Offizier unter'm dem iit Weshalb hat." Stodton htet und Cen Sig nze bor ten Loi der Eye Die Sin in eines Henfer Ceder so Spindl in Ber Zer. wie be ht gut!" befomme nach dent Hm, nun 1 Becher es Proergibt, chafft. Bogen he Frage! ind zu ihr rnunft im ach Hause Raurern): e ich Sie der, heute Der Mann Wieso?" In haben!" Betten in ich brauche Berichtsvoll S, aber daß Güte haben " 1 eingefebem reis bezoge grift find bi Cage 11 Uh 5. t. biläums in Mainz ber 1905. Vark Plerden örigem 00 Mark Bar ausbezahlt ) zu haben bei acker, Haupttlichen Verkaufs e 25 Pfg. extra Nr. 220. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 19. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Tas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Die deutsche Arbeiterverficherung. In Wien ist der siebente internationale Kongreß für Arbeiterversicherung eröffnet worden. Man wird dieser Tagung, die bis zum 23. September andauert, weitgehende Bedeutung nicht absprechen können. Ist es doch sehr wahrscheinlich, daß die Beschlüsse des Wiener Kongresses der deutschen Staatsregierung Anregungen für die beabsichtigte Reform der Arbeiterversicherungsgeseze geben werden. In der Sorge für die Sicherung der vom Erwerb des Tages lebenden Klassen in Zeiten der Krankheit und des Alters ist die Gesetzgebung des deutschen Reiches vorbildlich für alle Staaten geworden. Der soziale Zug unserer Zeit verlangt gebieterisch freie Bahn für den erhabenen Gedanken, auch demjenigen Staatsbürger, der keinen Sicherheitsfonds zum Schuße gegen unverschuldetes Unglück ansammeln fann, Hilfe und Fürsorge angedeihen zu lassen. Deutschland hat diesen Gedanken seiner Arbeiterversicherung zugrunde gelegt und darf stolz auf das Errungene sein. Freilich, um ein großes Ziel zu erreichen, ist die Zusammenfassung aller Kräfte notwendig. So genügte es nicht allein, den Arbeiter gleichsam zu einer Zwangssparkasse durch in jeder Woche zu leistende kleine Beiträge heranzuziehen. Aus eigener Kraft und eigenen Mitteln allein fonnte das handarbeitende Volk nicht den gewaltigen Anforderungen in materieller Beziehung genügen, die sich erhoben. Auch der Arbeitgeber mußte seinen Teil beitragen, damit aus dem Zusammenwirken beider Faktoren ein wohltätiges Ganze entstände. Hat doch auch der Arbeitgeber ein offensichtliches Interesse daran, durch die Krankenverficherung, die von ihr resultierende sachgemäße Behandlung, einen gefunden und leistungsfähigen Arbeiterstand zu erhalten. Andererseits muß es ihm willkommen sein, durch die Fürsorge für Alter und Invalidität, im kommenden weiteren Sinne auch für Witwen und Waisen, die Zufriedenheit der Arbeitnehmer zu stärken, der Unwilligkeit und der Verbitterung entgegen zu wirken, die gar zu leicht üppig ins Kraut schießt, wenn der Blick des kleinen Mannes in der Zukunft nur Mangel, Elend und Ungewißheit für sich und die Seinen sieht. So mußten Arbeitgeber und Arbeitnehmer das ihre tun, um der Gesetzgebung die Basis für den Ausbau der Versicherungsgesetze zu geben. Mit welchem Erfolge, das ist bei allen Beteiligten, die einigermaßen hellen Blick haben, flar und deutlich. Die Frage, wozu denn eigentlich die Fürsorge für die arbeitenden Klassen, kann heute kaum noch mit Fug und Recht gestellt werden. Gewiß haben sich anliebsame Erscheinungen gezeigt. Man spricht von dem Anwachsen der politisch- radikalen Gesinnung in den Arbeiterkreisen trotz oder infolge der Versicherungsgesetze. Das ist ein unrichtiger Schluß, und keine geringere Autorität als der Oberregierungsrat Dr. Bödicker, der langjährige Präsident des Reichsversicherungsamtes, sagt es knapp heraus, daß die Stiminenzahl der radikalen Elemente bei den Wahlen noch viel größer und das Kolorit der politischen Kämpfe schärfer sein würde, wenn wir keine Arbeiterversicherung hätten. Daß in der Arbeiterschaft nur Undankbarfeit herrsche, sei eben so schief wie die kaum ernst zu nehmende Behauptung, die Arbeiter verdienten es nicht, daß man sich ihrer annehme. In Wirklichkeit stärkt ein wohlfituierter und gesicherter Arbeiterstand die Kraft der Nation nach innen und nach außen. Die Zukunft der nationalen Gemeinschaft muß sich auf einem widerstandsfähigen und gesunden Arbeiterstand aufbauen. Allerdings, die neuen Lasten fielen im Anfang schwer auf manchen mühsam um sein Vorwärtskommen ringenden Gewerbtreibenden. Im schweren Kampfe mit der ausländischen Konkurrenz spannte die deutsche Industrie unter vielfach ungünstigen Bedingungen alle Kräfte an, um in Front zu kommen. Da waren die sich summierenden Kosten für die Arbeiterversicherung wenn auch kein unübersteigliches, so doch ein im Wege liegendes Hindernis, das überstiegen werden mußte. Es wurde überstiegen, und heute wollten wir wohl kaum zurück, um eine andere Lösung zu suchen. Die Mängel, die dem Versicherungswesen noch anhaften, find allmählich erkannt worden. Eine zu weitgehende Dezentralisation hat unnötige Belastung und Umständlichkeit geschaffen. Man zieht die Zusammenlegung von Kranken- und Invalidenversicherung in Erwägung, man diskutiert über die Frage, ob das Maß der gewährten Selbstverwaltung Uebelstände gezeitigt hat, ob Befähigungsnachweis und mittelbare oder unmittelbare Qualität als Staatsbeamte für die Kassenfunktionäre am Plaze sei. Es wird sicherlich angestrengte Arbeit und manche heiße Debatte erfordern, ehe das geplante Reformwerk fir und fertig dasteht. Die Vereinfachung der Verwaltung, die Verbilligung des Betriebes, die dadurch ermöglichte Ausdehnung auf Witwen und Waisen sind wünschenswerte Dinge, die anderen Fragen haben sekundären Wert und können nach lediglich praktischen Gesichtspunkter erledigt werden. Eines darf nicht aus dem Auge verloren werden. Das Prinzip, nach dem sich der Ausbau der deutschen Arbeiterbersicherung zu vollziehen hat, muß das der ausgleichenden Gerechtigkeit sein- Gerechtigkeit hüben und drüben. Die auferlegte Last darf keinen der Träger, stehe er in diesem oder jenem Lager, zu Boden drücken, aber getragen muß sie werden, zum Wohle des Staates und im Interesse des friedlichen Zusammenlebens der einzelnen Bevölkerungsschichten und Erwerbsstände. Deshalb ausgleichende Gerechtigkeit jedem das Seine. - Frieden in Skandinavien. ( Eig. Bericht.) Christiania, 17. September. Die Kriegsposaunen sind verstummt, die Mitwelt braucht nicht länger in komischem Schrecken und höhnischem Mitleid zu erbeben in der Erwartung, daß Norwegens Bauern und Schwedens fröhliche Kinder in grimmer Fehde das Schlachtfeld mit ihrem Blute düngen. Die Verhandlungen in Karlstad zwischen den Delegierten Schwedens und Norwegens haben zu einem beide Teile befriedigenden Resultat geführt. In Schweden herrscht große Begeisterung. Im ganzen Lande länten die Glocken, auf öffentlichen Plätzen spielen Musikkapellen, um die allgemeine Freude auszudrücken. Weniger stürmisch äußert man sich in dem bedächtigen Norwegen, aber zufrieden ist man doch damit, daß der etwas rostige Säbel und die Großvatersflinte nicht aus der Ecke geholt zu werden brauchen. Man hat viel zu sehr das Gefühl der eigenen Ohnmacht, um sich über die tatsächlichen Verhältnisse zut äuschen. Hätte sich wirklich ein Feldzug zwischen den Brudernationen entwickelt, wer weiß, ob die Großmächte nur als Zuschauer das interessante Schauspiel angesehen hätten. Gar leicht hätte dieser oder jener große Bruder" die Lust zum„ Friedenstiften" bei sich erwachen fühlen. Und befanntlich gewinnt der dritte