings zweifelhaft erscheint, daß die Freigabe des Tunnels für den Bahnbetrieb schon im nächsten April oder Mai wird erfolgen können. = 11 Eine deutliche Berichtigung. Ein süddeutsches Blatt hatte die Notiz gebracht, daß der Schuster und Schweinehirt Georg Rosenberger dem Gemeindediener Joh. Korn ein Portemonnaie init 25 M. entwendet habe. Daraufhin erhielt die Redaktion im Wortlaut folgende Berichtigung: Sie brachten in ihrer Nummer 252 am 31. X. eine Notiz über einen Gelddiebstahl. Ich ersuche Sie, da der Bericht nicht vollständig der Wahrheit entspricht, auf Grund 311 des Post: gesetzbuches, um Aufnahme, folgende Berichtigung.( 1) ist unwahr das der Schuchmacher, u. nicht Schweinehirt, dem Todengräber und Schweinemuser sein Geld nicht gestohlen hai sondern lediglich gefunden.( 2) ist der Gemeindediener gar nicht an den Stand gekommen sondern im Nebenzimmer da mehrere Leute waren hat der Joh. Korn sein Nachbarn und Guten Kollegen die, die ganze Zeit beisammen waren, die 10 Pf. für Trauben auf den glühenden Ofen gelegt und wolte ihn recht ausfehren." Nach dieser flaren Auseinandersezuna wird jezt ieder wissen, um was es sich handelt. Cokales. 22 November 1905. Das Großh. Regierungsblatt, ausgegeben am 18. November, enthält u. a. die Bekanntmachung, die Brennholztage für die Grokh. Domanialwaldungen für das Rechnungsjahr 1906 betreffend. *** Sonntag Vormittag hielt der Bezirksverein Gießen des Hess. Landesgewerbevereins in Gießen eine Ausschußsizung ab. Anwesend waren der Vorsitzende L. Petri 2., Kommerzienrat Heyligenstaedt, Hauptlehrer Traber, Schuhmachermeister Berg, Sparkassenbuchhalter Haas und refammer eingegangen, ba boll fändig gebilligt hat und Kaiser- Grünberg und Gehringer Grünberg. Entschuldigt ichts für die Folge nur f fitel verleihen wird, welche baben. PA. Banmfällen. werden an den Straßen un legraphen- und Fernip Baume oder durch herabfall Die Bersonen, denen bas Die zur Sicherung der Tel agen erforderlichen Bortel amgenügendem Maße treff bevorstehenden Arbeiten b rher Mitteilung zu ma fahrläffibe Belhädigungen Reichs- Strafgefepbu Baumbefibern empfohlen, bevorstehenden Baumfällung wichtigen, damit die bfenbu Sicherung der Leitungen ber derpart fich der Baumbefig dille Roften für die Sierang außerdem in diesem Falle bie ** Softverlehr mit Dr. Krausmüller aus Gießen, sowie von auswärts: Reppe Homberg, N colaus- Lich, Scherff Lich, Rohrbach Lollar, fehlten die Vertreter vor Londorf, Winkelhaus und Berlin, sowie Schlossermeister M. Törr- Gießen. Der Vorsitzende machte Mitteilungen über die auf der Hauptversammlung des Landesgewerbevereins zu Groß- Gerau gepflogenen Verhandlungen. Hierzu wurde von Seiten der Vertreter der Wunsch ausgesprochen, man möge Großh. Zentralstelle bitten, für die Folge die Hauptversammlungen entweder auf Ende August oder Mitte September anzuberaumen, indem das unbestimmte Wetter und die verfürzte Tageszeit in der späteren Jahreszeit manches Mitglied von dem Besuche abhielte. Bezüglich der Zustellung des Gewerbeblattes wird der Wunsch zum Ausdruck gebracht, mas möge Großh. Zentralstelle darum bitten, bei dem Verlage des Gewerbeblattes dahin zu wirken, daß die Zustellung dieses Blattes so erfolge, daß jedes Mitglied längstens Sonntag früh in dessen Besitz sei, da nur an diesem Tage jeder Handwerker 3it und Muße finde, sich dasselbe anzusehen und durchzulesen, wie dies auch in früheren Jahren immer geschehen sei. Die rom Hauptlehrer Traber. Gießen entworfenen Schemata für Kaltulations- Berechnungen, die von den einzelnen Fachhandwerkern( gemäß Beschlusses voriger Sitzung) rücksichtlich der Tagespreise geprüft worden sind, wurden nochmals zur Vorlage gebracht und beschloß die Bersammlung, die Schemata, wie sie vom Hauptlehrer Traber