en n rein 04/05 pünktlich, arten). tellung York. fg. abends an len die Hälfte. fürstl. ½ Uhr an, m. Buchen; 3 Am. E en, 12 m. Buchen( da tadelholz genignitt = 2,00 Fitm. it der Wege er- Beffingen. 1.9% Uhr Am Buchen, n, 27 m. en, 108 m. 710 Eichen, . Eichens, #, 148 期: lz= 14 69 Pfoftenbol l= 10,21 ffee Lichng burg. mmentunit Diftrik el u. Weigh lung fur gefälligem tzgerei halte, bitte to Her II raße 57. Nr. 18. Zweites Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Besitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar and Marburg 10 Bfg. fenft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 21. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Bost bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratt8beilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. feierabend. [ Politische Wochenschau.] Das westfälische Industriegebiet macht jetzt für den Besucher den Eindruck einer großen Feiertagsstille. Die Fabrikschornsteine, die sogenannten Palmen von Westfalen, ragen leblos in die blaue Winterluft hinein, und die Hochofenbetriebe, die zur Nachtzeit einen magischen Schimmer über die Gegend werfen, beginnen allmählich zu erlöschen. Nach den neuesten Nachrichten ist jetzt fast eine viertel Million Arbeiter in den Ausstand eingetreten. Allerdings ist jetzt der Kriegsborrat noch nicht so dringend notwendig, weil nach dem Entlohnungssystem der Bergknappen stets 6 Wochen nach geleisteter Arbeit erst der Wert dafür gezahlt wird. Infolgedessen verfügen die Streifenden über reichliche Barmittel, wodurch der Ausstand auf Wochen hinaus sichergestellt ist. Bei der großen Zahl der Ausständigen aber werden schließlich Millionen und Abermillionen an Unterſtüßungsgeldern notwendig sein. Demgegenüber wiegt der Betrag von 1000 Mark, den der Erzbischof Dr. Fischer von Köln gespendet hat, der Biffer nach nur sehr gering. Um so wichtiger aber ist diese Gabe als Ausdruck für die grundsätzliche Stellungnahme dieses kirchlichen Würdenträgers, der zwar bei der Ueberreichung seiner Gabe betonte, daß er fein Urteil über die Beweggründe des Ausstandes fällen, sondern unbeeinflußt die zu erwartende Not lindern wolle. Da indes der christliche Arbeiterverband in dieser ganzen Bewegung eine sehr aktive Rolle spielt, so wird immerhin die Oeffentlichkeit in dieser Spende cine moralische Unterstützung der Arbeiterschaft erblicken. In verschiedenen Blättern wird deshalb bereits die Bermutung ausgesprochen, daß auf den Großindustriellen Thyssen, der politisch dem Zentrum sehr nahe steht, das Vortreten des Erzbischofs vor die Rampe seinen Eindruck nicht verfehlen werde. Sm allgemeinen ist das Publikum mit seinen Sympathien und Antipathien sehr zurückhaltend. Die Presse betont mit großer Entschiedenheit die schweren Nachwirkungen eines solchen wirtschaftlichen Krieges und redet deshalb beiden Parteien zum Friedensschluß zu. Selbst die konservative Presse richtet an die Industriellen die Mahnung, sich ihrer Pflichten gegen den Nationalwohlstand bewußt zu bleiben und, wenn sich eine Aussicht eines dauernden Friedensschlusses zeigt, die Arbeiterschaft nicht vor den Kopf zu stoßen. Die Regierungskommissare haben an ihre vorgesetzten Behörden berichtet, daß die Arbeiter nur bei einigem Entgegenkommen zu einer Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit bereit sein würden. Inzwischen machen sich auf dem Kohlenmarkte die Wirkungen des Ausstandes bereits fühlbar. Die Preise steigen unaufhörlich und die außerdeutschen Konkurrenzgebiete insbesondere die böhmische Braunkohlenindustrie- ist eifrig bemüht, dauernde Verbindungen mit Deutschland anzuknüpfen. Zwar leidet der Versand noch stark durch die Schneeverwehungen auf den Bahnstrecken, aber immerhin geht eine solche Menge von fremder Kohle nach Deutschland, daß