Den Töchtern Con stelle ich n Sie dann Schlüssel zu Ihnen denn erscheinen? r Richter- ): Schnell, der Zug ist m Geheimen e nur, was ischen Herrn eheimrat an e an ihm!" storben und , daß sie eingezogenen rgen gewect er nicht verin!" Nr. 141. Jusertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Weylar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Rebattion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Der Neuen Berliner Montag, den 19. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertelfährt. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die ungarische Krifis. Weltreiche und Zwergreiche- nach beiden Zielen strebt etrte starke Bewegung. Rußland, England, die Vereinigten Staaten von Amerika stellen den Länderhunger dar, der weit über die nationalen Grenzen hinausgreift und kein Ende der Erwerbungen zu finden weiß; Frankreich hat nach dem großen Kriege, der den napoleonischen Kaiserthron zersch lug, mit überraschendem Erfolg seinen Kolonialbesitz auszu dehnen gesucht. Auf der anderen Seite hat im europäischen Norden Norwegen sich aus der Union mit Schweden losgerissen, eine Selbständigkeit froh betonend, die es doch zu verteidigen nicht imstande wäre, sobald ein mächtiger Nachbar die Gelegenheit wahrnehmen wollte, sie anzugreifen. Und gleichzeitig will sich im Südosten Europas die magyarische Völkerinsel aus der Jahrhunderte alten Verbindung mit Oesterreich losringen. Hier wie dort werden die Sünden der Väter an Kindern und Kindesfindern heimgesucht. Jene haben berfäumt, die äußerlich vereinten Völker organisch untereinarider zu verschmelzen, das Verschiedenartige zurücktreten zu lafsen hinter dem Gemeinsamen, aus der zufällig entstande nen Verbindung eine Verwandtschaft hervorgehen zu machen, die dauerndes Solidaritätsgefühl schafft. Die Enkel aber stehen ratlos vor der Tatsache, daß mit unwiderstehlicher Kraft auseinanderstrebt, was so lange zusammengehalten, daß instinktiver und beinahe naturgewaltiger Drang eigenes Leben zu gestalten glaubt, während er zunächst nur vorhandenes Leben stört und mit Vernichtung bedroht. Vergeblinch forscht man nach, wann und wo der erste Fehler gemacht worden, der so schlimme Folgen zeitigte. Und fände man es schon aus, so wäre auch das vergeblich, denn die Fehler der Vergangenheit lassen sich nicht wieder gut machen, in ihren Folgen nicht ausgleichen. Nur aufhaltend, verzögernd fann man auf den Gang und die Entwickelung der Dinge ei nwirken- sie auf einen neuen Weg zu leiten, ist keiner Staatsflugheit gegeben, auch der auswegereichsten nicht. Himmels Höhen, der Erde Tiefen und das Herz der Könige sind unerforschlich." Vielleicht bedeutet die Mission des Baron Fejervary nur eine Episode, lediglich dazu bestimmt, eine Pause auszufüllen und die Gemüter eine Zeitlang zu beschäftigen. Vielleicht aber kündet sie auch den Entschluß an, die Kommandostimme des Generals da ertönen zu lassen, wo die Ueberredungskraft der Diplomaten sich vergeblich ver. sucht hat. Der Krieg in Oftafien. Die Friedensverhandlungen sind dank Präsident Roose belts unausgesetzten Bemühungen soweit gediehen, daß man bereits daran denkt, die Feindseligkeiten vorläufig einzustellen. f Waffenstillstand in Sicht. Aus Washington kommt das folgende Telegramm, nach dem bereits Schritte zum Abschluß eines Waffenstillstandes eingeleitet sind: Damit ist aber durchaus nicht gesagt, daß das unabwendbare Ende auch schon nahe gekommen sei. Wohl kann eine Entscheidung mit überraschender Plötzlichkeit eintreten das Beispiel Norwegens zeigt es doch die Regel ist das nicht. Das bloße Beharrungsvermögen überwindet unter Umständen auch schwere Stürme. Das„ ewig gestrige, das heute bleibt, weils gestern ist gewesen", hat nanchmal eine erstaunliche erhaltende Kraft. Gerade Ungarn ist mehr als einmal viele Jahre im Zustand der Revolution gewesen und danach gleichwohl wieder in geordnete Bahnen zurückgekehrt. Freilich ist gerade dadurch bewirkt worden, daß in Ungarn der Ausnahme- und Revolutionszustand seine Schrecken und selbst die Unbehaglichkeit des bloß Ungewohnten verloren hat. Die zeitwe tye Auflösung der staatlichen Ordnung bedeutet für die Ungarn nicht mehr einen Sprung ins Dunkle, vor dem man unwillkürlich zurückschreckt. Allerdings sind die heutigen Zustände nicht ganz mit den früheren zu vergleichen. Waren sonst die Magyaren der Krone auffässig, so strebten sie doch nicht nach Loslösung vom Hause Habsburg, auch nicht nach Loslösung von Desterreich. Dem Herrscherhaus hingen die Ungarn in Treue an; und was sie mit Hartnäckigkeit verfochten, das maren ihre Privilegien, ihre Libertäten", wie man im alten Deutschen Reich sagte. Niemand dachte in Ungarn daran, auf die großen wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Borteile zu verzichten, die aus der engen Verbindung mit der habsburgischen Hausmacht und dem Deutschen Reich erflossen. Niemand wagte es, eine Trennung von der Dynastie in Aussicht zu nehmen. Das hat sich geändert. Nicht bloß durch die Revolution von 1848, die mit dem Ausgleich" von 1867 der Vergessenheit übergeben worden ist und während deren zum erstenmale in den Reihen der Magyaren der Ruf laut wurde: Los vom Haus Oesterreich!" Weit mehr noch ist in dieser Beziehung die übertreibende nationalistische Gesinnung wirksam gewesen, deren Wesen darin besteht, daß sie sich gegen jede andere Nationalität feindselig zeigt, während die echte nationale Gesinnung sich in der liebevollen Pflege väterlicher Ueberlieferungen und Tugenden kund tut, ohne die Nachbarnation berlezen oder zurücksetzen zu wollen. In der nationalistischen Richtung haben die Magyaren mehr als irgend ein anderer Volksstamm gefündigt. Im eigenen Lande eine Minderheit, haben sie ihr überhebliches Bewußtfein vor allem dadurch bewiesen, daß sie alle Mitbewohner des Landes, die Slaven, Rumänen, Serben und namentlich thre Kultur- Nährväter, die Deutschen, bedrückten und zwangsweise zu magyarisieren suchten. Sie bilden sich aufrichtig ein, für sich allein eine Rolle in der Welt spielen zu können. Weil sie für die Erhaltung der österreichischen Großmachtstellung von Wichtigkeit sind, glauben sie ernstlich, sie würden auch ohne Oesterreich von Wichtigkeit bleiben. Fönnte ein fümmerder halber I man gar nicht erst zu werden versuchen ( Fortsetzung folgt.), igung gewähren. Was man nicht fola ia Die er vorsorglich bereit gehalten hatte. der auferstandene Brandom sich aufrichtete. Laken und nähte es dann mit eigenen Händen zu; feiner von holte er dann eine Figur hervor, die der seinen ähnelte und Schnell und geräuschlos zog er sich an. Aus einem Koffer Ich flößte ihm etwas Rognat ein, der ihn rasch belebte. Er hüllte sie in das leichterung empfand, als Ser Mann seine Augen öffnete und 98 es fe Zwischen den Regierungen in Tokio und Petersburg ist ein Meinungsaustausch im Gange, der über Washington geführt wird und ein Zusammentreffen des Generals Lenewitsch und des Marschall Oyama im fernen Osten zum Gegenstande hat. Zweck dieser Zusammenkunft soll der Abschluß eines Waffenstillstandes sein, der der Friedenskonferenz in Washington den Weg ebnen soll. Wie weiter verlautet, dachte man anfänglich daran, daß ein vorläufiges Protokoll in Washington unterzeichnet werden sollte, man glaubt aber jetzt, daß der Abschluß des Waffenstillstandes am besten den beiden Befehlshabern anzuvertrauen wäre. Die Zeitdauer des Waffenstillstandes ist noch nicht bestimmt, doch soll sie verhältnismäßig furz sein, so daß der Fortgang der Friedensbesprechungen nach Möglichkeit beschleunigt wird. Baron Fejervary, der vom Kaiser Franz Josef mit der Ministerpräsidentschaft betraut worden ist, hat noch vor seiner Vorstellung im ungarischen Abgeordnetenhaus die Schroffste Zurückweisung von seiten der Magyaren erfahren. Man hat ihn in aller Form gesellschaftlich geächtet, verweigert ihm Gruß und Verkehr. Was nun geschehen wird, hängt wesentlich von den verschwiegenen Befehlen ab, die Kaiser Franz Josef seinem Ministerpräsidenten gegeben hat. Niemand außer den Nächstbeteiligten kennt sie. Denn des Es ist auch kaum anzunehmen, daß die japanische Heeresleitung zugeben wird, daß eine große Pause in den Operationen in der Mandschurei eintritt, die den Russen Zeit geben würde, sich zu erholen. Im Gegenteil scheint alles darauf Hinzuweisen, daß die japanische Offenfivbewegung, Seren Ginseßen vor kurzem gemeldet wurde, mit aller Energie weitergeführt wird. In Tokio wird sogar behauptet, daß die Armee des Generals Lenewitsch umzingelt sein soll. Das wird wohl start übertrieben sein. Aber die Wahrscheinlichfeit spricht dafür, daß Marschall Oyama seine Zeit nicht unbenützt hat verstreichen lassen. Die Politik. