Nr. 273. Snsertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberbren, die Kreise Weglar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. Montag, den 20. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Die Marineforderungen. Von parlamentarischer Seite wird der Deutschen Reform- Korrespondenz" geschrieben: Die vom Bundesrat genehmigte Flottenvorlage, die den Reichstag demnächst beschäftigen wird, überrascht nach allem, was man vorher gerüchtweise gehört hatte, durch das bescheidene Ausmaß ihrer Forderungen. Sie stellt einen neuen Flottenbauplan auf, der den alten nur um weniges überbietet. Es werden im ganzen sechs neue große Kreuzer und acht neue Torped obootsdivisionen verlangt. Die Bauzeit der bergrößerten Flotte erstreckt sich bis zum Jahre 1917. Die Kosten für die sechs großen Kreuzer belaufen sich auf 165 Millionen Mark, von denen nur 4,6 Millionen im nächst= jährigen Etat, 13,3 Millionen im Jahresetat von 1907 erscheinen. Dann steigen die Raten auf 20,9 und 27,5 Millionen, um für 1910 und 1911 auf 22,9 und 18,8 Millionen zu sinken. Nach einer Steigerung auf 19,9 in 1912 ermäßigen sie sich für 1913 und 1914 auf 16,3 und 14,2, und für das Jahr 1915 bleibt nur ein Restbetrag von 6,6 Millionen übrig. Der Sollbestand der Flotte ist für das Jahr 1917 festgesezt auf 2 Flottenflaggschiffe, 36 Linienschiffe, 14 große und 38 kleine Kreuzer. Die Differenz bildet die geplante Zunahme, die Gegenüber dem jetzigen Bestand kaum ein Viertel von diesem beträgt. Niemand wird sagen können, daß angesichts der Kleinheit der derzeitigen deutschen Kriegsflotte die geforderte Vermehrung außerordentlich groß wäre. Man darf mit Bestimmtheit vermuten, daß in der Zeit bis 1917 die anderen Seemächte ihre Kriegsschiffe in gleichem Verhältnis vermehren werden. - Die Erfordernisse des Marineetats im laufenden Jahr betragen insgesamt an fortdauernden Ausgaben, Schiffs- I bauten und Armierungen und sonstigen einmaligen Ausgaben 233,43 Millionen, 18,02 Millionen mehr als im Vorjahr. Für das kommende Jahr ist eine Vermehrung um 18,7 auf 251,8 Millionen vorgesehen. Im Jahre 1907 be= trägt die Steigerung 22,12 Millionen, 1908 nur noch 12,94 Millionen, 1909 wieder 20,49 Millionen Mark. Dann sinkt die Zunahme: 1910 auf 8, 1911 auf 5 Millionen, 1912 beträgt sie wieder 5,4, im Jahr 1913 nur noch 1,9 Millionen, im Jahr 1914 tritt sogar ein Rückgang um 4,6 Millioen ein, dem 1915 eine Erhöhung um 1,4, im Jahr 1916 um 0,4 und 1917 um 5 Millionen folgt. Im Jahr 1917 beziffert sich der Gesamtetat der Marineverwaltung auf 329,85 Millionen Mart. In allen den Jahren bis 1917 ist die Deckung der Ausgaben aus ordentlichen Einnahmen in Aussicht ge= nommen, nur der vergleichsweise geringe Betrag von 425,69 Millionen ist auf Deckung durch Anleihe angewiesen. Die Schiffsbaukosten haben, vornehmlich durch die wefentliche Erhöhung des Tonnengehalts der Schiffe, eine beträchtliche Steigerung erfahren. Ein Linienschiff neuester Ausmaße erfordert einen Bauaufwand von 36,5 Millionen Mark, während bei den bisherigen Ausmaßen 24,28 Millionen genügten. Die großen Kreuzer stellen sich jetzt auf 27,5, früher auf 19,17 Millionen. Eine Torpedobootsdivision erfordert jetzt 8,87 statt 7,23 Millionen. Die Baukosten der fleinen Kreuzer sind unverändert, wie der Schiffstyp selbst, bei 6,38 Millionen Mark geblieben. Immerhin ist die Mehrbelastung, die das Reich durch die Flottenvermehrung auf sich nehmen muß, geringfügig. Die Summe fällt namentlich deshalb nicht ins Gewicht, weil das Reich ohnehin für eine stattliche Vermehrung seiner eigenen Einnahmen zu sorgen hat, um den bereits vom Reichstag bewilligten Ausgaben gerecht zu werden, ohne daß die Einzelstaaten durch Erhöhung der Magikularum= lagen eine weitere Bedrückung erfahren. Aber die Flottenvermehrung ist eine unausweichliche Notwendigkeit. Das Reich bedarf ihrer um der Erhaltung seiner Selbständigkeit und Würde willen. Wohl ist keine Macht und feine Vereinigung von Mächten imstande, Deutschland zu überrennen. Es ist eben aber ein mißlicher und auf die Dauer unerträglicher Zustand, das ein Reich, daß einen ausgedehnten Handel zu schützen hat und überdies Kolonien in verschiedenen Erdteilen besitzt, von vornherein verzichten muß, überseeisch diesen Schuß praktisch zu gewähren, sobald Komplikationen eintreien, deren Möglichkeit uns erst kürzlich mehr vor Augen gerückt ist. Solchen Verhältnissen gegenüber gibt es kein Zögern und fein Besinnen. Auf die augenblickliche Kargheit der verfügbaren Mittel, auf die ungünstige Entwickelung der Reichssteuerpolitik hat der Bundesrat bereits alle erdenkliche Rücksicht genommen. Man würde ihm kaum haben widersprechen dürfen, wenn er sich in seinen Forderungen weniger Beschränkung auferlegt hätte. Wir sind feineswegs der Meinung, daß man an die Bewilligung von Geldforderungen mit Hurraſtimmung herantreten soll. Wir haben zur Hurrahstimmung auch gar keine Veranlassung. Es handelt sich um sehr ernste Dinge, die mit ernster Entschlossenheit geprüft und erledigt sein wollen. Zur Prüfung haben wir reichliche Gelegenheit gehabt, mehr als uns lieb sein fonnte. Nicht wir haben sie angestellt, sondern fie ist uns greifbar in die Hand gekommen. Jetzt gibt es fein Zögern mehr. Die notwendigen Opfer müssen gebracht werden, und die mitgeteilten Zahlen zeigen, daß über das Notwendige hinaus uns nichts zugemutet worden ist." flagge balbmaſt! Abermale ein schwarzer Tag in der Geschichte der deutschen Flotte. Die erschütternde Katastrophe in den Ostseegewässern am Eingange des Kieler Hafens zog eine Anzahl frischer Hoffnungsfreudiger junger Menschenleben in die Tiefe, brachte einem wertvollen Kriegsfahrzeug die Vernichtung. Der Zusammenstoß zwischen dem Artillerie- Schulschiff ,, Undine" und dem Torpedoboot ,, S 126" erfolgte um 8% Uhr abends in der Nähe des Leuchtturms bei Bilt. Das Torpedoboot hat eine Bemannung von 3 Offizieren und 70 Mann. Es wurde bei der Karambolage so schwer beschädigt, daß es fast augenblicklich von dem entstandenen Strudel verschlungen wurde, zumal zu gleicher Zeit die Kessel platten und große Verwüstungen auf dem Boot anrichteten. Der selbst beschädigte Kreuzer Undine" tat alles mögliche zur Rettung. Leider gelang es nicht, die Gesamtbesagung zu bergen. Oberleutnant Kayser und 32 unserer braven blauen Jungen fanden den Tod in den Wellen. Die übrigen beiden Offiziere und etwa 40 Mannschaften fonnten geborgen werden. Einzelne der Geretteten sind jedoch bedenklich verwundet. Außer dem Obermaschinisten DammanWilhelmshaven, der schwer verbrüht ist, hat ein Heizer durch den ausströmenden Dampf schwere Verlegungen erlitten. Die Verletzten wurden im Garnisonlazarett in Kiel untergebracht. Der Divisionschef Kapitänleutnant Stölzel, der Kommandant Oberleutnant zur See Jacobi und die Wachoffiziere Oberleutnant zur See Einbeck und Leutnant zur See von Kayserlingt wurden leicht verwundet. Die Undine", deren Kohlenschacht voll Wasser gelaufen war, ankerte an der Unfallstelle. Von Kiel gingen alsbald Werftdampfer nach dem Schauplatz des schrecklichen Unglücks ab. Die Kreuzer München" und" Nymphe" sind mit dem gesamten Taucherpersonal beim Bergungswerke tätig. " 1 Die Ursachen des Zusammenstoßes. Nach der amtlichen Darstellung ist das Boot bei einem Scheinwerfermanöver durch das Licht der Scheinwerfer geblendet worden, vor den Bug des Kreuzers geraten und von diesem gerammt" worden. Bei dem Zusammenstoß wurden die Kessel getroffen, so daß eine gewaltige Explosion stattfand. Dadurch wurde der Schiffskörper auseinandergerissen und versank augenblicklich. Die Opfer. Ertrunken sind Oberleutnant Johannes Kayser. Torpedoobermaat Schneider. Die Obermatrosen Gronau, Ramlow, Kangler, Hilfert, Meier. Die Matrosen Gebhardt, Waltemate, Ribz, Heider, Paulus. Zimmermannsgast Wazmer. Die Obermaschinistenmaats Kruck und Keilwagen. Der Obermaschinistenwärter Lüder. Die Oberheizer Thomann, Belzig, Beck und Plenz. Die Heizer Lindner, Knobzer, Kroeher, Will, Goedecke, Grasser, Stettin, Wendel, Siegling, Kraemer und Kaltwasser. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Das deutsche Reich hat ein Abkommen mit der Republik Ecuador abgeschlossen, das den Austausch von Postanweisungen nebst Vollzugsordnung und den Austausch von Postpaketen mit und ohne Werangabe betrifft. * Der Reichskanzler Fürst Bülow empfängt heute den Vorstand des deutschen Landwirtschaftsrates, der eine Denkschrift über die Fleischversorgung der deutschen Bevölkerung überreicht. * Die Aufständischen in Deutsch- Ostafrika griffen in Stärke von etwa 1000 Mann das befestigte Lager bei Kibatta in den Matumbibergen an. Die Angreifer wurden zurückgeschlagen und hinterließen zahlreiche Tote und eine Anzahl Gewehre. Von den Europäern und Asfaris im Lager wurde niemand verletzt. * Der am 27. November in Berlin zusammentretende deutsche Städtetag wird sich mit der Konstituierung des Städtetages auf Grund des vom Vorstand vorgelegten Sagungsentwurfs und mit der Fleischversorgung der deutschen Städte und der Schädigung ihrer Bevölkerung durch die gegenwärtige Fleischverteuerung befassen. * Im Reichstagswahlkreise Eisenach- Dermbach- Kaltennordheim hat in der Stichwahl der antisemitische Kandidat Schack über den Sozialdemokraten Leber gesiegt. Shack hatte bei der Hauptwahl 4045, Leber 6886 Stimmen cr halten. Außerdem waren 2780 Stimmen auf den nationalliberalen Flex, 2698 Stimmen auf Kühner von der frei= finnigen Volkspartei und 1014 Zentrumsstimmen auf den Abg. Müller- Fulda gefallen. In Eisenach fam es abends zn lebhaften Ansammlungen. Die Volksmenge, die auf dem Karlsplatz und den angrenzenden Straßen zusammengeströmt war, wich erst, als um 11 Uhr die Feuerwehr herbeigerufen wurde, die dann die Sprize in Tätigkeit ſezte. Viele Personen wurden festgenommen. Ernstere Ausschreitungen fomen nicht vor. Mit 40 gegen 14 Emmen hat der mecklenburgische Landtag auf Antrag segirang beschlossen, daß der mecklenburgische Buß- und Beitag, der bislang am Freitag vor dem ersten Advents- Sonntag begangen tourbe, in Zukunft mit dem preußischen und allgemeinen norddeutschen Briß und Bettag zusammenfallen soll. Amerika. ** Präsident Castro in Venezuela unterläßt nicht, die europäischen Großmächte zu reizen. Er verweigerte bie fällige Rentenzahlung an Frankreich und erklärte, fein Land verlange die Anerkennung seiner Gerichtshöfe, die Frantreid ablehne. Heer und flotte. Uniformierung der Seebataillone. Unteroffiziere der See- Infanterie und der ihr zugeteilten Marinefeldbatterie tragen gegenwärtig probeweise eine neue Uniform. Die Ausrüstung soll erheblich leichter und zweckmäßiger als die bisherige sein. Die Kleidung besteht aus Khatistoff. Die kleinen Knöpfe sind gelb, ebenso wie das Lederzeug. Dazu kommen außer dem Tschako beim Seebataillon gelbe Schnürschuhe und Schnürgamaschen und für die Reiter der Marinefeldartillerie, die den Karabiner Modell 98 erhalten, gelbe Reitstiefel mit Sporen. Statt des bisherigen Tornisters erhält der Soldat im Felde das neue gelbe Tragegerüst und einen über der Schulter zu tragenden Patronengürtel. Ein ausraugierter treuzer. Die Kreuzerkorvette ,, Olga" ist aus der Liste der deutsche: Kriegsschiffe gestrichen worden und soll am 20. Dezember auf der Nordseestation verkauft werden. Das Schiff hat eine interessante Vergangenheit. Mitte der achtziger Jahre beteiligte sich die Olga" an den folonialen Erwerbungen, unterdrückte gemeinsam mit Bismarck" den Aufstand im Kamerungebiete, errichtete die deutsche Schuzherrschaft in Witz: und führte die Bestrafung der Mörder des Afrikareisenden Dr. Jühlke in Kismapü durch. Im Kampfe mit den Samoanern hatte die ,, Olga" bei Vailele einen Verlust von ni weniger als 53 Mann. Kurz darauf strandete fe bei dear furchtbaren Taifun ir Hafen von Apia. In der letzter Beit dte sie als Forschungs- und Maschinenwaffenschulscht. Antideutsche Intriguen. ( Eig. Bericht.) Berlin, 18. November. Wenn irgendwo fich Spuren von feindseligen Machen schaften gegen uns zeigen, so ist mein erster Gedanke: cherchez le Polonais. In der Regel ist es der Pole, von dem die Intrigue ausgeht." Fürst Bismarck ist es gewesen, der diese Worte gesprochen hat. - In aller Zeiten Wandel sind die Verhältnisse im Grunde die nämlichen geblieben, nur der Name hat manchmal gewechselt, undselbst dann weiß man noch nicht gewiß, ob nicht hinter der englischen oder französischen oder amerikanischen Maske ein polnisches Gesicht steckt. Die polnische Gesellschaft ist in ge= wissem Sinne international, und deshalb ist die internationale Gesellschaft polnisch geworden. Gesellschaftlicher polnischer Einfluß macht sich überall fühlbar, wenn auch vielfach in seltsamen Verkleidungen. Wo gegen Deutschland Ränke gesponnen werden, da sind polnische Köpfe dabei, und wo gegen Deutschland Händel geführt werden, da sind polnische Hände und Händchen im Spiel. Von den Polen ist das Märchen vom guten Zaren Nifolaus ersonnen und verbreitet worden, der seine Polen von Herzen liebt und ihnen die Erfüllung aller ihrer Wünsche von Herzen gönnt, und vom bösen Kaiser Wilhelm, der teine Zugeständnisse an die ihm verhaßten Polen dulden wollte. Wenn der Pariser Figaro" dieser Erzählung Glauben zu schenken sich den Anschein gibt, so muß er dafür von polnischer Seite schwer bezahlt worden sein. Denn vom Standpunkt des russisch- französischen Bündnisses dürfte er nicht dulden, daß man den Zaren als so hilflos hinstellt, daß er in Fragen von höchstem Interesse für Rußland keinen eigenen Willen hätte, sondern fremdem Willen untertan wäre. Selbst die erstaunliche Beschränktheit der französischen Publizistik in allen nichtfranzösischen Dingen geht nicht so weit, daß sie ernstlich annehmen fönnte, Rußland dürfe je daran denken, ein selbständiges Polen zu dulden. Von den Polen ist die Fabel in Umlauf gesetzt worden, der der ,, New- York Herald" Unterschlupf gewährte, daß Kaiser Wilhelm dem Zaren Nikolaus angeboten habe, mit 150 000 Mann das ehemalige Kongreßpolen zu besetzen und zur Ordnung zu bringen, und daß der Zar das Anerbieten ab= gelehnt habe. Selbstverständlich hat Kaiser Wilhelm nie ein solches Anerbieten gemacht oder auch nur machen wollen. Niemals hat man von Berlin aus den Versuch gemacht, die russische innere Politit zu beeinflussen. Was unsere englischen Vettern betrifft, deren Presse so übellaunig von uns spricht, so nimmt sie die polnischen Ausstreuungen in der Hauptsache wohl nicht in direktem polnischem Solde, sondern aus Verärgerung darüber auf, daß Deutschland sich geweigert hat, zum besten Englands die Rolle zu übernehmen, die später Japan im Dienste Englands durch= geführt hat. Als Kaiser Wilhelm in England zu Gaste war, bot ihm sein königlicher Ohm Eduard das Bündnis gegen drei Tage später im fich selber 31: überlassen. Sprade: bringen, aber er erinnerte sich dieser Stunde sehr wohl, als er Wiener Fremdenblatt" eine Notiz 1: jeur gezwungenem Tone geführten Unterhaltung wieder und Lascar chpegerat, Diejen 3med jeines Bejuches gar nicht erst zur als siemlich ficher erscheinen ließ, hielt er es für Rare ses jungen Mannes, die ihm eine abermalige Abernite Vorstellungen 5u machen, aber angesichts der schlechten um Lascar abermals wegen feines Verhaltens gegen Maria furzen, nach zwar und Pichebt hatte. fertige Buitand desjelben niußte Bestimmung des Wohnzimmers erinnerte, war welches der hochfliegenden Phantasie seines Erzeugers borBollendung wirklich als jenes Meisterwerk dargestellt hätte, gelinder Zweifel gestattet geweſen, daß es sich nach seiner einigermaßen erschweren, doch wäre schon jetzt sehr wohl ein Staffelei mit dem angefangenen Madonnenbilde. Der under einzige Gegenstand, welcher noch an die frühere hohe dem Mitterfräulein auf den Boden hinaufgewandert, mürdigen Bolstermöbel die Beurteilung igan maren dia a geben. prach borhin bon einer Probe, die du ihm bm finden." gen solltest. Besteht er sie, sollst du dein Glüc " Er? Eigentlich nichts; sondern du. Und was, was foll er tun?" forichte Nun wohl, ich will dir eine leichte Brig für ihn auf sprechen, ihm von heute an bis in drei gele. Nachricht von dir Feinerlei mir berToschen, sein Herz noch frei, dann sie soll ich dir nach dieser Frist mommen lassen! Siehst du ihn dann und seine Liebe ist noch nicht du ihm angeanten, dir deine Hochherzigkeit ie Ach du Guter, du Edler pul Ich hoffe, du findest