Nr. 1.6. Berei et im Cal ng 80 u alle Mitgli resrechnung 1 enheiten. ng gebeten. Giessen: orfizender. ng. gen wir hiermit Jnsertionspreis: Die einfaltige Betitzeile für ganz Obereffen, bie Krte her und Marburg 10 fa. ionit 15 Pfg. Reklamen die Beetle BO refp. 40 Bfg. Rebattion u. Hansteppedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchink Nr. 362. Donnerstag, den 18. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfc., in's Haus gebrach: 80 Big., durch die Post bezogen viertel jährl. f. 1.50. Grattebeilagen: Oberbeffiche Familienzeitung( täglich) und die uifenblasen( wöchentlich). Das Klatt etja eint an skin Werttagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Frau im Gewerbe. Der internationale Arbeiterschußkongreß in Bern hat rei Gießen, en Beschluß gefaßt, der sich gegen die Verwendung der augu nächtlicher gewerblicher Arbeit richtet. Damit ist internationaler Anerkennung gelangt, was in vielen Saten hinsichtlich zahlreicher gewerblicher Betriebe bereits Braua und Gesetz ist. Wird somit nicht unbedingt neues Recht durch Beschluß geschaffen, so wird ihm doch ein g. be und Fabrze moeiterter Geltungsbereid) gegeben, und zu ferneren FortImachung zu gefte EICHE S daß die Well habe so tone auch in den merkwürdige So hat ein e Mitteilung e ein Mittel cher Ströme s sind noch hört letterer Jen Laborato idelung seines schenft, so hat wegen seines oder vielleicht Der amerifa dem Gesagten diesem Zwed Fr bringt eine nen und treibi renden Bürsten ng mit den tehen, der nun der Vorschlag r bleibt eigen ob man den. ibringen fann as wäre Sa on daran, nu hinter dene ufgabe ledig tu önnen.om 18 interessant, zu erforderlich pen. Immer and feine Kabe ihm etwa die tisch zu unter. drilen ist eine Basis vorhanden. Die Frau gehört ins Haus, die Hauswirtschaft ist ihr Reich, die Kinder fürsorge und die Kindererziehung ist ihre Ausgabe. Das ist ein Sag, der schon tausendfach ausgespro ben worden ist. Die Frauenrechtler und Frauenrechtlerinen selbst stimmen ihm in Wahrheit zu, bestreiten ihn nur einbar. Was sie dagegen anführen, ist in der Hauptsache er Hinweis auf die harte Notwendigkeit, die Frauen und yar Kinder zu erwerblicher Tätigkeit zwingt, damit der nentbehrliche Nahrungsbedarf angeschafft werden könne. lan ist einhellig in dem Wunsch, diese Notwendigkeit möchte ermieden und die Möglichkeit für die Frau geboten weren, sich der häuslichen und mütterlichen Tätigkeit aushließlich zuzuwenden. Man ist ferner einhellig in dem Sunsch, daß auch das Kind in seiner förperlichen Entwicke ing nicht durch Ueberanstrengung in vorzeitiger erwerbher Arbeit aufgehalten und geschädigt werde. Nur über ic Art, wie s. Iches Ziel zu erreichen ist, gingen und gehen ie Ansichten auseinander. Als die Sozialgesetzgebung im Deutschen Reiche noch ing war, hatte Fürst Bismarck selbst, der doch bei ihrer Einiding mit in vorderster Reihe gestanden, schwere Beden11, die ihn manchymal zögern machten. Er scheute schon or dem Verbot der Sonntagsarbeit zurück. Nicht etwa, eil es ihm an religiöser Gesinnung gemangelt, oder ein ausgebildetes Mitgefühl für die handarbeitende Bevölke ung dieser den Ruhetag mißgönnt hätte. Er sagte sich nur, ß die Sonntagsarbeit, auch die freiwillige, für viele eine irtschaftliche Notwendigkeit sei, und daß man den unter der Notwendigkeit Stehenden die Sonntagsarbeit nicht bieten dürfe, ohne ihnen gleichzeitig Gewähr dafür zu ben, daß sie zufünftig in sechs Arbeitstagen so viel vermen würden, wie vordem in sieben Arbeitstagen. Nur gernd gewann Fürst Bismarck das Vertrauen, daß das nere Ausgleichsgesetz jeder umfassenden wirtschaftlichen itigkeit auch hier die neue Vorschrift bald mit dem unabeislichen herkömmlichen Bedarf in Einklang bringen würTatsächlich ist die gefeßliche Sonntagsruhe für das Geerbe eingeführt worden, ohne daß die von dem Fürsten ismard befürchteten üblen Folgen eintraten, und schon zu nen Lebzeiten und mit seiner Zustimmung ist die Gesetzung auf diesem Gebiete weitergegangen, ohne daß man 3 am Ziel angelangt wäre. Auch der gewerblichen geit der Frau hat man zum Schutz der Frau diGrenzen gezogen. Dabei war immer die Rücksicht auf ben selbst und auf sie als Mutter des künftigen Gea heinmaßgebend. 04 estimmend war auch die Rücksicht auf die Erhaltung very widouswesens, dem die Hausfrau nicht über Gebühr ent aus werden sollte. Haus und Familie werden in der i vom Mann erhalten. Daß die Frau dabei Mithilfe t, ist nicht von der Hand zu weisen. Doch diese Mitgie darf nicht soweit ausgedehnt werden, daß die Frau urch untauglich wird, ihre Hauptaufgabe zu erfüllen. Die a die Kinder hat, sollte eigentlich überhaupt daheim ibeönnen. Denn die Kinder bedürfen der Aufsicht, der erlichen Pflege, der Anleitung bei spielender Beschäftig, widrigenfalls ihnen Verwahrlosung droht. Nun hat soziale Sinn unserer Bevölkerung hierfür an vielen Dr. eine Art Ersatz geschaffen. Da sind die Krippenheime, Säuglinge tagsüber versorgen, die Kinderheime, die ößere Kinder tagsüber in Obdach, Nahrung und Hut nehen. Dadurch ist der täglichen Entfernung der Mutter vom aus die schädlichste Folge genommen. Von der Frau ist ein ele Unterbred Streichhölzchen urwunder der as in die Hin. mit der Zeit eil ihrer natürlichen Arbeit abgewälzt, so daß sie sich tags= den Victoriaürzen in Südende Aastaden mmuthhöhle in Sebiet von Bri ren Ausmaßen Länge bon über rn befizen und Quelle und wei Die Grotte e muthhöhle nur, wird wohl um er Zeit in der 1, begy en. Die nam& Hout. 11 fand arten in der ufte fie aber Mammuthhöhle jer der erwerblichen Arbeit widmen kann, ohne allzu emindlichen Nachteil für die Kinder, unter Umständen sogar eren Nußen. Doch eine Entfremdung zwischen Mutter Rindern darf nicht eintreten. Und das wäre der Fall, die heimkehrende Mutter die Kinder nur zum Schlaf en könnte, wie sie sie des Morgens aus dem Schlaf in žeimstätten bringt. Die Gemeinschaft des Sonntags nicht aus, besonders im Hinblick auf die herkömmlichen öglichen Erholungsausflüge und Vergnügungen. Auch ochentag muß die Mutter das Bewußtsein haben, daß nder hat, die Kinder das Bewußtsein, daß sie ein elterHeim haben, in dem man für sie arbeitet, sie liebt, sich e sorgt. Nur auf solche Weise kann die natürliche Bieach beiden Richtungen erhalten, gepflegt, gefördert werDarum gehört die Frau wenigstens am Abend ins Das ist zu erreichen, ohne daß deswegen grundstürzende derungen in unserem Wirtschaftsleben, in unseren geblichen Einrichtungen notwendig wären. Und der Vorwürde sich nicht auf die unmittelbar Beteiligten beschränken, er käme dem ganzen Volte und namentlig dem kommenden Geschlecht in sittliches und körperlicher Hinsicht zugut. Neue Kämpfe in Südweftafrika. Lie deutschen Truppen im südafrikanischen Aufstands. eties find noch immer gezwungen, ohne Ruhe den Fährten der Hererobanden zu folgen. Daß es dabei nicht ohne nafergewöhnliche Strapazen abgeht, liegt in der Natur der Dinge und des Landes. Soeben eingetroffene amtliche Be richte berichten wieder von bedeutenden Verlusten unserei braven Soldaten. In einem Gefecht mit den Bethaniern find sechs Tapfere den Heldentsd gestorben und ebensoviel schwer verwundet worden, ebenso der kommandierend Hauptmann. Am 8. Mai stieß die Etappenfompagnie unter Haupt mann von Rappard am oberen Ganachab auf den Bethanier häuptling Cornelius Frederik, der mit seinen 300 Mann den Deutschen weit überlegen