Stadt Gießen für die nächsten on 5-6 Uhr, derjahr find bie iditändigen aus fbflichtige Kinder dem Bemerken gen unentgelt B die Impfung eine Roften be nächsten Jahres g unter Straf lche im laufen er geimpft. müffen in dem han nochmals wegen Kränt mpfarzte in den eingewaschenem nur an einem De Krankheiten en. Gießen. ren Bekannt uversalüfe nchem aupen Blät Herbst zum zu be reffen, Sie fer festen 1, weil ne beziehen ziehen Ruß Peters orüber ntwort, Meer, as beer des danke ,,, ich it der chen." mettes, XVI., erisch Zeit önig, ihm Das steht, 5 die 6 fie n da, u ein ouette. in de an fich 8." immer Natur ärgerte intreten ftehen. ) wollen fer, den Iftehend bin bis Nr. 170. Erstes Blatt. Sefertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeen, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Rebaftion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Samstag, den 22. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementsprete: abgeholt monatlich 50 Pfg.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gicken und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Mutterfchafts- Versicherung. Eine Mutterschafts- Versicherung wird verlangt, sogar eine staatliche Mutterschafts- Versicherung. Das ist eine seltsame und feine sehr glückliche Wortbildung, denn man versteht sie nicht, wenn nicht eine Erklärung voraufgegangen ist. Geben wir also zunächst die Erklärung: Die staatliche Mutterschafts- Versicherung, von der wir sprechen, will durch Ausbau und Vereinheitlichung der sozialen Versicherungsgeseze den gewerblich( auch hausgewerblich) arbeitenden Müttern acht Wachen lang, nämlich zwei Wochen vor und sechs Wochen nach der Entbindung, während welcher Zeit ihnen die gewerbliche Arbeit, die Heimarbeit sowie die Arbeit als faufmännische Angestellte, als Dienstbote und als Landarbeiterin untersagt sein soll, den hieraus entstehenden Lohnausfall deden, ihnen Geburtshilfe, freie ärztliche Behandlung und Heilmittel für Wöchnerin und Säugling gewähren. Der Verband fortschrittlicher Frauenvereine ist mit diesem Vorschlag an das Reichsamt des Innern herangetreten. Daß er außerdem die Zulässigkeit freiwilliger Versicherung für weibliche Personen mit einem Einkommen bis zu 3000 Mark jährlich verlangt hat, sei nebenbei erwähnt. Auf diefen Teil der Frauenvereinswünsche wollen wir gegenwärtig nicht näher eingehen. Dagegen halten wir es für angezeigt, den oben mitgeteilten Vorschlag etwas genauer zu erwägen. Jener Vorschlag enthält drei Forderungen. Die Reichsgewerbeordnung gesteht im§ 137 den gewerblichen Arbeiterinnen eine sechswöchige Kindbettruhe zu. Diese Ruhe soll auf acht Wochen ausgedehnt werden. Das ist die erste Forderung. Die Heimarbeiterinnen, die kaufmännischen Angestellten, die häuslichen Dienstboten, die im Tagelohn stehenben Landarbeiterinnen genießen bis zur Stunde die Wohltat des§ 137 der Reichsgewerbeordnung nicht. Die Ausdehnung dieser Wohltat auf sie ist die zweite Forderung. Die Dritte Forderung betrifft die Einrichtung der staatlichen Mutterschafts-, richtiger Kindbett- Versicherung, die den notgedrungen feiernden Frauen die unvermeidlichen Pflegeund ärztlichen Kosten und den Lohnausfall vergütet. Die Vorschläge haben eins gemeinsam: sie sind gut gemeint und von Herzensmilde eingegeben. Ob sie die harten Notwendigkeiten des realen Lebens berücksichtigen und in den Grenzen des unbedingt Erforderlichen sich in den Einzelheiten holten, ist eine besondere Frage, zu deren Beantwortung wir uns nicht für zuständig halten. Wir wissen nicht, ob acht Wochen Kindbettruhe als Regel erforderlich ist. Das müssen die Aerzte sagen---- aber nicht etwa solche Merzte, die der Meinung sind, eine Frau dürfe zwischen Geburt und Geburt nichts tun, als sich pflegen. Das wären für die Frauenvereine schlechte Verbündete, denn diese würden ihnen mit dem Recht auf freiwillige Arbeitsbetätigung am legten Ende jedes Recht absprechen. Die Frau bedarf in der Kindbettzeit der Schonung, das ist außer Zweifel. Wie weit diese Schonung zu gehen hat, ohne daß man in imberechtigte Zimperlichkeit verfällt, muß sachverständig ge= prüft werden, wobei, wie bereits angedeutet, die wirtschaftlichen Notwendigkeit mit berücksichtigt werden müssen, schon weil sonst die angehende Mutter noch viel früher, als gefuni heitlich erforderlich wäre, die Arbeitsstelle verliert. Dabei ist gleichmäßig auf die Gesundheit der Mutter wie auf die Gesundheit des Kindes zu achten. Ein gewisses Schematisieren wird sich, wie bei allen derartigen Einrichtungen, die die Beachtung der besonderen Bedingungen des Einzelfalles ausschließen, nicht vermeiden lassen. Man wird sich begrügen müssen, einen guten Durchschnitt als Grundlage anzunehmen. Die versicherungstechnischen Schwierigkeiten halten wir nicht für allzugroß. Allerdings haben die fortschrittlichen Frauenvereine sich die Sache ziemlich bequem gemacht, indem sie darauf verzichteten, irgend eine rechnerische UnterLage zu bieten, irgend eine statistische Angabe beizubringen, nach der man sich ein Bild von dem Umfang der heranzufchaffenden Mittel machen konnte. Das haben sie großmütig dem Reichsamt des Innern überlassen. Vielleicht war der Verband der Frauenvereine auch der Meinung, daß man ihrer Statistik doch nicht trauen und sie nachprüfen würde was ganz zutreffend ist und da wäre es schließlich Arbeitsersparnis, gar nicht erst eine Aufstellung zu verfuchen, die unter keinen Umständen als maßgeblich anerfannt werden würde. Gleichwohl wäre es wünschenswert gewesen, wenn der Verband es hätte darauf ankommen lassen, in dieser Beziehung etwas vergebliche Arbeit zu leisten. Sie blieb jedenfalls insofern nicht ganz vergeblich, als der Verband der Frauenvereine selbst daraus lernen fonnte, welchen Aufwand der ganze in Rede stehende Versicherungsvorschlag erfordert. Annähernde statistische Unterlagen zu erlangen, wäre nicht außerhalb der Möglichkeit gewesen. Die Zahl der Niederfünfte kennt man ganz genou, mit ungefährer Genauigkeit die Zahl der in Betracht fommenden Arbeiterinnen; ebenso ist die Verhältniszahl der außerehelichen Geburten kein Geheimnis. Aus diesen Daten läßt sich ohne allzu großen Irrtum abnehmen, wie biele Versicherungsfälle in Frage kommen. Der Versicheringstechniker wird auch die Rahl der Todesfälle bei Geburten in die Wahrscheinlichkeitsrechnung einstellen. Jedenfalls muß diese Redung gemacht werden, ehe man dem Vorschlag nähertreten, seine Ausführung erwägen kann. Der Krieg in Oftafien. Minister Witte ist jetzt schon auf französischem Boden angelangt, um sich nach Amerika einzuschiffen. Die japanischen Unterhändler sind ebenfalls unterwegs, so daß der Beginn der Friedenskonferenz alsbald erwartet werden darf. Ob sie allerdings in der kurzen Zeit von drei Wochen, wie in einzelnen diplomatischen Kreisen vorausgesetzt wird, zu Ende geführt wird, erscheint fraglich. Es müßte denn seine Richtigkeit mit den Meldungen haben, daß in Rußland die Geneigtheit zum Friedensschluß sich bedeutend verstärkt hätte. So verlautet aus Petersburg, die russische Regierung wäre bereit, in den Verlust der Insel Sachalin und in die Bezahlung einer Kriegsentschädigung einzuwilligen. Eine Politik der Verzögerung würde wahrscheinlich zwecklos sein, denn die Japaner würden in diesem Falle die Verhandlungen abbrechen, wie man sagt. Man spricht von einer Kriegsentschädigung von 3 Milliarden Rubel. Die Belagerung von Wladiwostok nimmt greifbare Gestalt an. Der Uferstreifen an der Olgabucht ist von den Einwohnern geräumt und das Vieh in das Gebirge gerettet worden. Die telegraphische Verbindung mit Nikolajewsk soll vorübergehend unterbrochen gewesen sein. Eine Landung an der Amurmündung scheint möglich. Japanische Kanonenboote wurden mehrfach an der Küste beobachtet. Die Operationen der Feldarmeen ruhen infolge der eingetretenen Regenperiode fast vollständig. Auf der Insel Sachalin haben sich an verschiedenen Pläben 461 Russen ergeben, darunter ein Oberst und 14 andere Offiziere. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Ueber die Befugnisse der Handwerkskammern ist eine neuere Entscheidung ergangen, nach der die Kammern nicht berechtigt sind, die ihnen zustehende Kontrolle der Lehrlingsberhältnisse im Handwerksbetriebe auch auf die Ueberwachung der Lehrlingsverhältnisse in Fabriken auszudehnen. Anderseits wurde von der Zentralstelle Veranlassung genommen, darauf hinzuweisen, daß die Bestimmungen der Gewerbeordnung auch auf die in Fabriken beschäftigten Lehrlinge Anwendung finden und daher auch mit diesen Lehrlingen schriftliche Lehrverträge abzuschließen sind. Den Mitgliedern des Deutschen Flottenvereins ist gestat= tet worden, ein Abzeichen an der Müße zu tragen. Das Vereinsemblem zeigt auf dunkelblauem Tuch das schon früher vom Kaiser genehmigte Abzeichen des Deutschen Flottenververeins, den Anker in Goldstickerei, die Boje in roter Stickerei bezw. Emaille und den Adler in schwarz- roter Stickerei auf gelbem Grunde. Umgeben ist das Abzeichen von einem Taufranz. * Der Zusammentritt der Marokkokonferenz ist aller Wahrscheinlichkeit nicht vor Oktober zu erwarten. Es verlautet, daß die russische Regierung ihren Beitritt angekündigt babe unter der Bedingung, daß ihr das Programm, der Ort und der Zeitpunkt der Konferenz vorher bekannt gegeben werden. * Der Kaiser hat den früheren Reichskommissar Dr. Karl Peters begnadigt, indem die Rechtsfolgen des Disziplinarurteils mit bezug auf den Verlust des Titels aufgehoben wurden. Dagegen wurde der weitere Antrag auf Gewährung einer Pension abgelehnt. * Weiterer Ausbau der sozialpolitischen Gesekgebung ist für die nächste Reichstagssession geplant. Außer der Vorlage wegen Vereinfachung des Krankenkassenwesens soll noch eine Novelle zur Gewerbeordnung in Aussicht stehen, welche unter anderem die Bestimmungen über die Sonntagsruhe besser zusammenfaßt. Außerdem werden dem Reichstag die Erhebungen zugänglich gemacht werden, die wegen der Wirfungen der Handwerkergesetzgebung veranlaßt worden sind. Schließlich wird dem Reichstage der Gesetzentwurf über die Rechtsfähigkeit der Berufsvereine vorgelegt werden. * Im Wahlkreise Erlangen- Fürth wurde bei der Reichstagsersatzwahl der bisherige Abgeordnete Barbeck von der freisinnigen Volkspartei mit rund 15 000 Stimmen gegen rund 14 500 sozialdemokratischen Stimmen gewählt. * Die preußischen Minister des Kultus, des Innern und des Handels haben einen gemeinsamen Erlaß über die Fürsorge für die schulentlassene männliche Jugend veröffentlicht, in dem betont wird, daß bei dem Wunsche der Behörden, alle solche Fürsorgebestrebungen zu unterstüßen, es nicht in deren Absicht liege, die vorhandenen konfessionellen Vereine durch fonfessionslose Veranstaltungen zu ersetzen. Zur Stellungnahme in dem neu auflebenden Hochschulstreit ist eine Konferenz aller Ausschüsse der preußischen Hochschulen nach Berlin einberufen, um eine gemeinsame Besprechung des Erlasses des Kultusministers wegen der konfessionellen Verbindungen herbeizuführen. Oefterreich- Ungarn ** In Ungarn wird der innere Kampf fortgesetzt. Der Minister des Innern hat den Beschluß der Budapester Gemeindebehörde kassiert, der den städtischen Beamten verbietet, auch freiwillig gezahlte Steuern an die Staatskasse abzuliefern. Der Beschluß, der die Eintreibung vom Reichstag nicht bewilligter Steuern verbietet, bleibt in Kraft. Balkan- Staaten. * Die serbischen Behörden verhafteten zwei Arnauten, die den serbischen Pfarrer Lazarevic ermordet hatten. Sie sagten aus, sie wären zur Tat vom bulgarischen Metropoliten Kozma gedungen worden, der ihnen ja 30 Stück türki sche Lira gab. Türkei. ** In den verschiedenen unruhigen Gebieten fam es wieder zu lebhaften Kämpfen. Bei Rejova, 70 Kilometer von Tifves im Wilajet Saloniki, entstand ein Gefecht zwischen einer bulgarischen Bande, unter Führung Zaharibas, und Truppen, wobei mehrere Bandenmitglieder getötet und neun gefangen wurden. Auf Seiten der Truppen wurden ein Offizier und zwei Mann getötet, ein Mann verwundet. Der Dorfgeistliche wurde von Komitatschis erschossen. 18 Häuser wurden in Brand gesteckt. Der Aufstand in reta dehnt sich immer weiter aus. Die Insurgenten von Therisso haben beschlossen, drei Abgesandte nach Athen zu schicken. Ueber die Lage im Yemen berichtet Schakir Pascha aus Menacha, daß Marschall Feizi Bascha mit einigen Bataillonen die Ortschaften Eladjesbi, Eluban und Djellabras genommen habe. Ueber 200 Aufständische seien getötet, auf türkischer Seite sei nur ein Soldat gefallen. Am selben Tage hißten die Einwohner von über 80 Ortschaften die weiße Flagge und ergaben sich. Die Gerüchte über die schwere Ertrantung des Sultans werden dementiert. England. ** Das Kabinett Balfour ist äußerst gefährdet. Das Ministerium blieb bei einer Unterhausabstimmung über irische Verwaltungsfragen mit drei Stimmen in der Minderheit; Premierminister Balfour behielt sich die Entscheidung über das Verbleiben des Kabinetts vor. Russland. ** Eine höchst überraschende Meldung kommt aus russischer Quelle: Eine Begegnung des Zaren mit Kaiser Wilhelm soll in kürze bevorstehen. Der Zar habe den dringenden Wunsch, den Kaiser zu sprechen und wolle ihn während der Anwesenheit in den schwedischen Gewässern dort aufsuchen. Der Zar werde in Peterhof an Bord der russischen Kaiserjacht„ Polarstern" gehen und vier Tage von Rußland abwesend sein. Sollte dieser Plan des Zaren verwirklicht werden, so würde er von großer Bedeutung sein. ** Der in Moskau tagende Semstwofongreß hat sich durch den Widerspruch der Polizei in seinen Arbeiten nicht stören lassen. Mit 220 gegen 7 Stimmen haben die Vertreter der Semstwos und der Städte einen vom Bureau des Kongresses ausgearbeiteten Entwurf einer Verfassung angenommen und zugleich seinem tiefen Unwillen über die in letzter Zeit vorgekommenen Verlegungen der Rechte und Freiheiten russischer Staatsbürger durch Verwaltungsbeamte Ausdruck gegeben. Die Behörden fahren inzwischen fort in ihren Versuchen, die Bestrebungen zur Erreichung einer Konstitution zu unterdrücken. So hat die Landpolizei im Gouvernement Now- gorod den Bauern das Lesen liberaler Zeitungen unter Androhung von Gefängnisstrafen verboten. Im Hafen von Liba u find 137 Matrosen wegen der jüngsten Unruhen berhaftet. Alle Maßregeln hindern aber nicht, daß die Gährung sich immer weiter ausbreitet. So wird aus Krostoma der Ausbruch eines allgemeinen Arbeiterausstandes gemeldet. Die Meldungen über das auf den Oberprofurator