ung. Bter Beit geben § 367, 14 Hei Nr.69. daß nach Maßgestionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Obert. 28 Bau- Ordnunen, Sie Kreise Weglar unb Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. namentlich beim Redaktion u. Haupterpedition: teßen, Seltersweg 83. er Erneuerung de zu treffen, weld orübergehende n ang zu verhinder agen, daß Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 Bfg. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 22. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hans gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten rwert vor dem A Arbeiten ausreiche Erde abgeworie fäßen abgelaffen un den lauf Wagen un wird, daß elchen eine Staube den ist, nur in 8 Uhr vormit leberwachung b Sießen. ang. ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Deutschlands Intereffen in Marokko. Anläßlich des bevorstehenden Besuchs unseres Kaisers in Marokko wird uns aus politischen Kreisen geschrieben: Man erinnert sich, daß das englisch- französische Abkommen über Marokko im vergangenen Jahre zustande kam, während fanälen und Sailer Wilhelm ſich auf längerer Mittelmeerfahrt befand, en bergiftet band Daß das Abkommen eine Ueberraschung für alle nicht u erzielen, ift direkt Beteiligten bildete. Keine angenehme Ueberraschung. Stadtgebiet lieg Denn das Abkommen verfügte über den noch freien Rest Bertilauna der Nordafrikas ohne Berücksichtigung der Interessen Deutschland und Italiens. Die einzige Konzession, die diesen schandenhalber gemacht war, beschränkte sich auf die Bestimmung, daß innerhalb einer längeren Frist alle wirtschaftlichen und zollpolitischen Zugeständnisse Marokkos jedem Staat gegenüber Geltung haben sollten. Ein Einspruch " bezeichnet, ist nicht gegen dieses Abkommen war kaum möglich, schon weil von eute, die sich daran dem Abkommen den interessierten Regierungen gar nicht nterzuschlucken. mamtlich Kenntnis gegeben worden war. Selbstverständlich dem Wege der Ge sah man in dem Vorgang eine Beeinträchtigung deutscher en, ein Verbot des Interessen, und man verübelte dem Reichskanzler Grafen Bülowo sehr, daß er sie ruhig hingenommen hatte. wäre durchaus zu er. ern ohne Ausschlag war ſehr ſchwäch eine schwere Luft Code. Da die Gee trotz des fehlen der Krankheit nicht erzte noch uneinig lag überhaupt vorMan hatte unrecht, als man solche Passivität bei dem deutschen Reichskanzler voraussette. Er machie bloß keine großen Worte, sondern wartete still feine Zeit ab, um wirffam einzugreifen. Dazu bot das Vorgehen Frankreichs die passende Gelegen beit. Frankreich fühlte sich bereits als Erben nicht bloß, nein, als den Herrn von Marokko, gebärdete sich danach er Arzt teilte fürzahren, in der er behandelte den Sultan wie einen Vasallen. Der Kaiser ern behandelt hat, von Marokko reagierte darauf mit Abweisung aller franösischen Vorschläge. Der französische Unterhändler war vielleicht der Meinung, daß seine Worte größeres Gewicht habem würden, wenn er zu verstehen gäbe, daß aus seinem Munde nicht bloß Frankreich, sondern ganz Europa spräche. Jedenfalls hatte man auf marokkanischer Seite diesen Eindruck, der möglicherweise auch gar nicht beabsichtigt, nur durch die Größe des Mundes hervorgerufen war. Der Sultan wollte sich bei dem deutschen Gesandten vergewissern, und erfuhr hier, daß die deutsche Reichsregierung an feinem Maroffo betreffenden Abkommen beteiligt, von solchem AbLommen nicht einmal offiziell unterrichtet sei, daß sie vielmehr die Wahrung der Integrität Marokkos für selbstverständlich halte. Zeit zu Zeit kann en Genuß von Lee punft aus muß zu zu viel Tee trinken Das Beispiel von Volk vor größeren st der Genuß von Basser verseucht ist. alb in China alles muß gefocht wer Ueberflüssig, zu sagen, daß der Sultan von Marokko über Diese Aufschlüsse hoch erfreut war. Die französischen UnterHändler fielen vollständig ab, der deutsche Einfluß in Marotto ist größer denn je. Das alles ist ohne Apparate erreicht worden, ohne schöne Geste", ohne jede Anmaßlichkeit, einzig durch schlichtes und würdiges Handeln. Wir glauben Fagen zu dürfen, daß dies der größte Erfolg der deutschen ährlich. Die fabel- olitik unter der Reichskanzlerschaft des Grafen Bülow iſt. ichen Schaden von te von den Hafen der Eselsmüller und die Falschmünzer. vie Buffer erden, scheinen zu en der Tee auf das Schaden ausb mer als ein fait die Energie fogor fung belebt und ein Gefühl des erzeugt werden Lee Kindern be selbstverständi s bleibt wunder allzu empfindlich folcher Reizmittel it genügender Unen fun fie wahr wir sollten ihren ein Grjagmittel Innen oder wo sie Mitte, direkt al chen vor dem mit vahren. feine ernste und durch ihren Sit recht läftig wer damit Befallenen ten Beigaben los sohne jede Kunst en Ackmittel vom fäure angewendet ibliche Megnarben nenstrahlen zu be bikonveren Linfe ennglafes, das die t. Man hält tai Warze trifft u... weilen tritt dabei rfcheint dann ge ter zu rücken, d ausgebracht wird n der Warze uni rzer Zeit. Ri 15) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Der Esel trabte seinen ihm bekannten Stalle beim Gulen- Hannes zu. Dort traf nach einigen Stunden der Eselsmüller auch ein. Er streichelte sein Grautier, wußte, abgeworfen ist der Grenzjäger, aber nicht wo. der Gulen- Hannes frug, warum der Esel allein angebommen fet. Der Eselsmüller erwiderte:„ Ein Spaßbogel habe den Esel losgebunden und fortgetrieben". Damit war die Sache erledigt. Wie sah es aber mit Neumeyer aus? Als er aus Heiner tiefen Betäubung erwachte, war es Nacht. Er mußte fich befinnen, was mit ihm geschehen set und wo war. Sein Bein schmerzte ihn entseßlich. Die Nacht war zwar nicht so sehr falt. Aber ein brennender Durst und zuletzt ein Wundfieber machten seine Lage gu einer traurigen und hülflosen. So lag er gegen morgen noch von Fieberfrost geschüttelt an demselben Blaze. Waldarbeiter fanden ihn und brachten ihn mit Sülfe einer bald notdürftig hergerichteten Tragbahre nach Medelohn und von dort mit einem Wagen nach Medebach seinem Standorte. Als Heiner des Kollegen Mahlheuer erfuhr, bebauerte er denselben doch, aber zu Knackwurst sprach et als sie darüber redeten:„ Der Teufel selber wagt Fig an den Eselsmüller nicht. Er würde auch genarrt olewir. Für die Zukunft geht kein Grenzjäger mehr an den Kerl, sie friegen alle Denkzettel. Neumeyer glaubte mir alten Burschen über zu sein mit seiner Beisheit. Mich hat der Eselsmüller, dieser Satansel in den Dreck gesetzt, den Neumeyer noch schlimmer. maafwurst, Kollege, gehen Sie diesem Eselsmüller nie in die Falle. Meinetwegen mag der Kerl treiben, was twill, ich frage nicht darnach. Eins steht fest, der Daß Kaiser Wilhelm auf seiner jetzigen Mittelmeerreise am 31. März Tanger anläuft, steht wahrscheinlich mit den oben erwähnten Vorgängen in Zusammenhang. Nicht bloß auf des Sultan von Marokko Befehl, sondern aus