entworfen, im Drucke fertigzustellen und daß die Roften hierfür von dem Gewerbeverein Gießen vorschußweise zu übernehmen sind. Nach Fertigstellung im Drucke sollen dann diese Exemplare an die Handwerker- Mitglieder der einzelnen Bereine gegen Vergütung abgegeben werden. Hauptlehrer Traber will noch im Laufe des Winters an den einzelnen Orten im Bezirke aufklärende Vorträge über diese Kalfulations Schemata und Buchführung abhalten und hierbei belehrende Anleitungen geben. Anknüpfend hieran bemerkt Dr. Krausmüller, daß man in Verbindung mit diesen Ralfulations- Berechnungs- Vorträgen auch solche für Buchführung errichten möge und( im Hinblick auf das allgemeine Interesse, welches das Handwerk und Gewerbe an diesen Vorträgen habe) bei der Großh. Zentralstelle dahin vorschuß bewillige. Es wird ferner aus dem Kreis der Ver stellig werde, daß sie zu diesen Vorträgen einen fleinen 8utreter laut, die Großh. Zentralstelle möge die zu Vorträgen in den Vereinen auf dem Lande vorgesehenen Kosten im Falle dies von den Vereinen gewünscht werde zu Bu haltungs- Vorträgen Verwendung finden lassen. Kommerzienrat Heyligenstaedt teilte mit, daß ihm von der Zentralstelle ein sehr ausführlicher Fragebogen zugegangen sei, ber Bezug auf das Lehrlingswesen habe. Da die Ausfüllung dieses Fragebogens speziell für Gießen einen großen Zeitaufwand und Umstände verursache, so habe er sich an die Bentralstelle mit der Anfrage gewandt, ob nicht die Handwerkstammer, die im Besize der Lehrlingsanmeldungen pp. sei, zur Beantwortung aller dieser Fragen kompetenter sei. Hierauf habe die Zentralftelle geantwortet, daß die Handwerkskammer die nötigen Unterlagen nicht zur Hand habe, um die Ausfüllung vornehmen zu fönnen. Die Zentralstelle sei aber insofern entgegenkommend gewesen, als daß sie einen bereinfachten Entwurf eingesandt habe, der, nachdem er im Druck fertiggestellt ist, an die einzelnen Handwerker. Mitglieder zur Ausfüllung verteilt werden soll. Kommerzienrat Heyligenstaedt will das weitere mit der Zentralstelle veranlassen. Im Anschluß an das Protokoll von voriger Sizung fragt der Borsigende an, ob bezüglich der zu erhöhenden Beitragsleistung zur Verbandskasse infolge des in voriger Sißung gestellten Antrags, Diäten an die die Sigungen besuchenden Vertreter zu bewilligen, Genehmigung in den einzelnen Vereinen gefunden habe. Es wird dies allgemein bejaht und die im vorigen Sigungs- Protokoll angefeßten Diäten finden demzufolge ihre definitive Genehmigung." - - tt. Stadttheater Gießen. Als 6. Freitagabonnementsvorstellung geht am nächsten Freitag Suttows ,, Königs. leutnant" mit Herrn Wittmana als Thorane und Frl. Donecker als junger Göthe in Szene. Es sei schon jetzt auf ein außerordentliches Gastspiel aufmerksam gemacht, das am Montag, dem 27. d. Mts. statifiaden wird, es ist ein einmaliges Auftreten der Deutsch- Amerikanischen Gastspiele aus Berlin, die Uebern großen Teich", heitere Bilder aus dem Leben der Deutschamerikaner, bringen werden. *** Montag Abend fand in Gießen im Kaufmännischen Vereinshasse eine Versammlung des Bereins der Tabat interessenten von Gießen und Umgegend statt, in der zu der drohenden Tabalsteuervorlage Stellung genommen wurde. Die Versammlung wählte ein Agitationsfomitee und beschloß, gemeinsam mit der hiesigen Handelskammer eine schleunige Eingabe an Herrn Finanzminister Snauth zu righten und 19 zu bitten, gegen jede Mehrbelastung des Tabaks einzutreten, da sonst eine were Schädigung der hiesigen Tabat- und Bigarrenindustrie, des Handels, sowie namentlich der beiterschaft bestimmt zu erwarten ist. hahnbetrieb ift nanmehr and Setersburg wieder aufgenom mit Deutschland in Verbindur bauen wieder regelmäßig vert federung nach Rußland einfd ben gewöhnligen Begen wie