ist eine bom en doch autos e Erscheinung, ößerer Tätig stoff versehen f eines Teils cht ganz dem Nr. 40. Fasertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz OberBeffen, die Kreise Weglar unb Marburg 10.8fg. sonst 15 Pfg. Reklamen ble Betitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Haubtexpedition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. die Atmung. Bt, oder am edergewonnen dbeivegungen lich durch die rperlage zu liche Blutlauf Gabuen als , Mangel an mleit ist. Der inem Aussehen gebenden Blut nes als cinen lheiten, denen en eigentümlich ei feltigen und ündungen des zu Fehlern in startem Bluts er sogenannten oft das Nahen gels wurde die ergrund beim ammenziehung eich ist es ein ung, daß Lie entweder da Täuschung bei ehalten werden, als Mimikri be chgewiesen.& stand auf, den ber bei näherer. der sogenannten Sowohl in der ganz auffallende wuchs. Diese haupt in merk ie fich auf den nen zwei Blätter Oberfläche ganz bräunlingraue gelben Blüten Gewächs auf g haben diese gemeines not Individuum unstgriff der ann man von e nicht sterben. Fich, die Urtiere en Tieren ein wesen endet da fam die Mutter rden durch Tei mer Reihe weiter adhen eines Wal eigentlichen Tod. leichbedeutend mit ne Grenze. Wenn mmt, so wird man dentierchen finden wenigen Minuten ch durch Teilung. derer Vorgang zu erer Tiere gleicht. en aneinander und mer einer längeren So betrachtet, er gewöhnlichen Tod, ch. Dennoch ließe andere Tiere und en erfichtlich find werden. zes wende war ft Hochwarte Loz Wiejed erei Gießen 11. rung. I auf der Aceira ra- Kreisgreny mit zuf. 5.78 f lholz. ig. " 1.69 3.17 055 Donnerstag, den 16. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang bonnement& prete: abgeholt monatlich 50 Bfg., tn's Saus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratt@ bellagen: Oberheffische Familieuzeitung( tä) und die Gießener eifenblasex( wöchentlich). Das Blatt erscheint an alles Werktagen nachmittage. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Bekanntmachung. Montag, den 27. Februar d. J., nachm. 3½ Uhr wird zu Gießen im Café Ebel eine Hauptversammlung des landwirtschaftlichen Bezirks- Vereins zu Gießen stattfinden, zu der die Mitglieder und alle Freunde des Vereins eingeladen werden. Gießen, den 14. Februar 1905. Der Vorstand des landw. Bezirksvereins Gießen. Dr. Breidert. Tages- Ordnung: 1. Bezug von Saatfartoffeln und Saatgut. 2. Vortrag des Herrn Professor Reichelt- Friedberg über: Obstverwertung. 3. Verschiedenes. Während der Versammlung findet eine Aus= #tellung von Saatgutproben statt. Die Verfolgung der Herero. Die verschiedenen Abteilungen der deutschen Truppen in Südwestafrifa sind den flüchtigen Herero dicht auf den Fersen. Fortwährend erleidet der Feind neue Einbußer. Indessen gelingt es immer noch einzelnen Haufen zu entkommen, sodaß die mühselige Verfolgung in die öden Gegenden fortgesetzt werden muß. Die neueste Meldung des Generals v. Trotha berichtet über die Vorgänge zu Anfang dieses Monats wie folgt: Major v. Mühlenfels mit den vereinigten Abteilungen b. Estorff und v. d. Heyde erreichte am 2. Februar nachmittags den Wasserplay, an dem die bei der letzten großen Streife entkommenen Führer Traugott und Wilhelm Maharero lagerten, 40 Kilometer südöstlich von Kalkfontein. Auch diesmal gelang es den Herero, zu entfliehen, nur Zacharias Beraua von Otjusesu gab sich mit 17 Gewehren und 60 Stück Vieh. Die Entflohenen fielen der Abteilung des Leutnants Eymarl in die Hände; vom Feinde fielen 62 Mann. Traugott und Wilhelm Maharero find weiter geflohen; ob te die Grenze überschritten haben, soll festgestellt werden. Major v. d. Heyde geht gemeinsam mit Hauptmann v. Hornhardt auf Korikos vor, Estorff säubert die nördliche Grenzgegend. Ein Gerücht will wissen, daß die Rückkehr v. Trothas nach Deutschland beborstehe. Er wolle, so heißt es, die Vorbereitungen zum Ovambo- Feldzuge treffen. Die Meldung klingt indessen benig glaubwürdig. Von Kennern der Verhältnisse wird bestritten, daß eine allgemeine Erhebung der Ovambos und ein förmlicher Feldzug in ihre Lande bevorstehe. Daß man aber den Höchstkommandierenden nach Berlin berufen sollte, um mit ihm am grünen Tische die Operationen festzustellen, und daß gar die wilden Ovambos geduldig warten sollten, bis der General wieder von seiner Informationsreise angelangt sei, wird niemand im Ernst für richtig halten. Weit glaubwürdiger klingt die Nachricht, daß eine Verstärkung der Schuttruppe in Aussicht stehe. Sie soll eine dritte Etappenkompagnie und Ersatztransporte umfassen, die in eine achte und neunte Transportkompagnie eingeteilt sind. Die Abfahrt der. Etappenfompagnie erfolgt am 28. März von Hamburg, die der beiden Transport- Kompagnien am 30. März Eine Ehrenrettung der baltischen flotte. ( Von unserem ständigen militärischen Mitarbeiter.) Berlin, 15. Februar. Admiral Togo ist nach den neuesten Meldungen aus Tokio mit geheim gehaltenem Ziel unterwegs, wie man vermutet, den Schiffen Roschdjestwenstis entgegen. Man sieht mit Spannung neue friegerische Ereignisse zur See voraus, die bort entscheidender Wirkung für den Verlauf des ganzen The bei Hof- Gill unfeldzuges werden müssen. Die baltische Flotte steht zwar holz Schönes Bertholgemein in dem Ruf der Untüchtigkeit und Lächerlichkeit, 905. aber nach fachmännischen Urteilen, die von einer Seite kommen, der man Nussenfreundlichkeit gewiß nicht vorwerfen lann, nämlich von einem englischen Schiffsingenieur, verdient sie diese Geringschäzung durchaus nicht, sondern ist ein recht ansehnlicher Jaktor in dem blutigen Rechenerempel, as im fernen Ostasien seiner Lösung entgegengeht. Der Vorfall auf der Doggerbank, der die Spottlust des Bublifums so eigentlich erst hervorgerufen hat, darf nicht skritischer Maßstab für den Gefechtswert der russischen Banik wirklich erwiesen wird. Wichtiger ist die Tatsache. mit Conaffion any 6-10 PS Stahlschmidt 12-15 Plotte gelten, selbst wenn die auf ihr angeblich eingetretene tabzugeben. penfabrit. daß die Schiffe, wo sie auch beobachtet worden sind, sich in einem ausgezeichneten Zustand befunden haben und daß sich die Mannschaft auch unzweifelhaft eine erhebliche Uebung in der Bedienung der Geschüße angeeignet hat. Die Mehrzahl der Schiffe ist für eine Seeschlacht sicher tüchtig. Die pier Fahrzeuge der Borodino- Klasse stellen die Auswahl von fünf modernen erstklassigen Schlachtschiffen dar, indem die Mängel in der Ausrüstung von dem fünften Schiff dieser Klasse für die übrigen vier Fahrzeuge ausgeglichen wurden. Die Leute, die Lieferungen für die russische Flotte übernommen haben, wissen, daß für die Erfordernisse des Schiffsbaues und der Ausrüstung sehr strenge Bedingungen gestellt werden und daß sogar belanglose oberflächliche Risse in den gelieferten Stahlplatten usw. zur Zurückweisung der Lieferungen Veranlassung gegeben haben. Rebenher laufen die Erzählungen von Veruntreuungen und Bestechungsgeldern, die aber nicht geprüft werden können.