Bimmer gelangt fet. zerfallenen Gemache. und dann no unglaublich, daß jemand auf diese Art und Weise in fai Darauf schien es ihm auch wieder Simmer bestände, hätte auch kein Mensch Interesse an dem Da auch durchaus feine Verbindung zu einem der anderen zerbrochenen Scheiben jede Witterung eindringen könne. Das Gemach wäre wohl längst unpajfierbar, da durch die nie geöffnet sei und jedenfalls nie geöffnet werden würde. hörte aber von den Geschwistern, daß die eiserne Tür noch da er sicher glaubte, dort die Lösung des Rätsels zu finden, Er hatte Alfred und Ellinor darauf aufmerksam gemacht, anstoßen müffe, welches einen Ausgang nach außen besaß. feststellen können!" gen und dem roten Haar. " Sie muß eigentümlich gewesen sein m Schade, daß Sintergedanken zu haben. fah ihn zu unbefangen an, um bei ser nie zu uns fam, da hätte man die A Eine Tüge ( Fort disch. henden Bilbe.) me Stute is in Ohnmacht Deine mit ihrem neuen nd meine noch immer " ter- Boologie. chen, erzähle mir etwas e Gans ist ein Vogel. hes Tier. Ihre Flaum Füllen der Betten; ihr ich wenn die Köchin eine alte erwischt hat!" Hebaftian ber Reuen Berliner Str. 243 Sufertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberen, die Kreise Wehlar und Marburg 10 fg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Betitzelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Rr. 362. - Montag, den 16. Oftober 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfc., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sickener Seifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Delcaffés Ränke - Unterredung mit einem deutschen Staatsmann. Nachdem aus französischen und englischen Quellen Darstellungen von den Vorfällen gegeben worden sind, die sich vor einigen Monaten hinter den diplomatischen Kulissen zugetragen haben, dürfte es von besonderem Interesse sein, einen deutschen Gewährsmann zu hören. Unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt uns im folgenden, was ihm einer unserer führenden Staatsmänner gesagt hat und was in manchen wichtigen Punkten eine bedeutungsvolle Nichtigstellung und Ergänzung der von anderer Seite verbreiteten Meldungen enthält: Die Enthüllungen des Pariser Matin" können recht wohl von Herrn Delcassé herrühren, und sie sagen noch nicht einmal alles, was der frühere französische Minister auszuplaudern imftande gewesen wäre. Ihm ist in der Tat von englischer Seite ein Schutz- und Truzbündnis angeboten worden; man hat ihm in der Tat für den in Aussicht genommenen Fall eines Krieges mit Deutschland die Landung ben hunderttausend englischen Freiwilligen in SchleswigHolstein versprochen; man hat ihn darüber hinaus wissen lassen, daß England bereit wäre, nach siegreich beendetem Feldzug Frankreich zur Rheingrenze zu verhelfen! Das hat man in Berlin gewußt, ganz genau gewußt. Man war hier auf alle Eventualitäten vorbereitet, und zwei Tage lang war man jeden Augenblick fertig, den Mobilisierungsbefehl hinauszuschicken. Italien wäre mit uns marschiert. Es lag auf der Hand einzig Herr Delcassé erkannte es nicht daß England der französischen Republik ansann, für England in Europa ebenso die Kastanien aus dem Feuer zu holen, wie es Japan in Asien wirklich getan hat. Die französische Regierung mit einziger Ausnahme des Herrn Delcassé sah ein, daß sie im glücklichsten Fall Englands Suprematie auf seine und Deutschlands Kosten hergestellt haben würde, und daß das Gleichgewicht einer Anzahl von Staaten dem ausschließlichen Uebergewicht eines Staates unbedingt vorzuziehen sei. Die französische Regierung mußte sich überdies sagen und sagte sich, daß trotz der zugesicherten englischen Hilfe der gute Ausgang des Feldzugs gegen Deutschlond zu Landevorsichtig ausgedrückt:- ungemein fraglich sei, besonders da in keiner Weise auf eine Kooperation Rußlands zugunsten der englisch- französischen Allianz zu rechnen sei. Dagegen leuchtete ihr ein, daß Frankreichs Integrität und die Wahrung seiner Interessen ungleich besser gewährleistet sei, wenn Frankreich mit Rußland und Deutschland, d. i. mit Rußland und dem gesamten mitteleuropäischen Dreibund zusammenginge. Die Allianz mit England bedeutete den Krieg mit allen seinen unberechenbaren Möglichfeiten, das andere bedeutete ehrenvollen Frieden und Sicherheit. Die gesamte französische Regierung war in dieser Ueberzeugung einig; nur Herr Delcassé verharrte in Verblendung, und darum mußte er mit ungewöhnlicher Plötzlichkeit sein Amt verlassen, das er in ungewöhnlichem Maße fompromittiert hatte. Er ist auch in Amtlosigkeit nicht schend geworden. Das beweisen seine Enthüllungen, die nur in der Vorausseßung verständlich sind, daß er noch immer glaubt, auf dem rechten Wege gewesen zu sein, daß er noch immer nicht zum Verständnis gekommen, wie sehr England ihn zum Werkzeug englischer Interessen machen wollte. Das französische Volk ist ihm nicht gefolgt, auch nachträglich nicht, und darin liegt für die zukünftige Entwickelung der Verhältnisse des europäischen Kontinents ein großer Gewinn. Delcassé hat ohne seine Absicht Gutes gewirkt. Selbstverständlich haben die Mitteilungen des Pariser ,, Matin" Anlaß dazu gegeben, daß der deutsche Botschafter in London, Graf Wolff- Metternich, bei der dortigen Regierung amtlich Nachfrage hielt, ob und wie weit jene Enthüllungen der Wahrheit entsprächen. Die Antwort lautete dahin, daß die englische Regierung in ihrem Busen nicht solche feindseligen Gesinnungen gegen Deutschland hege.- Man fann nicht behaupten, daß diese Antwort sehr klar und unzweideutig wäre. Sie ist im Gegenteil recht gewunden und läßt erkennen, daß dabei manches verschwiegen wird. Was berschwiegen wird, darüber sind nur Vermutungen möglich. Man darf annehmen, daß die Regierung einer Großmacht direkte Unwahrheiten unter ihrer Würde hält. Trifft das Bu, fo ergiebt sich, daß die englischen Zusagen des Herrn Delcassé nicht von einem verantwortlichen Mitglied der englischen Regierung gemacht worden sind, woh! aber von einer Seite, von der Herr Delcassé annehmen durfte, daß sie die englische Regierung hinter sich haben. daß sie von der englischen Regierung nicht Lügen gestraft werden würde! Welches diese Seite ist, braucht nicht ausdrücklich gesagt zu werden und soll nicht gesagt werden. Nur auf die Möglichkeit mag noch hingewiesen sein, daß die unvermeidlichen Mittelspersonen in ihrem Cifer etwas mehr gesagt haben, als wozu fie beauftragt waren, und baß Serr Delcassé selbst in seiner ausgeprägten Brädisposition und Voreingenommenheit nach einer bestimmten Richtung aus den ihm zugetragenen Worten etwas mehr herausgehört hat, als wirklich darin lag. Vor dem englischen Parlament wird die englische Meaieruna vie!