des Heiligen Synods Pobjedonos zem verübte Attentat werden jetzt in Abrede gestellt. Hof und Gesellschaft. Der Aufenthalt der Kaiserin mit ihren Kindern in Cadinen wird, neuerer Bestimmung zufolge, bis zum 8. August ausgedehnt werden. Von Cadinen gedenkt die Kaiserin mit den Prinzen und der Prinzessin nach Wilhelmshöhe bei Kassel überzusiedeln, wohin auch der Kaiser nach Beendigung seiner Ostseefahrt kommen wird. Heer und flotte. Flottenmanöver. Die diesjährigen Hauptmanöver der deutschen Kriegsflotte sollen in der dritten Augustwoche ihren Anfang nehmen und bis Mitte September dauern. Die Leitung wird Großadmiral von Köster haben. Die deutschen Geschwader in den skandinavischen Gewässern. Freitag morgen traf das erste Schiff des deutschen Geschwaders in Kopenhagen ein. Gegen 11 Uhr war das Geschwader, bestehend aus den Schiffen Kaiser Wilhelm II., Wittelsbach, Zähringen, Mecklenburg, Wettin, Kaiser Wil helm der Große und Aviso Blizz, auf der Reede versammelt. Die im Hafen liegenden dänischen Schiffe feuerten Salut. Eine große Menschenmenge erwartete die Ankunft der Schiffe. Die Stadt ist flaggengeschmückt, die Zeitungen bringen begrüßende Artikel.n Gotenburg liegt ebenfalls ein deutsches Geschwader vor Anker, bestehend aus den Linienschiffen: Kaiser Friedrich III., Brandenburg, Weißenburg, Wörth, Elsaß, Braunschweig, Aviso und Pfeil. Das Geschwader tauschte mit der Festung und dem schwedischen Geschwader Salutſchüsse aus. Hus den Parlamenten. Einberufung des preußischen Landtages. Nach offiziöser Mitteilung wird der preußische Landtag im Spätherbst dieses Jahres zur Beratung des Entwurfs eines Volksschulgesetzes einberufen werden. Nah und fern. † Eisenbahnunfall am Bodensee. In einer der letzten Nächte lief von einem Stückgüterzug in Oberreitnau während des Rangierens der hintere Zugteil mit 14 Wagen nach Lindau in die Trajektanstalt. Versuche, die Wagen aufzuhalten, gelangen wegen der Kürze der zur Verfügung stehenden Zeit nicht. Neun Wagen liegen zertrümmert im Seehafen. † Tod durch Fliegenstich. In Hülscheid wurde vor kurzem ein neunjähriges Mädchen von einer Fliege am Handgelenk gestochen. Der Arm schwoll alsbald derartig an, daß ein Arzt zu Rate gezogen wurde. Dieser konstatierte Blutvergiftung, und trotz aller Gegenmittel verschied das Kind unter heftigen Schmerzen. † Schiffsuntergang. Im Großen Belt ist, wie jetzt bekannt wird, das deutsche Segelschiff„ Emanuel" infolge eines Westorkans gesunken. Der Kapitän hatte Frau und Kinder an Bord. Diese wurden mit der gesamten Besatzung im legten Augenblick gerettet. † Ein Familien- Drama. In Brennersgrün im reußischen Oberlande sollte kürzlich das Anwesen der von ihrem Manne getrennt lebenden Hebanene Stüber in Zwangsversteigerung verkauft werden. Als Käufer trat der Schwiegersohn der Besitzerin auf. Aus Aerger darüber ertränkte die Frau das fünfjährige Kind ihrer Tochter und nahm sich dann selbst das Leben. † Einsturz eines Neubaues. In Marrloh in Westfalen stürzte ein Neubau dieser Tage zusammen, als die Arbeiter in dem Gebäude beschäftigt waren. Acht Personen trugen mehr oder minder schwere Verlegungen davon. § Automatenprozeß. In dem Prozeß gegen die Kaufleute August Hormann, Friedrich Andres, Hans Wahnschaffe und Paul Thornas, sämtlich aus Rostock, sowie den Reisenden Karl Strichow- Berlin, die zahlreiche Wirte beim Verkauf von Musikautomaten übervorteilt haben sollen, wurden nach dreitägiger Verhandlung vor der Stendaler Ferienſtrafkammer alle Angeklagten freigesprochen. † Attentat auf die Schwiegermutter. In Danzig brachte bor einigen Tagen ein Kaufmann seiner Schwiegermutter mit einem Revolverschusse eine schwere Verwundung bei und sprach hinterher sein Bedauern darüber aus, daß er die alte Frau nicht totgeschossen habe. Da der Mann seine Familie nicht ernähren konnte, half die Frau ihrer Mutter tagsüber in der Wirtschaft. Der Mann wollte aber diese Hilfsleistung nicht haben, sondern verlangte, daß seine Schwiegermutter ihn mit barem Gelde unterstüte. Als sie sich weigerte, griff er zur Mordwaffe. = Vermischtes. Ein gesundheitsschädlicher Fabrikationsbetrieb. In Kiel kom fürzlich ein Schadensersatz- Prozeß zur Verhandlung, den ein Gastwirt gegen eine in der Nähe belegene Poudrette- Fabrik angestrengt hatte. Vor dem Oberlandesgericht wurde festgestellt, daß bei 15 ärztlich behandelten Personen, die in und bei der Fabrik wohnen, Erkrankungen infolge Vergiftung vorgekommen sind. Ein vereidigter Chemiker hat den Mageninhalt r Erkrankten untersucht und darin Bakterien als Krankheitserreger gefunden, die aus den in der Poudrettefabrik behandelten Stoffen stammen. Tages- Chronik. Das Landgericht Bückeburg wird dem Kellner Meyer eine Entschädigung für die unschuldig erTitiene Untersuchungshaft gewähren. Der Bankkassierer Wilhelm Otto ist mit 60 000 Mr., die er im Bankhaus Mende in Frankfurt a. D. unterschlagen hat, flüchtig geworden. -- In München- Gladbach stieß ein Motorfahrer und ein Radfahrer zusammen; ersterer erlitt einen Schädelbruch, letterer verlor ein Auge. - Husarenpferde als Durchgänger. Daß auch bei wohl dressierten Militärpferden böse Beispiele gute Sitten verderben, zeigte sich dieser Tage bei einer Felddienstübung des Casseler Husarenregiments bei Sandershausen. Eine Abteilung war abgesessen, als plötzlich das ledige Pferd einer Patrouille hindurchsauste. Sämtliche Pferde, 60 an der Zahl, gingen durch und rasten nach der Stadt Münden, wo sie in den engen Straßen Schrecken genug verbreiteten, bis es einigen beherzten Männern gelang, die Tiere zum Stehen zu bringen und so größeres Unheil zu verhüten. Eine Anzahl Husaren, die den Pferden beim AbLaufen in die Zügel gefallen waren, wurden fortgeschleift und erlitten zum Teil nicht unerhebliche Verlegungen. † Schenßlicher Mordversuch. In der Nacht auf Mittwoch versuchte der stellungslose Schuhmacher Josef Godulla die Prostituierte Ottilie Badt in ihrer Wohnung zu BerlinMoabit zu ermorden. Er brachte dem Mädchen mit einem Küchenmesser einen furchtbaren Stich in den Hals bei. Das Messer drang bis zum Heft ein. Anscheinend handelt es sich um einen Raubversuch. = 25 000 kronen Diebesbente. In Wien ist dieser Tage eine gefährliche Diebesbande verhaftet, die, aus drei Mitgliedern bestehend, im Laufe einer verhältnismäßig furzen Zeit für 25 000 Kronen Beute, meistens Schmucksachen, zusammengestohlen hatte. Der Führer war ein erst 26 Jahre alter Comptoirist Czap, der sich mit dem 25jährigen Hilfsbeamten Stießny und einem Schlossergesellen zusammengetan hatte, um sein verbrecherisches Gewerbe auszuüben. Mit welcher Frechheit namentlich Czap vorging, beweist der Diebstahl eines Brillantschmuckes, der der Tragödin Prochoska in Prag gehörte. Czap pflegte in höchst eleganter Kleidung die Wohnungen von Herrschaften zu besuchen, die gerade ausgegangen waren, dort die Dienstboten durch irgend einen Vorwand aus dem Zimmer zu entfernen und dann zu stehlen, was ihm in die Finger fam. So hatte er sich auch Eingang in die Wohnräume der Prochoska verschafft, und er sah deren Brillanten auf dem Schreibtische liegen. Indessen gelang es ihm nicht, an den Schmuck zu gelangen, da die Kammerfra der Künstlerin ihn nicht aus den Augen ließ. Viermal