immer, wenn zwei sich streiten. Schon deshalb empfindet man es wie eine Befreiung von schwerer Last, wenn nach den Tagen der Drohungen und Mißhelligkeiten ein Uebereinkommen erzielt ist. Aber auch im übrigen fann man glauben, daß die Freude über die Erhaltung des Friedens eine aufrichtige ist. Tatsächlich hat Norwegen in den letzten Wochen militärische Vorbereitungen getroffen, die nun wohl eingestellt werden. Das kann man auf schwedischer Seite mit Fug und Recht verlangen. Die übrigen Streitfragen werden leicht geschlichtet werden können. Ueber den Inhalt der Karlstader Vereinbarungen ist vorläufig noch nichts Positives bekannt, doch verlautet, daß die Norweger in wesentlichen Punkten nachgegeben haben. Die Verhandlungen dauern fort. Die Frage der Grenzbefestigungen soll bereits gelöst sein, auch der Schiedsge= richtsvertrag zwischen beiden Mächten soll im Prinzip Annahme gefunden haben. So wird die Unionstrennung friedlich und schiedlich vor sich gehen, und die Zukunft wird es hoffentlich zeigen, daß die skandinavischen Reiche auch ohne Personalunion freundschaftlich nebeneinander leben können. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Erhebungen über die Wirkungen der geplanten Verfonentarif- Reform sind schon seit längerer Zeit im Gange, haben aber noch kein abschließendes Resultat ergeben. Man läßt daher, um in dieser Beziehung Klarheit zu schaffen, die Verhältniszahl der gelösten einfachen und der Rückfahrfarten noch einmal für einen Monat für die gesamten preußisch- hessischen Staatsbahnen feststellen. Da möglicherweise bei den früher wahrgenommenen Verschiedenheiten die Entfernung, für die die Fahrkarten gelöst werden, eine ausschlaggebende Rolle spielen, so sind bei den jetzigen Erhebungen Zonen von 1 bis 30 Kilometer, 31 bis 100, 101 bis 300, 301 bis 600 Kilometer gebildet worden. * Nach einer halbamtlichen Meldung sind jetzt die Verhandlungen in der Marokkofrage so weit gediehen, daß der Ort der Konferenz endgültig festgelegt zu sein scheint. Die Konferenz soll in Algeciras, einem spanischen Handelsstädtchen am Golf von Gibraltar zusammentreten. Voraussichtlich sollen die Verhandlungen Ende Januar nächsten Jahres beginnen. Die Mächte, welche an der Marokkofonferenz teilnehmen werden, dürften durch folgende Diplomaten vertreten sein: Frankreich Revoil, England Arthur Nikolson, Deutschland Dr. Rosen, Spanien Djeda. Belgien Graf Bubeseret. % * Nach einem Bundesratbeschluß unterliegen der Pflicht zur Invalidenversicherung polnische Arbeiter russischer oder österreichischer Staatsangehörigkeit nicht, wenn ihnen der Aufenthalt im Inlande nur für eine bestimmte Zeit gestattet ist und sofern sie in inländischen land- und Forstwirt. schaftlichen Betrieben beschäftigt werden. * Nach einer Anordnung des Oberstaatsanwalts der bayerischen Pfalz soll der Handwerksmeistertitel in öffentlichen Urkunden nur noch den Namen solcher selbständiger Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Handwerker beigefügt werden, die zur Führung des Meistertitels nach den gesetzlichen Bestimmungen berechtigt sind. Die Handwerkskammer der Pfalz hatte bei der Provinzialregierung Klage darüber geführt, daß jeder selbständige Handwerker in der Regel als Meister bezeichnet werde. In Jena wurde der sozialdemokratische Parteitag vorgestern durch einen Begrüßungsabend eröffnet, auf dem Bebel eine große kritische Rede hielt. Die eigentlichen Verhandlungen begannen gestern unter Singers Vorsitz mit Begrüßungsansprachen der von außerhalb erschienenen Teilnehmer, unter denen eine Anzahl russische und polnische Genossen und Genossinnen auffallen. Dr. Franz Mehring ist nicht anwesend. Es wurde zunächst über die Parteiorganisation verhandelt, zu der Abg. von Vollmar das Referat lieferte. Vom Vorstand sind mehrere Resolutionen vorgelegt, nämlich betreffend die Fleischnot, die in Deutschland ergangenen Redeverbote und betreffend eine Erklärung der englischen Gewerkschaften zugunsten des Friedens.. * Aus Kattowitz kommt eine überraschende Meldung. Wegen der Fleischteuerung soll die russische Grenze geöffnet werden, d. h. das Kontingent der zur Einfuhr erlaubten Schweine soll erhöht werden. Die Mitteilung ist vorläufig mit aller Reserve aufzunehmen. Wenn wirklich das erhöhte Schweinekontingent, wie es vom 1. März 1906 ab über die russische Grenze kommen soll, zugelassen würde, so bedeutete das eine Aenderung in der bisherigen Haltung der preußischen Regierung. * Für die Kasse der sozialdemokratischen Partei sind im August dieses Jahres 24 600 Marf eingekommen. Das ist weniger wie in den früheren Monaten, immerhin übersteigt der Betrag die Leistungen der übrigen politischen Parteien ganz bedeutend. Oefterreich- Ungarn ** Zu der Angelegenheit der Zeyssig- Broschüre wurde der Verteidiger Zyganys, des Verfassers der Broschüre, der Advokat Dr. Elemer Halmr, am Sonntag abend verhaftet und zwar unter der Beschuldigung, sich im Verein mit Zygany der Majestätsbeleidigung schuldig gemacht zu haben. Gestern wurde jedoch der Rechtsanwalt wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, da ein strafbares Delikt nicht verliege. Rufsland. ** Die Nachrichten aus dem südlichen Rußland lassen eine immer schlimmere Entwickelung im Naphthagebiet erfennen. Die Tataren zerstörten wieder eine Anzahl Bohrlöcher und bedrohen andere in Baku und den Vororten. Es werden große Truppenmassen nach den Naphtha- Distrikten beordert, auch soll dort eine besondere Polizeitruppe aus entlassenen Soldaten gebildet werden. In Odessa wurden zwei Französinnen verhaftet, die zu Schiff revolutionäre Flugschriften einzuschmuggeln versuchten. In Sewastopol wurden zwei Matrosen vom„ Pobjedonoszew" hingerichtet. In Kurland wurden von aufrührerischen Bauern verschiedentlich Revolverattentate gegen GroßBei der Eröffnung des russischen grundbesitzer verübt. Psychiater- Kongresses in Petersburg forderte Professor Bezhern Preß-, Rede- und Versammlungsfreiheit. In Warschau wurde ein frühererer Fabrikbesizer, der der Polizei Spitzeldienste leistete, von drei Unbekannten erschossen. ** Afien. Nach dem Ergebnis des abgelaufenen Rechnungsjahres scheint die Finanzlage des japanischen Staates doch nicht so schlecht zu sein, wie vielfach behauptet wurde. Die Abrechnung des Staatshaushaltes für das mit dem 31. März schließenden Rechnungsjahr hat einen Ueberschuß bon 50 Millionen Yen ergeben. Die Unruhen in Tokio sind ziemlich gedämpft, doch wird die Umgebung der Regierungsgebäude noch immer von Militär bewacht. Es sind Unterschlagungen von 330 000 Yen, begangen durch drei MarineZahlmeister, entdeckt worden. Die Nachricht wurde zunächst mit Ruhe aufgenommen, nachdem jedoch bekannt wurde, daß sich die Unterschlagungen über ein Jahr hin erstrecken, ohne daß sie gemerkt wurden, hat ein Gefühl des Mißtrauens gegen die Marineverwaltung Platz gegriffen. Amerika. ** Präsident Roosevelt beabsichtigt, alsbald nach der Ratifizierung des Friedensvertrages seine Zirkularnote wegen Einberufung einer zweiten Haager Konferenz abzusenden. Der Newyork Herald" benennt als vorgeschlagene Verhandlungsgegenstände die Ausdehnung der Genfer Konvention auf den Seekrieg sowie das Verbot, Explosivstoffe aus Luftschiffen auszuwerfen. * ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat an den Oberpräsidenten der Rheinprovinz einen Erlaß gerichtet, in welchem der Monarch zugleich im Namen der Kaiserin der Provinz Dank