war. Hauptmann von Rappart wurde schwer verwundet, sechs Reiter fielen, andere sechs wurden verwundet. Am anderen Tage fam Hauptmann Baumgärtel nach 46stündigem Geweltmarsch mit 90 Mann zu Hilfe, griff die Stellung des Feindes an und warf diesen nach kurzem Gefecht. Die Bethanier ließen vier Tote, einen Verwundeten und eine große Anzahl Vich zurück. Der in zwischen herbeigekommene Major Täubler nahm die Ver. folgung auf. Die furchtbarsten Leiden werden den Truppen beständig durch den Wassermangel bereitet, und zahlreiche Abgänge und Erkrankungen sind nur dieser Kalamität zuzuschreiben. Daß strenge Manneszucht gehalten wird, ist bei deutschen Armeeangehörigen selbstverständlich. Eine Patrouille mar in ein verlassenes Hererodorf gekommen und hatte dert eine alte Frau aufgeknüpft, weil sie feine Auskunft über den Verbleib der übrigen Dorfbewohner geben wollte. Der Führer der Patrouille, ein Unteroffizier und die vier betei ligten gemeinen Soldaten wurden verhaftet und vor ein Kriegsgericht gestellt. Der Unteroffizier wurde freigesprochen, die vier Soldaten zum Tode verurteilt. in Gnadenwege erfolgte die Umwandlung des Urteils in Ruchthausstrafen von 15 und 12 Jahren. Die Zahl der gefangenen Herero beträgt jetzt 5804, darunter 1493 Männer. Die Söhne Samuel Mahareros, Friedrich und Wilhelm, sind über die englische Grenze gegangen, ebenso die Führer Justus Rabiţeri und Traugott. Sie wurden von der englischen Grenzpolizei entwaffnet und sprachen den Wunsch aus, zu Samuel Maharero gebracht zu werden. Dieser sitzt zufrieden bei Tsan südlich des Ngamisces auf dem ihm zugewiesenen Refervat. Die Politik. + Bei der Zusammenkunft des Kaisers mit den kirchlichen Würdenträgern in Meß soll es sich nach den Angaben eines lothringischen Blattes um die Uebernahme des Protektorats über die katholischen Missionen in Asien durch Deutschland gehandelt haben. Der Gesezentwurf zum Schutz von Forderungen der Bauhandwerker ist bei den ministerialen Instanzen fertig. gestellt. Zurzeit wird die Begründung ausgearbeitet. Dann geht das Material an den Bundesrat, so daß Aussicht zur Beratung im Reichstag für den nächsten Winter vorhanden ist. Der Ausschuß für die Betriebsmittelgemeinschaft wird am 23. Mai wieder in Berlin zu einer Tagung zusammentreten. Hauptsächlich werden finanzielle und organisatorische Fragen zur Behandlung kommen. Eine weitere Konferenz ist auf den 14. Juni an einem Orte Thüringens in Aussicht genommen. Dort wird die Organisation des Gemeinschaftsamts besprochen werden, das dem Vernehmen nach in Leipzig errichtet wird. Die in Fez eingetroffene deutsche Spezialgesandtschaft nach Marokko ist vom Sultan empfangen worden. Graf Tattenbach überbrachte dem Sultan das Großkreuz des Roten Adler- Ordens und betonte in seiner Ansprache, der deutsche Kaiser erstrebe die Besiegelung der guten Beziehungen zwischen Deutschland und Marokko durch freundschaftliche Verträge. Der Gesandte knüpfte daran Wünsche für eine lange und unabhängige Regierung des Sultans. Der Sultan dankte für die Entsendung der außerordentlichen Mission und für den Orden und hieß die Gesandtschaft willkommen. Die in letzter Zeit überhandnehmenden Vergiftungen mit Lysol haben der Reichsregierung den Gedanken nahegelegt, dieses Modegift dem uneingeschränkten Verkaufe zu entziehen. Aus Apothekerkreisen in ganz Deutschland ist die Forderung auf Entziehung des Lysols aus dem freien Verkehr schon lange lautgeworden. Frankreich. Der Papst beabsichtigt, durch den Erzbischof Fuzet von Rouen noch einen Versuch zur Verhinderung der Trennung von Staat und Kirche zu unternehmen. Man nimmt aber an, daß dieser Versuch aussichtslos ist. Rufsland. Ein auf die Beseitigung der inneren Schwierigkeiten zielender Erlaß des Kaisers trifft neue Anordnungen für die neun westlichen Gouvernements. Es handelt sich um erleichternde Bestimmungen für die polnische Bevölkerung. Personen polnischer Abstammung erhalten dort größere Rechte zur Pachtung und zum Erwerb von Ländereien und Hypothekeneigentum. Die Beschränkungen für katholische Bauern werden abgeschafft und die Adelswahlen wieder eingeführt. Der Unterricht in polnischer und litauischer Sprache in den Elementar- und Mittelschulen wird gestattet. - Der Ministerrat hat ferner beschlossen, für die ganze Monarchie den jüdischen Handwerkern die Erlaubnis zum Aufenthalt an allen Orten zu geben. Es heißt, der Zar sei noch immer unentschlossen, ob eine Volksvertretung einzuführen sei oder nicht, Pobjedonoszew leiste heftigen Widerstand. In Riga hat abermals ein Attentat stattgefunden. Unbekannt gebliebene Personen warfen eine Bombe gegen einen Polizeifommissar und zwei Polizisten. Der Kommissar und ein Polizist wurden schwer verletzt, der zweite Polizist durch Revolverschüsse bei der Verfolgung der Täter getötet. Auch der schwer verwundete andere Polizist ist gestorben. Einem zweiten Attentat in Ufa fiel ein höherer Beamter den Propagandisten der Tat zum Opfer. Der Gouverneur Generalmajor Sjokolowsky wurde wäh rend des Zwischenaktes einer Thea eraufführung im öffent. lichen Garten durch mehrere Revolverschiisse schwer verwun det. Der Täter entfam. Der Zustand des Gouverneurs ist sehr bedenklich Türkei. Die verhafteten Rumänen, derentwillen der rnmänisch- türkische Konflikt entstand, sollen der albanesische Thronprätendent Prinz Ghifa und sein Sekretär gewesen sein. Beide sind mittlerweile in Bari angekommen. Alien. A Vom russisch- japanischen Kriegsschauplatz liegen new Nachrichten von Belang nicht vor. Die Verlängerung des Aufenthalts Roschdjestwenskys in der Honkohebucht wird französischerseits durch den Mangel an Kohlen erklärt. Dan die Russen im nördlichen Korea lebhafte Tätigkeit entfalten, wird bestätigt. Die Vorhut von 400 Russen, die den Tumen überschritten haben, steht schon in Kilju. Die Wladiwostofer Torpedoboote werden gelegentlich an der Küste gesehen. Die Russen haben angesichts des Vormarsches der Japaner die Possiet- Bucht befestigt. Das vierte baltische Geschwader hal Segelorder zum 14. Juni erhalten. Dof und Gesellschaft. Der Kaiser gibt sich in Wiesbaden ganz den Satur schönheiten hin. Daneben werden die Regierungsgeschifte erledigt. Auch der Reichskanzler Graf Bülow wurde zum Vortrag empfangen. Die Kaiserin ist gestern abend jur Teilnahme an den Maifestspielen nach Wiesbaden abgereist. Auch die Königin- Witwe Margherita, die mittelst Automobil über den Brenner nach Frankfurt a. M. gefahren war, trifft zum Beginn der Festspiele in' es jaden ein Deer und flotte. Aenderungen in der deutschen Wehrordnung sind durch Die Vor: soeben ergangene Bestimmungen eingetreten. schriften über die Landwehrübungen haben andere Fassun gen erhalten. Mannschaften der Landwehrinfanterie fönnen nunmehr während der Dienstzeit in der Landwehr ersten Aufgebots zweimal zu Uebungen in besonderen, mit Mann schaften des Burlaubtenstandes gebildeten Formationen auf 8 bis 14 Tage, vom Tage des Eintreffens beim Truppen teil an gerechnet, einberufen werden. Die Mannschaften der Landwehr ersten Aufgebots aller übrigen Waffengat tungen üben in demselben Umfange wie die der Infanterie in besonderen Formationen oder im Anschluß an die Linien truppenteile. Die Zeit für die Uebungen der Personen des Beurlaubtenstandes ist unter möglichster Berücksichtigung der Interessen der bürgerlichen Berufskreise, namentlich der Ernteverhältnisse