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat den Fürsten Wilhelm von Hohenzollern zum Generalmajor à la suite des 2. Garderegiments zu Fuß und zum Chef des Füsilierregiments Fürst Karl Anton von Hohenzollern( Hohenzollernsches) Nr. 40 ernannt. Der Termin der Reichstagseinberufung soll gutem Bernehmen nach für Mitte oder Ende Oktober in Aussicht genommen sein. Der Entwurf der Reichsfinanzreform soll in den beteiligten Aemtern dann so gefördert werden, daß er als erste Vorlage bereits im Herbst dem Reichstag bei seinem Zusammentritt zugehen kann. Man nimmt an, daß man die Zeit bis zum Beginn der Weihnachtsferien im Reichstag hauptsächlich für die Beratung dieser Finanzund Steuervorlagen freihalten und verwenden will, und daß erst, wenn über diese entschieden ist, die anderen hauptsäch lichen Aufgaben der Session, Etat, Flottengeley, vorgelegt werden. Der Kaiser traf von Sigmaringen in Hannover ein und fuhr durch die reich geschmückten Straßen unter dem Jubel der zahlreichen Menge nach dem Schlosse, wo das Frühstück eingenommen wurde. Dann fand auf der Vahrenwalder Heide die Besichtigung des Königs- Ulanen- Regiments statt, an deren Spize der Kaiser in Hannover wieder einritt. Die Garnison bildete Spalier und schloß sich dann dem Marsche des Ulanen- Regiments an. Im Kasino dieses Regiments nahm der Kaiser das Frühstück ein. Mittags fuhren vor der Kaserne drei Automobile vor, und der Kaiser trat alsbald die Fahrt durch die Lüneburger Heide nach Hamburg an. Bei der Truppenbesichtigung kam ein Unfall vor. Beim Gefechtsererzieren der Uienen stürzten mehrere Pferde, ein Mann, May Schulz, und ein Pferd waren tot, mehrere andere Reiter und Pferde trugen Verlegungen davon. Unsere braven Südwestafrikaner sind weiter eifrig miz der Unschädlichmachung der Herero beschäftigt. Wo sich größere Banden in geschlossenem Verbande zeigen, sibt ihnen auch sofort ein deutsches Streifforps auf den Fersen. Der Kapitän Andreas, einer der gefährlichsten noch im Felde stehenden Häuptlinge, hat das zu seinem Leidwesen erfahren müssen. Er bersuchte, in das englische Walfischbai- Gebiet zu entwischen, fand aber überall den Weg verlegt und wurde schließlich von verschiedenen deutschen Patrouillen in Stärke bon 100 Mann unter dem Oberbefehl des Hauptmanns Wunsch soweit eingefreist, daß er sich zum Kampf stellen mußte. In dreistündigem Gefecht verlor er 14 Mann, darunter seinen Sohn, sowie den größten Teil seines Viehes und floh in Eile nach Westen, ständig von unseren Truppen verfolgt. Auf deutscher Seite ist der Tod eines Offiziers, des Leutnants v. Versen, früher im Grenadierregiment Nr. 4, zu beklagen. Außerdem wurde Oberleutnant Krüger leicht verwundet. Ein Protest gegen die Einführung von Schiffahrts: abgaben auf dem Rhein wurde von der württembergischen Kammer der Abgeordneten angenommen. frankreich. ** Das deutsche Kronprinzenpaar wird, wie nunmehr feststeht, seinen Einzug in Potsdam am Nachmittag des 20. Juni halten. * Der Generalarzt a. D. Dr. Cammerer ist im 75. Lebensjahre plöglich gestorben. Er war der Nestor der deutschen Sanitätsoffiziere und hätte am 30. Juni d. I. sein 50. Jubiläum als solcher feiern können. Dr. Cammerer hatte den russisch- türkischen Krieg von 1877-78 auf rumänischer Seite mitgemacht und während der CholeraEpidemie in Hamburg dort hervorragende Dienste geleistet. In Hamburg hatte er nachy seiner Pensionierung seinen Wohnsitz genommen. Ernste Besorgnisse werden durch sozialistisch- revolutionäre Unruhen hervorgerufen, die im Departement Meuntheet- Moselle unter der Arbeiterschaft Platz gegriffen haben. An der Spize der Bewegung stehen meist Italiener. Nament lich in Luneville scheint die Lage gefährlich. Dort sind auf Anstiften eines Italieners die Arbeiter einer großen Weberi in den Ausstand getreten und haben eine solche drohende Haltung angnommen, daß Truppen zur Bewachung der Fabrik aufgeboten werden mußten. Deer und flotte. Die Schaffung eines Zulagenfonds für unbemittelte Offi ziere aus privaten Quellen ist von leitenden Persönlichkeiten der Berliner Gesellschaft angeregt worden. Wie verlautet, traten diese an verschiedene Finanziers heran und schlugen bor, gemeinsam eine Summe von 10 Millionen Mark zusammenzubringen, die dem Kaiser zu dem obengenannten Zweck zur Verfügung gestellt werden solle. Der Meinungs austausch über die Angelegenheit dauert noch fort. Nah und Fern. Die Eifersucht hat über eine Familie in Groß- Lichterfelde schweres Unheil gebracht. Ein Rohrleger namens Sawokki lebte in glücklicher Ehe, bis ein junger Mann, den er in seine Familie eingeführt hatte, die Frau ihrem Mann abspenstig machte. Die Entfremdung führte schließlich zur Katastrophe. Sawazki erschoß seine Frau mit einem Revolver, verletzte sein einjähriges Söhnchen schwer und brachte sich dann selber eine tödliche Kugel bei. A Freiwilliges Ende im Eisenbahnzuge. In Herne wurde in dem eben von Cöln eingetroffenen Zuge die blutüberströmte Leiche eines gutgefleideten, etwa 35jährigen Reisenden aufgefunden, der sich durch zwei Revolverschüsse in das Herz und den Kopf getötet hatte. In dem Lebensmüden wurde der Weinhändler Röhl aus Koblenz festgestellt; in seinem Besitz fand man ein Bortemonnaie mit etwa 20 Mart Inhalt. Das Motiv zu der Tat ist nicht bekannt. Kindesrettung durch einen Polizeihund. Das dreijährige Kind eines Arbeiters in Aschersleben wurde vermißt. Einer Anregung, das Kind mit Hilfe eines Polizeihundes suchen zu lassen, wurde Folge gegeben. Der Erfolg blieb nicht aus. Gegen 12 Uhr nachts fand der Hund das Kind dicht bei dem etwa 1 Stunde entfernten Orte Wilsleben, hob es auf und hielt es seinen Begleitern entgegen. Mord und Selbstmordversuch. Der 20jährige Sticker Richard Keck in Plauen drang in die Wohnung seiner Geliebten ein und versuchte das 18jährige Mädchen zu erdrosseln. Diese Tat gelang ihm jedoch nicht. Darauf nahm er ein Rasiermesser und brachte dem Mädchen einen tiefen, jedoch nicht lebensgefährlichen Schnitt am Halse bei. Der Täter ergriff die Flucht, eilte in das Haus seiner Eltern und brachte sich dort ebenfalls einen Schnitt am Halse mit dem Rasier. messer bei. Am Rhein hofft man auf ein gutes Weinjahr. Die Weinberge stehen im allgemeinen vorzüglich, und nur vereinzelt machen sich die Folgen des Frostes bemerkbar. In allen am Rhein gelegenen Weinorten findet man bereits blühende Trauben. Noch einige sonnige heiße Tage und die Blüte ist eine allgemeine Der kindergesegnete Herzog. Wie aus Schwarzau ( Niederösterreich) gemeldet wird, wurde die Herzogin Maric Antonia von Parma von einem Knaben entbunden. Es ist das einundzwanzigste Kind des Herzogs, der aus seiner ersten The neun, aus seiner zweiten zwölf Sprößlinge hat. Drama zwischen Eheleuten. Der Direktor der See. schiffahrtgesellschaft Adria" Geza Toth unterhielt ein Ver hältnis mit der Schauspielerin Sidonie Bacsa. Die Frau Toths erfuhr von dem Verhältnis und suchte ihren Gatten als er sich in der Wohnung der Bacja befand, auf. Schließ lich kam Frau Toth allein heraus und teilte mit, daß ihr Mann unwohl geworden sei. Als man sich in das Zimmer begab, das Toth gemietet hatte, fand man den Direktor to! auf dem Fußboden liegen. Fran Toth behauptet, daß ihr Mann während des Wortwechsels von einem Herzschlage gerührt worden sei. Da jedoch Toth an der linken Schläfe eine tiefe Wunde trägt, besteht der Verdacht, daß ein Tot schlag vorliegt. ☐ Verheerender Wolkenbruch in Ungarn. Im östlicher Teil des Szatmarer Komitats ist ein Wolfenbruch nieder gegangen. Zahlreiche Häuser sind eingestürzt, 11 Menscher umgekommen. Die Scaten sind zumeist vernichtet, di Bahnverbindungen unterbrochen. Infolge des Wolkenbruch sind eine Eisenbahnbrücke, sowie mehrere andere Brücker eingestürzt. O Der Kaiser der Sahara. Der Geisteszustand des in Tries weilenden Herrn Lebaudy sollte auf Veranlassung der dor tigen Polizei untersucht werden. Lebaudy, der alle Zeicher des Größenwahnes zeigt, drohte, er werde Triest mit seiner Truppen belagern. Der von ihm erfundene Titel„ Kaiser der Sahara" scheint dem unternehmungsluftigen Herrn wirk lich zu Kopf gestiegen zu sein. Er ist jetzt aus Triest ent flohen und nach Italien abgereist. Ein kostbarer Fund. Die am 29. Mai aus dem Schlaf zimmer der Herzogin von Westminster gestohlenen Juwelen die einen Wert von 8000 Pfd. Sterl.