ung. d Geschäftsinhaber: 56, nitraße 44, Boethestraße 23, Bafferwerk, caße 7, age 29, traße 35, tage 24, rabenstraße 9, Bahnhofstraße 12 afferungsanlagen die Entwässerung te städtische Kanali Gießen betreffend, orden. eiverordnung dürfen an die städtische zugelaffenen UnterGießen. ng. Nr. 192. tortionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Ober, bie Kreise Wehlar and Marburg 10 Bfs. sonft 15 Pfg. Reklamen bie Betitzeile 30 refp. 40 fg. Rebaftion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Donnerstag, den 17. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Grattabellagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten oll Basaltsteine zur - orm. 11 Uhr nderweit vergeben Gießen. Sie fürchtete, bei könne ihr die mmte sofort zu, If, in bittendem enigstens zurüc erzählt Heinrich marischen Parke Raubengang einhbekannte ver s, mit dem sie - Herren traten e, sprachlos vor gesehen," er. icht!" jer, das der Eraßen zusammenLoth gepulverte wurzel und 1½ erieben und dazu fleie als Wasch ieses Waschmittel einem erwärmten n einen leinenen, schlägt, ihn auf Del mehr abfließt, Schale mit gepul vendel- oder Berden Teint eine em Wasser und gut. Sehr em icht raube Haut an sich selbst am und ein: bittere ch ein Läppchen niemals fauer wendung frisch pie rauhen und eres Schönheits rettig mit talter angepriesenen ts dienen sollen, eidig, ohne Beitet das BenzoeBenzoetinktur eintaucht, das t auf der Haut us Eitelkeit, aus angeweile, mandy Tag fein neues dir vorwerfen, daß eines: ihnen fern Das Herz, das wert, den man Felde? Weil man ern nur ein Ausof fie nicht nach dem nach dem Schaden, unggefelle. ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lekalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Was geht in Portsmouth vor? - Hinter den Kulissen des Friedenskongresses. ( Eig. Bericht.) London, 16. August. Die Arbeiten der Herren von Witte und Komura rücken langsam vor. Man hat sich bereits über eine Anzahl Punkte verständigt, die freilich die wichtigsten nicht sind, denn diese bleiben naturgemäß auf zulegt verspart. Auch sind die erzielten Verständigungen nur provisorisch. Es ist möglich und sogar wahrscheinlich, daß sie noch eine Veränderung erfahren, da sie gewissermaßen Kompenſationsobjekte bilden, wie hier allgemein zugegeben wird. Die Vereinbarung, daß Rußland das japanische Protektorat über Korea anerfennt, wird hinfällig, wenn etwa Rußland in die Annexion Koreas durch Japan willigt. Die Verabredung, daß Rußland und Japan die Mandschurei räumen sollen, wird gegenstandslos, sobald die Parteien übereinkommen, daß Rußland und Japan die Mandschurei untereinander teilen, oder daß Japan ein Stück Mandschurei behält. Solche Verabredungen stehen im Hintergrund, um dadurch ein Kompromiß zustande zu bringen, um Japan von anderen Forderungen zurücktreten zu lassen, die Rußland nicht zubilligen mag. Zu den Forderungen, die Rußland von der Schwelle zurückmeist, gehört die Abtretung der Insel Sachalin, gehört ferner die Forderung der Auslieferung der in neu= tralen Häfen eingesperrten russischen Kriegsschiffe. Die oben erwähnten Kompromißmöglichkeiten gewähren auch in der Frage der Kriegsentschädigung- sie mag diesen Namen behalten oder einen freundlicheren annehmen eine beträchtliche Bewegungsfreiheit. Daß Rußland den Japanern seine bisherigen Pachtungen auf der Liautung- Halbinsel überläßt, ist nicht mehr fraglich. Japan übernimmt Port Arthur, Dalny, die Blonde- und Elliotinseln. Dagegen darf es als eine provisorische Bestimmung angesehen werden, daß Javan die Verpflichtung eingeht, die territoriale administrative Unversehrtheit Chinas zu achten. Das ist nicht viel mehr als eine Redensart. Ein Land, das man auf 99 Jahre„ pachtet", das hat man besetzt, um es nach 99 Jahren nicht wiederzugeben. Hinwieder ist es ernsthaft gemeint, daß das Prinzip der offenen Tür" nicht verlegt werden soll. Das würden die anderen Mächte nicht dulden, nicht die europäischen Mächte und nicht Amerika. Eine strittige Frage ist die Behandlung der Osteisenbahn, die der Form nach eine Privatbahn ist, das Privateigentum der Russisch- Chinesischen Bank. Die Japaner behaupten, daß in Wahrheit Rußland selbst die Bahn zu strategischen Zwecken getaut habe und ihr rechtlicher Charakter nicht durch Verschiebung eines Strohmannes als Besizer nicht geändert werden könne. In diesem Punkt - heißt es, wollen die Japaner eigensinnig sein. Wenig glaublich klingt die Meldung, die früheren Mitteilungen widerspricht, daß die Russen die Insel Sachalin den Japanern überlassen wollen; doch unmöglich ist es schließlich nicht. Nach den neuesten Berichten wollen die japanischen Friedensunterhändler die Unterhandlungen nur soweit fortsetzen, als die Erzielung eines Uebereinkommens ohne weitere japanische Zugeständnisse in den von Jovan für wesentlich gehaltenen Punkten angängig ist. Erweist sich die Erzielung eines solchen Uebereinkommens als aussichtslos, so werden die Japaner erklären, daß sie von der Fortsetzung der als zwecklos erkannten Verhandlungen Abstand nehmen und ihre Aufmerksamkeit wieder ungeteilt dem Feldzug in der Mandschurei zuwenden wollen. Aus dieser neuerlichen Haltung der Japaner ist das Gerücht entstanden, daß die Konferenz demnächst unverrichteter Dinge auseinandergehen wird. Damit greift man jedoch den Ereignissen weit voraus. Die Unterhandlungen können zu einer Unterbrechung, einer A b brechung werden sie nicht kommen. Dabei braucht man nicht einmal anzunehmen, daß die auf Waffenruhe un Frieden gerichteten beschwörenden Vorstellungen des Petitionsfomitees für den Frieden im fernen Osten" auf die Adressaten Witte und Komura sehr tiefen Eindruck gemacht haben. zu Die Friedenskonferenz hat jestern den Artikel 6, der die Abtretung der russischen Pachtungen auf Liautung mit Port Arthur an Japan betrifft, einstimmig angenommen. Die Anschauung gewinnt an Boden, daß Rußland Sachalin preisgibt und dafür folgende Kompensationen annimmt: Den Ersatz der Verpflegungskosten für 100 000 russische Gefangene in Japan, die kostenlose Ueberlassung alles russischen Staatseigentums in Dalny uno Port Arthur, endlich durch Zahlung einer Abfindungssumme von seiten Chinas als Entgelt für die Rückgabe der Ostbahn. Ein Waffenstillstand wird vorläufig nicht in Frage gezogen. Die Besetzung der Halbinsel Ramschatka durch die Japaner soll demnächst offiziell verfündet werden. Kaifer Franz Josef. Am Freitag vollendet Kaiser Franz Josef von OesterreichUngarn das 75. Lebensjahr in erfreulicher Rüstigkeit und Frische, wie sie dem hohen Alter nur selten beschieden sind. Im Lauf eines langen Lebens, einer jetzt siebenundfünfzigjährigen Regierungszeit hat Kaiser Franz Josef unermeßliches Leid erfahren, im Hause wie auf dem Thron, und daß er davon nicht dauernd niedergebeugt worden ist, daß er nicht müde die Last der Krone von sich geworfen hat, legi Zeugnis ab für eine fast wunderbare Spannkraft und ein vor dem Verzagen schützendes Gottvertrauen. Er sah einen einzigen Sohn heranblühen, die Hoffnung und den Stolz seines Alters, und mußte ihn durch Selbstmord enden sehen. Die liebreizendste Gemahlin wurde durch schnöden Mord an seiner Seite dahingerafft. Den teuren Bruder trieb eigene und fremde Abenteuerlust übers Meer in einen ruhmlosen Tod, und die unglückliche Witwe des Gefallenen von Queretaro schleppte umnachteten Geist durch vierzigjähriges Siechtum. Einem nahen Verwandten, Erzherzog Salvator, dem man bei ungestümem Geist hohe Tugenden und reiche Eigenschaften des Gemüts nachrühmte, mußte der Chef des Hauses Habsburg gestatten, sich fürstlicher Würde und der Borrechte der Geburt zu entschlagen; und Johann Orth, wie sich der Erzherzog nannte, als er in die weite Welt zog, fand mit der gesamten Mannschaft seines zerschellenden Schiffes ein unbekanntes Grab. Einem anderen Verwandten mußte Kaiser Franz Josef Rang und Würde förmlich abkaufen, damit er in gewollter Entfremdung in die Fremde ziehe. Leopold Wölfing lebt in der Schweiz, wo es ihm beinahe zum Ruhme gereicht, daß er sich in Vergessenheit gebracht hat. Vorher hatte er mehr von sich reden machen, als gut war, er und seine Schwester, die toskanische Erzherzogin Luise, die als Kronprinzessin von Sachsen große Popularität durch die Anmut ihrer Erscheinung gewann und von dem eigenen Schwiegervater als längst im stillen ties gefallene Frau" charakterisiert werden mußte. Gräfin Luise Montignoso hat aus dem kaiserlichen Hause lärmvollen Abschied genommen. Dasselbe tat unter häßlichen Begleitumständen die Prinzessin Luise Koburg, die Schwester der vom Kaiser allezeit mit besonderer Zartheit behandelten unglücklichen Kronprinzessin Stephanie, die nach zehnjähriger Witwenschaft von der Nachgiebigkeit des kaiserlichen Schwiegervaters die von dem königlichen Vater von Belgien verweigerte Genehmigung zu zweiter, unebenbürtiger Ehe mit dem Grafen Lonyay halb erschmeichelte, halb ertrozte. Auch der Neffe, der an des geliebten Sohnes statt die Thronfolgerschaft erlangt hatte, gewann dem Kaiser die Erlaubnis zu unebenbürtiger Ehe mit einer Gräfin Chotek ab, wodurc; der Keim staatsrechtlicher Schwierigkeiten für die Zukunft ausgestreut ist. Das Unglück hat den Kaiser Franz Josef wie im Haus so auch im Staat verfolgt. Schwere Niederlagen zwangen ihn zur Abtretung Venetiens und der Lombardei und zum Ausscheiden aus dem Deutschen Bund, zum Verzicht auf eine Stellung in dem Reich, dem er den Kaisertitel verdankte. Nur einmal war ihm vergönnt, auch ein„ Mehrer des Reichs" zu sein: im Jahr 1878 fiel ihm als Frucht der Siege Rußlands über die Türkei Bosnien mit der Herzegowina zu. In revolutionärer Zeit war er auf den Thron gekommen; Rußlands Hilfe mußte er nachsuchen oder sich gefallen lassen, um die ungarische Revolution niederzuwerfen, und erst die Schlacht von Königgräß zwang ihm den Entschluß ab, nach achtzehn Jahren einen Ausgleich mit Ungarn zu suchen. Zum Frieden mit seinen Völfern fam er aber nicht. Kaiser Franz Josef erfreut sich persönlich einer ganz ungewöhnlichen Beliebtheit; Aristokratie und Volk schwärmen gleichmäßig für ihn; doch jede einzelne Nation lehnt sich auf, nicht gegen seine Person, aber gegen die Staatseinheit, die er vertritt. Von allen seinen Völkern wird er geliebt, aber jedes einzelne sieht in ihm seiner Nationalität Feind. Unfluge Ratgeber haben ihn veranlaßt, zu weiterer Zerbröckelung der zeigeteilten Monarchie beizutragen, in den Czechen die Ansprüche zu einem Sonderkönigtum zu wecken; die polnischen Provinzen zu einent Staat im Staate zu machen. Und endlich ist es dahin gekommen, daß die Magyaren ihm wie vor dem Ausgleich, wie nach seinem Regierungsantritt, den Gehorsam kündigten. Ungarn ist revolutioniert, wie es nur je gewesen. Trotzdem hält sich der Kaiser aufrecht, ein Fürst von borbildlicher Widerstandskraft. Unbesiegliches Gottvertrauen hat ihn durch aller Zeiten Stürme getragen und ihn gegenüber allen Fährnissen stark gemacht. Zwei Menschenalter hindurch hat er Regentenerfahrungen sammeln dürfen; sein Erfahrungsschatz ist vielleicht noch reicher als sein Vermögen, das ihn zum reichsten Manne beider Erdhälften macht. Er sieht vielleicht weiter, als andere, und hat von seiner hohen Warte aus einen Blick in Gefilde ruhiger Entwickelung, während minder Hochstehende ein Chaos verzagend vorausſetzen. Kaiser Franz Josef ist der Freund und Verbündete unseres Kaisers seit vielen Jahren. Niemals in der langen Zeit ist die Bundes- und Freundschaftstreue Kaiser Franz Josefs schwankend oder auch nur dem leisesten Zweifel ausgesetzt gewesen. Er genießt deshalb auch im Deutscher Reich Liebe und Verehrung, und überall ertönen von den Lippen, erklingen in den Herzen die aufrichtigsten Wünsch dak ihm ein langer und glücklicher Lebensabend beschie den sei. Der Schrecken von Milwaukee. ( Eig. Bericht.) Newyork, 8. August. Lieblich am waldumstandenen Michigansee liegt die Stadt Milwaukee. Sie ist im Lcufe der Jahre zu einem mächtigen Handelsmittelpunkte geworden. Zahlreiche Bahnstrecken freuzen sich in der Stadt, Seedampfer anfern im Hafen, und nicht der geringste Ruhm für die Metropole des Staates Wisconsin ist es, daß sie fast zu zwei Dritteln von deutschen Einwanderern oder deren Abkömmlingen bewohnt wird. Someit wäre nuit alles schön und gut. Aber jetzt ist Milwaukee in seinen Grundfesten erschüttert worden. Charles J. Pfister ist von den Großgeschworenen des Diebstahls angeklagt. Was dies für Milwaukee bedeutet, das kann nur der verstehen, der weiß, wer„ Charley" Pfister ist und welche Stellung er bisher in der Stadt eingenommen hat. Charles Pfister ist Kapitalist, Straßenbahnmagnat, Direktor der größten Milwaukeer Bank, Besizer der größten Gerbereien des Westens und des größten Hotels in der Stadt; sein Vermögen wird auf viele Millionen geschätzt, und bis vor kurzem war Charley der politische Boß der republikanischen Partei des Staates. Pfister ist Junggeselle, steht jedoch in naher verwandtschaftlicher Beziehung zu den meisten altangesessenen und hochangesehenen Familien der Stadt. Die Anklage der Großgeschworenen lautet dahin, daß Pfister 14 000 Dollars, die ihm von der Wisconsin Rendering Co. anvertraut wur den, sich widerrechtlich angeeignet habe. Natürlich glaubt kein Mensch, daß Pfister dieses Geld gestohlen habe, um seine eigenen, vollen Taschen noch mehr zu füllen, und tatsächlich ist dies auch nicht der Fall. Die Sache hängt zusammen mit den im Gange befind lichen Untersuchungen über Durchstechereien in der Stadtund County- Verwaltung. Diese Untersuchungen hatten Enthüllungen zur Folge, die Milwaukees Schande und Schmach allen vor Augen führten. Nahezu 200 Aldermen, Supervisoren, Zeitungsleute und Kontraktoren sind schon in Anklagezustand versetzt. Und mit welch lumpigen Suntmen ließen sich diese Kleinkrämer bestechen! Für 25 oder 50 Dollars in jedem einzelnen Falle verkauften sie Stadt oder County. Als aber nach langwierigen Untersuchungen immer nur Leute angeklagt wurden, die 25 oder 50 Dollars Bestechungsgeld angenommen haben sollten, da wurden im Publikum Klagen laut, daß man auch in diesem Falle wieder die kleinen Diebe hänge und die großen laufen lasse. Doch nun ist plötzlich die Bombe durch die Erhebung der Anflage gegen Pfister geplagt. Die Wisconsin Rendering Co., welche die Vernichtung der Abfälle für die Stadt übernommen hatte, wünschte vor Jahren einen neuen Kontraft auf lange Zeit abzuschließen. Um ihren Zweck zu erreichen, setzte sie, wie es scheint, die Summe von 14 000 Dollars als Agitationsgeld aus und übergab sie dem damaligen republikanischen Boß. Man will nun darüber Aufschluß haben, mo das Pfister anvertraute Geld geblieben ist. Viele sehen in dem Vorgehen gegen Pfister nichts als eine politische Rache des Distriktsanwalts der der erbittertste politische Gegner Pfisters ist und seine Jury nur aus Anhängern seiner eigenen Partei zusammensetzte. Jedenfalls herrscht augenblicklich allgemeiner Schrecken in der Stadt- wenn der Größte aller Großen, der Dollarkönig Pfister, wanft, was soll dann noch bestehen bleiben. Am Golde hängt, nach Golde drängt doch alles, ach---! Politifche Rundfchau. Deutsches Reich. * Anläßlich der norwegisch- schwedischen Zwistigkeiten wor namentlich von englischen Blättern, ausgestreut worben Deutschland beabsichtige, einen Hohenzollernprinzen