otes Haar ist in Ber mer gefärbt. In der ne Schönheit, und die die Farbe ihrer von ernt. In einigen Lanihrer Tochter ein, um ren Ländern legt man en Bretter, damit sie China, wo die meisten ein schmales, rundes Die chinesischen Mädchen ehr schön zu sein. Die en mit Gold, was beter ern lassen die bei ihren fchen oder dramatischen Die Verwertung dieser fichern. gsten Fällen, und man hllosen Mädchen und für das Auftreten im en? mancherlei Enttäuschunerrichtgeben widmen. el schon verfallen sind wollen, möchten wir peisen, der sich für die die Regie, die Ininftmals nur wenig zu tfaktor der gesamten literarische und musikaeinen feinen Geschmack he Geschlecht entschieden hon im zartesten Kindes. it seinen Puppen, fleidet penzimmer mit Möbeln, die gesamte Regie her. nung zu halten wissen, Ernst, die Gemahlin bar eine ausgezeichnete nem großen Haushalt die, als sie die Diret eitete. die Regie führte affe Stüde zu schreiben. ncherlei Berufen, welche leistungsfähig und zupem neuen Berufe einer pen, das ihrem Naturell ders zusagen möchte. landes Freddy vor zwei Wochen hat er fortwährend gecht bald an der Zeit sein, feiern?" n Sommerhotel( der eben h):„ Hoffentlich wird Ihr drücken, Herr Wirt." anz ruhig sein; es ist mir Sie Ihr Geld herhaben." 1. fich reißt, erwunden, nd Dritte speist under. 3 Ganzes ißt, Kurzer Frift. 5fter Nummer.) leiden= Hervenleiden. Heilerfolge! enzen. 11 kleine stationäre 4-6 P. billigst zu verkaufen penfabrik, Herba CK gute reine Schokolade beebi fattigt! Nr. 245 Jasertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberGeffen, bie Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Sebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Mittwoch, den 18. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgebait monatlich in's Haus gebracht 60 Pfg.. burch die Voit besogen viertel jährt. Dif 1.50. Gratiebellagen: Oberbeffische Jamillenzeitung ih) und die Gießence Seifenbleiwöchen Vita un clica e tragen nanutud. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Obergessen. Die Krifis in Mazedonien. Im alten Wetterwinkel von Europa spitzen sich die Ding wieder einmal zu. Der Groß- Padischah in Konstantinope sträubt sich gegen die Bevormundung durch die übrige europäischen Mächte, die augenblicklich in Mazedonien eir Feld für ihr Eingreifen gefunden zu haben glauben. U:: se Berliner CB- Mitarbeiter hatte Gelegenheit, sich mit einem deutschen Diplomaten über die Sachlage zu unterhal.on. Dabei traten fly... de Gesichtspunkte zutage: Die Gr te haben der Pforte wiederholt dringliche Borschläge gen Einführung von Finanz- und Verwal tungsreformen gemacht. Die vom Großherrn eingeräumten Bugeständnisse, die sich einzig auf eine Neuregelung des Finanz- und Bollwesens bezogen, sind von den Mächten nicht für ausreichend erachtet worden. Weitergehende Zumutun gen aber wurden von der Regierung des Sultans zunächst berzögernd behandelt und, als eine fernere Verzögerung unmöglich geworden war, glatt abgelehnt. Die Pforte zählte ihre Zugeständnisse auf und behauptete, daß diese allen berechtigten Wünschen genügten und die Verhältnisse in Mazedonien befriedigend regelten. Das ist nun die Ansicht der Großmächte nicht, die jetzt, wie man sagt, zu dem Mittel einer Flotten demonstration greifen wollen. Von der Absicht bis zur Ausführung ist noch ein weiter Weg. Vielleicht findet sich während der vorbereitenden Erwägungen noch die Möglichkeit eines gütlichen Abkommens, was um so wünschenswerter ist, als sich nicht absehen läßt, was eintreten soll, wenn die Pforte auch einer Flottendemonstration gegenüber hartnäckig bleibt. Es ist nämlich gar nicht unwahrscheinlich, daß dieser Fall Wirklichkeit wird. Der Nachkomme der Khalifen ist in seinem Land unbeschränkter Herrscher. In seinen Entschließungen aber ist er an gewisse Rücksichten auf Vorschriften des Koran gebunden und das in solchem Maße, daß eine freiwillige Abweichung ihn den Thron kosten würde. Der Scheich- ülIslam, der oberste Wächter des islamitischen Glaubens, steht nicht über dem Sultan; doch kein Sultan darf und wird es wagen, in irgend einer Frage, die nach der Meinung seiner mohammedanischen Untertanen die Religion angeht, gegen die Ansicht des Scheich- ül- Islam zu handeln, weil in solchem Falle dem Scheich- ül- Islam die Befugnis gegeben ist, den Khalifen nicht mehr als„ Beherrscher der Gläubigen" anzuerkennen, d. h. die Gläubigen vom Untertaneneide zu entbinden, ja sie zur Auflehnung im Namen des Propheten zu verpflichten. Die Koranvorschriften, deren solche Bedeutung von der mohammedanischen Welt beigemessen wird, daß um ihretwillen die Staatsordnung förmlich aufgelöst, der Sultan entthront werden muß, tönnen unter Umständen der nichtmohammedanischen Welt recht geringfügig erscheinen. Es kommt aber nicht darauf an, wie wir Außenstehenden darüber denken, sondern einzig maßgebend ist die Auffassung der Mohammedaner selbst. Der Vakuf", d. i. der Grundbesitz der islamitischen Kirche, gilt als heiliges und unantastbares Land, das wohl mit Gewalt genommen werden kann, aber niemals freiwillig abgegeben werden darf, am allerwenigsten in die Hände von Ungläubigen". Wo„ Vakuf" vorhanden ist, darf auch kein nichtislamitischer Gouverneur eingesetzt werden. In Mazedonien ist„ Vakuf", und deshalb darf der Sultan ohne die nicht zu erlangende Genehmigung des Scheich- ül- Islam in Mazedonien keinen christlichen Gouverneur dulden, auch nicht die Verwaltungsreformen einführen, die von den Mächten gefordert werden. Es ist begreiflich, daß der Sultan jeder Möglichkeit el, er trogt, als daß er sich in solche unentrinnbare Gefahr begievt. Daher die Hartnäckigkeit Sultan Abdul Hamids, der sonst in resignierter Nachgiebigkeit geübt ist, dessen Klugheit auch bollkommen ausreicht, ihn erkennen zu lassen, daß die Kräfte feines Reiches ihm keine Aussicht auf erfolgreichen Widerstand gewähren. Er kann nur damit rechnen, daß die Mächte selbst sich scheuen werden, die Exekution zu übernehmen, wäre es auch bloß aus Besorgnis vor Streitigkeiten, die über die teilweise Erbschaft ausbrechen möchten. Die seitherigen Erfahrungen Europas mit den Balkanstaaten sind nicht gerade ermutigend und zur Wiederholung ähnlicher Frperimente verlockend. Auch sind der begehrlicher Anwäi er auf die mazedonische Beute zu viele. Es fehlt überdies nicht an abenteuerlichem Sinn selbst unter gefürsteten Häuptern, bie von einem künftigen südslawischen Kaiserreich träumen und Großmachtsgelüfte baben. Es ist also wohl möglich, daß die Rechnung des Sultans sich als richtig erweist und seine Zähigkeit ihn über die Mot des Augenblicks hinweghifft. Auch sind die Großmächte über die Zwangslage unterrichtet, in der sich der Sultan befindet. Abdul Harid, Sor en weit besserer Kopf ist, als man in Europa gewöhnlich annimmt, wo man merkwürdigerweise sein politisches 1! r= beil aus den Wigsiättern schöpft, ist längst mit dem Gebanken vertraut, daß er seibst oder sein Nacholger irgendmann einmal Europa wird verlasser und nach Klemajien Bh zurückziehen müssen. Im Hinblick auf dieses Ereigni abfen Eintritt sich nicht berechnen läßt, hat er vorschauerd diar die bessere Verbindung Kleinasiens mit den religiöse sentren feines Reiches Sorge getragen, die Ermächtiauna zum