( 160 000 Mark) re präsentieren, wurden bei Cambridge aufgefunden. Voi einigen Tagen hatte die Geheimpolizei einen Mann ver haftet, der früher als Nachtwächter im Haushalte der Her zogin tätig war. Der Verhaftete erklärte, daß die Juweler in einem Felde in der Nähe von Cambridge vergraben seien und dies stellte sich als wahr heraus. Soziales Leben. in ihrer Gegenwart geraubt und gestohlen wird; und wenn der„ Apache" ruft:" Wem's nöt recht is, dem hängen die Darm außer!" so darf er sicher sein, in seinem Gewerbe feine Störung zu erfahren. [] Dem Lohnkampf im rheinisch- westfälischen Bangewerk wird von der preußischen Regierung die größte Aufmerkſamfeit gewidmet. Es sollen Schritte getan werden, um vermittelnd in den Streit zwischen den Arbeitgebern und den ausgesperrten 30 000 Arbeitern einzugreifen. Der Markt der Bräute. Ein Liebes- und Heirats- Idyll aus Belgien. Die kleine Gemeinde Ecaussines- Lalaing im belgischen Hennegau ist in den letzten Jahren berühmt geworden. Und Das geht folgendermaßen zu: in faiserlichen Familie mitgenommen wird. Anders freilich ist es, wenn es nach Rominten oder Kadinen geht. Die not wendigen Gedecke, Bezüge, Handtücher, Wisch- und Staub. tücher, wie alle Arten Küchenzeuge werden in große Kisten verpackt und einige Zeit vorher dorthin entsandt. Gewascher wird sämtliche Wäsche, auch von den Hofhalt des Prinzes Friedrich Leopold, Frau Prinzeß Friedrich Karl 2c. Potsdam. Das ist ein großes, mit allen Erfindungen, welche die moderne Technik auf diesem Gebiete gemacht hat, aus gestattetes Waschhaus, nach dem täglich die gebrauchte Wäsche gesandt wird. Vollständig fertig kommt sie zurück. Im Palais Kaiser Wilhelm I. ist der Posten eines Weißzeugbewahrers noch besetzt, da, sobald die Groß. Herzogin von Baden in Berlin weilt, und dann wieder die einst von ihr innegehabten Räume bewohnt, ein Haus halt dort geführt wird. Auch diese Wäsche wird im Wasch haus zu Potsdam gewaschen. Noch sei bemerkt, daß sick von alten Zeiten her der Gebrauch im preußischen Königs hause eingebürgert hat, eine Kinderausstattung, die stets ,, die Krone" bezahlt, mit blauseidenen Bändern zu binden, sobald das Neugeborene ein Sohn ist, mit rosaseidenen Bändern für die kleinen Mädchen. Jeder Gebrauchsgegenstand, auch in der Leibwäsche, is in mehreren Duzenden vertreten. Zwölf Dutzendweise hatte die Tante des jezigen Zaren, Herzogin Marie vor Sachsen- Coburg- Gotha alles erhalten. Nirgends in der Welt werden so viel Mädchen geboren wie in Ecaussines- Lalaing. Da in der Gegend die Jünglinge so überaus rar sind, sind die jungen Mädchen von Ecaussines, um zu Männern zu kommen, auf eine wahrhaft geniale und originelle Idee verfallen. Jedes Jahr laden fie die Junggesellen der ganzen Welt zu einem„ Riesenimbiß" ein. Sie fordern sie freundlich auf, sich unter den Mädchen von Ecaussines- Lalaing die Gattin ihrer Träume zu wählen. Der Regen hat leider diesmal den Erfolg des seltsamen Brautmarktes start beeinträchtigt. Das Fest sollte mit dem Aufmarsch der von allen Seiten herbeigeeilten, durch das verführerische Programm angelockten Junggesellen beginnen. Der Aufmarsch der alten und jungen Freier hatte unter den scharf musternden Blicken der sonntäglich aufgeputzten Mädchen gerade begonnen, als plößlich ein Unwetter losbrach, das alle Welt in die Flucht trieb. Man mußte unter solchen Umständen auch auf den Rundtanz der Junggesellen" und auf den Freiluft- Imbiß" verzichten. Der Regen hatte die langen Tische, an welchen ein gigantisches Liebesidyll beginnen sollte, unter Wasser gesetzt. Aber die hübschen Mädchen von Ecaussines verloren darum den Humor noch lange nicht; sie flüchteten sich mit ihren Gästen vom häßlichen Geschlecht in die Kneipen des Ortes, und dort begann bei Wein und Kuchen ein tolles Treiben. Später fand im Rathaussaale eine große Versammlung statt, und die Präsidentin der Chestandskandidatinnen hielt eine mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede, in welcher sie, Belgiens nationale Devise paraphrasierend, den tiefen und richtigen Gedanken aussprach, daß das Wort„ Einigkeit macht start" nirgends mehr Geltung habe als in der Liebe. Es ist gewiß sehr schön," so fuhr die Rednerin fort, für das Gedeihen und den Ruhm seines Vaterlandes zu arbeiten, für seine Rechte, seine Unabhängigkeit und seine Freiheit zu fämpfen, aber lassen Sie sich im Vertrauen sagen: Das alles ist nicht so viel wert wie die Liebe! Unsere Vorgängerinnen haben bereits den verdienten Lohn erhalten, denn sie durften das lästige Jungfernhäubchen durch den Orangenblütenkranz ersetzen und sich von dem Manne ihrer Wahl zum Altare führen lassen. Die Präsidentin, deren Nachfolgerin zu sein ich die Ehre habe, war die erste, die die Freuden der Che kosten durfte. Dank ihrer Initiative haben wir heute das hohe Glück, so vielen stattlichen Jungburschen die Hand drücken zu dürfen; ihre Anwesenheit läßt unsere Herzen vor Freude höher schlagen, denn aus ihren heiteren Gesichtern leuchtet uns die Glut ihres Liebesfeuers und die Reinheit und Lauterkeit ihrer Absichten entgegen. Man könnte uns, unter Bezugnahme auf den Imbiß, vielleicht vorwerfen, daß wir das Herz durch Schmeicheleien an die Adresse des Magens erobern wollen; aber wir wissen, meine Herren, daß Sie nicht in der Hoffnung, mit Leckerbissen gefüttert zu werden, hierhergekommen sind, sondern nur weil Sie von aufrichtiger Liebesleidenschaft gepeinigt werden." [] Die Möglichkeit neuer Streikbewegungen im Ruhrkohlenrevier rückt von Tag zu Tag in bedrohlichere Aussicht. Zahlreiche Versammlungen, die vom„ Verein christlicher Bergarbeiter" und dem„ Deutschen Bergarbeiterverband" einberufen worden waren, protestierten lebhaft gegen angebliche Maßregelungen und sonstige ungerechtfertigte Maßnahmen der Zechenbesitzer. Sollte den Forderungen der Arbeiterschaft nicht Genüge geschehen, so müsse von neuem zum Streif gegriffen werden. Auch auf den dem Eschweiler Bergwerksverein gehörenden Gruben ist eine starke Gärung infolge verweigerter Lohnforderungen zu ver zeichnen. Ein Ausstand wird als nahe bevorstehend an gesehen. Die Hpachen von Wien. ( Eigener Bericht) ** Am 26. b. M. Safen am Großher ** Parlament 112 Sigung der 8we enthält u. A. folgende Landes- Lehrervereins, bor dem 1. April 190 Ihrer im Großherzog bon penfionierten Bean bezige betreffend. Bo Rusheftand getretenen Benfion betreffend. B in Ruhestand getreter be hältniffe betreffend An trag der Abgeord lichenug amtlicher B rfatter Abg. be Köhler, die Einrid dienst es bei dem univerfität in Gieß Brauer.) Bescha Dhmen, Hundefteuer eritalter Abg. Damm die Gemeindeumlagen Borstellungen.( Fort exatter namens der der Minderheit Abg. ** Fürsorge Abgeordneter Leun Artrag gestellt: T Regierung zu erfuch Feldzugsteilnehmern Sabreseinkommen h bas Reichsgefeßes b foll zu bewilligen. ** Das Ob Arreife Gießen an f 3. Juli im Gaft bormittags 8% 6 und Donnerstag, teller", Schanzenft 8 Uhr; Freitag, Rathause zu Lich, der Großherzoglich Anehebungsorten zu a. die für dauern soweit ihnen b. die zum La färpflichtigen Selbstverständlich sind, schon durch die wechselnde Mode trotz des reichen Vorrates, häufig Neuanschaffungen bedingt: doch liebte es die deutsche Kaiserin stets, auch als die seidenen Unterröcke so sehr modern waren, weiße Röcke, mi Handstickerei oder echten Spigen verziert, zu tragen, wie denn auch neben den hochelegantesten Röcken einfache weiß wollene mit in Seide jausgeführten Languetten in ihrem Besitze sind. Nach der Rede der Präsidentin erhob sich nicht endenwollender Beifall. Da auch der Regen aufgehört hatte, be gab man sich ins Freie und begann auf dem Marktplatz zu tanzen. Genaue Feststellungen über die Zahl der erzielten Verlöbnisse sind noch nicht gemacht worden, aber man hofft auf die befriedigendsten Resultate. Der Brautmarkt in Ecaussines- Lalaing begegnet allerdings hie und da geteilter Auffassung; doch spricht man schon von Nachahmungen an anderen Orten. Die Idee scheint zeitgemäß zu sein, Für die Leibwäsche wird die feinste Leinwand, der zartest Batist, oder weiche Seide verwandt, wie für Tischgedecke und Handtücher der kostbarste Damast in Frage kommt - Vermischtes. [ Was die Einbildung tut.] Dem Krankenhause Bethanien in Berlin wurde eine Frau zugeführt, die über schwere Schmerzen in der Brust flagte. Sie gab an, sie hätte einige ihrer falschen Zähne in der Nacht verschluckt. Die Frau schien schver leidend und erschöpft. Trotz mehrmaliger Durchleuchtung der Patientin mit Röntgen- Strahlen waren die vermißten Teile des Gebisses nicht zu entdecken. Als nach einiger Zeit der Gatte erschien, um sich nach der Art des Leidens und dem Ergebnisse der Operation zu erfun digen, befchied ihn der Arzt dahin, noch einmal zu Hause nach dem Gebißteil zu suchen. Der Mann ging nach Hause, suchte und fand die angeblich verschluckten Zähne im Bette seiner Frau. Diese konnte als vollständig gesund entlassen werden. Der Wäschefchrank der Kaiferin. ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Aus Anlaß der Vermählungsfeierlichkeiten im deutschen Kaiserhause wurden mancherlei Aufschlüsse über die Aus stattung der jungen Kronprinzessin sowohl, wie über die Garderobenschätze fürstlicher Frauen überhaupt gegeben. Nicht uninteressant dürfte es deshalb sein, auch einmal einen Blick in den Wäscheschrank der deutschen Kaiserin zu werfen. Wien, 17. Juni. Die Wiener Gemütlichkeit", die vor vielen Jahren sprichwörtlich war und den Aufenthalt in der Kaiserstadt an der Donau so erquicklich machte, hat uns längst verlassen. Mit dem neuen Regime in der Stadtverwaltung ist ein neuer Geist eingezogen, der nach seinen liebenswürdigsten Kundgebungen ein Polter- und Radaugeist, nach seinen minder liebenswürdigen Betätigungen ein Unhold genannt werden muß. Man braucht nur zu lesen, mit welchen Worten unsere Stadtvertreter und Abgeordneten einander regalieren, um einen Begriff von dem„ Kammerton" zu bekommen, der in dem weiland lustigen Wien der herrschende geworden. Wer den Wienern abhold gesinnt war, der nannte sonst unsere Stadt eine Bhäakenstadt, weil sie angeblich keine höheren Interessen kannte, nur am leichten Behagen Freude hatte. Aber die Behaglichkeit selbst, mochte man ihren Wert auch niedrig einschätzen, war wenigstens außer Frage. Daß die Teilnahme an geistigen Interessen gestiegen wäre, wird niemand zu behaupten sich getrauen aber die Behaglichkeit ist hin, und von der Gemütlichkeit ist nur der Teil übrig, der sich in unmännlicher Duldsamkeit gegenüber allen rüpelhaften und selbst verbrecherischen Ausschreitungen zeigt. Die groben Worte, die in vornehmen öffentlichen Körperschaften gang und gäbe geworden, haben auf den Straßen und in den Kneipen den Schnapphähnen und Strauchdieben, den Messerstechern vorgearbeitet. Wenn dort die roheste Verbalinjurie aufgehört hat, anstößig oder auch nur auffallend zu sein, so ist es beinahe selbstverständlich, daß hier das gemeine Verbrechen und die Gewalttat sich breit machen dürfen, ohne das die„ Wiener Gemütlichkeit" zur abwehrenden Selbsthilfe greift. Wir haben hier zwei Gruppen von Banden, die sich nach der Art ihrer Lebensführung unterscheiden, aber darin übereinstimmen, den ruhigen Bürger mit Schädigungen an Gut und Leben zu bedrohen. Die ,, Apachen von Wien" sind es, die öffentlich Raub und Mord, die Leute der Platte", die nicht minder öffentlich Diebstahl betreiben. Hier einige Beispiele: In einer Weinstube, die dicht besetzt war, wurde für einen Klavierspieler gesammelt. In dem Hut waren 15 Kronen, als er an einen Tisch kam, der von 4 Personen besetzt war. Einer di ser Gäste stülpte den Hut um, nahm das Geld an sich und stieß den Sammler beiseite. Alle[ vier zückten ihre Messer und gingen unbehelligt davon, obwohl der Anführer einladend gerufen hatte: Wenn einer was will, foll er nur herauskommen, dann stech ich ihn nieder!" Es kam aber niemand heraus und die Messerhelden mußten sich begnügen, einen Fiakerkutscher zu überfallen und ihm die Sehnen der Hand zu durchschneiden. [ Sidney O'Danne gestorben.] Der ehemalige Erzieher des deutschen Kaisers ist im 67. Jahre in Altona gestorben. Er spielte einst eine ziemliche Rolle, sank aber dann zum Schwindler herab. Seit Jahren wechselte sein Aufenthalt zwischen Gefängnis und Irrenhaus. Er wurde schließlich als geistesfrank erklärt und in Herzberge bei Beríin untergebracht. Von hier entwich er. Es wiederholte sich nun das Spiel, daß er bald aus dieser, bald aus jener Anstalt entschlüpfte und in der Zwischenzeit immer wieder in Verlin auftauchte. Zuletzt war er in der Privatirrenanstalt Vrem lingen bei Hamburg untergebracht. Auch von dort ist er wiederholt geflüchtet, jedoch inner trieder festgenommen worden. = [ Die geborgte Tapferkeit.] Der Veteranenverein eines tschechischen Städtchens feierte sein fünfzigjähriges Gründungsfest. Der Oberst der Garnison war dazu cingeladen. Beim Abschied beehrte er jeden der Spalier bildenden Veteranen mit einer Ansprache. Besonders dem letzten Mann, dessen Brust mit zwei Tapferkeitsmedaillen geschmückt ist, klopft er kameradschaftlich auf die Schulter und spricht: ..Welche Schlachten haben Sie mitgemacht, braver Krieger?" - ,, Keine, Herr Oberst."„ Wieso kommen Sie dann zu diesen Medaillen?" ,, Herr Oberst..., Herr Oberst..." stottert der Angeredete, ich habe mir den Rock samt den Medaillen ausgeborgt!" [ Eine Wohltäterin.] Die Deutschen Brüssels haben Frl. Adelheid Momm, eine Wohltäterin der deutschen Kolonie, zu Grabe geleitet. Frl. Momm lebte seit 1848 in Brüssel. Sie gründete im Cholerajahr 1886 eine Kinderschule und Bewahranstalt, in der ungefähr 150 Kinder unter: richtet werden, 1878 gründete sie ein Heim für deutsche Mädchen, dazu fam später ein vielbesuchtes Heim für Lehre. rinnen und Gouvernanten. Sie hat auch an der Gründung des Réfuge. Rue du Prévot, den Hauptanteil gehabt. Ihre ganze Kraft hat sie diesen Anstalten gewidmet, bis in der legten Zeit zunehmende Kränklichkeit sie zwang, ihre Tätig feit einzuschränken. Von einem eigentlichen Schrank" fann natürlich bei dem Vorrat, den eine fürstliche Hofhaltung bedingt, nicht die Rede sein.- Im Kaiserschlosse zu Berlin sind, seitdem Kaiser Wilhelm II. dort residiert, zwei Weißzeugkammern eingerichtet. Die eine, Sie sich in unmittelbarer Nähe der Wohnung des Herrscherpaarcs befindet, kann als ,, Privat weißzeugfammer" bezeichnet werden, da die andere, die ..große Weißzeugfammer", nur die Wäsche für den offiziellen Gebrauch umschließt. Außerdem zerfällt die Privatweißzeug fammer ihrerseits wieder in drei Teile. Die Leibwäsche der Kaiserin ist unmittelbar der ersten Garderobenfrau unter. stellt. Diese gibt die einzelnen Gegenstände an die Kammer. frau, welche bei der Toilette der Kaiserin zugegen ist. Fehlerhafte Stücke werden sofort ausgeschieden. Wenn Neuanschaffungen ge macht werden, entscheidet der persönliche Geschmack der Kaiserin Die Rechnungen begleicht das Hofmarschallamt. Die Wäsche der Kaiserin ist mit ihren Initialen und der Krone gezeichnet Zwei Damen, eine Weißzeugbewahrerin" und eine Weiß zeuggehilfin" haben die Wäsche unter sich, der„ Silberbe wahrer" bestimmt die nötigen Tischgedecke, die Weißzeug. bewahrerin gibt sie heraus. Jeden Tag wird ein neues Gedeck aufgelegt. Schäden in den Gedecken werden aus gebessert, diese Gedecke dann aber nicht mehr für die kaiser iche Tafel, sondern für die Marschallstafeln usw. verwandt um später, je nach den Ausbesserungen, auch weiter nad unten verwandt zu werden. Ueber die Bettbezüge, die wie die Handtücher bei den Majestäten ebenfalls täglich, in den meisten prinzlichen Haushaltungen jeden zweiten Tag ge wechselt werden, bestimmt die Kastellanin. Die große Weiß zeugkammer beherbergt alle Gedecke, die bei großen Fester in Gebrauch genommen werden, die Bezüge, die für fremde Gäste in Frage kommen und die seltener zu verwendenden Gegenstände. Alle andern notwendigen Gebrauchstücher sind in beiden Weißzeugkammern vorhanden. Die Haus. haltungswäsche zeigt das W. mit der Krone. Gewöhnlich gehört zur Ausstattung einer fürstlichen Braut lediglich die Leibwäsche. So wurde die Hauswäsche des