Gemüt arum das edelite, weil wir en. Geräuschvolles BerDer uns mit Höflichkeit Hausfreund. Coff, woraus unser Gemüt Augenblick des ersten nschen bemißt sich danad), b er gewöhnlich der Ge 1 zu fühlen. tifa rat, 30 Gramm weißes 1, 30 Gramm Olivenöl, mmen warm verlaufen und schaumig ist. onnenbrand. 6 Gramm Bramm Jasminöl, 30 Benzoëtinktur, 90 ist gut, um Sonnenamit das Gesicht, jedesuft ausgelegt hat. Es Das Blut in die fleinen bt dadurch Lippen und 2. es e an den Masern erSchrecken erfahren, daß g wegen nicht besuchen es Abendgebet bei der den Worten:„ Liebe Pln mein Bettchen und im Glauben ist, das Ach, Mamachen," erdie kleinen Englein ,, Anarchisten sind ner Herrschaft unzu. Der Bevölkerung wer ger finden?"- Back. en!" Höre, Lieschen, ist cs wenn ich sage: Der - Lieschen:„ Das ist 3 recht, und wie heißt stor wurde mit sieben n Tische unterhält sich Eigungen. Einer aber Hand. Wenn er nun in derselben Stellung ■ befindet; wer im gte immerfort wiederm und dazwischen das allgemeine Gelächter. Schlägt der Zauberer aft erlöst und seßt ihre Zwischenspiel bei einer eit und auch bei einem me Heiterleit. " " " Nr. 270. Fasertionspreis: Die einspaltige Bentzetle fur ganz OberBeffen, die Streife Weglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Rebaftion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluß Nr. 362. on Loos 1 zur Erbau arbenteich nach Eich nd Lieferungen und zwa Izu rund 4500,00 ME 200,00 15000,00, Angebots am 1.3., vormittags 10 eichneten( Landgraf P oranschlag und Bedingun geben werden. ember 1905. Donnerstag, den 16. November 1905 Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Nord und Süd. In Nürnberg ist ein Standbild Kaiser Wilhelms I. enthüllt worden. Solcher Enthüllungen hat es schon viele ge= geben und wird es auch in Zukunft noch manche geben. Die Nürnberger Feier aber hob sich über alle aus ähnlichem Anlaß abgehaltenen weit hinaus. Sie wurde zu einer Kundgebung von besonderer Bedeutung schon dadurch, daß mit dem greisen Prinz- Regenten Luitpold auch der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, der Großherzog und die Großherzogin von Baden ihr beiwohnten. Und die Ansprache des Brinz- Regenten Luitpold sowie die Erwiderung des Kaisers bei dem Prunimahl im Rathaus der Stadt Nürnberg afzentuierten das in unverkennbarer Weise. Man weiß, daß Klatsch und Tratsch auch Fürstenhäusern nicht fernbleibt. Vergrößernde und übertreibende Gerüchte knüpfen an belanglose rein menschliche Vorkommnisse an und bauschen sie zu Hauptund Staatsaktionen auf. Eine kleine Verstimmung, die vorübergeht, ohne eine Spur oder auch nur eine Erinnerung zu hinterlassen, wird zum ernsten Konflikt, eine schnell beseitigte Meinungsverschiedenheit, die freundwilligst durch wetteifernde gegenseitige Nachgiebigkeit sofort ausgeglichen worden, erscheint als unversöhnlicher Zwiespalt. So hat man von einem Konflift zwischen dem Berliner und dem Karlsruher Hof ge= flunfert, einen Zwiespalt zwischen Berlin und München frei ersonnen. Es geht nicht an, diese Märchenerzähler einfach mit Verachtung zu strafen, ihre Ausstreuungen zu ignorieren, Denn die Fabel bürgert sich ein und wird mit überraschender Verwandlungsfähigkeit zur Historie. Jetzt ist zu Tage ge= bracht, daß der Kaiser und sein hochverehrter Ohm" in der durch ihre Verwandtschaft natürlich begründeten Neigung zueinander stehen, daß der Kaiser und der Prinzregent in aufrichtiger und unerschütterlicher Landesfreundschaft verbunden sind, und daß die politische Notwendigkeit ganz und gar ihrer Gesinnung und der Ueberlieferung ihrer fürstlichen Häuser entspricht. Wenn der Hochbetagte, schon durch seine mit wunderbarer Elastizität getragenen Jahre, ehrwürdige Prinzregent Luitpold mit tiefempfundenen Dant" betont, daß die Anwesenheit des„ erhabenen Trägers der Krone" und seiner Verwandten der dem Andenken an den großen Kaiser Wilhelm I. gewidmeten Feier die rechte Weihe gegeben", so ist damit gesagt, daß in den Herzen der Fürsten fest wurzelt und liebend gehegt wird, was durch manches Geschlecht in dem Herzen des Volkes still geblüht hat, bis es unter Schlachteniärm zu Tage treten durfte. Nicht minder herzlich war die Antwort des Kaisers. Auf der Burg wehen die Farben von Wittelsbach und Hohenzollern im Verein mit dem Panier des Reiches wie in alter Beit; fie erinnern daran, daß in nationalen Tagen unsere Häuser fest zusammenstehen." Das ist nicht blos eine geschichtliche Reminiszenz, sondern es ist ein lautes Bekenntnis und zugleich ein Warnruf; ein Tautes Bekenntnis zur Reichsverfassung, die die Einzelstaaten zu Bundesgenossen macht, sie im Reich eint und zusammenschließt und ihnen nach außen einen gemeinsamen Willen gibt; ein Warnruf an die, die tin dem Wahnglauben verfallen möchten, an dem Napoli. zu Gründe gegangen ist, daß Feinde Deutschlands jesus auf Freunde in Deutschland rechnendürften. Uns ist barrit nichts Neues gesagt. Wir wußten es schon früher und waren fest davon durchdrungen. Aber außerhalb cutschlands denkt man der Rheinbundszeiten anders als mir es tun. Uns macht diese Erinnerung erröten, uns läßt sie den Borsag fassen, in allem das Gegenstück zu sein: unzerreißbar geeint und unerschütterlich in nationalem Wollen. Jm Ausland gibt es noch Phantasten, die sich einbilden, es könnte wiederkehren, was einmal gewesen. Wir dürfen solcher Phantasien lachen, doch zugleich gilt es, ihnen vorzubeugen, damit nicht auf dem Untergrund falscher Vorstellungen ein Planreife, der bei aller Unausführbarfeit den Frieden Europas stören würde. Von dem Ringang des Reichsgedankens, von einer Reichsverdrossenheit" ist vielfach die Rede, und im Ausland hat man daraus vertegene Schlüsse gezogen. Das Gerede war nicht wahr. Der Neichsgedanke ist uns so sehr in Fleisch und Blut übergegangen, daß wir für uns garnicht mehr mötig haben, ihm Ausdruck zu geben. Dafür spricht sogar, so seltsam es flingt, die Reichverdrossenheit, die im Grunde eine Reichsverdrießlichkeit ist. Diese Verdrießlichkeit Reich uns neu und in seiner Neuheit noch nicht ganz vertraut war, so lange wir uns in ihm wie in einem Festsaal be= wegten. Nun uns das Reich zur Wohnstube geworden, dürfen wir uns auch schon einmal eine fleine Verdrießlichkeit gestatten, die dauernd niemandem erspart bleibt. Wer aber glauben wollte, wir seien des Reiches überdrüssig, weil auch im Reich uns Berdrießlichkeit aufliegen kann, der verkennt uns und das Reich, er mag seine Rechnung mit dem Volt oder mit den Fürsten und den Fürstenhäusern. Keine Klugheit und kein guter Wille fann das dauernd ermeiden oder für immer Die Verdrießlichkeit fizzt nicht tief, und sie würde bald versch nden sein, auch wenn man sich feine besondere Mühe gb, fie auszulöschen und wegzuwischen. inspektor des Krei forte nicht aufkommen, mußte sich verstecken, so lange das Ben. hm. ergebung. offer und Glaferarbeit fel- und Maschinenbaujes aber d. Ja, vorm. 10 Fürsten machen. Verdrießlichkeiten begegnen auch den efchreibung und Bedingung berhüten. Doch das fine vorbergehende Erscheinungen. tunden bei uns zur Gini der dafelbft erhältlic nten Zeitpunkt an uns ember 1905. Wochen. Tiefbauamt. bach. Das ist es, was der Kaiser in Nürnberg in seinem Bekenntnis und Warnwort gesagt hat. Norden und Süden des Reichs find brüderlich und bundesbrüderlich innerlich vereint, fie gehören zusammen für alle Zeit. Neue ruffifche Hiobspoften. Außerordentlich ernst