- leicht zu dentlicheren Aufschlüssen bereit sein, als dem deutschen Botschafter gegeben worden. Vielleicht auch nicht. Es kann Rücksichten geben, die sogar ein sehr selbstbewußtes und stolzes Parlament respektiert, um weitgehende Konse quenzen zu vermeiden, die es nicht gezogen wissen will. Die Hufftände in Deutfch- Afrika. Nach einem Telegramm des Generals von Trotha sollen die Herero vor der Unterwerfung stehen, da ihre Kräfte erschöpft seien. Dennoch war es ihren Führern Morenga und Morris möglich, am 7. Oktober einen deutschen Bosten in Jerusalem bei Ukamas zu überfallen, sechs deutsche Soldaten zu töten, einen zu verwunden und zwei gefangen zu nehmen. General von Trotha berichtet weiter, daß Oberstleutnant von Mühlenfels im September mit allen seinen Truppen größere Unternehmungen gegen die im Damara- Lande umherstreifenden Hererobanden ausgeführt hat. Es wurden 40 Werften überfallen. Dabei fielen insgesamt etwa 250 Herero, 767, davon zwei Drittel Weiber und Kinder, wurden gefangen, 79 Gewehre und mehrere Hundert Stück Kleinvieh erbeutet. Auf deutscher Seite fiel ein Unteroffizier, zwei Reiter wurden verwundet. Das Komashochland wurde durch das konzentrische Vorgehen mehrerer KoTonnen gesäubert, doch gelang es einer feindlichen Bande, nach Verlust von 6 Toten, 43 Gefangenen und 7 Gewehren nach dem Knifebtal zu entkommen. Hendrik Witboi und Simon Kopper befinden sich auf der Flucht und werden energisch verfolgt. Englische Neutralität. Um die wohlwollende Neutralität Englands gegen Deutschland in Südwestafrika nachzuweisen, hat der britische Gouverneur von Transvaal die englische Polizeistation in Lehutitu zum Bericht aufgefordert. In dem in Johannesburg eingelaufenen Bericht hat der in Betschuanaland statio= nierte Polizeileutnant darauf jede von dort ausgehende Unterstützung der aufständischen Herero nachdrücklich in Abrede gestellt, wovon dem deutschen Konsul in Kapstadt amtliche Meldung gemacht wurde. Trotz aller Beteuerungen wird es Leute geben, die den Engländern nicht recht glauben. Das Vertrauen in die englische Aufrichtigkeit ist in letzter Zeit gar zu stark auf die Probe gestellt worden. In Deutsch- Ostafrika. Im Bezirk Dar- es- Salam sollen die Unruhen nach offiziösen Meldungen nicht bedenklich sein und sich auf den südlichen Teil des Bezirks beschränken. Hauptmann von Kleist kehrte mit der achten Kompagnie am 11. nach Dares- Salam zurück, nachdem er einige Haufen Aufständischer zersprengt hatte. Er fand den Küstenplatz Kisidju zerstört und den dortigen Akida vertrieben. Der Bezirksamtmann Boeder bleibt borläufig noch mit der Polizeitruppe südlich bon Dar- es- Salam. Wie die amtlichen Verlautbarungen weiter besagen, soll religiöser Janatismus die Ursache des Aufstandes sein. Die Eingeborenen fämpfen unter schwarzen Flaggen mit dem Ruf Wasser! Wasser!" d. h. Zauberwasser. Im Norden der Bahnlinie ist alles ruhig. Für die Ausbreitung des Aufstandes ist der wesentlichste Grund die Verbreitung falscher Nachrichten gewesen, wie die Zerstörung Kilwas, Ermordung des Gouverneurs, Vernichtung der Schutztruppe, die ihre Wirkung auf die Negerphantasie nicht verfehlt haben. Im Hinterland von Kilwa ist der Gegner schwer zu fassen, da er im Busch überall ausweicht. Das Aufstandsgebiet ist bei großem Umfang völlig unwegsam, wodurch sich die Langsamkeit der Niederwerfung erklärt. In den nördlichen und westlichen Bezirken hat sich kein Fall von offener Auflehnung gezeigt, doch sind Gärungen unverkennbar. Die dort stationierten Truppen können deshalb nicht abkommandiert werden. Voraussichtlich wird noch längere Zeit bis zur vollständigen Beruhigung vergehen Politische Rundschau, Deutsches Reich. * Nach dem ziemlich lendenlahmen französischen Dementi in der„ Agence Havas" fommt jetzt auch das britisch- offiziöse ,, Bureau Reuter" mit einer Erklärung, nach der trotz der Enthüllungen Delcassés die englische Politik Deutschland gegenüber wie ein weißes Täubchen dastehe. Deutschland sei von Großbritannien informiert worden, daß die Frage eines Beistandsangebots an Frankreich seitens Englands niemals entstanden ist, und daß Frankreich niemals um Beistand nachgesucht hat, ferner daß England niemals einen solchen angeboten hat. Auf Anfragen in englischen Regierungskreisen ist dem Reuterschen Bureau mitgeteilt worden, daß die britische Regierung feine Erklärung über den Gegenstand abgebe. Warum denn nicht? Die einfachen Ableugnungen in ziem lich wenig glaubwürdigen Depeschenagenturen schaffen doch eine solche Anklage, wie sie die Offenbarungen des„ Matin" Gießen und anderer Behörden von Oberheijen. brachten, nicht aus der Welt. So ist selbst die Auffassung in Pariser Blättern. Der„ Eclair" schreibt:„ Niemand in Frankreich hatte nach der Beilegung des Marokkozwists ein Interesse daran, daß die englisch- deutsche Gegnerschaft aufgestachelt und Berlin gegenüber Paris von neuem feind selig würde. Die Kulissengeschichte dieser Machenschaften muß wohl noch ernster und gefährlicher sein als die Enthüllungen der Zeitungen selbst, da Rouvier zu einer einfachen Ableugnung seine Zuflucht nehmen mußte."- Ob man in England nicht doch noch Veranlassung finden wird, zu reden, klipp und klar zu reden? * Die in Berlin stattgefundene Konferenz über die Betriebsmittelgemeinschaft der deutschen Eisenbahnen hat zu guten Ergebnissen geführt. Man ist zu einer vollständigen Einigung über die organisatorischen Einrichtungen gelangt. Die Grundlage der weiteren Konferenzverhandlungen wird dem nationalen Gedanken eines einheitlichen deutlichen deutschen Betriebes Rechnung tragen. Hauptsächlich wird es sich handeln um einheitliche Handhabung auf nationaldeutscher Grundlage, aber ohne Beeinträchtigung der Hoheits- und Besitzrechte der einzelnen Staaten, größtmögliche Beseitigung der wirtschaftlich schädlichen Leerläufe, unbeschränkte gegenDa Württemseitige Benutzung des Güterwagenpartes. berg und Baden ihre Zustimmung zu der Personentarifreform von der Einigung über die Betriebsmittelgemeinschaft abhängig gemacht haben, ist der jezige Stand der Verhandlungen über die Betriebsmittelgemeinschaft auch für die Personentarifreform von günstiger Bedeutung. * * Nach mehreren Tagen der Verhandlung in der bayeri schen Kammer über die Wahlrechtsfrage wurden die verschiedenen Anträge zur Abstimmung gebracht. Es lagen Anträge vor vom Zentrum, den Liberalen und den Sozialdemokraten. Der Zentrumsantrag und ein Eventualantrag der Liberalen wurden einstimmig einem besonderen Ausschuß überwiesen, der Antrag der Sozialdemokraten abgelehnt und ebenso der Primärantrag der Liberalen auf Proportio. nalwahl. Der Antrag des Zentrums bezweckt eine Ausdehnung des Wahlrechts, geht aber nicht so weit wie der Antrag der Sozialdemokraten, die das allgemeine Wahlrecht ohne jede Beschränkung einführen wollten. * Bei der Eröffnung der Hamburger Mastvieh- Ausstellung hielt der preußische Landwirtschaftsminister von Podbielski eine Ansprache, in der er sich auch zur Fleischteuerung äußerte. Der Minister sagte, er betrachte es als seine Aufgabe, die Landwirte immer auf die Forderungen des Mark tes zu verweisen; er könne aber nicht helfen, wenn diese Forderungen sich plötzlich änderten. * Der Reichstag nahm in seiner letzten Sizungsperiode einen Antrag an, den Reichskanzler um eine Denkschrift über das Kartell- und Syndikatswesen zu ersuchen. Dieser Anregung folgend, ist eine Umfrage bei den Bundesregierungen und den Interessenverbänden veranstaltet worden. Auf Grund dieser Vorarbeiten soll dem Reichstage möglichst schon bei seinem Zusammentreten der erste Teil der Denkschrift mitgeteilt werden, in dem eine statistische Uebersicht über den Umfang der Verbandsbildung innerhalb des Reichsgebiets gegeben wird. Der Rücktritt des preußischen Handelsministers Herrn Moeller ist damit in Zusammenhang gebracht worden, daß der Bundesrat die alsbaldige erneute Einbringung der Börsengesepreform- Vorlage verweigert habe. Das ist unzutreffend. Eine solche Weigerung hat nicht statt. gefunden. Richtig ist allerdings, daß Herr Moeller auf den Entwurf großen Wert gelegt hat. Er hielt es für unbedingt erforderlich, aus dem geltenden Gesetz die Bestimmungen zu beseitigen, die unlauteren Elementen ermöglichen, gegen den Grundsatz von Treue und Glauben durch den