festzustellen. Schließlich ist neu bestimmt, daß bei Anmusterung von Mannschaften des Beurlaubtenstandes der Marine die in deren Befig hefindlichen Kriegs beorderungen und Paßnotizen einzuziehen und den trollierenden Bezirkskommandos zugleich mit der Mittel lung der erfolgten Anmusterung zu übersenden find Die neue Minenkompagnie. ( Nachdr. verb.) Hamburg, 17. Mai. Am 1. Mai ist in Cuxhaven eine Minenkompagnie für die deutsche Flotte ins Leben gerufen worden. Die An regung mierzu ging von Kaiser Wilhelm aus, der durch die neue Formation einen besseren Schutz für unsere großen Häfen im Kriegsfalle vorbereiten und zugleich alle die verschiedenen Minentheorien gründlich durchprüfen lassen wollte. Die Wichtigkeit der Minen für den modernen Seefrieg hat sich in Ostasien im hellsten Lichte gezeigt. DeutschTand durfte auf diesem Gebiet nicht zurückbleiben. Dant dem energischen Vorgehen des Kaisers ist die deutsche nun die erste europäische Marine, die eine reguläre Truppe von Sachverständigen im Minenwesen ihr eigen nennt. Die Kompagnie befindet sich vorläufig allerdings noch in Versuchsstadium. Der hamburgische Senat hat die Errichtung eines Schuppens nur auf Widerruf gestattet und die Verhandlungen ziehen sich in die Länge. Man geht wohl nicht fehl, wenn man in der Furcht vor einer Hafensperre nit stationären Minen den Grund zu dieser zögernden Haltung der Hamburger Behörden sicht. Die vielen Unglücksfälle, die treibende Miñen in Ostasien harmlosen Kauffahrern schon zufügten, haben in seefahrenden Kreisen große Panik hervorgerufen. Und mit Recht. Zwar handelte es sich in Ditesien meistens um schwimmende Minen, die ins Wasser geworfen wurden und später in einer Entfernung von Hunderten von Seemeilen noch vollkommen unversehrt aufgefunden wurden, oder gegen Schiffsrümpfe prallten. Es ist aber auch leicht möglich, daß fest verankerte Seeminen durch Sturm vom Boden losgerissen werden und dann, den Meeresjin ömmungen folgend, im Ozean umhertreiben. Man verlangt in seefahrenden Kreisen nachdrücklich, daß das internationale Kriegsrecht nach der Richtung der Haftung für Seemirensauden ausgebaut wird. Man kann es den Hamburger Staatsnätern nicht übelnehmen, wenn sie sich vor endgültigem Abschluß des Vertrages mit dem Reid, erst vergewissern wollen, daß die Uebungen der Kompagnie die Hereneinfahrt nacht mitten im Frieden gefahrboll machen. Eine Sofensperre mit stationären Minen würde trotz der besten Loser in der Tat die Schiffahrt stets mit Ratastrophen bedrohen. Denn, mag die Verankerung solcher Minen auch noch so gut sein, die Unter- Wasser- Strömungen sind gerade in der Elbmündung so stark, daß nach kurzer Zeit die Minen sicher von ihrer Stelle getrieben würden. Die Besorgnisse der Hamburger Behörden wären also begründet, wenn der Plan einer sol. chen ständigen Minensperce existierte. Das ist aber nach allem, was man ort, nicht der Fall. Zwar sind die Uebungen streng geheim, aber so viel ist doch bereits durchgesickert, baß die Friedenssperre nicht in der Absicht der leitenden Marinefreise liegt. Es ist daher zu hoffen, daß die Verbandlungen zu einem befriedigenden Abschluß gelangen. Die Wine muß zur Verteidigung Curhavens herangezogen werden. Der Schutz der Batterien ist völlig ungenügend. Ein schneller fleiner Kreuzer hat jetzt die besten Chancen, m die Intecelbe zu gelangen und etwa von Brunshausen and feta berntragenden Geschüße spielen zu lassen. Das Frd Tarlachen, die die Notwendigkeit einer Minenverteidi. murbabens in die schärfste Beleuchtung rüden Soziales Leben. [] Verbot der industriellen Nachtarbeit für Frauen. Die internationale Arbeiterschußkonferenz in Bern hat Grundzüge für ein Uebereinkommen wegen der nächtlichen Beschäftigung von Frauen aufgestellt. Die Nachtarbeit soll derboten sein in allen industriellen Unternehmungen, die mehr als 10 Arbeiter und Arbeiterinnen beschäftigen. Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf Anlagen, in denen nur Familienmitglieder beschäftigt sind. Die ununterbrochene Nachtruhe hat mindestens 10 bis 11 Stunden zu dauern. Das Verbot kann außer Kraft gesetzt werden im Fall von Ereignissen, die auf höhere Gewalt zurückzuführen sind, und bei Verarbeitung leichtverderblicher zur Verhütung drohenden Schadens, Beschränkungen können eintreten bei Saisonarbeiten und außergewöhnlichen Verhältnissen.- Die Konferenz ist Mittwoch geschlossen worden. [] Die Beendigung des Streiks in Hamburg. In einer von 2000 Personen besuchten Versammlung der streikenden Bautischler, Möbeltischler und Anschläger wurde eine Einigung mit den Arbeitgebern erzielt, so daß die Arbeit bereits wieder aufgenommen ist. Nab und fern. Von der Gräfin Montignoso. Der neue Vertrag, Ter zwischen dem sächsischen Hofe und der Gräfin Montignoso abgeschlossen ist, wird amtlich veröffentlicht. Danach überläßt der König Friedrich August die kleine Prinzessin Bia Monika seiner früheren Gemahlin noch bis zum 1. Mai 1906. Erfähnrich Hüffener macht immer wieder von sich reden. Jüngst wurde gemeldet, Hüssener habe jetzt seine Strafe berbüßt und werde demnächst die Freiheit wiedergewinnen. Diese Nachricht ist nicht richtig. Die Haft Hüsseners dauert roch bis Mitte Juni. Herabstürzende Erdmassen haben verschiedentlich in letzter Zeit großes Unheil angerichtet. So wurden in Rimogen im französischen Departement Ardennen bei den Ar. beiten im Schieferbruche von St. Brisin mehrere Personen berschüttet. Noch schlimmer ging es bei Erdarbeiten in der Nähe von Brückenau in Ungarn zu. Dort verunglückten nicht weniger als 40 Arbeiter. Der Charlottenburger Hochschulstreit beigelegt. Friede ist geschlossen zwischen Rektor und Senat der Charlottenburger Technischen Hochschule und deren Studentenschaft. Am Schwarzen Brett ist eine Bekanntmachung angeschlagen, in der beide Teile erklären, daß von keiner Seite eine Beleidigung der anderen beabsichtigt gewesen sei, und daß Aeußerungen, die als Beleidigungen empfunden seien, zurückgenommen werden. Die Studenten sind bereits zu einer Versammlung geladen, in der die Wahl neuer Vertreter stattfinden soll. Die Ozeanwettfahrt um den Pokal des deutschen Kaisers hat gestern nachmittag um zwei Uhr begonnen. Von den 11 Jachten, die um den von Kaiser Wilhelm ausgesetzten Preis den Atlantischen Ozean durchkreuzen werden, sind acht amerikanische, zwei englische und eine, die ,, Hamburg", deutscher Nationalität. In dem an Mr. Allison Armour gerichteten Telegramm läßt Kaiser Wilhelm jedem einzelnen Besitzer der an der Kaiserpokal- Wettfahrt teilnehmenden Jachten das größte Glück wünschen. Der Kaiser stellt in Aussicht, dem Sieger den Pokal persönlich zu überreichen. Er hat ferner versprochen, den Aviso Pfeil" beim Kap Lizard Aufstellung nehmen zu lassen, um die Ziellinie zu markieren. * Ein Wahnsinniger auf der Stanzel. In Trient wurde die in der Domkirche versammelte Gemeine plötzlich von einem elegant gekleideten Manne haranguiert, der die Kanzel bestieg und in fulminanten Worten zu einem neuen Kreuzzug gegen die Heiden aufforderte. Als ein Kirchendiener den Mann herunterholen mollte, wurde er von dem Wahnsinnigen, denn mit einem solchen hatte man zu tun, mit großer Wucht die Treppe hinabgestoßen, so daß er besinnungslos unten liegen blieb. Erst nach heftigem Widerstand konnte der Kranke von Polizisten gebändigt und entfernt werden. Bauernrevolte in Serbien. 