ausspricht für den den Majestäten gewordenen warmherzigen Empfang und die den Truppen bereitete vortreffliche Aufnahme. Das Kaiserpaar hat Homburg v. d. H. ver. lassen. Der Kaiser ist zu zweitägigem Aufenthalt in Hubertusstock, die Kaiserin in Plön eingetroffen. Die Kaiserin ist in Ploen eingetroffen. Die deutsche Kronprinzessin Cäcilie begeht morgen ihren 19. Geburtstag. * k sk Prinz Nikolaus von Nassau, ein Halbbruder des Großherzogs von Luxemburg, ist im Alter von 73 Jah. ren gestorben. Soziales Leben. Eine Schülerversicherung will der Charlottenburger Magistrat einrichten. Beabsichtigt wird, die Schüler der Kunstgewerbe- und Handwerkerschule gegen Unfall zu versichern, soweit sie an den praktischen Uebungen in der Elektrotechnik teilnehmen, oder den Fachklassen für Maschinenbauer, Bauhandwerker, Schlosser, Wegebauer, TischIer, Mechaniker und Elektrotechniker angehören, oder Schüler der Tagesklassen für Innenarchitektur und Mechanik find. Als Entschädigung sind 1000 Mark für den Todesfall, 15 000 Mark für den Fall der Invalidität sowie 3 Mark tägliche Kurkosten vorgesehen. Für die Versicherung sind jährlich 1 Mark 60 fq. auf jeden Schüler zu entrichten. Nab und fern. † Von der Cholera. Außer einigen Fällen im infizierten Gebiete sind neue Erkrankungen nicht vorgekommen. In Graudenz ist in einem Hause ein förmlicher Choleraherd entdeckt und beseitigt worden. Im Kreise Marienburg sind sämtliche Tanzlokale geschlossen. von Eristenzen, die weder säen noch ernten; und ihre lieben Mitmenschen ernähren sie doch. Es sind das herabgekommene Leute, die von ihrem Fall sich nicht wieder erholen können oder wollen, und die sich zudem noch dem Branntwein ergeben haben. Sie bilden eine Gemeinde unter sich wie die Zigeuner." Brüderchen" titulieren sie einander statt jedes bürgerlichen Namens, Kunden, Pennbrüder, Sonnenbrüder nennt sie das Volk, Strolche der entrüstete Steuerzahler, der ruhige Bürger, die heilige Hermandad.. | † Ein scharfer Schuß im Manöver. Ein tödlich verlaufener Unfall ereignete sich im Manövergelände zwischen Schwarzenfeld- Stulln- Nabburg bei einer Gefechtsübung der 5. bayerischen Division. Der Sergeant Babs erhielt von seiten des gegnerischen Reginrents einen scharfen Schuß; die Kugel durchlöcherte den Magen und die Leber des Getroffenen, der bald darauf verstarb. Das Gefecht wurde sofort abgebrochen und eine strenge Untersuchung des rätselhaften Vorfalles vom Korpskommando angeordnet. † Zum Streit im Hause Coburg. Im Wege des Wiener Obersthofmarschallamtes ist an den Vertreter der Prinzessin Luise von Coburg die Verständigung gelangt, daß der Prinzessin der Sternkreuz- Orden, der ihr vor einer Reihe von Jahren von der Kaiserin Elisabeth verliehen worden war, entzogen worden sei. Sie teilen sich in zwei streng geschiedene Klassen und halten sich danach auch an ihren regelmäßigen Versammlungsorten völlig getrennt, in solche, die keine Arbeit haben, und solche, die keine wollen, in Arbeitslose und Arbeitsscheue. Des Morgens, sobald sie aus ihren Schlupfwinkeln herausgekrochen sind und Toilette gemacht haben, so etwa in der neunten Vormittagsstunde, im Sommer wohl auch früher, geben sich die Brüderchen" auf dem- Dönhoffplaz und in dessen Nachbarschaft ein Rendezvous. Die Nacht haben sie verbracht, wo sie eben unterkommen konnten, in den öffentlichen Asylen oder im Tiergarten, wo sie gewisse Stadtbahnbögen in der Nähe des Zoologischen Gartens aufsuchen; in der Jungfernheide, auf Zimmerplätzen, in leeren Möbelwagen, ja selbst auf die Böden der Häuser schleichen sie sich, unter die Strohhüllen der zugedeckten Ziersträucher friechen sie, und in dem deutschen und französischen Turm der beiden Kirchen auf dem Gendarmenmarkt finden sie eine Zuflucht. Ebenso nisten sie sich auf den Heufähnen der Hafen ein. Wo sie nichts Besseres haben, dient ihnen ein alter Sack als Unterlage und Decke. Es ist Korpsgeist unter ihnen, Kommunalismus bis zum letzten Pfennig und Fetzen; sie helfen sich gegenseitig aus. † Todessturz auf der Radrennbahn. Beim Rennen um die Meisterschaft in Europa auf dem Leipziger Sportplatz stürzte am Sonntag der Berufsfahrer Wilhelm Schmitter so unglücklich, daß er gestern früh im Krankenhaus starb. † Jugendlicher Selbstmörder. Aus Furcht vor Strafe ertränkte sich der 7 Jahre alte Schulknabe Hermann Roß in Vienenburg. Der Junge hatte von seinen Eltern Geld erhalten, um dieses einem Bäckermeister abzuliefern; er hat aber das Geld für sich verwandt. † Anschlag auf einen Eisenbahnzug. Auf der Strecke Beuthen- Oppeln waren große Sandsteine auf die Geleise gelegt. Zum Glück wurden die Steine durch die schwere Lokomotive eines Güterzuges zermalmt. † Tod aus Verzweiflung. In Mainzholzen in der Nähe bon Göttingen brannte das Anwesen eines Bahnwärters nieder, gerade als dort die Vorbereitungen zur Hochzeit getroffen wurden. Aus Gram darüber ertränkte sich die Brautmutter im Brunnen. † Unsere Hansestädte bauen! Der Hamburger Senat fordert von der Bürgerschaft rund 7 Millionen Mark für Herstellung eines Werftplates für den Stettiner Vulkan. Der Senat in Bremen hat bei der Bürgerschaft die Vewilligung von 1358 000 Mark zur Erweiterung des Holzund Fabrikenhafens beantragt. Bahnmeister Olga Belfe, Kaufmann Victor FriedebergBreslau und Materialienverwalter Johann Geburczik. Wahrscheinlich nehmen auch mehrere Vertreter des Eisenbahnministeriums sowie verschiedene Sachverständige an den Verhandlungen teil. Kunft und Wiffenfchaft. RC Ernst Scherenberg †. Der Dichter Ernst Scherenberg ist gestern mittag zu Eisennach in einer Sigung des Vereins deutscher Eisengießereien, dessen Geschäftsführer er war, infolge eines Herzschlages gestorben. Scherenberg war am 21. Juli 1839 in Swinemünde geboren, war Zeitungsredakteur in Braunschweig und Elberfeld und dann Handelsfammer- Sefretär in der gleichen Stadt. Seine verschie= denen Sammlungen politischer und lyrischer Gedichte machten seinen Namen in weiten Kreisen bekannt. Auf dem Dönhoffplaze treffen dann die Brüderchen zusammen; die Arbeitslosen, aber Arbeitswilligen halten sich auf der Seite der Leipziger Straße, die Unverbesserlichen, Arbeitsscheuen, nach der Krausenstraße hinüber. Nun wird zunächst hier das wichtigste Geschäft, die Magen- und Schnapsfrage, besprochen und erledigt. Wen es nach Mokka durstet, dem weist der eine oder andere einen„ Kaffeeſtamm" nach, ein Haus, wo ein Täßchen zu ergattern ist; Brot, oder was sonst da ist, wird gefippt", unter den Hungrigen verteilt; die Schnapsflasche wird herausgeholt, wandert von Mund zu Mund, und es wird eins über die Lasche gegossen". Ist der Inhalt vertilat, so wird Geld zusammengeschossen, und die Finnen"( kleine Flaschen), die„ KloppHölzer"( großen Flaschen) werden in den Destillen neu gefüllt. Hierfür haben die Brüderchen ihre bestimmten Lofale. Einzelne Neegenbrüder" gehen auch, mit einer mächtigen leeren Konservenbüchse, der Tubbe", von Destillation zu Destillation und betteln sich Bierneigen zusammen. In diese Neigen wird ein Nordhäuser hineingegossen, und damit ist ein Morgengetränk, das Stunden vorhält, geschaffen. Nun haben sie Stärkung und Mut im Leibe und können an das Geschäft des Tages,„ auf die Fahrt" gehen; die„, Kadetten" zerstreuen sich auf ihre verschiedenen„ Touren" in die verschiedenen Stadtviertel. † Urlaub auf Nimmerwiedersehen. Gegen den Prokuristen Hugo Spiegel von den oberschlesischen Kokswerken und chemischen Fabriken