ung. während der Sam ter Hinweis auf Arti i 1904 aufgefordert, Mts. einzuhalten. ie Militärbrieftauben eifterei Gießen. hung. ädern und Aut tschaften. nd abgebrudten SS rader und Automobi § 22 diefer Verord Finden, bemerken wir ahrer innerhalb der Maß weit überschrei ende erhebliche Gefähr Polizeipersonal mi Bestimmungen beauf gsfall unnachfichtli ießen. Radfahrer nur mi ferdes fahren, das ctsfahren, wenn die S fiene Entfernung üb erfehrsreichen Strai , beim Einbiegen Oren und dergleichen, aiman" ftliche haufen. des Verbrennens eßlich mittelalter Neuzeit hat der olche hat noch im tattgefunden, und heutigen Gegend ist der 28. März One Delig, waren gen in Preußen, n, in der Abfight, im Stehlen zu be Menschen uns 0 Talern war zur Richtstätte ben zum Tode m Wagen aus der plat gebracht, dori gebreitete Kuhhaut t, dann über eine eiter auf den Holz ben hinausragende ezündet wurde, zog bald verschwanden menwirbel, Trob Zeit hatte sich halb Shiten Ständen ein uspiels zu sein. lisabeth von Gr iner theatrali ing( 63 Mar Jegen gab jermal. e 20 fund ift ein Deutscher, Is Budbindergeselle Dort fertigte er und dergleichen maie, welches rasch Geldbeutel bald inen Kulturmenschen anden hat, das weiß izier wollte nach der 1757, wo befanntlic wilde Flucht schlug) fen und fragte unter uernd laufen könne. ändler ,,, wird es nicht toßbach bei den Fran die in früheren Jahr Das Doftoreramen geiner deutschen Univer berliebten Mädchen ahre 1624: Rönnen Den?" Ferner: Zonat der Gesundheit eine franzöfifche Uniunregelmäßiges Leben 1745 eine italienische eller die Berechtigung, efer Aufgaben waren Themata felbft Nr. 92. Sufertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz OberBeffen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Bfg. Reklamen bie Betttzelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 18. April 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Tas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachunger der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Schulzwang und Hauserziehung. - - Ein Mahnwort an die deutschen Mütter. Wo die Osterzensur der Kinder, namentlich der Zöglinge höherer Lehranstalten, schlecht ausgefallen ist, da herrscht in dieser Zeit statt der Festfreude oft nervöse Erregbarkeit im Hause. Wenn doch erst die Schuljahre vorbei wären!" flagen viele Mütter und Väter, und in den meisten Kindern finden diese Worte einen starken Widerhall. Wie töricht sind all die, welche die Schuljahre abkürzen oder gar überspringen möchten. Im späteren Leben blicken die meisten Menschen fast neidisch auf die Kinderjahre zurück; denn es ist ja befannt, daß in der Erinnerung alles Unangenehme in seinen Farben verblaßt. Moderne Pädagogen wollen aus der Schule alles Unangenehme verbannen. Auch die Eltern möchten auf diese Weise ihr Leben und das ihrer Kinder forgenfreier gestalten. In der Presse und im Hause wird neuerdings viel von der Schulreform gespochen. Es wird darauf hingewiesen, daß in unsere Schulen ein ganz neuer Geist einziehen müßte. Mit Recht! Und mit Freude sind diese Bestrebungen zu begrüßen! Nur möchten wir hier die Frage aufwerfen: ist es denn nötig, daß die Kinder selbst eingeweiht werden in die Notwendigkeit der Verbesserung unserer Schulen? Kinder haben doch keine Kritik, Leine Ilrteilsfähigkeit; sie halten das, was ihnen unangenehm ist und ihnen schwer wird, für schlecht und altmodisch, das, was ihnen leicht wird, für gut und modern. In Gegenwart der Kinder wird gar oft über die Ungerechtigkeiten der Lehrer, über den Unwert des Latein für die Kaufleute, über den ungenügenden Unterricht in den neueren Sprachen unter befreundeten Familien gesprochen. Alles mag stimmen. Aber die Kinder sollten doch erfüllt von ganz anderen Gedanken die Schule besuchen. Es wird ihnen so oft gesagt:„ hr lernt nicht für den Lehrer, ihr lernt für euch und für das Leben!" Die Schüler sollen daher die Schule als eine Vorbereitung für das Leben betrachten. Für den Lebenskampf sind aber nicht allein Kenntnisse und Fertigkeiten von nöten, vor allem wird ein fester Charafter erforderlich sein. Nur ein Mensch, der widerstandsfähig ist, der Ausdauer und Fleiß besikt, wird sich durchringen und durchsetzen. Das Leben gleicht eben einem Rennen, in dem man über Hürden springen muß. Wohin man blickt, stößt man auf Widerstand, und darauf wird der Schüler in der Schule vorbereitet. Er muß von Hause darauf hingeleitet werden, daß es feige ist und mutlos, sogleich die Waffen zu strecken, aber ehrlich und charaktervoll, Schwieriges zu überwinden. Mag ja manche Methode falsch in der Schule sein, mag ja viel Ballast dem Schüler mit auf den Weg gegeben werden, trotzdem muß er lernen, seinen Widerwillen gegen Unangenehmes und Schwieriges zu überwinden. Das ist die Erziehung, die die Schule ihm gibt. Augenblicklich verhält es sich bei uns wie im 18. Jahrhundert. Man hatte sich bisher wenig um die Kinder gerummert. Da seßte in Frankreich eine Bewegung ein unter Jean Jaques Rousseau, die sich der Kinder annahm, und wie jede Agitation Uebertreibungen zeitigt, so auch diese. Die Kinder wurden der Mittelpunkt des Interesses, nirgends zeigte sich eine Mutter mehr ohne ihre Kinder, sie waren nicht länger auf das Kinderzimmer beschränkt, sondern durften plößlich im Salon im Beisein von Besuch tun und lassen, was ihnen genehm war. Es wurde durch diese Freiheit und durch das übergroße Interesse für das Kind das„ enfant terrible" geboren, das enfant terrible, das ja noch heute in Romanen spukt. Diesen Typus erziehen wir zwar jetzt nicht, dafür aber einen anderen, das nervöse Kind, das unsähig ist, den Anforderungen der Schule Widerstand zu leisten, und als Erwachsener durch diese Unfähigteit im Beruf und im Leben scheitern muß. Mit dem ersten Schultage muß die Stählung der geistigen Kräfte beginnen, denn die der körperlichen hat ja mit dem ersten Lebenstage begonnen. Zur Erreichung dieses Zieles müssen die Eltern sich für das Kind und seine neuen Aufgaben interessieren. Mit fester, aber nicht mit ruher Hand wird die Mutter das Kind stüßen. Sie wird aber bedacht sein, dem Kinde keine Krücken anzulegen, durch die das Kind unselbständig wird. Das Kind muß beaufsichtigt werden, aber trotzdem ganz allein gehen, und diese Ueberwachung muß bleiben, während das Kind die verschiedenen Stufen der Schule erklimmt. Stellt es sich heraus, daß ein Kind nicht die geistigen und körperlichen Kräfte hat, das Pensum einer höheren Anstalt zu erledigen, so darf nicht Eitelkeit und falscher Ehrgeiz die Eltern veranlassen, dem Kinde einen unerträglichen Zwang aufzuerlegen. Die Tragödie der kleinen Annemarie von Sydow hat erst kund getan, daß selbst die Nächsten den Schwachsinn eines Kindes nicht erkennen und an Faulheit und Böswilligkeit glauben, wo nur die Fähigkeiten fehlen. Es ist keine Schande, die höhere Schule nicht absolviert zu haben, es ist eine viel größere Schande, untüchtig und widerstandsles im Leben zu bleiben. Ein Unglück ist es! Und das Bestreben unserer Zeit zielt dahin, glückliche Menschen zu schaffen. Sie fönnen nur aus glücklichen Kindern