15 Bauern aus dem eine Stunde von Belgrad entfernten Dorfe Scharkowo überfielen unter Führung des Dorfvorstehers die an der Save gelegene Werkstätte der serbischen Schiffahrtsgesellschaft und demolierten alles, was ihnen unter die Hände kam. Die Gendarmen konnten den Verwüstungen erst Einhalt tun, nachdem ein Schaden von mehreren tausend Dinaren angerichtet war. Englische Hundefreunde haben dem Unterhause eine Bittschrift zugunsten eines Hundeschutzgesetzes zugehen lassen. Die Bittschrift trägt nicht weniger denn 180 000 Unterschriften und hat ein Gewicht von einem Zentner. Dynamit- Explosion. Der Hollenburger Viadukt der in Bau begriffenen Karavankenbahn bei Klagenfurt wurde durch eine Dynamit- Explosion stark beschädigt. Man vermutet einen Racheaft. Ein Riefenfeuer hat in der russischen Stadt Simferc pol einen großen Teil des Trödelmarktes vernichtet. Ueber 100 Geschäfte sind abgebrannt. Der Schaden ist enormi. Man vermutet Brandstiftung. A Verzweiflungstat einer Mutter. Eine furchtbare Familientragödie spielte sich in Adlershof ab. Die Frau des Metallwarenfabrikanten Hölzel vergiftete sich und drei ihrer Kinder im Alter von ein, fünf und sieben Jahren mit Arsenik. Den Grund zu der unseligen Tat bildeten ge= schäftliche Schwierigkeiten des Mannes und eheliche Zerwürfnisse. In Görliz ertränkte die geistesfranke 43jährige Frau des Schneiders Erben ihre beiden kleinen Kinder in einem Waschfaß. Dann flüchtete sie aufs Dach, von wo sie erst mit Mühe geholt werden mußte. Heidebrand. Bei Scharrel im Kreise Diepholz ist die Heide in Brand geraten. Etwa 800 Morgen sind vom Feuer ergriffen, das sich immer noch weiter ausdehnt. Ein eigenartiger Sanvindel beschäftigt die Bostoner Behörden. Ein Hochstaplerpaar, das sich als Kaiserin Charlotte von Merifo und Kronprinz Rudolf von Desterreich ausgab, hat armen Italienern 40 000 Dollars abgenominen. Das Geld sollte dazu dienen, die„ Thronansprüche" der beiden durchzissezen. Die Gauner sind flüchtig. [] Internationaler Arbeiterschutz. Die in Bern abgehalfene internationale Arbeiterschußkonferenz hat die Grundzüge für ein Abkommen über das Verbot der Verwendung von weißem( gelbem) Phosphor in der Zündholzindustrie festgestellt. Es sollen folgende Bestimmungen getroffen werden: Vom 1. Januar 1911 an ist die Herstellung, die Einfuhr und der Verkauf von Zündhölzern, die weißen ( gelben) Phosphor enthalten, verboten. Die Urkunden über die Ratifikation sollen spätestens am 31. Dezember 1907 hinterlegt werden. Die Regierung von Japan wird eingeladen werden, bis zum 31. Dezember 1907 ihren Beitritt zu diesem Uebereinkommen zu erklären. Das Uebereinkommen tritt in Kraft, wenn die bei der Konferenz vertretenen Staaten und Japan beigetreten sind. Die Konferenz schlägt ferner vor, den weiblichen Industriearbeitern Stunden Arbeitsunterbrechung einschließlich sieben Stunden Nachtruhe zu gewähren. 21 Eine Stadt für Idealisten soll der bekannte amerikanische Millionär Andrew Carnegie in der Nähe von Haag in Holland zu bauen beabsichtigen. Unter den Idealisten, die ausschließlich die neue Gründung bevölkern sollen, versteht Carnegie Männer, die sich nur der Kunst und Wissenschaft widmen sollten. Es ist wohl mit Fug und Recht zu bezweifeln, daß die Stadt für Idealisten, die mit einem Aufwand von vierzig Millionen Mark gebaut werden soll, auch eine ,, ideale" Stadt werden wird. A Die Hungersnot in Südspanien, die infolge der durch die Trockenheit veranlaßten Ernte eingetreten ist, ruft immer von neuem Unruhen hervor. In Yecla, Jaen und anderen Orten kam es zu lärmenden Ausschreitungen von ArbeitsIosen, bei denen die Polizei einschreiten mußte; mehrere Personen wurden verletzt und eine Anzahl Verhaftungen wurde vorgenommen. Der Ministerrat hat bereits neuc Mittel zur Linderung der Not in Bereitschaft gestellt. Tages- Chronik. In Friezenveen in Holland sind zweihundert Häuser, darunter das Rathaus und zwei Kirchen, durch Feuer zerstört. Der Geheime Bergrat von Chelius, Professor an der Technischen Hochschule in Darmstadt, wurde unter dem Verdacht eines Sittlichkeits- Verbrechens reret. Reichskaffenfchein und Reichsbanknote. ( Von unserem Handelsmitarbeiter.) Dieser Tage wurde bekannt gegeben, daß im Werke sei, durch Gesetz die Ausgabe von Reichsbanknoten zu 50 und zu 20 Mark anzuordnen, dafür die Reichskassenscheine, die über diese Beträge lauten, einzuziehen und dafür neue Reichsfassenscheine über 10 und 5 Mark auszugeben. Wir wollen unseren geschätzten Lesern gewiß nicht zu nahetreten; glauben aber annehmen zu dürfen, daß manchem der Unterschied zwischen Reichskassenscheinen and Reichsbanknoten nicht ganz flar ist. Man nennt die Bank noten Kassenscheine und die Kassenscheine Banknoten und macht sich gar fein Gewissen aus dieser Verwechselung. Beide sind Geld, gutes Geld, das jeder gern nimmt- je mehr, je lieber und der Hundertste weiß nicht einmal, daß die kleinste Reichsbanknote über 100 Mark lautet, wäh rend es Reichstassenscheine nur über 50 und 20 Mark gibt. Wer hat wohl schon darauf geachtet, daß Reichsbanknoten und Reichskassenscheine, abgesehen von der Bezeichnung als solche, auch verschiedene Inschriften tragen, die nur in der Strafandrohung für die Fälschung übereinstimmen? Dabei sind die Abweichungen gar nicht unbedeutend: Auf der Reichsbanknote sichert das Reichsbankdirektorium mit seiner Unterschrift den Umtausch gegen Münze an der Reichsbankhauptkasse ohne Legitimationsrrüfung des Einlieferers zu. Davon steht auf den Reichenscheinen nichts, gar nichts. Weder wird Einlösung überhaupt zugesagt, noch eine Einlediglich ihre Namen unter die Bezeichnung des Betrages lösungsstelle angegeben. Die Heichsschuldenverwaltung jet Wir empfehlen Ihnen ( 50 oder 20 Mark), und darüber stehen die etwas geheim gung die Bevölkerung, b nisvollen Worte:„ Gesetz vom 30. April 1874." Dieses Gemüsebau und mit der Her Gesetz ist freilich kein Geheimnis. Aber selbst der loyalite faßt, aufzulären und b Staatsbürger wird ohne Besorgnis vor irgend welcher Be. Gheinende in die Wege zu anstandung bekennen dürfen, daß er das Gesetz vom 30. April 1874 nicht im Gedächtnis hat und in seiner Bibliothef nicht einmal besitzt. Erst wenn man dieses Gesetz vom 30. April 1874 nachschlägt und nachliest, erfährt man, eigentlich ein Reichskassenschein ist, warum er genau so ist, wie die Reichsbanknote, und wodurch er sich von de Reichsbanknote unterscheidet. Die Reichsbank, die unter Leitung von Reichsbeamta steht, ist kein Reichsinstitut im eigentlichen Sinne. Di Reichsbankanteile sind in privatem Besit, und die Reichs** Col wurt Hebertragen Bohnfeld eine Leb ** Erledigt ift eine Relbach bankanteilinhaber stellen den Beirat der Reichsbank. 