wiederholte der auf den Schmuck lüsterne Dieb seinen Versuch, bis es ihm endlich gelang, seine Absicht zu erreichen. Nach der Verbindung mit dem Schlosser wurden auch Einbrüche im großen verübt. und eine ganze Reihe von Diebstählen, die in verschiedenen Gegenden Desterreichs in der letzten Zeit vorkamen, sind dem verbrecherischen Kleeblatt auf das Konto zu setzen. + Die Erhaltung des Kleingewerbes. Der Handwerkerstand hat mehr als manche andere Berufsschicht unter der Not der Zeiten zu leiden. Die Frage nach Unterstützung und neuem Lebensantrieb ist nicht leicht zu beantworten. Unter den zahlreich vorgeschlagenen Hilfsmitteln verdient die Frage des Wanderunterrichts für Handwerfer aufmerksame Beachtung. In Deutschland kennt man diesen Wanderunterricht fast nur dem Namen nach, dagegen hat man in Desterreich mit der von der Regierung getroffenen Einrichtung gute Erfglge erzielt, namentlich in fleineren Orten. Es werden alljährilich bewährte Fachlehrer staatlicher gewerblicher Lehranstalten ausgesendet, um in den Gemeinden die ausübenden Handwerker in ihren Werkstätten aufzusuchen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, und ihre Leistungsfähigkeit zu erhöhen. Die Betriebe und Herstellungsmethoden haben in den besuchten Orten wesentliche Verbesserungen erfahren und die Leute haben sich schon jetzt daran gewöhnt, bei allen wichtigen Anlässen die Hilfe der Schule in Anspruch zu nehmen. Eine sehr große Anzahl der ländlichen oder kleinstädtischen Meister konnte weder zeichnen noch nach Zeichmungen arbeiten. Tischler fertigen neue Gegenstände nicht nach mustergültigen Vorlagen, sondern nach den Zeichnungen aus Katalogen. In der Hauptsache aber wird die althergebrachte Schablone beibehalten. Der Mangel an Kapital trägt die Schuld an der meist schlechten Ausrüstung mit Werkzeugen, Geräten und anderen Hilfsmitteln. Nach den gemachten Erfahrungen ist es sehr wertvoll, daß den Handwerkern Zeichnungen, Bücher und Muster überlassen werden, daß man ihnen Belehrungen über die Führung der Bücher, die Anfertigung von Kalkulationen gibt und ihnen Ratschläge über die Beschaffung besserer Werkzeuge und die Beseitigung von Mängeln im Betriebe erteilt. Daß diese Bestrebungen auch dem allgemeinen Interesse dienen, folgt aus der Tatsache, daß sich die Wanderlehrer sehr für die Erhaltung der heimischen Baustile interessieren. Es ist zweifelsohne richtig, an Stelle der sich breit machenden überreichen Scheinarchitektur und unsagbar nüchternen Bauten die schönen Motive älterer Bauten zu pflegen. Warum sollte bei uns nicht Aehnliches möglich sein. Die kommunalen Handwerksvereinigungen sollten jedenfalls ihr Augenmerk auf den Wanderunterricht lenken und gegebenenfalls den Behörden mit Anregungen näher fommen. Hus dem Gerichtsfaal. § Anonyme Briefe in Detmold. Die Straffammer zu Detmold verurteilte den Arbeiter Römer wegen Beleidigung, begangen durch anonyme Briefe, zu 2 Jahren und 2 Monaten Gefängnis. Der Verurteilte hatte den verstorbenen GrafRegenten Ernst, den Hofmarschall Graf Rittberg, Staatsminister Gevefot und eine Anzahl Bewohner Detmolds durch anonyme Briefe unflätigsten Inhalts beleidigt. = † Katastrophen in den Alpen. Vom Flethschhorn ist beim Dorfe Simpeln( Kanton Wallis) ein ungeheurer Bergsturz niedergegangen. Die Simplonstraße und der Alpensee, dessen Wasser zu Tal stürzten, wurden verschüttet. Die schweizerische Post muß umgeladen werden. Bei der enormen Size schmelzen die Gletscher der Alpen bedeutend. Der Inn ist in den letzten Tagen sehr gestiegen. in Rattenberg steht bereits die Bergstraße unter Wasser. - Ein Desertenr. In Posen erregte dieser Tage ein Gefangenen- Transport großes Aufsehen. Zwischen zwei Soldaten mit geladenem Gewehr unter Führung eines Feldwebels wurde ein elegant gekleideter Herr vom Bahnhof ins Militärgefängnis gebracht. Der Transport fam aus Straßburg i. E. Der Gefangene war ein Deutsch- Amerifaner, der im Jahre 1877 von dem damals in Straßburg liegenden 47. Regiment entflohen und über Frankreich nach Amerifa gegangen war, wo er es zu einem ziemlichen Reichtum gebracht hatte. Zur Regulierung einer Erbschaft war er jetzt nach Deutschland gekommen, bekam mit einem seiner Brüder Streit und wurde von diesem wegen Fahnenflucht denunziert und daraufhin verhaftet. Man konnte ihm aber nichts anhaben, da er 52 Jahre alt ist, die Fahnenflucht aber mit dem 45. Lebensjahre verjährt. Doch mußte er dir Summe von 200 Mark bezahlen, zu der er im Jahre 1877 berurteilt war. = Der vergnügte Streik der Briefträger. In Athen teaten vor kurzem die Briefträger in den Streif, weil man ihnen das Gehalt verkürzen wollte. Sie benutzten die Mußezeit, um ein höchst vergnügliches Leben zu beginnen. Sie ließen sich in dem eine Wegstunde von der Hauptstadt belegenen Dörfchen Galazi nieder und verbrachten mit ihren Jamilien die Zeit mit Schmausen und Trinken. Die Bürger von Athen, die kamen, um sich nach ihren Poſtleuten umzusehen, wurden freundlichst eingeladen, an den Gastereien teilzunehmen. Derweilen aber ruhte der ganze Brief- und Telegrammbetrieb. und so begann das gesamte geschäft liche Leben allgemach zu stocken. Zuerst beschwerten sich die Kaufleute, dann auch die Gesandten der fremden Mächte; -- die Postbehörde versuchte, durch Polizisten die aufgehäuften Sendungen zu bestellen. Indessen, das ging viel zu langsam. So wurden denn die Briefträger mit großem Jubel empfangen, als sie eines guten Tages ihre Ferien beendeten und, schwer bepackt mit Postsachen aller Art, ihres Amtes wieder zu walten begannen. Sie hatten ihren Streif glänzend gewonnen und dazu acht Tage lang sich köstlich amüsiert. - Ungewollter Humor. Daß man beim Abfassen von Zeitungsinseraten die richtige Sorgfalt anwenden muß, will man nicht eine komische Wirkung erzielen, zeigt eine Sammlung ernst gemeinter und doch so unendlich humoristisch wirkender Annoncen, die in englischen Blättern erschienen sind und die vor kurzem ein Sammler solcher Scherze zum Besten gab. Wir geben ein paar ergößliche Proben daraus wieder:„ Großes Zimmer zu vermieten, passend für zwei Herren von ungefähr 4 Meter Länge und 6 Meter Breite." ,, Verloren ein Hund von einem Herrn, der auf den Namen Jim hört mit fupfernem Halsband und einem Maulforb." ,, Verlangt ein Laufbursche, der auch Austern öffnen fann mit Referenzen."" Bullenbeißer zu verkaufen, friẞt alles, hat besonders Kinder gern."