lauten plötzlich wieder die Nachrichten aus Rußland. Graf Witte hat alles gegen sich, obwohl er fortgefeßt bemüht ist, den allgemeinen Wünschen nach Möglichkeit entgegenzukommen. Er hat die verhaßte Geheimpolizei aufgelöst und ebenso das Gensdarmeriekorps, und in einem neuen Manifeste will der Zar den Bauern Land aus den Krongütern mit langer Zahlungsfrist anweisen. Trotzdem ist mit einem Schlage die revolutionäre Flamme an allen Teilen des Reiches wieder emporgeschlagen. Das Signal dazu hat die Arbeiterpartei gegeben. Der Generalausstand proklamiert. Die Revolution steht wieder auf dem Fleck, wo sie be= gonnen. Die allgemeine Niederlegung der Arbeit ist von den Delegierten der Arbeiter beschlossen. Ueber die Ursachen zu biesem Schritte wird aus Petersburg gemeldet: Die Proflamierung des Generalausstandes ist erfolgt wegen der Verurteilung der Meuterer in Kronstadt, der Judenverfolgungen und anderer Willkür- Akte, die die Durchführung des Zaren- Manifestes verhinderten, sowie der Verhängung des Belagerungs- Zustandes über Polen. Wie es scheint, herrscht auch in weiteren Kreisen der Bevölkerung eine starke Erbitterung. Aus den Reihen der Liberalen kommen Aeußerungen, die angesichts des Vorgehens Wittes gegen Polen seinem Regime sogar eine militärische Diftatur vorziehen in der Hoffnung, daß diese rasch abwirtschaften werde. Unter dem erneut ausgebrochenen Ttreit leidet auch der Bahnverkehr wieder. Auf der Warschauer und auf der Baltischen Bahn ist er wieder gänzlich eingestellt, und der Schnellzug von Petersburg nach Eydtkühnen verkehrt nicht mehr. Meuterei in Wladivostok. Die aus Ostasien kommenden Nachrichten lassen das Schlimmste vermuten. Aus Wladiwostok wird gemeldet: Die Matrosen und Artilleristen in Wladimostok be= gannen mit der Meuterei. In den Kämpfen wurden an einem Tage 300 Meuterer getötet. Troydem gelang es nicht, die Erhebung niederzuschlagen. Die Stadt ist in den Händen der Meuterer. Diese Meldungen finden ihre Bestätigung durch die Tatsache, daß eine Anzahl russischer Kriegsschiffe, die seit dem Kriege in Schanghai ankern, nach Wladivostok beordert sind und daß die Kaufleute und andere Bürger Wladiwostoks an Bord der im dortigen Hafen liegenden Schiffe sich geflüchtet haben. Auflösung überall. Keine Beschwichtigungsnoten der russischen Regierung tönnen die Tatsache aus der Welt schaffen, daß in allen Teilen des Reiches und in allen Schichten der Bevölkerung ein Kampf Aller gegen Alle entflammt ist. Neue Judengrenel, bie alle bisherigen an entsetzlichen Szenen übertreffen, werden aus Bessarabien gemeldet. Bauernaufstände machen sich bemerklich. In Polen wächst die Gärung von Tag zu Tag. Die Anarchie ist im Anzuge, und Graf Witte trägt sich mit Rücktrittsgedanken. / Bergarbeiter- Streik in Schlesien. ( Eig. Bericht.) Kattowiz, 15. November. Eine ganz eigenartige Stellung in der neuesten StreifBewegung nimmt der in dem oberschlesischen Grubengebiet zum Ausbruch gelangte Lohnkampf ein. Während man es sonst gewohnt ist, daß die Arbeiter in fest organisierten Kolonnen in den Streik hineinziehen, liegt die Sache in Oberschlesien wesentlich anders. Von einer straffen Organisation ist keine Rede, über Ansätze zu einer solchen ist man dort noch nirgends hinausgekommer. Grubenweise flackert der Ausstand auf. Es kommt tatsächlich vor, daß plötzlich die Belegschaft eines Schachtes die Arbeit niederlegt, während man auf dem Nachbarschacht nichts davon weiß. Das ist der charakteristische Moment dieses Streites. Das Streif- Feuer zeigt aber zugleich die tiefe Erregung an, die unter den Bergknappen herrscht. Der Antrieb zu der Bewegung ist im Grunde ohne Zweifel in der Teuerung der Lebensmittel, vor allem der fortgesett steigenden Fleischpreise zu erblicken. Gerade das oberschlesische Grenzgebiet wird am härtesten von dieser Kalamität betroffen. Wenn man bedenkt, daß der Durch: schnittslohn der Häuer 3 Mart bis 3,50 Mark, der Schlepper 2,40 Mart bis 2,60 Mart beträgt, wovon eine oft zahlreiche Familie leben soll, so wird man verstehen, wie leicht sich eine Vecteuerung der Lebensmittel in wirtschaftlichen Kamp umsetzt. Die Forderungen der Bergarbeiter gingen denn auch geradezu auf eine Teuerungszulage von 15 Prozent. Verschärft wurde die Lage durch eine befannt gegebene neue Arbeitsordnung, in der die Arbeiter statt der durch die Berggesetz: novelle erhofften Erleichterungen nur Verschlechterungen ihrer Arbeitsverhältnisse zu erblicken glaubten. Auch das nationale Moment spielte Hmein, in dem stellenweise der vermehrte Gebrauch der polnischen Sprache gefordert wurde. Im Allgemeinen ist der Kampf bislang äußerlich ruhig verlaufen. Der wüste Vorfall auf der Wildenstein- Grube wird von den Arbeitern durchweg verurteilt. Der Tumult hatte sich so abgespielt, daß der Gensdarm Schubert die Streifenden dabei überraschte, als sie eine kleine Bahn zer störten und Kippwagen umstürzten. Als er zwei der Täter verhaftete, wurde er von deren Kameraden niedergeschlagen. Er gab dann drei Schüsse ab, durch die ein Arbeiter ge tötet wurde. Wie sehr aber die Gährung anhält, beweist eine Meldung, derzufolge eine Rotte Ausständiger auf einen Berliner Fabritbesitzer schoß, der auf dem Wege nach Kattowitz durch Zabrze fuhr und in dem die Arbeiter einen Gruben- Direktor vermuteten. - Auf der Myslowiggrube sind heute von 800 Mann der Belegschaft nur 130 eingefahren; dagegen ist die Zahl der Ausständigen auf der Wildensteinfegengrube etwas zurückgegangen. Von 2696 Mann der Belegschaft auf den vier Schächten Grund: nann, Richthofen, Kaiser Wilhelm und Kronprinzenschacht fehlen nur 492 Mann. Die Verwal tung der Giesche- Grube hat folgende Bekanntmachung an die Arbeiter erlassen: Der Belegschaft wird bekannt gemacht, daß die Gesellschaft schon am 6. d. Mts. beschlossen hat, Schritte zu tun, um ihre Arbeiter mit billigem Fleisch zu versorgen, und daß in Ansehung der gestiegenen Fleischpreise diejenigen ihrer Arbeiter, die darunter gelitten, trotzdem aber regelmäßig und treu ihre Pflicht erfüllt haben, im Dezember d. Js. ein Festgeschent erhalten werden. Es scheir wirkllich, als ob dem Bergbau feine Ruhe bescheert sein soll. Auch im Ruhrgebiet bereitet sich nach allen Anzeichen etwas vor: Der Streit an der schlesischen Oſtgrenze fann unter Umständen im Westen anfeuernd wirken. * Politifche Rundschau. Deutsches Reich. In Amerika scheint man in Regierungstreifen doch ziemliche Abneigung gegen einen Zollfrieg mit Deutschland zu haben. Der Staatssekretär Root soll zur Vermeidung des Boultrieges danach trachten, einen Vermittlungsweg zu finden. Er will sich dabei der Konzessionen bedienen, die der Präsident auf Grund des Dinglez- Tarifs anordnen kann. Allerdings genieße Deutschland fast alle diese Vergünstigungen gegen wärtig schon. Immerhin stellt sich die Regierung nicht auf den Standpunkt der deutschen Hezerischen Presse und damit eröffnen sich Aussichten auf ein erträgliches Verhältnis * Ueber neue Kämpfe in Deutsch- Ostafrika wird amtlich berichtet, daß Oberleutnant Paasche stromabwärts bis hinter Pangni- Wasserfall marschiert ist und dort Kilwa- Leute überfallen hat. Der Verlust des Feindes betrug 24 Tote, darunter der Rädelsführer Hongo, und mehrere Gefangene. Die Vorräte wurden genommen. Ein eingeborener Soldat ist schwer verwundet. Oberleutnant zur See Sommerfeld hat mehrere Expeditionen unternommen, wobei der Feind Verluste erlitten