sen ter, ufpiel ritellung. Fürstl. Uhr an, Buchen; Nm. Elz, 12 m. uchen( ba delholz enfquitt 2,00 Fitm. der Wege Beffingen. 9 Uhr m Buchen, 27 Rm. 7,108 m. 10 Eichen, Eichen, 14 Km. = 14,69 Pfostenholz = 10,21 Str. 14. Insertionspreis: Die einspaltige Betitzelle für ganz OberBeffen, die Kreffe Wehlar anb Marburg 10 Bfg. fonft 15 Bfg. Retlamen bie Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Hauptexpedition: teßen, Seltersweg 89. Fernsprechanschluß Nr. 362. Dienstag, den 17. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bta., in's Haus gebracht 60 fg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Polnische Geheimbündelei. Vor der Straffammer in Gleiwit hat ein polnischer Geheimbündeleiprozeß begonnen, bei dem namentlich die Frauenwelt und zwar insbesondere die Gattin eines Scitungsverlegers, aber auch männliche Mitglieder der radikal- polnischen Partei eine Rolle spielen. Nach alter Polensitte haben sie sich in ähnlicher Weise, wie dies in den Grenzromanen geschildert wird, unter dem Schein, als ob sie gesellige Interessen pflegen wollten, versammelt und hierbei in ihrer Art an dem Neuaufbau des polnischen Staates gearbeitet, indem sie des alten Reiches Glanz und Herrlichkeit feierten und die Erlösung von der deutschen Tyrannei vorzubereiten suchten. Man ist vielfach geneigt, solche geheimen Zusammenfünfte in ihrer Bedeutung als revolutionierendes Element zu unterschäßen, namentlich auch deshalb, weil die Frauenwelt dabei mit beteiligt ist. Aber gerade die Geschichte der Slavenstaaten zeigt uns, welche verhängnisvolle Rolle der Fanatismus und die glühende Begeisterungsfähigkeit meiblicher Propagandisten in der Revolutionsgeschichte ssee Lich- spielt. Auch in der französischen Bewegung von 1789 findet sich eine Reihe von hervorragenden Frauen, die in ihren Salons die politischen Bestrebungen pflegten und die Männer zur Aktivität entflammten. Gerade da wo eine Frauenhand den Brand auf den Herd legt, ist in der Regel die revo= lutionäre Tendenz am schärfsten; konsequenterweise finden fich, wie es auch bei dem Gleiwizer Prozeß der Fall ist, die weiblichen Mitglieder der politischen Ausschüsse immer bei dem radikaleren Teil. Es liegt dies tief in der Natur des Weibes begründet, das in seiner Begeisterungsfähigkeit die realen Grenzen nicht überblickt und auch nur an solche Männer sich anschließt, die sich für eine Heldenrolle begeistern lassen. Ste Creme Lier Besten tzen mehr not Union Augsbury atur eben Blattes bon bot Gemeinde eingebeeg werden. Eichen Beg, Kreu nerod. Dach) Her Art ranko. hanstalt aben, Bei der oberschlesischen polnischen Bewegung setzt die Teilnahme der Frau an dem politischen Leben in dem Augenblick ein, in welchem bei dem gemäßigten Polentum, das nur seine eigene Sprache und seine Literatur pflegen wollte, die radikale Richtung zum Durchbruch kam. m Anfang trug diese ein gewisse soziale Färbung und zeigte fich geneigt, eine Spielart der Sozialdemokratie zu werden. Wie seinerzeit auch die gemäßigte Richtung, mit Rücksicht auf das katholische Bekenntnis der Polen, fast vollständig in Kielwasser der Zentrumspartei schwamm. Die Politik der gemäßigten Richtung mag im Gegensatz zu dem schlesischen Jungpolentums äußerlich allerdings einen weitaus vertrauensvolleren Eindruck machen. Die sentimentale Anhänglichkeit an die Muttersprache, in der das Kind seine ersten zärtlichen Worte stammeln lernt und die Gebete flüstert, muß auf das Gemütsleben immerhin einen gewinnenden Eindruck machen. Allein auch eine gemäßigte nationalistische Propaganda hat ihre schweren Gefahren, weil sich die Grenzen dafür sehr schwer festsetzen lassen. Einmal vom Bogen geschnellt, nimmt der Pfeil eine Richtung, die der Schüße nicht mehr bestimmen kann. Darum ist es geboten, selbst eine maßvolle polnische Propaganda unter die Staatskontrolle zu nehmen und die heranwachsende Jugend ganz in der deutschen Sprache zu unterrichten. Die Forderung einer Pflege des polnischen Idioms wird ja vielfach aus Gründen einer idealen Gerechtigkeit selbst von deutIchen Patrioten unterstützt, weil in der Toleranz gegen die fremde Nationalität sich ein sympathisch- menschlicher Zug offenbart. Aber diese Pflege muß der Familie und privaten freisen überlassen bleiben. Die Schule hat andere Aufgaben. Sie muß die heranwachsende Jugend mit unserer Aultur befreunden und für unsere Nationalität gewinnen; das aber ist nur möglich durch eine rein deutsche Erziehung, während die Halbheiten zu den Erscheinungen führen, wie fie uns in dem Gleiwißer Prozeß vor Augen stehen. Eine radikale Richtung steht immer auf den Schultern einer urprünglich gemäßigten Propaganda, die doch nur deshalb gemäßigt erscheint, weil die schärfere Tonart den Maßstab bildet. Y Der Krieg in Oftafien. Von dem tapferen Verteidiger von Port Arthur ist von Nagasaki aus ein Telegramm an den deutschen Kaifer ein gegangen, in dem der tapfere Verteidiger Port Arthurs für die Verleihung des Ordens pour le mérite seinen ehr erbietigsten Dank ausspricht. Von Nagasaki aus tritt Stössel die Heimfahrt auf einem Dampfer der australischen Schiffahrtsgesellschaft an. In Nagasafi wurde auf Stöffel während seines dortigen Aufenthalts jede mögliche Rücksicht genommen. Vor allem wurde er seinem Wunsche gemäß bon jeder Abstattung eines Besuchs entbunden. Stöffel drückte sich sehr anerkennend über die Behandlung der Gefangenen durch die Japaner aus. Ein Austausch der Gefangenen soll nach Meldungen aus Tokio beabsichtigt sein. Der Vorschlag dazu sei von Rußland ausgegangen. Die japanische Regierung habe bereits ihr volles Einverständnis zu ers fennen gegeben. Der Zustand von Port Arthur. Ein aus Port Arthur in Tofio eingetroffener Marineoffizier sagt, daß der Rustand der Kriensschiffe uns dan Stadt bedeutend besser Jet, als man erwartet hatte. Die Russen schienen keine feststehende elektrische Anlage besessen zu haben. Die russischen Offiziere äußern sich nicht darüber, ob die Kriegsschiffe durch Einlassen von Wasser oder durch das japanische Granatfeuer zum Sinfen gebracht wurden. Die Lazarette sind in leidlichem Zustande, der Sold war bis zur Kapitulation nur teilweise gezahlt worden; dann aber erhielten die Soldaten die rückständige Löhnung, bebor Stössel die Kapitulation abgeschlossen hatte. Die japanischen Gefangenen waren schlecht gehalten, sie erhielten fein Feuerungsmaterial und hatten nur zweimal Erlaubnis, das Gefängnis verlassen zu dürfen. Hunderte von japanischen Fischern wurden nach Port Arthur geschickt, um beim Auffinden von Minen behilflich zu sein. Ueber die Gefechte bei Nintschwang wird von japanischer Seite noch folgendes gemeldet: Die russische Abteilung, die Niutschwang und Niutschtatung angriff, war 2000 Mann stark. Der Angriff erfolgte am 12. Januar nachmittags 3 Uhr mit Schrapnellfeuer; gegen 8½ Uhr machte die Abteilung drei verzweifelte Angriffe auf das japanische Traindepot. Die Japaner erhielten Verstärfungen, nachdem die an zwei Stellen zerstörte Eisenbahnlinie ausgebessert war. Die Russen ließen 62 Tote