t den ganzen im Auffegen Sonnenschein, eren Arbeiten Appetit stellt Gefundheit ist cht beeinträch man trobem ist schöner als n die abfolute Die hauswirt nicht dringend JL prache. Ein B viele Leute 1. Der Wort ur 685 ör m über eine r Mensch in feine Limes gebraucht in vischen 3 und welche allgeein Wort das sich schon be c) zum RomShakespeare, Ausdruces gefähr 15 000 jer einzelnen alles in 5642 richtung des iege her und em Sdjöpfer. fenstreich ein, ner Soldaten en auf ein geantfäffer ver abreichen. Die ts Besseres zu „ Streichen" It die Reträte wurde der Freinacht und und gut gevischen röstet licher Butter rifa und die eine Vierteleinen Löffel on hinzu, daß zu einer fäuinde vor dem ießt. mer.) die Stahlwarm- Fabrik ersandhaus). Ranges h Gräfrath bei Solingen für Damen. den Symbolen Liebe, Hoffnung. uns zu haben. Probe! Hen Symbolen Glaube, hl geschmiedet, hochf M.1.10 ischtäschchen fr 25 Pfg. extra ück die Klingen von Scheren erziert, per Stück 10 Pfg. Garantieschein: Nicht gefallende Waren willigst um oder zahlen Rauschen wir bereit Betrag zurück. BRILLANT FABRIK- MARKE Vergünstigungen. ene, elegante und en. Nr. 144. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 refp. 40 Bfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Donnerstag, den 22. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. An die geehrten Abonnenten. Beim bevorstehenden Quartalswechsel bitten wir unsere berehrten Abonnenten, die Erneuerung des Abonnements rechtzeitig bewirken zu wollen. Bürgermeistern verwaltet wird, welche Einrichtungen dort getroffen sind, der weitgehendeu Dezentralisation ein Gegen gewicht zu halten. Auch die Stadt Berlin selbst hat zu wiederholten Malen Beamte nach Wien, Pest, Paris, Londor und nach Amerika geschickt, um dort bestimmte städtische Veranstaltungen prüfend zu besichtigen, um daraus Lehren Abonnementspreis vierteljährl. 1.50 Pfg. für die entsprechenden heimischen Veranstaltungen zu gemit Zustellung durch den Brieftäger. Man abonniert zu diesem Preise bei allen Bostanstalten and Boten. Bestellungen nehmen auch die - Briefträger entgegen. Die Expedition. Die Abholung der Zeitungsgelder durch die Briefträger in den Wohnungen der Besteller wird für die für das dritte Vierteljahr 1905 bei der Post zu bestellenden Zeitungen und Zeitschriften in der Zeit bom 14. bis 25. Juni stattfinden. Die Briefträger werden sich darauf beschränken, die bisherigen Bezieher unter Vorzeigung der Bestellzettel zu befragen, ob der Weiterbezug der auf diesen eingetragenen Zeitungen erwünscht ist, und werden bejahenden Falls die hierfür zu zahlenden Beträge entgegengenommen. Ueber den eingezogenen Gesamtbetrag quittieren die Briefträger auf den von den Bestellzetteln abzutrennenden und den Beziehern zu behändigenden Quittungsabschnitten, welche der Postbehörde gegenüber einen vollgiltigen Beleg für die erfolgte Zahlungsleistung bilden. Wird ein Bezieher durch den Briefträger nicht angetroffen oder ist aus sonstigen Gründen die Einziehung bet der ersten Vorzeigung nicht angängig, so wird die Vorzeigung wiederholt, sofern nicht bei dem ersten Einziehungsversuche die Erneuerung der Zeitungsbestellung endgiltig abgelehnt worden ist. Das Publikum kann auch die Einziehung von Zeitungsgeldern bei der Poftanstalt schriftlich be= antragen. Für derartige Bestellschreiben oder Bestellfarten, die in den Brieffaften eingelegt oder den be stellenden Boten mitgegeben werden können, wird eine Gebühr nicht erhoben. Unfere englischen Vettern. Ein englisches Komitee, das sich das Studium fremder Munizipaleinrichtungen zur Aufgabe gemacht hat, ist nach Deutschland gekommen. Seine Mitglieder sind vornehme und kundige Männer, die ihrem Ziel mit Eifer und Ver ständnis nachstreben. Selbstverständlich haben sie aud Berlin als die größte Stadt Deutschlands aufgesucht, und ebenso selbstverständlich ist es, daß sie überall freundlichste Aufnahme, gefälligstes Entgegenkommen gefunden haben. Auch hat es ihnen nach allem, was man aus der englischen Presse entnehmen kann, in Deutschland recht wohl gefallen, hat die ihnen entgegengebrachte herzliche Höflichkeit sie wohltuend berührt. Ob ihnen die Einrichtungen, zu deren Studium sie über den Kanal gekommen sind, alle oder teilweise zugesagt und vorbildlichen Eindrud es fommi gemacht haben, darf dahingestellt bleiben, jedenfalls erst in zweiter Reihe in Betracht. Es darf ja wohl für sicher gelten, daß sie manches gefunden haben, was ihnen in Anlage und Ausführung zweckmäßiger erschien, als die entsprechende heinische Veranstaltung Denn es gibt feine Stadt, die sich mit Recht rühmen dürfte in jeder Beziehung alle anderen zu übertreffen. Auch ist das, was an der einen Stelle sich ausgezeichnet bewährt hat, darum noch nicht geeignet, ohne weiteres auf einen andern Plaz übertragen zu werden. Gewohnheiten, Gebräuche, herkömmliche Anschauungen sind mächtige Faktoren, die aufmerksam beachtet sein wollen, weil sie sich nicht durch eine bloße Verordnung umgestalten lassen. Verschiedenheiten von Land zu Land und selbst von Stadt zu Stadt sind darum eine innere Notwendigkeit, leiten sich nicht aus der Neigung zur Willkür oder aus der Lust am Absonder lichen, her. Aus diesen Gründen wäre es ebenso falsch, mit eigensinniger Vorliebe am Ueberlieferten zu hasten, einzig weil es heimischen Ursprungs ist oder scheint, gegen Verbesserungen sich zu sperren, deren Anregung von außen kommt, wie es falsch wäre, wahllos jedes fremde Beispiel nachzuahmen, das irgendwo sich guten Erfolges rühmen darf. Das richtige Verfahren besteht darin, daß man für alles Gute, wo immer es sich zeigen mag, offenes Auge hat, und daß man gleichzeitig prüfend erwägt, ob das, was sich anderwärts als gut erwiesen, auch daheim am Plaze ist und nicht etwa durch Störung berechtigter Eigentümlichkeiten mehr störend als fördernd wirkt. Es gibt keine Stadtverwaltung, die nicht noch lernen könnte, und kaum eine, von dem man nicht noch etwas lernen könnte. Wir dürfen uns nicht einbilden, daß der englische Besuch, den wir mit schuldiger Gastfreundschaft begrüßt und empfangen haben, eine Huldigung darstellte, anerkannter deutscher Ueberlegenheit auf dem Gebiet der Städteverwaltung dargebracht. Diese Anerkennung müßte erst verdient und gewonnen werden. Einstweilen ist der englische Besuch nur ein Gegenbesuch. Etwa ein Jahr ist es her, daß der inzwischen verstorbene preußische Minister des Innern Freiherr v. Hammerstein, nach London gegangen war, um an Ort und Stelle davon Kenntnis zu nehmen, wie die Riesenstadt London mit ihren 5 Millionen Einwohnern von 36 einander nebengeordneten winnen. Ebenso oft sind Sendboten aus den genannten Städten und Ländern mit dem gleichen Auftrage nach Berlin, München, Dresden usw. gekommen. Die Besuche und Gegenbesuche haben zumeist wohl dem ausgesprochenen Zweck gut gedient. Aber noch besseren Dienst haben sie einem unausgesprochenen und meist nicht einmal mit