Antrag der Lederwaren ichlaffes für Bifte mit dem r bis einschl. fterei- Bureau, us. Inner Sprüche gegen fte schriftlich Ablauf der üffigtigt. en beftellte Barbeiten wird Mts. ab bis eßen. 1905 wurden d. Broschen Jaar weißen ud, gez. A. C. und Aturan Rap Elan an fui ein wahres mund fandigen Fish bevorzugt r hinaus unges ie Heringe ihre in weiter aufs zuerst am Rap wärme ist nicht anfang ein und Teil wendet sich ugaru. An den laubliche Fisch Deringsfang für em Sapital von 200 000 Tonnen Der Reingewinn il der in Japan in Fischdünger großen guß arte Holzpreffe beseitigt wird. er mit schweren Crodnen an der Dei gutem Better in Säden aus dann verschifft. en in drei Teile gt. Gewöhnlich brige gleichfalls erden in Bateten Ausnutzung durch geringem Umfang auch der Herings en Aufichwung er ng der Kolonial getvejen. Damals Tonnen, während erreicht hat. gfte Fisch. Nicht it flarem talten enthaltsorte, und iet von größerem bung. Im Monal nach dem Meer, üßwaffer zu ihrer en getominen ist, Meere. Dereine nichilari, dem rilen- Strömung Laichpläge für Remuro( Walfiich ihrer Wanderung. ndung der Waffer ift eingefalzen und Obrachte der Lache bereits über eine au bereidimen igefellihaften fid wertvollen Speife eteien, die von der einem Zufluß des bon 12 Settat aus, efchlüpfen nach allen bleiben neun Zehntel St es noch 10 Lacs t für die Ausbrütung im Bert von etwa fariftrom allein etwa Den, und seitdem hat wieder gehoben. b unftreitig die Ber deiner fürzlich ber Nr. 44. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Mar! urg 10 Pfg. sonst 15. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupteyr edition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 21. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wezlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wird Rufsland frieden fchliessen? ( Ein Interview.) Mit ebenso großer Hartnäckigkeit wie Bestimmtheit auftretende Gerüchte, daß die Neigung, mit Japan zum Frieden zu kommen, in Rußands maßgebenden Kreisen neuerdings erheblich gewachsen sei und zu der Hoffnung baldigen Friedensschlusses berechtige, haben unsern Berliner CB- Mit arbeiter veranlaßt, sich Auskunft heischend an ein Mitglied der russischen Botschaft in Berlin zu wenden. Was er an dieser zuständigen Stelle erfahren hat, teilt er uns in Folgendem mit: ,, Die Frage, ob wir Neigung und Wunsch zum Frieden haben, ist falsch gestelt. Ich kann sie unbedingt bejahen, und doch wäre es irrig, daraus auf ein baldiges Kriegsende zu schließen. Denn nicht darauf kommt es an, ob wir Friedens. neigung und Friedenswünsche haben, sondern darauf, ob der Friede unter den gegenwärtigen Umständen überhaupt mög lich ist. Diese Möglichkeit ist es, die ich für jetzt und bis zu einen Umschwung auf dem mandschurischen Kriegsschauplat in Abrede stelle. Sehen wir einmal davon ab, daß der Krieg mit Japan bei uns unpopulär ist, sehen wir auch zunächst von den inne ren Wirren der jüngsten Wochen ab und betrachten wir allein die militärische Lage: Es ist wahr, wir haben zu See und zu Lande empfindliche Schlappen erlitten, haben eine Flotte und eine Festung ersten Ranges verloren. Es würde mir wenig anstehen, wollte ich den siegreichen Gegner herab seven. Ich muß aber fagen dürfen, daß man die militärische Züchtigkeit der Japaner und den Wert ihrer Erfolge sehi überschätzt hat. Man bedenkt nicht genug, daß wir auf den Krieg in Ostasien absolut nicht vorbereitet waren was ein schwerer Fehler von uns war daß wir auf einem einzigen Bahngeleise das Heer über eine unermeßliche Strecke auf den Kriegsschauplatz schicken mußten, und daß dieses einzige Geleise auch den Lebensmitteltransport zu leiten hatte. Ganz besonders aber fällt der Umstand ins Gewicht, von dem ich jest sprechen fann, weil er publici juris geworden ist: daß unser Bündnis mit Frankreich uns eine Verpflichtung auferlegt, die uns hinderte und fortgesezt hindert, gerade unsere besten Truppen in Ostasien zu verwenden. In weiteren Kreisen ist es nicht bekannt, doch hat es aufgehört, ein Staats. geheimnis zu sein, daß wir durch unsern Bündnisvertrag mit Frankreich gehalten sind, eine Anzahl Armeekorps an den westlichen Grenzen des Reiches zu belassen. Dort stehen sie auch, obwohl dort kein Feind ist. Der Vertrag will es, und unser Stolz verbietet uns, bei dem Verbün deten etwa Dispens nachzusuchen. So können wir nach Öst afien nur frisch ausgehobene Mannschaften schicken, neue und getvissermaßen improvisierte Organisationen, innerhalb deren zwischen Offizieren und Mannschaften noch keine lebendigen Beziehungen bestehen. Ich sage nicht zu viel, wenn ich behaupte: in Ostasien haben zwar russische Soldaten gefochten und tapfer ihre Pflicht getan-- aber der russische Soldat ist noch gar nicht auf dem Kriegsschauplatz erschienen. Ueber den durch mangelhafte Organisation minderwertigen Teil des russischen Heeres haben die Japaner, die weit besser borbereitet waren, Vorteile davongetragen, und dazu bedurften sie ungeheuerer Anstrengung. Sie werden feine Vorteile mehr erringen, sobald sie den russischen Soldaten sich gegenüber haben. Und das wird über kurz oder lang der Fall sein. Wir werden den französischen Dispens erhalten, ohne darum zu bitten. Schnelle Siege aber haben wir nicht nötig. In dieser Beziehung sind wir nicht verwöhnt. Wir haben noch jeden am Ende siegreichen Feldzug mit Schlappen, ja mit Niederlagen begonnen. Das zeigt unsere Geschichte seit Peters des Großen Zeit. Ein wesentlicher Teil unserer Stärke besteht darin, daß wir Niederlagen vertragen können. Nichts berechtigt zu der Annahme, daß wir jetzt empfindlicher sein müßten. Die Unpopularität des Krieges gegen Japan ist ohne Belang. Populäre Kriege gibt es bei uns haupt nicht, oder vielmehr: die Popularität ist immer nur auf einzelne Ausschnitte der Bevölkerung beschränkt. Das kann bei der ungeheueren Ausdehnung Rußlands gar nicht anders sein. Die inneren Wirren aber haben mit Krieg und Frieden nichts zu tun. Es ist wohl schon dagewesen, daß eine Regierung, um die Unzufriedenheit im Innern abzulenken, einen Krieg angefangen hat; daß sie aber aus solchem Grunde einen Krieg beendet hätte, ist noch nicht dagewesen. Was sollte uns wohl veranlassen, der inneren Unzufriedenheit, deren meist wirtschaftliche Ursachen keineswegs überall dieselben sind, dadurch neue Nahrung zu geben, daß wir unter ungünstigen Bedingungen Frieden schließen? Nein!, der Friede, den wir sehnlichst wünschen, ist in berechenbarer Zeit nicht möglich." Die ruffifchen Reformen. Petersburg, 20. Februar. Jeder Tag bringt Meldungen von neuen Reformen, die ztvar nicht durchgeführt, aber doch wenigstens in Anregung gebracht worden sind, wenn auch nicht immer von berufener Seite. Die Reformen unterscheiden sich in GroßfürstenReformen, in politische und in wirtschaftliche Reformen. Was die Großfürsten- Reformen betrifft, so gehen sie nicht etwa von den Großfürsten aus, sondern haben die Großfürsten zum Gegenstand. Denn die Großfürsten wollen nichts reformieren, sie halten den bestehenden Zustand für ihren Interessen entsprechend. Dem sollen sie einer Großfürstenversammlung deutlichen Ausdruck gegeben haben, indem sie dem Zaren alle Verantwortung zuschoben, wenn diefer sich zu Zugeständnissen an das Volk berbeilassen würde. drohung in ihren fünf Reihen, war so täuschend, daß nur gewiße Kenner den