aufrichtigem Herzen wird die Bevölkerung von Tanger den deutschen dankbar begrüßen. Der Krieg in Oftafier In rastloser Flucht, die stellenweise zu einem wahren Chaos ausgeartet sein soll, eilen die versprengten russischen Heeressäulen weiter dem Norden zu, hart bedrängt von den unermüdlichen Japanern, denen sich die Tschuntschusen und die chinesische Bevölkerung im Haß gegen die Russen zugefellt. Daß auch die Chinesen den Russen schaden, wo sie nur können, ist begreiflich, wenn man folgende Schilderung Szenen von dem russischen Rückzug von liest, die sich in der„ Nowoje Wremja" findet: Die russische Armee geht unter leichten Nachhutgefechten zurück und befindet sich 40 Kilometer nördlich von Tieling. Beim Rückzug zerstören und brennen wir alles nieder, Brücken, Häuser und die Niederlagen in den Dörfern. Die Gerüchte von einer tiefen Umgehung der Japaner haben nachgelassen, offenbar weil die Chinesen uns nicht mehr dienen und offen auf die Seite der Japaner übergegangen und wir infolgedessen nur auf unsere eigenen Rekognoszierungen angewiesen sind. Selbst die chinesischen Dienstboten fliehen die Russen. Der erste Teil dieses Telegramms, in dem von der Zerstörung und Niederbrennung der chinesischen Dörfer die Rede ist, bietet die beste Erklärung für die in dem letzten Teil enthaltene Nachricht von der neuen feindlichen Gesinnung der Chinesen gegen die Kussen. Russische Krankenpfleger von Chinesen ermordet. Unter diesen Umständen kann die folgende Meldung auch nicht weiter Wunder nehmen. Es verlautet mit Bestimmtheit, daß der Hauptbevollmächtigte des Roten Kreuzes" Gudschkow sowie mehrere Aerzte und barmherzige Schwestern, die in Mukden bei den Verwundeten verblieben, Opfer der Chinesen geworden sind. Die Schwestern sollen vergewaltigt und darauf ermordet, auch die Verwundeten getötet worden sein. Sonst liegen weiter keine Nachrichten ür neue Ereignisse vor. Dagegen eine ausführliche Schilderung über den feierlichen Einzug der Japaner in Mukden, der am 15. März erfolgte. Vom Südtore bis zu den Gebäuden, die als das Quartier für den Marschall und seinen Stab ausacfucht worden waren, bildeten Truppen der zweiten Armee( Ofu) Spalier. Die Infanterie der Wache des Hauptquartiers, eine Kavallerieabteilung und ein Detachement Gendarmerie eröffneten den Zug. Dahinter folgte Oyama, in dessen Stab General Kodama und der Prinz Fukushima ritten. Dann folgte der Stab der zweiten Armee mit den Militärattachees. Die Spalier bildenden Truppen, die den heftigsten Kampf in der Schlacht auszuhalten gehabt batter, zeigten in ihrem abgerissenen Zustande deutlich deffen Spuren. Die Fahnen waren vollständig zerfetzt. Marschall Oyama machte einen gealterten Eindruck. Sein Gesicht war tief ernst und durchfurcht. Im Innern der Stadt hatte ihm der chinesische Vizekönig eine Anzahl schöner chinesischer Häuser zur Verfügung stellen lassen. Chinesische Soldaten und chinesische Polizei hielten das Volk zurück. Die Leibwache des Vizekönigs nahm an dem Einzuge teil, wobei sie japanische und chinesische Fahnen von gewaltigem Umfange frug. Die ganze Stadt war mit derartigen Fahnen geschmückt. Seitdem die Russen in Mukden eingerückt waren, hatten die Chinesen ihre Landesfahre verstecken müssen, denn die Russen duldeten nur die russischen Farben. Ueber 100 000 Chinesen sahen sich den Einzug an. Ihrer Gewohnheit gemäß zeigten sie keinerlei Erregung und verhielten sich vollständig ruhig. Der Dank des Mikado. Dem preußischen Generalmajor 3. D. Meckel in GroßLichterfelde ist vom Mikado in Anerkennung der großen Verdienste, die er sich um oie japanische Armee als Lehrer der Taktik erworben hat, eine hohe Anerkennung zuteil geworden. Ihm wurde das Großkreuz des Ordens des Heiligen Schatzes verliehen, eine der höchsten Auszeichnungen, über die der Kaiser von Japan verfügt. Die besten Taktiker der Japaner waren s. 3t. Schüler Meckels. Die Schlacht bei Mukden. Petersburg, 21. März. Das gewaltige Ringen am Schaho und Hunho, das man unter dem Namen der Schlacht bei Mufden zusammenfaßt, hat längst mit dem Rückzug der geschlagenen russischen Armee nach Norden geendet. Aber erst jezt gelingt es, an der Hand privater Meldungen, die die dürftigen offiziellen Telegramme ergänzen und berichtigen, sid; ein zusammenhängendes Bild der ganzen riesigen Aktion zu konstruieren. Danach hat sich die denkwürdige Schlacht, die unbestritten als die größte der ganzen bekannten Kriegsgeschichte gelten darf, folgendermaßen abgespielt: Kuropatkin war bei Beginn der Operationen über die äußerste japanische Rechte, ihren Anführer und ihre Stärke völlig im Unflaren. Jedenfalls glaubte er, es dort mit der Hauptmacht des Feindes zu tun zu haben, und nahm deshalb an, daß seine Rechte verhältnismäßig sicher sei. So warf er hastig große Truppenmassen nach dem linken Flügel, und Onama nahm die Gelegenheit sofort wahr. Er befahl Der alte Weishaupt eilte jetzt fort aus der EselsKerl hat etwas Uebernatürliches an sich. Wäre ich nicht Setter, so würde mir der Kerl einen föstlichen mühle, eine geheime Angſt trieb ihn zu ſeinem Kohle. selbst Spaß machen. Neumeyer war sehr bald Invalide. Der Abwurf des Esels hatte doch zu stark gewirkt. Die anderen beiden Grenzjäger tranfen in Gemütsruhe den von der Behörde verdammten Nordhäuser weiter, ohne sich über den Einschmuggler weiter Gedanken zu machen. Der Eselsmüller war von Medelohn heim geritten, dort angekommen, fand er Weishaupt und den Pfarrer auf ihn wartend. Was soll das bedeuten, frug er? " Ihr beiden erwartet mich, ich sehe es an Euren Gesichtern. Ja, wir erwarten Dich", sprach der Kohlenbrinner Weishaupt, heute war der Kappenschneider hier, Du kennst ja den Bossenreißer. Er erzählte, daß dem Rüsseler zu Nuttlar sein ganzer schöner Hof, Haus, Scheuer und Stallung abgebrannt sei. Sein ganzes Vermögen, auch sein Baargeld ist verloren. Das schrecklichste aber ist, seine eigene schöne und noch junge Frau ist die Brandstifterin. Es war ja bekannt, daß sie die lange Abwesenheit ihres Mannes zu allerlei Aus schweifungen benutzt hatte. Als sie alles entdeckt sah' nahm sie ihre Zuflucht zum Zuchthaus. Um schnell hinein zu kommen, steckte sie ihren eigenen Hof an. Wie durch ein Wunder wurde ihr Mann noch aus dem Feuer gerettet. Sie wußte nicht, daß derselbe schon im Schlafe lag, als sie ihren teuflichen Plan zur Ausführung brachte." So sprach der alte Weishaupt. Der etgentliche Verführer der Frau ist verschwunden. Wenn den der Gensdarm Richter nicht aus den Händen der empörten Bauern gerissen hätte, dieselben hätten ihn lebendig ins Feuer geworfen. So hat der Kappenschneider erzählt", sprach der Pfarrer. Ich fürchte", sprach er dann wetter, Gottes Gericht geht über uns alle, so hat Weishaupt vorhin noch gesagt". Dann brach er furz ab, als set er unfähig, noch etwas zuzusehen. Der Eselsmüller erbleichte. Ja sie fühlten, es