e: n: auben Mützen nd Chanille en Merkleidchen, ichern etc. sachen. e kt 16 n jungen Waldegg ber Freund, ähn Ben. Und schließ nem anderen Ge Pächstens schon, ich Ihre Ernennung en Sie mit mir, Cau wird sich ge cat Eisenberg zu ch oft. Er wurde Malbine und lebt en Villa in Tanfd, ber mill Nr. 297. Safertionspreis: Die einfpaltige Bertizeile für ganz Oberben, die Kreise Bezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzelle 30 resp. 40 Bfg. Rebattion n. Saupterpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Kr. 362. Montag, den 18. Dezember 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Hand gebracht 60 Bfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Was wird aus Rußland? Seit fast drei Wochen ist der telegraphische Verkehr mit Rußland und innerhalb Rußlands unterbrochen. Auch der Briefverkehr in dem Riesenreich fann von Staatswegen nicht ordnungsmäßig aufrecht erhalten werden. Die Nachrichten, die mit erheblicher Verspätung aus den verschiedenen Teilen des Landes über die Grenze kommen, entziehen sich der schnellen Nachprüfung. Sie lauten übereinstimmend ungünstig, ja geradezu erschreckend, und bisher ist noch jede Meldung von einer späteren nach der üblen Seite überboten worden. In weiten Gebieten gibt es eine Regierung überhaupt nicht mehr; in anderen besteht sie noch dem Namen nach, aber es fehlen ihr die Mittel, ihren Willen zur Geltung zu bringen. Sogar die Verhängung des Kriegszustandes hat ihre Schrecken verloren; sie ist zu einer leeren Drohung geworden, weil nicht hinreichend Militär verfügbar ist, um der Verfügung Kraft zu geben. Und das ist das schlimmste Verhältnis noch nicht: es gibt Gouvernements, in denen die Truppen nicht in den Händen der Führer find, sondern dem Aufstand sich anschließen oder Aufstand auf eigene Rechnung treiben. Für die gegenwärtige russische Revolution ist es charakteristisch, daß sie nur insofern eine einheitliche Bewegung darstellt, als sie sich gegen die Regierung richtet, während sie im übrigen die verschiedensten politischen Ziele verfolgt oder völlig planlos ist. Es flingt parador, aber es ist buchstäbliche Wahrheit, daß gerade diese Planlosigkeit der russischen Revolution die wesentlichste, wenn nicht einzige Hoffnung für die russische Regierung bildet, die Ordnung unter ihre Leitung zurückfehren zu sehen. Die revolutionäre Bewegung brauchte nicht einmal in sich einheitlich, fie brauchte nur über das nächste Ziel einig zu sein, und die Regierung des Zaren bestände auch dem Namen nach nicht mehr, sie wäre von einer provisorischen Regierung oder von mehreren provisorischen Regierungen bereits abgelöst. In ihrem elementaren Drang hat die russische Revolution das versäumt bisher versäumt und dadurch ist wenigstens die Möglichkeit gegeben, daß die in einzelne Putsche aufgelöste Revolution verpufft, sodaß nach eingetretener Abspannung und Erschlaffung, die formal nicht beseitigte Regierung gleichsam automatisch ihren vorigen, anderweitig nicht besetzten Plaz wieder einnimmt. - Mehr als eine Möglichkeit aber ist das nicht, und die Möglichkeit wird mit jedem Tage unwahrscheinlicher. Anarchie ist auf die Dauer unerträglich. Das liegt in ihrer Natur und in der nicht zu unterdrückenden Forderung der Menschen, ihr gesellschaftliches und wirtschaftliches Leben geregelt und in der Regelung geschüßt zu sehen. Dem Schrecken ohne Ende wird schließlich das Ende mit Schrecken vorgezogen. Wo alle herkömmlichen Kräfte der Ordnung versagen, da tauchen neue Kräfte auf, die aus der allgemeinen Not das Mandat herleiten, die Anarchie um jeden Preis niederzuzwingen und sich selbst mit der Regierungsautorität auszustatten. Die besonderen Verhältnisse Rußlands bringen es mit sich, daß nicht mit unbedingter Sicherheit zu erwarten ist, diese notgeborenen Iotalen Regierungen würden sich später freivillig zu dem alten Staatsverband wieder vereinigen. Dazu war der Verband, trotz aller gewaltsamen Ruffizierungsversuche, oder vielleicht wegen ihrer Gewaltsamfeit, nicht fest und einig genug. Hätte es in dem weiten russischen Reich Männer von fräftigem Ehrgeiz und von ehrgeiziger Kraft gegeben, so hätte sich schon hier und da eine Regierung aufgetan, die während der allgemeinen Reichswirrnis in engerem Kreis einen selbständigen Staat zu organisieren begann. Die GeTegenheit war günstig genug. Einzig die Finländer haben den Mut gehabt, ihre Autonomie in den vorigen Grenzen zu ertrozen. Daß sie dabei Maß gehaiten haben, ist ein Zeichen von ungewöhnlicher Selbstbeherrschung und von außerordentlich ausgebildetem historisch- konservativem Sinn. In den baltischen Provinzen ist von ähnlicher Regung nichts zu spüren gewesen. Dazu fehlte der deutschen Oberschicht der Einwohnerschaft, den Grundbesitzern, zu sehr die Fühlung mit der ländlichen Bevölkerung. Die Bauern empfinden dort weit eher den Gegensatz zu den Grundbesizern. In ihren Augen sind die deutschen Bulten ebenso wie die Russen nur ,, Unterdrücker", und deshalb hat in den baltischen Provinzen die Revolution die gefährlichste Gestalt, die des Bauernaufstands angenommen. Wenn diese Bewegung in andere Provinzen übergreift, so ist das Ende da, denn nur von der Militärgewalt fö inte Hilfe erwartet werden, und diese versagt, ist wenigstens nicht verläßlich. lichen Werkzeug der Regierungsgewalt, d. h. sie nehmen der Regierung alle Gewalt. Es darf ja niemand wagen, größere Heeresabteilungen gegen die Revolution aufzubieten, aus Besorgnis davor, daß man der Revolution selbst Soldaten zuführt. Graf Witte hat fürzlich einem Ausländer gegenüber geäußert, daß das russische Militär dem Zaren unbedingt er geben sei. Wenn Meutereier vorfänien, so richteten sich diese nur gegen überstrenge oder solche Offiziere, die für die Verpflegung der Soldaten nicht pflichtgemäß sorgten. Das ist durchaus zutreffend, wie es nicht minder zutreffend ist, daß der russische Bauer mit religiäfer Verehrung an ,, Väterchen Bar" hängt. Aber diese Verehrung ist sozusagen unpersönlich, fie schließt nicht aus, daß die Verehrungspflicht und Verehrungsgewöhnung sich einem eren Baterchen" zuwendet. Auch den russischen Soldat....... Garentreue nicht vom Meutern ab. Jeder Tag beweis: es. In normalen Zeiten sind Meutereien vorübergehende und ungefährliche Erscheinungen. In jetziger Zeit aber machen sie die Armee zu einem untaugDas alte russische Regiment dürfte bei uns wie in aller Welt wenig Freunde haben. Aber die neue Regierungslosigkeit, die gewalttätige Anarchie ist auch nicht dazu angetan, den sich vollziehenden Wechsel hoffnungsreich erscheinen ku laffen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Nach Meldungen aus Deutsch- Ostafrika ist das von den Aufständischen bedrängte Ssongea durch Major Johannes mit der 8. und 13. Kompagnie entsetzt worden. Zum Vormarsch auf das ebenfalls bedrohte Mahenge haben sich die Detachements Freiherr von Wangenheim und Growert