3 befeßende Lehrerstell zu welchem Teil er dem Reich zufällt, ist durch Gesetz bebrerftelle a ber welchem Teil der Ertrag der Reichsbank den Anteilinhabernell und eine mit einem et stimmt. Durch Gesetz ist auch der Reichsbank das Privi haufen v. b. H. bor, wie groß die Metalldeckung für die in Umlauf befind teilt wird, ift die angebro legium der Notenausgabe verliehen. Das Gesetz schreibt lichen Noten zum mindesten sein muß, damit ihr Umtausd gegen gemünztes Geld auch im Fall des gewaltigsten An sturms gesichert sei. Diese Deckung ist die Grundlage der hat die Reichsbankdirektion stets Wert darauf gelegt, die hilfen im Schneidergewerbe eft, wenn der Streif in G Bon anderer Seite unbedingten Bonität der Reichsbanknoten. In Wirklichkeit legt ist, in Kraft treten. metallische Deckung der umlaufenden Noten höher zu hal. Schneider- Gewerbe noch fol ten, als das Gesez vorschreibt, nämlich auf etwa 90 Prozent leitung der Sneiderm Die Reichskassenscheine nun haben auch ihre metallische am Sonntag in Leipzig b Deckung, und zwar gänzlich in gemünztem Gold und zum Borgehen gegen die Gehilfe bollen Umlaufsbetrag, der sich auf 120 Millionen Mark bein 63 deutschen Städten, in ziffert. Nur gehört dieses Deckungsgold nicht der Reichsbeitgeberverband für das bank, die, wie gesagt, ein Privatinstitut ist, sondern dem Reich, und es lagert im Juliusturm in Spandau, wo seir fortdauerndes Vorhandensein in regelmäßigen Zwischen find bekanntlich wegen der räumen von der Reichsschuldenverwaltung und einer Anzahl funds. Einstimmig wur dazu bestellter Abgeordneten kontrolliert wird. Die 120 crorungen der Münchener Millionen Mark im Juliusturm in Spandau sind eine Art falls sofort die Betriebe zu Reichskriegsschat mehr eine Tradition, als eine Notwendang wird binnen wen Beute Abend 8 Deutschen Flotten ** Feuerwehr- J tog 11 Uhr hielt der Giftungsfeftes der beiden digkeit, für die ersten Ausgaben der Mobilmachung be stimmt. Natürlich können die 120 Millionen Mark im Suliusturm feine Zinsen bringen, eben weil sie fest liegen. Das gibt zu 3½ Prozent gerechnet, einen jährlichen Sing. jährige Haupt- Bersamml berlust von 4,2 Millionen Mart. Das Reich kann das aus. haltigen Tagesordnung ist halten, aber immerhin sind 4,2 Millionen Mark jährlich ein stattlicher Betrag, mit dem sich schon etwas anfangen ließe. Da ist man denn auf den Gedanken gekommen, die 120 Millionen Mark Gold im Juliusturm in Spandau fel unter dem Vorfige des liegen zu lassen und sie doch zu mobilisieren, in Bewegung und Umlauf zu sezen. Dazu dienen die Reichskassenscheine Bürgermeistereigebäude eine die im Betrag von 120 Millionen Mark ausgeghen find finden des geſchäftsführer Sie sind die papierene, aber vollwertige Uebersetzung de helm, über die Borarbe Juliusturmgoldes. Darum sind die Reichskassen scheine wurde.- Der Feft- Auss genau so gutes Geld, wie die Reichsbanknoten. Das hat allgemeinen Festplans und d man zwar nicht überall gewußt, aber man hat es deutlich plans zusteht, sprach sich b embfunden. Hus dem Gerichtsfaal. § zu jung gefreit. Das Hildesheimer Schöffengericht verurteilte den Gemeindevorsteher und Standesbeamten Wilhelm Dörries aus Ilten zu drei Mark Geldstrafe wegen eines Vergehens gegen das Personenstandsgesetz. Er hatte die Jungfrau Dorette Busche mit dem Krankenwärter Lange heine verheiratet, obwohl der junge Ehemann erst 19% Jahre alt war, also das gesetzlich erforderliche Alter o nicht erreicht hatte. In solchen Fällen wird allerdings a der Sache selbst nichts geändert die Ehe ist gültig und bleibt bestehen Beschliffe der Einzel- Aussch Genehmigung, wünschend, arbeiten die befte Erledigun om schönsten Wetter begün X Gesangowettftr biterkeit" wird sich am 2 fingftfeiertag) zu dem songswettstreit, in der 2. ( 9 Bereinen) beteiligen. e hedh flingt das Dier fimädchen hat vorge au ießen ein wild gey der Lahnbrüde baberjag Unglad, wobei besonders Rinder in Gefahr waren allen Dank und Belohn demfelben aus. < Mädfichtslos. fahrer in übermäßig schn in Gießen und brachte b зи in Rind zu Fall, fodaß ne bis auf den Anocher unvorsichtige Radfa ringften um das Kind un ** Der Fall C Drahtnadhrit von be Brofeffore. Dr. Chelius hren vert durch unfere ogenaglig, daß d Stadsonmalliaft Do Chelins feit einigen Pibr geigt igt an 2 Darmf hot rahre alt, si feit einer gen( Bergehen gegen aben. Ch. genoß in Beni wurde noch am Amtliche Warnung vor Konserven- Gift Die Ministerialabteilung für öffentliche Gesundheitspf gehielt das Lier so lange, hat folgendes Rundschreiben an die Großh. Kreisämter erlassen: Das Herannahen der Erntezeit für Gemüse und Früc gte, welche zur Herstellung von Konserven benutzt werden, legt es nns, im Hinblick auf die in Darmstadt im Januar. I. durch den Genuß van Bohnensalat verursachte Vergiftung mehrerer Menschen, nahe, in Erinnerung zu bringen, daß die Erzeugung des Giftes nach den alsbald durch uns ver anlaßten wissenschaftlichen Untersuchungen weder mit dem Material, aus welchem die Konservenbüchsen herge stellt der waren, noch mit ungenügendem Luftabschluß in Zusamn senbang gebracht werben konnte. Es hat sich vielmehr erge ben, daß auch bei untadelhaftem Luftabschluß in Gemüsekonserven Spaltpilze zur Entwicklung und Vermehrung genoen fönnen, welche in ihrer Stoffwechselproduktion heftig wiwed dem Fleisch und Wurstgift ähnliche Gifte zu erzeugeräu die menschliche Gesundheit schwer zu schädigen vermöge a Von dem damaligen Direktor des hygienischen Info unserer Landesuniversität Geh. Medizinalrat Profe Dr. Gaffty ist bereits in einem Berichte an die Grfan Staatsanwaltschaft Darmstadt vom 11. Juli v. S Vermutung ausgesprochen worden, daß die giftbildent Reime mit Düngerflüssigkeiten an die Bohnen und d in den Büchsen zur Vermehrung glangt seien, und Vermutung fonnte bis jetzt nicht entfräftet werden. Es erwä, ist uns hieraus die Pflicht, gegenüber der Benutzung von Jaucheflüssigkeiten zur Düngung von Gemüsepflanzen auf die Gefahren aufmerksam zu machen, welche der menschlichen Gesundheit durch ein solches Düngungsverfahren dann erwachsen fönnen, wenn die Jauche mit den Gemüsepflanzen selbst in Berührung fommt und die darin etwa enthaltener schädlichen Reime auf den Teilen der Pflanze, welche menschlichen Genuß dienen, eintrodnen. Es ist deshalb strenge darauf zu achten, daß die Pflanze selbst, sowie Früchte mit der zum Düngen benutzten Jauche nicht schmutzt werden, zumal es bekannt ist, daß auch an oer durch Spaltpilze veranlaßte Infektionskrankheiten, Typhus und Ruhr, auf diesem Weg entstehen können. Als slbstverständlich muß es gelten, daß bei der reitung von Konserven peinlichste Reinlichkeit beob werde und daß alle Konserven, die beim Offnen der B 28 einen üblen Geruch erzeugen, vom Genuß unbedingt Stilüch geschlossen werden. in bas Darmsta Beta Wegen Bornabm Die Weft- Mulage z fake bon heute ab belehr gesperrt. em ihre be Gießen, den 17. Großherzogliche Betan Durch Befchluß des S Wier Wilhelm Schmidt Ehefra bes Gewerbes als Gefindeber 5 of eacht 58 Baden Gebührentarif nu en Renntnis: für Vermittlung ein Gießen 5 Mr. B) für Vermittlung ein auswärts 7 Mt. r die Dienstboten gefchiebt Eine gehörige Erhizung der Gemüse beim Eintate che Gießen, den 16. Wai und eine nochmalige Erhizung vor dem Gerus muß drin berk angeraten werden. gen Großb. Bo valtung es Betrag Wir empfehlen Ihnen im Sinne vorstehender Dar gebeegung die Bevölkerung, besonders insoweit sie sich mit Die Bemüsebau und mit der Herstellung von Gemüsefonserven 2c. welcher cheinende in die Wege zu leiten. Tohalifaßt, aufzuklären und das Ihnen hierfür erforderlich ez bom 3 er Biblioth jeg vom 3 man, Jenau fo lid bon Reichsbeamte Sinne. Di Cokales. 