mußte endlich alles ein Ende mit Schrecken nehmen. " In acht Tagen hatte er versprochen, denselben zu löschen, um dann dieselben ins Nassauische abzuliefern. Herr Gott", seufzte er, nur kein Unglück, sonst bin ich Etwa tausend Schritt vor seiner Kohl verloren". angekommen, erzitterte die Erde unter seinen Füßen. Ein furchtbarer Donnerschlag, so stark als ein Kanonenschuß halte in entseglichem Echo durch die Waldungen. Weishaupt brauch ohnmächtig zusammen. Das sich jezt darbietende Schauspiel sah er nicht, er fannte es, es bangte ihm davor. Deshalb die Eile Gine Stelle im Kohl, aus der Mühle zu kommen. d. h. in den etwa 400 Meter großen Meiler, hatte Luft. Als Weishaupt furze Zeit fort war fühlte der Eselsmüller seine Mühle erbeben. Er wußte was geschehen war. Obgleich sein Schrecken groß war, faßte er sich doch schnell. Er war geldgierig aber eigentlich nicht geizig. Dem Weishaupt wollte er das ganze Holz zu einem neuen Kohl kaufen und zum Geschenk machen. Es mochte ihm auch einige hundert Taler kosten. Er fühlte mal wieder eine menschliche Rührung. Den Pfarrer hatte der Donner und dann das Erzittern der Mühle fast betäubt, deshalb frug ihn der Eselsmüller, ob er die Sprache verloren habe, oder ists Dir in die Glieder gefahren? ,, Keins von beiden, entgegnete derselbe, mich drückt etwas ganz anderes. Dem Weishaupt hilfft Du, daran Aber wie geht es mit zweifle ich keinen Augenblick. Rüsseler? Dieser stolze Bauer und Leinwandhändler war doch eine Deiner Kreaturen. Stolz und reich, ist er jegt ein armer Mann. Durch wen? Durch seine Frau. Du bist schuld daran, daß er fast immer auf der Reise war. Wäre er bei seiner Frau geblieben, dann wäre dieselbe nicht auf die Basterbahn geraten. höre es, Eselsmüller. Deine Habsucht hat uns alle | elend gemacht. ( Fortsetzung folgt.) dem starken linken japanischen Flügel, der bis dahin so gut mie gar nicht hervorgetreten war, unverzüglich die entblößte rechte Flanke des Gegners anzugreifen. Erst als die Truppen dieses Flügels sich bereits auf Schußweite westlich von Mukden den Russen genähert hatten, erkannte Kuropatkin seinen Irrtum. Nun verstärkte er so schnell wie möglich seinen rechten Flügel und begann außerdem die Offensivbewegung gegen das japanische Zentrum, da er glaubte, nach der Stärke der beiden japanischen Flügel zu schließen, hier auf eine schwache Stelle zu stoßen. Das war die Situation Anfang März. Unterdessen fuhr die japanische Linke fort, energisch vorzurücken, und am 2. März erkannten die Russen, daß die Japaner in fünf starken Kolonnen um ihren rechten Flügel herummarschierten. Vom 2. bis 7. März glaubten sie, durch wiederholten Frontwechsel den Bestrebungen des Feindes entgegentreten zu können, aber durch die Bedrohung von Sinminting am 5. März sahen sie sich gezwungen, am 7. zur Offensive überzugehen, die zunächst keine Entscheidung brachte. Am 8. März machte ein plötzlicher Staubsturm es den Russen unmöglich, ihre Stellungen innezuhalten, und es gelang den Japanern, in die so entstandenen Lücken einzudringen. Am 8. März war der russische Rückzug so gut wie abgeschnitten. Kuropatkin ging wieder zur Offensive vor und führte am 9. persönlich die Truppen gegen den linfen Flügel. Aber trotz aller Anstrengungen way am Abend dieses Tages die Lage für die Russen so kritisch, daß der Befehl zum Rückzug auf Tielin gegeben wurde, und nun drängte die große Masse des russischen Heeres unaufhörlich nach Norden zu. Jetzt erkannte das japanische Zentrum die gute Gelegenheit, nahm einen Hügel, der zwischen Mukden und Fuschun liegt, und zerschnitt so das russische Heer in zwei Teile. Dadurch wurden große Kontingente der Russen südlich von Mukden umzingelt und vollständig niedergemacht oder gefangen genommen. Diese Bewegung des Zentrums entschied die Schlacht endgültig zugunsten der Japaner. Die Am Abend des 10. März waren alle russischen Armeen im Rückzug nach Tielin. Am 11. März abends sammelken sich die Zweite und Dritte Armee dort. Am 12. März morgens traf die Armee Linjewitsch ein. Die Verteidigung der Vorstellung wurde dem Sechsten Korps übertragen, das später durch Truppen der Zweiten Armee ersetzt wurde. Korps der Zweiten Armee standen östlich von Tielin. Am 13. März wurden auf der Mandarinenstraße 2 japanische Divisionen bemerkt und gleichzeitig Anzeichen einer Umgehungsbewegung auf beiden Flügeln. Die Ermüdung der Truppen, der Mangel an günstigen Stellungen bei Tielin und der Paß im Rücken, veranlaßten Kuropatkin zu dem Entschluß, den Kampf bei Tielin nicht anzunehmen. Am 15. März wurde begonnen, den Rückzug fortzusetzen. Alle Armeen verließen die Station und den Ort. Den Japanern war das Feld endgültig überlassen. Die ganze südliche Mandschurei ist ihnen durch die Schlacht bei Mukden, die mit der dazu gehörigen Verfolgung bis zum Einzug der Japaner in Tielin volle 25 Tage gewütet hat, in die Hände gefallen. Ein Siegespreis, der die furchtbaren Opfer. die sie haben bringen müssen, am Ende wohl wert ist. Die Dolitik. England. Das englische Parlamentsgefängnts soll nach viel. jähriger Pause wieder einmal einen Insassen bekommen. Der letzte war das Unterhausmitglied Charles Bradlaugh, inzwischen längst verstorben, der seinen Platz im Unterhaus eingenommen hatte, obwohl dieser ihm gesperrt worden war, weil er als Dissident sich geweigert hatte, den Eid auf die Bibel zu leisten. Nach seiner Wiederwahl verzichtete das Haus stillschweigend auf den Eid, und Bradlaugh konnte ohne Bruch der Privilegien" auf seinen Platz fommen. Der jetzige Privilegienbrecher ist der irische Abgeordnete Donal Sullivan. Dieser lehnt es hartnäckig ab, in einem zur Prüfung einer Eisenbahnvorlage eingesetzten Ausschuß tätig zu sein, weil der Abgeordnete Sir Henry Kimber, Direktor der indischen Südbahn, in jenem Ausschusse sitzt, was nach Sullivans Ansicht mit den Grundsätzen der Unparteilichkeit unvereinbar wäre. Der Vorsitzende des Ausschusses, der mit Sir Henry Kimber der Meinung ist, daß die Interessen des Direktors einer indischen Eisenbahn mit den Bestimmungen irgend einer englischen Eisenbahnvorlage nichts zu tun haben, hat die Angelegenheit zur Kenntnis des Sprechers des Unterhauses gebracht. Der Sprecher hat die Befugnis, den widerspenstigen Deputierten durch körperlichen Zwang zur Teilnahme an den Ausschußsizungen unmittelbar anzuhalten oder auf ihn durch Einsperrung in den Parlamentsturm einzuwirken. Russland. A Aus Petersburg wird uns berichtet: Die revolutionäre Partei verfällt jeden Tag auf neue Mittel, die Täuschung hervorzurufen, als ob ihre Proklamationen Willenskund gebungen des Zaren seien. Ihre jüngsten Ansprachen und Anweisungen haben sie in Goldfarbe drucken lassen, und nun sind die Bauern fest überzeugt, daß der Zar selbst zu ihnen spricht und ihnen befiehlt, die Großgrundbesizer, seine cinde, auszuplündern und ihre Häuser einzuäschern. Solchem Befehl gehorchen die Bauern gern, und ihr Glaube ist willig. Stände in den goldgedruckten Proklamationen, die Vauern sollten sich ruhig verhalten, mehr Steuern zahlen und bei den Kriegsaushebungen helfen, sie würden jedenfalls nicht so schnell gehorchen, wahrscheinlich an der Echtheit der Papiere zweifeln. In Rutais, im taukasischen Gebiet, breiten sich die Bauernunruhen aus. Im Gebiet von Kars gährt es zwischen Mohamedanern und Armeniern. Namentlich sind es die aus der Türkei geflüchteten Armenier, die den Unfrieden schüren.