auf der norwegischen Thron zu bringen. Jetzt wird aus lir offiziös bekannt gegeben, daß alle Ausstreuungen übe deutsche Absichten auf die norwegische Krone unwahr sind Niemals hat in Deutschland an irgend einer Stelle der Ge danke bestanden, einen deutschen Prinzen auf den norwegischer Thron zu bringen. Was über deutsche Kandidaturen gefabeli worden ist, war, gleichviel ob es sich dabei um einen der Söhne Kaiser Wilhelms oder um den Prinzen Albert von Holstein oder um men sonst handeln sollte, von Anfang an blanke Erfindung. Kaiser und Reich haben sich keinen Augenblick einer der Möglichkeiten in den Weg gestellt, die nach Lösung der Union mit Schweden bei der Wahl eine: Staatsoberhauptes für Norwegen in Frage kamen. Di Einsetzung eines deutschen Fürsten zum Nachfolger König Oskars brauchte aus diesen Möglichkeiten nicht hinterher ausgeschieden zu werden. Sie hat von vornherein nicht da zu gehört. * Der Reichskanzler hat auf die Petition der oberschlesischer Städte wegen der Fleischteuerung geantwortet, daß die Er höhung des russischen Schweinefontingents nur dem Landwirtschaftsminister zustehe. Er sehe sich deshalb außerstande den vorgetragenen Wünschen zu entsprechen. * Unter dem Verdacht der Spionage sind in Wilhelms. haven zwei Engländer verhaftet worden. Sie werden be. schuldigt, unerlaubte photographische Aufnahmen gemacht zu haben. Die Engländer gehörten zur Besatzung eine Lustjacht, die den Hafen bereits verlassen hatte, als ein Torpedoboot ihr nachfuhr und die beiden Verdächtigen zurückbrachte. Da der Senat der freien Stadt Lübeck der von der Bürgerschaft beschlossenen Abänderung des Wahlrechts seine Zustimmung gegeben hat, ist die Verfassungsreform jetzt perfekt geworden. Das wahlfähige Alter wird damit von 21 auf 25 Jahre herausgesetzt. * Von dem Rücktritt des Kolonialdirektors Dr. Stübel ist augenblicklich die Rede. Dr. Stübel soll sich während feines jetzigen Urlaubs eine schwere Erkrankung zugezogen haben, die ihm den Wunsch zur Amtsniederlegung nahe= Tege. * Der am Genfer See in den Ferien weilende französische Ministerpräsident Rouvier hat sich gegen den Vertreter des " Temps" über die Marokkoangelegenheit ausgesprochen. Rouvier sagte: Die Verhandlungen mit Deutschland über Marokko nehmen einen normalen Verlauf. Wir erwarten die Antwort der deutschen Regierung auf den von uns vorgeschlagenen Entwurf des Programms für die Konferenz. Es ist absolut kein Grund vorhanden, sich darüber zu wundern, daß diese Antwort noch nicht eingetroffen ist. Je genauer man sich über das Programm geeinigt haben wird und je leichter die Arbeiten der Konferenz von statten gehen werden, desto leichter wird es auch sein, die Reformen vom Sultan annehmen zu lassen." Demgegenüber wollen die neuerlichen Hezereien des Londoner Cityblattes„ Times" wegen der Anleihe des Sultans von Marokko bei deutschen Banken nicht viel besagen. Das deutschenfeindliche Blatt glaubt in einem Leitartikel andeuten zu müssen, bei dem schlechten Eindruck, den die abgeschlossene Anleihe in Frankreich machen werde, könne dieses auf die vollste Unterstützung Englands rechnen. In Frankreich ist man allmählich aber unempfindlich gegen diese fortdauernden Schürversuche eines Teiles der englischen Presse geworden. Dies zeigt eine Auslassung der Republique Française", in der ausgeführt wird, die französische Regierung habe der deutschen in Sachen des bon deutschen Banken dem Sultan von Marokko bewilligten Darlehns feine Vorstellungen zu machen gehabt, nachdem die Kanzlei des Fürsten Bülow erklärte, die deutsche Regierung stehe der Finanzoperation vollständig fern. Minister Rouvier wird nach seiner Rückkehr aus dem Urlaub die Besprechungen mit dem deutschen Botschafter Radolin wieder aufnehmen. In Melbourne verlas der Premierminister von NeuSüdwales eine Depesche, wonach die deutsche Regierung versichert habe, den Handel auf den Marschall- und KarolinenInseln allen Nationen gleichmäßig zu eröffnen. Der Minister teilte ferner mit, das neue deutsche Zollregulativ für die Marschallinseln werde am 1. Oktober in Kraft treten und enthalte unter Abschaffung der Besteuerung von Han delsstationen und des Ausfuhrzolls auf Kopra als alleinige Belastung des Handels eine jährliche Gewerbesteuer von 6000 Mark. Außerdem werde von Schiffen nicht auf den Inseln ansässiger Firmen eine Jahresabgabe von 2000 Mart erhoben werden. Landerwerb von Eingeborenen wird allen Händlern freistehen, auch die Karolinengruppe wird vom 1. Oktober ab dem internationalen Handel ohne Unterschied eröffnet unter Bestimmung der Zollgefälle nach der Verordming vom 8. August 1904. Norwegen: ***** Das endgültige Resultat der Volksabstimmung über die Trennung von Schweden ist ein überwältigendes zugunsten der norwegischen Selbständigkeit. Neben 369 000 Stinimen für stehen nur 187 Stimmen gegen die Lösung der Union. Da nach dem Verlangen der schwedischen Regierung jetzt das Volk entschieden hat, werden die weiteren Formalitäten der Auseinandersetzung kaum noch erhebliche Schwierigkeiten bereiten können. ** Russland. Die Veröffentlichung des kaiserlichen Verfassungs. Manifestes wird jetzt für den 19. August in Aussicht gestellt. Dem Zaren sollen acht verschiedene Entwürfe für das Mani fest vorgelegen haben, von denen der von Pobjedonoszew ver faßte Entwurf den Vorzug erhalten haben soll.- In Wilna wurde in der Wohnung einer Frau cine Niederlage von Waffen und Proklamationen des jüdischen Geheimvereins ,, Bund" entdeckt. In Warschau sollten zehn Offiziere und vierundzwanzig Unteroffiziere, die sich weigerten, nach dem Kriegsschauplage zu gehen, erschossen worden. Die .Erefution fonnte nicht ausgeführt werden, weil die Sol. daten sich weigerten, das Urteil zu vollstrecken.- In 26 Gouvernements ist Mißernte eingetreten, an vielen Stellen droht eine Hungersnot auszubrechen. Türkei. ** Trotz des Geständnisses des Belgiers Joris über das Attentat auf den Sultan kommt man im Yildizpalast zu Konstantinopel nicht zur Ruhe. Eine neue armenische Verschwörung ist in Smyrna entdeckt worden. In armenischen Häusern wurden 80 große und 48 fleine Dynamitbomben gefunden, ferner ein Plan von Anschlägen, welche gegen öffentliche Gebäude in Smyrna beabsichtigt werden. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. Diese Entbeckung hat große Erregung verursacht; es wurde sofort Befehl erteilt, die allerstrengsten Nachforschungen zu veranstalten. ** Amerika. bon In den Vereinigten Staaten will man abermals größeren Veruntreuungen zum Schaden des Staates auf die Spur gekommen sein. Die Kommission für zwischenstaatlichen Handel in Washington hat eine Untersuchung der Bezichungen zwischen verschiedenen Eisenbahnen und Kühlwagengesellschaften begonnen. Die Untersuchung richtet sich auf eine vermutete Verlegung des Gesetzes, betreffend den zwischenstaatlichen Handel, und betrifft eine Reihe Linien, unter denen sich die Atchison Topeka and Santa Fé, die Southern Pennsylvania, die Saint Louis and San Francisco, die Atlantic Coast Line, die Southern Pacific und die Kansas City Southern befinden. Wenn unter der Aegide des Präsidenten Roosevelt eine energische Bekämpfung der inneren Korruption durchführbar wäre, so würde das seiner Präsidentschaft mindestens ebensoviel Ehre bringen, als die neuerliche Installierung des nordamerikanischen Präsidenten zum Allerweltsschieds- und Friedensrichter, * Hof und Gesellschaft. Prinz und Prinzessin Heinrich von Preußen haben sich; nach Innsbruck beneben. *** Kammerherr Freiherr von Schorlemer Lie. ser ist an Stelle Nasse's zum Oberpräsidenten der Rheinprovinz ausersehen. *** Entgegen anderen Nachrichten wird von unterrichteter Seite festgestellt, daß der König von Spanien seinen Besuch am Berliner Hofe nicht während der diesjährigen Kaisermanöver, sondern erst im November machen wird. Soziales Leben. Die Gasarbeiter und der Achtstundentag. Die Perliner Gasarbeiter fordern die Einführung des Achtstundentages. Voraussichtlich dürfte sich die Bewegung nach anderen deutschen Städten ausbreiten. Im Falle der Nichtbewilligung der Forderung wird mit Streiks gedroht. Nab und fern. † Vom Spremberger Eisenbahnunglück. Es darf jetzt als festgestellt angenommen werden, daß der schreckliche Eisenbahnzusammenstoß in Spremberg durch die Trunkenheit des Stationsassistenten Stulljus herbeigeführt ist. Er hat an dem Unglückstage bis 2 Uhr in einem Hotel in Teup. lig, wo er früher stationiert war, gezecht und war, als er zum Antritt des Dienstes nach Spremberg fuhr, betrunken. † Tod durch Fliegenstich. Ein Füsilier der Unteroffizierschule in Jülich wurde von einer Fliege in die Lippe gestochen. Der Mann beachtete die kleine Berletzung gar nicht. Es entwickelte sich eine Blutvergiftung, an deren Folgen der Gestochene nach vier Tagen starb. † Als Sachverständiger verunglückt. Vor dem Landgericht in Trier sollte ein als Sachverständiger geladener Büchsenmacher ein beschlagnahmtes Gewehr entladen. Der Schuß ging frühzeitig los, und die Ladung flog dem Sachverständigen durch den Kopf. Er war auf der Stelle tot. † Beim Streit erstochen. In Greppin bei Merseburg fiel nach einem Wirtshausstreit ein Arbeiter über zwei Brüder mit einem Messer her und verwundete sie durch mehrere Stiche. Der eine der Brüder war sofort tot, der andere liegt hoffnungslos darnieder. † Ein Liebesdrama. Ein aus Berlin nach Leipzig zugereister junger Sausmann sprang dort in die Pleiße, wurde aber gerettet. Zu gleicher Zeit suchte sich ein Dienstmädchen in Gohlis durch Lysol zu vergiften. Beide Fälle stehen in Zusammenhang. Es handelt sich um ein Liebespaar, das gemeinsam den Tod suchte. † Im letzten Augenblick besonnen. In Elberfeld hatten ein Koch und ein Mädchen, die längere Zeit ein Liebesverbältnis unterhielten, beschlossen, gemeinsam in den Tod zu gehen. Der Koch gab auf seine Begleiterin mehrere Schüsse aus einem Revolver ab. Als er das Blut fließen sah, entsank ihm der Mut, und er zog es vor, nicht auf sich zu Schießen. Er wurde verhaftet, und das Mädchen wurde in das Krankenhaus gebracht. † Neue Eisenbahnunfälle. Auf dem Bahnhofe zu Wattenscheid entgleiste der Schlußwagen des D- Zuges Köln- Berlin. Der Unfall ging ohne Verletzung von Personen ab. Weit schlimmer verlief eine Entgleisung des Expreßzuges, der von Paris nach Clermont fuhr und der hauptsächlich bon Passagieren für Badeorte besetzt war. Fünf Personen wurden verletzt, unter ihnen drei schwer. † Die Gefahr der eingeleisigen Strecken. Auf der Strecke Aachen Köln, die wegen Erneuerung der Geleise eingeleisig betrieben wird, fuhren versehentlich zwei Personenzüge einander entgegen. Auf zwanzig Meter Entfernung gelang es, die Züge zum Stehen zu bringen und so schweres Unheil zu verhüten, weil der Blick auf die Geleise dort ziemilich frei ist. † Ein Brudermord. In dem sächsischen Grenzort NiederBergdorf erschoß nach voraufgegangenem blutigen Streit ein 37jähriger Arbeiter seinen Bruder. Der Brudermörder hat selber bei dem Streit tödliche Verletzungen erhalten. † Eine Familientragödie. Die Frau eines Schlossers in Wien hatte Ursache, auf ihren Mann eifersüchtig zu sein, und entdeckte durch einen Brief, daß er mit einem siebzehnjährigen Mädchen ein Liebesverhältnis unterhalte. Sie begab sich in die Wohnung des Mädchens und mißhandelte die Nebenbuhlerin in gröblicher Weise, so daß diese schließlich bor Angst aus dem Fenster sprang, drei Stockwerke hoch abstürzte und schwer verlegt ins Hospital gebracht wurde. Aus Reue über ihre Tat schnitt sich die Frau mit einem Rasiermesser die Adern an den Armen und den Hals durch und wurde völlig verblutet tot aufgefunden. † Eine verhängnisvolle Segelfahrt. Ein Malermeister aus Svendborg in Jütland machte mit seinen sechs Kindern eine Vergnügungsfahrt im Segelboot. Durch einen Stoßwind wurde das Fahrzeug zum Kentern gebracht. Während der Mann und seine drei Söhne von einem Fischerboote gerettet wurden, ertranken die drei Töchter. † Von Löwen zerfleischt. In Blackpool in England fand ein Wärter in einem Käfig, in dem zwei Löwinnen untergebracht waren, den fürchterlich zerfleischten Leichnam eines Kameraden. Die Bestien hatten den Körper des Mannes halb aufgefressen. Es scheint sich um eine Wette gehander zu haben, die den angetrunkenen Menschen in den Käfig führte. † Aus Eifersucht. Ein Schiffsheizer, der von einer längeren Seereise zurückgekehrt war, geriet durch Eifersucht in einen Wutanfall und biß seiner Frau die Nase ab. Der Mann wurde verhaftet. † Aus dem Gefängnis ausgebrochen. In Minsk in Rußland gelang es sieben wegen schwerer politischer Verbrechen Verhafteten, mit Hilfe eines Aufsehers aus dem Gefängnis zu entkommen. Der Beamte, der die Flüchtlinge auch mit der nötigen Kleidung versehen hatte, wurde verhaftet. † Von der deutschen Automobilwoche. Der Endlauf_am dritten Tage des Herkomer- Rennens ging von Nürnberg nach München. Als Erster ist gestern mittag 1 Uhr 58 Min. Dinsmore- Paris mit seinem Mercedes- Wagen dort eingetroffen. Den ersten Preis im Herkomer- Rennen erhielt der Mercedes- Wagen des Herrn Edgar Ladenburg- München. † Zusammenstoß mit einem Automobil. In Erbenheim stieß ein Landfuhrwerk mit einem Automobil, dessen Lenkborrichtung versagte, zusammen. Das Automobil überschlug sich. Zwei Personen sind schwer verletzt. † Der Dachdecker als Dieb. In Hamburg betreibt ein Langfinger sein Gewerbe dadurch, daß er sich auf Hausböden einschleicht und, falls er von Hausgenossen betroffen wird, sich als Dachdecker ausgibt, der beauftragt sei, das Dach auf schadhafte Stellen nachzusehen. An verschiedenen Stellen der Stadt ist es dem dreisten Menschen gelungen, reiche Beute zu machen, unter anderem auch in einem Hotel. Von dort stieg er in das Nebenhaus über und ging dort unbehelligt die Treppen hinab, da er sich dort schon dem Dienstpersonal, das er im Hause traf, als„ Dachdecker" vorgestellt hatte. Bortrag Co ** Der Großherzo Brofeffor Dr. Somme ben Geheimen ** Hebertragen Frant zu Langen- Ber Gemeindefhule zu Rib Freymann zu Fau Bemeindeschule zu Ehzel " Erledigt ist au befeßende Lehrerftelle Sain. Mit der Stel berbunden. † Dentsch- englische Sportkämpfe. Während der Anwesenheit der englischen Flotte vor Danzig werden auf den Sportplägen in 3oppot eine englische Mannschaft mit einer deutschen Sportsmannschaft athletische Spiele und einen großen Fußball- Match veranstalten. † Schweres Brandunglück. In dem an der russischen Grenze belegenen Dorfe Podsamtsche verbrannten eine Anzahl Gebäude, darunter mehrere gefüllte Scheunen. Ein sechsjähriger Knabe kam in den Flammen um. Die Feuerwehr der russischen Grenzstadt Wieruschowo leistete Hilfe. Der Brand scheint von russischen Schmugglern angelegt zu sein. Tages- Chronik. In einem Gehölz bei Dortmund ver suchte ein plötzlich wahnsinnig gewordener Bergmann seine Frau zu ermorden. In Viersen in der Rheinprovinz wurde ein in einem Neubau schlafender Maurer dadurch getötet, daß eine Sandfarre über seinen Kopf fuhr. Kunft und Wissenschaft. LM Jm Reichsamt des Innern zu Berlin ist eine internationale Konferenz für Erdbebenforschung zusammengetreten. Von der deutschen Regierung find alle Staaten, die einen organisierten Erdbebendienst befizen, zu der Konferenz eingeladen Vermischtes. * Das Korpo zu Gießen, deffen erf in diefem Jahre wur gegründet- urdbatiere Beitung." am 