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Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Bekanntmachung. Es wird hiermit bekannt gemacht, daß die Dampfwalze in der Zeit vom 20. April bis zum 20. Mai I. J. auf der Straße von Klein- Linden nach Großen- Linden beschäftigt ist. Gießen, den 18. April 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: Dr. Kranzbühler Gefälligkeitsakzepte. In einem zurzeit vor der Berliner Straffammer zur Verhandlung stehenden Prozeß wegen Kellerwechselreiterei wandte der Verteidiger des einen Angeklagten ein, daß es sich in den meisten Fällen um„ Gefälligkeitsafzepte" handle. Der Wert der Wechsel liege nicht in dem Akzept, sondern in der Bonität des Ausstellers. Aus diesem Anlaß wird uns bon kundiger Seite geschrieben: Ein halbes Jahrhundert etwa ist es her, daß die Wechselfähigkeit, die bis dahin im wesentlichen nur dem Kaufmann zustand, jedem Erwachsenen zugesprochen wurde. Der Handwerfer z. B. war nicht wechselfähig, d. h. er hatte nicht das Recht, sich wechselmäßig zu verpflichten. Man war früher der Meinung, daß einen Wechsel nur ausstellen dürfe, wer nach seinem Beruf Gewähr dafür biete, er wisse auch ganz genau, was ein Wechsel zu bedeuten habe, bei dem nicht wie bei einem gewöhnlichen Schuldschein eine Einrede zulässig ist. Erst zu der angegebenen Zeit gewann man die Auffassung, daß es unbillig sei, die Vorteile, die das Wechselinstrument dem Kredit bietet, nur den Angehörigen eines bestimmten Berufes zuzuwenden, anderen Berufen aber sie vorzuenthalten. Man neigte zu der Meinung, daß es nicht gut sei, erwachsene und urteilsfähige Personen unter irgend eine Art Vormundschaft zu stellen. Jeder müsse wissen, was er tue, und sei darauf anzusehen, daß er vor Uebernahme einer Verpflichtung deren Tragweite und mögliche Folgen sich überlegt habe. Mit dieser Einrichtung hat das deutsche Handelsgesetzbuch dem Handel in Deutschland einen großen Dienst erwiesen, dem Kreditwesen einen bedeutenden Aufschwung gegeben. Freilich waren mit dem Fortschritt auch manche Uebelſtände verbunden, die bis auf den heutigen Tag noch nicht völlig beseitigt sind. Zwar der Handwerker hat keine Ursache, die Zeit seiner Wechselunfähigkeit zurückzuwünschen. Er hat schnell gelernt, mit dem Wechsel richtig umzugehen und von ihm den rechten kaufmännischen Gebrauch zu machen, sich mittels des Wechsels legitimen Kredit zu verschaffen und seine Betriebsmittel in raschem Umsatz zu erneuern. Aber der Pribate kam zuweilen in eine üble Rage, wenn er darum angegangen wurde, einem Freund aus Gefälligkeit“ seine Unterschrift zu geben. Die Unterschrift machte keine Mühe, berursachte scheinbar feine Kosten und half dem Freund aus der Verlegenheit. Solche Gefälligkeit ließ sich schiver versagen. Ein bares Darlehn konnte man schon abschlagen. Dafür gab es immer unkontrollierbare Vorwände. Man fonnte sagen, daß man selbst nicht bei Kasse sei, daß men über seinen Geldbestand bereits verfügt habe und dergleichen mehr. Unmöglich aber fonnte man sagen, daß man feine Unterschrift gerade nicht bei sich habe, daß man eben nicht zu schreiben imstande sei. Die Erfüllung der baren Darlehnsforderung konnte man auch beschränken; man fonnte dem, der tausend Taler verlangte, sagen, daß man mir zweihundert Taler verfügbar habe. Man kam nicht in die Berlegenheit, einem Freunde ins Gesicht sagen zu müssen, daß er ein guter Mensch, doch ein schlechter Musikant sei, daß man seine Kreditwürdigkeit nicht hoch einschätze. Die Wechselunterschrift aber ließ solche Begrenzung nicht zu. So mancher Gutsbesizer ist mit sehenden Augen in sein wirtschaftliches Verderben gerannt, weil er dem Nachbar, mit dem er gesellschaftlich verkehrte, nicht sagen mochte oder nach Maßgabe der Verhältnisse nicht sagen durfte, daß die verlangte„ Gefälligkeit" eben keine bloße Gefälligkeit sei, sondern am Tage der Fälligkeit zu einer unabwälzbaren Schuldverpflichtung werde. Es bedurfte sehr vieler trüben Erfahrungen, ehe es zur allgemeinen Anerkennung gelangte, daß man Gefälligkeitsakzepte überhaupt nicht geben dürfe, daß nicht die Versagung, sondern das Fordern der GefälliaBeschäftigung feitsunterschrift eine Unschicklichkeit sei. Jetzt ist es glückfigen Bigarrenfal lingfpor. Bi licherweise so weit, daß ohne Ausnahme jeder sagen darf, er lehne grundsäßlich die Wechselunterschrift ab. Schon die bloße Bürgschaftsübernahme ist in der Regel mungen vor ihr. In den Sprüchen Salomos heißt es bechen für als Unfug zu bezeichnen. Jahrtausende alt sind die Warht werben alb. ran Epare, Gie Selterswea ingere Arbe Chillerstraße Gleben reits: Wer jederzei Zur Bürgschaft berei., Gibt Handschlag und Pfand- Ist ohne Verstand. An einer anderen Stelle sagt derselbe Prediger himmlischer Weisheit, der zugleich ein Prediger der Lebensflugheit gewesen ist: Wer Bürgschaft leistet, muß Uebel leiden; Wer Ruhe liebt, muß Bürgschaft meiden. Und genau auf die„ Gefälligkeitsunterschrift" und ihre Folgen paßt der mahnende Spruch: Hast du dem Brauch gemäß und Recht