ft, biefem es mie in e, reichliche den, ihrer per denken, callen nad friedenheit, lüdlichem, alles Un Ruhe eines chte Laune vor allen n. Zuerst Tes andere ent. in feinen na magica men Wan Häuptling magica zu Bunsch des miten und Das erite fern will. Leute be Sirte ihnen, hem Gott der Ehr bewegte und sie Mutter!" Haft über ögen, wie ans Ende Coßer AufCe, gab ich ich diese dert, eine us weiter d die Er anderes Lieschen: du schö icht noch na: Ja Karlchen: Frik hat das wahr, iert." chen, sag' en Stunde Jam:„ Na, s schadete vartet!" beteiligen in Schlag. ald näher, n den zu m der ge gt er ihn, umt seinen ft dreimal o muß et wird. expro eueste Nachrichte Seltersweg 83. Defnedt Arbeiter für fofor Rabl ntfurterftraße 15 1. erlehrling fofortige gute Be Adolf Noll, Bahnhofftraße 67. ftraße 58 ine fchöne 4 b. 5-3im Nr. 139. Jnsertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Pfg. sonst 15 Pfg. Reklamen bie Petitzelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 16. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der foziale friede. Man schreibt uns: Der Evangelisch- soziale Kongreß, der eben jetzt in Hannover getagt hat und ganz gewiß nicht von radikalen Stürmern und weltunkundigen Theoretikern besucht war, hat sich mit sozialen Tagesfragen beschäftigt und zu ihnen Stellung genommen. Daß er weit davon entfernt ist, einen Umsturz der bestehenden Gesellschaftsordnung z wünschen, oder schroffen Umwälzungen freundliche Gefinnung entgegenzubringen, bekundete er durch das grundSägliche Befenntnis zu den faiserlichen Erlassen vom Februar 1890, die, wie erinnerlich ist, noch die Gegenzeichnung allerdings dem Abschied des Fürsten Bismard trugen, des Altreichskanzlers unmittelbar voraufgingen, und die Einleitung zur Berufung des internationalen Arbeiterschutzfongresses nach Berlin bildeten. Nach diesem Bekenntnis gab der evangelisch- soziale Kongreß die Erklärung ab, daß er in den modernen Arbeiterorganisationen eine für unser WirtSchaftsleben notwendige und für unsere Kultur bedeutungsbolle Erscheinung erblicke. Mit solcher Anerkennung sollte aber feineswegs gesagt sein, daß die Arbeiterorganisationen mit allen ihren Begleiterscheinungen unbedingte Billigung fänden, daß man der politischen Richtung zustimme, die fe vielfach genommen haben. Andererseits mißt man den Arbeiterorganisationen nicht a Ile Schuld daran bei, daß sie den Fehlweg eingeschlagen haben, sondern schiebt einen Teil der Schuld dem Umstand bei, daß Unternehmer, Regierung und öffentliche Meinung den Arbeitern und ihren berechtigten Bestrebungen nicht das wünschenswerte Maß von Entgegentommen gezeigt haben. Daraus wird natürlich für die radikalpolitischen Tendenzen feine nachträgliche Berechtigung hergeleitet, es wird nur die Erklärung dafür gegeben, wie es geschehen konnte, daß die verärgerten Massen sich denen anschlossen, die ihnen maßlose Versprechungen machten. War doch die Unerfüllbarkeit der Versprechungen nicht auf der Stelle zu kontrollieren, und hatten doch die Wortführer unter allen Umständen die Möglichkeit der weiteren Vorspiegelung, daß die Erfüllung nur durch die Bosheit der feindlichen Klassen vereitelt worden sei. Man geht wohl nicht fehl, wenn man annimmt, daß der Vorwurf mangelnden Entgegenkommens, soweit er gegen Regierung und öffentliche Meinung sich richtet, sich auf eine gehn Jahre und darüber zurückliegende Zeit bezieht. Denn die Reichsregierung hat nie aufgehört, in Gemäßheit der kaiserlichen Erlasse vom Februar 1890 sozial tätig zu sein, Die Sozialgesetzgebung zu erweitern und auszubauen. Von Seiten der Reichsregierung ist auf diesem Gebiet das Mögliche geschehen, nicht mit zurückhaltendem Zögern, sondern mit bahnbrechender Entschiedenheit. Tatsächlich sind ihr sogar Vorhaltungen nicht erspart geblieben, daß sie zu rasch borangegangen sei, manchesmal einen Sprung ins Dunkle gewagt und die Höhe der den Unternehmern zugeschobenen Belastung nicht hinreichend berücksichtigt habe. Auch die öffentliche Meinung verdient den Vorwurf unzulänglichen Entgegenkommens nicht. Sie hat der berechtigten Arbeiterbewegung ebensoviel Verständnis wie, Wohlwollen entgegengebracht, und nicht die Arbeiter sind es, die sich über mangelnde Sympathie zu beklagen haben. Sogar die Unternehmer verdienen in ihrer großen Mehrzahl den Vorwurf längst nicht mehr, daß sie sich sträubten, erneuter Zeiten Lauf zu bedenken und in ihren Fabriken u. s. w. den Arbeiterorganisationen Recht und Raum zu versagen. Viele, ja die meisten von ihnen haben sich mit überraschender Selbstüberwindung den veränderten Verhältnissen und Anschauungen angepaßt und auf die patriarchalische Stellung verzichtet, die unhaltbar ist, wenn ihr die Anerkennung von der anderen Seite fehlt. Selbstverständlich ist der Unternehmer Partei. ganz wie der Arbeiter auch, und darum hat er gleich der anderen Partei die natürliche Neigung, in seinem Interesse sein Recht zu sehen. Daß aber das Interesse fein untrüglicher Führer und Berater in Rechtsfragen ist, braucht nicht erst nachgewiesen zu werden. Endlich hat der Evangelisch- soziale Kongreß der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß die Zugeständnisse, die die preuder Kongreß nannte diese Zugeständnisse„ mager" mit allem Zubehör Bische Berggesegnovelle der Arbeiterorganisation macht Fletche und Garten ert zu bermieten - - nicht Baane 15 geset bleiben, sondern den Ausgangspunkt bilden werde für obnung an ruhige ermieten Bi benblak Nr. 3 GGI Würze augenblickache Suppen Saucen, Salate, 8. W ein durch die Not des Augenblicks ertrogtes Gelegenheitseine zielbewußte und beharrlich durchgeführte Politik, die den verständigen Forderungen der Arbeiter gebührende Gerechtigkeit widerfahren läßt. Es unterliegt schwerlich einem Zweifel, daß die Arbeiterorganisationen als gleichberechtigte Faktoren neben den Unternehmerorganisationen immer mehr Anerkennung finden werden. Sie werden das um so sicherer und leichter tun, je früher und entschiedener sie sich aus einseitiger Parteiverstrickung befreien. Denn nicht Kampf-, sondern Friedensorganisationen sollen jene Vereinigungen sein, Werkzeuge der Verständigung, nicht des Streites. Es ist nicht ihre Aufgabe, die Welt zu ändern, denn das liegt nicht in ihrer Kraft. Wohl aber haben sie die Aufgabe und die Kraft, manche bessernde Einrichtung zu treffen. Der Krieg in Oftafion. Der erste Bunkt der Friedensvorbereitungen scheint sciner Erledigung entgegen zu gehen. Wie es heißt, wird Washington Sitz der Friedenskonferenz sein. Aus London wird dazu gemeldet: Zum Ort der Friedensverhandlungen ist gutem Vernehmen nach Washington ausersehen worden. Der russische Bevollmächtigte v. Rosen hat sich bereits von Havre aus dahin eingeschifft. Die Wahl Washingtons erfolgte auf Wunsch Rußlands troß des anfänglichen Sträubens Präsident Roosevelts. Amtlich ist bisher in Washington nur bekannt gegeben, daß die russische und die japanische Regierung Washington, Haag und Genf als Ort für