vereinigt. Major v. Schleiniz übernimmt mit der 5. und 15. Kompagnie die Beruhigung des Berglandes südlich von filofia. * Gouverneur von Lindequist fann weitere Unterwerfungen aufständischer Witbois in Deutsch- Süd: westa rifa melden. Der Großmann Sebulon hat sich mit 105 Männern, 102 Weibern und 70 Kindern in Giebeon gestellt. Es sind 49 Gewehre, 21 Pferde und 105 Stück Kleinvieh abgeliefert. Die einzige Zusicherung, die den Leuten gemacht wurde, war, daß denen das Leben geschenkt sein solle, die nicht des Mordes überführt werden. Gegen Morenga, der einen neuen Angriff auf Sandfontein machte, werden Truppen zusammengezogen. Mehrere Führer der Aufständischen sollen in einem Gefecht mit der 4. Batterie gefallen sein. " * Eine völlige Klarlegung des ,, Panther- Zwischenfalls ist bisher noch nicht erfolgt, doch geben mittlerweile einge: troffene nähere Nachrichten ein genaueres Bild über die äußeren Vorgänge. Der Matrose Haßmann desertierte vom Panther" am 25. November abends in Jtagahy, Provinz Santa Cathariua, Südbrasilien. Einige Offiziere in Zivil und etwa 20 Mann in Uniform wollten am 27. morgen um 1 Uhr das Hotel Commercio nach Haßmann durchsuchen. Der Inhaber verweigerte dies wegen seiner übrigen Gäste, rief jedoch auf Verlangen Steinhof, der die Desertion ver: anlaßt haben soll. Dieser übergab Haßmanns Uniform und wurde gezwungen, die Abteilung zu begleiten, um Haßmann zu suchen. Alle begaben sich hierauf nach der Wohnung eines Jakob Zimmermann und verlangten, wie es heißt, unter Drohungen die Herausgabe von dessen Sohn Julius. Nach furzer Mitführung wurde dieser entlassen, da er über den Verbleib Haßmanns nichts wußte. Von Steinhof verlautet, daß er von der Mannschaft Brügel empfing und an Bord genommen wurde, da er hier und in den Nachbarorten nicht mehr erschien. Die brasilianischen Behörden sind mit den Fest= stellungsarbeiten beschäftigt. Wie später bekannt wurde, ist Steinhoff auf dem„ Panther" nicht festgehalten worden sondern hat sich nach Buenos Aires begeben. Im übrigen ist jetzt auf eine amtliche Meldung des Pantherfomman= danten eingelaufen. Daraus geht hervor, day der Matrose Haßmann nicht desertiert war, sondern nur seinen Urlaub überschritten hatte. Der Bericht deckt sich mit den obigen Darstellungen, sagt jedoch, daß die mit den Nachforschungen betrauten Offiziere und Unteroffiziere ihre Befugnisse nicht überschritten hätten. Steinhof sei nicht mißhandelt worden, Haßmann ist freiwillig an Bord zurückgefehrt. - * Weitere Schritte der Regierung zur Regelung der Handelsbeziehungen mit dem Auslande werden von ver= schiedenen Seiten angefündigt. Danach sollen die Verhandlungen zum Abschluß von Handelsverträgen mit fleineren Staaten erst nach Festsetzung der handelspolitischen Vereinbarungen mit der nordamerikanischen Union und Schweden beginnen. Es kommen zunächst Argentinien, Spanien, Portugal und Norwegen in Betracht. Mit Argentinien wird wohl das Meistbegünstigungsverhältnis bestehen bleiben, während mit den drei anderen Ländern der Abschluß von Tarifverträgen erstrebt wird. * In Leipzig sollten Sonntag wieder mehrere Protestbersammlungen gegen das fächsische Wahlrecht stattfinden. Die Polizeibehörden haben aber die Abhaltung dieser Versammlungen verboten. Oefterreich- Ungarn. ** Die ungarische Krisis schleppt sich vorläufig weiter. Der Kaiser hat dem Ministerialpräsidenten Fejervary die Ermächtigung erteilt, den ungarischen Reichstag bis Ende Februar zu vertagen. Bis dahin sollen weitere Verhandlungen mit den vereinigten Oppositionsparteien gepflogen werden. Zur Vorlegung der von Fejervary gewünschten Wahlrechtsvorlage noch im Dezember konnte sich der Kaiser nicht entschließen. Rufsland. ** Die Vorstände der aufständischen Arbeiter- und Bauern- Vereine haben ein Manifest erlassen, in dem sie zur Steuerverweigerung aufforderu und zur Zurückziehung aller Einlagen aus den Sparkassen und zur Zurückweisung von anderer als flingender Münze bei allen größeren Zahlungen. Ralkan- Staaten. ** In das serbische Ministerkabinett ist als Minister des Auswärtigen der bisherige Kriegsminister Oberst Antonitsch eingetreten. Der Rücktritt des vorigen Ministers erfolgte befanntlich wegen seiner von der Meinung der übrigen Minister abweichenden Ansichten über die Rücksichten auf das übrige Europa wegen der Mörder des Königs Alexander. Türkei. ** Die von den europäischen Mächten veranstaltete Flottendemonstration wegen der mazedonischen Frage ist beendet, nachdem eine Einigung erzielt worden ist. Der tommandierende Admiral Ripper erhielt den Befehl, die Demonstrationsflotte aufzulösen. ** In Konstantinopel find 4000 flüchtige mohame= danische Tartaren aus Südrußland und der Krim angekommen. Sie werden an der Bagdad- Bahn angesiedelt. Die Pforte hat zu dem Zwecke 50 000 Pfund bewilligt. Hlien. ** Der Uebergang der Herrschaft in Korea auf Japan wird durch die Aufhebung der koreanischen Gesandtschaften im Auslande gekennzeichnet. Der japanische Gesandte in Paris machte Rouvier amtlich die Mitteilung, daß die forea nische Gesandschaft in Frankreich aufgehoben sei, worauf Rouvier auch die französischen Vertreter in Söul abberief, Auch der foreanische Vertreter in Wefina ist abberufen. Revolutionsbilder. ( Nach Berichten von Augenzeugen.) Die entsetzlichen Greueltaten, die der Telegraph fortgesetzt aus dem russischen Revolutionsgebiet meldet, erscheinen uns gefitteten Westeuropäern so unglaublich, daß wir sie fast für erfunden halten möchten. Man muß allerdings bedenken, was die Bestie im Menschen an Roheit zu leisten fähig ist, wenn erst einmal Blut geflossen ist. Die Geschichte Roms bietet uns genug Beispiele dafür und dieses in Jahrhunderte langer Knechtschaft gehaltene russische Volk läßt nur den grimmig genährten, bisher unterdrückten Haß an seinen Beinigern aus. Daß die Polizisten und Kosaken auch ihrerseits Lüften freien Lauf lassen und mitrauben, plündern und schlagen, wo das Voli in Aufruhr fommt, darf niemand Wunder nehmen; sie sind ja alle eines Stammes und Sinnes, ob sie Uniformen tragen oder nicht. Einige Beispiele, die aus den Schreckenstagen von Augenzeugen geschildert werden, mögen die Leidenschaft dieser Revolutionäre erläutern. Die Ermordung Sacharows. Dieser ehemalige Kriegsminister ist bekanntlich von einer Frau erschossen worden, die sich nachher allerdings als verkleideter Mann entpuppt haben soll. Die Tat hat sich in folgender Weise abgespielt. Es war ein Uhr nachmittags, als dem General gemeldet wurde, daß ihn eine aus dem Gouvernement Pensa eingetroffene Dame zu sprechen wünsche. Sie wurde sofort empfangen und nahm dem General gegenüber auf einem Sessel Platz, nachdem sie sich als Gutsbesizerin vorgestellt hatte. Es war eine mit einer gewissen Eleganz gekleidete Dame, Anfang der Dreißig; sie berichtete dem General, daß ihr Gut ausgeraubt sei, und übergab ihm eine Bittschrift. Während General