Gewähr und Bürgschaft gegeben, So bist du deines Wortes Knecht- Versuche kein Widerstreben! Mein Sohn, dann geh zum Nächsten hin Und wirf dich ihm zu Füßen! Vielleicht erweicht er seinen Sinn, Läßt nicht zu schwer dich büßen. Gönn' deinen Augen keinen Schlaf, Den Lidern keinen Schlummer, Bis die Verstrickung, die dich traf, Gelöst und fort dein Kummer. Der Hirsch, der in das Netz gerannt, Der Vogel in Finklers Schlinge, Sie suchen, ist die Gefahr erkannt, Ob ihnen Rettung gelinge. Wer wechselmäßig Bürgschaft leistet, muß wissen, daß er un Fälligkeitstage unweigerlich und ohne Einrede für die. Schuld des anderen einzutreten hat, die durch seine Unterschrift zu seiner Schuld geworden ist. Nur wer dazu bereit und imstande ist, hat die moralische Befugnis, eine Gefälligkeitsunterschrift zu geben. Im anderen Falle begeht er ein Unrecht gegen sich und gegen andere, denn er beteiligt sich an einer Täuschung gegenüber denen, die den Wechsel erhalten und unter der falschen Voraussetzung annehmen, er sei der Ausdruck und das Zeugnis eines regelrecht zustande gekommenen Schuldverhältnisses. Der Krieg in Oftalien. Die inzwischen eingetroffenen weiteren Nachrichten über die Fahrt Roschdjestwenskys und die Bewegungen seiner japanischen Gegner bringen im großen und ganzen neue Einzelheiten zu bereits Bekanntem. Sie lassen immer noch nicht mit Sicherheit erkennen, in welchem Tempo der russische Admiral seinen Vormarsch fortgesetzt hat, ebensowenig ot und wie er sein Geschwader geteilt hat oder ob er in geschlossenem Verbande vorrückt. Die Absichten Roschdjestwenskys sind somit nach wie vor noch nicht mit Sicherheit zu erkennen. Man glaubt, daß die russischen Schiffe, die in der Kamranh- Bucht gesichtet worden waren, von dort aus die Fahrt in der Richtung auf die Formosastraße weiter fortgesezt haben. Ob in der Kamranh- Bucht die russische Gefamt flotte geanfert, ist nach den sich ständig widersprechenden Meldungen mehr als zweifelhaft. Wo Togo sich aufhält, darüber ist bisher ebenfalls keine Gewißheit zu erlangen gewefen. Die japanische Regierung rüstet sich, Roschdjeſtwenskys Flotte bei den Fischerinseln auftauchen zu sehen. Die ganze Gruppe wurde in Kriegszustand erklärt. Ebenso hält man in Tokio eine erneute Aktion der Wladiwostoker russischen Kreuzer für möglich. Aus diesem Grunde wurde die Tsugarustraße, die die Insel Jesson vom übrigen Japan trennt, ebenfalls schleunigst in die Verteidigungszone einbezogen. Dieser Meeresteil war bekanntlich im vorigen Sommer das Hauptgebiet der Kaperzüge des Wladiwostofgeschwaders. Die Politik. A Das Programm Deutschlands für eine Verständigung in der Marokkofrage beruht nach den zuverlässigen Informationen unseres Berliner CB- Mitarbeiters auf folgenden Erwägungen: Bei der Erörterung ist bisher immer nur davon die Rede gewesen, daß Deutschland die allseitige und dauernde Anerfennung des ,, offenen Tors" in Marokko anstrebe, im Gegenfaz zu dem französisch- englischen Abkommen, das die gleichmäßige Zollbehandlung aller fremden Provenienzen bloß für einen Zeitraum von 30 Jahren stipuliert. Deutschland geht insofern noch einen Schritt weiter, als es verlangt, es sollen auch alle in Zukunft etwa zur Vergebung gelangenden Konzessionen in Marokko für Angehörige aller Staaten zugängig und nicht französischen Unternehmern ausschließlich vorbehalten sein. Ein Pariser Blatt will übrigens wissen, ein Abkommen zwischen Frankreich und Deutschland stehe unmittelbar bevor. Frankreich erkenne die offene Tür in Marokko an und verzichte auf jedes Monopol, Deutschland verpflichte sich, das militärische und finanzielle Reformwerk Frankreichs nicht zu stören. Die Souveränität des Sultans bleibe vollständig gewahrt. A Die Elberfelder Handelskammer wendet sich in einer Resolution gegen die Berggeseknovelle in der Regierungsfassung, da die Kohle, das Haupterzeugnis des vaterländischen Bergbaues, zweifellos durch die Bestimmuungen der Novelle verteuert werde. Eine Denkschrift der schlesischen Landesversicherungsanstalt über die deutsche Alters- und Invaliditätsversicherung hält eine allgemeine Erhöhung der Beiträge wegen des Anwachsens der Ausgaben für notwendig. Für die im Jahre 1907 vor sich gehende Berufs- und Gewerbezählung finden gegenwärtig im kaiserlich statistischen Amt zu Berlin Vorbesprechungen statt, an denen die Vertreter der statistischen Zentralstellen im Deutschen Reich teilnehmen. Eine Auskunftsstelle für die Immatrikulationskommissionen der Universitäten und technischen Hochschulen hat der Kultusminister in Berlin eingerichtet. Die Kommissionen sollen dort namentlich Nat bei der Aufnahme von Aus= ländern einholen können. Die Bestimmungen über die Sonntagsruhe sollen einer Aenderung unterzogen werden. Das Reichsamt des Innern ist mit der Ausarbeitung eines Entwurfs beschäftigt. Lebhafte Klagen werden in Lippe über die Höhe der Matrikular beiträge laut. Von offiziöser Seite wird betont, die Matrikularbeiträge träfen namentlich die Kleinstaaten hart, die, wie Lippe, eine