flixungen. * Dutch Enführung der reichsgesetzlichen Bestimmungen über den Meistertitel hat sich ergeben, daß der Fall eintreten kann, wonach Handwerfer, die sich aus irgend welchen Gründen der Meister prüfung nicht unterzogen oder sie nicht bestanden haben, die also zur Führung des Meistertitels nicht berechtigt sind, als Hofhandwerfer den Titel Hofschreiner, Hofschlosser durch die ihnen gewordene Verleihung befizen. hiervon hat die Hessische Handwerkskammer das Großh. Hofmarschallamt in Kenntnis gefeßt und gleichzeitig den Wunsch ausgesprochen, daß die Verleihung des Titels Hofschreiner, Holschlosser usw. in Zukunft nur an solche Hand weiter erfolgen möchte, die zur Führung des Meistertitels berechtigt sind, und daß denjeniger, welch: sich durch Uebernahme elterlicher oder fremder Geschäfte selbständig machen, nur dann die Weiterführung des ihren Vorgängern zugestandenen Titels gestattet werden möchte, wenn sie die Berechtigung zur Führung des Meistertitels durch die Ablegung der Meisterp.üfung nachgewiesen haben. Von Großh. Hofmarschallamt ist darauf, laut" Mzr. Tgbl.", die Nachricht bei der Hand* Der schlaue Fris flgende hübsche Anekdote: J Mitteldeutigland verlangten n arhöhung. Sie fließen aber Widerstand. Nur einer fo uftimmen, denn in seinem Hier werden alle Forderun Auf diese menschenfreundlic Meifler regen Bufpruch aus die Streifenden ihm ihre halte feinen Gehilfen." * Bom Lande, 21. 9 ben ist die geeignetfte Bei u entfernen und eine grün besonders der Afwinkel, vo unfern Obstbaumschädlingen 10as Abgetragte ist zu berb bftanlagen zeigt auch, daß gegen Hafenfraß im Winter geschehen muß und zwar d felben mit Dornen. 7 Wetterfeld, 22. N Sonats nimmt die hier er Betrieb auf. § Ehringshausen, 22. and 7 weiblichen Lieren in flag festgestellt und Geb Lang- Göns, 22. Nov Estand des Heinrich Bag Lauffende ift erloschen. Langsdorf festgestellte Sperre ift aufgehoben. Braunfels, 22. No Braunfelsische Rentmeister 5 Jahren am Sonntag bi frente fichim ganzen Solmid Barthards, 21. Rov neu erbauten Dampfm Alsfeld, 22. Novemb pejsammlung des evang. el In Treuen feft" bon Birchenbaues aufgeführt Ereignisse des Schmaltalt Gefangennahme Bhilipp Endruck und die Birt di Rückkehr des Landgraf grere Aufführungen g pla Laknkalk- u. August Gabr Kalkwerke: Aben Feinste Bau- und und Prima Hartbrand Mille Sorten Gemüse ets frisch, sowie gute Speisekartoffel light zu haben bei Prem, Gr. Mühlgaffe 6-8. Gran Hammel Bagelkursus! Manjbligel fann man binnen Bogen gründlich erlernen. Auf Atorftraße 10, II. Biegen nachmittags. Hingang durch den Laden, on auswärts: Repperts fammer eingegangen, daß der Großherzog diese Ansicht ind Herren aus allen Etänden und Berufszweigen der Rohrbach Lollar, tändig gebilligt hat und vorbehaltlich des Ihm zustehenden hiesigen Bevölkerung, wirten mit. nberg. Eniiduldigt felhaus und Berlin, Rechts für die Folge nur solchen Geschäftsleuten den Hofitel verleihen wird, welche die Meisterprüfung bestanden aben. Der Borsigende Hauptversammlung au gepflogenen Ber Vertreter der Wunsch alftelle bitten, für die Der auf Ende Auguft dem das unbestimmte der späteren Jahres PA. Baumfällen. In der Zeit des Baumfällens perden an den Straßen und in den Dcts hasten die Reichs, telegraphen- und Fernsprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herabfallende efte häufig beschädigt, weil ie Personen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel ie zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädige abbielte. Bezüglich gen erforderlichen Borkehrungen überhaupt nicht oder in пис rd der Wunsch zum Bentralstelle darum ttes dahin zu wirken, Folge, daß jedes Mit Befit fei, da und Muße finde, fich dies auch in früheren uptlehrer Traber. ations- Berechnungen, n( gemäß