Sacharow dieses Gesuch durchlas, zog die Dame einen Browning- Revolver und schoß aus nächster Nähe vier Schüsse auf ihn ab, von denen der erste das Herz streifte, der zweite die Lunge verlegte, der dritte den Handtnochen zerschmetterte und der vierte den Rücken traf. Nach dem ersten Schuß hatte sich der General erhoben, um die Hand der Dame zu fassen; er war aber zu schwach dazu und wankte ins Nebenzimmer, wo er das Bewußtsein verlor und bald darauf verschied. Die aus dem Körpes entfernten Kugeln wiesen einen Einschnitt in Kreuzesform auf. Die Dame wurde sofort verhaftet und ent= waffnet. Sie weigerte sich ihren Mantel herzugeben, der zur Feststellung ihrer Person dienen sollte(?). Während ihrer Fahrt zum Gefängnis rief sie laut: Jetzt wird man feine Bauern mehr quälen!" Bei ihrem Eintreffen im Gefängnis brachen dort Unruhen aus: Die Gefangenen ver= langten ihre sofortige Freilassung. Zur Wiederherstellung der Ruhe mußte Militär requiriert werden. Inzwischen soll es dem Aufruhrkomitee gelungen sein, den Attentäter aus dem Gefängnis zu schaffen und in Sicherheit zu bringen. In Moskau ist es nicht weniger schlimm zugegangen, und die folgende Geschichte zeigt, wie man dort als Unbeteiligter Schläge bekommen fann. Schläge für Barmherzigkeit. Unter friedlichen Spaziergängern auf dem Kremlplatz fiel plötzlich ein Mann infolge von Krämpfen hin. Menschen sammeln sich um ihn, niemand rührt ihn an. Ein Vorübergehender entschließt sich endlich, dem Leidenden Hilfe zu bringen. Er kniet nieder, bedeckt sein Gesicht mit einem Tuch, öffnet ihm den Rock und beginnt ihm mit fundiger Hand die Brust zu reiben. Plötzlich stiebt das Volt mit lautem Geschrei auseinander: ein Dreigespann saust daher, hinter ihm eine Abteilung Kosaken. Jr. dem Wagen sigt der Oberpolizeimeister. Er sieht, daß ein Mensch am Boden liegt, ein anderer sich über ihn gebeugt hat, ringsAnd um eine schweigende Wenge steht. Dem Oberpolizeimeister ist es sofort flar, daß hier am hellichten Tage vor den Augen der über solche Verwegenheit erstarrten Menge ein Revo= lutionär die Taschen einer am Boden liegenden Ordnungsstüße leert. Der Wagen hält einen Augenblick. Der Polizeimeister deutet einem Kosaten auf die Gruppe hin und fährt dann rasch weiter. Der Kosat sprengt heran, packt den barmherzigen Samariter und beginnt ihn unbarmherzig mit der Nagaita zu bearbeiten. Was ist das? Was soll das?" heult der Unglückliche. Ich bin Arzt, ich sehe, daß ein Mensch ohnmächtig am Boden liegt und leiste ihm Hilfe!" Der Kosat fährt schweigend fort, mit der Peitsche zu arbeiten, solange er es für nötig findet, setzt sich dann auf sein Pferd und Die revolutionslustige Menge verschwindet gleichfalls. aber? Als de: Kosat fortgesprengt war, wandte sich das ganze Publifum mit lautem Lachen an den zu Doktor, Schaden gelommenen:" Sieht du, da hast du es! Hast heilen wollen und bist nun selbst geheilt, Bruder! Wirst du ein andermal wieder heilen? Präg' lieber auch deinen Kindern ein, Doktor, sich nicht in fremde Sachen zu mischen." Und lange begleitete das fröhliche Gelächter der Menge den fortschleichenden Samariter. Die Gefühlsroheit des Volkes, das sich um den Ohnmäd tigen nicht fümmert und seinen Retter noch wegen seines Weißgeschicks verhöhnt, spricht Bände. Nab und fern. † Des Kaisers Spende an die kriegsgefangenen Japaner. Als die Züge mit den aus der russischen Kriegsgefangenschaft entlassenen Japanern Berlin passierten, wurde allen Insassen, Offizieren wie Mannschaften, im Namen des Kaiserpaares ein Patet überreicht, das in einem mit dem kaiserlichen Wappen geschmückten schwarz- weiß- roten Einbande zwei Pfund Schokolade enthielt. Außerdem ließ die Kaiserin an die Offiziere Blumensträuße überreichen. Ein hundertjähriger Offizier. Der Ober- Intendant a. D. Wilhelm Meinardus in Oldenburg feierte seinen hundertjährigen Geburtstag. Der Jubilar trat im Alter von 20 Jahren bei den oldenburgischen Truppen ein, machte die Feldzüge von 1848 und 1866 mit und wurde nach 62- jähriger Dienstzeit mit dem Range eines Obersten pensioniert. Er hat sich um die zwischen Oldenburg und Preußen seinerzeit abgeschlossene Militärfonvention große Verdienste erworben. Der Hundertjährige wurde von Kaiser und Großherzog beglückwünscht. † Eine fallite Krankenkasse. Die rheinische Krantenfasse in Köln, ein über ganz Rheinland verbreitetes Institut, das jüngst erst die Beiträge erhöhte, hat die Zahlungen eingestellt. Der den Geschäftsraum füllenden, die Krankengelder reklamierenden Personen bemächtigte sich bei dieser Eröffnung große Aufregung. Es kam zu Ruhestörungen, sodaß Polizei requiriert werden mußte. + Der unverwüstliche Graf Pückler. Wieder einmal wurde in Berlin eine vom Grafen Püdler einberufene Verfammlung aufgelöst, als er zu Gewalttaten gegen die Juden rufforderte. Vorher hatte er aber eine Anzahl Wize nerissen, die selbst den an solche Kost gewöhnteu Berlinern imponieren mußten. So versicherte er, der Generaldirektor Ballin von der Hamburg- Amerita- Linie wolle Rosa Luxemburg heiraten und sie bei Hofe einführen. Die ernsthafte Miene, mit der der Graf seinen Zuhörern diesen und andere Bären aufband, erhöhte die Wirkung seiner Ausprüche. † zu viel Schlafburschen in Berlin. Nach dem Ergebnis der Volkszählung befinden sich in Berlin weit über 100 000 Leute in Schlafstellen, neben etwa 60000, die möblierte Zimmer bewohnen. Ungefähr 70 000 Haushaltungen vermieten Schlafstellen, so daß also in sehr vielen mehrere Schlafburschen zusammen hauſen. † Die Rache der Verschmähten. Der bekannte Ring fämpfer Ducet wurde auf Anstiften einer vornehmen Italie. nerin in Tunis durch Meuchelmörder vergiftet. Die Dame, deren Zuneigung Ducet verschmäht hatte, war ihrem Opfer auf allen Reisen gefolgt. Lokales. 18. Dezember 1905. GH Der Silberne Sonntag. Bon altersher haben sich für die drei legten Conntage vor Weihnachten die Bezeichnungen: fupferner, silberner und goldener Sonntag ein. gebürgert. Man will damit die stufenweise aufwärtssteigende Bedeutung für die Geschäftswelt charaftrifteren. Der vorlegte Sonntag war der kupferne, der gestrige der silberne, und allem Anscheine nach hat er dem Geschäftsmanne nicht nur hellflingindes Silber, sondern auch schon einen gelinden Borgeschmack vom goldenen Sonntag gebracht. Sünstigeres Wetter war garnicht denkbar: Am blauen Himmel eine flare Sonne, die Luft frühlingswarm und Straße und Wege trocken! So wirkte der Weihnachtsmarkt als ein Magnet auf die Menschen, der sie von weither aus den gewohnten vier Pfählen zog. Das Straßenbild war ein reich bewegt lebhaftes und die dichtbesetzten Büge sandten jedesmal förmliche Rolonnen Weihnachtsbummler noch hinzu. Die obere Bahn hofftraße war zeitweilig schwarz von Menschen. Doch auch durchb ie anderen Bugangsstraßen drängte es sich herein und floß über die ganze Stadt. Der Seltersweg und die anliegenden Straßen und Pläße waren in den