ung. ngeordnete hoben. ießen. ng. ngeordnete& ufgehoben. at Gießen. ng. tionsarbeiten und Stein den Fuhrbe cken. ng. tonsarbeiter ße und s für den gen T. 95. Erstes Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberhaffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 fg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 22. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Guerillakrieg in Deutfch- Südwestafrika. Berlin, 20. April. Die Hottentotten müssen ganz zähe und tapfere Bursche rin. Sie und ihre Bundesbrüder, die Witbois, sind in 43 Geten geschlagen worden, sie haben noch nie einen Vorteil erngen, der auch nur in ihren eigenen Augen bemerkensert päre aber sie sind nicht moralisch erschlafft. Weder. eigen sie Neigung zur Unterwerfung, noch ist ihnen die ut an angriffsweisem Vorgehen entschwunden. Freilich ssen sie es, wo sie das vermeiden fönnen, auf offenes Geür das Recht nicht mehr ankommen. Aber im Grund spricht es nur für ihre Klugheit, wenn sie auf eine Art der Kriegführung terzichten, in der sie ihre Minderwertigkeit erkannt haben, 11nd sich auf Ueberfälle beschränken, namentlich auf nächtIde Ueberfälle, bei denen sie den großen Vorteil der besseren Ortsfenntnis auf ihrer Seite haben. Auch in der Flucht, der richtiger gesagt: in der Ausnüßung der Flucht, sind sie geregelt fein Lns weit über. Sie wissen nicht bloß, wohin sie fliehen, mäßigen Mah während die Unseren nicht wissen, wohin sie verfolgen bei Feſtſegum andern ſie verstehen zugleich ganz genau, die Unseren dahin äftigungen der führen, wo diese kein Wasser finden. Der Wassermangel aß sich dieselbe und die Notwendigkeit, jede Truppenabteilung nicht weiter für die Haus crrücken zu lassen, als sie ihren Wasserbedarf mitnehmen der man ihr den Wasserbedarf sicher und rechtzeitig nach chiden kann, das ist es, was die Kriegführung in Deutschdestafrifa verlangsamt und verteuert und zeitweilig aud Füchschläge eintreten läßt. die Bekannter fommen, t werden fam zu spät au aufgetragena och ein Gesch legten Auge Aus dem Umstand, daß bei den einzelnen Ueberfällen erst reiniga ammer von 100 oder 200 Hottentotten die Rede ist, darf chsenen Dame an micht schließen, daß die Zahl der aufständischen Hottener nicht fommotten überhaupt gering wäre. Es sind immer andere ibt" und" Epps, die in Aktion treten. Vielleicht hoffen die Hottenden; dadurotten, auf diese Weise die deutschen Soldaten zu ermüden; verden. Saç enn diesen ist keine Ruhe gegönnt. Ist doch der bloße häusliche Beufenthalt in dem unwirtlichen Lande eine andauernde nur auf einen Anstrengung, der gegenüber das bißchen Gefecht" eher aran gewöhnen eine Abwechselung bedeutet, als eine neue Belastung. Selbstverständlich sind diese Hoffnungen der aufständichen Hottentotten eitel. Allmählich müssen sie doch zuammenbrechen. Sie haben weder auf Zulauf noch auf Nachwuchs zu rechnen, und zu ihren Gefechtsverlusten kommen die weit größeren Verluste durch Flucht in das unbetrittene deutsche Machtbereich. In den deutschen Konzenautionslagern sind bereits über 5000 Eingeborene beicmmen. Gleichwohl halten wir die Hoffnung für illusioListisch, daß der nächste Monat schon die Hottentotten völlig om Boden fegen werde. Einstweilen geschieht auf deutscher Seite das Mögliche, einen Schutz gegen hottentottische Streifbanden zu schaffen. Es sind Vieh- Konzentrationsager eingerichtet worden, in denen das Vieh der Farmer jammengehalten wird und Sicherheit genießt. Solche Sicherheit wäre nicht zu erzielen, bliebe das Vieh auf den einzelnen Farmen; denn diese durch militärische Trupps gegen Vichräubereien zu decken, ist nicht angängig. Bei einem Seuchenausbruch in den Vieh- Konzentrationslagern Doch die Seuche ist Dare freilich alles Vieh verloren. am Ende weniger zu fürchten, als ein Hottentottenüberfall. zu wollen infte sich im men zum zusammen; die um 7 1hr Besellschaft boll nen Kaffee han isten, der Nach berloren. De ejeingen, welde erlichen Mittel Silagen seitens en Kaffees" ab derfelben ein en Regel ridtet feinem Haus aus Tifde nen Teller ie Flatt affer an nicht of nochmals hid nur von erührt wird. nit Seife in ort gänzlich rhält man, wenn ehen das Gefidit Teil Borar auf gfeit etwa vier Die gewöhnliche immt. Bei fet eibungen der be erdünntem Köl auf