bewußter Absicht verfolgten Zweck geleistet: den sehr politischen Zweck der Stärkung friedlicher und freundschaftlicher Gesinnung unter den Völkern. Es ist nur natürlich, daß man dankbar wohlwollende Gesinnung dem widmet, von dem man gelernt hat, und hier wird die Gesinnung gegenseitig, da auch das Lernen und Lehren gegenseitig gewesen. Sogar der Teil der Presse, der aus Freude am Sensationellen oder aus sonstigen, noch we niger erquicklichen Rücksichten, einer gewissen Neigung zur Massenverhebung zu huldigen pflegt und zwischen Volk nnd Volk die Saat der Zwietracht auszustreuen liebt, kann sich der wohltätigen und beruhigenden Einwirkung solcher inter nationalen Bürgermissionen nicht entziehen, gerade weil diese Bürgermissionen kein amtliches Gewand und keinen amtlichen Auftrag haben. Es geht nicht gut an, von dem Schönen und Nachahmenswerten, das die eigenen Landsleute bei einem anderen Volte gesehen, von dem herzlichen Empfang zu berichten, den sie gefunden, und gleichzeitig dieses gast liche Volk, von dem man sich Beispiel und Muster holt, zu schmähen und herabzusehen. So wird der Ton der Presse milder, das Urteil sanfter, gefälliger, und Verträglichkeit ist die weitere Folge. Man kann die ersten Früchte des jüngsten englischen Be. fuches schon jetzt sehen. Manches englische Blatt hat seine unfreundliche Haltung uns gegenüber aufgegeben und die Erinnerung an die deutsche Wissenschaft hervorgeholt. Das ist überaus erfreulich, und wird ganz besonders erfreulich sein, wenn die neue Wendung dauert. Wir sind gern bereit, die freundliche Gesinnung der englischen Vettern von Herzen zu erwidern. Der Krieg in Oftalien. Das Schicksal der unter General Linewitsch in der Mandschurei den Japanern gegenüberstehenden russischen Armee ist vorläufig noch nicht entschieden, obwohl alle ein. laufenden Meldungen ziemlich pessimistisch lauten. Eine Ueberflügelung oder Einschließung scheint fast sicher zu sein. Wenn es Linewitsch nicht gelingt, sich rechtzeitig der Um flammerung zu entziehen, dürfte eine Katastrophe unmittel bar bevorstehen. Eine große Schlacht hat sich anscheinend aus den einleitenden Gefechten der letz. ten Tage entwickelt. Der japanische Armeekommandeur Ha segawa leitete die Offensive ein und suchte den Uebergang über den Tumenfluß zu erzwingen. Nogi kämpft fort, die Straße nach Bodune bedrohend. Kuroki und Kamamuro operieren gegen Ninguta. Sie stellen eine Vereinigung mit Hasegawa her. Von Oku und Nodzu fehlen einstweilen Nachrichten, es läßt sich aber füglich annehmen, daß sie sich der allgemeinen Vorwärtsbewegung entsprechend angeschlossen haben. General Hasegawa hält die Richtung auf Kong. chen und Numsan. Sein Korps ist 100 000 Mann starf. Er beabsichtigt offenbar, den Tjumen zu überschreiten, an dem die Russen Befestigungen angelegt haben. Trotzdem er scheint es ziemlich fraglich, daß Linewitsch den andrängenden Japanern widerstehen kann. Wenn man den neuesten Nachrichten glauben darf, ist der eiserne Ring um Linewitsch geschlossen. Die Japaner rüden beständig siegreich vor. Die russische Armee ist auf beiden Flanken vollständig umgangen. Die Japaner haben beträchtlich mehr als eine halbe Million Mann im Felde stehen. Die einleitenden Operationen nah men bereits am 20. Mai ihren Anfang. Nach den Aussagen Gefangener nimmt man bei den Russen an, daß Japans Absichten auf Charbin gerichtet sind. um die Verbindung mit Wladivostok abzuschneiden. Die russische Hauptmacht steht daher bei Tschangtschun, wo sich auch Linewitschs Hauptquartier befindet. Kirin ist nicht besonders geschützt. Die Befestigung von Charbin. Die russischen Werke im Süden, Osten und Westen Charbins sind von 54 000 Mann und 300 Geschützen besetzt, von diesen 12 000 mit 120 Geschützen am Sungari und 16 000 mit 180 Geschügen an der Eisenbahnstation. Bis auf 70% Meilen vor Charbin liegen Forts und zahlreiche Minen. Die Russen fürchten eine Attacke vom Süden, doch sind alle ihre Versuche, aus den Bewegungen der Japaner die definitive Angriffsfeite zu ermitteln, fruchtlos geblieben. Charbin er. reicht und verläßt täglich je ein Zug von und nach Peters. burg, auch wird täglich ein Zug nach Wladiwostok befördert. Mit dem Verluste Charbins wäre die Mandschurei tatsächlich in den Händen der Japaner und der Fall Wladiwostofs nur noch eine Frage der Zeit. Die Politik. Der französische Ministerrat soll im Prinzip der Marokkokonferenz zugestimmt haben. Dem deutschen Vorschlage gemäß würden die Anerkennung der Unabhängigkeit und der Souveränität Marokkos, ferner die offene Tür, sowie als neuer Punkt die Einführung einer internationalen Finanzfontrolle Gegenstand der Konferenz sein, während Frankreich freie Hand für alle aus seiner geographischen Situation erwachsenden Maßnahmen und Reformen erhalten würde. Dem Vernehmen nach wollen die Vereinigten Staa ten von Nordamerika die Einladung zur Konferen; anneh men, wenn die anderen Signatarmächte es ebenfalls tun. * Eine Bundesverordnung für das Deutsche Reich über den Automobil-, Fahrrad- und Wagenverkehr soll in furzem veröffentlicht werden. Die Verordnung gibt dem Vernehmen nach den Einzelstaaten allgemeine Direktiven und läßt ihnen in den wesentlichsten Punkten Bewegungsfreiheit. Bezüglich der Frage der Haftung der Automobil. besitzer für durch ihre Fahrzeuge angerichtete Schäden steht die Regelung durch einen Gesezentwurf noch in weitem Felde. Hauptsächlich wird erwogen, eine Haftpflichtgenossenschaft der Automofilbesitzer zwangsweise zu errichten. Die Kommission des Herrenhauses beendete die Beratung über die Berggesegnovelle, nahm die Abschnitte über die Arbeiterausschüsse und den Artikel I unverändert nach den Beschlüssen des Abgeordnetenhauses an. Mit dieser Abstimmung dürfte das Zustandekommen des Gesetzes in der bom Abgeordnetenhause genehmigten Form gesichert sein. Oefterreich- Ungarn Baron Das neue ungarische Kabinett hat sich am Mittwoch dem Abgeordnetenhaus vorgestellt, ein Mißtrauensvotum ent gegengenommen und das Parlament bis zum 15. September vertagt. Selbstverständlich ging es dabei nicht ganz ruhig zu, doch kam es nicht zu eigentlichen Lärmszenen. Fejervary wurde mit seinen Kollegen mit gemäßigten Miß fallensbezeugungen empfangen, an denen sich alle Parteien beteiligten. Er überreichte dem Präsidenten das königliche Handschreiben, das seine Ernennung enthält, und verlas dann eine Erklärung, in der er es als seine Hauptaufgabe bezeichnet, tunlichst bald einem parlamentarischen Ministe rium Platz zu machen. Außerdem legte er mehrere Gesetz. entwürfe über Indemnitätsbewilligung, Rekrutierung und die Entsendung einer Deputation zur Feststellung des unga rischen Anteils an den Reichsausgaben vor. Als Baron Fejervary hierauf die Erlaubnis erbat, ein zweites fönig. liches Handschreiben zu verlesen, entstand lebhafte Unruhe, weil die Abgeordneten richtig vermuteten, das Handschreiben bringe die Vertagung des Hauses. Präsident