herauswachsen, aber nur die Kinder sind glücklich, die ruhige Schul. jahre haben, die stets ihre Pflicht erfüllen. Sie dazu anzuleiten, sie in diesem Bestreben zu fördern, das ist die vornehmste Aufgabe der Eltern, vor allem der Mutter. C wird ihr gelingen, wenn sie die Lichtseiten der Schule unterstreicht und die Schattenseiten dem Kinde gegenüber vorder, wenn sie ihm ilar macht, daß auf Erden kein Ding oukommen sein fann. Emma Reichen. Der Krieg in Oftalien. Wenigstens zum teil hat sich das Dunkel gelichtet, das über der Weiterfahrt des russischen Geschwaders lag. Von mehreren Seiten wird berichtet, daß 18 russische Kriegsschiffe, darunter 5 Schlachtschiffe und 6 Kreuzer, in der Der Eselsmüller und die Falschmünzer. richter die erlanschte Rede des Eſelsmüllers. Wahr18) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. ( Nachdruck verboten.) Balzer dankte gerührt und ging heim durch die Hellenschlucht nach Sassenburg zu. Der Eselsmüller founte so verworfen nicht sein, wie er heute in Sassenburg gehört hatte. Was hatte dieser Mann an ihm und seiner Familie nur in diesem einen Jahre getan. Verhungern hätte er mit seinen Kindern müssen, wenn der Eselsmüller nicht gewesen wäre. Na, wenn wirklich der Eselsmüller, wie es hieß, Krontaler gemacht hatte, war denn dieses ein so entsegliches Verbrechen? Der arme Balzer ließ sein Herz reden, aber nicht das Gesetz. Nachdem Balzer fort war, ging der Eselsmüller in großer Erregung im Zimmer auf und ab. Nuhelos verstrich auch die Nacht. Was sollte er tun? Etwa fliehen? Ins Ausland? Nach Frankreich? Amerika? Lächerlich, nein und tausendmal nein, ich, der Eselsmüller fliehen? Nein, die Eselsstirn will ich der Behörde zeigen, laß nur die Herren kommen. Ich soll ein Falschmünzer sein? Lächerlich, niemand kann mir es beweisen. Ha, die faulen Schurken, welche er so so lange gefüttert, der verdorbene Pfarrer und andere, hatte vielleicht einer geplaudert? Mag kommen was will, ich der Eselsmüller, fenne feine Furcht. Damit schloß er sein lautes Selbstgespräch. Er wußte nicht, Er wußte nicht, daß draußen ein Lauscher war. Es war der Windbeutel vom Kappenschneider. Denselben fonnte der Eselsmüller nicht ausstehen. Eilig ging derselbe nach Sassenburg. Dort war schon der Kreisrichter Knoblauch mit dem alten Eigenbrod eingetroffen, um am anderen Tage in der Eselsmühle Haussuchung zu tun, und wenn irgend es anging, den Eselsmüller sogleich zu verhaften. Der Kappenschneider ging sofort zu Böttchen und erzählte dem Herrn Kreisscheinlich hatte er, der Lump auf Belohnung gerechnet. Doch der Herr Kreisrichter winfie nuc ohne ein Wort zu sagen, eine gnädige Entlassung. Lumpige Beamten, sprach der Kappenschneider, während er die Treppe im Flur hinabstieg zu sich selber. Doch er hatte vergessen, daß die Wände Ohren haben, denn der Sassenburger Wachtmeister hatte ihn sofort im Genick." Sage es noch einmal, Kappenschneider, was du eben von den Beamten sagtest." Herrgott, Wachtmeister, Geschwindigkeit ist keine Hereret, das ist mein Sprüchwort" dabei gab er dem Wachtmeister einige Buffe und derselbe sauste pustend treppab. Der Kappenschneider aber verschwand mit der Bemerkung, wenn alle Teufel die Beamten holten, so würde er feinen mehr warnen.„ Hast recht, rief eine alte Biertrine", welche diese laut gesprochenen Worte gehört hatte. Hast recht Kappenschneider, geh heim, mache Kappen, und bekümmere dich nicht um Dinge, welche dich nichts angehen."" Wagener, du alte Sauf nase, du brauchst mir nicht zu pregigen. Das fannst du am besten bei deiner Annelies, wenn du spät besoffen heimkommst und sie dir den Wassereimer auf deinen Mondscheinschädel gießt."„ Ist nicht so schlimm, elendiger Schneider, aber für Sassenburg ist ein Ziegen bock genug, der zweite braucht nicht zu meckern." Damit hatte er in einen Haufen Erde gegriffen und dem Kappenschneider derart ins Gesicht geworfen, daß der selbe nicht medferte, sondern mit einem lauten Schrei zu Boden stürzte. Wagener ging, als set nichts geschehen, seines Weges. Der Kappenschneider fühlte, er Der Kappenschneider fühlte, er war dei dem Wagener zu weit gegangen. Ja, manchmal hatte er selbst das Gefühl, daß er wirklich ein Lump set. Doch sein Leichtsinn trieb ihn immer wieder auf Jahrmärkte oder andere Pläge, wo er Gelegenheit fand, seine Bossen anzubringen, statt zu arbeiten. Doch zur Eselsmühle zucück. Am anderen Tage, nachdem Balzer dagewesen war, ging alles seinen regelrechten Gang. Der junge Kernein fam, um ein wenig Bucht von Kamranh an der anamitischen Küste gesichtet worden sind. Roschdjestwenskys Pläne werden allerdings durch diese Nachrichten erst recht wieder zweifelhaft. Alle Kombinationen darüber sind im Augenblick müßig, man muß sich darauf beschränken, die tatsächlichen Nachrichten zu verzeichnen. Russische Kohlenschisse gekapert. Die wichtigste davon ist, daß die japanischen Aufklä= rungsfreuzer schon auf der Höhe der Küste von Saigon lauerten und viele Kohlenschiffe der Russen wegnahmen, die auf die Flotte Roschdjestwensfys warteten. Deren plözliches Erscheinen setzte die Japaner natürlich in große Unruhe. Sechs Japaner landeten auf furze Zeit bei Stap St. Jaques mit einer anamitischen Dschunke. Weiter wird berichtet, daß das russische Geschwader seit der Abfahrt von Europa nur 8 Mann an Krankheiten verloren hat bei einem Effektivbestand von 18 000 Mann. Daß das russische Hospitalschiff„ Drei", das Saigon angelaufen hatte, feinen Verwundeten an Bord hatte, wird vestätigt. Woher hätten auch Verwundete kommen soller, da keine Schlacht stattgefunden hatte! Vom Landkriegsschauplaz wird berichtet, daß große japanische Streitkräfte nach Kirin unterwegs sind. Bedeutende Tschuntschusenbanden sind auf dem Wege nach Norden und vermeiden es, mit den russischen Truppen in Fühlung zu kommen. Die Japaner drängen die Einwohner der von ihnen besetzten Ortschaften nach Norden, so daß es oft vorkommt, daß auf diese irrtümlich geschossen wird, weil man sie für Japaner hält. Man hält es für leicht möglich, daß ein ernster Kampf innerhalb weniger Tage beginnen werde. General Liniewitsch besichtigte, wie er in einem Telegramm an den Zaren meldet, die Truppen des 5. und 6. sibirischen Korps und die des 10. und 17. Armeekorps auf ihren Kampfstellungen und fand sie ebenso, wie die neu aus dem europäischen Rußland eingetroffenen Truppen, in einem vorzüglichen Zustande. Die letteren böten einen prächtigen Anblick, sagt der russische Oberkommandierende. Das glaubt jeder ihm aufs Wort, daß aber die übrigen Truppen sich wirklich schon von den schweren Tagen von Mukden erholt haben sollten, darf mit Jug bezweifelt werden. In Japan betreibt die Presse eifrig die Festigung der englisch- japanischen Allianz. Es wird offen die Erweiterung des zwischen den beiden Staaten bestehenden freundschaftlichen Abkommens in ein allgemeines formelles offensives und defensives Bündnis verlangt. Die Japaner glauben, daß gewisse europäische Mächte versuchen werden, ihnen die Früchte ihres Sieges über Rußland zu entreißen, deshalb wollen sie sich die Unterstüßung Englands verschaffen. Nur