vier Teile find einfach aus en beschriebenen abzureiben. Bei Der Krieg in Oftafien. Der Aufenthalt der baltischen Flotte oder eines größern Reils von ihr in den unter französischer Oberhoheit stehenbm indochinesischen Gewässern hatte von vornherein den Sapanern Grund zu Klagen gegeben, die in der Presse des ganzen Landes mit elementarer Gewalt zum Ausdruck kament. Die Regierung zu Tokio hat sich dem Druck der öffentlichen Meinung, die schleunige Remedur forderte, nicht entziehen können und bereits in Paris diplomatische Schritte In dieser Richtung eingeleitet. Japans Protest gegen Frankreichs Neutralitätsbruch. Aus Tokio liegen Nachrichten vor, die erkennen lassen, Baß die japanische Regierung entschlossen ist, jeder Verletzung bet Neutralität von französischer Seite energisch entgegenzutreten. Man meldet von dort: In einer fünfstündigen Konferenz der Minister und ältesten Staatsmänner wurde die Einlegung einer ge= harnischten Protestnote gegen die Benutzung der Häfen von Indochina durch die Russen beschlossen. Wie verlautet, soll darin gedroht sein, daß Japan, falls eine Verlegung der Neutralität erwiesen werde, die russischen Ankerplätze als Operationsbasen behandeln werde. Die Lage wird allgemein als sehr ernst betrachtet. Zwar then Sandtudes erklärte der französische Minister des Aeußern, Delcassé dem eilen mit Rol japanischen Gesandten in Paris, Motono, Frankreich werde, dit nicht wieder. sobald genaue Nachrichten über Roschdjestwenskys AufentStrünte des dendes Gemile Bubereitung den on der äußeren, cich den jungen Teinem Gejdmad and hier nur die eint.) halt an der Küste Kotschinchinas vorliegen, jede gewünschte Auskunft geben. Aber diese Auskunft dürfte kaum zufriedenstellend lauten. Nach den neuesten Nachrichten aus Saigon hat das Geschwader Roschdjestwenskys nicht nur tatsächlich Aufenthalt in der Bucht von Kamranh gehabt, sondern befand sich am 20. April noch in dieser. Die bezügliche Meldung lautet: Das russische Geschwader befindet sich noch in der Kamranh- Bucht. Admiral Jonquières hat alle Maßregeln getroffen, um die Neutralität Frankreichs sicherzustellen. Das Versprechen der Sicherstellung der französischen Neutralität durch Admiral Jonquières wird in Japan nur verächtlichem Achselzucken begegnen. Haben die Russen so lange in französischen Gewässern aufern fönnen, so ist tatsächlich die Neutralität längst gebrochen. Die aufgeregte Stimmung in Japan könnte nur durch ernstliche Garantien für die Zukunft und sofortige Abstellung der jetzigen Mißstände beseitigt werden. Die Nachrichten, die die japanischen Zeitungen über das Verhalten der französischen Marinebehörden fortgesetzt bringen, sind nur geeignet, Del ins Feuer zu gießen. Es wird behauptet, daß Roschdieſtwensky mit Erlaubnis des französischen Admirals auf der Höhe von Kamranh durch seine Kreuzer die neutrale Schiffahrt kontrollieren lasse, und den Hafen als förmlichen Stützpunkt für seine Operationen benuse. Da kann es nicht wunder nehmen, daß die Wogen der nationalen Entrüstung immer höher gehen und einzelne chauvinistische Heißsporne eine sofortige Kriegserklärung gegen das illoyale Frankreich von der Regierung fordern. Die Politik. Die anscheinend erfundenen Gerüchte über den Verfauf der Insel Timor an Deutschland haben in Holland eine Beachtung gefunden, die sie gar nicht verdienen. Im Haag wollte man sogar wissen, Deutschland versuche die niederländischen Interessen zu engagieren, um die deutsche Politik in der Maroftofrage zu unterstützen. Das traditionelle holländische Phlegma weicht sehr leicht einer allerdings unbegründeten Nervosität, wenn von dem mächtigen Nachbar die Rede ist. Die deutsche Reichsregierung hat zur Genüge gezeigt, daß sie in der maroffanischen Frage ihre eigenen und erfolgreichen Wege zu gehen weiß. Die Vorstellung, man suche von deutscher Seite nach holländischer Hilfe, verdient wohl nur ein Lächeln. * In dem lippeschen Thronfolgestreit haben die Anwälte der Bückeburger Linie ihre Entgegnung auf die Ausführungen des Rechtsvertreters des Grafregenten beim Reichsgericht eingereicht. Die Linie Lippe- Biesterfeld wird ihre Ietzte Antwort nach 6 Wochen abgeben. Es gilt als ziemlich sicher, daß es der Bückeburger Linie gelungen ist, neue wichtige Momente