„ Schwer und Jut" ist das Ideal für die Panzerung und für die Maschinerie der russischen Schiffe, und man darf annehmen, daß diese Devise in beträchtlichem Grade auch auf die Ausrüstung der Borodino- Klasse zutrifft. Die Leistungsfähigkeit der russischen Marineingenieure ist eine Frage, von der alles abhängt, und darüber ist nur jehr wenig bekannt. Wenn man in Betracht zieht, wie die „ Rossija“ und der„ Gromoboi" nach einem harten Gefecht mit einer Geschwindigkeit von 18 Knoten sich dem Bereich des Feindes entzogen haben, so muß man zu der Meinung gelangen, daß doch wenigstens auf einigen russischen Schiffen gute Ingenieure vorhanden sein müssen. Der Fall des Kreuzers Bajan", der auf seiner Fahrt nach Port Arthur 250 Seemeilen in wenig mehr als 11 Stunden zurücklegte, also mit einer Geschwindigkeit, die den vertragsmäßigen Betrag von 21 Knoten noch überschritt, weist ebenso darauf hin. Was das Geschützwesen betrifft, so liegt kein Grund zu der Annahme vor, daß die Russen nicht schießen können. Bei der Seeschlacht von Round Island lagen allerdings die glücklichen Treffer mit einer Ausnahme auf japanischer Seite, deren Schießleistungen den russischen beträchtlich überlegen waren; auf 7 Kilometer Entfernung hatten die Russen scheinbar nur einen einzigen Treffer, während die Japaner hervorragende Erfolge erzielten, die in Hinsicht auf die große Entfernung besonders hoch zu veranschlagen sind. Auf geringeren Abstand erhielt die„ Retwisan" 10 schwere Treffer allein auf ihre Türme. Was dies russische Schiff dagegen leistete, ist nicht bekannt. Der wesentliche Punkt aber ist, daß die Japaner eine teleskopische Zielvorrichtung benutzten und die Russen nicht. Demgemäß können hinsichtlich der Fähigkeit in der Bedienung der Geschüße keine Folgerungen aus diesen Tatsachen abgeleitet werden. Die BorodinoKlasse ist angeblich mit teleskopischer Zielvorrichtung ausgerüftet; wenn dies der Fall ist, so würde eine Ueberlegenheit der japanischen Geschütze ohne Zweifel weniger hervortreten. Da nun die Baltische Flotte außerdem stärker ist, als die bernichtete Flotte von Port Arthur, so wäre es vorschnell, zu schließen, daß erstere unterliegen müßte. Die Baltische Flotte hat 5 moderne und 2 alte Schlachtschiffe gegen 3 moderne und 1 altes Schlachtschiff nebst 6 oder 7 Panzerkreuzern des japanischen Generals Logo. Die Zahl der japanischen Kreuzer dürfte sogar noch geringer sein, weil Togo die in Wladiwostok befindlichen russischen Kriegsschiffe schwerlich ganz wird ignorieren können. In gewisser Hinsicht ist übrigens das Vorhandensein von Kreuzern in der Gefechtslinie eine Gefahr für die eigene Seite, weil schwere Treffer auf sie ernst wirken und Verwirrung nach sich ziehen müssen, während andererseits ihre 83ölligen Geschütze gegen moderne Schlachtschiffe nicht sehr viel werden ausrichten können. Die 123ölligen Obukoff- Kanonen, die von den 4 Schiffen der Borodino- Klasse geführt werden, sind den 123ölligen Geschüßen der Japaner vollauf ebenbürtig und können höchst wahrscheinlich auf eine Entfernung von 4 Kilometer den japanischen Schiffen sehr gefährlich werden, namentlich den weniger starken Kreuzern. Die russischen Panzertürme bestehen meist aus Beardmore- Platten, die gleichfalls über jeden Vorwurf erhaben und nach modernerem Verfahren hergestellt sind, als die entsprechenden Panzerplatten der japanischen Flotte. Somit hat Japan offenbar fein Uebergewicht in Bezug auf das Material, so weit die Hauptschiffe in Betracht kommen. Die Fahrzeuge von mittlerer Stärke könnten die Wage zu gunsten von Japan zum Ausschlag bringen, aber darüber besteht keine Gewißheit, und ihr hauptsächliches Vertrauen müssen die Japaner auf ihre überlegene Mannschaft setzen. Im modernen Seekrieg kommt es dabei wefentlich auf die befehlshabenden Offiziere und das Kommando an den Geschützen an, also auf verhältnismäßig wenige Leute der Flotte. Somit ist wohl das Material von größerer Wichtigkeit, als irgend etwas anderes, obgleich nach den erwähnten Erfahrungen auch solche Dinge wie die Anwendung von teleskopischen Apparaten zur Nichtung der Geschüße mit unter das Material gerechnet werden müssen. Wenn Roschdiestwenski die persönlichen Fähig keiten besitzt, die ihm von seinen Landsleuten zugetraut werden, so darf man bei der Begegnung der beiden feindlichen Flotten wohl eine große und bedeutsame Seeschlacht erwarten. A Die Politik. am * Die deutschen Handelsverträge werden jetzt in Berlin felbst an verschiedenen Stellen gleichzeitig zum Gegenstand der Erörterung gemacht: in der dazu berufenen Reichstagsfommission, im deutschen Handelstag und in den agrarischen oder landwirtschaftlichen Versammlungen, die sich gegenwärtig häufen. In der Reichstagskommission hat Staatssekretär Graf Posadowsky die Erklärung abgegeben, daß, nachdem die Kündigung der bestehenden Verträge 15. Februar und somit das Inkrafttreten der neuen Verträge am 15. Februar 1906 unmöglich geworden, die Regierung sich bemühen wolle, durch Vereinbarung mit DesterreichUngarn den Termin auf den 1. März hinauszuschieben. Die Kommission selbst erging sich in ziemlich fruchtlosen Erörterungen darüber, was geschehen würde, wenn etwa das ungarische Parlament den Vertrag ablehnte. Die selbstverständliche Antwort war: Dann ist er eben gescheitert. Wir haben mit Desterreich- Ungarn zu tun, mit dem österreichischen Gesamtstaat. Löst sich dieser in wirtschaftlich selbständige Einzelstaaten auf, so ist die Vertragsverabredung pro nihilo gewesen. Die Frage, ob die Regierung bei Ablehnung der Verträge die alten weiter gelten lassen oder den neuen Zolltarif einführen würde, bekam selbstverständlich den ausweichenden Bescheid, daß die Regierung sich die Entschließung borbehalten müsse. Sagte sie etwas anderes, so hätte sie den Verträgen Gegner entweder auf der Rechten oder auf der Linken geschaffen, und das kann natürlich ihre Absicht nicht jein. In den landwirtschaftlichen Versammlungen beurteilte man die Verträge mit schmunzelnder Zurückhaltung, mit vorsichtig gedämpfter Anerkennung. Im deutschen Handelstag endlich kamen die schweren Bedenken der Industrie zur Aussprache. Der Ausfuhr würden durch die Verträge große Lasten aufgebürdet. Gleichwohl will der Handelstag der Annahme der neuen Verträge nicht entgegen sein, weil es sonst noch schlimmer käme. * Ein Handelsvertrag zwischen Deutschland nnd Bulgarien soll abgeschlossen werden. Die Besprechungen sind bereits eingeleitet. Selbstverständlich