- Finland hat seine SpezialRevolutionäre. Das neueste Opfer dieser Revolutionäre ist der Gouverneur von Wiborg Mjasojedow, der vielleicht noch mit dem Leben davonkommt, obwohl er an Hand, Hüfte und Vein verwundet worden ist. Der Attentäter Matti Reinikka muß ein Fanatiker sein. Er wollte schon 1903 den inzwischen von anderer Seite getöteten Senatsprofureur Johnsson ermorden, wurde aber beobachtet und mußte entfliehen. Auf der Flucht geriet er unter einen Eisenbahnzug, in Folge wovon ihm ein Arm abgenommen wurde. Als Krüppel hat er jetzt gegen den Gouverneur von Wiborg die Waffe erhoben. Amerika. Cherchez la femme! Dieses Merkwort, bisher nur in Europa von unbestrittener Geltung, scheint jetzt auch in Amerika zur Anerkennung kommen zu sollen. Man erinnert sich daß das Repräsentantenhaus in Washington ebenso wie der Senat eine gewisse Abneigung an den Tag gelegt hatten, den vom Präsidenten Roosevelt in zwei Botschaften empfohlenen Vertrag mit San Domingo zur Erledigung zu bringen. Nachträglich erfährt man, daß das nicht bloß eine Unfreundlichkeit gegenüber dem Präsidenten der Vereinigten Staaten, sondern zugleich eine Unhöflichkeit gegenüber einer Frau Athol Reador war, die Himmel und Erde in Bewegung gesetzt hatte, um jenen Vertrag zum ordnungsmäßigen Abschluß zu bringen. Frau Athol Reador steht mit ihrem Gemahl in Diensten des Präsidenten Morales, dessen Interessen das Ehepaar vertritt, als wären es die eigenen. Frau Reador ist Präsidentin einer peruvianischen Zehnmillionen Dollar- Goldmine, für deren Direktor ihr Mann ausgegeben wird. Als Mädchen war Frau Reador, die damals Ellen Rawle hieß, Maschinenschreiberin von bedeutenden Fähigkeiten. Später wurde sie in Venezuela Amtsstenographin, und danach leitete sie McKinleys Privatkorrespondenz während des Wahlfeldzugs. Im Jahr 1889 ging sie nach London, hatte die Hand in Finanzgeschäften und besorgte für J. G. Withe u. Co. den Baukontrakt für die Lahore- Bahn. Im Jahr 1901 heiratete sie als ehemalige Sekretärin des Er- Gouverneurs von Ceylon Sir West Ridgeway, Herrn Reador. Nach einem Interview mit dem Präsidenten Morales von Venezuela machte dieser sie zu seiner Finanzagentin in Washington. In Gemeinschaft mit ihrem Mann unternahm sie die Kolonisierung von Santo Domingo, wo sie mit der Selbstsicherheit eines Cecil Rhodes Minen aufschließen und dem bankerutten Lande wirtschaftliches Gedeihen bringen wollte. Staatssekretär Hayes hatte für diese großen Pläne kein Verständnis, für ihre Prophetin feine Sympathie, und so ist fürs erste Frau Reador aus ihrec diplomatischen Laufbahn gedrängt. Niederlande. Die Furcht vor der gelben Gefahr macht sich in den Niederlanden bemerklich. Man hat dort recht ängstliche Vorstellungen von den Bedrohungen, deren NiederländischIndien von seiten der Japaner gewärtig sein müsse. An 40 Millionen Gulden sollen für das niederländisch- indische Budget aufgewendet werden. Doch das ist nur der Anfang. Die Verteidigungswerke werden noch ganz andere Summen erfordern. In der herrschenden Angst tröstet man sich damit, daß die europäischen Großmächte und die Vereinigten Staaten von Amerika gemeinsam der wachsenden„ gelben Gefahr" gegenübertreten werden. Die Furcht ist doch eine recht schlechte Beraterin. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser wohnte in Begleitung der Kaiserin am Dienstagabend der Eröffnungsvorstellung im umgebauten föniglichen Schauspielhause in Berlin bei. Die Einsegnung des Prinzen Waldemar, des ältesten Sohnes des Prinzen Heinrich, findet am 28. März in Kiel statt und wird durch den Propst Becker vollzogen. Nach der Feierlichkeit gedenkt die Prinzessin Heinrich, nach Rußland zum Besuch des Zarenpaares und ihrer Schwester, der Gemahlin des ermordeten Großfürsten Sergius, zu reisen. Deutfcher Reichstag. ( 169. Sigung.) CB Berlin, 21. März. Heute wurde zunächst der Etat des Reichs militärgerichts ohne Debatte nach den Beschlüssen der Budgetkommission in zweiter Lesung genehmigt, dann der Militäretat beraten. Dabei wurde zunächst über zwei Resolutionen diskutiert, die sich mit dem Militärstrafrecht beschäftigen. Das Zentrum beantragte einen Gesetzentwurf, durch den die Zulassung mildernder Umstände eingeführt und die Mindeststrafen herabgesetzt werden. Die freisinnige Volkspartei verlangt Anbahnung einer allgemeinen Revision des Militärstrafgesetzbuchs, vorherige Beseitigung des Mißverhältnisses zwischen den Strafen für Vergehen gegen Vorgesetzte und Mißhandlungen Untergebener, schließlich Gewähr der gefeßmäßig eingeführten Oeffentlichkeit der Verhandlungen. Die erste Resolution begründete und empfahl der Abg. Gröber, die zweite der Abg. Dr. MüllerMeiningen, während der konservative Abg. Himburg beide Anträge im Interesse der Disziplin befämpfte. Sehr ausfülyrich behandelte sodann der Sozialdemokrat Dr. Gradnauer unter Anführung zahlreicher Einzelfälle die Soldatenmißhandlungen. Nachdem noch der nationalliberale Abg. Hagemann für den Gröberschen Antrag eingetreten war, ergriff der Kriegsminister v. Einem das Wort. Er gab bedauernd zu, daß Mißhandlungen noch vorkämen, wies aber darauf hin, daß sie doch wesentlich abgenommen hätten. Er bestritt, daß die Deffentlichkeit grundlos ausgeschlossen werde, fand aber für gewisse Fälle einen Grund zum Ausschluß der Deffentlichkeit in der Neigung eines Teils der Presse, aus der Verurteilung eines Vorgesetzten allgemeine Vorwürfe gegen das Offizierforps, ja gegen die ganze Armee herzuleiten. Sehr entschieden wandte sich der Minister gegen die beantragte Aenderung des Strafenverhältnisses. Der Vorgesetzte, der sich einen Uebergriff gegen den Untergebenen erlaubt, verleße nur das Recht der einzelnen Persönlichkeit; der Untergebene, der sich gegen den Vorgesetzten vergeht, verleze das Recht der Allgemeinheit, denn er verletze die Disziplin, die Grundlage der Armee. Daher seien hier höhere Strafen gerechtfertigt. Im Interesse der Disziplin müsse er sich auch gegen die Herabsetzung der Mindeststrafen aussprechen; lägen mildernde Umstände vor, so sei die Gnade des Kaisers anzurufen. Mit einem warmen Appell an die Sozialdemokraten, nicht immer nur unangenehme Vorkommnisse in der Armee zu registrieren, sondern auch den guten Geist, der im allgemeinen in ihr herrsche, anzuerkennen, schloß der Minister unter lebhaftem Beifal der Rechten. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. stands- Darlehen zu gewähren, falls von der Regierung en Notstand anerkannt wird. Auch der Gesetzentwurf über de Kosten der Prüfung überwachungsbedürftigen Anlagen wurde nun endlich in der vom Herrenhause abge canbarmenberban Balthasar Häuse Wirtschaftsbet änderten Fassung genehmigt. Eine kleine Debatte, die fhause Bleichstraß hauptsächlich um die Abänderungsanträge des Abg. Gan onzeffionsentzie drehte, rief die Wegeordnung für Westpreußen hervor. Sie wurde unverändert anger.ommen. Zahlreiche Abänderungsanträge lagen auch zu dem letzten und wich tigsten Punkte der Tagesordnung, dem Gesetz über die Frei haltung des Ueberschwemmungsgebietes Die Vo abblaufende Sch 19905/06 beginn F Theate der Wasserläufe, vor. Das Zentrum hatt sich zum an diesem Fre Sprachrohr der unzufriedenen Flußanlieger gemacht und einer erfolgreic allerlei Aenderungen, vor allem die Beschränkung auf den Osten der Monarchie, beantragt. Minister v. Podbielst bekämpfte diese Anträge ganz entschieden und verlangte einheitliches Gesetz für den ganzen Staat. Dieser Au fassung schlossen sich die Mehrheitsparteien ebenfalls an mit Ludwig Das Schauspie gegeben worder fabter Softhea Nach einer rein sachlichen und wenig anziehenden Debatt bortige Regiffe wurden schließlich alle Zentrumsanträge abgelehnt und das Gesetz mit einer unwesentlichen Abänderung angen om men. Morgen stehen verschiedene kleinere Vorlagen und Anträge auf der Tagesordnung. Nab und fern. die Hauptrolle spielen. X Konz Abend mit de mufifdirettor Frankfurt un intereffante 2 für Deflamatio aufgenommen. der gute Befuch übrigen Numme in der Ausfüb * Amerika von Auswanderern überschwemmt. Die ante rikanischen Behörden sind in der größten Verlegenheit, wi sie dem kolossalen Zustrom von Auswanderern aus Europa steuern sollen. In Newyork sind während der letzten Woche nicht weniger als 32 683 Emigranten angekommen. Die werden zurückgeschickt werden müssen. Mehrzahl wird auf der Ellisinsel festgehalten und viele Brahms- Trio O Herenlied" b Heidelberg) Ein Beifall. Da Drei Personen an der Seekrankheit gestorben. Auf deheften befriedi der letzten Reise des deutschen Postdampfers Main" von Bremen nach Newyork starben drei Fahrgäste an Herzschwäche infolge Seekrankheit von ungewöhnlicher Heftigkeit. gewaltiger Sturm herrschte während der ganzen Ueber fahrt. Der Roman des Buren- Obersten. Am Bahnhof Bergen wurde der ehemalige Burenoberst v. Zelewski kurz vor der Abfahrt des Schnellzuges nach München verhaftet und in das Traunsteiner Landgerichtsgefängnis überführt. b. Zelewski, der sich vor kurzem mit der Besizerin des Bades Adelholzen verheiratet hat, war beschuldigt, sich der Bigamie schuldig gemacht zu haben. Er vermochte jedoch sofort durch seinen Anwalt glaubhaft nachzuweisen, daß er seine erste Frau nach amerikanischem Recht geheiratet und von ihr na dem gleichen Recht geschieden worden war. Daraufhin wurde er sofort wieder in Freiheit gesetzt. Gine furchtbare Brandkatastrophe entstand durch eine Kesselerplosion in der Groverschen Schuhfabrik zu Brockton in Massachusetts. Wie es heißt, sollen dabei 100 Personen ums Leben gekommen sein. 60 Leichen wurden bereits ge borgen. Die Zahl der Verletzten beträgt 50. Verloren und wiedergefunden. Vor kurzem verschwan den aus einer Wohnung der Schmiedestraße im Leipziger Stadtteil Plagwiß nicht nur Wertpapiere in Höhe von 7000 Mark und ein Bankeinlagebuch, sondern auch die junge Gattin eines Gewerbetreibenden. Zugleich ging aber auch ein 23 Jahre alter Monteur aus Sandsburg verloren. Jett hat sich in Ansbach alles wiedergefunden bis auf 1100 Mart, die von dem Bankbuche abgehoben waren. Die bayerische Polizei war so ungalant, die beteiligten Personen zu ber haften und die Wertsachen für den Gatten der Frau zu be schlagnahmen. Ein blutiges Liebesdrama ereignete sich in Graz. Der 22jährige Agent Heinrich Feddern aus Hamburg, der die Tischlersehefrau Höfler schon seit längerer Zeit mit Liebes anträgen verfolgte, feuerte gegen die Frau drei Revolver schüsse ab und verwundete sie tödlich, worauf er gegen sich selbst zwei Schüsse abgab, die ihn schwer verwundeten. Seinen Vater im Streit erschossen hat ein 17jähriger Arbeitsbursche namens Blumberger in Ansbach. Der Er schossene, der betrunken nach Hause gekommen war, fing mit seiner Frau Streit an und schlug sie. Darauf zog der Sohn einen Revolver hervor und gab zwei Schüsse auf seinen Vater ab, die diesen tödlich verletzten. Dann brachte er sid selbst zwei lebensgefährliche Schüsse bei. Im gestohlenen Priesterrock entflohen ist ein Gauner, der soeben aus dem Zuchthause entlassen war und sofort wieder einen Einbruch verübte. In Kulmbach drang der Mensch in das Haus eines katholischen Pfarrers ein, dieser in der Kirche seines Amtes waltete. Er fand 50 W. in barem Gelde, nahm aber dazu die Soutane, die Schube und den Hut des hochwürdigsten Herrn, bekleidete sich d mit und wanderte in dieser Tracht ganz unangefochten b dannen, da man ihn überall für einen Amtsbruder des vont ihm beraubten Geistlichen hielt. + Hungersnot in Südspanien. In den südspanischen Provinzen herrscht infolge anhaltender Dürro eine große Not unter den Landarbeitern. Viele Leute starben eine qualvollen Hungertodes. Die Verzweiflung der Bevölke rung macht sich in schweren Verbrechen Luft. Mehrere wohl habende Besitzer wurden erschlagen und beraubt. Lokales. 22. März 1905. ** Der Großherzog und die Großherzog schönen und Bortragsfolg Nr. 2 bon de Weise wiede legenheit be Sonaten hör Abend unter Als schönster ohne jede Be Musikdirektor während des ** Die hielt bergang sammlun Bail, erschien meifter Lind zuvor seiner gelommen fe folgen zu för zabireich fich Torps, Kamero über das abg ein rein Fre Apparates m Weise durch ift darum in doch nicht u legten Jahre Geschäfte wa Mitgliederbe wurden 11, 1904 das Co aktib find u Verstorben fir Alog und Ka jahr wurden übungen abge hienen, also den Besuch im berechnet, so erg mannichaft m 54 pet. und d Blage war. 2 23.16., 15.17., alarmierung Oberbürgerm febt rajdy a abgelaufene herzog der zeichen für Corps für Adam Hai 5jährige Di Abzeichen. Berjammlu für 25 Di und zwar e Stolz für 1 Hah. Heuser, Seybicke un empfingen am 21. März, vormittags 10 Uhr, im Neue dem find es Palais das Bureau der Landessynode, bestehend aus Profe inspektor Loos D. Stamm Gießen, I. Vorsitzender, Direktor Brand babon 35 Ja Schmeckenbecher Gießen. D Dem Feste und führer, ferner die von dem Großherzog ernannten Mitglie auf das bebor Schriftführer, Pfarrer D. Schlosser- Gießen, Schommerzienta der Landessynode den Grafen zu Solms- Laubach- Darmstandes an un Pfarrer Widman- Darmstadt, Pfarrer Hildebrand- Ehzeit aller Straf Professor D. Drews Gießen und Landgerichtsteine, damit d Die nächste Provinzialausschußsizung glides leifte findet kommenden Samstag, den 25. März, vormittag für die 1/29 Uhr statt. Die Tagesordnung ist folgende: 1. Klagte breffe, des Ortsarmenverbandes Gießen gegen den Landabe. Grit um Honaventura Faust aus Brandlos. 