te bergelten?" and frische ist." Te mit emer Gunst zu bewerben. bint au geſund mit ihren allzu roteschmack erschien sie ihm föniglichen Familie, und deshalb lohnte es fich, fich um ihre Aber sie batte Beziehungen Wangen und der etwas gur umfangreichen Taille. näher. Für seinen verfeinerten Montpenfier betrachtete zum erstenmal die junge Dame meine junge Anverwandte, die ein Bild von WebensSchützlings Maria Antoinettes. Und Mademoiselle Marion? Auf fie machte der junge Dies war der Name des Offizier denselben Eindrud wie auf alle Frauen Smar - Rußland an. Das war vor dem ostasiatischen Krieg. Die entschiedene Ablehnung, die er erfuhr, hat König Eduard his zur Stunde nicht verschmerzt und nicht verziehen. Mancherlei Vorkommnisse der letzten Zeit bringen dafür den Beweis. Das darf natürlich die englische Presse nicht sagen. Sie hält an dem Grundsatz fest: the king cannot do wrony" „ Der König fann fein Unrecht tun" und geht davon aus, daß der König, der sich nicht der Vermittelung seiner verantwort= lichen Minister bedient, lediglich als Privatperson handle, für die Regierung Englands nicht verpflichtend. Des Königs Privathandlungen aber bespricht man aus Loyalität nicht öffentlich. Diese Loyalität ist löblich. Aber, a bissele Falschheit ist allweil dabei": Man ist doppelt gern loyal gegen den König, weil man zugleich um so illoyaler gegen Deutschland sein kann. Man erinnert sich der Broschüren österreichischen Ursprungs, die von angeblichen Hohenzollernschen Umtrieben gegen die Habsburger und Aspirationen auf den russischen Thron orakelten. Auch hier scheiterte der Versuch kläglich, Mißtrauen gegen Deutschland und gegen das deutsche Kaiserhaus zu erwecke.. Dank der unverbrüchlichen Ehrlichleit deutscher Politik waren alle Intriguen vergeblich. Dabei soll es und wird es auch bleiben. Aber die Augen müssen wir offen halten. ( Eig. Bericht.) Die Königswahl. - Christiania, 18. November. Obwohl nach dem Ergebnis der Volksabstimmung der Ausfall der Königswahl nicht mehr zweifelhaft sein konnte, bot Christiana an dem heutigen denkwürdigen Tage ein ungeahntes Bild. Von den frühen Morgenstunden an wogte eine festlich gekleidete Menge durch die Straßen; namentlich das Parladie Gegend um das Storthings- Bygnings mentsgebäude der große Eidsvoldsplaß, der Platz vor der Universität und die Nebenstraßen waren von Scharen schaulustiger Bürger besetzt, die die zur Sigung fahrenden Mitglieder des Storthings, voran den Präsidenten Berner mit stürmischen Zurufen begrüßte. Die öffentlichen Gebäude und die meisten Privathäuser, ebenso die im Hafen liegenden Schiffe zeigten reichen Flaggenschmuck. Die Stimmung ist eine frohe. Soll doch Norwegen nach fast 600 Jahren wieder einen eignen, unabhängigen Herrscher erhalten. Die paar Tausend Stimmen, die nicht gegen den zu wählenden König, fnndern nur gegen die Staatsform der Monarchie abgegeben worden sind, fallen der überwältigenden Mehrheit für die Königswahl gegenüber fast nicht ins Gewicht und die Loyalität des Norwegers bürgt dafür, daß auch von Seiten der Opposition die Lage anerkannt werden wird. Das zeigt sich schon heute an dem Verhalten der Bebölfering. Die Sigung des Storthings selbst war nur kurz. Nachdem Präsident Berner die Ergebnisse der Volksabstimmung verlesen, und Ministerpäsident Michelsen den Vorschlag des Prinzen Karl im Namen des Staatsrats mitgeteilt hatte, vollzog sich die Wahl, deren Resultat der draußen harrenden Menge furz darauf bekannt ge= geben wurde. Die Nachricht erregte ungeheuren Jubel. Stürmische Heilrufe auf Karl V. erschollen, in die sich die Klänge der Nationalhymne und die Salutschüsse von der Festung Akershus und den Schiffen im Hafen mischten. Unter fortges sten Begeisterungsfundgebungen zerstreuten sich die Versammelten durch die Stadt, die noch stundenlang wie ein brausendes Meer von den Freudezeichen der Menge widerhallte. Nachmittag begibt sich die Deputation unter Führung des Storthingpräsidenten Berner nach Kopenhagen, um den König abzuholen. Die Abreise des Königspaares ist auf den 23. festgesetzt, der Einzug in Christiania auf den 25. Novent ber. König Karl V. wird bei Moos von einem norwegischen Krieg schiff erwartet, das die fönigliche Familie aufnimmt und unter Begleitung dänischer, deutscher, englischer und norwegischer Geschwader hierher bringt. Für die Einzugsfest lichkeiten werden umfassende Vorbereitungen getroffen. Christia nia geht einer Reihe glänzender Festtage entgegen. Die Situation in Rußland. Uneinigkeit überall! In diesem Zeichen steht das Zarenreich. Nirgends entdeckt man einen leitenden Gedanken, noch weniger eine überragende Persönlichkeit, um aus den Wirrnissen herauszukommen. Schwankend ist alles, die Regierung, die Parteien, das Volk. Der Generalstreit ist proklamiert; aber er kommt nicht zustande. Die Konstitution ist gegeben; allein sie wird nicht verwirklicht. Die Militär- Diktatur schwebt als drohende Wolke über dem Ganzen; und doch scheut man an entscheidender Telle vor dem Aeußersten zurück, das, auf Gewalt sich gründend, fortwährend Gewalt= taten gebären müßie. Der Zar selber mag den besten Willen haben, als fonftitutioneller Herrscher zu regieren; indessen er ist in absolutistischen Ideen aufgewachsen und vermag, ebensowenig wie ein anderer Sterblicher aus seiner Haut herauszukommen. So nimmt er wichtige Regierungshandlungen bor, ohne, wie er als verfassungsmäßiger Monarch verpflichtet wäre, seinen verantwortlichen Ministerpräsidenten, den Grafen Witte, zu Rate zu ziehen. Auf diesem Boden müssen die Wirrsale wachsen, der Kampf aller gegen alle tritt immer deutlicher in die Erscheinung, und die Frage ist wohl berechtigt, wie dieser Zustand noch enden soll. Ein dumpfer Druck liegt über dem ganzen Leben, und der Schrecken regiert die Stunde. Das Eigentum ist vogelfrei, und das Leben ist stetig gefährdet. Die Not erhebt ihr Haupt, und unter ihrem zersetzenden Einfluß lösen fich alle Bande der Gesellschaft. Der alte Urstand der Kultur kehrt wieder, wo Mensch dem Menschen gegenübertritt." Das Wort des Dichters wird zur Wahrheit Nab und fern. † Belohnung einer mutigen Retterin. Bei dem furchtbaren Brandunglück, das im vorigen Jahre den Ort Bolewiz bei Neutomischel heimsuchte, hatte sich Fräulein Else Berger aus Seehaus, die sich vorübergehend in der Provinz Posen aufhält, in besonderer Weise ausgezeichnet. Als Anerkennung hierfür wurde ihr vom Kaiser die RoteKreuzmedaille 3. Klasse und von der Kaiserin zwei kostbare Basen übersandt. nicht im innersten Afrika jenseits der Grenze der Kulturwelt, sondern im Osten Europas, und der unmittelbare Anblick der entfesselten Bestie im Menschen ist geeignet, die Leidenschaften über die Grenzen des Landes hinaus zu erregen, in dem die Gesetzlosigkeit die Friedelosigkeit auf den Thron erhebt. Wann wird ein Retter dem Zarenreiche fommen? Schreckensvoll ist der Pfad, den zu wandeln dem unglücklichen Russenvolk beschieden ist. Blut und Unheil bezeichnen seinen Lauf! Kunft und Wiffenfchaft. - † Bergmannslos. Schwere Unglücksfälle haben den Tod mehrerer braver Bergleute zur Folge gehabt. Auf der Zeche Königsborn bei Essen wurden zwei Bergleute durch fallendes Gestein erschlagen. In Heppenheim tötete ein zu früh entladener Sprengschuß drei Arbeiter in einem Steinbruch und verlegte einen lebensgefährlich. Ein Grubenbrand erfaßte drei Schächte der Karpatengesellschaft in Borgslaw. Der Schaden ist noch nicht zu übersehen, vermutlich sind auch hier Verluste an Menschenleben zu be= flagen. MK. Ein Schiff geschenkt für die Grönland- Erpedition. Der Herzog von Orleans hat das Schiff Belgica" Mylius Erichsen, dem Urheber der dänischen Expedition, die gegenwärtig zur Erforschung der noch unbekannten Teile der Nordostküste von Grönland ausgerüstet wird, überlassen. Der Herzog hat ferner Erichsen die meteorologischen und ozeanographischen Instrumente, die sich an Bord befanden, zum Geschenk gemacht. - † Mißglückter Ehrgeiz. Ein Ulan in Hanau wurde in der letzten Woche auf Posten mit einem Messerstich in der Brust aufgefunden und behauptete, überfallen worden zu sein. Jetzt hat er eingestanden, daß er sich den Stich selbst beigebracht habe, um wegen mutigen Verhaltens auf Posten Gefreiter zu werden. Der Ehrgeiz wird ihm aber wohl teuer zu stehen kommen. † Feuer in einer Leinenwarenfabrif. Die große Leinenmarenfabrik Gemeinert ist durch einen Riesenbrand eingeäschert worden. Der Schaden ist sehr erheblich, da faſt sämtliche Maschinen mitverbrannten. Die 700 Arbeiter der Fabrik sind dadurch vorläufig brotlos geworden. † Entsprungener Verbrecher. Auf der Fahrt von Leipzig nach Berlin ist es einem gefährlichen Einbrecher, dem „ Reisenden" Andreas Woywada gelungen, zu entfliehen. W. sollte aus der Jrrenanstalt Leipzig, wo er sich als ,, wilder Mann" aufgespielt hatte, nach der Anstalt Herzberge bei Berlin gebracht werden. Er hat u. a. den großen Einbruch im Warenhaus Polich in Leipzig verübt. † Tod in den Fluten. Der Lübecker Dampfer ,, Hornstein" strandete auf der Fahrt von Narwa nach Zaandam bei Wismar. 