wird diese Angelegenheit mit der Anwesenheit des Fürsten Ferdinand von Bulgarien in Berlin in Zusammenhang gebracht. Reichskanzler Graf Bülow hat, seiner früheren Haltung entsprechend, der Siebener- Kommission der westfälischen Bergarbeiterschaft seine Befriedigung über deren erfolgreiche Bemühungen zur Beendigung des Streits ausgesprochen. Auch hat er den Handelsminister Herrn Möller ersucht, nunmehr Verhandlungen zwischen den Bergwerksbesizern und den Belegschaften zur Beseitigung der Beschwerden der Arbeiter einzuleiten und nach Kräften zu fördern. Oefterreich- Ungarn. In das ungarische Abgeordnetenhaus wird jezt der erste sozialistische Deputierte seinen Einzug halten. Er heißt Mezöfi und ist im Szegvarer Bezirk mit 26 Stimmen Mehrheit gewählt. Frankreich. Ein junger französischer Kolonialbeamter, der im „ Tropenfoller" mehrere Mordtaten begangen haben soll, ist in Paris in dem Augenblick verhaftet worden, als er im Begriff stand, sich nach dem französischen Kongo auf den Weg zit machen. Die Verhaftung ist von der Kolonialbehörde verfügt worden. Rufsland. Der russische Botschafter Graf Benckendorff, der seinen Londoner Posten unmittelbar nach der Hull- Affäre verlassen und gerade noch Gelegenheit hatte, von der erregten Stimmung der englischen Bevölkerung gegen Rußland einen ebenso starken wie unangenehmen Eindruck zu empfangen, ist zu seiner Amtstätigkeit zurückgekehrt. Er überreichte dem König einen langen Brief des Zaren über die Vorgänge in Ostasien und über die Bemühungen der Zarin Alexandra, die sich als Enkelin der Königin Victoria und englische Prinzessin fühlt, zur Verhütung eines englisch- russischen Krieges und zur Herbeiführung einer englisch- russischen Annäherung. In diesem Sinne soll natürlich auch der Botschafter tätig sein. Amerika. - Den Amerikanern wird allmählich ihre gelbe Presse" so wird die Hekpresse dort genannt selbst zum Ekel, Im Kongreß zu Washington nahm sich Senator Sullivan aus Massachusetts ein Blatt dieser Art, das„ Newyork Journal", kräftig vor, nannte den Herausgeber W. R. Hearst einen Schuft, Feigling, Gauner, Räuber und Erpresser. Vielleicht hatte er noch einige Schmeichelnamen mehr für ihn. Hearst antwortete mit der Behauptung, daß sein Angreifer ein Mörder sei, der in einem Wirtshaus sich an der Tötung eines Mannes durch Fußtritte beteiligt habe. Natürlich entstand im Kongreß wegen dieses Austausches von Höflichkeiten ungeheurer Lärm, größer, als er je im Parlament zu Washington gehört worden. In der südamerikanischen Republik Venezuela ist wieder einmal eine Revolution fällig, nachdem die Ruhe einige Jahre gedauert hat. Die Herren Revolutionäre haben das erforderliche Kriegsmaterial aus den Vereinigten Staaten Bereits bezogen und, wie man sagt, was aber wenig wahrscheinlich klingt, sogar bezahlt. Südamerikanische Revolutionen entspringen aus dem Wunsch, chronischer Zahlungsunfähigkeit ein Ende zu machen. Wer zahlen kann, ist noch nicht reif zum Aufstand Dof und Gefellschaft. Fürst Ferdinand von Bulgarien hat seine Anwesenheit am Berliner Hofe benutzt, um in Mecklenburg Besuche abzustatten. Er weilte zunächst bei dem Herzog Johann Albrecht in Schloß Wiligrad am Schweriner See, wurde dann vom Großherzog im Schweriner Schlosse feierlich empfangen und fuhr von dort nach Ludwigsluft. Dort besuchte der Fürst den Prinz Heinrich XVIII. Reuß und legte am Sarge des Großherzogs Friedrich Franz III. einen Kranz nieder. Von Ludwigslust begab sich Fürst Ferdinand nach Berlin zurück. Deer und flotte. Die neue Flottenvorlage. Auf eine Anfrage in der Budgetkommission des Reichstags erklärte Staatsjefictär b. Tirpitz, daß die zum Herbst zu erwartende neue Flottenborlage voraussichtlich außer den früher abgelehnten sechs großen Kreuzern sieben Torpedoboots divisionen fordern werde. Der Staatssekretär sprach sich bei dieser Gelegen heit über die Erfahrungen im ostasiatischen Seekriege aus. Die Japaner hätten nur durch ihre Ueberlegenheit an Linien Schiffen ihre Erfolge errungen. Die Torpedoboote hätten sich durchaus nicht so bewährt, wie man gewöhnlich annimmt Von einem Bankerott der Linienschiffe sei keine Rede. Man müsse nur die großen Schiffe durch drei-, vierfache Wände noch besser gegen Torpedobootsangriffe schüßen. Preufsifcher Landtag. ( 30. Sigung.) Herrenhaus. RK Berlin, 15. Februar. Nach kurzer Debatte wurde heute in der ersten Sizung, die nach längerer Pause wieder stattfand, die HiberniaVorlage angenommen. Von politischem Interesse waren weniger die kurzen Bemerkungen, die von Professor Dr. Schmoller und Herrn v. Schorlemer zur Vorlage selbst gemacht wurden, als vielmehr das Eingehen auf den soeben beendeten Bergarbeiterstreik. Bedauerte Herr von Schorlemer die Teilnahme der christlichen Organisationen an dem Streik, so wandte sich Graf Mirbach mit beson derer Schärfe gegen die sozialdemokratischen Agitatoren und Sprach die Befürchtung aus, die angekündigte Novelle zum Berggesetz werde die Stellung der Sozialdemokratie heben. Wenn solche Mißstände bestanden hätten, dann wäre die Regierung verpflichtet gewesen, sie schon vorher abzustellen. Das Haus nahm diese Erklärung, die schon im voraus den Widerstand eines Teiles der Konservativen gegen die Berggeseẞnovelle ankündigte, mit großer Spannung entgegen. Dann aber wurde schnell die Tagesordnung erledigt. Haus der Abgeordneten. ( 140. Sigung.) RK Berlin, 15. Februar. Auch die heutige Sigung wurde noch mit der allgemeinen Debatte über den Etat des Ministeriums des Innern ausgefüllt. Teilweise wurden die vorgestern schon angeschlagenen Themata weiter erörtert, mie die Reform des Vereinsrechtes und des Wahlrechtes, an die jeder bon seinem Standpunkt andere Anforderungen stellt, teilweise auch neue Fragen in die Diskussion hineingezogen. Auf eine Bitte des nationalliberalen Abg. v. Bülow hin erklärte sich Minister v. Hammerstein bereit, alles Mögliche für die Entlastung der Bürgermeister kleiner Städte von unnötigem Schreibwerk zu tun; die Entrüstung des freikonservativen Herrn Gamp über die„ wilden" Automobile aber suchte er mit der Feststellung abzu schwächen, daß unter den tödlich verlaufenen Unglüdsfällen in Berlin verhältnismäßig nur sehr wenige durch Automobile verursacht worden sind. Eine sehr schwierige und sehr heikle Frage regte der konservative Abg. Pallaske an, als er, anknüpfend an den berüchtigten Prozeß Berger, über das Dirnentum und Zuhältertum sprach und Abwehrmaßregeln verlangte. Der Minister erkannte die ungeheure Bedeutung der Frage mit großem Ernst an und erklärte sich persönlich für die Kasernierung der Prostitution. Doch sei in der Angelegenheit vom Staatsministe rium noch nichts beschlossen worden. Das Zuhältertum aber wolle er mit aller Energie bekämpfen. Zum Schluß er regte noch eine sehr temperamentvolle Rede des Zentrums abgeordneten Herold die Aufmerksamkeit und oft auch den Widerspruch des Hauses. Bei der Besprechung dei Parität in der Verwaltung stellte er den kühnen Satz auf, daß der Minister die Rechtsverlegung als gutes Erziehungs mittel ansehe, weil er die Korps( in denen das Duell üblick ist) einmal als erziehliche Einrichtung gelobt hat. Herrn b. Hammerstein fiel es nicht schwer, die Uebertreibung zurückzuweisen. Die allgemeine Debatte wurde hierauf ge schlossen und das Gehalt des Ministora homilligt. Morgen wird der Etat im einzelnen beraten. Hus einem japanifchen Kriegshofpal. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) Die japanische Stadt Matsuyama, ein Ort von rund 35 000 Einwohnern, wo gegenwärtig 2000 russische Kriegsgefangene untergebracht worden sind, liegt an einer höchst malerischen Stelle an der Westküste der Insel Sikohu. Die Stadt wird überragt von einem Hügel, der von einem alten Daimio- Schloß gefrönt ist, von wo aus man einen einzig schönen Blick 150 Kilometer weit über Land und See genießen kann. Die 2000 Kriegsgefangenen sind ausschließlich russische Offiziere. Von ihnen liegen 270 verwundet neben 670 andern Verwundeten in den dortigen Krankenhäusern. Die gestohlene und mit einem einfachen Drahtzaun unigeben. Man rechnet| Der Fadelzug der Gießener Studentenschaft derial gegen ih darauf, daß dem Kriegsgefangenen ein Entkommen doch unmöglich sein würde, da ein Russe kaum für einen Japaner gehalten werden kann und die Polizei in Japan so aufmerksam ist, daß ein Ausländer schwerlich auch nur für einige Tage in Japan reisen kann, ohne beobachtet bezw. angehalten zu werden. Man scheint in Matsuyama schon für eine nahe Zeit noch mehr solcher Gäste zu erwarten, denn es ist bereits Der Platz für vier oder sechs neue Gebäude abgesteckt und der Grundstein gelegt worden. Auch unter den japanischen Verwundeten oder Kranken sind infolge der trefflichen Verpflegung sehr wenig Verluste zu verzeichnen gewesen. Keiner von ihnen ist an Krankheit gestorben. Epidemische Krankheiten sind überhaupt nicht eingetreten. Diese vorzüglichen Ergebnisse sind freilich auch darauf zurückzuführen, daß den japanischen Soldaten zweimal monatlich von Stabsärzten Belehrungen über die Grundsätze der Gesundheitspflege, über die erste Hilfe bei Kranken und Verwundeten und namentlich über die Anlegung von Notverbänden erteilt werden. Infolgedessen ist der Abgang bei den japanischen Verwundeten ein verhältnismäßig geringer gewesen, und der Gesundheitszustand der Truppen hat sich überhaupt bewundernswert gehalten. Es spricht für die ausgezeichnete japanische Pflege, daß von den Verwundeten nur 7 gestorben sind, die sämtlich schwere Verlegungen von großen Geschossen empfangen hatten. Todesfälle von Krankheit sind überhaupt nicht eingetreten. An der Spitze des Hospizes steht der Generalarzt Kikuzi, der früher längere Zeit Assistent bei Professor Bruhns in Tübingen gewesen ist; zu seiner Unterstüßung sind auch zwei russische Aerzte angestellt worden. Das Krankenhaus ist mit großartiger Freigebigkeit gebaut und auch dementsprechend eingerichtet. Es liegt in einer schönen offenen Landschaft außerhalb des Weichbilds der Stadt und ist nur Es mag beiläufig erwähnt werden, daß ähnlich einschneidende Maßregeln auch im bürgerlichen Leben getroffen werden sind. So gibt es eine Bestimmung, nach der jedes Schulkind in Japan der Sorge eines bestimmten Arztes überwiesen wird, dessen Pflicht es ist, jedes Jahr über den Gesundheitszustand des Kindes eine Untersuchung vorzunehmen und einen Bericht zu erstatten, sowie auch einmal im Monat ihm eine Belehrung über gesundheitliche Fragen zuteil werden zu lassen. Namentlich ist jener weitgehenden Fürsorge den Soldaten gegenüber die Tatsache zuzuschreiben, daß unter den japanischen Truppen trotz der Härte des Winters in der Mandschurei wenig ernste Frostschäden vorgeFommen sind. In Matsuyama ist jetzt auch eine interessante Sammlung bon Geschossen zu sehen, die von den Chirurgen zutage gefördert worden sind; diese Ausstellung ist von großer Wichtigkeit für die Aufklärung der von den einzelnen Geschossen je nach dem Sitz der Wunde verursachten Wirkung. Die Berichte dieses Krankenhauses werden überhaupt viele neue Lehren für die Kriegschirurgie enthalten. Ganz neu ist beispielsweise die dort gemachte Erfahrung, daß durch die moder. nen Geschosse ein Knochen glatt durchschlagen werden kann, ohne zu zerspilttern. Außerdem ist schon jetzt über eine Reihe außerordentlicher Operationen berichtet worden. Nah und fern. Der frühere sozialistische Abgeordnete Otto Antrick soll von der Parteileitung gezwungen worden sein, sein Berliner Stadtverordnetenmandat und seine sämtlichen Ehrenstellen in der Partei niederzulegen. Als Grund wird ein umlauteres Verhältnis mit der Frau eines Vertrauensmannes der Partei angeführt. Antrick soll in flagranti bon dem betrogenen Ehemann ertappt worden sein. Daraufhin stellte der letztere den Antrag, Antrick aus seinen Ehrenämtern zu entfernen. Antrick hat tatsächlich sein Stadtberordnetenmandat seit Monaten nicht mehr ausgeübt. In der Partei genoß Antrick bisher großes Ansehen. Bebel nannte ihn auf dem Dresdner Parteitag die Hoffnung der Sozialdemokratie". Im Reichstag machte sich Antrick dadurch einen Namen, daß er bei großen parlamentarischen Kämpfen als Dauerredner vorgeschickt wurde. Aufgehobene Hinrichtung. In München wurde die Hinrichtung des Schneiders Almansreder, die gestern früh erfolgen sollte, im letzten Augenblick auf Gerichtsbeschluß sistiert. Almansreder hatte Frau und Kind grausam ermordet und war in allen Instanzen verurteilt worden. Als Grund wurde angegeben, daß Almansreder nachts seinem Beichtvater den wahren Mörder angegeben hat, der seinerzeit im Prozeß als Entlastungszeuge fungierte und damals schon hochverdächtig war )!