beizubringen. Die Erhebungen des Beirats für Arbeiterstatistik über die Arbeitszeit in Kontoren haben gezeigt, daß nicht nur die Angestellten, sondern auch zahlreiche Prinzipale, vorzugsweise die Vertreter der Handelskammern, einer geseizlichen Regelung günstig gesonnen sind. Man denkt an eine 1cbertragung der Bestimmungen der Gewerbeordnung über die Ruhezeit in offenen Verkaufsstellen auf die Kontore. Für vermehrte Arbeit in den Saisonzeiten der einzelnen Branchen will man Ausnahmetage ins Auge fassen. frankreich. Allem Anschein nach ist die Position Delcassés ziemlich gefährdet. Seine politische Ungeschicklichkeit und die dadurch herbeigeführte Blamage in der Marokkofrage haben ihn zum verurteilten Manne gemacht, der in der Testen Kammerfißung nur mühsam durch das Eingreifen des Ministerpräsidenten Rouvier über Wasser gehalten wurde. Mehrere einflußreiche Pariser Blätter fordern offen und mit scharfen Worten seinen Rücktritt, der wahrscheinlich nicht mehr lange auf sich warten lassen dürfte. Hof und Gefclfchaft. Der Kaiser nahm mit der Kaiserin, den Prinzen und den Herren und den Damen des Gefolges am Gründonnerstag an Bord der Hohenzollern" das heilige Abendmahl, das der Militär- Oberpfarrer Göns austeilte. Der Kaiserin und dem Prinzen Adalbert wurden bei ihrem Ab schied von Taormina von der Bevölkerung stürmische Huldi gungen dargebracht. Die ganze kaiserliche Familie, soweit sie sich im Süden befindet, hat jetzt an Bord der Kaiseryacht Wohnung genommen. ** Der deutsche Kronprinz hat auch für seinen Oster- Aufenthalt am Schweriner Hofe in Rabensteinfeld als Gast der verwitweten Großherzogin Marie Wohnung genommen. Dort weilt auch seine Braut, die Herzogin Cäcilie, da im großherzoglichen Residenzschlosse zu Schwerin die Herzogin Olga zu Braunschweig und Lüneburg, die Schwester der Großherzogin Alexandra, an den Windpocken frank liegt. Die Patientin befindet sich bereits in Besserung, so daß die Braut des Kronprinzen alsbald nach; dem Jeste nach Schwerin übersiedeln wird. Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Verbrauchsstenern und deren beantragte Erhöhung in der letten Stadtver= ordneten- Versammlung. Nachdem am Donnerstag die Tagesordnung der Stadtverordneten durchberaten, fam der Stadtverordneter Löber noch einmal auf die Verbrauchssteuer zurück. In Anbetracht dessen, daß eine Aenderung derselben für unsere ganze Stadt, für alle Bevölkerungsschichten von einschneidender Bedeutung ist, geben wir nachstehend den Wortlaut wieder, mit welchem er die vom Oberbürgermeister Mecum verfaßte und den einzelnen Stadtverordneten im Druck vorgelegte Denkschrift beurteilt. Stadtv. Löber sagte Folgendes: - Diese Dentschrift, die Verbrauchssteuern der Stadt Gießen betreffend, weist auf der zweiten Seite ganz haarsträubende Unricht gkeiten auf. Es heißt daselbst: Beispielsweise fost ten im Jahresdurchschnitt für 1903 1 kg Weißmehl in Gießen 38 Pfg., in Mainz 32 Pfg. und in Worms 24 Pfg.; 1 kg Roggenmehl in Gießen 33 Bfg., in Mainz 25 Pfg. und in Worms 24 Pfg. Beide Mehlsorten find in Gießen steuerfrei, in Mainz und in Worms start belaftet; müßten also in Gießen billiger sein als in Mainz und Worms. Fracht- und Dualitätsunterschied tommen nicht in Betracht. Die nachstehenden Beispiele sollen uns nun nach der Denkschrift zeigen, daß bei gleichbleibenden Fracht- und Qualitätsverhältnissen das Ottroi auf den Preis teinen Einfluß hat. Ja, m. H., bei solchen Zahlendifferenzen spielen 50 Pfg. Oftroi gewiß feine Rolle. Aber ist es denn möglich, daß solche Zahlen Stand halten fönnen vor dem Auge des Fachmannes und vor Ihnen allen? Bei den heutigen Verkehrsverhältnissen, wo der Welt. markt den Preis reguliert, foftet Weizen- und Roggenmehl ebensoviel in Gießen wie in Mainz, Worms und Öffenbach. Dafür sorgt schon die Konkurrenz und diese sorgt auch dafür, daß annähernd zu gleichen Preisen verkauft wird. Es scheint mir ferner der Verfasser dieser Dentschrift nicht zu wissen, daß es ja verschiedene Mehlsorten gibt, die den Preis des besten Mehles um 4 Mt. variieren laffen. Das liegt erstens daran, daß die Mühlen statt 10-15% bis 50-60% dieser erstes Sorte fabrizieren und zweitens, daß dieselben meist mit dem hiesigen englischen sehr ertragsfähigen Weizen vermahlen. Die hiesigen Mühlen, welche bestes Mehl mahlen wollen, müssen 30-40% von dem flebreichen ausländischen Weizen vermahlen, der stets teurer ist. Das zuerst angegebene Mehl tann sogar weißer sein als das andere und fällt deshalb der Hausfrau ins Auge, aber der Fachmann weiß, daß es nichts ergibt. Nun reichen ja zwar alle diese Unterschiede nicht entfernt an die Zahlen der Denkschrift heran. 