die Verhandlungen in Erwägung zögen. Es ist ja aber immerhin möglich, daß sich die Stimmen schon auf den erstgenannten Play geeinigt haben. Ob damit aber für den Abschluß des Friedens wirklich schon viel erreicht ist, steht auf einem anderen Blatt. Der Skeptizismus, mit dem man Rußlands Aufrichtigkeit in Zweifel zieht, greift ständig um sich. Die Ableugnungen des russischen Botschafters in Washington, Grafen Cassini, daß Stockungen in den Verhandlungen eingetreten seien, ändern daran nichts. Russische Blätter, die der Regierung nicht fern stehen, treten denn auch schon energisch für Fortsetzung des Krieges ein und behaupten immer wieder, daß es Japan sei, das des Friedens bedürfe, nicht Rußland. Auf dem Kriegsschauplatz dauern inzwischen die Vorposten fämpfe weiter an. Aus größeren japanischen Kavallerieunternehmungen auf den russischen Flanken will man die Gewißheit entnehmen, daß die japanische Heeresleitung zu neuen entscheidenden Schlägen ausholt. Weiter ist eine Meldung über die Gesamtverluste Japans zur See während des Krieges von allgemeinem Interesse. Danach sollen die japanischen Flottenverbände in sämtlichen Aktionen und durch Unfälle folgende Einbuße gehabt haben: Tot: 221 Offiziere und 1782 Mann, verwundet 170 Offiziere und 1497 Mann. Die Mannschaft des deutschen Dampfers„ Tatartos" aus Flensburg, den der russische Hilfskreuzer„ Don" auf der Reise von Japan nach Tientsin in den Grund bohrte, ist in Batavia gelandet worden. Die Reederei erklärt, daß das Schiff keine Kriegskonterbande führte und nach einem neutralen chinesischen Hafen bestimmt war. 1 500 000 Rubel über Bord. Aus Nagasaki wird über den Verbleib der Kriegskassen, die sich an Bord weggenommener russischer Schiffe befanden, gemeldet: Der erste Zahlmeister an Bord des„ Nikolai I." versuchte, das Geld an die Unteroffiziere zu verteilen. Der Kapitän und sein Stab verhinderten dies und verlangten die Aushändigung des Geldes an die Offiziere. Der Zahlmeister leistete dem Befehl Folge. Der Zahlmeister der ,, Drel", der ebenfalls von den Offizieren aufgefordert wurde, ihnen das Geld auszuhändigen, weigerte sich, dies zu tun: und warf die ganze Summe es sollen 1 500 000 Nube. gewesen sein über Bord. * Petersburg, im Juni. Die ruffifchen Gefangenen in Japan. ( Eig. Bericht.) Der Vertreter des„ Rußi", I. S. Balet, schickt seinem Blatte einen ausführlichen Bericht über seine Besuche bei russischen Kriegern, die in japanische Gefangenschaft ge= raten sind. Balet schreibt: Ich habe die russischen Gefangenen zum erstenmal vor einem Jahre besucht, im Mai 1904. Es war nach dem Kampfe bei Kjulentscheng. Die über den leichten Erfolg erstaunten Japaner hatten damals noch nicht die Zuversicht, die sie später erworben haben. Sie hatten für die Gefangenen nur ein Depot in Mazujama eingerichtet und waren durchaus nicht der Ansicht, daß dies zu wenig sein werde. Nachdem sich aber die Stadt Mazujama als allzuflein für die Unterbringung aller Gefangenen erwiesen hatte, wurden nach und nach neue Sammelplätze eingerichtet. Größtenteils werden die Gefangenen in besonderen Barackenlagern unter Garnisonsbewachung untergebracht, zuweilen aber auch in Tempeln und Schulen. Das größte und schönste Lager befindet sich bei Hamadera zwischen Osaka und Wakujama. Vor drei Monaten gaben neue Regeln den Offizieren mehr Freiheit wie früher. Sie dürfen in Pribathäusern wohnen und ihr Leben nach ihrem Gefallen einrichten, aber sie haben nicht das Recht, Waffen zu tragen und unzensierte Briefe abzuschicken. Die größte, entsetzlichste Strafe für die Gefangenen ist die Langeweile. Das vollständige Fehlen von Zerstreuungen und die erzwungene Untätigkeit rufen bei den meisten Gefangenen schlechte Stimmung und Gereiztheit hervor. Die Japaner machten den Versuch, öffentliche Arbeiten zu organisieren. Sie hofften so mit einer Klappe zwei Fliegen zu schlagen: die Gefangenen zu beschäftigen und zugleich größere Arbeiten durchzuführen. Diese Versuche hatten aber keinen Erfolg; nach awei bis drei Tagen verließen die Gefangenen die Werkstätten, die zu sehr an das Leben von Zwangssträflingen erinnerten. Wie sich die Bevölkerung zu den Gefangenen verhält? Ich muß hier den Feinden Rußlands verdientes Lob spenden; sie sind korrekt und musterhaft höflich gegen die gefangenen Russen. Sogar in der Gefangenschaft geben die Generale von Port Arthur das traurige Schauspiel des Haders und der Feindschaft. Auf der einen Seite stehen die Gegner Stössels, auf der anderen seine Verteidiger. General Ssmirnow steht an der Spitze der erstgenannten, General Fock an der Spike der zweiten Partei. Die Japaner waren genötigt, die Parteien zu teilen; die Parteien sorechen nicht miteinander und grüßen sich nicht. Manche Offiziere, wie z. B. der alte Oberst Fürst S.. suchen sich eine harmlose Zerstreuung. Der Oberst beschäftigt sich mit der Zucht von Nachtigallen. Als ich dort durchreiste, war er in großer Trauer: eine seiner besten Nachtigallen war gestorben. Der Fürst bat die Gewohnheiten eines Mannes der vornehmen Welt bewahrt und kleidet sich dreimal am Tage um. Des Morgens ist er in Uniform, am Tage im Rockanzug und des Abends immer im Frack, selbst wenn er allein ist. Manche Offiziere beschäftigen sich mit aukerordentlichem Eifer mit dem Studium der japanischen Sprache, und das ist das allerbeste..." Die Politik. Daß Herr v. Lucanus die Absicht hat, seinen Rücktritt als Chef des Kaiserlichen Zivilkabinetts zu nehmen, ist schon so oft verkündet und umgehend dementiert worden, daß es sich eigentlich kaum der Mühe lohnt, neuen Auflagen dieser Gerüchte entgegenzutreten. In den letzten Tagen hatten sie sich aber so verstärkt, daß auch weniger Leichtgläubige sich fragten, ob nicht doch etwas daran wäre. Wie unser CB. Mitarbeiter auf Grund von zuverlässigen Informationen erfährt, ist jedoch diesmal ebensowenig Wahres an der Meldung, wie an ihren Vorgängern. * Eine Vorlage zur Aenderung der württembergischen Verfassung ist vom Ministerpräsidenten Dr. v. Breitling in der Abgeordnetenkammer zur schleunigen Beratung eingebracht worden. Die Grundlinien des Entwurfes bestehen in der Beibehaltung des Zweikammersystems, in der Umwandlung der Zweiten Kammer in eine ausschließlich aus Erwählten des allgemeinen Stimmrechts zusammengesezte Volkskammer, sowie in der zeitgemäßen Erneuerung und Verstärkung der Ersten Kammer. Ein Ersatz für die aus der Zweiten Kammer ausscheidenden Privilegierten ist nur insofern vorgesehen, als die Zahl der Abgeordneten der Stadt Stuttgart auf 6 vermehrt wird, welche durch Proportionalwahl gewählt werden sollen. Damit wird die Abgeordnetenfammer fünftig aus zusammen 75 Abgeordneten gegen bisher 93 bestehen. Was den Wahlmodus anbetrifft, so soll das bisherige System der Stichwahlen beseitigt und für den zweiten Wahlgang das System der verhältnismäßigen Mehrheit eingeführt werden. In die Erste Kammer sollen neu eintreten: 6 Mitglieder der Ritterschaft, 4 Vertreter der