( Seinen Hund den Bären vorgeworfen hat fürzlich ein Aachener Kaufmann. Bei einem Besuche des Zoologischen Gartens erregte der ihn begtende Hund aus irgend einem nichtigen Grunde seinen Zorn. In seiner Wut ergriff der Kaufmann das Tier und warf es in den Bärenzwinger, dessen Insassen es sofort zerrissen und auffraßen. Er wird sich wegen der gefühllosen Tat demnächst vor dem Schöffengericht zu verantworten haben. Vergrabener Schatz gefunden. Im Gemeindewald des nargauischen Städtchens Klingnau fanden Waldarbeiter eine eiserne Kassette, die 829 französische Geldmünzen aus dem 17. Jahrhundert enthielt. Man vermutet, es handle sich um eine Kriegskasse, die im spanischen Erbfolgekrieg nach der Schlacht von Höchstädt 1704 von fliehenden Franzosen versteckt wurde. Der Geldwert der gefundenen Münzen wird muf 35 000 Fr. geschätzt, der Liebhaberwert dürfte aber 100 000 Fr. übersteigen. Der Schatz wird von der Geneinde Klingnau beansprucht. in Lich. Der gestern Abend von der Gießener Studentenschaft Pfarrer Thoebes, gesellschaft in Köl dem Großherzoglichen Paare in Lich gebrachte Fackelzug eld der Unter ist durchaus programmgemäß verlaufen und gestaltete sich zu Boche noch in B einer großen Rundgebung der gesamten Bevölkerung. Bon Mörder fo in bie unserem rg- Korrespondenten erhalten wir darüber folgenden Bericht: Lich, den 15. Februar 1905. unb bie unfelige auch nicht so t fändnisses noch Tage des höchstgesteigerten Verkehrs, des haftig flutenden Beständnis ift affäre feinesweg Bernehmungen Wie uns b voraussichtlich Feue Neuen Saalb ladungen etwa Feuerwehren anderer Gießer vorbereitende das Erforder! der einzelnen Traber leite feiner Begrüß Aufgaben be Lebens gehen zurzeit über unser sonst so stilles Städtchen hin. Hatte gestern schon die Ankunft der hohen Herrschaften eine zahlreiche Menge hierher gezogen, so lenfte der heutige Tag, der dem Großherzoglichen Paare den Fackelzug der Gießener akademischen Jugend bringen sollte, aufs neue ganze Scharen Schaulustiger an unseren Ort. Als die späteren NachmittagsZüge einliefen, zog jedesmal Minuten lang eine einzige ununterbrochene Kette von Fremden zu unserer mit lebendem Grün und herabwallenden Fahnen reichgeschmückten Stadt herein. Gegen 6 Uhr abends waren die Straßen schon so dicht besetzt, daß ein Passieren fast zur Unmöglichkeit wurde. Eine halbe Stunde später lief der Sonderzug der Studenten ein, von der Schuljugend mit stürmischem Hurrah empfangen. Sofort wurden am Bahnhofe die Fackeln entzündet und der Bug geordnet, drinnen in der Stadt aber stand die Menge wie eine Mauer. Plöglich tauchen in der Dunkelheit helle Burfte auf, zehn, zwanzig, breißig und dann sind es Hunderte, die in der Luft zu schwimmen scheinen. Immer näher kommt das Fackellicht, das bei dem Nebel, der sich gesenkt hat, düfterrot in den Abend hineinglüht. Da fallen die Musikkapellen ein und von der Bahn her tönt ein brausendes Hoch, das wie eine donnernde Woge, ständig sich verstärkend, über die Menge hinwegrollt: in langem, geschlossenen Zuge rücken die verschiedenen Verbindungen in vollem Wichs heran und in den Schloßhof, vorauf immer die Banner, bis sie vor dem Großherzoglichen Paar steher, das auf dem Balkon Plaz genommen. Nach Beendigung des Aufmarsches wurde das Hoch auf das hohe Paar ausgebracht, in das auch die zahlreichen Zusauer lebhaft einstimmten. Der Großherzog dankte mit warmen Worten für die ihm und seiner Gemahlin dargebrachte Huldigung und nahm darauf noch drei Musitvorträge der Kapelle der 116er, den Hochzeitsmarsch, den valse bleue und den Fahnen- und Präsentiermarsch aus der Zeit Ludwigs XIV. entgegen. Unter abermaligem stürmischen Hoch erfolgte dann der Abmarsch und Umzug durch unseren Ort. Guck dr alles genaa an, daß de fpeter ebbes erzähle kannst," rät ein Vater wohlmeinend seinem fleinen Sprößling, den er mit beiden Armen emporhält, um ihm das glänzende Schauspiel zu zeigen. Wie weite Wege die Schanluftigen überhaupt gemacht hatten, um Augenzeugen dieses Fackelzuges zu werden, erhellt aus der Tatsache, daß man unter dem auswärtigen Bublifum mehrere Vogelsberger mit ihren Frauen bemerkte. Der Umzug endete auf der großen Weide, den die Burschenschaften im weiten Halbkreis bezogen, dem Beschauer auf der Straße ein fesseindes Bild bietend. Da schneidet plößlich eine blendende Linie durch das Dunkel, steigt senkrecht in die Hähe und schwebt im w.iten Bogen langsam wieder herab die erste Fackel ist fortgeworfen. Sofort folgen mehrere nach, sämtliche Kapellen intonieren das Gaudeamus igitur, in das die Burschenschaften martig einfallen. Und während das Lied zum Adendhimmel aufbraust, werden die Fackeln zusammengeworfen. 8 Uhr 20 Minuten führte ein Sonderzug die Studenten Gießen wieder zu. Die Gräfin Montignoso scheint ihre Zusage, die kleine Prinzessin Anna Monica Pia auszuliefern, nicht ernstlich gemeint zu haben oder schon wieder zu bereuen. Als Justizrat Körner in Begleitung des Konsulatssekretärs zur festgesetzten Stunde vor der Villa eintraf, fand er dort die Bonne der Prinzessin, Fräulein Muth, vor dem Gittertor bor. Sie war im leichten Morgenkleid und fror jämmerlich. Sie erzählte, daß sie unter dem Vorwande, der Konsul warte draußen auf sie, hinausgelockt worden wäre, worauf sich die Pforte hinter ihr geschlossen und nicht wieder geöffnet habe. Auch der Justizrat Körner erhielt keinen Einlaß und muß nun sehen, mit Hilfe der Polizei zu seinem Rechte zu kommen. Die reiche Arme. In Berlin wurde in ihrem kleinen Stübchen die 78 Jahre alte Christiane Heinecke tot aufge= funden, die als arm und der Unterstützung bedürftig bekannt war. Bei der Nachlaßfeststellung fand man aber unter altem Gerümpel das hübsche Sümmchen von 11 000 Mark in Wertpapieren und barem Gelde. Im Gerichtssaal niedergestochen wurde auf dem österreichischen Bezirksgericht Mistek der Schlosser Emil Gebauer. Sein Prozeßgegner, der von ihm des Ehebruchs angeklagte Taglöhner Karl Mikosch, überfiel ihn plötzlich hinterrücks mit einem Messer und brachte ihm lebensgefährliche Verlegungen bei, ehe er von seinem Opfer gerissen werden fonnte. " Lokales. Schuldigkeit ge wehrmannern fo famten Feuerlöf nicht allein den auch den guten Brinzip wieder allein die Behre ganz Oberbeffen Da sei eine allfei soll drei Lage Gefangavorira übungen der griff, achmi Bollebeluftigu und allgemein Deralds gebaut wird, d E erfolgte dan bie fehr schnell der Feftausschu hierzu gebetenen Der Preß- Aussc Kindt, Klein un fam mit dem Ge Semfelben mit führendene Aue hauptleuten, den und den 1. B ufammen. Sh 1. Finan 16. Februar 1905. ** Die an die zweite Rammer gerichtete Botschaft des Großherzogs hat folgenden Wortlaut: An die zweite Kammer der Stände des Großherzogtums. Ernst Ludwig von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein 2c. Unsern Gruß zuvor, Liebe und Getrene, Stände des Großherzogtums! Nachdem Wir Uns am zweiten dieses Monats mit Ihrer Durchlaucht Prinzessin Eleonore Ernestine Marie zu Solms- Hohenfolms- Lich, Tochter Seiner Durchlaucht des verewigten Fürsten Hermann zu Solms- Hohensolms- Lich und Hoch dessen verewigter Durchlauchtigter Gemahlin Agnes, geborenen Gräfin zu Stolberg- Wernigerode, vermählt haben, sezen wir hiervon Unsere Lieben und Getreuen, Stände des Großherzogtums in der Ueberzeugung in Kenntnis, daß Dieselben an diesem für uns und Unser Großherzogliches Haus so beglückenden Ereignisse herzlichen Anteil nehmen. Womit Wir Unseren Lieben und Getreuen, Ständen des Großherzogtums mit Landesfürstlicher Huld und Gnade gewogen bleiben. Romrod, den 13. Februar 1905. = Ernst Ludwig. Rothe. Raubmörder Hudde hat ein Geständnis abgelegt und gestern Mittwoch nach 6 stündigem Verhör dem Untersuchungsrichter Landgerichtsrat Wehner gegen über unumwunden erklärt, daß er in der Nacht vom 11. auf den 12. November den tathol. Pfarrer Thoebes in Heldenbergen ermordet hat. Hudde hat ferner eingestanden schon vorher in der Nacht vom 8. auf den 9. November in Las fatholische Pfarrhaus zu Klein- Schwalbach eingebrochen zu sein und von dort die Opferkasse und einen Teil eines Abendmahl- Relches geraubt zu haben. Von dem letzteren hat er angenommen er wäre von Gold, da er sich darin getäuscht sah, hat er ihn weggeworfen.