hat. Beutnant Stengel unternimmt mit Mannschaften vom Bussard eine 12 tägige Expedition nach Mahongan und Wirima. Kibati ist erfolglos von Anfständischen angegriffen worden, ebenso Kilosa am 8. November frühmorgens. Leutnant Engelbrecht ist dorthin marschiert. * Beim Bundesrat haben die preußischen Ministerien zur Fleischversorgung der Bevölkerung den Antrag ge stellt, die ein nnigen Rinder, nachdem sie unzerstückelt 21 Tage lang im Kühlraum gehangen haben, zum freien Verkehr zuzulassen. Bisher wurde das Fleisch solcher Tiere als mindermertig gefennzeichnet und auf der Freibant vertrieben. Der Verlust, der hieraus erwuchs, bezifferte sich auf fast 3 Millionen Mart jährlich. Das Vorgehen der Ministerien ist auf eine Petition des deutschen Fleischerverbandes zurückzuführen. Oefterreich- Ungarn. Am Tage der Sessionseröffnung des Reichsrates, dem 28. November, wird die Wahireform- Vorlage aller Wahrscheinlichfeit nach sofort vorgelegt werden. Die Basis der Vorlage soll das allgemeine, direkte und gleiche Wahlrecht mit einigen Einschränkungen sein. Zu einem lebhaften Krawall fam es in Lemberg, nls Studenten eine Demonstra tion gegen das russische Konsulat unternahmen. Es entstand ein Kampf mit der Polizei, wobei viele Studenten Verwundungen davontrngen. England. ** Ziemlich unwahrscheinliche Angaben über eine politifcje Zereinbarung zwischen Rußland und England verbreitet das Reuterbureau. Sowohl bei der russischen wie der englischen Regierung soll der Wunsch bestehen, zu einer politischen Entente zu gelangen. Es hätten Erörterungen freundschaftlicher Art statigefunden, um Hindernisse, die sich später zu pflegenden Verhandlungen entgegenstellen könnten, zu beseitigen. Man glaube, daß der erste Schritt zu einer Entente in der Revision des Handelsvertrages, für die bereits Vorschläge gemacht worden seien, gefunden werden fann. Vorläufig tonne cilerdings nichts getan werden wegen der andauernden russischen Wirren. Dieser Hinderungsgrund wird wohl auch noch lange anhalten, abgesehen von den sonstigen ziemlich widersprechenden Interessen Rußlands und Englands, die sich mit frommen Wünschen nicht unter einen Hut bringen lassen. - Spanien. ** Die im ganzen Lande gemeinschaftlich stattfindenden Stadtratswahlen haben zit schweren Unruhen geführt. In Samorrostro wurden zwanzig, in Valladolid und in Balsereny je sünf Personen schwer verwundet. In Valladolid fand ein Mann den Tod. Bei einem Kampfe in den Straßen Santanders zwischen Republikanern und Sozialisten wurden mehrere politische Führer schwer verletzt. Rufsland. ** An Stelle des Admirals Birilew, der seinen Abschied eingereicht hat, ist Roschdjestwenski zum Marineminister ernannt worden. Er befindet sich bere.ts auf der Heimreise von Japan, wo er seit der Seeschlacht von Tshusima in Kriegsgefangenschaft weilte. Türkei. ** Das internationale Geschwader für die Flottendemonstration wegen der mazedonischen Frage soll am 20. November zusammengezogen werden. Als Basis für die Operationen der Flotte wird die Benkbai dienen. Die Blokade der Dardanezen soll eine friedliche sein und sich auf wictschaftliche Interessen beschränken. Kommandanten des Geschwaders ist der englische Loro Charles Beresford ausersehen. ** Die Bevölkerung Konstantinopels wurde durch einen Bandenanschlag abermals in Unruhe versetzt. Als der Chef der Geheimpolizei Fehim Pascha die Perastraße passierte, wurde gegen seinen Wagen eine Bombe geschleudert. Die Bombe explodierte erst, nachdem der Wagen vorbei war. Niemand wurde verletzt. Die Polizei verhaftete 3 Armenier im gegenüberliegenden Hause, aus dem die Bombe angeblich geschleudert wurde. Nach Angaben der Zeugen der Explosion gab Fehim Pascha nach einem Mann welcher floh, einen Revolverschuß ab. Der Beweggrund zu dem Anschlag ist unbekannt. Hof und Gesellschaft. ** Der Kaiser ist in Donaueschingen zum Besuch bei dem Fürsten zu Fürstenberg eingetroffen. + Neue Eisenbahnunfälle. Zwei Güterzüge stießen ai( der Station Wolomin der Strecke Petersburg- Warschau 317 sammen, wobei vier Beamte vom Zugpersonal verletzt un Noch schwerer: erheblicher Materialschaden veursacht wurde.. Folgen hatte die Entgleisung eines Güterzuges von Bisch heim nach Straßburg i. Els. Ein Wagen dieses Zuges be schädigte den gerade vorbeifahrenden Personenzug nach Bisch heim und verletzte einen Schaffner und einen Fahrgast letzteren tötlich. Der Verkehr auf der Strecke erlitt mehr stündige Unterbrechung. *** Der Einzug des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen und seiner Braut, der Herzogin Sophie Charlotte von Oldenburg, in die Residenzstadt Oldenburg hat in festlicher Weise stattgefunden. Die Stadt war reich geschmückt. Auf dem Bahnhofe hielt Oberbürgermeister Tappenbeck eine Ansprache, in der er den Prinzen als Bräutigam der allverehrten Herzogin willkommen hieß und diese bat, ihre Liebe der Heimat zu bewahren. Daranf begab sich das Brautpaar mit dem Großherzog und der Großherzogin nach dem Palais. ** Der Prinzregent Luitpold von Bayern hat für bie Armen der Stadt Nürnberg die Summe von 5000 Mark gestiftet und in einem Handschreiben an den Bürgermeister von Schuh seinen Dank für den dem Kaiser und dem Großherzog von Baden bereiteten Empfang ausgesprochen. Dem Oberst Deimling, dem bekannten Führer im südwestafrikanischen Feldzuge, ist vom Kaiser der erbliche Adel verliehen worden. * ** Hus den Parlamenten. † Brennendes Betroleumschiff. Ein mit Petroleum in Risten beladener Segler geriet im Bosporus in Brand. Die Kisten explodierten und setzten das ganze Schiff in Flammen. Trotz Hülfeleistung von den im Hafen liegenden Schiffen war nichts zu retten, da man wegen der folossalen Size nicht an das Fahrzeug heran fonnte. Von der in Schlafe überraschten Mannschaft wurden nur 2 Mann ge rettet. Der Sultan ließ sich sofort über das Unglück be richten; er hatte vom Palast aus den Brand übersehen. Sächsischer Landtag. Ueber die Betriebsmittelgemeinschaft auf den deutschen Eisenbahnen äußerte sich der Sächsische Finanzminister Rüger in der zweiten Kammer. Der Minister sagte, die beabsichtigte Betriebsmittelgemeinschaft sei aus finanziellen und etotsrechtlichen Gründen gescheitert. Es Jei nur der bayerische Plan der gemeinschaftlichen Güterwagenbenutzung übrig geblieben, dem die sächsische Regierung freudig zustimmte. Bezüglich der Umleitung der Güter seien neue Abmachungen zwischen den Verwaltungen getroffen, sodaß Unzuträglichkeiten ausgeschlossen seien. Das Freigepäck müsse nufgehoben werden, denn es bedeute eine Ungerechtigkeit gegen Gegenüber der Reichsfinanzreform Reisende ohne Gepäck. Vermischtes. = Das böse Gewissen der Automobilisten. In einem Orte bei Potsdam war es aufgefallen, daß so viele Auto. mobilführer wegen zu schnellen Fahrens bestraft wurden. Man erfundigte sich nun von höherer Stelle aus hei dem betreffenden Schuhmann, wie er die erlaubte und nicht erlaubte Fahrschnelligkeit tagiere, und die Antwort lautete:„ Ich schreibe sie alle auf, die hier durchkommen." Und tatsächlich hatten alle gezahlt; ein Beweis, daß die Automobilisten immer ein böses Gewissen wegen zu schnellen Fahrens haben! Jei Vorsicht geboten, meinte der Minister weiter, denn es sei fraglich, ob sie den Einzelstaaten finanzielle Erleichterungen bringen werde. Trügerischen Hoffnungen dürfe man sich nicht hingeben, um vor peinlichen Ueberraschungen gesichert zu sein. Nab und fern. Auf der