überwiegende Arbeiterbevölkerung hätten. Man erhofft eine Besserung der Zustände von vermehrten Sparsamfeitserwägungen der Bevollmächtigten größerer Staaten im Bundesrate und hält ferner direkte Reichssteuern für angemessen. + Vor kurzem fiel bekanntlich der südafrikanische Farmer Zipplitt in Berlin im Zweikampf. Aus diesem Anlaß erhoben sich zahlreiche Erörterungen über das Versagen der militärischen Ehrengerichte, die den Duellaffären im Offiziersstande keinerlei Einschränkung auferlegen könnten. Man hatte angenommen, Zipplitt sei Reserveoffizier. Wie jetzt einwandfrei festgestellt ist, gehörte Herr Zipplitt weder der Armee noch den Schutztruppen als Offizier des Beurlaubtenstandes an. Die an den Vorfall geknüpften Schlußfolgerungen erledigen sich dadurch von selbst. Italien. Der Streik der Eisenbahnangestellten scheint vollständig mißlungen zu sein. Die Züge in ganz Italien verfehrten am Montag und Dienstag ohne wesentliche Störungen, der eingeschränkte Verkehr rief keine Schwierigkeiten bei der Personenbeförderung hervor. frankreich. Gegen die zahlreichen Duellforderungen zwischen Offizieren wegen der gegenseitigen Angebereien will der Kriegsminister jetzt mit strengen Disziplinarstrafen vorgehen. Rufsland. Die Erregung der Bevölkerung scheint stetig im Wachsen zu sein: In den Straßen vor Petersburg wurden Montag Aufrufe verteilt, in denen die Männer ersucht werden, am 2. Mai nicht unbewaffnet auf die Straßen zu gehen und Frauen und Kinder zu Hause zu lassen. Der Oberprokurator soll die Niederschlagung des Prozesses gegen Gorki beim Justizministerium befürwortet haben. + Große Unterschlagungen im Finanzministerium sind entdeckt worden. Es soll sich um 400 000 Mark handeln. Einem höheren Beamten wurde diese Summe vom Ministerium des Innern zum Ankauf von Korn für Verpflegungszwecke übergeben. Er fand es angemessen, sich das Geld anzueignen. Nach der Entdeckung wurde der Beamte von seinem Posten entfernt und soll die Flucht ergriffen haben. Der Polizeiminister Possow in Czenstochau wurde vergiftet. Er hatte sein Amt erst vor acht Tagen angetreten und erhielt sofort einen Drohbrief, in dem ihm der Tod durch die Terroristen angekündigt wurde. Hof und Gesellschaft. *** Der Kaiser gedenkt in Begleitung seiner Familie am 9. Mai in Schloß Ürville einzutreffen und dort bis zum 17. Mai zu verweilen. Am 11. Mai findet die Einweihung der Gedenkhalle in Gravelotte statt. Den Wohlfahrtseinrichtungen der Hamburg- Amerika- Linie hat der Kaiser als Zeichen seiner Anerkennung 15 000 Mark überwiesen. Prinz Heinrich von Preußen ist in Darmstadt eingetroffen, um dort die Festtage zu verleben. ** Heer und flotte. Das neue Linienschiff„ Preußen" ist auf der Schiffswerft des„ Vulkan" im Bau vollendet. Die Bauausführung hat drei Jahre erfordert. Am 28. April geht von Swine In münde aus die Probefahrt von statten, nach deren günstiger Beendigung das Schiff nach Kiel dampft, um dort in Dienst gestellt zu werden. Die Baukosten betragen 23 880 000 ME., von denen 15 650 000 Mr. auf das Schiff, 7 500 000 Mt. auf die artilleristische, 730 000 Mt. auf die Torpedobewaffnung entfallen. Nah und Fern + Zu den Hannoverschen Kindesmorden liegt jetzt das Geständnis des einen der Verhafteten, des Postschaffners Büther, vor. Büther erklärte sich des Mordes an der kleinen Erna Schaare für schuldig. Der Schuhmacher Paul habe ihm das Mädchen zugeführt. Nachdem Büther das Kind vergewaltigt und durch Erwürgen getötet hätte, habe Paul die Leiche zerschlitt und zerstückelt. Else Kassel sei von Paul allein ermordet worden. Büther habe die Tat ſelbſt nicht gesehen, aber daß Paul die Leichenteile im Keller vergraben hat. Paul leugnet bisher jede Beteiligung an beiden Verbrechen. Der tragische Selbstmord eines Schülers erregt in Thorn berechtigtes Aussehen. Der Schüler Dreyer war von seinem Vater getadelt worden, weil er sitzen geblieben war. Der Knabe klagte einem Mitschüler sein Leid und äußerte die Absicht, sich zu erschießen. Der Freund bestärkte ihn in seinem furchtbaren Vorhaben und besorgte ihm auch Patronen. Als dann aber der verblendete Knabe seinen Vorsab ausführte und auf der Promenade in Gegenwart seines Kameraden sich eine tödliche Kugel durch den Kopf jagte, fiel der Begleiter in Ohnmacht und liegt noch schwer krank darnieder. O Die Streif- Unruhen in Limoges haben zu bedauerlichen Ereignissen geführt. Die Ausständigen verlangten Montag die Freilassung der verhafteten Genossen, versuchten das Tor des Gefängnisses zu zertrümmern und griffen das Militär an. Dieses gab Feuer, ein Mann wurde getötet, drei verwundet, einer davon tödlich. Dreißig Personen sind verhaftet. Am Dienstag herrschte vollständige Ruhe. Groß- Saarbrücken. Wie aus Saarbrücken gemeldet wird, steht die Vereinigung der drei Saarstädte Saarbrücken, St. Johann und Malstatt- Burbach zu einer Stadt nahe bevor. Die drei Städte würden zusammen ca. 80 000 Einwohner haben. *** Die Pest in Indien fordert weitere zahllose Opfer. In Kalkutta allein kommen täglich über 100 