ie fürchtete, bei fönne ihr die imte jofort zu, f, in bittendem nigstens zurüd erzählt Heinrich matijchen Parte Caubengang ein bekannte ver , mit dem sie Herren traten e, sprachlos bor gesehen," er. icht!" jer, das der Er. Ben zusammen. Roth gepulberte urzel und 1½ eben und dazu eie als Wasch es Waschmittel em erwärmten inen leinenen, lägt, ihn auf mehr abfließt, ale mit gepul endel- oder Ber den Teint eine em Wasser und gut. Sehr em icht rauhe Saut an sich selbst am und eine bittere ch ein Läppchen = niemals fauer nwendung frisch die rauhen und Deres Schönheits rettig mit falter angepriesenen sdienen sollen, eidig, ohne Beitet das Benzoe Benzoetinktur eintaucht, das auf der Haut Eitelkeit, aus geweile, manch Tag fein neues c vorwerfen, daß zines: ihnen fern Das Herz, das vert, den man elde? Weil man n nur ein AusTie nicht nach dem ach dem Schaden, nggeselle. und Stelle von den r. 193. tortionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberon, bie Kreise Weglar and Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Betitzeile 30 refp. 40 fg. Bebattion u. Haupterpebition: tegen, Geltersweg 88. Bernsprechenfchluk Nr. 363. Freitag, den 18. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wohnungsreform. Die Wohnungsverhältnisse sind nicht überall befriedigend, bas steht fest. Hier fehlt es an Licht, dort an Luft, was übrigens vielfach auf dasselbe hinauskommt. Die als hygie. nisch unerläßlich erkannten Anforderungen gehen weit über das Maß dessen hinaus, was man in früheren, gar nicht so weit hinter uns liegenden Zeiten für vollständig ausreichend hielt. Die Einführung von Verbesserungen war nicht immer ganz leicht, und plößlich konnte sie überhaupt nicht vor sich gehen. Die altherkömmliche Gewohnheit hatte die Einrichtung der Wohnhäuser bestimmt. In sehr großen Städten war es durchaus üblich, das Gesinde in sogenannte„ Hängeböden" zu verweisen, d. h. sie in Räumen schlafen zu lassen, die fein eigenes Fenster hatten, nur durch die Tür gelüftet werden konnten, nicht mehr als die halbe Höhe der sonstigen Stockwerke hatten und durch Leitern, nicht durch Treppen zugängig waren. Im besten Fall lagen diese Schlafräume des Gesindes über den Speisekammern oder den Badegelegenheiten. Nicht allzu selten hatten sie eine noch viel unerquidlichere Lage. Die Baumeister fannten es nicht anders; sie bauten, wie sie es vor sich gesehen hatten: Wohnungen mit Hängeböden für die Dienstboten. Da eine Hausanlage nicht ohne weiteres umgestaltet werden kann, so maßte die städtische Dienstboten- Wohnungsreform so lange zögern, bis wenigstens die Neubauten alle sich modernen Anforderungen angepaẞt hatten. Erst als das geschehen war, konnte die Gesundheits- und Sicherheitspolizei einschreiten und die Benußung der Hängeböden als Schlafräume aus Gesundheits- und Sicherheitsrücksichten verbieten. Die frühere Gewohnheit war übrigens nicht aus unsozialer Ge finnung oder übergroßer Kargheit hervorgegangen. Es war gar nicht lange her, daß die Herrschaften selbst eine ähnliche oder noch engere Schlafstätte zum eigenen Gebrauch für gut genug hielten. Die älteren unter uns erinnern sich wohl noch der„ Schlafschränke", die in die Wände der Wohnstuben eingelassen waren und etwa so viel Raum boten, wie der bierte Teil einer kleinen Schiffskabine. Die Schranktüren mußten nachts geöffnet bleiben, weil sonst der Schläfer erstickt wäre; bei Tage aber mußten sie geschlossen sein, um die Ordnung des Wohnraums nicht zu stören. Die Lüftung war hier also völlig ausgeschlossen. Schrankbetten und Hängeböden gibt es wohl kaum mehr. Aber die Wohnungsüberfüllung und die Unzulänglichkeit der Schlafräume hat darum noch nicht aufgehört. Auch in den Städten nicht. Hier sollen stellenweise sogar noch schlimmere Zustände herrschen als irgendwo auf dem Lande. Das gilt namentlich von den ohnehin engen Wohnungen, deren Inhaber, um den Mietspreis zu erschwingen, den sie aus eigenen Mitteln niat zahlen könnten, jogenannte„ Schlafburschen" halten. Die Gesundheitspolizei hat hier gleichfalls in wohltätiger Weise eingegriffen, indem sie ein Mindestquantum ar Luftraum für jeden Schläfer vorschrieb, auch sonstige Maßnahmen tiaf, die freilich mehr von moralischen als hygienischen Rücksichten eingegeben waren. Es ist infolgedeffen manches besser gewor Die neue Großh. Universitätsbibliothek in Gießen. Ueber dieses hervorragende Bauwerk teilt Großh. Bauinspektor A. Beder im Zentralblatt der Bauverwaltung gen Stelle von de Unter Beifügung von Grundriffen und prächtig anschaulichen ten- Buſed; und Stelle von Coßen Bused. 19. Auguft bei de m Neustädtertor un der umliegenden n. meifterei Der heute rund 280000 Bände enthaltende Bücherbestand der Großh. Universitätsbibliothek war bisher in einem alten, zu diesem Zwecke notdürftig hergerichteten Bau untergebracht Nachdem dieser für den Bestand zu eng geworden war, und ein benachbarter sehr feuergefährlicher alter Bau zu Hilfe genommen werden mußte, fonnte man sich dem Gebote nicht bringung des Bücherschatzes zu sorgen. So wurde zunächst eine Erweiterung des alten Gebäudes durch einen nach modernem Magazin- Eyftem geplanten Anbau vorgesehen, dessen Esenkonstruktion man bei einem späteren Neubau verwenden zu fönnen glaubte. Indessen kam man von diesem Plane aus allerlei Gründen wieder ab und entschloß sich zu einem allen ben, aber gut ist es noch lange nicht. Denn füglich kann die Polizei wohl gewisse Normen aufstellen, aber sie kann nicht befehlen, daß jeder geeignetes Wohn- und Schlafgelaß haben joll. Ob dies möglich ist, hängt von den mannigfachsten wirtschaftlichen Bedingungen und Voraussetzungen ab. Dic Polizei ist nicht Herr über die städtische Grundrente, sie fann nicht die städtischen Bodenpreise von Steigerungen zurückhalten und daher auch nicht die Erhöhung der Wohnungsmieten verhüten. Hier können, wie gegenwärtig die Tinge liegen, nur die Städte selbst mildernd und regulierend eingreifen, erworbene Rechte schützen und gleichzeitig von einer exzessiven Ausbeutung erworbener Rechte zurückhalten. Wer aber in komplizierte wirtschaftliche Verhältnisse eingreifen will, der muß sich zuvor genaue Kenntnis aller einschlägigen tatsächlichen Zustände verschaffen, muß im vorliegenden Fall in zuverlässiger und ausgiebiger Weise ermitteln, ob und bis zu welcher Grenze und für welchen Entgelt die Wohngelegenheit dem Wohnbedarf entspricht. Ein solcher Ermittelungsversuch ist jetzt in Gießen gemacht worden, ganz nach dem Muster des Unternehmens, das der Leipziger Nationalökonom Karl Bücher vor sechszehn Jahren in Basel durchgeführt hat. Auf Veranlassung der GieBener Ortsgruppe des Vereins deutscher Bodenreformer murden Studenten und Arbeiter aufgerufen, in gemeinschaftlicher Tätigkeit als freiwillige Erheber mitzuwirken. Drei Wochen hat diese gemeinsame Arbeit gewährt, die von der Gießener Bürgerschaft in entgegenkommendem Verständnis unterstützt wurde. Ueberall, in der Wohnung des Tagelöhners und des Fabrikanten, des Beamten und des Gelehrten, wurde bereitwillige und genaue Auskunft erteit. Für jede Haushaltung war durch den Erheber ein Fragebogen auszufüllen. Die Fragen bezogen sich vor allem auf die gesundheitlichen Verhältnisse, namentlich in den Wohnungen der kleinen Leute. In den Wohnungen von mehr als fünf Zimmern wurden nicht die einzelnen Räume des Haushaltungsvorstands, aber die Zimmer der Gewerbegehilfen und Dienstboten geprüft und ausgemessen. Neben der Größe der Räume selbst war die Stärke der Bewohnersahl, hauptsächlich in den Schlafräumen, die Häufigkeit des Wohnungswechsels, die Höhe und die Schwankung des Mietpreises, die Einnahme aus Aftermiete, Gegenstand besonderer Aufmerksamkeit. Das auf diese Weise gewonnene