Justh lehnte die Verlesung ab, während Graf Tisza, der seitherige Kabinettschef, in dieser Ablehnung eine Verlegung der Ehrfurcht vor dem König erblickte. Graf Andrassy, der verunglückte Ministerpräsidentschaftskandidat, wollte dem Baron Fejerbary die Schuld an der Ehrfurchtsverletzung zuschieben. Die Eikung wurde suspendiert. Nach ihrer Wiedereröffnung beschloß das Haus, zunächst dem Ministerium- das sich wegen Verlegung des Herkommens entfernte- ein Mißtrauensvotum gemäß einem Antrage Kossuths zu erteilen. Namens der Liberalen hatte Graf Tisza ein besonderes Mißtrauensvotum eingebracht, das aber hinter dem Kossuth. schen zurückſtehen mußte. Als dies erledigt war, konnte das Vertagungshandschreiben zur Verlesung kommen. Allerdings infolge großen Lärms und mit Unterbrechungen. Den Ministern wurden einige Liebenswürdigkeiten zugerufen, auch dem früheren Ministerpräsidenten Grafen Tisza. Spanien. + Unvermutet ist eine Ministerkrisis ausgebrochen. Das Kabinett Villaverde, das seit Anfang dieses Jahres die Geschäfte leitete, hat seine Entlassung eingereicht. Der Grund zur Demission gab die Verweigerung eines Vertrauensbotums in der Kammer für das Ministerium bei der Vorlegung des Budgets. Skandinavien. O Mit der Lostrennung Norwegens von der Union mit Schweden beschäftigte sich die gestern einberufene außerordentliche Tagung des Reichst its. In seiner Eröffnungsrede sagte der König, der dem Reichstag unterbreitete Gesetzentwurf sehe es nicht darauf ab, durch Zwangsmaßregeln das von Norwegen begangene Unrecht zu erwidern. Von wenig Wert würde für Schweden eine Vereinigung sein, zu welcher auf solche Weise Norwegen gezwungen werden würde. Das schwedische Volk möge sich vom Geiste der Ruhe und Einsicht leiten lassen. Gott möge ihm Kraft und Einigfeit geben, damit es innerhalb seiner eigenen Grenzen wie dergewinne, was es durch die Auflösung der Union verliere, In dem Gesetzentwurf wird die Ermächtigung dazu ver langt, mit dem norwegischen Storthing in Vorbesprechungen einzutreten und eine bedingte Regelung der Geschäfte zu be. schließen, deren Feststellung für den Fall der Trennung fü notwendig erachtet werde. Rufsland. + In Lodz kam es abermals zu einem schweren Zusam menstoß. Eine Kosaken- und Dragonerpatrouille griff eine Anzahl Demonstranten mit der Waffe an. Acht Personen wurden erschossen, fünf schwer, 30 leicht verlegt und 50 VerHaftungen vorgenommen. Wie verlautet, haben 600 Professoren der Universität Warschau beschlossen, ihre Vorlesungen im September, falls ihnen der Gebrauch der polnischen Sprache untersagt würde, nicht wieder aufzunehmen. Türkei. Nach den letzten Nachrichten soll der Aufstand in Yemen bedrohliche Gestalt annehmen. Es heißt, das Fezi Pascha, der Chef des Erpeditionskorps nach Yemen, von den Rebellen gänzlich eingeschlossen ist, die ihm jede Verbindung mit der Küste und den Golf von Persien abgeschnitten haben. Auch das Banden- Unwesen an der bulgarischen Grenze ruft noch immer ernste Bedenken wach. Nach einer offiziellen statistischen Zusammenstellung wurden von bulgarischen Banden in den letzten 27 Monaten 640 Christen( Patriarchisten und Erarchisten) getötet und 111 verwundet. Deer und flotte. Vergrößerung der Linienschiffe in der deutschen Flotte. Die Beratungen über die Vergrößernngen des Deplacements sind zum Abschluß gelangt. Die maßgebenden Stellen sind nach den Erfahrungen aus der Schlacht in der Koreastraße zu der Ansicht gelangt, daß die deutsche Marine mit Linienschiffen von einem Deplacement von 13 200 Tons nicht mehr auskommen könne, zumal die außerdeutschen Marinen selbst bei einem Deplacement von 16 610 Tons nicht mehr Halt machen. Soziales Leben. [] Ein bedeutungsvoller wirtschaftlicher Kampf bereitet sich im Metallgewerbe in Bayern vor. Die Arbeiter in den großen Metallwerken daselbst verlangen eine Reduktion der wöchentlichen Arbeitszeit auf 57 Stunden und 10 Prozent Lohnerhöhung, während die Arbeitgeber 58 Stunden und eine der Zeitverminderung entsprechende Erhöhung der Löhne zugestehen wollen. Das ist indessen nur der äußerliche Grund für den Kampf. In den Versammlungen der Arbeitnehmer ist offen ausgesprochen, daß der Kamps eine tief gehende prinzipielle Bedeutung hat; es handelt sich darum zu entscheiden, wer Herr im Hause sei, und man hält für den Kampf um diese Frage in Bayern den Boden für den geeignetesten. Die Arbeitgeber haben mit der Aussperrung der Arbeiter in sämtlichen großen Metallwerken Bayerns geantwortet. [] Eine bedeutende Stiftung machte die Firma Villeroy und Boch in Mettlach. Sie bewilligte die Summe von 100 000 mt. für die Arbeiterpensionskasse ihes Betriebes. [] 3000 Arbeiter ausgesperrt. In Geestemünde erfolgte auf den Schiffswerften von Tecklenborg und Seebeck eine Aussperrung von 3000 Arbeitern. Der Grund für diese Maßregel ist darin zu suchen, daß die streikenden Kesselschmiede sich weigerten, dem Verlangen, die Arbeit wieder aufzunehmen nachInkommen. Nah und Fern. der 18 000 kronen für Herrichtung einer besonderen Küche und die Speisen einen Posten bildete. Man einigte sich auf Zahlung von 44 000 kronen, was für den Lemberger Gaitwirt sicher noch keinen Verlust bedeutet. Das Vorkommnis erinnert an die Geschichte von dem gesottenen Ei, für das König Ludwig XIV. auf einer Reise ein Goldstück bezahlen sollte.„ Sind hier die Hühner so rar?" fragte der König. „ Die Hühner nicht, aber die Könige," erwiderte der Gostwirt, und der König zahlte. Der Lemberger Kollege des Franzosen war nicht so schlagfertig wie dieser, aber in der Einschätzung fürstlicher Besucher ist er ihm über. In einem Wutanfalle ließ sich ein Kanonier vom 20. Feldartillerieregiment in Posen schwere Mißhandlungen gegen einen Kameraden zu schulden kommen. Der Rekrut Wilicki hatte dem Kanonier das Seitengewehr schlecht geputzt. Darob geriet dieser derart in Rage, daß er nach einem Besenstiel griff, damit dem Rekruten in den Unterleib stiek und ihm auch noch Fußtritte vor den Bauch versetzte. Infolge der Mißhandlungen platten bei Wilicki die Eingeweide, und der Unglückliche starb nach furchtbaren Qualen. A Die deutschen Berufsfeuerwehren hielten ihren Verbandstag in Bremen ab unter Beteiligung von Vertretern aus Desterreich, Dänemark und England. Tages- Chronik. In Altstadt in Oberschlesien wurde der Bauerngutsbesitzer Cebulla von seiner Frau und seinem Stiefsohn ermordet. - Bei Schlettstadt wurde ein Bauernwagen von einem Buge überfahren, und die Insassen, ein Mann und eine Ziau, wurden getötet. Eine elfjährige Ehefrau. ( Eigener Bericht.) New York, 12. Juni. er- längere Fahrt zwischen Java und Port Darwin. Heute fann man bereits von London ein Eisenbahnbillet über Wien und Moskau nach Merw an der Schwelle von Afghanistan lösen. Von Merw bis zum Endpunkt der indischen Bahnen in Pe schawar fehlt eine Eisenbahnverbindung, deren Herstellung auch einen großen Aufwand von Geld, Zeit und technischem Können erfordern