Falschen erkannt hätten. Eins aber fehlte, das Wasserzeichen, doch welcher Bauer fieht nach dem Wasserzeichen, einem Löwen im Lichtbilde, die allermeisten wußten nicht einmal was das war. Darauf baute der Eselsmüller, als er den ersten Noch einen mußte der Schein in Händen hatte. Pfarrer ebenso machen. Diese gab der Eselsmüller aus und erhielt dafür 20 Taler in gutem preußischen Gelde, dann wurde ein preußischer versucht. Dieser war wegen der beiden keulentragenden Recken neben dem Wappen zu schwierig, deshalb mußte es vorläufig unterbleiben. Der Eselsmüller und die Falschmünzer. drohung in ihren fünf Reihen, war ſo täuschend, daß 7) Von Gusta v Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Der Pfarrer erhielt einen ausgezeichneten Schinken 3 dem guten Kornbrod, später auch noch ein Gläschen Wein. Eine große Seltenheit damals dort, nur der franken Müllerin wegen waren einige Flaschen ange. schaft. Später kam er mehr, blieb auch oft am Abend daselbst. Nach dem Abendessen, wenn der alte Müller zu Bett war, spielte er mit dem jezigen Eselsmüller Karten. Der Alte hätte dies nicht gelitten. Immer mehr fam er in die Eselsmühle. Ja er mußte gar oft tagsüber etwas bom Hunger verspüren, denn er hatte oft nicht so viel Geld, um sich nur ein Brod mitbringen zu lassen. Da eilte er dann zu dem immer reich und nur gut besetzten Tisch in der Eselsmühle. So war es schon Jahrelang gewesen, dann starben turz nacheinander die beiden alten Müllersleute und der junge Eselsmüller übernahm die Mühle. Die Be fuche des Pfarrer blieben wie seither. Nach dem Effen wurde jetzt offen gespielt, dabet wurde auch manchmal so ein kleiner Nordhäuser getrunken. Er war zwar bei großer Strafe in weiterenlmfrets verboten, der alte Karnem aber, schon ein Freund vom alten Eselsmüller, besorgte dem Jungen von Zeit zu Zeit eine Flasche. Er helfe ja auch berdauen, hatte der Pfarrer gesagt. Daß der Pfarrer ein ausgezeichneter Zeichner war, wissen wir, ebenso war seine Schrift wie der damalige Steindruck. Der Müller retchte ihm eines Abends einen Braunschweiger Zehntalerschein und frug wie im Scherz:„ Kannst Du den nachmachen?" weniger als 14 000 balben Zonne reinen viermal fo viel Silber, gebraucht. Nach einer Serechnung dürfen nur Lande girlulierenden mbierten Zähnen auf für den Umfang der der Umstand, daß igiert und, was bas rita bat alfo Europa mehr überflügelt, als geftellt werden. Frei od baben fie, wie bie a die Millionäre immer Gewiß," erwiderte der Pfarrer. Einige Tage sind vergangen, da erhielt der Müller aus des Pfarrers Hand den ersten falschen Zehntalersahein. Die Schrift, Wappen und besonders die AnNach einiger Zeit frug der Pfarrer, wo die Scheine hingekommen seien.„ Ausgegeben", sprach der Eselsmüller. " Was, ausgegeben?" versetzte erschreckt der Pfarrer. Der Müller wußte es ihm so flar vorzureden und dann war seine Not tatsächlich so groß bis zum Hungern. Beim Müller hatte er einen täglich gut gedeckten Tisch. Dadurch schwand der letzte Rest seines Ehr- und Schamgefühls. Er ergab sich dem Eselsmüller zum willenlosen Knechte und machte ruhig weiter Braunschweiger Tresorscheine. Doch dieses genügte dem Müller noch nicht. Er wollte weit mehr haben. Mit einem verarmten Kupferschmied, einem italienischen Zinngießer und Steindrucker verband er sich. Dieselben fabrizierten Brabanter. Der Eselsmüller lieferte das Material und sie erhielten einen reichlichen Lohn. Als die Brabanter gelungen waren, ging es an die Doppeltaler preußischer Währung. Den Vertrieb dieser beiden Münzerzeugnisse übernahm er selbst, dagegen die mußte die Wertscheine ein Schneidermeister in Münster unterbringen. Später wurde die ganze Münzeret nach dort verlegt. Auch der Müze und der Leinwarenhändler Rüsseler hatten großen Anteil am Vertriebe. Alle aber waren in der Gewalt dieses ihnen über legenen Eselsmüllers. Die erste Münzstätte war auf dem Meiler des Kohlenbrenners Weishaupt, zu welchem Die Großfürsten erbaten außerdem vom Zaren besonderen Schutz. Die Erzählung von der Großfürstenversammlung und ihren Beschlüssen ist wahrscheinlich ein Märchen. Aber charakteristisch ist es für die Anschauungen, die man in der Petersburger Gesellschaft den Großfürsten zutraut. Daß der Zar den Großfürsten Paul Alexandrowitsch seinen jüngsten Oheim, aus dem Pariser Eril, in dem er wegen nicht standesgemäßer Verheiratung mit der gefchiedenen Frau eines russischen Obersten seit Jahren berweilte. zurückberufen und zum Generaladjutanten ernannt hat, ist politisch ohne Belang. Großfürst Paul stand an Ansehen und Alter dem Großfürsten Sergei am nächsten und war für diesen der gegebene Nachfolger. Er wird wahrscheinlich auch Generalgouverneur von Moskau werden, wie es Großfürst Sergei gewesen. Daß man die Leiche des Ermordeten borläufig in einem Moskauer Kloster untergebracht und die endgültige Beisetzung in der Peter Paulus- Kathedrale in Petersburg auf unbestimmte Zeit vertagt hat, ist ein Beweis dafür, daß die russischen Großfürsten zur Furcht vor erneuten Attentaten Ursache zu haben glauben. Die politischen Reformen großen Stils, von denen man biel spricht, haben unter den Großfürsten keine Freunde. Ihren Einfluß und dem Einfluß ihres Schüßlings General Trepcn ist es wohl auch zuzuschreiben, daß die Absicht der Veranstaltung einer Art Volksberatung aufgegeben worden ist. Das sicherste Beschwörungsmittel gegenüber dem Zaren soll darin bestehen, daß man ihm sagt, seine Nachgicbigkeit den Reformforderungen gegenüber würde als Schwäche gedeutet werden. Und Zar Nikolai II. will um alles nicht für schwach gelten. Etwas anders steht es mit den kleinen Reformen. Das Ministerkomitee arbeitet mit großem Fleiß und kommt auch ziemlich schnell zu bestimmten Entschließungen. Die städtische Verwaltung wie die der Landschaften soll umgestaltet werden. Ein übervorsichtiges Wahlsystem, aber doch immerhin ein Wahlsystem ist ausgearbeitet, nach dem die Semstmos in bescheidenstem Umfang an der Schaffung einer Vertretung für die Selbstverwaltungsorgane beteiligt sein sollen. Ein klein wenig durchgreifender sind die Reformen, die mehr sozial- wirtschaftliche Ziele und die Arbeiter- Organisationen zum Gegenstand haben. Die Arbeiter und Arbeiterinnen sollen am 11. März von Fabrik zu Fabrik Wahlmänner wählen, die nach Branchen in neun Gruppen geteilt werden und am 16. März 47 Vertreter zu wählen haben. Ueber die Befugnisse dieser Vertreter sind genaue Bestimmungen noch nicht getroffen. Von den 47 Vertretern entfallen 9 auf die Arbeiter der Tertilbranche, je 4 auf die der Papierfabriken und Druckereien, 14 auf die der Holzbearbei tungs- und Waggonfabriken, 3 auf die der Metallbearbeitungsfabriken, 4 auf die Bearbeitung tierischer Produkte, 5 auf die Arbeiter der Nahrungsmittelfabriken, und je 2 auf die Arbeiter der chemischen und Sbrenamaterialion- Fabriken. der Pfarrer geschickt worden war. Der Müller war viel zu schlau, als daß er seine Mühle hätte zur Falschmünzer- Werkstatt hergegeben. Er reiste oft bis an die Grenzen Hollands. Dort kaufte er meistens Vieh und bezahlte mit den neuen Brabantern. Die M... bacher Juden Isaks Löwe und Weil mußten hier das Vieh nach Kloster Klingfeld, Madebach und Umgegend verkaufen. Die Juden hatte er vollständig in seiner Hand, sie ernährten sich und die Ihrigen durch diese Geschäfte, blieben aber immer arme Juden. Der