8. und 9 Wiederholenden Grinnerung Bingen am Rhein. Dien zahlreich einen Feftteil Hotel Biltoria, um fich Rodhutberg zu begeben, w hergerichtet war. Dunt legten Ritter der Gemüt Jahon die aufgehende gligernden Lichter in die vorüberziehenden Stromes ging es auf einem Ertrab in Boppard fand Frühj fehrte man nach Bingen Räumen der Bahnhofs Busammenkunft zufam Reden sei noch befonde Gießen( Karl Buff) geba Th. Walter für das Ro pragtig vortrag, eben Liefel Wolff, Tochter des die mit schöner Stimm herrlichen Gefang entaudt reichen, firmishen Beifal die föftliche Fahrt, wird unbergeßlich bleiben und eilte man wieder in die * Hessisches Eri bahner. Das vom zeichen für fünfundzwanzig freie Dienstzeit wird zum dem Geburtstag des Groß Preußen wird auch den Edrantenwärterinnen, 2 Der Militarismus am Beinkleid. Ein Offizier, dem beim Antritt des Urlaubs das bestellte Zivilbeinkleid nicht rechtzeitig geliefert war, ließ sich die rote Biese an seiner Uniformhose von seinem Burschen mit einem schwarzen Bande übernähen. Da der aufgesette Streifen aber doch nicht recht saß, mußte ein Schneider die Biese entfernen. Dessen Rechnung lautete kurz und bündig:„ Aus ein Baar Hosen den Militarismus entfernt 25 Pfennige." = Schwere Leute. Die schwersten Kurgäste in Marienbad waren in diesem Sommer ein Aegypter, der 474 Pfund rog, und ein Russe, der 350 Pfund verzeichnete. Der lebhafte Mann aus Kairo erzielte in drei Wochen eifrig wahrgenommener Kur eine Abnahme von 36 Pfund, während es der phlegmatische Russe in der gleichen Zeit nur auf 8 Pfund brachte. Ein Modelltheater. Um die Maßregeln gegen Theaterbrände studieren zu können, hat man in der Brigittenau bei Wien ein Modelltheater aufgeführt, das ganz aus Eisen und Beton erbaut ist. Es wird mit den verschiedensten Beleuchtungskörpern versehen, um deren Verhalten zu erproben. Im Bühnenraum sind Schmelzkörper angebracht, um die vorkommenden Wärmegrade festzustellen. Die Dekorationen sind aus alten Beständen Wiener Bühnen zur Verfügung gestellt. Man wird demnächst in diesem Theater künstliche Brände veranstalten. - Mit einem Floß durch den Großen Ozean. Von der Westküste Canadas soll eine Holzmenge, nämlich 10 Millionen Fuß Sparren und Pfähle, nach Shanghai auf dem Scewege geflößt werden. Es handelt sich um eine Entfernung von etwa 10 000 Kilometer, und das Floß ist das größte, mit dem bislang eine Seereise unternommen wurde Bei bestem Wetter und einer Geschwindigkeit von 4 Seemeilen in der Stunde würde die Fahrt 9 Wochen dauern. Ein Schiff nit Kohlen und Lebensmitteln für die Schleppdampfer geht als Begleitung mit. Die Reise muß zur See gemacht werden, weil die Stämme zur Förderung mit der Eisenbahn zu lang sind. Auf Seiten der Handelsschiffahrt bestehen Bedenken gegen diese Flößerei, da sie eine Gefahr für die Schiffe darsteller.. - Wie es auf einem russischen Kreuzer zuging. Von den Zuständen auf dem zurzeit in Batavia internierten russi schen Hilfskreuzer„ Teret" entwirft der Kapitän des dänischen Schiffes Prinzessin Maria", das auf dem Wege von Antwerpen nach Yokohama von dem„ Terek" in den Grund gebohrt wirde, ein bezeichnendes Bild. Als das dänische Schiff angehalten wurde, überzeugte sich der russische Kom. mandant und dessen Offiziere, daß die Prinzessin Maria" feine Konterbande an Bord habe. Da schlug ein blutjunger Leutnant mit der Faust auf den Tisch und bedrohte den Kommandanten förmlich, bis dieser nachgab und den Be fehl gab, das dänische Schiff zum Sinten zu bringen. Be bor dies geschah, hausten die Russen dort auf fürchterliche Weise, sie schlugen alles kurz und klein, und bekranken sic an dem Bier, das einen Teil der Schiffsladung ausmachte, bis zur Sinnlosigkeit. Auf dem„ Terek" herrschte vollkom mene Unordnung und Ungebundenheit, stets lagen betrun fene Russen auf dem Teck, und oft war die ganze Mannschaft bis auf die Wachen in diesem Zustande. Schlägereien waren an der Tagesordnung, und selbst Offiziere hielten sich dabei nicht zurück. = Der Tausch der Kinder. Bei einem Tanzvergnügen in Wisconsin waren, der Sitte gemäß, die Farmersfrauen mit ihren Babys erschienen. Eine Anzahl liebenswürdiger Herren erboten sich, auf diese jüngste Jugend acht zu geben, derweilen die Mütter sich dem Tanze hingaben. Als den die Kindlein wartenden Herren die Zeit zu lang wurde sandten sie eine Deputation an die tanzenden Mütter, er hielten aber den Bescheid, sie würden bis zum Morgen grauen tanzen. Da nahmen die Wartemänner fürchterliche Rache, sie entfleideten die Babys und vertauschten alle Klei dungsstücke, so daß keines der Kinder mehr die eigenen Sachen anhatte. In der Morgenfrühe holten die Mütter die schlafenden Kleinen und fuhren ab. Bald gab es in der ganzen Gegend eine große Aufregung: Mädchen waren Knaben geworden und umgekehrt, Schwarzköpfchen waren blond, Blondgelockte ganz tahl geworden, der Aufruhr war einfach unbeschreiblich. Und nun begann eine Frauen. bewegung", wie sie nicht oft dagewesen ist. Da die Bauern. häuser sehr weit voneinander liegen, dauerte es mehrere Lage, bis alle Kinder wieder richtig untergebracht waren, und mehrere Wochen, bis die Frauen wieder friedliche Mie nen zur Schau trugen. Die Spaßvögel haben sich aber seit dem nicht wieder in der Gegend blicken lassen. . f. w. das Erinnerung ** Rettungemed dem Must tier Miefd Infanterie- Regiments Rai medaille verliehen. P. Gut abgelaufe 3jähriges Rind am D Pferde einer Drojdle, Schaden zu nehmen. De Kind war in unbewa gelaufen. P. Jugendliche Abend fanden 2 Kinder Portemonaie mit Inhal vorbeiging, meldete fich das Portemonaie auch d alsbald heraus, daß er war, sondern es den Rin felben befanden fidh 2 ** Bu der von meh daß das Todesurteil vollstreckt werden würd Seite mitgeteilt, daß dar nichts verlautbart worden an die als Beugen zuzu mur frühestens 24 Stun erfahrt ebenfalls nicht f herzog fein Gnadengefu in die Deliquentenzelle Gendarmen leiften be nach seinen Wünsche rauchen und lesen ba richtung erfolgt mit feiner bevorstehenden Gerichtsvollzieher üb besuchen. * Der Heide folgende Bekanntmac Heiligenberg bei Se Bermejung übergega die etwa zwei Wo Uebekannte ift offent ermordet worden. 70 groß, flant, b rechten Unterarm if Als Täter fommt e beschrieben wird: Alt 1 Meter 70 groß, gl bartftoppeln, trug gu Filahut und Ladstiefe Die zur Aufklärung Ariminalpolizei, Simm Kenntnis zu bringen. in feiner legten Sigung Fleischerverband an den R Der heifische offen betroffen wird, agt jei, das Dach auf verschiedenen Stellen elungen, reiche Beute em Hotel. Von dort Cokales. 17. August 1905. ing dort unbehelligt Professor Dr. Sommerlad von Gießen und zum dem Dienstpersonal, Vortrag den Geheimen Staatsrat Krug v. Nidda. ** Der Großherzog empfing am 16. August den borgestellt hatte. Sährend der Anwesen. merden auf den Sportschaft mit einer deutele und einen großen ent an der russischen Drbrannten eine An illte Scheunen. Ein en um. Die Feuer ichowo leistete Hilfe. mugglern angelegt zu 3 bei Dortmund ver ener Bergmann feine wurde ein in einem ötet, daß eine Sand fchaft. Berlin ist eine interrfchung zusammengfind alle Staaten, befizen, zu der KonEin Offizier, dem e Zivilbeinkleid nicht rofe Biese an seiner it einem schwarzen e Streifen aber dod die Biese entfernen. dig:„ Aus ein Baar 5 Pfennige." Purgäste in Marien pter, der 474 Pfund rzeichnete. Der leb, Wochen eifrig wahr. Pfund, während es Beit nur auf 8 Pfund egeln gegen Theater■ der Brigittenau bei ganz aus Eisen und rschiedensten Beleuch halten zu erproben. angebracht, um die 1. Die Dekorationen nen zur Verfügung n Theater künstliche En Ozean. Von der e, nämlich 10 MilShanghai auf dem fich um eine Ent und das Floß ist da unternommen wurd indigkeit von 4 See rt 9 Wochen dauern teln für die Schlepp Reife muß zur See Förderung mit der der Handelsschiffahrt i, da sie eine Gefahr zer znging. Von der ia internierten russi er Kapitän des däni auf dem Wege vor Teret" in den Grund 5. Als das dänisc Ech der russische Kom Prinzessin Maria schlug ein blutjunget hund bedrohte der achgab und den Be Een zu bringen. Be dort auf fürchterlid n, und betranten fid ffsladung ausmacht ef" herrschte vollfon , stets lagen betrun die ganze Mannschaft tande. Schlägereien bft Offiziere hielter em Tanzbergnüg die Farmersfrauer hl liebenswürdiger gend acht zu geben, hingaben. Als der Beit zu lang wurd anzenden Mütter, en bis zum Morgen rtemänner fürchterlid bertauschten alle Klei der mehr die eigener he holten die Mütter ab. Bald gab es in egung: Mädchen waren Schwarzföpfchen waren orden, der Aufruhr wat begann eine Frauen en ist. Da die Bauern n, dauerte es mehrere g untergebracht waren wieder friedliche Mie gel haben sich aber feit Cen laffen. ** Uebertragen wurden: dem Schullehrer Heinrich Frank zu Langen- Bergheim die 5. Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Nibba und dem Schullehrer Friedrich Freyman zu Fauerbach eine Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Echzell. ** Erledigt ist die mit einem evangelischen Lehrer zu beseßende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Rölzenhain. Mit der Stelle ist Organisten- nnd Lektordienst berbunden. gegründet - * Das Korps Hassia" an der Landesuniversität zu Gießen, dessen erste Anfänge bis in dus Jahr 1815 in diesem Jahre wurde am 3. Auguft die alte" Hassia" zurücbatierer, feierte, ſo ſchreibt die„ Darmft. gatung.", am 8. und 9. Auguſt den alle fünf Jahre ſich wiederholenden Erinnerungs- Rommers seiner Mitglieder in Bingen am Rhein. Dienstag, 8. August, trafen sich die zahlreich erschienen Festteilnehmer zu Bingen im Garten des " Biltoria", um sich dann im Feſtzug mit Musik zum Hotel Rochusberg zu begeben, wo der Festfommers der Hassia" Dunkle Kunden vermelden, daß die hergerichtet war. legten Ritter der Gemütlichkeit" erst zu Tal stiegen, als schon die aufgehende Sonne des folgenden Tages ihre glizernden Lichter in die grünen Wogen des an Bingen vorüberziehenden Stromes warf. Am Mittwoch, 9. August, ging es auf einem Extradampfer von Bingen nach Koblenz; in Boppard fand Frühschoppen an Land statt. Um 7 Uhr tehrte man nach Bingen zurück, um sich in den oberen Räumen der Bahnhofs- Restauration daselbst in zwangloser Zusammenkunft zusammenzufinden. Außer den üblichen Reden sei noch besonders des bekannten Tenoristen Hans" Gießen( Karl Buff) gedacht, der das von Realschuldirektor Th. Walter für das Storps Hassia" gedichtete" Rheinlied" prächtig vortrug, ebenso der„ Korpsschwester" Fräulein Liefel Wolff, Tochter des Justizrats Wolff zu Groß- Umstadt, die mit schöner Stimme die Festteilnehmer durch ihren herrlichen Gesang entzückte. Sängerin und Sänger ernteten reichen, stürmischen Beifall. Das schöne Fest, insbesondere die föftliche Fahrt, wird allen Festteilnehmern( gegen 240) unvergeßlich bleiben und um eine kostbare Erinnerung reicher, eilte man wieder in die Heimat. * Hessisches Erinnerungszeichen für Eisenbahner. Das vom Großherzog gestiftete Erinnerungs zeichen für fünfundzwanzigjährige und vierzigjährige einwandsfreie Dienstzeit wird zum ersten Mal am 25. November, bem Geburtstag des Großherzogs, verliehen. Gleich wie in äußern, in der die Fleischer im Interesse des Rufes der deutschen Fleisch- und Wurstfabrikation auf Grund des 8 5 8 ffer 2 des Nahrungsmittelgefeßes eine Verordnung verlangen, die verbieten soll, daß Schweine, die mit Delfuchen, Fischen, Fischabfällen, mit dem Fleisch franker Tiere usw. gefüttert worden sind, als Nahrungsmittel für Menschen feilgehalten oder verkauft werden dürfen, es sei denn unter einer jeden Zweifel über die Art der Fütterung ausschließenden Bezeichnung. Der Landwirtschaftsrat beschloß zu diesem Antrag eine Resolution, in der er sich dafür aussprach, daß der Verkauf derartiger Mittel, die einzeln ausdrücklich at f- geführt werden, zu Fütterungszwecken zu verbieten sei. ** Die Ortschaften Gedern, Freien- Steinau und Heppenheim haben sich an die Zweite Rammer mit dem Ersuchen um Errichtung von Amtsgerichten gewandt. Hessen befigt gegenwärtig rund 50 Amtsgerichte. * Falsche Zweimarkstücke sind seit kurzem wieder im Umlauf. Es handelt sich diesmal um zwei verscht dene Prägungen mit den Jahreszahlen 1873 und 107 gegen ſind die Münzzeichen A genau i fortiden gen, figible nachgeahnt. Die Prägungen sind so gut gelungen, daß Fälschungen nur außerordentlich schwer zu erkennen sind. Doch fühlen sich die Falschstücke fettig an. Bei großer Aufmerksamkeit erkennt man auch an dem Klang und dem Gewicht die Falsifikate. * Der evangelische Verein der Gustav AdolfStiftung hält vom 18. bis 22. September seine 58. Hauptversammlung in Bromberg ab. * Landwirtschaftl. Landes- und JubiläumsAusstellung zu Mainz. Nachdem nunmehr die Anmeldungen abgeſchloſſen ſind, ergibt sich, daß die Beschickung der Ausstellung eine sehr umfangreiche werden wird. Es sind, abgesehen von Geflügel und Bienen, über 1000 Ausstellungstiere angemeldet, darunter ca. 400 Rinder und 340 Biegen. Mit legter Bahl erreicht die Ziegenbeschickung wohl die größte Bahl, die je auf einer deutschen Ausstellung erreicht worden ist. Noch stärker wird die Erzeugnisse abteilung beschickt werden. Die ursprünglich vorgesehenen Räume reichen nicht aus; es müssen weitere Bauten errichtet werden. Namentlich die Obstabteilung wird mit ca. 800 Nummern eine sehr beteutende werden. Auch die MaschinenAbteilung und die Wissenschaftliche Abteilung werden erheblich umfangreicher als vorgesehen, sodaß bereits zahlreiche Anmeldungen zurückgewiesen werden mußten. ** Das deutsche Turnfest in Frankfurt 1908. Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. So hat die Frankfurter Turnerschaft bereits mit den Vorbereitungen zu dem deutschen Turnfest begonnen, indem der Gauausschuß betr. dieses Festes mit den benachbarten Turnkreisen Fühlung genommen. Auf seine Initiative besuchte der Turnlehrer Gräser die Kreisfefte in Chemnitz( Sachsen) und Altenburg ( Bayern). Beide werden der Gauturnerschaft heute Abend Bericht erstatten. Preußen wird auch den weiblichen Eisenbahnbediensteten,( Thüringen) der Turnlehrer Braun das Kreisfest in Kempten Schrantenwärterinnen, Telephonistinnen, Telegraphiſtinnen u. s. w. das Erinnerungszeichen verliehen werden können. *** Rettungsmedaille. Der Großherzog hat dem Must tier Miesch von der 4. Kompagnie des Infanterie- Regiments Kaiser Wilhelm Nr. 116 die Rettungsmedaille verliehen. P. Gut abgelaufen. Gestern Nachmittag geriet ein 31/ jähriges Kind am Dswaldsgarten in Gießen unter die Pferde einer Droschte, glücklicherweise ohne irgendwelchen Schaden zu nehmen. Den Kutscher trifft feine Schuld; das war in unbewachtem Moment unter die Pferde gelaufen. Kind * Die Findigkeit der Post. Man schreibt der bekam von Frankfurt regelmäßig eine bestimmte Nachsendung " Kleinen Presse": En Herr in unserer Sommerfrische bekam von Frankfurt regelmäßig eine bestimmte Nachsendung unter der Adresse Schmalbach bei Gedern. Nun gibt es einen Ort dieses Namens in dem ganzen Vogelsberg nicht, dagegen ist das vortreffliche Gasthaus zum„ Darmstädter Hof" von Heinrich Schmalbach weit über die Grenzen Oberhessens bekannt. Der Postbeamte dirigierte deshalb die Bostsendungen nach Hartmannshain in das genannte Gasthaus. Aler " P. Jugendlicher Schwindler. Am Dienstag- dings machten wir dort auch andere Erfahrungen. So beAbend fanden 2 Kinder in der Alicenstraße in Gießen ein Portemonaie mit Inhalt. Ein älterer Junge, der zufällig borbeiging, meldete sich sofort als der Verlierer und erhielt das Portemonaie auch ausgehändigt. Es stellte sich aber alsbald heraus, daß er nicht Eigentümer des Portemonaies war, sondern es den Kindern abgeschwindelt hatte. In demfelben befanden sich 2 Mart 73 Pfg. *** Zu der von mehreren Zeitungen gebrachten Meldung, daß das Todesurteil an Hudde noch in dieser Woche vollstreckt werden würde, wird uns von wohlunterrichteter Seite mitgeteilt, daß darüber an maßgebender Stelle bislang nichts verlautbart worden ist. Eine Mitteilung erfolgt nur an die als Zeugen zuzuziehenden Herren und auch an diese nur frühestens 24 Stunden vor der Exekution. Hudde erfährt ebenfalls nicht früher davon, sowie daß der Großherzog sein Gnadengesuch abgelehnt. Man bringt ihn dann in die Deliquentenzelle und nimmt ihm die Fesseln ab. Zwei Gendarmen leisten dem Raubmörder Gesellschaft und fragen nach seinen Wünschen bezüglich Speise und Trank. Auch rauchen und lesen darf er, wenn er dies wünscht. Die Hinrichtung erfolgt mittels des Fallbeils. Die Nachricht von Seiner bevorstehenden Hinrichtung wird Hudde durch einen Gerichtsvollzieher überbracht. Auch der Geistliche wird ihn besuchen. * Der Heidelberger Mord. Die Polizei erläßt folgende Bekanntmachung: Am 4. Auguft wurde auf dem Seiligenberg bei Heidelberg die bis zur Unkenntlichkeit in Verwesung übergegangene Leiche eines Unbekannten gefunden, Der die etwa zwei Wochen am Fundorte gelegen hat. lebekannte ist offenbar durch einen Schuß in den Hinterkopf ermordet worden. Er war etwa 20 Jahre alt, 1 Meter 70 groß, fchlant, von etwas fräftiger Figur. Auf dem rechten Unterarm ist eine quer gestellte Hantel tätowiert. Als Täter fommt ein Mann in Betracht, der wie folgt beschrieben wird: Alter 26 bis 28 Jahre, 1 Meter 68 bis 1 Meter 70 groß, glattrasiertes Gesicht, schwarze Schnurrbartstoppeln, trug guten Gehrockanzug, schwarzen weichen Filzhut und Lackstiefel. Es wird ersucht, Anhaltspunfte, die zur Aufklärung der Sache dienlich erscheinen, der Kriminalpolizei, Bimmer 41 des Polizei- Präsidiums, zur Renntnis zu bringen. * ** Der hessische Landwirtschaftsrat hatte sich in seiner legten Sigung über eine Eingabe, die der deutsche Fleischerverband an den Reichsfanzler gerichtet hat, gutachtlich zu fam ich einen Brief mit der Adresse Hartmannshain, Vogelsberg. Ein Pofibeamter schrieb selbstbewußt auf den Brief: Ein Ort, Vogeleberg' unbekannt." Ein anderer Beamter im fernen Süddeutschland glaubte auf die ganz richtig angegebene Adresse: Hartmannshain bei Gedern( Vogelsberg) die Lage des Ortes noch genauer bezeichnen zu müssen, indem er mit Blauftift darauf schrieb:„ bei Darmstadt". Wiederum ein anderer Stephansjünger verlegte den Ort in die Nähe von Gießen. Troß dieser falschen Leitvermerke kamen die Postsachen richtig an. ===festgenommen worden war. Tas Bürgermeisteramt vidnete sofortige Ueberführung in die Gießener Alinit an. §§ Nieder- Ohmen, 16. August. Fener. Einem Handelsmann von hier verbrannte auf hiesiger Station ein Waggon Heu. Funken aus der Lokomotive sollen die Ursache gewesen sein. nur ** Brandoberndorf, 16. Aug. Schadenfeuer. Gestern Nachmittag wurden die Hofraiten der Landwirte J. K. Ott, Johs. Busch und Johs. Hofman total eingescheit und nur dem raschen Zugreifen der Einwohner sowie der Feuerwehren von Griedelbach, Kröffelbach und Grävenwiesbach ist es zu danken, daß das Feuer nicht noch eine größere Dimension angenommen hat. ** Homberg, 16. August. Weideverpachtung. Homberg hat sein gegen 1000 Morgen Triften und Wüstungen umfassendes beweidbares Gelände für 650 Mr. vom 1. Oktober ab an einen auswärtigen Schafhändler berpachtet. der Truppen zu den Manövern wird auf Veranlassung bes Generalkommandos des 18. Armeekorps vom Viktoria * Vilbel, 16. August. Während der Durschmärsche Melita Sprudel eine Leitung an die Straße gelegt. ernte ist bis auf den Hafer beendigt und auch eingefahren. §§ Aus dem Vogelsberg, 16. Auguft. Die GetreideDamit ist ein ungewöhnlich früher Zeitpunkt der Ernte eingetreten, der vor dem normalen um 2-3 Wochen liegt. In der Wetterau stehen heute noch Korn- und Weizenhaufen " X Frankfurt, 16. August. Milch- Aufschlag. Die Vereinigten Landwirte von Frankfurt und Umgegend" baben beschlossen, mit dem 1. September in Frankfurt, Offenbach und Hanau eine Erhöhung der Milchpreise eintreten zu lassen. * Offenbach, 16. August. Wegen fortdauernden Steigens der Fleisch preise haben die Stadtverordneten die Aufhebung des Oktrois auf Fleisch und Vich beschlossen und einen Antrag angenommen, nach dem die Regierung ersucht werden soll, im Bundesrat auf die Aufhebung der Grenzsperre hinzuwirken. ? Hanau, 16. Auguft. Ein Förster, der wegen Wilderns verhaftet wird, ist eine Seltenheit, nichtsdestoweniger aber haben wir den Fall hier jetzt erlebt. Ein städtischer Acc sekontrolleur sah gestern Morgen die Frau und Tochter des Gemeinde försters Döhn von Mittelbuchen einen Schließtorb hier einbringen. Der Korb war zum Poft- Versandt fertig gemacht, die Begleitadresse lag obenauf. Auf die Aufforderung des Beamten, den Kord zu öffnen, erging die Frou sich in weitschweifigen Ausflüchten, die aber nur dazu führten, daß der Korb trotzdem geöffnet wurde. Das Ergebnis war ein überraschendes, denn in dem Korb lag ein frisch erlegtes weibliches Reh. Da der Förster Döhn das Jagdrecht überhaupt nicht ausüben darf, ward der Staatsanwaltschaft Anzeige erstattet, die alsbald eine Haussuchung in der Wohnung des Försters anordnete. Das dabei zu Tage geförderte Material war ein so belastendes, daß zur Verhaftung des Försters geschritten werden mußte. + Mainz, 16. August. Selbstmord eines Gendarmerie- Wachtmeisters. Der hier stationierte 46jährige Gendarmerie Wachmeister Adam Pfeffer hat sich heute Morgen in der Kasteler Gemarkung erschossen. § Rüdesheim, 16. August. Die Kosten für den ErMart veranschlagt. weiterungsbau unseres Bahnhofes werden auf 1/2 Millionen der Marktberichte. Sießes, 17. Auguft. Auf dem heutigen Wochenmartt toẞteten Butter fb. 100-1.15 wt., Hühnereler per Stüd 7-8 Pfg., Enteneter St. 6-7 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Pfg., Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfb. 00-00 Bfg., Ochsenfleisch per fb. 00-00 Bfg., Rindfletsch per Pfd. 00-00 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 00-00 Bfg. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.00 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 00-00 Bfg. Hammelfleisch per Pfd. 00-00 fg., Kartoffeln pro 100 Kilo 7.50-800 m., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weistraut 10-15 Pf. pe Stud, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 mt.. Zwetschen per Zentner 0,00.- 0.00, Kirschen per Pfb. 00-00 Pfg Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten für die Gesundheit mehrt sich.) So plant die ( Die Wertschätzung der Leibesübungen württembergische Regierung für alle höheren Knabenund Mädchenschulen die Einführung eines besonderen brei Stunden der Marktzeit im Umberziehen fellgeboten werben. Spielnachmittags, an welchem sich sämtliche Schüler und Schülerinnen beteiligen müssen. Die dortige Schulbehörde geht sogar, wie Oberstudienrat Hauber in einer Lehrerversammlung ausführte, so weit, daß sie andere Stunden dafür wegfallen und die Hausaufgaben für diesen Nachmittag erlassen will, denn die körperlichen Uebungen müßten mehr gepflegt werden als seither, damit die Schüler eine wirkliche Erholung von der geistigen Tätigkeit fänden. Sollte dies nicht auch ein Fingerzeig für andere Personen sein, deren Geist tagsüber durch den Beruf in Anspruch genommen ist, wie sie ihren Körper vor den schädlichen Folgen geistiger Anstrengung durch Pflege der Leibesübungen bewahren können?( Turnztg. für den Gau Hessen.) 8 Monate alte Kind des hiesigen Bichhändler 2., das der > Reiskirchen, 16. Auguft. Verbrüht. Das Vater beim Kaffeetrinken auf dem Schoß hatte, riß die Ranne um, sodaß der tochendheiße Inhalt dem kleinen Wesen über Gesicht und Beine ging und es schwer verletzte. §§ Müde, 16. Auguft. Das neue RestaurationsHotel ist jetzt fertiggestellt. Eichelsdorf, 16. Auguft. Am 9. September treffen hier über 100 höhere Forstleute aus ganz Deutschland zu einer Exkursion zusammen. + Jlsdorf. Der Landwirt Konrad Heßler- Jlsdorf ift als Beigeordneter unserer Gemeinde gewählt und bestätigt worden. § Ehringshausen, 16. August. Hier wurde ein Geistestranter eingeliefert, der im Berghausener Wald den Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Boraussichtliche Witterung in Heffen für Freitag, 18. Auguft. Am Tage wärmer, vorwiegend heiter. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beltbe in Gießen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 5 Bau- und 1 Kunfischlosser( auch auswärts), 1 Schmied, 1 Strickerin, 13 Schreiner, 1 Küfer, 2 Brötchenträgerinnen, 1 Friseur, Schneider, Erdarbeiter, Taglöhner und jüngere Arbeiter( auswärts), 1 jüngere Hausbursche, 1 tüchtiger Fuhrmann, 1 Köchin( auswärts), Dienst- und Hausmädchen, Lauffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Schreiner, 2 Läcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 2 Epengler, 1 Echlosser, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schneider, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, 1 Lauffrau, Haus- oder Bureaubiener, 2 Bureaugehilfen, Rassierer." NAUMANNIA- SEIFE. mit dem Bala Selenah undarn Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gießen, Frankfurterstraße 7 Löwenbräuempfiehlt ächt Tel. 83. Münchener Bürgerbräu- Bier, Culmbacher Bier Dortmunder Union Pilsenersowie Frankfurter und hiesiges Bier " دو in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell nur in Syphons& 5 Liter. Beinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Für alle Lieferungen Garantie der Originalität. Kriegerverein Giessen. Gravelottefeier Freitag, dem 18. I. Mts., abends& Uhr bei Kamerad Kuhnd auf der Schönen Aussicht. Sammelpunkt: Ecke Ludwigstraße und Leihgesternerweg um 7 Uhr. Um recht zahlreiche Beteiligung wird gebeten. Herbst- Pferdemarkt zu Gießen Mittwoch, den 6. September 1905. Nachdruck meiner Orig.- Inserate verboten. 8½½ Uhr: Beginn der Prämiierung. 10 " 12 " 12½" 11/2 " Konzert Restauration. -- Vorführung der im Privatbesitz befindlichen Reit- und Wagenpferde unter dem Reiter und im Geschirr. Vorführung sämtl. prämiierten Pferde. Mittagstafel im Gasthof zum ,, Prinz Karl". Sie sind leidend und fühlen sich elend! Warum senden Sie mir nicht Ihre Adresse? Selbst wenn Sie an den hartnäckigsten veraltesten Krankheiten leiben und alle Mittel schon versucht haben, können Sie sich mit vollem Vertrauen an mich wenden. Es liegt in Ihrem eigenen Interesse mir Ihre Adresse sowie Ihr Leiben postwendend mitzuteilen. Ich bin imstande Krankheiten verschiedenster Art in aller Kürze mit Sicherheit zu heilen. Hunderte von geheilten Patienten, die durch mich das fötlichste Gut die Gesundheit wiedererlangten, banken es mir heute, daß sie sich zur Zeit ihrer KrantDiskrete Behandlung. heit an mich wandten. Franz Fleck prakt. Magnetopat u. Naturheilkundiger Frankfurt a. 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Die Angehörigen der noch rückständigen Impflinge Paffen Beiträge pro Monat werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie ihre Kinder April 1905 gebfändeten Gegen privatim impfen lassen müssen, wenn sie diesen letzten ſtände: Möbel aller Art, 1 Pferd, Termin nicht wahrnehmen und ein Aufforderungseine Dezimalwage und eine Schuh macher Steppmaschine verfteigert bezw. Strafverfahren nach dem Reichsimpfgesetz bermeiden wollen. werden. Gemmecker, Psandmeister Gießen. Hausfrauen- Verein Stellen- Vermittlung Giessen, Seltersweg 56, ( nächst dem Volksbad) Unentgeltlicher Nachweis für Dienst, Haus- und Zimmermädchen Köchinnen, wärterinnen, Lauf: Puß- und Waschfrauen. Gießen, den 16. August 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Vergebung von Erdarbeiten. Die Erdarbeiten für den Ausbau der Friedrichftraße, sowie des Weglarecweges zwischen Frankfurter ftraße und Mittelweg sollen Donnerstag, den 24. b. Mts., vorm. 10 Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibungen und Bedingungen liegen während der Dienstſtunden bei uns, Neuenbäue 22, Im Anschluß an den Kauf- auf Zimmer Nr. 1 zur Einsicht auf. Angebote auf männischen Verein: Verkäufer vorgeschriebenem Formular, welches daselbst erhältlich, innen, Buchhalterinnen, Kassierer- sind spätestens bis zum genannten Zeitpunkt an uns eininnen; an den Hausbeamtinnen zureichen. Zuschlagsfrist 5 Wochen. Verein: Stüßen, Kinderfräulein, Gießen, den 17. August 1905. Haushälterinnen, Gesellschafterinnen gegen vorschriftsmäßige Gebühren. Korrespondenten für Tage 8= neuigkeiten überall gesucht. Beckler's Korrefp.- Bur. Darmstadt. Gelegenheitskauf: verbindlich bis 31. August Diese und die kommende Woche werden zum Verkanf gestellt 10,000 Thüringer Wetterhäuser, das Stück zu 98 Pfg. 2 Stück M. 1.95 5 Stück M. 4.75 25 Stück M. 22 Unter 2 Stück werden nicht versandt. Thüringer Wetterhaus m. Starkasten und grossem Thermometer: kommt der Mann mit dem Regenschirm aus Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Grummetgras- Versteigerung. Das Grummetgras von den Domanialwiesen der Oberförstereien Wieseck und Gießen wird versteigert: 1. in der Gemarkung Alten- Buseck, Donnerstag, den 24. August 1. Js., vormittags 10 Uhr, in der Wirtschaft des Herrn Otto Rabenau zu Alten Bused. 2. In der Gemarkung Wieseck, Freitag, d. 25. Aug. 1. J8., vormittags 10 Uhr, in der früheren Dor feld'schen Wirtschaft zu Wieseck. 3. in der Gemarkung Gießen, an demselben Tage, nachmittags 2 Uhr, in der Leib'schen Wirt schaft im Philosophenwald bei Gießen. Gießen, den 15. August 1905. dem Haus, so giebt es Gr. Oberförsterei Wieseck: schlechtes Wetter; kommt die Frau beraus so giebt es gutes Wetter; halten sich Mann u. Frau im Hause auf, so ist das Wetter sehr ungewiss. Weigand. Gr. Oberförsterei Gießen! Koehler. Grummetgras- Versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, 19., Montag 21. und Dienstag, Dieses Jahr sehr billig: Obstbäume, Blumenzwiebeln, Rosen, Beeren- 22. August 1. Is. soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Samstag, 19. August: obststräucher, Auracarien, Zimmerschmuck- Tannen. Man verlange umsonst den gesamten Katalog von den Gärtnereien Peterseim, Hoflieferanten, Erfurt. Für ein in Gießen neu zu errichtentes Geschäftshaus werden zum 1. Oftober 10 Verkäuferinnen 2 Lehrmädchen evtl. Lehrlinge für Glas., Porzellan-, Spiel-, Galanterie u. Luruswaren gesucht. Branchenkenntnisse sind nicht unbedingt erforderlich. Off. mit Zeugnissen u. Gehaltsansprüchen u. W. 7610 an die Gießn Neuest. Nachr." erb. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr.Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. FÜRSTLICHE BRAUERE KOSTRITZ THÜRINGEN AND LIVERPOOL FIN WIEN EXY FOR HYCI MINI- LONDON 189 LONDON Gegründet 1696 VENEDIG VICTORIA CREATE AHRUN MAGDEBURG SMITTE 1893 URS AGENDE HEEN MAGDEBURG INGIN DER ROAM AMSTERDAM 1834 LEIPZIG Gegründet 1696 Köstriker Schwarzbier. Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Extraltes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Rekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei F. Kühnhold, Bier- Depot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte ,, Köstritzer Schwarzbier" Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Vorirrungen Erkrankte ist das borühmto Work: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 8 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster loidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jedo Buchhandlg. Einfaches, braves Dienstmädchen a) nachmittags 3 Uhr an Out und Stelle von den Wiesen bei der Margaretenhütte; b) nachmittags 4 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen bei der Aftien- Braueret,( bisher der letzteren gehörig). Montag, 21. August: a) bormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädterfeld und von den Wieseckböschungen; b) vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Grünberg erstraße 6, von den Wiesen im Heegstrauch, im Rußland und von dem unteren Teil des Friedhofs am Nahrungsberg; c) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal und von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck; d) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, 22. Auguft: a) bormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch; b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Buseck; d) na.hmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. August bei der Margaretenhütte, am 21. August am Neustädtertor und am 22. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge meinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde befanntmachen zu lassen. Gießen, den 11. August 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Mecum. aus anständiger Familie, das nod Schreibmaschine nicht gedient zu haben braucht, aber etwas Hausarbeit versteht, nagelneu, mit 2 Schrift- Systemen zu verkaufen. Näheres in der Erb. d. Bl. in kleinen Privathaushalt gesucht. für 160 Mr. bet sofortiger Kasse Off. an Korrespondenz Darmstadt, Grafenstraße 20 erbeten. * g. Blutstod. Timerman Städt. Wohnungsnach weis Gießen. Rr. 98 Ober Telephon Nr. 3 Dend und Berlag ( 5. Forfehung.) Durdy den Tuilerie ein goldener Nachmit gonien auf den Beeter Hernen Bacchantin, an ftrebten meine Schritt ufer, dem StudentenEin wenig Bohem Mensch ohne Heimat aufschlägt, ohne daß Und ich liebe die Läden, voll wertloje Es zudt mir in das geheimnisvolle Schäßen. Diefe elfe oder Watteaufzenen, Möbel, diefe vermor fchloffer und Leucht Nichts, nichts weiter muß ich faufen. ihr;-10 Fr. ein Du Böfer, warum eine ausgezeichnete rault, der dunkle La Sinne verwirrt hätte Und ich liebe das bertragenen Sammet und den leeren Taider - aber wenn ich fie Gestalt wie aus eine mir's, als fönnte ich Augen boll Begeister schoffenen Künstlerhab dem im Winde flatter Nie habe ich besse Nie hat mir die Fed der Gedanken geschier Und ich liebe das hat mir ein Airichtu faure, den wir damal geradeüber vom Pan Und ich liebe die S der Uhrmacher Kupfe ich so unaussprechlich Ein Zimmer im Schaufenster Mr das gute Gesicht und wegen meiner Pension mitten im in die Rue Viscont War's eire Lau gleichfalls ein befch dem vornehmen Hot Dorzuziehen?-Auc und für das Quartie 114 Ueber dieses hervorr infpettor A. Beder im unter Beifügung von Außen- und Innenanfic Der heute rund 28 Der Großh. Univerfitat au diesem Zwecke notd Nachdem dieser für de ein benachbarter sehr genommen werden mu länger verschließen, w bringung des Bücher eine Erweiterung de mobernem MagazinEfenfonftruftion man zu fönnen glaubte. S allerlei Gründen wied Auforderungen gered eine solchen wurden und bewilligt. Am Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. in Gegenwart Sr. Kö Geschäftsstunden von 8-1 und von 3-6 Uhr Es sind zu vermieten: Wohnung von 7 Simmern 6 " " " 1 5-6 " N " 4 5 " " " 3 " " " 4 " " 1 " " 1 1 " 32 und dem Betriebe i Grundstück von etwa 5 frage und verlängerter Baublocks gewählt, auf las chemische Laboratoriu befinden, au dem sich ip aftliche Justitute g bot für Grundriß und F Schwierigkeiten. Die Ep 4 unmöbl. u. 4 möblierte Zimmer traße nimmt der zweige 1 kleiner Laden. 1-2 möbl. Zimmer Hillenburg Fichteſtr. 33 Zu mieten gesucht: zu bermiteten. Gießen, Marktstraße 11. ( u. meine hter t. D. pat. Neuheit. 19 Wohnungen von 1-7 Zimmern fich nach ridwärts mit ng ermin in Gießen 5 bis 6 Uhr ändigen Impflinge Daß fie thre Kinder fie diesen legten Aufforderungs teidsimpfgefeg ber Gießen. Darbeiten. au der Friedrich wischen Frautfurter vorm. 10 Uhr dingungen liegen Neuenbäue 22, f. Angebote auf bajelbit erhältlich, itpunkt an uns einamt. teigerung. Domanialwiesen der wird bersteigert: cd, Donnerstag, mittags 10 Uhr, in to Rabenau zu eitag, d. 25. Aug. der früheren Dor tesed. demselben Lage, ib'schen Wirt d bei Gießen. berförsterei Gießen! Roehler. eigerung 1. 1. und Dienstag, rt werden und zwar uft: nmetgras von den d Stelle von den Stelle von den ( bisher der letzteren ft: Stelle von den Wiese Wieseckböschungen, uration von Melchior Be 6, von den Wiesen nd von dem unteren ngsberg; ophenwald von den Wiesedtal und von markung Wiesed; and Stelle von den er Schwarzlach. guft: nd Stelle von den und Pfarrwiese, von , Utersbrunnen und and Stelle von den gen; und Stelle von den en- Bused; und Stelle von den roßen Bused. 19. Auguft bei ber am Neuftädtertor un en. der umliegenden Ge es in ihrer Gemeinde meifterei Kr. 98 Donnerstag. den 17. August 1905 Oberhessische Familienzeitung. Telephoa Nr. 362. Unterhaltungs- Beilage für den Bofen aus dem Ohm- und Felda- Thal. Doud und Berlag der Gießener Verlagsdruckerei, vorm. With.Keller'sche Buhdru ferei( gegr. 1783); ( 5. Fortsetzung.) Allein in der Welt. Novelle von Friede H. Kraze. Durch den Tuileriengarten bin ich geschlendert. Es war ein goldener Nachmittag. Wie Rubinen glühten die Begonien auf den Beeten zu Füßen der üppig graziösen, steinernen Bacchantin, an ihr vorüber, über den Pont Royal strebten meine Schritte schier unbewußt dem linken Seineufer, dem Studenten- und Künstlerviertel, zu. Ein wenig Bohéme" bin ich ja auch, vogelfrei;- ein Mensch ohne Heimat, der heut hier, morgen da sein Zelt aufschlägt, ohne daß ein anderer viel danach fragt. Und ich liebe die engen Straßen mit den kleinen, dunkeln Läden, voll wertlosen Trödels und kostbarster Antiquitäten. Es zuckt mir in allen Fingern,- es reißt mich hinein in das geheimnisvolle Dämmerlicht, zu den rätselhaften, bunten Schäßen. Diese elfenbeingeschnitten Fächer mit den Boucheroder Watteauszenen, diese eigentümlichen, verschnörkelten Möbel, diese vermorschten Türen, diese eisernen Vorlegeschlösser und Leuchter, diese perlengestickten Trachten! Nichts, nichts weiter als die fleine, bronzene, antike Lampe muß ich kaufen. Seit Wochen verlangt meine Seele nad) ihr; 10 Fr. ein Spottpreis! eine Kleinigkeit!- Du Böser, warum mußtest du mir später sagen, daß es eine ausgezeichnete Imitation wäre! Daß Madame Borault, der dunkle Laden und das dunkle Ensemble meine Sinne verwirrt hätten! Und ich liebe das lose Künstlervolk in den verblichenen, bertragenen Sammetjackets mit den sangesfrohen Lippen und den leeren Taschen! Nicht, daß ich sie persönlich kennte, - aber wenn ich sie so über die Straße gehen sehe, manche Gestalt wie aus einem Buche herausgeschnitten,- da ist mir's, als könnte ich ihnen ihre Geschichte ablesen aus den Augen voll Begeisterung oder Schwermut, aus dem verschossenen Künstlerhabit, aus den hohlen Wangen,- aus dem im Winde flatternden Haar! Nie habe ich besser schreiben können, als in Paris. Nie hat mir die Feder so langsam für die schwellende Flut der Gedanken geschienen wie hier. Und ich liebe das Luxembourg und Notre Dame!- Nie hat mir ein Kirschkuchen besser geschmeckt, als der kleine, saure, den wir damals in der engen, räucherigen Konditorei geradeüber vom Pantheon vertilgten. Und ich liebe die Rue Visconti! Es ist die Straße, wo der Uhrmacher Kupfender seinen Laden hat, und wo du und ich so unaussprechlich glücklich waren. „ Ein Zimmer zu vermieten" steht auf einem Zettel im Schaufenster Mr. Kupfenders, und daraufhin, und auf das gute Gesicht seiner Frau, der Deutsch- Elsässerin hin, und wegen meiner jeweiligen Kassenebbe kündigte ich die Pension mitten im Herzen des eleganten Paris und siedelte in die Rue Visconti über. War's eire Laune des Schicksals, die dich geheißen hat, gleichfalls ein bescheidenes Zimmer bei Mdme. Kupfender dem vornehmen Hotel garni auf dem Boulevard Haußmann vorzuziehen?- Auch du hattest diese Vorliebe für den Quai und für das Quartier latin; du, der du nichts vom Zigeuner 444 wwen. Ueber dieses hervorragende Bauwerk teilt Großh. Bauinspektor A. Beder im Zentralblatt der Bauderwaltung unter Beifügung von Grundrissen und prächtig anschaulichen Außen- und Innenansichten des Neubaues mit: Der heute rund 280000 Bände enthaltende Bücherbestand der Großh. Universitätsbibliothek war bisher in einem alten, zu diesem Zwecke notdürftig hergerichteten Bau untergebracht. Nachdem dieser für den Bestand zu eng geworden war, und ein benachbarter sehr feuergefährlicher alter Bau zu Hilfe genommen werden mußte, fonnte man sich dem Gebote nicht länger verschließen, wenigstens für eine feuersichere Unterbringung des Bücherschatzes zu sorgen. So wurde zunächst eine Erweiterung des alten Gebäudes durch einen nach modernem Magazin- System geplanten Anbau vorgesehen, dessen Esenkonstruktion man bei einem späteren Neubau verwenden zu fönnen glaubte. Indessen fam man von diesem Plane aus allerlei Gründen wieder ab und entschloß sich zu einem allen Telephon Nr. 362. verantwortlich: Albin Klein. ( Nachdruck verboten.) in dir hast und doch ein so tiefes, rührendes Verständnis, ein so warmes Mitgefühl für jene Existenzen? Mein Orm, Gott segne dir's in Ewigkeit, daß du die Heimatlose, die Vogelfreie, an deine starke, treue Brust genommen, daß du ihr geben wolltest, wonach ihre ganze Seele schrie, ein Heim und Liebe! Es schien der guten Madame Kupfender selbstverständlich, daß wir das Diner zusammen einnahmen, vier gute Deutsche, die das Schicksal mitten drin im Quartier latin zusammengewürfelt hatte. „ Das ist der Herr Dr. Sörensen, und das ist das Fräulein Murief; närr'sche Namen beide. Und Fräulein, haben Sie schon von einem lebenden Menschen gehört, der Orm getauft ist? Ich all' mein Lebtag nicht!- Und, Herr Doktor, Esther und Ahasveros, das weiß ich noch von der Schule her, aber eine christliche Esther, noch dazu eine Pfarrerstochter, ist mir doch noch nicht vorgekommen. Na, Herr Doktor und Fräulein Murief, und du Alter, jezt wollen wir aber einmal anstoßen auf gemütliches Zusammenleben,' s ist reiner Medoc zur Feier des Tages." Gute Seele, Mdme. Kupfender! Als hätte ich sie auswendig gelernt, steht mir ihre erste Rede im Gedächtnis! Und noch viele Reden hat sie uns später gehalten,- hat sich auch noch lange nicht über Orm und Esther beruhigen können, soviel wir ihr auch versicherten, daß da, wo wir beide zu Haus, in Nord- Schleswig, und an der russischen Grenze die beiden Namen ab und an von lebendigen Christenmenschen geführt würden. Unser erstes Mittagessen zusammen! Wie gestern ist es mir. Ich meine, ich atme ihn noch ein, den leckeren Duft des Lapinbratens, der sich mit dem der Reseden und Levkojen in den Fensterkästen verwebt. Ich reiche sie dir, die Schüssel mit Salat, für welchen ich nur wenig, du dagegen desto mehr Verständnis entwickelst. Dein Glas mit dem granatroten Wein berührt einen Augenblick das meine, wie unsere Augen ineinander tauchen, und unsere Lippen sprechen:„ Auf gute Nachbarschaft!" Und dann, weißt du noch jenen Morgen im Louvre? Ich habe den ersten Monat bei Mdme. Kupfender hinter mir, einen emsigen Schreibmonat. Ich bin ziemlich zufrieden mit meiner Novelle, zum erstenmal ziemlich zufrieden! Ich brauche Ausspannung; und wie immer verlebe ich den ersten Tag der Ferien, die ich mir jetzt selbst bewillige, im Louvre. Es ist ganz still da hinten. Ich size dem„ Sklavenkäufer" gegenüber und träume mich in das Bild hinein. Dieser blühende, junge Leib so schuklos unwürdigem Schicksale preisgegeben, er flößt mir immer wieder ein fast schmerzhaftes Mitkeiden ein; das Ergreifende der Szene packt mich jedesmal wieder mit der gleichen Gewalt. Ich ersinne Vergangenheit und Zukunft des verlorenen Geschöpfes. ,, Guten Morgen, Fräulein Murief!" Ein Schatten fällt vor mir über das Parkett. Grundstück 8 angelegt. Gegen die architektonisch näherliegende Lösung, den Bücherbau im Dreieck, mit zwei Flügeln längs der Straße und einem Querflügel auszubilden, sprachen sehr wensentliche, praft sche Gesichtspunkte. Eine solche Anordnung ist gegen über einem einzigen Flügel für den Betrieb entschieden weniger geeignet, insofern die Uebersicht leidet und die Wege verlängert werden; auch entstehen an jedem Kreuzungspunkte mehrerer Flügel stets schlecht beleuchtete Stellen. Ferner erschien tas Heranrücken der Flügel an die Straße auch hinsichtlich der Feuer sicherheit weniger empfehlenswert. Andererseits konnte der Bücherbau bei der Art des Bauplages eine große Breite erhalten und dennoch wegen des weiten Abstandes der gegenüberliegenden Straßen pfluchten einer reichlichen Beleuchtung sicher sein, somit auch eine möglichst zusammengedrängte Form erhalten. Eine spätere Erweiterung ist zunächst als Verlängerung des jeßigen flügel am Ende angefügt werden können. 