Kron prinzen Baares vom Kronprinzen angeschafft. In einem Gasthaus in der Praterstraße legte eine Besherin ihre Geldbörse vor sich auf den Tisch. Ein Mitglied der Platte" trennte sich von den Genossen, nahm alles Geld aus der Börse und reichte diese zurück. Die Gäste sahens und rührten sich nicht. Die Bestohlene liefschreiend auf die Straße und erzählte ihr Begegnis einem Wachmanne. Derwartete auf den Räuber und führte ihn zur Wache. Die Bestohlene und die Genossen gingen mit. Ein Protokoll wurde aufgeund vor dem Wachlokal wurde die Bestohlene von den Komplizen des Räubers mißhandelt. Die gemütlichen Wiener sind entrüstet nichts. Der Ausdruck ihrer höchsten Entrüstung ist der Entaber sie tun schluß:„ Wenn das so weiter geht, werden wir um Waffenpässe ansuchen." Einstweilen aber haben sie noch keine Waffenpässe angesucht"; sie verhalten sich ganz still, wenn nommen - - Jedes Schloß hat seine Weißzeugkammer, so daß nac Potsdam, Kassel oder Wiesbaden lediglich die Leibwäsche dei [ Die Reichtümer von Bolivia.] Der britische Konsul Harrison in Bolivia hat einen Bericht an die englische Regierung gesandt, nach dem der Mineralreichtum Bolivias an das Fabelhafte grenzt. Bolivia steht unter den Ländern der Welt in der Förderung von Zinn an dritter Stelle, in kurzer Zeit wird es an erster Stelle stehen. Zinn ist aber nur einer der vielen natürlichen Schäße, an denen Bolivia reich ist. Der Bericht führt noch an: Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Blei, Quecksilber, Platin, Opal, Topas, Smaragd, Amethyst, Türkis, Alabaster, Marmor, Schwefel Aloun, Antimon, Borar, Arsen, Braunkohle, Braunstein, Petroleum usw. Der allgemeine Handel liegt ganz in den Händen der Deutschen. Bolivia hat eine Bevölkerung von 1 644 000. Die Boden. schäße sind nur zum geringsten Teile bisher aufgeschlossen. * c. die zur Erfa pflichtigen; d. die von der ftellungsfähig derjenigen au e. Die von den faz- Behörder f. die von de Freiwilligen. -il Bei der Brüfung der I famtliche Gießener Militäranwärter =[ Neues Beförderungsmittel.] In Amerika hat ein Hübner, Momber Stiehler, Sted un Abam, Herbert, Ra und Schnabel. * ** Annerod, ein Turnverein g bar bedeutende Su entgegen. * Eberstadt, uchbarten Fürstlic Rufterwirtschaft des wieder bedeutende S Weldbahnnebe bor Arbeiten werden m Bahnftation burd porodukte fönnen in den Baggon b * Bad- Nauh 9798 Rurgäfte a och 5719 anwe 15. Juni 105 814 A Friedberg, eim, Reidstageab teis Friedberg, Schwertern über boemnächst in Aus führte aus, daß e frandes, ein Milita des Reichsfinanzwe Erfinder namens Oswald Jensen ein Motor- Einrad fon tuer, Ermäßigung struiert. In einem großen mit Pneumatic versehenen Made tuer, einen güns von 9 Fuß Durchmesser ist der Führersitz aufgehängt, der in konzentrischer Bewegung an der Felge des großen Rades gleitet und auf diese Weise stets in senkrechter Lage bleibt Unter dem Führersitz ist der Motor eingebaut, der das Rai mühelos mit der Geschwindigkeit eines Blizzzugs fortzutreiben bermag. Zwei weitere kleine Näder an jeder Seite des Argentinien, Förde des Arbeiterschußge + Darmstadt, Jahre 1907 hier fid beträgt jet bereits Sizes verleihen der Maschine auch bei geringerer Jahr bewilligten in ihrer geschwindigkeit die nötige Stabilität, werden jedoch bei Beitrag von 20 000 flotter Fahrt überflüssig und durch einen Hebel hochgestellt. gleichen Bwed 50000 [ Das Testament Nathaniel Rothschilds.] Bei der Er bereits vor einiger 8 = öffnung des verstorbenen Finanzmannes zeigte es sich, daß er seinen Bruder Albert Rothschild zum Universalerben eingesezt hatte. Für wohltätige Zwecke hat Baron Nathaniel Rothschild mehr als 20 Millionen Kronen hinterlassen. aufgeworfen. ?? Sobenjolma, zu einem mehrt Baar traf gestern a rs freilich ist ht. Die not und Staub große Stiften t. Gewascher des Prinzes Lokales. 19. Juni 1905. ** Am 26. d. M. wird der Besuch des Königs von Sachsen am Großherzoglichen Hofe erwartet. Empfang war ein recht feierlicher. Die Straßen sind mit Girlanden und Grün reich geschmückt. Ueberall wehen Fahnen in den preußischen, hessischen und solmsischen Farben. ? Frankfurt, 18. Juni. Wegelagerer. Eine Frau, die am letzten Mittwoch auf dem Wege von Bergen nach Start 2c. in 112 Sigung der Zweiten Kammer am Dienstag, 20. Juni, Frankfurt sich befand, wurde von zwei jungen Burschen Sungen, welche enthält u. A. folgende Punkte: Vorstellung des Hessischen überfallen und durch ein narkotisches Mittel betäubt. acht hat, aus ie gebrauchte mt sie zurüd Landes- Lehrervereins, Erhöhung der Pensionsbezüge der Raubgesellen entwendeten ihr 100 mt. Die Ende vor dem 1. April 1900 in Ruhestand getretenen Volksschul-§ Kassel, 18. Juni. Eparsamkeitssinn. Boſten eine lebrer im Großherzogtum Hessen betreffend. Borstellung 1903 betrugen die Einlagen der Sparkassen der Prorinz die Groß bon pensionierten Beamten, die Aufbesserung ihrer Bensions- Hessen- Nassau 335 Millionen Mt. auf rund 560 000 Spardann wieder bezüge betreffend. Vorstellung der vor dem Jahre 1897 in tassenbücher. Seit Ende 1901 in zwei Jahren demnach it, ein Haus Ruhestand getretenen Beamten Oberhessens, Erhöhung ihrer rd im Wasch Bension betreffend. Vorstellung der vor dem 1. April 1897 rft, daß fid in Ruhestand getretenen Staatsbeamten, ihre Ruhegehalts- lagen vermehrt. ifchen Stönigs ng, die stets Dupendweist behältnisse betreffend.( Berichterstatter Abg. Gutfleisch.) -hatte sich die Zahl der Sparkassenbücher um 50000 Stück mit dem Gesamtbetrag von 50 Millionen Mt. Ein* Fulda, 19. Juni. Starker Berkehr. Wie stark En zu binden Antrag der Abgeordneten Ulrich und Genossen, Veröffent hier der Verkehr in der Zeit vom 3.- 11. Juni, in der rosaseidenen Lichnug amtlicher Bekanntmachungen betreffend.( Bericht: Bonifatiuswoche, war, geht aus nachstehenden, bahnamtlich Antrag des Abgeordneten festgestellten Zahlen hervor. In 89 Sonderzügen wurden eibwäsche, is Röhler, die Einrichtung eines ständigen Wetter104 300 Fremde mit der Esenbahn her und hinbefördert. dienstes bei dem Landwirtschaftlichen Institut der Landes- Diese Sonderzüge beingten noch 55 Leerzüge, also find zuMarie vor universität in Gießen betreffend.( Berichterstatt. r Abg. sammen 144 besondere neben den fahi planmäßigen Zügen Brauer.) Beschwerde des Heinrich Kraz 9. zu Ober- gefahren worden. felnde Mode Dhmen, Hundesteuer und Meldepflicht betreffend.( Berichtingen bedingt Is die feidener e Röcke, mi u tragen, wit ten in ihren einfache weiß 5, der zartest schgedecke und ommt - erstatter Abg. Damm.)- Regierungsvorlage, Gesezentwurf, die Gemeindeumlagen betreffend und die dazu eingegangenen Borstellungen.( Fortsetzung der Generaldebatte.)( Bericht- heitlicher Beziehung fast täglich durch Wort und Schrift, erstatter namens der Mehrheit Abg. Dr. Gutfleisch; namens der Minderheit Abg. Schönberger.) *** Fürsorge für die hessischen Veteranen. Abgeordneter Leun hat bei der Zweiten Rammer folgenden Antrag gestellt: Tie Kammer wolle beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen, im Bundesrate zu beantragen, allen Feldzugsteilnehmern, soweit sie weniger als 2600 Mt. Jahreseinkommen haben und feine Unterstützung auf Grund Krantenhause des Reichsgesetzes vom 22. Mai 1895 beziehen, einen Ehrenührt, die über sold zu bewilligen. ab an, sie hätte ** Das Ober- Ersatzgeschäft für 1905 wird im erschludt. Die Kreise Gießen an folgenden Tagen abgehalten: Montag, den mehrmaliger 3. Juli im Gasthaus„ Zum Rappen" zu Grünberg, bormittags 8 Uhr; Dienstag, den 4., Mittwoch, den 5. und Donnerstag, den 6., in der Restauration Lonys Bierfeller", Schanzenstraße Nr. 18, zu Gießen, vormittags 8 Uhr; Freitag, den 7. und Samstag, den 8. Juli im Rathause zu Lich, vormittags 9 Uhr. Es haben sich vor der Großherzoglichen Ober- Ersatz- Kommission in sämtlichen Aushebungsorten zu gestellen: Strahlen waren entdecken. Alla nach der Art tion zu erfun zu Hause nach Hause, suchte Bette seiner laffen werden. gemalige Er in Altona ge jant aber dann jein Aufenthall urde schließlich Berlin unter rholte sich nun jener Anstall Dieder in Veri enanstalt Vrem von dort ist er r festgenommen nenberein eines jähriges Grün azu cingeladen bildenden Vete lekten Mann, geidhmidt ist a. die für dauernd untauglich befundenen Militärpflichtigen, soweit ihnen eine besondere Ladung zugeht; b. die zum Landsturm I in Vorschlag gebrachten Militärpflichtigen; c. die zur Ersatz Reserve in Vorschlag gebrachten Militär. pflichtigen; d. die von der Ersatz Kommission als tauglich und einstellungsfähig erkannten Militärpflichtigen einschließlich derjenigen aus früheren Jahrgängen; e. die von den Truppenteilen zur Disposition der Ersatz- Behörden entlassenen Soldaten; f. die von den Truppenteilen abgewiesenen eirjährig Freiwilligen. -il Bei der diesjährigen in Darmstadt abgehaltenen Brüfung der II. Kategorie im Finanzfach bestanden sämtliche Gießener Kandidaten und zwar von Seiten der Militäranwärter bezw. Militärpersonen: Bergt, Burger, er und spricht: Hübner, Momberger, Mörsch, Ritter, Schmidt, Schulz, raber Krieger?" Stiehler, Steck und Volpert; von Seiten der Zivilanwärter: en Sie dann zu Adam, Herbert, Karnbach, Kessel, Möbus, Rothamel, Schlitt err Oberstund Schnabel. Rock samt den Brüssels haben er deutschen Ko Ste feit 1818 in 86 eine Rinder 50 Kinder unter für dentide Beim für Lehre der Gründu gehabt. Shr met, bis in der * ** Annerod, 18. Juni. Hier hat sich in letzter Zeit ein Turnverein gegründet.