würde. Auf dem Papier aber sind die Schwierigkeiten teils durch russische, teils durch englische Initiative bereits gelöst, und es hängt vielleicht von einer politischen Einigung zwischen den beiden großen rivalisierenden Reichen ab, wann mit dem Bau dieser Eisenbahn begonnen werden wird. Von Peschawar nach Kalkutta besteht seit langen eine gute Eisenbahn, die den Reisenden in rund vier Tagen von einer Stadt zur anderen bringt. Zwischen Kalkutta und Singapur gibt es erst einige wenige und kurze Eisenbahnlinien in Betrieb, aber hier wäre ein Ausbau vermutlich weniger schwierig, als auf der erwähnten Strecke in Afghanistan. Von Singapur nach Sumatra und ebenso von Sumatra nach Java kann man sich in wenigen Stunden übersetzen lassen, und die Seereise von Java nach Port Darwin würde vier Tage in Anspruch nehmen. Das Land der unbegrenzten Möglichkeiten hat der staunenden Welt schon manche Sensationen geliefert, die wirklich ,, noch nicht dagewesen" waren. Das Neueste auf dem Felde der Ueberraschungen bietet augenblicklich ein Prozeß, der gestern vor dem Jefferson Market Polizeigericht in New York verhandelt wurde. Es erschien in einem furzen weißen Kleidchen, einen mit Roſen besetzten Kinderstrohhut auf das offene Haar gedrückt, die elfjährige Lera Stark vor Richter Finn und klagte den schwerreichen Grundeigentumsmakler Jakob Junelike an, sie nach jüdischem Ritus geheiratet und dann böswillig verlassen zu haben. In dieser merkwürdigen Klagesache wurde als erster Zeuge ein Gastwirt namens Rips aufgerufen. Er beschwor, das an einem Januartage dieses Jahres Funelife in Begleitung der kleinen Lena und ihrer Mutter in seine Gastwirtschaft gekommen sei und daß hier Rabbiner Garlan das Diminutivbräutchen und den mittelalterlichen" Bräutigam getraut habe; er und mehrere Mitglieder seiner Familie hätten als Trauzeugen fungiert und den Trauschein unterzeichnet. Es wurden bei der Trauung ordnungsgemäß Ringe gewechselt und Rips hörte den Rabbi an das Paar auch die üblichen Fragen bezüglich der zu schließenden Ehe stellen. Die Fragen wurden mit" ja" beantwortet. „ Wer hat Sie aufgefordert, hier im Gericht zu scheinen," wurde Rips im Kreuzberhör von Herrn Junelikes Anwalt gefragt.- ,, Frau Junelike", war die Antwort. „ Wer ist Frau Junelike?"- Diese Dame hier," entgegnete Rips, auf das kleine Mädchen zeigend, das sich vergeblich bemühte, über das Gitter und dem Richter ins Gesicht zu schauen. Die kleine Lena wurde vorgerufen. Nachdem ihr der Eid abgenommen war, sagte der Richter zögernd: Ich glaube kaum, daß die Zeugin sich über den Ernst des Eides klar ist. Weißt du, mein Kind", fuhr er fort, sich direkt an Lena wendend, was es heißt zu schwören?"" Jawohl, mein Herr, das weiß ich," war die sichere Antwort.- Was wird geschehen, wenn du nicht die Wahrheit sagst?" fragte der Richter weiter. Ich weiß, daß ich dann sehr unglücklich sein würde," entgegnete die Kleine im kurzen Röckchen und blickte dem Richter ernst ins Gesicht. Ich denke, das Kind wird nicht lügen," bemerkte darauf Herr Finn mit besonderer Betonung. Lena erzählte darauf in großen Zügen dasselbe, was Herr Rips vorher auf dem Zeugenstand geschildert hatte.., Begleitete Sie Herr Funelike nach der Trauung?" fragte einer der Anwälte. ,, Nein, aber er besuchte mich häufig. Er besprach mit mir unsere Zukunft, sagte, er werde mir ein schönes, großes Heim schaffen und daß ich niemals werde zu arbeiten haben, da er Dienstboten halten werde." Die Anwälte des Herrn Junelike versuchten jetzt mit allerlei verfänglichen Fragen Klarheit in die Sache zu bringen. Der Richter aber brach an diesem Punkte die Verhandlungen rasch ab und bestimmte, daß der Fall an einem noch festzusetzenden Tage in seinem Privatbureau zu verhandeln sei. Der Ausgang der merkwürdigen Affäre ist also noch zweifelhaft. Immerhin kann man erkennen, wie weit wir es im jungfräulichen Amerika bereits in der Emanzipation des weiblichen Geschlechts gebracht haben. Vielleicht erleben wi es, daß demnächst ein weiblicher Säugling im Steckfissen anf dem Arm der Mutter als Klägerin wegen gebrochener Eheversprechens" vor den Schranken des Gerichts erscheint O Die Ruhestörungen in Köln haben sich wiederholt. An 10 000 Personen hatten sich im Süden der Stadt angesammelt, die gegen die Polizeimacht unter Johlen und Pfeifen Wurfgeschosse aller Art zu schleudern begann. Die Schutzleute in Stärke von 250 Mann gingen mit blanker Waffe gegen die Ruhestörer vor, und die berittene Polizei sprengte die Menge auseinander. Mehrere Personen sind durch Säbelhiebe verletzt. Einen Fluchtversuch machte ein wegen Diebstahls verhafteter Akrobat, der im Moabiter Kriminalgericht zu Berlin dem Untersuchungsgericht vergeführt wurde. Er hielt seine Pantoffeln vor das Gesicht und ging mit einem riesi gen Kopfsprung durch die Doppelfenster auf die Straße, wo er schwerverletzt aufgehoben wurde. Der waghalsige Flüchtling hat beide Beine gebrochen und anscheinend innere Verlegungen davongetragen. Tot aufgefunden wurde der Hausbesitzer Lüdke in Spandau. Er vermietete Schlafstellen an polnische Erdarbeiter, die auf den benachbarten, der Stadt Charlottenburg gehörigen Rieselfeldern tätig waren. Man vermutet, daß er von solchen ermordet iſt. Ueberfall auf einen Offizier. Der Oberleutnant zur See Arnoldi in Kiel wurde auf der Eichkoppel daselbst wäh rend der Nacht angefallen und mit schweren Stichwunden in der Lunge aufgefunden. A Furchtbare Unwetter gehen fortgesezt über die Stadt Stutari herunter. Fast täglich haben die Bewohner unter Erdbeben zu leiden. Dazu wütete ein Zyklon, der Häuser niederriß und die ganze Ernte in der Umgegend vernichtete. A Königliche Preise. Der Schah von Persien, der am Mittwoch in Wien eingetroffen und vom Kaiser Franz Josef mit dem üblichen Zeremoniell empfangen worden ist, hatte berher mit seinem Gefolge in Lemberg furzen Aufenthalt genommen. Ein Gasthaus hatte den Personen 46 Zimmer mit dem nötigen Zubehör bereit gestellt. Die Rechnung dafür betrug 48 000 kronen, etwas überhoch selbst für die Begriffe und Gewohnheiten des edelsteinreichsten Mannes. Der persische Hofzahlmeister verlangte eine Spezifikation, in Eisenbahn oder Dampffchiff. Schienenweg zwischen London und Australien. Daß die Ozeane nicht mehr die Völker trennen, sondern sie verbinden, ist dank den großen Erfindungen der Neuzeit zur Tat geworden. Die großen Passagier- und FrachtenDampfer, diese schwimmenden Riesen- Hotels, tragen in einer immer fürzer sich gestaltenden Zeitspanne die Menschen von hüben und drüben des großen Wassers zu einander. Man sollte denken, daß mit dieser Errungenschaft die Menschheit sich zufrieden gestellt fühlen könnte. Allein weit gefehlt. Neuerdings hat man herausgerechnet, daß der Landweg doch noch schmellere Chancen bietet, um von einem Ende der Erde nach dem anderen zu gelangen. Ferngefpräche no jorana Mitrophon Lendon fich unter als 2000 Rilomet [ Die lieben frau Hermine Ho nand wegen Mi paar bor dem Rid Tung: Ridjter: C Angefl.: Da öfter a ganze Wo Ebel Sie haben mid aber aud Gattin: O, i n der Nudel fchon Alle Mann foll Angefl: Ja ham ja fan Beg reizen tut. is ja nöt zum Cheleben wirf den!"