6 Mann der Besatzung wurden gerettet; der Kapitän und 14 Matrosen werden vermißt und sind vermutlich ertrunken. † Brand eines Arsenals. In der Patronenhülsenfabrit des Zeughauses zu Rennes, dem bekannten französischen Wassenplatze, brach ein Brand aus, der das ganze Arsenal zerstörte. Große Mengen Patronen sind durch Explosion vernichtet; Menschen wurden nicht verletzt. Es ist nach den letzten Streifunruhen nicht ausgeschlossen, daß Brandstiftung vorliegt. † Drei Arbeiter durch Gerüsteinsturz getötet. Beim Einsturz eines Baugerüstes im französischen Hafen Redon wurden von 15 darauf beschäftigten Arbeitern drei getötet, neun lebensgefährlich, die übrigen leicht verletzt. Anscheinend war das Gerüst zu stark belastet. † Einsturz einer Holzbrücke. In einem Steinbruch in dem französischen Orte Rochefort- en- Terre stürzte die Holzbrücke ein, als sich auf ihr 19 Arbeiter befanden. Drei Arbeiter wurden getötet und die übrigen fast alle schwer berlegt. † Zehnjähriger Mörder. Die Schreckenstat eines zehnjährigen Knaben versetzte den ungarischen Ort Piraus in fregung. Nach Genuß einer Flasche Likör erschoß der Junge seine Schwester mit einent Revolver und entfloh. Das Bürschchen konnte noch nicht gefaßt werden. Eine entflohene Brinze fin. Die Gemahlin des egyptischen Prinzen Said Bey ist in Begleitung ihrer Gonvernante aus Konstantinopel geflohen und hat sich nach Frankreich gewandt, das ihr wahrscheinlich besser gefallen hat, als die Türkei. Die Flucht geschah mit Hilfe des Kapitäns eines französischen Dampfers, den die Prinzessin ins Vertrauen gezogen batte. † Die älteste Frau. Im städtischen Armenhause zu Budapest ist die Witwe Borsos gestorben. Sie hat ein Alter von 117 Jahren erreicht und war damit die älteste Frau der ganzen Welt. + Eisenbahnzug und Dampfwalze. In der Nähe der Station Rheda in Westfalen stieß ein Güterzug bei einem Chaussee- Uebergang auf eine Dampfwalze. Ein Führer der Walze war sofort tot, ein anderer und ein Kind find tötlich verlegt, einem anderen Kinde wurde ein Bein abgefahren. † Ein Tobsüchtiger. Drei Studenten des Binzer Technikums waren in der Wohnung des einen zusammen, als plötzlich der 19 jährige Student Borty aus dem Fenster sprang. Er geriet auf den Deckel einer Abortsgrube und fiel in diese hinein. Ein Komilitone wollte ihn retten, verschwand aber auch in der Grube. Borty ist tot, der Kamerad wurde gerettet, verfiel aber ebenfalls in Tobsucht. Hus dem Gerichtsfaal. Die auf§ Der Kwilediprozeß wieder vertagt. sehen erregende Verhandlung gegen die Gräfin Kwilecka wegen eventueller Herausgabe ihres Kindes an die Weichenstellerfrau Meyer ist noch nicht zum Abschluß gekommen. Das Landgericht Posen hat nach längerer Beratung neue Beweisaufnahmen beschlossen und den Prozeß wiederum vertagt. - er § Der Prozeß Leckow. Leutnant von Leckow in Lissa war wegen Körperverletzung mit tödlichem Ausgange hatte bei einem nächtlichen Straßenauflauf den Haushälter Rösch erschossen zu 3 Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das Oberfriegsgericht hob dieses Urteil auf und erkannte gegen den Angeklagten auf zwei Monate Gefängnis und Entlassung aus der Armee. der Krankenkasse, welche später entdeckte, daß es für den Anspruch auf Rente in ganz eigenartig liegenden Fällen auch genügen solle, wenn drei zuverlässige Bürger des betreffenden Ortes in bestimmter Weise die in Rede stehende Tätigkeit zu bezeugen vermöchten. Zufällig wußte er selbst davon, daß der Kutscher bei der Dame Pferde geputzt hatte, und es gelang ihm auch, noch zwei andere Bürger zu ermitteln, die dieselbe Wahrnehmung gemacht hatten. Auf Grund des Zeugnisses dieser drei Burger bekam der Kutscher in furzer Zeit seine Rente. Sie wurde ihm sogar auf vier Jahre nachbewilligt. Der § Ein russischer Spion verurteilt. Das Reichsgericht berurteilte den angeblichen Studenten der Handelswissenschaft Ladislaus Pawlowski aus Warschau zu drei Jahren Zuchthaus, sechs Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Er war verhaftet worden, als er Aufnahmen bon Schanzen bei Fort Woldemar bei Posen machte. Angeklagte war geständig, daß er für die russische Regierung Spionage getrieben habe. Auf Ehrverlust mußte trotz des jugendlichen Alters des Angeklagten erkannt werden, weil er die Straftat zum Teil des Erwerbs wegen begangen hatte. § Nachbewilligung von Invalidenrente. Ein alte Kutscher in Weimar war mit seinem Anspruch auf Invalidenrente abgewiesen worden, weil ihm einige Marken fehlten und er eine Dame, bei der er in fehlender Zeit tätig gewesen, nicht ermitteln konnte. Er erzählte den Fall dem Vorsitzenden der Krankenkasse, welche später entdeckte, daß es für den Anspruch auf Rente in ganz eigenartig liegenden Fällen auch genügen solle, wenn drei zuverlässige Bürger des betreffenden Ortes in bestimmter Weise die in Rede stehende Tätigkeit zu bezeugen vermöchten. Zufällig wußte er selbst davon, daß der Kutscher bei der Dame Pferde geputzt hatte, und es gelang ihm auch, noch zwei andere Bürger zu ermitteln, die dieselbe Wahrnehmung gemacht hatten. Auf Grund des Zeugnisses dieser drei Bürger bekam der Kutscher in furzer Beit seine Rente. Sie wurde ihm sogar auf vier Jahre nachbewilligt. § Nahrungsmittelverfälschung. Unter der Anklage, Wurst, Käse und Schmalz in efelerregender Weise verfälscht zu haben, hatten sich der Kaufmann Perscht, dessen Sohn, der Schlächtermeister Behnke, Schlächtergeselle Fischer und ein Angestellter vor der Berliner Straffammer zu verantworten. Die Anklage legte ihnen zur Last, daß sie verdorbenes Schmalz umgebraten und als rein verkauft, fauliges und Pferdefleisch in Wurst vero heitet, se von anhaftenden Milben gesäubert und als frisch geliefert hätten usw. Perscht, der mehrere Filialen in der Provinz unterhält, und seine Angestellten wurden freigesprochen, da ihnen die MittäterBehnke wurde schaft nicht nachgewiesen werden konnte. zu sechs Monaten, Fischer zu drei Monaten Gefängnis berurteilt. § Nachbewilligung von Invalidenrente. Ein alter Kutscher in Weimar war mit seinem Anspruch auf Invaliden rerie abgewiesen worden, weil ihm einige Warfen fehlten und er eine Dame, bei der er in fehlender Zeit tätig gencsen, nicht ermitteln konnte. Er erzählte den Fall de Bufenden Gedenktafel für den 21. November. 1694. Voltaire*.- 1700. Sieg Karls XII. von Schweden über die Russen bei Narwa. 1768. Schleiermacher*. 1800. Literarhistoriker Vilmar. Heinrich von Kleist †. 1886. Historifer Schere. - - 1811. Tagesordnung üb winkel bon läßt, al eines Amtes aud Anders ist es unb follen ausschließli Sier mögen die Sozi tiver Arbeit zu ganz anders als bie funftsstaat, beffen fozialistischen Führer Das neue Landtagspräsidium. Unter dieser Ueberschrift bringt die Offenb. 