Material wird von berufener Seite zu einem Gesamtbild des Gießener Wohnungswesens verarbeitet werden und dann die wissenschaftliche Grundlage zu einer gesunden städtischen Wohnungsbefitik bieten können. Das Gießener Beispiel sollte bald und vieler Orten Nachahmung finden. Die Friedens- Enten. ( Eig. Bericht.) Berlin, 17. August. Die Friedenstaube, die einst dem zweiten Stammvater des Menschengeschlechts, Noa, die Botschaft vom Versiegen der Sintflut brachte und als Symbol ein Delblatt in auch der Bauplatz zunächst vielleicht auf eine andere Unbildend, an den Bücherbau anschließt. Dieser wurde, wenn ordnung hinwies, als einflügliger Bau nach der Tiefe des Grundstück& angelegt. Gegen die architektonisch näherliegende Lösung, den und einem Querflügel auszubilden, ſprachen sehr wensentliche, praft sche Gesichtspunkte. Eine solche Anordnung ist gegen über einem einzigen Flügel für den Betrieb entschieden weniger geeignet, insofern die Uebersicht leidet und die Wege verlängert werden; auch entstehen an jedem Kreuzungspunkte mehrerer Flügel stets schlecht beleuchtete Stellen. Ferner erschien ias eranrücken der Flügel an die Straße auch Andererseits konnte der Bücherbau bei der Art des Bauplages eine große Breite erhalten und dennoch wegen des weiten Abftandes der gegenüberliegenden Straßer pfluchten weiten Abstandes der gegenüberliegenden Straßen pfluchten einer reichlichen Beleuchtung sicher sein, somit auch eine möglichst zusammengedrängte Form erhalten. Eine spätere Erweiterung ist zunächst als Verlängerung des jeßigen flügel am Ende angefügt werden können. Schnabel trug, ist ihres Amtes entsetzt. Seit es einen Journalismus gibt, ist an ihre Stelle die Ente getreten, die schnatternd verfündet, was ihr irgendwer eingegeben hat, ohne Prüfung, ohne Liebe zur Wahrheit und selbst ohne Sinn für Wahrscheinlichkeit. Die Japaner haben während eines anderthalbjährigen Krieges bewiesen, daß sie Meister sind in der Kunst des Schweigens. Herr v. Witte hat während einer mehr als elfjährigen Ministerschaft den Ruf der Verschlossenheit erworben. Trotzdem wollen Berichterstatter, die in Newcastel unter Seufzern und Aengsten ihre mehr oder minder reichen Diäten verzehren und sie um fünftiger Aufträge willen mit Gewalt durch sensationelle Meldungen verdienen müssen, die Welt glauben machen, erstens daß Witte und Komura einander zu strengster Verschwiegenheit verpflichtet haben, zweitens daß Komura und Witte den Ausfragern früher noch als ihren eigenen Monarchen Rede und Antwort stehen, drittens daß die diplomatischen Sendboten Rußlands und Japans das unwiderstehliche Bedürfnis fühlen, ihre geheimsten Gedanken dem Busen berufsmäßiger Ausplauderer anzuvertrauen. Das Schönste aber ist: man glaubt es ihnen wirklich, und das Lesepublikum wird ärgerlich, wenn ihnen ihr Blatt den Newcasteler Entensalat nicht aufträgt. Amtlich ist bekannt gegeben worden, daß die verhandelnden Mächte eine lange Reihe japanischer Forderungen zum Gegenstand von Konferenzberatungen gemacht haben. Diese Forderungen sind numeriert worden. Aber weder der Inhalt der einzelnen Forderungen ist genau angegeben, noch ist verlautbart worden, mit welcher Ziffer die verschiedenen Ansprüche eingereiht sind. Es ist also nur eine Art Rebus, wenn von Zeit zu Zeit offiziös gesagt wird, diese oder jene Nummer" sei zur Erledigung gelangt oder einstweilen zurückgestellt worden. Kein Mensch außer den Friedensdelegierten selbst weiß, welchen Inhalt die Chiffre deckt. Die Friedensentenzüchter aber scheuen vor dem Unmöglichen nicht zurück. Mit wahren Röntgenaugen durch= dringen sie verschlossene Aftenmappen und-raten frisch darauf los, was die einzelne Nummer bedeuten möge. Handelt es sich um eine Erledigung, so wird eine Forderung von untergeordneter Bedeutung eingestellt; ist von einer Vertagung die Rede, so wird eine Forderung von großem Belang zum Gegenstand der Meldung gemacht. Das eine ist so erfunden wie das andere, aus der Tiefe des Gemüts geschöpft, aus den Fingern gesogen, ohne jede störende Tatsachenkenntnis kombiniert. Aber nicht bloß in Newcastel arbeitet die frei schaffende Phantasie, deren stärkster Anhaltepunkt etwa das Blinzeln Wittes gegenüber der blendenden Sonne oder die Spur der Schlaflosigkeit auf Baron Rosens müdem Antlig ist. Auch in den Zentren der europäischen Politik wird die Ente zärtlich gehegt und ihre Brut flügge gemacht. Nicht immer ohne bestimmte, natürlich sorgfältig verste.e Tendenz. So hat der„ Russi" herausgebracht, daß Herr v. Witte seine Berichte nicht an den Zaren schicke, nid, vom Zaren seine Instruktionen einhole, sondern seine Depeschen alle an Herrn b. Lamsdorf sende, dem russischen Minister des Auswärtigen, und von dieſem für ſein ferneres alten mit Weisungen Verwaltungsbaues enthält die Sammlungsräume für Handschriften und Inkunabeln, für Karten und Kupferwerke, die für den Versand bestimmten Universi ätsschriften, ein Dozentenlesezimmer, Räume für paläographische Uebungen, für die Zeitschriftenvorräte der Gießener gelehrten Gesellschaften, einen Ausstellungsraum für allgemein interessierende Handſchriften und literariſche Seltenheiten, einen zu ebener Gebe liegenden Back aum mit unmittelbarem Zugang von außen für Annahme und Beförderung von Büchersendungen, endlich Archives bestimmten Raum. In einem Zwischengeschoß cinen zur Aufnahme der älteren Bestände des Universitätsüber dem Packraum ist die Dienerwohnung untergebracht. Dienerwohnung anderseits durch eine unter dem Archiv Der Binnenhof ist einerseits vom dem Treppenhaus der liegende Einfahrt zugänglich. Die lichte Höhe des Erdgeschosses beträgt 4,80 Meter. Durch Tieferlegung des Packraumes war es möglich, in der Höhe zwischen diesem und dem Obergeschoß drei Magazingeschosse derart unterzubringen, daß der unterfie von dem Packraum, der dritte von dem Katalogzimmer und der Ausot. Wohnungsnas uforderungen gerecht werdenden Neubau. Die Kosten für Bücherspeichers gedacht, während danach noch fitliche Duerleihe zugänglich ist. Das Archiv fonnte, weil sein Fußboden weis Gieken. eine solchen wurden im Staatsbudget 1901/02 angefordert und bewilligt. Am 12. November 1904 wurde der Bau Bestimmend für die Raumanordnung im Verwaltungsbau gleichfalls tiefer liegt, durch Galerien, zum Teil über der Einfahrt liegend, der Höhe nach geteilt werden. Das Obertenftrage 2, Bimmer. 1 in Gegenwart Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs eröffnet war in erster Linie der Hauptlesesaal, der, um zugleich das geschoß ft 4,65 Meter i. 1. hoch, während der Hauptlesesaal häfteffunden bon 8-1 un und dem Betriebe übergeben. Als Bauplatz wurde ein Hauptarchitektur- Motiv abzugeben den Giebel zwischen den bon 3-6 Uhr find zu vermieten: Wohnung bon " W " " 7 Zimmern 6 " 5-6 " " 4 Grundstück von etwa 5700 Quadratmetern zwischen Keplerstraße und verlängerter Bismarckstraße in nächster Nähe des Baublocks gewählt, auf dem sich jest dos Kollegiengebäude, das chemische Laboratorium, das physikalisch chemische Institut befinden, zu dem sich später wohl noch weit re naturwissen schaftliche Institute gesellen werden. Der dreuckige Bauplatz bot für Grundriß und Fassadengestaltung nicht unwesentliche Schwierigkeiten. Die Epiße des Treiecks nach der Stephans. sich nach rückwärts mit zwei Flügeln, einen Binnenhof nmöbl. u. 4 möblierte Zimm ftraße nimmt der zweigeschossige Verwaltungsbau ein, der leiner Laben. mieten gefucht: Bohnungen von 1-73immer beiden sich gabelnden Straßen einnehmen und, um eine größere Höhenentwicklung zuzulassen, im Obergeschoß liegen mußte. In selben Geschoß sollten das 3 itschriftenlesezimmer und die eigentlichen Beamtenarbeitsräume, rämlich: Direktor, Kanzlei-, Beamtenzimmer, Ausleihe und