Bau der anatolischen Bahnen und der Bagdadbahn gegeben. Nicht um der schönen Augen des Herrn Siemens willen hat gerade die Deutsche Bank die Konzession erhalten. Der Konzessionsinhaber solite eben kein Suffe, kein Fran3ose, fein Engländer sein, sondern der Angehörige eines Staates, der feine selbstische Orientpolitik verfolgt. Sultan Abdul Hamid ist in seinem Herzen vorbereitet, den Staub Europas von seinen Füßen zu schütteln. Er wird es nicht ohne Kampf tun, trok der sicheren Niederlage. Die Niederlage verbietet ihm der Koran nicht, wohl aber verbietet ihm der Koran, verbietet ihm als Wächter des Korans der Scheich- ül- slam den freiwilligen Verzicht auf„ Vakuf", aus irgend ein Stück„ heiligen Landes". Darum wird Sultan Abdul Hamid eher die grüne Fahne des Propheten aufpflanzen, und den Glaubenskrieg verkünden, der die mohammedanische Welt, soweit sie gläubig ist, in seine Dienste zwingt, als daß er eine Nachgiebigkeit zeigt, die selbstmörderisch wäre. Diese Zwangslage, in der sich der Sultan befindet, ist in gewissem Sinne eine schwere Bedrohung des Friedens. Andererseits bildet sie eine eindringliche Mahnung an die Mächte, mit vermehrtem Eifer nach vermitteíndem Ausol h zu suchen. Die Zeit ist nicht dazu angetan, daß man leig n Herzens eine Katastrophe herbeiführen dürste. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Die deutschen Truppen in Deutsch- Ostafrika haben wei tere Erfolge errungen. Nach einer Depesche des Gouver neurs Graf Gößen schlug Hauptmann von Wangenheim, unterstützt von Massai- Hilfskriegern, sechshundert Aufstän dische am 10. Oftober bei fega im Südwesten des Bezirks Morogoro und marschierte auf Widunda weiter. Damit ist der größte Teil des Bezirks Morogoro unterworfen. Im Lindibezirk schlug Hauptmann Seyfried auf Streifzug nach Massassi die Rebellen bei Nyangao. Leutnant Ligspiegel schlug mit Teilen der dritten Kompagnie die Aufständischen aus Umbekuru, Grenzfluß zwischen Kilwa und Lindi. Ma jor Johannes ging mit einem Expeditionskorps auf den Kreuzern Bussard"," Seeadler" und dem Gouvernementsdampfer Kaiser Wilhelm II." nach Kilwa. Das Expedi. tionskorps besteht aus der Kompagnie von der Marwig, der Kompagnie von Kleist, dem Detachement Marine- Infan terie von Schlichting und den Etappentruppen unter Ober. leutnant Frank, zusammen etwa fünfhundert Gewehre, drei Maschinengewehre, fünfzig Hilfskrieger, sechshundert Träger. Das Detachement von Grawert ging gleichzeitig zur Verstärkung nach den Matumbibergen. Die Station Siongea ist durch Oberleutnant Klinghard entsegt worden. " * Zu dem mehrfach erwähnten Burenkomplott in DeutschSüdwestafrika wird berichtet, daß die angeblichen Buren Müller, Liljenfeld, Gildenhuis, Waterson, de la Rey, Brink und Botha festgenommen sind. Waterson wurde inzwischen wegen Eseldiebstahls zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Als das Wahrscheinlichste ist anzunehmen, daß es sich nur um eine im großen Stile angelegte Räuberei handelte. Gefährliche Elemente aus der Kapkolonie sind zur Genüge im Schutzgebiet. Andries de Wet, der inzwischen wieder in Windhuk eingetroffen ist, gibt in einem Brief seinem Abscheu über die Pläne jener Abenteurer und seinem tiefen Bedauern Ausdruck, daß während seiner Abwesenheit jenen Eintritt in sein Haus gewährt sei. Er schreibt u. a.: a, berdienen wir, die wir den Namen ur tragen, etwa alle, mit diesem Lumpengesindel, das sich ebenfalls Bur nennt, über einen Kamm geschoren zu werden?... Warum müssen wir mit dem aus allen Nationalitäten bestehenden Abschaum Südafrikas, bekannt als. ,, national scouts", in einem Atemzuge genannt werden mit Menschen, die wir mehr hassen und verachten, als der Engländer sie je verachtet hat oder der Deutsche sie verachten kann?" * Der in Breslau tagende schlesische Städtetag beschoß zur Fleischteuerung, an den Landwirtschaftsminister und das Staatsministerium die Litte zu richten, die Einfuhr gesunden Schlachtviehs und Fleisches über die Landesgrenze unter den notwendigen veterinären Vorsichtsmaßregeln baldmöglichst freizugeben. Der Leipziger Landwirtschaftliche Kreisverein lehnte die Stellungnahme zur Frage der Fleischteuerung ab unter dem Hinweis, daß die Landwirte kein Interesse an der Verbilligung der Viehpreise haben. Die Konsumenten müßten sich an die jetzigen höheren Fleisch. preise gewöhnen. Norwegen. ** Es herrscht allgemein die Meinung, daß das Storthing dem Prinzen Karl von Dänemark die Krone von Norwegen anbieten werde. Im Fall der Zusage wird die Volksvertretung alsbald zur Königswahl schreiten, da der Vorschlag auf Gründung einer Republik feine Aussicht auf Annahme hat. Die schwedische erste Kammer sprach ebenfalls die Anerkennung Norwegens als selbitändigen Staates ans. Damit ist der Unionsstreit endgültig erledigt. Belgien. ** In Brüssel wurde die von der belgischen Regierung einberufene zweite internationale diplomatische Konferenz zur Herbeiführung eines einheitlichen internationalen Seerechtes eröffnet. Deutschland, England und DesterreichUngarn sind durch offizielle Vertreter beteiligt, roas den Beschlüssen der Konferenz eine bedeutende Tragweite gibt. Deutschland ist vertreten durch den Gesandten in Brüssel Graf Wallwitz und Dr. Duns vom Reichsjustizamt. Außer dem sind vertreten Dänemark, Vereinigte Staaten, Frank reich, Holland, Belgien, Italien, Japan, Schweden. Rufsland. ** Auch bei der Bestattung der Leiche des Fürsten Tru beẞkoi kam es zu blutigen Straßen- Vorgängen in Mosfan. Als Tausende von Studenten von der Bestattung im Don schen Kloster durch die Straßen zogen, wurde, angeblich von einem Agent provocateur, ein Schuß abgefeuert. Darauf hin griffen die Kosaken an. Es entstand ein regelrechter Straßenkampf, bei dem von der Menge mit Stöcken und Steinen, von den Kosaken mit Säbeln und Nagaiken ge kämpft wurde. Fünf Personen wurden durch Säbelhiebe verwundet, darunter zwei Studenten schwer. Die Annahme, daß Fürst Trubeßfoi an Gift gestorben sei, soll durch die Obduktion als falsch festgestellt, der Tod vielmehr durch Bluterguß ins Gehirn erfolgt sein.- In Sosnowiect ließ der Untersuchungsrichter einen Polizeibeamten wegen mehrerer von ihm begangenen Raubmorde verhaften, Afrika. ** Ein neuer Zwischenfall hat sich in Marokko ereignet Der Kapitän und ein Marine- Infanterie- Leutnant von den gestrandeten englischen Werkstättenschiff„ Assistance' wurden von sechs Banditen gefangen genommen. Die Ve gleitmannschaft der beiden Engländer, bestehend aus 21 Askaris, ergab sich, ohne Widerstand zu leisten. Der Haupt mann der Bande. Valiente, zeigt sich erbötig, die Gefangene gegen seinen in Saft gehaltenen Bruder auszuwechseln dustric. Soziales Leben. Drohende Aussperrung in der Berliner Wäsche- InDer Verein Berliner Wäschefabrikanten hat eine Generalversammlung einberufen, in der seitens der Fabrifanten zu dem Streit der Wäschearbeiter und-Arbeiterinnen Stellung genommen werden soll. Vor allem wird in dieser Versammlung auch über eine Aussperrung der nicht streikenden Arbeiter Beschluß gefaßt werden. Die Meinungen der Fabrikanten sind sehr geteilt. Besonders die kleineren und mittleren Fabrikanten, die das Interesse haben, ihre Betriebe, soweit es angeht, offen zu halten, sind Gegner ber Aussperrung, so daß