die starke Kapitalauswanderung wohl nach einiger Zeit sehr fühlbar werden wird. Die tragische Entwickelung in unserem Industrieleben tritt um so schärfer hervor, als allem Anscheine nach das Schifflein der Handelsvertragsberatungen nunmehr glücklich alle diplomatischen Klippen und Gefahren passiert hat. Der österreichischen Regierung sind neuerdings auch auf dem Gebiete der Eiſenindustrie insofern Konzessionen gemacht worden, als keine Erhöhung eingetreten ist, wenn auch eine größere Spezialisierung der Tarifnummern durchgejezt wurde. Die Tatsache, daß der Reichskanzler die konservative Interpellation über den Stand der Handelsvertragsverha.lungen jetzt beantwortet, läßt den Schluß zu, daß die deutschösterreichische Fachreferentenkonferenz nunmehr bald Feierabend macht, weil das große Werk gelungen ist. Organisch verbunden mit der Neuregelung unseres Handelsverkehrs mit fremden Staaten ist der Ausbau unserer inneren Verkehrswege, wie er in den Konferenzen betreffend der Betriebsmittelgemeinschaft beraten worden ist. Anscheinend ist auch hier in der Stille der Plan mehr durch diplomatische direkte Verhandlungen bei der Anwesenheit des bayerischen Verkehrsministers von Frauendorfer als in der weitschichtigen Konferenz gefördert worden. So ist also auch hier der Zeitpunkt nicht mehr fern, in dem die Reichseinheit auch bei dem Verkehrswesen zum Ausdruck kommt. Ein gleicher Fortschritt ist auf dem Gebiete unseres Berechtigungswesens erzielt, denn demnächst wird eine Philologenkonferenz in Berlin auch mit der geradezu karikaturhaften Mannichfaltigkeit des deutschen Berechtigungswesen Schicht und Feierabend machen. So tritt das Deutsche Reich immer mehr als eine unauflösliche Einheit, umklammert von der Einheit des Rechts, des Verkehrs und unserer Machtmittel in die Geschichte ein. Demgegenüber will es wenig besagen, daß augenblicklich zwischen der Budgetkommission des Reichstages und dem Reichskanzler heftige Meinungsverschiedenheiten wegen der bermeintlichen Mißachtung des Budgetrechts eingetreten sind. Diese stützen sich auf die Tatsache, daß der Reichstag nicht einberufen worden ist, um verschiedenen Kolonialvorlagen, die nach einer sehr strengen Auffassung nicht unter den Striegsaufwand fallen, zu beraten. Die Aufwendung für die Kriegszwecke haben ihre Erledigung in dem Indemnitätsgesuch gefunden, jedoch bestreitet die Budgetkommission mit seltener Einmütigkeit, daß dieses Indemnitätsgesuch auch für die Mehrkosten einer Verlängerung und Baubeschleunigung bei der Otawibahn in Höhe von 1% Millionen Mark und für die Vorarbeiten für eine Bahn von Windhuk nach dem Süden in das Herz des aufständischen Witboigebiets bis Reoboth Geltung habe. Die Forderungen sind einstweilen abgelehnt; aber es ist deshalb doch nicht ausgeschlossen, daß nicht das Plenum unter dem frischen Eindruck der erfolgten Niederwerfung des Hereroaufstandes andere Beschlüsse faßt. Unverkennbar ist die Beschleunigung der Otavibahn ein Erfordernis strategischer Rücksichten wie auch der erfolgreichen Besiedelungsfähigkeit, denn nachdem am Waterberg der Feuerschlund der Kanone Feierabend macht, muß der Eisenzahn des Pfluges in der Hand unseres Kulturpioniere seine Arbeit beginnen. Während in Deutschland nur ein theoretischer Meinungskampf zwischen der Regierung und einem Teile des Parlaments besteht, haben in Frankreich die Parlamentsmehrheiten das seitherige Kabinett Combes mit einer Mehrheit bon einer Stimme zu Falle gebracht. Die Neubildung des Kabinetts ist dem Präsidenten Loubet deshalb besonders erschwert, weil der Sturz der seitherigen Regierung weniger durch grundsätzliche politische Gegner als durch persönliche Feinde des Ministers Combes herbeigeführt ist. Er hat also bei Berufung der neuen Männer die schwierige Aufgabe zu lösen, die