Leinwarenhändler Rüsseler zog mit seinen Waren bis in das Wuppertal, ja manchmal bis nach Düsseldorf und Köln. Die aus Brilon und Umgegend gebürtigen Bandjungen trugen für den Eselsmüller Sensen und andere Stahlwaren bis nach Rußland, Fränzchen Karnein, sein bester Freund aus M... bach, trug einen Kasten oder lud ihn einem Esel auf, darinnen waren Schmucksachen aller Art: Ohrringe, Perlen, silberne Löffel 2c. Er war eine ruhige, allen bekannte Persönlichkeit. Deshalb war sein Geschäft auch ein bedeutendes. Der Eselsmüller aber hatte alle Fäden in der Hand und seine Freude daran, die Steuer- und andere Beamten zu necken und zu hintergehen. Unter allerlei VerKleidungen schlug er ihnen ein Schnippchen über das andere. Auch als Jäger trat er auf. In dem großen Forste, an dem seine Mühle grenzte, gab es sehr viel Wild. Es war deshalb sehr natürlich, daß er sich für seine Mühle billiges Fleisch verschaffte. Die Bewachung der Waldungen lag noch sehr im Argen. Er kannte sehr gut des alten Kurhessischen Hofnarren Spott. Sturfürst Wilhelm hatte einstmals sämtliche höheren Forstbeamten feines Reiches zur Hoftafel geladen, um, wie er so manche eigentümliche Einfälle hatte, sich einmal im Kreise dieser Beamten seines großen Reichtums an Waldungen zu erfreuen. Er wollte jetzt einmal ein zusammenfassendes Bild dieses großen Reichtums haben. ( Fortsetzung folgt.) Dagegen zeigen die Fabrikbesitzer eine gewisse Neigung zur Verschleppung. Sie wollen die Arbeiterfragen mit den politischen Fragen verquiden, erklären es auch für unmöglich, daß die russische Industrie die Lohnregulierung als eine Wohltätigkeitsangelegenheit behandle. Inzwischen treten Anzeichen dafür hervor, daß sich eine Art Interessen- Solidarität zwischen dem kleinen Beamten und dem Arbeiter herausbildet. Die Einstellung des direkten Eisenbahnverkehrs zwischen Moskau und Windau ist eine Folge solcher Solidarität. Es ist schon wiederholt hervorgehoben worden, daß in dem weiland Königreich Polen eigentlich polnisch- nationale Bestrebungen sich während der jüngsten Unruhen nicht geseigt haben. Eine leise Andeutung nach dieser Richtung findet sich in der am Sonntag unter obrigkeitlicher Erlaubnis in Warschau abgehaltenen Versammlung der Eltern und Vormünder der Mittelschüler zur Klarstellung der Frage, ob Die Versammlung polnische Schulen einzuführen seien. einigte sich dahin, zunächst die Schulen bis zum neuen Schuljahre geschlossen zu halten und dann eine„ den nationalen Das Wünschen entsprechende Schulreform" anzustreben. ist alles, was von dem lodernden polnischen Patriotismus librig geblieben ist.. Der Krieg in Oftalien. Die letzten Meldungen vom mandschurischen Kriegsschauplak lassen erkennen, daß die Russen ihre Offensive am Schuhe und Schaho nech nicht eingestellt haben. Ueber die Absichten Kuropatkins wird weiter aus Tokio gemeldet: Die Russen haben eine Feldbahn gebaut, die Fushun Yenling mit Fushun Tom an oberen Schaho verbindet. Dies und andere Anzeichen von Tätigkeit und Zusammenziehen der Streitkräfte weist auf die Absicht hin, Kurokis rechte Flanke zu umgehen. Kuropatkin fährt fort, Ver; teidigungswerke an seiner ganzen Stellung entlang zu errichten und zu verstärken. Der letzte Angriff der russischen Reitermassen unter General Lenisky war von den Japanern erfolgreich abgewiesen worden. Beinahe wäre eine russische Kosakenabteilung, die den Rückzug decken sollte, von japanischen Dragonern abgefangen worden. Nur mit Mühe konnten sich die Russen fämpfend nach unchulin zurückziehen. Doch ist immerhin nicht zu unterschäßen, daß die drohende Haltung der russischen Reitermassen man spricht von einer Versammlung von 9000 Mann Kavallerie mit entsprechender Artillerie und mit einer Maschinenabteilung- wesentliche Verschiebungen in der japanischen Front bedingt hat und noch bedingen wird. Wenn Kuropatkin versteht, diese Verschiebungen, durch die sicher schvache Seiten der feindlichen Stellung enthüllt werden, mit Energie auszunußen, fönnte seine Öffen sive immerhin noch ein ersprießliches Resultat zeiligen. General Gripenberg men, Wünsche und Beschwerden zu äußern und sie zur Kenntnis der Organe der Hochschule zu bringen, und mit der Studentenschaft anderer Hochschulen Meinungsaustausch über studentische Tagesfragen zu pflegen. Oefterreich- Ungarn. $ Die neue Mehrheit des ungarischen Abgeordnetenhauses wird von ihren eigenen Führern noch nicht recht als regierungsfähig angesehen. Daher die Schwierigkeiten der Kabinettsbildung. Man spricht von einem„ Uebergangsministerium", dessen Zusammensetzung dem früheren Ackerbauminister Daranyi übertragen werden soll. Die politischen Männer, die einen Namen aufs Spiel zu setzen haben, wollen nicht mittun. frankreich. * Unter dem Ministerium Combes war es, wie erinnerlich, vorgekommen, daß Angestellte des französischen Kriegsministeriums Auskünfte über einzelne Offiziere von den Freimaurerlogen einzogen, und daß diese Auskünfte auf die dienstliche Stellung der betreffenden Offiziere, auf ihre Beförderung oder Zurücksetzung von Einfluß waren. Die Nationalisten legten hierüber große Entrüstung an den Tag, und das Ministerium Combes mußte gehen. Auch nach dem Rücktritt des Kabinetts Combes fuhren die Nationalisten fort, sich tugendhaft zu spreizen und die Ausstoßung aus der Ehrenlegion gegen alle die zu beantragen, die an der tadelnswerten Herstellung jener außerordentlichen„ Conduitenlisten" teilgenommen hatten. Um diesem schnöden Spiel ein Ende zu machen, haben jetzt der Akademiker Anatole France, der Maler Eugen Carrière, der Chirurg Réclus, der Bildhauer Charpentier mit anderen Gelehrten, Künstlern und Deputierten an den Großkanzler der Ehrenlegion, General Florentin, das Ersuchen gerichtet, die Generale Mercier, Billot, Beranger, Dionca und alle die Personen aus der Liste der Ehrenlegion zu streichen, die in der Dreyfus- Affäre Fälschungen begangen, falsches Zeugnis abgelegt, an der Verherrlichung des Fälschers Obersten Henri sich beteiligt haben. spricht seinem früheren Oberbefehlshaber ja jede Energie und Initiative ab. Er hat in der Audienz beim Zaren alle Beschuldigungen gegen Kuropatkin in vollem Umfange aufrecht erhalten und bearbeitet jetzt auch weiter die öffentliche Meinung nach dieser Richtung hin. Er sagt, daß Kuropatkin unter einem lächerlichen Albdruck gestanden habe, als er glaubte, die Japaner würden das russische Zentrum angreifen. Ms Gripenberg mit seinen Truppen auf die ursprüngliche Bosition zurückgekehrt sei, habe ihm Kuropatkin ein Telegranim mit folgenden: Wortlaut gesandt:„ Helfen Sie mit ausfindig machen, wo die Hauptstreitkräfte der Japaner stehen." Wie der Zar Gripenbergs Bericht aufgenom inen hat, darüber gehen die Meldungen konträr auseinander. Die einen behaupten, der Empfang sei sehr freundlich gewesen und die Kuropatkin feindliche Hofpartei habe durch ihn neue Stärkung erfahren. Andere behaupten, daß der Bar Gripenberg getadelt und Kuropatkin recht gegeben habe. Gripenberg sei von Kuropatkin aus guten Gründen nur eine große Refognoszierung bis Sandepu gestattet worden. Man verdenkt es in militärischen Kreisen Gripenberg start, daß er seine Ansichten schon veröffentlichte, ehe er dem Zaren Bericht erstattete. Eine Trauerfeier für General Matsuma, den japanischen Helden der Kämpfe um den 203 Meter- Hügel vor Port Arthur, fand in Tokio statt. An