8tg." einen Artikel, dem wir die nachstehenden Ausführungen entnehmen. Fragt man nach den Gründen des im ganzen erfreulichen Wahlergebnisses, so ist zu erwidern, daß bas einmütige Busammengehen der bürgerlichen Barteien allein die Niederlage der Sozialisten bewirkte. Angeetelt von der Roheit der sozialistischen Presse, von dem Uebermut der Häuptlinge, den Ausschreitungen der Genossen, traten in allen Wahlkreisen, wo der Sozialist in Frage stand, die Bürgerlichen in ftarten Reihen an. Den Liberalen verdankt das Zentrum die Wahl eines Führers in Mainz- Land. Umgekehrt trat das Zentrum bis zum letzten Mann in Wöllstein, Fürth, Vilbel und auch Isenburg, Langen für die Liberalen ein. Möge diese friedliche Entwickelung ihren weiteren Lauf nehmen, dies dient sicherlich zum Heile Hessens. Mögen die Bürgerlichen aber auch ihre Konsequenz ziehen. Schon hat man dem Abgeordneten Reinhart Borms angefonnen, unter allen Umständen gegen die Wahl von Ulrich ins Präsidium zu stimmen. Es dürfte zwar selten sein, daß dies für alle Lieberalen maßgebend sein wird. Man wird eben auch vom Zentrum erwarten dürfen, daß es diesmal nicht einen Ulrich wählt und damit in Gemeinschaft mit den Liberalen einer allgemeinen Anschauung entspricht. Vielleicht fommen dann auch höhere Kreise zur Einsicht, daß es eine gefährliche Politif ist, mit dem Feuer zu spielen, welches, wie das„ Offenb. Abendblatt" schreibt, bon Osten her in hellem Scheine strahlt". * Die Prüf Gerichtsvollzieher teilungen ftatt: für 11. Dezember. * Städtische Gießen, die vor ein Eisenwerken die mit retenhütte fäuflich erwa anfäufe vorgenommen und Lahn über 720 Berpachtungen des e und Lagerhauszwede finanziell so günftige eine Verlängerung b 8wrde ausführte. Ea fchloffenen Gelände fin Derpochtet. An unserer Ansicht über die Wahl eines Sozialisten in das Päsidium fann auch der Umstand, ob die Sozialisten 5 oder 6 oder 8 oder 10 Mandate haben, nicht das Mindeste ändern. Eine Partei, welche demonstrativ den Landtage saal verläßt, wenn ein Hoch auf den Landesherrn ausgebracht wird, welche ihre Teilnahme an den Kammer- Ausflügen davon abhängig macht, daß kein Hoch auf den Fürsten ausgebracht wird, welche den nächsten Anverwandten des Großherzogs als lästigen Ausländer" bezeichnet, welche jede Revolution, auch in der blutigsten Form und rohesten Erscheinung, verherrlicht und ihren Anhängern als Beispiel, dem nachzuahmen sei, darstellt, gehört nicht in den Vorstand eines Parlaments, namentlich dann nicht, wenn von diesem Vorstand auch althergebrachte Formen verlangt werden. Es ist wirklich fein schöner Anblid gewesen, wenn man sah, wie der Herr Schriftführer Urich eiligst von seinem erhöhten" Poften verschwand und mit seinen Untergenossen zur Türe hinauslief, wenn irgend etwas" Tynastisches" bevorstand. tt Stadttheater aus Abonnentenfreisen Rater Lampe" a denivorstellung zur Au um haben befanntlich Bert mit gleidh großem Aufführung die ligte hireicher Befuch ber B ** Der von dem werbeverein Gießen au fentliche Vortrag ift dem p gewidmet, indem sein berufe menn einige feiner Dich monn ift dem Gießener dannt. Seine vorjährige gigen Triumphe für ihn. he Gesellschaftshauses statt ** Turnverein G brigen intervergnügung Gießen, gegr. 1846, mit fe ohlgelungenen Winterfeft. war bis auf den legten B oort eine heitere Stimmung aufgestellte Programm war befucher in Nu die beste Se benan stehen die wunde kammern der hi- figen Regts ichiedenen Soli für Violi Bieß und fein Partner ernt Fi Rufifdirettor Krauße, b mufitalischen Teil übernomme Deranlagt fah. Die Beja es L.B. lieferten den Bem en fönnen. Herr Raften, Swechselung der Lieder einer einig mit feinem Gedanken, nge Leute den Bestrebunge Then wir ein rubiges Bahn. In humoristischer R Weit angebrachte Schwein Ball fand. Auch hier m bere Enfagen ergänzt Teilnehmer aufs angene Yes Gebotenen regte fich die und hier fann verraten wer der Männer und der D hungen den vorherge Fanden Das Turnen am Leitungen rief ftetes Bro dwingen der Männer- od Diefe Uebung zeigte for Surner Erholung und erben tann, wie ihm Stunde inmitten frober ebiegene angenehine Be at den Eindrud bes Wer A sagt, muß au sagen. Bei der Partei zersplitterung unseres Landtages und bei dem Umstand, daß nur ein Teil er bäuerlichen Abgeordneten in einer Fraktion vereinigt sind, fönnte es wohl möglich sein, daß die Sozialisten mit 6 oder 7 Leuten die dritte Stelle einnehmen. Wäre ihr Anspruch auf einen Schriftführer anerkannt worden, so müßten sie dann konsequent den dritten Präsidenten haben. Daß dies aber den Anschauungen weiter Volksfreife nicht entspricht, liegt auf der Hand. Und die Stimme des Bolles ist auch in diesem Falle die Stimme des Rechtes. Das Präsidium ist eine repräsentative Rörperschaft d. h. neben der Führung der inneren Geschäfte liegt ihm vor allem ob, die Fühlung mit der Regierung einerseits, mit der Krone anderseits aufrecht zu erhalten. Damit erwächst ihm natürlich auch die Aufgabe, sich den Anstandepfl chten zu unterziehen, die man in einem bürgerlichen Staatswesen und vorläufig leben wir noch in einem solchen dem Landesfürsten gegenüber für nötig erachtet. Wer die E füllung dieser Verpflichtung ver weigert, stellt sich eben außerhalb des Bodens unserer Staats verfassung und fann sich nicht darüber beklagen, wenn die Majorität, die die herrschende Gesellschaftsordnung zu vertreten hat, solange über ihn hinweg - C Jede H 5) Eaß fie nicht durch K Hech muhige Wäsche WELTWONDE beste und billigste Waschmaschine Rt. 15.- und Rt. 25 edte, daß es für den Aliegenden Fällen auch Bürger des betreffenden e stehende Tätigkeit zu er selbst dabon, da buzt hatte, und es ge rger zu ermitteln, die en. Auf Grund dea der Kutscher in furzer fogar auf vier Jahre hur Tagesordnung übergeht, d. h. ihn solange im Schmollwinkel fiehen läßt, als er sich weigert, zu den Rechten eines Amtes auch die Pflichten zu übernehmen. Anders ist es mit den Ausschüssen. Diese sind und sollen ausschließlich der gesetzgeberischen Arbeit dienen, hier mögen die Sozialdemokraten zeigen, was sie an pofi tiver Arbeit zu leisten vermögen. Das ist dann etwas ganz anders als die Bert öftung der Massen auf den Zu funftsstaat, deffen wahre Gestalt ja nicht einmal die sozialistischen Führer angeben wollen oder können. ilt. Das Reichsgericht en der Handelswissens schau zu drei Jahren und Stellung unter den, als er Aufnahmen ei Pojen machte. Der Sie russische Regierung erlust mußte trop des erkannt werden, weil er 11. Dezember. Lokales. * Die Prüfung der Gerichtsschreiber und Gerichtsvollzieher Aspiranten findet in zwei Abteilungen ftatt: für die ersteren am 4., für die letteren am Die Stadt * Städtische Geländeaufschlüsse. Gießen, die vor einigen Jahren von den Buderus'schen Eisenwerken die mit Eisenbahnanschluß versehene Marga retenhütte fäuflich erwarb, hat feitdem weitere große Geländes anfäufe vorgenommen und verfügt jetzt zwischen Eisenbahn und Lahn über 72000 Quadratmeter Fläche. Mit den Verpachtungen des ehemaligen Hüttengrundstück für Lager und Lagerhauszwecke hat die Stadt, schreibt die„ Kl. Br.", finanziell so günstige Erfahrungen gemacht, daß sie inzwischen eine Berlängerung des Schienenweges für fommerzielle Bede ausführte. Sämtliche Pläge an dem dadurch erschlossenen Gelände sind bereits auf längere Beit hinaus perpochtet. wegen begangen hatte. idenrente. Ein alte Inspruch auf Invalideneinige Marten fehlten nder Zeit tätig gewesen, Fall dem Vorsitzenden dte, daß es für den liegenden Fällen auch ürger des betreffenden stehende Tätigkeit zu er selbst davon, daß uzt hatte, und ge rger zu ermitteln, die en. Auf Grund des Der Rutscher in furger fogar auf vier Jahre November. Sieg Karls XII. von A.- 1768. Shleiers Vilmar*. rifer Goerr 1811. präsidinm. die„ Offenb. 