Hochzeitsreise eingeschneit. In ran= genehmer Weise wurden die Flitterwochen eines jungen Paares unterbrochen, das seine Hochzeitsreise über den Grimselpaß nach Italien machen wollte. Auf dem Paß blieb der Wagen im Schnee stecken und das Ehepaar war ge= nötigt, unter Zurücklassung von Wagen und Gepäck sich zu Pierde nach dem Grimselhospiz zu flüchten, wo es, vom Schneesturm überrascht, in der Kälte 17 Stunden ohne Nahrung aushalten mußte. Erst dann gelang es Arbeitern von Handeck aus, wohin mar.' n Hilfe telephoniert hatte, sich einen Weg über den Paß zu schaufeln und die Eingeschlossenen zu befreien. † Ein verkrachter Bankverein. Die vielbesprochenen Borgänge beim Lahrer Bankverein haben zur Eröffnung des Konkurses über dieses Institut geführt. Die Passiven betragen etwa 3 Millionen Mark, denen Aktiven in ungefähr gleichem Betrage gegenüberstehen, sodaß bie Gläubiger nicht schwer geschädigt sein dürften. Drei Ausnutzung einer Alpenhöhle. In Brüssel hat sich eine Gesellschaft gebildet, die die bekannte Höll- Lochhöhle in den Glarner Alpen wirtschaftlich ausnußen will Z: diesem Zweck soll im Hintern Teil der Höhle ein elektrischer Wagenverkehr eingerichtet und die ganze Höhle elektrisch beleuchtet werden. Am Eingang der Höhle wird ein Wartehaus mit einer Aussichtsterrasse errichtet. Die Höhle war bisher wenig besucht. Infolge der Verkehrsverbesserungen wird die Auf merksamkeit der Alpentouristen ohne Zweifel auf diesen Puntt gelenkt werden, sodaß die Bewohner des Glarner Landes wesentliche Vorteile davon haben werden. † Tötlicher Unfall durch Kohlendunstvergiftung. Die Mannschaft des auf der Havel bei Sakrow liegenden Schleppdampfers Irmgard" wurde durch Dunst aus dem eisernen Ofen der Kajüte während der Nacht betäubt. von den Leuten konnten noch ins Leben zurückgerufen und schwer leidend ins Krankenhaus geschafft. Der vierte, Bootsmann Fernow, wurde bereits tot aufgefunden. + Bestialische Roheit eines Sohnes gegen den Vater. In Berlin hat der 25 jährige Arbeiter Jankowski in ange= trunkenem Zustande seinen Vater mit dem Messer bearbeitet, sodaß dieser bewußtlos zusammenbrach. Dann fesselte der Bursche den 65 jährigen Mann und holte die Polizei, der er angab, sein Vater sei plötzlich wahnsinnig geworden. Der Tatbestand kam später heraus, worauf der Unhold verhaftet wurde. = Schmugglerkniffe. - Aus den Erfahrungen eines Grenzwächters. daß das Eis eine er Brobe machen, menn auflegt. Uebrigens foll es Fähigkeit hat, ganz na Buren. Ein Bure fam bei feft einschlafen und nicht einmal herunterfall Herrschaft der Buren f ummöglich, die Nachtwäd ober wenigftens gehänfel fich oft den Spaß, ans e An der belgischen Grenze wurde in lezter Woche ein Fuhrmann angehalten, dessen Wagen einen doppelten Boden hatte. In diesem Versted hatte der Fuhrmann täglich etwa 160 Liter Alkohol über die Grenze geschmuggelt. Derartige Fälle von Schmuggeleien sind nicht allzu selten, und wenn auch die abenteuerlichen Geschichten von Schmugglerbanden, mit denen man unsere Jugend gruseln macht, zum großen Teil auf Phantasie beruhen, so steht doch fest, daß an allen Grenzen jährlich ungeheure Mengen zollpflichtiger Gegenstände gepascht" werden, trotz der immer schärferen Handhabung des Grenzschutes. Je stärker aber die Kontrole an der Grenze wird, desto mehr Kniffe, desto größere Schlauheit werden von den Schmugglern angewandt, um die Grenzwachen zu hintergehen. Besonders stark ist der Schmuggel natürlich an der Grenze von Ländern, in denen Monopole für Tabak und Branntwein existieren. Billige Eisenbahnfahrt. Ein Handwerksbursche, der von St. Anton in Tirol nach Bregenz wollte, troch in einem unbewachten Augenblick unter die Wagen eines abfayrenden In dieser Zuges und klammerte sich an die Bremsstangen an. lebensgefährlichen Lage machte er die Fahrt bis Bludenz mit, wo er von einem Beamten entdeckt wurde. Er hatte die billige, aber waghalsige Fahrt unternommen, weil er in St. Anton wochenlang ohne Arbeit gebiteben war und völlig mittellos dastant. + Schiffsuntergang. Auf der Fahrt von Rostock nach Christiania ist der in Rostock beheimatete Schoner ,, Louise" untergegangen. Die gesamte Besatzung von 10 Mann ist ertrunken. und liegen dem nächsten ben od gleiten. Die 2 und die Attentäter mußte her der Wächter feinen geradt hatte. Verfuchen fann man gejetter Hitung, nämlich obgleidh e bielleicht angeb einen und anstellen zu Das Ew Statistische Plau Die Statiftit ift beta d doch bringt fie mand atlichen Leben Anteil genau festgestellt worde leben als Manner, und zn Le diefe Bahl ist, so birgt in fich, daß es fich lohnt, de treten. Nach einer einfache Puurvollern die weiblic brend bei Völkern in we Knaben zur Welt fommen. nicht zu leberfüllung Eur wenn nicht die Sterblichkeit zogen werden müßte. Und größer dl unter Frauen, Sauer der Männer ist ger bölkerung. Die Ursachen fi Liegen teils in der Lebens Berhältnissen. Die Kultur, erfreulichen abefferungen und für wesentlich wirtsc werblichen Arbeiter gesorgt laung getvejen, daß unserga anstrengenderen, aufreibende höhere Ansprüche an die Schaften des Einzelnen Stel elektrischen Straßenbahnen, fehrsneuerungen noch nicht nervenzerstörenden Lärm d An der österreichischen Grenze wurde vor einigen Jahren eine Gesellschaft abgefaßt, die mit dem Maschinenpersonal eines Eisenbahnzuges gemeinsame Sache machte. Auf jeder Fahrt führte der Zug große Mengen Tabak und Cigarren ein, die teils unter den Koupeepolstern, teils auf der Lokomotive unter Kohlen verborgen wurden. An derselben Grenze passierte öfter ein Bauer, der keinerlei Gepäck trug, aber auffällig wurde, weil sein Körperumfang beim Rückpassieren der Grenze stärker schien als vorher. Es stellte sich bei einer Durchsuchung heraus, daß der Bauer ebenfalls den Tabatschmuggel betrieb und sein Läuchlein nicht echt war, sondern aus Tabak und Cigarren bestand. Einen humoristischen Beigeschmack hat eine Schmugglergeschichte, die sich an der belgischen Grenze abspielte. Dort tam fast täglich eine dralle Amme mit einem Wickelkindchen vorüber, die anscheinend mit dem Kinde auf der, durch die Grenzsche führenden Chaussee spazieren ging. Einem Zollbeamten fiel es mit der Zeit auf, daß das Kleine sich stets so ruhig verhielt und riemals schrie. Er trat eines Tages an die Amme heran, um sich das Kindchen näher anzusehen, und siehe da, das Baby war nur eine Wachspuppe, deren Leib aus kostbaren Brabanter Spigen im Werte von Tauienden von Mark bestand. An der russischdeutschen Grenze beobachteten die Grenzwächter lange Zeit eine alte Frau, die mit ihrem: Gebetbuch in der Hand täglich morgens angeblich in die Kirche des nahen Grenzdorfes ging. Eine Denunziation führte endlich dazu, daß die Frau ange= halten und untersucht wurde. Hierbei entdeckte man, daß das Gebetbuch nur ein Deckel war; die Blätter des Buches waren funstgerecht aufeinandergeleimt und so ausgeschnitten, daß ein Kästchen entstand, in dem täg'ich mehrere Dußend goldene Uhren über die Grenze wanderten. Keberhaupt spielen Frauen beim Schmuggel eine bedeutende Rolle, da sich ihre Kleidung besser zum Verbergen von allerlei Kontrebande eignet. Um nicht aufzufallen, tragen solche Schmugglerinnen dicke wattierte Kleider, die sie jenseits der Grenze mit ebenso aussehenden, aber, statt mit Watte, mit Schmuggelware ge= füllten vertauschen. Zum Schein der Gerechtigkeit bringen sie auch wohl ein fleines Handpaket