- Ang und nachher es fan bier A Ratholifen gi der Che, aber Gattin zu ber wortung Ihr Bestrafung?" heut!"- De =[ Wozu de Mit mittlerer Geschwindigkeit könnte man nach Herstellung der ganzen Linie von London nach Melbourne auf dem geschilderten Landwege in 28 Tagen gelangen, während man heute mit dem Dampfboot 36 Tage braucht. Acht Tage getten im modernen Verkehr unter Umständen sehr viel. Vielleicht bietet die Aussicht auf die Möglichkeit einer Land. reise nach Australien den Schiffbauern einen neuen Ansporn zur Erzielung größerer Geschwindigkeiten der Schnelldampfer. Sonst fann es dahin kommen, daß in absehbarer Zeit in London der Ucbersee- Expreß" nach Australien bereit steht! Man denkt allen Ernstes an eine Landverbindung zwischen London und Newyork. Schon kann man von der englischen Hauptstadt, mittelst direkter Eisenbahnverbindung, nur unterbrochen von der kurzen Strecke über den Kanal, bis nach Ostasien gelangen. Auf amerikanischer Seite reicht die Bahn schon an die Westküste des nordamerikanischen Kontinents ziemlich weit hinauf. Es fehlt nur die Verbindung über die Behringstraße. Größere Hindernisse bestehen indessen im Gebiet von Alaska und Kanada in Gestalt von Fjorden und Gebirgen, und diese werden die Realisierung der Landverbindung von London nach Newyork fürs erste hindern und dem Dampfschiff auf dieser Route seine führende Rolle bewahren. Der Landwirt. al. Die Verwendung des Thomasmehls. Es wird oft darüber geklagt, daß das Ausstreuen des Thomasmehls mit Unzuträglichkeiten verbunden ist, die im wesentlichen durch die feine Mehlart entstehen. Wo keine gute Streu maschine zur Verfügung steht, tut man gut, das Schlacken mehl für das Ausstreuen mit der Hand in geeigneter Weise vorzubereiten. Thomasmehl läßt sich gut mit Kainit auf bringen. Der zum Ausstreuen bestimmte Kainit wird auf einem Zementboden oder einer Tenne etiva fünf Zentimeter hoch aufgeschichtet und geebnet. Auf den Kainit wird alsdann eine etwa zwei bis drei Zentimeter hohe Schicht Thomasmehl gebracht und sorgfältig und gleichmäßig auf die Kainitunterlage verteilt. Nun überbraust man das Thomasmehl mit einer Gießfanne mit Wasser so zwar, daß auf den Zentner Schlackenmehl drei bis fünf Liter Wasser kommen. Nachdem das Wasser von der Thomasschlacke aufgesogen ist, was be reits in ganz furzer Zeit der Fall ist, wird das Mehl mit dem Kainit mit Harke oder Schaufel möglichst vollständig gemischt. Der so hergestellte Mischdünger muß aber bald. digst zum Ausstreuen gelangen, da er sonst zu festen Klumpen sich ballt. Kommt Thomasmehl allein zur Verwendung, so bringt man es in eine große Holzbütte, feuchtet es an und mischt das Ganze gut durcheinander. Dadurch wird das Stauben und Verwehen vermieden. Dagegen gewinnt ein anderer Plan an Aussicht, der noch fühner und umfassender sich darstellt. Er betrifft einen Schienenweg von London nach Australien. Der Weg würde folgender sein: durch Belgien, Desterreich, Rußland, Afghanistan, Indien, Siam nach der Halbinsel Malakka, dann hinüber nach Sumatra, weiter nach Java und endlich nach Port Darwin in Nordaustralien. Diese Linie würde auch feine ununterbrochene Landstrecke, aber doch nur durch ver hältnismäßig geringe Meeresteile unterbrochen sein, nämlich außer dem Kanal durch das Kaspische Meer, die Malakkaund die Sunda- Straße und endlich durch die etwas Kunft und Wiffenfchaft. MM. Wertvolle Schenkung. Der in Hannover verstorbene Ziegeleibesitzer Stamme hat seine kostbare Gemäldesammlung im Werte von etwa 600 000 Mt. der Stadt Hannover vermacht. - Vermischtes. =[ Der Kaiser als Segler.] Bei der Segelregatta des Norddeutschen Regattavereins bewegte sich der Kaiser wieder in ungezwungenster Weise unter den Sportgenossen. Er gewann mit dem Meteor" den Ehrenpreis der Stadt Hamburg, während den Kaiser- Preis die„ Novahoe" des Konsuls Wantjen aus Bremen holte. Bei dem Diner, das bor Curhaven an Bord des„ Blücher" stattfand, erwiderte der Kaiser mit einer längeren Rede auf einen Trinkspruch des Bürgermeisters Mönckeberg- Hamburg, in der er aussprach, daß er an die Nordsee gekommen sei, um der Sorgen ledig sich freudig unter die Segler zu mischen. Inzwischen hat die Kieler Woche mit einer Wettfahrt des kaiserlichen Jachtklubs im Kieler Hafen begonnen. Der Kaiser hat sich auf der Hohenzollern" durch den Kaiser- Wilhelm- Kanal dorthin begeben. - =[ Einen telegraphischen Trinkspruch] hat Ernst von Wildenbruch aus Karlsbad dem in Weimar tagenden Verband der deutschen Sängerschaften gesandt. Er lautet:„ Die Sonne ruf' ich, die am ersten Tage- Mit Flammen taufte Euren jungen Bund! Sie bleibe Euch! Die Glut des Herzens trage- Euch über Zweifel, Hindernisse und GeTage, Bleibt jung, bleibt warm, bleibt freudig, seid e- sund!" =[ Die abgebissene Nase.] Mit starker Entrüstung nimmt der Dichter Hanns Heinz Ewers die Meldung in Abrede, daß er auf Capri mit einem Ungarn in Streit geraten sei, diesem die Nase abgebissen habe und dafür zu 13 Monaten Gefängnis verurteilt wäre. Er beruft sich auf das Zeugnis des Malers Huber, der bei dem Vorfalle auf Capri zugegen war. Danach hat sich der Ungar unglaublich unflätig benominen und dafür von Ewers eine gewaltige Ohrfeige bekommen, in deren Folge er sich die Nase an einer Tischkante blutig stieß. Von einem Strafverfahren ist Ewers und Huber nichts bekannt. =[ Russische Auswanderung über Hamburg.] Größer, denn je zuvor, ist zur Zeit der Zug russischer Auswanderer über Hamburg. Die Ursache für diese Erscheinung ist dem Kriege in Ostasien und den inneren Zuständen zuzuschreiben, dann aber auch dem Umstande, daß für die Dampfer der Hamburg- Amerika- Linie die streng jüdische Küche eingeführt ist. Unter Aufsicht von Mitgliedern des Israelitischen Unterstützungsvereins wird vor Abgang eines jeden Dampfers ein großer Kessel zum Zwecke der Zubereitung der Speisen besonders eingerichtet. Ein vom Oberrabbinat beauftragter Aufseher über die jüdische Küche" macht die Reise nach Newyork mit. = auf dem Bahn toria. Ein Gi Bein war ihm = fich in Staun erschallen ließ und der Ma Jahren sein [ Die 2 in diesem S Heinsten die des Pudding bei den Ana befestigt, mä anit Rosetter ihrer Wärter [ Ferngespräche auf 2000 Kilometer.] Das Telephon überwindet immer weitere Strecken. Schon haben Versuche, zwischen Rom und Brüssel direkte Gespräche herbeizuführen, günstige Resultate ergeben. Man hat sich dabei des Mikrophons Angelino bedient. Inzwischen ist man am Werke. die Aus I Witwe in W verstarb ein fy. Seit den Frau in Sd nicht befreier jährige Gisel die Frau tot ter Roja. V Roubly hat Mannes nid Bräfide und das Ha ratung der die Landflän reichten Ant trag des Initiativant Abänderung funde betr. gründet