„ Zu_ver= kaufen ein kleiner Wagen, gehört einer Dame, mit Genio guten wie neuen Gummirädern und Sitzvolſtern." - = Das größte Dorf in Deutschland. Nach ErmitteIungen, die in legter Zeit angestellt sind, ist die größte Laudgemeinde Deutschlands in der Rheinprovinz zu suchen. Es ist das die Gemeinde Hamborn im Kreise Ruhrort, die 63 000 Einwohner zählt. = = Das Bein des Mörders. Im Gefängnis zu Kiel Harri zurzeit der wegen Brudermordes zum Tode verurteilte Stefan Karstens aus Nesselburg seiner Strafe entgegen. Vor einigen Tagen traf bei den Kieler Gerichtsbehörden das Schreiben eines Landmannes aus der Umgegend ein, in dem der Absender allen Ernstes anfragt, ob er nicht mit dem Berurteilten wegen Ueberlassung seines linken Beines in Verbindung treten könne; ihm selbst fehle dieses, und dem Karstens könne es doch ganz gleichgültig sein, was nach seiner Hinrichtung mit seinem Beine geschehe. Ihm sei von ärztlichen Autoritäten versichert, daß die Anheilung des Beines eines anderen möglich sei. Offenbar hat sich jemand mit dem einbeinigen Manne einen schlechten Spaß gemacht. Der letzte Prügelfnabe. Bekannt ist, daß in früheren Zeiten für die jungen Fürstenfinder sogenannte Prügelfucben gehalten wurden, die für die Prinzen die von diesen verwirkten Strafen auf sich nehmen mußten. Wie aus den vor kurzem veröffentlichter Memoiren des französischen Marschalls Canrobert hervorgeht, hat das Institut der Prügelfnaben bis in neuere Seiten hinein bestanden. Marschall Canrobert lernte in Algier den französischen Oberst de la Torre kennen. Er war mit den spanischen Infanten zusammen erzogen und hatte den Beruf gehabt, die Prügel in Empfang zu nehmen, die die Infanten verdient hatten, und das war gar nicht so selten vorgekommen. † Die Verzweiflungstat eines Ehepaares. In Wien erhoß sich wegen mißlicher Vermögensverhältnisse das Ehepaar Franke gemeinsam im Schlafzimmer. Neben jeder Leiche lag ein Revolver, aus denen das Ehepaar die todbringenden Schüsse abgegeben hatte. In mehreren an Verwandte zurückgelassenen Briefen teilt das Ehepaar mit, daß sein finanzieller Zusammenbruch es in den Tod getrieben hat. = Gut abgeführt. In einem Hotel am Kleberplatz in Straßburg i. E. saß vor einigen Tagen ein russischer Oberst beim Frühstück. Als eine Abteilung des 105er Regiments borbeimarschierte, verstieg sich der Russe zu der Frage:„ Sind das die unbesieglichen, martialischen deutschen Soldaten, diese Pikkolos?" In verbindlichstem Tone erwiderte der Wirt: Macht nichts, Herr Oberst, die Japaner sind auch nur klein!" utentbrannt warf der Russe das Geld auf den Tisch und verschwand. † Wilderer und Förster. Bei Wetter an der Ruhr wurde der Förster Borgmann von wildernden Italienern überfallen und einen steilen Abhang herabgestürzt. Der Förster ist schwer verletzt und man zweifelt, ob man ihn am Leben erhalten wird. = Millionär und Ochsenknecht. Der amerikanische Eisenbahnmagnat Gould, der sich zurzeit in der Schweiz aufhält, mußte vor kurzem erfahren, wozu ein Schweizer Ochsenknecht imstande ist, der wider die modernsten Verkehrsmittel eine Aversion hat. Der Millionär machte mit seiner Familie eine Automobilfahrt. In der Nähe von Küßnacht trafen die Amerikaner auf einen Dassenwagen, der mit bedächtiger Langsamkeit des Weges fuhr und dessen Führer nicht zum Ausweichen zu bewegen war. Als sich dann endlich eine Gelegenheit zum Vorbeifahren bot, hieb der Ochsenknecht mit der Peitsche auf die Automobilfahrer ein und traf Frau Gould, die blutige Striemen über Hals und Schultern erhielt, sowie den jungen Gould im Gesicht. Gerichtliche Klage ist eingeleitet. - Turbinen- Dampfer im Aermel- Kanal. Anfangs dieser Woche hat der neue Turbinendampfer„ Onward" die Fahrt von Folkestone nach Boulogne in 1½ Stunde gemacht, und es soll dort jetzt eine neue Route eingerichtet werden. Die gewöhnliche Fahrt von Dover nach Calais nimmt allerdings nur eine Stunde in Anspruch, allein die Reisenden, die von England über Boulogne nach Paris fahren, werden für die Viertelstunde längerer Seefahrt, durch eine beträchtliche Verkürzung der Bahnfahrt entschädigt. - Aethertrinker in Irland. Wie eine soeben veröffentlichte Statistik dartut, ist das Laster des Aethertrinkens unter der Bevölkerung Frlands in ersthreckendem Maße verbreitet. Es gibt dort in einzelnen Gegenden Kneipen, in denen nur Aether getrunken wird. Das Glas wird für einen Penny verkauft, so daß auch die ärmeren Volksschichten dem Laster fröhnen, das die inneren Körperorgane völlig zerrüttet. = Fine fü Tagen eine Be Neuheit für fid gramm Gard Die Ware rep Als durch G wurde, weiger Quanten ab ämtern and fteigerung fo Multion wer ten, das Cac Import befug Boll entrichte Gin nenes Eine Erklärung für Erdbeben. Ein Neger- Prediger in Amerika hat fürzlich eine ganz neue Erklärung für die Entstehung der Erdbeben gefunden. In einer Ansprache an seine Gemeinde gab er der Standard Oil- Company schuld, indem er die Sache folgendermaßen darstellte:„ Die Erde dreht sich um Achsen, wie wir alle wissen. Da etwas nötig ist, die Achsen zu schmieren, wurde, als die Erde gemedit wurde, Petroleum in ihr Inneres gebracht. Da kommt aber jetzt die Standard Dil- Company und holt sich das e troleum, indem sie Löcher in die Erde bohrt. Die Erde steckt jetzt auf ihren Achsen und will nicht mehr so gut herumgehen, denn die Achsenlöcher sind heiß, gerade so ivia es manchmal bei den Rädern der Eisenbahnwagen ist und wenn das der Fall ist, dann passiert immer etwas." = ein Ingenieu bat seine erste ift erplofiber cine Ladung plejibitoff m durch Perku Edgrobnells sigen Torpe Halt den Automobilisten! In Amerika geht man jeg! den zu rasch fahrenden Automobil- Fahrern mit einem sehr drastischen Mittel zu Leibe. Die Schußleute in Rye, einer Vorstadt von Newyork, haben neuerdings Befehl erhalten den Automobil- Rasern, die auf Anruf nicht halten, einfach eine Kugel aus ihren Revolvern in die Pneumatic zu jage Als kürzlich einige Polizisten diesem Befehle nachkamen, fehlten sie den Pneumatic, trafen aber den Chauffeur ins Bein. gegeben. Rafete von eine idhiedenen Sin nadiden der Z Fundfliegen foll land wurden cima 400 Mete = waren die Erfol Ein späte wurde kürzlich e Verbrechen, da jener Zeit war mordet und be findig zu ma alter Mann, † Blitzschlag ins Proviantamt. Das königliche Proviant amt I in Spandau wurde vorgestern vom Blitz getroffen. Das Feuer hatte längere Zeit unentdeckt im Dachstuhl ge glimmt, bis die Flammen hindurchschlugen. Es sind viele Getreide- Vorräte verbrannt. Ein glücklicher Zufall hatte es gefügt, daß vor kurzem 15 000 Zentner Hafer aus dem Pro biantamt nach Südwest- Afrika gesandt waren. genenimen he plizen einen il raubt habe. eines Diebstah heraustamen, hat der jetzt funden. Als e nis wieder leid Jugend einen er tue und fage auf Grund der gangen bor 23 = Kurpfuscher in Newport hat weniger denn 20 bummelte Medi heimmitteln, Ge Scharf gegen den find über 500 S bestraft. Die G wird auf 360 0 Kun LT, Gin nenes nijchen Wochenid tet, die E. Jmg funden haben wi fchoften des Co den unangeneh haben die neue Versuchen kon Alppin ein ne örtlich wirkende anästhetitum, in fenden, das hei täubungsmitteln Das Alppin hat fung vor dem C feine Bupillener und feine Gefäß 5. Sigung Gießen für 6. San Sen Berein Spanien. S Bereinigten bei den inte veranstaltet, übermittelt einzelner In Sutfabritati bon Larifbe lage gegen dem wird gitanoje einigten göle in f Höhe der 7. B in Bulg ein Gefes be über dem f für die Gefa einer außero müffen fich e Tiden Lätigle Berlegungen hohen Geldst ftimmungen Firmen auße bloß desb auf Mittwoch Godulla die zu Berlinen mit einem als bei. Das handelt es sich bhorn ist beim rer Bergiturz der Alpensee, richüttet. Die Bei der enor edeutend. Der nt Rattenberg Lage ein Geen zwei Solg eines Feldbom Bahnhof port fam aus Deutsch- Ameriin Straßburg Granfreid) nad mlichen Reich Erbschaft war einem seiner Fahnenflucht nte ihm aber Fahnenflucht mußte er die Jahre 1877 Nach Ermitte ist die größte inz zu suchen. Ruhrort, die zu Miel harri de verurteilte