dem ergreifenden Aft nahmen mehrere Mitglieder des diplomatischen Korps und fremde Militärattachés teil. Das Schicksal der vermißten Marineattachés, des Deutschen Herrn v. Gilgenheimb und des Franzosen de Cuverville, die aus Port Arthur in einer chinesischen Dschunke abreisten und seitdem verschollen waren, wird jetzt offiziell aufgeklärt. Die Attachés sind in der Tat beim Vorgebirge von Liautischan von den fünf Chinesen der Besagung über Bord geworfen worden. Zwei der Täter sind verhaftet und haben das Verbrechen eingestanden. Der Grund zu diesem waren die Wertgegenstände, die die Offiziere bei sich führten. Die Politik. Niederlande. XX Die Holländische Regierung ist gewillt, die Aufhebung der Staatslotterie zu verfügen und mit besonderer Entschiedenheit den Privatlotterien zu Leibe zu gehen. Die nötigen gesetzgeberischen Schritte werden schon in nächster Zeit getan werden. Hof und Gesellschaft. *** Fürst Ferdinand von Bulgarien hat seinen Aufenthalt in Berlin beendet. Am Tage vor seiner Abreise nahm er an einem Diner im kleineren Cercle beim ReichsKanzler Grafen Bülow teil. Gestern hat sich der Fürst nach Mentone begeben. Jünf Bergleute aus dem Ruhrrevier haben sich an den Aniser belegraphisch mit der Bitte um Hilfe gewandt. Es verlautet, daß diese fünf Bergarbeiter, die nicht dem Siebenerfomitee angehören, auch sonst bei dem Streif keine führende Rolle gehabt haben, zum Kaiser berufen werden sollen, der von den unmittelbar Beteiligten selbst hören möchte, was der Grund ihrer Beschwerden und Klagen sei. * *** Zur Stärkung seiner Gesundheit ist Oberst Leutwe in jekt nach dem Süden abgereist. Er wird sich an der Riviera einer längeren Kur unterziehen, um sich von den afrikanischen Strapazen zu erholen. * Nach Meldungen aus Südwestafrika treiben die Witbois im englischen Grenzgebiet ihr Unwesen. Die Eingeborenen sind auf das deutsche Gebiet entflohen. Das Capgoubernement versuchte Abwehr- Maßregeln, die indessen erfolg= los sind. Hendrik Witboi erhebt nach wie vor Anspruch auf alles Land, das seinem Vater einst gehört habt. Dessen Gebiet erstreďte sich weit in das britische Betschuanenland hinein. Deutfcher Reichstag. Beifall der Mehrheit ein. Allerdings müßten die Beamten in der Ostmark nationale Gesinnung befunden, sonst werde die Regierung mit ihnen kein Federlesen machen. Wenn aber der Verdacht ausgesprochen werde, daß sie aus pekuniären Rücksichten so handelten, so müsse er sagen: im alten polnischen Reiche seien vor dem Zusammenbruch die Beamten allesamt bestechlich gewesen, bei uns ist das aber noch nicht üblich. Die Abgeordneten v. Eynern, Frhr. v. Zedlik und Dr. Friedberg stritten mehr unter sich als mit dem Minister über das bevorstehende Polizeifostengesetz und die geplante Besteuerung der Gesellschaften m. b. H. Herr v. Rheinbaben wollte auf den letztgenannten Punkt nicht eingehen, weil ja ein Gesetzentwurf zur Reform des Einkommensteuergesetzes ausgearbeitet sei, der dem Staatsministerium jetzt zur Beschlußfassung vorliegt. Anerkennen mußte der Minister aber, daß die Beschwerden der Abgeordneten Dr. Friedberg und v. Zedlitz über den langsamen und schwerfälligen Geschäftsgang bei den Regierungsbehörden eine gewisse Berechtigung hätten. Das imiter mehr sich leerende Haus nahm schließlich den Etat im Einzelnen fast ohne Debatte an. Morgen beginnt die Beratung des Kultusetats, die sicherlich breiter und lebhafter sich gestalten wird. Nab und Fern. ** Wie a beflätigt dasarn bas 18. unb bas Jegt werden bari Das 8. Armeetor Brigade, bas Ula Brigade, bas 18 fanterie- Brigade, 28. Felbartilleri eine Luftfchiffer werden vier Ra übungen werd eine zweite bei und zur Stellu 18. Armeefor Trainbataillon gezogen. Die einem Manöve den 8wed, di Die Deffnung des Berliner Doms. Nach der Bestim mung des Kaisers soll der neu erbaute Dom in Berlin dem Publikum ständig geöffnet werden. Um der Domgemeinde die Sorge für eine unausgesezte Bewachung abzunehmen, sollen Krongardisten den Wachtdienst übernehmen. Es ist das erste Mal, daß ein evangelisches Gotteshaus auch außerhalb des Gottesdienstes, gleich den katholischen Kirchen, dem Publikum offen steht. Blutiger Fasching. Bei einem Maskenballe in Köln fam es zu Streitigkeiten zwischen einigen tanzenden Paaren. Der Zwist breitete sich aus, das Messer spielte seine Rolle, und schließlich waren ein Mann und zwei Frauen tödlich durch Stiche verlegt. Zwei Männer wurden festgenommen. Patronenwage Feldartillerie parifolonnen ferner zwei S * Divifions Bri Für die fidh noch Untero fandes fämtli melden. Das b Evangelischen Sonntag, den Der f Taubnis erte Bjerden, Täten usw., 1905 in Gi nehmigung b fol, audi in bertreiben. Der Kopf der Mörderin. Der Kopf der Engel. macherin Wiese, die vor kurzem in Hamburg hingerichtet wurde, befindet sich in der Anatomischen Anstalt der Universität Kiel, wo er in Spiritus aufbewahrt wird. Dort befinden sich noch eine Anzahl Köpfe solcher Mörder, die in Hamburg und in Schleswig- Holstein hingerichtet sind. Bebel's Villa verfanft. Schon längst wollte Herr Bebel bie Billa, die er sich in Küßnacht bei Zürich erbaut hatte, verkaufen. Jetzt ist sie in andere Hände übergegangen. Als Preis, den Herr Lebel aus dem Verlauf gelöst hat, werden 14: 000 Francs angegeben. † Vandalenhand am Kölner Dom. Ein Akt vandalischer Zerstörungswut wurde am Kölner Dom, diesem Meisterwerk deutscher Kunst, ausgeübt. Am Südportale wurden von den Unterfäßen der Statuen mehrere Ornamente von frevelhafter Hand abgeschlagen. Man ist den Tätern auf der Spur. Bei der heute begonnenen zweiten Beratung der Handelsverträge wurde an die Spike das Abkommen mit Oesterreich Ungarn gestellt, das in der Regierungsvorlage den Schluß bildet. Die Mitglieder des Hauses waren auf diese Aenderung der Reihenfolge offenbar nicht vorbereitet, denn es fehlten, als sie aufgerufen wurden, sowohl der Berichterstatter Graf Kanig, wie auch die ersten Abgeordneten, die als Diskussionsredner vorgemerkt waren. Tatsächlich wurden die Erörterungen eingeleitet durch den konservativen Abg. Hufnagel, der bei dieser Gelegenheit seine Jungfernrede hielt. Leider herrschte im Hause so große Unruhe, daß auf der Tribüne von seinen Ausführungen nichts zu verdie ihm der stehen war. Erst aus der Antwort, Staatssekretär des Innern erteilte, ging hervor, daß Herr Hufnagel von der Viehseuchenkonvention und von den Refattien( Frachtvergütigungen) gesprochen hatte. Diese und die Frage der Exportprämien spielten überhaupt in der Debatte die größte Rolle. Einige Redner beschäftigten sich wohl auch mit anderen Einzelheiten oder machten allgemeine Bemerkungen, doch wurde ihnen darauf weder aus dem Hause noch vom Regierungstische aus erwidert. Bezüglich der Frachtvergütigungen gab Graf Posadowsky die Erklärung ab, daß die österreichisch- ungarische Regierung ihre Refaktien für Malz fallen lassen werde unter der Voraussetzung, daf auch unsererseite keine Aenderung in dem bestehenden Zu stande der Eisenbahntarife eintritt. Auf den Einwurf des Abg. Gothein, daß die meisten Bahnen in Desterreich- Ungarn Privatbahnen seien, antwortete Graf Posadowsky, daß sie, so. weit sie nicht Staatsbahnen seien, zum großen Teil unter Staats. verwaltung stünden. Außerdem habe die österreichische Regierung erklärt, wie sie die Abschaffung der Refaktien erreichen werde, sei ihre Sorge; man müsse