Todesfälle vor. Die Militär hörden zahlen Prämien für die Einlieferung bon toten Ratten. pflichtigen Kindern statt. Nach einer kurzen Prüfung und dem Singen einiger Lieder begannen die Spiele. Den Anfang machte ein Blumenspiel der kleinen Mädchen, an dessen Schluß der hohen Landesmutter unter Ueberreichung von Blumen eine findliche Huldigung dargebracht wurde. Nachdem die Großherzogin auch die von den Kindern angefertigten Arbeiten besichtigt hatte, wohnte sie dem Mittagessen der gesamten, ungefähr 150 Kinder bei, worauf der Osterhase den Kindern Eier in den hessischen und Solmser Farben bescherte. Die hohe Frau weilte nahezu eine Stunde in der Anstalt und zeigte lebhaftes Interesse für die Wohltätigkeitseinrichtung; wiederholt sprach sie sich anerkennend aus. Bei der Abfahrt der Großherzogin war der Wagen mit den dargebotenen, meist von Kindern selbst gepflückten Blumen geschmückt. ** Dem Dienstbezirk des Königlich Spanischen Berufs Konsuls Jose Meana y Martine in Cöln ist das Großherzogtum Hessen, das nach wie vor den speziellen Amtsbezirk des Königlich Spanischen Wahl- Konsulats in Mainz bildet, angeschlossen worden. *** Landeslotterie.( Brivattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess. Thür. Landeslotterie wurden gezogen 2 à 5000: Mt. auf Nr. 43 760 und 63 571, 8 à 2000: Mt. auf 2420, 17849, 35 781, 58516, 87 597, 44 112, 65 711 und 93 334. D ** Brauerei Fusion. Zwischen der Aktiengesellschaft Aftienbrauerei Gießen und dem Brauereibesizer G. Bichler daselbst haben in letzter Zeit Verhandlungen wegen Verkaufs der Aktienbrauerei an Herrn Bichler stattgefunden. Dem Vernehmen nach sind dieselben nunmehr Bichler insofern zu einem Abschuß gelangt, als Herrn sämtliche Aktien der Aktienbrauerei Gießen übertragen werden sollen. *** Das Ausbreiten der Genicstarre nimmt einen geradezu beängstigenden Charakter an, sodaß die Behörden umfangreiche Maßregeln zu ihrer Lokalisierung treffen. Die Urlauber der Gießener Garnison sind aus den von der Epidemie bedrohten Octen bereits telegraphisch zurückbeordert worden. *** Saftiger Osterbraten. Der Metzgermeister S. Rothschild Gießen, Marktstraße, schlachtete heute ein Kalb in dem seltenen Gewicht von 250 Pfd. ** Das Abpiden und Zerstören der Fruchtknospen an den Obstbäumen und Beerensträuchern durch Bögel, wie es im Frühjahr sehr oft wahrgenommen wird, verhindert man durch eine wiederholte Bespritzung der Bäume mit Kupferfaltbrühe. Damit wird gleichzeitig auch den -An der Küste von Kurland sind fünf Fischer mit ihrem Pilzkrankheiten der Blätter und Früchte einigermaßen vorBeot gefentert und ertrunken. Tages- Chronik. In Pisogua in Chile sind fünfzehn Häuserblocks durch Feuer zerstört worden, in denen sich das Nathaus und mehrere Banken befanden. -In Hannover hat sich der wegen Unterschlagung von staatlichem Eisenbahnmaterial in Untersuchung befindliche Produktenhändler Freimann im Gefängnis erhängt. Hus dem Gerichtsfaal. § Ein Theaterdirektor wegen fahrlässiger Tötung angeflagt. Gegen den Direktor des Breslauer Stadttheaters und den Beleuchtungsinspektor Munder ist das Hauptverfahren wegen fahrlässiger Tötung eröffnet worden und der Termin auf den 1. Mai und die folgenden Tage vor der Breslauer Straffammer anberaumt. Es handelt sich hierbei um das Brandunglück vom 13. Januar 1902, bei dem vier Tänzerinnen schwere Brandwunden erlitten. Eine von ihnen war den Verlegungen erlegen. § Aufgehobenes Todesurteil. Das Reichsgericht hat das Urteil des Schwurgerichts in Bochum, durch das am 23. Januar der Bergmann Franz Kosmecky wegen Mordes zum Tode verurteilt war, wegen eines prozessualen Verstoßes aufgehoben und die Sache zu erneuter Verhandlung an das Schwurgericht zurückverwiesen. § Ein schamhafter Mörder. Vor dem Gerichtshofe zu Mailand stand ein Mann, der eines Mordes überführt war und deshalb zu 12 Jahren Zwangsarbeit verurteilt wurde. Den Behörden war es nicht möglich, den Namen des Mannes festzustellen; er selbst verweigerte über seine Personalien hartnäckig jegliche Auskunft mit der Begründung, er wolle seiner Familie die Schande nicht antun, daß ein Mörder ihren Namen trage. Es blieb nichts übrig, als die Sache ,, wider Unbekannt" zu registrieren. Der Landwirt. my Viehbestand und wirtschaftliche Lage. Aus einem Vergleich der Ergebnisse sämtlicher amtlichen Viehzählungen in Preußen einschließlich der Fürstentümer Waldeck und Byrmont ergibt sich, daß einerseits der Verbrauch an Fleischnahrung, andererseits aber auch das Bestreben, diesen Mehrberbrauch durch erhöhte Produktion zu decken, ständig fortschreitet. Die Schafzucht ist allerdings unter dem Druck der australischen Massenproduktion und der dadurch bedingten Entwertung der Wolle sehr zurückgegangen. Bei der ersten Zählung 1873 gab es 19 666 794, bei der legten am 1. Dezember 1904 nur 5654 273 Schafe. Als Ersatz dafür tommt die Zunahme der Schweinezucht in Betracht. Schweine waren 1873 nur 4 294 926, 1904 12 540 498 Stück vorhanden. Lokales. 