1898 soll 1 Sack Weizenmehl 9 und im legten Vierteljahr 13 Mt. in Gießen teurer gewesen sein als in Mannheim. Ich begreife nicht, wie sich der Verfasser der Denkschrift so düpieren laffen fonnte und wer ihm das Material zugebracht hat. Muß sich denn nicht jeder Kaufmann bei solchen Preisdifferenzen sagen, ja wenn es so in diesem Eldorado Gießen aussieht, dann wollen wir einmal schnell dahin fahren und angesichts unserer 80 Bfg. Fracht, die wir auf den Sack haben, diese 8 resp. 12 Mt. etnheimsen. Ich möchte doch den Herrn Oberbürgermeister bitten zu sagen, von wem er diese Unterlagen hat, denn es ist gerade zu frivol, solche Zahlen in die Welt zu schleudern. Weshalb, so frage ich weiter, nahm der Herr D.-B. sich bei dieser Arbeit nicht einen Fachmann zur Hand, dann wäre doch solches nicht an die Deffentlichfeit gekommen. Sehen wir doch! Die Minister unserer größten Staaten scheuen sich nicht bei Gesezentwürfen oder sonstigen einschneidenden Verlagen Fachleute zur Unterftüßung zu sich zu entbieten resp. an ihren Arbeiten Teil nehmen zu lassen. Ich erkläre Ihnen also, daß die Preise desselben Mehles in den angegebenen Städten fast gleich sind. In Mannheim tostet z. B. das beste Mehl 27 Mr. und hier ihn Gießen dasselbe Mehl durchschnittlich 80 Pfg. mehr also 27,80 mt. Nachdem nun diese Dentschrift derartig ausgefallen ist, daß sie so viel Schatten wirft, wird wohl eine Vertagung angebracht sein, bis diese Denkschrift revidiert ist." Minutenlanges Schweigen folgte dieser nicht sanften Erklärung, die Stadtväter sahen sich gegenseitig an und Oberbürgermeister Mecum gab zur Antwort: Ja, dann ist die Statistit falsch! Man sollte aber doch erwarten, daß wenn die Stadtverordneten zur Beratung einer solch wichtigen Angelegenheit geladen werden, alles stimmt und das Material, die Unterlagen zuverlässig sind. * Da nun einmal gleich der erste Anlauf zur Umgestaltung resp. Erhöhung unserer städtischen Verbrauchs fteuer( Dfiroi) eine so scharfe Surückweisung erfahren, wollen wir unseren Lesern einiges aus der Denkschrift betr. die Verbrauchssteuern in Gießen hier wiedergeben: Im Jahre 1806 wurde in Gießen zur Bestreitung der Kosten für die damals eingerichtete öffentliche Straßenbe leuchtung eine Verbrauchsabgabe( Oftroi) auf Fleisch und Wein eingeführt; 1827 wurde sie auf Branntwein, Brennholz und Mühlenerzeugnisse ausgedehnt; 1843 tam eine neue Ordnung, die heute noch maßgebend ist und wonach oftroipflichtige Gegenstände nur an den Oftroihäuschen am Neustädter, Nuenweger, Selters- und Walltor bezahlt werden können. Seit 1843 hat sich Gießen aber weit mehr ausgedehnt und es sind( will man die jeßige Kontrolle der so sagt die Denkschrift- Einfuhr beibehalten) eigentlich mindestens folgende Hebestellen nötig: 1. am Wismarer Weg bei der Kreuzung mit der Eisenbahn - 2. an der Marburgerstraße bei der Abzweigung des Wiesecker Weges, 3. an der Grünbergerstraße in der Nähe des Triebs, 4. an der Licherstraße bei der Siechenanstalt, 5. am Schiffenbergerweg, 6. am Leihgesternerweg, 7. an der Frankfurterstraße, 8. an der Rodheimerstraße, 9. beim Güterbahnhofe. Unter Beibehaltung der jeßigen Erhebungsart müssen zur Zeit die Räume für mindestens acht Hebestellen neu beschafft und fünf weitere Erheber besoldet werden. Allein, der Entwurf des Oberbürgermeister Mecum sieht eine einfachere Echebungsart vor: Die Hebestelle am Neustädter Tor, die eine zugleich günstige Lage zum Schlachthaus haben muß, nicht aus; dafür aber soll die Steuerhebung noch mehr, als in der letzten Zeit schon mit bestem Erfolge geschehen, auf die Buchführung der Kaufleute gegründet worden. Db in Zunfunft überhaupt noch Verbrauchssteuern zu erheben sind, beantwortet der Verfasser in folgender Weise: Der wichtigste Einwand gegen die Erhebung von Ver brauchssteuern ist die Behauptung, daß sie unentbehrliche Gegenstände, die jeder