als Lich in ausf und erklärt, herangetreten lage in der g Tat Lippo Minderheit d Annahme des bem Initiativ fnüpfen solle. Ausführungen fchließlich bor fajungeander fich noch Fr minifter, Gel Mainz, Für Graf Soln Landgerichter beratung wer Ausschuffes a Bräfinde Die General wirb fortgefe der Regierung der Kapitalver wie bei Grund auf Uebernahm falls für die dergl. auf de längeren Ausf Systems der Le der sogenannten gegen die Ausfi fowie der Abgg. rat Dr. Beder richtig und wende führungen. Rad Ulrich und Sh noch einmal den Sierauf tritt Berta Darivin. Heut Inbillet über Wie Afghanistan löfen hen Bahnen in Be Ferngespräche noch weiter auszudehnen. Mittelft des Ma jorana- Mikrophons will man demnächst zwischen Nom und Lendon sich unterhalten, also auf eine Entfernung von mehr als 2000 Kilometer. - [ Die liebenswürdigen Ehegatten.] Die Schiffmanns. frau Hermine Horwath in Wien hatte ihren Gatten Ferdi nand megen Mißhandlung angezeigt. So stand das Ehe paar vor dem Richter. Es entwickelte sich folgende Verhand lung: Richter: Sie sollen mit Ihrer Frau gerauft haben?" deren Herstellung eit und technijchen pier aber find die Is durch englisch ngt vielleicht bo en beiden große dem Bau dieje 1 Beschawar nad Eisenbahn, die de Stadt zur andere pur gibt es eri in Betrieb, abe Jer schwierig, als Von Singapu nadh Java tan laffen, und di irde vier Tage i n nach Herstellung ne auf dem geschi n, während me ucht. Acht Zag tänden sehr vid lichkeit einer Land en neuen Anspor er Schnelldampfe absehbarer Zen Australien bereit 6. Es wird oft Des Thomasmehl im wesentlicher Feine gute Streu it, das Schladen 1 geeigneter Beij mit Sainit auj Rainit wird au a fünf Zentimeter ainit wird alsdan chicht Thomasmeh uf die Kainitunter Thomasmehl mi auf den Zentne ommen. Nachdem ogen ist, was be ird das Mehl mit Sglichst vollständig muß aber bald u festen Klumpen Verwendung, so euchtet es an und Dadurch wird das baft. nnover verstorbe Gemäldesammlun dt Hannover ber Segelregatta Sel hder Kaiser wie en Sportgenoffen enpreis der Stadt eNovahoe" de i dem Diner, da attfand, erwiderte einen Trinksprud , in der er aus i, um der Sorgen schen. Inzwischen rt des kaiserlichen Der Kaifer hat fid er- Wilhelm- Kanal hat Gt bon r tagenden Ber Er lautet:„ Die t Flammen taufte ch! Die Glut des ndernisse und Ge freudig, feid re Entrüstung nimmt eldung in Abrede, Streit geraten jei, ir zu 13 Monaten auf das Zeugnis auf Capri zugegen iblich unflätig altige Ohrfeige an einer Tischfante en ist Emers und mburg.] Größer ischer Auswanderer Erscheinung ist dem ftänden zuzuschrei für die Dampfer idische Küche einge des Fraelitischen eines jeden Dam Bubereitung der Oberrabbinat be Küche" macht die ] Das Telephon n haben Veriudhe, je herbeizuführen, dabei des Mifroan am Werke, die - Angefl.:„ Das is bei uns nir Neuch's... wir rafen öfter a ganze Wochen."( Heiterfeit.)- Richter:„ Eine schöne Ebel Sie haben aber die Frau verlegt."- Angefl.:„ Suc mich aber auch... mir fan halt beide gadzornig." Gattin:. ,, i nöt!"- Angefl.:„ Co? Wie oft bast d' in der Kuchel schon ganze Geschirr deinofiert?"- Richter: ,, Alle Mann sollten Sie doch eine Frau micht( duugen Angefl: a und i Ik mmbia nem ibr bloom? ham ja fan Begriff, wie s' mi behandlar Aktie reizen tut. seit zwölf Jahren geht das so fort... dö is ja nöt zum dertragen." Richter: Wenn ein friedliches Eheleben wirklich unmöglich ist, dann lassen Sie sich schei. den!" Angekl.:„ Erstens is sie damit nöt einverstanden und nachher... i kann ja do nöt a andere heiraten, und es san vier Kinder da!" Richter:„ Das ist richtig. Für Katholiken gibt's noch keinen Paragraphen für Auflösung der Ehe, aber das alles berechtigt Sie nicht, sich an Ihrer Gattin zu vergreifen.( 3ur Frau:) Sie haben die Veranttwortung Ihres Mannes gehört, verlangen Sie noch seine Bestrafung?". Gattin: Na... so verzeih ich's ihm hall heut!" Der Gatte wurde hierauf freigesprochen. [ Wozu der Stelzfuß gut ist.] Großes Entsetzen herrschte auf dem Bahnhof zu Beaufort im australischen Staat Vic toria. Ein Eisenbahner war vom Zuge überfahren. Ein Bein war ihm glatt abgefahren. Das Entsetzen wandelte fich in Staunen, als der Verunglückte ein fröhliches Lachen erschallen ließ. Denn das abgefahrene Bein war aus Holz, und der Mann versah damit seinen Dienst, seit ihm vor Jahren sein richtiges Bein von einem Zuge abgefahren war. - - - [ Die Babies im Panamahut.] In London tragen in diesem Sommer sogar die Kinder bis hinab zu den allerleinsten die leichten Panamahüte. Sie haben die Form des Puddings, des englischen Nationalgerichts, und werden bei den Knaben mit einem schmalen Bande unter dem Kinn befestigt, während die kleinen Dämchen in garnierten und amit Rosetten versehenen Stroh- Puddings auf den Armen ihrer Wärterinnen Staat machen. Aus Traner nm den Ehemann hat eine 38jährige Witwe in Wien zum Revolver gegriffen. Vor einiger Zeit verstarb ein Beamter einer Wiener Zeitung namens KauẞTh. Seit dem Tode ihres Gatten verfiel dessen hinterlassene Frau in Schermant, mits der sie auch ihre beiden Töchter nicht befreien forenten. Dieser Tage schickte sie die siebenjährige Gisela zu Verwandten. Als diese herbeieilten, lag die Frau tot n Boden und neben ihr die zweijährige Tochter Rosa. Beide hatten Revolverschüsse in der Schläfe. Frau Saußfy hatte gut zu leben, aber sie hatte den Tod des Mannes nicht überwinden können. Hessischer Landtag. Erfte Kammer. Darmstadt, 21. Juni. - Präsident Graf Görz zu Schliß eröffnet die Sigung und das Haus tritt nach der„ Darmst. 8tg." in die Beratung der Regierungsvorlage bezüglich des Geschentwurfes die Landstände betr. und der zu diesem Gesezentwurf einge reichten Anträge und Eingaben ein. Es wird auf Antrag des Mitgliedes Graf zu Solms- Lich der Initiativantrag, bezüglich des Entwurfs eines Gesetzes, die Abänderung der Art. 67, 69 und 110 der Verfassungsurfunde betr. zusammen beraten. In der Generaldebatte be. gründet als Berichterstatter des Ausschusses Graf SolmsLich in ausführlicher Weise den Standpunkt des Ausschusses und erklärt, daß man mit schwerem Herzen an die Beratung herangetreten sei, dagegen die Hoffnung habe, daß die Vor. lage in der geänderten Form Annahme finde. Landgerichtsrat Lippold Mainz vertritt den Standpunkt der Minderheit des Ausschusses und erklärt, daß er wohl für Annahme des direkten Wahlrechts sei, daß man aber die in dem Initiativantrag gestellten Bedingungen nicht damit verfnüpfen solle. Staatsminister Rothe erörterte in längeren Ausführungen die Stellungnahme der Regierung, in der er schließlich von einer von dem Hause beantragten Verfassungsänderung warnt. An der Generaldebatte beteiligen sich noch Frhr. v. Heyl, Fürst Löwenstein, der Staatsminifter, Seh. Staatsrat v. Krug, Geh. Rat Michel. Mainz, Fürst Leiningen, Graf Stolberg- Roßla, Graf Solms- Lich, Prof. Schmidt. Gießen und Landgerichtsrat Lippold. In der dann folgenden Spezialberatung