ungefähr der Quadratur des Kreises gleich zu achten ist: Politiker ans Ruder zu stellen, welche die politischen Farben des Ministeriums Combes zeigen, dem Parlament aber ungleich angenehm sind. Durch den Untergang des seitherigen Kabinetts kann vielleicht auch die auswärtige Politik Frankreichs aus ihrer Bahn gedrängt werden, wenn es nicht gelingt, Delcassé auch dem neuen Ministerium beizugesellen. Dessen unverrückbares Ziel war eine Vereinigung der Mittelmeerstaaten zu einer gemeinsamen Aktion gegen Afrika. Ein schweres Problem, das an den inneren Gegensägen zwischen Frankreich und England und Frankreich und Italien immer wieder scheitern wird. Ein hervorragender italienischer Offizier hat vor kurzem in einer öffentlichen Versammlung ausgesprochen, daß die Machtstellung Italiens stets von Frankreich bedroht sein werde, und daß es deshalb nur ein Bündnis gebe, auf das Italien sich ver= lassen könne, das sei der Dreibund. Für die volle Entfaltung der Delcasséschen Politik kommt auch das Verhältnis zwischen Frankreich und Rußland und Rußland störend in den Weg. Allerdings hat dieses Bündnis bei den Franzosen stark an Nimbus eingebüßt, nachdem Rußland auf dem ostasiatischen Kriegsschauplatz eine endlose Kette von Niederlagen erlitten hat und im Innern ständig von der Gefahr einer Revolution bedroht ist. Die Rückwirkung dieser ungesunden Verhältnisse auf das südslavische Element tritt ebenfalls mit jedem Tage deutlicher hervor. Wie es scheint, träumt König Peter von Serbien, obgleich er nicht einmal im eigenen Hause Ordnung zu schaffen wußte, und immer noch mehr oder minder unter dem Einfluße der Verschwörer steht, den stolzen Traum, eine Art Oberkönig für die Südslaven zu werden. Für dieses Ziel will er trotz der schwierigen Finanzverhältnisse des Landes die höchsten Opfer bringen, er hat aber weiter nichts erreicht, als daß ihm das Ministerium den Dienst aufsagte und Feierabend gemacht hat. Der Todeszug der Cholera. ( Von unserem medizinischen Mitarbeit e r.) Die gefürchtete Geißel der Menschheit, die' asiatische Cholera, steht wieder einmal vor den Toren Europas. Man erwartet sie zum Frühjahr bestimmt. Sie hat sogar bereits einen Sendboten vorausgeschickt, der zwar nicht so wild und grausam auftritt, wie sie selbst, aber auch heimtückisch und gefährlich genug ist: die Influenza, die jetzt allerorten in Deutschland und auf dem ganzen europäischen Kontinent in mehr oder minder schwerer Form haust. In einer Versammlung Berliner Aerzte wurde mit Recht darauf hingewiesen, daß einer jeden großen Choleraepidemie der letzten Beit eine starke Influenza vorauszuziehen pflegte, so auch bei dem letzten schweren Auftreten der Seuche in Hamburg Anfang der neunziger Jahre. Damals wie jetzt war dem Eindringen des gefährlichen Gastes in Europa eine längere Epidemie in Persien vorangegangen. Von dort setzt sie ihren Todeszug dann mit Riesenschritten fort. Sie geht erfahrungsmäßig auf russisches Gebiet über und pflegt die Wolga hinaufzuziehen. Es ist deshalb für uns bedrohte Europäer äußerst nützlich, zu erfahren, wie sich im letzten Jahre die Dinge in Persien abgespielt haben, und daraus die entsprechenden Lehren zu ziehen. Der englische Konsui in spahan hat die Wichtigkeit eingehender Berichte über den Verlauf der Krankheit in Persien denn auch voll erkannt und hat seiner Regierung eine recht anschauliche Schilderung zugehen lassen. Die Krankheit ging, wie schon so oft, von den muhamedanischen Pilgerfahrten nach Mekka aus und nahm ihren Lauf einerseits nach Aegypten, andererseits über Syrien und Mesopotamien nach Persien. Hier drang sie durch die Provinzen Kirmo schah und Harmodan nordwärts nach Kum und verbreitete fich ferner nördlich und südlich nach der Hauptstadt Teheran und nach Ispahan, während eine