in Berlin ist ein Steckbrief erlassen worden. S. war am 11. August auf Sommerurlaub gegangen. Während seiner Abwesenheit wurde festgestellt, daß Spiegel im Laufe mehrerer Jahre etwa 700 000 Marf unterschlagen hat. Nach Feststellung der Unterschlagungen befaßte sich die Kriminalpolizei mit der Affäre, ohne daß es jedoch bisher gelang, den Aufenthaltsort des„ Urlaubers" zu ermitteln. † Neunzehn Scheunen verbrannt. Im Dorfe Bielschowit wurden durch ein großes Feuer neunzehn mit Ernte gefüllte Scheunen vernichtet. Zum Glück wurden Menschenleben nicht gefährdet. † König Eduard als Millionen- Erbe. Von einem kürzlich berstorbenen englischen Kapitän Lindsoy Wilson ist König Eduard von England zum Erben eines vier Millionen Mart betragenden Vermögens eingesetzt worden. Der Erblasser spielte früher bei Hofe und in der Gesellschaft eine große Rolle, zog sich dann aber familiärer Verhältnisse halber gänzlich aus der Oeffentlichkeit zurück und lebte als Sonderling auf seinem Landgute. Vermischtes. Wechse Beit ift rielfo gewefen, daß im Stebe. Nach der Rothe, amtemüde Dr. Gutfleifd gleichfalls mit minifter Dittmar Preetorius erfett Dr. Gutfleisch Funern werden. fällig. Kreife, find, erklären,& einen Rücktritt b fei, wer aber fein tt. Stabith zeit wird Diensta bon Shalefpeares Die Ausstattung, Der Bruder der großen Therese". Romain Daurignac, der Bruder der Therese Humbert berüchtigten Andenkens, ist in Newyork eingetroffen; im Einwandererdepot wurde ihm jedoch der Eintritt in die Vereinigten Staaten wegen ungenügender Barmittel verweigert. Deurignac wird mit dem nächsten Dampfer nach Frankreich zurückgebracht werden. General Booths Auswanderungsplan. Der Premierminister von Neu- Südwales hat die Anfrage des Heilsarmeegenerals Booth wegen Ansiedelung von 5000 acerboutreibenden Familien bereits in günstigem Sinne beantwertet. Der Premierminister telegraphierte nämlich an Mr. Deakin, den Premierminister der vereinigten australischen Staaten, daß für Zwecke der geplanten Ansiedelung in Neu- Südwales zwei Millionen Morgen Land zur Verfügung stehen. In das Frankfurter Viertel, das verächtlich das„ Schlamasselfies" genannt wird, geht kein Brüderchen gern, sie ziehen sich vielmehr nach den ergiebigeren Gegenden, viele wenden sogar das Fahrgeld dran und reisen in die Vororte und Kolonieen, wo sie an den Villen anklopfen. Von denen, die schaben gehn", betreibt der eine die„ Staudenfahrt" ( Kleider- und Wäschebettel), sieht, daß er irgendwo„ Trittchens erben" fann( Stiefel geschenkt erhalten), einen Wallmusch"( Rock), ein Paar ,, Weitlinge"( Hosen), eine„ Kreuz-/ spanne"( Weste), einen Spenser"( Ueberzieher) ergattert, nimmt auch gern eine„ Mußsprize"( Schirm), eine„, Kerschte" oder„ Dohle"( Hut), einen„ Deckel"( Müße), und wenn er einen Stenz"( Stock) findet, heißt er ihn mitgehn. Wo einer etwas erhalten hat, teilt er es bei der nächsten Zu sammenkunft den Brüderchen mit, sowie die Zeit, zu welcher man sich einfinden müsse, und diese„ fahren" dann ihrerseits in das generöse Haus. Ist die Essenszeit gekommen und haben die Brüderchen Geld, so gehen sie bei Tanten abkochen( irgendwo speisen). † Neucs Erdbeben in Süditalien. In Monteleone wurde ein neuer Erdstoß verspürt. Die Bevölkerung verließ in lebhafter Beunruhigung die Häuser und verweilt im Freien. Die Errichtung von Unterkunftshütten schreitet überall lebhaft voran. Soldaten reißen die mit Einsturz drohenden Gebäude vollständig nieder. Der Bevölkerung ist eine große Anzahl von Zelten geliefert worden. An vielen Plätzen sind wahrhafte Zeltlager entstanden. † Eine Deutsche in Newyork ermordet. Die 21jährige Tochter eines reichen deutschen Kaufmanns in Newyork wurde in einem Walde ermordet aufgefunden. Die Leiche war offenbar dorthin geschafft, nachdem der Mord durch Ersticken erfolgt war. Grofsftadt- Pflanzen. Die Sprache der Brüderchen ist ein reichhaltiges und furioses Argot. Wer z. B. der Polizei in die Hände gerät, ist„, jefappt" worden; wer ihr aus dem Wege gegangen, ist nicht in Sicht" oder„ alle jeworden", hat einer seine zwei Jahre aufgebrummt bekommen, so macht er sein„ Bensum" ab, bricht er von dort aus, so hat er„ jediert" oder jethürmt". Beim Wiederkommen aus dem Gefängnis erklärt er„ uff Schule jewesen" zu sein. Ist die Luft irgend mo nicht rein, so wird die Losung„ trabe ab" gegeben; wer bei einem Brüderchen in Wohnung zieht, hat„ ne Bleibe". und wer zur Irreführung eines andern Quartier als das seine angibt,„ hat Lampen" oder„ falschen Schemm". Wer seine Sache ungeschickt macht, ist ein„ Linkmichel, is nich feẞ". Bilder aus den Tiefen des Berliner Lebens.- Y Wie Meister Spaß ein freies Bummeldasein führt und bon seinem Wike lebt, so gibt es in der Großstadt eine Zahl - führung find volf geftaltenreide Stud Gelegenheit, fid in g über Be fonal und in den nächsten Tage * Der Landesver für das Großherzogt berfammlung am Se * Die Staatsr Pensionskaffe Landgemeinden, usw. Den Hinter gel bewilligt wer einfommen von m der Kaffe beutret ** Tumer dem thüringischen Teilnehmern den für die deutsche T Selbfin Ein„ Dorfbarbier". In seinen soeben erschienenen ,, Erinnerungen" erzählt der große englische Schauspieler Charles Hawtrey ein merkwürdiges Erlebnis. Ich war auf der Reise in ein entlegenes fleines Dorf gekommen und wellte mich rasieren lassen, hatte aber mein Rasiermesser vergessen. Einen Barbier gab es am Orte nicht, aber man zeigte mir doch die Wohnung eines Mannes, der gelegentlich auch rasieren sollte. Ich ging hin und trug ihm mein Anliegen vor. Er zögerte erst etwas, sagte dann aber: .Seien Sie so freundlich und legen Sie sich der Länge nach auf den Boden!" Höchst überrascht tat ich, wie mir geheißen, fragte dann aber nach dem Grunde dieser seltsamen Maßregel.„ Ja," erwiderte der Mann,„ lebende Wesen habe ich bis jetzt noch nicht rasiert. Ich rasiere nur Leichen." Einzelne Brüderchen arbeiten wirklich, gelegentlich, helfen bei Umzügen, bilden Rückkompagnien. Manche betreiben auch die Naturforscherei, allerdings sehr ungern, denn diese Beschäftigung" macht dreckig". Und dem Schmuz sind sie im ganzen abgeneigt. Die aber, so das Lumpensammeln betreiben, verdienen oft ein hübsches Stückchen Geld und lieben es dann, Sonntags im Staat, mit Uhr und Kette, stolz einher zu paradieren. Unbequeme Manöverbummler. Bei den Kaisermanövern im Rheinland haben in- und ausländische Taschendiebe eine rege Tätigkeit entfaltet. Sie stahlen, was ihnen unter die langen Finger fam, mit Vorliebe natürlich Geldbörse, goldene Uhren und ähnliche Gegenstände von Wert. Fünf dieser Langfinger sind bereits dingfest ge= mecht; unter ihnen besinden sich zwei elegant gekleidete Taschendiebe aus Köln, die mehrere gestohlene Uhren und Bortemonnaies mit beträchtlichem Inhalt bei sich hatten. Wie die Brüderchen zusammenhalten, wurde schon erwähnt. Reiner läßt den anderen im Stich, einer tritt für den andern ein, verleugnet den andern, wo es nottut. Sie helfen einander aus, sie sammeln für die, so in Haft genommen worden, und schicken ihnen Leckerbissen zu. Sie tanschen und teilen, was sie haben, und fühlen sich solidarisch als Zunftgenossen. Bei ihren eigentlichen Namen, auch wenn sie sie kennen, rufen sie sich nie. Einer ist des andern ,, Brüderchen", weiter nichts, oder hat einen Spiẞnamen. So fristen sie ihr Leben, färglich und oft genug hungernd. Auf dem reichen Boden der Großstadt stellen sie das Unkraut bor, schwer