Differenzeinwand sich ihren Verpflichtungen zu entziehen und sogar die nachträgliche Rückgabe der von ihnen gemachten Zahlungen in einer fast unbegrenzten Zeit zu erzwingen. Im Hinblick auf die mögliche, nach der Auffassung des Herrn Moeller mit aller Sicherheit zu erwartende ungünstigere Gestaltung der Börsenverhältnisse erschien dem seitherigen Handelsminister jene Notwendigkeit so unabweislich, daß er sogar bereit war, der Börsengesetreform in der Gestalt zuzustimmen, die ihr während der vorigen Reichstagssession von der vorberatenden Kommission gegeben worden war. Schweden. ** Wie aus Stockholm gemeldet wird, hat der König die Regierung wieder übernommen. Der greise Monarch hatte bor einiger Zeit wegen andauernder Kränklichkeit den Kronprinzen mit der Regentschaft betraut. Italien. ** Nach römischen Blättermeldungen wird ein javanishes Geschwader unter dem Kommando des Admirals Togo baldigst Livorno, Genua, Neapel und Palermo besuchen. Die Mannschaft soll in Civitavecchia an Land gehen. Admiral Togo und die Offiziere würden sich nach Rom begeben, wo der König sie empfangen werde. frankreich. ** Die Polizei in Marseille hat den Anarchisten Jaffei berhaftet. Er wurde schon länger gesucht und wird beschuldigt, an der Ermordung König Humberts von Italien beteiligt gewesen zu sein. Spanien. ** Das vollständige Ende der karlistischen Bewegung Um seinen Frieden mit dem Scheint gekommen zu sein. König Alfons von Spanien zu besiegeln, wird sich Don Carlos demnächst nach Spanien begeben, um das Ende des Carlismus zu proklamieren. Russland. ** Nunmehr ist auch die Schließung der Universität Dorpat erfolgt. Die Maßnahme wird auf eine Versammlung bon Studierenden zurückgeführt, die wegen der Verhaftung bon acht Kommilitonen abgehalten wurde. Die Polizei verhaftete wegen des Singens aufrührerischer Lieder achtzehn Studenten. Ein Polizist wurde durch einen Revolverschuß berlegt. ** Gegen die Villa des großen Spinnereibesizers Posselt im Fabrikort Marfi bei Warschau wurde eine Bombe geschleudert. Die Köchin und der Gärtner wurden getötet. Die Täter entfamen. Auf der Flucht schossen sie auf die folgenden Polizisten und töteten drei von ihnen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser und die Kaiserin sind mittelst Sonderzuges von Kiel im Neuen Palais zu Potsdam cingetroffen. friede in der Elektrizitäts- Induftric. ( Eig. Bericht.) Berlin, 14. Oktober. Der Friede ist geschlossen. Die drohende Aussperrung von weiteren Tausenden ist abgewehrt. Mit der neuen Woche kehrt die Ruhe wieder ein in die ElektrizitätsIndustrie, die seit drei Wochen einem heftigen Lohnfamipfe hatte weichen müssen. Das Angebot der Metall- Industriellen unterlag den Teilen der Arbeiter, von denen die Bewegung ausgegangen war, den Schraubendrehern des Werner- Werkes am Nonnendamm und den Lagerarbeitern der Kabel- Werke in OberSchöneweide. Die ersteren stimmten dem Antrage der Führer des Metallarbeiterverbandes zu, den Streik durch Annahme des Ultimatums der Arbeitgeber zu beenden. Insbesondere sind es wohl die Schraubendreherinnen gewesen, die für Beendigung des Streifes den Ausschlag gaben. Anders verlief die Sache bei den Lagerarbeitern an der Oberspree. Durch ein Versehen waren die meisten der zur Versammlung geladenen Ausständigen nach Oberschöneweide gefahren, während die Versammlung in den Andreasfestsälen in Berlin stattfand. Nach heftiger Debatte, in der die Geister stark aufeinander platten, wurden 113 Stimmen für die Weiterführung des Streits abgegeben, während nur 97 für Beendigung des Kampfes sich aussprachen. Damit war die für eine Fortführung des Streiks notwendige Zweidrittelmehrheit nicht erreicht. Allein die in der Minderheit Befindlichen legten gegen die Abstimmung Protest ein, weil von den 270 Lagerarbeitern nur 210 daran teilgenommen hatten. Der Protest wurde vom Zentral- Streiffomitee als berechtigt anerkannt und eine neue Versammlung auf heute vormittag anberaumt. In dieser erfolgte nun nach weiteren erregten Debatten die Annahme des Ultimatums mit 138 gegen 91 Stimmen. Die Mehrheit hat sicher im Sinne des größten Teiles der Arbeiterschaft gehandelt. Denn viele an dem Lagerarbeiterstreik direkt nicht Beteiligte harrten mit Spannung des Ausganges und hielten mit ihrem Urteil nicht zurück, daß es unverantwortlich gewesen wäre, würde der Friedensschluß von den Lagerarbeitern bereitelt sein. Wäre es geschehen, so hätte, das darf man nicht vergessen, die Aussperrung von weiteren 20 000 Mann heute sofort stattgefunden, und das Heer der Streifenden wäre auf 60 000 angewachsen. Das ist vermieden, der Friede kehrt zurück, die angedrohte Aussperrung im ganzen Bereich der Berliner Metallindustriellen bleibt man darf es sagen, zu allgemeiner Genugtuung eine Drohung. Der Beschluß, die sämtlichen Fabriken zu schließen, wurde sofort durch Anschlag aufgehoben, und in den sämtlichen Werkstätten der drei großen am Streif beteiligten Gesellschaften Allgemeine Elektrizitätsgesellschaft, Siemens u. Halske A.-G. und Siemens- Schuckert- Werke G. m. b. H.- wird am Montag morgen der Betrieb wieder in vollem Umfange aufgenommen. Von fejervary bis ( Eig. Bericht.) - fejervary! Budapest, 14. Oktober. Baron Fejervary, der abgedankteste Minister, ist abermals als Chef des Kabinetts aus Wien zurückgekehrt. Es findet sich eben zurzeit fein Staatsmann, der zu dem Versuch bereit wäre, unter den vom Kaiser Franz Josef vorgeschriebenen Bedingungen den ungarischen Staatskarren aus dem Sumpf zu ziehen. Zu diesen Bedingungen gehört in erster Reihe die Verwerfung der magyarischen Kommandosprache, sodann die Vermeidung jeder verfassungswidrigen Maßnahme, wobei freilich der Begriff der Verfassungswidrigkeit nicht nach der Umschreibung der oppositionellen Rcalition genommen wird, die in der bloßen Existenz eines außerparlamentarischen Ministeriums schon eine Verfassungsverlegung erblickt. Baron Fejervary will die Koalition niederzwingen und ihr die Mehrheit nehmen, indem er sich populär macht. Sein vornehmstes Mittel, den Gegnern den Wind aus den Segeln zu nehmen, ist der Vorschlag der Einführung des allgemeinen Wahlrechts. Natürlich bedarf es dazu der Neuwahlen, denn nur ein auf Grund des geltenden Wahlrechts gebildetes Parlament fann ordnungsmäßig den Wahlmodus. ändern. Baron Fejervary rechnet darauf, daß dieser Vorschlag ihm in der Bevölkerung Ungarns Freunde gewinnen wird. Das mag sein, aber es braucht ihm noch nichts zu helfen. Denn der magyarische Teil der Bevölkerung, der jetzt allein ausschlaggebend ist, wird von der Sienerung nicht erbaut sein, die das magyarische Uebergewicht zu beseitigen angetan ist. Immerhin liegt es in der Möglichkeit, daß der Bruchteil der koalierten Oppo= ſition, der immer schon für das allgemeine Wahlrecht schwärmte, sich für die Regierung gewinnen läßt und um diesen Preis einstweder auf die magyarische Kommandosprache verzichtet.