und 11 Verwundete zurück. Die japanischen Verluste waren 2 Tote und 11 Verwundete. Nach japanischen Meldungen wurden die Russen auf dem Rückmarsch von 8000 Japanern abgeschnitten. Die Japaner ziehen bedeutende Verstärkungen herbei, so daß jetzt volle Sicherheit herrscht. Man erwartet, daß die Japaner die chinesische Bahn jenseits der großen chinesischen Mauer beseßen werden, da sie infolge der russischen Neutralitätsverlegung dazu gezwungen sind. General Mifchtfchenkos Streifzug. Berlin, 16. Januar. - Der fühne Handstreich des Kosakenführers Genero Mischtschenko, der die linke Flanke der Japaner für einige Tage ernstlich bedrohte, ist zwar nach Meldungen aus Tokio energisch zurückgewiesen worden. Mischtschenko selbst ist zum russischen Hauptquartier zurückgekehrt. Trotzdem be hauptet man in Petersburg, daß die rückwärtigen Verbindungen der Japaner immer noch bedroht wären. Ein neuer Vorstoß größerer russischer Kavallerieabteilungen, die diesmal von genügender Infanterie begleitet sein würden, könne jeden Tag ins Werk gesetzt werden. Man sieht in General Mischtschenkos kühnem Vorgehen ein günstiges Prognostikon für eine bevorstehende umfassende Offensive Kuropatkins. Ohne diese optimistische Auffassung völlig zu teilen die Japaner haben energische und erfolgreiche Gegenmaßregeln ergriffen muß der objektive Beobachter doch zugeben, daß General Mischtschenkos Attacken in der Tat mehr als gewöhnliche Kosakenritte gewesen sind. Der kühne Reiterführer drang ganz überraschend weit nach Süden vor, bedrohte Niutschwang so heftig, daß die Japaner einen Teil der Stadt verlassen mußten, und fügte der Eisenbahnlinie zwischen Haitschöng und Taschischao erheblichen Schaden zu. Dabei operierte er mit relativ bedeutenden Truppen und hatte auch eine Anzahl Feldgeschütze mit sich alles Umstände, die darauf schließen lassen, daß er Aktionen von Wichtigkeit im Auge hatte; eine Version will sogar wissen, daß General- Mischtschenko den Versuch machen wollte, bis auf die Halbinsel Liaotung vorzudringen und die japanischen Kolonnen, welche die schweren Belagerungsgeschüße von Port Arthur an die Ufer des Schaho zu transportieren haben, zu überfallen. Die Japa ner setzten aber, so überrascht sie auch von dem plötzlichen Auftauchen so großer feindlicher Abteilungen im Rücken ihrer Armee gewesen sein mögen, dem weiteren Avancieren der Kosaken rasch ein Ziel und die vorliegenden Berichte fonstatieren übereinstimmend, daß die Angriffe der Kosaken sowohl bei Niutschwang als auch an der Eisenbahnlinie zurückgeschlagen worden sind; die Kosaken dürften sich zeitweilig in einer sehr prekären Situation befunden haben und teilweise noch befinden, da die Japaner jedenfalls alles aufgeboten haben, um ihnen den Rückzug nach Mukden abzuschneiden und auf diese Weise Revanche für den Butsch zu nehmen, der im Hauptquartier Oyamas große Erregung hervorgerufen zu haben scheint. Gewiß verdient der Plan Mischtschenkos die Anerkennung aller Militärs; man darf sich aber nicht über ein Moment hinwegtäuschen, das geeignet ist, den militärischen Erfolg, so weit er vorhanden sein sollte, durch diplomatische Unannehmlichkeiten zu mildern. Erst fürzlich haben sich die Russen in einer Zirkularnote, die bereits den Mächten überreicht wurde, über Verlegungen der Neutralität durch China beklagt. Sollte es sich nun ergeben, daß die Kolonnen Mischtschenkos, wie in Tokio vermutet wird, zu ihrem Vor dringen tatsächlich das rechte Ufer des Liaoho benützten, so läge hier eine Verlegung der chinesischen Neutralität durch die Russen vor, da ausdrücklich dieses Ufer als außerhalb des Kriegsterrains gelegen anerkannt wurde. Angesichts einer solchen Sachlage würde nicht nur Japan selbst zu Repressalien auf demselben Terrain greifen können, sondern es könnte auch durch seine Vertreter in Pefing die Laga noch komplizierter gestalten, als sie es jetzt infolge des cus sischen Protestes ohnehin schon iſt. Die Dolitik. Zwischen Berlin und Detmold sind wieder angenehmere Verhältnisse angeknüpft worden, wie folgendes Telegramm des Kaisers an den Grafregenten Ernst beweist: In dankbarer Erwiderung gestrigen Telegramms spreche ich Ihnen und dem lippischen Lande mein aufrichtiges Beileid aus. Der Generalausstand im Ruhrrevier ist nunmehr erklärt worden, weil der Bergbauliche Verein, der Verband der Arbeitgeber, die sämtlichen Forderungen der Arbeiterschaft entschieden abgelehnt hat. Trotzdem hat man noch nicht alle Hoffnung auf Beilegung des Zwistes aufgegeben. Auf Beschluß des preußischen Staatsministeriums und unter Zustimmung des preußischen Abgeordnetenhauses hat sich eine Kommission unter Führung des Oberberghauptmanns v. Velsen und zusainniengesett aus Vertretern des Ministeriums des Innern, in das Ruhrfohlenrevier begeben mit der Aufgabe, eine Untersuchung ins Werk zu setzen. Es soll zunächst den Arbeitern Gelegenheit gegeben werden, ihre Beschwerden näher darzulegen, und sodann sollen die zur objektiven Feststellung des Sachverhalts weiter erforderlichen Ermittelungen vorgenommen werden. Nach dem Gebiet des Ausstandes ist Militär abgegangen. Oefterreich- Ungarn. O Schon mehrfach ist von dem Eintritt Desterreichs in die Kolonialpolitik die Rede gewesen. Neuerdings haben die Meldungen eine bestimmte Form angenommen, und zwar ist natürlich der Blick in erster Linie auf Ostasien gerichtet. Es handelt sich um die Erwerbung einer Station für die österreichische Marine zwischen Singapore und Hongkong. Auch sollen wegen Ankaufs der in niederländischem Besitz befindlichen Anambas- Inseln Verhandlungen angeknüpft sein. Balkan- Staaten. Daß für das kommende Frühjahr neue Verwickelungen insbesondere durch die fortdauernde Gährung in Mazedonien befürchtet werden, hat auch König Peter von Serbien in einer Ansprache an die Offiziere angedeutet. Er sprach den Wunsch aus, daß die Armee für die großen Aufgaben, die ihrer harren, vollständig vorbereitet sein mögen. Man ist zur Zeit in Serbien mit der Neubewaffnung des Heeres eifrig beschäftig Alien. Seit Lord Kitchener in Indien das Kommando führt, ist dort, wie auch kürzlich im englischen Parlament hervor. gehoben wurde, mancherlei gebessert worden. Es bleibt aber noch vieles zu wünschen übrig, denn Kitchener hat mit seiner Demission gedroht, wenn nicht weitere Reformen in der indischen Armee eingeführt und namentlich eine Anzahl Persönlichkeiten, die Kitchener für unbrauchbar hält, entlassen würden. Angesichts der energischen Haltung Kitcheners hat die Regierung es vorgezogen, dessen Wünsche zu erfüllen. Hof und Gesellschaft. König Friedrich August von Sachsen wurde bei seiner Ankunft in Berlin mit besonderen Ehren empfangen. Der Kaiser war mit großem Gefolge auf dem Anhalter Bahnhof erschienen. Er empfing den König, der die Uniform des 2. Garde- Ulanenregiments mit dem Bande des Schwarzen Adlerordens trug, mit Umarmung und Kuß. Nach dem Abschreiten der Ehrenkompagnie, die vom 4. Garderegiment 3. F. gestellt war, fuhren die Monarchen in geschlossenem Galawagen, der von Garde- Ulanen eskortiert