Zweigstraße der Epidemie längs des Karunflusses auf den Persischen Golf und weiter nach der Blumenstadt Schiras führte. Beide Ströme der Ansteckung begegneten sich im Gebiet von Komischah 75 Kilometer südlich von Ispahan. Besonders wichtig ist die Tatsache, daß die Stadt Isvahan selbst lange Zeit ganz frei von der Cholera blieb, während die Seuche in den umgebenden Dörfern mit verheerender Kraft wütete. Ispahan ist wirklich der lezte Play von Persien gewesen, der von der Epidemie ergriffen wurde, und auch dann verlief sie leichter als in irgend einer anderen Stadt. Hier zeigt sich so recht, was durch Beachtung der hygienisa, cn Lehren erreicht werden kann. Die Höheulage und die Trockenheit des Klimas mag dazu beigetragen haben, diese persische Großstadt zu schüßen, aber die eigentliche Er. klärung ist wohl darin zu suchen, daß fast das ganze Ispahan mit gutem Trinkwasser versorgt ist und die Einwohner auch daran gewöhnt sind, sich dieses guten Wassers zu bedienen, und es nicht aus dem ersten und besten Tümpel oder Kanal zu nehmen. Auch die Beseitigung der Abfallstoffe geschieht in Ispahan auf bessere und gründlichere Weise als irgendwo sonst in Persien, und vor allem wird darauf Bedacht genommen, daß das Grundwasser nicht dadurch verunreinigt wird. Der Segen dieser für Persien leider noch sehr ungewöhnlichen Sorgfamkeit wird durch die Cholerastatistik des vergangenen Jahres ins hellste Licht gesetzt. In Teheran mit einer Bevölkerung von etwa 250 000 Menschen starben über 25 000, Schiras mit 45 000 Einwohnrn verlor 5000, Ispahan mit 80 000 Einwohnern nur 500. Auch ein russischer Privatdozent hat übrigens seine Erfahrungen während der Choleraepidemie in Persien veröffentlicht. Er war der Leiter einer Abteilung, die vom russischen Finanzminister zur Bekämpfung der Seuche ausgesandt wurde. Dieser Sachverständige verweist auf die Aehnlichkeit der Epidemie mit der Cholera, die am Ganges in Indien ständig zu finden ist. Im Gegensatz zu den erfreulichen Schilderungen, die von Ispahan gegeben werden, beschreibt der russische Arzt die gesundheitlichen Verhältnisse anderer persischer Städte mit geradezu schauderhaften Einzelheiten. Gewöhnlich wird schmuziges Wasser, das durch die Straßen fließt, zum Trinken benutzt. Auf den Straßen selbst findet man zuweilen Gruben, in denen menschliche Leichen und allerhand Unrat liegen. Aerztliche Hilfe war nirgends vorhanden, bis auf die Tätigkeit der eingeborenen Aerzte, die in gutem Sinn wohl kaum zu rechnen war. Die Sterblichkeit erreichte 80 Prozent und darüber, während die ärztliche Hilfe der Russen durch die Anwendung einfacher Reizmittel wie Kampher und Koffein und durch Einspritzungen von Kochsalzlösungen eine Herabsetzung der Sterblichkeit bis auf 30 Prozent erreichte. Uebrigens tritt der russische Arzt sehr für eine Schutzimpfung ein; er habe 1500 Menschen geimpft, von denen nur 27 erkrankt und vier gestorben wären. In Tebris allein gingen 15 000 Menschen in zwei Monaten an der Cholera 31 Grunde, in ganz Persien etwa 150 000. Die Gefahr für Rußland wird als sehr bedeutend erachtet, und der Sachverständige befürchtet, daß auch die Quarantäne nichts nüßen wird. Das sind böse Aussichten für das kommende Frühjahr, und es ist gut, wenn wir bei Zeiten Maßregeln treffen, um uns des bösen Gastes zu erwehren. Vermilchtes. =[ Eine neuartige Diebesfalle] hat Dragoner Reinicke bom 9. Dragoner- Regiment in Meg konstruiert. Er legte zwar jede Nacht seinen Geldbeutel unter sein Kopfkissen, aber trotzdem wurde ihm das Geld wiederholt herausgenommen, so fest schlief er. Um den Dieb endlich zu erwischen, tat er neun einzelne Pfennige in seinen Brustbeutel, nähte diesen mit Bechdraht zu, verschmierte die Klappe mit Pech und verband den Pechdraht durch eine über das linke Ohr laufende