Nachmittags. stunden nur unter den größten Schwierigkeiten im Zickzack. Kurs passierbar. Aber die Weihnachtsherrlichkeiten regen nicht nur zum Anschauen, sondern auch zum Kaufen an. Auf allen Gebieten haben die Geschäfte heuer eine ganze Reihe reizender und geschmackvolle Reuheiten ausgelegt und wenn man auch noch der Dußenbware begegnet, so tann der aufmerksame Beobachter doch mit Freuden den Zug nach dem Soliden und Schönen fonstatieren. Dienan steht das Kunst. gewerbe, der verheißungsvollste deutsche Arbeitszweig. Wanderbar ist, mit welcher Schnelligkeit es verstanden hat, den heutigen Bedürfnissen entgegenzufommen, wie es gerade auf dem Gebiete der Beleuchtung ben 8 ved mit der Form zu verbinden weiß; vor allem fallen die hübschen Bronzen und Glasstücke auf, die elektrische Birnen tragen. Doch auch die übrigen Branchen haben um den Bceis gerungen und weisen jegt die geflärte Moderne auf. Hoch aktuell ist das Spielzeug. Unter dem Blitzen und Gleißen finden wir auch unseren technischen Bilbfang, das Automobil. Aber das ist alles nur äußerlich, ihren Grundharakter haben die Spielsachen treu bewahrt, daß sie nämlich leicht gearbeitet find. Sie aus festem Material und dauerhaft herzustellen wäre auch grundfalsch, denn die Hand des Kindes will Ab| Prognostikon gestellt, das hoffentlich begünstigt von den wenbig, bag bie Gi änderungen an ihnen vornehmen. Frühzeitig offenbart der besten Begleit- Umständen durch einen recht glänzenden li ber von der B Mensch das Bestreben, die Gegenstände seinem speziellen Ge- Besuch von Seiten der Kammermusik- Freunde im n( prad fidh ber brauche, seinen Gewohnheiten und Neigungen anzupassen. Draußen ging die Tageshelle zur Rüste, der furze Sonnenbogen schnitt durch den Aus den Schauweiteren Verlauf der Saison belohnt wird. Berzeugung nach bas be Gießener Bäcker- Innung hin, die die Hausfrauen er feinen beften Kräften fenstern drang mit jedem Augenblick der Lichtschein intensiver mahnt, die Festtagskuchen rechtzeitig zum Backen ältniffe des Reichs und an den Fronten der Geschäftshäuser flammten weiße, zu bringen, da gesetzliche Bestimmungen das Baden neue Steuern in fi rote und violette elektrische Kugeln auf. Als habe die Sonne ihren Magnetismus an das fünstliche Licht abgegeben, wandte sich jetzt alles den Läden zu, auf die ein wahrer Sturmlauf unternommen wurde, sodaß die Verkäufer unter äußerster Kraftanspannung arbeiten mußten. Ganze Stöße von Waren wanderten über die Ladent she. Abends sah man überall jung und alt mit Paketen und gefüllten Körben der Behausung zustreben. Da der starte Andrang in den Abendstunden diese Woche noch anhalten wird, so ist es empfehlenswert, daß das Publikum, soweit angängig, seine Einfäufe auch mit über die Morgenstunden verteilt. Es geschieht dies in seinem eigenen und dem Interesse der Verfäufer. Man kann in einer ruhigen Morgenstunde mit viel mehr Bedacht die zahlreichen Gegenstände mustern und aus am Sonntage nicht mehr gestatten. ber den Großbetrieben i ** Mißbrauch der Wohltätigkeit. Es ist nicht tig urganftig beeinflu ausgeschlossen, daß die Weihnachtszeit von gewiffen Personen laftung würde aber e zu unlauteren Manipulationen benugt wird, indem sie gierung vorgeflogene angeben, für diese oder jene Wohltätigkeitszwecke einzusammeln, er Quittungsste in Wirklichkeit die Spenden aber in ihre eigenen Taschen iefem Sinne wird d gleiten lassen. Wir machen das Publikum in seinem eigenen Interesse auf eine Bekanntmachung des Großh. Bolizeiamts Gießen in heutiger Nummer aufmerksam, in der darauf hingewiesen wird, daß jeder Kollettierende einen von dem eichstag richten.abe des deutschen Flei ber fich der Berban Reichetanglers den Sta Kreisamt oder der Polizeibehörde unterstempelten Ausweis Fleisversorgu bei sich zu führen hat, den der Geber sich stets vorlegen nehmen, bergeftalt zu lassen sollte. ucht wird, anläßlich ** Der Ausschuß des landw. Vereins für die bermeiden, die das Fle ihnen das Geschenk herauswählen. Ueberlegung ist aber dringend Provinz Oberhessen hielt am Freitag unter dem Vor der im Jntereffe der g size des Dekonomierats Schlente im Hotel Zum Prinzen würden.- Sodann wut not, denn ist eine und treffend gebrachte Gefchent zeugt von dem Lattgefühl und Scharfsinn des Spenders! * Vom 1. Januar ab werden die hessischen Juristen zwischen dem ersten und zweiten Staatsexamen nicht mehr wie seither den Titel Berichtsafzessisten führen, sondern sich wie ihre preußischen Kollegen Gerichtsreferendare nennen. - tt. Stadttheater in Gießen.„ Die Brüder von St. Bernhard" das neue Schauspiel von Anton Dhorn geht im morgigen Dienstagabonnement zum ersten Mal in Szene. Das Stück steht gegenwärtig wohl auf dem Repertoire sämtlicher größerer Bühnen, z. B. Frankfurt, Hoftheater in Raffel usw. und dürfte auch hier besonders durch das eigenartige Milieu- Interesse erregen. Verfasser soll bei der Schilderung die Klosterereignisse Selbsterlebtes verwendet haben, doch verwahrt er sich dagegen, Das gesamte ein Tendenzstück geschrieben zu haben. Herrenpersonal ist in der Novität beschäftigt; von den Damen Frau Fischer und Fr. Donecker. Der *** Stadttheater Gießen. Gestern Abend öffnete die" Pension Schöller", die noch immer nicht ihre endgültige Firmenlöschung beantragt hat, wieder einmal ihre Tore. Da die Darstellung unter der Regie Bruno Reimers eine flotte war, so verfehlte das Stück seine Wirkung nicht. Die Hauptrolle, Philipp Klapproth, wurde von Adolf Lippert in origineller fomischer Weise durchgeführt, desgleichen die des Eugen Rümpel von Bruno Reimer. Direktor Hermann Steingoetter brachte als Friz Bernhardy einen gut dem Leben abgesehenen globetrotter und Walter Stauf als Schöller einen würdigen Pensionsinhaber auf die Bühne, während Lia Maurice in Josephine Krüger eine gewisse Spezies von Schriftstellerinnen ironisierte. Sehr gut hatten auch Marie Jenny als Ulrike Sprosser und Reinhold Lüttjohann als Alfred Klapproth ihre Rollen aufgefaßt. Das Publikum zeigte sich sehr beifallsfreudig. G.H. × Konzertverein Gießen. Der gestrige Erste Kammermusik- Abend" war, wenn man die Umstände( Wetter, Nähe des Weihnachtsfestes u. s. m.) in Betracht zieht, immerhin gut besucht. Die Vortragsfolge enthielt allerdings auch für einen ersten Abend gleich außerordentlich anziehendes und wo es sich um Neuheiten handelte, interessierendes. Um gleich die Neuheiten vorweg zu nehmen, muß gesagt werden, daß das Trio von Arensky unzweifelhaft das Prädikat ,, originell" verdient. Das Trio zeigt besonders in Form und Technik den gewandten Musiker. Der Nythmus, einige„ Meistersinger- Anflänge" und die orchestrale Farbe des Ganzen stellen uns mitten in die moderne Musit. Als Eingangs- Nummer für ein Programm mit nachfolgendem Grieg und Rich. Strauß- Liedern also ganz geeignet. Allerdings das, was wir speziell auf dem Gebiet der Kammermusit suchen," Verinnerlichung, Vertiefung", darf man bei