ihr daher die Verantwortung dafür überlassen, wie sie ihre Zusage einhalte. Sollte Desterreich) wider Erwarten Refattien einführen, so stünde es Deutschland frei, Gegenmaßregeln zu ergreifen. Dasselbe gelte von Exportprämien. Unsere Rechte aus der Viehsteuerkonvention würden wir in dem Umfange ausüben, der zum Schuße der deutschen Viehbestände notwendig sei. Der Staatssekretär war der einzige, der das Ohr des Hauses hatte, alle übrigen Redner sprachen nur für die Stenographen. Die allgemeine Unruhe wich nur für wenige Augenblicke, als der Präsident Graf Ballestrem das Ergebnis der namentlichen Abstimmung über den grundlegenden Artikel des Vertrages verkündete: er wurde mit 112 gegen 53 Stimmen bei 3 Enthaltungen angenommen. Der Rest des Vertrags und die Seuchenkonvention fanden gleichfalls Annahme gegen die Freisinnigen und Sozialdemokraten. Die grundlegliche Bestimmung des Vertrages mit Rußland wurde mit 198 gegen 61 Stimmen bei 4 Enthaltungen angenommen. An der technischen Hochschule in Braunschweig hat es zwischen Studierenden und Professoren einen fleinen Streit über die Grenzen der akademischen Freiheit" gegeben. Der Zwist ist vorüber, die Herren Professoren haben nachgegeben und den ganzen Streit auf Mißverständnisse zurückgeführt. Ihnen, den Professoren, fiele es nicht ein, die akademische Freiheit antasten zu wollen; sie wünschten im Gegenteil deren unbedingte Wahrung. Auch gestanden sie der Studentenschaft das Recht zu, in ihren Versammlunaen zu akademischen Fragen Stellung zu nehPreussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 143. Sigung.) In Weimar wurde bei Nacht das vor kurzem enthüllte Shakespeare Denkmal mit einer schwarzen, äßenden Säure beschüttet und total ruiniert. 200 Mart sind auf Ergreifung des Täters ausgesetzt. Schreckenstat eines Frrsinnigen? In Asnières in der Nähe von Paris wurde eine 80jährige Witwe namens Lebel ermordet aufgefunden. Die Leiche schwamm förmlich im Blut. Der ganze Körper war mit Wunden bedeckt, und der Unterleib war mit zwei furchtbaren Schnitten vollständig aufgeschlitzt. Da das in einer Kommode befindliche Geld nicht geraubt ist, und keinerlei Motiv für die Mordtat vorliegt, so nimmt man an, daß ein Irrsinniger in die Wohnung eingedrungen ist und die Greisin getötet hat. )!( Ein wertvoller Fund wurde in einem verfallenen Kloster bei Messina gemacht. Es wurden dort alte Juwelen, Silberarbeiten und Bilder entdeckt, die einen Wert von meh reren hunderttausend Mark repräsentieren. RK Berlin, 20. Februar. In kaum mehr als drei Stunden wurde heute der Etat des Finanzministeriums vor dem ungemein schwach besetzten Hause beraten und bewilligt. Der einzige Widerstand, gegen den der Minister, Freiherr von Rheinbaben, anzufämpfen hatte, war die Opposition der Polen gegen die Ostmarkenpolitik. Und der elegante Schneid, mit dem der Minister sich stets gerne in den Kampf um das Deutschtum stürzt, trug ihm heute wieder den reichen Ein sonderbares Bembenattentat führte ein Spanier namens Garcia in Paris gegen das Haus des merikanischen Gesandten aus. Er brachte eine Bombe zur Explosion, die 130 Gramm feinförmiges Schwarzpulver enthielt. Dem Haus konnte er mit einem solchen Dinge natürlich nichts anhaben. Dagegen büßte er selbst beide Hände bei der Explosion ein. Drei ähnliche Bomben wurden in der Wohnung des wunderlichen Attentäters gefunden, der seinen Anschlag übrigens zu einer Zeit ausübte, als der merikanische Gesandte gar nicht zu Hause war. Als Grund zu seinem Vorgehen gibt Garcia an, er sei durch die merikanischen Behörden um drei Millionen benachteiligt worden. A Explosion im Naphtagebiet. Nach einer Meldung aus Baku erfolgte auf dem Schiffsanlegeplay bei Bibi- Eibat auf einer mit Naphta beladenen Barke eine Explosion. Der ganze. Anlegeplatz mit einer Anzahl dort befindlichen Barken geriet in Brand. Man spricht von zwanzig Menschen, die das Leben verloren haben. Tages- Chronik. na Juwelengeschäft im Osten Ver lins drangen Diebe durch eine leerstehende obere Etage und erbeuteten Brillanten und andere Kostbarkeiten im Werte von 40 000 Mark -0- Die nadhften Don offentlige Bürgerver teiner Rich fondern nur d Ausfproche üb tur nach vor von ihrer gro bisherigen und auf tieferen Unternehmens Ausführung. - Ein 17, ähriger Schüler der Handelsschule in erschoß den Lehrer der englischen Sprache und tötete fid dann selber durch einen Schuß durch den Kopf. In Rennen wurde an einer Witwe ein Raubmord ver In Großkmehlen bei Halle wurden durch Brandstiftun begangen durch eine rachsüchtige Dienstmagd, fünf Gehöste eingeäschert. übt. Aus dem Gerichtsfaal. § Kindesmordversuch aus Trägheit. Von dem Schwurge richt in Stolp wurde das Dienstmädchen Auguste Radtke aus Rummelsburg zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt. Sie hatte den Versuch gemacht, drei Kinder ihrer Dienstherrschaft mit Kakao, in den sie Salpetersäure geschüttet hatte, zu vergi ten. Das Mädchen gab ihre Tat zu mit dem Bemerken, sie habe die Kinder beseitigen wollen, weil ihr der Dienst zu schwer gewesen sei. § Gefälschte Sparkassenbücher. Vom Schwurgericht in Billau wurde der Kämmerei- und Sparkassenrendant Buber zu 5 Jahren Zuchthaus, 6 Jahren Ehrverlust und 450 Mart Geldbuße verurteilt. Er hatte beim Kauf einer Ziegelei ge fälschte Sparkassenbücher als Sicherheit gegeben. ein oder zwei über Entwid unterrichten. Freund des feiner Auffa freie Aussp in dieser fei programmi gabe dienen Ungelegenhei Blid der zu richten ju politischem G fozialerzieheri Progromm" Luf Berein Co Rappenfisung und die hum Besonders gef volle Auftre wurde das T entlodt, ja, nicht zum le zubringen! überall bort Ford Dorma Interp Darmflä Regierun Staatsbo die Ver Frankfur nicht anz Boranich arbeiten f aus freie dieser Ve Branche, Foyer des Bertreter de Erfolg, da faft unglaub trages bie a fich durch eine gebung diefer Die berufenen Art, Geffife gaben, ein ene Das haus jum bon Gießen fugt wird, i en die Beamten den, sonst werde den. Wenn aber aus petuniären alten polnischen Beamten allefami nicht üblich. Die Lokales. 21. Februar 1905. ** Wie wir bereits in einer kurzen Notiz mitteilten, bestätigt das„ Armeeverordnungsblatt", daß in diesem Jahre bas 18. und das 8. Armeekorps Kaisermanöver haben. aus Ehrenbreitenstein übergegangen. Der neue Besizer wird bestrebt sein, den guten Ruf des Etablissements zu erhalten. und Dr. Fried. Jeßt werden darüber weitere interessante Einzelheiten laut: Bodenpreises drei Stockwerte erhalten werden. So drängt inifter über das plante Beiteuer Das 8. Armeekorps wird verstärkt durch die 68. InfanterieBrigade, das Ulanen- Regiment Nr. 11, die 34. Feldartillerieheinbaben wollte Brigade, das 18. Armeekorps durch die 55 und 56. Inen, weil ja ein fanterie- Brigade, das Dragoner- Regiment Nr. 15. und die warten, wenn in Preußen so wie es ist auch in Hessen beeuergejeges aus ht zur Beschluß Minister aber, Friedberg und Filligen Geschäfts iffe Berechtigung nahm schließlich an. Morgen be sicherlich breiter 28. Feldartillerie- Brigade. Beide Armeekorps enthalten je eine Luftschiffer- Abteilung. Beim 8. und 18. Armeekorps werden vier Kavalleriedivisionen aufgestellt. Größere Pionierübungen werden abgehalten: eine am Rhein und Main, eine zweite bei Röln. Zur Bildung von Proviantkolonnen und zur Stellung von Trainaufsichtspersonal für das 8. und 18. Armeekorps