Schnur mit der linken Hand. So gelang es ihm, den Dieb, einen Stubenkameraden, zu fesseln und seiner Bestrafung entgegenzuführen. Die anschauliche Schilderung der Diebesfalle durch den Erfinder wirkte selbst auf das Richterkollegium erheiternd. =[ Hochzeit von vier Geschwistern an einem Tage.] Aus Czegled( Ungarn) wird gemeldet: Am 21. d. Mts. wird sich dort der seltene Fall ereignen, daß vier Kinder eines und desselben Elternpaares an einem Tage heiraten. Der glückliche Freudenvater ist der Czegleder Landwirt Stephan Nyavaya. Am benannten Tage werden seine drei Söhne und eine Tochter den Bund der Ehe schließen. =[ Japanische Witwen.] Wenn eine Japanerin Witwe wird, ist es Sitte, ihr einen Teil des Haares abzuschneiden und diese in ihres Mannes Sarg mit zu begraben. Aber obwohl ein Teil des Haares genügt, ist mancher dieses Opfer nicht groß genug, um ihre hübsche Frisur zu verderben. Wenn sie entschlossen ist, immer Witwe zu bleiben, schneidet sie das ganze Haar ab und läßt es nie wieder wachsen. Es gibt besonders im Herzen Japans viele Frauen mit knabenhaft berschnittenem Haar, dem Kennzeichen ihrer Witwenschaft. Es sind das Frauen, die viel an den Tempeltüren beten und ihre Tage in geduldiger Hingabe an Familie und Heim verbringen. [ Das Radioro,] auf Deutsch Radiumgold, ist eine neu wunderbare Metalllegierung, die nach Versicherung von Freunden des Erfinders eine ganze Umwälzung in der Metallindustrie hervorbringen wird. Das neue Metall ist glänzend wie Gold, oridiert durchaus nicht, ist leicht schmelzbar und dabei so hart und elastisch wie Stahl; seine Dehnbarkeit ist so groß, daß es sich wie Blattgold auswalzen läßt; beim Gusse gibt es eine so glatte Oberfläche wie reines Gold, ohne Blasen und Runzeln, und ist bei allen diesen Vorzügen billiger als Kupfer. So wird versichert, und der Erfinder, Ugo Travaglini, ist letzte Woche in seiner Vaterstadt Pisa hoch gefeiert worden. Er selbst spricht sehr bescheiden, aber doch mit großer Zuversicht von seiner Erfindung, die in England patentiert ist, wo auch ein Konsortium von Kapitalisten die Ausbeutung in die Hand nehmen wird. Maschinenteile aus Radioro sollen sich in Widerstand und Dauerhaftigkeit ausgezeichnet bewähren; die französische Marine habe schon Schiffschrauben aus Radioro bestellt. Auf der bevorstehenden Industrie- Ausstellung in Mailand wird das neue Metall als wichtigste Neuheit paradieren. ** Das ½ Mark- Stück wird in nächster Woche dem Ver. hr übergeben werden. Die neue Münze wird sich außer Durch die Bezeichnung, Mark", die sie auf der einen Seite trägt, von den alten Fünfzigpfennigstücken durch einen scha.j gezackten Ran merklich unterscheiden, wodurch auch eine Verwechselung mit 10 Pfennig- Stücken erschwert w S.. = [ Eine ganz geheime Wahl.] Ein Wahlkuriosum, das allerdings auch bei früherer Gelegenheit wohl schon vorgekommen ist, darum aber an seiner belustigenden Wirkung nichts eingebüẞt hat, wird von der kürzlichen Nachwahl zum Reichstag im Wahlkreise Kalbe- Aschersleben berichtet. In einem Dorfe in der Nähe von Staßfurt langte nach Schluß Bekanntmachung. Etwa zwei Drittel der Inhaber von Kleider-, Schuh-, Schirm-, Putz-, Weiß- und Kurzwaren-, Belzwaren und Möbelgeschäften haben bei Großherzoglichem Kceisamt die Einführung des 8 Uhr Ladenschlusses für ihren Geschäftszweig beantragt mit Ausnahme 1. aller Samstage, 2. der Tage im Monat Dezember, 3. der durch Bekanntmachung Großherzoglichen Polizeiamts jeweils bestimmten Tage, an denen die Verkaufsstellen bis 10 Uhr offen gehalten werden können. der Wahlhandlung aus einer benachbarten Ortschaft die telephonische Anfrage an, wie denn dort die Wahl ausgefallen sei. Kurz und bündig erfolgte die Antwort:„ Das dürfen wir nicht verraten, es ist ja geheime Wahl!" ** Ansichtspostkarten zu