& tann aber auch kommen, daß die Opposition trotz des Rochmittels festbleibt. Nun hat Baron Fejervory noch ein zweites Geschenk für die Stockmagyaren bereit er will die zollpolitische Selbständigkeit Ungarns zur Anerkennung bringen, die Bollunion mit Desterreich auflösen. Das kinn freilich vollständig erst 1916 geschehen, nach Ablauf der jetzt abgeschlossenen( von dem ungarischen Parlament übrigens noch nicht genehmigten) Handelsverträgen, in denen Desterreich- Ungarn als Wirtschafts- und zollpolitische Einheit erscheint. Vor dem genannten Zeitpunkt aber und sogar ohne längeren Vorzug soll es eine Abschlagszahlung, eine Art Handgeld geben in der am 1. Januar 1908 beginnenden Einführung bon Zollschranken zwischen den beiden Reichshälften für Konsumartikel. Das hieße allerdings den Teufel durch Beelzebub austreiben, ein ungeheures Opfer bringen, um ein kleines zu sparen, die wirkliche Trennung Desterreichs und Ungarns aussprechen, um den wertlosen Schein einer Gemeinsamkeit aufrecht zu erhalten. Es ist nicht wahr. scheinlich, daß Baron Fejervary mit diesem Plan Glück hat. Die Ungarn selbst werden von dem Geschenk nichts wissen wollen, das wirtschaftlich für sie leicht verderblich werden kann. Wird aber der Plan durchgeführt, so ist der Anfang bom Ende da, so hat die habsburgische Gesamtmonarchie zu existieren aufgehört. Der Rest von dem, was außer der Personalunion noch übrig bleibt, ist dann nicht mehr wider. standsfähig und wird schnell weggeschwemmt werden. Im übrigen sind Konsumzölle zwischen Desterreich und Ungarn mit den noch geltenden und mit den neuen Handelsverträgen nicht ohne weiteres vereinbar. Es könnte geschehen, daß Fejervarys Vorschlag im Ausland ein viel größeres Entgegenkommen findet, als dem jüngsten Verteidiger der magyarischen Kommandosprache angenehm ist. Nab und fern. † Cholera und Typhus. Die Ursache der Stolper Cholera- Erkrankungen ist in verfeuchtem Havelwasser zu suchen. Es sind dort über 100 Personen, Arbeiter mit ihren Frauen und Kindern, unter ständiger Aufsicht. Sie tun ihre Dienste, werden aber von Gendarmen vor der Berührung mit anderen Personen zurückgehalten.- Im Dorf Gremmin bei Gräfenhainichen breitet sich der Typhus derartig aus, daß bereits Kranke nach dem Kreiskrankenhause in Bitterfeld haben geschafft werden müssen. † Explosion einer Pulvermühle. In Rudersdorf bei Graz flog eine Pulvermühle in die Luft. Drei Arbeiter wurden berwundet, einer wurde verlegt. † Sturm in See. In der Nordsee und an der Elbmündung herrscht andauernd stürmisches Wetter. Viele Schiffe sind mit Havarien in Curhaven eingekommen, manche mußten eingeschleppt werden. Auch die auf See übende Wilhelmshavener Schultorpedoboots- Flottille lief zum Schutz vor dem Unwetter in den Hafen von Cuxhaven ein. † Im Walde verirrt. Ein früherer Gastwirt in Bamberg, ein 63 Jahre alter Herr, kehrte von einem der weiten Spaziergänge, die er zu unternehmen liebte, nicht zurück. Verwandte und Freunde suchten die Gegend ab, aber erst am dritten Tage fand man den alten Herrn sterbend im Walde. Er hatte sich verirrt und war vor Erschöpfung zusammengebrochen. In den Armen seines Sohnes hauchte er sein Leben aus. † Der schlimme Herbst macht sich besonders in der Schweiz empfindlich geltend. Er hat nicht nur die Fremden vorzeitig aus den Bergen vertrieben, das Ausbleiben des Altweiber- Sommers hindert auch die Landleute an der Einbringung der Ernte. Die Kartoffeln und andere Feldfrüchte liegen vielfach tief unter Schnee, die noch in vollem Laub schmuck prangenden Obstbäume werden von der Schneelast zu Boden gedrückt. Ueberall stehen die Berge im Winterfleide, und es herrscht an vielen Stellen empfindliche Kälte. † Ein ungetreuer Waisenhaus- Direktor. In Klosterneuburg erregt es großes Aufsehen, daß der langjährige Direktor des fünften Wiener städtischen Waisenhauses, Franz. Neckamm, vom Amte suspendiert ist. Es handelt sich angeblich um grobe Unregelmäßigkeiten in der Wirtschaftsführung. † Decken- Einsturz in einem Hotel. In dem Hotel Union in Budapest stürzte der Plafond des Treppenhauses ein und riß die Decke einiger angrenzenden Zimmer des ersten Stocks mit sich. Eine Person wurde schwer, zwei andere wurden leicht verletzt. Die Hotelgäste wurden von der Feuerwehr durch das Fenster gerettet. † Zusammenstoß im Manöver. Bei den Manövern in Curragh in Irland sollte eine Schwadron des 19. englischen Husaren- Regiments gegen die von einer Schwadron des 11. Husaren- Regiments gedeckten Geschütze vorgehen. Infolge eines Irrtums galoppierten die 19. Husaren gerade in die Geschüße hinein. In der großen Verwirrung, die nun entstand, kamen verschiedene Unglücksfälle vor. Ein Soldat brach das Genick, ein anderer wurde getötet. † Ein Eisenbahnunfall ereignete sich in Flensburg, wo der dort eintreffende Jahrmarktsgüterzug den Prellbock auf der Kiel Flensburger Bahn überrannte und in die städtischen Anlagen fuhr. Der Packwagen wurde total zertrüm. mert, fünf Jahrmarktswagen sind mehr oder weniger schwer beschädigt. Ein Panoptikumbesizer macht allein einen Regreßanspruch von 40 000 Mark geltend. Cokales 16. Oftober 1905. u. a. der Rektor der Universität, die Herren Provinzialdirektor wurde wiedergewählt: Behörden, die Vertreter der Lehranstalten und der Stadt, Die Wahl des Landesaut fa ** Der Großherzog empfing am 14. Oktober den Kreisamtmann Habertorn von Schotten. Darmflabt, 2 Borfigenbe Schriftführer Dr. Balten adameifter Hauptmann Bo Amefchuß wurden noch auß Mitglied in den wei Darmstadt, Offenbach und G eim ( Turn ** Areisturuwart B heintreifes zu bem am 22. D Darmstadt- Dieburg- Bieber Halfindenben Kriegespiel en militärischen Manövern Warfzeit wird etwa 8 Stu fundet bei jeder Witterung f * Eintommenftener effen, deffen Bevölkerung 321 437 Berfonen eintomm fteuern 97 ein Einkommen b 25 in Mainz, 20 in Offen Worms, 6 in Gießen, Friedberg und Zwingenb Michelstadt, je 1 in B Seligenftabi, Büdingen, 97 Barfonen bringen aber gefamten Einfommensteuer während das Gesamtertr Rerungsjahr 1905 fid = Topographisd in Dberheffen durch einen Geheimrat Dr. Breidert, Regierungsrat Dr. Wagner, Kreisamtmann Dr. Kranzbühler, Oberbürgermeister Mecum, die Kommerzienräte Gail und Heichelheim. Oberbürgermeister Mecum übergab die neuen Räume an den Oberhessischen Geschichtsverein und betonte die Wichtigkeit der Bestrebungen des Vereins für Stadt, Universität und Vaterlano. Geheimrat Professor Tr. Behaghel hielt hierauf die Feftrede, die sich auf die Geschichte des Echlosses bezog und dankte der Stadt für das neue Heim. Seinen Ausführungen entnehmen wir einiges aus der C.schichte des Schlosses. Es wurde im 14. Jahrhundert as ältestes Gebäude der Stadt vom Grafen zu Gle.berg zum Schuße des Klosters Sch ffenberg gebaut. Im 16 Jahrhundert wurde es Sh des Oberkommandanten und der Behörden, 1605 verlegte man die Kanzlei in das Gebäude, in dem auch mehrere Landgrafen Wohnung nahmen. Den Bergfried, der lange Zeit als Gefängnis diente, bezeichnet der Volksmund als Heidenturm; 1881-87 benugte man das Schloß als Kaserne, nachdem es 1821 und 1860 renoviert worden war. Als das Militär ausgezogen war, überließ man das Schloß dem Verfall, und die hessische Regierung, die damalige Besizerin, war entschlossen das G. bäude bis auf den Bergfried abzubrechen. Der damalige Oberbürgermeister nauth, izige Finanzminifter, und Provinzialdirektor Freiherr von Sagern retteten das Schloß vor dem Untergang, und tie hessische Regierung überwies es am 14. Juni 1893 fostenlos der Stadt Gießen. Am 13. Oft. 1898 fanden die Renovierungs- Pläne des Stadtbaumeisters Schmandt die Annahme der Stadtverordneten und den Beifall des Großherzogs. Die Renovierung leitete Architekt Hofmann- Herborn. Um die Sammlungen des 1878 gegründeten Geschichtsvereins haben sich besonders verdient gemacht: Prof. Dr. Buchner, Hauptmann Kramer, Major v. Schlemmer und Kommerzienrat Wilhelm Gail. Lzterer wurde heute zum Ehrenmitglied ernannt. Geh. Justizrat Prof. Schmidt überbrachte dem Verein die Glück wünsche der Landesuniversität und hofft, daß das Museum der wissenschaftlichen