werden die Artikel 1 und 2 nach der Fassung des Ausschusses angenommen. Zweite Kammer. Bräfindent Haas eröffnet die Sigung um 92 Uhr. Die Generaldebatte über die Gemeindefteuerreform wird fortgefeßt. Abg. Wolf erklärt sich mit den Grundlagen der Regierungsvorlage einverstanden und fordert Heranziehung ber Kapitalvermögen bis 50 000 Mt. zu demselben Steuersag wie bei Grund und Vermögen. Abg. Erf spricht sich ebenfalls für die Regierungsvorlage aus und fündigt Anträge auf Uebernahme der Aufwendungen für Straßenbauten und dergl. auf den Staat an. Abg. Ulrich spricht in längeren Ausführungen noch einmal für Einführung des Systems der Leistungsfähigkeit unter schärferer Heranziehung der sogenannten fundierten Einkommen und polemisiert gegen die Ausführungen von Ministerialrat Dr. Becker, sowie der Abgg. Molthan und Windecker. Ministerialrat Dr. Beder stellt mehrere Beispiele des Abg. Ulrich richtig und wendet sich weiter gegen einige von dessen Ausführungen. Nach weiteren Ausführungen der Abgg. Ulrich und Schönberger legt Abg. Schönberger noch einmal den Standpunkt der Ausschußminderheit dar. Hierauf tritt Vertagung auf Freitag Vormittag ein. Lokales. 21. Juni 1905. ** Der Großherzog und die Großherzogin sind Dienstag Abend von Schloß Hohensolms nach Lich und Mittwoch Morgen von dort mit Automobil nach Darmstadt gefahren. *** Der Provinziallandtag der Provinz Oberhessen hält kommenden Samstag eine öffentliche Sigung ab. Die Handelskammer- Ersatzwahlen für Gießen zeitigen hier und da schon verschiedene Debatten. Will man nicht ungerecht sein, so kann man es niemanden berargen, wenn eine gleichmäßige Vertretung der Branchen erstrebt wird. Der Kaufmännische Verein, ein solcher nimmt anderwärts für solche Fragen die führende Rolle ein, überläßt es der Wählerschaft und darum ist jetzt schon eine Umsicht der einzelnen Intereffentengruppen für geeignete Persönlichkeiten ganz am Blaze. Bis jetzt sind die beiden in der Stadt wohlbekannten Herren May Friedberger und August Noll genannt. * B *** Feuerwehr- Jubiläum in Gießen. Außer der Festhalle, welcher wir gestern erwähnten, werden von den Gießener Bierbrauereien 4 größere Hallen einheitlich aufgestellt und eingerichtet und fommen dieselben von dem Festplatz Eingang lints nebeneinander zu stehen; weitere Hallen für Kaffee pp. fönnen wegen Plazmangel nicht errichtet werden. Im Garten des Kommerzienrats Gail kommt ein großes Belt zur Aufstellung und bei günstiger Witterung werden an mehreren Plägen des Gartens Siggelegenheiten von dem betreffenden Restaurateur geschaffen. Der HauptEin- und Ausgang zum Festplatz ist von der Neustadt aus neben der Restauration von H. Sauer; ein zweiter Eingang befindet sich wie bei früheren Festen nach der Kirchenstraße zu. Die Umzäunung des Festplatzes wurde dem Zimmermeister Helfenbein, die Dachdeckerarbeit dem Dachdeckermeister Emil Noll, die Weißbinderarbeit dem Weißbindermeister Launspach, die Gärtnerarbeiten dem Gärtner Carl Becker und die Dekorationsarbeiten dem Tapezierer und Deforateur Arnold übertragen. Der Festplatz, die Hallen und der Sailshe Garten werden mit elektrischem Licht versehen. Die Installation besorgt die Gießener Firma Fertsch& Eigel. Die Gesamtfeftanlagen werden nach einer Skizze des Architekten Röhler für eine offizielle Festpoftfarte die Unterlage bieten. Die Herstellung dieser Festpostkarten ist der Gießener Firma Kramer& Reinecke übertragen worden. *** Gau- Radfahrfest Gießen. Se. Durchlaucht Fürst Karl von Lich hat die überaus große Liebenswürdigkeit gehabt, das Protektorat für das Fest zu übernehmen. Wie uns mitgeteilt wird, wird der hohe Herr sehr wahr scheinlichlich am Festmontag nach hier kommen, wobei nicht ausgeschlossen ist, daß auch Se. Kgl. der Großherzog mit tommt.( Am Sonntag wird bekanntlich das Denkmal des legt verstorbenen Fürsten von Lich in Lich enthüllt, welcher Feier unser Landes fürst mit beiwohnt.)- Der Ehren ausschuß ist nunmehr ebenfalls zusammengetreten. Dem selben gehören an der Rektor der Landesuniversität, Professor Dr. Vossius, Provinzialdirektor Geh. Rat Dr. Breidert, Landgerichtspräsident Kullmann, Oberst- v. Lindau und Oberbürgermeister Mecum. Das ganze Feft wird in sportlicher Hinsicht sehr interessant, besonders Neues wird im Schul- und Kunstfahren geboten. Näheres durch Inserate in den nächsten Tagen. - *** Die Landtagswahlen. Es darf jetzt als bereits festehend angesehen werden, daß die im Herbste vorzunehmenden Wahlen zur Zweiten Rammer sich nach dem bisherigen indirekten Wahlsystem vollziehen. Das ist zweifellos bedauerlich, ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß die Agitation unverzüglich aufgenommen werden muß. Erledigt werden folgende 25 Mandate: Wahlbezirk Oberhessen: 1. Wahlb. Vilbel Die gegenwärtigen Abgeordneten. Ullmann( natl.) Windecker( nati.) Köhler( Bauernb.) 4. Leun( Bauernbd.) Brauer( Bauernb.) 7. Korell( Bauernbd.) 8. Erck( Bauernbb.) 12. Bähr( Bauernbd.) 13. Friedberg Bad Nauheim Hungen- Lich • 2. " 14 5. " Gießen- Land H " Alsfeld- Ulrichstein " Nidda Ortenberg " Breimer( natl.). 1. Häusel( natl.) 3. Ripper( Bauernbd.) 4. Schlenger( 8tr.). 8. Haas( natl.). 10. Euler( fraktionsl.) 11. Noad( freis.) 12. Berthold( Soz.). 14. Cramer( Soz.) 15. Horn( 8tr.).. 17. • H " " H " Diehl( ntl.) Bitthan( ntl.) Schill( parteil.). 4. Wolf( Bauernbd.) 5. Molthan( 8tr.) Dr. Schmitt( 8tr.) 8. v. Brentano( 3t.) 10. 2. " 3. " " " 7. " " " Homberg- Ulrichstein Altenstadt- Büdingen Startenburg: Beerfelden- Wimpfen " " Höchst Fürth- Reinheim " Lorsch Swingenberg " Darmstadt GernsheimB 8wingenberg 8wingenberg Darmstadt- Land Groß- Gerau- Langen Langen Offenbach Seligenstadt Rheinhessen: A. zey Wōastein- Alzey Dfthofen Wörrstadt Oppenheim Nieder- Olm Mainz- Nieder- Olm Bingen- Ober- Ingelheim. P. Zollwut. Ein Gießener Einwohner mußte seinen Hund wegen tollwutverdächtiger Erscheinungen töten. Die gestern auf Veranlassung des Großh. Polizeiamts vorgenommene Seftion bestätigte den Verdacht auf Tollwut. Es mußte deshalb der Kopf des Hundes zweds weiterer Untersuchung an das Kaiserl. Amt für Infektionskrankheiten in Berlin geschickt werden. Es empfiehlt sich also nach wie vor Vorsicht im Verkehr mit Hunden und Kaz: n und Vefolgung der polizeilichen Vorschriften. ** Bei den diesjährigen Kaisermanövern wird, wie nunmehr bestimmt gemeldet wird, das 8. Armeekorps als Armee A unter dem Kommando des Kavallerie- Generals v. Deines gegen das 18. Armeekorps, das die Armee B unter dem Kommando des Generalleutnants v. Eichhorn stellt, operieren. stellt, operieren. Beide Armeen werden bedeutend verstärkt. Bei den besonders zusammengestellten Kavallerie- Divisionen A und B ist besonders bemerkenswert die Zuweisung der bayrischen 4. Kavallerie- Brigade mit den Ulanen- Regimentern Kaiser Wilhelm II. in Bamberg und Ulanen- Regiment Rönig in Ansbach zur Kavallerie- Division B des 18. Armeeforps. ** Wir werden um Veröffentlichung