zollpflichtiger mit, Gegenstände das sie der Gr.nze bor: weisen und verzollen während lassen, sie für hunderte von Mark Waren, in ihrer Kleidung verborgen, durchschmuggeln. Das Pas hen von Branntwein erfolgt oft in hohlen Spazierstöcken, manchmal sogar in Handwagen oder Fuhrwerken, deren Tragbalfen ausgehöhlt sind und mit ber verbotenen Ware gefüllt werden. Unter der Leitung FD. Zur Erforschung der Pole. berühmter Polarforscher, unter denen Nordenstjöld, Nansen, Sverdrum, Peary, Cook u. a. genannt werden, und mit Unterstützung des Herzogs von Orleans werden in Brüssel zwei Expeditionen zur Erforschung des Nord- und Südpoles unserer Erde ausgerüstet. Die belgiseb Regierung beruft behufs Fest-. stellung des Programms für nächstes Jahr sämtliche Polarforscher nach Brüssel. Die Ausfahrt dürfte nicht vor drei Jahren erfolgen. + Entfeliches Familiendrama. In Burg bei Magdeburg wurde eine furchtbare Bluttat entdeckt. Nachbarn des Buchbinders Mook fiel es auf, daß die Wohnung nicht ge öffnet wurde. Die Polizei öffnete die Wohnung und fand die Leichen der Eheleute Mook und ihres einjährigen Kindes, mit durchschnittenen Kehlen im Blute schwimmend auf. Anscheinend in Nahrungssorgen hatte der Mann die entsetzliche Tat verübt und sich dann selbst entleibt. † Folgen einer Wette. Der Arbeiter Holzhüter in Mogen war eine Wette eingegangen, daß er in furzer Zeit 3 Liter Rum trinken fönne. Der leichtsinnige Mensch führte auch wirklich die Trinkleistung aus, starb aber furz nachher an Alkoholvergiftung. † Automobil- Wettfahrt. Der bayerische Automobil. flub beschloß, daß die Herkomerkonkurrenz vom Jahre 1906 in Frankfurt beginnen soll. Die Tour des ersten Tages schließt in München; von hier wird die Fahrt nach Wien fortgesetzt. Die Rückfahrt erfolgt von Wien durch die Alpen über Innsbruck nach München. † Ende eines Brautpaares. Der Vizefeldwebel Volz vom 17. Infanterieregiment in Germersheim war mit einem Dienstmädchen verlobt, doch wollten seine Eltern das Verhältnis nicht zugeben. Nachdem sich das Mädchen infolgedessen vergiftet hatte, crschoß sich Volz in der Kaserne mit seinem Gewehr. † Ein Brandschaden von 400 000 Marf. In der Getreidemühle von Leysiefer& Liezmann zu Köln- Deutz brach gestern Feuer aus, das einen mit Getreide gefüllten Speicher ergriff, der vollständig ausbrannte. Sämtliche Kölner Wehren waren angestrengt tätig, um die Ausbreitung des Großfeuers auf das dicht bewohnte Arbeiterviertel zu verhindern, was nach sechsstündigen Bemühungen gelang. Der Schaden wird auf 400 000 m. geschätzt. Tages- Chronik. Die Stadtverordneten in Danzig be willigten zur Wiederherstellung des Turmies der Katharinenkirche und zur Erneuerung des Glockenspieles 10 000 m. Ein Bergmann in Uerkendorf erschlug einen Hausierer mit einem Bcil in einem wegen eines Schuhriemens entstandenen Streite. Aus Liebeskummer sprang ein Mädchen in Berlin aus dem vierten Stockwerke auf den Hof, erlitt einen Schädelbruch und starb. Wegen Erhöhung der Rohmaterialien- Preise steigerten die deutschen Hutfabrikanten die Preise für Herrenhüte. Hus dem Gerichtssaal. § Divisionspfarrer Wachstein freigesprochen. Der erneute Prozeß gegen den Divisionspfarrer Bachstein wegen Beschimpfung der katholischen Kirche endete vor dem OberDas friegsgericht mit der Freisprechung des Angeklagten. Gericht nahm an, daß B. die Absicht der Beleidigung ferngelegen habe. c.n Ein Fuhrmann versuchte einmal den Schnapsschmuggel in anscheinend leeren Flaschen, auf deren Boden Schwämme befestigt waren, die genug von der zoüpflichtigen Flüssig= leit aufgesogen hatten. Indessen kam er nicht weit mit bieser geistreichen Idee, da der Geruch der Flaschen die Beamten stuzig machte und der Schwindel bald entdeckt wurde. § Nahrungsmittelverfälschung. Der Inhaber der befannten Kölner Schokoladenfabrik Hewei& Veithen, Anton Hewel, sowie sein Fabrikinspektor Thäle wurden vom Schöffengericht Köln zu 500 bezw. 100 Mark Geldstrafe verurteilt. Die Angeklagten vertreiben sogenannte Nährsalzpräparate, zu deren Herstellung fie verdorbene, unreinliche Stoffe verarbeitet haben sollen. Der Gerichtschemiker fand in den Präparaten erhebliche Mengen Sand; außerdem wurde durch die Beweisaufnahme die Verwendung von fauligen Haselnüssen u. dgl. bei der Fabrikation festgestellt. Die Fässer mit doppeltem Boden, die anscheinend leer sind und in ihrem Versteck Schnaps enthalten, können heute nicht mehr standhalten, da an den meisten Zollstationen der Inhalt des Fosses durch Anbohren von beiden Böden aus untersucht wird. Sehr oft werden aber mit Heu und Getre de beladene Wagen zum Schmuggeln benutzt, weil die Prüfung ihre Inhalts immerhin schwierig ist. § Der totgeglaubte Ehemann. Eine Frau Burrows in London hatte sich, nachdem sie über 10 Jahre von ihrem Manne nichts mehr gehört hatte, zum zweiten Male ver= Heiratet. Jezt ist aber der Totgeglaubte wiedergekommen, und die Frau möchte ihn gern wiederhaben. Der zweite Gatte hat daher die Ehescheidungsklage eingereicht, da er im übrigen seine Frau wieder los sein möchte. Die Zollbeamten haben diesen Kniffen gegenüber einen schweren Stard, und meist muk List gegen List kämpfen. Sehr oft spielt der al die Rolle des Entdeckers, wenn nicht dirette Anzeigen erfolgen. Ganz abzuschaffen wird die Schmuggelei aber nie sein, und die Verlockung zum Baschen und zur Anwendung von Kniffen wird umso größer, se mehr die Zollgesetzgebung der einzelnen Länder erweitert wird. 2. Julius. Schlaflosigkeit. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter). Die Zahl der angepriesenen Mittel gegen die Schlafs losigkeit sind Legionen. Nur von wenigen fann man sagen, daß sie wirklich wirksam sind. Aber auch diese haben den Fehler, daß sie ihre wohltätige Kraft mit der Zeit einbüßen, indem sich der Patient an sie gewöhnt. Andere gibt es, die zuvor auch Erfolg bringen, aber so gesundheitsschädlich sind, Deshalb daß die Gefahr den Nutzen reichlich aufwiegt. wird es noch immer vorkommen, daß viele Leute es vor ziehen, sich durch schlastose Nächte hinzuquälen, die Uhr Stunde um Stunde schlagen zu hören und darüber nachzu denken, was Alles sie sich zu tun vorgenommen und wie Vieles sie vergessen oder aus anderen Gründen unterlassen haben. Jetzt taucht eine neue Hoffnung auf, und es heißt sogar, und lebten ein roar wenig aber desto bequemeres, r Generation. Es liegt einfach in d Mann den Anstrengungen mehr ausgesetzt ist als di und daß daher die Wahr Beruf viel größer ist, ale der Mann eher den förperli benen er meit mehr als biefer Umstand follte den ziehung der Frauen zu benten geben. Gelbft gegner nicht teilt, die fähig halten als den M lich, daß mit dem stärt Berufe auch die Gefah bementsprechend die Str rung wachen würde. weise zur Abkürzung da nicht wegzuleugnende nicht außer acht Lebensweise des zum Trinken vera. ff Der Ster idheitsz fer In den Vereinigter ein Ueberfuß von Dia Gebiet mili diefe Tatsac day Amerifa einen gr europäischen Auswander wanderung die männl if als die weibliche, if fbaftlichen Verhältnifie Interessant ist die Frauen von Jahr zu Maße die Gefahren de rung und die Sterblic Sygiene und Gefahrenv Landtage Bestern, am 15. bie Wahlen der Wah weiteren Bahlgang ba als Abgeordneten in den Bab freis Gießen- La daß das einzig wirksame Mittel gegen Schlaflafigkeit gefunden wähler nur in Frage worden sei. Ein gewisses Mißtrauen gegen die Nachricht ist für den bisherigen freilich