- Das Belastungs- Stadtv. Kirch Giffnie( 1. Allendorf( 2. 2. 206 Fabrikant Horft( 2. V Schriftführer) 3 Wirt ( 1. Borfizende Pieper( 1. Sd 4. Mus A. Didoré( 1. Lehrer Kling 5. Bau ( 1. Vorsitzender Bautechnifer A ( Schriftführer 6. Bug feuerwehrinipetto Faber( 2. Vorfi Mühl( 2. Schrif Es folgte gaben für die fe Teigung gefunde Das eigent, was und die Feuer A Der t abfichtigt in bewährten F fernung der zu eröffnen. wedmäßig Raufmannia Belegenheit weigs zu ge zu ermöglich und praftifa Lehrform be + Lau Frühe wurde männlichen Verlegungen a fand man jed eine gerichtliche der Beiche ein u Schneider aus Krofdor meindejago heutigen Nachmit berpachtet werden 860 ha Feldman Rehwildbestand. diefelbe eingefund er war die hie 3000 . berpad dentenschaft material gegen ihn hatte sich in der letzten Zeit so gehäuft,| nicht erteilt und wird die Jagd demnächst wieder zum Aus-| werden könnten. Denn mit Bangen sieht man den Stubentenfaft brachte Fadelzug bölferung. Bon gebot tommen. r Nieder- Ohmen, 15. Febr. Die hirsige Gemeinde ratswahl wird auch den Provinzialausschuß noch beschäftigen. Die Gegner der Wahl geben ihren Protest gestaltete sich zu Woche noch in Bonn und Coblenz feststellen fonnte, hat den nicht auf. arüber folgenden Februar 1905. bie gestohlene und von ihm versetzte Uhr des ermordeten Pfarrer Thoebes, die Konfrontierung Huddes mit der ängergesellschaft in Köln, dann viel anderes Belastungsmaterial, welches der Untersuchungsrichter außer in Köln vergangene Mörder so in die Enge getrieben, daß er sich überführt sah und die unselige Taf eingeftand. Der Mörder ist, wenn auch nicht so ruhig mehr, immerhin und trotz seines Geständnisses noch bei entsprechender Stimmung. Mit dem §§ Ober- Ohmen, 10. Febr. Die jetzt hier abgehaltenen Brennholzversteigerungen auf den Revieren der Riedefel'schen Forstverwaltung zeigten so hobe Preise, wie sie in den leßten Jahren nicht vorgefommen sind. Vier vier Meter desgleichen Prügel fosteten bis zu 32 Mt. gegen 24-27 resp. 16-18 Mt. im vorigem Jahre. Auch das Nutz- und Werkholz ist sehr hoch im Preise. haftig flutenden Beständnis ist die Untersuchung in der Heldenberger Mord- Meter Buchenscheit wurden zu 36 bis 38 m. verkauft, gegen die Schnaken alsbald begonnen werden, falls es Städtchen hin. affäre feineswegs abgeschlossen, sondern es werden noch weitere Herrschaften eine der heutige Lag, zug der Gießener voraussichtlich im Juni vor das Schwurgericht gestellt werden. te ganze Scharen ren Nachmittags Vernehmungen hier am Gericht wie auswärts vorgenommen. Wie uns der Untersuchungsrichter mitteilte, wird Hudde * Feuerwehrjubiläum. Im kleinen Saale des Neuen Saalbau" waren gestern Abend auf ergangene Einr Ober- Ohmen, 15. Febr. Wir hatten Gelegenheit We Drahtflechterei des Schlossermeisters Schmidt di Grünberg zu sehen Dieselbe funktioniert sehr gut. ang eine einzige ladungen etwas über 100 Mitglieder der beiden Freiwilligen inir wünschen dem Unternehmen einen guten Absog. rer mit lebenbem Schmückten Stadi Feuerwehren zu Gießen, Stadtverordnete und Borsigende nachdem der anderer Gießener Vereine erschienen, um Straßen schon so vorbereitende Ausschuß in mehreren vorausgegangenen Sigungen ug der Studenten urrah empfangen. tzündet und der das Erforderliche beraten und beschlossen - die Konstituierung der einzelnen Arbeitsausschüsse vorzunehmen. Branddirektor Traber leitete die Bersammlung und betonte zu Eingang seiner Begrüßungsrede, daß beide Wehren sich stets ihrer stand die Menge ufgoben bewust gewesen sind und voll und ganz ihre Dunkelheit helle Find es Hundert er näher to gefenft Schuldigkeit getan haben. Den braven opferwilligen Feuerwehrmännern solle darum wie auch zur Ehrung des gefamten Feuerlöschwesens ein Fest veranstaltet werden, was nicht allein den beiden Korps zur Ehre gereiche, sondern en die Muſt auch den guten Ruf der Stadt Gießen als Feſtſtadt im ein brausendes loffenen Buge auf dem Balkon afmarsches wurde in das audz die Prinzip wieder bewahrheite. Zu dem Feste werden nicht ich verstärkend, allein die Wehren der nächstgelegenen Orte, sondern solche von Wichs heran da jei eine all ſeitige tatkräftige Mitwirkung vonnöten. Das Feft Banner, bis fie foll brei Lage bauern, Gamstag Abend: offizielle Gröffnung, Gesangsvorträge und Konzert. Sonntag: Vormittags Schuls übungen der beiden Wehren mit nachfolgendem Brandan griff, achmittags großer Festzug abends Konzert und Boltebelustigung; Montag: Konzert, großes Feuerwerk und allgemeine Volksbeluftigung. Als Festplatz ist Deralds Garten vorgesehen; ob eine Festhalle gebaut wird, darüber werden später Beschlüsse gefaßt. Es erfolgte dann die Bildung der einzelnen Arbeitsausschüsse, Die sehr schnell vor sich ging. Das Ehrenpräsidium und der Festausschuß werden sich noch erweitern, die Namen der hierzu gebetenen Herrn werden wir später veröffentlichen. Der Preß- Ausschuß, zu dem die Herren Elle, Dr. Häuser, Kindt, Klein und Weinert gehören, wird dieses Mal gemein sam mit dem Geschäftsführenden Ausschuß tagen, d. 5. er ist demselben mit Siz und Stimme zugeteilt. Der Geschäftsführendene Ausschuß seßt sich aus den beiden Feuerwehrhauptleuten, den beiden 1. Schriftführern der beiden Korps und den 1. Vorsitzenden der einzelnen Unterausschüsse zusammen. Ihm gehören u. a. an ganz Oberhessen und den beiden anderen Provinzen kommen und Der Großherzog feiner Gemahlin och drei Musikeitsmarich, den tiermaridh aus abermaligem und Umzug 1, daß de fpeter meinend seinem emporhält, um Wie weite Wege um Augenzeugen er Tatsache, daß ere Bogelsberger endete auf der weiten Halbtre feffendes Bill de Linie dur und schwebt in e erste Fackel if amtliche Stapell die Bursche das Lied u femmengeworja. die Studenten Februar 1905, tete Botigaft mut: Großherzogtums. und bei Rhein c. und Getrene, bem Wir Uns ucht Bringeffin ohenfolmsFürften Her Deffen verewigter enen Gräfin zu Ben Wir hiervon Großherzogtums felben an diefem fo beglüdenber reuen, Ständen Dald und Gnade Rothe Beständnis ab indigem Berhor Webner gegen Racht vom 11. rrer Thoebes in erner eingeftanden 19. Rcvember in bach eingebrochen einen Teil eine on bem lepteren er fich darin ge Das Belaftungs 1. Finanzaussuß: Stadtv. Helm( 1. Vorsitzender), Stadto. Kirch( 2. Vorsitzender), Kreisamis- Bureauvorsteher Schiffnie( 1. Schriftführer), Bürgermeisterei Bureauvorsteher Allendorf( 2. Schriftführer). 