vorzusprechen, dann aber weiter mit seinem Esel auf den Frankenberger zu reisen. Der Eselsmüller war einsilbig. Die Mühle flapperte langsam. Die Esel gingen auf der Weide. Kernein saß beim aufgetragenen fräftigen Frühstück, er ließ es sich wohl schmecken. eins verstand er nicht. Die eisige Ruhe des sonst so übersprudelnden Müllers. Der Eselsmüller schüttete in den Trichter immer wieder neue Frucht, um später längere Zeit Ruhe zu haben. Es ahnte ihm als ob noch heute ihm etwas unangenehmes begegnete. Auf einmal ertönt ein-a,-a bon den drei Müllereseln, indem als vierter Kernein sein Fränzchen einstimmt. Es war das Zeichen, daß Fremde auf die Mühle zukamen. Der Eselsmüller lugt durchs Mühlfenster und sieht den Kreisrichter von Condorf in Uniform und den alten Gendarm Eigenbrod daher kommen. Was soll dieses bedeuten? Hier haben sie nichts zu tun, so sagte sich der Eselsmüller. Meine Mühle gehört in den Kreis Frankenburg, aber nicht zu dem des Knoblauch. Doch warte, den Knoblauchsgeruch vertreibe ich aus der Mühle. Kopf hoch, Eselsmüller! Nach einigen Minuten sind die beiden fürstlichen Beamten in die Mühle eingetreten. Sie frugen nach dem Eselsmüller, ob er zu Hause und sofort zu sprechen sei. Die Der taube Haushälterin versteht die Herren nicht. stumme Mahlknappe zeigt den Herren den Weg zu den Mahlkaften, dort treffen sie den Eselsmüller beschäftigt Mehl für den Balzer von Sassenburg einzusacken. Er läßt sich auch nicht stören, als der alte Gensdarm Eigenbrod fragt:„ Sind Sie der selsmüller?"" Selbstverständlich bin ich derselbe!" so erwiderte der Müller. Ein kurzes Schweigen, dann sprach Eigenbrod:„ Hier, der Herr Kreisrichter von Knoblauch von Condorf und ich, Gensdarm Eigenbrod, find zu ihnen gekommen, hier in der Eselsmühle Haussuchung zu halten. Vielleicht auch Euch selbst zu verhaften." ( Fortsetzung folgt.) Die Politik. Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, sind die Mitteilungen über eine Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit König Eduard von England im Mittelländischen Meer unzutreffend. † In der Marokkofrage ist noch kein endgültiger Abschluß eingetreten. Delcassés Ankündigung, er werde den Wortlaut des Marokkoabkommens durch den Botschafter Bihours in Berlin amtlich mitteilen lassen, blieb bisher unerfüllt. Wahrscheinlich beabsichtigte der französische Minister des Auswärtigen mit der Ankündigung nur, sich die Möglichkeit zu sichern, bei der bevorstehenden Interpellation einer sachlichen und bestimmten Antwort ausweichen zu können. Deutschland kann mit dem Verlauf der Dinge zufrieden sein. Frankreichs Anspruch, allein die Vermittlerrolle Lei Verhandlungen anderer Mächte mit Marokko in der Hand zu behalten, ist zurückgewiesen, das Tor nach Fez ist geöffnet, und der Gedanke, eine Marokkokonferenz einzuberufen, geht vom Sultan aus. Frankreich ist mit diesen Tatsachen ziemlich kaltgestellt und muß notgedrungen Deutschland als gleichberechtigt anerkennen. Nach einer offiziösen Mitteilung des Matin" soll übrigens ein Meinungsaustausch zwischen Frankreich und Deutschland begonnen haben. Das Blatt bemerkt weiter, Frankreich wolle feinerlei Interessen oder Rechte anderer Mächte in Marokko schädigen. Der sozialistische Deputierte Jaurès besteht in der heutigen Ausgabe der„ Humanité" abermals darauf, daß die marokkanische Frage erörtert werde. Er schreibt, es sei Pflicht der Kammer, von Delcassé Aufklärungen zu verlangen. Eine klare, versöhnliche, die Rechte Aller respektierende Politik merde die Autorität der französischen Diplomatie zur Verteidigung der Rechte Frankreichs nur vermehren. Die Klagen der Geschäftswelt über die hohen Telegrammgebühren nach dem Ansland haben bisher zwar noc feine Stellungnahme der Reichspostverwaltung hervor gerufen, jedoch ist Aussicht vorhanden, daß die Angelegenheit auf dem nächsten Weltpoſtvereinskongreß zur Verhand lung gelangen wird. In Heidelberg soll ein erstmaliger Versuch mil dem obligatorischen Fortbildungsunterricht für weibliche Handelsangestellte gemacht werden. Wie die Heidelberger städtische Handelsschule mitteilt, wird voraussichtlich mit Beginn des kommenden Schuljahres die im Einvernehmen mit der Handelskammer und dem Kaufm.- Verein geplante Errichtung von Klassen für die weiblichen Handlungsgehilfen und Handlungslehrlinge unter 18 Jahren vollzogen werden. Die weibliche Jugend soll zum Besuch der Schule verpflichtet sein. O Der Präsident des Reichsgerichts Wirklicher Geheimral Dr. Gutbrod ist in Leipzig am Montag infolge einer Lungenentzündung gestorben. Dr. Gutbrod folgte als dritter Reichsgerichtspräsident seinen Vorgängern Simson und Dehlschläger am 30. November 1903. Er war 1844 geboren, hat also ein Alter von 61 Jahren erreicht. Der Verstorbene wirkte auch im Bundesrat seit 1897 als einer der stellvertretenden preußischen Bundesratbevollmächtigten. Zur Aufhebung eines großpolnischen Komitees fanden in verschiedenen Ortschaften Oberschlesiens polizeiliche Hausjuchungen statt. Eine Anzahl Schriften und Korrespondenzen wurden beschlagnahmt. Italien. vollkommenheit ist. Pobjedonoszew scheint trotz des gemet deten Demissionsgesuches nach wie vor der maßgebende Be rater des Zaren zu sein. In dem eigenhändigen Vermerl des Zaren wird die Unmöglichkeit betont, in der gegenwärtigen unruhigen Zeit eine so große Sache zu voll bringen. Der Zar behalte sich vor, später ein Konzil der altrussischen Kirche zur Erörterung von Glaubensangelegen heiten und Kirchenverwaltung einzuberufen. Die schwachen fortschrittlichen Ideen in dem Pobjedonoszew nicht blind an hängenden Teil der Geistlichkeit sind also einstweilen voll. ständig zu Boden gedrückt. Das Rücktrittsgesuch des Oberprokurators ist übrigens bisher nicht genehmigt. Die Eisenbahnangestellten in Italien beabsichtigen in den allgemeinen Ausstand einzutreten. Da die Eisenbahner im Vergleich zu anderen Beamtenkategorien in Italien gut bezahlt sind, kann es sich nur um politische Demonstrationen handeln, wie sie ähnlich schon im September des vorigen und im Februar dieses Jahres unternommen wurden. Die öffentliche Meinung wendet sich deshalb gegen den Ausstand, dessen Beginn das Agitation komitee auf Montag früh 6 Uhr angesetzt hatte. Der Ausstand hat begonnen in Neapel, Salerno, Rimini, Foggia und Forli. Ueberall werden die Bahnhöfe und-Strecken durch Sicher. heitsorgane bewacht. Der Dienst wird durch nicht am Streit beteiligtes Personal und durch die Eisenbahnkom pagnien der Genietruppen versehen. Am Bahnhof in Rom feiert nur das Zugpersonal, fast alle anderen Arbeiter sind tätig. Montag wurde der Hauptbahnhof von Militär be setzt. Fünf Kriegsschiffe gingen von Gaëta nach Genua ab, um für Aufrechterhaltung der Ordnung zu sorgen. Der Telephondienst von Stadt zu Stadt ist auf Befehl der Re gierung vorläufig eingestellt. Auf der Strecke Porto Cebesio- Mailand verkehrte Montag fein Zug. Die Per sonenzüge auf der interrationalen Gotthardlinie gingen bis 10 Uhr vormittags regelmäßig, dagegen war der Güterverkehr eingestellt. Der Ausstand hat sich auch auf Mailand ausgedehnt. Da die Gewerkschaftstorstände es