- Unser Schulhansneubau, der bedeutende Summen erforderte, geht seiner Vollendung entgegen. Eberstadt, 18 Juni. Feldbahnen. In dem benachbarten Fürstlich Solms- Braunfelsischen Hof- Güll, der Musterwirtschaft des Defonomierat Hoffmann, werden zurzeit wieder bedeutende Verbesserungen durch Erweiterung des Feldbahnnetzes vorgenommen. Nach Fertigstellung der Arbeiten werden mehr als die Hälfte der Felder mit der ang, ihre Tätig Bahnstation durch die Feldbahn verbunden sein. Die Landesprodukte fönnen alsdann mit Leichtigkeit direkt vom Feld den Baggon verladen werden. ( Buzzb. 3tg) britische Konful die englische Re um Bolivias an den Ländern der * Bad- Nauheim, 16. Juni. Bis zum 15. Juni sind 9798 Kurgäfte angekommen, wovon an genanntem Tage Bäder wurden bis zum 15. Juni 105 814 abgegeben. Stelle, in furzer noch 5719 anwesend waren. it aber nur einer Bolivia reich ist Kupier, Eisen, maragd, Amethyst loun, Antimon troleum ufw. Der en der Deutidien r aufgefchioffen. A Friedberg, 18. Juni. Graf Oriola aus Büdesheim, Seichstage abgeordneter für den 2. oberhessischen Wahlfreis Friedberg, berichtete heute Nachmittag in den„ Drei Schwertern" über seine Tätigkeit im Reichstag und über die demnächst in Aussicht stehenden Reichstagsvorlagen. Er standes, ein Militärpensionsgesetz, eine durchgreifende Reform 00. Die Boden ihrte aus, daß er für eine Besserstellung des Unteroffizier Cotor- Einrab fon feuer, Ermäßigung der Konsumsteuer auf Buder, 8igarettenAmerifa hat ein des Reichsfinanzwesens, der Reichserbschaftssteuer, der Wehr. versehenen Made Steuer, einen günstigeren Hand Isvertrag mit Amerika und ufgehängt, der in Argentinien, Förderung des Handwerks und eine Reform Des großen Rades editer Lage bleibt baut, Ral des Arbeiterschußgesezes einträte. + Darmstadt, 18. Juni. Der Betrag für die im , ber daber Jahre 1907 hier stattfindende stunstgewerbeausstellung Die Stadtverordneten bewilligten in ihrer letzten, nichtöffentlichen Sizung einen Jugs fortzutreiber jeder Seite der beträgt jetzt bereits 130 000 Mt. geringerer Jahr den jedoch bei Beitrag von 20 000 Mt. Der Großherzog hat für den Schel hochgestellt gleichen 8wed 50 000 t. gutgeheißen. Die Stände haben 3.] Bei der Er bereits vor einiger Beit 60 000 Mt. für die Ausstellung eigte es sich, daß ausgeworfen. niverfalerben ein Baron Nathaniel interlassen... ?? Hohensolms, 18. Juni. Das Großherzogliche Baar traf gestern Nachmittag gegen 1/23 Uhr von Gießen aus zu einem mehrtägigen Aufenthalte hier ein. Der *** Der Wert des Turnens wird in gesundin den Schulen, von den Behörden und durch die Zeitungen hervorgehoben. Das Turnen tann aber auch noch in lokaler, potitischer und sozialer R.chtung hiu segensreich wirken, was aus nachstehender Rede, welche Pfarrer Ort Niederwöllstadt am 4. Juni gelegentlich der Gauturnfahrt der Turner des Gaues Hessen nach Nieder- Wödstadt hielt, zu entnehmen ist. Pfarrer Ort sagte, wie die„ Turnzeitung für den Gau Hessen" berichtet, wörtlich: Aber ein Gedanke ließ mich meine Bedenken bald überwinden, die Erinnerung nämlich an die Tatsache, die ich auch jetzt gleich wieder in Eurem Gedächtnis wachzurufen mir gestatte, daß die edle Turnerei sie so manches andere Große und Gute je ein Geschenk des evangelischen Pfarrhauses an das deutsche Volt gewesen ist. Aus jener gewaltigen Zeit, wo ein Ernst Moriz Arndt in seinen gewaltigen Freiheitsliedern den Gott, der Eisen wachsen ließ und feine Knechte wollte, aus jener Zeit, in der dieser Gott das wiedererwachte Vertrauen des deutschen Voltes zu ihm wahrmachte und ihm eine Auferstehung und Wiedergeburt bescherte, die einzig in seiner Geschichte dasteht, leuchtet nicht minder glänzend wie die anderen Unvergeßlichen der Name eines Mannes in die Gegenwart herüber, dessen Bildnis mit der Umschrift unsere Festhalle ziert: In einem Dorf, heißt Lenzen, dort auf der Priegnig Blan, ward einst ein Kind geboren, heißt Friedrich Ludwig Jahn". Und dieses Kind eines evangelischen Pfarrhauses war ein ganzer deutscher Mann, der nicht nur mit schwerem Herzen an der Knechtschaft trug, unter der Deutschland schmachtete, sondern gewiß mit durch seinen Beruf dazu geführt er hatte wie der Vater Gottesgelehrtheit studiert ein tief gottesfürchtiger Mann, wie das mit dem Deutschtum in jener ehernen Zeit bei dem Volk und seinen Besten noch unabtrennbar verbunden war als starte Wurzel seiner Kraft und Geheimnis seiner weltgeschichtlichen Erfolge. Und weil es ihm ganz unzweifelhaft feststand:„ Gott berläßt einen braven Deutschen nicht, tun wir nur das Unserige, dann tut Gott das Seinige, darum genügte es ihm nicht, als Behrer im Gymnasium zum grauen Kloster in Berlin in enger Schulstube seine Schüler mit Mut, Kampfeslust und Begeisterung für die Freiheit zu erfüllen, er wollte die Jugend auch durch Leibesübungen und Gewöhnung an einfache Lebensweise zu einem fräftigen Geschlecht heranbilden. Im Jahre 1911 wird die deutsche Turnerwelt das 100jährige Jubiläum der ersten Turnanstalt begehen, die er mit Mitteln der Regierung unterstützt in der Hasenheide vor dem Halleschen Tor errichtete. Von da ab übte er durch Rede, Schrift und Vorbild einen außerordentlichen Einfluß auf die deutsche Jugend. Wenn unter den Mitteln, die einem Volf von seinen großen Männern zu seiner Selbsterziehung in die Hand gelegt sind, diejenigen den ersten Rang einnehmen, die nicht blos Schlagfertigkeit uud förperliche Gewandtheit zum Zweck haben, sondern auch- und darum war es dem Turnbater Jahn nicht in letter Linie zu tun- auf edle Gesinnung und hochherzige Geistesentwicklung abzielen, dann gebührt der edlen Turnkunst einer der ersten Plätze, da sie nicht nur ein Jungbrunnen förperlicher Frische und Kraft ist, zu der der deutsche Mann und Jüngling nach des Tages Laft und Hiße hineilt aus des Tages hartem Gedränge, aus des Handwerks queishender Enge, die viel mehr auch Pfl chtbewußtsein, Solidaritätsgefühl, Mut und Entschlossenheit und die rechte Lebensfreude in einem auf seinen Gott und seine eigene Kraft angewiesenen Mann erw dt, wie das in monumentaler Kürze sich alles in ihrem Wahlspruch ausgedrückt findet: Frisch, fromm, fröhlich, frei", herrliche Worte, von denen feines seine ihm zutommende besondere Betonung verlieren darf, wenn die Turnfunst nicht ihren alten Ruhm verlieren und sich in das Flache und Spielerische so mancher anderer Vereinsbestrebungen verlieren soll. Nach großen Gesichtspunkten muß ein edles Wert geführt werden, wenn es sich zu Großem entwickeln und das Volk in der Stunde, wo es eine weltgeschichtliche Probe seiner Kraft ablegen muß, Mann für Mann zu Großem mit sich fortreißen soll. So ist es damals gewesen, als Ernst Moritz Arndt dem Volk zufang:„ Das Volt steht auf, der Sturm bricht los" und als Friedrich Ludwig Jahn ihm seine wohlgeschulte turnerische Jugend als einen heiligen Frühling, aus dem bald Preußens Größe erblühte, ins Feld stete. So ist es heute noch. Und welch' größere Gesichtspunkte könnte es für uns Deutsche geben, als jene erhabenen Worte, die uns vom Throne herab oder doch aus der Nähe des Thrones zugerufen wurden: ,, Keine Zeit haben, müde zu sein, so