2. Klage de Simmel, heller angenommen, den geschädigten Kleinschiffern Not| Ortsarmenverbandes Großen Linden gegen den Bunder, wer ( 166. Sizung.) RK Berlin, 21. März. Der eindrucksvollste Moment der heutigen Sizung war zweifellos die Einleitung. Vizepräsident Dr. Porsch verlas das Schreiben des Grafen Bülow, worin dieser das Haus von dem Ableben des Ministers Freiherr v. Hammerstein in Kenntnis setzt. Stehend ehrte das Haus das Andenken des Toten. Dann wandte es sich wieder der Arbeit zu. Unter allgemeiner Unruhe und fast ohne Debatte wurde ein Antrag armenverband Gießen wegen Unterstützung de ** Gießen Pferdemartt einen On der Regierung über material an Zahl das der letzten Märkte weit übertraf. Beichenturi darmenverband Gießen wegen Verpflegung des| Plaz aufzuweisen hatte, wenn das aufgetriebene Pferde| prüfungen wird die Tagung mit dem von Defan Jaudtm Herrenhause 3. Wirtschaftsbetrieb des Andreas Schildheuer im Obgleich mehrere gute Verkäufe für leichtere Pferde gsbedürfti Balthasar Häuser Ehefrau von Großen- Linden. eine Debatte, die Sause Bleichstraße Nr. 5 zu Gießen, hier Antrag auf zwischen 400-800 mt., für mittlere zwischen 800-1100 Mt. räge des Abg. Gonzessionsentziehung. ür Westpreuj er.ommen. Zahl Dem legten und Die Volksschulen Hessens schließen das ablaufende Schuljahr am 15. April. Das Schuljahr - - Gesetz über die 1905/06 beginnt am 1. Mai, acht Tage nach Ostern. Auswahl auch die Qual. Nicht anders ergings den Herren mungsgebiet Sentrum hatt sich diesem Freitag, den 24. März wird uns noch mit anlieger gemacht Beschränkung auf ster v. Podbiel den und verlangte F Theater- Verein Gießen. Die legte Vorstellung einer erfolgreichen Novität dieses Winters bekannt machen, mit Ludwig Fulda's Schauspiel Masterade". Das Schauspiel ist an fast allen größeren Bühnen bereits und für schwere von 1200-1600 t. zu Anfang gleich zustande kamen, so war der Umsaß immerhin etwas schleppend. Liebhaber waren genug da, hatten aber infolge der großen der Pferdemarktkommission, die lange sich umsehen mußten, ehe sie die passenden Tiere für die Verlosung auftaufen ehe sie die passenden Tiere für die Verlosung aufkaufen fonnten. Mehrere größere Pferdehandlungen, darunter Frensdorf- Gießen und Kaufmann- Niederweisel, hatten lange Reihen Arbeitspferde stehen. Lobenswert ist Planing gesprochenen Schlußgebet geschlossen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 21. März 1905. Der Photograph Heinrich Nickel von Hanau ist wegen Bestechung unter Anklage gestellt. Er blieb zum zweiten Mal unentschuldigt aus, weshalb Haftbefehl gegen ihn erlassen wurde. Wegen Zechprellerei wurde der Taglöhner Heinrich Heß von Alsfeld zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat sich in der Wirtschaft Opel zu Grebenau, Speisen und Getränke verabfolgen lassen, ohne im Besitz von Geld zu sein. Drei Brüder Fuhr von Groß- Karben hatten sich wegen Vergehens gegen die Bauordnung zu vers Staat. Dieser geben worden. Bei uns wird die Einrichtung des Darm. es, daß die Kommission den Ausstellern von Wagen und arteien ebenfalls adter Hoftheaters der Aufführung zu Grunde liegen, der Pferdegeschirren dieses Mal die gedeckten Hallen zur Verige abgelehnt und die Hauptrolle des Stücks, den Gesandten von Wietinghoff ausgestellt hatten. Außer den bekannten Gießener Firmen Karben einen Tanzsaal erbaut, der nachdem er bis zum anziehenden De dortige Regisseur, Herr G. H. Hacker, wird hier selbst fügung stellte und daraufhin auch mehr Firmen als früher antworten. Sie haben dem Gastwirt Dschenhirt zu kleinderung angeno Spielen. leinere Vorlagen mm. schwemmt. Dies en Verlegenheit end der legten XKonzert- Verein. Der zweite KammermusikAbend mit dem„ Trautmann- Trio"( Herren Universitätsmusikdirektor Trautmann- Gießen, Konzertmeister RebnerFrankfurt und Johannes Hegar- Frankfurt) hatte als interessante Abwechslung zwei Werke von Mar Schillings für Deflamation mit begleitender Musik ins Programm nderern aus Er aufgenommen. Unzweifelhaft war diesem Umstand auch der gute Besuch des Konzerts zuzuschreiben, obgleich die angefommen übrigen Nummern höher standen, ja sogar, wie das Brahms- Trio Op. 101 geradezu einzig, besonders auch in der Ausführung genannt werden müssen. stgehalten und ampfers Main mote an Serzite icher Heftigteit. d der ganzen efest. ägt 50. Groß, Kilbinger, Faber, Spieß und Müller& Diebel waren neu vertreten die Firmen Stephan- Großen Buseck, Louis Völzing- Groß- Felda und Grauer Butzbach. Ebenfalls zum ersten Mal auf diesem Markt hatten die Firmen Brüber Schmidt und Rosenthal ausgestellt und zwar landwirtschaftliche Maschinen und Geräte. Wir können die bessere Ausschmückung des Canzen nur gut heißen. Der Schweinemarkt war hinsichtlich des Umsages etwas beffer daran, die Ware qualitativ gut, der Stauf flott. Es wurden gezahlt für das Paar Fertel 35-50 mt, Läufer 60--80 Mt. und für Einlegschweine 75-100 Mt. Bis Mittag war hier das Geschäft gemacht. Der Krämermarkt auf Dswaldsgarten ist mit Buden reich beseßt; von Mittag ab wurde auch hier gut gelauft und die Schaubuden dürften bei dem guten Wetter ebenfalls nicht schlecht abschneiden. *** Grünberg, 21. März. Bürgermeister Konferenz. Gestern traten im Gasthof Zum Hirsch" die Bürgermeister des Kreises Gießen unter Vorfiz des Provinzialdirektors Geheimrat Dr. Breidert zu einer Konferenz zusammen, der auch die Landtagsabgeordneten Köhler und Leun beiwohnten. Amtmann Dr. Kranzbühler und Amtmann Hechler sprachen unter größter Aufmerksamkeit der Versammlung über die Alters- und Invalidenversicherung, An- und Verfauf von Gemeinde- Gelände, Gemeinde- Jagdverpacht ungen, Verhalten der Gemeinden gegen umherziehende Zigeuner und die Anlage von Gemeinde Geldern. Zahlreiche Fragen, die im Anschluß an diese Referate aus der Versammlung heraus gestellt wurden, wurden in der entgegenkommendsten und eingehendsten Weise bes antwortet. Schließlich wurde auch noch die bei Laubach projektierte Gaszentrale in Beziehung zu elektrischen und Acetylen- Anlagen für Kraft- und Lichtzwecke angeschnitten. Provinzialdirektor Dr. Breidert erklärte sich bereit, die verschiedenen Vorschläge durch berufene Techniker prüfen zu lassen. theit gestorben. chesten befriedigte noch von den Deklamationen das herenlied" von Wildenbruch. Herr Dr. Pfeiffer hetwelberg) und geir Trautmann ernteter reichiſſen Beifall. Das Beethoven- Trio Op. 97 litt trotz seiner schönen und edlen Interpretion etwas am Platz in der . Am Bahnhof Vortragsfolge, während die„ Beethoven- Sonate" Op. 30 tv. Zelewsti f Nr. 2 von den Herren Rebner und Trautmann in einer München verha Beise wiedergegeben wurde, wie wir