oder gar nicht auszurotten, immer wieder sich ergänzend aus arbeitsscheuen oder verunglückten Existenzen. Glänzende Pracht und bitterstes Elend stellen sich in den großen Zentren eben in der krassesten Weise nebeneinander. Dr. W. Marim. Aus dem Gerichtsfaal. = Eine Verbindungsanzeige" zweier Modernen". Angehörige der Berliner Schriftstellerwelt erhielten vorgestern rine gedruckte Anzeige folgenden Inhalts:„ Elsbeth Freifrau v. 3. geb. L. v. W. und R. R. haben sich in freier Ehe verbunden." Wir unterließen es, die vollen Namen der Verbundenen" auszuschreiben, weil wir annehmen, daß sie nachträglich über ihre Anzeige errötet sind. Gin gemütlicher Selbstmörder ist der Fabrikant Guſtav Absen in Pardubig. Vorgestern früh bestellte er sich einen Drehorgelspieler, der ihm einige lustige Weisen aufspielte, dann stellte er sich auf das Badesprungbrett am Joachimsthaler Badeteiche und schoß sich eine Kugel durch den Kopf. Er war augenblicklich tot, der Körper fiel ins Wasser. In einigen hinterlassenen Briefen setzte er den Drehorgelspieler, der ihm zum Selbstmord aufgespielt hatte, sowie die städtische Polizei von Joachimsthal zu Erben ein. § Diebstähle in Eisenbahn- Werkstätten. Vor den Schranken des Landgerichts Schneidemühl hat gestern der Riesenprozeß gegen den Bahnineister Belke und Genossen begonnen. Die Verhandlung ist auf vierzehn Tage berechnet, da nahezu 250 Zeugen zu vernehmen sind. Auf der Anflagebank nehmen Platz: der Bahnmeister Belke, Frau = Wintersanfang in den Pyrenäen. Aus den franzö sischen Pyrenäen wird starker Schneefall gemeldet. Alle Höhen sind mit Schneemassen bedeckt. Die Temperatur ist bedeutend gesunken. Der Landwirt. gh Die Behandlung der Spinatkulturen. Vielfach hört man die Klage, daß der Spinat im Winter der Kälte zum Opfer fällt. Man hat die Beobachtung gemacht, daß zur Durchwinterung bestimmter Spinat eine begrenzte Saat zeit erheischt. Vielfach wird Spinat schon zu Beginn des Monats August gesät. Die Folge ist, daß er bald infolge der dann noch herrschenden Wärme sehr üppig wird. Die starken Stauden aber können der Strenge des Winters nicht trotzen und erkranken gleich bei Eintritt stärkeren Frostes, um nach und nach von der Bildfläche zu verschwin den. Hat darum Spinat im Herbste schon eine große Fülle erlangt, so tut man sehr wohl daran, ihn vor Winter ab zuernten, will man nicht seiner gänzlich verlustig werden. Für Spinat zum Durchwintern ist aber die richtige Saat zeit die letzte Hälfte des September. Dies ist von den bielen Züchtern in jahrelanger Praris erprobt. Er treibt * ** in der Lahnstraße fonnte aber alsbal werden. And La mußte nach der R P Die Bier Liebhaber des edl baß er zuguterlegt ins Haftlotal befo RB. Am 9. von der Reichs Reichsbankneber beschränktem Biro Shulh Sonntag eingeweiht diesem Herbste im bauten in Unnerod, Libergeben werden. * ** Aus dem Eine schwierige Edelhirsch, einem bollzogen, indem Geweihstangen ber Brunftperiode gebe feiner Kühe tötete Seiner Absperrung entgegen und began bie Bitterstäbe feines dooppelte und dreifach feeiner Demolierungsm doie Sicherheit, die antkleiden. * Maifäfer p war nichts vou einer fooll sie uns, wie es boeborstehen. Bei de Waum 15-20 cm t Bu zweien und drei Benn nicht ein ftren 10 werden fie im for * Die Allge Darmfladt wird be Rindvich * einswesens ist ein Drte des Kreises in ortsüblicher Abend findet im gebildet. Vor ei der hiesigen Rin um zahlreiches E * Ein M bei der gemäßigten Wärme der kürzeren Tage weniger versammlung der rasch, wird aber gedrungener, kräftiger und infolgedessen am Sonntag in& für die Winterstrenge widerstandsfähiger. Die Schnee Btg." zufolge ein losigkeit ist für Gemüse, die nicht unbedingt winterhart Rheinhessens sprac sind, am meisten verhängnisvoll. Ein paar talte Nächte ge nügen dann, um manches zu vernichten. Wird der Spinat zu spät gesät, so ist das verkehrt, da er dann nicht mehr genügend kräftig wird zur Durchwinterung; es tötet ihn daher schon ein mäßig starker Frost. Wichtig ist noch, daß Frühjahrsaussaat tann Spinat trefflich als Zwischenfultur Puffbohnen. Hier kann er gleich nach dem Auslegen der im Herbst, zur Be in den Weinorten Bächeln der Verfar was gesagt habe, inzenden Worten: Das Recht Spinat vor Winter keinen Jauchedung erhalten darf. Bei fenem Markte aus gezogen werden. Ganz vorzüglich gedeiht er dann zwischen einigen der Fässer! Scatbohnen, also schon vor Mitte Februar an, ausgefät 8 Agenten zum Ver werden. Wegen der guten Bekömmlichkeit und des reid rozeß geführt. Der lichen Ertrages zu einer Zeit, wenn der Küchenzettel noch Brämienfäße erhi nicht gerade reichhaltig ist, sollte Spinat in feinem Gemüse Senntnis zu sehen. garten fehlen. eritag nicht an. Brantfurt entschieden i Friedeberg Geburczit. des Eisen tändige an djerenberg Des Vereins er war, ing war am Seitungs Handels Lokales. 19. September 1905. Wechsel im Großh. Minifterium. In letter Beit ist rielfach in auswärtigen Blättern davon die Rede gewesen, daß im Grosh. Ministerium ein Wechsel bevorstehe. Nach der einen Lesart sollte der Minister des Innern, Rothe, amtsmüde sein und in dem freifinnigen Justizrat Dr. Gutfleisch- Gießen seinen Nachfolger finden, der gleichfalls mit Rückt titsgedanken sich tragende Justiz minifter Dittmar dagegen durch den Generalstaatsanwalt Breetorius ersetzt werden. Nach einer anderen Lesart sollte e verschie Dr. Gutfleisch Justizminister und Preetorius Minister des Dichte mach. Innern werden. Diese Kombinationen sind durchaus hinRomain berüchtigter inwanderer fällig. Kreise, die mit den Verhältnissen sehr gut vertraut find, erklären, daß Minister Rothe vorläufig noch nicht an einen Rücktritt dente, Justizminister Dittmar zwar fränklich fer, wer aber sein Nachfolger werde, noch sehr fraglich bleibe. tt. Stadttheater Gießen. Die diesjährige Spielzeit wird Dienstag, den 3. Oktober mit einer Aufführung bon Shakespeares" Kaufmann von Venedig" eröffnet werden. Die Ausstattung, Dekorationen und Kostüme zu dieser Aufverweigert. führung sind vollständig neu angeschafft worden und das Frant gestaltenreiche Stück gibt zudem fast dem gesamten Bersonal Gelegenheit, sich in größeren Aufgaben vorzustellen. Näheres über Personal und Epelplan des fommenden Winters wird des Seils in den nächsten Tagen mitgeteilt werden. Vereinigten Premier 5000 aderSinne beant nämlich an ten austraInsiedelung zur Ver erschienenen Schauspieler Ich war tommen und Rasiermesser t, aber man Der gelegent ig ihm mein dann aber: Länge nad wie mit ge er jeltjamen Ende Wefen * Der Landesverband des Deutschen Flotten- Vereins für das Großherzogtum Hessen hält seine diesjährige Hauptbersammlung am Sonntag, den 15. Oftober, in Offenbach ab. * Die Staatsregierung beabsichtigt die Errichtung einer Pensionskasse für Kommunalbeamte, Beamten von Landgemeinden, Kommunalverbände, öffentliche Sparkassen usto. Den Hinterbliebenen der Beamten soll ein Sterbegelb bewilligt werden. Beamte, die ein jährliches Diensteinkommen von mindestens 700 Mt. haben, sind verpflichtet, der Kasse beizutreten. * ** Turner Carl Müller- Gießen errang sich auf denn thüringischen Inselbergfest am 20. Auguft unter 256 Teilnehmern den 3. Preis. Das Inselbergturnfest ist offen für die deutsche Turnerschaft. *** Selbstmordversuch. Heute Vormittag sprang in der Lahnstraße eine Frauensperson in die Lahn. Dieselbe tomnte aber alsbald von hinzugekommenen Personen gerettet werden. Ans Land gebracht