rafe entgegen. erichtsbehörden Imgegend ein, ob er nicht mit linfen Beines le dieses, und sein, was nach Ihm jei von Anheilung des hat sich jemand Spaß gemacht. Kleberplay in Cussischer Oberst 5er Regiments Frage:„ Sind chen Soldaten, erwiderte der maner sind auch e das Geld auf ifanische Eisen Schweiz aufhält, weizer OchsenVerkehrsmittel seiner Familie macht trafen die nit bedächtiger rer nicht zum - endlich eine hfenknecht mit traf Frau Schultern erhtliche Klage Anfangs Onward" die nde gemacht, chtet werden. nimmt allerie Reisenden, hren, werden eine beträcht ben veröffent Tethertrintens em Maße ber Kneipen, in bird für einen schichten dem e völlig zer eger- Prediger rung für die Ansprache an mpany schuld, :„ Die Erde etwas nötig Erde gemedit Da fon ich das Be Die Erde r so gut rade fo toie Dagen ist er etwas." geht man jest nit einem jehr in Rye, einer efehl erhalten halten, einfad matic zu jagen le nachtamen Chauffeur ins gliche Proviant Blig getroffen n Dadyftuhl ge Es find biele Bufall hatte e er aus dem Pro 1. = Gine süße Versteigerung. In Wien findet in diesen werden, daß jene Vorschriften beseitigt oder erheblich geTagen eine Versteigerung statt, die jedenfalls den Reiz der Neuheit für sich hat. Ueber ein und eine halbe Million Kilogramm Saccharin werden an den Meistbietenden verkauft. Die Ware repräsentiert einen Wert von 40 Millionen Mark. Ms durch Gesetz ein Prohibitivzoll auf Saccharin_gelegt wurde, weigerten sich die Kaufleute, die von ihnen bestellten Quanten abzunehmen, und das Saccharin blieb in den Zollämtern an der Grenze liegen. Jetzt soll es durch die Versteigerung fortgeschafft werden. Zur Beteiligung an der Auktion werden nur Personen zugelassen, die sich verpflichten, das Sacchcharin an das Ausland zu verkaufen, oder zum Import befugte Apotheker und Drogisten, die natürlich den Zoll entrichten müssen. Ein nenes Geschoß. Ein Lufttorpedo, dessen Erfinder ein Ingenieur namens Joseph Macintyre aus Brooklyn ist, hat seine erste Prüfung in Amerika bestanden. Das Geschoß ist explosiver Art Es gleicht einer mächtigen Rakete, die cine Ladung von stäblernen Schrapnells und von einem Erplosivstoff mit sich führt, der durch einen Zeitzünder oder Durch Verkussion zur Entladung gebracht wird und dann die Echrapnells über eine weite Fläche ausstreut. Einem einzigen Torpedo iverden mehrere hundert Schrapnelle mitgegeben. Das Geschoß ist darauf eingerichtet, gleich einer Rafete von einem Dreifuß abgefeuert zu werden, der in verschiedenen Winkeln gehoben oder gesenkt verden kann, jc nachdem der Torpedo eine größere oder geringere Strecke durchfliegen soll. Bei den vorläufigen Versuchen aus LongJsland wurden nur kleine Ladungen benutt, und auf nur etwa 400 Meter geschossen. Nach„ Scientific American" varen die Erfolge sehr befriedigend. == Ein spätes Geständnis. In Durham in England wurde kürzlich ein alter Mann, zum Tode verurteilt für ein Verbrechen, das er vor 23 Jahren begangen hatte. Zu jener Zeit war ein Minenarbeiter auf der Landstraße ermordet und beraubt, ohne daß es gelang, die Täter ausfindig zu machen. Jetzt geſtand aus freien Stücken ein alter Mann, der wegen eines kleinen Vergehens festgenommen war, daß er vor langer Zeit mit einem Komplizen einen ihnen Begegnenden aus Not erschlagen und beraubt habe. Beide Mörder waren damals gerade wegen eines Diebstahls ins Gefängnis gesteckt, und als sie wieder herauskamen, dachte niemand mehr an den Mord. Seitdem hat der jetzt Verurteilte vor Gewissensbissen keine Ruhe gefunden. Als er vor Gericht stand, wurde ihm sein Geständnis wieder leid, und er behauptete, er habe einmal in der Jugend einen Sturz getan, und seitdem wisse er nicht, was er tue und sage. Indessen sprachen ihn die Geschworenen auf Grund der herbeigeschafften Indizien des Mordes, begargen vor 23 Jahren, schuldig. = Kurpfuscher in Newyork. Die Medizinische Gesellschaft in Newyork hat vor kurzem festgestellt, daß es dort nicht weniger denn 20 000 Kurpfuscher gibt. Es sind teils verbummelte Mediziner, teils aber auch Anfertiger von Geheimmitteln, Gebetheiler u. dergl. m. Die Behörden gehen Scharf gegen den Unfug vor, und im Laufe des letzten Jahres find über 500 Kurpfuscher zur Verantwortung gezogen und bestraft. Die Summe der von ihnen bezahlten Strafgelde wird auf 360 000 Mark geschätzt. Kunft und Wissenschaft. LT. Ein neues Schmerzbetäubungsmittel. In der medizinischen Wochenschrift wird über eine neue Substanz berichtet, die E. Imgens im Verein mit Dr. Frizz Hofmann gefunden haben will und die alle schmerzausschaltenden Eigenschaften des Cocains, jedoch keine diesem Mittel anhaftenden unangenehmen Nebenwirkungen besitzt. Die Erfinder haben die neue Substanz Alypin benannt. Nach zahlreichen Versuchen konnten die beiden Forscher feststellen, daß das Alypin ein neutral reagierendes, in Wasser leicht lösliches, örtlich wirkendes Betäubungsmittel, ein sogenanntes Lokalanästhetikum, im Gegensatz zu den bekannten allgemein wirkenden, das heißt das Gesamtbewußtsein ausscheidenden Betäubungsmitteln, den Narcoticis im eigentlichen Sinne ist. Das Alypin hat bei mindestens gleicher Stärke in der Wirfung vor dem Cocain das voraus, weniger giftig zu sein, feine Pupillenerweiterungen, keine Akkomodationsstörungen und keine Gefäßverengerung herbeizuführen. 5. Sigung der Großh. Handelskammer Gießen für die Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach. Gießen, 19. Juli 1905. ( Protokoll Auszug.) ( Schluß). 6. Handelsvertragsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten von Amerika und Spanien. Für die Handelsvertragsverhandlungen mit den Vereinigten Staaten und Spanien hat die Handelskammer bei den interessierten Firmen ihres Bezirkes eine Umfrage veranstaltet, deren Ergebnisse demnächst dem Reichskanzler übermittelt werden sollen. Abgesehen von besonderen Wünschen einzelner Industriezweige, insbesondereder Maschinen-, Pappen, Hutfabritation, beschloß die Handelskammer den Abschluß von Tarifverträgen mit beiden Ländern auf der Grundlage gegenseitiger Meistbegünstigung zu befürworten. Außerdem wird sie für eine Erleichterung der jetzt durch geradezu chifanöse Formalitäten erschwerten Einfuhr nach den Vereinigten Staaten, sowie für tunlichste Umwandlung der Wertzölle in spezifische Bölle und eine gerechtere Verteilung der Höhe der amerikanischen und deutschen Zollsäge eintreten. 7. Behandlung der Handlungsreisenden in Bulgarien. Im Oktober ds. Js. sell in Bulgarien ein Gesetz betr. Handlungsreisende in Kraft treten, das gegenüber dem seitherigen Zustande außerordentliche Belästigungen für die Geschäftsreisenden vorsieht. Demnach werden diese einer außerordentlich hohen Besteuerung unterworfen und müssen sich einer überaus lästigen Kontrolle ihrer geschäftlichen Tätigkeit durch die lokalen Behörden gefallen lassen. Verlegungen der vorgeschriebenen Verpflichtungen sollen mit hohen Geldstrafen geahndet werden. Durch derartige Bestimmungen wird der geschäftliche Verkehr mit bulgarischen Firmen außerordentlich erschwert, und die Handelskammer beschloß deshalb, bet dem Reichskanzler dahin vorstellig zu mildert werden. 