2. Wohnungs- und Empfangs- Ausschuß: Fabrikant Wilhem Homberger( 1. Vorsitzender), Fabrikant Horst( 2. Vorsitzender), Bureauvorsteher Bruchhäuser( 1. Schriftführer), Theodor Loos( 2. Schriftführer). 3 Wirtschafts- Ausschuß: Kaufmann Fischbach ( 1. Vorsißender), Kaufmann Althoff( 2. Vorsigender), Hch. Pieper( 1. Schriftführer). 4. Musik- und Vergnügungs- Ausschuß: . Dickoré( 1. Vorsitzender), Hch. Sauer,( 2. Vorfißender), Lehrer Kling( 1. Schriftführer), Elle( 2. Schriftführer). 5. Bau- Ausschuß: Stadtbaumeister Gerbel ( 1. Vorsitzender), Stadtv. Architekt Huhn( 2. Vorsitzender), Bautechnifer Altvater( 1. Schriftführer), Revisor Grünig ( 2 Schriftführer); 6. Zug- und Ordnungs- Ausschuß: Kreisfeuerwehrinspektor 2008( 1. Vorsitzender), Brandmeister Faber( 2. Borsigender), Albin Klein( 1. Schriftführer) und Rühl( 2. Schriftführer). Es folgte nachdem eine fleine Diskussion und die Aufgaben für diesen Abend hatten in rascher Folge ihre Erlebigung gefunden. Möchten nun die weiteren Beratungen Das zeitigen, was dem Fest wert ist: Allgemeine Sympathie und Unterstüßung der gesamten Einwohnerschaft Gießens und des Feuerlöschwesens. A Der taufmännische Verein zu Gießen beabsichtigt in den nächsten Tagen unter der Leitung eines bewährten Fachmannes einen Unterrichts- Kursus zur ErJernung der doppelten und amerikanischen Buchführung zu eröffnen. Er geht dabei von der Ansicht aus, daß es zweckmäßig und notwendig sein dürfte, weiteren Kreisen der Raufmannschaft und des sonstigen interessiert Bublikums Gelegenheit zur Erlernung dieses wichtigen faufm. Geschäftszweig zu geben. Um auch älteren Herren die Teilnahme zu ermöglichen wird der Kursus ausschließlich in Vorträgen und praktischen Uebungen unter Vermeidung der fragenden Lehrform bestehen. + Lannsbach, 15. Febr. Gestern Morgen in aller Frühe wurde hierselbst die Leiche einer gut gekleideten männlichen Person an der Lahn geländet. Dieselbe trug Verlegungen am Kopfe Uhr und Bortemonnaie mit Inhalt fand man jedoch bei derselben vor. Am Nachmittag traf eine gerichtliche Kommission aus Weßlar hier zur B.sichtigung der Leiche ein und will man inzwischen in der Leiche einen Schneider aus Daubringen erkannt haben. e- Krofdorf, 15. Febr. Die weit ausgedehnte és meindejagd für Krofdorf Gleiberg sollte am heutigen Nachmittag auf der hiesigen Bürgermeisterei neu verpachtet werden. Dieselbe umfaßt 530 ha Wald- und 860 ha Feldmark mit einem ganz vorzüglichen Rot- und Rehwildbestand. Allein troßdem sich viele Liebhaber für dieselbe eingefunden, so wurden nur 1700 t. erzielt. Bisher war die hiesige Jagd an einen Herrn aus Hagen für 3000 Mt. verpachtet. Eine Genehmigung wurde natürlich §§ Vom Vogelsberg, 15. Febr. Ein Blißschlag im Winter gehört zu den seltenen Naturerscheinungen. Bei dem jüngsten Schneefall tobte in unserem Gebirge ein sehr heftiger Sturm. Ein greller Blizz leuchtete auf, dem ein starker Donnerschlag auf dem Fuße folgte. Der Bliz hatte den hohen Turm der Kirche zu Crainfeld getroffen, ohne zu zünden. Das hessische Urkundenstempel- Gesek. Der„ Entwurf eines Gesetzes zur Abänderung des Gesetzes über den Urfundenstempel vom 12. August 1899" ging der Zweiten Kammer zu und steht dessen Beratung in einem Ausschuß bevor. Aus der Unsumme von Abänderungen wollen wir heute nur einige herausgreifen. Stempel für Automaten. Jahresfarte( giltig vom 1. April bis 31. Wärz des nächsten Jahres) für jeben in Bahnhöfen, öffentlichen Wirtschaften voer an anderen öffentlichen Orten und Pläßen zur Aufstellung gelangenben Verkaufs- oder Wagautomaten, Kraftmesser oder Automaten, der zur Unterhaltung des Publikums dient, 10 bis 40 Mt. Entsteht die Verpflichtung zur Stempelabgabe in der Zeit zwischen dem 1. Oftober und 31. März, so beträgt für diese Zeit der Stempel die Hälfte des regelmäßigen Betrags. Beglaubigungen durch die Bürgermeister in Verwaltungsangelegenheiten unterliegen dem gleichen Stempel, wie Beglaubigungen durch die Ortsgerichtsvorsteher; Be glaubigungen durch die Bürgermeister im öffentlichen Interesse find stempelfrei. Nachtirchweihen unterliegen demselben Stempel wie die Kirchweihen. Für Tanzbeluftigungen wird ein Stempel von 20 Mt. ohne Rücksicht auf die Bevölkerungszahl auch in denjenigen Diten erhoben, welche weniger als 5 Kiometer von den in 3 ffer 6a genannten Städten( Darmstadt, Mainz, Gießen, Offenbach, Worms und Bingen) entfernt sind. Der Stempel für Gastwirtschaftskonzession in Orten unter 1000 Einwohnern wird von 50 Mt. auf 60 Mt. erhöht. Die Hälfte der Säge wird erhoben, wenn die Einholung einer neuen Erlaubnis notwendig wird: 1. infolge Wechsels des seitherigen Wirtschaftslokals innerhalb des Großherzogtums; als ein Wechsel im Sinne dieser Vorschrift ist es nicht mehr anzusehen, wenn zwischen der Aufgabe der früheren Wirtschaft und dem Antrag auf Konzessionserteilung für die neue Wirtschaft ein Zeitraum von mehr als einem halben Jahr 1regt; 2. infolge wesentlicher Veränderungen des seitherigen Wirtschaftslotals; 3. dadurch, daß die ehelichen Nachkommen des seitherigen Inhabers den Wirtschaftsbetrieb zu Lebzeiten oder nach dem Tode des Inhabers unmittelbar fortseßen wollen; 4. infolge Wiederverheiratung der Witwe des seitherigen Inhabers; es macht in diesem Falle feinen U terschied, ob die Erlaubnis zum Wirtschaftsbetrieb auf den Namen des Ehemannes oder der Ehefrau erteilt wird. Stempel für Fahrräder. Der Abgabe für Benußung der Fahrräder sind nicht unterworfen: 1. Militärpersonen und sonstige Personen, die in Diensten des Reiches oder eines Bundesstaates, einer Provinz, eines Kreises oder einer Gemeinde st hen und Fahrräder überwiegend zur Erledigung der ihnen obliegenden Amtsgeschäfte benußen; 2. Personen, welche das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zur Arbeitsstelle oder zur Ausübung ihres Berufs oder Gewerbes benußer, sofern ihr Einkommen den Betrag von jährlich 1500 Mt. nicht erreicht; 3. Schüler, welche das Fahrrad überwiegend als Beförderungsmittel zum Besuche der in einer anderen Gemeinde oder mindestens 2½ Kilometer von der Wohnung entfernt gelegenen Schule benutzen: 4. Personen, die sich weniger als 30 Tage lang im Großherzogtum aushalten. Schäzungen zum Zwecke der Errichtung von Hypothefen, bei welchen die zu sichernde Forderung den Betrag von 1000 Mt. nicht übersteigt, sind stempelfrei. Der Stempel für Wechsel proteste war bisher bei niederen Wertgegenständen zu hoch. Der Entwurf ſieht daher eine Ermäßigung in Abstufungen nach dem Werte des Gegenstandes vor. Bei Werten über 100 mt. geht dagegen der Entwurf über den seitherigen Höchstbetrag des Stempels hinaus. Wechselprotefte sollen nunmehr fosten bei einem Werte des Gegenstandes: bis 50 Mt. einschließlich 50 Bfg., über 50 bis 1000 mt. einscht. 