verfiel sie in Krämpfe und mußte nach der Klinit verbracht werden. ir Leichen." P Die Bierleiche. Am Sonntag- Mittag hatte ein en Kaiser Liebhaber des edlen Gerstensaftes des Guten soviel getan, ausländische Stahlen, was baß er zuguterlegt mittelft Handwagen von dem Neuenweg ebe natürlich ins Haftlokal befördert werden mußte. enstände von RB. Am 9. Oftober wird in Oschersleben eine dingfeit ge von der Reichsbankstelle in Halberstadt abhängige nt gekleidete Reichsbankuebenstelle mit Stasseneinrichtung und Uhren und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. ich hatten. * ** Schulhaus- Neubauten. Außer dem am Sonntag eingeweihten Schulhaus in Hausen werden in diesem Herbste im Kreise Gießen noch die Schulhausneubauten in Annerod, Birklar und Odenhausen ihres Bestimmung übergeben werden. nen". An vorgestern sbeth Freifreier Ehe Namen der ** Aus dem Frankfurter Zoologischen Garten. men, daß sie Eine schwierige Operation wurde am Freitag beim Edelhirsch, einem selten schönen ungarischen Exemplar rikant Gustav vollzogen, indem es vermittelst der Säge seiner armsdicken er sich einen Geweihstangen beraubt wurde. Während der diesjährigen jen aufipielte, Brunstperiode geberdete sich das Tier wie rasend. Eine am Joachims feiner Kühe tötete und eine andere verwundete es schwer. rch den Kopf. Seiner Absperrung setzte es den äußersten Widerstand Wasser. In eborgelspieler, entgegen und begann schließlich mit dem felſenharten Gehörn sowie die die Bitterstäbe ſeines Geheges loszustammen, so daß selbst doppelte und dreifache Gitter mit dicken eisernen Verstrebungen den franzöfeiner Demolierungswut zu weichen drohten. So gebot denn meldet. Alle die Sicherheit, diesen Simson seines Kopfschmuckes zu emperatur ist entkleiden. ein. Helfach hört Kälte zum St, daß zur engte Saat Beginn des * Maikäfer plage in Aussicht. In diesem Jahre war nichts vou einer Maifäferplage zu merken; desto größer soll sie uns, wie es den Anschein hat, für das nächste Jahr bevorstehen. Bei dem Umpflügen der Stoppelfelder werden toum 15-20 cm em tief große Mengen Engerlinge, die oft zu zweien und dreien nebeneinander liegen, aufgefunden. Wenn nicht ein strenger Winter ihnen den Garaus macht, fo werden sie im kommenden Jahre sehr verheerend auftreten. * Die Allgemeine Gartenbau- Ausstellung in bald infolge Darmstadt wird heute Nachmittag geschlossen. g wird. Di " 1 * Rindviehgesellschaft. Auf dem Gebiete des Verdes Winter in wesens ist ein neuer Fortschritt zu verzeichnen. In einem tritt stärker Dre des Kreises Höchst hat sich eine Rindviehgesellschaft" e zu verſchmin gebildet. Vor einiger Zeit wurde nämlich durch die Schelle in ortsüblicher Weise folgendes bekannt gemacht: ,, Heute Abend findet im Gasthaus zum..... eine Versammlung der hiesigen Rindvichgesellschaft statt, wozu die Mitglieder ne große Füll or Winter ab luftig werden richtige Saat Es ist von den um zahlreiches Erscheinen gebeten werden." obt. Gr treibt Ein Mißverständnis. Bei der 42. JahresLage weniger bersammlung der Gas- und Wassermänner, die in Mainz d infolgede am Sonntag in der ,, Liedertafel" stattfand, meinte der„ Frkf. Die Ganee Die Gesellschaft machte nun vor dem Reichsgericht geltend, daß der Agent fein Vertreter im Willen gewesen sei, somit auch nicht die Befugnis zum Abschfuß von Rechtsgeschäften gehabt habe. Das Reichsgericht wies die Revision zurück, indem es u. a. ausführte: Nach den Bestimmungen des Handelsgesetzbuches ist, wenn ein Prinzipal es zuläßt, daß ein anderer sich als handlungsbevollmächtigt geriert, an sich eine Handlungsvollmacht und damit auch die Ermächtigung, Rechtsgeschäfte einzugehen, als erteilt anzusehen, das Reichsgericht hat schon einmal ausgesprochen: Wer befugt ist, die Police zu unterschreiben, muß prima facie als zum Abschlusse bevollmächtigt gelten. Fleischverteuerung. Wie sehr die Fleischverforgung unserer minder bemittelten Bevölkerung durch die Einfuhrerschwerung vermindert worden ist, das beweist eine Zusammenstellung der Fleischeinfuhr aus den Jahren 1898 und 1904. Es wurden eingeführt: Einfach zubereitetes Rindfleisch..... Einfach zubereitetes Schweinefleisch. Schweineschinken Schweinespec... Würfte Büchsenfleisch.. 1898 1904 40 113 dz 23 037 dz 97740 53 484, " 23 381 9 755 " " M 277 652 24 694 " 11 43 597 40022 536232 dz " " " 1 " 97943 dz Dies tommt wohl daher, daß der befannte Verlag von W. Vobach& Co.( in Berlin, Leipzig und Wien) in einer bedeutenden Auflage die Original Kompositionen unserer ersten Rünstler für ein pottgeld in der prächtigen Zeitschrift " Die Mufit- Mappe" veröffentlicht. Unsere mufiftiebenden Leser und Leserinnen fönne. daher auch nichts Besseres tun, als bei dem nächsten Buchhändler oder auf dem nächsten Poftamt auf diese Musit- Mappe" zu abonnieren, zumal es vierteljährlich für Mt. 1,50 geschehen fann. Die Zeitschrift bringt monatlich ein Heft, enthaltend abwechselnd„ Lieder", ,, Tänze" ,,, Salonstücke". Marktberichte. Gießes, 19. Sepbr. Auf dem heutigen Wochenmartt tosteten Butter per Pfb. 100-1.10 r., Subneteler per Stüd 7-8 Bfg., Enteneter St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar 02. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00--1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 70-00 Pfa., Dsenfleisch per Pfb. 72-82 fg., Rindfletsch per Bfb. 70-72 Pfg. per Pfb. Schweinefletsch 76-86 Bfg. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.90 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-80 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 5.00-600 m., Swiebeln per 8t. Mr. 6.00-8.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stud, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 m.. Zwetschen per Zentner 4,00.- 600, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg Milch per Lite 20 Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Ub nachmittags. Gegenstände dee Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten brei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werben. Diese Zahlen reden eine so deutliche Sprache, daß sie Die Martipreise für Vieh und Frucht und die Gießener eines Kommentars nicht bedürfen. § Krofdorf, 18. September. Bei einem verendeten Schweine der Infaffin Friedrich Bechthold Wiwe. zu Launsbach ist die Notlauffeuche festgestellt und über das Gehöft Die über das Gehöft des die Sperre verhängt worden. Anliegers Karl Wagner, Krofdorf infolge Rotlauffeuche verhängte Sperre ist wieder aufgehoben worden. - -en Wetzlar, 18. September. Fußballsport. Gestern fand auf dem hiesigen Spielplage ein Wettspiel zwischen dem Weglarer Fußballklub 1905 und dem Gießener BallSpielklub 1904 ftatt. Der Weglarer Verein schnitt, trotzdem er erst seit einigen Wochen besteht und die große Mehrzahl der Mitglieder vorher dem Fußballspiel noch nicht gehuldigt hatten, gegenüber dem schon länger bestehenden und geübteren Gießener Klub mit 2: 5 sehr gut ab. § Groß- Rechtenbach, 18. September. Bürgermeister Goldmann ist widerruflich zum Standesbeamten der Bürgermeisterei Rechtenbach ernannt worden. * Wöllstein, 16. Sept. Landtagswahl. In einer nationalliberalen Vertrauensmännerversammlung wurde Landtagsabg. Pitthan einstimmig wieder als Kandidat für die Landtagswahlen aufgestellt. Bad- Nauheim, 17. September Frequenz. Bis zum 14. Sept. 1905 find 25 244 Rurgäste angekommen, wovon am genanntem Tage noch 2781 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 