8tg." einen usführungen entnehmen. den Gründen des im tt Stadttheater Gießen. Auf vielseitigen Buns aus Abonnentenfreisen wird Emil Rosenows neue Romödie Rater Lampe" auch in der morgigen Dienstagabonnementvorstellung zur Aufführung gebracht. Kritit wie Bubli tum haben befanntlich das interessante und überaus heitere Bert mit gleich großem Beifall begrüßt und da die morgige Aufführung die letzte des Stückes sein dürfte, so ist sier jabireicher Besuch der Vorstellung zu erwarten. *** Der von dem Kaufmännischen und dem Drisgewerbeverein Gießen auf heute Abend anberaumte dritte öffentliche Vortrag ist dem plattdeutschen Dichter Frit Reuter gewidmet, indem sein berufener Interpret August Funtermann einige seiner Dichtungen vortragen wird. Juntermann ist dem Gießener Publikum auf das vorteilhaftefte bekannt. Seine vorjährige Rezitation gestaltete sich zu einem einzigen Triumphe für ihn. Der Vortrag findet im Saale des Gesellschaftshauses ftatt. ** Turnverein Gießen. Den Reigen seiner diesjährigen Wintervergnügungen eröffnete der Turnverein Gießen, gegr. 1846, mit seinem vorgestern, in allen Teilen wohlgelungenen Winterfest. Die sehr geräumige Turnhalle war bis auf den legten Blaz beseßt und schnell machte sich dort eine heitere Stimmung geltend. Und in der Tat, das aufgestellte Programm war so recht angetan, jedem Festbesucher in Nu die beste Seite der Fidelitas abzugewinnen. Obenan stehen die wunderschön zum Vortag gebrachten Nummern der hiesigen Regts. Musif, ausgestattet mit verschiedenen Soli für Violine und 2 Trompeten. Herr Gieß und sein Partner ernteten wahren Beifallsturm, sodaß fich Musikdirektor Krauße, der in persönlicher Leitung den musikalischen Teil übernommen hatte, schon zu einer Einlage veranlaßt sah. Die Gesangevorträge des Sängerchors des T. V lieferten den Beweis, daß Turner auch Sänger sein können. Herr Kasten, der Dirigent, bot in schöner Abwechselung der Lieder einen Genuß gesanglicher Leistung und einig mit seinem Gedanken, es möchten sich noch recht viele junge Leute den Bestrebungen des Sängerchors anschließen, wünschen wir ein ruhiges Weiterschreiten auf betretener Bahn. In humoristischer Richtung wurde uns die gerade zur Jestzeit angebrachte, Schweinenot" aufgetischt, die allgemeinen i all fand. Auch hier mußte das Programm durch verhiedene Einlagen ergänzt werden, es amüsierten sich die Festteilnehmer aufs angenehmste. Aber bei all dem Bielem des Gebotenen regte sich die Frage nach dem turnerischem Teil und hier fann verraten werden, daß die Riegen der Aftiven, der Männer und der Damen an Effekt, Exaktheit ihrer Aufführungen den vorhergenannten voll und ganz zur Seite Das Turnen am Red mit einigen großartigen istungen rief ftetes Bravo hervor, ebenso das Keulenhwingen der Männer- oder Altersriege mit Mufitbegleitung. Diese Uebung zeigte so recht, wie auch für den älteren Zurner Erholung und Genuß auf der Turnstätte geschafft waben kann, wie ihm nach geleisteter Tagesarbeit eine Stunde inmitten froher Tuiner zum Wohle feines Körpers gdiegene angenehme Befchäftigung bietet. Wohl so mancher bt den Eindruck des Praktischen dieser Uebungen empfunden ſo iſt zu erwidern, daß bürgerlichen Parteien ten bewirkte. Angeetelt Preffe, von dem Ueber eitungen der Genoffen, er Sozialist in Frage eiben an. entrum die Wahl eines brt trat das Zentrum Fürth, Bilbel und auch ein. Möge diese fried uf nehmen, dies dient die Bürgerlichen aber hat man bem Abgeen, unter allen Um cich ins Bäsidium zu ein, daß dies für alle Ran wird eben auch vom iesmal nicht einen Ulrich mit den Liberalen einer icht. Vielleicht fommen nficht, daß es eine ge zu spielen, welches, wie von Osten her in hellem Bahl eines Sozialisten ftand, ob die Sozialisten haben, nicht das Min emonftratio ben Land den Landesherrn aus an den Rammer- Aus n Hoch auf den Fürften en Anverwandten des bezeichnet, welche jebe Form und roheften Anhängern als Ba t nicht in den Vorftan Denn von diesem Borfland werden. Es ist wirk an man fah, wie der einem erhöhten" Boften offen zur Türe hinaus es" beborstand. agen. Bei der Part o bei dem Umstand, boj oneten in einer Fraftion flanden Jede Hausfrau weiß. muhige Wäsche säubern kann. Man half sich damit, die Wäsche mit der Hand nachzuwaschen. sein, daß die Sozialisten sie nicht durch Kochen oder Dämpfen allein wirklich WELTWONDER Stelle einnehmen. Wa er anerkannt worden, ritten Präfidenten habe ungen weiter Boltsfre b. Und die Stimme be Stimme des Rechtel tative Rörperfgaff neren Befchäfte liegt ihm mit der Regierung nberfeits aufrecht zu Arlid aut bie Aufgabe iben, die man in einer mb vorläufig leben m fürften gegenüber f Diefer Berpflichtung b Bobens unferer Staa über beflagen, wenn be Gefelligaft folange über ihn hin Eine gute Waschmaschine muß na türlich auch schmutzige Wäsche reinwaschen, was aber nur dadurch erreicht werden kann, baß die Waschmaschine genau die Bearbeitung der beste und billigste aiche mit der Hand nachahmt. Waschmaschine FA R. 15.- und Mr. 25.Auf diesem Prinzip beruht unser System, und macht deshalb die Weltwander Waschmaschine jede Bearbeitung der Wäsche mit der Hand überflüssig. Verblüffend einfache und leichte Handhabung schnelle und gründ liche Reinigung, Schonung der Wäsche und Hände! Auszeichnungen 1905: 2 Grand- Prix, I Ehrendipl., 6 Gold. Medaillen. Brobe- Was en und wird nicht säumen, sich den Bestrebungen der Altersriege anzuschließen. Der Damenreigen bot den Glanzpunkt des Abends. Eingeübt von fundiger Hand, folgten die 16 Damen im Walzerfchritt nur dem Augenspiel ihres Meisters, um die verschiedenen Stellungen in bewunderungswürdiger razie und Schönheit auszuführen. Anhaltendes Bravo, sowie eine den Teilnehmern des Reigens gewidmete Blumendekoration wird noch lange in dankbarer Erinnerung sein. Resumieren wir, se fann der Turnverein, gegr. 1846, ftolz auf den in jeder Beziehung schönen Verlauf seines diesjährigen Winterfestes sein. ** Mit allen Mitteln sucht man die Fleischteuerung abzuschwächen. So standen auf dem letzten Mainzer Vieh marft zum ersten Male 60 Algäuer Kälber zum Verkauf. Die Breise stellen sich etmas günstiger als bei den sonst zugetriebenen Kälbern. Auch tamen eine Anzahl geschlachteter Kälber aus Holland auf den Markt und fanden schnell Abnehmer. Ebenfalls hat die Hanauer Megger- Innung die Niederlande als Fleischlieferanten ausersehen, indem sie angesichts des Mangels an Schlachtschweinen ben gemeinfamen Bezug frisch geschlachteter Schweine aus Holland beschloß. - " * Die Fleischnot. Die amtliche Darmstädter Beitung" stellt in einem Artikel„ Der Rückgang des Fleisch verbrauchs im dritten Quartal 1905" feft, daß nach den Statistischen Nachweisen der Fleischverbrauch amtlichen der Fleischverbrauch des deutschen Reiches im dritten Quartal 1905 um 24591 RiB. Rilogramm gegen den gleichen Zeitraum des Jahres 1904 zurüdging, so daß auf den Kopf der Bevölkerung 1905 nr 9,55 kg trafen gegen 9,96 in 1904, also nahezu 1/2 kg. Das dritte Vierteljahr des laufenden Jahres zeigt, seitdem eine Kontrolle möglich ist, die niedrigste Verbrauchs ziffer. Der Ausfall ist lediglich auf den Mangel an Schweinen zurückzuführen und die Darmst. 8gt" bemerft deshalb sehr richtig am Schluß ihres Artikels:„ Dieses Durchschnittsergebnis zeigt deutlich, welche Bevölkerungsschichten am härtesten von der gegenwärtigen Fleischteuerung betroffen werden. Es sind die minderbemittelten Schichten, vor allem der größte Teil der Arbeiterschaft, die gegenüber dem Vorjahre eine ziemlich merkliche Einschränkung ihres Fleischverbrauchs haben vornehmen müssen." " ?? Grünberg. Der vorige Woche hier abgehaltene sogenannte Aleine Gallusmarkt war mit 91 Stück Rindvieh und 781 Schweinen beschickt. ?? Grünberg. Wie seinerzeit berichtet, faßte der Vogelsberger Geflügelzuchtverein den Beschluß, durch Jung. Geflügel- Schauen die Sucht zu heben, vor allen Dingen aber durch die damit verbundenen Versteigerungen der ein feitigen Inzucht vorzubeugen, die rur zu leicht zu Entartungen führt. Das Unterfangen ist neu und muß deshalb erst Boden gewinnen, doch bewies die vorige Woche hier abgehaltene Schau, daß sie in Züchterkreisen bereits lebhastem Interesse begegnet. Verkäufe und Versteigerungen gingen flott von statten und die Prämiierung bot den Preisrichtern bei dem ausgezeichneten Ausstellungsbestande manche Schwierigkeit. Der Bogelsberger Geflügelzuchtverein wird fortgesezt bestrebt sein, die weitesten Kreise für diese Schauen zu interessieren. Leihgestern. Ein hiesiger Wähler leistete sich einen originellen Wahlscherz, indem er seinem Stimmzettel folgendes anvertraute: Leihgestern macht doch wirklich schlechte Sachen, s'ft wirklich nicht zum Lachen, Ortsvorstand und Geistlichkeit, feiner war dazu bereit, einen Liberalen zu empfehlen, darum taten viele Bürger Sozialistisch wählen. ? Krofdorf, 18. November. Bei je einem verendeten Schweine des Jakob Appel und der Leib Wwe. dahier ist die Rotlauffeuche festgestellt und über die Gehöfte die Sperre verhängt worden. ** Hungen, 20. November. Medizinalrat Dr. Rouge und Frau feiern heute ihre Goldene Hochzeit. Dr. Rouge ist Ehrenbürger Hungens. § Wörrstadt, 19. November. Landtagswahl. Ein