dadurch begründet, daß sie von nicht unparteiischer Seite un Großen Linden ei Pandidaten der Sozialde ten fich entschließen. Postkarte eine Gefrierenstraße 5 verbreitet wird, nämlich von einer großen englischen Zeitschrift, die den Interessenten der Kälte- Industrie dient. Das empfohlene Verfahren besteht in Folgendem: Man schlage ein Stück Eis in fleine Stücke, lege sie in ein Handtuch, falte es in die Form einer Binde und lege diese unter das Genic. Dann lege man sich nieder und halte sich ruhig. Der letzte Hinweis, sich ruhig zu verhalten, ist ohne Zweifel nötig, in wenn einem das Rückgrad maschine verwandelt wird. Es soll aber unmöglich sein, wach zu bleiben, wenn die Anweisungen befolgt werden, nach dem Schlaf soll man sich besonders erfrischt und gestärkt fühlen. Das Wasser, das einem aus dem Eisbeutel den Rücken entlang fließen wird, darf man selbstverständlich nicht beachten, denn es dient sogar zur Erhöhung der Wirkung. An sich kann es sehr wohl wahr sein, daß Eis eine einschläfernde Kraft besitzt, wenn es in der beschriebenen Weise angewandt wird. Mit größerer Sicherheit fann man allerdings fanen. emp Stadt- Ansichten Mtzkarten, Mas eigene Portra 6 Stic niffe. es Grenzwächters.e in lezter Woche ein einen doppelten Boden Fuhrmann täglich etwa chmuggelt.- Derartige allzu felten, und wenn von Schmugglerbanden, eln macht, zum großen doch fest, daß an allen zollpflichtiger Gegen immer schärferen Hand c aber die Kontrole an desto größere Schlauheit wandt, um die Grenz start ist der Schmuggel n, in denen Monopole urde vor einigen Jahren dem Maschinenpersonal ache machte. Auf jeder en Labat und Cigarren , teils auf der Lokomo 1. An derselben Grenze erlei Gepäd trug, aber fang beim Rüdpassieren Es stellte sich bei einec rebenfalls den Tabatnicht echt war, sondern nen humoristischen BeiLe, die fidh an der belgi fajt täglich eine bralle über, die anscheinend mit che führenden Chauffee 1 es mit der Zeit auf, daß ielt und riemals schrie. heran, um sich das Kindbas Baby war nur eine en Brabanter Spigen im tand.- An der russischGrenzwächter lange Zeit uch in der Hand täglich nahen Grenzdorfes ging. Bu, daß die Frau ange entdedte man, daß das Blätter des Buches waren so ausgeschnitten, daß mehrere Dugend goldene en. Leberhaupt spielen tende Rolle, da sich ihre n allerlei Kontrebende folche Schmugglerinnen der Grenze mit ebenjo mit Schmuggelware ge Der Gerechtigkeit bringen Sandpaket zollpflichtiger der Gr.nze vor , während sie für rer Kleidung verborgen, Branntwein erfolgt oft al sogar in Sandwagen ausgehöhlt sind und mi den Schnapsschmuggel eren Boden Schwämme 30p chtigen Flüssigam er nicht weit mit eruch der Flaschen die Schwindel bald entdeckt en, die anscheinend leer enthalten, tönnen heute meisten Zollstationen der von beiden Böden aus aber mit Heu und Geuggeln benugt, weil die hwierig ist. Aniffen gegenüber einen t gegen Lift fämpfen. die Rolle des Entdeckers, daß das Eis eine erweckende Wirkung hat. Man kann die Probe machen, wenn man einem Schlafenden ein Stück Eis auflegt. Uebrigens soll es ein Volk auf der Erde geben, das die Fähigkeit hat, ganz nach Belieben zu schlafen. Das sind die Buren. Ein Bure fann rittlings auf einem Zaun sizzen, da: bei fest einschlafen und, was das sonderbarste ist, er wird nicht einmal herunterfallen. Als Johanesburg noch unter der Herrschaft der Buren stand, war es den Behörden einfach unmöglich, die Nachtwächter wach zu halten, die oft überfallen oder wenigstens gehänselt wurden. Junge Engländer machten fich oft den Spaß, aus einer Bar ein Stück Eis mitzunehmen und ließen dem nächsten schlafend angetroffenen Wächter unter den Rock gleiten. Die Wirfung blieb natürlich niemals aus, und die Attentäter mußten die Beine in die Hand nehmen, bevor der Wächter seinen Revolver aus der Tasche heraus. gebracht hatte. Versuchen fann man jedenfalls, ob das Eis in entgegengesetzter Richtung, nämlich schlafbringend, zu wirken vermag, obgleich es vielleicht angebracht ist, den Versuch erst durch einen Freund anstellen zu lassen. 11331333 männer 020 Lenn Stimmen Wahlmänner Vetters Stimmen WahlAllendorf a. d. Lahn Alten- Buseck Aunerod 64 1 0 76 0 115 38 1 33 Daubringen mit Heibertshausen 58 1 44 Garbenteich 80 1 73 Großen- Buseck 152 3 86 Großen Linden 154 3 00 Hansen 50 1 36 Heuchelheim 208 3 204 Klein- Linden 87 3 32 Lang- Göns 194 3 38 2 214 52 54 0 10 1 0 38 76 31 1 52 1 37 3 0 148 279 Leihgestern Lollar Mainzlar Oppeurod Rödgen mit Trohe Ruttershausen mit Kirchberg Staufenberg mit Friedelhausen Baßenborn Steinberg 184 Wiesec 138 010 0000010023001 80 3 0 0 905 0 Im ganzen vereinigten sich auf die Kandidatur Leun 27 und auf die Kandidatur Betters 14 Wahlmänner, so daß Leun auch für die nächsten Jahre dem Landtage mit angehören wird. Somit haben im Wahlkreis Gießen- Land die vereinigten bürgerlichen Parteien, oder richtiger das Bürgertum, gezeigt, daß ein monarchisches Regiment, ein Regiment mit ruhigen sozialpolitischen freien Abschauungen immer noch lieber gesehen wird, als eine von strengen und engen Parteiprogrammen bewachte Verwaltung. Von den anderen Wahlkreisen liegen uns folgende Resultate vor: Das Ewig- Weibliche. Statistische Plauderei von J. Aliquis. Die Statistik ist bekanntlich eine trockene Wissenschaft, und doch bringt sie manches Interessante für alle, die am öffentlichen Leben Anteil nehmen. Mit Hilfe der Statistik ist genau feſtgeſtelt worden, daß in Europa mehr Frauen leben als Manner, und zwar über eine Million. So reiz Los diese Zahl ist, so birgt sie doch eine wertvolle Mitteilung in sich, daß es sich lohnt, den Verhältnissen etwas näher zu treten. Nach einer einfachen Erfahrung überwiegen bei den Kulturvölfern die weiblichen Geburten die männlichen, während bei Völkern in weniger zivilisiertem Zustande mehr Knaben zur Welt kommen. Diese Tatsache allein würde aber nicht zur Ueberfüllung Europas mit seinen Frauen genügen, wenn nicht die Sterblichkeit ebenfalls in Berücksichtigung ge zogen werden müßte. Und die Sterblichkeit ist unter Männern größer als unter Frauen, d. H. die durchschnittliche LebensBauer der Männer ist geringer als die der weiblichen Bewölkerung. Die Ursachen für diese auffallende Erscheinung Liegen teils in der Lebensweise, teils in unseren sozialen Verhältnissen. Die Kultur, die uns auf der einen Seite mit erfreulichen Verbesserungen im wirtschaftlichen Leben beschenkt und für wesentlich wirksameren Schutz z. B. der geverblichen Arbeiter gesorgt hat, ist andererseits die Veranlassung gewesen, daß unserganzes Erwerbsleben unter sich viel anstrengenderen, aufreibenderen Verhältnissen vollzieht und höhere Ansprüche an die körperlichen und geistigen Eigenheit schaften des Einzelnen stellt. Unsere Vorväter, die von elektrischen Straßenbahnen, Automobilen und anderen Verlehrsneuerungen noch nichts wußten, blieben auch von dem nervenzerstörenden Lärm des heutigen Verkehrs verschont und lebten ein zwar weniger technisch ausgebildetes, dafür aber desto bequemeres, ruhigeres Leben als die jetzige Generation. Es liegt einfach in der Natur des Erwerbs, daß der Mann den Anstrengungen und Gefahren des Berufes mehr ausgesetzt ist als die im Haushalt schaffende Frau und daß daher die Wahrscheinlichkeit eines Todesfalles im Beruf viel größer ist, als bei der Frau, zugleich aber auch der Mann eher den förperlichen Anstrengungen erliegen muß, benen er meit mehr