evangelischen Geistlichkeit, 2 Vertreter der katholischen Geistlichkeit, ferner je ein Vertreter der Universität Tübingen und der Technischen Hochschule Stuttgart und schließlich je zwei Vertreter des Handels- und Gewerbestandes und der Landwirtschaft. Die letzteren vier sollen vom Könige ernannt werden. Defterreich- Ungarn. Die Skandalszenen im Reichstag werden nachgerade zu einer ständigen parlamentarischen Einrichtung. Gleich die erste Sigung nach einmonatiger Pause brachte einen recht häßlichen Zusammenstoß zwischen dem Grafen Sternberg und dem Sozialdemokraten Schumeier. Sternberg nannte Schumeier einen„ gebildeten Hausknecht", wofür sich dieser damit revanchierte, daß er meinte, ein solcher mache dem Parlament mehr Ehre, als ein verlotterter Graf, der sich in anrüchigen Nachtlokalen umhertreibe. Als Sternberg darauf mit einem Lump!" reagiert, wird ihm von Schumeier in Aussicht gestellt, daß er im künftigen sozialen Staat das Irrenhaus oder das Säuferasyl als Wohnsitz angewiesen erhalten würde. Darauf Sternberg:„ Verleumder!", und zum Schluß Schumeier:„ Verkommenes Subjekt!" Die sachliche Debatte, die sich um das Einkommen der niederen Geistlichkeit drehte, fonnte natürlich durch die Belastung mit derartigem persönlichen Injurienschwall nur verlieren. Und so wird es allen Vorlagen gehen, welcher Art sie auch seien, bis nicht eine gründliche Remedur der parlamentarischen Unfitten ins Werk gesezt ist. Vorläufig wird das aber wohl ein frommer Wunsch bleiben. Alle Ansäße dazu haben sich bisher als Sisyphusarbeit erwiesen. England. * Der militärische Warenschwindel in Südafrika, über den jetzt der Kommissionsbericht der Deffentlichkeit übergeben morden ist, übersteigt noch bei weitem das, was bereits in die Presse durchgesichert war. Es steht fest, daß 120 Millionen Mark vergeudet sind. Der Hauptschuldige ist Oberst Morgan, der von Lord Kitchener, als dieser 1902 Südafrika berließ, an die Spitze des nach Veendigung des Burenkrieges eingerichteten Verpflegungs- und Transportdepartements gestellt wurde. Nach Kitcheners Absicht sollten die enormen überschüssigen Kriegsvorräte anstatt nach England zurückverschifft an Ort und Stelle verkauft und die Bedürfnisse der Offupationsarmee eventuell durch Rückkauf ergänzt werden. Auf diese Weise sollte der allgemeinen Nahrungsmittel- Teuerung in Südafrika abgeholfen werden. Die Untersuchung hat ergeben, daß die Verkäufe stets zu sehr niedrigen Preisen, zumeist an eine Lieferanten- Firma Meyer u. Co., die Rückkäufe von derselben Firma dagegen zu sehr hohen Preisen erfolgten, wobei der Bruder des Obersten Morgan- den Vermittler spielte und ungeheure Provisionen verdiente, so daß der Staat insgesamt um die eingangs erwähnte Summe geschädigt worden wäre. Oberst Morgan weist den Bericht Der Untersuchungsfommission als Verleumdung zurück, die Ueberzeugung von seiner Schuld ist aber allgemein. Spanien. Die Rückkehr des Königs von seiner Reise nach Frankreich und England gestaltete sich zu einem großartigen Huldigungsakt, an dem die ganze Madrider Bevölkerung spontanen Anteil nahm. Das ritterliche mutige Verhalten des jungen Herrschers bei dem Pariser Bombenattentat hat seine Volkstümlichkeit zweifellos bedeutend vermehrt. Die Verhaftungen von Anarchisten, die mit dem Komplott gegen den König in Verbindung gebracht werden, dauern weiter an. In einem der Verhafteten, namens Jaime San Roman, ist der Polizei der Urheber des Anschlags auf den Polizeichef von Barcelona im Jahre 1903 in die Hände gefallen. Skandinavien. Die friedliche Lösung des schwedisch- norwegischen Konflifts scheint gesichert. Das Verteidigungsamt zu Christiania teilt offiziell mit, daß alle Gerüchte über eine Mobilisierung des Heeres und der Flotte Norwegens jeder Begründung entbehrten. Das war auch ohne weiteres vorauszusehen. Afrika. Ein förmliches Wettrennen nm Marokko will sich entspinnen. Nach Frankreich, Deutschland und England tritt jetzt auch Amerika mit einer Gesandtschaft auf den Plan. Zwar ist diese inoffiziell, aber darum nicht minder wichtig für die künftige Entwickelung der Dinge. Der Amerikaner Langermann, der mit dem Sultan von Marokko schon seit langer Zeit in Verbindung steht, wird mit Vertretern einer amerikanischen Finanzgesellschaft in Fez erwartet, um mit dem Maghzen über eine Anleihe zu verhandeln. Amerikanisches Gold zur Auffüllung seines Finanzsäckels, das hätte sich der Sultan vor kurzem sicherlich noch nicht in seinen fühnsten Träumen erhofft, als noch Frankreichs„ Reformprogramm" wie ein Damoklesschwert über seinem Haupte schwebte. Daß das deutsche energische Eintreten für das Prinzip der offenen Tür dem Lande einen neuen wirtschaftlichen Aufschwung verbürgt, das haben die praktischen Amerifaner sofort erfannt und wollen für ihr werbendes Kapital sich zur rechten Zeit ein Plätzchen an der Sonne erobern. Inzwischen gehen die Antworten der Mächte auf die Einladungen zur Konferenz über die Marokkofrage ein. Deutschland hat angenommen, ebenso Italien. Desterreich- Ungarn macht die Entsendung eines Vertreters von der Bedingung abhängig, daß sämtliche interessierte Mächte dem Vorschlag zustimmen. Da inzwischen der englische Gesandte Lowther eine ablehnende Antwort überreicht hat, so ist auch Desterreich- Ungarns Annahme hinfällig. Auch Frankreich soll nach wie vor trotz aller freundschaftlichen Verhandlungen mit Deutschland gegen eine internationale Konferenz protestieren. Russland. + Daß die Stellung der Polen sich in letzter Zeit gebessert hat und die Regierung sich bemüht, ihren polnischen Untertanen, wo es angeht, größeres Entgegenkommen zu beweisen, ist schon bei mehreren Gelegenheiten hervorgetreten. Noch nie aber mit solcher Deutlichkeit, wie dieser Lage bei einem Konzert in Wilna. Dort durften Lieder in polnischer Sprache gesungen werden. Zum erstenmal wieder seit 1862. Man kann sich denken, mit welcher Begeisterung dieses Zugeständnis von den Polen aufgenommen wurde. Daß derartige fleine Freundlichkeiten, die gar nichts kosten und zu nichts verpflichten, der Russifizierung der Polen mehr vorarbeiten, als ganze Brigaden von Kosaken, hätte man sich in Petersburg längst sagen können. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser nahm an der Beisetzung des verstorbenen Fürsten Leopold von Hohenzollern in Sigmaringen teil. Am Sonntag wohnt der Kaiser in Hamburg, wo er auf der Jacht„ Hohenzollern" Wohnung nimmt, dem Rennen auf der Horner Bahn bei. Von Hamburg aus begibt sich der Kaiser nach Helgoland und von dort nach Curhaben, um an der Segelregatta des Norddeutschen Regattabereins teilzunehmen. Wie es heißt, wird der Reichsfanzler Fürst Bülow den Kaiser zur Kieler Woche begleiten. Auch in diesem Jahre hat der Kaiser eine Anzahl Gelehrte und Künstler zu einer Nordlandreise einladen lassen, die mittelst des Dampfers Meteor" von der Hamburg- AmerikaLinie stattfindet und vom 17. bis 30. Juni dauern soll. Der Kaiser stellte die von ihm reservierten Plätze auf dem Dampfer den betreffenden Gelehrten und Künstlern, die vom preußischen Kultusministerium ausgewählt sind, zu freier Verfügung. Die Vermählung des Prinzen Gustav Adolf von Schweden mit der Prinzessin Margarethe von Connaught hat in London stattgefunden. An der Feier nahmen eine große Zahl von Fürstlichkeiten teil, aus Deutschland der Erbgroßherzog und die Erbgroßherzogin von Baden. *** König Oskar von Schweden ist vom König von England zum Ehren- Admiral der britischen Flotte ernannt worden. Deer und flotte. Gefechtsfarben. Das Bestreben, den Gegnern möglichst wenig sichtbare Ziele für die weittragenden modernen Feuerwaffen zu bieten, führt in allen Armeen zur Abschaffung des blanken Materials und der ins Auge fallenden Farben bei der Felduniform. Aber auch die Kriegsfahrzeuge müssen eine feldgemäße Außenseite zeigen, um nicht aufzufallen. So werden in der österreichischen Armee von nun an zur Verminderung der Sichtbarkeit sämtliche eiserne Fahrzeuge, die die Pioniertruppe auf ihren Brückenwagen im Feld mitführt( Pontons und Boote), statt des bisher üblichen schwarzen Anstriches definitiv einen solchen mit olivengrüner Farbe erhalten. Ebenso werden Erprobungen mit grauem Anstrich bei den Wagen der Gefechtstrains durchgeführt. Aus demselben Grund ist ein Erlaß zur Ausscheidung aller Schimmelpferde im Heere bevorstehend. Die Einführung der zweijährigen Dienstzeit in Italien scheint nahe bevorzustehen. Wie Kriegsminister Perlotti in der Deputiertenkammer erklärte, ist die bezügliche Vorlage bereits ausgearbeitet. Soziales Leben. [] Zahnte nifer- Innungen haben sich mehrfach in Preußen gebiloct. Der Handelsminister hat mun in einem Erlaß angeordnet, daß diese Innungen aufgefordert werden. ihre Auflösung zu beschließen. Im Tolle einer Beigerung sei Klage auf Schließung zu erheben. Da die Zahntechnifer einen Zweig der niederen Heilkunde ausübten, so feien sie dem Handwerferstande nicht zurechnen und könnten infolgedessen auch nicht zu Innungen zusammentreten. Nab und Fern. A Drei Menschen gereitet. Mit eigener Rebensgefahr rettete der gegenwärtig sich in Berg- Divenow an der Ostsee aufhaltende Zeugbauptmann Straube aus Niesa drei Menschen aus den Fluten der See. Diese hatten eine Segelpartie unternommen und ihr Fahrzeug war bei starkem Sturm gefentert. A Zwei Kinder erstickt. In dem Dorfe Wiesenthal in Bommern spielten zwei Kinder in der Gemeinde- Sandgrube. Unerwartet lösten sich größere Sandmassen und begruben die Kinder unter sich. Sie konnten nur als Leichen hervorgezogen werden. Lebensgefährlich verletzt. Der weitbekannte Gelehrte Geh. Rat Professor Wernicke, Vorsteher der füniglichen Irren- und Nervenklinik zu Halle a. S., durchfuhr auf einem Fahrrad das Gera- Tal und geriet in der Nähe von Dörrberg unter ein Lastfuhrwerk. Die Räder gingen ihm über den Kopf. Er wurde lebensgefährlich verletzt in einen Gasthof gebracht. Fürchterliche Explosion. In den Geschäftsräumen der Auerlicht- Gesellschaft in Brüssel entzündete sich das Kollodium im Benzinkeller. Die gleich darauf folgende Explosion richtete große Verwüstungen an. Der Hauptmonteur Blindenberg blieb auf der Stelle tot, mehrere Arbeiter wurden schwer verletzt, so daß man an ihrem Aufkommen zweifelt. Wetterschäden. In Frankreich und Belgien haben starke Gewitter große Verheerungen angerichtet. In der Umgegend von Paris sind die Anpflanzungen und Gärten auf weite Strecken hin zerstört worden. In mehreren Ortschaften um Antwerpen verursachte der Blizz Brände. Zwei Personen wurden erschlagen. Ein großer Teil der Ernte ist durch Hagel vernichtet. Katastrophe auf einem Kriegsschiff. Beim Manövrieren in der Nähe von Gibraltar explodierte auf dem britischen Linienschiff„ Magnificent" die Patrone eines sechszölligen Geschüßes. Vier Offiziere und 14 Mannschaften erlitten Verwundungen, 11 davon sind sehr schwer verletzt. Op Die Opfer des Sturmes in Konstantinopel. Die Gesamtzahl der Opfer beläuft sich auf 12 getötete Personen und ungefähr 180 verlegte. Außerdem sind 30 Häuser eingestürzt, während etwa 100 Häuser größere und einige hundert Gebäude kleinere Beschädigungen erlitten haben. Der durch das Unwetter sonst angerichtete Schaden ist ziemlich bedeutend, aber vorläufig noch nicht genau festgestellt. Der Hagelsturoi am Pfingstmontag hat nur in Gärten und Feldern Schaden angerichtet. Außerdem wurden Tausende von Testerscheiben zertrümmert. ** Der Wert sachgemäßer Inserate. Ein reicher amerikanischer Geschäftsmann äußert sich über die Notwendigkeit der Reklame folgendermaßen:" In dieser Welt gibt es nur zwei Dinge, die sich nicht verbergen lassen: die Liebe und der Keuchhusten; alles andere kann auf ewig verborgen bleiben, wenn man nicht Reklame dafür macht. Die Franzosen sagen, daß eine Ware, die gefällt, schon halb verkauft sei. Sie sind rückständig. Wir Amerikaner sagen, daß eine Ware, die gute Reklame hat, zu neun Zehntel verkauft ist. Und wenn Sie etwas suchen, ist es nicht besser, tausend Augen suchen zu lassen, um es zu finden, als mit Ihren zwei Augen allein zu suchen?" Carnegie, der Stahlfönig, empfahl den Studenten von St. Andrews:„ Meine Freunde, wenn Sie in der Welt vorwärts kommen wollen, dann dürfen Sie nicht zu demütig und verborgen bleiben wollen. Man soll gewiß den Leuten keinen Dunst vormachen, aber es ist auch nicht schlecht, ein wenig Spektakel zu machen. Der Wettbewerb der europäischen Nation wäre für uns beängstigend, wenn sie so viel für Anzeigen und Reklamen ausgeben wollten wie wir." Aus dem Gerichtsfaal. § Der Trakehner Schulprozeß. Das Kammergericht hat die Wiederaufnahme des Schulprozesses bekanntlich angeord. net. Nachdem das Reichsgericht die Revision verworfen hatte, stellte Rechtsanwalt Sonnenfeld für Nickel den Antrag auf Wiederaufnahme des Verfahrens. Das wurde abgelehnt. Die Kosten mußten mit 5888 Mark bezahlt werden und wurden von der Rechtsschutzkasse des Deutschen Lehrervereins getragen. Der Verteidiger legte die Beschwerde gegen die Beschlüsse des Landgerichts ein. Darauf verfügte das Kammergericht das Aussetzen der Strafvollstreckung gegen Nickel und jetzt die Wiederaufnahme des Verfahrens, da eine Mittäterschaft Nickels ausgeschlossen sei. § Der flüchtige Pastor. Der steckbrieflich verfolgte, fürzlich in Wien mit seiner Begleiterin, der 21jährigen Eleonore Hoppe, verhaftete Pastor Walter Kreusler aus Celle, wurde wegen falscher Meldung zu drei Tagen strengen Arrestes verurteilt und aus Desterreich ausgewiesen. Eleonore Hoppe erhielt 24 Stunden Arrest. Vom Wunderdoktor Labmann. ( Eig. Bericht.) Dresden, 15. Juni. Das Charakterbild des jüngst verstorbenen Dr. Lahmann, des Begründers und Leiters des weitbekannten Sanatoriums auf dem„ Weißen Hirsch" bei Dresden, schwankt heftig im Urteil der Zeitgenossen. Himmelhoch von den einen als Wohltäter der leidenden Menschheit erhoben, verdammen die anderen ihn als Charlatan und Kurpfuscher. Die Wahrheit wird auch hier, wie bei den meisten