Forschung dienen und national erzieherisch wirken möge. Dann wurden die Schäße des Museums unter Leitung des Konservators Hauptmann Kramer besichtigt. Die Reichhaltigkeit und schö e Anordnung fand allgemeinen Beifall. Wie wertvoll einzelne Teile des Museums sind, mag daraus hervorgehen, daß ein Vertreter des welt. berühmten Britischen Museums für den sogenannten Schlemmerschen Fund die Summe von 30 000 Mt. bot. Dieser Fund stammt vom Ererzierplaz Trieb. ** Das Ehrenzeichen für Mitglieder freiwilliger Feuerwehren wurde verliehen den Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr zu Friedberg Ferdinand Hohmann, Gerhard Steinbeck und Philipp Klein. ** Erledigt sind die drei Lehrerstellen evangelischen Schule zu Vilbel. der A Die feierliche Uebergabe der nenen Museumssäle im renovierten alten Schloß zu Gießen an den Oberhessischen Geschichtsverein fand am Sonntag Bormittag 11 Uhr unter äußert großer Beteiligung statt. Unter den Festgästen befanden sich auch die Spißen der * Schuhmannsschule. Nachdem im vorigen Jahre probeweise hier ein Unterrichtsfurfus für neu eingetretene Schuhleute mit Erfolg abgehalten worden war, ist auf Anregung Großh. Polizeiamts nunmehr für das Großherzogtum eine gemeinsame Schuhmannsschule eingerichtet worden. Bei derselben beteiligten sich laut" Darmst. 3tg." sämtliche Städte Hessens, in welchen eine Schußmannschaft besteht, mit Ausnahme von Offenbach und Bad Nauheim. Der erste Unterrichtskursus beginnt am Montag, 16. D'tober in Darmstadt, und nehmen an demselben Schuzleute von Alzey, Gießen, Mainz, Worms und Darmstadt teil. Der theoretische Unterricht wird von dem Vorstand Großh. Bolizeiamts Darmstadt, Herrn Regierungsrat Dr. Krah, sowie von den Herren Polizeiamtmann Gebhardt, Polizeiassessor Kraemer, Regierungsass ssor Pistor- Darmstadt und Herrn Polizeiinspektor Bischoff Worms erteilt. Im Praktischen werden die Schußleute von einzelnen Revierpolizeikommissären unterrichtet. ** Das Polizeiamt weist in seiner heutigen Bekanntmachung darauf hin, daß zur Anmeldung des am 1. Oftober zahlreich stattgehabten Wohnungswechsels sowie der Ab- und Zuzüge die vorgeschriebenen Formulare, welche auf dem Bolizeiamt sowie den Oftroierhebern zu erhalten sind, zu benutzen sind. Weiter wird darauf hingewiesen, daß insbesondere die Schlafstellen, welche an Arbeiter abgegeben werden, alsbald anzumelden sind. Wer seiner Meldepflicht noch nicht nachgekommen ist, möge dies bald tun, um einer Strafanzeige zu entgehen. Der Winter kommt. Heute Nacht fiel in Gießen und seiner Umgebung der erste Schnee, doch führte er fein langes Dasein. Stärkere Schneefälle werden aus der Biedenkopfer Gegend gemeldet. Aver Landes- Verbond des Deutschen Flottens vereins für das Großherzogtum.ssen, dessen Haup verfammlung gestern in Offenbach tagte, zählt heute in Hessen 101 Ditsgruppen und 40 fleine Stellen mit rund 9700 Mitgliedern gegen 7860 Mitglieder im Vorjahr, bazu tommen 97 Rörperschaften mit 14 150 Mitgliedern. Von den 9700 Mitgliedern entfallen auf Startenburg 4200, Oberhessen 3500 und Rheinhessen 1620. Bezüglich der dem neuen Kriegsschiff Hessen" gestifteten Heffenglocke teilt Dberst Becker mt, daß sie jezt vollendet sei, der Guß sei nach den Plänen des Professors Habich- Darmstadt wohl gelungen. Die Glocke wird in Darmstadt ausgestellt und später nach Riel gesandt. Der Ueberschuß der Sammlung dient als Unterstüßungstaffe für hessische Schiff soldaten. Aus Hesser dienen gegenwärtig über 500 Leute bei der Kriege- Marine. - 60 Elzellenz Korwan referiert nun über„ Die Hauptver sammlung des Deutschen Flottenvereins in Stuttgart und feit der Bermehrung der Kriegeflotte und sieht in der E unsere nächsten Aufgaben." Ec sprach für die Notwendig bauung starter Banzerfreuzer und großer Linienschiffe mit größerem Tonnengehalt und schwerer Artillerie den wichtigsten Bunft zur Verstärkung der Seemacht. Beim Mittagessen berlas Oberst Becker die vom Großherzog eingetroffene telegraphische Antwort, die folgenden Wortlaut hatte: " Wolfsgarten Erfreut über die Nachricht von dem Fortschritt und der Entwick.ung des Deutschen Flottenvereins danke ich dem hessischen Landesvertende herzlich für die telegrapische Huldigung und wünsche seinem auf Stärkung der deutschen Wehrkraft zur See gerichteten Bestrebungen auch für die Zukunft besten Erfolg! Ernst Ludwig". ftatt. = Klein- Linden, bekannte Rinn'sche Alingspor- Gießen verp Bigarrenfabrik cint A Annerod b. G zweillaffige Shulha Feierlichkeiten in Anw Regierungsrat Bagne hmidt eingeweiht. -sch. Rodheim, Lehrer, Freitag un Wintersemesters den Fortbildungsschu Z. Frankenbach Gemeinde war über wiederholtes Ausschr fonnte die Stelle i befeßt werden. Di Fellingshausen und ftelle verwaltet. 28 Kinder und unfere traft. Mit der Er zweiten Lehrerftelle wi da man jest erft bie gebrannt hat. Schul Die Stelle übertragen den 16. Oftober, b in fein Amt eingefü = Laubad. De feit 1876 wirtenbe heute am 16. Oftob § Friedberg, fammlung. Rad Rathause die Bürg Bersammlung ab. Bad Salzba beständigem Aufblühe es bereits von 700 Ru * Flouheim, 15 grube fließen Arbeiter großen vorjündflu Weitergraben wurde abgegeben wurden. zu Tage gefördert. Sandgrube das Stel L. Alafels, 14 genoffenfchaft bie B biefiger Stadt In der B gefunden: verloren: Bugeflogen ift: Die Empfan ftande belieben i zu machen. Gießen, den Grok Bef Die Bleitrake 3 Wegen Vornab bon heute an bis gesperrt. Gießen, ben Groß ftalten und der Stadt, Die Wahl des Landesausschusses erfolgte per Afflamation| dahier ihre diesjährige Generalversammlung ab, und es dürfte| W ßflämmchen, die burschifosen Ausdrücke, die Effekthascherei Derren Brovinzialdirektor rungsrat Dr. Wagner, ler, Dberbürgermeister Gail und Heichelheim. and wurde wiedergewählt: 1. Vorsitzender Dr. MertDarmstadt, 2. Vorsitzender Oberst Becker- Darmstadt, 1. Schriftführer Dr. Valfenberg, 2. Schriftführer Sonne, Shaßmeister Hauptmann Vollmar. Außer diesem engeren ab bie neuen Räume an Ausschuß wurden noch aus jedem der 18 hessischen Kreise auf ca. 550 gestiegen sei. Der Geschäftsgang sei in normale nb betonte die Wichtigteit Stadt, Universität und Tr. Bebaghel hielt ie Geschichte des Schlosses Das neue Heim. Seinen ein Mitglied in den weiteren Ausschuß gewählt, aus Darmstadt, Offenbach und Gießen je zwei. wohl von allgemeinem Interesse sein, etwas über das Ergebnis des ersten Geschäftjahres zu erfahren. Der Direktor, Gutspächter Dehlsen- Dogelrode, teilte mit, daß die Mitgliederzahl von 58 bei Begründung der Genossenschaft Bahnen geleitet. Allerdings hätte die Zahl der Beamten bei der folossalen Steigerung des Verkehrs wesentlich erhöht werden müssen. Es seien 3. 