als die Frau ausgesetzt ist. Schon bi eser Umstand sollte denen, die eine gleichmäßige Heranziehung der Frauen zum Erwerbsleben befürworten, z11 benfen geben. Selbst wenn man die Ansichten der Frauen gegner nicht teilt, die die Frau für weniger wiederstands. fähig halten als den Mann, ist es nach Obigem augenschein lich, daß mit dem stärkeren Eintritt der Frauen in nämliche Berufe auch die Gefahren dieser Berufe für die Frau und bementsprechend die Stechtichkeitsziffer her weiblichen Bevölke rung wachen würde. Daß bei den Männern auch die Lebens. weise zur Ablürzung der Lebensdauer beiträgt, ist eine leider nicht wegzuleugnende Tatsache. Man darf allerdings dabe: nicht außer acht 11, daß viele gewerblichen Berufe die Lebensweise des es wesentlich beeinflußen und ihn z. B. zum Trinken vera. ssen, dessen Folgen sich dann wieder in der Ster ich itszer zeigen. In den Vereinigten Staaten ist im Gegensatz zu Europa ein Ueberfluß von Männern vorhanden. Gerade für dieses Gebiet wil diese Tatsache nicht viel besagen. Es ist befannt, niffen wird umso größer, daß Amerika einen großen, wenn nicht den Hauptteil der gen. Ganz abzuschaffen und die Verlodung zum nzelnen Länder erweitert L. Julius. keit. chen Mitarbeiter). Mittel gegen die Schla wenigen fann man fagen, ber audi biefe haben den mit der Zeit einbüßen, nt. Andere gibt es, die gesundheitsschädlich sind, lich aufwiegt. Deshalb daß viele Leute es bor te hinzuquälen, die Uhr entropäischen Auswanderung aufnimmmt. Daß an dieser Aus wanderung die männliche Bevölkerung weit stärker beteiligt als die weibliche, ist ebenfalls nur ein Ausdruck der wirt: Shaftlichen Verhältnisse. Interessant ist die Feststellung, daß der Ueberfluß an Frauen von Jahr zu Jahr zunimmt; ein Beweis, in welchem Maße die Gefahren des Berufes für Sie männliche Bevölke tung und die Sterblichkeitsziffer trot er Fortschritte der bygiene und Gefahrenversicherung zunehmen. Landtagswahlen in Hessen. Gestern, am 15. November, haben in 25 Bahlkreisen Sören und darüber nachzie Wahlen der Wahlmänner stattgefunden, die in einem nborgenommen und wie Alzey: Bürgermeister Diehl( natl.) wiedergewählt. Bad Nauheim: Breidenbach( B. d. L.) mit 21 gegen Windecker( natl.) mit 4 gewählt. Bingen- Land wählte Justizrat von Brentano( 3tr.) wieder. Büdingen: Bär wiedergewählt. Darmstadt Land: Regierungsrat Noad gegen Friedrich( Soz.) wiedergewählt. Eberstadt- Pfungstadt: Der seitherige Abgeordnete Regierungsrat Haas( Präsident) hat die erforderliche Mehrnicht gefunden. Gewählt wurde Raab( Soz.) Gernsheim: Regierungsrat Haas( natl.) hier mit Stimmen gewählt. allen Groß- Gerau: Berthold( Soz.) wiedergewählt. Hirschhoru: Breimers( natl.) Wahl scheint gesichert. Hungen Lich: Köhler wiedergewählt. Isenburg- Land: Dr. Fulda( Sz.) gewählt. Von bürgerlichen Barteien war Reichstagsabgeordneter Dr. Becker Offenbach aufgestellt. den Mainz- Land: Dr. Schmitt( 8tr.) wiedergewählt. Nierstein Rieberolm: Raufmann Molthan( Btr.) voraussichtlich wiedergewählt. Die bislang eingelaufenen Resultate lassen noch fein flares Bild zu. Dfthofen: Defonom Best( natl.) gewählt. Börrstadt: Bürgermeister Christ( freis.) gewählt. Seitheriger Vertreter Wolf( B. b. 2.) Böllstein: Beigeordneter Pitthan( natl.) wiedergewählt. Lokales. ** Der Großherzog hat dem Pfarrer Adolf epding zu Großen- Linden die evangelische Pfarrstelle zu Hausen übertragen. Der Vorsitzende der Schulabteilung, Ministerialrat Dr. Eisenhuth, ist aus dem Urlaub zurückgekehrt und hat die Geschäfte wieder übernommen. *** Die hiesige Handelskammer nahm in ihrer gestrigen Bollversammlung eine Resolution gegen die angekündigte Tabakstenervorlage an. Die Handelskammer befürchtet von der drohenden Neubelastung des Tabats eine außer ordentliche Schädigung der hiesigen Tabat und BigarrenIndustrie und ihrer Nebengewerbe und beschloß, in Uebereinstimmung mit dem deutschen Tabakoerein an die Regierung die Bitte zu richten, von jeder Mehrbelastung des Tabaks und der deutschen Tabatfabrikate Abstand zu nehmen. ** Omnibusverkehr in Gießen. Der Vorstand der Omnibusgesellschaft teilt uns mit, daß durch die mangelhaften Wege und Pflasterverhältnisse das Pferdematerial derart gelitten hat, daß er gezwungen ist, die Linie von und nach Wieseck bis auf weiteres einzustellen. * Deutsches Turnfest 1908. Auf ein Schreiben des Ausschusses der deutschen Turnerschaft in Sachen des elften deutschen Turnfestes, das, wie schon berichtet, 1908 in Frankfurt abgehalten werden soll, hat der Frankfurter sprochen. beren Gründen unterlaffen eiteren Bahlgang bann den Mann wählen, den sie gern Magiftrat angelegentliche Förderung und Unterstüßung ver. 8 auf, und es heißt fogar, abitreis Gießen- Land( 5 Wahlkreis) famen für die gen Schlaflafigkeit gefunden wähler nur in Frage: wählen wir solche Wahlmanner, Abgeordneten in den Landtag möchten einziehen sehen. Im §§ Aus Oberbefsen, 15. November. Die jüngsten bon nicht unparteiifcher Seite Beun Großen Linden eintreten oder solche, die für den verhältnisse der Schulkinder auf dem Lande sich entschieden uen gegen die Nachricht in die für den bisherigen Landtagsabgeordneten Bürgermeister Kreislehrerfonferenzen fonstatierten, daß die Frühstücks. er großen englischen Zeit Randidaten der Sozialdemokratie, Redakteur Betters• Gießen sich entschließen. Soweit uns bekannt stimmten in Postkarten- Centrale Rälte- Industrie dient. Das Folgendem: Man fchlag lege fie in ein Handtuchy be und lege dieje unter das eber und halte fich rubig verhalten, ist ohne Zweifel dgrad in eine Gefrier foll aber unmöglich sein, weifungen befolgt werden, onnenstraße 5 Gießen empfiehlt: Seltersweg 14 mbers erfrischt und gestärit adt- Ansichten, Blumen-, Serlen-, aus dem Eisbeutel den Wzkarten, Künstlerkarten. eigene Porträt auf der Postkarte Das man felbstverständlich nich Erhöhung der Wirkung. baß Eie eine einschläfernbe ebenen Weise angewand I may allerding fagen 6 Stück 90 Pig. gegen früher gebessert haben. Einer Fürsorge für arme Kinder, die ohne Frühstück bleiben, bedarf es an feinem Orte. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie August Gabriel Jr. Glessen Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. A Klein- Linden, 15. November. Abgestürzt. Der Kirchendiener Lenz stürzte vom Gerüst in die Tenne herunter. Er mußte in die Klinik verbracht werden. §§ Aus dem Vogelsberg, 15. November. Der vierpfündige Laib Brot, der seither 42 Pfa. geloftet, gilt jest 45 Pfg. Der Weizen ist von 17,25 auf 18,25 r. gestiegen. §§ Merlau, 15. Nov. Echnellzug und Schwein. Als gestern der Schnellzug 250 Uhr von Mücke fam, stand mitten auf dem Gleise ein altes Mutterschwein. Dem Bahnwärter gelang es nicht mehr, das störrige Tier wegzujagen. Dagegen vermochte der Lokomotivführer den Bug vor dem Tier zum Stehen zu bringen. §§ Groß Eichen, 15 November. Wie sehr die hohen Schweinepreise eine Beeinträchtigung der Haus islachtungen nach sich ziehen, zeigt folgendes Vorkommnis: Ein hiesiger Einwohner hatte ein fettes Schwein, das er anderen Tages schlachten wollte und dazu bereits die Vorbereitungen getroffen. Am Abend kam ein Grünberger Megger und bot für das Pfund Lebendgewicht 60 Pfennig. Der Betrag von ca. 200 Mt. für das über 3 8tr. wiegende Schwein bewog den Besizer, dasselbe zu verkaufen und das Schlachten fiel aus. A Grebenhain, 15. November. Die neuerbaute Wasserleitung wird im Dezember eröffnet. Sie foftet