Arensky nicht erwarten. Das Wert ist ein glänzendes Zeugnis der kompositorischen Technik seines Schöpfers, aber was er uns in leidenschaftlichen Imperativen zu sagen hat, das bewegt nicht unsere Seele mit, das bewundern wir nur. In dieser Beziehung steht Lampes VioloncellSonate, die zweite Neuheit des Abends, über A's Trio. Um es gleich zu sagen, leider nicht in der Form. Ebenso ist wohl die technische Schwierigkeit der Gello= Ebenso ist wohl die technische Schwierigkeit der Cello Partie einer wirklich in allen Teilen künstlerisch ausPartie einer wirklich in allen Teilen künstlerisch aus gefeilten Wiedergabe sehr wenig entgegenkommend. Der Melos ist, wenn, auch für moderne Ohren etwas ausgesponnen, so doch überall edel. Und das muß hervorgehoben werden: Die Komposition besiẞt Stimmung". Eine gewisse Klangfreudigkeit tritt uns in allen Teilen der Sonate entgegen. Merkwürdigerweise findet sich in eingestreuten cythmischen Lichtern der Werke Acenskys und Lampés" verwandschaftliches, das wohl auf die Schules chu manns zurückzuführen ist.- Wis uns aber nach hundert Jahren die alten Meister noch sind, das bewies das Teto op. 1 Nr. 3 in C- moll von Beet hoven. Geradezu ein Sturm des Beifalls löste dte Wiedergabe durch das Trautmann- Trio Fel. Schmidt( Berlin) brachte noch außer den oben genannten Grieg und Strauß- Liedern Wolfs Was soll der Zorn" und" Man sagt mir" aus dem Ital. Liederb ich, sowie desselben Meisters dankbares GoetheGedicht Frühling übers Jahr". – Trio( Herren Nebner, Hegar- Frankfurt und Das Trautmann Herr Universitätsmusit- Direktor Trautmann- Gießen) aber hat sich schon mit diesem ersten Konzert den Dank des Publikums der Kammermusik- Abende verdient und für deu Programm- Inhalt der folgenden Abende ein - e Landwirtschaftsrats dessen Generalsekretär, Detonomierat wertstammern in allen Dr. Müller, beiwohnte. Der Präsident gebachte zunächst Sandwerts ober die J Threnden Angelegenheit fhiedener deutscher Bur der verstorbenen Mitglieder: Dr. Vogt- Bußbach und Gutspächter Pfannstiel- Angenrod. In dem Letzteren verliere Sachverständigen auf dem Gebiete der Biehzucht. Von den Verhandlungsgegenständen erwähnen wir die folgenden: Die Frage wegen Errichtung einer Fohlenweide im nördlichen Teile der Provinz, die von der Hengsthaltungsgenossenschaft Alsfeld angeregt war, wurde einer Kommission über wiesen, welche Vorschläge über den geeignetsten Det machen und ebenso Pläne und Boranschläge aufstellen soll. Die Ausführung des Unternehmens selbst soll der demnächstigen Ferner wurde Landwirtschaftskammer überlassen bleiben. ein Antrag des Verbandes der Schweinezuchtvereine für die Provinz Oberhessen, daß Unterstüßungen an Gemeinden zum Ankaufe von Ebern nun dann verwilligt werden sollen, wenn die betr. Tiere aus Zuchten stammen, deren Besizer eine vom Provinzialverein anerkannte Buchtbushführung vorlegen fönnen, angenommen. Die vom Präfioium vorgelegten Uebersichten über das Rechnungsergebnis pro 1904 wurden gutgeheißen. Außerdem wurden folgende Wahlen vor genommen: Bum Borsigenden der Verwaltungskommission Lauterbach der Jungviehweide wurde Regierungsrat von Bechtold in Lauterbach, zum stellvertretenden Mitgliede beim Deutschen Landwirtschaftsrate Defonomierat Hoffmann zu Hof- Gül, als Mitglieder in die covinzial Herbbuchkommission der Verein einen seiner bewährtesten und hervorragendsten gebracht. Der Ausidy wurde Bürgermeister Rodemer Angersbach und Oberamtmann Hahn- Hof- Tiergarten gewählt. " ** Das Lehrlingsheim des Raufmännischen Vereins hielt, so wird uns geschrieben, gestern Abend um 8 Uhr in der Turnhalle an der Nordanlage seine Weih nachtsfeier ab. Das schö se Lied Stille Nacht, heilige Nacht", von Lehrlingen gesungen, eröffnete die Feier. Eine große Reihe von Couplets, Theaterstücken und Mufitoor trägen, alle von Lehrlingen ausgeführt, folgte. Besonders gefiel bas Theaterstück„ Der Bergschmied" und die Couplets " Dito, der luftige B ccolo"," Die feinen Schneider und das Fußballduett." Das ganz ausgezeichnet aufgeführte Couplet " Leutnant Degen und sein Bursche" beschloß die Reihe der Aufführungen. Darauf folgte die Bescherung der Lehrlinge. ** Die alte Freiw. Städt. Feuerwehr resp. deren frühere und jetzt noch lebende Mitglieder feierten, so schreibt man uns, am rergangenen Samstag im Cifé Ebel in einfach würdiger Wise eine Ecinnerungsfeier an die vor 50 Jahren erfolgte Gründung der Behr. Justizrat Weibig. hielt eine Ansprache an die alten Rameraden, deren es von Jahr zu Jahr weniger geworden sind. Einladungen waren sonst nicht ergangen, da die jest bestehenden beiden Whren, so führte Justizrat Weidig an, schon zweimal ihr 50jähriges Bestehen gefeiert hätten. Nur der Gesangverein heiter keit", zu dem die meisten damaligen Feuerwehrleute später übergingen, war gebeten worden, zu erscheinen und hat den genußreichen mit ausgestaltet. Abend durch wirklich schöne Liedervortäge zu einem recht *** Besitveränderung. Schloffermeister W. Biegen hain faufte das dem Lehrschmied G. Bambert in Gießen gehörige Haus an der Frankfurterstraße 72. ** * Bichmarkt zu Gießen. Bei dem am 11. und 12. Dezember stattgefundenen Martte waren aufgetrieben 1127 Stück Rindbieh, 680 Stüd Schweine. Der nächste Marft findet am 9. und 10. Januar statt. pt Postkarten mit Ansicht. Es scheint noch wenig bekannt zu sein, daß briefliche Mitteilungen auf der Vorderseit der Ansichtspoftfarten nur im Verkehr mit europäischen Bändern zulässig find. Beim Bostamt in Bremen sollen jest täglich tausende von Weihnachts- und Neujahrs- Ansichtsfarten nach Amerika mit derartigen Mitteilungen eingehen, die dann sämtlich mit Nachschußporto belegt werden müssen. Ausschuß des Deutschen Handwerks- und Gewerbetammer-hk. Fürs Handwerk. Der geschäftsführende tages hielt am 13. b. Mis. in Berlin im Beis in vershiedener Mitglieder des Reichstags und des preußis hen Abgeordnetenhauses eine Siging ab. Aus den Verhandlunges ist folgendes hervorzuheben: Der vom Bundesrat bereits angenommene Gesezentwarf betr. Sicherung der Bauforderungen wurde eingehend beraten und stellte sich der Ausschuß im wesentlichen auf den Boden des Entwurfs. wendig und möglich. Insonderheit wünscht er die B Jadessen hält er nos verschieden Berbefferungen für not. fitigung der Bestimmung des§ 9, nach der der Bauvermerk gelöscht wird, wenn nachträglich, d. h. nach Beginn des Baues Sicherheit in der Höhe des 5. Zeiles der voraussichtlich entstehenden Bautosten geleistet wird. Much hält er es Abhilfe diefsta beachtung der genannt feben der Handwerks fie vertretenen Hand fährden und in ihnen über den Handwerk Bundesstaaten herbo $ 103 c im Sinne ebentwurf betr. Befe der dem Reichstage chuß in feiner nächste Die Handwerkslamm tammer bei den Berb 4. Laubach. wurde auf dem Schl eine bedeutende S Röthges, 17 wohner Langwaffer, Schacht stürzte, ift bi Unglüd betroffen wo Grube bei Hungen B Schacht fiel, wo er i erlitt schwere innere zu Gießen übergeführ Gambad, 1 zahlung ergab hier e Bunahme: 60 Persone G. Bom oberen Die welt und verte wurden jahrzehntelan Eisenbahn Stiefmütter Jahren erfreulicherwe bax Laubach- Brebe and nicht jeder Dit ein Bähnchen befom werden, daß der nor bon wo man 2-3 mit der Beit ebenfall 1loffen wird. Leide bergs mehrere Bo bring& hausen Ulrigstein- S fichtlich biefer Projeft We Br Баи 0000000 Felnite Gothae Servelation Baugenwu Hausmacher Leberwur Emil Fischb Biegen en recht glänzenden Fichtlich der von der Reichsregierung gep'anten neuen begünstigt bon den notwendig, daß die Sicherheitsleistung noch erhöht wird.