14. Jahrgang spreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus 3., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. ex: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) Gießenor Seifenblasen( wöchentlich). erscheint an allen Werktagen nachmittags. hlen er Beitung) ießen und Umgebung. n Oberhessen. t ihres Amtes entsetzt. Seit es einen bt, ist an ihre Stelle die Ente getreten, erfündet, was ihr irgendwer eingegeben 1, ohne Liebe zur Wahrheit und selbst ohne jeinlichkeit. Die Japaner haben während ihrigen Krieges bewiesen, daß sie Meister des Schweigens. Herr v. Witte hat wähals elfjährigen Ministerschaft den Ruf der worben. Trotzdem wollen Berichterstatter, unter Seufzern und Aengsten ihre mehr en Diäten verzehren und sie um fünftiger nit Gewalt durch sensationelle Meldungen die Welt glauben machen, erstens daß a einander zu strengster Verschwiegenheit zweitens daß Komura und Witte den : noch als ihren eigenen Monarchen Nede en, drittens daß die diplomatischen Sendind Japans das unwiderstehliche Bedürfgeheimsten Gedanken dem Busen berufsderer anzuvertrauen. Das Schönste aber ihnen wirklich, und das Lesepublikum wird nen ihr Blatt den Newcasteler Entensalat Imtlich ist bekannt gegeben worden, daß Mächte eine lange Reihe japanischer Gegenstand von Konferenzberatungen geese Forderungen sind numeriert worden. nhalt der einzelnen Forderungen ist genau t verlautbart worden, mit welcher Ziffer Insprüche eingereiht sind. Es ist also nuc enn von Zeit zu Zeit offiziös gesagt wird, ummer" sei zur Erledigung gelangt oder estellt worden. Kein Mensch außer den 1 selbst weiß, welchen Inhalt die Chiffre isentenzüchter aber scheuen vor dem Unrück. Mit wahren Röntgenaugen durchssene Aftenmappen und raten frisch Die einzelne Summer bedeuten möge. eine Erledigung, so wird eine Forderung er Bedeutung eingestellt; ist von einer de, so wird eine Forderung von großem nstand der Meldung gemacht. Das eine › das andere, aus der Tiefe des Gemüts Fingern gesogen, ohne jede störende Tatbiniert. in Newcastel arbeitet die frei schaffende tärkster Anhaltepunkt etwa das Blinzeln Der blendenden Sonne oder die Spur der Baron Rosens müdem Antlik ist. Auch europäischen Politik wird die Ente zärtre Brut flügge gemacht. Nicht immer türlich sorgfältig verste. e Tendenz. So erausgebracht, daß Herr v. Witte seine en Zaren schicke, nid, vom Zaren seine le, sondern seine Depeschen alle an Herrn dem russischen Minister des Auswärtigen, fein ferneres alten mit Weisunger nthält die Sammlungsräume für Handbein, für Karten und Kupferwerke, die jut den werjano deftimmten Universi ätsschriften, ein Dozentenlesezimmer, Räume für paläographische Uebungen, für die Zeitschriftenvorräte der Gießener gelehrten Gesellschaften, einen Ausstellungsraum für allgemein interessierende Handschriften und literarische Seltenheiten, einen zu ebener Erde liegenden Packaum mit unmittelbarem Zugang von außen für Annahme und Beförderung von Büchersendungen, endlich inen zur Aufnahme der älteren Bestände des Universitätsüber dem Packraum ist die Dienerwohnung untergebracht. Archives bestimmten Raum. In einem Zwischengeschoß Der Binnenhof ist einerseits vom dem Treppenhaus der Dienerwohnung anderseits durch eine unter dem Archiv liegende Einfahrt zugänglich. Die lichte Höhe des Erdgeschosses beträgt 4,80 Meter. Durch Tieferlegung des Packraumes war es möglich, in der Höhe zwischen diesem und dem Obergeschoß drei Magazingeschosse derart unterzubringen, daß der unterste von dem Packraum, der dritte von dem Katalogzimmer und der Aust. Wohnungsnag uforderungen gerecht werdenden Neubau. Die Kosten für Bücherspeichers gedacht, während danach noch seitliche Quer- leihe zugänglich ist. Das Archiv fonnte, weil sein Fußboden eine solchen wurden im Staatsbudget 1901/02 angefordert und bewilligt. Am 12. November 1904 wurde der Bau enftrage 2, Bimmer Nr. 14. in Gegenwart Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs eröffnet war in erster Linie der Hauptlesesaal, der, um zugleich das häfteftunden bon 8-1 und bon 3-6 Uhr find zu vermieten: Bohnung von 7 Zimmern Baublocks gewählt, auf dem sich jetzt dos Kollegiengebäude, mußte. In selben Geschoß sollten das 8 itschriftenlesezimmer 5 6 " " 5-6 " " 4 3 " 2 " " und dem Betriebe übergeben. Als Bauplatz wurde ein Grundstück von etwa 5700 Quadratmetern zwischen Keplerfrase und verlängerter Bismarckstraße in nächster Nähe des das chemische Laboratorium, das physikalisch chemische Institut befinden, zu dem sich später wohl noch weitere naturwiss- n- schaftliche Institute gesellen werden. Der dreuckige Bauplatz bot für Grundriß und Fassadengestaltung nicht unwesentliche Schwierigkeiten. Die Spitze des Creiecks nach der Stephans sich nach rückwärts mit zwei Flügeln, einen Binnenhof gleichfalls tiefer liegt, durch Galerien, zum Teil über der Einfahrt liegend, der Höhe nach geteilt werden. Das Obergeschoß ist 4,65 Meter i. 1. hoch, während der Hauptlesesaal ine Höhe von 8 Meten erhalten hat. Um für die Handbücherei des Lesesaales weiteren Platz zu schaffen, ist der Hofe dem Bücherspeicher vorgebauter Treppentuim dient zur Innenwand ces Raumes eine Galerie vorgelegt. Ein im Verbindung der Geschosse und des Cachraumes des Berwaltungsbaues und des Bücherbaues, ein zweiter als Zugang zum Tachraum der anderen Gebäudeseite. Im Keller sind sind außer den Räumen für die Zentralheizung eine Werkstatt, gebracht. Bestimmend für die Raumanordnung im Verwaltungsbau Hauptarchitektur- Motiv abzugeben den Giebel zwischen den beiden sich gabelnden Straßen einnehmen und, um eine größere Höhenentwicklung zuzulassen, im Obergeschoß liegen und die eigentlichen Beamtenarbeitsräume, rämlich: Direktor, Kanzlei-, Beamtenzimmer, Ausleihe- und Katalograum liegen. Die beiden letzteren vermitteln den Verkehr nach dem BücherSpeicher und sind unter sich über den Binnenhof hinweg durch eine Galerie verbunden, die zugleich als Kleiderablage für Buchbinderei und photographische Dunkelkammer uuteraus beleuchtet, das Haupttreppenhaus. Das Eri geschoß des mobl. u. 4 möblierte Bimmer ftraße nimmt der zweigeschossige Verwaltungsbau ein, der die Beamten dient. Inmitten der Anlage liegt, vom Hofe einer Laben. mieten gefucht: Bohnungen von 1-7 Bimmer ( Fortseßung folgt.) 1870 AA Biergrosshandlung Tel. 83. Gießen, F el Münchener Bürgerbräu- Bi Löwenbräujewie Frankfurte in Flaschen, Gebinden, Selbstsch Aecht Pilsener Urque Peinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Kriegerverein Gie: Gravelottefe Freitag, den 18. I. Mts., abe bei Kamerad Kuhnd auf der„ Schi Sammelpunkt: Ecke Ludwigst gesternerweg um 7 Uhr. Um recht zahlreiche Beteiligung Herbst- Pferde zu Gieße Mittwoch, den 6. Septen 8 Uhr: Beginn der Prämiieru 10 12 " " 1212" Nachdruck meiner Orig.- Inserate verboten. 11/2 "" Konzert -- Restaurati Vorführung der im findlichen Reit- und Wo dem Reiter und im E Vorführung sämtl. prät Mittagstafel im Gasth Karl" Sie sind leidend und fühlen s Warum senden Sie mir nicht Ihre A wenn Sie an den hartnäckigsten veraltest leiden und alle Mittel schon versucht h Sie sich mit vollem Vertrauen au 1 Es liegt in Ihrem eigenen Inter Adresse sowie Ihr Leiden postwendi Ich bin imstande Krankheiten versc Art in aller Kürze mit Sicherheit Hunderte von geheilten Patienten, das kötlichste Gut die Gesundheit n danken es mir heute, daß sie sich zur Ze Diskrete heit an mich wandten. Franz Fleck - prakt. Magnetopat u. Naturh Frankfurt a. M., Zei Consultationsstunden nur Wochentags vormittags 9-12, nachmi Lokomobilen fahrbar mit Concession 1 Stück Zimmermann 5-9 PS. 1 Kuhn 1 " Lanz " 1 Lanz 6-10 PS. 12-18 PS. 20-30 PS. billigst abzugeben. 1 Stahlschmidt 12-15 PS. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. Ich bin nicht erschrocken, obgleich ich niemand kommen, gehört; und ohne meine Augen von dem Bilde abzuwenden, ſage ich: Guten Morgen, Herr Doktor," denn ich kenne bereits den Klang deiner Stimme. ,, Was denken Sie?" fragst du mich; und ich fühle, wie dein Blick nicht auf dem Bilde, sondern auf mir haftet. „ Was ich denke?"- Rein waren meine Gedanken und gut, was macht es, daß ich heiß werde, brennend heiß, daß ich die Augen niederschlage, ohne zu vermögen, das Süße, das Wehe, das Schaurige, was eben durch meine Seele gegangen,- vor dir auszusprechen.- - Da zum erstenmal fam es mir wie eine beseligende Offenbarung: du hattest mich verstanden, ohne daß ich gesprochen. Ein jeder hätte meine sichtliche Verwirrung mißdeuten können; du aber sagst nur sanft: Auch mich macht das Bild jedesmal wehmütig, Fräulein Esther, wenn ich Sie so nennen darf, und auch mir würde es schwer fallen, es meine Gedanken darüber vor Ihnen auszusprechen, war unbesonnen von mir, daß ich Sie danach fragte!" Und wie um Verzeihung bittend, legst du deine Hand einen Moment auf die meine. Da ich dich dankbar aber immer noch stumm anblicke, fährst du fort: Lassen Sie uns nicht wehmütig sein heut, Fräulein Esther. Draußen, unser Paris strahlt in der sieghaften Glorie seines Herbstgewandes, kommen Sie mit hinaus, es ist ja Ihr Ferientag, wollen wir ihn zusammen feiern?"— Und nun geschieht das zweite Wunder. Ich, die ich noch eben die feste Absicht gehabt, den ganzen Tag in stiller Andacht vor meinen geliebten Bildern zu verleben, ich nehme ohne jedes Zögern meinen Sonnenschirm in die Hand, als hätte ich nie andere Pläne gehabt und fragte nur:„ Wo gehen wir hin?" Ach, wohin gehen wir! Wie verbringen wir jenen gesegneten Tag? Erst kommt der Weg, der sonnenbeglänzte, blumenumhegte durch den Tuileriengarten nach den Champs Elysées. Dort links, vergraben in Platanen- und Ahornfronen, liegt ein Restaurant mit einem warmen, stillen Garten davor. Wir suchen uns die stillste, die sonnigste Ecke und dann kommt unser Frühstück. Haben die kostbaren Gerichte bei Barons mir je so wundervoll geschmeckt, wie dieses Kalbsschnitzel und diese ApfelFüchlein? Nur im Wein sind wir üppig, fabelhaft üppig, Veuve Cliquot! Ich habe vergessen, daß ich vogelfrei bin, daß keiner nach mir fragt. Dein Glas klingt an das meine:„ Auf Ihr Wohl, Fräulein Esther!"- Und auf das Ihre, Herr Doktor!" - „ Auf Ihr Glück, Fräulein Esther!" Und auf das Ihre, Herr Doktor!" " Ja, auf das Glück, auf die Sonne, auf alles, was schön und gut und hold ist!"- Bist du's! Bin ich's? Hat eine gütige Fee uns berzaubert? Du bist aufgesprungen, über mich geneigt stehst du, Strahlen, wärmer und leuchtender als die der Sonne suchen ihren Weg aus deinen Augen in mein Herz; wie ein Jauchzen kommen deine Worte und ich trinke sie in mich hinein wie eine dürstende Pflanze den Himmelssegen. Es ist, als ob Seele und Seele sich jubelnd verbinden, und über uns, in den Platanen, singt eine Drossel. Nachher sind wir wieder auf die Erde herabgestiegen. Und es war zart und rücksichtsvoll von dir, daß du mich, wie ich es wollte, die Hälfte der Rechnung redlich bezahlen ließest, nur den Wein nicht, darin mußte ich dein Gast sein. Wir schlendern langsam durch die Champs Elysées, zuerst still, nur ab und an ein Wort; es ist Sonntag in uns geworden, friedstiller Sonntag.-Nachher plaudern wir. Das heißt, du fragst, und ich antworte.- Wonach fragst du nicht! Und was erzähle ich dir nicht? Von der Zeit im weißen Hause an bis zum heutigen Morgen; alles, alles.- Und doch wieder nicht alles; denn wenn das Trauriae fommen will, dann sehen wir uns beide an wie verabredet, ganz leise berührt deine Hand die meine, und wir sagen beide:„ Heut nicht, nicht heute!" Und um uns jauchzen die Kinder, und es knistert von Seide und Schleppen; und wir wandern durch all dieses versendet in Gebinden von zo Liter IDION 12 Flaschen an TCM P.Chr. Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. FÜRSTLICHE BRAUEREL KÖSTRITZHÜRINGEN RIE TRADE AND LIVERPOOL G LANDWI WIEN OTICY FOR HYOP QUEEN -LONDON 1893 LONDON Gegründet 1696 VENEDIO VICTORIA NAHRUNCITELAUSST MAGDEBURG AL MERIT ATDAN 1893 URC LEENDE HEEN MACDEBURG INGIN DER NED DAM AMSTERDAM 1834 STARAT SHOWS LEIPZIG Gegründet 1696 Köstriker Schwarzbier Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze Extraltes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Nekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei F. Kühnhold, Bier- Depot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte ,, Köstritzer Schwarzbier" Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 8 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jede Buchhandlg. Einfaches, braves Dienstmädchen bunte, glitzernde Leben wie ein paar Kinder, die da meinen, alles gehört ihnen, nirgends ist Schatten, und alles ist ewig. Dann war's, daß uns das Mädchen mit Veilchen entgegenkam. Wir sehen uns an. Ein eigentümliches Gefühl bemächtigt sich meiner. Wie seltsam, fenne ich das Geficht nicht?- Ein paar dunkle, sprechende Augen unter einer niedrigen Stirn, in welche schwere Wellen schwarzen, glänzenden Haares tief hineinfallen. Eine dunkle, etwa verschleierte Stimme. Auch die Stimme scheint mir beMir ist wie in einem seltsamen Traum zu Sinn. kannt. Eine leise Erregung vibriert in deiner Frage:„ Wie heißen Sie?" Yvonne," ist die zögernd gegebene Antwort. - gen. " - Was tun Sie? Leben Sie nur vom Blumenverkaufen?" Deine Worte kommen hastig. Ein brennendes Rot schießt über die eingefallenen Wan- Mit einem scheuen Seitenblick auf mich flüstert sie kaum hörbar: Ich bin Modell!" ,, Können Sie es nicht aufgeben, können Sie nicht umfehren?" Deine Stimme klingt eindringlich, gebieterisch. Sie sieht wie gepeinigt ins Weite:„ Es ist zu spät!" ,, Es ist niemals zu spät!"-- Aber sie schüttelt traurig mit dem Kopf. Ich sehe das 20 Frcs- Stück, welches aus deiner Hand in die ihre schlüpft, ich höre dein leises:„ Arme Kleine!"- ich nestle den Veilchenstrauß, den du mir kauftest, in mein Knopfloch; ich weiß, in den dunkeln, gehezten Augen quellen die Tränen auf, und ich muß mich abwenden, weil ich fühle, wie auch meine Wimpern sich feuchten. Ich reiche ihr die Hand wie im Traume, und wie im Traume flüstere ich:„ Arme Yvonne!" Aus einer der Singspielhallen links hinter den Bäumen trällert eine leichtfertige Frauenstimme. Das Lied tut mir weh; wie eine Mikhandlung empfinde ich es. Wir gehen eilig weiter, und ich sinne und sinne. Woher kenne ich dieses Gesicht? Warum flößt es mir halb Furcht, halb liebevolles Mitgefühl ein?- Auch du schweigst. Wir sind ganz unvermerkt in das Bois eingebogen, ein stiller Seitenpfad nimmt uns auf. ,, Wem, wem sieht sie nur ähnlich?" frage ich plötzlich, indem ich dich ansehe. Dein Blick hat etwas Gespanntes, etwas angstvoll Zärtliches, etwas, was ich noch nie darin gelesen, spricht daraus, und du sagst weich und leise:„ Sie muß Ihnen geglichen haben, Fräulein Esther, ehe Schuld und Elend sie herabrissen!" - Mir! Ich bleibe stehen. Mir ist, als ob etwas in meinem Innersten einen schmerzlichen Klang von sich gäbe. Ach, diese hungrigen Augen! Auch vogelfrei!- Aber schlimmer als ich, elender als ich! - Du legst sanft deine gute, starke Hand auf meinen Arm. ,, Verzeihen Sie mir, ich dachte, es wäre besser, Sie erführen es jetzt, hier draußen in Licht und Sonnenschein, während ich noch bei Ihnen bin; es tat mir weh, zu denken, daß es Ihnen heut abend vielleicht vor Ihrem Spiegel zum Bewußtsein kommen würde, wenn Sie allein sind und müde!" O, du Einziger! Start wie ein Held und zart und fürsorgend wie eine Frau, anders habe ich dich nie gekannt! Ich danke dir mit einem Blick, und ich nehme den Arm, welchen du mir jetzt bietest; dann gehen wir langsam heimwärts. Die schmerzliche Ueberraschung sänftigt sich, das Glück von vorher gleitet wieder heran auf lautlosen Schwingen. Das Glück von vorher, und doch ein ander Glück, ein besseres, ein Gefühl des Geborgenseins, des Ausruhens, des Heimkommens. Und dann, weißt du noch jenen Tag in Versailles und das Hochamt in Notre Dame? du noch an die Galerie in Cluny und das Herbstlaub in Auteuil? Meine Feder taucht in das Tintenfaß, welches du mir in Sèvres fauftest, und in meinen Flechten steckt die Nadel, die wir im Bon Marché erstanden. Ueber meinem Bett hängt das Bild vom Parke von St. Cloud, und in meiner Bibel liegt der Veilchenstrauß der toten Yvonne. Denkst War's ein trübes Omen, daß ihr Tod dir unsere Liebe zum Bewußtsein brachte? Du hattest gearbeitet auf der Universität den ganzen Tag lang. Du eilst nach der Rue Visconti; denn wir haben einen langen, traurigen Abend vor uns. Da fällt dir ein, nicht weit von Notre Dame hat heut nachmittag eine Händlerin mit roten Nelken gestanden; du weißt, wie sehr ich Altentisch; b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Bused; d) na.hmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarfung Großen Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. August bet det Margaretenhütte, am 21. August am Neustädtertor und am 22. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge meinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde befanntmachen zu lassen. Gießen, den 11. August 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. erapfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Mecum. aus anständiger Familie, das no Schreibmaschine nicht gedient zu haben braucht, aber etwas Hausarbeit versteht, nagelneu, mit 2 Schrift- Syftemen in fleinen Privathaushalt gesucht. für 160 mt. bet sofortiger Kasse Off. an Korrespondenz Darmstadt, Grafenstraße 20 erbeten. 