heftiger Kampf hat zwischen den Kandidaten Wolf und Christ gebrannt und Tage lang herrshte Unflarheit über das Wahlergebnis. Jezt ist festgestellt, daß Wolf 17 Stimmen und Christ 15 erhalten hat, die Wiederwahl des ersten also gesichert ist. * Aus Rheinhessen, 19. Oft. Löblicher Wahleifer. Dem„ Mzr. Tabl." wird aus Gensingen berichtet:„ Bei den Wahlmännerwahlen zum Landtag wurden Johann Lemmer und Andreas enn gewählt, die ihre Stimmen dem seit. herigen Abgeordneten v. Brentano geben werden. Von 350 Urwählern hatten im ganzen 2 von ihrem Stimmrecht Gebrauch gemacht. Ob dieser zum Himmel stinkenden Wahlfaulheit durch Einführung des direkten Wahlrechts abgeholfen wird? Wir bezweifeln es!" Bekanntmachung. In der Zeit vom 11. bis 18. November wurden in hiefiger Stadt gefunden: 1 lederner Laufzügel, 1 Teil von einem Pferdegeschirr, 1 filb. Armband mit Schlößchen und eine Sturmlaterne. * Bingen, 19. Nov. Todessprung. Hier machten dieser Tage zwei Studierende des dortigen Technifums bei einem Kollegen, der in einem Hause in der Waldfirage wohnte, einen Besuch. Im Scherz nohm einer der Techniker dem andern eine Flasche Bier weg und lief damit fort. t anderen verfolgten ihn in die Rüte. Dort sprang er mit der Flasche zum Fenster hinaus auf den Hof und zwar auf den sich dort befindlichen gußeisernen Deckel der Latrinengrube. Der Deckel ging unter der Last entzwei und der Techniker stürzte in die Grube. Einer der Freunde stieg ihm nach, um ihn zu retten, verschwand aber gleichfalls. Durch herbeigeeilte Leute wurden die beiden aus der Grube geholt, der eine leider als Leiche. Der andere gab noch schwache Lebenszeichen von sich und Wiederl- bungsversuche hatten denn auch Erfolg. Er ist aber in Tobsucht verfallen. Der Tote stimmt aus Kolmar, ist 19 Jahre alt und heißt Matthias Boely, der noch lebende trägt den Namen Heinrich Heusohn und wohnt in Bingerbrüd. Literarises. - „ Die Schaubühne“, herausgegeben von Siegfried Jabcobsohn, enthält in ihrer Nummer vom 16. November: Ueber die Technik des Dramas. Bon Edmond Rostand. Berliner Theaterwoche. Von S. J. Dramatischer Nachwuchs. Von Julirs Bab. Im Herbst. Von Henri de Régnier. Vom Wiener Opernwesen. Von Richard Specht. Rundschau.-„ Die Schaubühne"( Verlag: Berlin S. W. 13, Hollmannftr. 10.) Wochenschrift für alle fünstlerischen Bestrebungen des Dramas. - - Verantwortlich: für die Politik und den Inseratens I: Ibin Klein, für den übrigen Inbalt: Georg Horn, be be in Bisben Oeffentlicher Dank dem Heria Franz Wilhelm. Apotheker, f. u. t. Hof: Iteferant in Neunkirchen, Niederösterreich, Erfinder des antirheumatischen und antiarthritischen Blutreinigungs Tees. Blutreinigend für Gicht und Rheumatismus. Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es des= balb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigften Dank auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete und sodann, um auch andere, die diesem gräglichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstarde, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heil mittel, noch der Gebrauch de Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien konnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte sich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wochen longem Gebrauch oben ger annten Tees wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ga: 3 befreit und bin es noch jetzt, nachdem ich schon seit 6 Wochen feinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebessert. Ich bin fest überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung Gräfin Butschin- Streitfeld, Oberstleutnants- Gattin. Preis: 1 Paket Mk. 2.-, 1/2 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 50, Eryngiiblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.50, rotes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Carugwurzel 3.50, Radic. Cariophyll. 3.50, Shinarinde 3 50, Eryngiimurzel 57, Fendel wurzel( Samen) 75, Gr 8wurzel 75, Lapathewurzel 67, Süßholzwurzel 75, Sassaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3.50, Nachtschattenstengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen erfahren geschnitten und getrocknet wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit gewöhnlicher handelsware. ,, Vorsicht beim Einkauf". Man weise minderwertige Nach ahmungen entschieden zurück und beachte Namen und die Echutmarken des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. ,, Unsere Leser machen wir an dieser Stelle auf das der heutigen Nummer beiliegende Zirkular, Staats Eisenbahn Lose betreffend, aufmerksam. M Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, dak die Einlagen bei unserer Staffe mit 32% verzinkt werden, und daß der Zinsenlauf von solchen Einlagen, welche am erken Geschäftstage eines Monats gemacht werden, bereits am 1. dieses Monats, verloren: 1 schwarzer seidener Schirm mit brauner sonst am 1. des nächsten Monats an beginnt. Bei RückKrücke, 1 filb. Anhängefette mit Messer, zahlung von Einlagen werden die Zinsen bis zu Ende Beistift, Zigarrenabschneider und Börse mit des vorhergehenden Monats vergütet, es sei denn, daß ca. 120 mt. Inhalt, 1 weißes, seidenes eine solche Rückzahlung am letzten Geschäftstage Taschentuch, mit den Buchstaben v. B. eines Monats erfolgt, in welchem Falle die Zinsen 1 schwarzer Ebenholzstock mit silb. Krücke, vis zu Ende dieses Monats vergütet werden. 1 braunes ledernes Portemonnai mit ca. Darlehen können in der Stadt Gießen bis zu 60% 6 Mt. Inhalt, 1 braunes Portemonnat bewilligt werden, auf dem Lande bis zur Hälfte der mit 30 Mt., bestehend aus einem 20 und ortsgerichtlichen Taxation. Bet hypothekarisch geeinem 10- Markstück Inhalt und 1 Schlüssel sicherten, sowie bei Darlehen an Gemeinden, sonstige bund mit mehreren Schlüsseln. Kommunalverbände und Kirchengemeinden fann, unbeZugelaufen: 1 Foxterieur, weiß mit etwas schwarz schadet des Kündigungsrechts, vereinbart werden, daß und gelb. die Rückzahlung in der Form einer Tilgungsrente oder Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen durch Abschlagszahlungen in Beträgen erfolgt, die auf stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend 100 mf. abgerundet sind. am Doanerstag, den 23. Nov. von 10 bis 12 n. 3 bis 5 Uhr. 3u Brüder Schmidt, Gießen. machen. Gießen, den 18. November 1905. Großherzogliches Bolizeiamt Gießen. Herberg. Gießen, den 26. Oftober 1905. Bezirkssparkasse Gießen. Wiener. jar S Str. 271. Bekanntmachung. Nachstehend bringen wir die auf Beschluß der Stadt verordneten Versammlung vom 26. Oftober 1905 er laffenen Vorsariften über den städtischen Arbeiter Ausschuß zur allgemeinen Stenntnis. Gießen, den 15. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. § 11. Brotpreise Die Sizungen des Ausschusses sollen regelmäßig vom 19. Nov. bis 3. Dez. 1905. in die Arbeitszeit gelegt werden. Lohnfürzungen für die versäumte Arbeitszeit finden nicht statt, ebensowenig Kg. Der hiesigen Bäcker. Stadt- Cheat werden Entschädigungen für außerhalb der Arbeitszeit Weißbrot abgehaltene Sigungen gewährt. § 12. 2 1 Gem.- Brot 2 " 1 Kornbrot . 