lang der Tag des Leben.s währt mit seiner Arbeit"," zu leiden ohne zu klagen, wenn wir geläutert werden sollen im Feuer der Trübsal"," unauflöslich zusammenzustehen, es sei Friede oder Sturm nach Gottes Willen" und endlich: wir Deutschen fürchten Gott und sonst niemand in der Welt!" In die Verfolgung dieses vaterländischen Programms teilt sich mit den Krieger- Vereinen die deutsche Turnerschaft, indem sie zu dem mehr soldatischen G. präge der erstgenannten Organi sation die freundliche Milde eines Friedenswerks fügt. Als ein Friedenswerk spreche ich aber die Tätigkeit der Turnerschaft noch in einem anderen Sinne an. Denn ein Turnverein fann auch ein Hort sein für den in der Zeit widerstreitender Interessen so oft gefährdeten inneren Frieden. Wie oft wälzt sich der Wogenschlag der Meinungsverschiedenheiten an wichtigen Wendepunkten im Gemeindeleben auch hinüber in den friedlichen Bereich der Vereine und gemeinnüßiger Unternehmungen und droht ihren Bestand zu untergraben und ihre Wirksamkeit zu erschüttern. Wie oft sind grade neu aus der Erde empoischießende Vereine eine Besiegelung der vollzogenen Trennung, bei der dann je länger, desto mehr die Erbitterung die Kräste zum Guten lährt und verzehrt. Glücklich ist die Ge meinde, die einen Verein in ihrer Mitte sieht, der die verschiedenen Geister zu sammeln weiß, aus seinem ehernen Kreis alle Zwietracht und alle auseinanderstrebenden Be wegungen banut, über den Fäuptern seiner Mitglieder die Fahne einer idealen Bestrebung entfaltet, hochhält mit entschlossener Hand und unter ihr seine Sache zum Siege führt. Solch ein Verein ist ein Fels im brausenden Meer der miteinander ringenden Strömungen, der Terroris mus des Parteigeistes verunstaltet ihn dann nicht zur Grimasse. - Ein Festtag ist ein Tag der Vergleichung. Und zur Vergleichung Eurer Tätigkeit, deutsche Turnerschaft, mit anderer Vereinstä igkeit ist ja in unserer Zeit so reichlich Gelegenheit geboten, wo eine ganze Reihe von Vereinen auftritt und mit weithin sichtbaren Lettern hohe Worte von der Förderung wichtiger menschlicher Interessen auf ihre Fahnen schreiben. Ich brauche sie nicht zu nennen, ihre Zahl ist Legion. Und doch legt sich uns immer wieder bei so vielem, das man unter dem bekannten Ausdruck des Sportswesens zusammenfassen kann, die Frage auf die Lippen:„ Ist das denn etwas mehr als nur neue Formen des Amusements und des Lebensgenusses, zu dem dem modernen Menschen die alten Formen und Mittel nicht mehr kompliziert und raffiniert genug sind, weshalb er sich neue sucht. Fließt wirklich ein Gewinn für Kultur und Fortschritt aus der Zeit des krankheitlich übertriebenen Sportsbetriebs und wird dieser Gewinn da durch größer, daß man ihn uns unter dem Vergrößerungsglas der modernen Begeisterung zeigt? - Mit den turnerischen Bestrebungen ist es ein anderes Ding. Sie sind und nach diesem Maßstab wollen wir auch unsere Turnerfefte messen- erhaben über vieles, was der moderne Mensch mit großer Wichtigkeit als Spielerei zur Hand nimmt, da hört und mein Hinweis auf die vaterländischen Ziele der Turnerschaft hat das wohl erkennen laffen- da hört das Spiel auf und der Ernst einer Vorbereitung zum wichtigen Dienst am Volkswohl beginnt. Und das Bewußtsein, daß es so ist, wie sollte es nicht erziehen zu einer Stärke und Reife der Gesinnung wie faum ein anderes Vereinsunternehmen?. - Verehrte Feftgenossen! Es ist uns heute wieder zum Bewußtsein gekommen, in welch' enger Weise die edle Turnfunst mit dem Wohl von Volk und Vaterland verfnüpft ist. Troßdem hat es Beiten gegeben, wo man von den Thronen aus den turnerischen Bestrebungen nicht hold war. Vielleicht nicht ganz ohne Grund. Wir wollen darüber heute nicht streiten. Diese Zeiten sind Gottlcb vorüber, wo man von dort aus jede freier gerichtete Bestrebung, mit der das Bolt die Arbeit für seine Wohlfahrt selbst in die Hand nahm, mit Mißtrauen beobachtete oder gar insgeheim durch besondere Maßnahmen ihre Unterdrückung betrieb. Man hat auch dort Vertrauen zur Turnerei gewonnen. Und nun meine ich: Vertrauen gegen Vertrauen. Wir dürfen jetzt unser Auge und Herz dorthin erheben, wo die Männer stehen, die verantwortlich sind für unseres Vaterlandes Wohl und Ehre, und mit denen wir uns darum eins wissen in der Pflege jeder für unser Volt wirklich förderlichen Bestrebung und ich fordere Euch darum auf, mit mir einzustimmen in den Ruf: Unser Kaiser, der energische Förderer alles dessen, was auf des deutschen Volkes Mannhaftigkeit und Wehrhaftigkeit abzielt, nnd unser geliebter Landesherr, Großherzog Ernst Ludwig, sie leben dreimal hoch!" Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Gießen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schmied, 2 Schlosser, 1 Möbelschreiner, 5 Lackierer( auswärts), Schreiner, 2 Schuhmacher, Schneider, 1 Wäscherin, 2 Glaser, 1 Installateur, Erdarbeiter, mehrere jugendliche Arbeiter, 1 Hausbursche oder Diener, 1 Röchin, 5 Dienstmädchen, 2 Lauffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagenlackierer, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Schreiner, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Buchhändler, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Schreiner, 1 Wäscherin, 1 Fabritarbeiterin, 1 Stickerin( Privatarbeit), Hausburschen, Arbeiter für leichtere Arbeit, 1 Haus- oder Bureaudiener, 1 Köchin, 1 jüngeres Dienstmädchen, 2 Lauffrauen. Nr. 140. Bekanntmachung. Die unterm 16. Mai 1. J. angeordnete Sperre der Ludwigstraße zwischen Bleich- und Bismarckstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der StephanStraße zwischen Bismard und Gartenstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 17. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Mai 1905 angeordnete Sperre der Johannes: ftrafte zwischen Neuenweg und Blockstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 16. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herbera. Bekanntmachung Die unterm 13. Mai 1995 angeordnete Sperre der Plockstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 16. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Aufforderung. Betr. Reinigung der Straßen. Bei der gegenwärtig heißen Witterung fordern wir hiermit auf Grund des§ 3 des Lokalreglements rubr. betreffs vom 10. Nobember 1879 alle Hausbesitzer, bezw. deren Stellvertreter auf, morgens zwischen 6-8 Uhr und nachmittags zwischen 12 und 2 Uhr das vor threm Hause belegene Bankett nebst Flußrinne mit reinem Wasser begießen zu lassen. Wer es unterläßt, dieser Aufforderung nachzukommen, hat die gefeßliche Strafe zu gewärtigen. Gießen, den 16. Juni 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Lieferung von Fußbodenöl. Die Lieferung von ca. 1530 kg Fußbodenöl für die städt. Gebäude soll Samstag, den 24. Juni d. J. vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. - Bedingungen liegen während der Amtsstunden bei uns - von Cavalier Creme ist das beste Putzmitte! für feineres schwarzes Lederwerk! Färbt nicht ab! Lässt keine Nässe durch und macht das alltägliche Putzen der Schuhe unnötig!-in Dosen à 10 und 20 Pfennig überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Hengras ca. 10 Morgen mit Grummeternte per 1905 billig zu verkaufen. Gieken, Frankfurterstr. 151. au Wascht mit Schwan 1-2 möbl. Zimmer bermieten. Gießen, Marktstraße 11. Giessener Konzert- Verein. Zehntes Konzert Zweiter Chorabend in der Turnhalle, Steinstrasse 3 am Mittwoch, dem 21. Juni 1905, abends 5 Uhr präzise Hauptprobe am Dienstag, dem 20. Juni 1905, abends 5% Uhr präzise Die Legende von der heiligen Elisabeth Dichtung von Otto Roquette, in Musik gesetzt von Franz Liszt. Mitwirkende: Dirigent: Herr Universitäts- Musikdirektor G. Trautmann. Solisten: Fräulein Marie Busjaeger( Sopran) aus Bremen, Frau Professor Mathilde Schmidt( Mezzosopran) aus Halle a. d. S., Herr Otto Süsse( Bass- Bariton) aus Wiesbaden. Chor: Der Akademische Gesangverein. Orchester: Das Vereinsorchester( Kapelle des Infanterie- Regiments ,, Kaiser Wilhelm"( 2. Grossh. Hess.) No. 116, verstärkt durch auswärtige Kräfte). Gültigkeit haben blaue und rote Karten, ungültig sind gelbe und rot- weisse Karten. sind in der Musikalienhandlung des Herrn Ernst Challier( Rudolphs Nachf.), Eintrittskarten für Studierende auch bei Herrn Hausverwalter Stork und Abends an der Kasse zu haben. Zum Konzert: Sperrsitz Mk. 4.