1-2 möbl. Zimmer ju bermiteten. Gießen, Marktstraße 11. zu verkaufen. Näheres in der Erb. d. Bl. * a. Blutstod. Timerman A. Städt. gerade diefe Blu weg, um einen e Ridtig, ba ift ben, und um f Polonade jenes meide, wie eine -o Gro Da, mit fteinernen 2 hängen die schwe Waffertropfen ri auf dem Fußbo -er ift halb g freien, feine Da bist du Ganz allein Kupfender. Le ich lausche auf bedeutet. Da, da, fo Che ich noch Je du die Tür j De Either!" Saudzen- bein In die Bob, mein aber prehen meinen Da muß ich a Bu meinen Füßen Ich schließe di faßlicher Traum, Sehnsucht meines mit dem Recht de hinaufheben soll Deine Lippe mich noch imme deine Recht da Augen; deinen Hals, men, bis in be Ja, bis in feit!" Wie ein St Denn läßt mich auf deine Du bist wie leije, wenn du i Weichheit zittert Amerikanische By jove: der meines Lebens, Lebens! Mein war zum Brecher Das Publikum ro und Blumen, al jedes Publikum außerdem noch mir hierbei zu b für mich allein, bestimmt waren nicht gezweifelt jemand, so for feine Zweifel wollen. Einen Lag Schauspiels i Damen unsere Dear Sir, Mann." Ich verbeug „ By jove, „ Stimmt," Ueber dieses hervorr inipettor A. Beder im unter Beifügung von B Außen- und Innenanfid Der heute rund 28 der Großh. Universitä au diesem Zwede nott Nachdem dieser für d ein benachbarter feh genommen werden m länger verschließen, bringung des Bücher eine Erweiterung de modernem Magazin Efenfonftruttion man zu fönnen glaubte. S allerlei Gründen wie Wohnungsnach uforderungen gerech weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und von 3-6 Uhr Es find zu vermieten: 1 Wohnung von 7 Zimmern 6 " " " 5-6 H H " " " " 4 " " 3 " " 2 " 1 " eine solchen wurden und bewilligt. Am in Gegenwart Sr. A und dem Betriebe i Brundstück von etwa 5 Hage und verlängerter Baublods gewählt, au Das chemische Laboratorn befinden, zu dem sich fp haftliche Juftitute giu lot für Grundriß und F Egwierigkeiten. Die Ep 4 unmöbl. u. 4 möblierte Zimmer trage nimmt der zweige 1 kleiner Laden. Hilfe Scheftr. 33 Bu mieten gesucht: ( u. meine hter i. D. pat. Neuheit. 19 Wohnungen von 1-7 3immern nach rüdwärts mit nder, die da meinen, 1, und alles ist ewig. n mit Veilchen ent 1 eigentümliches Ge n, fenne ich das Ge hende Augen unter e Wellen schwarzen, Eine dunkle, etwas mme scheint mir be en Traum zu Sinn. Deiner Frage: Wie Antwort. Blumenverkaufen?" eingefallenen Wan auf mich flüstert fu nnen Sie nicht um nglich, gebieterisch. Es ist zu spät!" opf. aus deiner Hand in Irme Kleine!"- id test, in mein Knopf1 Augen quellen die weil ich fühle, wie reiche ihr die Hand flüstere ich: Arme hinter den Bäumen Das Lied tut mir ich es.- Wir gehen Boher kenne ich dieses urcht, halb liebevolles 13 unbermerkt in das nimmt uns auf. frage ich plöglich, t etwas Gespanntes, Das ich noch nie darin veich und leise:„ Sie Esther,- ehe Schuld ist, als ob etwas in lang von sich gabe. bogelfrei!- Aber auf meinen Arm. Sesser, Sie erführen nenschein, während veh, zu denken, daß m Spiegel zum Ben sind und müde!" und zart und fürdich nie gekannt! ich nehme den Arm, wir langsam heim. ng fänftigt sich, das if lautlosen Schwin Ein ander Glück, ein ns, des Ausruhens, du noch jenen Tag re Dame?- Denkst das Herbstlaub in Tintenfaß, welches men Flechten steckt di den. Ueber meinem ■ St. Cloud, und in der toten Yvonne. Tod dir unsere Liebe rsität den ganzen Tag Onti; denn wir haben 3.- Da fällt dir ein, achmittag eine Händ weißt, wie sehr ich und Stelle von den dgen; und Stelle von den ten- Buſed; und Stelle von roßen Bused. 19. Auguft bei der am Neustädtertor en. der umliegenden e es in ihrer Gemeinde meisterei gerade diese Blumen liebe, und du machst den kleinen Umweg, um einen Strauß für mich zu erstehen. Richtig, da ist sie; es ist etwas später darüber geworden, und um schneller zu mir zu kommen, durcheilst du die Kolonade jenes gelben, entsetzlichen Gebäudes, welches ich meide, wie eine Pestkranke; denn es ist die Morgue. Da, o Graus, durch jene fürchterlichen Scheiben blickt mit steinernen Augen ein bläulich- weißes Gesicht.- Tief hängen die schwarzen Haarwellen in die niedrige Stirn, die Wassertropfen rinnen daraus nieder und bilden kleine Lachen auf dem Fußboden. Und das entsetzlichste, der Mund, - er ist halb geöffnet, und du meinst, du hörst ihn herausschreien, seine Schuld und seine Qual! Da bist du davongestürzt, wie von Furien gepeitscht. Ganz allein size ich in dem kleinen Salon der Madame Kupfender. Leise tickt die trauliche Schwarzwälder Uhr; ich lausche auf das Klingen der Glocke, welches dein Kommen bedeutet. - Da, da, so heftig, so schrill hat sie noch nie getönt. Ehe ich noch Zeit habe, mich zu fragen, was es bedeutet, hast du die Tür schon aufgerissen:" Esther," stammelst du, Deine Stimme klingt wie ein schluchzendes , Esther!" du reißt mich deine Arme umstricken mich, Jauchzen, in die Höh', meine Füße fangen an zu schweben, ich will sprechen, aber deine Lippen verschließen gewaltig die meinen. - Da muß ich an ihn denken, an jenen andern Mann, der zu meinen Füßen gekniet hat und um meine Liebe gebettelt. Ich schließe die Augen, wie ein Rausch ist es, wie ein unfaßlicher Traum, jene buchstäbliche Erfüllung der innersten Sehnsucht meines Herzens:„ Nehmen soll er meine Liebe mit dem Recht des Gebieters, stehen soll er über mir, hinaufheben soll er mich!" Deine Lippen geben die meinen frei;- dein Arm hält mich noch immer, als ob ich ein Kind wäre, an deiner Brust, deine Rechte streicht mir über das Haar und über die Augen;- da öffne ich sie, und ich falte die Hände um deinen Hals, und ich jauchze:„ Steigen wollen wir zusammen, bis in den Himmel hinein!" Ja, bis in den Himmel, du und ich, eins in alle EwigFeit!" Wie ein Schwur kommen deine Worte. Dann läßt du dich nieder auf den Lehnstuhl, du nimmſt mich auf deine Kniee. Du bist wieder gefaßt, nur deine Hände beben noch leise, wenn du über mein Haar streichst, und eine unsagbare Weichheit zittert durch deine Stimme. Frauenlift. ( Fortsetzung folgt.) Amerikanische Humoreske von Richard Redfield. ( Nachdruck verboten.) By jove: der heutige Tag gehörte zu den schönsten meines Lebens, ich sage, zu den schönsten Tagen meines Lebens! Mein Schauspiel wurde aufgeführt. Das Haus war zum Brechen voll, und das Stück gefiel außerordentlich. Das Publikum raste förmlich vor Entzücken, spendete Kränze und Blumen, also ein durchschlagender Erfolg, denn nicht jedes Publikum ist so gütig, vor Entzücken zu rasen und außerdem noch Kränze und Blumen zu spenden. Ich gestatte mir hierbei zu betonen, daß diese Kränze und Blumen nur für mich allein, den geistsprühenden Verfasser des Stückes, bestimmt waren. Wohl dürften Sie daran auch ohnedies nicht gezweifelt haben, findet sich aber unter Ihnen trotzdem jemand, so fordere ich ihn mit unerbittlicher Strenge auf, feine Zweifel gefälligst ohne weiteren Verzug aufgeben zu wollen. Einen Tag nach der Aufführung meines edel erdachten Schauspiels sprach bei mir eine Deputation der schönsten Damen unserer Stadt vor. ,, Dear Sir," begann die Rednerin,„ Sie sind ein großer Mann." Ich verbeugte mich. ,, By jove, Sie sind ein genialer Mensch." „ Stimmt," brummte ich und verbeugte mich. Ueber dieses hervorragende Bauwerk teilt Großh. Bauinspektor A. Beder im Zentralblatt der Bauverwaltung unter Beifügung von Grundrissen und prächtig anschaulichen Außen- und Innenansichten des Neubaues mit: ,, Ste sind die Zierde der Vereinigten Staaten!" fuhr sie in ihrer geistvollen Stede fort. Zustimmend verbeugte ic mich neuerlich. ,, Sie sind der Liebling aller Frauen, und wir erscheinen bei Ihnen, um unserer Verehrung für den großen Meister Ausdruck zu geben." " Yes," lächelte ich geschmeichelt und verbeugte mich abermals. ,, Wir wissen, daß Sie verheiratet sind." Die Damen seufzten. Auch ich stöhnte. ,, Allein trotzdem, oder richtiger, gerade deshalb finden wir den Mut, an Sie, größter Humorist der amerikanischen Staaten, die flehende Bitte zu richten, jede einzelne von uns zur Erinnerung an diesen unvergeßlichen Tag( hier schlug sie das Auge nieder) mit je einem Russe beehren zu wollen!" Bei diesen Worten senkten sich die Augen aller Damen schämig zur Erde. Nur ich allein hielt die meinigen weit offen und fand, daß die Anwesenden, alle, wie zum Küssen erschaffen schienen. Wenn's aber meine Frau erfährt?" fragte ich mit bebenden Lippen. ,, Vertrauen Sie der Schweigsamkeit der Frauen!" war die be un ruhigende Antwort. Nichtsdestoweniger faßte ich den egoistischen Entschluß. den Wunsch der Damen zu erfüllen und sie durch meine Küsse glücklich machen zu wollen. Ich liebe zwar meine Frau außerordentlich, ja, by jove, ich bete sie an, trokdem sie meine angetraute Gattin ist, allein der Mann ist noch nicht geboren, der ungeachtet seiner Verehrung der eigenen Gattin gegenüber den feurigen Blicken und dem hinreißenden Zauber von fünfundzwanzig wunderschönen Mädchen zu widerstehen vermöchte, Goddam," rief ich mit dem süßen Schauer der Begehrlichkeit,„ ich tue es, und wenn ich infolgedessen direkt in die Hölle fahren müßte!" Die Mädchen brachen hierauf in ein schallendes Gelächter aus. Was ist den Mädchen nicht lächerlich? ,, Lassen Sie die Vorhänge herunter," bat die Sprecherin der Deputation, denn schließlich sind wir ja doch nur Mädchen." Auch diesem Wunsche entsprach ich. Ein heißer feuriger Kuß war mein Lohn. Dann kam der zweite Engel daran, der dritte, vierte, und so fortNie war ich von Wein trunken, allein bei Gott von diesen Küssen war mir ordentlich schwindelig. Der elfte Kuß, der zwölfte- Hier versagte bereits meine zurechnungsfähigkeit: ich vermochte nicht mehr weiter zu zählen. Mit der mir angestammten glänzenden Begabung für poetische Bilder fann ich nur sagen: ich schwamm in einem Meere der Seligkeit! Ach, gäb' es doch nur mehr solcher Meere!" Nach jedem Kuß öffnete sich die Tür, und jedesmal verließ ein Mädchen das Zimmer. Plötzlich wird der Vorhang aufgerissen, das Zimmer war leer, und vor mir stand meine Gattin, die Teuere.. By jove, ich zitterte wie Espenlaub. Niemals werde ich diese Szene vergessen. Ich warf mich ihr zu Füßen und füßte den Saum ihres Kleides. In dieser männlichen Bose erwartete ich mein Todesurteil. Meine Frau dagegen lachte wie besessen: sie hielt sich buchstäblich die Seiten vor Lachen... ' reingefallen, dear Sir," rief sie hustend vor Lachen, gründlich aufgesessen, dear Richard..." Ich weiß nicht, ob ich gewöhnlich ein geistreiches Gesicht mache, allein daß mein Auge damals mit geradezu überirdischem Blödsinn in die Welt blickte, darauf will ich gern einen Eid leisten. „ Wir sind schmählich aufgesessen, lieber Herr," wiederholte meine Frau noch immer lachend. ,, Wieso?" fragte ich. „ Das Ganze war nur ein Trick. Da ich weiß, daß du ein eingebildeter Einfaltspinsel bist, lud ich die Mädchen zu mir ein. Als der Vorhang geschlossen war, schlich ich mich auf den Fußspißen ins Zimmer, und während die Mädchen einzeln sich entfernten, war ich es, der dir die Küsse versezte, jawohl, du, du Ungeheuer. we get uuuuy ver elese ves Grundstück 8 angelegt. Gegen die architektonisch näherliegende Lösung, den Bücherbau im Dreieck, mit zwei Flügeln längs der Straße und einem Querflügel auszubilden, sprachen sehr wensentliche, praft sche Gesichtspunkte. Eine solche Anordnung ist gegen über einem einzigen Flügel für den Betrieb entschieden weniger geeignet, insofern die Uebersicht leidet und die Wege verlängert werden; auch entstehen an jedem Kreuzungspunkte mehrerer Flügel ſtets ſchlecht beleuchtete Stellen. Ferner hinsichtlich der Feuersicherheit weniger empfehlenswert. Andererseits konnte der Bücherbau bei der Art des Bauplages eine große Breite erhalten und dennoch wegen des weiten Abstandes der gegenüberliegenden Straßer pfluchten einer reichlichen Beleuchtung sicher sein, somit auch eine möglichst zusammengedrängte Form erhalten. Eine spätere Erweiterung ist zunächst als Verlängerung des jeßigen 14. Jahrgang Spreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus B., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. ex: Oberhefftfche Familienzeitung( täglich) Gießener Seifenblasen( wöchentlich). erscheint an allen Werktagen nachmittags. hlen er Zeitung) ießen und Umgebung. n Oberhessen. t ihres Amtes entsept. Seit es einen bt, ist an ihre Stelle die Ente getreten, erfündet, was ihr irgendwer eingegeben 1, ohne Liebe zur Wahrheit und selbst ohne heinlichkeit. Die Japaner haben während ihrigen Krieges bewiesen, daß sie Meister des Schweigens. Herr v. Witte hat wäh= als elfjährigen Ministerschaft den Ruf der worben. Trotzdem wollen Berichterstatter, unter Seufzern und Aengsten ihre mehr en Diäten verzehren und sie um fünftiger nit Gewalt durch sensationelle Meldungen die Welt glauben machen, erstens daß a einander zu strengster Verschwiegenheit zweitens daß Komura und Witte den : noch als ihren eigenen Monarchen Nede en, drittens daß die diplomatischen Sendind Japans das unwiderstehliche Bedürfgeheimsten Gedanken dem Busen berufs= derer anzuvertrauen. Das Schönste aber ihnen wirklich, und das Lesepublikum wird nen ihr Blatt den Newcasteler Entensalat Imtlich ist bekannt gegeben worden, daß Mächte eine lange Reihe japanischer Gegenstand von Konferenzberatungen geese Forderungen sind numeriert worden. nhalt der einzelnen Forderungen ist genau t verlautbart worden, mit welcher Ziffer Insprüche eingereiht sind. Es ist also nuc enn von Zeit zu Zeit offiziös gesagt wird, ummer" sei zur Erledigung gelangt oder jeſtellt worden. Kein Mensch außer den 1 selbst weiß, welchen Inhalt die Chiffre sentenzüchter aber scheuen vor dem Unrück. Mit wahren Röntgenaugen durchssene Aftenmappen und raten frisch Die einzelne Nummer bedeuten möge. eine Erledigung, so wird eine Forderung er Bedeutung eingestellt; ist von einer de, so wird eine Forderung von großem nstand der Meldung gemacht. Das eine › das andere, aus der Tiefe des Gemüts Fingern gesogen, ohne jede störende Tatbiniert. in Newcastel arbeitet die frei schaffende tärkster Anhaltepunkt etwa das Blinzeln Der blendenden Sonne oder die Spur der Baron Rosens müdem Antlig ist. Auch europäischen Politik wird die Ente zärtre Brut flügge gemacht. Nicht immer türlich sorgfältig verste.e Tendenz. So erausgebracht, daß Herr v. Witte seine en Zaren schicke, nid, vom Zaren seine le, sondern seine Depeschen alle an Herrn dem russischen Minister des Auswärtigen, fein ferneres 2. alten mit Weisunger nthält die Sammlungsräume für Handbeln, für Karten und Kupferwerke, die jut den erjano bestimmten Universitätsschriften, ein Dozentenlesezimmer, Räume für paläographische Uebungen, für die Zeitschriftenvorräte der Gießener gelehrten Gesellschaften, schriften und literarische Seltenheiten, einen zu ebener Erde liegenden Packraum mit unmittelbarem Zugang von außen für Annahme und Beförderung von Büchersendungen, endlich inen zur Aufnahme der älteren Bestände des UniversitätsArchives bestimmten Raum. In einem Zwischengeschoß über dem Packraum ist die Dienerwohnung untergebracht. Der Binnenhof ist einerseits vom dem Treppenhaus der Der heute rund 280000 Bände enthaltende Bücherbestand der Großh. Universitätsbibliothek war bisher in einem alten, zu diesem Zwecke notdürftig