ableh nen, gemeinsame Sache mit den Eisenbahnangestellten zu machen, dürfte der geplante Generalstreik vereitelt sein. Oefterreich- Ungarn. Die wirkliche Durchführung von zeitgemäßen Reformen im: Zarenreiche wird von Tag zu Tag unwahrscheinlicher. Wie der Minister des Innern bekannt gibt, will der Zar die Mitglieder der Reformkommission selbst ernennen. Bisher hieß es, sie sollten gewählt werden. Eine beson dere Tätigkeit ist von solchen ernannten Herren wohl nicht zu erwarten. Der Militärgouverneur von Irkutsk, Gra Kutaissow, soll nach einer kaiserlichen Verfügung Vorschläge zur Einführung eines Semstwos in dem ihm unterstellten Gebiet machen und diese dem Minister des Innern ein. Inzwischen vermehren sich die Unruhen schicken. überall. In Tscheljabinsk plünderten Soldaten eine Anzahl Häuser. Judenfeindliche Aufrufe wurden verteilt. In Wassilij Ostrow fanden Zusammenstöße zwischen streikenden Arbeitern und Polizisten statt. † Aus Budapest wird uns gemeldet, daß Kaiser Franz Josef unbedingt daran festhält, jeden Kompromiß, der die Armee- Einheit beeinträchtigen könnte, zurück zuweisen. frankreich. A Die mißlichen Vorkommnisse im französischen Offizierforps wollen nicht aufhören. Der Kriegsminister fand sich veranlaßt, zwei Hauptleute des 125. Linienregiments mit je 30 Tagen Arrest zu bestrafen. Die beiden Offiziere hatten ihre Versetzung aus Boitiers dem General Peigné zur Last gelegt und ihn gerichtlich auf Zahlung von je 50 000 Francs Entschädigung verklagt. Spanien. Amerika. In den Stahlwerken zu Pittsburg werden alljähr. lich eine Menge ausländischer Arbeiter durch Unfälle getötet. An die Behörden wird aber nur gemeldet, daß die Verunglückten verschwunden sind, und der Leichenschaubeamte erhält keine Mitteilung. Der österreichisch- ungarische Generalkonsul hat nun die Unterſtüßung des Staates und der Bundesregierung nachgesucht, um dieser rücksichtslosen Opferung ungarischer Angestellten in den Stahlwerken Einhalt zu tun. A In Barcelona wurden zwei Hauptleute unter dem Verdacht verhaftet, ein Komplott gegen den Staat organisiert zu haben. Mehrere Generäle sollen stark kompromittiert sein. Von den Behörden wird strengstes Schweigen über die Angelegenheit bewahrt. Rufeland. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hielt an Bord der Hohenzollern" vor Taormina am Palmsonntag vormittag selber Gottesdienst ab, dem auch die Kaiserin und die Prinzen, sowie Deputationen der Offiziere und Mannschaften der drei deutschen Schiffe beiwohnten. Darauf fand an Bord der Jacht Frühstückstafel statt. Die Kaiserin blieb nachmittags auf der Hohenzollern" und nahm auch an der Abendtafel teil. Die Prinzen benutten das schöne Wetter, um einen Ausflug nach dem griechischen Theater in Taormina zu machen. A Das russische Kirchenkonzil ist durch einen Entscheid de Baren auf unbestimmte Zeit vertagt worden. Damit sind die schüchternen Ansäte zu einer Reform der Kirchenverwaltung, die in letzter Zeit an die Oberfläche traten, in nichts zerfallen. Der mächtige Oberprokurator des heiligen Synods hat aezeiat. daß er noch im Besiz der alten Macht** * Der deutsche Kronprinz weilte am Sonntag am Schweriner Hof, um dort seine Braut, die Herzogin Cecilie, zu begrüßen, die von Cannes dort eingetroffen war. Der Kronprinz war Gast der verwitweten Großherzogin Marie auf deren Landsiz Rabensteinfeld am Schweriner See. Von dort fuhr der Kronprinz mit dem Großherzog, der ihn abgeholt hatte, nach Schwerin, wo die sämtlichen Fürstlichkeiten nach eingenommenem Frühstück den Gottesdienst besuchten. Abends reiste der Kronprinz nach dem Truppenübungsplatz Döberitz ab. * ** Der König von England ist in Begleitung der Königin auf der Jacht„ Victoria and Albert" in Begleitung von englischen Kreuzern und Torpedobooten in Algier eingetroffen. Nah und Fern. Die epidemische Genickstarre vergrößert ihr Ausbreitungsgebiet in Deutschland von Tag zu Tag. Außer in Nord- und Mitteldeutschland hat jetzt auch Bayern unter der Seuche zu leiden. Nachdem ihr Auftreten aus Würzburg bereits gemeldet wurde, sind jetzt auch in der Augsburger Gegend Fälle vorgekommen, darunter einer mit tödlichem Verlauf. Schweninger bleibt, so heißt es jetzt, nachdem kurz vorher aus Lichterfelde berichtet wurde, daß der bekannte frühere Leibarzt Bismarcks die Leitung des dortigen Kreis- Krankenhauses niederlegen würde. Die Fahrt des ersten Sanatoriumschiffes der Hamburg- Amerika- Linie, die an der Insel Wight, der schottischen und irischen Küste vorbeiführen und an der Schweninger als dirigierender Arzt teilnehmen wird, wird nur vier Wochen in Anspruch nehmen. Dann kehrt Professor Schweninger auf seinen Posten zurück. gesuchte Insel Martinique. Seit einigen Tagen steigt starfer Rauch aus dem Krater und strömen beträchtliche Lavamassen den Berg herab. Der Bewohner der bedrohten Ort. schaften hat sich große Erregung bemächtigt. non r. Ein furchtbarer Mord A Einjährig- Freiwillige durch Kraftfertigkeit. Immer häufiger wird über Fälle berichtet, in denen es strebsamen jungen Künstlern oder Handwerkern gelingt, sich auf Grund ihrer Fähigkeiten die Berechtigung zum einjährig- freiwilligen Dienst zu erwerben. Dem Opernsänger, der sich auf der Bühne die Schnüre" ersungen, dem Schlosserlehrling, der sie sich erfeilt hatte, reiht sich jetzt der Maler und Zeichner Baul Goldstein in Aschersleben an, dem auf Befürwortung der herzoglich anhaltischen Kunstgewerbeschule für hervorragende Leistungen der Berechtigungsschein verliehen wurde. Die drei Leichen im Koffer. wurde in London entdeckt. In einer Möbelaufbewahrungsanstalt fand man einen geschlossenen Koffer, welcher die Leichen einer Frau und zweier Kinder enthielt. Der Koffer war mit Leim gefüllt, um den Geruch zu verhindern. Es gelang der Polizei, den Ehemann der ermordeten Frau, Devereux in Coventry, zu verhaften. Ein drittes Kind des Ehepaares wird ebenfalls vermißt. Man glaubt, daß es Devereur gleichfalls gemordet hat. Die Gefahr der Hypnose. In einer Ortschaft in der Nähe von Budapest lebte ein junger Jurist als Hauslehrer in der Familie einer reichen Witwe. Diese war eine schwärmerische Anhängerin hypnotischer Erperimente. Der junge Mann war ein vorzügliches Medium, und die Witwe benutte diese Eigenschaft, um ihm eine heftige Liebe zu ihr zu surgerieren. Sie trieb die Sache derartig, daß der junge Mann oft tagelang in hypnotischen Schlaf versunken lag. Dadurch famen seine körperlichen und geistigen Kräfte derartig herunter, daß er schließlich an den Rand des Wahnsinns ge= bracht wurde. In einem Augenblick des Erwachens ergrifi der Jüngling die Flucht und entkam zu seinen Eltern nach Budapest. Dort liegt er nun im Krankenhaus unter vollkommenem Nerven- Zusammenbruch und in der Gefahr dauernder geistiger Störung darnieder. Gegen die Witwe ist ein gerichtliches Strafverfahren eingeleitet. + Dynamitexplosion. Ein schweres Unglück ereignete sich an der Bahnbaustrecke Mez- Bolchen. Bei der lezieren Station geriet die Arbeiterbude, in welcher gewöhnlich mit behördlicher Erlaubnis 25 Kilogramm Dynamit aufbewahrt werden, in Brand, anscheinend durch das Umfallen einer Petroleumlampe. Die Arbeiter konnten sich auf die Warnrufe des Schachtmeisters noch durch eilige Flucht retten, dieser selbst aber wurde bei der Explosion der Bude durch einen Pfosten derart an der Brust getroffen, daß sofort der Tod eintrat. 