wurde, zum Schlosse, wo Galata fel stattfand. * ** Die Großherzogin Karoline von Sachfen Weimar, die an Lungenentzündung schwer erkrankt ist, soll nach Nachrichten aus Weimar im Sterben liegen. Die Großherzogin ist eine geborene Prinzessin Reuß ä. L. Politik und Sohnespflicht. Paris, 16. Januar. In der inneren Krisis, die zur Zeit die französische Republik wieder einmal erschüttert, hatte eine stürmische Sigung der Kammer, die bis zum Sonntag früh dauerte, die Entscheidung in nächste Aussicht gestellt. Das Schicksal des Ministeriums Combes schien besiegeit. Zwar war es gelungen, ein Vertrauensvotum für das Kabinett durchzudrücken; allein die Mehrheit war eine so knappe, daß die Abdankung Combes die notwendige Folge sein mußte. Da sollte dem Kabinett weitere Lebensfrist von einer Seite gewährt werden, auf die es wohl am letzten gerechnet hatte. Aus der Heimat des Präsidenten Loubet kam die Nachricht, daß die greise Mutter des Staatsoberhauptes auf ihrem Bauerngute im Dorfe Marsanne bei Mont Elimar an Lungenentzündung schwer erkrankt sei. Damit trat in allen politischen Geschäften alsbald eine Stockung ein. Präsident Loubet gedachte der Sohnespflicht und ließ die Staats raison momentan in den Hintergrund freten; er eilte an das Krankenlager der Mutter; die Erledigung der Krisis wurde bertagt. Der Sohn sollte die geliebte Mutter nicht mehr lebend vorfinden, er konnte ihr nur die letzte Pflicht erfüllen, ihr die treuen Augen zudrücken. Loubets Mutter war geblieben, was sie zeitlebens gewesen: eine einfache, biedere Bauersfrau. Als ihr Sohn zu der höchsten Stelle im Staate durch die Wahl der Vertreter des französischen Volkes, durch die zum Kongres vereinte Versammlung von Senat und Kammer berufen war, war sie ganz unglücklich. Nur widerstrebend ließ sie ihn ins Elisée ziehen. Sie selbst aber lebte auf ihrem Gütchen weiter, und bon der Politik, die ihren Sohn zu so hohen Ehren gebracht, hielt sie sich nach wie vor streng zurück. Niemals ist von ihrer Seite der leiseste Versuch gemacht worden, auf ihren Sohn und durch ihn auf den Gang der Ereignisse einzuwirken. Jetzt will es das Schicksal, daß sie im Tode und mit ihrer letten Stunde auf die Politik des Landes einen wesentlichen Einfluß ausübt. bezirks wuert ein und erörterte auta) gegenüber der Bemerkung des Abg. Wiemer die Verleihung des Ordens pour le mérite an die beiden Port Arthur- Helden. Der Kaiser habe Dank verdient, daß er diese der Weltgeschichte angehörenden Männer unter die Ritter des Ordens eingereiht habe. Eine kritische Besprechung der Angelegenheit in diesem Hause sei im übrigen unangebracht, da die Verleihung bon Orden ein Kronrecht sei. Auch der Kultusminister antwortete noch kurz auf die volnischen Anklagen. Dann ergriff der freisinnige Abg. Goldschmidt das Wort, um nun doch näher auf den Streik im Ruhrrevier einzugehen. Die Anregung fiel aber auf feinen günstigen Boden. Nachdem noch einmal der Abg. v. Jazdzewski gesprochen und noch einmal die beiden Minister kurz geantwortet hatten, wurde die weitere Beratung auf morgen vertagt. Nab and Fern. § Brandstifterin aus Heimweh ist die 14½jährige Dienstmagd Marie Weihrauch geworden, die von der Straffammer in Braunsberg zu vier Jahren Gefängnis verurteilt wurde. Sie hatte, weil sie sich nach ihren Eltern zurücksehnte, viermal im Hause ihres Dienstherrn, eines Revierförsters, Feuer angelegt. Unwetter und Sturm nimmt an der Seeküste kein Ende. Besonders schlimm ist es diesmal den Dampfern im AernelKanal ergangen. Die Ueberfahrt nach England gestaltete sich sel; r schwierig, und unter den gestrandeten Schiffen befindet sich auch der belgische Postdampfer Marie Henriette". Der Kapitän eines Segelschiffes, der in einem Boot mit Frau, Tochter und einem Matrosen sein Schiff zu verlassen bersucht hatte, wurde auf eine Morastbank getrieben. Die Frauen erjroren in der Nacht, während die Männer schwer erfrankt sind. Eine ganz eigenartige Erscheinung zeigte sich in der Lübecker Bucht. Dort trat das Phänomen auf, das die Seeleute, den Seewolf" nennen. Es ist das eine plötzlich Bei ganz losbrechende Flut, ohne daß Sturm herrscht. stiller Luft stieg das Wasser derartig, daß die Trave zurücktrat und die anliegenden Stadtteile überflutete. Der„ Secwolf" ist darauf zurückzuführen, daß auf hoher See gewaltige Stürme herrschen, die die Wogen an die Küste treiben, ohne daß die Stürme selber dort sich bemerklich machen. Erst nach der Beisetzung der Mutter des Präsidenten wird die Entscheidung erfolgen. Bis dahin waltet, stillschweigend ratifiziert von allen Parteien, eine Art parlamentarischen Gottesfriedens, ausgehend von der Bahre der einfachen alten Frau, die niemals in ihrem Leben sich mit Politik befaßt hatte. Gerade der Aufschub der Krisis aber kann unter Umständen auf deren Entwickelung und ihren endlichen Ausgang von wesentlichem Einfluß sein. Noch ist die Demission von Combes nicht formell ausgesprochen. Dem um die Mutter trauernden Sohne, der seine Kindespflicht erfüllt, soll an der Bahre und in den Tagen der tiefsten Empfindung die Sorge um die Staatsgeschäfte erspart bleiben. Gleich nach seiner Rückkehr, die unmittelbar nach der Beisetzung erfolgen wird, tritt dann aber die Staatsraison wieder gebieterisch in ihre Rechte. Beharrt Combes dann noch auf seiner Weigerung, an der Spike des Kabinetts zu bleiben, so muß die Suche nach dem Nachfolger beginnen. In diesem Augenblick tritt stets der Präsident der Republik weit mehr denn sonst in den Mittelpunkt. An ihm ist es dann, eine gedeihliche Lösung zu finden. In Zeiten der inneren Krisis bildet der Präsident der französischen Republik so recht eigentlich den„ bleibenden Pol in der Erscheinungen Flucht". Da verlangt auch in Tagen, die das Herz tief erschütterten, die Rücksicht auf des Landes Wohl, daß die Sohnespflicht, der Schmerz um den Verlust der Mutter, bor der gebieterisch Berücksichtigung heischenden Politik Burüdtrete. Deutfcher Reichstag. ( 119. Cigung.) CB Berlin, 16. Januar. Den Reichstag beschäftigte auch heute noch dir zweite Beratung des Justizetats mehrere Stunden hindurch. Die zweite Beratung beschäftigte ihn, nicht der Etat selbst; denn von dem war verteufelt wenig die Rede. So ganz unbegründet war es nicht, wenn der freikonservative Abg. Gamp den Vorwurf erhob, daß die Zeit des Reichstags viel zu viel mit unnötigen Dingen, mit„ Tratschereien" in Anspruch genommen werde. In der Tat werden die Debatten infolge des schrecklichen Absentismus" meist uferlos; § Der Minenkönig als Bigamist. Ein interessanter Eheprozeß wird in Paris verhandelt. Der amerikanische Minenfönig Frank Gardner wird von der Opernsängerin Karoline Swayne der Doppelehe beschuldigt. Seine jezige Frau, die Französin Deglay, war früher eine intime Freundin der Sängerin, deren Inpresario und legitimer Gatte der ungetreue Minenkönig einst war. Die Verhandlung dürfte manche pikante Sensation bieten. Graf Bückler will sich bei dem neulichen Urteil des Berliner Landgerichts gegen ihn, das auf 6 Monate Gefängnis wegen aufrührerischer Reden lautete, nicht beruhigen. Er hat Revision eingelegt. Außerdem will er aber auch noch persönlich Rechenschaft von dem Vorsitzenden des Gerichtshofs verlangen. Er soll den Landgerichtsdirektor Kanzow nachträglich auf Pistolen gefordert haben. Daß die Forde-" rung angenommen wird, daran ist natürlich nicht zu denken. Kunft und Wissenschaft. Der Nachbrud un ** Der geometer be Lindenstr amt ernannt, ** Do Ministeri liche Justiz für die OR.