folgenden ingesandts über die Bahnfrage Grünberg Lich ersucht: Es ist nicht wahr, daß Lenz& Co. es abgelehnt haben, die Bahn Grünberg- Lich zu erbauen, ebensowenig, daß zwet andere Firmen von den Bau zurückgetreten sind. Die Alarmnachricht kommt aus Kreisen der Gegnerschaft und ist als böswillige Ausstreuung unwahrer Behauptungen zu betrachten. *** Der landwirtschaftliche Provinzialverein für Oberhessen hat für das Rechnungsjahr 1906 die Summe von 142441 Mt. ausgeworfen, die sich folgendermaßen zusammen. szt: Rindviehaucht 78 920 mt., Moltereiwesen 8000 Mt., ferdezucht 7110 Mt., Schweinezucht 3580 Mt., Doft- und Gemüsebau 3440 Mt., Bodenfultur 3136 Mt., Biegenzucht 2420 Mt., Geflügelzucht 1900 Mt., Förderung sonstiger Zweige der Landwirtschaft 11 010 Mt., Verwaltungtosten 22924 Mt. *** Das 52. Feldbergturnfeft wird Sonntag, den 25. Juni abgehalten. Als voltstümliche Uebungen sind Freihoch, Weithoch, Stabhochsprung und Steinstoßen vorgesehen. Der Nachmittag wird mit Wettspielen ansgefüllt. Auch die Gesangsriegen tragen in diesem Jahre zum ersten Male zur Verherrlichung des Festes bei. *** Lang- Göns. Der am 8.- 10. Juli hier stattfindende Gesangswettstreit, arrangiert vom Gesangverein " Frohsinn", ist mit viel Geschick und Ausdauer vorbereitet. Im ganzen Hüttenberglande, im Kreise ießen und der Wetterau sind Sangesbrüder und die zum Wettsingen angemeldeten Vereine bemüht, das Interesse unter Freunden und Bekannten zu fördern. Und das mit Recht; denn Lang- Göns ist ja bekannt dafür, daß die Gäste und Festbesucher mit fröhlichen Gesichtern aufgenommen und bestens bewirtet werden. Wir habens ja, wir fönnens ja, der Wettstreit ist bald da," diese bekannten Worte sind fennnzeichnend für das Fest. Zahlreiche Gießener und Bußbacher werden sich hier begegnen und mit anderen luftig sein. " §§ Müde, 21. Juni. Das schon im vorigen Jahre geplante Hotel- Restaurant gelangt jezt zur& usführung. Der Bau schreitet so rüstig vorwärts, daß noch in dieser Jahre seine Vollendung zu erwarten steht. Das Hotel Restaurant fommt der Boft gegenüber zu stehen. §§ Ruppertenrod, 21. Juni. Heute Nacht erhängte sich auf dem Heuboden ein hiesiger Landwirt. Der anfangs der 40er Jahre stehende bemitleidenswerte Mann war schon längere Jahre schwer leidend und auch in der psychiatrischen Alinit zu Gießen gewesen. § Mainz, 20 Juni. Orthopädischer Turnunterright an Bolksschulen. Der Ortsgesundheitsrat will den Antrag einbringen, zur Erteilung von orthopädischem Turnunterricht an schiefgewachsene Volksschulkinder 8000 Mt. in den städtischen Voranschlag einzustellen. ?? Rüdesheim, 21. Juni. Der Mordchronik hat sich abermals ein blutiges Blatt angereiht. In der Nähe unserer Stadt ist ein junger Mann in wahrhaft scheußlicher Weise mit einem Beile erschlagen worden. Als Täter verWeise mit einem Beile erschlagen worden. Als Täter ver mutet man einen Handwerksburschen, jedoch liegen bestimmte Angaben weder über den Mörder noch den Ermordeten vor. Es handelt sich um Raubmord. * Kassel, 20. Juni. Die Bestie im Weibe. Einen bösen Ausgang nahm, laut R. A. 8" ein Streit, der gesten Abend zwischen einem Ehepaar W. in der Fliegergasse ausbrach. Die Gemüter erhitzten sich in einer der= artigen Weise, daß schließlich die Frau nach dem Wiegemeffer griff, nach dem Mann schlug und diesem die linke Hand buchstäblich abhackte. Sie hing nur noch an den Sehnen. Der Streit fand damit ein rasches Ende. Ein herbeigerufener Arzt legte dem Ehemann einen Verband an, worauf dessen Ueberführung nach dem Landeskrankenhause erfolgte. Marttberigte. tekes, 22. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt toẞteten Butter per Pfb. 090-1.00 Mt., Sühnerele: per Stück 5-6 Pfg., Enteneies St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Kasematte 2 St. 5-6 Pia Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Par mr. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, þes Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per ih 00-00 Pfg., Dchsenfleisch per Pfd. 70-72 Efa., Rindfleti per Pfb. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisch 70-80 Bfg. Schwet fleisch gesalzen per Pfund 0.84 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.50 b 800 Mt., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Pf. per Stud, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6--10 Mr. Zwetschen pet Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfd. 30-35 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Ur nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen be Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erst dret Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Sießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Witterung in Heffen für Freito. den 23. Juni. Beitweise wolkig, fühler, besonders nacho und morgen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belo Berantwortli: für die Politik und den Inseratente: in Gießen. Vielen an mich ergangenen Aufforderungen zufolge, erlaube ich mir hierdurch mitzuteilen, daß ich infolge Vergrößerung meines Werkes, welche augenblicklich vorgenommen wird, nicht in der Lage bin, Mandat zur Handelskammer anzunehmen. Ich danke für das mir so vielseitig entgegengebrachte Wohlwollen bestens. Gießen, den 22. Juni 1905. August Gabriel. Zum neuen Saalbau ( früher Steins Garten Giessen) Donnerstag, den 22. Juni: I. Abonnements- Konzert ausgeführt von der Kappelle d. Inf.- Reg. Kaiser Wilhelm( 2 Grossh. Hess.) Nr.116 unter persönlicher Leitung Grossh. Musikdirektors Herrn C. KRAUSSE. Anfang 8 Uhr. Eintritt 50 Pfg. STOLLWERCK Adler- Kakao ein Getränk für jedermann. Enthält konzentriert alle blut. und muskelbildenden Bestandteile der Kakaobohne, G ein G. F. F. Freitag, den 23. Juni Uebung des I. Löschzuges. Das Kommando. Freibant. Heute von 5-8 Uhr, Kuhfleisch 45 Pfg. Mehrere tüchtige Arbeiter u. Arbeiterinnen Ia. Doppelfalzziegel Fabrikat I. Ranges. I. Corte " III. 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Mai 1905 angeordnete Sperre der Wiesen ftraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 21. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Submission. Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weißzeng und Kleidungsstücken 1 Die auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1903 Itegen nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift:„ Angebot auf Weiß. zeuglieferung" versehen, sind mit den Mustern bis zum 7. Juli 1. J., bormittags 12 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Ange: bote stattfinden wird, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, den 13. Juni 1905. für leichte Deſchäftigung, jowie Frischer Bienenhonig Großh. Berwaltungs- Direktion der chirurgischen ein zuverlässiger Mann für die Kreissäge gesucht. Bramm& Harries, Wieſed. feinste Sorte, zu haben bei Kumpf, Marburgerstraße 38, Gießen. 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