ca. 75 000 mt. Die wassereichen Quellen liegen am Fuße der Herchenhainer Höhe. Die Bahnverwaltung ist an das Wasserwerk angeschlossen und zahlt jährlich 1200 mt. A Freiensteinau, 15. November. Unsere Bostver bindung mit Grebenhain wird mit Eröffnung der Bahnstrecke Grebenhain- Hartmannshain neu und beffer geregelt. Die seither täglich verkehrende Fahrpost wird durch eine zweispännige Privatpoft ers zt, die geeignet ist, einen stärferen Personenverkehr nach der neuen Bahnstrecke zu bewältigen. Auch soll die Post täglich zweimal hin und zurückfahren mit Anschluß an die wichtigsten Züge. Der seitherige Boftfahrer Leugold erhält eine Jahresvergütung von 3000 Mt. seitens der Postverwaltung als Abfindungssumme. * * Weilburg, 14. November. Das der Witwe Brinkmann gehörige Restaurat 8um Felsenfeller" mit Garten, in der Nähe des Bahnhofs gelegen, wurde heute von Bierbrauereibefizer Georg Selbig für 26 500 art getauft. Eröffnung der Vogelsberger Bahnstrecke GrebenhainHartmannshain, 15. November. Die feierliche Hartmannshain- Gedern ist nunmehr auf den 15. Dezember festgesetzt. Die landespolizeiliche Abnahme der Streck findet noch Ende ds. Mte. statt. Sicher wird die neue Bahn dem Vogelsberg bedeutenden Verkehr bringen. hilfe sollen in Limburg ab 4. Januar 1906 Fach- Meister* Aus Nassau, 14. November. Mit staatlicher Beikurse für die Kreise Limburg, Ober- und Unterlahn, Kurse sind gedacht für Schneider und Schneiderinnen, Unterwesterwald und Westerburg eingerichtet werden. Die Schreiner, Schuhmacher, Tapezierer, Bolsterer und Dekorateure. Erlas des Lehrgeldes und Vergütung der Reisefoften, ganz Lehrgeld 20 Mt. Bei nachgewiesener Bedürftigkeit tann oder teilweise erfolgen. Personen unter 20 Jahren sind ausgeschlossen. * Mainz, 13. Nov. Bei der gestern stattgehabten Er öffnung ber Offerten für die Erbauung von Kanälen in dem Gebiete der Nordwestfront der Stadt Mainz traten wieder die verschiedenartigsten, von einander abweichenden Forderungen zutage. Für das Los I wurden, schreibt die, Darmst. 8tg.", von einer Firma für Erb- und Maurerarbeiten 169 618 Mt. gefordert, während eine andere Firma für dieselben Arbeiten 79114 Mt. verlangte, mithin ein Breisunterschied von 90 504 Mt. Bei dem zweiten Log betrug die Höchstforderung für Erd- und Maurerarbeiten 70656 M. und die Mindestforderung 32648 Rt., mithin ein Preisunterschied von 30 014 Mt Bei den Gesamtarbeiten beläuft sich daher der Preisunterschied zwischen dem Höchst ordernden und dem Mindestfordernden auf nicht weniger als 128 518 Mart. Gießener laubwirtschaftlicher BetterBlesk. Borausfitliche Bitterung in Hessen für Freitag, den 17. November. Beitweise heiter, trocken, leichter Frost, besonders nachts. ( Näheres durch die Gießener Betterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil: Ibin klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn. beti e in teften Ein gefunder Knochenbau. Ein oft nur unbedeutender Mangel an Raltstoffen im Organismus eines Kindes kann verhindern, daß sich sich seine Knochen gesund und träfig entwickeln. In solchen Fällen muß dem Körper in erster Linie Kalt zugeführt werden, für welchen Zwed sich Scotts Emulsion besonders gut eignet. Scotts enthält Ralf im richtigen Verhältnis, die Kinder nehmen sie mit besonderer Vorliebe, rasch regt sie ihren Appetit an und befördert ihre Verdauung. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit uuferer Schußmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rüden). Scott& Bowne, G. m. b... Frankfurt a. 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Telephon 491. Hypotheken- u. ImmobilienGeschäft. suchsweise die Einrichtung getroffen, daß der Stad rechner bei der Erhebung der Gemeindeftener durd einen weiteren Beamten der Stadtkasse unterstügt wird Demgemäß ist auch der Stadtkassegehilfe Röhrig mit der Erhebung von Gemeindesteuern beauftragt und zur Quittungserteilung ermächtigt worden. Gießen, den 13. November 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Bei dem am 16. d. Mts. dahier stattfindender Vich und Krämermarkt findet der Auftrieb des Viehes von vormittags 8 Uhr an statt. Der Krämermarkt wird innerhalb der Stadt und der Viehmarkt außerhalb der Stadt abgehalten. Grünberg, am 13. Noboember 1905. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Bekanntmachung. aufgehängte Brötchenbeutel mit und ohne Inhalt ge Nr. 271. Jalertionspreid beffen, bie Krelfe W Rellame Rebaltion u. Haupte Fern 27 für Ober Enthält alle a Als der Krieg in bung nahm, war man Bekanntmachung. In letzter Zeit sind wiederholt an den Haustüren Die Ansprüch Unter Bezugnahme auf die Bestimmungen der stohlen worden, ohne daß die Täter entdeckt wurden. Kreispolizei- Verordnung vom 10. März 1905 wird hier- Die hiesige Bäderinnung hat sich deshalb veranlaßt ge mit befannt gegeben, daß die Termine zur diesjährigen sehen, demjenigen, welcher einen Brötchendieb derartig Ankörung der über und Ziegenböcke wie folgt festgesetzt namhaft macht, daß seine Bestrafung erfolgen kann, eine worden ist. Dienstag, den 21. November 1905. Garbenheim 914 Dutenhofen 10. Dorlac 103/4 Atzbach 1114 Kinzenbach 113/4 Krofdorf 1214 Launsbach 1234 Wißmar 114 Odenhausen 214 Salzböden 23/4 Krofdorf, den 7. November 1905. Der Bürgermeister: J. V.: Eyma el, Kreissekretär. Gelegenheitskauf: verbindlich bis 24. November: Diese und die kommende Woche stehen zum Verkauf 8000 Thüringer Wetterhäuser mit Starkasten und grossem Thermometer das, Sück zu 98P Pfg. 2 Stück M. 1.95 Belohnung auszusehen. Gießen, den 14. November 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 13. Oftober 1905 angeordnete Spene der Bleichstraße zwischen Südanlage und Löberstraje wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 4. Oktober 1905 angeordnete Sperre des Afterweges zwischen Schillerstraße und Nordanlage wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 6. Oktober 1905 angeordnete Sper der Plock- und Johannesstraße wird hiermit au 5 Stück M. 4.75 gehoben. 25 Stück M. 22 Unter 2 Stück werden nicht versandt. Thüringer Wetterhaus m. Starkasten und grossem Thermometer: kommt der Mann mit dem Regenschirm aus dem Haus, so giebt es schlechtes Wetter; kommt die Frau heraus so giebt es gutes Wetter halten sich Manni u. Frau im Hause auf, so ist das Wetter sehr ungewiss. Dieses Jahr sehr billig: Obstbäume, Blumenzwiebeln. 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Gießen, den 14. November 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die Schreiner, Salosser und Glaserarbeit für die Erbauung eines Kessel- und Maschinenhauses b der Kläranlage sollen mittwoch, den 22. November d. J., vorm. 10 öffentlich bergeben werden. Zeichnungen, Arbeitsbeschreibung und Bedingung tegen während der Dienstſtunden bei uns zur Ginf auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich), fi spätestens bis zum borgenannten Zeitpunkt an uns e zureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. inGoldschrift - Gießen, den 14. November 1905. Städtisches Tiefbauamt. Mit Namen 10 Pig. mehr. natürliche Grösse Braubach. Ganz umsonst und portofrel Rann sich Jeder von uns für entsprechenden Wert Waren erwerben. GEBRUDER- P GRUEFRA Drnd und belag der Gieß (( 18. Fortfchung.) In einer Unwan Mutigsten zuweilen be eines schweren und f Lascar anfänglich au Furze Frist für seine gewonnen habe. 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