„ Die vernarrte Prinzeß". Im Hoftheater zu Schwe rin fand in Gegenwart der Großherzoglichen Familie dis Erstaufführung des Märchenspiels von Julius Bierbaum statt, zu dem Oskar v. Chelius die Musik geschrieben hat. Der Komponist ist Major und Militärattachee bei der deutschen Botschaft in Rom. Er ist als Wagnerkenner und Musikkenner am Berliner Hofe sehr geschäßt. Die Oper schildert in drei Akten, wie die Prinzessin( die Vertreterin der Menschheit) über das Lebensrätsel grübelt, es weder in Schwermut noch in ungezügelter Lebenslust findet und erst durch das heilige Lachen", das der Vertreter einfacher Natur mit sich bringt, Befriedigung findet. Die Aufführung brachte dem in Schwerin als Gast des Herzogs Johann Albrecht, seines früheren Regimentskameraden vom Leibhusarenregiment, anwesenden Komponisten viel Beifall Pferde und Kutscher erfroren. Auf der Straße am Ramme bei dem böhmischen Orte Drasendorf wurde in einer mächtigen Schneewehe ein Fuhrwerk ausgegraben, dessen Führer, ein 20jähriger Bursche, die beiden Pferde und ein Hund, der auf dem Wagen saß, erfroren waren. Das Fuhrwerk scheint schon seit mehreren Tagen eingeschneit zu sein. Von wo es herfam und wem es gehört, weiß man vorläufig noch nicht. dieselben Dinge werden drei und viermal von denselben Rednern behandelt, ohne daß man später mehr erfährt, als man bereits aus ihren ersten Ausführungen erfahren hat. Daneben laufen immer noch Polemiken zwischen den versch denen Parteien und einzelnen ihrer Vertreter. In einer solchen tat der Zentrumsabgeordnete Kirsch eine sachlich bemerkenswerte Aeußerung; er wies nämlich den von sozialdemokratischer Seite ausgesprochenen Verdacht zurück, als ob seine Partei im Plenum des preußischen Abgeordneten houses, entgegen ihrer Haltung in der Kommission, für das Kontraktbruchsgesetz stimmen werde. Außer auf die Ruhstratprozesse und andere schöne Dinge, die bereits am ersten Tage der Beratung eine hervorstechende Rolle gespielt haben, gingen verschiedene Redner noch einmal auf den freisinnigen Antrag wegen Abänderung des Gotteslästerungsparagraphen ein. Dabei wurde klar, daß dieser Antrag gar keine Aussicht auf Annanma hat. Preufsifcher Landtag. ( 118. Sigung.) Haus der Abgeordneten. Eine schwere Genickstarre- Epidemie herrscht in Königshütte. Dort find bisher an der furchtbaren Krankheit 7 Grwachsene und 26 Kinder erkrankt. Davon sind bereits 4 Erwachsene und 13 Kinder gestorben." * Des Mörders letzter Wunsch. Eine eigenartige letzte Bitte hatte der kürzlich wegen Ermordung des Formers Schuster zum Tode verurteilte Arbeiter Reichert an die Staatsanwaltschaft zu Altenheim i. B. gerichtet. Er wünschte die Eltern seines Opfers sprechen zu dürfen, die gerade zum Besuche der Grabstätte ihres Sohnes eingetroffen waren. Die alten Leute lehnten diese Zumutung ab, == Vermischtes. lastender Amortisati ** 2 famerabid Herrn Di feines Ri erfolgreich durch ein Aufgaben Ehrenm = 3n tum, man die öffentliche unb fommun gehört werde Bürgerbe tag mit feine tritt. Näb hudde ift S uns mitgete Diesem Jahr Beit vom 3 Meifter prüf wertern in =[ Reicher Kindersegen.] In Blowitz in Böhmen starb im hohen Alter ein pensionierter Kanzlist namens Josef Rataj. Er war viermal verheiratet gewesen. Aus diesen Ghen waren 36 Kinder entsprossen. Ste befinden sich alle am Leben, und die meisten von ihnen waren an der Bahre des Vaters versammelt. A Gine merkwürdige Duellgeschichte wird aus Beatrice im Staate Alabama gemeldet. Dort sollen zwei Pistolenduelle ausgefochten und alle vier Duellanten getötet worden sein. Ihre Namen sind in der Depesche nicht genannt; es heißt in derselben nur: Ursache beider Zweifämpfe sind Frauen. Die Sache klingt start nach amerikanischer Reporterphantasie. Ent =[ Wenn's Pokern c.laust ist.] Wenn man dem„ Nordd. Bolfsblatt" Glaron schenken darf, soll die - [ Eine eigenartige Begrüßung.] Von dem Gelehrten Joh. Müller wird eine sonderbare Geschichte bekannt, die ihm jüngst kurz nach einem kritischen Moment in seinem Leben begegnete. Er hatte mit seinen Hörern eine Forschungsreise unternommen und durch den Zusammenstoß mit einem Dampfer Schiffbruch erlitten. Müller wurde, auf den Wellen treibend, von einem Schiff aufgenommen und nach Kopenhagen gebracht. Dort traf er eines Tages zufällig einen Engländer, der auch aus dem Schiffbruch gerettet war. Der trat auf Müller zu und sprach nur die beiden Worte: My knife!"( Mein Messer!") Da entsann sich der verdukte Gelehrte, daß er sich von dem Engländer im Augen blick der Not ein Messer zum Durchschneiden des Strickes, an dem die Rettungsgürtel hingen, geliehen habe. Müller trug das Messer in seiner Westentasche bei sich, und er gab es dem Engländer mit einem ebenso furzen Thank you!" ( Ich danke Ihnen!") Von dem Schiffbruch war zwischen beiden kein Wort grwechselt worden. scheidung des Oldenburger Oberlandesgerichts, nach der Pokern kein Glücksspiel ist, eine eigentümliche Wirkung gehabt haven. In ganz Oldenburg werde jetzt das Bofern ganz ungeniert öffentlich in den Wirtschaften betrieben. Aus Jade bei Varel wird dem Blatte mitgeteilt: Ein Gastwirt rühme sich, daß in den letzten 14 Tagen in seinem Lokal beim Pokerspiel 18 000 Mark umgesetzt seien. Ein Kaufmann habe neulich auf eine Karte 350 Mark verloren. Eine Niederlage des bekannten Rennfahrers Willy Trend wird aus Paris gemeldet. Er wurde samt seinem Landsnunn, dem Berliner Bader, von seinen französischen Konkurrenten Poulin und Jacquelin glänzend geschlagen. Trends Bewunderer behaupten, daß sein Training ungengend geisen sei. [ Die Schwankungen des Toten Meeres.] Ein Dr. Masterman hat ständige Beobachtungen über die Niveauschwankungen des Toten Meeres während der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres ausgeführt. Daraus hat sich ein ständiges Fallen des Wasserspiegels ergeben. Am 26. Oktober stand das Tote Meer 25 Zentimeter niedriger als im August und gegen 60 Zentimeter niedriger alz im April; der niedrigste Stand im Jahre 1904 war gegen 40 Zentimeter tiefer als der niedrigste von 1903. Attentate in Rußland. Als Großfürst Sergius von Moskau nach Petersburg abreiste, gab ein junger Mensch, anscheinend ein Student, drei Revolverschüsse auf den früheren Polizeichef Trepow ab, der in Begleitung des Großfürsten erschienen war. Trepom wurde nicht getroffen. Der Attentäter, der verhaftet wurde, weigert sich, seinen Namen auzugeben. In Wilna wurde das erst vor furzem neu errichtete Denkmal der Kaiserin Katharina mittelst Dynamit in die Lust gesprengt. RK Berlin, 16. Januar. Die heutige Fortsetzung der Etatdebatte wurde