| Berwirklichung eines der Projette noch in weite Ferne ge ermufit- Freunde im hnt wird. ern sprach sich der Ausschuß dahin aus, daß seiner erzeugung nach das deutsche Handwerk in seiner Gesamtrückt. Auch hierin bewährt sich die Wahrheit des alten Sprichworts: Eintracht macht start. Umso erfreulicher ist es, daß die abgelegenften Orte des nordwestlichen Vogels Bekanntmachung der gewillt sei, troß seiner schlechten wirtschaftlichen Lage bergs endlich wenigstens Telephonanschluß befommen. Den die Hausfrauen er seinen besten Kräften zu einer Gesundung der Finanz- Bemühungen eines Schweinehändlers in Köddingen, der Beitig zum Baden ältnisse des Reichs beizutragen, vorausgesetzt, daß es mungen das Baden h neue Steuern in seinen Konkurrenzverhältnissen gegenr den Großbetrieben in Handel und Gewerbe nicht ein19 wegen der Ausdehnung seines Geschäfts - - ein Beweis gegen die Schweinenot Telephonanschluß wünscht ist es gelungen, daß in diesen Tagen die Telephonleitung Brieffaften. In vielen Städten hat der Stadtvorstand in Anbetracht der Lebensmittelteuerung den Beamten eine einmalige Gehaltserhöhung bezw. Remuneration gewährt. Bill die Stadt Gießen diesem schönen Beispiel nicht folgen? Der Dant aller ihrer Angestellten wäre ihr sicher. xy. Deueste Nachrichten. CB. Berlin, 17. Dezebr. Die Revolution nimmt die baltischen Provinzen werden gegenwärtig stark davon von gewissen Personen lastung würde aber eintreten, falls der von der Reichs wird. Wie wir bestimmt erfahren, soll auch im nächsten in Rußland beängstigende Formen an. Namentlich ht wird, indem sie ierung vorgeschlagene Frachturkundenstempel und Frühjahr Stumpertenrod mit Poftamt Großtszwecke einzufammeln, Quittungs stempel eingeführt werden sollten. In Felda telephonisch verbunden werden. Alle 3 Orte haben betroffen. Ganz Kurland und Livland sind in vollem Aufihre eigenen Taschen sem Sinne wird der Ausschuß eine Eingabe an den je 500-600 Einwohner, ihre Berücksichtigung wäre also ruhr, ebenso das dort benachbarte Gouvernement Korno. um in feinem eigenen eichstag richten. Großh. Polizeiamis be des deutschen Fleischerverbandes an den Reichskanzler, Lauterbach gelegenen Teile des Vogelsbergs hat Dank der bewoffaete Banden brennen und morden. Infolgedessen hat sam, in der darauf der sich der Verband dagegen wendet, daß seitens des ruhigen Tätigkeit des bisherigen Kreisrots von Lauterbach, Ditpreußen angewiesen, Schiffe für Libau, Riga und Reval - Ferner wurde beschlossen, eine Einschon längst am Blaze gewesen. Im östlichen im Kreise erstempelten Ausweis leisch versorgung der Städte selbst in die Hand zu fleinste Dorf sein Telephon. fi ftets vorlegen hmen, dergestalt zu unterstüßen, daß der Reichtanzler ertag It wird, anläßlich der Fleischnot alle Maßnahmen zu Ein gewiß feltenes Postfurisoum ist in oben genannten 3 Orten zu finden. Ein Brief des Pfarrers von Stumpertenrod nach seinen Vereins für die meiden, die das Fleischerhandwerk in seinem Fortbestande, 1/ 2-1 Stunde entfernten Filialen Köddingen und HelpersChringshausen- Müde- Ulrichstein machen, welche Reife im Mitau und Riga stehen in Flammen, Libau ist gefährdet, Bülow zu artern, um im Notfall die bedrohten deutschen Reichsangehörigen aufzunehmen. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst Boraussichtliche Wtterung in Hessen für Dienstag, den 16 Dezember. Zunächst etwas aufheiternd, später ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) günstigsten Falle 1½ Tag in Anspruch nimmt.( Allerdings, Bewö fung. Temperatur feine Uenderung. das ist ein Grund, der allein genügen sollte, daß unsere direkte Verbindung herbeiführte. Schon ein Landbriefträger der nächstgelegenen Bostanstalt, dem Rundgang für seinen Dienst vorgeschrieben würde, dü ‹ fte eine kleine Verbesserung bringen. D. R.) Hotel„ Zum Bringen in her tereffen wurde die anbauernbe Nichtberücksichtigung fretär, Detonomierat serte tammern in allen wichtigen, die Gesamtinteressen des treter des Heffiſchen es§ 103 e Abs. 2 ber R. G. O, nach dem die Hand dent gedachte zunächst handwerks oder die Intereffen einzelner Teile desselben be- Poftverwaltung in jenem Bezirk so schnell wie möglich b sfere, i Bußbach und Guts- ihrenden Angelegenheiten gehört werden sollen, seitens vermehteren verliere diedener deutscher Bundesregierungen erneut zur Sprache und hervorragendsten jebracht. Der Ausschuß beschloß, geeignete Schritte zur Biehzucht. Von den übhülfe dies& Misstandes zu ergreifen. Er hält die Nichtweide im nördlichen ihen der Handwerks: bezw. Gewerbekammern bei den durch haltungsgenoffenschaft fe vertretenen Handwerkskreisen auf das Aeußerste zu ge r Kommission über fährden und in ihnen ein Gefühl der Zurückschung gegenignetten Det machen über den Handwerks. bezw. Gewerbekammern derjenigen aufstellen soll. Die Bundesstaaten hervorzurufen, die die Bestimmung des ber demnächftigen§ 103 e im Sinne des Gestgebers beachten. Der Ges ben. Ferner wurde her twurf betr. Beseitigung der Mistände im Baugewerbe, nezuchtvereine für die der wem Reichstage bereits zugegangen ist, wird den Aus. en an Gemeinden zum schuß in seiner nächsten Sigung im Januar 1906 beschäftigen. Digt werden follen, Die Handwerkskammer zu Darmstadt war als Ausschußmen, deren Befiger lammer bei den Verhandlungen vertreten. htbusführung vor rafiium vorgelegten - Laubach. Dem Gräflichen Hoffutscher Krissel pro 1904 wurden wurde auf dem Schloßhofe durch den Schlag eines Pferdes gende Wahlen vor eine bedeutende Kopfwunde zugefügt. waltungsfommiffion ** Röthges, 17. Dez. Absturz. Der hiesige Ande Regierungsrat wohmer Langwasser, der vor 2 Jahren in einen tiefen ertretenden Mitgliede Schacht stürzte, ist dieser Tage abermals von einem ähnlichen tonomierat off Ung laid betroffen worden. Er stellte an der Buderusschen in die Provinzial. Grube bei Hungen Pfähle auf, als er ausglitt und in einen ifter Rodemer. Schacht fiel, wo er in einer Tiefe von 12 m aufschlug. Er hn= Hof- Tiergarten erlitt schwere innere Verlegungen und mußte in die Klinik Gießen übergeführt werden. Raufmännischer Gambach, 17. Dez. Die diesjährige Bolksgestern Abend unzählung ergab hier eine Einwohnerzahl von 1467 Personen; nlage feine Beihana hme: 60 Personen. Stille Nacht, heilige G. Vom