während der Kaisermanöver werden die Trainbataillone 3, 4, 7, 10, 11, 14, 15 und 16 herangezogen. Die Trainbataillone tommen zum erstenmale in einem Manöver in solcher Zahl zur Verwendung und haben den Zweck, die große und kleine Bagage der Truppen, die Patronenwagen der Bataillone, die 1. und 2. Staffel der Mach der Beffum. Felbartillerie- Munitions kolonnen, die Proviant- und Fuhrm in Berlin dem Es werden parffolonnen völlig kriegsgemäß darzustellen. ferner zwei Felblazarette aufgestellt; sämtliche Korps- und Divisions Brückentrains wirken mit. * Für die Schußtruppe nach Südwestafrika tönnen fich noch Unteroffiziere und Mannschaften des Beurlaubten ftandes fämtlicher Waffengattungen und Berufsarten melden. * Das diesjährige Kirchengesangfest des Evangelischen Kirchengesangvereins für Hessen wird am Sonntag, den 25. Juni, in Friedberg stattfinden. Der Domgemeinde ung abzunehmen, nehmen. Es ist haus auch außer Jolischen Kirchen, fenballe in Köln nzenden Paaren. ielte feine Rolle, ci Frauen tödlic Den festgenomme opf der Enge nburg hingerichtet Anstalt der Uni ahrt wird. Dort er Mörder, die in Jerichtet sind. wollte Herr Bebel ürich erbaut hatte bergegangen. Al gelöst hat, werden in Aft vandalische , diesem Meister Südportale wurden re Ornamente von den Tätern auf der or kurzem enthüllte n, äßenden Säure ind auf Ergreifung n Asnières in der we namens Rebel mm förmlid) im en bedeckt, und der hnitten vollständig de befindliche Geld ir die Mordtat vor niger in die Boh tötet hat. einem verfallemen dort alte Juwelen 11. men Wert von meh führte ein Spanier us des merikanisden zur Erplosion, die enthielt. Dem Haus lich nichts anhaben der Explosion ein hnung des wunder nschlag übrigens zu Gesandte gar ni orgehen gibt Garcia Den um drei Millio einer Meldung au bei Bibi- Gibat c e Explosion. D Defindlichen Barfem zig Menschen, die aft im Often Wer de obere Etage und tbarkeiten im Were delsfchule in tadje und totete fi den Kopf. we ein Raubmord ber njimago, fünf Gehöfte en durch Brandstiftung otsfaal. Berbesserung der Wohnungsverhältnisse. Der Weglarer Spar- und Bauverein wird demnächst einige Arbeiterwohnhäuser aufführen, die aber infolge des hohen auch dort, wie so oft schon, der Bodenwucher von dem ursprünglichen Plane des Ein- oder Zweifamilienhauses ab. Eine wesentliche Wendung zum Guten wäre hierin zu erabsichtigt ist und der der Zweiten Rammer unterbreitete Antrag der Abgg. Müller und Dr. Buff: die Regierung zu ersuchen, baldigft den Ständen einen Gefeßentwurf vorzulegen, dec die städtischen Verwaltungen ermächtigt, den Mangel an geeigneten Baustellen im Interesse einer gesunden Wohnungefürsorge durch Umlegung von Grundstücke zu beseitigen, Gesez würde. Der Antrag weist auf die preußische Lex Adickes und den Weg, der von der Stadt Frankfurt praktisch beschritten worden ist, hin. Bei uns in Gießen fann vielleicht auch der Bürgerverein in die Sache fördernd eingreifen. * Eine bemerkenswerte Rundgebung für die akademische Freiheit hat in Halle bei einem studentischen Kommers ftattgefunden. Der Saale- Zeitung wird darüber Folgendes berichtet: Auf dem Kommers, der einem am Mittwoch ausgezeichneten Konzert der Sängerschaft Salia" in Halle folgte, erschien auch der Rektor der Universität Halle Geheimrat Dr. Lindner. Als ihn der Vorsitzende Kand. jur. W. Bergschmidt begrüßte und aussprach, troß der gegenwärtigen Erregung sei das Vertrauen der Sängerschaft zu ihrem Rettor unerschüttert, dankte der Rektor tiefbewegt. Der ganze Gang seines Lebens und seiner geistigen Entwickelung habe ihn immer auf der Seite der Freiheit gesehen. So sei er auch entschlossen, innerhalb seines Amtes die afademische Freiheit, wie sie bisher bestanden habe, gegen jeden Angriff zu verteidigen, und eben deshalb habe er sich bemüht, fie vor möglichem Schaden durch übereilte Uebertreibungen zu behüten. Er freue sich der wiederhergestellten Eintracht, die zu betätigen, das bevorstehende Schillerfest die beste Ge* Der städtischen Pferdemarktkommission ist die Erlaubnis erteilt worden, zu der Ausspielung von Pferden, Fohlen, landwirtschaftlichen Maschinen und Getäten usw., die in Verbindung mit dem am 6. September 1905 in Gießen stattfindenden Herbstpferdemarkt mit Gelegenheit bieten werde. So hoffe er sein Rektorat zu benehmigung der Gr. hessischen Regierung veranstaltet werden soul, auch in den Kreisen Wetzlar und Biedenkopf Lose zu bertreiben. -0- Die Theater- Saalbanfrage soll in der am nächsten Donnerstag von dem Bürgerverein einberufenen öffentlichen Versammlung besprochen werden, der Bürgerverein will als solcher mit diesem Abend in teiner Richtung Partei ergreifen oder Stellung nehmen, sondern nur der großen Bürgerschaft Gelegenheit geben zur Aussprache über eine städtische Angelegenheit, die ihrer Natur nach vor die Deffentlichkeit gehört. Denn selbst abgesehen von ihrer großen Bedeutung haben noch zum mindesten die bisherigen und fünftigen Zeichner von Beiträgen ein Recht auf tieferen Einblick in die Bedingungen des geplanten Unternehmens in den verschiedenen denkbaren Formen seiner Ausführung.& Der Abend soll eingeleitet werden durch ein oder zwei furze Referate, die sachlich und unpart iisch über Entwickelung und gegenwärtigen Stand der Frage unterrichten. Im Anschlusse daran soll je ein ausgesprochener Freund des Saalbaues und des Theaters um Darlegung seiner Auffassung gebeten worden, den Schluß würde die freie Aussprache bilden. Wenn der Bürgerverein selbst in dieser seiner ersten öffentlichen Veranstaltung unparteiisch programmlos" bleibt, so will er doch dadurch seiner Aufgabe dienen, daß er bei der Erörterung dieser städtischen Angelegenheit unter Hintenansegung privater Wünsche den Blick der Bürgerschaft zuoberst auf das Wohl der Stadt zu richten fucht, fommunalpolitische Dinge unter fommunals politischem Gesichtspunkt zu betrachten anleitet. In dieser sozialerzieherischen Aufgabe erblickt er ein ausweichendes Progromm" im besten Sinne. " - ▲ Lustig und fidel war die Signatur der vom Berein Contentia" am legten Sonntag veranstalteten Der Besuch war gut Rappenfigung in Lonys Bierkeller. und die humoristischen Vorträge ernteten reichen Beifall. Besonders gefallen hat den Anwesenden das frische und taktbolle" Auftreten des fleinen Musitanten. Wie unermüdlich wurde das Trommelfell geschlagen, der Trompete die Töne entlockt, ja, Mufit sie weiß auch der Jugend Feuer beis zubringen! Es wurde der Wunsch laut, daß die Kapelle nicht zum letzten Male auftritt, sondern eine Gastspielreise überall dorthin unternimmt, wo die Contentia tagt. Förderung des hessischen Handwerks. Unser Darmstädter s Korrespondent schreibt uns: Eine neue Interpellation soll dieser Tage ron einigen Mainzer und Darmstädter Abgeordneten im hessischen Landtage an die Regierung gerichtet werden, bezüglich der Bergebung hessischer Staatsbauarbeiten nach auswärts. Schon ungern hat man die Vergebung der Maurerarbeiten des Hoftheaters nach Frankfurt gesehen, doch war gegen diese Ausschreibung nicht anzufämpfen, nun sind aber dieser Tage auch die im Voranschlage mit ca. 45 000 mt. vorgesehenen Stufateurarbeiten für das Hoftheater ohne jedes Ausschreiben aus freier Hand einer Wiener Firma übertragen. Aus dieser Veranlassung waren Sonntag einige Herren ber Branche, welche auch das gewiß hervorragend ausgeführte Foyer