höchst eindrucksvoll eingeleitet durch die wichtige Mitteilung des Handelsministers Möller über den Stand der Dinge im Ruhrrevier. Danach hat der Vorstand des bergbaulichen Vereins in einer Sigung am 14. d. Mts. den Wunsch ausgesprochen, eine staatlicherseits vorzunehmende Untersuchung über die gesamten Arbeits- und Lohnverhältnisse im Ruhrrevier eintreten zu lassen. Um diese Untersuchung, die morgen beginnen soll, nicht zu beeinflussen, vermied der Minister es, Stellung zu der Streiffrage zu nehmen, und bat das Haus um dieselbe Zurückhaltung. Die beiden freisinnigen Redner, die nunmehr ihre Etatsreden vom Stapel ließen, berührten denn auch die Frage nur kurz. Während Graf Bülow mit sämtlichen Ministern sich nach dem Beratungszimmer begab( augenscheinlich um über den Ausstand zu be= raten), unterzog der Abg. Wiemer( Volksp.) eine Anzahl der Etatsposten einer ziemlich scharfen Kritik. Die Wirkung einer Etatsrede seines erkrankten Parteiführers Eugen Richter konnte er freilich nicht annähernd erreichen, wenn er auch seine ganze bedeutende Lungenkraft einsette. Sein Widerspruch galt vor allem der Bevorzugung des Agrariertums durch die Regierung, im einzelnen noch dem Verbot des Blumenthalschen Toten Löwen" in Berlin, den zahlreichen Ordensverleihungen und manchem anderen. Auch der Abg. Broemel von der Schwesterpartei fand nur wenig aufmerksame Zuhörer, als er mit heller, singender Stimme ungefähr dasselbe noch einmal sagte. Neugierig aber war das Haus, was der polnische Abgeordnete v. Jazdzewski sagrn würde, wohl der geschickteste Redner der Polen, den man aber lange nicht gehört hat. Er ging diesmal so scharf gegen die Regierung vor, verkündete so offen den Kampf des Polentums und den Widerstand gegen die Regierungsmaßnahmen, daß es dem Minister des Innern, Frhrn. v. Hammerstein, leicht gemacht wurde, den Angriff zurückzuweisen. Es sei nicht Aufgabe eines Abgeordneten, zum Widerstand gegen die Staatsgewalt aufzufordern, sondern für die Durchführung der Gesetze zu sorgen. Die Frage der Sprache in öffentlichen Versammlungen wird in diesem Jahr boraussichtlich geregelt werden, schwerlich aber in dem Sinne des gänzlichen Verbots der polnischen Sprache. Ferner trat der Minister noch für die Errichtung des neuen RegierungsTages- Chronik. Bei Szatmar in Ungarn wurde eine Familie von fünf Personen vom Schneesturm überrascht und erfror. An der ganzen Riviera wütete ein furchtbarer SchneeSturm, der Blumenfulturen im Wert von vielen Millionen Mark vernichtete. = geben, fich i borzubilden. Ditgewerbe eines folchen gemacht, da fpät ftens b Architekt S lich zu meld =[ Brieftaubenflug bei Nacht.] In jüngster Zeit sind in Frankreich Versuche gemacht worden, Brieftauben nachts auffliegen zu lassen. Diese Versuche sind glänzend gelungen. Die Tiere haben sich auch nachts rasch und sicher orientiert. Man ließ in Ceremes abends 10 Uhr eine Anzahl Brieftauben, die nach Rouen gehörten, in die Höhe. Einige der Tauben durchflogen die etwa 30 Kilometer betragende Entfernung in 20 Minuten, die Hälfte der Tiere erreichte gegen Mitternacht den heimischen Schlag und nur einige Nach zügler famen erst früh morgens nach Hause. Dieser Versuch ist besonders in militärischer Beziehung von Wichtigkeit, da die Verwendung der Brieftauben bei Nacht viel sicherer und zuverlässiger ist, vor allem ist es dem Feind unmöglich, sie megzuschießen und dadurch die Uebermittelung der Depeschen zu verhindern. Freilich hat die Einführung der drahtlosen Telegraphie die Benütung der Brieftauben, wenn auch viel leicht nicht überflüssig gemacht, so doch mindestens stark be schränkt. Der kürzlich verstorbene Professor Abbé in Jena Hal nahezu eine Million Mark zur Förderung künstlerischer und wissenschaftlicher Anstalten Thüringens hinterlassen. - Hus dem Gerichtsfaal. § Mörder oder Totschläger? Vor dem Schwurgericht zu Lyck in Ostpreußen stand der ländliche Arbeiter Lubienitzfi unter der Anklage, seine Ehefrau um eines Liebesverhältnisses mit einer anderen Frau mit einem Stück Holz erschlagen zu haben. Die Geschworenen verneinten die Frage nach dem Morde, nahmen nur Totschlag an und billigten dem Angeklagten auch noch mildernde Umstände zu. = R. B. eine von der nebenstelle m eröffnet werd * Für fammerta Geirgentwur § Im ungsstat Personen und verpfl Personen G § An freiwilliger behördliche männer längst fühl Polizeiftati handen wa dem nötige ftationen a [ Ein Heiratskandidat in Nöten.] Durch eine falsche Taufbucheintragung ist ein heiratslustiger junger Mann aus Pfreimd in Oberbayern in große Verlegenheit gebracht worden. Als er nämlich zum Zwecke seiner Verehelichung von seinem heimatlichen Pfarramt sein Taufzeugnis begehrte, wurde ihm mitgeteilt, daß er nicht als Joseph, sondern als Josepha in das fragliche Taufbuch eingetragen sei und daher seinem Ersuchen, ohne sich einer Urkundenfälschung schuldig zu machen, nicht stattgegeben werden könne. Man riet dem verzweifelten Jüngling, sich an den Pfarrer zu wenden, der seinerzeit den Taufaft an ihm vollzogen hatte. Das tat er denn auch, da aber seit der Taufe über 30 Jahre verflossen sind, so konnte sich der Pfarrer beim besten Willen nicht mehr entsinnen, ob der damalige Täufling zum männlichen oder weiblichen Geschlecht gehörte. Um dem Aermsten die Möglichkeit zu erschließen, sich ins Chejoch zu begeben, muß nun die Mutter des Heiratslustigen beschwören, daß dieser wirklich ihr Sohn ist. § Wegen einer Schnupftabaksdose ins Zuchthaus. Von dem Schwurgericht in Nürnberg wurde der Pinselmacher Hostreiter zu 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Bei einem 3echgelage entspann sich um einer Schnupftabakdose willen zivischen den Zechkumpanen ein Zant. Es fam zu Tätlichfeiten, und bei der Rauferei, die sich auf die Straße hinaus fortsette, wurde der gar nicht am Streit beteiligte Zimmermann Schörfelhuber von Hostreiter erstochen. hielt freisa den 13. d.M lehrreichen fommenden bänden. Inter #ellung tämpfung hängten flat =[ Die Zahlungsanweisung des Zaren.] Eine eigentümliche Erfahrung mit einer Zahlungsanweisung des Zaren machte der bekannte dänische Maler Professor Turen. Der Bar hatte bei ihm ein Gemälde, die Krönung König Eduard des Siebenten darstellend, bestellt und ihm dafür eine über 12 000 Rubel lautende Zahlungsanweisung zustellen lassen. Als der Maler diese aber bei der kaiserlichen Kassenverwaltung zweds Zahlungsleistung präsentierte, wurde ihm bedeutet, daß er u 8000 Rubel erhalten könne, da die Anweifungen des Zaren niemals ganz ausbezahlt würden. Als späterhi. Professor Turen eine Audienz beim Zaren hatte, berichtete er ihm von den Abzug von 4000 Rubeln. Der 3er war turchaus nicht überrascht davon, zahlte aber dem Maie die restlichen 4000 Stubel sogleich persönlich in Banknoten aus.. eine ganz b Jutereffe de bergleichende Fabre 1900 Siernach wa 9000 in alico, ca. Dipylerie Derzeiten Die weita der vielf läffigte Komplita als harm Die täglid ift, ift bo KS Kriegertan Vermählu „ Hafsia" dem Arbeit ** G der Turnh bereins Beteiligung armo Die währe