lebhaf diskutierten Dingen, in der Mitte liegen. Lahmann hat el allen Weltteilen und Berufsklassen zuzuführen. Auch konnt böhmische Led Finistragödie babe fi Erraga em Campfer Graf jedenfalls verstanden, seiner Heilmethode Anhänger au denticloffen, nach 20 er durchaus nicht als absoluter Gegner der zünftigen Medill fie nicht mehr zin betrachtet werden, denn er zog eine Reihe einwandsfreier fionärin intereffie fachwissenschaftlich ausgebildeter Aerzte heran, die Lahmann migrantenhause für ziemlich frei schalten ließ. Interessant ist es, was ein gee ein zweites Verh Danach bewahrte er sich in seinen Aussprüchen, seinem um zweiten Male Größenteils gingen seine medizinischen Ideen darauf hin. Arnt eines Präsiden aus, daß man magerer werden, sich minder reich nähren und 50 000 Dollars, alf nauer Svenner seiner Persönlichkeit über ihn schreibt. Wesen und seinen Paradoren eine absichtliche Originalität, zu einer einfachen Lebensweise zurückkehren müsse. Er stu dierte in den Publikationen des Wieners Winterniß alle Ge war seit Jahren brustfrank. Das verriet schon seine Er Fortfommen überne [ Das Einfom Tommen Nebenbezi wanmittelbar aus fei boen der Verwaltun heimnisse der Kaltwasserkur und legte großes Gewicht aufhaltung seiner und Massage und Bewegungsfur. Sich selbst vermochte er aller ferner die Ausgabe dings nicht zu helfen mit seinen therapeutischen Ideen. Er Wicht uw, bom G scheinung, die leicht vorgebeugt, einen abgemagerten, dürren tellt: 65 740 Doll Körper zeigte, während in seinem von einem dünnen Bart 1140 000 für Diene umrahmten Gesicht fieberhaft die dunklen Augen leuchteten. tung, 80 500 für Seine Krankheit hatte ihn auch zur Medizin getrieben. Diese Kosten belau Bremen geboren, war er ursprünglich Ingenieur gewesen. für seinen eigenen Lungenkrank geworden, ging er zuerst nach Arabien, dann medung ziehen. in die Anstalt Rücklis nach Veldes in Krain. Hier wurde Präsident feinen er ein Anhänger der Behandlungsweise, die Rückli erfunden nachen gezwunger hatte. Er warf sich auf das Studium der Medizin und ver pflanzte die Veldeser Methode nach Deutschland. In einem ehemaligen Sanatorium hatte er zuerst mit seinen Plänen Mißerfolg, dann streckte ihm ein Fabrikant einen Betrag Songresses Mayne Gehalt des Bräsid erhöhen Ante eine lebensl Mark vor, mit dem er in sehr kleinen Verhältnissen im Weißen gewähren. Wahrid Hirsch" seine Anstalt begründete. Man nahm hier Luft- rhöhung bewilliger bäder in einem schattigen Wäldchen, man erhielt milde [ Goldmünzen Wasserkuren, und man hungerte. Selbst die Fastenvordines alten Hauses Florentiner und 6 Bu Tage gefördert tief unter dem schriften der verschiedensten Religionen führte Lahmann ins Treffen, um seine Absicht, daß die Menschen viel zu viel prosperierte. Lahmann war ein vortrefflicher Organisator und verstand es, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er erfand Lahmann- Wäsche, Lahmann- Kleider, LahmannKakao, Lahmann- Cakes, Lahmann- Speisen. Neben allerlei Torheit war immer auch ein Quentchen Wahrheit in seinen Anpreisungen. So ist der„ Weiße Hirsch" immer größer geworden als Naturheilanstalt. Lahmann hatte die Genug. tuung, daß seine Idee, die physischen Leiden der Menschheit seien vielfach durch Ueberernährung entstanden, von medizinischen Autoritäten anerkannt wurde; das machte ihn kühn, und er wagte in letzter Zeit Publikationen, die sehr dilettanterhaft gegen die medizinische Wissenschaft polemisierten. Die Anhänger seiner Methode wuchsen aber von Jahr zu Nahrung zu sich nehmen, zu bekräftigen. Das Institut 80 000 Mark bet Sigung de In Abwefer Beigeordneter G Curschmann Es wurde suchung seitens Schule entwachse Jahr, ebenso der ilmfang seiner Anstalt. Er erwarb große Bücher in die landwirtschaftliche Güter zur Milch-, Eier-, Butter- und Gemüseproduktion, und sein Einkommen wuchs lawinenhaft. Lahmann zahlte eine der größten Einkommensteuerquoten in ganz Deutschland und verlangte für seine Anstalt einen Preis von 13 Millionen Mark, als einmal Verkaufsberhandlungen schwebten. Nun hat er in verhältnismäßig jungen Jahren der Natur den Tribut zahlen müssen- ob sein Werk den bisherigen Glanz behalten wird? Oder ob mit dem Tode ihres Schöpfers auch die Anstalt auf dem„ Weißen Hirsch" den Wandel der Zeiten erfahren muß? Unmöglich ist das nicht. Man braucht nur daran zu denken, was einst der Name Wäris. hofen" bedeutete, als Pfarrer Kneipp dort noch waltete und schaltete. Und heute nichts Ewiges gibt's auf der Erde. - Kunft und Wiffenfchaft. HM Photographie in natürlichen Farben. In der Aka demie der Wissenschaften zu Paris teilte Professor Lippmann mit, daß er bei seinem Verfahren des Photographierens in natürlichen Farben jüngst so erfreuliche Fortschritte zu ver zeichnen hatte, daß in absehbarer Zeit Papierabzüge der farbigen Platten zu gewärtigen seien. HM Luftschiffahrt. Das neue Zeppelinsche Luftschiff unternahm seine erste Versuchsfahrt über den Bodensee. Mit einem Offizier der Berliner Luftschifferabteilung und zwei meiteren Herren bemannt, stieg es bei Manzell unweit Friedrichshafen auf, und nach drei Stunden erreichte es glücklich Romanshorn, auf der schweizerischen Seite. OP Die Marskanäle. Der Marsforscher Percival Lowell hat einen großen Erfolg erzielt. Es ist ihm gelungen, die rätselhaften Linien auf dem Mars, die allgemein als Ra näle" bezeichnet werden, zu photographieren. Die Lowellschen Aufnahmen sind auf der ihm unterstellten Sternwarte bei Flagstaff in Arizona gewonnen worden, die speziell für das Studium des Marsbildes errichtet worden ist. Man erhofft wichtige Aufschlüsse von den Lowellschen Arbeiten über die Natur der vielumstrittenen Marskanäle". Vermischtes. =[ Die belvynte Berliner Schuhmannschaft.] Eine bare Anerkennung ist der Schutzmannschaft in Berlin für ihr Verhalten und ihre besonderen Dienstleistungen bei den Festlichkeiten zur Hochzeit des Kronprinzenpaares zuteil geworden. Alle uniformierten und Kriminalbeamten, während der Festtage an dem Dienste teilnahmen, erhielten eine Zuwendung von 20 Mark. - die des [ Der Simplon- Tunnel.] Die Fertigstellung Haupttunnels ist vor dem Monat Mai 1906 nicht zu erwar ten. Möglicherweise muß die Eröffnung wegen der Störun - ses sich hier nur Mitteln feine Lef ¡ der Stadt liegt Der bor ni Balser hat für mildtätige Die Markise 15 cm tiefer d nehmigt ift. Da Stadtverordneter bie Markise hi Buntte 6 und für die Steinft und Weserstraß die Bauordnung berweigert. B richten, der erf die Stadtverord größeres Haus Söhne wird die unter der Bieb baum entfernen anlage legen zu triebsdirektion Beglarerweges eine jährliche nehmigt. Die änderung des Sprenggeräten f brate Offerten Den Buschlag warenfabrit für im Sofe ber oft repariert w Stelle der Waff fchaffung von Stadtmädchenfa feßt, da die St Bedenten gegen Lüftungsklagen chulbanten für von der Firma genehmigt. Bweigverein von - thm aus ftädti transporte befd fautenb auf 26 285 M. für e gen im Nebentunnel noch viel