18. Mat 1905. ** Uebertragen wurde dem Schullehrer Ludwig Döll Bohnfeld eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule Melbach. liefert. Die jungen Leute gehören einer achtbaren Darmstädter Familie an, bewahrten aber das größte Stillschweigen. Die Anzeige ist durch einen Professor der Techn. Hochschule erfolgt. Brof. Cheltus dürfte schwerer Bestrafung entgegen sehen, da die Opfer bei Beginn der Bergehen noch minderjährig waren. ** Bichantstellung. Am 15. Juni wird in Marburg eine Ausstellung und Prämiierung von Simmentaler und Vogelsberger Rindvieh abgehalten. S Krofdorf, 17. Mai. Leichen Ueberführung. Die vor zwei Jahren von Essen nach hier übergeführte Leiche des Lehrers H. Rinn wird auf Wunsch der Witwe nun ** Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer wieder ausgegraben und in Wetzlar, dem Wohnsiz der Witwe, chsbank. besezende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Echteilinbaberell und eine mit einem evangelischen Lehrer zu beseßende beigesetzt. Die Ausgrabung und Ueberführung erfolgt in der Freitag Nacht. d die Neid rch Gesez ehrerftelle an der Gemeindeschule zu Holzf das Brisausen v. d. H. Befet schre w Wißmar, 17. Mai. Am gestrigen Nachmittage ereignete sich auf unserer Dorfstraße ein bedeuerlicher Unmlauf befinilt wird, ist die angedrohte Maßregelung sämtlicher Ce. Alüdsfall, welcher den Tod eines 4jährigen Mädchens, ihr Umtau altigiten Silfen im Schneidergewerbe nur teilweise erfolgt, und wird rundlage ist, wenn der Streit in Gießen bis 20. Mai nicht beige Wirklichtegt ist, in Kraft treten. f gelegt, d der Reid Bon anderer Seite wird über den Machtkampf im höher zu hochneider- Gewerbe noch folgendes geschrieben: Die Bentral90 Prozent eitung der Schneidermeister Organisation gab te metalliſm Sonntag in Leipzig die Parole zu einem einheitlichen nen und ausBorgehen gegen die Gehilfen. Dienstag Abend nun fanden Ten Mark bin 63 beutschen Städten, in denen der Algemeine deutsche rbeitgeberverband für das Schneidergewerbe vertreten ist, au, wo fe Bersammlungen der Ortsverbände statt. Die Diff renzen Zwischend bekanntlich wegen der sogenannten Streitarbeit ents einer Ananda. Einstimmig wurde beschlossen, sich den And. Die Aardnungen der Münchener Bentrale zu fügen und nötigenfind eine alls sofort die Betriebe zu schließen. Die endgültige EntScheibung wird binnen wenigen Tagen getroffen. ondern de Mark jährli Das anfange eine Notive Imachung en Marti Seute Abend 8 Uhr hält die Kreisgruppe Gießen ie feit liegen des Deutschen Flottenvereins im Café Ebel seine dies. rlichen in ährige Haupt- Versammlung ab. Im Interesse der reich ann das m haltigen Tagesordnung ist eine allgemeine Teilnahme erwünscht. ** Feuerwehr- Jubiläum. Gestern Mittwoch Vormittag 11 Uhr hielt der Fest ausschuß des 50jährigen ekommen, Stiftungsfeftes der beiden Gießener Feuerwehren( 15-17.Juli) Spandau j in Bewegu unter dem Vorsiße des Beigeordneten Curschmann im Staffenschein Bürgermeistereigebäude eine Sigung ab, in welcher vom Vorgeghen fin henden des geschäftsführenden Ausschusses, Stadtverordneten erfegung elm, über die Vorarbeiten der Einzel- Ausschüsse berichtet stassenschei wurde. Der Fest- Ausschuß, dem die Genehmigung des en. Das allgemeinen Festplans und des provisorischen Gesamthaushaltsat es deut plans zusteht, sprach sich befriedigt über die Beratungen und Beschlüsse der Einzel- Ausschüsse aus und erteilte ihnen seine Genehmigung, wünschend, daß die weiteren Festberatungsarbeiten die befte Erledigung finden und die Festtage selbst chöffengeri mom schönsten Wetter begünstigt sein möchter. ndesbeam Ditrafe weg - × Gesangowettstreit. Der Gießener Gesangverein 6. Er ha heiterkeit" wird sich am 11. und 12. Juni( 1. und ärter Ban 2. Bfingftfeiertag) zu dem in Langsöns stattfindenden erst 19 Besongswettstreit, in der 2. Klasse unter großer Ronfurrenz Alter 9 Bereinen) beteiligen. llerdings gültig e Hech klingt das Lied... Ein sehr couragiertes Dienstmädchen hat vorgestern Nachmittag in der Neustadt u Gießen ein wild gewordenes Pferd, welches von der Lahnbrüde baberjagte, so aufgehalten, daß ein größeres n- Gift Unglüd, wobei besonders brei auf der Straße spielende Rinder in Gefahr waren, verhütet wurde. Das Mädchen dheitspfl hielt das Tier so lange, bis der Eigentümer herantam und, ter erlaff allen Dank and Belohnung zurückweisend händigte sie es und Früc emfelben aus werden, l Januar t Bergif tung ringen, da ung b er mit dem berge fell Busamn ben, ehr erge üfefonfe to gol na gwiwer geugeu ermöge < Rücksichtslos. Montag Nachmittag fuhr ein Radfahrer in übermäßig schnellem Tempo durch die Moltkestraße in Gießen und brachte dabei, da er auch fein Signal gab, ein Kind zu Fall, sodaß dieses mehrere Wunden, darunter eine bis auf den Anochen reichende an der Stirn davontrug. Der unvorsichtige Radfahrer fümmerte sich nicht im gewingften um das Kind und fuhr weiter. Der Fall Chelins. Zu unserer geftrigen Drahtnachricht von der Verhaftung des Oberbergrats Professore... Dr. Chelius wegen Sittlichkeitsverbrechens erbren esirf burd unseren Darmstädter s- Rorrespondenten the ogen äglich, daß die Berhaftung auf Veranlassung Staatsanwaltschaft Darmstadt in Büdingen erfolgte, da Chelius seit einigen Tagen dort weilt. Er ist bes an 2 Darmstädter jungen Leuten, jetzt 14 und bie Brian- epare att feit einer Reihe von Jahren unſittliche Handbogen( Bergehen gegen§ 175 und 176 3.) vorgenommen en Infi at Profe ge Rigt Tochter des Hüttenarbeiters Heinrich Forbach dahier, zur Folge hatte. Dasselbe war einem mit langen Tannenbäumen beladenen Holzfuhrwert so nahe gekommen, daß es von einer schwankenden Tanne getroffen wurde. Eine halbe Stunde darauf verstarb das Kind. Der betrübende Fall ruft allgemeine Teilnahme hervor, zugleich dient er aber auch für alle Eltern zur Wahnung, über die auf der Straße spielenden Rinder stets ein wachsares Auge zu haben. ?? Grünberg. In laufender Woche werden die von unserer Gemeinde für die hier zu errichtende landwirtschaftliche Winterschule zur Verfügung gestellten Räume von einer Kommission in Augenschein genommen werden. und Nußen der von der genannten Rammer geplanten Rückversicherung für die kleinen ländlichen Viehversicherungsfassen ausließ. Er wies auf die Zwecklosigkeit der großen Vieh. versicherungskassen hin, die infolge ihres fomplizierten Ver waltungsapparates nicht existenzfähig seien, doch auch die kleinen hätten bei eintretenden Verlusten mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Wenn es nun gelänge, durch unverzinsliche Darlehen der landwirtschaftlichen Kreisvereine, sowie durch Beihülfe der Regierung und Landwirtschaftskammer die Garantiefonds zu beschaffen, fäme eine Rückversicherungefasse zustande, die sämtlichen Ortsviehfass n des Bezirks ein festes Rückgrat gäbe. Hoffentlich gelingt die Rückversicherung. C Marburg, 17. Mai. 1600 Studenten, eingerechnet annähernd 50 Hörer, weist unsere Universität in gegenwärtigem Sommersemester auf. ? Alsfeld, 17. Mai. Sonntag, den 14. Mai, ist der Stadtrechner Georg Melchior Schöpbach dahier verftorben. + Groß- Felda, 17. Mai. Der von der Genidstarre befallene Junge ist bereits in der Nacht zum Montag verstorben. * Vilbel, 17. Mai. Streik im Gemeinderat. Ein eigenartiger Zustand, wie er wohl selten anzutreffen sein dürfte, herrscht gegenwärtig in unserer Gemeinde. Bei der letzten Gemeinderatswahl erlangten nämlich die sozialdemokratischen Kandidaten die Majorität im Gemeinderatsfollegium. Die Majorität faßte bald nach Beginn der neuen Amtsperiode den Beschluß, die öffentlichen Gemeinderatasizungen nicht mehr, wie bisher um 5 Uhr nachmittags, vielmehr in vorgerückter Abendflunde abzuhalten. Die Minorität beharrte aber bei der seitherigen pflogenheit, worauf die sozialdemokratischen Gemeinderatsmitglieder