2 Zur Beschlußfähigkeit ist die Anwesenheit von min- 3 destens der Hälfte der Mitglieder erforderlich. Der Bürgermeister und die von ihm beauftragten Vorschriften über den städtischen Arbeiter- Ausschuß. Bersonen haben das Recht, der Sigung mit beratender Stimme beizuwohnen und müssen jederzeit angehört § 1. Für alle von der Stadt Gießen beschäftigten Tag- werden. lohnarbeiter wird ein Arbeiterausschuß gebildet. Er soll den Arbeitern Gelegenheit geben, Wünsche und Be- bei schwerden vorzutragen und Angelegenheiten zu besprechen, die die städtischen Arbeiter im allgemeinen oder einzelne Gruppen von ihnen berühren. § 2. Die Zahl der Ausschußmitglieder wird in der Weise bestimmt, daß auf je 30, sowie einen etwaigen Ueberschuß von mindestens 15 der von dem Gas- und Wasserwerk, von dem Elektrizitätswerk, sowie aller übrigen von der Stadt Gießen beschäftigten Arbeiter ein Ausschußmitglied entfällt. Jedoch muß jede der diei ge nannten Gruppen wenigstens durch ein Mitglied im Ausschuß vertreten sein. Die sich hiernach ergebende Zahl der Ausschuß mitglieder und ihre Verteilung auf die einzelnen Gruppen wird von dem Bürgermeister festgestellt und mit der Einladung zur Wahl den Arbeitern bekannt gegeben. Für jedes Mitglied ist ein Ersagmann zu wählen. § 3 Die Mitglieder des Ausschusses und die Ersatzmänner werden durch geheime Wahl bestimmt. Wahlberechtigt sind alle volljährigen Arbeiter, die fich am Wahltag im städtischen Dienst befinden, soweit fie im Befit der bürgerlichen Ehrenrechte sind. Wählbar sind alle wahlberechtigten Arbeiter, die am Wahltag mindestens 25 Jahre alt sind und mindestens seit drei Jahren ununterbrochen im städtischen Dienst stehen. Krankheiten, sowie militärische Uebungen gelten hierbei nicht als Unterbrechungen. § 4. Die Wahl erfolgt getrennt nach den in§ 2 genannten Gruppen. Zeit und Ort der Wahl werden von dem Bürgermeister festgesetzt und mindestens eine Woche vorher in geeigneter Weise bekannt gemacht. Die Wahlzeit ist so anzuordnen, daß jedem Arbeiter Gelegenheit gegeben ist, außerhalb seiner Arbeitszeit von seinem Wahlrecht Gebrauch zu machen. § 5. Die Wahlhandlung wird in jeder Gruppe von einem städtischen Beamten geleitet, der von dem Bürgermeister bestimmt wird. Der Leiter bestellt einen Schriftführer. Ueber die Wahl wird ein Protokoll aufgenommen, das von dem Letter und dem Schriftführer unterzeichnet wird. § 6. Die Wahl geschieht mit Stimmzetteln, die von den Arbeitern in Person abzugeben sind. Üngültig sind Stimmzettel, 1. die mehr Namen enthalten, als Mitglieder und Ersaßmänner zu wählen sind, 2. die ein äußeres Kennzeichen haben, 3. insoweit sie keinen lesbaren Namen enthalten, 4. insoweit darin die Person eines Gewählten nicht unzweifelhaft zu erkennen ist. Gewählt als Mitglieder und Ersatzmänner sind der Reihe nach diejenigen Personen, die die meisten Stimmen erhalten haben. Bei Stimmengleichheit entscheidet das von dem Leiter zu ziehende Loos. Das Gesamtergebnis der Wahl wird von dem Bürgermeister festgestellt und in geeigneter Weise befannt gemacht. § 7. Die Beschlüsse erfolgen durch Stimmenmehrheit; Gleichheit der Stimme gilt der Antrag als abgelehnt. Die Beschlüsse sind in ein Protokollbuch einzutragen, das der Bürgermeisterei auf Verlangen vorzulegen ist. Das für die Tätigkeit des Ausschusses erforderliche Schreibwert wird von dem Sekretariat der Bürgermeisteret besorgt. § 13. Dem Ausschuß werden die Entschließungen, die auf seine Anträge getroffen werden, von der Bürgermeisteret schriftlich mitgeteilt. Die Wahl erfolgt alle drei Jahre vor dem 1. Ottober auf die Dauer von drei Jahren. Wiederwahl der Ausscheidenden ist zulässig. Der Bürgermeister kann, wenn nötig, eine außerordentliche Ergänzungswahl anordnen, bei der die ausgeschiedenen Mitglieder und Ersazmänner ersetzt werden. Die erste Wahl findet alsbald statt und hat Gültig feit bis zum 1. Oftober 1908. § 8. § 14. Diese Bestimmungen treten mit ihrer Veröffentlichung in Kraft. Sie können von der StadtverordnetenBecjammlung jederzeit abgeändert oder aufgehoben werden. Gießen, den 27. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Pfg. Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot Georg Dern, Gr.Linden W. Steinmüller Witwe( Langgöns.) Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wiesed Jakob Appel, Krof= dorf. W. Weigel Langgöns, L. Steinmüller Gr.- Lind. u. Heinrich Binz, Allendorf a. L. Karl Post, Wiesed 28. Leir: Klein26 52 Giessen. 24 Dir.: Hermann Steingoe 18 Dienstag, den 21. Noben 72 22 44 6. DienstagAbonnements: Borstellung. Novität! Novit 25 Kater Lampe 24 mi OD Komödie in 4 Aufzügen bon Emil Rosenow. Drid und Erste, älteste, grösste, verbreitets weltbekannte Nähmaschinen- u.Fahrr 25 45MK Linden 26 2 B Louis Süßmuth Steinberg, W. Steinmüller Wwe. Langgons) 48 L. W. Fabel( Wiesed W. Weigel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim Steinmüller ( Gr.- Lind.), Georg Dern Gr.- Linden u. Heinrich Binz, Allendorf a. L. Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden Das 4. Ziel Gemeindeftener 1905, das 3. Vierteljahr Schulgeld des Realgymnasiums und der Oberrealschule, der Vorschule des Gymnasiums und der höheren und erweiterten Mädchenschule und endlich die fällig gewesenen Holz- und Grasgelder sind bis längstens Ende 8. Mts. bei Vermeidung des Beitreibungsverfahrens zur 1 Gem. Brot Georg Dern Gr, hiesigen Stadtkasse zu bezahlen. Verliert ein Mitglied oder ein Ersatzmann die Wählbarkeit oder die Eigenschaft als städtischer Arbeiter, so erlischt damit von selbst seine Mitgliedschaft im Arbeiterausschuß oder seine Eigenschaft als Ersatzmann. Anstelle der ausscheidenden Mitglieder treten innerhalb ihrer Gruppen die Ersatzmänner nach der Reihenfolge ihrer Wahl in den Ausschuß ein. § 9. Der Bürgermeister bestimmt aus der Zahl der Ausschußmitglieder vorläufig einen Vorsitzenden des Ausschusses. In der ersten Sizung wählen die Mitglieder mittels Stimmzetteln einen Vorsitzenden und dessen Stellvertreter. § 10. Die Sigungen des Ausschusses finden auf Einladung des Vorsitzenden statt. Zahltage täglich vormittags mit Ausnahme des 27. und 30. d. Mis. Gießen, den 18. November 1905. Der Stadtrechner: Doepfer. Eine Sigung muß anberaumt werden, so oft es von dem Bürgermeister verlangt oder von mindestens drei Mitgliedern unter Angabe der zur Beratung zu stellenden Gegenstände gewünscht wird. Betr.: Rotlanffeache. Bekanntmachung. Nachdem die unter dem Schweinebestand des Dekonomen Zottmann ausgebrochene Rotlauffeuche erloschen ist, wird die unterm 23. Oftober 1905 angeordnete Gehöftsperre hiermit aufgehoben. Von jeder Sigung ist der Bürgermeisterei mindestens 48 Stunden vorher unter Angabe der Tagesordnung Mitteilung zu machen. Gießen, den 17. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 12. September 1905 angeordnete Sperre der Gartenstraße zwischen Löber- und Stephanstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 17. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 12. September 1905 angeordnete Sperre 2 der Moltkestraße zwischen Oftanlage und der Wieseck wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 17. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 12. September 1905 angeordnete Sperre der Grünbergerstraße zwischen Teutonen- und Schützenhaus wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 17. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Vom 21. November I. J8. ab bis auf Weiteres beginnt der Auftrieb von Vich auf den Viehmarktplatz um 8 Uhr vormittage. Gießen, den 17. November 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. Stenographie Einigungs- System Stolze- Schrey. Dienstag, den 21. November d. J., abds. 9 Uhr eröffnen wir in unserem Vereinslokal ,, Zum Postkeller einen Anfänger- Kursus. Kursushonorar einschließlich Lehrmittel mt. 6.Anmeldungen werden bei Beginn des Unterrichts, fowie durch unseren Vorsitzenden Herrn K. Reiz, Marktstraße 23 entSchriftgenossen werden dringend gebeten sich unserem Verein gegengenommen. anzuschließen. Der Vorstand des Vereins für vereinfachte deutsche Stenographie, Einigungssystem Stolze- Schrey, Gießen. 3 " W Linden 50 52 23 W.SteinmüllerWe W. Weigel, Lang= Göns, L. Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim W. Lein KleinLinden u. Heinr. Binz, Allendorf a. L. 22 24 Louis Süßmuth, Steinberg und Karl Spamer, Reiskirchen, Karl Trautmann, Wieseck, 2. Steinmüller ( Gr.- Linden.) W. Steinmüller Wwe. Langgons, Heinrich Weber, Heuchelheim, W. Weißel Lang- Göns, Karl Poft Wiesed, Karl Spamer Reis: firchen, Gustav Jacoby, A.- Bused 44 Georg Dern Gr.Linden und J. Appel, Krofdorf 46 Heinr. Binz, Allendorf a. L. und W. Lein, Klein Linden 48 Grossfirma M. Jacobson BERLIN N. 24, Linienstr. 1 Lieferant v. 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Das donnengesicht und werden laum Ungefähr ist das Eine gerade auffalle geberische Ne Berbefferunge fann man zu Erhöhungen erfordern 2 denen man bündeten waren und überhaupt tag immer Regierunge Reichstag zeigt dem Sobald es tag, daß di denken der Ausgaben n dann freilid handelt, die höhte Zölle böllig gewen über Bedenter bewilligen, nu worden, dann gerade die, vo rungen ihnen Nicht felten bef Das wäre gan weigert, auch di zu. Die Ausge fchaften aus 2 empfehlen ift.