8t. ein Lagerhausverwalter, ein Rechner und Buchhalter und ein Lehrling in Alsfeld Nieder- Gemünden neu erbaute Lagerhaus, welches als Filiale des Alsfelder zu betrachten sei, sei fertig und werde in Kürze in Betrieb genommen. Die Filiale in Stumpertenrod, woselbst auch ein Lagerschuppen er= richtet sei, arbeite befriegend. Ueber das Kasso- und Rechnungswesen wurden folgende Bahlen mitgeteilt: Umgesetzt wurden: es aus der Geschichte des Darmstadt- Dieburg- Bieber- Offenbach( um Messel herum beschäftigt und außerdem in Alsfeld ein Arbeiter. Das in Fahrhundert as a testes u Gle.berg zum Schuße Jm 16 Jahrhundert nten und der Behörden, das Gebäude, in dem nahmen. Den Bergfried, ** Kreisturuwart Volze hat alle Turner des Mitteltheinkreises zu dem am 22. Oftober im Gelände Frankfurt fattfindenden Kriegsspiel, das in seinen Grundideen den militärischen Manövern entlehnt ist, eingeladen. Die Marschzeit wird etwa 8 Stunden betragen. Das Kriegsspiel findet bei jeder Witterung statt. ( Turnzeitung für den Gau Hessen.) e, bezeichnet der Bolts. Hessen, dessen Bevölkerung 1119893 Röpfe beträgt, sind en ugte man das Schloß 321 437 Personen einkommensteuerpflichtig. Davon ver1860 renoviert worden steuern 97 ein Einkommen von über 100000 Mt., nämlich war, überließ man das 25 in Mainz, 20 in Offenbach, 15 in Darmstadt, 10 in effische Regierung, die Borms, 6 in Gießen, 4 in Ober- Jagelheim, je 3 in das.baude bis auf Friedberg und Zwingenberg, je 2 in Groß- Gerau und malige Oberbürgermeister Michelstadt, je 1 in Beerfelden, Heppenheim, Langen, * Einkommensteuer in Hessen. Im Großherzogtum und Provinzialdirektor das Schloß vor dem ung überwies es am Seligenstadt, Büdingen, Hungen und Lauterbach. Diese 97 Personen bringen aber mehr als den zehnten Teil der gesamten Einkommensteuer auf, nämlich 1005585 Mr., Gießen. Um 13. Dtt. während das Gesamterträgnis der Einkommensteuer im he des Stadtbaumeisters Rechnungsjahr 1905 sich auf 9150427 Rt. beläuft. adtverordneten und den obierung leitete Architett in Oberhessen durch einen Vermessungsbeamten aus Darmstadt = Topographische Aufnahmen finden zur Beit Sammlungen des 1878 sich besonders verdient Hauptmann Kramer, rzienrat Wilhelm Gail. itglied ernannt. Geh. dem Verein die Glüd hofft, daß das Museum und national erzieherisch ige des Museums unter in Kramer besichtigt. nung fand allgemeinen le des Museums find, Vertreter des welt fogenannten Schlemmer Mr. bot. Dieser Fund dem im vorigen Jahre us für neu eingetretene orden war, ist auf Anfür das Großherzogtum e eingerichtet worden. Darmst. 8tg." sämtliche Schußmannschaft besteht, ad Nauheim. Der erste tag, 16. D'tober in n Schuhleute von Alzey, Darmstadt teil. Der dem Vorstand Großh. gierungsrat Dr. Krab, ann Gebhardt, Polizei Biftor Darmstadt und 8 erteilt. Im Praftischen Revierpolizeifommiffären feiner heutigen Bekannt burg des am 1. Oftober wechsels sowie der Forulate, welche auf bern zu erhalten find, hingewiefen, daß ins Arbeiter abgegeben er seiner Meldepflicht bald tun, um einer Heute Nacht fiel in e Schnee, doch führte hneefälle werden od Deutschen Flotten en, diff n Saup ber zählt heute in Hessen Stellen mit rund itglieder im Vorjahr, it 14 150 Mitgliedern. auf Startenburg 4200, 520. Bezüglich der dem Heffenglode teilt Doerft der Guß sei nach den ftabt wohl gelungen. ftellt und später nad Sammlung dient als soldaten. Aus Heffer Dei der Kriege Mari über„ Die Har eins in Stutund für die wendig und fit in ber& roger Baienfiffe mit illerie ben wichtigsten Beim Mittageffa herzog eingetroffene Wortlaut hatte: ht von dem Fort den Flottenvereins be herzeich für bie einem auf Stärkung ichteten Beftrebungen Ernst Ludwig ftakt. = Klein- Linden, 14. Oftober. Die in weiten Kreisen bellannte Rinn'sche Wirtschaft wurde an Herrn Klingspor- Gießen verpachtet, der in den Räumen eine Bigarrenfabrik einrichten will. A Annerod b. Gießen, 15. Oftober. Das neuerbaute zweiflafsige Schulhaus wurde heute unter den üblichen Feierlichkeiten in Anwesenheit des Vertreters des Kreisamts, Regierungsrat Bagner und des Kreisschulinspektors Kleinsmidt eingeweiht. -sch. Rodheim, 15. Oftober. Die beiden jüngeren Lehrer, Freitag und Wagner werden mit Beginn des Bintersemesters den Unterricht an der hiesigen gewerblichen Fortbildungsschule übernehmen. z. Frankenbach, 15. Oft. Schulfache. Unsere große Gemeinde war über vier Monate ohne Lehrer. Da auf wiederholtes Ausschreiben teine Bewerbung eingegangen, so fonnte die Stelle jetzt erst durch einen Schulamtsbewerber besezt werden. Die benachbarten Lehrer von Crumbach, Sellingshausen und Bieber haben seither die hiesige Schulfelle verwaltet. Wir haben z. 8t. hier 107 schulpflichtige Kinder und unsere Schule erfordert daher eine volle Mannesfraft. Mit der Errichtung der schon lange vorgesehenen zweiten Lehrerftelle wird es wohl so schnell noch nicht gehen, da man jezt erst die Backsteine für den erforderlichen Neubau gebrannt hat. Schulamtskandidat Debus aus Hartenrod ist die Stelle übertragen worden, und wird er heute, Montag, den 16. Oktober, burch Kreisschulinspektor Bömel- Rodheim im sein Amt eingeführt. = Laubach. Der am hiesigen Gymnasium Friedericianum feit 1876 wirkende Lehrer Adolf Bergheimer tritt heute am 16. Oftober in den Ruhestand. § Friedberg, 13. Oftober. Bürgermeister Berfammlung. Nächsten Mittwoch halten auf dem hiesigen Mathause die Bürgermeister des Kreises Friedberg eine Bersammlung ab. ** Bad- Salzhausen, 13. Oftober. Unser Bad ist in beständigem Aufblühen. In der diesjährigen Saison wurde es bereits von 700 Kurgästen aufgesucht, lan denen 9000 Bäder abgegeben wurden. * Flouheim, 15. Oftober. In der Müllerschen Sandgrube stießen Arbeiter beim Sandgraben auf Ueberrefte eines großen vorfündflutlichen Tieres. Nach sorgfältigem Weitergraben wurde nach und nach das Stelett dieses Tieres zu Tage gefördert. In den 80er Jahren wurde in derselben Sandgrube das Stelett eines Mammuts gefunden. L. Alsfeld, 14. Oftober. Die hiesige Kornhaus genossenschaft hielt am 2. Oftober im Deutschen Hause" " Bekanntmachung. 1. Getreide 2. Futtermittel 3. Düngemittel 4. Sämereien 10 413,50 Bentner 12 338,00 16 562,00 " " 61,80 H 39 385,30 Bentner. M " Der Umsatz stellte sich in Einnahme und Ausgabe auf 514 477,00 art Der Rohertrag stellte sich auf rund 12 300,00 wovon für Geschäftsuntoften abgehen 4870,00 sodaß der Reinertrag sich auf rund 7430,00 Marf stellt. Die Generalversammlung beschloß, den Reinertrag nicht als Dividende zu verteiler, sondern zu Abschreibungen auf Gebäude mit 15%, auf Maschinen mit 30%, auf das Inventar mit 50% und auf Sadfonto mit 90% zu verwenden. 1817 t. wurden dem Reservefonds und der Betriebsrücklage zugeführt. Die Generalversammlung sprach dem Vorstande und Aufsichtsrate für die Erzielung dieses äußerst günftigen Resultates Dant und Anerkennung aus. Der Borsigende stellte in Aussicht, daß der Umsaß sich für das laufende Geschäftsjahr wohl um das Dreifache erhöhen dürfte. * Untel a. Rh., 13. Oftober. Ein populärer Stenererheber. Hier starb dieser Tage der Rentmeister Mohr, ein Steuererheber, wie er einzig dastehen dürfte. Geriet nämlich ein Steuerzahler, den er tannte, einmal in Seriet nämlich ein Steuerzahler, den er tannte, einmal in Not und konnte die Abgaben nicht pünktlich entrichten, dann streckte er den Betrag aus seiner eignen Tasche vor. Kein Wunder, daß sich das Begräbnis dieses Mannes zu einer Art Volfskundgebung gestaltete. Stadttheater in Gießen. Die Herren Söhne. Boksstück in 3 Aften von Oscar Walter und Leo Stein. und Leo Stein uns in ihren Herren Söhnen auftischen, Es ist eine alte, bekannte Geschichte, die Decar Walter alt und trivial, sodaß die Dichter wirklich kein Vorwurf trifft, dem oft variierten Thema teine neuen Seiten abgewonnen zu haben. Zwei Väter, der eine ist Rittergutsbefizer und Landtagsabgeordneter und der andere Kaiserlicher Hofschlächter, verlangen von ihren Söhnen, daß sie getreulich in ihre Fußstapfen treten und der Luft ihrer engbeschriebenen Kreise si anpassen. Jener ist fonservativ mit allen Alüren des stocksteifen aristokraten, dieser Emporkömmling mit seinen guten und schlechten Eigenschaften, doch überwiegen die schlechten, denn der Herr Hofschlächter und Hausbesiger Rommel leistet in Taftlosigkeiten und Unverfrorenheiten ein ganz be achtenswertes