8) Reform der Personentarife. Die in der legten Zeit verbreiteten Nachrichten über die Einzelheiten der geplanten Berfonentarifreform und namentlich die Erklärungen des preußischen Ministers der öffentlichen Arbeiten haben die Befürchtung nachgerufen, das die Reform der Personentarife neben der erwünschten Vereinfachung und Vereinheit lichung des Tarifwesens in vielen Fällen eine Veränderung des Reiseverkehrs zur Folge haben wird. Die Handelsfammer muß sich diesen Befürchtungen anschließen und erblickt in der Neuregelung des Gepäcktarifs( Aufhebung des Freigepäckes) und der Einführung von Schnellzugzuschlägen eine Belästigung und Verteuerung des Reiseverkehrs und beschloß in diesem Sinne an den preußischen Minister der öffentlichen Arbeiten eine Erklärung zu richten. 9) Eingänge: a) Faulhaber, der kaufmännische Lehrvertrag nebst Musterformularen. b) Bericht über die Verhandlungen betr. Vertrag für Getreide- Abladungen von der russischen und deutschen Ostsee, Berlin, Börse, 24.- 25. Mai 1905, c) Deutsch Niederländischer Vertrag für Abladungen von der russischen und deutschen Ostsee, 1905 Nr. 2, d) Deutsch Niederländischer Vertrag für Abladungen von der russischen und deutschen Ostsee( gesund ausgeliefert) 1905 Nr. 3. e) Bericht über die Versammlung von Vertretern des niederländischen und des deutschen Getreidehandels, Berlin, 23. Mai 1905. f) Bon zuverlässiger Seite sind der Handelskammer Mitteilungen zugegangen über die Ursprungsbezeichnung der Einfuhr nach Frankreich, den Absatz landwirtschaftlicher Maschinen und Geräte nach dem Dongebiet und und dem nördlichen Kautasus, Geschäftsverbindungen mit Amoy( China), den Handel und die deutsche Einfuhr in Surinam, den persischen Außenhandel i. J. 1903/04 mit besonderer Berücksichtigung Deutschlands, die deutsche Einfuhr in Larothe( Maroffo), die Warenbeförderung von Djibuti( französische Somalifüste) nach Europa, die Einfuhr von Baumwollstoffen in Harrar, die Handelsverhältnisse dort und in Adis- Abeba( Abessinnen), den Einfuhrhandel Brasiliens in den Jahren 1903 und 1904, bas Kreditgeschäft in der Republif Kolumbien, über geschäftliche Erfundigungen in Arequipe( Peru), den Nähmaschinenabsaß, die Gummiproduktion, den Bergbau und den Markthallen bau daselbst, Warenabsag und -Herstellung, Eisen- und Kurzwarenhandel in Santiago ( Chile), die Glimmerminen in Argentinien, ferner über zweifelhafte Firmen in Varna und Ruftschuk, sowie über zwei amerikanische industrielle Gründungen. Die Eingänge fönnen während der üblichen Geschäftszeit im Bureau der Handelskammer eingesehen werden. Cokales. 22. Jult 1905. ** Das Großherzogliche Baar traf gestern Morgen 9 Uhr 50 Min. von seinem Besuche des Prinzen Heinrich auf Schloß Hemmelmark zurückkehrend in Egelsbach ein und begab sich alsbald vach Jagdschloß Wolfsgarten. RM. Der offizielle Landtagsschluß dürfte nach Lage der Verhältnisse nun doch erst Ende September oder Anfang Oktober erfolgen. * Die hessischen Gemeinde- und Polizeidiener haben die Regierung und die Landstände ersucht, der neuen Landgemeinde- Ordnung die Bestimmung einzufügen, wonach ihre Gehälter nicht mehr von dem Gemeinderat, sondern vom Kreisamt bezw. Kreisausschuß festgesetzt werden sollen. In einer weiteren Eingabe ersuchen sie um Erhöhung ihrer Gehaltsbezüge und zwar wünschen sie den Gemeindeforstwärtern gleichgestellt zu werden. Zur Begründung wird darauf hingewiesen, daß die Gemeindediener vielfach von den Kreis und Staatsbehörden in Anspruch genommen werden, ohne daß dafür eine besondere Vergütung bewilligt werde. *** 600 Mt. Belohnung. Wie wir meldeten, ist in der Nacht zum 9. Juli an der Chaussee zwischen Wicker und Hochheim an einem Handwerksburschen ein Raubmordbersuch verübt worden. Die Staatsanwaltschaft Wiesbaden fegt jetzt 600 Mt. Belohnung auf die Ergreifung des Täters ai& und gibt folgende Einzelheiten bekannt: Der Ueberfallene, Ernst Schedlich aus Zwikau, hat verschiedene Stiche mit einem Messer erhalten und muß der Anzug des Täters erhebliche Bluispuren aufweisen. Schedlich will den Täter auf dem Wege von Frankfurt nach Wicker getroffen haben und als sie sich in einem Kornfelde ausruhten von demselben überfallen worden sein. Nach neuerlicher Angabe des Schedlich soll der Täter stottern, österreichischen Dialekt( prechen, etwa 19 Jahre alt sein und feinen Schnurrbart haben. Vielleicht ist der Vername des Täters Karl. Schedlich hat nach seiner Augabe einen Ranzen aus schwarzer Wachsleinwand, in dem vielleicht einige Löcher waren, mit Wäschestücken, blauem Maschinistenanzug, blauem Rock und blaugestreifter Hose, einen dunkelgrauen Filzhut und Legitimationspapiere bei sich gehabt, welche Sachen nicht aufgefunden worden sind und ihm also geraubt sein müssen. Unweit der Tatstelle sind blutbefl cte, jedenfalls von dem Täter zurückgelassene Sachen gefunden worden. Zweckdienliche Angaben, welche zur Ermittelung des Täters dienen können, sind der Staatsanwaltschaft Wiesbaden oder der nächsten Polizeibehörde mitzuteilen. Gießener Sportplat. Am Sonntag, 6. Auguft veranstaltet der Süddeutsche Rennfahrer- Verband das zweite internationale Radrennen. RM. Die allgemeine Gartenbauausstellung in Darmstadt, die Mitte August eröffnet wird, findet im Großherzogl. Drangeriegarten statt. ? Gleiberg, 21. Juli. Zur Erhaltung der Burgruine Gleiberg wirft der preußische Fiskus jetzt jährlich 500 Mt. aus, die Großherzogliche Regierung steuert jährlich 400 Mt., die Stadt Gießen 100 Mt. und der Kreis Wezlar 50 Mt. bei. Der Burgherr, der Gleiberg- Verein, arbeitet schon seit Jahren unermüdlich an der Erhaltung der Burgruine. herstellung einiger im Winter zusammengestürzter Mauern, Eine sehr schwere Aufgabe erwächst ihm aus der WiederAnspruch nehmen und ihre Kosten auf 10000 f. verda die hierzu erforderlichen Arbeiten mehrere Jahre in anschlagt werden. ch Rodheim a. d. Bieber, 21. Juli. präsident v. Windheim- Caffel traf gestern Vormittag Der Obers in Begleitung des Landrats von Heimburg- Biedenkopf per Wagen von Gießen fommend hier ein und begab sich sofort nach dem Rathause, auf dem die Herren durch Pfarrer Lehrer, der Steuerinspektor u. a. waren zu dieser Begegnung Bömel begrüßt wurden. Die hiesige Gemeindebehörde, die befohlen worden. Der Oberpräsident erfundigte sich eingehend über die Gemeindeverhältnisse und wünschte Aufschluß über deren Haupt- Einnahmen und Lasten, den durchschnitt die Zusammenlegung der Ländereien, die Arbeits- und Wasserlichen Grundbesig der Bauern und deren Viehhaltung. Auch verhältnisse der Gemeinde Rodheim wurden erörtert. AlsGladenbach nach der Kreisstadt Biedenkopf. dann fuhr der Oberpräsident weiter über Frankenbach, § Hungen, 21. Juli. Amtstag. Mittwoch, den 26. Juli hält das Kreisamt Gießen morgens 91 Uhr Anliegen der Kreiseingesessenen aus den Amtsgerichtsbezirken auf dem Rathause zu Hungen einen Amtstag ab, auf dem Hungen, Lich und Nidda vorgebracht werden fönnen. Revision. In nächster Zeit worden in den Gemeinden Lauter, 21. Juli. Maß- und GewichtsEttingshausen, Harbach, Hattenrod, Lauter, Münster, OberMaße, Gewichte und Waagen vorgenommen werden. Bessingen, Nieder- Bessingen und Röthges Revisionen der Literarisches. Toujours Paris!