Katalograum liegen. Die beiden letzteren vermitteln den Verkehr nach dem Bücher Speicher und sind unter sich über den Binnenhof hinweg durch eine Galerie verbunden, die zugleich als Kleiderablage für die Beamten dient. Inmitten der Anlage liegt, vom Hofe aus beleuchtet, das Haupttreppenhaus. Das Ergeschoß des ine Höhe von 8 Meten erhalten hat. Um für die Handbücherei des Lesesaales weiteren Platz zu schaffen, ist der Innenwand ces Raumes eine Galerie vorgelegt. Ein im Hofe dem Bücherspeicher vorgebauter Treppenturm dient zur Verbindung der Geschosse und des Dachraumes des Verwaltungsbaues und des Bücherbaues, ein zweiter als Zugang sind außer den Räumen für die Zentralheizung eine Werkstatt, zum Tachraum der anderen Gebäudeseite. Im Keller sind Buchbinderei und photographische Dunkeltammer uutergebracht. ( Fortsetzung folgt.) versehen werde. Herrn v. Lamsdorf wird damit eine heroische Pose zugemutet, deren er einigermaßen entwöhnt ist. Seit zwei Jahren ist er Minister des Ausmärtigen in partibus, d. H. dem Namen nach, auf dem Papier, während die auswärtigen Angelegenheiten ihm in Wirklichkeit„ fremde" Angelegenheiten geworden sind. Vor fast zwei Jahren wurde Admiral Alexejew zum Statthalter im jernen Osten Asiens, zum Vizefaiser von Ostasien ernannt, mit der Vollmacht versehen, Politik nach eigenem Gefallen zu treiben ohne Rückfrage bei dem nominell leitenden Minister, einzig zur Berichterstattung an den 3aren verpflichtet. Und Herr v. Lomsdorf ließ sich diese Expropriation, diese Wegnahme des Hauptteils seines Ressorts gefallen! Jetzt aber sollen wir glauben, daß Witte über sich genommen habe, die Friedensverhandlungen mit Japan nicht im Auftrag des Baren, sondern im Auftrag des Herrn v. Lamsdorf zu führen! Dor lach ick över," pflegte Fürst Bismard zu sagen, wenn man ihm Märchen auftischte. Ueber das Märchen des„ Nussi" lachen schon die Hühner Unter den vielen augenscheinlich erfundenen Nachrichten hat die offiziöse Meldung den Vorzug der größeren Wahrscheinlichkeit für sich, daß die driedenskonferenz sich Mittwoch nachmittag mit der Erörterung über die chinesische Oſteisenbahn beschäftigt habe. Nach Beseitigung einiger Mißverständnisse soll eine Einigung erzielt worden sein, wobei jedoch ein Punkt einer späteren Erwägung vorbehalten wurde. Dann ging man zur Beratung des Artikels über, der sich mit dem übrigen Teil der mandschurischen Eisenbahn von der mandschurischen Station bis nach Pogranitschnaja, wo sie die Ussuri- Eisenbahn erreicht, befaßt. Dieser Artikel soll nach kurzer Erörterung angenommen worden sein. Die Kriegsentschädigung wurde angeblich gestern erörtert. Man erwartet, daß der Meinungsaustausch über die restierenden Artikel noch in dieser Woche beendet sein wird, und daß sich dann die Konferenz auf Montag vertagt, damit inzwischen die Delegierten ihre Regierungen befragen können. Rußland soll jede Anwartschaft auf die Mandschurei aufgeben. Seine einzige Hoffnung, einen Teil seiner ungemein großen Ausgaben für die Eisenbahn vergütet zu erhalten, wäre ein Abkommen mit China. Japan soll sich mit seinen Ansprüchen für die nach dem Durchmarsch der russischen Armee notwendig gewordene Wiederherstellung der Eisenbahn an die chinesische Regierung wenden. Ob China allerdings geneigt sein wird, die Kosten des Streites zu tragen, den die andern ohne sein Zutun begonnen, ist recht fraglich. In Portsmouth sind Gerüchte in Umlauf, nach welchen sich verschiedene Mächte bemühen sollten, Japan zu veran lassen, auf die Kriegsentschädigung zu verzichten, und sich statt dessen eine möglichst weitgehende anderweitige Kompensation zu sichern, aber nur für den Fall, daß Rußland schließlich in die Abtretung von Sachalin einwilligt. Es heißt, Japan bestehe beharrlich auf der Uebergabe der in neutralen Häfen befindlichen Kriegsschiffe. Nach dem„ Reuterschen Bureau" soll Minister Witte gegenüber mehreren Berichterstattern geäußert haben:„ Ich tue alles, was ich nur kann, zur Erlangung des Friedens. Von den 8 Artikeln, die bereits erwogen sind, habe ich in orbezug auf sieben nachgegeben. Kein anderer russischer Staatsmann würde gewagt haben, auf seine eigene Verantwortung hin so weit zu gehen, wie ich es getan habe." Es läßt sich füglich bezweifeln, daß Witte überhaupt etwas auf eigene Verantwortung tut. Aber wie soll er sich schließlich der eifrigen Depeschenwüteriche erwehren, wenn er ihnen nicht dann und wann einen Brocken hinwirst? * Vom Kriegsschauplate kommt über Tokio die Meldung, daß die Russen am 14. August zwei Vorstöße in dec Nähe von Tschantu und Peiyuanpunen nachten, jedoch zurückgeschlagen wurden. Die Japaner hatten einen Toten und die Russen 45 Tote. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. Der in Norderney zur Kur weilende Reichskanzler Fürst Bülow hat seinen Urlaub unterbrochen, ist nach Berlin ackommen, geht von hier aus nach Wilhelmshöhe zumi Kaiser und kehrt dann nach Norderney zurück. Dies hat ein.zig den Zweck, dem Kaiser nach dessen längerer Abwesen heit Vortrag zu halten. Sonst geschah dies regelmäßig, sobald der Kaiser an Land kam. Diesmal verschob der Kaiser den Vortrag, weil er in Swinemünde und Stettin mit der Abhaltung von Marine- Schießübungen beschäftigt, dann in Posen durch militärische Besichtigungen in Anspruch nemmen war. Nachdem diese Beschäftigungen beendet sind, findet der übliche Vortrag statt. Heute, am Geburtstag Kaiser Franz Josefs, wird Fürst Bülow in Wilhelmshöhe sein und an der Tafel zu Ehren des Verbündeten unseres Kaisers teilnehmen. * Die Gerüchte, daß General von Trotha das Kommando abzugeben und aus Deutsch- Südwestafrika in die Heimat zurückzukehren wünsche, entbehren schon insofern jeder sicheren Begründung, als bestimmt gesagt werden kann, daß General von Tretha selbst einen derartigen Wunsch bisher nicht geäußert hat. Richtig ist, daß die Gemahlin des Gene rals in einem Berliner Krankenhaus schwer leidend darniederliegt. Andererseits hat sich General von Trotha das Ziel gesteckt, Witboi gefangen zu nehmen, was bisher nicht erreicht ist. * Aus Tanger wird zur Marokkofrage gemeldet, daß der deutsche Geschäftsträger die Nachricht als unwahr bezeichne, nach der die Arbeiten an den Festungen Larache und Saidia von dem Sultan von Marokko deutschen Industriellen übergeben worden seien, Der Geschäftsträger bemerkt, weder diese noch andere Zugeständnisse seien aus Anlaß der jüngst vom Sultan abgeschlossenen Anleihe erfolgt. Er fügt hinzu, daß die Vertreter Frankreichs und Deutschlands in Jez gegenwärtig in voller Uebereinstimmung an den Vorarbeiten für die Konferenz tätig seien. Rufsland. ** Durch kaiserlichen Ufas sind jetzt die höheren Offiziere der Schwarzen Meer- Flotte zur Disposition gestellt, die wäh rend der Zeit der meuterischen Vorgänge im Amte waren; es sind das Admiral Krieger, dessen Unterkommandant Vischnewetky, sowie die Kommandanten des„ Pobjedonoszew" und des„ Prut", die beiden letzteren unter Verleihung eines höheren Ranges. Die Maßregeln gegen die Zeitungen werden wieder strenger gehandhabt, es wurden zahl reiche neue Verbote erlassen. Privatbriefe, die verdächtig erscheinen, werden an der Grenze geöffnet. Spanien. ** Die Regierung versucht ernsthafte Maßregeln gegen die Hungersnot durchzuführen. Die Behörden in der Provinz Andalusien wurden angewiesen, in den von der Hungersnot am meisten betroffenen Städten und Dörfern Voltsfüchen einzurichten. Das Ackerbauministerium hat die Eisenvornehmen zu bahngesellschaften ersucht, Streckenarbeiten lassen, damit möglichst viele Arbeiter Beschäftigung fänden. Holland. ** Die holländischen Truppen haben eine Niederlage in den Kolonien erlitten. Atchinesen griffen ein Biwak bei Nambong an. Bei dem Kampf wurden ein Leutnant, ein Se: geant und 22 Soldaten getötet, sechs Soldaten verwundet. Türkei. ** Der nach dem Aufstandsgebiet in Yemen gesandte Marschan Feizi Pascha scheint mit der Rebellion fertig zu werden. Er berichtete nach Konstantinopel, daß er die Hauptsächlichsten Punkte besetzt und die Aufständischen vollständig in die Flucht geschlagen habe.