99 Jahre, 99 Nachkommen. In Wien beging die Lehrerswitwe Eva Jehoda ihren 99. Geburtstag. An demselben Tage wurde der Greisin ein Urenkelchen geboren, das das 99. Familienmitglied des hochbetagten Geburtstagsfindes in diretter Nachkommenschaft ist. ** 9 Stabive ben 20. des Joh. 2. Bauge Dipens. hofftraße für die Grabber 6. Selter Bran Plat Stadt. der Pfl lieferun bie ifra im New bon R das E Garter nunge - -17 Berb fuch de Wirtscha des Emi gleichen Blag 9. ** * heutiger gezogen 5000 10 329 66 88 häufu Bolize Woche Verschwundene Forscher. Aus San Francisco wird Jemeldet, daß zwei Amerikaner, Harry E. Miller und Kapt. Olender, von einer abenteuerlichen Reise zur Erforschung der von feindlichen Indianern bewohnten Insel Tiburon m falifornischen Golf nicht mehr zurückgekehrt sind und hr Wagnis, aller Wahrscheinlichkeit nach, mit dem Leben bezahlt haben. Die Insel wird von dem wilden Stamme Der Zeri- Indianer bewohnt, denen nachgesagt wird, daß sie ihre Gefangenn zu töten und zu verspeisen pflegen. Tibu. con soll reich an mineralischen Schäßen sein, und wiederholt jaben weiße Abenteurer den Versuch gemacht, dort zu landoch keinen sah man wiederkehren. Nominell gehört die Insel zum Gebiete der Republik Meriko, doch haben die merikanischen Behörden vergebliche Anstrengungen gemacht, die wilden Indianer zu unterjochen. In welcher Weise die beiden Amerikaner ihr Leben eingebüßt haben, das wird wohl immer ein dunkles Geheimnis bleiben. Miller war früher Schullehrer in Los Angeles, und nur die Abenteuerlust bewog ihn dazu, die Erpedition nach Tiburon Island zu unternehmen. Die Streifbewegung in Limoges hat zu weiteren Unruhen geführt. Die Streifenden versuchten, das Tor des Gefängnisses zu erbrechen und die inhaftierten Genossen zu befreien. Der Präfekt sandte eine Schwadron Jäger. Man befürchtet Zusammenstöße, da die Ausständischen sich in den Besitz von Waffen gesetzt haben. Ein neuer Ausbruch des Mont Pelée bedroht die erst vor kurzer Zeit so schwer durch die Wut dieses Vulfans heim. Den Hus dem Gerichtslaal § Den Schutz der Ehe hat sich das Bamberger Schöff.n gericht in einer seiner letzten Verhandlungen angelegen sein lassen. In der Verhandlung gab ein Kaufmann auf die Frage des Vorsitzenden, ob er verheiratet sei, die Antwort: „ Leider!" Der Amtsanwalt beantragte für diese bihr sofort zu vollstreckende drei Tage Haft, das Gericht beließ es aber bei 10 Mark Geldstrafe. ge § Inwürdiges Benehmen bei einem Begräbnisse trug zwei Ta öhnern in Köln je 6 Monate Gefängnis ein. Die Leute hatten die Gebete der amtierenden Geistlichkeit nachgeäfft und den Gesängen gemeine Terte untergelegt. Im Urteil wurde hervorgehoben, daß das Gericht zwar nicht befugt sei, den Leuten die Religion beizubringen, aber verpflichtet sei, die religiösen Gefühle Andersdenkender zu schützen. Lokales. 18. April 1905. -e Die Vorbereitungen zu den im Herbste statt findenden Landtagswahlen in Hessen werden schon in verschiedenen Wahlkreisen getroffen. So haben, wie bereits gemeldet wurde, die Sozialdemokraten im Wahlkreis Sprendlingen fenburg- Langen an Stelle des bisherigen Abgeordneten Kramer den Rechtsanwalt Dr. Fuida in Darmstadt als Randidaten aufgestellt. Auch in Rheinhessen hat bereits mit einigen Versammlungen im Wahlkreise Wörrstadt der Wahlfampf begonnen. Voraussichtlich wird die von der Zweiten Kammer beschlossene direkte Wahl diesmal noch nicht zur Anwendung kommen, da in der Ersten Kammer, wie uns von informierter Seite mitgeteilt wird, der Gesez In Ober entwurf nicht angenommen werden wird. hessen kommen die Abgeordneten Bähr, Brauer, Er!, zur Neuwahl Köhler, Korell, Leun und Windecker - - - Im Wahlkreis Reichelsheim i. Odenwald wird der bisherige Abgeordnete Ripper nicht mehr fandidieren und war, wie uns von antisemitischer Seite mitgeteilt wird, die Kandidatur eines andern einflußreichen Landwirts des Wahl. kreises in Aussicht genommen. Wie nun verlautet, will der Kammerpräsident Haas, der Rammerpräsident Haas, der bekanntlich Reichstags. abgeordneter für diesen Wahlkreis ist, daselbst fandidieren, da sein bisheriger Wahlfreis Griesheim- Eberstadt- Pfungstadt Gernsheim starf von der Sozialdemokratie gefährdet erscheint. Wie die Antisemiten sich dazu stellen werden, ist bis jetzt noch nicht bekannt, wahrscheinlich werden sie, wie bei der Reichstagswahl auch bei dieser Wahl auf einen eigenen Kandidaten verzichten. Der eifrigste Abgeordnete im Landtage war nach dem vor liegenden Verzeichnis der Abgeordnete Wolf- Stadecken, welcher in den 6 Jahren seiner Mandats- Ausübung weder in einer Rommissions noch in einer Plenar- Sigung gefehlt hat, was gewiß als eine Seltenheit verzeichnet zu werden verdient. ** Der Großherzog hat den Vorstand der Berg werksdirektion des Braunfohlenbergwerks Ludwigshoffnung, Bergrat Erst Hentschel zu Bad Nauheim auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienfte zu entlassen. ** Ernannt wurde der B hrer Friedrich Wilhelm Haber zu Rüddingshausen, zum Lehrer an der höheren und erweiterten Mädchenschule zu Gießen, unter Belaffung in der Kategorie der Boltsschullehrer, mit Wirkung vom 1. Mai 1905. 6 Uhr Atraße r Dom 2 die I fteigen r zahlre Lehre Stau 23:31 Schare Vich) den 2 του, Aleir 212 10 1 mitta hause 1/21 mittag 5. 99 Gemü 1/2 1 mittags am 19 mittags nachmi der D der S öffentl Dienfi dafelbf an un kec Bur beft ne em Dachpap Sammitr Tagen steigt far beträchtliche Labo er bedrohten Sr Furchtbarer Mor Selaufbewahrung Roffer, welcher die hielt. Der Koffer berhindern. E ermordeten Frau 1 drittes Kind de n glaubt, daß& ** Die Tagesordnung für die nächste Sigung der| welche ihre Tiere in das Herd buch eintragen lassen wollen, - - - Stadiver ordneten- Versammlung am Donnerstag, den 20. April, nachmittags 3% Uhr ist folgende: 1. Baugesuch des Joh. Gg. Pfaff für die Stephansstraße; hier Diespens;- 2. Baugesuch des Eg. Wagner 3. für die Stephanft.; hier Dipens. 3. Baugesuch des A. Montanus für die Bahnhofstraße; hier Diepens. 4. Baugesuch des Emil Schön für die Ebelstraße; hier Dispens. 5. Aufstellung von Grabdenkmälern im Hewel'schen Vorgarten Grünbergerstraße. 6. Erwerb von Straßengelände zur Verbreiterung des Selterswege von H Winn Eheleute. 7. Erwerb des Brandplates.( Warum denn nicht Landgraf Philipp Play D. R.) 8. Geländeaustausch zwischen Bahn und Stadt.- 9. Ausbau der Keplerstraße; gier: Vergebung der Pflaster- und Chaussierarbeiten. 10. Pflasterstein lieferung durch Johs. Nickel. 11. Steinmezarbeiten für die israelitische Leichenhalle. 12. Ronftruftion der Decken im Neubau der Höheren Mädchenschule. 13. Genehmigung von Rechnungen. 14. Nachbewilligung von Kredit für das Elektrizitätswert für 1904.- 15. Beschaffung von Gartenschläuchen für die städtischen Anlagen. 16. Rech16. Rechmungsabschluß der Gießener Omnibusgesellschaft für 1904. 