des Wiesbadener Anbaues hergestellt haben, bei dem Bertreter der Bauabteilung des Minifteriums vorstellig ohne faft unglaubliche Auskunft gab, daß bei Abschluß des Vertrages die ausführende Firma Helmer& Felmer in Wien fich durch eine Klausel, die man nicht bemerkt(!), die Vergebung dieser Arbeit vorbehalten habe. Hoffentlich werden die berufenen Vertreter im Landtag über diese sonderbare Art, hessische Gelder ohne jebe Ausschreibung zu verausgaben, ein energisches Wörtlein reden. Bon dem Schur Erfolg, da der Borsigende dieser Abteilung den Herren bie en Augufte Radtte aus berurteilt. Sie hatte rer Dienstherrschaft mit hüttet hatte, zu bergi mit dem Bemerken, ie veil ihr der Dienst zu Bom Schwurgericht in varfaffenrendant Bube orverluft und 450 Mar Rauf einer Ziegelei ge weit gegeben. Das weit und breit bekannte renommierte Gasthaus zum Jagdschlößchen" in Dutenhofen, welches bon Gießen und Beglar als schöner Ausflugsort start besucht wird, ist durch Kauf an Herrn Michel Weber enden in bester Freundschaft mit den Studierenden, in dem Schatten der akademischen Freiheit, auf die er trinte. Diesen Worten folgte allgemeiner Beifall. -ol Weitershain. Vor einiger Zeit fommt ein Pflasterer und sucht Arbeit. Er fehrt in einem Nachbardorf ein. Natürlich als Pflasterer gibt es trockene Lippen, diese werden mit einigen Klären" angefeuchtet. Dann wird aber der Bursche ungemütlich. Der Wirt sieht eine Weile zu, dann lagt er:" Hannes, ich will d'r ebbes sa', gieh hahm, sunst gibts noch uff d' Cottlets." Hannes geht awer net hahm. Der Wirt packt en awer o de Kroage un drauße is der Hannes. He geht zu em anern Wert. Do trifft he Kollege vo de Klopphammer. Natirlich hu sich die Kerle bal en de Soar. Hannes reißt aus en verfreucht sich en e Stancal. Doch sei Kollege eam nach. Hannes bleibt im Kanoal ſtecke ean die Cottlets wern em jämmerlich getrosche. (§) Kinzenbach, 20. Febr. Ende lezter Woche wurde nächtlicherweile auf der Kinzenbacher Mühle eingebrochen und 5 Mt. nebst einem Notizbuch entwendet. § Kirtorf. Hier ist eine Landesgestüt& station gegründet worden, die demnächst bezogen wird. -? Nieder- Ohmen, 21. Febr. Nächsten Montag, den 27. b. M., wird in der Wirtschaft Langohr dahier 8a5ltag der Kreistasse abgehalten. Homberg. Die unter den Schafen des Ludwig Kraus vor einiger Zeit ausgebrochenen Räude ist erdie Sperre deshalb wieder aufgehoben loschen und worden. Marttberigte. Gießen 20. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarkt foẞteten Butter per fb. 0.95-1.00 R., Hühnereter per Stüd 8-9 Pfg., Enteneter St. 7 Pfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6$ fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mr. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg., Ochsenfleisch per Pfd. 70-80 Bfg., Rindfleisch ver Pfd. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 60-72 fg. Schweine fletsch gesalzan per Pfund 0.76 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 b. 6 50 Mt., Zwiebeln per St. Mr. 8.00-10.00, Wetskraut 10-15 Pf. per Stüd, Bentner 3-4 Mt. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Maritzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umberzieben fellaeboten werben. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch und Brotpreise am 20. Februar 1905. Ochsen Kälber Schweine Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. " " " " Fleischpreise in Gieken H " 7 50 kg Schlachtgewicht 70-73 M. ½ kg 70-80 Pf. 1/2 81-83 Pf. do. 70-74 63-64 60-72 do. Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f Schwarzbr. do. 48# do. Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 18.75 M. 14,60 " Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landwirtschaftlicher Knecht, 1 Gärtner für Privatarbeit, 1 Bauschlosser, 1 Wagner, 1 Holzdreher, 1 WagenLackierer, 3 Schreiner, 1 Bäcker( auswärts), 1 jüngerer Schneider, 2 Glaser, 1 Kanalarbeiter, 1 jüngerer Hausbursche, 1 Stüchenmädchen, 1 Stubenmädchen, 10 Dienst. bursche, 1 Küchenmädchen, 1 Stubenmädchen, 10 Dienst mädchen, 1 Buzzfrau, 2 Laufmädchen, 1 Bauffrau. Gießener landwirtschaftlicher Voraussichtliche Witterung in He den 22. Februar. Meist trüb, fälter fälle besonders im Süden und Südof und Odenwald bei stürmischer Luftbewe Verantwortlich: für die Politik uno Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, in Gießen. Etwas erfolgreiches. ang 11332 Die Erfolge, die Scotts Emulsion bei schwächlichen Kindern herbeiführt, sind keineswegs übernatürlich, vielmehr beruhen sie auf der einfachen Tatsache, daß Scotts Emulsion erfahrungsgemäß ein außergewöhnlich erfolgreiches Kräftigungsmittel für Kinder ist, denen irgendwelche Schwäche anhaftet. Ueberlegen Sie sich, was Scotts Emulsion ist: Feinster Medizinallebertran, sowie Kalf- und Natronhypophosphite in leicht einnehmbarer und leicht verdaulicher Form. Diese Zusammenftellung ist eine glückliche und die Bestandteile sind gerade die Nährstoffe, deren ein geschwächtes System am meisten bedarf. Die von Herrn Niede gemachte Erfahrung ist unter denjenigen, welche Scotts Emulfion gebrauchen, feineswegs ein vereinzelter Fall, und Sie können selbst zu dem gleichen Resultat gelangen, wenn Sie einen angemessenen Versuch damit machen. Kaiserslautern, Rupprechtstraße 7, den 7. Februar 1904. Ich bin Ihnen zu Dank verpflichtet durch die WiederherstellWir ung meines Sohnes Joseph durch Ihre Scotts Emulsion. haben bei dem Kind, um es zu kräftigen, die verschiedensten Präparate versucht, nichts nüßte ihm, bis für das Kind nur noch die Wahl zwischen Tod und Krüppel zu bestehen schien. Da jedoch ein erster Versuch mit Ihrer Emulsion auffallend günstig ausfiel, so gaben wir sie dem Kinde, welches das Präparat sehr gerne nahm, auch regelmäßig weiter und der Knabe hat sich während des letzten Jahres so vorzüglich entwickelt, daß jeder sich über ihn wundert. Er sieht aus wie Milch und Blut, hat gesunden Appetit und hat auch während des Bahnens nicht über das geringste geflagt. ( gez.) Hermann Riede. Falls Sie in einem Fall von Abmagerung und Schwäche ein Kräftigungsmittel suchen, so werden Ste mit Scotts Emulsion nicht übernatürliche Resultate_erzielen, wohl aber Erfolge, die auf guten und logischen Gründen beruhen. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schuhmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyeriu 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigfaures Matron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulb. 2,0, deftill. Wasser 129,0, Autohol 11,0. Hierzu aromatische Emu sion mit Bimts, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Gewürzpflanzen. Won Dr. Ludwig Weil. ( Nachdruck verboten.) II. Wenn wir nun die Besprechung der Wurzel verlassen, fönnen wir nicht umhin auch noch einiges von den Früchten und Samen, die in der„ Bauernfreude" enthalten sind, zu erwähnen. Wer kennt nicht die Wachholderbeeren, jene blaubraunen, kleinen Beeren, die im reifen Zustande gewürzhaft füßlich und zugleich bitterlich schmecken, bet schlechter Aufbewahrung aber fäuerlich werden! Sie enthalten, neben viel Buder, ungefähr 1%% eines riechenden ätherischen Dels, das insbesondere zu gefteigerter und erleichterter Niereniätigkeit anregt, die Funktionen der Harnwege unterhält und Blähungen verhindert. Aehnlich wirkt auch der an ätherischem Dele reiche( 5-6 Proz.) Fenchel, dessen aftivierender