länger hinausgeschoben werden. nachträglich gen [ Das kühne Spätzlein.] Als eine Dame in Ham folgten freihändi burg von einen Spaziergang heimfehrte, fand sie, daß sich burch 616,30 zwischen den Blumen ihres neuen Frühjahrshutes ein ju und dieser Betr ges Späßlein häuslich eingerichtet hatte. Das seltene Vertrauen des Tierchens wurde nicht getäuscht, denn das Spátlein hat bei der Besizerin des anziehenden Hutes forgjame Pflege gefunden. gaftsplan fertigeftellt. Den mehr als im v haraus werden =[ Eine Erinnerung an den Königsmord im Belgrader Für Kulturen find Konak.] Eine Frau, die behauptet, die serbische Königstragödie miterlebt zu haben, befindet sich augenblicklich als Ausgeschlossene in einem Detentionsraum auf Ellis Island. Grenzen 277 700) R. vorgefeb - Die Frau nennt sich Katherina Wagner- Löffler und er benden. Der Au zählt, daß ihre Wiege bei der alten Kaiserburg in Prag ge- auarbeiten und die standen habe. Sie sei bei verschiedenen hohen Herrschaften orgenommen werden. als Köchin bedienstet gewesen. Schließlich sei sie an den ser wird bewilligt.- 5 bischen Hof verschlagen worden, wo sie für die Königin menten Leble abmann hat Anhänger a 1. Auch foun ünftigen Me einwandsfre , die Lahman nga böhmische Leckerbissen zubereitet habe. Nach der Honigstragödie habe sie in Dresden gelebt. Dann habe sie it entschlossen, nach Amerika auszuwandern. Sie kam auf bem Dampfer ,, Graf Waldersee" in Newyork an und wurde, Eine veil sie nicht mehr jung genug sei, ausgeschlossen. Missionärin interessierte den Pastor Döring vom deutschen Emigrantenhause für die Frau, und der Pastor erlangte für 23, was ein ge ein zweites Verhör. Er wollte auch das Risiko für ihr ichreibt. prüchen, feine he Originalit zen darauf hi Fortkommen übernchmen, doch verhängte die Inquisition Im zweiten Male den Ausschluß über sie. [ Das Einkommen des Präsidenten Roosevelt.] Das Amt eines Präsidenten der Vereinigten Staaten wird mit 50000 Dollars, also zirka 200 000 Mart, dotiert. Dazu Emmen Nebenbezüge. So werden die Unkosten, die ihm unmittelbar aus seiner Stellung entstehen, wie die Unteraltung seiner und seiner Sekretärbureaus, deren Gehalte, ferner die Ausgaben für Wagen, Pferde, Dienerschaft, Licht usw., vom Staate bezahlt. Im letzten Jahre wurden ven der Verwaltung des Weißen Hauses in Rechnung getellt: 65 740 Dollars für die Beamten seines Bureaus, eich nähren in music. Er j nterniß alle 6 es Gewicht a mochte er alle hen Ideen. schon seine G agerten, dürre m dünnen Ba 140 000 für Dienerschaft und Blumen, 20 000 für Beleuchugen leuchtete enicur gewefe tung, 80 500 für laufende Rechnungen und Reparaturen. n getrieben. Diese Kosten belaufen sich auf etwa 300 000 Dollars, aber -Arabien, das Rechnung ziehen. Mit den 50 000 Dollars fann aber der n. Sier wuräsident seinen und seiner Familie Aufwand, den er zu tedizin und be ongresses Maynard hat deshalb den Antrag gestellt, den Nückli erfund machen gegroungen ist, nicht bestreiten. Das Mitglied des and. In eine Gehalt des Präsidenten auf 100 000 Dollars gleich 400 000 seinen Bläne Marf zu erhöhen und ihm beim Ausscheiden aus seinem t einen Betrag Amte eine lebenslängliche Pension von 25 000 Dollars zu en im Beifen gewähren. Wahrscheinlich wird der Kongreß diese Gehaltsahm hier Luft erhöhung bewilligen. für feinen eigenen Vorteil fann der Präsident sie nicht in erhielt milde [ Goldmünzenfund.] In Konstanz ist beim Abbruch Die Faſtenvor eines alten Hauses ein Schab alter Goldmünzen, darunter Lahmann in Florentiner und Genueser Taler aus dem 14. Jahrhundert, En biel zu biel zu Tage gefördert worden. Der Wert des Fundes soll 60Das Inſtitut 80 000 Mark betragen. Die Münzen lagen 40 Zentimeter her Organijator tief unter dem Jußboden in der Erde. er, zu ziehen. Gr Lahmann Neben allerle hrheit in seine immer gr atte die G iden, von med machte ihn fin, ie t polemiferten. r von Jahr zu Fahren der Natur ode ihres Sh sch" den We das nicht. Name W mocy waltete auf der Erde. Sihung der Stadtverordneten Gießens. ?? Gießen, 15. Juni 1905. In Abwesenheit des Oberbürgermeister Mecum leitete Beigeordneter Georgi mit Assistenz des Beigeordneten urschmann die Sigung. Es wurde demnächst befannt gegeben, daß die Unter- - - - - Stohrschen Erben abgeschlossene Verkauf( 10 C00 Mt.), welcher| Eine Be einem früheren Beschluß entspricht, genehmigt schwerdeschrift der Herren D. Wagner und Noll, welche sich gegen die Ausbeutung des Grund und Bodens wendet und der Orts- Baupolizei nicht das Wort redet, wurde in nichtöffentlicher Sigung besprochen, trotzdem Stadtv. Kirch anfangs für öffentliche Besprechung war. In nächster Sizung, wenn der D.-B. zurück ist, soll diese Angelegenheit nochmals berührt werden. Verschiedene Ausbesserungsarbeiten des Straßenpflasters find nötig. Von 3 eingegangenen Offerten ist die des Johs. Hoffmann mit 15 800 Mt. die annehmbarste. Der Zuschlag wurde demgemäß erteilt. Für erforderlichen Verpuz des vorm. Attigschen Hauses Seltersweg 9 werden noch 30 Mt. nachbewilligt. Das Gesuch des Friedrich Kopp um Erlaubuis zum Wirtschaftsbetrieb im Hause Bismarckstraße 30 wurde verneint, da eine Bedürfnisfrage in jenem Bezirk nicht vorliege. Das Gesuch für den„ Mainzer Hof" in der Welfsstraße von Gottfried Abel wurde genehmigt. Außerhalb der T.-D. wurde noch die Lieferung von Eisenträgern an die Firma F. Heiner für 3882,59 Mt. und der Ausbauer Henselstraße an den Pflastermeister Der BackSuchan 1. Rrofdorf für 2196 Mt. vergeben. fteinbrennereibefizer Adolf Braun hat 1902 die Genehmigung erhalten, im Neustädter Feld ein Backsteinhäuschen für seine Arbeiter zu errichten, Feuerungsonlage dürfe aber teine darin enthalten sein, ebenso solle es nicht als Schlaf räume benutzt werden. Diese Bedingungen hätte, wie Beigeordneter Curschmann berichtet, Braun nicht gehalten und folle auf Vorschlag der Bau- Deputation die Genehmigung zurüdgezogen werden. Stadtv. Helfrich widersprach dem, da jedes derartiges Badsteinhäuschen eine FeuerungsDie anlage habe und darin die Arbeiter schlafen. Sache wurde bis zur nächsten Stadtv.