es voraussichtlich nicht zu dieser Begenmaßregel der Arbeitgeber kommen wird. Die Zahl Der Streifenden hat sich beträchtlich vermehrt. Es streiken jetzt fast sämtliche Zuschneider, Wäscherinnen und Plättecinnen. Beendeter Streif. Der seit neun Wochen dauernde pafencrbeiterstreik in Bremen ist durch gegenseitiges Nachjeben der Parteien beendet. Es wurde ein neuer, bis 30. suni 1908 geltender Tarif abgeschlossen. Der Tagelohn jeträgt jegt 4,50 Mark für Schiffs-, 4,20 Mark für Landirbeit. Nab und fern. † Ein Gewinnlos verkauft. Ein Lotteriekollekteur in Ber lin, der noch eine beträchtliche Menge der ihrem Ende zu neigenden Meßer Dombau- Lotterie im Besiz hatte, machte die Entdeckung, daß eines der Lose, das er kurz vorher berkauft hatte, mit 20 000 Mark gezogen sei. Ueberdies wird auch noch versichert, daß der Käufer des Loses die Nummer in der Gewinnliste auf dem Ladentische gesehen habe. † Gruben- Unglück. Auf der Zeche Dorstfeld bei Dort. mund ereignete sich eine Kohlenstaub- Explosion. Ein Häuer wurde dabei getötet, vier andere wurden verlegt. † Radfahrer und Automobil. In Straßburg wurden zwei auf einer Radtour befindliche Sergeanten vom FeldartillerieRegiment Nr. 51 von einem Automobil überfahren. Einer bon ihnen, der Trompeter Kolb, wurde getötet. † Die eigene Frau zum zweitenmal geheiratet. Nach neunjähriger, glücklicher Ehe mußte ein Gastwirt in dem Dorfe Zieslübbe in Mecklenburg sich zum zweitenmal mit seiner Frau standesamtlich zusammengeben lassen. Bei der ersten Ehe war nämlich, wie sich erst jetzt herausstellte, ein Formfehler passiert, insofern der Standesbeamte versäumt hatte, die Eheschließungsurkunde mit seinem Namen zu vollziehen. Der Beamte aber ist inzwischen verstorben. Noch neun andere Ehepaare müssen ebenfalls nochmals die Ehe schließen. † Der unget ene Bürgermeister. Die Unterschlagungen, die der Bürgermeister von Kappelrodeck in seiner Eigenschaft als Rassierer des dortigen Vorschußvereins begangen hat, stellen sich als immer höher heraus. Die veruntreute Summe wird die Höhe von 800 000 Wark erreichen. Der Aufsichtsrat hat sich bereit erflärt, 100 000 Marf zur Ver fügung zu stellen. † Mord. Jr Nen Görgig im Kreise Schwerin an der Barthe wor el leischermeister mit seinem Fuhrwerf ein. gefebrt Tiotiid) tourbe a durch den Ruf, dar sein Pferd tot let herausgeschreckt. Als- Jus der Tür trat n: Je er von zwei Knechten überfallen und festgehalten, wahren ein dritter ihm das Messer in das Herz stieß, so daß der Tod sofort eintrat. In dem Dorfe Hummern in Schlesien wurde der Sohn eines Gastwirts von einem Zimmergeselien ohne Reroofs ermordet. † Deutsche Bundesschießen. Für das 15. Deutsche Bundesschießen, das im Jahre 1906 in München stattfindet, ist das Festprogramm bereits beraten. Der Festbau ist Emanuel Seidl übertragen, dessen Entwurf mit dem ersten Preise ausgezeichnet worden ist. † Eine städtische Schweinemast- Anstalt in Berlin. Die Deputation der Berliner Kanalisation und Rieselfelder hat beschlossen, auf den Rieselgütern eine Schweinezucht, verbunden mit einer Schweinemast, zu betreiben. † Kampf zwischen Dragonern und Zivilisten. In WienerNeustadt kam es zwischen Zivilisten und dreißig Dragonerr zu blutigen Zusammenstößen. Zwei Zivilisten und ein Dra goner wurden lebensgefährlich verletzt. † Ein Unterseeboot in Gefahr. In der Bai von Portsmouth übten drei englische Unterseeboote. Plötzlich bemerkte man von dem begleitenden Torpedoboot- Zerstörer. daß eines der Unterseeboote beim Auftauchen mit dem Hinterteil unter Wasser blieb. Sofort kam Hilfe, und nac angestrengter Arbeit gelang es, die Mannschaft in Sicher heit zu bringen und das Boot in den Hafen zu schleppen. † Die nächste Weltausstellung. Im Jahr 1910 wird in Brüssel eine Weltausstellung stattfinden. Das erforderliche Kapital ist vollständig gezeichnet. Die dazu gehörige Lot terie soll schon 1908 beginnen. Die Bierzeitung. ( Eig. Bericht.) Berlin, 17. Oktober. Eine neue Zeitung ist in Berlin nichts Seltenes, auch nicht ein neues Wochenblatt. Dergleichen zeigt sich jahraus jahrein in unregelmäßigen, kurzen Fristen. Ein Bedürfni ist immer der Anlaß des Erscheinens. Oft nur das Bedürfnis des Herausgebers, sich eine Einnahmequelle zu ver. schaffen. In diesem Fall gibt es meist eine Enttäuschung. Nur das Massenbedürfnis schafft eine Rechtfertigung und damit in der Regel einen Erfolg. Das neueſte Berliner Wochenblatt heißt Das Leben". Auf zwei Quartbogen in rotem Umschlag bringt es eine Menge wohlaus: geführter Bilder mit begleitendem Tert, zwischendurch Ar tikel, die von Trägern bekannter Namen verfaßt sind oder auf solche bekannten Namen sich wenigstens berufen. Da alles für 20 Pfennig. Von einer Tendenz kann nach eine einzigen Nummer kaum die Rede sein. Ist sie vorhanden so versteckt sie sich mehr, als sie sich verrät; sie will eher er raten sein, als daß sie sich aufdrängt. Bilder und Tert predigen auf der einen Seite helle, bedenkenfreie Lebens: freude, zeigen auf der anderen das Elend der Welt unt die notgeborene Verzweiflung. Genau in der Mitte findet sich eine Abhandlung über die Frage:" Sind unsere täglicher Genußmittel Gifte?" Für sie zeichnet ein Ungenannter, dei sich aber auf die unzweifelhafte Autorität des Geheimrats Prof. Dr. Wilhelm Engelmann stüßt. Freilich bürgt nie mand dafür, daß der Ungenannte die Ansichten dieses Di rektors des Physikalischen Instituts der hiesigen Universität richtig wiedergibt. Geheimrat Engelmann nennt durch des Unbekannten Mund die Abstinenzler extremer Richtung geradezu verkehrt, gefahrdrohend und inhuman. Selbst. berständlich ist er ein Feind von Unmäßigkeit, namentlich im Schnapsgenuß, aber die unbedingte Alkoholgegnerschaft hält er für unberechtigt, und namentlich das Bier hat in ihm einen empfehlenden Freund.„ Es ist nicht erwiesen oder nur wahrscheinlich gemacht," sagt er, daß ein Glas Bier täglich einen gesunden, erwachsenen Menschen schädigen müsse." Das ist ein gutes, ein vortreffliches Wort, mag es nur bon Geheimrat Engelmann wirklich gesagt oder mißver ständlich aus seinem Munde gehört worden sein. Das ist unsere aufrichtige Meinung, und die Meinung der Berline Bierbrauer ist es nicht minder. Kein Wunder, daß biese sich über den gelehrten Bundesgenossen gegen die bösen Abstinenzler freuten, denen es gelungen ist, den Bierkonsum und den Alkoholverbrauch überhaupt in schon empfindlicher Weise einzuschränken. Kein Wunder, daß sie danach trach. teten, die Auffassung, die ihrer Meinung und ihrem Interesse entsprach, zu verbreiten. Das konnten sie in der ein fachsten Weise, indem sie 10 000 Exemplare des„ Leben“ abonnierten, um sie in geeigneten Stätten des Vierkonsums berbreiten zu lassen. Damit haben sie dem„ Leben“ und sich selbst gedient und zugleich der schönen Literatur eine Beihilfe geleistet, die sonst aus solcher Quelle nicht kommt. Bisher hatte der Weg die umgekehrte Richtung: die Bierzeitung entstand aus der Bierlaune, jezt soll die Zeitung die Bierlaune hervorrufen. Jeder Weg ist eben nach zwei Richtungen gangbar. - Der Zusammenhang mag, wie eebn geschildert, ganz zufälliger Art gewesen sein. Aber selbst wenn von vornherein ber literarischen Neugründung die Absicht zugrunde lag, bie nach unserer Voraussetzung durch den