- Auf Kreta kam es zu ernsten Zusammenstößen zwischen britischen und russischen Truppen. Die Aufständischen wurden zurückgeworfen. Sie hatten drei Tote, die Engländer einen und die Russen vier Verwundete, Afien. ** Aus Tientsin kommt die Nachricht von einem Attentat auf die Kaiserin von China. Die Kaiserin befand sich auf dem Wege vom Sommerpalast außerhalb des Nordwestteres von Pefing, als der als Soldat verkleidete Attentäter sie zu töten versuchte. Er wurde aber von einem regulären Soldaten mit dem Bajonett niedergestochen; die in der Sänfte sitzende Kaiserin erhielt keinerlei Verlegungen. In der Provinz Schan- Si ist ein Aufstand ausgebrochen, wobei ein Mandarin getötet wurde. Zweitausend Soldaten sellen zu den Aufständischen übergegangen sein. Amerika. ** In Chicago fand ein handelspolitischer Kongres statt, an dem 600 Delegierte aus allen uniierten Staaten teilnahmen. Es wurde über die Handelsbeziehungen zu anderen Ländern, über ein Amendement zum Dingleytarif, Aenderungen zu dem zwischenstaatlichen Handelsgesetz verhandelt. Bemerkenswert war die Anwesenheit der in Chicago ansässigen fremden Konsuln, die fast jedes Land auf der Erde vertraten. Mister Sanders aus Chicago behauptete, daß eine europäische Regierung nach der andern die Schlinge zuzöge, um den amerikanischen Exporthandel zu erdrosseln. Der neue deutsche Schutzzolltarif beabsichtige, amerikanisches Getreide und Lebensmittel auszuschließen. Hof und Gesellschaft. Der Großherzog von Mecklenburg ist zum Besuch beim deutschen Kronprinzenpaar im Marmorpalais bei Potsdam eingetroffen. ** Der Landgraf Aleris von Hessen- Philippsthal Barchfeld ist in seinem Schlosse Harleshausen bei Eisenach gestorben. Er war preußischer General à la suite der Armee und erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses. Da seine 1861 geschiedene Ehe mit der Prinzessin Luise bon Preußen kinderlos geblieben ist, so wird jetzt sein Neffc Prinz Chlodwig Chef der Philippsthal- Barchfelder Linie des landgräflich hessischen Hauses. Landgraf Chlodwig ist seit dem vorigen Jahre mit Prinzessin Karoline zu SolmsHohensolms- Lich vermählt. ** Der König von England ist in Marienbad eingetroffen. Soziales Leben. Nach dem Lohnkampf im sächsisch- thüringischen Textil gewerbe. Die Arbeit ist jetzt im ganzen Bezirk wieder aufgenommen. In den Webereien sind Plakate angeschlagen worden, daß die Aussperrung der Arbeiter aufgehoben wor den ist. Nachdem die Weber in einem Schreiben an die Fabrikanten erklärt haben, daß ihre Ausschüsse mit den Arbeitgebern wegen des neuen Lohntarifs ohne die Parteiorganisation verhandeln wollen, sollen die Verhandlungen in kommender Woche stattfinden. Man nimmt bestimmt an, daß eine Uebereinkunft erzielt wird. Beendeter Streik. In einer allgemeinen Werftarbeiter- Versammlung in Flensburg wurde der Streik von den Organisationsvorständen für aussichtslos und beendet erklärt. Die Unterstützungszahlungen haben infolgedessen aufgehört. Heer und flotte. Neuer Schuk für die Torpedoboote der deutschen Flotte. Der Kruppschen Germaniawerft sind die im Marineetat für 1905 bewilligten sechs neuen Torpedoboote zum Bau über. tragen worden. Sie werden die in den letzten Jahren ge bauten Torpedoboote von 420 Tonnen etwas an Größe übertreffen. Alle wichtigen Innenräume werden mit einer Schutzpanzerhaut versehen. Diese Innenpanzerung soll den Zweck haben, die Maschinen und sonstigen wichtigen Teile im Raum des Schiffes gegen die Zerstörung durc feindliche Artillerie zu schüßen, da bei der jetzigen Bauari die Gefahr des Zerschossenwerdens außerordentlich groß ist. Der Landwirt. gh Landwirtschaftlicher Genossenschaftstag. In Straß burg im Elsaß wurde gestern unter starker Beteiligung der 21. deutsche landwirtschaftliche Genossenschaftstag eröffnet. Der stellvertretende Vorsitzende Johannsen- Hannover erinnerte bei Begrüßung des Kongresses an die fürzlich bekannt gegebene Einigung des Reichsverbandes mit den Neuwiedschen Kassen. Die Verhandlungen werden drei Tage in Anspruch nehmen. Nab und fern. † Von der deutschen Automobilwoche. Auf dem gestern abgehaltenen Automobilistentag wurde bekannt gegeben, daß den Schnelligkeitspreis der Herkomerkonkurrenz PoegeChemnitz erhalten hat; den Schönheitspreis, dessen RothMünchen verlustig ging, erhielt Wicküller( Metallurgique). † Ein Wilderer erschossen. In der Gegend von Konitz traf ein Forstausseher auf einer abendlichen Streife auf zwei Wildschützen. Der cine, der ein erlegtes Reh trug, lief dabon. Der andere Wilderer schoß zweimal auf den Forst. beamten, ohne zu treffen. Da gab auch dieser Feuer, und der Wilderer, ein Bauernsohn aus der Umgegend, fiel, durch die Brust geschossen, im Heuer. Rüdjicht auf daß Gelan auch im Hinblid auf di dehnung gefchaffen word bejchaffung als eine be da alles Waffer für Z waffer deftilliert und be Stelle verjandt werden Nady eingebender liber Ahor Dfwat, Sth und Khor Sudi feftge hat die Linie bei G Sudan, mit 910 Me Die Gejamtlänge der wird sich auf 500 Sil Bahn nur ein Gleis schwersten Erdarbeiter fat zu leisten, wo aud derlich sein werden. Arbeiter find haupti den, die bereits bei an † Durch Pilze vergiftet. In Neumünster aß die Familie eines Tuchmachers ein Gericht Pilze. Bald darauf erkrankten alle Familienmitglieder. Die beiden Kinder starben, die Eltern ringen mit dem Tode. † Aufgehobene Spielhölle. In Frankfurt a. M. gelang es der Polizei, ein Spielerneſt auszunehmen. Zwanzig Verhaftungen wirden vorgenommen. † Folgen des Spieleifers. Im Dorfe Woldau bei Cassel gerieten Kartenspieler in Streit. Einer der Mitspieler, ein jähzorniger Ungar, zog das Messer und versetzte einem Gegner lebensgefährliche Stiche. Als er zur Besinnung kam, übermannte den Jähzornigen die Reue, und er erhängte sich in einer Schycune. † Die Krenzotter im Kupee. In einem Abteil dritter Klasse des Personenzuges Pillgram- Jacobsthal kroch plötzlich eine Kreuzotter unter der Bank hervor. Der Passagiere, meist Frauen und Kinder, bemächtigte sich eine große Angst. Ein Mann hielt der Schlange den Stock hin, sie ringeite sich daran empor und wurde von dem beherzten Passagier durch Zuklappen der Wagentür getötet. † Beim Fischen ertrunken. Bei Elbing fenterte ein Boot, in dem zwei Fischer ihrem Berufe oblagen. Beide Männer ertranken. Auch in der Nähe von Kolberg sind Fischer bom Unglück betroffen. Der Segler„ Marie" aus Stettin erlitt durch einen Nordweststurm den Bruch des Mastes und ging in der Brandung unter. Von der Mannschaft sind drei Mann ertrunken. † Neue Senkungen in Staßfurt. Wiederum macht sich in der Stadt Staßfurt die Einsturzgefahr geltend. Im Zentrum der Stadt im Bereiche des seit Jahren außer Betrieb gesetzten v. d. Heydt- Schachtes finden fortgesezt Erdbewegungen statt. Der Schacht gehört dem Fisfus. Dieser hat bereits neun Häuser ankaufen müssen, die sämtlich ab= getragen werden. † Durch den Spirituskocher verunglückt. Im Osten Berlins wollte ein jungverheirateter Heizer für sein sechs Monate altes Kind Milch auf dem Spirituskocher wärmen. Dabei entzündete sich eine daneben stehende unverkorfte Petroleumflasche. Die Kleider des Mannes standen alsbald lichterloh in Flammen, und der Unglückliche liegt schwerberlegt im Krankenhause. † Durchgegangene Lokomotiven. In der vorigen Nacht liefen die beiden Lokomotiven des Schnellzuges Ostende-Basel mit voller Fahrt in den