Kaisers Geburtstag. Der Deutsche Kriegerbund hat, wie in früheren Jahren, Ansichtspostkarten zum Verkauf bei der Feier von Kaisers Geburtstag und bei sonstigen Gelegenheiten herausgegeben, deren Erlös ausschließlich den Krieger- Waisenhäusern zugute kommt. Der Erfolg, welcher im vorigen Jahre dadurch erzielt wurde, ist hoch erfreulich. Bis zum 1. Oftober 1904 konnten rund 22 500 Mark Reingewinn den Waisenhäusern des Bundes überwiesen werden. Die Flutwelle in Norwegen hat, wie die genaueren Feststellungen ergaben, in Naesdalen 5 Höfe mit 34 Menschen fortgeschwemmt und in Bödal 25 Menschenleben vernichtet. Die Untersuchung der Ursache ergab, daß ein mächtiger Felsen, welcher bei Naesdalen bis über das Wasser hinausragte, in den Loenwandsee stürzte; acht Menschen wurden verletzt unter den Trümmern hervorgezogen, einer starb sofort. Kunft und Wiffenfchaft. MR Die Saalburgmodelle für Amerika angekauft. Wie aus Homburg telegraphiert wird, sind die Modelle der Saalburg jowie die Nachbildungen von Funden, für welche dem deutschen Kaiser auf der Weltausstellung in St. Louis der große archäologische Preis zuerkannt worden ist, von zwei Amerifanern angekauft worden. Sie sollen der Universität in Washington überwiesen werden. Gesellenprüfung. Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. Geborene. Am 8. Jan. Dem Schloffer Karl Euler ein Sohn.' 9. Kaufmann Friedrich Wilhelm Pannecke ein Sohn, Friedrich Wilhelm. 11. Kunst- und Handelsgärtner Rudolf Weber ein Sohn, Hermann Heinrich Friedrich. 12. Bäckermeister Heinrich Prieß eine Tochter. 13. Maurer Christoph Schneider ein Sohn, Heinrich. Dreher Franz Joseph Ganz ein Sohn. 14. Vizefeldwebel Wilhelm Meisel eine Toster, Emma Elisabeth Frieda. 15. Bahnarbeiter Adam Kafer eine Tochter. 18. Schmied Philipp Schomber ein Sohn, Heincich. Eheschließungen. Am 14. Jan. Wilhelm Bopf, Kaufmann dahier mit Margarete Hardt hierseibst. Wilhelm Klein, Küfer dahier mit Thekia Hedwig Löhmer hierselbst. Gestorbene. Um 17. Jan. Johannes Dich, 44 Jahre alt, Taglöhner dahier. Gustav Hammaun, 90 Jahre alt, Pfarrer i. P. dahier. 18. Karl No, 1 Jahr alt, Sohn des Schneiders Wilhelm Noll dahier. 19. Johanna Fertsch, geb. Beyer, 60 Jahre alt, Ehefrau des Pfarrers i. P. Ferdinand Fertsch dahier. Heinrich Schomber, 10 Stunden alt, Sohn des Schmieds Philipp Schomber dahier. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentett: Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe zu Gießen. Bekanntmachung. Aus der Julius und Minna Kohlermann= Die diesjährigen Gesellenprüfungen finden in den Stiftung sind die Zinsen vom 23. März 1904 bis 31. März 1905 mit 179,32 M. zu gleichen Teilen an Monaten März und April watt. einen unbescholtenen hilfsbedürftigen geborenen Gießener Bürger( Witwer) und die Witwe eines solchen( geborene Gießenerin bevorzugt) am 1. April d. 33. zu vergeben. Meldungen unter Vorlage der erforderlichen Ausweise nimmt bis 15. Februar 1905 das Armenamt, An derselben können alle jungen Handwerker aus Heuchelheim, Wieseck, Altenbuseck, Beuern, Großenbuseck, Burkhardsfelden, Haufen, Watzenborn- Steinberg, Leihgestern, Langaöns, Großen- Linden, Klein- Linden, Garbenfeich, Annerod, Rödgen, Trohe teilnehmen, deren Lehrzeit spätestens am Schluß der Prüfungen beendet ist. Anmeldungen zur Prüfung sind unter Benutzung des vorgeschriebenen Formulars( bei dem Unterzeichneten erhältlich) bis zum 20. Febrner an den unterzeichneten Ausschuß zu richten. Die Prüfungsgebühr beträgt 3 Mr. und ist mit der Anmeldung an den Unterzeichneten einzusenden. Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2, entgegen. Gießen, den 18. Januar 1905. Die Armen- Deputation der Stadt Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. In der Zeit vom 14. bis 21. Januar 1905 wurden Zur Feststellung der Zahl der beteiligten Geschäftsinhaber ist gemäß§ 2 der Bekanntmachung, betr. das Verfahren bei Anträgen auf Verlängerung der Laden schlußzeit, vom 25. Januar 1902, eine Liste der beteiligten Wir machen insbesondere darauf aufmerksam, daß in hiesiger Stadt Geschäftsinhaber aufgestellt worden. Bereiligt im Sinne dieser Bekanntmachung die Ablegung der Gesellenprüfung u. A. als Vorbeding- gefunden: 1 Portemonnaie mit Inhalt, 1 Thüre und eine Peitsche; find alle diejenigen Inhaber offener Verkaufs- ung für die Anleitung von Lehrlingen und die Führung stellen, welche Waren der obenbezeichneten Art des Meistertitels erforderlich ist, ihre Versäumnis daher feil halten, auch dann, wenn diese Waren nur später empfindliche Nachteile im Gefolge hat. Gießen, den 18. Januar 1905. nebenbei geführt werden. im Ich bringe dies mit dem Anfügen zur allgemeinen Der Prüfungsausschus des Ortsgewerbevereins Gießen. Kenntnis, daß diese Liste in der Zeit vom 18. bts Traber, Vorsitzender. 31. de. Mts. während der üblichen Geschäftsstunden Holz- Bersteigerung Städt. Wohnungsnach auf dem Bürgermeistereibureau, Zimmer Nr. 15, zur wets Gießen. öffentlichen Einsicht aufliegt. Einsprüche gegen die Gießener Stadtwald. Richtigkeit und Vollständigkeit der Liste fönn n von den Montag, 23. Januar 1905, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und beteiligten Geschäftsinhabern bis zum Ablauf der Offen- vormittags 9½½ Uhr beginnend, von 3-6 Uhr legungsfrist schriftlich oder zu Protokoll erhoben werden. sollen im Gießener Stadtwald Es find zu vermieten: Nach Ablauf der Frist vorgebrachte Einsprüche bleiben in den Distrikten Grubenkopf 1 Wohnung von 6-8 Zimmern. Brunstacker, Faulerboden, Ober- 1 unberücksichtigt. försterswiese und Tiefe. bach ver- 3 Wohnungen" von 6 Zimmern steigert werden: Gießen, den 16. Januar 1905. Der von Gr. Kreisamt bestellte Kommissar Cursmann, Beigeordneter. Bekanntmachung. Betr. Stiftung des Gemeinderatsmitglieds Friedrich Lony sen. Die diesjährigen Zinsen aus der Lony- Stiftung sollen an 8 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mk. vergeben werden. Bewerbungen um dieselben sind bis zum 1. Februar d. Js. schriftlich oder mündlich bei dem Armenamt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2 einzureichen. Gießen, den 16. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Sicken. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung Betr.: Stiftung der Frau Hofgerichtsrat v. Krug und ihres Sohnes des Hofgerichtsrats Dr. Karl von Krug. " Hainbuchen Scheitholz 3a mieten gesucht: 7 " 56 Wehnungen von 1–7 Zimmern. 364 Fichtenstangen mit 14,56 fm 12 4895 31,54 7 " " " 4 " " " 4 3 2 Rmtr. Eichen Nutzscheicholz, 7 " 1 " " 1-2 " " 17 " Buchen- Scheitholz, 1 nöbliertes Zimmer. 4 " 53 Ei hen Scheitholz, " 18 Buchen- Knüppelholz, 10 93 " 3 " 4 " 1 4 " 8 " 4 " 41 " 13 " 1 Hainbuchen- Knüppelh. Eichen- Knüppelholz, Aspen Knüppelholz, Fichten- Knuppelaol, Erlen- Knüpve holz Erlen- Knüppelh 13, Buchen- Stockholz, Eichen- Stockholz, Fichten- Stockholz, 2100 Wellen Buchen Reisig, 2680 " 1320 " 790 " 600 " 210" Eichen- Reisig, Fichten- Reisig, Aspen Reisig, Erlen- Reisig, Lärchen- Retsia, größtenteils Durchforstungswellen. Die Zusammenkunft ist auf der Licher Straße am Forsthaus. Gießen, den 16. Januar 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Unzählige Anerkennungen aus aller Welt bestätigen, daß es bei Husten, Heiserkeit, Hals- und Brustleiden, Verschleimung( Katharrh), Keuchhusten, kein dergl. Mittel giebt, welches sich auch nur annähernd mit den segensreichen' genschaften des Rheinisches Trauben- Bruft Houtge vergleichen könnte. Vorrätig à Ft. 0,60, 1, 1½ und 3 Mt. bet C. G. Kleinkenn, Delikatessen u. Kolonialw. in Giesen, Bahnhofstr. 