- Versammlung vertagt. - Die Ferien der Stadtverordneten Versammlung wurden wie in früheren Jahren für die Zeit vom 1. August bis 15. September bestimmt. Zum Schluß fommt Stadtv. Kirch auf den projektierten sehr dietten fudung seitens der städt. Schulleitung gegen mehrere ber Schule entwachsene Kinder, welche verdächtigt waren, ihre r crmarb große Bücher in die Lahn geworfen zu haben, ergeben hat, daß Butter- und es sich hier nur um solche Kinder handelt, die aus städt. uds lawinen Mitteln keine Lehrbücher bekommen haben. Eine Schädigung kommensteuer der Stadt liegt also nicht vor. ir seine Anstalt Der vor nicht langer Zeit verstorbene Rentner Ernst nmal Berfaus Balser hat der Stadt 5000 Bt. vermacht, zur Hälfte für mildtätige Zwecke. Die Stadt nahm diese Schenkung an. Die Markise des Herrn Krogmann, Bahnhofstraße 30 ist den bisherigen 15 cm tiefer angebracht als ursprünglich geplant und genehmigt ist. Da hierdurch die Passage gehindert ist, faßt die Stadtverordneten- Versammlung den Beschluß, daß Krogmanu Die beiben nächsten bie Markise höher machen muß. Punkte 6 und 7 betr. zwei Baugesuche( der K. Nikolaus für die Steinstraße und des E. H. Müller für die Steinund Weserstraße) sind in ihrer Art gleich. Da beide gegen die Bauordnung verstoßen, werden die nachgesuchten Dispense berweigert. Beide Bauherren wollen je zwei Häuser errichten, der erforderliche Raum ist aber nicht vorhanden und die Stadtverordneten sind der Ansicht, daß jeder nur ein größeres Haus errichten kann. Der Firma A. Kröll Söhne wird die Erlaubnis erteilt, daß sie auf ihrem Lagerplatz unter der Biebertalbahn einen bereits angefahrenen Bappelbaum entfernen fann, damit sie Raum bekommt, eine Geleis, Das Gesuch der Eisenbahnbeinsche Luftschanlage legen zu fönnen. en Bodensee. triebsdirektion Gießen um Erlaubnis zur Kreuzung des teilung und Beglarerweges durch eine Fernsprechleitung wird gegen Manzell unive eine jährliche Anerkennungsgebühr von 50 Pfennig geden erreichte e nehmigt. Die Veranlassung hierzu ist die Wohnungsver en Seite. Daft. . In der ofessor Lippman otographierens i rtschritte zu Bapierabzüge& ze - Bercival Lowenberung des Bahnmeisters.- Punft 10: Beschaffung von gelungen, Sprenggeräten für den Stadtgärtner( 35 m Gummischlauch) mgebrachte Offerten zwischen 138 Marf und 317 Mart. gemein, Den Buſchlag bekam die Gothaer Hanf- und Gummistanäle". warenfabrit für 140,40 Mart. - - Der Ventilbrunnen ten Sternwa die speziell fü im Hofe der Stadtmädchenschule, welcher schon sehr orden ist. Ma oft repariert werden mußte, soll nun durch eine BapfPunkt 12: BeSellichen Arbeite stelle der Wasserleitung ersetzt werden. fchaffung von Lüftungsflappen für einzelne Räume der Stadtmädchenschule wurde bis zur nächsten Sigung festgefest, da die Stadtv. Jann, Huhn und Schaffstaedt Bedenken gegen die Art der von der Bau- D. vorgeschlagenen Die Anschaffung von 12 neuen Schulbänken für die Volksschulen zum Preise von 500 Mt. von der Firma Fuhrmann& Haus in Ludwigshafen wird genehmigt. Abgelehnt wurde der nächste Punkt. Der nndhaft.] Eine Lüftungsklagen haben. in Berlin für istungen bei den paares zuteil ge nalbeamten, die - - - - Straße die Lahntalf u. Marmor Industr. v. Gabriel entstand. Lettere hat inzwischen einen gewaltigen Aufschwung genommen und man ist gegenwärtig damit bessäftigt einen weiteren Riesenschornstein( Rauchschlot) zu erbauen. Der Verkehr auf hiesiger Station ist aber vor allem durch die Eröffnung der Biebertalbahn noch beteudend vermehrt worden. Wie wir nun erfahren, so wird auf wiederholte Vorstellung vieler Interessenten des Biebertals auch eine Güterverlade stelle hierselbst im Herbste eröffnet werden. Die dieserhalb vorzunehmende Ecweiterung des Bahnförpers gilt als erste Vorbereitung und wird diese Einrichtung von unserer ganzen Gegend auf das lebhafteste begrüßt. sch Wetlar, 15. Juni. Die Lofalabteilung Wetzlar des landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreußen hat in ihrer Generalversammlung am 4. Mai beschlossen, daß das diesjährige Tierschaufest am 13. und 14. Juli abgehalten werden soll. Es ist dies das weithin bekannte Wehlarer Ochsenfest, welches alle zwei Jahre in dem herrlichen Hochwalde" Finsterloh" gefeiert wird. Hierbei fommen namhafte Preise sowohl aus Staats- als auch aus Vereinsmitteln zur Verteilung. Für Rinder find allein 2250 Mt. darunter auch zwei Sammelpreise, bestehend aus 10 Tieren einer Gemeinde( 1 Bullen, 6 Kühe und 3 Rinder) vorge sehen. Bur Prämiierung zugelassen wird nur zur Zucht benutztes oder bestimmtes Vieh bodenständiger Vogelsberger Rasse. Daneben tommen noch für Schweine 550 Mt. und für Biegen 200 t. zur Verteilung. Außerdem wird auch diesmal und zwar zum ersten Mal das Nußgeflügel( Hühner, Enten und Gänse) vertreten sein, welches gleichfalls zur Brämiierung mit 215 Mt. bedacht wird. Auf der großen landw. Ausstellung zu Gießen Herbst 1903 trugen unsere brounen Vogelsberger, 48 Tiere, 27 Preise im Betrage von 1250 t. davon. A Mainz, 15. Juni. Gelegentlich der Hauptversamm lung des Landeslehrervereins fam es auch zu einer lebhaften Kundgebung für die Simultanschule, die uns das liberale Volksschulgesch Hessens bereits vor einem Menschenalter brachte. Der Obmann Backes betonte in seinem Referat, daß die Regierung bisher alle Bestrebungen, unserer Voltsschule den simultanen Charakter zu nehmen, entschieden zurüdgewiesen habe. Auch der Regierungsvertreter, Frhr. v. Gagern, sprach den Wunsch aus, daß der jezige Gottesfriede unserer Volksschule von feiner Seite gestört werden möge. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Trinitatis, den 18. Juni. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Pfarrer Schwabe Bugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Markusgemeinde. Bormittags 9.30 Uhr: Professor D. Eck. Oberhessischen 8entralzuchtviemarkt zu sprechen. Er fommt zurück auf die in vorausgegangenen Sigungen seitens der Stadt bewilligten finanziellen wie auch örtlichen Unterstützungen, daß in erster Linie als Platz unser Biehmarktsplatz und dann Bichlers Hardt angeboten sei und die Aussichten Gießens ganz gute gewesen sind. Allein in Rr. 124 des" Gießener Anzeigers" sei ein Ausschußbericht des Landw. Vereins veröffentlicht, welcher eine recht häßliche Kritik an unseren zur Beit bestehenden ViehmarktEinrichtungen übt, so z. B. sei die Lahnbrücke, über welche alles Vie getrieben werden müßte, hinsichtlich des Uebertragens von Seuchen 2c. sehr gefährlich. Durch diesen Bericht, den Herr Dekonomierat Schlenke(! Hört. D. Red.) abgefaßt hat, ist Gießen etwas ins Hintertreffen gekommen, Friedberg oder Butzbach hätten bei den maßgebenden Herren mehr Chancen. In der ganzen Buchtviehmarktsfrage habe man immer und immer wieder die Einuichtungen des Radolfszeller Buchtviehmarktes als mustergültig bezeichnet und in der Nr. 23 der Heff. Landwirtsch. Zeitschrift, welche vom Generalsekretär des Landwirtsch. Bereins Dekonomierrat Müller- Darmstadt redigiert wird, ist dieses Lob erneut zum Ausdruck gekommen. Im Vergleich zu den Verhältnissen auf unseren Gießener Biehmärkten sei aber aus diesem Artikel erwähnt, daß der Plaz des Radolfzeller Buchtviehmarktes im Jahre 25 Mal für die Stadt zu gewöhnlichen Viehmärkten It. Vertrag zur Verfügung gestellt werden muß. Hier in Gießen erklärt man das Abhalten von zweierlei Märkten auf einem Plaz für unmöglich. Die Platfrage wird, der Ansicht sei er, so schnell nicht gelöstt sein, sondern Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit vielmehr der im nächsten Jahr errichteten Landwirtschaftsfammer überlassen bleiben. Er hoffe, daß dort Herren mitreden, die mehr Sympathie für Sießen haben. Dem Stadtv. Kirch wurde Dank für diese Mitteilungen. Lokales. 16. Jnut 1905. ** Am Mittwoch, 21. d. M., vormittags 129 Uhr beginnend, findet eine Sigung des Provinzial- AusSchusses' der Broving Oberbeffen mit folgenber Lagesobnung ftatt: 1. ohulhausneubau in Waffenheim, Ateis Friedberg.