den nach wie vor auf den Nachmittag anberaumten Sizungen ? Laubach. Vorige Woche hielten hier in Gegenwart des Distriktskommandeurs, Oberleutnants Bahn, die Gendarmeriestationen Laubach, Hungen und Grünberg Schießferablieben. Dadurch blieb das Kolleginm jedesmal beschlußübungen ab. X Ehringshausen, 17. Mai. Postalische Er leichterung. Oberndorf, das teine selbständige Gemeinde, sondern einen Teil der politischen Gemeinde und des Poft ortes Ehringshausen bildet, mußte trotzdem bislang das erhöhte Bestellgeld bezahlen, von dem es auch durch Vorstellungen bei der Oberpostdirektion Darmstadt nicht freitam. Die Bewohner wandten sich schließlich an unseren Reichstagsabgeordneten Kreisrat Dr. Wallau, dem es jetzt auch gelungen ist, die Einbeziehung Oberndorfs in dem Drtsbestellbezirk Ehringshausen durchzusetzen. §§ Ruppertenrod, 17. Mai. Unser heutiger Früh jahrsmarkt war start besucht. Der Schweinemarkt zeigte eine sehr starte Auffahrt an Jungschweinen, über 800 Stück. Der Handel war ein recht reger. Die Preise waren nicht ungewöhnlich hoch, sondern bewegten sich auf der im Frühjahr gewohnten Preisstufe. Man bezahlte für die Ferkel zweiter Sorte pro Baar 45-50 und 55 Mart, erster Sorte 55-60 und 70 Mart. Ungewöhnlich hoch stehen zur Beit die Preise für Fettschweine, das Pfund Lebendgewicht wird Der Krämermarkt wies mit 45-47 Pfennig bezahlt. Der Krämermarft wies guten Besuch auf. - §§ Ober Ohmen, 17. Mai. In hiesiger Gemarkung ist eine Backsteinbrennerei, sogen. Feldbrand, gegründet worden. II Oberkleen, 17. Mai. Der Kriegerverband " Hüttenberg" feiert am 2. und 3. Juli hier sein Verbandsfest. Mit dem Feste ist die Fahnenweihe des hiesigen Kriegerverein verbunden. § Grebenhain, 17. Mai. Legten Sonntag setzte rin Gehirnschlag dem Leben des 70jährigen Kreisgeometers Neuschäffer dahier ein jähes Ende. § Nieder- Weisel, 17. Mai. Reine Genickkarre. Bei dem hier fürzlich unter beunruhigenden Symptom erfrantten Mädchen handelt es sich nicht um Genicstarre, sondern, wie das Gesundheitsamt feststellte, um Hirnhautentzündung. § Nieder- Weisel, 17. Mai. Opfer der Blutver giftung. Vor ca. drei Wochen verlegte sich der hiesige 35jährige Maurer und Landwirt Friedrich Heuser mit einer Art am Bein. Da ihm die Verlegung unbedeutend schien, legte er ihr weiter feinen Wert bei. Nach einigen Tagen aber veränderte sich das Auss hen der Bunde: es war eine Blutvergiftung hinzugetreten. Alle Bemühungen, Heuser am Leben zu erhalten, waren erfolglos. Nach mehrwöchigem Rrantenlager wurde er durch den Tod von seinen Schmerzen befreit und gestern ist der allgemein geachtete Manu unter großem Trauergefolge zur letzten Ruhe gebettet worden. Fronhausen, 17. Mai Viehvessierung. Sehr viel Jnteressantes und Beachtenswertes bot die letzten SamsGeneralsekretär der Kasseler Landwirtschaftskammer, Defonomierat Gerland, sich in eingehendem Vortrag über den Zwed giftbildent saben. Ch. genoß in allen Kreisen das größte Ansehen. tag hier abgehaltene Landwirte Versammlung, in der der b. und b und Es erwä uzung be flanzen an menschlicher en bann er mifepflanzen enthaltemer welde Je Berik wurde noch am Abend durch einen Gendarmeriewachtker in das Darmstädter Untersuchungsgefängnis eingeBetanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Die Weft- Anlage zwischen Frankfurter- und Bahnhoftraße von heute ab bis auf weiteres für den Fuhrwerlehr gesperrt. ift besalb Gießen, den 17. Mai 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Durch Beschluß des Kreisausschusses vom 27. April 1905 ift wer Wilhelm Schmidt Ehefrau dahier die Erlaubnis zur Ausübung es Gewerbes als Gefindevermieterin erteilt worden. fowie hr e night be auch an der heite Snner bei ber 5 Берб Biffe der Büch ebingt Eint 58 nu Den Gebührentarif derselben bringen wir nachstehend zur Jen Renntnis: für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft in Gießen 5 Mr. b) für Vermittlung eines Dienstboten an eine Herrschaft nach auswärts 7 Mt. ir die Dienstboten geschieht die Vermittelung unentgeltlich. ditrice ßen, den 16. Mai 1905. us brinect ge ug r Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Doppelfalziegel stets auf Lager bei H. Schaumberger Gießen, Marburgerstraße 22. Wegen Geschäftsaufgabe verkaufe ich ganz billig: 1 Kaffeebrenner und 1 Petroleum- Reservoir mit Zubehör. Gießen, Kreuzplatz 6. Sofort findet eine Anzahl jüngerer Mädchen leichte Beschäftigung in unserer hiesigen 3Zigarrenfabrik Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen S Wärter gesucht. Chirurgische Klinit. Gießen. Habe 20 angetörte C. Alingspor, Gießen. Yorkshire- Eber Liebigftraße 58 ift ab 1. Juli eine schöne 4 b. 5- Zim und 10-15 junge Sauen merwohnung mit allem Zubehör zum Teil tragend, abzugeben. ebent. mit Bletche und Gartenanteil preiswert zu vermieten. N. Weik, Hof Graß bei Hungen. unfähig und seine Sigungen wurden illusorisch. Diesem Umftande ist es zuzuschreiben, daß nunmehr unsere Gemeindeangelegenheiten ohne Gemeindevoranschlag ihre Erledigung finden müssen, weil das Budget noch nicht zur Beratung und endgiltigen Fests gung gelangen fonnte. Die Kreisverwaltungsbehörde zu Friedberg, deren Einschreiten in dieser Angelegenheit angerufen ist, dürfte diesem seltsamen, für die Dauer unhaltbaren Streitzustande voraussichtlich in aller Kürze ein Ende seßen. N. H. V. K Frankfurt a. M., 17. Mai. Sängerwettstreit. Wie man hört, soll am Hohenzollernplaß eine Sängerfesthalle gebaut werden.( Bekanntlich ist fürzlich die Meldung aufgetaucht, daß auf Wunsch des Kaisers der nächste Sängerwettstreit wieder hier stattfinden solle.) * Wiesbaden, 17. Mai. Ein Storch mit einem Stelzfuß. Hier hat man einem Storch eine chirurgische Hilfeleistung angedeihen laffen, die nicht verfehlen wird, ein gewisses Aufsehen zu erregen. Das Tier, welches übrigens gezähmt war, hatte sich ein Bein gebrochen und hätte wahrscheinlich an der Verstümmelung eingehen müssen, wenn man nicht auf den Gedanken gekommen wäre, das unbrauchbar gewordene Bein durch ein fünstliches zu erseßen. Die Ope ration gelang vortrefflich, das Bein wurde mit Gummi bändern befestigt, und der allerdings etwas erstaunte Storch machte dann auch ziemlich bald die ersten Gehversuche. Sie fielen zuerst ein bißchen plump aus allmählich aber gewöhnte sich Meister Langbein an den fünstlichen Beinerfaß. und jest humpelt er schon eifrig seinen verschiedenen Berufspflichten nach. - Marttberichte. Steken, 18. Mai. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per Pfb. 105-1.20 I., Hühnerele per Stüd 5-6 Bfg., Enteneler St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 01. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per fb. 70-80 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 62-68 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Bfb. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 6. 