Mensch ungefähr in gleichen Mengen verbraucht, verteuern und daher auf die Leistungsfähigkeit des einzelnen feine Rücksicht nehmen, sondern den wenig Bemittelten in gleichem Maße treffen wie den Reichen. Eine wohlhabende Familie hält eine mehr oder weniger große Zahl von Dienstboten und bewohnt mehr und größere Räume als eine ärmere, sie verbraucht also mehr Lebensmittel und Brennmaterial und trägt dadur mehr Verbrauchsabgaben. Allerdings wird die Mehrbelastung nicht in gleichem Maße steigen wie die Leistungsfähigkeit, und die armere Familie erscheint im Vergleich stärker belastet als die wohlhabende, wenn die Verbrauchsabgabe den Preis im Kleinhandel erhöht. Die Preisbildung hängt aber von ganz anderen Umständen ab. - - Beispielsweise kostet im Jahresdurchschnitt für 1903 1 kg Weißmehl in Gießen 38, in Mainz 32 und in Worms 24 Pfg., 1 kg Roggenmehl in Gießen 33, in Mainz 25 und in Worms 24 Pfg.; beide Mehlsorten sind in Gießen Steuerfrei, in Mainz und Worms start belastet, müßten also in Gießen billige sein als in Mainz und Worms. Zur Begründung dieses Unterschiedes föunte man behaupten, derselbe sei durch Fracht und Qualitätsunterschiede bedingt; nachstehende Beispiele zeigen aber, daß bei gleichbleibenden Fragt und Dialitätsverhältnissen das Oftroi auf den Preis feinen Einfluß hat. Nachdem Gießen und Offenbach im Jahre 1898 die Abgabe auf Mehl und Brot außer Hebung gesetzt hatten, hätte das im Preisunterschied gegen die Preise im Welthandel 3. B. gegen die Mannheimer Börsenpreise zum Ausdruck kommen müssen, da der Einfluß der Frachtfosten und des Qualitätsunterschiedes unverändert blieb; der Breis hätte also in Gießen und Offenbach im Vergleich zu Mannheim um den Betrag des weggefallenen Oftroi sinken müssen. Das Gegenteil aber war der Fall! Im ersten Vierteljahr 1898 waren 100 kg Weißmehl in Gießen 9,08 Mt. teurer als in Mannheim, im letzten Vierteljahr aber 13,32 Mt., in Gießen stieg also Weißmehl gegen Mannheim um 4,24 Mt., ebenso Roggenmehl um 1,29 Rt., obgleich der Preisunterschied für beide Mehlsorten um 0,50 Mt. hätte abnehmen müssen; in Offenbach stieg Weißmehl um 6,58 M., Roggenmehl um 0,29 Mt. gegen Mannheim. In der Zusammenstellung ist ferner der Wert des Mehls für 100 kg Brod ermittelt unter der Annahme daß 3 Gewichtsteile Mehl 4 Gewichtsteile Brod ergeben, und mit den Brodpreisen verglichen. Auch hier zeigt sich das Anziehen der Preise trotz Wegfall des Dftroi; nur Roggenbrod ist in Gießen billiger geworden, aber wesentlich mehr als die Abgabe ausmachte. Die derzeitigen Einnahmen der Stadt Gießen werden für die nächste Zukunft nicht genügen; zur Deckung der Aus: gaben in 1904 und 1905 mußte eine größere Anleihe aufgenommen werden, und weitere große Ausgaben stehen in den nächsten Jahren bevor, die zum Teil gar teinen Ectrag bringen( Straßerpflaster und Schulbauten), oder nur in so geringem Maße, daß die Berzinsung und Tilgung des Rapitals nicht gedeckt wird Straßenbahn.. Der zur Zeit der Zweiten Kammer vorliegende Entwurf eines Gesezes über die Gemeindeumlagen beschäftigt sich nur mit den direkten Steuern, er hat die erhoffte und von den Städten dringend gewünschte Erschließung weiterer Steuerquellen nicht gebracht; dies soll vielmehr erst durch das Gesetz über die Gemeindeabgaben geschehen, das zwar ebenfalls der Kammer im Entwurf vorliegt, voraussichtlich aber in diesem Landtage nicht mehr zur Verabschiedung fommt. Die nach dies in Gesezentwurf zu erwartenden Einnahmen werden in den ersten Jahren so spärlich fließen, daß sie taum in Betracht tommen. Die Billetsteuer wird keinen nennenswerten Ertrag abwerfen, die Wertzuwachssteuer fann sich erst im Laufe der Jahre auswachsen und die Erhebung einer Abgabe beim Besizwechsel von Grundstücken soll den Gemeinden nach wie vor verschlossen bleiben und nur im Staatsinteresse geschehen. 2. Osterfeiertag, den 24. April. In der Stadtkirche. Markusgemeinde. Feier des heil. Abendmals. Pfarrer Schwabe. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schlesser. Abends 6 Uhr: Bfarrassistent Schulz. Mangels anderer Einnahmequellen steht Cießen zur Zeit vor der Frage, ob es seine Einnahmen durch Erhöhung der direkten Steuern oder des Ottroi oder durch Erhöhung Vormittags 9 30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der beider Steuerarten vermehren will. Vor Beantwortung derselben ist ein Vergleich der Steuerverhältnisse in Gießen mit denen der anderen größeren Städte in Hessen erforderlich. Der Ertrag des Dftroi ist auf den Kopf der Bevölkerung gerechnet in Mainz, Darmstadt und Offenbach gleich geblieben, die direkten Steuern sind dagegen überall im Steigen begriffen, was bei aufstrebenden Städten durchaus nicht auffällig ist. Die direkten Steuern stiegen in Mainz, Darmstadt und Worms rund um das doppelte, in Gießen auf 210°/° und in Offenbach auf 266% des früheren Betrrg. Der Anteil des Oftroi an den Steuern beträgt in Darmstadt zur Zeit ein Viertel, in Gießen dagegen nur ein Neuntel. Käme das Darmstädter Verhältnis bei Gießen in Betrag, so würde hier der Zuschlag zu den direkten Steuern nicht 114%, sondern nur 97.1% betragen. Nach den beständigen Klagen über die Höhe der direkten Steuern scheint es, daß diese unangenehmer empfunden werden als das Dftroi. Es wird sich daher empfehlen, anstatt der ersteren das Oftroi zu erhöhen. Die jebigen Säge für Schlachvieh nehmen auf das Schlachtgewicht der Tiere nicht genügend Rücksicht, der Entwurf zum neuen Ostroiftuft daher die Säße nach dem durchschnittlichen Schlachtgewicht ab. Die vorgeschlagene Erhöhung wird im Kleinhandel auf 1 Pfund Ochsenfleisch nur 1 Pfg. und für das gleiche Quantum Schweinefleisch sogar noch etwas weniger betragen. Auch für Pferde und Ziegen sind entsprechende Säße vorgesehen. Wild und größeres Geflügel sollen verhältnismäßig hoch befteuert werden, da sie mehr von der wohlhabenderen Bevölkerung verzehrt werden Mehl wird mit 50 Pfg. per 100 kg und Brot mit 4 Pfg. per 10 kg bersteuert werden. Für Bier ist eine Abgabe von 65 Pfg. per hl angenommen. Brennholz soll steuerfrei sein, während Kohlen einen geringen Aufschlag erleiden. Ohne die Erhöhung der Verbrauchsabgaben wird eine Erhöhung der direkten Steuern unvermeidlich. * Ein Beschluß wurde nicht erhoben. Der Punkt wird vielmehr in der Stadtverordneten- Sizung am nächsten Freitag noch einmal speziell behandelt werden. Sehr wünschenswert wäre es im Interesse unserer ganzen städtischen B.völkerung, wenn einige Fachleute an dieser Stelle zu der vorgeschlagenen Oftroi sich äußerten. CoRales. 22. April 1905. *** Raummangels halber sind wir gezwungen, den Bericht über die Stadtverordneten- Sigung fstr die nächste Nummer zurückzustellen. * ** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen 50 000 Mt. auf Nr. 25045, 4 à 2000 Mt.: auf Nr. 23 063, 63 716, 38 943 und 56 474. *** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 18. u. 19. April stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 872 Stück Rindvieh, 937 Sweine. Der nächste Markt findet am 2. und 3. Mai statt; am letteren Tage auch Krämermarkt. K In der Rhön und im Vogelsberge liegt Schnee. K Wetzlar, 21. April. In Erda ist eine Typhusepdemie ausgebrochen. 25 Erkrankungen wurden festgestellt, von denen bis jeßt 5 den Tod zur Folge hatten. K Mombach, 21. April. Die Blüten an den Aprikosen, Pfirsich- und Kirschbäumen sind in der Nacht vom 18. auf 19. April erfroren. Auch der Salat hat durch die Kälte gelitten. Marttberichte. leben, 22 April. Auf dem heutigen Wochenmarti fosteten Butter per fb 1.10-1.20 M., Sübnereler per Städ 5-6 Bfg., Enteneier St. 6-7 fa, Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Bfg Ecbien pet Litex 21 Bfg., 2inien per Liter 32 fg., Tauben per Paar . 0.80-1.00, Sühner per Stid Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 fa., Ochsenfleisch per fb. 70-80 fs., Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. per ft. Schweinefleisd 66-76 Big. Schwetne fleisch gesalzen per fund 0.80 ig., stalbfleisch per Bfd. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per fb. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 7.00 5. 000 m., Zwiebeln ber 31. Mr. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen ver Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pig. Milch per Liter 20 Bfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizett überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktselt im Umberziehen fetlgeboten werden. tenency landwirts@ aftliches Wetterdiens Boraussichtliche Witterung in Seffen für Sonntag, den 23. April. Aufheiternd und trocken, tagsüber wärmer. Auch für Montag wärmeres, trockenes Wetter in Aussicht. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Bormittags 11 Uhr: 1. Osterfeiertag, den 23. April. In der Stadtkirche. Pfarrer D. Schloffer. Kinderkirche für Matthäus- und Marfusgemeinde gemeinsam. Pfarrer D. Schloffer. Abends 6 Uhr: Beichte zu der mit der Konfirmation der Kinder aus der Markusgemeinde verbundenen Abendmahlsfeier. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: farrassistent Sattler. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Kirchenkasse. In der Johannesfirch e. Vormittags 9.30 Uhr: Professor D. Eck. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes: gemeinde. Pfarrassistent Sattler, Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der K fi manden aus der Lukas- 46 Militärgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Nach allen Gottesdiensten besondere Kollekten für die Armen. Nächsten Sonntag, den 30. April, findet die Konfir mation der Kinder aus der Matthäusgemeinde, in Vers bindung damit die Feier des heil. Abendmahls statt. Die Beichte wird am Samstag, den 29. April, nachin. 2 Uhr sehalten. Nächsten Sonntag, den 30. April, findet die Konfirmation der Kinder aus der Lukas- und Militärgemeinde, in Verbindung damit die Feier des heil. Abendmahls statt Die Beichte wird am Samstag, den 29. April, nachmittags 2 Uhr gehalten. Am gleichen Tage nachmittags 4 Uhr die Vorstellung und Prüfung der Korfirmanden aus der Johannesgemeinde statt. Nachdem Herrn Kirchenrat Dr. Naumann zur Wiederherstellung seiner Gesundheit ein Urlaub bis 30. September bewilligt, und für diese Zeit Herr Pfarrassistent Sattler zum Assistenten für die Johannesgemeinde bestellt worden ist, werden die Glieder der Johannesgemeinde gebeten, sich in allen pfarramtlichen Angelegenheiten nur an diesen, wohnhaft Südanlage 8, im Johannespfarrhaus, ebener Erde zu wenden. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Ostersonntag( 23. April) predigt: Vormittags 9 Uhr: Defan Wagner. Text: Marc., 16, 1-8. Lied Nr. 81. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: 1, Cor., 5, 7-8 Lied Nr. 91. Beichte, Gottesdienst und Feier des hl Abendmahls. zu Stangeurod vorm. 9 Uhr. Am Ostermontag( 24. April) predigt 1. vormittags: Detan Wagner. Text: Luc., 24, 13-35. Lied Nr. 83. 2. nachmittags: Vorstellung und Prüfung der diesjährigen Konfirmanden von Stangenrod, Lehnheim, Grünberg und Lumda, geleitet von Pfarrer Schmidt. Beichte, Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls zu Lumda vormittags 8½ Uhr. Berantwortlich: für die Politik und den Inseraten.etl Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Sorn, beide in Girben Jede Mutter, die einer Familie vorsteht, hat unter ihren Hausmitteln ein Pläßchen für Lebertran. Sie wird sich größere Erfolge sichern, als sie bisher mit Lebertran erreicht hat, wenn sie in Zukunft Scotts Emulsion an dessen Stelle einreiht. 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Preußischen Gemarkungen Launsbach und Wißmar zu diesem Verfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 18. April 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Nach dem Antrag einer Anzahl beteiligten Grundeigentümer soll in den auf dem linken Lahnufer gelegenen Teilen der Gemart ungen Launsbach und Wikmar das Feldbereinigungsverfahren nach den Bestimmungen des Gefeßes vom 28. September 1887 einge: leitet und sollen die Gemarkungsteile zu dem im Gange befindlichen Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zugezogen werden. Für Launsbach ist dieser Antrag von 20 beteiligten Grundeigentümern, 8,9249 ha Gelände besigen, unterschriftlich unterstützt worden. Da im ganzen 47 Grundeigentümer mit 14,7737 ha Land beteiligt sind, so ist für Launsbach die für das Zustandekommen des Unternehmens gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit( mehr wie ein Fünftel der beteiligten Grundeigentümer mit mehr als der Hälfte der beteiligten Fläche) vorhanden. fahr Submission. Für die psychiatrische Klinik soll für das Rechnungs 1905 die Lieferung von ca. 7000 Centner Koaks ca. 800 Centner Nußkohlen 40 Raummeter Tannenscheitholz Alice- Schule. Der Unterricht für