59. an wirklich ReellDie diesjährigen Zinsen aus der Krug- Stiftung, sollen an 12 Arme der Stadt Gießen mit je 20 Mt. bergeben werden. Bewe bungen um dieselben sind bis zum 1. Februar schriftlich oder mündlich bei dem Armen- Ein schöner Laden Darlehne dentene in jeder obe amt, Neuen- Bäue 25, Zimmer Nr. 2 vorzubringen. Gießen, den 16. Januar 1905. Großherzogliche Bürgermeinerei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 17. Dezember 1904 ist der Ludwig Arnold Ehefrau, dahier die Erlaubnis zur Ausübung des Gewerbes als Gesindeberinieterin erteilt worden. Den Gebührentarif derselben bringen wir nachstehend zur öffentlichen Kenntnis: a) für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen Mt. 5.-, b) für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herr schaft nach auswärts Mt. 7, wovon der Dienstbote jeweils 2 Mt. zu entrichten hat. Gießen, den 19. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. in der Löwengasse preisw. za berm, chueeweiß, Berlin, InvalidenNäh. Gießen, Selteroweg 56. ftraße 38. Rückporto. Frische, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz-, Koch, Hopew u. Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorseher, Verdampffchalen, Feuer geräteständer, Bohlenfaller und-aften, Kohlenlöffel, Stocheisen, Aich- und Mülleimer. Wasch-, Wring- und Mangelmaschinen, Dezimal-, Tafel- und Wirtschaftswagen, Fleischhack-, Reib- u. Messerputzmaschinen, Vogelkäfige und Züchter- Utensilien, Fischereigeräte, Bürsten, Besen und Türvorlagen, Flechtrohr und Baffiabast. Werkzeuge, Beschläge, Eisen-, Kurz- und Solinger Stahlwaren empfiehlt Edgar Borrmann, Giessen Telephon 298. Eisenhandlung. Nenstadt 17. verloren: 1 Trauring gez. M. F. 1903 27. 12. Zugelaufen ist: 1 gelber Dachshund. Entlaufen ist: schwarze Dachshundin und 1 kleiner rötlichbrauner Dachshund. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 21. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiant Gießen. Herberg. Frühjahrs- Pferdemarkt zu Gießen. Am Mittwoch, den 28. März 1905, vormittags, findet auf den städtischen Marktanlagen nächst der Bodheimerstraße Pferdemarkt statt. Für Stallungen in der Nähe des Marktes ist ausreichend Sorge getragen; wegen denselben wolle man sich an Herrn Hollohnkutscher Buhs dahier wenden. Mit dem Pferdemarkt ist eine Ausstellung von Wagen, Geschirren, Stallutensilien, la dw. Geräten 2c. ev Außerdem ist eine in den hierfür vorgesehenen Hallen verbunden und werden hervor ragende Leistungen durch Diplom ausgezeichnet. Prämiierung des besten Pferdematerials vorgesehen, für welche 1670 Mark zur Verfügung stehen. Der Brämiierungs und Ausstellungsvlan ist von Herrn Weinhändler Die Preisverteiluna er Augant Schwan zu Gießen zu beziehen. folgt im Anschluß an die Prämierung um 12 Uhr. Omnibusverbindung von dem Bahnhof nach dem Marktplaz und zurück. Von 10 Uhr ab Konzert und Restauration auf dem Marktplay. Am 23. März nachmittags 2 Uhr, findet in der Turnhalle der Stadtknabenschule eine Verlosung statt von Pferden, Wagen, landwirtschaftlichen Maschinen und Gerät: schaften, Haushaltunes- und Gebrauchsgegenständen. Der Generalvertrieb der Lose á 1 Mt. ist dem Herrn Richard Buchacker dahier übertragen. Gießen, 14. Januar 1905. Die städtische Pferdemarkt- Bommission. Jean Kirch. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet stett an jedem Sonntag zwissen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Mleinkinderschule; die Mädchen können zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele sind in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstaud: Dr. Naumann, Kirchenrat. Giessener Fischbaus Sonnenstraße 30. Täglich leb. frische Sche#fische Hasenfelle Cabliau, sowie sämtliche Seefische Jitis-, Marder, Otternfelle in allen Preislagen. 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