- Immer Paris! Das ist typisch Paris ist eben noch immer das Dorado der Lebensfünstler, für den Franzosen, typisch für die Franzosen der Welt. großgearteten Lebensanschauungen behaupten:„ Die einzige das Kulturherz der grande nation oder, wie Leute mit ganz Stadt, in der man leben fann." Aus dieser Sphäre des die bekannte Leipziger Wochenschrift, das typische Material Glanzes und der Leichtlebigkeit hat Welt und Haus", eft Paris" aus seiner Buchhandlung holen oder fostenlos gewählt und zu einem Heft vereinigt. Man lasse sich das auch direkt vom Verlag zuschicken. Neueste Nachrichten. CB. Konstantinopel, 22. Juli, 10 Uhr 20 Min. vorm. ( Telegramm.) Auf den Sultan ist eine DynamitBombe geworfen worden. Der Sultan blieb unverlegt, 40 Personen wurden getötet. GB Berlin, 22. Juli, 10 Uhr 20 vorm.( Telegramm.) Auf dem auf der Reede von San Diego liegenden englischen Kanonenboot ,, Bennington" explodierte ein Kessel, wobei 27 Personen getötet und 70 schwer verletzt wurden. Marktberichte. leben, 22. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Bf 110-1.25 M., Hühnereies per Stüd 7-8 Pfg., Enteneler St. 6-7 Bfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linien per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Sahnen, per Stüd C.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfa, Rindfleisch per fb. 70-72 Pfg. per Pft Schweinefleisch 70-80 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfh. 70-80 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.50 b. 800 Mt., Zwiebeln ver 3t. Mr. 8.00-10.CO, Weistraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen ver 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 thr Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 20-25 Pfg. Milch per Liter nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marttzett überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. K Frankfurt, M. a.( Heus und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 2.80-3.20 t., Stroh 230-2.80 RE. Alles per 50 kilo. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es tönnen eingestellt werden: 2 landw. Knechte, mehrere Eisendreher, Hobler, Fräser, und Maschinenarbeiter( auswärts), 1 Schmied, 2 Spengler, 2 Schlosser, Schleifer oder Polierer, 1 Wagner, 2 Schreiner, 1 Küfer, 1 Brötchenträgerin, Erdarbeiter, 2 Installateure, jüngere Fabrikarbeiter oder Arbeiterinnen, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Fuhrknecht, 1 Stallbursche, 1 Köchin( auswärts), Dienstmädchen, Lauffrauen, oder Mädchen. Lehrlinge: 2 Schloffer, 1 Spengler, Schleifer oder Polierer, 1 Wagner, 1 Bäcker, i Schuhmacher, 1 Installateur, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Strickerin, 1 Buchbinder, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, 1 Fabritarbeiter, 1 Maschinenschlosser, Heizer oder Maschinist, Haus oder Bureaudiener, Kassier, 2 Lauffrauen. Verantwortlt: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gieken. Gegründet 1888. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh.: Oskar Gutmann. Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumaterialien für Hoch- und Tiefbau. Carl Stückrath Möbelfabrik Giessen, Asterweg 47. Möbel Allerbilligste Preise. Einfachste wie reiche WES PARISKERABLE 1970 8 Ederstrasse 8. Geschäftsgründung 1868. Dekorationen Wohnungs- Einrichtungen soildester Ausführung in grosser Auswahl stets Vorrätig. Teppiche - Gardinen - - Bettfedern Linoleum Streng reelle Bedienung. - Fertige Betten Franko- Lieferung. 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Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Weserftraße zwischen Nordanlage und Steinstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 15. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Steinftrake zwischen Weser- und Ederstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 15. Juli 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Zimmers bezw Schreinerarbeiten zur Herftellung einer hölzernen Latteneinfriedigung für den Geräteschuppen des Tiefbauamts sollen Donnerstag, den 27. Juli d. Js., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen fönnen bei uns während der Amtsstunden eingesehen werden. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Gießen, den 21. Juli 1905. Zuschlagsfrist 14 Tage. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 6. September 1905, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Rodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen derselben wolle man sich an Herrn Hoflohukutscher Huhu- Gießen wenden. Di Für die Prämiterung des beften Pferdematerials steher 1670 Mt. zur Verfügung. Der Brämiierungsplan ist von Herrn Weinhändler August Schwan zu Gießen zu beziehen. Breisverteilung erfolgt im Anschluß an die Prämiierung um 12% UHT Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplatz un zurüd. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplay. Am 7. September, nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung ftatt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerät schaften, Fahrrädern, Nähmaschinen, Haushaltungs- und Gebrauchs= gegenständen. Der Generalvertrieb der Lose à 1 Mr. ist dem Herrn Richard Buchacker zu Gießen übertragen. Gießen, den 20. Juli 1905. Die städtische Pferdemarktkommission: In dem städtischen Hause Afterweg 9 ist der untere Stock be: ftehend aus 7 Zimmern nebst 8ubehör und südlichem Nebenhaus Jean Kirch. Fahrrad, nagelneu, Direkt 9.170. Julertionspre been, bie Streife Refle Arbattion u. Filtr C Nach borwärts wir aus besondere Sinn der Zukunft tribe oder lichtbo ( predjen oder Vo guten Wünschen War erfreulich, fichtlichen Bünfd werden; und war Beit unferen Sof nungen find unfe uns feine Enttäu dem freundlichen Regent eine fünfjäl alle Kräfte des La durften. In mann Beleistete nach fein finnung icheidet m gütige Sorgfalt S lagt, und hoffendes 30g zu, der nach er rung übernommen Fürstengeschlechts, je entfremdet hat u Shwarzburg lichen Zeit der Fü rungsjubiläum gefe nern des seit Jahrh und Verderb verei bom Kaiser. Das licher Bedeutung, c trauensvollen Zujam Beit, die fo biele In jolden Moment Soffnung Deutidla gangenheit durch e neten Zukunft be Der Kaise Sympathischen Kön bat. Diefes Seid und foll feine po liden Bwist zwijd faum eine morali eine Junenfrage S Mann dem fürstlic darf den Staatenler großes Einzelichidic leidt zeigt fid bor deutiche Kronprinze erften fremdländisch bat, auf das man i blidt, und daß ma admiral von Köfter gaftfreundlich empfo Befundung ftaatlid glichen, was fich persönlicher Bürdig Stailer nadjagt, er zur Anbahnung od pedijchen Handel Seitigteit der allgen aud feine nettoend Reidsintereffen f bon der Fabrik umstände auf 1. Oktober, auf Wunsch auch halber zum Selbstkostenpreis abfrüher, zu vermieten. Näheres bet zugeben. Näheres in der Exp der Bürgermeisterei, Zim. Nr. 15. dieses Blaites. Der Mittelmeerre Tpiel. Beinahe Reife des Kaifer dahin, daß man Daß ein gro menigitens bor f redit auffälliger gangenen Bode man dort bon das sich der e Man schien ung Befiger englisa und auch durch der englischen J geheimnisvollen, perren. In der Freitas Anteile a hat darin jedenfall gefehen, sonst hätte Bahlreiche englische Deutschland nod f minne daraus gezog Selbst gemacht. De Bradert worden, un Ernte aus Deutid Des Bodens aber b werden, fo wenig m den Ausländer zu