Zufall gestaltet worden die Brauereien trifft kein Vorwurf. Sie werden burch das Abstinenzlertum wirklich bedrängt, und man darf Ihnen nicht berargen, daß sie sich ihrer Haut wehren. Sie haben sich schon in rührendem Entgegenkommen bequemt, Selterwasserfabriken im Nebenbetrieb einzurichten, um auf biese Weise zu den untreu gewordenen Abnehmern von ehebem doch in irgend einer Beziehung zu bleiben. Das ist aber ein in jedem Betracht schwacher Ersatz, denn selbst der ifrigste Wasserfreund wird nicht auf den Gedanken verfallen, etwa eine Selterwasser- Kneiperei zu veranstalten. Die Brauereien handeln darum nur nach dem gefunden Brundsaß, leben und leben lassen", wenn sie„ Das Leben" elbst ein wenig in die Hand nehmen. Der Landwirt. gh Winterkohi. Das nüßliche Gemüse darf nicht zu früh und nur bei trockenem Wetter geerntet werden. Zeigen voi der Ernte die Köpfe Neigung zum Plazen, ein Umstand, der meist bei andauerndem Regen im Herbste eintritt, se hat man nur nötig, die Pflanzen mit einem fräftigen Nud auf die eine Seite herüberzubiegen, am zweckmäßigsten auf die entgegengesette ihrer bisherigen Lage. Hierdurch wird die Vegetation wegen des Abreißens vieler Würzelchen teilweise gestört und so das Plazen verhindert. Zur Aufbewahrung für den Winter werden die Kohlköpfe in der Nähe des Schornsteins oder im trockenen eller am Strunk aufgehängt, doch alljährlich macht man die Erfahrung, daß die Köpfe sich auf diese Weise selten länger als bis Neujahr halten. Bei dem folgenden Verfahren halten sie sich jedoch oftmals bis Ostern. Man nimmt die Kohlköpfe mit der Wurzel aus der Erde und legt sie, den Kopf nach unten, den Strunk mit der Wurzel nach oben, einen neben den anderen platt auf die Erde an die Mauer des Hauses und deckt sie dann erst mit trockenem Laub oder Stroh; hierüber wirft man eine Lage von ungefähr 30 Zentimeter Sand und auf diesen, damit der Sand nicht bei abschüssigem Boden abgeschüllt wird, eine dünne Lage Erde. Kunft und Wissenschaft. MO Forschungsreise nach Tibet. Der Forschungsreisend Swen von Hedin ist nach Konstantinopel abgereist, von me er eine abermalige Forschungsreise nach Indien und Tibe: antritt. Seine Forschungen werden sich namentlich über das Quellengebiet des Indus und des Brahmaputra sowie über das große Seengebiet in Zentraltibet erstrecken. Die Koster dieser Reise werden auf 100 000 kronen veranschlagt, die bon König Oskar von Schweden, Emanuel Nobel und meh reren schwedischen Privatmännern getragen werden. Aus dem Gerichtssaal. § Der Ehescheidungsprozeß im Hause Koburg. Der Gothaer Gerichtshof beschloß, die Verhandlung bis zum 30. Oftober zu vertagen. Es soll dann die Entscheidung über die Kompetenzfrage bekannt gegeben werden. Von beiden Parteien sollen bis dahin die Vergleichsbedingungen genau präzisiert werden. Der in der Verhandlung von den beiderseitigen Vertretern vereinbarte Vertragsentwuf zwi schen dem Pinzen und der Prinzessin von Koburg besagt: Der Prinz zahlt an die Prinzessin von Koburg wie bisher eine Apanage von 6000 Mart monatlich. Der Prinz zahlt ferner 120 000 Mark zu Händen des Advokaten Visontai Weitere Ansprüche werden von der Prinzessin nicht erhoben Nach erfolgter Ehescheidung führt die Prinzessin den schon jezt benutten Namen und Titel:„ Luise, Prinzessin von Bel gien". Mit Rücksicht auf die Einigung der Prozeßparteien und auf die Anwendbarkeit fremden Rechtes, das den Aus spruch eines Verschuldens nicht verlangt, soll durch das Ge richt die Ehetrennung ausgesprochen werden, ohne daß die Schuld einer Partei festgestellt wird. § Nachklang zur Seeschlacht der russischen Flotte gegen die Huller Fischerboote. Der Matrose Weyer vom Linienschiff ,, Kaiser Wilhelm II." stand in Kiel vor dem Kriegsgericht. Bei der Ausreise der russischen Flotte nach Ostasien wurde der an die Hamburg- Amerika- Linie vercharterte Flens. burger Kohlendampfer„ Elisabeth" nach Schottland zum Kohlennehmen und dann mit versiegelter Order in See geschickt. Auf See eröffnete der Kapitän der Mannschaft, daß das Schiff Kohlen für die russische Flotte an Bord habe. Die Fahrt ging dann nach Vigo, wo das russische Kriegsschiff Borodino" eintraf und seine Bunker auffüllte. Die Mann schaft der„ Elisabeth" erfuhr von der Doggerbankgeschichte. Die Elisabeth"-Leute fürchteten, daß sie in die Kriegswirren mit hineingezogen werden würden, und verweigerten den Gehorsam, so daß das Schiff nicht abfahren konnte. Des. halb hatte sich Weyer zu verantworten. Das Kriegsgericht sprach ihn frei, indem es erklärte, die Matrosen hätten sich nicht für fremde Kriegsgeschäfte verpflichtet fühlen können, und handelten demgemäß zu Recht. Der Gerichtsherr will die Frage ans Reichsgericht bringen, um eine prinzipielle Entscheidung herbeizuführen. Vermischtes. = Auf der Suche nach dem Lieblingshund. Die Polizeibehörde in Hamburg erhielt aus Paris von einer Frau Gillmore, London, Portland- Street 106, die Mitteilung, daß ihr in London ein irischer Terrier- Hund auf den Namen Bat" abhanden gekommen sei und daß sie für die Wiedererlangung des Hundes eine Belohnung von 100 Mark ausgesetzt habe. Frau G. befindet sich augenblicklich, auf der Suche nach ihrem Hund, in Paris, fährt dann nach Leipzig, Dresden, Hamburg usw., um ihren Liebling wieder zu erlangen. Lokales 18. Oftober 1905. ** Parlamentarisches. Eine bei der Zweiten Rammer eingegangene dringliche Anfrage des Abg. Bähr geht dahin: 1. Ist der Großh. Regierung bekannt, daß die Esenbahn- Direktion Frankfurt a. M. den Bahnwärterposten Nr. 48, einen der wichtigsten und schwierigsten der Strecke Gießen Gelnhausen durch einen Invaliden besetzen will? 2 Ist die Goßh. Regierung bereit, bei der Direktion dahin zu wirken, daß dies im Interesse der Sicherheit der Reisenden unterbleibt? ** Turch Beschluß Großherzoglich n Ministeriums des Innern vom 13 Oftober ist die amtliche Bezeichnung „ Großherzogliche Chemische Prüfungs- und Ausfunfestation für die Gewerbe" in" Broßherzogliche Chemische Brüfungsstation für die Gewerbe" abgeändert worden. ** Em Mittwoch, dem 25. ds. Mts., vormittags 19 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial. Ausschusses der Proving Oberheffen mit folgender Tages. ordnung statt: 1. Gesuch des Johs. Altensen zu Gießen um Erlanbnis zum Schantwirts haftsbetrieb im Hause BruchStraße 12. Gesuch des Johann Georg Seipp zu Gießen um Erlaubnis zum Schankwirtschaftsbetrieb. 