7. September 343 978 abgegeben. ?? Friedberg, 18. September. Auf der Tagesordnung der letzten Stadtverordneten Versammlung stand auch die Errichtung einer städtischen Festhalle. Die Stadtverordneten waren von der Notwendigkeit überzeugt und beschlossen, Voranschläge einzufordern. Unser Turnverein ? Friedberg, 18. September. feiert nächsten Sonntag, den 24. September, das Fest seines 60jährigen Bestehens. Der Verein ist einer der ältesten des Gaues Hessen. > Nieder- Saulheim, 18. September. Das Grab der Krieger. Den hier noch lebenden Veteranen des Feldzuges 1870/71 ist durch Gemeinderatsbeschluß ein ge= meinschaftlicher Erbbegräbnisplatz reserviert worden. Der Plaz, der mit einem Gitter umgeben wird, erhält einen gemeinsamen Grabstein. * Mainz, 18. September. Der neue Oberbürgermeister. Wie verschiedene Blätter melden, fommt für die Wiederbesetzung des durch den Tod Dr. Gaßners freigewordenen Boften des Oberbürgermeisters auch Ministerialrat Braun in Darmstadt in Frage. < Mainz, 18 September. Sonntag Nachmittag hielten hier die hessischen Geflügelzüchter eine Landesversammlung ab, um über die Gründung eines Landesverbandes zu beraten. Es wurde darauf hingewiesen, daß in nächster Zeit die Landwirtschaftskammer in Tätigkeit trete und da müsse mit ihr zugleich der Verband der Geflügelzüchter des Großherzogtums seine Arbeit aufnehmen. Nach einer eingehenden Debatte nahm die Versammlung einstimmig folgende Resolution an: Durch Zusammenschluß der lin Hessen bestehenden drei Provinzial- flügelzuchtverbännde wird ein Landesverband hessischer Geflügelzucht fonftituiert. Die Vorsitzenden der drei Provinzialverbände übernehmen die Ausarbeitung des Arbeitsprogrammes und der Sagungen und veranlassen die Zuwahl von je 3-6 Mitgliedern aus den Provinzialverbänden in den Verbandsvorstand, der dann von dem Provinzialverband gewählt wird." * Ober- Ingelheim, 18. September. Ein in unserer 8tg." zufolge ein Redner, der über die Weinversorgung Nähe liegendes Hofgut mit ausgezeichneter Milchwirtschaft, gt winterhart Rheinhessens sprach:" Nicht nur im Hochsommer, nein, auch so wird der Darmst. 8tg." geschrieben, hat sich dem te Nächte ge im Herbst, zur Zeit der Weinernte, ist der Wasserverbrauch Ringe der Milchproduzenten nicht angeschlossen und verkauft in den Weinorten sehr stark!" Als das verständnisvolle ge lächeln der Versammelten dem Redner andeutete, daß er twas gesagt habe, was man, wenn es wahr wäre, nicht auf d der Spinat nicht mehr tötet ihn da ist noch, daß en darf. Be fenem Markte ausplaudert, verbesserte er sich mit den erAuslegen der * Das Recht der Agenten. Ueber die Vollmacht das Liter Vollmilch uach wie vor zum Preise von 18 Pfg. Noch andere Milchproduzenten Rheinhessens beharren auf den seitherigen Milchpreisen, ein Beweis, daß die ins Feld geführte Futternot" doch nicht so groß ist, wie mehrfach Zwischenfultur ganzenden Worten:" Selbstverständlich meine ich nur zum behauptet wird. an, ausgefal de Agenten zum Versicherungsabschluß wurde fürzlich ein und des reid rozeß geführt. Der Agent hatte eine Police erweitert und üchenzettel nodie Prämiensäge erhöht, ohne die Gesellschaft davon in teinem Gemüse Renntnis zu sezen. Diese erkannte den so abgeänderten Bertrag nicht an. Das Landgericht und Oberlandesgericht Frankfurt entschieden jedoch auf Anerkennung des Vertrags. Literarisches. *** Mit Riesenschritten eilt der Sommer da. von, und um die Dämmerstunde des five o'clock- teas hört man jezt aus fast jedem Hause die schmelzenden Töne der Mannfredschen Jugend- Erinnerung", oder die faszinierenden Känge des neuesten Translateurschen Walzers Ball- Liebelei". " Fleisch- und Brotpreise am 18. September 1905. Höchste Schlachtbiehpreise in Frank urt a. M. Ochsen Kälber Schweine " " Fleischpreise in Gießen 50 kg Schlachtgewicht 78-82 m. 1/2 kg 72-82 Pf. 1/2" 86-90 Pf. do. 70-80 do. 75-00 do. 76-86 Getreidepreise in Mannheim Brotpreise in Gießen Weizen 100 kg 18.10-00.00 M. Weißbrot 2 kg 52 Bf. Roggen do. 15.60-00 00 Schwarzbr. do. 48 " " " Notierungen der Frankfurter Vichmarktpreise. Frankfurt a. M., 18. September 1905. Zum Verkauf standen: 418 Ochsen, 77 Bullen, 707 Rühe und Färsen( Stiere und Rinder), 213 Rälber, 456 Schafe nnd Hämmel, 1652 Schweine, 8tegen, Ziegen- und Schaflämmer. - - - Aus Desterreich: 146 Dchsen, 4 Bullen. Bezahl wurden für 100 fund: Schlacht- LebendDchien: a. bolfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge flischige, nicht ausgewäftete un. ältere ausgemäftete c. mäßig genährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. vollfleischige höchften Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a. vollfleischige ausgewäftete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. vollfleischige ausgemästeten Kühe höchsten Schlachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Kinder) d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Kinder) e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) Geschäft mittelmäßig. Ueberstand mäßig. gewicht Ma gewicht Ma 78-82 71-73 - 67-69 63-65 - 60-62 70-71 66-68 51-53 - 49-50 - Frankfurt a. M., 18. September. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mr 17.30-17.45, furhessischer Mt. 17.30-17.45 Roggen, hiesiger Mt. 15 25-15.50, russischer mr. 15.75-16.00 Gerste, hiesige Mr. 16.50 bis 17.00, Pfälzer Mt. 16.75 bis 17.50, fränkischer Mr. 00.00.- 00.00, Riedgerfte Mt. 16.75 bis 17 50 Hafer, htestger und Wetterauer Mt. 14.25-15.25, furhessischer Mt. 14.50-15 25, bah etischer Mt. 14.50-15.25, Mais, Mixed Mt. 13.40-13.50. Alles pro 100 Kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marken Mr. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mt. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mr. 19.00-19.50 feinere Marten Mr. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22. bis 23.25, do. 1 Mt. 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17.00. Weizenschalen Mr. 4.70-5.00, Weizenkleie Mt. 4.90--5.20, Roggenflete Mr. 5.75-6.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.25-6.50. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Bitterung in Seffen für Mittwoch, den 20. September. Noch zeitweise heiter, doch zunehmende Bewölfung, etwas wärmer, besonders nachts. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: WIbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Gießen. Med Königlich Preussische Staats- Medallle Seidenstoffe schwarze weisse farbige A in unvergleichlich reicher Auswahl. Jmmer die neuesten und schönsten.- Solide und sehr billig. 4 Ausstellungs- Medaillen, 6 Hoflieferanten- Diplome. Deutschlands grösstes Spezial- Seidengeschäft Mech. Seidenstoff- Weberei Michels& C. Berlin SW. 19 Ecke Markgrafen- Strasse. 43 Leipziger Strasse 43 Proben portofrei Darmstädter Pferde- Lotterie. Bekanntmachung. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 16. Aug. 1905 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, daß ist der Frau Gertrude Weißenbach dahier die Erlaub- sich die Bureauräume des Standesamts nicht mehr nis zur Ausübung des Gewerbes als Gesindevermieterin im Bürgermeistereigebäude, sondern im Rathause 1 Los aur 1 Mart. erteilt worden. am Marktplatz befinden. ( Ziehungsliste und Porto 20 Pfg.) Ziehung am 13. Oktober 1 eleganter Wagen, Zweispänner mit 2 Pferden und komplettem Geschirr im Werte von ca. ME. 6000. 1 Reitpferd mit Sattel und Zaum im Werte v. ca. Mt. 2000. 