-, Eintrittskarte Mk. 3.-, Studentenkarte Mk. 1.-. Zur Hauptprobe: Eintrittskarte Mk. 1.50, Studentenkarte Mk. 1.-, Schülerkarte Mk. 0.50. Vollständige Texte Mk. 0.30. Submission. Für unsere Klinik soll die Lieferung von Weißzeng und Kleidungsstücken - Die auf dem Wege der öffentlichen Submission vergeben werden Bedingungen und der Ministerialerlaß vom 16. Juni 1903 liegen nachmittags von 3-5 Uhr auf dem Verwaltungsbureau offen. Angebote, versiegelt und mit der Aufschrift:" Angebot auf Weißzeuglieferung" versehen, sind mit den Muſtern bis zum 7. Juli 1. 3. vormittags 12 Uhr, zu welchem Zeitpunkte die Eröffnung der Ange= bote stattfinden wird, auf dem Verwaltungsbureau abzugeben. Die Zuschlagsfrist beträgt 14 Tage. Gießen, den 13. Juni 1905. Bekanntmachung Ober 2nd unb Berlag ( 31. Fortfehung Und diese eigenen Köpfchen „ Ich weiß nic Ifie jedenfalls nid diefer legten Zeit An dir selbit Ja, ich wollte große Künstlerin, wunderung erntete der Verzweiflung graben mußte, wei Sie schmiegte Lich um ihren fo Ausdruck eine micht von seinem Bergib mir, Mo schweres Opfe moch nicht einma „ D, du darf imir das Opfer 8bringen brauchen betreffend Handelskammerwahlen. Entsprechend einer Verfügun des Großh. Ministe riums des Innern vom 25. Mai 1905 hat an Stelle der verstorbenen Handelskammermitglieder A. Kaz und Ernst Balser aus Gießen gemäß Artikel 19 Abs. 5 des Handelsfammergesetzes für den Wahlbezirk Gießen Stadt eine Ersazwahl für den Rest der Wahlperioden stattzufinden. Die Wahlperiode des Herrn A. Kaz endigt am 31. De zember 1906, diejenige des Herrn E. Balser am 31. De Bimmer Nr. 3 zur Einsicht offen. Angebote auf Vor- Großh. Verwaltungs- Direktion der chirurgischen zember 1908. druck, der bei uns erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. - Gießen, den 17. Juni 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Elektromonteur- Gesuch. Die Stelle eines Elektromonteurs beim städt. Elektrizitätswert Gießen ist baldmöglichst zu besetzen. Derselbe muß mit allen einschlägigen Arbeiten volltommen vertraut sein, und insbesondere die erforderlichen Reparaturen und Prüfungen der Elektrizitätszähler vornehmen fönnen. Einige Kenntnisse in der Schwachstrombranche sind erwünscht. Bei zufriedenstellenden Leistungen ist die Stellung eine dauernde. Gießen, den 16. Juni 1905. Städt. Elektrizitäts- Wert Gießen. Nolte. Arbeitsvergebung. Die für die bauliche Unterhaltung des Forsthauses auf der Hochwarte erforderlichen sollen Maurer und Dachdeckerarbeiten Samstag, den 24. Juni d. J., vorm. 11½ Uhr, öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erUniversitäts- Klinit. Poppert. Vergebung von Schieferdeckerarbeit. Die zur Umdeckung eines Teiles des Daches auf dem Gerichtsgebände zu Gießen nötigen Schieferdecker- Arbeiten nebst Materiallieferung werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eröffnungstermine, Dienstag, den 20. Juni 1905, vorm. 10 Uhr versiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzu geben. Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 8. Juni 1905. Großh. Hochbauamt Gießen. Reuling. 9200 Im Gebrauch! Filiale: Berlin Blickensderfer Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes Sysfem; vielseitigste Vorzüge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Ratalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Leipzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. hältlich, find bis zum genannten Beitpunkt an uns ein Feier des 50jähr. Bestebens der beiden zureichen. Buschlagsfrist 14 Tage. - Gießen, 17. Juni 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Bekanntmachung. In der Zeit vom 10. bis 17. Juni wurden in hiesiger Stadt gefunden: 2 Talons der 4% Anleihe des Deutschen Reiches Nr. 126 und 141, 1 Spazierstock mit Nickelgriff und 1 Portemonnaie mit Inhalt. verloren: 1 gold. Manschettenknopf( beide Teile mit einem Freiw. Feuerwehren zu Giessen. Der Vertrieb der offiziellen Festpostkarten, Die Ersatzwahlen für die beiden verstorbenen Mits glieder haben unter Zugrundelegung der bei der letzten Ergänzungswahl festgestellten Wählerlisten des Wahlbe zirkes Gießen- Stadt zu erfolgen. Zur Vornahme der Wahlen wird Termin bestimmt auf - Dienstag, den 27. Juni d. Js., nachmittags 2 bis 6 Uhr in Bureau der Handelskammer, Nordanlage 15. Als Wahlkommissar wird Herr C. W. Nowack aus Gießen fungieren. Die Wahlberechtigten werden zu der Wahl mit dem Anfügen geladen, daß derjenige als für die längste Amtsdauer gewählt gilt, auf den die meisten Stimmen ent fallen. Gießen, den 17. Juni 1905. Die Großherzogl. Handelskammer. Der Vorsitzende: Koch. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt ff. Magen- u. TafelLiköre zu den billigsten Preisen Mehrere Näherinnen für sofort gesucht Ang. Montanns& Co. Gießen. Tapezierlehrling sowie der Platz zur Errichtung eines Bigarrenstandes sind 3 gesucht gegen sofortige gute Verbergeben. Angebote hierfür sind bis zum 27. Juni an den Unterzeichneten einzureichen. Gießen, den 14. Juni 1905. Der Music. und Vergüngungs- Ausschuß. A. Dicoré, Vorsißender. Rettchen verbunden), 1 gold. Halskette, 1 Gold- 00000000000000000000 stück, 1 Aftenmappe Atten auf den Namen gütung. Adolf Noll, Gießen, Bahnhofstraße 57. Fräulein, tüchtig und bescheiden, e fucht bis 1. Juli, auch ev. frühr, Stellung bei befferer Familie, oder MINISISISINFührung des Haushalts. Off. u. B. S. an die Expedition des Geometers Leonhard Schäfer aus Darmstadt In meinen Neubauten an der Westanlage sind d. Bi erbeten. lautend, 1 silberne Damenuhr, 1 Portemonnaie mehrere schön eingerichtete mit 1 Damenuhr Inhalt, 1 gold. Damenuhr mit Rette mit Monograrm M K. und ein schwarzer, mit gelber Seide unterlegter Arbeitselegante Wohnungen beutel, 1 Portemonnaie mit Inhalt, Brief zu vermieten und per 1. Oktober event. früher marten und 1 Taschentuch. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belteben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 17. Juni 1905. Großh Polizeiamt Gießen. Herberg. bezichbar. Durch Zusammenlegen von zwei Stockwerken mittels Verbindu g einer separaten Treppe können Die schönsten herrschaftlichen Wohnungen von 10 bis 11 Zimmern mit allem Zubehör hergerichtet werden. Näheres im Baugeschäft Winn, Hofmannstr. 14. Ein selbständiger älterer Schloffer als Vorarbeiter und 2 bis 3 schlosserei bei hohem Lohn gesucht. Schlossergehülfen für meine BauH. Hansel, Gießen, Löberstraße. Tüchtiger Pferdeknecht und mehrere Arbeiter für sofort gesucht Gebr. Kahl, Gießen, Frankfurterstraße 151. Der Syndikus: Dr. Knipper. G. F. F. Montag, den 19. Juni abends 8 Uhr: Haupt- Uebung Das Kommando. Die Mannschaften haben pünkt lich und vollzählig zu erscheinen. Feinste Speise: SalatKartoffeln empfiehlt 1. J. Hankel, Gießen, Schloßgasse 6. Ein tüchtiger, fräftiger solider Einleger an Dampf- Dreschmaschine nach Rheinhessen gesucht. Hoher Lohn und Kost und Logis fret. Näheres in der Expedition der, Gießener Neuefte Nachrichten. MAGGIS Suppen Schutzmarke Kreuz Stern DIE BESTEN! 10% Man achte auf den Namen MAGGI. h erwähnte es gut in deine Lag wenn ich dir so nanz ohne Herzi Fich, daß du dich mußteft, denn du ich freiwillig ve beinahe auf eins Ehrgeiz habe, ei wirst auch du be Rebensaufgabe f als eine Hand n friedigt wie die „ Die Landwi In ihrem gu Spott in dieser Schönste!" rief si eine sehr große F Damit versuchen. Imüßtest du dein fschneller vergesse wind Tritt alles Sie nahm se Worte bereits a barum fuhr sie Serrlichkeiten des ihrem unerfahren drollig liebenswü hatte, zerriß ihm fühlte er sich nich Vielleicht ha de fagit, liebe Je ich mich gleich auf Wir werden später Bedingungen belo Denen der Kriegs Der bisherig bas Glück geha borübergehende zu Wasser. Ee feine Flotte b Andererseits ha lichsten Einbuß weniger leidet, Die Abschät Einbußen im Diese machen den Landes fi gungen man ih Aus den Krieg haupt darauf re Mittel zu erhalt der heutigen S des Krieges ist Am Lage die bierprozenti ausbruch hatte die bierprozentig hatte der Kriegs gang bon 11% ebenso wie die schen Werte sind die japanischen 25, Bahl selbst schon a finanzträftigen Perf den Kurs der ruf Legion, während au borhanden find. Da legung des Krieges chwerten Bedingun findet.