3. G such des Michael Desch zu Bleichenbach um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft. 4. Besuch des Heinrich Wolf III. zu Ranktadt um Erlaubnis zum Betriebe einer Gastwirtschaft. Vortrag. Der Kaufmännische Verein und der Ortsgewerbeverein Gießen eröffnen heute Abend im Neuen ** * - Waschlüche des Hauses eingemauerte, gut er brochen und geftoblen. Ettingshanfen, 16 Gemeinderates Grünberg, Saalbau ihre Vortragsreihe 1905/06 mit dem Vortrag des Reallehrers Will über Benedig. Die Ausführungen werden durch zahlreiche Lichtbilder illustriert. Jedermann ist willtommen. ** Der Theater- Verein Gießen beginnt den mit Beer Hoffmanns neuem Schauspiel„ Der Graf von Charolais". Das Stück erschien gegen Ende vorigen Winters und wurde zuerst vom Hofburgtheater in Wien zur Aufführung gebracht. Anfangs dieser Saison folgten die meisten großen Bühnen, darunter Frankfurt und Wiesbaden. Für die Darstellung der Titelrolle ist der Heldendarsteller des Wiesbadener Hof Theaters, Hermann Leffler, gewonnen. Cyllus seiner sechs Vorstellungen am Dienstag, dem 31. Dft.ingen bewilligten 40 00 = Ein oberhessisches Bosauenfeft fand am b die Angelegenheit für Revolterung der beteiligten brochen. Sie beabsichtigt beforgen. boblottieren und ihre E Gleichzeitig rob- Steinbad ing& hausen- M afgetaucht. Unfere fürzli Intereffe der Stadt Gr Sonntag zu Friedberg statt. Unter den auswärtigen ganzen Bahnprojektes ge Bereinen befand sich auch der Gießener Bosauenchor.hr Bedeutung. Während des Festgottesdienst in der Stadtkirche spielten 90 Bosauenbläser. * Friedberg, 17. D Fanffurt ift vom Minift * Montag- Vormittag wurde im Hörsaale des chemischen gemeinenen Vorarbeiten Instituts der Technischen Hochschule zu Darmstadt durchgen- Bad Nauhein Geheimrat Haas der erste halbjährige Lehrgang der deutschen Nieder- Wörlen, Oberlandwirtschaftlichen Genossenschaftsschule eröffnet. horn, Aranzberg na Die Zahl der Teilnehmer beträgt 44, darunter auch solche turg Ufingen. Des an vom Auslande. * Geschäftemanne tätiger Fahrbursche wußte das Vertrauen Entwürdigkeiten reiche Ufa Bubbad, 17. Oftober ** Diebstahl. Ein seit furzer Zeit bei einem Gießener weit ftarten Fremdenve seines Herrn derartig auszunüßen, daß er ihm aus dessen in Bittlichkeitsverbrec Hose, die ihm während des Schlafes des Geschäftsmannes zugängig mangels Beweise wieder auf war, die darin befindlichen Schlüssel an sich nahm, den Kassenschrank damit öffnete, dareus ca. 400 Mt. entwendete und dann verschwand. Nieder- Weifel, 17 haltung. Dr. Werner- Be deutschen Landwirtschaftsgefe Budhtvereins die Viehbestän Bigung der fämtliche * Die Beseitigung des Zeugniszwangs für autinpettor Leithiger- lef Redakteure. In Man schreibt der Darmst. 3tg.": Wenn die Beschlüsse der Kommission für die Strafprozeßreform Gesetz werden sollten, so würde das Zeugniszwangsverfahren gegen Redalteure, das schon so oft Anlaß zu ärgerlichen Erörterungen gegeben hat, nur noch in sehr seltenen Fällen zur Anwendung gelangen. Die Kommission hat nämlich eine Bestimmung getroffen, durch welche die Zeugnispflicht der Redakteure, wenn auch nicht formell, so doch faktisch in den meisten Fällen beseitigt wird. Es wurde nämlich beschlossen, daß fünftighin jeder Zeuge das Recht haben soll, sein Beugnis nicht nur in Bezug auf einzelne Fragen, sondern ganz zu verweigern, wenn die Gefahr für ihn besteht, wegen der strafbaren Handlung, die den Gegenstand der Unters suchung bildet, selbst als Täter oder Teilnehmer strafrechtlich verfolgt zu werden. Da nun§ 20 Abs 2 des Reichs. preßg f es bestimmt, daß der verantwortliche Redakteur als Täter zu bestrafen ist, wenn nicht durch besondere Umstände die Annahme seiner Täterschaft ausgeschlossen ist, so besteht für ihn auf Grund dieser Bestimmung die Gefahr der Bestrafung und er wird demgemäß nach dem Beschlusse der Kommission sein 8 ugnis verweigern fönnen. Ja, selbst wenn, wie das Preßgesetz sagt, die Annahme seiner Täterschaft durch besondere Umstände ausgeschlossen ist", so wird er auch dann noch meistens das Zeugnis verweigern fönnen, weil er in diesem Falle noch immer gemäß§ 21 des Preßgefezes Gefahr läuft, wegen Fahrlässigkeit bestraft zu werden. *** Kriegsspiel der Turner. Die Grundidee zu dem am kommenden Sonntag in der Gegend von Frankfurt und Darmstadt vor sich gehenden Kriegsspiel des Mittel rheinischen Turnkreises ist.. Eine Süd- Abteilung sucht Darmstadt gegen eine siegreich vordringende Nord- Abteilung zu verteidigen. Das Vorgehen beider Parteien geschieht unter militärisch geschulter Führung und mit Zuhilfenahme von Radfahrern. Das Spiel wird bei jeder Witterung ausgeführt. Bei einigermaßen gutem Wetter ist eine starke Beteiligung anzunehmen, sodaß die Uebung auch für Zuschauer von Ja teresse sein wird. T *** Frostspanner. Mit dem Herbst stellt sich auch ein unliebsamer Geselle, der Fraftspanner ein. So harmlos er aber auch aussieht, ein so gefährlicher Feind des Obstbaues ist er. Die Männchen sind geflügelt und man fann sie oft herumschwirren sehen, die ungeflügelten Weibchen friechen dagegen an den Stämmen empor, um ihre winter. harten Eer abzu'agern. Ergreift man nicht rechtzeitig Gegen maßregeln, so bringt das fommende Jahr einen storten Raupenfraß. Als wirksames Mittel zur Bertilgung dieses Schädlings ist das alsbalbige Anlegen von Raupenleim ringen um die Bäume zu empfehlen. Bei den jüngeren glattrindigen Bäumen wird ein Streifen geölten Papiers, der mit Raupenleim bestrichen wird, mittels Bindfadens am Stamme etwa ein Meter über dem Boden befestigt; bei älteren Bäumen mit bortiger Rinde empfieht sich das direkte Auftragen des Raupenleims auf den Stamm. Die zeitweise Erneuerung des Leims ift anzuraten. Das Mittel verhindert das Emporkriechen der Eier legenden Beibchen am Stamme. - * Krofdorf, 15. Dftober. Lehrer Wilhelm Frisch Holz aus Vollnkirchen ist zum Lehrer an der evangelischen Schule dahier endgültig ernannt worden. Einstweilig er nannt ist ferner Lehrer Friedrich Höhn aus Leun an der evangelischen Schule zu Allendorf. = Allendorf a. Lahn. Nach angestellten Messungen hat sich ergeben, daß die über dem Dorfe liegende Quelle geeignet erscheint, zur Speisung einer Wasserleitung zu dienen. Die Gemeinde fönnte bei Ausführung des Projektes auf die billigste Weise zu einer ausreichenden Wasser versorgung gelangen. 94 ▲ Allendorf( Lahn), 16. Oftober. Lehrerwechsel. Lehrer Bach trat als Einjährigfreiwilliger beim Train bataillon in Darmstadt ein, an sine Stelle fam Lehrer Back. * Limburg, 17. Oftober. Ein Waschteffel ges stohlen. En äußerst verwegener Diebstahl, weil um ständlich und zeitraubend in seiner Ausführung, ward in ausgeführt. einer der letzten Nächte hier Aus der Gemeindetall untergebrach proden fh fhr anerkennend Rühe und Rinder der äußerten fie u. a, daß die unferer Gemeinde sehr gu die Gemeinde ein sehr * zur Bebung der But feb Mainz, 17. Dito erfolgten im dritten S Bon den Eingeäscherter * Neu- Isenburg, wani te fich in einer e Minifterium um E Reu Ffenburg. Vircho Neu er Spezia aller A Ers Reparature Lud Sel fd Б Baschküche des Hauses Wörthst aße 1 wurde nämlich er eingemauerte, gut erhaltene fupferne Waschkessel ausbrochen und gestohlen. Auch eine Jbee. 06 mit dem Vortrag des Die Ausführungen werden ert. Jedermann ist will n Gießen beginnt den am Dienstag, dem 31. Oft. Schauspiel Der Graf ic erschien gegen Ende it bom Hofburgtheater in Anfangs dieser Saison AEttingshansen, 16. Dft. Ueber den Beschluß des Bemeinderates Grünberg, wonach derselbe die nach vielem Drängen bewilligten 40 000 Mt. Obligationen zurückgezogen nd die Angelegenheit für erledigt erklärt hat, ist unter der Bevölkerung der beteiligten Orte eine große Entrüstung aus jebrochen. Sie beabsichtigt, so schreibt man uns, Grünberg Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 13. Oftober 1905. Der Taglöhner Ludwig Roth 2. von Daubringen ist in die Wohnung seines Vetters Jakob Knöß eingestiegen und hat durch Aufbrechen von Türen und Schränken einen Geldbetrag von 103 Mt. gestohlen, den er in Gießen zum größten Teil durchbrachte. Unter gleichen Umständen