- 2. Der Hebammendienst in Eifa, Kreis Alsfeld. A Die erste Eir quartierung hatten gestern die Drte der Umgegend Gieß ns, sowie Lich und Hungen. Die 61er Artillerie( Darmstadt- Babenhausen) befindet sich auf dem Wege nach dem Truppenübungsplatz Senne bei Paderborn. Auch heute bleibt Gießen bequartiert. s. Güterverladeftelle Schiffenberg. Abg. Leun hat in der Zweiten Rammer folgende Anfrage gestellt: Ich frage bei Großh. Regierung ergebenft an, warum die Güternahmen, erhielten weigverein von Roten Kreuz war dahin eingekommen, daß berlabestelle auf der Personenhaltestelle Schiffenberg( Oberertigstellung be transporte beschafft werde. 06 nicht zu erwar hm aus städtischen Mitteln eine Tragbahre für Kranten Zwei Rechnungen von 1903 lautend auf 264 Mr. für 8 zweifißige Schulbände und - Degen der Störum 285 Mt. für einen Schlammwagen mit Drahtfrahn werden geschoben werden nachträglich genehmigt. Zu der im vorigen Herbst er. hessische Eisenbahn) noch nicht errichtet wurde, obwohl die Rammer ihr Einverständnis vor Jahren gab. A Das Wasserwerk der Stadt Gießen bei Dueckborn wird im Laufe dieses Sommers eine bedeutende Vergrößerung Dame in Han folgten freihändigen Abgabe von Fall- und Tafelobst, wo erfahren. Drei weitere Brunnen sollen gefaßt werden. Nach hrshutes ein und dieser Betrag gutgeheißen. fand sie, daß sich durch 616,30 Mt. eingegangen sind, wurde nicht erinnert dem seit Herbst auf dem sogenannten„ Bornfloß" 33 Bohr. - Der Waldwirt löcher hergestellt wurden, wird in den ersten Tagen mit der Das feltene Ver schaftsplan für 1906 ist von Forstmeister Koehler Fassung der Quellen begonnen. Die Arbeiten wurden dem denn das Spá fertigestellt. Denoch werden 7310 Fm Holz oder 810 Fm Bauunternehmer inn Gießen übertragen. Die Quellen n Sutes forgiame ord im Belgrader ferbische Königs mehr als im vorgehenden Jahre gefällt, die Einnahmen daraus werden aber nicht wensentlich höher sein. Für Kulturen find 7789( 7146), für Wege 11722( 11700), für Grenzen 277( 100) und für sonstige 8wede 700 liefern eine solche Menge Wasser, daß eine Stadt von 100 000 Einwohnern damit versorgt werd.n könnte. uf Ellis 3sland( 700) Mt. vorgesehen. Die Versammlung hatte nichts einzu fehr, so wird uns aus dem Biebertal geschrieben, ist hieraugenblicklich al Löffler und er Jurg in Prag ge - wenden. Der Ausbau der Roonstraße fann, da die Sielbauarbeiten und die Hausanschlüsse soweit beendet, nunmehr - Hiernach wurde der inzwischen mit dem ohen Herrschaften vorgenommen werden. Der hierzuerforderliche Kredit v. 6580 M. jei sie an den fer wird bewilligt. für die Königin sch Abendsteru, 15. Juni. Ein nie geahnter Verselbst am Kreuzungspunkt der Staats- und Biebertalbahn entstanden. Die im Jahre 1878 vollendete Bauptbahn lief ein volles Jahrzehnt hier vorüber ohne jeglichen Verkehr nach sich zu ziehen, bis im Jahre 1888 hier an der Rodheimer Lufasgemeinde. Die Kinderkirche für die Matthäusgemeinde fällt aus. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Chriftenlehre für die Neukonfirmierten aus der Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdiest für die Johannesgemeinde. Pfarrassistent Sattler. Katholische Gemeinde. Samstag, den 17. Juni. " zur hl. Beichte. Sonntag, den 18. Juni. Dreifaltigteitsfest. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. „ 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Militärgottesdienst mit Predigt. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Christenlehre; barauf Andacht. Gießener landwirtschaftlicher Betterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 17. Juni. Bunehmend bewölkt, später Gewitterregen, sehr warm. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteti: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde in teken A C Verlangen Sie Muster unsersr neuesten Stoffe und Foulards für StrassenToiletten und Blousen. Seidenstoff- Fabrik- Union Adolf Grieder& Cie. 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Oberförsterei Gießen. Roehler. Heugras- Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 19. und Dienstag, den 20. Juni 1904, jebesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heu. gras von den städt. Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: Montag, den 19. Juni: G. S. Montag, den 19. Juni abends 8 Uhr: Haupt- Uebung Das Kommando. Die Mannschaften haben pünktlich und vollzählta zu erscheinen. Freibant. Heute von 4-8 Uhr Morgen von 8 bis 11 Uhr: Kubfleisch 50 Pig. Conservegläser ,, Ideal" Weck'sche a. an Ort und Stelle von ben Wiefen in Neustädterfelb Apparate und Gläser und bei der Margaretenhütte, b. vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Ww., Grünbergerstraße Nc. 6, von den Wiesen im Heegftrauch und im Rußland, c. nachmittag 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck und von etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 20. Juni: d, von den Dchsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiesen Krumeich's Conservo- Krüge Obstpressen etc. etc. empfehlen von den Biesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen unb Brüder Schmidt Altentisch, e. nachmittags 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, f. nachmittags 2½ Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Buseck, g. nachmittags 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Buseck. Die Busammenkunft ist am 19. Juni am Neustädtertor, am 20. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihren Gemeinden bekannt machen zu lassen. Gießen, den 9. Juni. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Curschmarn. Heugras- Versteigerung. Montag, den 19. d. Mts., vorm. 8 Uhr soll bet Wirt S. Schepp 3. dahier, das diesjährige Heugras von den früheren fiskalischen Wiesen der Gemeinde Lindenstruth gehörig; um 10 Uhr auf der Weide an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Wegen vorheriger Einsichtnahme der Loose wolle man sich an den Gemeindewiesenwärter St. Menz 2. wenden. Lindenstruth, 9. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. Scheld. Fahrzeugwerke ,, Wilhelmshöhe" bel Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Giessen, Seltersweg 83. Kleine Plakate Wohnung zu vermieten. Möblirte Zimmer zu vermieten Baden zu vermieten Häringe, Frische Eier 2c. das Stück 10Pfg zu haben in der Ervedition Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz Beste und billigste Bezugsquelle nur anerkannt hervorragendster Cigarrenfabrikate, Cigarretten, Tabake. Fahrräder, erstklassig, direkt von der Fabrik an Private und Händler von Mk. 65.- an. Prima Zubehörteile, Mantel von ca. Mk. 4. Luftschläuche von Mk. 2.80 an. auch an fremDoppelglockenlager, Motorrädern, fowie Reparaturen dem Fabrikat Fahrradteilen u. Zubehör zu fonturcenzl. bill. Fabrikpreisen und weitgehendster Garantie. Katal. gratis u. franco. 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