Weiknähen, Sticken, Bügeln und Schneidern beginnt Freitag, den 28. April, der Kursus für Handarbeitslehrerinnen, Kunstarbeiten, sowie die Kochschule, den 1. Mai. auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden Die Aufnahme der Schülerinnen findet DonnersDie Bedingungen liegen an den Wochentagen von tag, den 27. April, vormittags 10 Uhr, im Schullokale 3-5 Uhr nachmittags auf dem Verwaltungsbureau offen. ftatt. Auskunft und vorherige Anmeldung auch für die Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Stochschule bet Frl. L. Moeser, Oberlehrerin, Gießen, Aufschrift versehen bis zum Eröffnungstermin Gartenstraße Nr. 30. Dienstag, den 4. Mai 1905, vormittags 11 Uhr auf dem erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 31. Mai 1905. Gießen, den 17. April 1905. Großh. Direktion der psychiatrischen Klinik. J. V.: Dr. Dannemann. Submission. Für Wismar hat am 29. März d. Js. eine öffentliche Ab- Für die psychiatrische Klinik soll die Lieferung von fimmung über den oben beschriebenen Antrag ſtattaefunden. Hierbei 150 Centner guter Speisekartoffels( Magnum bonum) hat ein beteiligter Grundeigentümer, der 525 qm Land besitzt, gegen den Antrag gestimmt, während 137 Grundeigentümer mit 16,3178 ha auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben Land als für den Antrag stimmend anzusehen sind. Im ganzen sind werden. 138 Grundeigentümer mit 16,3703 ha Gelände beteiligt, so daß auch für das Zustandekommen des Unternehmens in dem Wißmarer Ge markungsteil die gesetzlich vorgeschriebene Mehrheit vorhanden ist. achtet worden. Die Anträge sind von der Landeskommission für zulässig er Sie liegen nebst einer Zusammenstellung ihrer Ergebnisse und dem Protokoll über die am 29. März d. Js. stattgehabte öffentliche Abstimmung in der Zeit vom 26. April bis einschließlich 2. Mai d. J8. in den Amtszimmern der Gemeindevorsteher von Launsbach und Wigmar zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen gegen die Zulässigkeit oder Rechtsbeständigkeit der Ergebnisse sind binnen 14 Tagen von der Veröffentlichung dieser Bekanntmachung im Kreisblatt ab mittels schriftlicher Beschwerde bei Großh. Ministerium des Innern, Abteilung für Landwirtschaft, Handel und Gewerbe in Darmstadt geltend zu machen. Friedberg, den 6. April 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Betreffend: Die Schott'sche Stiftung. Bekanntmachung. Die Zinsen der Schott- Stiftung - Ostergeld - Die für diese Lieferung gültigen Bedingungen liegen an den Wochentagen nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Offerten sind verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen unter Beifügung von Probefartoffeln bis zum Eröffnungstermin Samstag, den 29. April 1905, vormittags 11 Uhr auf dem oben erwähnten Bureau abzugeben. Der Zuschlag erfolgt bis zum 3. Mai 1905. Gießen, den 17. April 1905. Gasthaus zum Adler, Giessen. Markt 20 empfiehlt Markt 20 ff. fere u. Weine; reichhaltige Tagesplatte, sowie warme peisen zu jeder Zeit. Neuestes elektrisches Musik- Orchestrion. Zuschneide- Rursus. Erfolg garantiert. Methode Parisienne. Prima Referenzen. weiß im echten Pariser- Schnittmusterentwerfen, 40-60 Biècen Die Zeitdauer ist unbegrenzt, bis sich die Schülerin perfekt und Anproben machen. Die Methode ist einfach und sicher und kann in 20 Stunden erlernt werden. 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Die Angebotsunterlagen liegen auf dem Bureau des unterzeichneten Zimmer Nr. 18, während der Dienstfunden zur Einsicht der Interessenten offen. Angebote mit entsprechender Aufschrift versehen find verschloffen und portofrei bis spätestens Freitag, den 5. Mai 1. 3., nachm. 3½ Uhr auf der Großh. Bürgermeisterei Alertshausen einzureichen, woselbst die Eröffnung in Gegenwart etwa erschienener Bewerber erfolgt. Die Angebote auf Maurerarbeiten haben a mit und b ohne Materiallieferung zu erfolgen. Die Arbeiten und Lieferungen sind wie folgt deranschlagt: Erd- und Maurerarbeiten Zimmerarbeiten Dachdeckerarbetten Spenglerarbeiten die Roonficaße zwischen Moltkestraße und Großer Steinweg von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 18. April 1905. 1900 Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. 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