n, darunter Frankfurt und boykottieren und ihre Einfäufe in Laubach und Lich zu stahl er seinem Onkel Heinrich Walter zwei Mt. Er wurde Der Titelrolle ift der Helden besorgen. Gleichzeitig ist das Projekt GießenSteinbach- Burkhardsfelden Innerod - - of Theaters, Hermann ttingshausen Münster Laubach wieder - ufgetaucht. Unsere fürzlich veröffentlichte Mahnung, die zu einer Gesamtstrafe von 2 Jahren Gefängnis verurteilt. Karl Schwab von Nidda hat dem Spengler Mantel dorten 2 Eichenpfähle gestohlen. Das Schöffengericht ver urteilte ihn zu 3 Wochen Gefängnis. Er legte Berufung ein, Bojanenfest fand am Interesse der Stadt Grünberg wie auch im Interesse deren sich die Staatsanwaltschaft anschloß. Die Straffammer Unter den auswärtigen es ganzen Bahnprojektes geschah, gewinnt hierdurch umso- ert öhte die Strafe auf 2 Monate, indem sie seine Vorftrafen Gießener Bofauenchor. chr Bedeutung. der Stadtkirche spielten Die Eisenbahndirektion * Friedberg, 17. Oftober. frankfurt ist vom Ministerium beauftragt worden, die für δας Bahnprojekt straferhöhend in Betracht zog. Werner Trabandt und seine Frau zu Lauterbach haben in Gemeinschaft mit Jost Schwing des ersteren Bruder mißhandelt, sodaß er längere Zeit an den Folgen zu leiden hatte. Trabandt und strebungen und des Dramas, des Theaters und der Oper, erscheint jeden Donnerstag im Umfang von 24-32 Seiten und fostet: die Einzelnummer 20 Bf., vierteljährlich 2 Mr. Biesener landwirtschaftlicher Wetterbient Boraussichtliche Witterung in Hessen für Donnerstag, den 19 Oftober. Vorwiegend trocken und heiter, höchstens im Norden Oberhessens geringe Niederschläge, Nachtfrost. ( Näheres durch die Gießener Betterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 2. Es können eingestellt werden: 1 landw. Magd, 4 Bergleute, 3 Arbeiter zum Brikettverladen, Bau- und Maschinenschlosser, 2 Spengler, 6 Former, 6 Dreher, 8 Schmiede, 1 Schriftsezer, 3 Schreiner, 2 jüngere Hausburschen, 2 Friseure, 2 Schuhmacher, 2 Jnstallateure, Erdarbeiter, Erdarbeiter, 1 Weißbinder, 1 Buchdrucker, im Hörsaale des chemischen gemeinenen cige Lehrgang der deutschen über Nieder- Mörlen, Ober- Mörlen, Langenhain, Biegenberg, Gefängnis, während die Frau mit einer Geldstrafe von mädchen, 1 Kindermädchen. enschaftsschule eröffnet. Bernborn, Kranzberg nach Usingen in den Bahnhof 50 Mt. durchfam. Ihre Berufung wurde verworfen. Nauheim vorzunehmen. Schwing das Jahr Dienstmädchen, Lauffrauen und Lauf44, e wußte das Vertrauen an fich nahm, den Kaffen Denkwürdigkeiten reiche Usatal wird durch die Bahn einen er Zeit bei einem Gießener noch weit starken Fremdenverkehr erhalten. * Butzbach, 17. Oktober. Die hier unter dem Verdachte baß er ihm aus biffen eines Sittlichkeitsverbrechens Verhafteten wurden gestern Geschäftsmannes zugängig mangels Beweise wieder auf freien Fuß gesetzt. ? Nieder- Weisel, 17. Oftober. Gemeindefafel400 Mt. entwendete und haltung. Dr. Werner- Berlin besichtigte im Auftrage der Deutschen Landwirtschaftsgeselschaft in Begleitung des Tier8 Zeugniszwangs für jucht inspektor Leithiger- Alsfeld bei einigen Mitgliedern des er Darmſt. 3tg." Wenn Buchtvereins die Viehbestände. Gleichzeitig fand auch die für die Strafprozeßr form Besichtigung der sämtlichen Faseltiere, welche in einem as Beugniszwangsverfahren Gemeindeſtall untergebracht sind, statt. * Beide Herren oft Anlaß zu ärgerlichen sprachen sich sehr anerkennend über die von ihnen besichtigten och in sehr seltenen Fälle ühe und Rinder der Simmentaler Rasse aus. Auch Kommiffion hat nämlig äußerten sie u. a, daß die Bucht der vorgenannten Rasse in welche die Brugnißpfli unserer Gemeinde sehr gute Fortschritte gemacht habe, daß rmell, so doch faftisch in die Gemeinde ein sehr schönes Faselmaterial befize, welches Es wurde nämlich be zur Hebung der Zucht sehr viel beitrage. e das Recht haben foll Mainz, 17. Oftober. Im hiesigen Krematorium feinzelne Fragen, sondern erfolgten im dritten Quartal d. J. 39 Einäscherungen. hr für ihn besteht, wegen Von den Eingeäscherten waren 27 Männer und 12 Frauen. Gegenstand der Unter* Neu- Isenburg, 17. Oftober. Der Gemeinderat er Teilnehmer strafrechtlich wani te fich in einer erneuten eingehenden Eingabe an das 20 Abs 2. des Reichs Ministerium um Errichtung eines Amtsgerichts in antwortliche Redakteur als Neu- Isenburg. durch besondere Umstände usgeschloffen ist, so besteht mung die Gefahr der Be nach dem Beschlusse der rn fönnen. Ja, felbft wenn, Annahme feiner Täterschaft hloffen ift", so wird er auch 8 verweigern fönnen, weil emäß§21 bes Breßgefres it bestraft zu werden. rner. Die Grundidee zu der Gegend von Frankfurt en Kriegsspiel des Mittel Eine Süd- Abteilungfud ordringende Nord- Abteilung eider Parteien geschieht unter und mit Buhilfenahme vo jeder Witterung ausgeführt. ift eine ftarfe Beteiligung uch für Zuschauer von Ju dem Herbft ftellt sich aug Spanner ein. So harmlos ährlicher Feind des DbF geflügelt und man fann ungeflügelten Weibchen empor, um ihre winter man nicht rechtzeitig Geger mende Jahr einen forlen ittel zur Bertilgung bi Inlegen von Raupeleim hlen. Bei ben jüngerez Streifen geölten Bapier b, mittels Bindfadens am dem Boden befestigt; Rinde empfieht sich das ms auf den Stamm. Die ift anzuraten. Das Mitt Der Eier legenden Weibcher Lehrer Wilhelm Fris Lehrer an ber evangelifden nt worden. Einstweilig rich Söhn auß lendorf. Rad angeftelli Reffunge bem Dorfe lgende Quelle einer Wafferleitung ei Ausführung bes Projettes mer ausreichenden affer Ottober. Lehrerwechiel. freiwilliger beim Train fine Stelle Lam Lehrer Ein Waihleffel ge gener Diebstahl, weil um mer Ausführung, warb in raußgeführt. Aus ber Seen hat zu Riederbügen, wo er in Diensten stand, einem Mitknecht ein Zehnmarfstück gestohlen. Er wurde in eine durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt erflärte Gefängnisstrafe von 20 Tagen genommen. Adolf Krieb zu Friedberg hat den Maurermeister Hottes wegen Beleidigung verklagt, weil er ihn öffentlich aufgefordert hatte, ihm den Restbetrag für ein ihm erbautes Haus zu zahlen. Er wurde durch das Schöffergericht zu 6 Mart Geldstrafe verurteilt und dem Kläger die Befugnis zur Veröffentlichung zugesprochen. Das Urteil wurde aufgehoben und auf Freisprechung erkannt. Von S. J. - - Literarisches. - , Die Schaubühne", herausgegeben von Siegfried Jakobsohn, enthält in ihrer fiebenten Nummer vom 19. Oftober: Kleist und das Drama. Von S. Lublinst.. Comédie. Dramatischer Nachwuchs. Von Julius Bab. VI. Echnißler und sein Zwischenspiel". Von Willi Handl. Die Neue freie Voltsbühne. Von Gustav Landauer. Zur Renaissance der Pantomime. Von Karl Freiherrn von Levezow. III. Freiherrn von Levezow. III.- Rundschau.