1 Stuhlwagen mit 1 Pferd und Geschirr i. W. v. ca. Mk. 1700. 17 Pferde oder Fohlen im Gesamtwerte von ME. 10 300. 535 andere Gewinne im Gesamtwerte von Mr. 5000. Lose sind zu beziehen durch: L.F.Ohnacker, Darmstadt und alle Loseverkaufsstellen. Franz Fleck prakt. Keilmagnetiseur und Hypnotist Frankfurt a. M., Zeil 3, ll. Sprechstunde 9-12 u. 2-5 Uhr( Wochentags). Erfolgreiche Behandlung von Frauenleiden Organ- und Nervenleiden. Wunderbare Heilerfolge! Referenzen. Postkarten- Centrale Sonnenstraße 5 Gießen empfiehlt: Seltersweg 14 Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien-, Witzkarten, Künstlerkarten. Das eigene Porträt auf der Postkarte 6 Stück 90 Pig. Im Erscheinen befindet sich: Meyers 11,000 Abbildungon, 1400 Tafeln und Karton. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. Verweisungen. 145.000 APRIL Lexikon 20 Bände in Halbleder gebunden au je 10 Mark. Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung. Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. Prima Ringofensteine Maschinenstrich. Christian Faber, Leihgestern. Lieferungen frei Baustelle und Bahnversandt werden prompt B- 5- V.C ausgeführt. STOLWERCH 0 0 Den Gebührentarif derselben bringen wir nachstehend zur öffentlichen Kenntnis: a) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 MI. b) für Vermittelung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. Gießen, am 15. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Diejenigen, welche für den bevorstehenden Winter Fichten- Dedreifer aus den städtischen Waldungen zu wovon der Dienstbote jeweils 2 Mt. zu entrichten hat. beziehen wünschen, wollen ihre Anmeldungen bis zum Gießen, den 18. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V. Roth. Bekanntmachung. In der Zeit vom 9. bis 15. September wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kneifer, 1 Granatbrosche und 1 Portemonnaie mit Inhalt; verloren: 1 Taschenuhr, innen der Namen Heinrich Schmidt und der des Uhrmachers Hause. 1. Oftober auf der Bürgermeisterei Zimmer Nr. 15erstatten. Die Lieferung erfolgt frei vor's Haus. Der Preis ift auf 16 Pfennig für die Welle festgesetzt und bei der Anmeldung zu entrichten. Gießen, den 18. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen- Betreffend: Die Bildung der Schöffengerichte und stände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 16. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wunden sind oft hartnäckig: wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einem Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs. Naphtaian je 15, Wairat se, Benzoefett Veuet. Terp., Kampferpinster, Perubalsun je 5, Kigelb 20, Chrysarobin 0, Zu haben in den Apotheken. bef. in b. Sirsch Avotheke und in der Universitäts- Apotheke. Fruchtsäcke Kartoffelsäcke neue und gebrauchte, Strobläcke Putztücher empfiehlt billigst Robert Stuhl Gießen, Neustadt 23. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Städt. Wohnungsnachweis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und bon 3-6 Uhr Es find zu vermieten: 2 Wohnung von 7 Zimmern 22322 2 Schwurgerichte. Die Urliste für die Schöffen und Ge schworenen liegt eine Woche lang und zwar von Dienstag, den 19. bis einschließlich Dienstag, den 26. September d. Js. Versteigerung. auf dem Bürgermeisterei- Bureau zu jedermanns Einsicht Mittwoch, den 20. Sep. 1905, nachmittags 2½ Uhr, versteigere ich Seltersweg 77 cine Ladeneinrichtung( Theke, Schreibpult, Warenregale 2c.), einen Schreibsekretär, einen Bügelofen, drei Bügeleisen, eine Wage, eine Partie Kleiderbügel, zwei große Tische, fünf große Waschbütten, eine Partie Brennholz u. b. a. gegen bar. Versteigerung bestimmt. Gießen, 18. September 1905. Seipel, Gerichtsvollzieher. Gießen. MAGGI Aeussere Kapsel Jonere Röhrchen accrt MACCH BouillonKapseln die besten! Man achte auf den Namen MAGGI. Feine Tafelbirnen zu verkaufen. Gießen, Frankfurterstr. 29. Hilfemburg Fichteftr. 33 ( u. meine hier t. D. pat. Neuheit. * g. Blutstod. Timerman Hausbursche der stadtkundig und geweckt ist, sofort gesucht. Näheres in der Erp. d. Blattes. offen. Innerhalb der Offenlegungsfrist kann gegen die Richtigkeit oder Vollständigkeit der Urliste schriftlich oder zu Protokoll des Bürgermeisters Einsprache erhoben werden. Gießen, am 15. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Betr. Abhaltung der Viehmärkte. Bekanntmachung. Vom 19. September Ifd. Js. ab bis auf weiteres beginnt der Auftrieb von Vieh auf dem Viehmarktplat am jeweiligen ersten Viehmarkttage um 7 Uhr vormittags, am jeweiligen zweiten Viehmarkttage um 8 nhr vorm. Gießen, den 16. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Noonstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Die Zufahrt zu den Häusern fann durch den Großen Steinweg erfolgen. Gießen, den 16. September 1905. Großh. Bolizelamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 12. August 1905 angeordnete Sperre des Afterweges zwischen Schillerstraße und Nordanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 13. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird mebrere Burschen die Oftanlage zwischen Landgrafen- und Wiesenstraße und Mädchen finden leichte Beschäftigung bei Bramm& Harries Wieseď. Für einen Hosenschneider wird für 1. Oftober 1905 Stell Näheres auf dem Armenamt Gießen, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2. 6 " " " ung gesucht. " " " " 3 " " 2 " " 2 Zimmer und 2 Kabinette Ein Hausbursche 2 unmöbl. u. 1 möblierte Zimmer. gesucht. 1 kleiner Laden. 1 Werkstätte. Zu mieten gesucht: 22 Wohnungen von 1-7 3immern. Gießen, Ludwigsplatz 3. Schönes Logis zu vermieten. Näh. Hinter der Westanlage 15. von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 16. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Noth. Medizinische Veterinär- Klinik Klinik für innere Unerreicht Tierkrankheiten in Eleganz, Dauerhaftigkeir, Güte und Billigkeit sind die Nähmaschinen von Joh. Fr. Schaaf, Giessen, Wetzsteinstrasse 44. Frankfurterstrasse 85 im alten Tierspital Fernsprecher wie bisher Nr. 142( Veterinäranstalt). Unfall- Haftpflicht- Einbruch. Bestfundierte Versicherungs. Gesellschaft A.-G. sucht für Gießen und Umgegend rührige Vertreter gegen hohe Brovifion. General- Agent zur Zeit am Blaze. Offerten an die Expedition der„ Gießener Neuesten Nachrichten" erbeten. Nr. 221 Jnfertione beffen, bie Kr Re Rebattion u fir Enthält - Ein Gefchäfts Wenn der M pfehlenden Wort diefer angesehen Suchenden nicht Lage. Dem e Welt des Sc pfundenen M ein findiger G Nr 219 Obe Drud und Beilag ( 24. Fortsepu Was begel und die Worte ihr von einer gepreßt würde. zu verfolgen. Auch an die er gedacht, War nungsrätin am man eine fleine sich seiner desto g jein fieberisch erh wollte, diese herr reißen und all ihr zu erstiden, blieb treu und erheuch ganzen Willenstro Wie ich es w der Stelle zu rüh werden, Ihnen m nicht auf diejes m aus einer Erklär die Pflicht, wel Magda hatt den Druck der wie sie ihm je er die Situat berlassen zu h Ich habe dow, und ich Versicherung mich Ihr Anb teine andere absichtlich nie Die Feitig ihn wohl für e feinen Glauber nicht zu zerstör leichtgläubige G der Frau Rech fester und unwid zu besitzen, desto die ihm die gering fen gewährt hatte mar ja gewiß, daß hatte sie ihren G wagen, wenn er m den Ton einging, So berriet fich ichmerzlich verwund nach einem furzen Ich hätte mu wunderung über geben, und Sie zu rich Büttners Saus es doch Ihre Abfid