Bahnhof Metz ein, überrannten alle Hindernisse und fuhren über den Perron gegen die Wartesäle, deren starke Mauern den Maschinen zum Glüd Halt geboten. Personen wurden bei dem Unfall nicht gefährdet. Die Bremsen der Maschinen waren in Ordnung. † Auf der Ferienfahrt ertrunken. Im Lac de Jour im Jura machten drei Deutsche, die auf einer Ferienreise begriffen maren, eine Kahnfahrt. Das Fahrzeug fenterte, und alle drei ertranfen. † Von einem Meteor erschlagen. Der höchst seltene Fall, daß ein Mensch von einem auf die Erde fallenden Meteor getötet wird, hat sich in Ungarn ereignet. Auf der Landstraße wurde die furchtbar verstümmelte Leiche eines Bauern neben dem völlig zertrümmerten Wagen gefunden. In der Nähe wurden die Teile des Meteors entdeckt. von † Amerikanische Telegraphen- Gauner. Der Newyorker Polizei gelang es, eine Bande von acht Gaunern festzuneh men, die große Geldsummen dadurch erschwindelten, daß sie den Telegraphenleitungen wichtige Meldungen abfingen und die so erhaltenen Informationen zu Betrügereien benutten. Die Bande wurde auf einen offenen Wagen geladen und allen Leuten sichtbar den Broadway entlanggefahren. † Auf der Jagd erschossen. Der als Forstverwalter bei dem Grafen v. d. Schulenburg at Bodendorf tätige Baron Speck von Sternburg befand sich in der Nacht auf dem Anstand und schoß, wie er glaubte, auf einen Sichbock. Er traf aber eine Frau, die mit einer Kiepe auf dem Rücken Felddiebstähle ausführte. Er brachte sie sofort nach dem nächsten Dorfe und holte einen Arzt, doch starb die Frau am nächsten Tage. Der unglückliche Schüße stellte sich dem Gericht, wurde aber auf freiem Fuße belassen, da nicht angenommen wird, daß ihn eine Schuld trifft. Tages- Chronik. In Gieboldhausen bei Göttingen erschoß beim Spielen mit einem Revolver ein fünfjähriger Knabe sein zweijähriges Schwesterchen. - In Düsseldorf wurden beim Einsturz einer Mauer an einem Neubau ein Arbeiter getötet und mehrere verlegt. Bahnbauten in Afrika. - und lebung befiben aus dem Nilgebiet i da die nomadifchen Mra dauernder Arbeit als un endung des Boues wird nehmen, weil er nicht bo den fann. Bwar hat ma legung begonnen, aber den Nil aufwärts hat fi zur See nach Suafin be dicier Seite aus die Ar bat von Suafin aus im erften beiden Monaten madischen Araber als macht. Bis zum 1. Kilometer Schienenwe wird auf etwa 1300 9 mit der Bollendung d Vom Nil bis zum Roten Meer.- Seitdem Aegypten unter englischer Herrschaft steht, ist das Land der Pharaonen sichtlich emporgeblüht. Das kann auch der Feind oder Neider der britischen Weltmacht nicht Icugnen. Nicht allein die Finanzkräfte des Landes haben sich gehoben, auch für die Förderung des Handels ist ungemein viel geschehen. Und es soll noch mehr getan werden. Der Handelsverkehr mit dem Sudan, wie er bisher nur durch die Eisenbahn zwischen Alexandria und Assuan bezw. Wadi Halfa unterstützt wurde, hat die englischen Wünsche nicht befriedigt. Es entstand der Plan, eine Eisenbahn vom Nil nach dem Roten Meere zu bauen. Als Endpunkte wurden Berber am Nil und Suakin am Roten Meer angenommen, und danach erhielt das Projekt die Bezeichnung der BerberSuatin- Bahn. Wie jetzt feststeht, soll aber die Bahn nicht von Berber selbst ausgehen, sondern von der Mündung des Atbara- Stroms, die etwa 30 Kilometer südlich von Berber liegt. Dann wird sie auch nicht bei Suakin enden, sondern bei Port Sudan, 50 Kilometer nördlicher. Dieser Plas am Roten Meer wurde ausgewählt, weil er als Hasen besser sein soll als Suatin. Dagegen ist Suakin der Mittelpunkt für die Leitung des Bahnbaues geworden, da Port Sudan als Hafen eigentlich erst geschaffen werden muß durch die Anlage von Kais. Die Hafenbauten werden wohl erst mit der Eisenbahn zugleich fertig gestellt werden. Durch diese Vahn wird dann die Entfernung zwischen Khartum und dem Meer auf etwa 1550 Kilometer verkürzt werden, ein erheb= licher Vorteil gegenüber den jezigen Verhältnissen. Im einzelnen ist die Wahl der Eisenbahnroute nicht nur mit = Hospitalwagen i bahnkatastrophen der bahngesellschaft die Ei einen Ambulanzwagen Hängematten, Tragbab fowie Inftrumente zum = Weiß gefärbte Re eine Nachricht verbreite einigten Staaten sich g bot gegen ein Hautfarb wendung die Neger an weiße Saut zu verschaf Gesellschaft finden und dhen heiraten könnten! Blatt in Philadelphia nichts wahr, als daß e fich in einem bornehme durch den Protest der glauben faum, daß bie Geschichte als etwas an Fabel, wie sie die Saur Der Telegraph d Kolonialfreifen plant durch die Wüste Sahara afrifa berbinden soll. Leitungen zu zerstören Kabel zu legen oder di die natürlich die Anleg würde. Die Kosten de lionen Francs gejchapt Der Leopard i = Lissabon gelang es ein springen. Das geäng an, ehe es gelang, es man durch das Schre pard hinter dem Raut Gartens bewaffnete i griff den Flüchtling c Sage in den Teich, a und es gab eine unbej feblichen Lärm. Sch Gertenmauer und stie Abteilung Soldaten. zusammen. Als ein S warf sich, aus sechs schoffen die übrigen S wundeten ihren Kamer der Bärter und madit gabel den Garaus. = Langgeichwänzte mit ungeheuer lang Swede werden die Schwanzfedern hab warmer Atmosphär auf einer hohen ihre Schwanzfede Auf diese Weise ist Schwanzfedern ei * Das ne Regierungsblatt e die Hälfte der Ge langftens fünf Ja übrigen Gemarkun ** Gravelo Ariegerverein unternehmen die S Attienbrauerei. De Ludwigstraße und de begeben fich die S Ausfit zur eigentl Die Ruder Limburg werden dem beranstalten um dort Ruderverein einen eng in Erwägung zu ziehe end von Stonit traf Streife auf glei Reh trug, lief damal auf den Forst. diefer Feuer, und mgegend, fiel, durch fter af die Familie ald darauf erfranken Kinder starben, Rücksicht auf das Gelände und die Wasserzufuhr, forsern auch im Hinblick auf die Möglichkeit einer weiteren Ausdehnung geschaffen worden. Immerhin hat sich die Wasserbeschaffung als eine der größten Schwierigkeiten erwiesen, da alles Wasser für Trink- und Kochzwecke erst aus Saizwasser destilliert und dann von Suakin aus an die ArbeitsStelle versandt werden muß. Nach eingehender Untersuchung ist der Lauf der Bahn über Khor Ofwat, Khor Adit, Khor Baramey, Khor Arab und Khor Hudi festgesetzt worden. Die höchste Erhebung hat die Linie bei Sinkat, etwa 145 Kilometer von Port Sudan, mit 910 Metern über dem Meer zu überwinden. Die Gesamtlänge der Bahn von Atbara bis Port Sudan wird sich auf 500 Kilometer belaufen. Vorläufig wird die Bahn nur ein Gleis mit schmaler Spur erhalten. Die schwersten Erdarbeiten sind zwischen Port Sudan und Sinfat zu leisten, wo auch die meisten Brücken der Linie erforderlich sein werden, mit im ganzen 81 Spannungen. Als Arbeiter sind hauptsächlich Sudanesen herangezogen worden, die bereits bei anderen Bahnbauten beschäftigt waren und lebung besitzen. Für die Erdarbeiten werden Araber aus dem Nilgebiet zwischen Assuan und Khartum verwandt, da die nomadischen Araber des Hügellands von Suckin zu dauernder Arbeit als untauglich erwiesen haben. Die Vollendung des Baues wird vermutlich längere Zeit in Anspruch nehmen, weil er nicht von beiden Seiten aus betrieben werden kann. Zwar hat man auch von Atbara aus mit der Verlegung begonnen, aber der Transport weiteren Materials den Nil aufwärts hat sich als so kostspielig gegenüber dem zur See nach Suafin herausgestellt, daß jetzt nur noch von dieser Seite aus die Arbeiten fortgesetzt werden. Der Bab hat von Suafin aus im August 1904 eingesetzt, aber in den ersten beiden Monaten wegen der Unzulänglichkeit der nomadischen Araber als Araber nur geringe Fortschritte gemacht. Bis zum 1. Juni d. J. waren jedoch etwa 270 Kilometer Schienenweg fertig, und der weitere Fortgang wird auf etwa 1300 Meter täglich angegeben. Man