Beschluffes reise geprüft worde bracht und bes ie vom Hauptlehrer Bießen vorfusweise 9 im Drucke sollen werfer- Mitglieder der ben werden. Haupt8 Winters an den Borträge über diese abhalten und hierbei fend hieran bemerkt erbindung mit diejen ch solche für Buch auf das allgemeine Gewerbe an diesen angenügendem Maße treffen und es unterlassen, von den bevorstehenden Arbeiten dem nächsten Bostamt rechtzeitig Dother Mitteilung zu machen. Es wird deshalb, da auch fahrlässibe Beschädigungen der Telegraphenanlagen im§ 318 des Reichs- Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht sind, den Baumbefizern empfohlen, die nächste Bostanstalt von der bevorstehenden Baumfällung rechtzeitig vorher zu benachrichtigen, damit die Absendung eines geeigneten Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann. Dadurch erspart fich der Baumbefizer etwaige Unannehmlichkeiten; alle Rosten für die Sicherung der Telegraphenleitungen trägt außerdem in diesem Falle die Telegraphenverwaltung. Der regelmäßige ** oftverkehr mit Rußland. ftellen und daß die Bahnbetrieb ist nunmehr auch auf der Linie Wirballen Petersburg wieder aufgenommen worden. Da somit alle mit Deutschland in Verbindung stehenden russischen Esen bahnen wieder regelmäßig verkehren, so erfolgt die Postbe. forderung nach Rußland einschließlich Finnland wieder auf den gewöhnlichen Begen wie vor dem Beginn der Verkehrsförungen. ** Der schlaue Friseur. Man übermittelt uns folgende hübsche Anekdote: In der kleinen Stade-n in Mitteldeutsgland verlangten neulich die Barbiergehilfen Lohnerhöhung. Sie stießen aber bei den Meistern auf energischen Widerstand. Nur einer schien ihren Forderungen beizustimmen, denn in seinem Schaufenster hing ein Schild: Sier werden alle Forderungen der Streifenden bewilligt." alſtelle dahin vor- uf diese menschenfreundliche Erklärung hin erhielt der en einen fleinen Bueifler regen Buspruch aus allen Arbeiterkreisen. As aber ge bie zu Borträgen balte feinen Gehilfen." die Streifenden ihm ihre Hilfe anboten, erklärte er:„ Ich ehenen Roften- im Dem Kreis der Ver I werde zu Bu laffen. Kommerzien ihm von der Zentral zugegangen fei, ber Da die Ausfüllung einen großen Beithabe er sich an die ob nicht die Hand. ngsanmeldungen pp. gen fompetenter jei. tet, daß die Handht zur Hand habe, Die Zentralftelle , als daß sie einen Der, nachdem er im andwerker Mitglieder merzienrat Hyligen calftelle veranlassen. * Bom Lande, 21. November. Obstbaumpflege. Eben ist die geeignetste Zeit, die dürren efte der Bäume zu entfernen und eine gründliche Säuberung der Stämme, besonders der ftwinkel, vorzunehmen, da diese andernfalls unfern Obstbaumschädlingen bequemes Winterquartier bieten. Das Abgetragte ist zu verbrennen. Ein Gang durch manche Obstanlagen zeigt auch, daß mehrere junge Stämmchen nicht gegen Hasenfraß im Winter geschüßt sind, was unbedingt geschehen muß und zwar am b.st.n durch Umw.ckeln derfelben mit Dornen. Wetterfeld, 22. November. Mit Beginn nächsten Monats nimmt die hier errichtete Dampfmolkerei ihren Betrieb auf. § Ehringshausen, 22. November. Bei einem Bullen und 7 weiblichen Tieren in Breitenbach ist Bläschenausflag festgestellt und Gehöftsperre angeordnet worden. Aus dem Gerichtssaal. Straftammer. - - Gießen, den 21. November 1905. Aus Veranlassung eines Streites, bei dem Jos f Klein von Ober- Wölift abt eine blutende Verlegung davontrag, hatten sich vor dem Schöffengericht Friedberg g. Ph. Meisingec und Karl H. Fauerbach von OberWöllstadt wegen Körperverlegung zu verantworten. Es trat mangels Beweis Freisprechung ein, wogegen Klein als Nebenkiäger und die Staatsanwaltschaft Berufung einlegten. Die Kammer fam zur Verurteilung des M. zu 20 und des Anna Jung ans Klein- Linden F. zu 10 