19. April 1905. ** Prinz Heinrich von Preußen traf gestern Bormittag 10 Uhr hier ein und wurde von dem Großherzog und des Prinzen Sohn Sigismund am Bahnhofe empfangen und herzlich begrüßt. Der hohe Gast gedenkt die Osterfeiertage hier zu verbringen. ** Die Großherzogin in der Kleinkinderschule. Am Montag ftattete die Großherzogin der Kleinkinderschule in der Maurerstraße in Darmstadt einen Besuch ab. Dort fand in Gegenwart des hohen Gastes, schreiben die„ Neu. Hess. Boltsbl.", die Entlassung von etwa 50 nunmehr schulgebeugt. ** Arbeiterbewegung in Gießen. Morgen Donnerstag Abend 1/28 Uhr halten die Metallarbeiter im Restaurant Dreher( Neustadt) eine Versammlung ab, in welcher über eine beabsichtigte Aufbesserung der Löhne beraten werden soll. Als Grund hierzu wird die immerfort steigende Wohnungsmiete und Verteuerung der notwendigsten Lebensmittel angegeben. ?? Lich, 19. April. An den beiden Ostertagen wird auf der Strecke Butzbach- Lich ein Sonderzug mit folgendem Fahrplan verkehren: Ab Bußbach 3 Uhr nachmittags, an Lich 4 Uhr. Der Zug gibt Ausflüglern eine erwünschte Gelegenheit, Münzenberg und das Kloster Arnsburg zu besuchen. ** Ruppertsburg. Hier hat sich eine landw. Bes zugs- und Absatz- Genossenschaft gebildet. Zum Direktor wurde Karl Schlörb gewählt. - A Friedberg, 18 pril. In der gestrigen Stadtv? r= ordneten- Versammlung wurde der Anschluß an das zu Bad Nauheim bestehende staatliche Elektrizitätswerk endgiltig abgelehnt. Eine größere Saillerfeier ist auf den 100. Todestag Schillers geplant. Auf der Warte nach nach Ober- Wößstadt zu soll abends ein Höhenfeuer abgebrannt werden. Auch die Aufführung von Gesamtchören der hiesigen Gesangvereine und eine Beleuchtung der Burg sind beabsichtigt. Die höhere Töchterschule, die am 2. Mai eröffnet wird, erhält den Namen„ Schillerschule". - K Limburg( Lahn), 18. April. Wechsel im Bezirkskommando. Major z. D. Hasse wurde von der Stellung als Kommandeur des Landwehrbezirks Limburg a. 2. enthoben und Major z. D. Biesack, Kommandeur des Landwehr Bezirks Hersfeld in gleicher Eigenschaft zum LandwehrBezirk Limburg a. 2. versetzt. § Groß- Gerau, 18. April. Ter unter dem Verdacht des Sittlichkeitsvergehens verhaftete Lehrer Schnell bacher- Dornberg ist wieder aus der Haft eutlassen worden, nachdem er eine Raution von 2000 Dt. gestellt hat. Bormittags 9 30 1 Abends 6 Nach allen Enfalten zu Jeru 1. Ofte Bormittage 9.30 Bormittags 11 Abends 6 K Darmstadt, 18. April. Solange es noch Einjährige gibt, gehe ich nicht ab, erklärte einst der Wachtmeister Franz Paul von der 2. Watt. des FeldartillerieReg. Nr. 25. Wie er zu dieser Aeußerung fam, erhellte aus einer gestern gegen ihn vor dem hiesigen Kriegsgericht abgehaltenen Verhandlung wegen Betrugs, Mißbrauchs der Dienstgewalt usw. Dem seit 15 Jahren dienenden Angeflagten wurde nachgewiesen, daß er in den letzten 5 Jahren die Enjährigen seiner Batterie in der schändlichsten Weise geschröpft hat. So hatte er z. B. für den Urlaubspaß eine besondere" Steuer" von 10-20 Mt. eingeführt. Manche mußten monatlich 15 Mt." Futtergeld" bezahlen. Uebungsgelder für Einjährige Unteroffiziere, die immer ca. 100 Mt. betrugen, zahlte er nicht aus. Er hatte sich ein wahres System der Aussaugung eingerichtet. Das Kriegsgericht verurteilte ihn zu 6 Monaten Gefängnis und Degradation. Aus dem Gerichtsjaal. Straffammer. Gießen, den 18. Epril 1905. Wegen unternommener Verleitung zum Meincid wurde der Taglöhner Heinrich Faiz zu Gießen in eine Zuchthausstrafe von 2 Jahren und 5 Jahren Chiverlust verurteilt. Er wurde schuldig befunden, daß er es versucht habe, seine Mutter, die Anna Marie Faiz Witwe von Jibeshausen, welche im verflossenen Monat durch das Schwurgericht wegen Meineids zu 1½½ Jahren Buchthaus verurteilt worden ist, zum Meineid zu verleiten, was diese jedoch bestreitet. Der Versuch des Angeklagten, die Meineidsverleitung auf einen Beugen zu schieben, mußte als mißlungen angesehen werden. antworten. Drei 18-20jährige Klein Lindener Burschen hatten sich wegen gemeinschaftlicher Körperverlegung zu verAus Aerger darüber, daß zwei Burschen von Großen- Linden ein Mädchen ihres Hamatsorts aussuchten, lauerten sie denselben auf dem Heimweg auf prügelten sie bettlägerig und arbeitsunfähig waren. mit Stöcken und Lattenstücken, sodaß dieselben längere Zeit Wilhelm Weber * Das Holzgeschäft in Hessen- Naussau. Die Beschäftigung der Sägemühlen der Provinz gibt der„ Frtf. 8tg." zufolge zu Klagen feinerlei Veranlassung, da ange. sichts der lebhaften Bautätigkeit n den Städten wie auf dem platten Lande Aufträge an das Sägegewerbe flott eingehen und alle Sortimente Bauware gute Beachtung finden. Die Verkaufspreise befriedigen aber nicht. Zwar fonnten im Bretterhandel bei verschärftem Bedarf des Baufachs und bescheidenen Vorräten die Preise etwas anziehen, aber bei den bis jetzt verkauften Einschnitten in Baiken und Kanthölzern mußten die Sägemüller mit dem allerbescheidensten Nußen fich begnügen. Ungeachtet der hohen Rundholzpreise im Walde tendieren die Notierungen für geschnittene tieferne