700 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weisfraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Mepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00 Nüffe 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20 Pfg. Dauer der Marktzelt von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände bes Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktsett im Umberzieben fellaeboten werben. den Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Bitterung in Heffen für Freitag, 19. Mai. Bollig, nach milder Nacht tagsüber ein wenig fühler, nur vereinzelt( im Süden) etwas Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe in Sieñes. Bekanntmachung. Betr.: Die Vertilgung der Raupennefter. Die Garten- und Feldbesizer der Gemarkung Gießen werden hiermit aufgefordert, bis zum 1. Juni d. J8. ihre Bäume, Sträucher und Hecken von den Raupennestern zu reinigen. Diejenigen, welche diefer Aufforderung nicht Folge leisten, verfallen in die in§ 368 des Außerdem Reichsftrafaesetzbuches bestimmte Geld- oder Haftstrafe. wird die Bertilgung der vorhandenen Raupennester auf Kosten des Räumigen angeordnet werden. Gießen, den 15. Mai 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Walzarbeiten wird die Johannesstrake zwischen Neuenweg und Blockstraße bon heute an bs auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 13. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. 116 Todes- Anzeige. ( Statt besonderer Anzeige.) Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung, dass unser innigst geliebter, treubesorgter Gatte, Vater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Wilhelm Lippold nach kurzem Leiden heute Mittag sanft verschieden ist. Giessen, den 17. Mai 1905. Licherstrasse 59. Oberbe Being her Die tieftrauernden Hinterbliebenen. Frau Lippold Witwe nebst Tochter. Die Beerdigung findet statt: Samstag, den 20. Mai, nachmittags 4 Uhr von der Kapelle des neuen Friedhofes. Deutscher Floffen Verein MAGGI Kreisgruppe Gießen. - Einladung. Am Donnerstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, findet im Café Ebel die diesjährige Haupt- Versammlung der Kreisgruppe Gießen des Deutschen Flotten- Vereins statt, wozu alle Mitglieder des Deutschen Flotten Vereins ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Entlastung des Rechners für die Jahresrechnung 1904. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Im Interesse des Vereins wird um recht zahlreiche Beteiligung gebeten. Die Kreisgruppe Giessen: Dr. B. Ouden, Vorsitzender. Neuer Saalbau, Giessen.) Nur Sonntag, den 21. Mai nachmittags 4 Uhr und abends 8 Uhr: zwei grosse Zigeuner- Konzerte mit Solo- und Chorgesängen! Aoussere Kapsel Jnuere Röhrchen NGE+ SC+ BouillonKapseln die besten! Man achte auf den Namen MAGGI. Freibank. Heute von 4-8 Uhr, und Morgen von 8-11 Uhr und 4-8 Uhr Rindfleisch 50 Bfg. Schweinefleisch 45 Pfg. 1-2 möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Bekanntmachung. Betr. Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen rechts der Lahn: hier die Einwendungen gegen die Arbeiten des III. Abschnitts des zugezogenen Telles der Gemarkung Heuchelheim und des II. und III. Abschnittes der infolge Grenzregulierung zugezogenen Grundstücke aus den Gemarkungen Allendorf und Klein Linden. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffent: Gießen, den 17. Mai 1905. NB. Nicht Montag, den 22. Mai, wie erst angekündigt! lichen Renntnis. Allgemeine Sterbekasse Gießen. Samstag, den 20. Mat, abends 9 Uhr Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Bekanntmachung. Die Gemeindestenerzettel für das Steuerjahr 1 werden den Pflichtigen nächster Tage zugestellt werden. ( 7. Fortjckung.) Sie wissen, daj S Sasteth! Ich habe Sie gen Sie mir denn nun für heute reriprodjen?" dh bringe fie." Gin Laut, halb wie ei fchreder Angst, hatte rajdy Schritten stand Mare, der kleiner war Mibe in diesem Momen zu der leidenschaftlichen Zügen, ihrer Haltung, preßten schlanken Händ „ Sprechen Sie, Ha Sprechen Sie schnell! Ja, Mrs. Norwoo Gestern schon. Aber i nauer zu unterrichten, Wie graufam Sie in dieser Ungewißheit einzigen Wort... Abe am wenigsten fommt es Also er ist hier- hier i jeben?" Diejenigen Einwohner, welche bis 10. Juni einen Gemein fteuerzettel nicht erhalten haben, obwohl sie sich nach ihren Verh nissen als steuerpflichtig betrachten müssen, werden hiermit aufgeforde alsbald auf Amtszimmer Nr. 14 bezügliche Anzeige zu machen. Gießen, 17. Mai 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Bekanntmachung. „ Sie werden ihn wünschen." „ Und ob ich es wünsc ja feinen anderen Gedan andere Sehnsucht, als d zu schließen! O, lassen lieren! Sagen Sie mir, zu ihm!" Nichts Fürstliches un ihrem Wesen. Ihr stol bon heißer Freude, ihre nogte. Sie war in dieser liebeglühendes, verlange Der andere aber, de legentlich das weiße Se er noch immer in den nie zubor: Wollen Sie die G zuhören, Mrs. Norwo Sie atmete tief a Rätselhaftes, Unbegrei Ah, daß Sie Ge jezt, in diesem Augen - -ja, ich will versuche Ihr Gatte lebt hi sondern unter einem a Die schwarzen Brau Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wirchweigen werde." die Moltkestraße zwischen Oftanlage und Grünberg straße von heute an bis auf weiteres für den Fu berkehr gesperrt. Gießen, den 17. Mai 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. In der Zeit vom Donnerstag den 18. I. Mts. bis einschließlich Samstag, den 20. L. Mts. liegen auf dem Amtszimmer der Großh. Japanischer Balkonschmuck Bürgermeisterei außerordendl. General- Versammlung Samaneret Deuchelbelim sur Einſicht der Beteiligten offen: im Giessener Festsaal( Café Leib). Tagesordnung: 1. Statuten- Aenderung. 2. Verschiedenes. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Gießen, den 12. Mai 1905. Der Vorstand. Tüchtige Anstreicher 1. Die Entscheidungen des Schiedsgerichts vom 11. vor. Mts. über die Einwendungen gegen die Arbeiten des III. Abschnitts des zugezogenen Teils der Gemarkung Heuchelheim, sowie des II. und III. Abschnitts der infolge Grenzregulierung zugezogenen Grundstücke aus den Gemarkungen Klein- Linden und Allendorf; 2. diejenigen Zuteilungskarten, in denen nach schiedsgerichtlicher Entscheidung eine Aenderung in der Zuteilung eingetreten ist. Diese Offenlegung ersetzt die Zustellung der Entscheidungen Blitzmischung. bolt, chers 4 thr aß diese unkontr eibung beruhen Den sie nur von Aus Bedürftigkeit des D veiteren Kreijen berr gen betrüblichen Zu ener, der kleine Kauf ht geht, sie flagen Silfe von der Gesetgel Heruje haben nicht die fie selbst angehen, I geniert, davon in d leiden deshalb nicht icht geringer wird, da Und die Not ist nid it fein, um die jebige dr Professor an einer n hervorragender Stell eine gewisse wissenschaftli 175 in Deutschland, die ährlich und noch weit da Nach besonder thatdozenten, deren G Verfahren innerhalb 4 Tagen aufgehend. Anweisung liegt berlejungen und literari rasch mit Um Fenster, Balkon, Laube, kahle Wände mutigem Grün und Blumen zu bekleiden, beziehe man ein Samen- Sorti hrlich zurückbleibt. 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Die Aufträge und den Versand vornimmt. ac d irhann, der Handwer erstand versehen, n Berufes weder an Drte selbst wird der er perzen anzuerfennen Für die höchten wir nicht das an die Reklamanten und an diejenigen von den Entscheidungen be- richten an die Blumengärtnereien Peterseim Erfurt, welche Firma den durchaus nicht nötig, auf fofort bei hohem Lohn gesucht. Bei guter Führung troffenen Beteiligten, die gegen die rubr. Abschnittsarbeiten nicht kann die Leitung im Geschäft übertragen werden. reklamiert haben. Hochachtungsvoll ( geboren zu Krofdorf, Kreis Wezlar). W. Stork, Malermeister, Saarburg i. L. Friedberg, den 13. Mai 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommissär: gez. Spamer, Kreisamtmann. 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