lange nicht Gegefängnis überlegenheit hatten, diese bekannteste aller Beethovener Befizerin des Sonaten hören zu können. Uebrigens stand der ganze ldigt, sich der Bigan Abend unter dem Zeichen wahrer und echter Kunst. ochte jedoch sofort dins schönster Beweis möge die spielende Leichtigkeit en, daß er seine er ohne jede Bemühung nach außen dienen, mit der Herr ratet und von ihr no Musikdirektor Trautmann seinen schwierigen Klavierpart Den war. Darauit während des ganzen Abends durchzuführen verstand. entstand durch ** Die Freiw. Gail'sche Feuerwehr zu Gießen hielt bergangene Woche thre diesjährige Hauptver uhfabrik zu Brod sammlung ab, wozu auch ihr Chef, Kommerzienrat dabei 100 Bersa Batl, erschienen war. Der 1. Hauptmann, Schmiede: n wurden bereits meifter Lindenstruth, leitete die Versammlung und gab zuvor seiner Freude darüber Ausdruck, daß der Chef gekommen set, um dem Verlauf der Versammlung mit folgen zu können, dann aber auch, daß die Kameraden zahlreich sich eingestellt hätten. Der Adjutant des Corps, Kamerad Karl Wenzel, erstattete den Jahresbericht über das abgelaufene 49. Vereinsjahr. Das Corps ist ein rein Freiwilliges und die großen Kosten seines Apparates werden zum großen Teil in wohlwollendster Weise durch Herrn Kommerzienrat Gail gedeckt. Es ift darum in Anbetracht dessen für das breite Publikum doch nicht uninteressant, das Wissenswerteste aus dem legten Jahresbericht zu erfahren. Zur Erledigung der Geschäfte waren 14 Vorstandssitungen erforderlich. Der Mitgliederbestand betrug Ende 1903 233, aufgenommen wurden 11, ausgeschieden sind 14 Mann, sodaß Ende 1904 das Corps 130 Mann zählt, wovon 99 Mann aktiv sind und 31 Mann der 10. Rotte angehören. Berstorben sind im letzten Jahr Karl Huber, Hermann Alotz und Karl Müller. Im verflossenen Sommerhalbgekommen war, fingjahr wurden einschließlich der Schlußübung 11 HauptDarauf zog der G bungen abgehalten. Zusammen waren 552 Mann ermoet and leader in bilemen, alſo immerhin ein gutes Resultat. Brozentual um die nes tu errichtenben wei Schiffe auf fein den Besuch im letzten Jahr auf die einzelnen Abteilungen berechnet, so ergibt sich, daß durchschnittlich die Hydranten Bor kurzem verst Destraße im Le ere in Höhe von dern auch die ugleich ging aber ndsburg verloren Den bis auf 1100! waren. Die bat igten Personen Batten der Frau nete sich in Graz aus Hamburg, de gerer Zeit mit ie Frau drei Men , worauf er gun en hat ein 17 chwer verwundeten. in Ansbach. Der bei. ift Gaunce ntlaffen war und foformannschaft mit 65 pEt., die Steigermannschaft mit In Kulmbach drang de Chen Bjarters ein, Gr fand 50% Goutane, die rn, bekleidete ang unangefo n Amtsbru des bo In den fübfamiljen nder Dürro eine groß ele Leute starben eine weiflung der Bevölk en Luft. Mehrere wo und beraubt. 22. März 190 pCt. und die Sprizenmannschaft am Blake war. Alarmiert wurde das Corps 4 Mal, am 23./16., 15./7., 24./9. und am 17./12. Bei der Probealarmierung der beiden Gießener Wehren durch den Oberbürgermeister am 22. September war das Corps sehr rasch auf dem Alarmplay. Dekoriert wurde im abgelaufenen Jahr von Sr. Kgl. Hoheit dem Großherzog der 1. Steigerobmann Lang mit dem Ehrenjeichen für 25jährige Dienstzeit. Ferner erhielten vom Corps für 10jährige Dienstzeit: Heinrich Beil, Georg bam Hainer, Hch. Lich, Fr. Diehl, B. Hennig; für jährige Dienstzeit C. Stammel, C. Sad, C. Rohrbach bzeichen. Hier wollen wir gleich anfügen, daß in der Bersammlung abermals Abzeichen ausgegeben wurden und zwar erhielten die Kameraden Jean Arnold solche fic 25 Dienstjahre, Paul Richter für 15, Friedrich Stolz für 10 und Wilhelm Dreher, Signalist Fischer, hh. Heuser, Arthur Münch, Bernh. Weidenhaus, Carl ** Lich, 21. März. Hochzeitsgeschenk für das Großherzogliche Paar. Gestern weilten Herr Stiftpfarrer Weber und Fräulein Pauline Braun von hier in Darmstadt, um dem eroßherzoglichen Paare eine Flügeldecke, ein Hochzeitsgeschenk der Bürger Lichs, zu überreichen. Die Decke ist auf weißer in perlmutterschimmernder Stickerei von genannter Künstlerin ausgeführt, ein Meisterwerk moderner Nadelkunst nach einem äußerst vornehmen und reichen Entwurf des Malebs Hans Dietrich Leipheimer. Mit dem Ausdruck freudigster Anerkennung nahmen die hohen Herrschaften das Geschenk entgegen. über den„ Befähigungsnachweis im Panomet. Deibe Dachdecken fertiggestellt war, zusammenstürzte. Die Anklage legte ihnen zur Last, daß sie gegen die anerkannten Regeln der Baukunst verstoßen haben, indem sie von dem behördlich genehmigten Bauplan abgewichen sind. Nach den Aussagen eines Sachverständigen, hätte der Bau auch einstürzen müssen, wenn nach dem Plan gearbeitet worden wäre; er ist der Meinung, daß die Angeklagten die Sache hätten verbessern wollen. Doch als Bauhandwerker hatten sie wissen müssen, daß die Gefahr des Einsturzens besteht. Die Sache wurde von dem Gericht milde beurteilt indem auf je 15 Mt. GeldHeinrich Schäfer II. von Engelftrafe erkannt wurde. rob hat gegen ein feldgerichtliches Urteil Berufung verfolgt. Bei Aufruf der Sache war er nicht anwesend, weshalb seine Zum Berufung ohne Beweisaufnahme vorworfen wurde. Schluſse wurden zwei Schöffengerichtsurteile beſtätigt. Heinrich - - Stod von Rödgen hatte den Wirt Hensel wegen Beleidigung berklagt. Es erfolgte in beiden Instanzen Freisprechung.- Frau Lina Burck von Wingershausen hatte den Landwirt Appel bortselbst, weil er sie, als sie bei ihm Skandal machte, etwas derb zur Türe hinausführte, wegen Körperverlegung verflagt. Ihre gegen das freisprechende Erkenntnis des Schöffengerichts Schotten eingelegte Berufung wurde verworfen. Stadttheater in Gießen. Schauspiel in 5 Aufzügen von Wilhelm Meyer- Förster. Alt- Heidelberg. Alt Heidelberg ist mehr als der Schlager einer Saison, es steht hoch über jenen Produkten, aus denen die Hauße- Spekulation der Erzeuger auf die Sensationslust ein kurzes, widernatürliches Leben zu pressen vermochte. Mag Alt- Heidelberg auch niemals mehr die große Anzahl Aufführungen wie zu Anfang erleben, sein Plaz an den Bühnen ist gesichert und es wird immer wieder seine packende Kraft dartun. Das bewies auch die gestern Abend Fräulein Marga Ruf zum Benefiz gegebene Aufführung. Fräulein Ruf gab ihre Käthi mit durchschlagendem Erfolge in lebensvollem Spiel, wozu ihre natürliche Frische und Ursprünglichkeit, sowie ihre Dialektfundigkeit ihr die besten Grundlagen schufen. In trefflicher Auffassung und Durchführung wußte sie die Käthi hinzustellen und wiederholt fand sie tiefergreifende, seelenvolle Töne. Das Publikum, das die beliebte Künstlerin beim ersten Auftritt mit stürmischem Applaus begrüßte und sie auch später inmitten der Aufzüge mit lautem Beifall ehrte, bedachte sie ebenfalls mit reichen Burfitoje auf die Bühne. Mit guter Somit wurde das und hübschen Blumenſpenden. Ihr Partner Herr Lüttiohann wußte seiner Rolle gleichfalls