18. Die 17. Vorlage des Voranschlags für 1905. 19. Ge Verbrauchssteuern in der Stadt Gießen. such der Witwe Elise Rath dahier um Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Plockstraße 11.- 20. Desgleichen des Emil Raßmann dahier für Marktplatz 20.- 21. Des gleichen des Karl Schmalz dahier für Landgraf PhilippBlab 9. glüd ereignete fie Bei der legere her gewöhnlich mi ynamit aufbewahr as Umfallen eine sich auf die Warn lige Flucht retten on der Bude dur roffen, daß fofor n Francisco wid Miller und Kapt zur Erforschu n Insel Libur gekehrt sind und , mit dem Leben wilden Stamme esagt wird, daß sie jen pflegen. Libu sein, und wiederhol emacht, dort zu la n. Nominell geb eriko, doch haben trengungen geme in welcher Weise Bt haben, das m leiben. Miller nur die Abent ach Tiburon and slaal Bamberger Schöff ungen angelegen f Kaufmann auf tet sei, die Anti: gte für diese le ge Haft, das Gerist 2. Begräbniffe trug zwei ignis ein. Die Leute lichkeit nachgeäfft und gt. Im Urteil wurde nicht befugt sei, da verpflichtet sei, d schüßen. 18. April 1906. den im Herbfte fat en werden schon in So haben, wie bereits * - - - - ** Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen 8iehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen ein Hauptgewinn von 10000 Mt. auf Nr. 83 439, 5000 Mt. auf 50 819, 2000 Wt. auf 4878, 92 908, 10 329, 31 788, 66 692, 43 829, 56 124, 66 308 und 6.6 883. P Beschränkte Meldezeit. Wegen ArbeitsüberLäufung sind die Amtsstunden auf dem Melde- Bureau Großh. Bolizeiamts bis auf weiteres für das Publikum nur noch an Bochentagen von 8 bis 1 Uhr sowie Samstags von 3 bis 6 Uhr festgesetzt. r Unfall. In Gießen verunglückte in der Bahnhoftraße am Samstag Abend ein Omnibuswagen auf der Fahrt vom Bahnhof nach der Stadt. Ein Rad war ausgefallen, die Insassen mußten ohne weiteren Unfall zu erleiden aus, feigen und den weiteren Weg zu Fuß zurücklegen. r Schülerausfläge. Vor Schluß des Schuljahres fanden zahlreiche Schülerausflüge in Begleitung der Lehrer und Behrerinnen statt. Nach den herrlich gelegenen Orten Gleiberg, Staufenberg, Schiffenberg, nach dem Dünsberg und in die Blarer Gegend sah man in diesen Tagen fröhliche Kinderfaharen ihre Fußwanderung machen. * Die Körkommission des II. Körbezirkes( Simmentaler Vieh) wird u. a. Körtermine abhalten: am Samstag, den 29 April zu Schelnhausen, vormittags 10 Uhr, Ermennod, voi mittags 11 Uhr, Zeilbach, nachmittags 121 Uhr, Klein- Feldo, nachmittags 1 Uhr, Groß- Felda nachmittags 21/2 Uhr; am Montag, den 1. Mai zu Windhausen, vormittags 10 Uhr, Restrich, nachmittags 2 Uhr, Stumpertenrod, nachmittags 4 Uhr; am Mittwoch, den 3. Mai zu Ehringshausen, vormittags 1/2 12 Uhr, Oberndorf, nachmittags 121 Uhr, Diterbach, nachmittags 1/22 Uhr, Hainbach, nachmittags 1/24 Uhr, Elpenrod 1/25 Uhr; am Freitag, den 5. Mai zu Nieder- Gemünden, vormittags 212 Uhr, BurgGemünden, nachmittags 121 Uhr, Bleidenrod, nachmittags 2 Uhr, Büßfeld, nachmittags 3 Uhr, Schadenbach, nach mittags 4 Uhr, Homberg a. d. Ohm, nachmittags 5½½ Uhr; am Mittwoch, den 10. Mai zu Flensungen, vormittags 19 Uhr, Lehnheim, vormittags 1/2 10 Uhr, Azenhain, mittags 12 Uhr, Nieder Ohren, nachmittags 2 Uhr, Merlau, ird die von der Zweitem machmittags ½4 Uhr. Die Züchter von Simmentaler Vieh, im Wahlkreis Sprend wisherigen Abgeordnet a in Darmfabta heffen hat bereits mi Wörrstadt der Wahl biesmal noch ni Erften Rammer, wi It wird, der Bef Bekanntmachung. ird. In Dhr der Diezstraße wird hiermit aufgehoben. - r, Brauer beder zur fam . Odenwald wird da mehr lambibieren unbe ite mitgeteilt wird, d Landwirts bes Wah un berlautet, will da anntlich Reichstag , dafelbft landidiera sind im Interesse der schnellen Erledigung gehalten, ihre betr. Tiere an einem von der Großh. Bürgermeisterei hierzu bezeichneten Orte aufzustellen. * Am 25. April wird in Wertheim a. M. eine Reichsbanknebenstelle errichtet. § Die neue Bahu Marburg- Ebsdorf- Dreihaufen war letzten Sonntag bereits derartig in Anspruch genommen, daß sie trotz eingelegter Sonderzüge den Verkehr nicht zu bewältigen vermochte. Dem fühlbar hervortretenden Mangel an Personenwagen half man, so gut es ging, durch Güterwagen ab. ** Eine Barfuß- Tänzerin wird am 3 Mai eine Soiree im Leib'schen Fefisaal geben. Näheres wird später durch die Tageszeitungen noch befannt gegeben. *** Sin fleiner Schlaumeier. Man übermittelt uns folgende hübsche Anekdote: Frißchen ist versezt worden und hat ein gutes Schulzeugnis mit nach Hause gebracht. Der Vater will ihm eine Belohnung zuteil werden lassen und reicht ihm in der einen Hand ein neues Martftück hin, in der anderen einen Fünfmarkschein. Auf die Frage des Vaters: Welches von den beiden willst Du haben?" gibt Frißchen die Antwort: Wickele mir das Geldstück in das Papierchen!" r Wieseck. Lehrer Krausmüller ist nach Wirhausen, Kreis Darmstadt, versezt worden. Die Gemeinde sieht den pflichttreuen, tüchtigen Lehrer ungern scheiden. A Leihgestern, 18. April. Sein 31jähriges Bestehen feiert in diesen Jahre der hiesige Stegerverein Hassia durch ein größeres Fest am 2. Juli. Dabei findet gleichzeitig die Ueberreichung der Kaiserschleife an den Verein statt. Zum Festplaz ist die Wiese an der Gießener Straße ausersehen. -b- Krofdorf, 17. April. Straßen- Regulierung. Die Geradelegung der Straße Krofdorf- Gießen, welche schon Jahrzehnte fang ein Gegenstand lebhafter Erörterung war und auch selbst von den beteiligten Behörden wiederholt in Erwägung gezogen wurde, ist in diesen Tagen glücklich zu Ende geführt worden. Wie Dampfwalze hat am Samstag ihre Arbeit beendet und die neue Straße tann nunmehr benutzt werden. Es darf wohl an dieser Stelle hervor. gehoben werden, daß wir diese längst ersehnte Wegeberbefferung einzig und allein der Gießener Feldbereinigungstommission zu verdanken haben, da der Kreis bekanntlich nicht dazn zu bewegen war. In gerader Richtung geht die neue Straße von dem Viadukt der Haltestelle Krosdorf. Gleiberg nach der Gießener Schüßenstraße. Wie kaum anderswo ließe sich auf diesem Verbindungsweg eine Bahn anlegen, was unsere zahlreichen Arbeiter und die vielen Schüler, welche täglich der Stadt zustreben, wie denn die ganze Bevölkerung überhaupt mit Freuden begrüßen würden. × Aus dem Kreise Weglar, 17. April. Ferien. Die im Einverständnis mit den Kreisschul- Inspektoren und dem Königl. Landrate im vorigen Sommer für unseren Kreis geschaffene Ferienordnung war leider nur von furzer Douer. 8ur allgemeinen Freude unserer Schuljugend bleibt dieselbe aber noch für die Osterferien bestehen, indem das neue Schuljahr erst die Woche nach Ostern beginnt. Das letzte Wintersemester war ein sehr langes und bedürfen daher Lehrer und Schüler wirklich einiger Tage Erholung. * * Homberg, 17. April. Laß die Rechte nicht wissen... Recht eigenartig berührt es, daß die Homberger Stadtverordneten beschlossen haben, die Namen derjenigen Armen unserer Stadt, welche Unterſtüßung aus öffentlichen Mitteln erhalten, im Kreisblatt zu veröffentlichen. het solche Maßregel als sehr wenig der christlichen Nächstenliebe entsprechend. * Herborn. Der Gauschühentag des Gaues Hessen und Nassau findet am Sonntag, den 30 April, vormittags 11 Uhr, im„ Naſſauer Hof“ dahier ſtatt. Bekanntmachung. Die unterm 11. März 1. J., angeornete Sperre Betrifft: Das Einhalten der Tauben während der Saatzeit. Gießen, den 14. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung. Die Pflaster und Chauffler- Arbeiten für den Ausbau ber Henselstraße sollen Samstag, den 29. April d. 33. vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der an uns einzureichen.- Zuschlagsfrist 8 Tage. m- Eberstadt- Pfungstad baselbst erhältlich, sind spätestens bis zum vorgenannten Zeitpunkte tratie gefährdet erscheint n werben, ist bis j werben fie, wie bet ber Bahl auf einen eigenen ndtage war nach dem bor Wolf- Stabeden, welder usübung weber in einer Bigung gefehlt hat, wal et zu werden verdient. Den Borstand der Berg werts Ludwigshoffnung Rauheim auf fein u entlaffen. rer Friebrich Wilhel Lehrer an ber höhere ießen, unter Belaffung rer, mit Birlung bo Gießen, 17. April 19 5. Städtisches Tiefbauamt.( 0) Braubach. PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zun kochen, braten a. backen 36 68 15% 16% 0001 4 50% Ersparnis gegen Butter! 3ur bevorstehenden Bauzeit halte mein Dachdeckergeschäft Die Befißer von Tauben werden unter Hinweis auf Artikel 39, Ziffer 2 des Feldstrafgesetzes vom 13. Juni 1904 aufgefordert, thre Tauben wegen der Saatzeit bis Ende d. Mts. einzuhalten. Diese Bekanntmachung findet auf die Militärbrieftauben keine Anwendung. Gießen, den 15. April 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Betanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Dftanlage zwischen Garten- und Moltkestraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhr- und Fahrradverkehr gesperrt. Gießen, den 17. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 11. März 1. J., angeordnete Sperre der Neuenbäue zwischen Neuenweg und Weidengasse wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. In der Zeit vom 8. bis 15. April 1905 wurden in hiefiger Stadt 3.802 30 gefunden: 1 Portemonnate mit Inhalt, 1 Peitsche und 1 Messer( Dolch); verloren: 1 filberner chinesischer Ring, verstellbar, mit Wappen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend bestens empfohlen, gleichzeitig empfehle mein Lager in Dachziegeln, zu machen. Dachpappe, Schornsteinauffäßen usw. zu billigsten Preisen. boammstr. 13. Johannes Prang, Dachdeckermeister. Gießen, den 15. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Batholische Gemeinde. Mittwoch, den 20. April Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Donnerstag, den 21. April. Gründonnerstag. Vorm. von 6.30 Uhr an: Selegenheit zur hl. Beichte. " um 7, 7½ und 8 Uhr an: Austeilung der heiligen Kommunion. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt. Nach dem Hochamt wird das Allerheiligste nach dem hl. Grab übertragen und dort bis zur Abendsandacht ausgesetzt. Nachmittag 6 00 Uhr: Andacht. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Gründonnerstag( 20. April) predigt. Vormittags 9 Uhr: Defan Wagner. Text: Joh., 13, 1-15. Lied Nr. 61. Zugleich Beichte für die am Karfreitag stattfindende Feier des hl Abendmahls. Am Karfreitag( 21. April) predigt 1. vormittags: Pfarrer Schmidt. 2. Text: Jes., 53. Lied Nr. 64. Feier des hl. Abendmahls. nachmittags: Defan Wagner. Text: Joh., 19, 25-39. Lied Nr. 63. Gottesdienst zu Stangenrod nochm. 1 Uhr. Marktberigte. Stokes, 18 April. Auf dem heutigen Wochenmartt lofteten Butter per fb. 1.10-1.20 Mt., Hühnereter per Stid 5-6 Bfg., Enteneter Qt. 6-7 Bfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfb. 00-00 Bfg., Dchsenfleisch per fb. 70-80 Bfa., Rindfletsch per fb. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schweine fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Big., Ralbfleisch per Pfd. 70-74 Bfg. Hammelfletsch per Pfb. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 5. 000 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marttzelt überhaupt nicht, und während der ersten diet Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für V Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 17. April 1905. " Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. Ochsen 50 kg Schlachtgewicht 73-75 M. Kälber 1/2 11 87-90 Pf. Schweine do. 67-68 " " " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 18.50 m. 15-15.10 Fleischpreise in Gießen ½ kg 70-80 f. do. 70-74 " do. 60-72 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f. Schwarzbr. do. 48 *** Grünberger Fruchtmarkt vom 8. April 1905. Es notierten: Weizen 16.00 Mt., Korn 15.50 Mt., Gerfte 18.00 Mt., Kartoffel 650. Alles per Doppelzentner. M Gießener landwirts& aftlicher Wetterdten. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den Trüb und vielenorts geringe Niederschläge 18. April. ( Regen und Schnee), andauernd ſehr fühl. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Gießen. Original Man beachte SINGER GTH die Fabrikmarke. HE SINGER TRADE MANFO.CO MARK Nähmaschinen Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Gießen, Lindenplatz 1 Joh. Seibel Glessen Ludwigsplatz Weinstube. Ausschank v. nur guten reinen Tischweinen 1-2 Schüler welche nach Ostern in Gießen höhere Schule besuchen, finden angenehme Pension. Die Schularbeiten werden überwacht. Wo sagt die Erp. d. Bl. Mekgerlehrling sofort gesucht. Gustav Trintaus. Gieken, Seltersweg. Schön möbl. Zimmer mit und ohne Kabinet zu verm. Gieken, Walltorftrake 15. Etebigstraße 58 ist ab 1. 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Schaumberger Gießen, Marburgerstraße 22. 129 40 49 269 383[ 2000] 406 513 701 8 17[ 1000] 38 86 816[ 400] 77 966 89 93[ 400] 1165 213 29 36 50 316 544 46 787[ 400] 801 34 81 [ 400 923 2069 219 28 365 68[ 400] 477 83 503 22 67 788 885 926 52 81 86[ 1000] 3008[ 400] 142 58 78[ 1000] 208 34 88 403 532 54[ 400] 69 89 626 43 712[ 1000] 25 41 59 898[ 400] 4004 77 224 87 304[ 400] 40 42 406 582 638[ 1000] 815[ 400] 5043 97 111 219[ 400] 65 86[ 400] 368 403 36 88[ 400] 94 586 789[ 400] 99 817 903 10 37 49 53 93 6003[ 400] 155 77 93[ 400] 232 302 84 417 47 52 63 518 602 42 751 7005 43 133 38[ 400] 66 294 373 90 442 71 525 651 712 915[ 400] 16 70 8069 170 275 87 324 597 699[ 400] 779 9055 117 222 61 71 302 31[ 400] 50 87 505[ 400] 644 732[ 1000 821 900 25 58 10012 22 104 97 209 18 30 71 77 310 1000] 13 44 477 94 502 92 845 930 85 11067 80[ 1000] 134 349 94 451 64 519 671 75[ 400] 79 [ 400] 80 765 77 914[ 400] 20 53 60 92 12032 166 93 247 390 425 579 89 606 712 13026 89 92 274 330 39 479 531 48 87 702 49 97 808 11 32 948 14035 91 92 120[ 2000] 61 361 78[ 400] 447[ 400] 50 53 593 639 [ 1000] 60 76 709[ 400] 853 15006 9 46 47 230 39 381 413 87 528 30[ 250000] 659 66 717 65 847 956 16044 52 112 96 314 567 852 60 70 98 942 17003 14 70 135 55 99 231 50 57 68 97[ 400] 349 53 64 409 64 86 557 760 817 984 18078 234 65 86 332 415 41 66 508 14 25 604 706 44 52 979 96[ 2000] 19016 28 46 61 198 328 400] 47[ 400] 55 64 94 445 674$ 6 742 75 20099[ 400] 106 19 42 205 46 53 303 67 467 611 22 48 89 703 92 878 21030 121 200[ 400] 428 32 400] 43 59 91[ 