Mr. Geldstrafe. hat zu Gießen einer Frau 3 Mt. und eine Brille entwendet, sie ist rückfällig und wurde zu 5 Monaten Gefängnis verurteilt. - Taglöhner Heinrich Friede bon Harbach hat zu Hirzenhain dem Arbeiter Johs. Röder dorten eine Taschenuhr entwendet. Urteil: 5 Monate Gefängnis. Dr. Otto Vigeline von Steinfurth hat dem Weinhändler Hupfeld zu Bad Nauheim eine Bistolenforderung überbringen lassen, die er jedoch ablehnte und die Sache zur Anzeige brachte. Der Kartellträger Kurt Stangen aus Görlitz ist auf Ladung nicht erschienen und wurde gegen ihn Vorführungsbefehl erlassen. Vigelius wurde zu 2 Wochen Festungshaft verurteilt Knecht Josef Schneider von Amerdingen hat zu Klein- Karben einen Mitknecht mißhandelt, wofür er mit 8 Monaten Gefängnis bedacht wurde. Die Ehefrau des Bäckermeisters Engelhardt zu Gießen hat gegen die Tochter des Kriminalschußmans Pfeffer eine ehrenrührige Aeußerung getan, wofür sie durch das Schöffengericht mit einer eldstrafe von 15 Mt. belegt wurde. Ihre Berufung wurde zurückgewiesen, mit dem Anfügen, daß, wenn Frl. Pfeffer ebenfalls Berufung eingelegt hätte, Frau Engelhardt von der Straffammer zu einer viel schwereren Strafe vers urteilt worden wäre. - - Literarises. - Der XI. Band von Meyers Grokem Kon versations- Lexikon ist soeben erschienen. Es ist damit wieder ein Schritt in der Entwickelung dieses Riesenwerkes getan, und wir fönnen mit Freuden konstatieren, der Schritt führt wie die früheren aufwärts. Aus der Fülle des Anregenden und des tiefen Wissens, das der stattliche Band in übersichtlicher Anordnung vor uns ausdeckt, seien nur einzelne Teile herausgegriffen. Bei der leider nicht immer Entwickelung, die unsere Kolonialpolitik erfreulichen nimmt, ist es von großem Wert, über die kolonisatorischen Bestrebungen der verschiedenen Nationen überhaupt kritisch unterrichtet zu werden. Dies geschicht in glücklicher Weise in den verschiedenen Artikeln Kolonien"," Rolonialgesellschaften",„ Kolonialrat"," Kolonialrecht", denen außer zwei übersichtlichen Karten von der Verteilung europäischen Kolonialbesizes eine Zusammenstellung der wichtigsten deutschen Erwerbsgesellschaften, der in den deutschen Schuß. gebieten tätigen Missionsgesellschaften, sowie eine Gedenktafel der deutschen Kolonialgeschichte beigegeben sind. Für das Verständnis innerpolitischer Fragen find die Artikel Rommunismus"," Krantintassin"," Krantenversicherung" unterrichtend, desgleichen wird der Kaufmann aus den Artikeln Kredit", " Rurs"," Ronfurs", manche Belehrung schöpfen. In das Gerichtswesen fallen die Artikel Klage" und die hochinteressanten Abschnitte über Kciminalwesen, namentlich die mit mehreren Karten veranschaulichte„ Kriminalstatistit" und die sowohl vom juristischen wie vom pathologisch- humanitären Etandpunkt interessante Rciminalität"," Rciminalanthropologie" und„ ciminalpsychologie". Die treffliche Juustrierung " " Lang- Göns, 22. November. Die unter dem SchweineSestand des Heinrich Wagner dahier ausgebrochene Notoriger Sigung fragt fanfieuche ist erloschen. Die bei dem Gemeindeeber zu erhöhenden Beitrags voriger Gigung gt Bangorf festgestellte Rotlauffeuche ist beseitigt. Die Gerichtswesen fallen die Artikel" Klage" und die hochge Sperre ist aufgehoben. Sigungen besuchenden n den einzelnen Ber llgemein bejaht und esten Diäten finden 18 6. Freitagabanne Guglows, Königs - * Braunfels, 22. November. Der Fürstlich SolmsBraunfelsische Rentmeister Otto Blum ist im Alter von 55 Jahren am Sonntag hier verschieden. Der Verstorbene freute sich im ganzen Solmschen Lande der größten Bopularität. Burkhards, 21. November. Gestern wurde der Betrieb der neu erbauten Dampfmolterei eröffnet. * Alsfeld, 22. November. Nach Beschluß der Haupt & Thorane und Flerfammlung des