rechnet mit der Vollendung des Schienenwegs bis zum März 1906. ffurt a. M. gelang men. Zwanzig Ver Woldau bei Cafjel der Mitspieler, ein verjezte einem Geg ur Besinnung fam, und er erhängte sich inem Abteil dritter cobsthal froch plötz r. Der Passagiere, eine große Angst. in, sie ringeite jidh en Passagier durch) fenterte ein Boot, n. Beide Männer olberg sind Fischer Marie" aus Stettin Bruch des Majes Son der Mannschaft ederum macht sich in geltend. Im Zenahren außer Betrieb en fortgesezt Erddem Fistus. Dieser fen, die sämtlich abdt. Im Osten Berfür sein sechs Moituskocher wärmen. ehende unverkorfte mes standen alsball dliche liegt schwer der vorigen Nacht mellzuges OftendeMeg ein, überrann en Perron gegen die laschinen zum Glüd em Unfall nicht ge varen in Ordnung. Sm Lac de Jour im iner Ferienreise be Fahrzeug fenterte, höchst seltene Fall, e fallenden Meteor et. Auf der Land Reiche eines Bauern gefunden. In der tdedt. r. Der Newyorker Gaunern festzuneh rschwindelten, daß si tige Meldungen ab ionen zu Betrügereien einen offenen Wagen n Broadway entlang Is Forstverwalter bei dendorf tätige Baron er Nacht auf dem An nen Rchbod. Er traj uf dem Rüden Feld fort nach dem nächsten die Frau am nächsten Ite sich dem Gericht, da nicht angenommen n bei Göttingen er ber ein fünfjährige urz einer Mauer an mehrere verlegt. frika. en Meer.- Herrschaft steht, ist orgeblüht. Das kann schen Weltmacht nicht afte des Landes haben g des Handels ist un och mehr getan werden. wie er bisher nur durc nd Affuan bezw. Wadi glischen Wünjde nid ne Gifenbahn vom M Is Endpunkte wurden en Mcer angenommen, ezeichnung der Berber Il aber die Bahn nicht bon der Mündung des eter füdlich von Berber Suafin enden, sondern dlicher. Diefer Plas am peil er als Sajen beffet Suafin der Mittelpuntt worden, da Port Sudan werden muß durch die en werden wohl erst mit It werden. Durch diefe ifden Abartum und dem fürzt werden, ein erheb en Verhältnissen. Im ahnroute nicht nur mit Vermischtes. Hospitalwagen im Eisenbahnzuge. Anläßlich der Eisenbahnkatastrophen der letzten Zeit hat eine belgische Eisenbahngesellschaft die Einrichtung getroffen, jedem ihrer Züge einen Ambulanzwagen beizugeben. Der Wagen enthält Hängematten, Tragbahren, Operationstische, eine Apotheke, sowie Instrumente zum Freimachen einer gesperrten Strecke. Weiß gefärbte Neger. In der europäischen Presse war eine Nachricht verbreitet, derzufolge die Regierung der Vereinigten Staaten sich genötigt gesehen haben sollte, ein Verbot gegen ein Hautfärbemittel zu erlassen, durch dessen Anwendung die Neger angeblich istande sein sollten, sich eine weiße Haut zu verschaffen, so daß sie Eingang in die feinste Gesellschaft finden und sogar- man denke! weiße Mädchen heiraten könnten! Mit großer Entrüstung weist ein Blatt in Philadelphia diese Geschichte zurück; es sei daran nichts wahr, als daß ein ziemlich weiß geratener Mulatte sich in einem vornehmen Viertel ein Haus gekauft und dadurch den Protest der Nachbarn hervorgerufen habe. Wir glauben kaum, daß viele Leute in Europa die HautfärbeGeschichte als etwas anderes betrachtet haben, denn als eine Gabel, wie sie die Sauregurfen- Zeit wohl mit sich bringt. Der Telegraph durch die Sahara. In französischen Kolonialkreisen plant man eine telegraphische Verbindung durch die Wüste Sahara, die Algerien mit Französisch- Westafrifa verbinden soll. Da die Eingeborenen alle sichtbaren Leitungen zu zerstören pflegen, gedenkt man, unterirdische Kabel zu legen oder die drahtlose Telegraphie zu benußen, die natürlich die Anlegung von Zwischenstationen erfordern würde. Die Kosten des Unternehmens werden auf 2,5 Millionen Francs geschätzt. - Der Leopard ist los! Im Zoologischen Garten von Lissabon gelang es einem Leoparden, aus dem Käfig zu entspringen. Das geängstigte Tier richtete mancherlei Unheil an, ehe es gelang, es unschädlich zu machen. Zunächst wurde man durch das Schreien der Adler gewahr, daß der Leopard hinter dem Raubvogel- Käfig stecke. Das Personal des Gartens bewaffnete sich mit Spaten und Heugabeln und griff den Flüchtling an. Dieser sprang mit einem weiten Sazze in den Teich, auf dem die Wasservögel schwimmen, und es gab eine unbeschreibliche Verwirrung und einen entsezlichen Lärm. Schließlich setzte der Leopard über die Gartenmauer und stieß auf eine von Lissabon ausgesandte Abteilung Soldaten. Diese feuerten, und die Bestie stürzte zusammen. Als ein Soldat auf sie zukam, erhob sie sich und warf sich, aus sechs Wunden blutend, auf den Mann. Nun schossen die übrigen Soldaten blindlings darauf los und verwundeten ihren Kameraden. Zur rechten Zeit erschien einer der Wärter und machte dem rasenden Tiere mit seiner Heugabel den Garaus. = Langgeschwänzte Hähne. In Japan werden jetzt Hähne mit ungeheuer langen Schwänzen gezüchtet. Zu diesent Zwecke werden die Phönix- Hähne, die schon ziemlich lange Schwanzfedern haben, während der Mauserzeit in feuchtwarmer Atmosphäre gehalten; dazu müssen die Tiere ständig auf einer hohen Aufsagstange sitzen, und dann werden an ihre Schwanzfedern immer schwerere Gewichte gehängt. Auf diese Weise ist in Kochi ein Hahn gezüchtet, dessen zwanzig Schwanzfedern eine Länge von 4,50 Meter erreichten. Lokales. 18. August 1905. * Das neue Grundbuch ist nach der jüngst im Regierungsblatt enthaltenen Zusammenstellung für mehr als die Hälfte der Gemarkungen Hessens bereits angelegt. In längstens fünf Jahren dürfte es auch für die sämtlichen übrigen Gemarkungen angelegt sein. *** Gravelottefeier. Heute Abend veranstaltet der Kriegerverein Gießen eine Gravelottefeier. Vorher unternehmen die Kameraden noch eine Besichtigung der Aftienbrauerei. Der Sammelpunkt ist an der Ecke der Ludwigstraße und des Leihgesternerwegs. Von der Brauerei begeben sich die Kameraden alsdann auf die Schöne Aussicht" zur eigentlichen Feier. * Die Ruder Vereine von Gießen, Weßlar und Limburg werden demnächst eine Ruderfahrt nach Weilburg veranstalten um dort mit dem Weilburger und dem Emser Ruderverein einen engeren Zusammenschluß der Lahnvereine in Erwägung zu ziehen. *** Folgen ter Fleischteuerung. In Frankfurt haben bereits 34 fleinere Megger ihre Geschäfte geschlossen, weil sie keinen Absatz mehr für ihre verteuerten Waren fanden. * Manöver Postsendungen. In Anbetracht der Manöver sei auf die richtigen und deutlichen Aufschriften bei Manöver Postsendungen aufmerksam gemacht. Zur genauen Aufschrift gehören: Familienname( möglichst auch Vorname, unter Umständen die Ordnungsnummer, Dienstgrad und Truppenteil, Regiment, Bataillon, Kompagnie, Eskadron, Abteilung, Batterie, Kolonne usw.) und( für gewöhnlich) der ständige Garnisonsort, eintretendenfalls mit dem Zusatz„ oder nachsenden". Die Angabe eines Marsch quartiers als Bestimmungsort impfi hlt sich in der Regel nicht. * Bernichtet die Raupen! Prächtig stehen die Kohlfelder da. Wollen die Besißer sich vor Schaden bewahren, so sollten sie ja nicht unterlassen, die an der Unterseite der Blätter in gelben Klümpchen sigenden Eier des Kohlweißlings zu zerstören. Die Arbeit ist wirklich einfach und kann von Kindern schnell ausgeführt werden. Unterbleibt sie, so friechen aus den Eiern bald Raupen aus. Diese figen anfangs an der Mittelrippe des Blattes dicht zusammen. Einige Tage später gehen sie auseinander und tun sich gütlich an dem saftigen Kohl, der dann von grünen Raupen wimmelt, und bald starren uns viele fahle Rippen entgegen. Vernichte daher jeder Landwirt die Schädlinge! * In der Sitzung des Gesamt- Ausschusses der deutschen Turnerschaft in Königsberg fam ein Schreiben des Generalmajors 3. D. Dr. Schmalz- Dresden zur Verlesung, in dem dieser den Wunsch ausspricht, daß die Lehrer bei der Schulentlassung auf den Beitritt zu den Turnvereinen der deutschen Turnerschaft aufmerksam machen sollen. Möge diesem Wunsche auch in unserm Kreise die weiteste Erfüllung werden. * Der Kreis„ Sachsen" feierte vom 15.