Diantum. Sein idealer Sohn, der sich mit allen Fasern zur Wissenschaft hingezogen fühlt, soll ebenfalls Schlächter werden, er wird's aber nicht, sondern stellt sich auf eigene Füße und kludiert. Der Sohn des Rittergutsbesizers Gimpern, der sich zu etwas Praktischem" hingezogen fühlt, soll dagegen studieren und zwar Jura, tut's aber nicht, sondern wird Großschlächter. Vorher schnappt er dem Hofschlächter Rommel noch die Nichte weg, die dieser schon für seinen Sohn bestimmt, während Rommel junior sich so unter der Hand mit der Tochter des Weinhändlers Range einigt. Das ist so die Geschichte, die gar bald erzählt ist, trotzdem schleppen die Autoren die Handlung durch drei lange Afte hindurch, über deren Langatmigkeit auch all die kleinen Bekanntmachung. der Situationsfomit und die zuweilen nicht übelangebrachte Kontrapunktur nur schlecht hinwegtäuschen. Ein guter Einfall der Autoren aber war es entschieden, die Grenzsperre einmal so nota bene zu streifen, denn dadurch wird das Stüd, jetzt zur Zeit der Fleischteuerung, hodattuell. Wenn das Stück ungeachtet seiner Schwächen, die nun einmal trog wiederholten guten Szenenbaues in die Augen springen, gestern Abend eine so gute Aufnahme fund, so lag das lediglich an der guten Darstellung. Die Regie Georg Wittmanns hatte alles aufgeboten, ein gutes Zusammenspiel zu erzielen und sich keinen der Effefte entgehen zu lassen. Die Rollenbeseßung war durchweg eine gute. Die Hauptarbeit war Adolf Lippert, unserem beliebten Charakterkomiter, zugefallen, der in seinem Hofschlächter Rommel so recht in seinem ureigenften Element schwamm. Sein Spiel, das scheinbar absichtslos alle fleinen Raffiniertheiten aufwies, war voller Lebendigkeit, sodaß er einen richtigen" Flops" auf die Bühne brachte. Doch fand er auch für den Ernst den richtigen Ausdruck. Nicht minder ausgezeichnet spielte Georg Wittmann den Rittergutsbesizer Gimpern. Kerzengrade, steif, als habe er eine Ede verschluckt, bewegte er sich umher, faum daß seine Gestalt bei einer Verbeugung einen Neigungswinkel annahm, dazu das Gemessene und Vornehmnachlässige in der Sprache- alles in allem, eine Gestalt mit sicherer Hand der feudalen Welt entlehnt. Trefftliche Darsteller fanden auch die Herren Söhne in Reinhold Lüttjohann und Rudolf Goll. Reinhold Lüttjohann gab den Wilhelm in allen Phasen in sauberer Ausarbeitung, die bis ins feinste ging, während Rudolf Goll seinen Rudolf mit festen, markanten Linien Reimer in origineller Weise durch. Sehr gut war er zeichnete. Den Weinhändler Range führte Bruno namentlich bei der Wein- quisition. Anerkennung verdient auch die Leistung Wilhelmine Schellenbergs, deren drallen Gusti man die zukünftige Schlächtersfrau auf Schritt und Tritt ansah. Mit der Rolle der Frau Rommel fand sich Anna Millar, wenn auch einige Stellen zu wünschen übrig ließen, im Ganzen recht gut ab, was auch von Auguste Fischers Lotte gilt. Lily Donecker war als Else wieder sehr frisch. Das Publikum befand sich in sehr beifallsfroher Laune und mehrfach fielen förmliche Lachsalven durch das Haus. Im 1. Zwischeraft tanzte die Balletmeisterin Lina Oldini einen spanischen Tanz, der G. H. so gut gefiel, daß sie ihn wiederholen mußte. - Hus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 13. Oftober 1905. Der Epengler August Pasbach in Gießen hatte in einer Wirtschaft einem angetrunkenen schlafenden Gafte eine Uhr mit Kette gestohlen, wofür ihn das Schöffengericht mit einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten belegte. Seine Er faufte in einem Geschäft zu Wohnbach einen Ueberzieher Berufung wurde zurückgewiesen.- Verwalter Arthur Ritter aus Erfurt stand bei einem Pächter zu Utphe in Diensten. für 34 Mart ohne zu zahlen; auch feierte er eines Tages in großartiger Weise seinen Geburtstag und hielt eine große Anzahl Leute zehrfrei, ohne die Zeche zu zahlen. Er wurde wegen Betrugs angeflagt, aber das Gericht fam zur Freisprechung, da nicht nahzuweisen war, daß er die Absicht hatte die Leute zu betrügen. Wegen Diebstahls( bezw. Bad Nauheim und Karl Kraus aus Hünfeld, sowie der Hehlerei hatten sich die Metzgergesellen Karl Fischer aus Gastwirt Gustav Graulich von Bad Nauhem zu verantworten. Die zwei bei Megger Rosental zu Bad Nauheim beschäftigten Gesellen ftablen längere Zeit hindurch ihrem Dienstherrn Fleisch, das sie bei Graulich absetzten. Fischer erhielt 10 Monate und Kraus 7 Monate Gefängnis, während Graulich mangels Beweise freigesprochen wurde. - Biesener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, Temperatur wenig verändert. ben 17. Oftober. Meist wolfig, noch geringe Niederschläge, ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belb in Gießen Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. Oftober 1905 bis 15. März 1906 von morgens 8 bis abends 5 Uhr geöffnet sind. In der Zeit vom 7. bis 14. Oftober wurden in Die beim letzten Quartalswechsel in großer Anzahl hiesiger Stadt stattgehabten polizeilichen An- und Abmeldungen, sowie gefunden: 1 Peitsche, 1 Tabakspfeife, 1 kleiner Wohnungsberänderungen geben uns Veranlassung, dagoldener Manschettenknopf, 1 Porte- rauf hinzuweisen, daß zu diesen Meldungen die borge monnaie mit Inhalt, 1 Kinderfingerrin schriebenen Formularien zu benutzen sind, welche außer Die Schließung des Friedhofs wird durch Läuten und 1 Paar Pantoffel; bei uns auch bei den Öttroierhebestellen verabfolgt der Friedhofsglode angezeigt. Bei Beginn des Läutens verloren: 1 schwarzes Plüschtäschchen mit 1 Taschen- werden. muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Vierteltuch und 10 Pfg. Inhalt und 1 Porte- Außerdem werden alle Diejenigen, welche ein Zu-, stunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore ge monnaie mit 180 Mark in Gold und Weg- oder Umzug, oder welche eine der gesetzlichen schlossen. 1 Fünfmarkstück mit Philipp dem Groß- Revision unterstehende Mietwohnung oder Schlafstelle Gießen, den 12. Oftober 1905. mütigen. nicht angemeldet haben, aufgefordert, dies unverzüglich Zugeflogen ift: 1 junge hellblaue Taube. nachzuholen. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 14. Oktober 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Bleichstraße zwischen Südanlage und Löberstraße Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. nach fi.h. Die Unterlassung der Meldepflicht zieht Bestrafung Gießen, den 14. Oftober 1905. = Im Erscheinen befindet sich:= Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Meyers Suche EUREKA bon heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gutgehende Wirtschaft mit oder gesperrt. Gießen, den 13. Oktober 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. ohne Metzgerei zu kaufen. Direkte Offerten unter Nr. 7441 an die Exped. d. Bl. bestes WASCHMITTEL 11,800 Abbisungen, 148,000 Artikel Verweisungen. Sechste, gänzlich neubearbeitete und vermehrte Auflage. Grosses KonversationsEin Nachschlagewerk des allgemeinen Wissens. 30 Bande in Halbleder gebunden zu je 10 Mark Prospekte und Probehefte liefert jede Buchhandlung Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig und Wien. 1400 Tafola and Karten. Lexikon Der Grünberger Gallusmarkt findet am 18. und 19. Oktober dahier statt. Wir laden zu recht zahlreichem Besuche ein und bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß Dienstag, den 17. d. Mts., vormittags 10 Uhr, die Ueberweisung der Plätze an die Grünberger Geschäftsleute und Mittags um 1 Uhr die Verlosung der Stände erfolgt. Den Anordnungen des Marktmeisters ist unbedingt Folge zu leisten. Die Genehmigung von Glücksspielen wird nicht erteilt, ebenso wird das laute Ausbieten und Anpreisen der Ware( sogenanntes Ausschreien) untersagt. Der Auftrieb des Viehes findet nur von der Gießener Straße aus, Morgens 7 Uhr an statt. Grünberg, am 10. Oftober 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Grünberg. 