evang. Kirchenbauvereins soll das FestEs sei schon jettiel In Treuen feft" von Dr. Weitbrecht zum Besten des mertfam gemacht, daßirchenbaues aufgeführt werden. Das.rf fnüpft an en wird, es ist ein die Ereignisse des Schmalkaldischen Krieges an, es behandelt ritanischen Gaftspiele Gefangennahme Philipps des Großmütigen von Hessen, heitere Bilder aus en Endruck und die Wirkung dieser im Heſſenlande und gen werden. nim Kaufmämen ereins der Sabal end ftatt, in der zu genommen wurde. msfomitee und be Dandelstammer eine minifter Snauth zu De Mehrbelaftung des were Schädigung ber des Handels, sowie zu erwarten ift. Es sind die Rückkehr des Landgrafen in die Heimat. mehrere Aufführungen g plant. Etwa 30 Personen, Damen Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. - Lahnkalk- u. Marmor- Industrie** August Gabriel jr. Giessen Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. 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Pferdebursche August Frensdorf, Gießen. - " der Band hat 70 Tafeln und Kartes, darunter 21 neue und der gediegene Trt sichern auch diesem Band wieder vollen Ecfolg und gewinnen ihm immer mehr treue Freunde. - Brief- und Fragekasten der Redaktion. 2. M- v., hier. Wir schäßen unseren Landtags= abgeordneten Justizrat Dr. Gutfleisch viel zu sehr, als daß wir die ihm von Worms aus gemachten Angriffe nur abdrucken resp. breittreten wollen. Man gibt dadurch seinen Gegneen Stoff zu langen 8 tungepolemiten, wobei nichts herauskommt. Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Freitag, den 24. November 6. Freitags: Abonnements. Vorstellung. Fleisch= Verdingung. Am 2. Dezember 1905, vormittags 10 Uhr wird im diesseitigen Geschäftszimmer Kaserne der Bedarf an Fleischund Wurstwaren für die Garnison Gießen auf die Zeit vom 1. Januar bis 30. Juni 1906 verdungen. Die Lieferungs= Bedingungen liegen im Geschäftszimmer aus; gegen Zahlung der Selbstkosten bezogen werden. Der Königsleutnant. biefelben tönnen auch Lustspiel von Karl Guzkow. Prima Speisekartoffeln sowie Feinste Salatkartoffeln liefert billig t J. Hankel, fucht Gießen, Schlo kaasse. Schriftliche und versiegelte Angebote sind im Geschäftszimmer spätestens zu dem angegebenen Zeitpunkte mit der Aufschrift: Angebot auf Lieferung von Fleischund Wurstwaren" versehen abzugeben. Garnison Verwaltung. Ankauf-Verkauf! von Mattiberikhte. Frankfurt a. M., 20. November. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr 17.80-18.00, furhessischer Mr. 17.80-18.00 Roggen, hiesiger mr. 16 80-17.00, russischer mr. 00.00-00.00 Gerste. hiesige Mr. 17.90 bis 18 25, Pfälzer Mr. 18 50 bis 18.75, fränkischer Mt. 18 25-18.50, Riebgerste Mr. 18.40 bis 18.75 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 15.75-16.50, furhessischer Mr. 15.75-16 75, bab erischer Mr. 15.76-16.50, Mais, Mixed Mr. 14.00-14.10 Alles pro 100 kilo ab hier. Mehl wesentlich höher. 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Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- LebendOchsen: - a. volfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge fl ischige, nicht ausgewäftete unu ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. bollfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a bollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. volfleischige ausgemästeten Rühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) e. gering ger ährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) - gewicht gewicht Mo Mo 79-82 73-75 66-68 - 68-70 64-66 70-72 65-67 - - 49-50 46-47 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. 