- 19. Jult in Chemnitz sein drittes Kreisturnfest mit einer Beteiligung von 14 359 Turnern aus 25. Gauen. Dort werden keine Preise verteilt, sondern nur um der Sade selbst willen geturnt. An den allgemeinen Freiübungen nahmen 5500 Turner teil. Alle Vorführungen überraschten durch die große Zahl der Mitwirkenden. So turnten 400 Turnerinnen, 1360 Mädchen und 1300 Knaben. ( Turnztg. für den Gau Hessen.) *** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 15. und 16. August stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1262 Stück Rinbvieh, 610 Schweine. Der nächste Markt findet am 5. und 6. September statt. Am legteren Tage auch Krämermarkt. * Der unbequeme Nimrod und der diplomatische Bürgermeister. Um einen lästigen Jagdpächter los zu werden, dessen Vertrag noch einige Jahre läuft, ist nach dem Höchster Kreisbl." der Bürgermeister einer fleinen Gemeinde aus dem Taunus auf ein merkwürdiges Mittel verfallen. Schon seit einer Reihe von Jahren schickt der Pächter der Jagd alljährlich zur richtigen Zeit den Bachtbetrag ein, und so auch in diesem Jahre, und zwar mit der Post. Der schlaue Bürgermeister aber verweigert diesmal die Annahme des Betrags, weil die 5 Pfg. Bestellgeld nicht mitgesandt seien, und teilt gleichzeitig dem Pächter mit, daß der Pachtvertrag von heute an null und nichtg sei, weil das Gelb nicht pünktlich, d. h. vollzählig at gekommen wäre. Bu gleich verbot er dem unglücklichen Nimrod das fernere Betreten des Reviers. Dieser war natürlich nicht so harmlos, vor dem bürgermeisterlichen Utas Kotau zu machen, sondern versuchte sein Waidmannsheil, dech fam er jedesmal schief an, denn Bürgermeister, Ortsdiener, Feldschüße, Förster und wie die Dorfgewaltigen alle heißen, hielten den Wermsten regelmäßig im Dorfe an und ließen ihn einfach nicht ins Revier. Sogar jßt, nachdem eine höhere Instanz sich mit der Sache befaßt und den Standpunkt des starren Ortsoberhauptes als total verkehrt befunden hat, verbleibt dieser bei seiner Anordnung und verbietet dem Nimrod jegliches Jagdpläfier in den grünen Eichen- und Buchenhallen. Jeden falls darf man gespannt sein, wie die Geschichte ausgeht. *** Rodheim, 18. Auguft. Verirrtes Kind. Gestern Morgen fand der Schuhmacher Lapp dahier in der Gemattung Rodheim ein etwa 4-5jähriges Kind, das sich dorthin verirrt hatte. Er nahm das Kind an sich und benachrichtigte die Polizei, durch deren Vermittelung es gelang, das Kind heute Morgen seiner Mutter wieder zu übergeben. Frankfurt, 17. August. Zahlreiche Neuheiten sind * in den letzten Tagen im Tiergarten eingetroffen. Zu dem seither dort befindlichen Orang Weibchen tam noch ein zweites Exemplar dieser Gattung. Es ist ein junges( etwa einjähriges) mit munteren flugen Augen und flinken Bewegungen. Im Schlangenhaus sind zwei Nasenschlangen bon Weftamerita angelangt. Im Insettenhause ist es iegt gelungen, australische Tagschmetterlinge lebend zu halten. Es ist der prächtige Aegeus Falter, mit großen, sammtschwarzen und grün gfl dten Flügeln, der mit Bier, Zuckerwasser und Honig gefüttert wird. - ? Hanau, 11. Auguft. Die Klage von 11 Stadtverordneten gegen den sozialdemokratischen Stadtverordneten Hoch, der in der Stadtverordnetenversammlung den Klägern vorgeworfen, sie hätten in einer dem StadtverordnetenKollegium zur Beschlußfassung vorliegenden Sache wider besseres Wissen gestimmt, tommt am 5. September vor dem hiesigen Schöffengericht zum Austrag. Als Zeugen sind Oberbürgermeister Dr. Gebeschus, die Bauräte Wohlfahrt und Schmidt, sowie der Obeisetretär Holm geladen. Goldene Zehngebote für Schüler. Der Professor für Pädagogik an der Berliner Universität, Geheimrat Dr. Wilhelm Münch, veröffentlicht in der Monatsschrift für höhere Schulen die folgenden, für Schüler bestimmten Behngebote: 1. Deine Schule ist ein kleiner Staat: sei ein guter Bürger in diesem deinem Staate, damit du ein rechter Mann werdest für dein großes Vaterland. 2. Gedenke, daß du ein großes Eibe antreten sollst, und sei dankbar all den großen Menschen, die mit ihres Lebens Arbeit Unvergängliches auch für dich geschaffen haben. 3. Lerne im kleinen treu sein, damit du es dereinst im großen sein fannst; lerne äußere Ordnung, die dir hilft zur innern Tüchtigteit. 4. Strebe nach Echtheit; finde dich nicht äußerlich ab mit deinen Pflichten und sei nicht mit äußerm Erfolg zufrieden; lerne nicht andern zu Diensten, sondern denke an dich selbst und was du wert sein möchtest. 5. Du sollst nicht lügen, weder wie die Sklaven, die feinen Mut zur Wahrheit haben, noch wie die Heuchler, die sich emporwinden wollen, noch wie die Wortschwindler, die Geborgtes für eigen ausgeben. Auch sollst du nicht zweizüngig sein, nicht dich fromm geben vor deinen Eltern und frech vor Lehrern und Kameraden. 6. Sei ein guter Kamerab unter deinesgleichen, zuverlässig dich Herrschaft gewinnen. Suche nicht aus Ehrgeiz andere und treu, aber laß keinen Kameraden, der schlechter ist, über im Lernen zu überholen, aber gibt acht, daß du deinen Mann stehst, mie deine Kraft es von dir fordert. 7. Mißbrauche deine Stärke nicht gegen die Schwachen und sei nicht hochmütig gegen die Geringeren; wisse, daß man schon in jungen Jahren ein großes Herz beweisen fann. Jugendspiel und frisch und fröhlich bleibest durch die ganze 8. Sieh zu, daß du tüchtig werdest auch in allerlei Jugendzeit; liebe die Natur mit all ihren Geschöpfen und laß durch feire Stubenarbeit dir die Freude daran nehmen. 9. Werde nicht verzagt oder störrig, wenn du dich vergingst und Strafe leiden mußtest: fang frisch wieder an, und du kannst rasch alle Epuren des Vergangenen tilgen. Laß dich nicht vom Mißtrauen anstecken und glaube nicht Böses von deinen Lehrern, weil sie dir Uubequemes zumuten. 10. Treibe etwas Gutes freiwillig neben deiner Pflichtarbeit, damit du auch später zu den Männern gehörst, die sich selbst Biele stecken und nicht zu den Halbstlaven, die nur Auferlegtes verrichten. Literarisches. Neue Touristenkarte vom Vogelsberg mit Wegmarkierungen und genauem Routenverzeichnis. Herausgegeben vom Vogeleberger Döhenklub. Verlag von Emil Roth in Gießen. Preis 60 Pfg., aufgezogen auf Leinwand 1 Mt. Turch diese Karte wird ein längst gehegter Wunsch aller Freunde und Touristen des Vogelsbergs erfüllt. Jahr für Jahr locken die Naturschönheiten des Vogelsbergs größere Scharen an, aber manche reizende Partie, mancher idyllischer Punkt bleibt ungesehen, weil er unbekannt oder der Wanderer den Weg dort hin nicht findet. Die neue Touristenfarte bietet sich den Naturfreunden als zuverlässiger Führer an, indem sie die Ortschaften des Vogelsberg in sehr überfichilicher Weise und die einzelnen Wege in guten, scharfen Markierungen zeigt. Auch die Höhenangaben werden von ihr berücksichtigt. Ein weiterer Vorzug ist das von kundiger Hand trefflich zusammengestellte Tourenverzeichnis, an Hand dessen man die verschiedensten Partien leicht ausführen kann. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 9. Sonntag nach Trinitatis, den 20. Auguft. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der MatthäusVormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. gemeinde. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Christenlehre für die Neufonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Euler. Batholische Gemeinde. Samstag, den 19. Auguft. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 20. Auguft. 10. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Belegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erfte heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiliges Kommunion. M 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2% Uhr: Eatramentalische BruderschaftsAndacht. Siegener landwirtschaftlicher Wettervient Boraussichtliche Witterung in Heffen für Samstag, den 19 Auguft. Temperatur wenig verändert, nachts etwas wärmer, vorwiegend heiter. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belb in Gießen. A C Verlangen Sie Muster unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& C, Zürich Z G GUUN CUID Gravelotte- St. Privat- Feier Sonntag, den 20. August d. Js., vormittags 9 Uhr: Bersammlung beim Kamerad Brell, Kreuzplatz zum gemeinschaftlichen Kirchgang. Daran anschließend Schmüdung der Krieger- Gräber auf dem alten Friedhof und des Kriegerdenkmals auf dem Marktplatz. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Verbands- und Vereins- Abzeichen, sowie Orden- und Ehrenzeichen find anzulegen. Grossen- Linden Sonntag, den 20. und Montag, den 21. August: Kirchweih- Fest wozu freundlichst e'nlabet Heinrich Fischer IV. Gasthaus zum Deutschen Hof. Unsere Anzeige über die am 22. d. Mts. stattfindende Versteigerung der Bauernmühle wird dahin berichtigt, daß die Wasserstärke gegenwärtig etwa 3 PS beträgt. Großen Linden, am 18. August 1905. Großherzogliches Ortsgericht. Leun. Fahrzeugwerke ,, Wilhelmshöhe" bei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Doppelglockenlager, Motorrädern, sowie Fahrradteilen u. Zubehör zu fonfuccenzl. bill. Fabrikpreisen u. weitgehendster Garantie und zu günstigen Zahlungsbedingungen. Katal. gratis u. franco. Mustermaschine Tiefenweg 10 z. besicht. Die Königliche Baugewerkschule zu Jostein( Taunus) eröffnet das Winterhalbjahr am 18. Oktober. Programme versendet kostenlos Die Direktion. Nieren- und BlasenLeiden heilt und stärkt die Reinhardsquelles bei Wildungen. Minera.wasserversandt Füllung I. Klasse. Trintfur, Mineral- und Sonnenbäder. Hunderte Gerzte trinken Reinhardtsquelle. Postkarten- Centrale Sonnenstraße 5 Gießen empfiehlt: am Kanzleiberg Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien-, Witzkarten, Künstlerkarten. Das eigene Porträt auf der Postkarte à Stück 15 Pig. Lahnkalk- u. 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Bewerber wollen ihre selbstgeschriebenen Meldungen mit Lebenslauf und etwaigen Zeugnissen bis zum 1. September hierher einreichen. Gießen, den 17. August 1905. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Aus der Stiftung der Daniel Moog Witwe zu Gießen sind am 2. Oktober die diesjährigen Zinsen an hiesige bedürftige unbescholtene im Witwenstande lebende Bürger und Witwen von Bürgern zu verteilen. Anmeldungen hierzu können bis zum 10. September auf dem Armenamt, Neuenbäue 25, erfolgen. Gießen, den 16. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Kommerzienrat Heichelheim Stiftung. Aus der Kommerzienrat Heichelheim- Stiftung sind am 1. November 1905 1248 Mt. zu verteilen. Nach § 3 der Stiftungsurkunde fönnen zur Bewerbung nur zugelassen werden: a) Personen, die während des Feldzuges 1870/71 im Militärverhältnis gestanden haben und b) Frauen und Kinder solcher Personen, vorausgesetzt, daß sie einer derartigen Unterstützung würdig und bedürftig sind und vom Tage der Bewerbung ab rückwärts gerechnet, mindestens 2 Jahre ununterbrochen in Gießen gewohnt haben. Bewerbungen sind bis zum 30. September d. J. auf unserem Geschäftszimmer, Neuenbäue 25, Zimmer Nr. 2, schriftlich oder mündlich einzureichen unter Vorlage der die Erfüllung der Bedingungen nachweisenden Papiere. Gießen, den 16. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Der diesjährige lette Impftermin in Gießen findet Samstag, den 19. Auguft von 5 bis 6 Uhr statt. Die Angehörigen der noch rückständigen Impflinge werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Kinder privatim impfen lassen müssen, wenn sie diesen letzten Termin nicht wahrnehmen und ein Aufforderungsbezw. Strafverfahren nach dem Reichsimpfgesetz bermeiden wollen. Gießen, den 16. August 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Erdarbeiten. Die Erdarbeiten für den Ausbau der Friedrichftraße, sowie des Weglarerweges zwischen Frankfurterstraße und Mittelweg sollen Donnerstag, den 24. d. Mts., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns, Neuenbäue 22, auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht auf. Angebote auf borgeschriebenem Formular, welches daselbst erhältlich, find spätestens bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Gießen, den 17. August 1905. - Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Sielbau Gießen. Zur Fortsetzung der Sielbauten in der Provinzialhauptstadt Gießen sollen nachstehende Arbeiten einschl. Lieferung der nicht bausettig beschafften Materialien für die Regensammler W 11 N und T, sowie der Schmutzwassersammler M, O und P am Selters. berg bergeben werden. Die Ausschreibung umfaßt: die betriebsfertige Herstellung von etwa 240 m Stampfbetonkanal, 8600 m Tonrohrkanäle von 20-30 cm Durchmesser, 7600 m 3ementcohrkanäle von 20-80 cm Durchmesser einschließlich aller Erd- und sonstigen Nebenarbeiten. Bedingungen und Angebotsformulare ausschl. der Zeichnungen, fönnen gegen porto und bestellgeldfreie Einsendung von 3 Mark durch das Städtische Tiefbanamt Gießen, Neuen- Bäne 22 bezogen werden. Ebendaselbst liegen die Zeichnungen und sonstige Verdingungsunterlagen während der Dienststunden zur Einficht auf. Auskunft erteilt außerdem Herr Oberbaurat Schmid, Darmstadt, Mühlstraße Nr. 60. Die Angebote sind versiegelt und mit der Aufschrift ,, Angebot auf Herstellung von Sielbauarbeiten" bis zum Mittwoch, den 6. September d. Js., nachmittags Hotels, Gastwirtschaftea, 3 Uhr, bet vorgenanntem Amt einzureichen, woselbst Feinste Salatkartoffeln Billen, Häusern, Gütern die Eröffnung der eingelaufenen Angebote im Beisein per 3tr. 3.50, 4, u. 450 Mk. frei ins Haus, sowie stets am Lager. J. Hankel, Gießen, Schlokaasse. 1-2 möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. und Baugeländen bermittelt u. foulanter Bedienung J. Rosenthal, Gießen, Bismarckstraße 10. Möbliertes Zimmer per 1. September zu vermieten. Näh. Bahnhofstraße 66 im Laden. etwa erschienener Bewerber am genannten Zeitpunkt erfolgt. Zuschlagsfrist 6 Wochen. Sießen, am 14. August 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Kr. 194. Bolectionspreis: Die Ben, bie Kreise Weglar Reklamen bl Bebattion u. Sauptep Feralp fir Oberh Eine Verfall ( Gig. Bericht.) Zum Wochenschluß det werden, die das V Es ist eigentlich keine entwurf, dessen Ausar förperschaft der fünftig Nr. 192 Oberb Budub Bring ber ( 7. Fortsetzung.) Das Gewicht auf jchienen, aber ich ha ich habe lächelnd gefa rirgen um deiner M Tag und Nacht, dein will demütig sein, w weich sein und gehor Gott bitten mit aller Heim teine Bitternis Reben bereuen mußt, wennen hast!" Meine Either!" ha es gekommen ,,, mein Und wieder hait d als sei ich nichts, hast der dunkeln, ausgesto an die Schwelle zu dei Eine fthöne, stattli und üppig ist die bl aufgetradjen bijt. Aber der Kup d halb harter, halb b um ihre stolzen Li jie sagen:„ Um der braunen, zigeunerf -Ich bin in mi Als ich meine weiß ich mit eine man mit dir hatt Leid. ihrem Blick, nur Mein C Fluge drängen fic Don, was ich emp wäre. Deine Lie Bott! Und es qui gegen Frauke, de zwingenden Dran ipiben und schlinge Schweigend en brückt mich einen A ,, Gott John dir' Lippen, du streckst ihren hinein, sie fieb allein ich verstehen f mein Haar mit ein noch einmal blidt ji fie hat sich leicht gege dem Zimmer geschritt Wir bliden ihr na Bug um deiner Mut entfinnt sie sich plöglic mid mit einer förmlic In mir aber sprin gem Verlangen: dieje