hergerichteten Bau untergebracht. Nachdem dieser für den Bestand zu eng geworden war, und ein benachbarter sehr feuergefährlicher alter Bau zu Hilfe genommen werden mußte, fonnte man sich dem Gebote nicht erschien tas Heranrücken der Flügel an die Straße au Dienerwohnung anderseits durch eine unter dem Archiv länger verschließen, wenigstens für eine feuersichere Unterbringung des Bücherschatzes zu sorgen. So wurde zunächst eine Erweiterung des alten Gebäudes durch einen nach modernem Magazin- Eyftem geplanten Anbau vorgesehen, dessen Esenkonstruktion man bei einem späteren Neubau verwenden zu fönnen glaubte. Indessen tam man von diesem Plane aus allerlei Gründen wieder ab und entschloß sich zu einem allen liegende Einfahrt zugänglich. Die lichte Höhe des Erdgeschosses beträgt 4,80 Meter. Durch Tieferlegung des Badraumes war es möglich, in der Höhe zwischen diesem und dem Obergeschoß drei Magazingeschoffe derart unterzubringen, daß der unterste von dem Backraum, der dritte von dem Katalogzimmer und der Ausdt. Wohnungsnas uforderungen gerecht werdenden Neubau. Die Kosten für Bücherspeichers gedacht, während danach noch seitliche Duer- leihe zugänglich ist. Das Archiv fonnte, weil sein Fußboden wets Gießen. eine solchen wurden im Staatsbudget 1901/02 angefordert und bewilligt. Am 12. November 1904 wurde der Bau flügel am Ende angefügt werden können. rtenstraße 2, Bimmer Nr. 14 in Gegenwart Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs eröffnet war in erster Linie der Hauptlesesaal, der, um zugleich das fchäfteftunden bon 8-1 un bon 3-6 Uhr find zu vermieten: Wohnung von 7 Zimmern W 6 5-6 " " 4 3 " 2 " und dem Betriebe übergeben. Als Bauplatz wurde ein Grundstück von etwa 5700 Quadratmetern zwischen Keplerfraze und verlängerter Bismarckstraße in nächster Nähe des Baublocks gewählt, auf dem sich jest dos Kollegiengebäude, das chemische Laboratorium, das physikalisch chemische Institut befinden, zu dem sich später wohl noch weitere naturwissen schaftliche Institute gesellen werden. Der dreieckige Bauplaz bot für Grundriß und Fassadengestaltung nicht unwesentliche Schwierigkeiten. Die Epiße des Treiecks nach der Stephanssich nach rückwärts mit zwei Flügeln, einen Binnenhof Bestimmend für die Raumanordnung im Verwaltungsbau Hauptarchitektur- Motiv abzugeben den Giebel zwischen den beiden sich gabelnden Straßen einnehmen und, um eine größere Höhenentwicklung zuzulassen, im Obergeschoß liegen mußte. In selben Geschoß sollten das 3 itschriftenlesezimmer und die eigentlichen Beamtenarbeitsräume, rämlich: Direktor, Kanzlei-, Beamtenzimmer, Ausleihe- und Katalograum liegen. Die beiden letteren vermitteln den Verkehr nach dem BücherSpeicher und find unter sich über den Binnenhof hinweg durch eine Galerie verbunden, die zugleich als Kleiderablage für gleichfalls tiefer liegt, durch Galerien, zum Teil über der Einfahrt liegend, der Höhe nach geteilt werden. Das Obergeschoß ft 4,65 Meter i. 1. hoch, während der Hauptlesesaal ine Höhe von 8 Meten erhalten hat. Um für die Handbücherei des Lese saales weiteren Platz zu schaffen, ist der Innenwand ces Raumes eine Galerie vorgelegt. Ein im Hofe dem Bücherspeicher vorgebauter Treppentuim dient zur Verbindung der Geschosse und des Tachraumes des Verwaltungsbaues und des Bücherbaues, ein zweiter als Zugang zum Dachraum der anderen Gebäudeseite. Im Keller sind sind außer den Räumen für die Zentralheizung eine Werkſtatt, Buchbinderei und photographische Dunkeltammer uutermmöbl. u. 4 möblierte Zimm ftraße nimmt der zweigeschossige Verwaltungsbau ein, der die Beamten dient. Inmitten der Anlage liegt, vom Hofe gebracht. leiner Laben. mieten gefucht: Bohnungen von 1-73immer aus beleuchtet, das Haupttreppenhaus. Das Ergeschoß des ( Fortseßung folgt.) Biergrosshandlung Tel. 83. Gießen, F e: Münchener Bürgerbräu- Bi Löwenbräusowie Frankfurte in Flaschen, Gebinden, Selbstsch Aecht Pilsener Urque Peinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Kriegerverein Gie: Gravelottefe Freitag, den 18. I. Mts., ab bei Kamerad Kuhnd auf der„ Schi Sammelpunkt: Ecke Ludwigs gesternerweg um 7½ Uhr. Um recht zahlreiche Beteiligung t Herbst- Pferde zu Gieße Mittwoch, den 6. Septer 8 Uhr: Beginn der Prämiieru 10 " 12 " Konzert -- Restaurati Vorführung der im findlichen Reit- und Wi dem Reiter und im G 12½„ Vorführung sämtl. prä Mittagstafel im Gasth Karl" Nachdruck meiner Orig.- Inserate verboten. 11/2 " Sie sind leidend und fühlen Warum senden Sie mir nicht Ihre wenn Sie an den hartnäckigsten veraltef leiden und alle Mittel schon versucht Sie sich mit vollem Vertrauen au Es liegt in Ihrem eigenen Inter Adresse sowie Ihr Leiden postwent Ich bin imstande Krankheiten vers Art in aller Kürze mit Sicherheit Hunderte von geheilten Patienten, das föttlichste Gut die Gesundheit danken es mir heute, daß sie sich zur 3 Diskrete heit an mich wandten. Franz Fleck prakt. Magnetopat u. Naturh Frankfurt a. M., Ze Consultationsstunden nur Wochentags vormittags 9-12, nachn AM HÄUSLICHEN Was auch als Wahrheit oder Fabel In tausend Büchern dir erscheint, Das alles ist ein Turm zu Babel, Wenn es die Liebe nicht vereint. HERD Mütterlicher Egoismus. Die Mutterliebe ist von den Dichtern aller Zeiten und Länder gepriesen worden als köstlichster Edelstein, der dem Weibe ins Herz gelegt worden ist. Trozalledem aber kommt es vor, daß Mütter vielleicht nur aus übergroßer Liebe ihren Kindern gegenüber Egoisten sind. Vielfach trifft man den Egoismus bei den Müttern jener Töchter, die im Elternhause alt geworden sind. Mädchen, die sich unglücklich und überflüssig fühlen, nicht deshalb, weil sie unverheiratet geblieben sind, sondern weil ihnen eine befriedigende Lätigkeit fehlt. Der Mensch von dreißig bis vierzig Jahren kann nur dann glücklich sein, wenn er arbeitet. Man wird vielleicht einwenden: das betreffende ältere junge Mädchen" ist niemals müßig, es malt, brennt, musiziert, wischt Staub, pflegt die Blumen. Alles recht schön und ausreichend für das achtzehnjährige Mädchem, nicht aber für das vierzigjährige. Dieses, in der Kraft und Fülle des Lebens stehend, begehrt nicht eine Beschäftigung, mit der es die langen Stunden des Tages ausfüllt, sondern es verlangt einen Beruf, einen Platz im Leben, und es hat ein Recht hierzu. Die Mädchen, die einen Beruf gefunden haben, sei es als Wirtschafterin, Lehrerin, Buchführerin, Krankenpflegerin usw. sind befriedigt, sie kommen nicht in Gefahr, alte Jungfern" zu werden; frisch und fröhlich gehen sie durchs Leben, mit dem frohen Bewußtsein, ein nüzliches Glied der Menschheit zu bilden. Wie aber wird es nun mit den älteren Mädchen, die noch im Elternhause leben? Wenn nur die Mütter die Selbstlosigkeit besäßen, ihnen zur rechten Zeit ihren Platz im Hause abzutreten, die für ihre alten Schultern oft sogar zu schweren Pflichten auf die jüngeren, kräftigeren der Töchter zu legen. Aber das geschieht nur selten. Der Mann läßt sich pensionieren, wenn er alt und arbeitsmüde wird, er macht jüngeren Kräften Platz und verbringt die letzten Jahre seines Lebens in Ruhe und Behaglichkeit. Warum tut das nicht auch die Frau, die eine oder mehrere erwachsene Töchter im Hause hat? Man beobachte nur einmal, wie anders die Eltern sich gegen die oft viel jüngere verheiratete Tochter verhalten, die vorübergehend zum Besuch oder dauernd als Witwe bei ihnen weilt, als gegen die unverheiratete, die im Hause ist. Die jüngere iſt durch die Verheiratung ein selbständiger Mensch geworden, die andere bleibt in den Augen der Eltern das Kind, das sie vor dreißig Jahren war. Eine Mutter, die die Selbstlosigkeit und Klugheit besitzt, der Tochter den eigenen Pflichtfreis abz treten, die sich daran gewöhnt, nicht mehr in ihr das hilflose Kind zu sehen, sondern im Gegenteil sich jetzt im Alter von diesem Kinde pflegen und beraten läßt, wird den schönsten Lohn in der Befriedigung der Tochter finden. Lose Blätter Die habgierige Tragödin. Die berühmte Tragödin Rachel war ebenso habsüchtig, wie von Natur reich begabt. So befand sie sich gelegentlich als Gast im Hause eines reichen Parisers, der ihren Genius verehrte, als sie, ein prachtvolles Bukett, das die Mitte der Tafel schmückte, bemerfend, ausrief:" D, wie reizend!"- Pardon, Mademoiselle," sagte der Gastgeber mit echt französischer Galanterie, gestatten Sie mir, es Ihnen anzubieten," und da mit entnahm er die Blumen der schweren Silbervase, in der sie standen.- ,, Aber, mein Herr," erwiderte die Rachel, es war eben diese Base, welche ich bewunderte."" Natürlich gehört dieselbe ebenfalls Ihnen," antwortete der höfliche Wirt. Als die Tafel zu Ende war, ersuchte sie endlich den ihr befreundeten Herrn, sie in seinem eigenen Lokomobilen fahrbar mit Concession 1 Stück Zimmermann 5-9 PS. Kuhn " 1 " Lanz 1 Lanz 6-10 PS. 12-18 PS. 1 Stahlschmidt 12-15 PS. 20-30 PS. billigst abzugeben. Herborner Pumpenfabrik, Herborn. versendet in Gebinaen von zo e PD 12 Flaschen an ww P.Chr. Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. FÜRSTLICHE BRAUEREI KOSTRITZHURINGEN AND LIVERPOOL ANDWIRTH AZOC FRANZ FED WIEN HIBITION FOR RHYCI LONDON 1893 QUEEN LONDON Gegründet 1696 VENEDIG VICTORIA L MERIT NAHKAUSST MAGDEBURG MATCIAT 1893 URG AGENDE HEEN MACDEBURG INGIN DER ENTCONSTELLIN ADAM 189 AMSTERDAM TARAT LEIPZIG Gegründet 1696 Köstritzer Schwarzbier Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Extraltes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Nekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei F. Kühnhold, Bier- Depot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte ,, Köstritzer Schwarzbier" Ein wahrer Schatz für alle durch jugendliche Verirrungen Erkrankte ist das berühmte Werk: Dr. Retau's Selbstbewahrung 82. Aufl. Mit 27 Abbild. Preis 8 Mark. Lese es Jeder, der an den Folgen solcher Laster leidet. Tausende verdanken demselben ihre Wiederherstellung. Zu beziehen durch das Verlags- Magazin in Leipzig, Neumarkt 21, sowie durch jede Buchhandlg. Einfaches, braves Dienstmädchen Wagen nach Hause bringen zu lassen, da sie fürchtete, bei Benutzung eines öffentlichen Lohngeschirrs könne ihr die fostbare Base geraubt werden. Dieser stimmte sofort zu, sagte aber, als er ihr beim Einsteigen half, in bittendem Tone:„ Meinen Wagen werden Sie aber wenigstens zurücksenden; nicht wahr, Mademoiselle?" Der diskrete Goethe. Als Goethe, so erzählt Heinrich Zöllner, einst mit einem Freunde im Weimarischen Parke spazieren ging und sie in einen versteckten Laubengang einbogen, saben sie, wie eine als hochmoralisch bekannte verheiratete Dame einen Kavalier des Hofes, mit dem sie nicht verheiratet war, zärtlich füßte. Die Herren traten zurück. Haben Sie das gesehen?" fragte, sprachlos vor Entsezen, Goethes Freund. Ja, ich hab's gesehen," widerte Goethe ,,, aber ich glaub's nicht!" Am Toilettentisch erPflege des Teints. Ein gutes Waschwasser, das der Erhaltung des Teints dient, wird folgendermaßen zusammengesetzt: 1 Pfund feines weißes Mehl, 4 Loth gepulverte Glyzerinseife, 2 Roth gepulverte Veilchenwurzel und 1½ Quentchen Bergamottenöl durcheinander gerieben und dazu Wasser gemischt. Desgleichen ist Mandelkleie als Waschmittel sehr zu empfehlen. Man kann sich dieses Waschmittel selbst bereiten, wenn man Mandeln in einem erwärmten Steinmörser zu Brei zerstößt, diesen Brei in einen leinenen, ohne Seife gut durchgewaschenen Beutel schlägt, ihn auf einer hölzernen Presse auspreßt, bis fein Del mehr abfließt, den Rückstand trocknet und ihn in einer Schale mit gepulverter Veilchenwurzel, Glyzerinseife und Lavendel- oder Bergamottöl zusammenmischt. Ferner ist für den Teint eine Waschung von grüner Seife mit lauwarmem Wasser und danach eine Abreibung mit Mandelkleie gut. Sehr empfohlen werden für zu rote und darum leicht rauhe Haut tägliche Waschungen von Mandelmilch, die man sich selbst am testen bereitet, indem man etwa zwölf süße und eine bittere Mandel in Regenwasser fein zerstößt, durch ein Läppchen drückt und mit dieser Flüssigkeit, die aber niemals sauer werden darf, sondern möglichst bei jeder Anwendung frisch bereitet werden muß, täglich mehrmals die rauhen und scharf geröteten Stellen befeuchtet. Ein anderes Schönheitsmittel besteht in einem Aufguß von Meerrettig mit falter Milch. Das Benzoewasser übertrifft alle angepriesenen Essenzen, die zur Konservierung des Teints dienen sollen, es belebt die Haut und macht sie geschmeidig, ohne Benachteiligung für die Gesundheit. Man bereitet das Benzoewasser in der Art, daß man einige Tropfen Benzoetinktur in das Waschwasser bringt, ein Tuch darin eintaucht, das Gesicht damit befeuchtet und die Flüssigkeit auf der Haut eintrocknen läßt. Stachelzaundraht Die Frauen lieben aus Neugierde, aus Eitelkeit, aus Nachahmungssucht, am häufigsten aus Langeweile, manchmal aber auch aus Liebe. Sage der Frau, die du liebst, einen Tag kein neues Geheimnis deines Herzens und sie wird dir vorwerfen, daß du sie vernachlässigst. Um die Frauen zu gewinnen, genügt eines: ihnen fern zu erscheinen, wenn man ihnen nahe ist. In der Liebe heißt's immer riskieren. Das Herz, das man gewinnt, ist so selten den Verstand wert, den man verliert. * Warum zieht man gegen die Ehe zu Felde? Weil man sie verkennt! Sie ist kein Ideal, sondern nur ein Auskunstsmittel der Verlegenheit. Man darf sie nicht nach dem Guten beurteilen, das sie stiftet, sondern nach dem Schaden, den sie verhütet. Ein alter Junggeselle. Altentisch; b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Buseck; d) na.hmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. August bei der Margaretenhütte, am 21. August am Neustädtertor und am 22. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge meinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde befanntmachen zu lassen. Gießen, den 11. August 1905. Großherzogl. Bürgermeisterei Joh. Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an bis zu den feinsten Marken. Mecum. aus anständiger Familie, das noch Schreibmaschine nicht gedient zu haben braucht, aber etwas Hausarbeit versteht, nagelneu, mit 2 Schrift- Systemen in kleinen Privathaushalt gesucht. für 160 mt. bet sofortiger Kasse Off. an Korrespondenz Darmstadt, Grafenstraße 20 erbeten. 1-2 möbl. 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Die älte noch der„ Schlafschränke" eingelassen waren und e bierte Teil einer fleinen mußten nachts geöffnet bl fidt wäre; bei Tage abe die Ordnung des Wohnro war hier also völlig ausge Schrankbetten und Sa Aber die Wohnungsüberf Schlafräume hat darum Städten nicht. Hier jolle Zustände herrschen al Das gilt namentlich mungen, deren Inhabe schwingen, den sie aus ei jogenannte„ Schlafburi polizei hat hier gleichfalls indem sie ein Mindestq Schläfer vorschrieb, auch lich mehr bon moralijden aeaeben waren. Es ist in Die neue Grokh in Ueber dieses hervorr inipettor A. Beder im unter Beifügung von Gr Außen- und Innenanfid Der heute rund 28 Der Großh. Univerfitat zu diesem Zwede notd Nachdem dieser für d ein benachbarter feh genommen werden m länger verschließen, bringung des Bilcher eine Erweiterung de modernem Magazin Efenfonfiruttion man a fönnen glaubte. S allerlei Gründen wied Städt. Wohnungsnach uforderungen gered weis Gießen. Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. 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