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Js. einzureichen. Gießen, den 14. November 1905. Der Kreis- Ausschuß des Kreises Gießen. J. V. Dr. Wagner. Vergebung von WeißbinderArbeit. Die Weißbinderarbeit für die Erbauung eines Keffelund Maschinenhauses bei der Kläranlage soll Mittwoch, den 29. ds. Mts., vormittags 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum borgenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Buschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 21. November 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Christbescherung der Kleinkinder- Bewahr- Anstalt. Weihnachten naht heran, das Fest der Liebe und Gießener Sägewerk, Ph. E. Euler, Nachf., der Freude, das Fest der Kinder. Schon am 3. Advent, Gießen, Hammstraße 24/27. Hauptkollektur Richard Buchacker, weisung geschätzter Aufträge. Neuen Bäue 11. 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Bielmehr bitten wir, die uns zugedachten Gaben recht bald an eine der nachbenannten Vorstandsdamen gelangen zu lassen: Frau Professor Drews, Seltersweg 87; Frau Rechtsanwalt Grünewald, Liebigstraße 21; Frau Johanna Haas, Oftanlage 31; Frau Rechnungsrat Kalbfleisch, Ludwigstraße 7; Frau Professor Leift, Moltkestraße 32; Frau Kirchenrat Naumann, Südanlage 8; Frau Luise Ottens, Bismarckstraße 11; Frau Lina Schmall, Oftanlage 36; Frau August Schwan, Seltersweg 64. Auch die Sch western unserer Anstalt sind bereit Gaben anzunehmen; man wolle freundlichst beachten daß dies die Kleinkinderschul- Schwestern sind, wohnend Diezstraße 15. Gießen, den 11. November 1905. Der Vorstand der Kleinkinder- Bewahranstalt. Dr. Naumann. Aus reicher Tränensaat ist auch im letzten Jahr in unserer großen Herberge für Elende aller Art und aus aller Welt Ende durch viele Liebesbeweise vieler treuer Freunde eine reiche Freudenernte hervorgewachsen, ganz besonders in der lieben Weihnachtszeit. Aber an jedem neuen Weihnachtsfest bedürfen wir diese Liebe aufs Neue. Nr. 276 Jalertionspreis Di beffen, die Kreife Wegla Reflamen Rebaftion u. Haupter Fernip für Ober Enthält alle an Politisch Den ** Bei den fortgeset werden nähere Aufschlüss befonderen über die gep des Tabals gegeben. D mit der wesentlich höhere bracht werden. Um bie Stoffelung vorgesehen. werden verboten mit Au Str. 273 Oberh Drud und verlag der G ( 23. Forffehung.) Was Schlimmer baffieren können, mieterin im Brutton Erbschaft ist The fiche wenig Gels in die Sie lassen sich ja bon jedem Sansnarren 8 Ihnen in ein paar Ja Weinbergen fein Steng felber erworben hat, we und Sie haben dazu w Da es ein vergebl Meinung zu ändern, Prophezeiungen endlid mar biel eher geneigt, Bu berzeiben, als die bezug auf Wally an jedes ungestörte Allei hindern gewußt, fo nicht mehr für eine M Listen, welche Balentin flaglich an ihrem S Bilichtgefühl. Und das junge M Verhalten in diefem Die Zahl der Fallsüchtigen, Geistes franken, Kleinen und Heimatlosen, die ihre fröhlichen Augen in unseren Anstalten voll Hoffnung auf den heiligen Abend richten, hat sich auch in diesem Jahre wieder reichlich vermehrt. Wir waren genötigt, für mehr als 200 Pfleglinge neue Räume zu schaffen in Patmos, Ophra, Thekoa, Kinderheim und Sarepta und deren Bewohner kommen zu den mehr als 5800 Pfleglingen des vorigen Jahres noch hinzu. Wir haben im abgelaufenen Arbeitsjahr bet Carl Seibel uns berpflegt, beschäftigt und erzogen: Frankfurterstraße 39 vorzüglich gut sind. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Q Freibant. Schweinefleisch 50 Pfg. 1 Wohnung ( 1 Zimmer, Küche und Keller) fof. zu vermieten. 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Ein paar fl glüdlich an einen Ku figer Buschuß von fei die Reise in den ferne oder beffer gefagt seine den Rechtsanwalt in fuden. Natürlich foll nur eine berübergehen ein Nach feiner Rid fich einen großen, glän valt ihm als jelbitberit Areund, dem er es übe Ma Maijer geblieben the P ellen müfie. ber ni