oberen Vogelsberg, 17. Dez. Bahubanten. tete die Feier. En Die welt und verkehrabgelegenen Dörfer unseres Gebirges ten und Musitoor urben jahrzehntelang in Bezug auf Post, Telephon und folgte. Besondersenbahn stiefmütterlich behandelt. Das ist in den letzten d" und die Couple Sohren erfreulicherweise besser geworden, wovon der Bahn1 Schneider und das bout Baubach- Grebenhain- Gedern 8eugnis ablegt. Wenn aufgeführte Couplet auch nicht jeder Dt verlangt und verlangen kann, daß er chloß die Reih: der Bähnchen bekommt, so darf doch gewiß verlangt erung ber&-hringe. werden, baß der nordwestliche Teil des Vogelsbergs, Fenerwehr resp. wo man 2-3 Stunden an die Station zu gehen hat, tglieber feierten, foder Beit ebenfalls durch eine Bahn dem Verkehr ernstag im Gifé Ebel offen wird. Leider bestehen in diesem Teile des Vogels angsfeier an die vor gs mehrere Bahnprojekte Mücke- Ulrichstein, Chringshausen Groß- Felda, Alsfeld Faftigrat Weidig aben, beren es von Einladungen waren den beiden Whren, imal ihr 50jährige gverein heiter euerwehrleute später Seinen und hat den e zu einem ret eifter Biegen Bambert in raße 72. Dem am 11. und ren aufgetrieben chweine. Der ar statt. heint noch wenig u auf der Vorber gr mit europäisen in Bremen sollen Reujahrs- Anfights teilungen eingehen, to belegt werben gefhäftsführende b Gewerbelammer im Beif in ver ab bes preußif hen richstein Schotten und gerade dadurch, daß hinfütlich biefer Projekte feine Enigung erzielt wird, ist die + Nieder- Weisel, 17. Dez. 8ur Beit weilt hier ein früherer Burenkämpfer auf Besach, Herr Simon Strauß. Er focht unter Cconje und wurde mit ihm gefangen ge nommen. Längere Zeit verbrachte er als Gefangener auf Neu- Seeland. Er hat verschiedene Verwundungen durch Gewehrgeschosse und Granatensplitter erlitten. Aus dem Gerichts[ aal. Straffammer. - Gießen, 15. Dezember 1905. Durch das Schöffengericht Gießen wurde der Techniker Wilhelm Fillmann in Sießen wegen Körperverlegung zu 1 Monat Gefängnis verurteilt. C: hatte einem Dienstmann ohne Veranlassung ein Bierglas an den Ropf geworfen, daß dieses in Stüde ging und eine erhebliche Verlegung verursachte. Die gegen das Urteil eingelegte Berufung wurde verworfen. Der vielfach bestrafte Küfer Josef Hohmann aus Ober- Ursel wurde wegen ehlerei und Diebstahls zu 1 Jahr 6 Monate Gefängnis und 5jährigem Ehrverluft verurteilt. Er hat zu Friedberg einem Kaufmann einen Ueberzieher gestohlen und während er im Polizeigefängnis untergebracht war, von einer dort ebenfalls inhaftierten Person zwei Tischdecken zugesteckt bekommen, die er zu verkansen suchte. Mit Rücksicht auf seine geistige Minderwertigkeit wurden ihm mildernde Umstände zugebilligt, da ohne diese auf Buchthaus hätte erkannt werden müssen. - Wegen Urkundenfälschung und Betrugs wurde der 14jährige Schreinerlehrling Friedrich Weißmantel aus Darmstadt zu 1 Woche Gefängnis verurteilt. Ec war aus der Zwangserziehungsanstalt zu einem Meister uach Ocleshausen gekommen. Da er wußte, daß dieser von einem Lindwirt in Dübelsheim nach Geld zu bekommen hatte, benußte er den Sonntag, statt zur Kirche zu gehen dazu, um einen Gang nach Dübelsheim zu machen. Er suchte der Landwirt auf und übergab ihm einen Bettel, den er vorher angefertigt und mit der Unterschrift seines Behrherrn versehen hatte, aus dem hervorging, daß er beauftragt sei, für seinen Meister, der Geld nötig habe, eine Abſchlagzzahlung. zu erheben. Es wurden ihm 40 Mt. behändigt, womit er nach dem Bahnhof Büches ging und sich eine Fahrkarte nach seiner Heimat löfte. Kurz vor Abgang des Bujes trat ihn aber sein Meister noch, der ihm das Geld abnahm. Weihnachts- Ausitellung praktischer Geschenke bei Brüder Schmidt. Gießen. 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Wenn ich hier in die Oeffentlichkeit trete, so ist es deshalb, weil ich es zuerst als Pflicht ansehe, dem Herrn Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen, meinen innigften Dant auszusprechen für die Dienste, die mir dessen Blutreinigungstee in meinem schmerzlichen rheumatischen Leiden leistete und sodann, um auch andere, die diesem gräßlichen Uebel anheimfallen, auf diesen trefflichen Tee aufmerksam zu machen. Ich bin nicht imstande, die marternden Schmerzen, die ich durch volle 3 Jahre bei jeder Witterungsänderung in meinen Gliedern litt, zu schildern und von denen mich weder Heit mittel, noch der Gebrauch de: Schwefelbäder in Baden bei Wien befreien fonnten. Schlaflos wälzte ich mich Nächte durch im Bette herum, mein Appetit schmälerte sich zusehends, mein Aussehen trübte fich und meine ganze Körperkraft nahm ab. Nach 4 Wehen langem Gebrauch oben genannten Tres wurde ich von meinen Schmerzen nicht nur ganz befreit und bin es noch jest, nachdem ich schon seit 6 Wochen feinen Tee mehr trinke, auch mein ganzer förperlicher Zustand hat sich gebeffert. Ich bin feft überzeugt, daß Jeder, der in ähnlichen Leiden seine Zuflucht zu diesem Tee nehmen, auch den Erfinder dessen, Herrn Franz Wilhelm, so wie ich, segnen wird. In vorzüglicher Hochachtung 9 Gräfin Butschin- Streitfeld, ( Oberstleutnants- Gattin. Preis: 1 Paket Mk, 2.-, 1/2 Paket Mk. 1.Bestandteile: Innere Nußrinde 56, Wallnußschale 56, Ulmenrinde 75, Franz. Orangenblätter 60, E. y 1giiblätter 35, Scabiosenblätter 56, Lemusblätter 75, Bimmstein 1.5, Totes Sandelholz 75, Bardannawurzel 44, Caiurwurz 1 3 50, Radic. Cariophyll. 3.50, Thinarinde 3 50, E.hngit ourzel 57, Fendel wurzel( Samen) 75, Graswurzel 75, Lapathewurzel 67, Sügholzwurzel 75, Saffaparillwurzel 35, Fenchel, röm. 3.50, weißer Senf 3.50, Nachtschattenftengel 75. Die Bestandteile sind nach einem eigenen Verfahren geschnitten und getrocknet, wodurch der Heilwert speziell erhöht ist. Nicht zu verwechseln mit ge vöhnlicher Handelsware. ,, Vorsicht beim Einkauf". Man weise minderwertige Nach ahmungen entschieden zurück und beachte Namen und die Schuhmarken des Tees. Wo nicht erhältlich, direkter Versandt. Meisterkurse Vergebung von Schlosserarbeit. für Handwerksmeister und Gesellen über 20 Jahre sollen bei ausreichender Beteiligung im Januar und Februar 1905 ab- Freitag, den 22. Dezember d. Js., vorm. 11½ Uhr gehalten werden für Schuhmacher, Schneider, Sattler, Tapeziere, öffentlich vergeben werden. Wagner, Schreiner u. Glaser, Lackierer und Weißbinder, Die Schlosserarbeit für die Herstellung eines Treppen geländers am Verbindungsweg zwischen Liebig und Wilhelmstraße soll Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen Buchbinder u. Portefeuillers, liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht ferner Unterrichtskurse in gewerbl. auf. Angebote auf borgeschriebenem Formular, das Buchführung. Nähere Angaben daselbst erhältlich, find spätestens bis zum borgenannten enthält die Beilage zu Gewerbe- Zeitpunkt an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 20 Tage. blatt Nr. 48 vom 1. Dezember Gießen, den 14. Dezember 1905. 