nidht wenig Bejangs fro aufgeführte Bis zu Lanzbergn Belegung ige Dienst traffammer eilt wurde. ehnte, bier ters, Feuer anter Ghe dhe Minen n Karoline Frau, die eundin der e der unng dürfte zu Schwe Familie dis Bierbaum rieben hat. ei der deut Fenner und Die Oper Vertreterin es weder findet und er einfacher Die Auffüh ogs Johann bom Beib Beifall öhmen ftarb mens Joje Aus diesen den sich alle der Bahre 1 Gelehrten bekannt, die t in seinem Forschungs B mit einem auf den en und nad ges zufällig gerettet war eiden Worte: sich der ber r im Augen Strides, an Müller trug der gab es hank you!" war zwischen -] Ein Dr die Niveau Der zweiten Daraus ha geben. Am ter niedrige er niedrige ce 1904 ta on 1903. Beit find i miben nacht nd gelungen er orientier Inzahl Brie Einige de ragende Er rreichte gege einige Nad Diefer Verfu Bichtigkeit, I ficherer un mmöglich, f der Depejde Der drahtlo enn auch vi tens start eine falfa nger Man eit gebrad rebelidumg ugnis be feph, foningetragen Urfunden en werde sich an d an ihm bo eit der Tauf der Portor Der damalige Geschlecht g 3n erfchliche utter des Sohn ist Fine eigenti ng des Bar Zuren, König Count affir eine b uftellen Laffe Raffenverh arde ihm beb da die Anne würden. Baren ha Rubeln. blte aber de Onlich in Ba Lokales. 17. Januar 1905. Der Nachbruck unserer mit besonderen Beichen versehenen Original- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe geftattet.) ** Der Großherzog hat a 14. Januar den Kreisgeometer des Kreisvermessungsamts Büdingen Wilhelm Lindenstruth zum Revisions geometer bei dem Katasteramt ernannt. ** Das Großh. Amtsblatt des JustizAmtsblatt des Justiz Ministerium Nr. 1 enthält ein Ausschreiben an sämtliche Justizbehörden betreffend die Stempelermäßigung für die Umwandlung fündbarer auf einem Grundstück in unfündbare hypothekarische lastender Forderungen Amortisationsdarlehen. ** Das Präsidium des Landesverbandes der Kriegerfameradschaft Hassia hat seinen bisherigen 1. Präsidenten Herrn Oberstleutnant a. D. Cramolini aus Anlaß seines Rücktritts in Anerkennung seiner aufopfernden und erfolgreichen Tätigkeit, welche er während seiner Amtszeit durch eine zielbewußte Leitung der Verbandsgeschäfte den Bu gaben des Kriegervereinswesens gewidmet hat, zu seinem Ehrenmitglied ernannt. 1 In Gießen ermannt sich das Bürger tum. man will, auch wenn feine Wahlbewegungen sind, die öffentliche Meinung wach und start sehen. Allgemeine und kommunale Hanptfragen sollen auch von der Allgemeinheit gehört werden und um dies zu vermögen, hat sich ein Bürgerverein gegründet, der schon kommenden Dienstag mit seiner 1. Hauptversammlung in die Diffentlichkeit tritt. Näheres im Inserat der heutigen Nummer. ** Mit der umfangreichen Zeugen vernehmung gegen Hud de ist begonnen. *** Meisterprüfungen in Obergessen. uns mitgeteilt wird, soll bet genügender Beteilung auch in diesem Jahre durch den Ort gewerbeverein- Gießen in der Beit vom 3. bis 19. April ein Vorbereitungskursus für die Meister prüfungen abgehalten werden, um den jungen Handwerkern in der Uebergangszeit die nötige Gelegenheit zu geben, sich in den vorgeschriebenen Prüfungsfächern hinreichend vorzubilden. Alle diejenigen, welche durch die nächstgelegenen Ditsgewerbevereine feine Gelegenheit finden zum Besuche eines solchen Vorbereitungsfursus, werden darauf aufmerksam gemacht, daß sie zum Besuche des hiesigen Kursus sich spätestens bis zum 20. März d. J. bei Gewerbelehrer Architekt Sramm Gewerbeschule Gießen schriftlich zu melden haben. - - - R. B. Am 30. Januar wird in Saarburg( Lothringen) eine von der Reichsbankstelle in Mez abhängige Reichsbantnebenstelle mit Rasseneinrichtung und beschränktem Giroverkehr eröffnet werden. * * Für den 3. Februar ist ein hessischer Handelsfammertag nach Mainz berufen, der sich u. A. mit dem Gefeßentwurf über die Gemeindeumlagen beschäftigen wird. § Im Jahr 1904 sind auf Kosten der Verpfleg= ungsstation Gießen 8071 mittellose durchreisende Personen auf die Herberge zur Heimat eingewiesen und verpflegt werden, ebenso wurden an 85 arme Personen Geldunterstüßungen zur Weiterreise gewährt. § An dem fürzlich beendeten Kursus der Gießener freiwilligen Sanitäts kolonne haben sich auf behördliche Anwendung diesmal auch zwei Schußmänner beteiligt. Ginem Uebelstand, der sich her längst fühlbar gemacht nämlich, daß auf den beiden Polizeistationen Verbandzeug in Notfällen nicht vorhanden war, ist abgeholfen indem 2 Verbandkasten mit dem nötigen Verbandmaterial an die beiden Polizeistationen abgegeben worden sind. Hieran anschließend hielt Kreisarzt Medizinalcat und Dr. Haberkorn am Freitag den 13. d. Mts. vor der gesammten Schuhmannschaft einen lehrreichen Vortrag über das Verhalten bei vorkommenden Verlegungen und Anwendung von Notverbänden. Interessante Statistik. Unter den in der Aus. #tellung„ Boltsfrankheiten und ihre Betämpfung", in der Weißfrauenstraße zu Frankfurt ausge hängten statistischen Tafeln ist neben zahlreichen anderen eine ganz besonders geeignet, die Aufmerksamkeit und das Interesse der Besucher auf sich zu lenken. Es ist dies eine vergleichende Statistit der an ansteckenden Krankheiten im Jahre 1900 im Deutschen Reiche verstorbenen Personen. Hiernach waren ca. 7000 Todesfälle infolge von Typhus, ca. 9000 infolge von Scharlach, ca. 16 000 infolge von Masern, ca. 22 000 von euchusten, ca. 45000 infolge von Diphterie und ca. 103 000 infolge von Tuberkulose zu verzeichnen. Man sieht hieraus wieder, daß die Tuberkulose die weitaus größte Zahl an Opfer fordert, daß aber auch der vielfach in geradezu unverantwortlicher Weise vernachTässigte Reuchhusten, besonders durch seine gefährlichen Komplitationen und Nachfrankheiten, eine nichts weniger als harmlose Krankheit ist. - ** Reiskirchen( Kreis Wetzlar). Ende v. W. wurden hier bei einer Fuchsjagd fünf Füchse erlegt. R Odenhausen. Fremden imponirt unser Prachtbau vom Schulhaus. Unser alte Lehrer Schweizer ist es ja wert, daß er sein 50jähriges Jubiläum iu einem der schönsten Schulgebäude hiesiger Gegend feiern kann. R Laubach. Die Notiz bet ff. dem verschollenen Fabrikanten Nieße ist nachzutragen, daß bis heute die ausgesetzte Belohnung auf Nachricht über sein Verbleiben feiner verdient hat. Nteße war vorher Wittwer. K Wetzlar, 15. Januar. In der Gemarkung Ulm wurden im vergangenen Jahre von dem Obersteiger Weiß reiche Lager in rotem Mormor aufgeschlossen. Die Fabrik Schobinger& Rehfuß A.