Einfluß auf die Tätigkeit der Milchdrüsen auch beim Menschen eine bekannte Erscheinung ist, und den harten, kleinen, edigen Bods hornsamen mit seinem ganz eigenartigen Geruche, der, in Gemeinschaft mit bem anwesenden Bitterstoff, schon die Römer veranlaßte, ihn als Viehfutter und Gemüsepflanze zu verwerten. Wir sehen, wie ähnlich und doch auch wie verschiedenartig alle diese Vegetabilien ihre Wirkungen äußern. Man darf deshalb nicht etwa nur die eine oder andere dieser Wurzel- und Samenarten als Futtergewürz verwenden, da sonst neben der wohltätigen Wirkung, die dadurch erzielt wird, andererseits auch hemmende Einflusse ausgelöst werden können. Es empfiehlt sich daher dringendst, eine ge= nau ausprobierte Mischung dieser pulverförmigen Pflanzenteile zu verwenden. Nichts ist aber schwieriger, als gepulverte Gewürze einzukaufen und zu beurteilen; der Fachmann weiß, welch' erbärmliches Material sich oft darin verbirgt, mit welchen wirkungslosen und manchmal schädlichen Stoffen dieselben beschwert sind. Ist doch der allergrößte Teil unser eigenen Gewürze, die wir als Pulver einfaufen, verfälscht mit schwächeren Sorten, mit Gips, mit gestoßenen Bigarrenfiften, Siegelstaub, Erdfarben und was es sonst alles noch gibt. Deshalb kann und darf ein vernünftiger Landwirt solches gemischtes Futtergewürz, das eine Summe von Kenntnissen und Arbeit voraussetzt, nur von einer renommierten Spezialfirma einkaufen. Von einer vollständigen Futterwürze müssen wir aber noch mehr verlangen. Wie wir selbst allen unseren Speisen Salz zusetzen, so soll auch die Futterwürze etwas Salz enthalten. Ste soll eine geringe Menge Schwefel aufweisen, um den Leib in leichtem Grade offen zu halten, und sie soll ein angemessenes Quantum phosphorsauren Futtertalk in Form des magenlöslichen Dikalziumphosphats besitzen, welches dem Jungvieh die so unentbehrliche Festigkeit der Knochen verleiht. Wenn eine Mischung alle diese Substanzen in tadelloser Qualität und in günstigstem Mischungsverhältnis enthält, wenn ihr eventuell noch etwas gepulverte Lindenkohle zur Tilgung der überschüssigen Magensäure zugesezt ist, so greife man zu und freue sich, etn solches Präparat gefunden zu haben, das eine Freude und einen Segen für die Landwirtschaft bedeutet. Kein einziges der mir bekannten Pulver kommt aber diesem 3 tele so nahe wie die Bauernfreude" der Firma Th. Lauser in Regensburg. Wenn man ermißt, wie viel Versuche, Kenntnisse und Erfahrungen nötig und welche kunstgerechte fachmännische Trocken, Pulverifier- und Mischvorrichtungen erforderlich sind, um eine in jeder Beziehung den berechtigten Anforderungen entsprechende Futterwürze, ein richtig zusammengefeßtes, haltbares und wirksames Viehfuttergewürz herzustellen, so muß sich auch der kleinste Bauer darüber freuen, daß ihm in der echten Bauernfreude" des Herrn Th. Laufer in Regensburg ein vorzügliches Mittel zur Hebung seiner Viehwirtschaft an die Hand gegeben ist. Er wird bei Verwendung der Bauernfreude" dann mit vollster Befriedigung sagen können; ,, Mein Vieh lebt von dem, was es frist, weil es dasselbe verdant." Dageg zur Ver politi lich. ei Vitello Bekanntmachung. bürgt Jhnen für beste Qualität kaufen Sie nur Vitello! XXX Nachdem die Abstimmung über den Antrag der Stadt- Cheater Buch, Papier, Schreibmaterialien- und LederwarenGiessen. Holz- Bersteigerung Detaillisten- Verein Giessen. Mittwoch, den 22. Februar 1905, abends 9 Uhr Gießener Stadtwald. Donnerstag, den 23. Februar vormittags 9% Uhr beginnend, werden im Gießener Stadtwald in ausserordentl. den Distrikten Hochwarte und Zollstockswäldchen versteigert; 0,81 Fitm. 9 Eichen- Derbstangen mit 36 Rm. Eichen- Scheitholz, 102 17 Eichen- Knüppelholz, 2 BuchenLinden" 30 " 27 Buchen= " 1 H 23 11 " 28 Eichen- Stockholz, Buchen- Stockholz 940 Wellen Eichen- Reisig, 1200 Buchenhändler auf Einführung des 8- Uhr- Ladenschlusses für ihren Geschäftszweig beendet ist, liegt die Liste mit dem Ergebnis der Abstimmung vom 20. Februar bis einschl. Direktion: Steingoetter. 4. März d. Js., auf dem Bürgermeisterei- Bureau, Dienstag, den 21. Februar InnerZimmer Nr. 15, zur öffentlichen Einsicht aus. 14. Dienstag- AbonnementsVorstellung. halb der gleichen Frist fönnen etwaige Einsprüche gegen Den Eintrag der Abstimmung in diese Liste schriftlich Wann wir altern. Grünbergerstraße an der Happeloder zu Protokoll erhoben werden. Nach Ablauf der Frist vorgebrachte Einsprüche bleiben unberücksichtigt. Steßen, den 16. Februar 1905. Der von Großherzogl. Kreisamt Gießen bestellte Kommissar. Curschmann, Beigeordneter. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Schloßgaffe von Montag, den 20. d. Mts. ab bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 18. Februar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Dramatische Plauderei in 1 Aft von Oskar Blumenthal. Hierauf: Totentanz. Eine Aschermittwochsdichtung in 1 Akt von Mary Moeller. Zum Schluß: Der Dieb. Komödie in 1 Aft von Octave Mirbeau. " 1 U Die Zusammenkunft ist auf der wiese. Gießen, den 18. Februar 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. J. V. Curschmann. Die beliebten Gießener Pferde- Lose à 1 Mark find in allen durch Plakate fennt lichen Geschäften zu haben. Biebung 23. März 1. J8. XXX7 Pferde und Fohlen, Fahrräder, Hauptgewinne: 3 Einspänner, Nähmaschinen, Uhren, silberne Gegenstände u. s. w. In der Zeit vom 11. bis 18. Februar 1905 wurden Masken- Anzüge, Richard Buchacker, in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kahn und 1 Nachen; berloren: 1 Gebund Schlüssel, 2 gold. Broschen und 1 Arbeitsbeutel mit 1 Paar weißen Damen Handschuhen, 1 Taschentuch, gez. A. C., 1 Portemonnaie, 1 filb. Scheere und Fingerhut und 1 Handarbeit Inhalt. Entlaufen ist: 1 schwarzer langhaariger Spit ohne jegliches Abzeichen, 45 Ctm. hoch. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uus geltend zu machen. Gießen, den 18. Februar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Ausschreiben. Zum 1. März 1905 wird für die ProvinzialSiechen- Anstalt zu Gießen 1 Gärtner für Gemüse und Obstbau gesucht. Jahreslohn 900 Mt. und freten Mittagstisch ohne Abzug zu den Beiträgen für die Invaliden- pp. Versicherung. Anmeldungen unter Vorlage von Zeugnissen auf dem Verwaltungsbureau erbeten. Die Landgestütsbeschäler find auf der Station Grünberg eingetroffen. Grünberg, am 20. Februar 1905. Gr. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Holzversteigerung in der Fürstl. Oberförsterei Lich. Montag, den 27. Februar, von vorm. 10 Uhr an im Diftrift Langeberg: Knüppel: 7 Nm. Buchen, 2 Rm. Eichen, 18 Rm. Nadelholz; Stöde: 1 Rm. Buchen, 51 Rm. Nadelholz; Wellen: 160 Buchen, 2200 Weichholz( Forstwellen), 1080 Nadelholz. Zusammenkunft auf der neuen Kreisstraße beim Eingang in den Wald von Mühlsachsen her. Königlich Preussische Staats- Medallle Seidenstoffe in unvergleichlich reicher Auswahl. Jmmer die neuesten und schönsten. 1 schwarze weisse farbige Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten- Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& Cle. Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Proben portofrei PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten a. backen 50% Ersparnis gegen Butter! Richard Buchacker, Hauptkollekteur, Giessen, Neuenbäue 11. 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