3immer. VI. Seffisch- Thüringische Staatslotterie Biehung VI. Klaffe.( 11. Tag) 14. Oktober 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.) 21 54 55 74 81 99 113 15 40[ 400] 86 227[ 400] 39 85 91[ 400] 300 13 95 406 517 24 708 49 51 62 85 803 22 29 70 86[ 1000] 88[ 400] 935 [ 400] 48 1018[ 400] 20[ 400] 66 127 216 313 18 63[ 400] 408 32 63[ 400] 87 513 623 707[ 400] 18 46 53 97 813 28 46 79 935[ 400] 2057 59 149 96 224 308 18 [ 400] 38 40 79 586 608 16 49 786[ 400] 92 860 79 992[ 1000] 3030[ 400] 56 72[ 400] 88 171[ 5000] 247 62 344 91 576 650 91 706 42 63 815 24 63 946 4005 7 220 86[ 400] 310 487 615 18 40 83[ 400] 752 60 816 89 93 988 99[ 400] 5025 37 97 137 66[ 400] 81 280[ 1000] 92 348 502 13 17 18 54 90[ 1000] 608 22 44 51[ 400] 78 722 846 51 74 6007 38 252 97 310 88 454 574 80 605[ 1000] 11 47 66[ 400] 803 70 92 920 37[ 400] 55[ 1000] 7058 78 109 47 74 201 13 58[ 400] 318 19 36[ 400] 87 439 66 590 98 621 26 723[ 400] 28 52 819 39 906 8011 101[ 400] 61 234 53 396 403 63 569 656[ 2000] 99 702 36 876 960 86 9011 69 94 119 26 50 70 315 [ 1000] 57[ 400] 424 72 510 72 74 75 609 13 92 744 65[ 1000] 69 900 [ 400] 52 94 10023[ 2000] 27[ 1000] 146 90 242[ 1000] 70 380 84 89 401 59 511 76 77 82 85 644 711[ 400] 15 854 11022 49 50 62 73 96 142 52 70 [ 400] 86 201 15 27[ 2000] 45 76 92 315 23 58[ 1000] 93 535[ 1000] 39 49 627 85 707 62 878 900[ 400] 50[ 400] 70 80 12075 92 126 79[ 400] 96 206 51 412 551 61 76 603 61 896 949 13016 169[ 400] 207 57 307 400[ 1000] 50 64 573 82 711 44 916 42[ 1000] 81[ 400] 14095 239 60 65 97 324 421 62[ 1000] 96 511 53 79 99[ 400] 632 78 721 60 879 96[ 1000] 910 53[ 1000] 56 15116 55 240 82[ 1000] 85 336 44[ 400] 64 99 415[ 400] 37 46 [ 400] 523 659 710 50 64 861 916 66[ 1000] 16002 37[ 1000] 39 55 65 135 94 96 225 52[ 400] 69 95[ 400] 339 43[ 1000] 81 82 623 61 75 76 728 801 32 58 938 64 93[ 400] 17000[ 400] 6 65 122[ 2000] 94 247[ 1000] 61 382[ 400] 83[ 1000] 458 62[ 2000] 64 82 520[ 400] 43 48 82 18001 [ 1000] 91 138 80 207 33 40 72 323 47[ 400] 68 420 37 512 610 32 79 [ 400] 87 733 50 816 21 51 936[ 1000] 19304[ 400] 460 72 79 571[ 2000] 98 689 97[ 400] 780 90 830[ 400] 36[ 400] 20021 98 179 205 29 422[ 400] 60[ 400] 532 661 756 77 812 81 92[ 400] 936 89 21012[ 400] 22 58[ 2000] 117 58 200 430 48 564 682 96 704 31 36 53 839[ 1000] 937 55 90 22011 24[ 5000] 32 60 64 94 104 61 338[ 400] 59 441 94 648 99 722 862 75 86 913 23[ 2000] 29 69 78 23081 161 220 64 389 511 612 18 723 55 61[ 400] 69 866 901 24000 9 42 87 146 211 13 17 38 45 55 347 89 440 538 40 56 622 43 707 73 83 879 922 25027 207 77 419 29 535 45 54[ 400] 613 21 706[ 400] 20[ 400] 41 810 904 27 82 26037 41 156 60[ 400] 61 62 266 368 484 548 66 802 [ 5000] 53 61 907 85 88 27033 73 139 53 202 6 31 561 65 606 81 96 741 54 28034 41 61 66 90 141| 1000] 47 209 73[ 400] 304 561 62 77[ 400] 475 505 19 41 88 687 86 734 50[ 400] 930 29044 45[ 400] 99 121 24 89 205 37[ 400] 461 57 400] 91 500 70[ 400] 71[ 400] 84[ 2000] 99 665 [ 2000] 707[ 1000] 46 888 919 62 75 Tod 30069 72 232 72[ 400] 86[ 1000] 337 45 423 519 44 768 89 864 909 43 64 79 31055 70[ 2000] 72 97 166 216[ 2000] 42 303[ 1000] 14 39 96 98 463 555 58 72 95 607 41 57[ 400] 85 88 766 76 83 822[ 400] 71 [ 400 950[ 400] 32000 11[ 1000] 32 35[ 10 000] 55 183 259 90 429 31 649 84 97 844 935 33041 47 55 70 119 263 72 87 96 357 408[ 1000] 12 581 653[ 1000] 718 37[ 400] 87 934 94 34030 92[ 1000] 172 215[ 2000] 16 52[ 400] 54 637 81 730[ 400] 42 74 828[ 1000] 914 36 49 63 97 35053 54 67[ 1000] 98 107 24 27 97[ 400] 246 92 486 545 90 616 39 96 749 63 805 62 66 95[ 400] 909[ 400] 36008[ 1000] 13 46 101 48 280[ 10 000 92 349 417 32 33 538 88[ 1000] 714 835 41 91 951 37092 99[ 1000] 113 18 71 350[ 2000] 409 91 514 16 53[ 400] 614 38 731 32[ 2000] 54 61 64 68 872 942 43 59 83 38012[ 1000] 97 153 240 48 330 56 403 27 84 555[ 400] 673 91 93 795[ 400] 816[ 400 21[ 400] 42 49 66 987[ 400] 39013 34 53 57 80 90 92 159 70 202[ 400] 29 51 70 372 95 430 45 522 91 635 63 809 44 903[ 400] 65 68 40000 35 47 165 86 299 323 52 96[ 400] 772[ 400] 917 46 64 41128 235 36 315 39 87 462 89 518 624[ 400] 715 25 50[ 400] 70[ 400] 89 858 42000 4 83 165[ 400] 230 80 378 429 38 533 634 37 53 816[ 400] 43 54 43034 149 61 65 72 203 72 479 514[ 1000] 28 638 47 56 99 721 42 67 814 [ 1000] 73 915 36[ 400] 47 44090 159 230 359 492 512 99 635 736 813 910 30 54[ 400] 73 45116[ 1000] 94 249[ 2000] 313 40 43 50 93[ 400] 404 547 56 601 18 98 704[ 400] 7 23 75 800 997 46031 73 90 106 69 70[ 400] 92[ 400] 278 303 96 419 23[ 400] 53 71[ 400] 568[ 400] 620 78 704 9 12[ 1000] 24[ 400] 38 99 856[ 1000] 61 92 911 47019[ 1000] 58 212 20[ 400] 385 $ von HypothekenKapital in jeder Höhe zu 334% Beleihung bis zu 60%- Während der Bauzeit Abschlagszahlung. Näy. durch Heinrich Köth, Gießen, Steinstraße 10. 525 Ausgekämmte Kaare fauft und H. Simmer, Friseur, Frankfurterstraße. Tüchtiger kräftiger Arbeiter für Häute- und Fellgeschäft auf dauernd gesucht. Gerber oder Megger bevorzugt. im Gasthaus Grünberg zum wilden Mann ,, Zum konzertiert zum am Gallusmarkt 17., 18. n. 19. d. die berühmte Tyroler- Kopelle ,, D'Altmühlthaler" Münchener Damenbedienung. Ergebenst ladet ein Hörtermann. Krieger Verein Gießen. A Mittwoch, den 18. Oktober d. Js. abends 19 Uhr im Vereinslokal Julius Rosenthal& Co. Monatsversammlung. 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Oftober 1905. m. Hartmann nachfolger Lose Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäne 11. ( Ziehung 1. Klaffe am 5. und 6. Dezember) find zu beziehen durch die amtlich bestellte Haupt- Kolleftur zur 7. und letzten Hessisch- Thüringischen Staatslotterie Stadt- Cheater Giessen. Dir.: Hermann Steingoetter. Dienstag, den 17. Oktober 2. DienstagAbonnements- Vorstellung. Monna Vanna. Schauspiel von M. Maeterlind. Hypothek an 1, Stelle 18-22000 Mt. sofort abzugeben. Makler berbeten. Offerten unter Nr. 7970 an die Exped. dieses Blattes erbeten. Union Wichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt die beste! In Schachteln u.Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. Suche Nr. 242 Oberh Mk. 10.000 auf la 2t. Hyp Off. u. 7442 an d. Exped. d. B. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. 段 Grünberg i. H. 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Wenn es in jener Nacht gleic Sein Herz ersch Er fühlte, de nicht ganz verm einer realen, al tenden Gegenwo Es erschien Moment daran fühlte er deutliche Gewiß, die A übereilten Schri fich die mystische Monate ma ihren Geschwist berlebt und sic gefühlt. Jezt fich auf Wunsch Auf dem Ne Bild. An der Bibiliften schweb fchaftstreise über üher die alle 11 aaye wyrzuco Ob die fittliche wirde, ist freilich hegt man wohl rec famteit gewährlei denn die Gelehrter Ungewöhnliche Ku Hinausgehendes A terijche Begabung geflärtes Bejen. meisters Bülow irritabile vatur ter" beweist es Spruch, daß Verse singt". Gegnern der B Kunsterziehungst durch mißtrauisch realen Verhältnis völlig außer Auge den Gefang; wer a Stens feinen Mitme in der Musik nur Gelang gegeben," fagt: Wer im Ge Bei". 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