( Ferdinand Bonns Berliner Theater. Von S. J. Guerrero. Von G. A Mounet- Sully. Par Jean Richepin). " - - - - - Die Schaubühne", Wochenschrift für alle fünstlerischen BeVirchow über den Kaffee: " - " Man ist nun endlich auf die Wahrheit gekommen, daß das Koffein*) ,, nichts mehr und nichts weniger als ein die Nerven stark anregender und, ,, in größerer Menge genossen, geradezu giftiger Körper, ähnlich wie der ,, Branntwein, ist. Abgesehen von dem Zucker und der Milch, diesen guten ,, Geistern, die man dem Tee und Kaffee zusezt, haben diese als Nahrunge,, mittel gar keine Bedeutung. Sie sind Genußmittel und in manchen Stücken ,, mit zwei anderen sehr gewöhnlichen Reizmitteln verwandt, mit Bein und Schnaps, denen man wohl Zucker, aber Milch wohl kaum zuzuseßen pflegt. ,, Koffein sowohl wie Alkohol find giftige Substanzen, ersteres überwiegend ,, teizend, letterer zuerst reizend, dann schnell lähmend. Beide haben be= ,, deutende Nervenwirkungen und können daher leicht mißbraucht werden." Dieses Urteil des großen Pathologen haben die neuesten wissenschaftlichen Forschungen glänzend bestätigt und wertvoll ergänzt. Es beweist jedenfalls zur Genüge, daß es bedenklich und unter Umständen sogar gefährlich ist, Bohnenkaffee regelmäßig auf die Dauer zu ge, nießen. Die meisten Aerzte empfehlen deshalb den Kranken wie den Gesunden Kathreiners Malzkaffee als tägliches Getränk, weil dieser, laut Gutachten der erster Autoritäten, auch nicht den geringsten schädlichen Bestandteil enthält, wohl aber von gehaltreicher Beschaffenheit und würzigem, kaffeeähnlichem Wohlgeschmack ist, der ihm durch ein eigenartiges, patentiertes Verfahren mitgeteilt wird. Man mache gleich, lieber heute als morgen, einen Versuch mit dem echten Kathreiners Malzkaffee, den man vor allen Nachahmungen untrüglich daran erkennt, daß er nur in geschlossenem Paket mit Bild und Unterschrift des Pfarrer Kneipp als Schutzmarke zum Verkaufe kommt. *) Koffein ist der wirksame Bestandteil des Kaffees! Neu eröffnet! - Neu eröffnet! Spezialgeschäft f. Hüte u. Mützen aller Art, sowie Herrenwäsche etc. Erstklassige Fabrikate. Reelle Bedienung. Reparaturen, sowie Auffärben von Hüten wird prompt besorgt. Ludwig Stühler, Giessen Seltersweg 77( neben dem früheren Kaisergarten). 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Um der zur Zeit herrschenden Fleischvertenerung bormittags 11 Uhr entgegenzuwirken, hat die Stadtverordnetenversammlung versteigere ich auf Orweldsbeschlossen, in Verbindung mit einer Seefischgroßhandlung warten dahier im Auft as des eine billige Seefischversorging dahier einzuführen. In Gemäßheit dieses Beschlusses wird nunmehr die Stadtverwaltung am nächsten Freitag, den 20. d. t., vormittags 8Uhr beginnend einen Viehhdls. Jul. Kahn in Hungen eine Kuh gegen Barzahlung. Born, Gerichtsvollzieher, Gießen. Die | Haupt- Agentur Städtischen Seefischmarkt Haupt- Agentur in den städtischen Marktlauben eröffnen. einer eingeführten deutschen FenerDieser Markt wird, sofern sich durch entsprechenden". Glas- Verſicherungs- A. G. vergeben. Hohe Bezüge werden Umsatz die Notwendigkeit und Zweckmäßigkeit desselben ist für Gießen und Umgegend zu Bewerber, welche be= bestätigen sollte, bis auf weiteres jeden Freitag stattfinden. gewährt. Die hierbei zum Verkauf fommende Ware ist nur befter frischeſter Qualität( von Bezug der minderwertigen Ware soll abgesehen werden) und wird von der Stadt zu den Selbstkostenpreisen und ohne jeglichen Gewinn abgegeben. Die zum Verkauf kommenden Fischarten werden nebst den Verkaufspreisen kurz vor dem Markt bekannt gegeben. Gießen, den 14. Oftober 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Eine größere Anzahl schlachtreife Schweine zu kaufen gesucht. Off. a. d. Erp. d. Bl. erb. Wirtschaft zu verpachten. Junger Schreibgehilfe mübt sein wollen, das bestehende Geschäft tatkräftig zu erweitern u. zu vergröße n, wollen ihre Adreſſe sub. T. C. 1563 an baafen stein& Vogler, A.-G., Köln, gelangen lassen. 600 hl Bier, viel Schnaps und mit schöner Handschrift, sofort Cigarren, nur 10Glas. Makler gesucht. Näheres in der Exped. verbeten. Off. u. 8000 an die dieses Blattes! Exp. d. Bl. erb. VI. Seffisch- Thüringische Staatslotterie Biehung VI. Klaffe.( 12. Tag) 17. Oktober 1905. U er obne Koften- Betr.: Volkszählung. Bekanntmachung. vorschuss und Am 1. Dezember I. Js. wird im deutschen Reid Teilhaber sucht oder eine Volkszählung stattfinden. Zur Ausführung derselbe diskret Grundstück, Geschäft in hiesiger Stadt bedürfen wir einer größeren Anza Fabrik, Gasthof, Restaurant, Land- als Zähler geeigneter Personen und fordern daher di gut, Ziegelei, Mühle, Molkerei, jenigen, die sich als solche, fet es unentgeltlich, set e Bäckerei 2c beifaufen will, wende gegen Bezahlung, beteiligen wollen, auf, sich bis spätestens 1. November 1. Js. in der Zeit von vormittags 8-1 Uhr auf unsere Meldebureau, Weidengasse Nr. 5, Zimmer 6, zu melde Gießen, den 14. Oftober 1905. sich an Fischer& Kubnert, Leipzig Alle Sorten Gemüse ftets frisch, sowie gute peisekartoffel billigst zu haben bei rau Hammel Gießen, Gr. Mühlgaffe 6-8. Mang- Ritten Boonekamp Underberg Semer Unentbehrlich für jede Familie! Underberg Sem Man verlangt Underberg- Boonekamp. 24 Preis- Medaillen! 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Bolizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung von Bauarbeiten. Kr. 246 Infectionspreto Die beffen, bie Kreife Weblar Reklamen bie Rebaltion u. Haupterpebi Ferafpred Zur Erbauung eines Isolierhauses für die neu Augenklinik zu Gießen sollen die Erd- u. Maure arbeiten auf Grund des Ministerialerlasses bom 16. Juni 1893 öffentlich vergeben werden. Los I.: 653 cbm Erdaushub, 250 280 " Bruchsteinmauerwerk, Backsteinmauerwerk, 113 qm Sockelberblendung in Sungstein 543 Zwischendecken mit Betonauffül " [ ung. Die Verdingungsunterlagen liegen auf unserer Amte( Wilhelmstraße 21) zur Einsicht auf und könne von dort( mit Ausnahme der Zeichnungen) soweit de Vorrat reicht, zum Selbstkostenpreis bezogen werden. Angebote mit genau bezeichnender Aufschrift fin zum Eröffnungstermin, Samstag, den 21. Oktober, vorm. 11 Uhr bei uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 10. Oftober 1905. Großh. Baubehörde für die Universitäts- Neubauten Gießen. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. [ 1000] 86 816 62 66 954 77 86 49008 28 31 158 284 301 6[ 400] 27 3 73 446[ 1000] 561 601 7 11[ 400] 43 97 712 47 67 69 73 95 802 48 8 946 78 78 93 50262 327 40 423 502 62 639 91 719 49 811 55[ 1000] 73 75 921 61 65[ 400] 96 51034 90 260[ 400] 82[ 400] 89 315 31 50 62 96 404 24 33 40 50 66[ 2000] 534 53 88[ 400] 681 83 731 36 47 838 93[ 20 000 95 917 76[ 400] 52080 44 124 68 89 260 98[ 400] 353 542 48[ 1000 613 17 86 761[ 400] 879[ 400] 903[ 400] 18 24[ 400] 93 53096 119 2 [ 400] 51[ 400] 56 262 64 85 402[ 1000] 576 98 626 63 760 74 838 51 9: 900 54014 120 42 94[ 400] 371 400[ 1000] 58 76 537 59 84 621 51 706 34[ 400] 56[ 1000] 63 85[ 400] 25057[ 1000] 67 112 18 82 204| 1000] 53 67 321 418 35 36 74 92 523 699 755 78 846[ 400] 26050 74 140[ 2000] 72 83 92 202 21 23 [ 400] 323 37 65[ 400] 460[ 1000] 72[ 400] 526 70 803 16 85 935 27035 63[ 400] 101 6 10 22 30 35 57 207 76[ 400] 325[ 400] 58 500[ 2000] 28 34 45[ 400] 64 74 600[ 400] 84 97 712 821 37 942 400; 86 23004 [ 400] 28[ 1000] 156 299 310 44 406 97[ 1000] 513 63[ 400] 636 54 69 [ 400] 746 70[ 400] 73 805 6 26[ 400] 46 86 909 89 20046 48( 1000] 206 19[ 400] 22 400 16 22 88 534 49 82 610 19 6 705 27. 