1905. Anmeldungen bezw. Anfragen sind an die unterzeichnete Behörde baldigst zu richten. Darmstadt, 2. Dez. 1905. Großherzogliche Zentralstelle für die Gewerbe. Noad. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Sandgasse 26 eine Wohnung bestehend in Städt. Wohnungsnach- Stube mit Rammer und Borplaz mets Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14 Es find zu vermieten: 2 Wohnung. von 7 Zimmern 233 2 6 " H " 5 " H " 4 11 H " H " 3 1 " fofort zu vermieten. Näheres bet der Bürgermeisteret Gießen, Zimmer 15. Afterweg 13 ist eine Wohnung bestehend aus 2 Zimmer mit Küche und Zube= hör auf 1. Januar zu vermieten. Näh bei der Bürgermeisterei 2 unmöbl. u. 1 möbliert. Zimmer. 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Fertsch dahier ist zur Ausführu nachmittags 3 Uhr, von Entwässerungsanlagen gemäß§ 16 der Polizeibe sollen im städtischen Brandlokale ordnung, die Entwässerung von Grundstücken im Seltersweg 11 dahier, die wegen schluß an die städtische Kanalisation in der Brovinzi 1üdst. Ortskrantentaffebeiträge pro Monat August 1905 gepfändeten hauptstadt Gießen betreffend vom 1. August 1904, Gegenstände, Möbel versch. Art, gelassen worden. 2 Kaffenschränke und 2 Pferde Nach§ 16 der genannten Polizeiverordnung dürf bersteigert werden. Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtis Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unt nehmer ausgeführt werden. Gemmecker, Pfandmeister Ausschneiden und Photographie mitbringen! Nur Abonnenten dieses Blattes erhalten eine Gießen. lebenswahre Vergrößerung nach jeder Photograpbie zum Preise von Mt. 7.50 an aufwärts incl. Rahmen und Glas. Sonderangebot nur bis 15. Januar 1906 ut unsere rühmlichst bekannten Porträts auch hier einzuführen. 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Dezember 1905 wurde in hiesiger Stadt Ober gefunden: 1 Kinderpelzkragen, 1 weißes, seidene Taschentuch, 1 Geldstück, 1 Kapuze un 1 Portemonnaie mit Inhalt; verloren: 1 schwarze Pelzboa, 1 Portemonna mit 90 Mt. Inhalt, 1 Spareinlagebu über zirka 500 Mt. auf den Name Karl Schön 2. in Ruttershausen aus gestellt, 1 braunledernes Portemonna mit etwa 1 Mt., 1 Trauring gez. E. 1905 und eine 10 Pfg.- Marke Inha und eine go dene Kravattennadel mit 4 roten Steinen. Entlaufen ift: 1 Jagdhund( Brauntiger). Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegen stände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 16. Dezember 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung, - Drud und Verlag ( 6. Fortiehung.) Aber plögli Gerda erschien e jenem bellen R gemeinfam gearbe erlebt, aber zwifc Kampf ausgefochte geweinten Träner feste fich nicht, an ihrem Tisch Jeichnung betro besprechen, Har Diefer, b zur Stadt, fa betreffend den Berkehr mit Fenerwerkskörpern. Wir sehen uns veranlaßt, die nachstehenden Be Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntnis, ftimmungen zur allgemeinen Kenntnis zu bringen mit daß während der Zeit der Beurlaubung des Herrn dem Anfügen, daß die Schuhmannschaft angewiesen i Privatdozenten Dr. Volhard vom 15. bis 31. Dezem- Buwiderhandlungen unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. ber 1905 Herr Privatdozent Dr. Soetbeer die Behand- 1. Wer Feuerwerkskörper Frösche, Crafers, lung der Stadtarmen übernommen hat. Schwärmer u. s. w. Bestellungen lagern und vertreiben will, hat werden in der neuen Klinik entgegengenommen. dazu die Genehmigung der Polizeibehörde einzuholen Gießen, den 16. November 1905. Das Gesuch muß schriftlich eingereicht werden und die Die Armendeputation der Stadt Sießen. Namen und Sorten der betreffenden Feuerwerkskörpa, sowie die Angabe der größten Gewichtsmenge, bis welcher die gleichzeitige Lagerung bezw. Verwendung de Feuerwerkskörper beabsichtigt wird, ebenso die Bezeichnung des Orts der Lagerung enthalten. Mecum. Betr.: Beranstaltung von Kollekten. Bekanntmachung. Die Abgabe von Feuerwerkskörpern an Ber sonen, von denen ein Mißbrauch derselben zu be fürchten ist, insbesondere an Personen unter 16 Jahren ist verboten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß Personen die heran nahende Weihnachtszeit benutzen, um teils ohne jeden Ausweis, teils unter Vorzeigung gefälschter Ausweise, Zeugnisse zc. in hiesiger Stadt Gaben, angeb lich für Wohltätigkeitszwecke, einzusammeln. Zuwiderhandlungen gegen diese Bestimmungen werden nach§ 367 3iffer 5 des Reichsstrafgesetzbuchs mit Zum Schutze des Publikums vor derartigen Be- Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft, trügereten achen wir darauf aufmerksam, daß jeder, der soweit nicht höhere Strafen- Gefängnis von dra in hiesiger Stadt Gaben für Wohltätigkeitszwecke ein- Monaten bis zu 2 Jahren nach§ 9 des Reichs sammeln follettieren will, schriftliche, mit dem gesetzes vom 9. Juni 1884 verwirkt sind. Amtssiegel versehene Erlaubnis Großherzoglichen Streisamts Gießen oder der unterzeichneten Behörde mit sich ist das Abbrennen von Feuerwerkstörpern verboten 2. An bewohnten oder von Menschen besuchten Orten führen muß, aus welcher auch zu entnehmen ist, für welchen Zeitraum die Erlaubnis erteilt ist. Zuwiderhandlungen werden nach§ 367 Ziffer 8 Mark oder mit Haft bis zu 6 Wochen bestraft. des Reichsstrafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 150 - Wir ersuchen das Publikum, sich diese Erlaubnis Ständen uns sofort Mitteilung zu machen. stets vorzeigen zu lassen und bet sich ergebenden AnGießen, den 12. Dezember 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Erste, älteste, grösste, verbreitetste, weltbekannte Nähmaschinen- u.Fahrrad45MK Grossfirma M. Jacobsohn, BERLIN N. 24, Linienstr. 128. Lieferant v. Post-, Preuss. Staats- u.Reichseisenbahn- Beamtenverein. Lehrer-, Militär-, Kriegervereinen ganz Deutschl., versendet die neueste deutsche hocharmige SingerNähmaschine ..Krone" 66 für alle Arten Schneiderei, 40, 45, 48, 50 Mark, 4wöchentl. Probezeit, 5 Jahre Garantie. Berühmte erstklassige Marken, Wasch- Maschinen- RollMangel billigst. Militaria- Zollerräder 3 für höchste Ansprüche in Militärkreisen eingeführt, PetroleumHelzöfen, garantiert geruchlos, f. 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Hente zum Opfer bring „ Laß mich autworten. Ba Die Wahr Dans Geo Beyen yung w auf feiner Sei fogar eine Dar Rechnung hat der ganzen We des Deutschen Re Freude begrüßt Jubel, der nichts Die Regierung neuen Deutiden mielen. Die e mit dem engli gedanten auf Bolitit geftel bon 1864 waren. Wir mac auf, wir geden englischer Seite Wir wollen ja fithren, wir w andauern lassen Die Dienste, die gleichgesinnte En auftlärend zu wi uns wieder zu we In England freudiger Anerkennu Maße geschehen, nich Infinitiv empfunden Deutschland und E eben, eine Intere Freilich find Englan Laufmännische Kont Ronfurrenten nicht tenighten die Feind mug- Reben Eng mehr in dem Berb Deutschland bat England gat te'ne berdienen an de