-G. in Ulm a. d. Donau hat mit der Gemeinde Ulm einen Vertrag abgeschlossen, wonach ihr das alleinige Ausbeutungsrecht des Lagers zusteht. Die Arbeiten sollen sofort in Angriff genommen werden. K Buzzbach, 15, Januar. In Ostheim wurde die dort gepflanzte Bismarck- Linde am Stämmchen durchgeschnitten. Die Tätec wurden ermittelt und zur Anzeige gebracht. - - Ich dent' nur an Eine- an Eine! An einem holdseligen Junitag Hat liebend ihr Herz sich erschlossen Ünd wonnig beglückt ich zum Strauß thr brach Süß duftende prangende Rosen. Da wicket ein zaub'risches Lachen mich Aus meinem Traum, dem süßen An eines andern Seite seh' ich Die Falsche ihe Glück genießen! Es glizert die Gisbahn, hell tönet ein Lied Vom Küssen und Kosen und Scherzen Ein falter Schauer umfängt mein Gemüt O Gott, gib den Tod meinem Herzen! Markranstädt. Adolf Dreßler jun. Brief- und Fragetaften der Redaktion. Nach Lollar. Zur Veröffentlichung ungeeignet. Martiberiste. Gießen, 17. Januar. Auf dem heutigen Wochenmarti tofeten Butter per fb. 0.85-0.90 t., Hübnereter per Stüd 8-9 Bfg., Enteneter St. 7 g., Küje per St. 6-8 Pig, Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erssen per Liter 21 Pig., Linsen per Liter 32 Pig, Lauben per Baar Stud C.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Cause per Pfb. )( Friedberg, 15. Januar. Der Wetterauer- Geflügelzuchtverein hielt heute Nachmittag 4 Uhr im Hotel " Drei Schwerter" seine Hauptversammlung ab. Kretscat Fey teilt nach der Begrüßung mit, daß der Großherzog das Protektorat über die Verbandsausstellung bom 17.- 20. März übernommen und einen Ehrenpreis gestiftet habe. Hierauf wird Kreisamtmann Werner Dekonomierat Schlenke- Friedberg über die vorige Bentner 0,00-0.00 Nüffe 100 St. 25-30 Pfg. Mulch per Liter zum Vizepräsidenten gewählt. Zum Schluß ſpricht Woche hier gegründete Oberhessische ,, Genossenschaft zur Verwertung von Geflügel". K Offenbach a. M., 16. Januar. Am Samstag stars im Alter von 80 Jahren der Privatier_Heinrich Lang. 24 Stunden später folgte ihm seine 78jährige Gattin in den Tod nach. K Aus Franken, 16. Januar. Bei einem Stallbrand beim Pächter Hirsch& Gelchsheim erstickten 27 Stück Jungrinder und 2 Pferde im Werte von 10 000 Mr. Der Schneesturm hat in den Wallenfelser Privatwaldungen bei Körnach einen Schaden von 100,000 Mark angerichtet. Ganze Distrikte sind niedergemacht. K Vom Westerwald, 16. Jan. Im Johanniterfranfenhause zu Dierdorf begoß ein 16jähriges Stochlehrmädchen, das sich einen kleinen Betrag widerrechtlich angeeignet hatte, aus Furcht vor Strafe seine Kleider mit Petroleum und zündete sie an. Es starb nach einigen Stunden an den Brandwunden. Stadttyester in Gießen. Japanische Kunst. Japan! Wie oft hat man das Wort in letzter Zeit fondenfiert! Ein Vrlf, vor einem Menschenalter noch tief nicht genannt und was nicht alles in diesem Begriff unten auf halbzivilisierterStufe stehend, ein ungekannter Faftor im großen Völkertreiben, drängt sich mit geradezu unheimlicher Schnelle in die Reihe der Großmächte ein, das heilige tausendjährige Rußland berennend und seine Pionierarbeiten am strande Asiens zu einem verlorenen Poften machend. Das Erfolge seiner auf das p äziseste arbeitenden Kriegsmaschine Volk der Japaner ist durch die materiellen und moralischen viel zu sehr in die Rechnung hineingezogen, als daß man nicht mit Interesse einen Blick auf den breiten fulturellen Boden werfen möchte, aus dem seine Erfolge hervorgewachsen sind und wie ihn ja die Kunst in letter, höchfier Aufgabe, den sittlichen Niederschlag von Volk und Zeit zeigend, darstellen muß. So wies denn auch gestern bei der Vorführung der japanischen Kunst durch die eigenen Darsteller das Haus einen ganz guten Besuch auf. Fassen wir den Gesamteindruck zusammen, so werden wohl wenige befriedigt von dannen gegangen und nur derjenige, den lediglich Interesse am Sult leitete, auf seine Kosten gekommen sein. Wie schon das Epos der gelben Rasse die chinesische Literatur weist tausende von Romanen auf sich durch scharfe, falte Realistik auszeichnet, so tritt diese in der dramatischen Dichtung noch fühl- und greifbarer hervor. Da ist die Wirklichkeit mit festen, grellen Strichen gezeichnet: Die Theetrinker, die Spieler und das barbarische Harifiri, die kleinen Intrigen und die Leidenschaften, die mit asiatischer Wildheit herausbrechen. Und nicht minder natürlich waren die Darsteller, wenn sie auch manchmal nach unseren europä schen Begriffen, in Japan mag man das ja reizend nennen ins Uebertriebene verfielen. Eigenartig berührten auch die fremde Musik und der Tanz der Geishas. Wir sind auch in diesem Punft zu wenig Asiaten, um die Geishas em nuancenreichen Tanze einer Bariser Größe vorzuziehen. Trotzdem aber hat die Direktion sich ein Verdienst erworben, daß sie uns mit dieser Kunst bekannt machte. Die Regie hatte ihr möglichstes getan und auch ganz wirkungsvolle . 0.80-1.00, Sugner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per 55-65 fy, Ochsenfleisch per fb. 70-80 g., Rindfletsch fleisch gesalzen per fund 0.76 g, stalbfleisch per fb. 70-74 per fo. 62-68 Big. per Pfd. Schweinefleisch 60-72 fg. Stoeine Pfg. Hammelfleisch per Pfs. 50-743fg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 b 650 Wit., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00--10.00, 2eisfraut 10-15 Pf. per Stück, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 wt. Zwetschen per 18. Pfg. Dauer der Warftzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen bor Beginn der Markizett überhaupt nicht, und während der ersten brei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 16. Januar 1905. Ochsen Kälber Höchste Schlachtvtehpreise in Frank, urt a. M. 1/2 11 " Schweine do. " Getreidepreise in Mannheim Weizen 100 kg Roggen do. 18.85 M. 14,70" " Fleischpreise in Gießen " H 50 kg Schlachtgewicht 70-74 M. 1/2 kg 70-80 f. 81-83 Pf. do. 70-74 59-60 do. 60-72 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52% f. Schwarzbr. do. 48 Frankfurt a. M., 16. Januar. Fruchtmarkt. E8 notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer Mr. 18.40-18.65, furhessischer Mt. 18.40-18.65 Roggen, hiesiger Mt. 14.50-14.65, russischer Mt. 14.75-15.25 Gerste, hiesige Mt. 18.00 bis 18 25, Pfälzer Mt. 18.00 bis 18.50, fränkischer Mit. 18.20-18.50, Riedgerste Wit. 18.25 bis 18.70 Safer, hiesiger und Wetterauer Mr. 14.60-15.20, furhessischer Mr. 14.60-15 25, bayerucher Mr. 14.60-15.25, Mais, Wired Mt. 12.70-12.85. Aes pro 100 Kilo ab hier. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hief. O, mt. 26.75-27.25, feinere Marken Art. 29.00-29.50, hiesiges Nr. 1, Mr. 24.75 bis 25.25, feinere Marten Mt 26.00-26.50, hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, Mt. 19.75-20.25 feinere Marken 20.75-21.25, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mt. 22.- 23.25 b. 1 19.00-20.75, do. 2 Mt. 16-16.50. Weizenschalen 4.90 bis 5 10, Weizenkleie Mt. 4.95-5.15, Roggenkleie Mt. 5.70-5.80 Weizenfuttermehl Mt. 6.50 bis 7.50. Slepenes landwirts@ aftlicher Wetterdiens. Boraussichtliche Wuterung in Hessen für Mittwoch, den 18. Januar. Trüb und vielfach Niederschläge( zunächst noch Schnee), starfwindig, milder. Für die kommenden Tage Tauwetter in Aussicht. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortli: für die Politik und den Inseratenteil: Ibtn Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießen. Holzversteigerung. Donnerstag, den 19. Januar 1. Js. sollen in Grünberger Stadtwald aus den Distrikten Langersei und Bobenhäuserkopf versteigert werden: Scheiter: Buche 70 Nm., Eiche 4 Nm; Knüppel: Buche 236 und Eiche 39 Rm.; Reiser: 566 Rin. Buche und 398 Rm. Eiche, meistenteils Durchforstung; Stöcke: 69 Rm. Buche und 4 Rm. Eiche. Zusammenkunft ist morgens 10 Uhr im Distrift Langerseif bei Brennholz Nr. 70. der Grünberg, den 12. Januar 1905. Gr. Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. Betanntmachung. Löberstraße zwischen Goethe- und Bleichstraße Die unterm 5. Novbr. v. J. angeordnete Sperie Der Eintritt zur Ausstellung Effekte geschaffen. Die gegebenen Stücke Fatum" und wird hiermit aufgehoben. die täglich von morgens 11 Uhr bis abends 10 Uhr geöffnet ist, ist vollständig frei. " K Aus Hessen, 15. Januar. Das Präsidium der Kriegerkameradschaft Hassia" hat beschlossen, aus Anlaß der Vermählung des Großherzogs durch Sammlung in der „ Hassia" eine Verbandshochzeitsstiftung zum Besten jüngerer, dem Arbeiterstande angehöriger Kameraben zu schaffen. Die ** Großen Linden. Das am Samstag Abend in der Turnhalle abgehaltene Stiftungsfest des Gesangvereins Harmonia" erfreute sich einer recht lebhaften Beteiligung von Seiten hiesiger Vereine. Harmonia" wurde im Jahre 1873 gegründet. Die während des Festes vorgetragenen Chöre sprachen nicht wenig an, überhaupt hatte der Verein stets gute Gesangskräfte. Recht unterhaltend waren die ebenfalls aufgeführten komischen Voltsszene und die Couplets. Bis zu frühen Morgen wurde zum Schluß des Tanzbergnügens gehuldigt, was vorzugsweise der guten Besetzung des Orchesters zuzuschreiben ist. „ Ronin“ sind jünsten Datums; sie hängen mit dem gegenwärtigen Krieg zusammen und zeigen, daß die Japaner Fatalisten geblieben sind. Von Europa nahmen sie wohl Errungenschaften an, aber das Volksempfinden ist davon unberührt geblieben. Und diese Konzentration von Fatalismus und westeuropäisch amerikanischem Fortschritt ist die Phalary, mit der Jop in die gewaltige Schwenkung auf den Occident vollzieht. Japan bansai tönt es am Schlusse: die Sonne Japans fteiar! Fatum: das Schicksal will es! G. H. Eisbahn. ( Nachdruck verboten.) Es glißert die Eisbahn, rasch gleiten drauf hin Die Kinder voll holdem Entzücken, Liebreizende Mädchen mit frohem Sinn Und Männer mit heiteren Blicken. Es spielt die Musit ein lustiges Lied, Doch ich steh' traurig alleine, Ein banger Traum meine Seele durchzieht- Gießen, den 14. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betanntmachung. Die unterm 5. November. v. Js. angeordnete Sperie der Goethestraße zwischen Löber- und Ludwigstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Königl. Preuss. Staats- Medaille jeder Art, in jeder Farbe, Seidenstoffe zu jedem Preise, der Meter Muster portofrei. von 75 Pf. an. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft Mr Seidenhaus Michels& Co., Berlin SW. 19 43 Leipziger Strasse 43 Ecke Markgrafen- Strasse. Mechanische Seidenstoffweberei in Krefeld Nr. 15. Infertionspr effen, ble treff Rell Rebaltion u. Warenhaus A. Goldschmidt Schulstrasse 6 Giessen Mein diesjähriger Schulstrasse 6 Saison- Ausverkauf begann gestern am 16. Januar und dauert bis zum 31. Januar. Die Restbestände aller Winterwaren werden zu bedeutend herabgesetzten Preisen verkauft. Auf alle übrigen Artikel ohne Ausnahme vergüte ich bei meinen anerkannt billigen Preisen noch 10 Prozent Rabatt! Puppen und sämtliche Spielwaren um hiermit ganz zu räumen zu jedem annehmbaren Preise. Bürgerverein Gießzen. Dienstag, den 24. Januar I. Js., abends 8 Uhr im ,, Neuen Saalbau" ( früher Steins Garten) Haupt- Versammlung Tagesordnung: Annahme der Satzungen. Wahl des Vorstandes. Verschiedenes. Die verehrlichen Mitglieder werden freundlichst gebeten sämtlich zu erscheinen. Gäfte find willkommen. Das mit der Austübrung betraute Comite. J. A.: Müller. NB. Liften zum Einzeichnen der Mitgliedschaften sind ausgelegt: Ferber'sche Universitäts- Buchhandlung( C. Koch), Seltersweg 87; Sof: und Universitäts- Buchhandlung Ang. Frees, Seltersweg 53; Buchhandlung Phil. Pfeiffer, Wallthorstraße 21; Rickert'sche Universitä 8- Buchhandlung, Süd- Anlage 5; in den Cigarrengeschäften der Herren: R. Buchacker, Neuen Bäue 11; F. Friesleben, Bahnhofstraße 5; J. Häuser, Ludwigstraße 36; Chr. Haubach, Rodheimerstr. 21; Dan. Heil Nachf., Lindenplay 3 . Kühnhold, Ludwigstraße 55; E. Metzger, Seltersweg 70; Gebr. Michel, Wallthorstraße 29; H. Schäfer, Marktstraße 24; Karl Seibel, Frankfurterstraße 76; J. Strauß, Mäusburg 1; Gg. Volk, Grünbergerstraße 4 sowie in der Geschäftsstelle ds. Bl. Kriegerverein Giessen. Samstag, den 21. Januar, abends 8 Uhr im Giessener Festsaal( Café Leib) 1870 Feier des Allerhöchsten Geburtstages Seiner Majestät des Kaisers berbunden mit dem 31. Stiftungsfeste des Vereins. Konzert, Theateraufführungen und Tanz, Giessener Eisverein E. V. Mittwoch, den 18. Januar 2 bis 5 Uhr nachmittags: Konzert ausgeführt von der hiesigen Regimentskapelle. Eintrittspreis: Mitglieder 10 Pfg. Gießen, den 16. Januar 1905. Nichtmitglieder 40 Pfg. Der Vorstand. P. S. An Konzerttagen bleibt die Eisbahn von 1 bis 2 Uhr geschlossen. Wegen einer wichtigen Angelegenheit werden sämtliche Bürger des Süd- West zu einer öffentlich. Versammlung auf Nur Mitglieder mit ihren nächsten Familienangehörigen und vom Borstand Mittwoch, den 18. Januar, abends 9 Uhr eingeladene Gäste haben Zutritt. Vereinsabzeichen, Orden- und Ehrenzeichen find anzulegen. Gernhardt'scher Zither- u. Mandolinen- Chor GIESSEN. Samstag, den 21. Jannar, abends 8 Uhr pünktlich: bestehend aus in die Restauration Hermann Otto, Frankfurterstraße Konzert, Theater und BALL Biners fofort zu befeßen. BeStiftungsfest Konzert, in der Turnhalle. Eintrittstarten inkl. 1 Damenkarte 50 Pfa. im Vorverkauf bei den Herren Franz Wigandt, Neuenweg und Friseur Aff, Neuen- Bäue zu haben. An der Stasse 75 Pfs.( Jede weitere Damenfarte 25 fg.) Zu zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein 92'000 Im Gebrauch! Blickensderfer Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit.-Ratalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Leipzigerstr. 29,( Ecke Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. Filiale: Berlin Der Vorstar d. Suche per 15. Febr. ein nicht zu junges Mädchen, das schon gedient hat! und gute Zeugnisse besitzt. Frau Rendant Doering, Johannesstr. 5, 2 Tr. Steßen. Auf unserem Amte ist die Stelle eines jüngeren tüchtigen werber wollen ihre Gesuche mit furzem benslauf, Zeugnisab schriften, Gehaltsanspruch, sowie Angabe der Zeit des Eintritts an uns bis spätestens den 1. Februar d. J8. einzureichen. Gießen, den 17. Januar 1905. Städt. Tiefbauamt Braubach. Freibant. Faffeloche 40 Bfa. Schweinefleisch 45 Bfg. eingeladen. Die Einberufer. Hessische Vereinigung für Volkskunde Ortsgruppe Gießen. Donnerstag, den 19. Januar 1905, abends 8 Uhr: in der grossen Aula der Universität fitr Gründe Die Ankünd im Ruhrgebiet d weit über Totale den Lebensnerb berührt. Unjer IV. Mitgliederabend Makulatur Vortrag des Herrrn Professor D. Drews: Das Abendmahl u. die Dämonen. hat abzugeben Expedition d. Blattes. Gäste sind willkommen. Nr. 14. Ob Drud und ( 29. 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