eher nach unten, die Preise für Tannen beharreu auf ihrem alten Stand von Mt. 36 bis 37.50 für den Rubikmeter; aber das Verkaufsgeschäft ist feineswegs flott. Der Groß handel verhält sich durchaus reserviert und greift auf seine Lager zurück in der Meinung, daß die Preise für Tannenbalten zurückgehen werden, wenn erst der Tannenbaltenring seine galizischen Einschnitte auf den heimischen Markt in größeren Posten als i zt gebracht haben wird. Das Lokal. geschäft ist für diese Jahreszeit außergewöhnlich lebhaft und sichert dem Eäzemüller shon jetzt die Beseßung der Mühlen auf längere Zeit. Das Sägegewerbe in Hessen- Nassau bleibt trotz der Zurüdhaltung des Großhandels zuversichtlich gestimmt, zumal der Handel nicht mehr über soviel freie Be. stände an Balken und Kanthölzern verfügt. Der Abruf an feinen Tischlerbrettern ist bei der lebhaften Beschäftigung der Vormittags 9.30 Uhr: Vorstellung und Prüfung der KonMöbelfabriken flott; besonders tieferne Zopfbretter in gesunder, trockener Ware fönnen auf höheren Preisen beharren. - = Klein- Linden. Sonntag Nachmittag hielt der GesangVerein ,, Eintragt" die alljährliche General- Versammlung ab, in welcher die Vorstandswahlen vollzogen wurden. Außerdem wurde beschlossen, das 40 Stiftungsfest am 9. Juli in größerem Rahmen zu feiern. Von den eingeladenen Nachbarvereinen haben bis heute 15 ihr Erscheinen zugesagt. Der seit 25 Jahren dem Verein angehörende Sänger Ludwig Jung sowie der frühere Dirigent, Lehrer Karcher, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und ihnen Diplome überreicht. ?? Lauter. Hier hat sich ein Kaninchenzuchtverein gebildet. ] Wetterfeld, 19 April. Die Einweihung unseres neuen Schulhauses findet am Sonntag nach Ostern statt. Das Gebäude macht einen sehr gefälligen Eindruck, die innere Ausstattung ist der Neuzeit entsprechend. A Hungen, 18. April. Mit den Arbeiten zur Erwurde zu 9 Mosaten Gefängnis, Wilhelm Klingelhöffer zu 7 Monaten und Wilhelm Weller zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Mit Rücksicht auf das Geständnis wurde j dem der Angeklagten 14 Tage der erlittenen Untersuchungshaft auf die Strafe angerechnet. Bum Schlusse wurde die Berufung des Arbeiters Heinrich Neeb von Friedberg, der Schöffengericht mit 14 Tagen Gefängnis bestraft worden ist, wegen Beleidigung der dortigen Schußmannschaft vom fostenpflichtig zurückgewiesen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Gründonnerstag, den 20. April. In der Stadtkirche. firmanden aus der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe. Abends 6 Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für Matthäus- und Marfusgemeinde ge meinsam. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Abends 73 Uhr: Beichte und heil. Abendmahl für Lufas und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Pfarrer Euler. Karfreitag, den 21. April. In der Stadtkirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Beichte und heil. Abendmahl für Matthäusund Marfusgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Ge meinde erbeten. Markusgemeinde gemeinsam. Pfarrer Schwabe. richtung der Wasserleitung ist dieser Tage innerhalb der Vormittags 114 Uhr: Kinderkirche für Matthäus- und Stadt begonnen worden, nachdem den Winter über die Bohrungen auf dem Duellgebiet nach In heiden zu die besten Resultate zeitigten. Abends 6 Uhr: Siehe Johanneskirche. In Bormittags 9.30 1 Bormittage 11 116 Abenbs 6 1 Madh allen Go 2 Dfter จ Baril tags 930 1 Rahmittage 2 Abends I Boranittags 9.3 Bormittags 1 V. Ame Nummern 19 28 65 871 984 2000 50 90[ 400] 4 5174 79 345 50 420 837 85 97 871 932 [ 2000] 343 545 10018 1 195 259 72 37 216 375 453 65 7888 46 47[ 400 905[ 1000 15164 98 8[ 1000] 444 4000] 323 29 70 980 93 19 200481 661 70 95 96 766 815 18 2 [ 4000] 723 79 25152 7344[ 400] 865 84[ 400] 212 4000] 3 163[ 4 30011 501[ 400] 58 116 33 80 235 714 26 34082 35166[ 4 639[ 1000 88 61 78 38017 65 972 1400 40004 24 368 92 509 468 809[ 400] 4310 63 337 42[ 400] 860 978 47145 414 25 42 518 14 278 87 380 538 50443 517 400] 713[ 400] 224 52 83 730 56 84 216 44 55023 556124( 2000 45030 40 6544 51 400 4400] 68[ 10 60447 282 400 50 7220 936 38 6 91 564 769 84 65041 308[ 2000] 14 20000] 901 10 688026 218 825 70386 000] 939 7 005 732 863 260 319 422 9 75181 766164 469 55 51 59[ 400] 95 61: 239 74 200 89 718 52 869 80056 32 63 567 86 765 83018 162 236 159 74 212 440 85167 297 920 47 87058 1 856 915 88082 404 28 511 24 91 90004 31 6 91035 85[ 400] 16 44 704 961 9212 641[ 400] 62[ 400 [ 400] 65 79 952 14 95111( 2000 96041 102[ 1000] 3 691 665( 400) 967 526 60( 1000) 76 92 750 863( 4001 947 ertagen wird mit folgenden In der Johannesfirche. hmittags, Brormittags 9 30 Uhr: Professor D. Drews. Beichte und e erwünfte Arnsburg andw. Be ildet. Bum en Stadtv, an das zu izitätswert Saillerfeier t. Auf der ein höhen heil. Abendmahl für Lukas- und Johannesgemeinde. Anmeldung vorher bei dem Pfarrer jeder Gemeinde erbeten. Abends 6 Uhr: Liturgische Andacht. Pfarrer Euler. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die evangelischen falten zu Jerusalem. 1. Osterfeiertag, den 23. April. In der Stadtkirche. Bhmittags 11 Uhr: von Gesamt euchtung der hule, die am Shiller el im Be rde von der mittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schloff'r. Kinderkirche für Matthäus- und Marfusgemeinde gemeinsam. Pfarrer D. Schlosser. Abends 6 Uhr: Beichte zu der mit der Konfirmation der Kinder aus der Markusgemeinde verbundenen Abendmahlsfeier. Pfarrer Schwabe. In der Johanneskirche. Limburg a.& Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. ur des Land Bormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lutasm Landweh em Verda er Schnel en worden, bat. gemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Pfarrossistent Sattler. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für die Kirchenkasse. 2 Dfterfeiertag, den 24. April. In der Stadtkirche. noch El Vormittags 9 30 Uhr: Konfirmation der Kinder aus der Martusgemeinde. Feier des heil. Abendmals. Pfarrer Schwabe. cte einft der Feldartilleris fam, erh Kriegsger igbrauchs ienenden ten 5 Jab laubspag Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Kinder aus der Matthäusgemeinde. Pfarrer D. Schloffer. Abends 6 Uhr: Bfarrassistent Schulz. In der Johanneskirche. lichften ormittags 9.30 Uhr: Professor D. Ed. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfarrassistent Sattler. hrt. Ma zahlen.& die im Er hatte Das A Degradati pril 1905. Reincid wurde n eine Zud erluft veruv erfucht hab Jibeshauf gericht me t worden i eftritt. De ing auf einen efehen werden. Burigen egung zu b Burschen von rts auffugten, prügelten f längere Bit ilhelm Weber Lingelhöffer ten Gefängni wurde jde terfuchungih ffe wurde di Friedberg, b nnschaft w ft worden Sießen pril ng ber kon fusgemeinde bendmahl f ulgemeinde g ng vorher emeinde erbet Abendmahl gemeinde, i dem Pfarra Seten. Pfarre il. r. Beichte un für Matthauk e. Anmeldu arrer jeber Ratthaus einfam. Bor V. Hessisch- Thüringische Staatslotterie Biehung VI. Klasse.( 13. Tag.) 18. April 1905. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden aus der Lukas- und Militärgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 6 Uhr: Siehe Stadtkirche. Nach allen Gottesdiensten besondere Kollekte für die Armen. Nachdem Herrn Kirchenrat Dr. Naumann zur Wiederherstellung seiner Gesundheit ein Urlaub bis zum 30. September bet ligt, und für diese Zeit Herr Pfarrassistent Sattler zum Assistenten für die Johannesgemeinde bestellt worden ist, werden die Glieder der Johannesgemeinde ge= beten, sich in allen pfarramtlichen Angelegenheiten nur an diesen wohnhaft Südanlage 8, im Johannespfarrhaus, ebener Erde zu wenden. Marttberigte. Frankfurt a. M., 17. April. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiestaer und Wetterauer mt. 18.00-18.25, furhessischer Mr. 00.00-00.00 Roggen, hiesiger Mr. 14.40-14.75, russischer Mr. 00.00-00.00 Gerste, hiesige Mr. 17.80 bis 18 00, Pfälzer Mr. 17.50 bis 18.50, fränkischer Mt. 17.80-18.25, Riedgerste Mr. 17.75 bis 18 00 Hafer, hiesiger und Wetterauer Mr. 14.60-15.10, kurhessischer Mk. 14.75-15 25, bayerischer Mr. 14.60-15.00, Mais, Mired Mt. 11.70-12.00. Ales pro 100 Kilo ab hier. Me hI wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hies. O, mr. 26.75-27.25, feinere Marken Wt. 29.00-29.50, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mt 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, fein re Marken Mr. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.75-20.25 feinere Marken 20.75-21.25, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22.- 23.25 b. 1 19.50-20.75, do. 2 Mt. 16-16.50. Weizenschalen 5.10 bis 5.20, Weizentlete 5.10-5.20, Roggenkleie Mt. 5.60-5.75 Weizenfuttermehl 6.50-750. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3 50 Mt. Stroh, 2,20-2,50 Mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Feft. Diemenet landwirts@ aftlicher Wetterscent Voraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 20. April. Meist trüb, noch etwas fühler, geringe Niederschläge. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in Bieken Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 19 28 65 67 84 184 337 464[ 400] 512 632 81 745 1199 392 760 871 984 2000 152 83 231 50 76 97 333 58 3050 243 95 377[ 400] 432 50 90[ 400] 4017[ 1000] 191[ 1000] 489 661 846 87[ 2000] 5174 79 285 637 71 75[ 400] 92[ 400] 755 814 34 55 93 923 6153 345 50 420 837 927 7000[ 400] 32 71 334[ 1000 47 599 661 741 71[ 1000] 85 97 871 932 8051 159[ 400] 350 72 507 636 871 75 99 9038 46 59 208 [ 2000] 343 545[ 1000] 740 804 54 944 10018 134| 1000] 233 329[ 2000] 55 584 681 796[ 1000] 11065 69 195 259 72 372 422 45 52 578 603 828 999[ 400] 12005 45 74 80[ 400] 276 375 453 65 83 514 73 906 13051 230 320[ 400] 485 93 609[ 400] 35 788 46 47[ 400] 14040 126 210 15 45 346 679 701[ 400] 889 96[ 1000] 906[ 1000] 15164 98 384[ 400] 500 44 87 685 795 923 46 16058 104 94 364 83[ 1000] 444 46 540 59 98 687[ 400] 756 17013 55 94 182 213[ 400] 