warmes Leben einzuhauchen, sein Erbprinz war in jeder Hinsicht eine gut und bis ins Einzelne ausgearbeitete Figur. Herrn Krafts * Rodheim a. d. B., 20. März. Der für Rodheim Staatsminister von Haugt dagegen war zu grade und trug und die benaa barten Orte ins Leben getretene 2Lokal zu wenig den Charakter des Hofmanns, der durch Herrn Gewerbeverein entfaltet in jüngster Zeit eine sehr de Giorgis Kammerdiener Luz mit wahren Hofmarschallrührige Tätigkeit. Während am vorlegten Sonntag Allüren geradezu virtuos betont wurde. Als Gegensatz zu ihm brachte Herr Linzen den Dr. Jüttner, der ſich troß baden hierselbst erschienen, um die neu zu errichtenden Sofluft und Etikette den freten Blick fürs Leben bewahrt hat, mit warmfühlendem Herzen und einem Stich ins Gesellenprüfungs- Ausschüsse zu instruieren, hielt am gestrigen Reallehrer einen Vortrag Burschikose Handwerk". Gastwirt( Herr Eckhardt und Frau Versammlungen waren von Seiten der Handwerks- Fischer) gegeben, während Frl. Jenny ihre Frau Dörffel meister sowie sonstigen Freunden der guten Sache in träftiger realistischer Weise vorführte, sogar den Feudel überaus gut besucht und konnte man selbst Interessenten wußte sie naturgetreu zu handhaben. Sehr gut hatte auch aus den entlegenen Orten am Dünsberg bemerken. Herr Konradi seinen Kellermann getroffen. Die Studenten In der ersten Versammlung fand man die Zeichnungen wurden von den Herren Sandorff, Andreas, Ellen, der hiesigen Zeichenschule ausgestellt und erregten die Kreysing und Knabe in munterem Busummenspiel geforreften Leistungen der angehenden Handwerker all- geben. Die Regie hatte, von einigen fleinen Inforrektheiten gemeine Bewunderung. abgesehen, trog ber engen Bühnenverhältnisse den umfangreichen Apparat, den Alt- Heidelberg" fordert, sehr g.schickt untergebracht und namentlich einige Gruppenbilder wirkungsvoll inszeniert. Der rückhaltslose Beifall des gut besetzten Hauses war ein durchaus berechtigter und galt Dichter, Darstellern G. H. und Zusammenspiel in gleichem Maße. " ** Darmstadt 21. März. Die 9. Sigung der VII. ordentlichen evangelischen Landessynode wurde, nach der Darmstädter Beitung", heute Morgen 8 Uhr, Der Antrag durch den Präsidenten D. Stamm eröffnet. der Syn. Brand und Gen., das Oberkonsistorium zu ersuchen, daß es bei Großh. Staatsregierung dahin wirke, im Bundesrat ihre Stimme gegen den sog. Toleranzantrag des Zentrums abzugeben, findet einstimmige Annnhme. wird ein Sonderausschuß gewählt, der sich mit der von Großh. Oberkonsistorium eingeleiteten Sammlung geistlicher Volkslieder beschäftigen soll. Gewählt werden die Syn. Alsdann Gießener landwirts& aftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 23. März. Nach vorübergehender Trübung und stellenweisen geringem Regen,( vor allem Rheinhessen und Südstartenburg) wieder trocken und aufheiteend, etwas wärmer, ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) bie Großherzo eybicke und Emil Schön für 5 Dienstjahre. AußerSe, beftehend aus Brinspektor Loos der Freiw. Gail'schen Feuerwehr angehört, Backes, Dingeldey, D. Drews, D. Schlosser, Völsing, besonders nachts. age 10 Uhr, im dem sind es dieses Jahr 40 Jahre, daß KreisfeuerwehrBender, Direktor B Babon 35 Jahre aktiv. Nachdem dem Kassierer nach Wagner und Weber. Der Antrag des Syn. Dr. Lucius und Gen., die Ergänzung der Verfassung der evangelischen dem Ausschußantrag einstimmige Annahme. Der Antrag Schulvorstand betreffend, ruft eine längere Debatte hervor. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil in Bieben Gegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen fer- Gießen, Gommerzienrat Gail auf die Wehr, thren Stand und Landeskirche zum Zwecke der Ermöglichung der Beteiligung Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide og ernannten Mitg auf das bevorstehende Jubiläum zu sprechen. Er regte der Hessischen Synode an einer allgemeinen deutschen evanSolms- Laubach Darm manches an und forderte auf, daß ein jedes Mitglied gelischen Synodalvertretung betr., findet nach Debatte nach n und Landgerig hetne, damit das Corps auch von seinem Können auf des Syn. Stamm Stockstadt und Gen., den Vorsiz im zialausiaußiiguorzügliches letste. Kommerzienrat Gail dankte ferner dem Gegen den Antrag( der die Geistlichen von der Verpflichtung 125. März, bormitor ps für die ihm zu seinem 50. Geburtstage übergift folgende: 1.ichte Adresse, die ihm ganz besondere Freude bereitet Syn. Melior, Oberkonsistorialpräsident D. Buchner, Schaub Ben gegen den gabe. Erst um Mitternacht trennten sich die Kameraden. los. 2. Stage Simmel, heller Sonnenschein und warme Temperatur en Unterftügung Linden gegen dent Feste und vor den Augen berufener Fachleute nur ** Gießener Frühjahrs- Pierdemartt. Blauer lein Wunder, wenn unter diesen Signaturen der FrühjahrsBeubemartt einen selten zahlreichen Besuch, einen vollbesetzten der Führung des Vorsizes entbunden haben will) sprechen und Pfaff, dafür die Syn. Stamm- Stockstadt, Backes, Schrimpf, Köhler, Keil, Dr. Dingelbein, Wahl- Langen, Jaudt, Dr. Lucius und D. Schlosser. Der Antrag findet in namentlicher Abstimmung mit 32 gegen 19 Stimmen Annahme. Nach Erledigung der noch ausstehenden WahlTelephon Пr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weftanlage 31. Ia. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facons. Hof- u. Straßenlinkkaften, Kaminauffäße etc. etc. Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. Färberei und chemische Wasch- Anstalt Braubach& Fischer, Giessen Friedberg i. H. Kaiserstrasse 63. Darmstadt Ernst Ludwigstrasse 17. Mainz Ludwigstrasse 8. Neuenweg 4, am Kreuz. Frankfurt a. M., Oederweg 38. IG GROSHERZO VON ESSEN INDUSTRIE PREIS ° GEWENDE AUSSTELLUNG Coblenz Firmungsstrasse 4-6. Offenbach a. M. 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Bauschutt nicht auf die Erde abgeworfe sondern abgetragen oder in Gefäßen abgelassen un hierbei ebenso wie beim Aufladen auf Wagen un Abfahren, ausreichend benäßt wird, daß 3. derartige Bauarbeiten, bei welchen eine Staubent wicklung nicht ganz zu vermeiden ist, nur in de frühen Morgenstunden, vor 8 Uhr vormittagi borgenommen werden. tragt. Die Schußmannschaft ist mit Ueberwachung beauf Gießen, den 21. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Anmeldungen zum Bezuge von Zinsen aus der Schott'schen Stiftung( Ostergeld) haben vom 3. bis 15. April 1905 auf dem Armenamt, Neuen Bäue 25 usskohlen erfolgen. Nus sowie alle anderen Kohlensorten empfiehlt billigst H. Schaumberger, Kohlenhandlung, Gießen. Gießen, den 20. März 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Alle Sorten Für Metzger! Gemüse Confirmanden ciniſche Mineralwaffer in fiets Für frischer Füllung. Kohlensäure aus den ersten Kohlensäurewerfen. Limido, alkoholfreier Saft. Limonade, Himbeer[ u. 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