1000] 637 39 759[ 400] 848[ 400] 94[ 400] 9 22159 281 96 400] 318 50[ 1000] 88 443 400 97 770 84 871 1400] 90 918 65 23085 103[ 2000] 67 210 21 55 76 318 24[ 400] 67 83[ 400] 438 518 21 71 798 907 24221 55 61 315 83 92[ 2000] 410 501 75 713 24 31 839[ 400] 74 923 96 25000 2 31[ 400] 155 68 78[ 400] 223 407 85 605| 2000 35 64 744 [ 400] 79 887 26097 142 319 95 412[ 2000] 31 75 88 97 523 614 37 716 20 36 76 823[ 400] 902 46 27069 131 233 34 74 358 470 84[ 1000] 737 65 896 983 28039[ 400] 147 85[ 1080] 223 99 472 505 31 76 712 806 905 39 63[ 400] 72 90 29044 52 320 87 460 64 534 667 73[ 400] 74 81 745 62 833 65 71 928[ 400 30021 56 203[ 400] 74 31 39[ 1000] 94 561 606 7 11 715[ 400] 45 804 909 43 31048 64 67[ 1000; 112[ 400] 287 301 45 50 68( 1000 418 535[ 400] 54[ 1000 72 750 60 849 1400 74 1400, 900 43[ 400] 82 32153 72 394 429 518 55 87 622 703 54 04 844 901 9 55 33056 96 122 30 478[ 1000] 618[ 1000] 68 852 85 983 34052 89[ 1000] 241 70 505 [ 1000] 30 83 691[ 400 713 15 43 873[ 2000] 35120 82[ 10000] 89 95[ 400] 202 14 90 401 35 37[ 400] 39[ 10000] 538 83 400] 881 98 36183[ 400] 228 407[ 400] 31 78 98 520 92 695 875 958 37076 187[ 400] 306 79 418 25 792 844 964[ 400] 38044 138 [ 400] 41 308 76 427 71 594 618 740 51 39015 21 72 2000 162 98 222 73 324 84 417 400] 94 520[ 400] 93 97 633 63 75 725 882 938 40093 125 31[ 400] 40 68 99 206 75 531 733 62 83 95 821 39| 1000] 49 905[ 400] 90 41024 96 113 77 224 318[ 400] 54 404 69 672 749 808 60 75 42091 181[ 400] 215| 1000] 403[ 1000] 531 46 674 735 46 89 43104 27 264 79 315 27 99 456[ 2000] 57 64 81[ 400] 558 10 000] 64 702 83 825 65 82 44048 224 43 61[ 400] 308[ 400] 81[ 400] 400 76 577 623 66 784 808 49 59[ 400] 938 62 45136[ 1000] 60 258 60 96 327[ 400] 33 412[ 1000] 48 509 64 822 40 989 46021 106 15 27[ 400] 225 344 400 70 89 441 47 85 517 48 63 [ 400] 624 43 62 47039 400 68 107 14[ 400] 31 82[ 400] 89 290 386 400 507[ 1000] 16 27 69 84 733[ 1000] 865 86 48032[ 400] 70 110[ 400] 25 234 69 82 316 96 407 57 604[ 400] 46 859 903 49086 55 292 302 23 14001 72 638 762 823 919 61 Erste, alteste grösste, verbreiteste weltbekannte Nähmaschinen- und Fahrrad45MK Grossfirma M. 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Derfelbe giebt tatsächlich sehr hohe 50051 97[ 400] 166[ 2000] 77[ 400] 80 213 16[ 400] 456 84 548[ 400] 54 92 654 765( 400 70 951 94 51035 81 123 32 35 214 25 88[ 400] 301 [ 400] 7[ 1000 52 407 645 776[ 400] 84 842[ 400] 52017 34[ 400] 44[ 1000] 124 266 522 86 662 731 52[ 400] 57 802 12 85 933[ 400] 53016 50 125 98[ 400] 211 71[ 400] 83[ 1000] 378 443 92 536 43 50 54 99 638 74 707 812 78[ 1000] 931 42 43[ 2000] 63 91[ 400] 54022 88[ 400] 112[ 400] 470 704 830 51 89 55080 152 247 447[ 400] 691[ 400] 714 53 864[ 400] 934[ 400] 56035 37 185 89 203 33 320[ 1000] 97 548 734 39 97[ 400] 820 76 944 91 57018 53 98[ 400] 176 241 64 70[ 400] 97 300[ 1000] 445 523[ 400] [ 400] 64 67 702 11[ 10000] 27 818 993 99 58031 172 260[ 400] 71.74 308 21 44 481[ 400] 93 505 55 648 71 1400] 770 867 76[ 1000] 59124 [ 400] 94[ 1000] 224 42 68[ 400] 97[ 5000] 308 437[ 400] 502 618[ 400] 716 32 804 30 60016 57 93[ 400] 99 148 62 81 260[ 400] 480[ 400] 582 617 56 811 15 46 55 85 906 73 61023 31[ 400] 72 89 162 89[ 2000] 325[ 400] 69 79 593 603 770 84 848 54 68[ 400] 62057 106 30[ 400] 464 68[ 400] 79 567 94 691 724 1400 824 63135 277 81[ 400] 320 48 55 89 525 815 20 70 87 932[ 1000] 64169[ 1000] 219 461 88 503 58[ 400] 86 653 708 96 843 57 917 65059 68 70 129 61 72[ 400] 351 96 477[ 400] 521 31 633 822 46 66 915 66023 121 261 315 1400 30 37 466[ 1000] 749[ 30 000] 75 810 [ 2000] 63 76 977 92 1000] 67029 193 314 433 41 56[ 400] 591 99 704 82 802[ 400] 958 68131 77[ 1000] 332 53 59 423 519 697 712[ 1000] 46 400] 81 69112 52 277 387 480 85 87 577 627[ 400] 66 776 81 860 926 70186 257 77 96[ 1000] 388 409 31 37[ 400] 550 603 5 780 879 902 71036 55 113 47 50[ 400] 55 67 260 417 503 68 740 66 71 93 874[ 400] 84 937 40 64 400] 72049 60 94 239 53 85 91 335 92 529 644 87[ 2000] 743 73 803 73001 16[ 400] 92 153 361[ 400 74 408[ 1000] 20 58 66 596 665 98[ 400] 777 94[ 1000] 814 21[ 400] 27 998 74006 11 224 25 36 37 326 410 61 543 48 59 76[ 2000] 675 741[ 400] 77[ 1000] 813[ 2000] 17 58 71 911 65( 400) 75022 31[ 400] 37 99 117 25 80 224 83 93 312 47 44[ 400] 131 602 15 19 957[ 400] 65 76025 170 390[ 400] 467 74 93 96 623 47[ 400] 822 912[ 400] 90[ 400] 97 77028 53[ 400] 302 449 515 657[ 400] 715 819 913[ 400] 26 82 78019 91[ 400] 129 36 308 463 717[ 400] 36 890 935 60[ 400] 79093 108 229[ 1000] 46 76 357 81 681 85 88 781 84 86 924 99 80051[ 400] 126 201 96[ 400] 300 1000] 86 405 72 596 617 44[ 400] 729 49 59 921 81023[ 2000] 88 130[ 400] 71 224 338 492 547[ 400] 614 24 33[ 2000] 49 83[ 2000] 93 858 82027[ 1000] 69[ 1000] 321 25 56 400] 413[ 400 508 59 63[ 1000] 83 93 750 79 836 978 83111 55[ 2000] 205 78 327 79 407| 400] 540 83 655[ 400] 720[ 1000] 867[ 2000] 939[ 400] $ 4044 119[ 400] 49[ 400] 73[ 400] 287 92 351 92 548 76 965 67 85003 154 70 81 367[ 400] 422[ 400] 24 49 60 92 581 900 75 92 86086 173 210[ 1000 13 369 422 62 94 591 603 805[ 1000] 36[ 400] 51 [ 400] 927 50[ 400] 60 71 87099 211 86 438[ 400] 41 524 60 96 603 706 55 821[ 400] 61[ 1000] 96 909 99 88047 59 164 218 309 54 411 86 685 793 95 941 89045 56 118 81 453 510 23[ 400] 34[ 400] 659 71 820[ 400] 48 79 945 66 90087 112 93[ 1000] 262 70. 350 65 433 59 95[ 400] 520 26 64 604 21 58 717 65 73 86 944 91077 137 53 229[ 400] 42 368 70 533 605[ 1000] 26[ 1000] 724 846 75 968 92134 49[ 400] 201 84 89 315 569 641 772 [ 400] 906 24 93138[ 400] 42 44 282 86 96 435 42 539[ 400] 75 96 601 64[ 1000 83 727 88 880 97 94439 505 99 639[ 400] 95200 35 324 63 400[ 400] 46 618 87 93[ 400] 96064 71 83 90 220[ 400] 32 302 9 49 59 96 410 506 612[ 400] 46 96 800 66 99 932 54 [ 400] 61 97003 59 140 60 243 588 679 722 838 79[ 400] 88 93 900 08039 104 78 1000] 250 355[ 400] 457[ 400] 76 569 83 822 41 940 56 99222 27 45 327 63 77 81 86 412 501[ 1000] 23[ 400] 49 661 726 943 [ 2000] 51[ 400] Nächste Ziehung: 18. April 1905. der 6. Erträge und bewährt sich noch vorzüglich bei später Aussaat! Ausserordentlich schweres, sehr feinhülsiges Korn! Im verfloffenen trockenen c. 92 jo e träg Wer bent, Sie al geffen D allerd außer trạch der in Rei au jei In ru leg Stan zum das fofo sich bis sich 55 Si Sie No δα sei mu gen ihn Гава eine Sommer gab er glänzende Ernte! Prima Saatgut dau in Auße diese 1 Centner 11 Mark, Ein 5- Kilo- Postpaket 22 Mark. Franz Anton Haage Hoflieferant, Erfurt( Gegr. 1778). Prima Apfelweine in Flaschen, garantiert naturrein Haus. H. Trechsler, Steßen. Unter berur liefert fedes Quantum fret iz Freun ichte Schlat Mar Weserstraße 8 men Jm gleich feine nicht Darle fonnte mur 31 die Ber daß er Lose sind zu beziehen durch die Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäne 11. Ziehung 1. Klasse om 6. und 7. Juni amtlich bestellte Haupt- Kolleftur Hessisch Thüringischen Staatslotterie Wedhjel So ma Waschen und Bügeln Frau Otto empfiehlt sich Gießen Wäscherei. Liebigstraße 63. Civile Preise. 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