30 1400] 323 29[ 1000] 39 540[ 400] 636 822 62 971 18427 56 534 692 709 70 980 93 19179[ 400] 303 22 97 502 50 605 75 754 80 801 970 20048 129[ 400] 236[ 400] 490 641 21074 217[ 400] 41 538[ 400] 661 70 95 96 790 91 22011 18 52 132 37 58[ 400] 373 89[ 400] 434 578 756 815 18 23095 261 376 830-54[ 1000] 74 981 24032 143 401 530 85 [ 400] 723 79 98 901 5[ 10001 25152 226 300 55[ 400] 454 960 26022[ 400] 364 457 62 537[ 400] 734[ 400] 865 983 27356 609 48 709 60 804 930 28014 35[ 1000] 107 10 84[ 400] 212[ 000] 27 83 320 28 99 462[ 400 528 82 617 79 995 29000 [ 400] 3 163[ 400 87 205[ 1000] 388 94 482 618 46 99 766 95 905 30011 18 146 300 11 69 535 671 874 81 31022 60 73 174 253 369 501[ 400] 58 715 22 27 88[ 2000] 95 98 839[ 1000] 66 32017[ 400] 37 38 115 33 80 235 350 469 598 761[ 1000] 835 33200[ 400] 481 640[ 1000| 714 26 34082 83 174 275[ 400] 83[ 400] 348 457 622 83 721 26 69 900 35166[ 400] 213 458 524 77 90 1000] 94 607 724 817 36307 452 639[ 1000 88 92 2000 809 60 37060 103 33 53 289 482 689 761 809 61 78 38017[ 1000] 41 48 89 108 34 72 231 461 556 790[ 1000] 835 43 65 972 14001 39710 945 40004 24 100 242 58 585 92 685[ 1000] 843 71 958 84 41198 264 368 92 509 46 807 29 908 59 42103 245 330 49 507 605[ 400] 725 27 809[ 400] 43108 252 326 516 686 821[ 2000] 64 961 74 44062 118 32 53 337 42[ 400] 702 27 61 87[ 1000] 804 911 45030 1400] 80[ 400] 179 537 49 688[ 1000] 820 46148 89 293 634 860 978 47145 318 48 506 44 677 718 24 818 24 48064 199 266 309 21 414 25 42 518 1400] 660 748 70 907 14 400] 49010 92 112 14 33 42 84 278 87 380 538 55 625 1400 701 43[ 400] 50443 517 704 819[ 5000] 949 81[ 1000] 51178 346 64 87 453 574 [ 400] 713[ 400] 55 819 54 973 52117[ 400] 301 17[ 1000] 45 418[ 400] 524 52 83 730 53146[ 1000] 210 310 20 50 53 739 76 805[ 400] 54071 156 84 216 44[ 1000 434 53 530 686 758 869[ 1000 95 55023 46 99 232 98 333[ 400] 60 65 66 475 527 635 789 896 996 56124[ 2000] 359 67 482 658 769 897 952 53 57081 149 313 59 487 599 644 51[ 400] 77[ 400] 799[ 400] 839 68 75 91 985 58017 177[ 400] 267 400] 68[ 1000] 373[ 400] 753 996 59126 220 1000] 538 67 667 994 60447[ 1000] 51 540 619 713[ 400] 22 79 831 967 61097[ 400] 282[ 400] 503 774 811 18 77 935 68 62199[ 400] 314 40 509 647[ 1000] 720 936 38 63246 82 528 766 944[ 400] 64097 126[ 400] 52 64 77 363 91 564 769 842 61 905 65041 89 209 30[ 1000] 60 344 592 827 939 66176[ 400] 271[ 400] 308[ 2000] 14 50 492 93 648[ 400] 71[ 400] 95 716 814[ 400] 27 77 83 F2000] 901 1000] 14 67053 117 39 274 310 414 44 74 533 51 62 771 902 68026 218 825 44 64 69250 60 68 303 49[ 400] 501 801 44 70386 462 527 646[ 400] 71017 57 141 72[ 400] 227 38 656 840 [ 1000] 939 72104 8[ 1000] 212 337 94 418 71 549 400] 60 67[ 400] 77 505 732 863[ 400] 973[ 1000] 73082 350 430 52 550 757 92 74084 175 200 319 422 90[ 400] 524 65[ 400] 927 53| 1000 75181 200 348 68[ 400] 503[ 400] 48 95 731[ 1000 51 991[ 400] 76164 469 559 641[ 1000] 817 43 94 919 77008 249 393 406 513 58 631 51 59[ 400] 95 790 837[ 1000] 914[ 400] 27 78068[ 1000] 82 119[ 400] 61 239 74[ 2000] 562 772 812 992 79073[ 1000] 129[ 400] 417 22 533 89 718 52 869 92 920 26 31[ 1000] 80056 327[ 400] 406 1000] 516 48 54 78 686 830 95 81347 84 403 63 567 86 765 1400] 82040 46 265[ 1000] 361[ 1000] 715 904 54 60 83018 162 236 439[ 10000] 572 648 51[ 400] 53 64 800 27 99 84043 159 74 212 440 672 891[ 400]| 905 85167 297[ 1000] 413 922 86002 71 92 175 231 73 337 90 643 823 920 47 87058 188 308[ 400] 20[ 2000] 49 567 87 88 93[ 1000] 641 64 856 915 88082[ 400] 186 302[ 400] 621 879 947 89141 200 80 301 3 72 404 28 511 24 91 644[ 400] 991[ 400] 90004 31 63 80 336[ 1000] 78 448 538 625 82 711 84[ 1000] 868 998 91035 85[ 400] 168 295[ 1000] 364[ 400] 413[ 1000] 29[ 1000| 42 571 615 44 704 961 92126 573 712[ 400] 854[ 1000] 90 965 93201 345 474 98 641[ 400] 62[ 400] 80 885 904[ 400] 94125 45 51 97 337 497 660 86 861 [ 400] 65 79 952[ 400] 54 95111[ 2000] 99 210 72 91 455 527 41 94 678 811 59[ 400] 960 76 96041 102[ 1000] 341 478 581[ 10001 60859 97024 25 97[ 400 110[ 400] 333 591 665[ 400] 967 98017 175[ 400] 231 409[ 400] 22[ 400] 33 82[ 400] 526 60[ 1000] 76 92 600 9 747 57 916 66 99088 162 73 224[ 400] 93 532 750 863[ 400] 947 Nächste Riehung: 19. April 1905 Lose Ziehung 1. Klasse em 6. und 7. Juni der 6. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. amtlich bestellte Haupt- Kollektur sind zu beziehen durch die Curn- Verein Gießen. Am Karfreitag Turngang Nach Fieber ist es wichtig, sich rasch neue Kräfte zu verschaffen. Ein vorzügliches Mittel dafür ist Scotts Emulsion. Sie besteht 31r Hauptsache aus seinstem Medizinal: lebertran, verbunden mit Kalt- und Natronhypophosphiten. Alle diese Stoffe sind vortreffliche Stärkungsmittel und befördern das Wachstum von gesundem festen Fleisch und kräftigen Knochen. Scotts Emulsion eignet sich für Kinder ebenso wohl wie für alte Leute, furz für alle, die neue Kräfte suchen. Scotts Emulsion ist besser als Lebertran. 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