8.0 [ 2000] 66 923 55140 226[ 400] 36 94[ 400] 303 35[ 400] 73 405[ 400] 20[ 400] 39[ 400 589[ 400] 57 66 88 653 717 57 75 850 951 56062 163 207 23 322[ 1000) 96 423 54 66 522 63 74 82[ 400] 674 701 5 19 939[ 400] 64[ 2000] 57006[ 400] 50 81[ 400] 123[ 400] 68 87 303 24[ 400] 29 32 72 412 17 [ 2000] 506[ 400] 33 616 19 43 735 41 60 800 28 52 95 96 933 37 86 58058[ 400] 83 295 346 61 468 85 548 623 36 46 782[ 2000] 97 813 18 81[ 400] 931 44 59 59020 26 71[ 400] 84 102 57[ 1000] 221 79 498 505 78 96 602 4 73.862 910 60030 81[ 400] 183 85 213 59 321 37 58[ 400] 84 427 98 539 51 62029 145 76 278 316 96 616[ 400] 51 746[ 400] 54 55 815 76 938 71 61101 247 65 325[ 400] 92[ 400] 421 24 39 57 520 50 62 626 705 39 53 30101 54 79 98 221 30 87 332 72[ 1000] 419 88[ 400] 89 90 617 82[ 400] 723[ 400] 34 47 826 967 72 31087 204 35 48 2000] 353 422 880( 10 000 733 37[ 400] 94[ 400] 952 54 75 32059 93 114 20( 1000] 66 74 225 49 307 454[ 400] 554 616 96 735 47 68[ 400] 806( 1000) 17 38 65 908 47 61[ 400] 62 63 71[ 400] 75 93 33011 63[ 400] 72 40 49[ 1000] 53 227 37 82 308 76 85[ 1000] 404 13[ 1000] 60 677 723[ 1000 50 873 008[ 400] 34048[ 1000] 65[ 400] 91 228 363 419 91[ 1000] 505[ 1000] 850 61 86 710 58[ 400] 908 54 420 559[ 400] 74 627 740 77[ 1000] 81[ 2000] 806 35 91 936[ 400] 81 63011 23 96[ 400] 98 102 38 209 30 34 336 38 40 55 87 466 70 538 60 [ 400] 75 83 680[ 1000] 761 97 802 71[ 400] 64003 35 116 44[ 400] 322 [ 400] 23 37 77 89 97 547 64 69 602[ 400] 19 743 70 90 842 946 65 Becker. 27 In dem städtischen Hause After peg 9 ist der untere Stod be ftehend aus 7 Zimmern nebst 8u behör und südlichem Nebenhaus auf 1. Oktober, auf Wunsch aud früher, zu vermieten. Näheres bei der Bürgermeisterei, Zim. Nr. 15, * g. Blutftod. Timerma ( u. meine hier i. D. pat. Neuheit Hille* gamburg Fichteftr. 3 Wirtschaften! für Ober Enthält alle am Allzu fchar Der Vorsitzende des Rommerzienrat Hedman jammlung der Ortsgrupp Industriellen fich dahin idarfe Kampfftellung ge Streits einnehmen müß Arbeitgeber- Beitung", treter der Arbeiterschaft billigen, betrachte ihn 1) Gafthans, nachweisbar rentabel billig zu verkaufen. 350 hl Bier, 10 hl Schnaps, 12 hl Apfel wein, 8 hl Wein, 2500 Flaschen Wasser, 25 Mill. Cigarren, 500 mt. Nebenmiete. Preis m Inventar 34 000 mt. Anzahl 6000 Mt. Brauerei gibt 2000 Mt. 2) Wirtschaft mit Gartenwirt schaft, heizbarer Kegelbahn, Saal, nachweisbar 300 hl Bier, 30 hl Wein, 20 Mill. Cigarren, biel Selterswasser, event. fann noch bermietet werden. Preis 22 000 Mark. Anzahlung 4-5000 mt 3) Wirtschaft an großem Fabrit Lose Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäue 11. amtlich bestellte Haupt- Kollettur zur 7. und letzten Hessisch- Thüringischen Staatslotterie ( Ziehung 1. Klaffe am 5. und 6. Dezember) sind zu beziehen durch die 65014 33 36 45 112[ 1000] 263 82 92 93 94 96 348 56 76[ 2000] 449 81 89 539 56 605 32[ 400] 99 808 81 82 93 902 51[ 2000] 66031 [ 400] 34 91 108 238[ 1000] 348[ 400] 57 424 92 560 754 94 828 54 973 67124 48 79 86[ 400] 211 37 71 304 95 414[ 400] 25 38[ 1000] 51 58 97 510 33 71 622 64 72[ 1000] 74 728 58 79 827 75 900 22 68119[ 400] 45 77 82 304 75 483[ 1000] 538 42 768 72 800 69 87 901[ 400] 20 21 87 69037[ 400] 88 272 304[ 400] 21 400 503 21[ 400] 825 60 905 30 63 70011[ 400] 20 38[ 400] 76 95[ 400] 138 224 43 335 86 450 580 607 37 749[ 1000] 78 828 44 61 71095[ 5000] 105 93 244 78 81 87 321 421 60 530 31 35 834 81 88 961 82 97[ 400] 72036 139 88 204 21[ 400] 31 354 426 42 501 55 59[ 400] 636[ 400] 741 78 861[ 400] 73 910 16[ 400] 20 54 79[ 400] 73055 60 73 99 153 68 74 78 254 356 405 17 41 42 517 682[ 1000 87 703 83 936 45 58 88 74029 63 79 96[ 400] 114 203 22 301 69 76 83[ 1000] 86 99 554 84[ 400] 607 709 838 55 72[ 1000] 90 982[ 400] 75034[ 1000] 42[ 400] 101 331 32 70[ 400] 88 505 649 78 700 14 18 839 944 76017 35[ 400] 67 129 240[ 400] 89[ 400] 344 415 94 619 730 32 37[ 400] 809 962 71 76[ 400] 90 77135 201 344 67[ 1000] 72 420 27 526[ 10001 97 607 722 827 56 62 89 945 72 77 78033 103 229[ 1000] 44 93 319[ 400] 34 54 66 96 470 76 545[ 2000] 710 21[ 400] 34 46 65[ 400] 85 819[ 400] 20 75 923 24 58 79[ 1000] 79094[ 400] 131 42 77 96 262 411 87 79 502 30 626 29[ 1000] 710[ 1000] 839[ 1000] 65 916 80093[ 1000] 129 83 95 97 213 53 367[ 400] 426 73[ 1000] 530 84[ 1000] 635 66[ 400] 813 97 900 55 88[ 400] 81003 36[ 2000] 53 224 72 331 90 511 67[ 400] 95[ 2000] 729 63 844 61 72 938 54 55 68 76 82025 157 83 209 21 59 76 88 342 433 87 502[ 400] 49 57 77 86 640 [ 1000] 727 36 979 83021 97[ 400] 160 219 20 80[ 2000] 409 12 65 89 521 620 23 725 819 59 933 88 84067[ 400] 81[ 400] 115 39 213 50 309 27 431 565[ 400] 648 54 754 55 95 831 52 91[ 400] 937[ 400] 85010 47 72 135 66 274 96 578 661 75[ 1000] 88 998 86041 95 97 111[ 400] 70 280 332 408 14 515[ 1000 16 34[ 1000 42 47 50 695 701 [ 400] 52 306[ 400] 11[ 400] 54 87131 68 242 61[ 400] 338 61 93 456 86 97 521 631 786 911[ 400] 54 88122 242[ 400 399 461[ 1000] 64 76 94 539 53 697 717 23 29 803 14 40[ 400] 56 75 926[ 400] 57[ 400] 90017 39[ 1000] 180 86 284 326 54 462 65 92 504 18 53 642 96 767 844 79 900 63[ 1000] 77 91049 53 119 35 299 353 421 27 28 46 62 548 78 80 651[ 400] 776 833 81 927 46 65[ 400] 83 92101 217 38 C NO 98[ 400] 351 400[ 1000] 61[ 1000] 588 1000 666 764 67 69 8: 2: 78 87[ 400] 913 33[ 400] 59[ 400] 93013 83 155 205 22 326( 409] 7 75 94 423 38 55 83 506[ 1000[ 64[ 400] 625 45 53 92 713 15 406 8.5 90 96 993 99 94036 71 281 340 46 65 422 64 95 546[ 400] 54 55 83[ 400] 81 89 619 741 90 356 88[ 1000] 940 45 63 35002 61 130 33 53 65[ 400] 71 242 81 88[ 400] 385 03 98 484 96529 73 680 778 880[ 1000] 962 89080[ 400] 176 99 202 33 309 58 483 688 601[ 2000] 49 780 860 927 81 90[ 1000] 36004 305 499 516 31 5 58[ 400] 622 742[ 1000] 819 70 912 14 74 80 37190[ 1000] 281 94 391 [ 400] 428 72 604 36 706 812 953 38031 43 58 71[ 400] 74 198 225 47 69[ 1000] 92 308 90 406 22 30[ 1000] 90 593 667 754 946 71 39069 73 40057 152 74 318[ 400] 24[ 400] 63 85 452 84[ 400] 528[ 400] 656 68[ 400] 79 95 719 20[ 400] 23 807 41061.69 218 79 8. 340 74 422 34 578 678[ 1000] 98 99 758 82 986 1000 42027 78( 400 105 1000] 41 367 85 457 58 521[ 2000] 624[ 5000] 747[ 400] 802 960 70 73 43078 107 [ 1000] 87 89 213 321 27[ 1000] 29 70 400] 421[ 400] 47 539 818 29 38 1000] 55 92 44017 83 88[ 400] 199 257[ 400] 320 50 56 96 439 49 80 535[ 400] 50[ 400] 98 650 52 75 90 783 95 853 98 166 335 42 437 610 99 721 41 816 902 45043 46 177 202 321 45 46[ 400; 447 52 669 737 91 97 827 980 +6004 37 211[ 400] 31 70[ 2000] 71 304 430 2000; 546[ 400] 64[ 400 78 646 51[ 400] 734[ 400] 70 1400] 800 10 52[ 400] 47077 115 44 64 81 83 91[ 400] 221 33 46[ 1000] 88( 1900 350 4 4 18 7.84 573 608 0 37[ 2000] 10 40 7 93 843 925 48023 68 105 66 301 22 4 5 73 82 513[ 1000] 18[ 400] 39 92[ 2000]( 14 718 57 77 95013[ 400] 20[ 400] 42 177 222 50 326[ 1000] 36 57 411 89 565 [ 400] 84[ 1000] 86 97 630 89 702 41 47 808 15 51[ 400] 67[ 1000] 991 96041[ 1000] 56 66 87 145 67[ 400] 85 222 55[ 1000] 72 85 91[ 400] 15 [ 400] 63 443 52 56 69 73 500 3 26 616 57 97 716 87[ 400] 94 812 920 58 97069[ 2000] 156 203 13 335 47 458[ 400] 65 70 547 76 668 743 64 R50 34 989 94 98002[ 400] 91 134 233 60 8% 31 33 46 427 587 613 90 751 857 72 80[ 400] 87 951 99 99028 42 115 238 69[ 1000] 320 43 434 54 56 77 534 96 694[ 1000] 97[ 400] 804[ 400] 20 35 76 931 38 69 95 Mächte Dish. 10 TENE play gelegen, mit nachweisbarem Umsatz 280 hl Bier, viel Schnaps, Cigarren und Apfelwein. 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