1 Mt., über 100 bis 300 Mart 2 Mef., über 300 bis 1000 Mt. 3 M., über 1000 bis 5000 4 wt., über 5000 t. 5 Mt. Das neue Stempelgesetz soll am 1. Abril 1905 in Kraft treten. Auf Stempelabgaben, die vor dem 1. April 1905 fällig geworden sind, aber erst nach diesem Zeitpunkte zur Anforderung und Erhebung gelangen, haben die neuen Vorschriften teine Anwendung zu erleiden. Kampf gegen die Schnaken. A.P. Von den verschiedensten Seiten wurde in den letzten Tagen die Frage erörtert, wie die Plage geister des Sommers, die Schnafen, unter welchen wir in Gießen in hohem Maße zu leiden haben, bekämpft Sommertagen und der allsommerlich wiederkehrenden Schnafenplage entgegen, allerorts fürchtet man diese, die im Stande ist, uns den Aufenthalt im Freien, in unseren schönen Wäldern, im Garten und auf der Veranda zu verleiden. Es fragt sich nun, ob man diese Kalamität als etwas unabwendbares über sich ergehen lassen muß, oder ob und mit welchen Mitteln es möglich ist, Abhülfe zu schaffen. Wie uns nun seitens Großh. Polizeiamts mitgeteilt wird, soll der Kampf auf die Unterstüßung der Einwohnerschaft gerechnet werden kann. Vorbildlich wirken soll das Vorgehen, wie es an anderen Orten mit Erfolg unternommen worden ist, so in Bad- Ems, in Heppenheim a. d. B. 2e. In allen diesen Orten hat man durch Vertilgung der Schnakenbrut eine Besserung bewirft und Erfolge zu erzielen gehabt, indem man zunächst die überwinternden Schnafen in Kellern, Ställen 2c. vertilgte, dann durch Uebergießen mit einer dünnen Schicht Petroleum auch die Brut derjenigen vernichtete, welche der ersten Gefahr entronnen und dann ihre Eier in stehenden Gewässern, Tümpeln, Regenfässern 2c. ablegten. sprechend der naturgeschichtlichen Entwicklung des Inseftes, welches hier Schnake genannt, uns in den Sommermonaten belästigt, wäre es zunächst die Aufgabe aller Hausbesitzer, Mieter, Verwalter öffentlicher Gebäude( hauptsächlich in der Außenstadt), Inhaber von Sommerlofalitäten 2c., die in den Kellern 2c. überwinternden Schnatenweibchen zu vernichten. Denn mit den ersten warmen Tagen verlassen diese sonst ungestört ihren Versteck, legen ihre Eier in ungezählten Mengen an geeignete Stellen ( stehendes, faulendes Wasser, Tümpel in Wiesen und Gärten), wo sich sodann die Zarben und dann die Echnaten entwickeln, um ben hier aus den Zug gegen die Menschheit zu beginnen. EntNicht allein die Rücksicht auf die Unannehmlichkeit des Gestochenwerdens fordert dringend zum Kampf heraus, sondern nach ärztlichem Gutachten steht die Tatsache fest, daß zweifellos Krankheiten durch Schnakenstich( Geschwüre, Karfunkeln) hervorgerufen und Infektionskeime übertragen werden können. Deshalb ungesäumt auf zum Kampf. Der mühevolle, aber Erfolg versprechende Vertilgungsfrieg muß sofort begonnen werden. Bießener landwirtschaftlicher Wetterdienft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Freitag, den 17. Februar. Trüb, zeitweise windig, etwas milder, mehrfach Regen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Brief- und Fragelaften der Redaktion. Nach Nieder. Ohmen. Für unsere Zeitung in Dieser Form nicht geeignet. Mit Gruß D. R. Martiverite. Bieber 11. Februar. Aus dem heutigen Wochenmarkt fosteten Butter pex fb. 0 90-0.95 t, ehnereter per Stück 8-9 Bfg., Enteneier St. 7 Big Räse per St. 6-8 Bfg., Kasematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Pig., Zinsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar 1. 0.80-1.00, Hühner per Stud M. 1.00-1.60, Sahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 Pfg.. Ochsenfleisch per fo. 70-80 Bfg., Rindfletsch per fb. 62-68 Big. per Pfe. Schweinefletic 60-72 fg. Schwetne fletsch gefalzen per fund 0.76 Big., albfleisch per fb. 70-74 Bfg. Hammelfietsch per Pfd. 50-74 fg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 b. 6 50 Mr., Zwiebeln ber Rt. Mr. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer ber Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktgelt im Umherziehen sellgeboten werden. K Frankfurt a. M., 14. Febr.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,25-3,50 Mt., Stroh 2,20-2,30 Mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz flau. 31 Verantwortli: für die Politik und den Inseratenteti Ib in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide tahor Nach Fieber ist es wichtig, sich rasch neue Kräfte zu verschaffen. Ein vorzügliches Mittel dafür ist Scotts Emulsion. Sie besteht zur Hauptsache aus feinstem Medizinal: Lebertran, verbunden mit Kalf- und Natronhypophosphiten. Alle diese Stoffe sind vortreffliche Stärkungsmittel und befördern das Wachstum von gesundem festen Fleisch und kräftigen Knochen. Scotts Emulsion eignet sich für Kinder ebenso wohl wie für alte Leute, furz für alle, die neue Sträfte suchen. Scotts Emulsion ist besser als Lebertran. 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Mt. tommen im hiesigen Stadtwalde aus den Distrikten Raubschloß und Bobenhäuserkopf folgendes Holz zur Versteigerung: Scheiter: Buche 228, Giche 49, größtenteils rund, Kiefern 14, Fichte 2 Rm. Knüppel: Buche 146, Eiche 167, darunter 20 Nm. 2 Mtr. lang, Kiefern 59, Fichte 5 Rm. Reiserknüppel: Buche 12, Kiefern 110. Reiser: Buche 228, Eiche 374, Fichte 6, Lärche 6 Nm. Stöcke: Buche 99, Eiche 110, Kiefern 73, Fichte 12in. Zusammenkunft vormittags 10 Uhr im Distrikt Raubschloß bei Brennholz Nr. 541. Nur das Holz im Distrikt Raubschloß wird vor. gezeigt, alles übrige kommt Mittags beim Feuer zum Ausgebot und wollen Käufer dasselbe vorher einsehen. Grünberg, den 15. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Grünberg. Zimmer. Holz- Versteigerung. Freitag, den 17. Februar 1. Je. soll in dem htefigen Gemeindewald, Distrikt Hunger strauch, Unterste Streuth, Eichholz und Pfingstweide folgendes Holz versteigert werden: = nach und no Herr bon S den Hof m lachte dab Das zarte Wiebrecht Schau, in es darin Aber Ianie mit war, um erhöhte li tigen Blid lein Melo bleiben. Und da Eleanor m tanzte! Wie ma ftedte über diese selbst wurde, aber lehnte, und Röte in den stm. Merger und Haupt berei cheleien zu Es war einer Bezie Norden, di angenehmer 1) 145 Stück Fichten- Stämme von 12-38 Ctm. mittl. Durchm. und bis 18 Mtr. Länge: 61,32 2) 4 Nm. Fichten- Scheit, 5,5 Rm. Fichten- Knüppel, worunter 4,5 m. 3 Mtr. lang, 2 Rm. Buche, 1 Etche= Knüppel, 8 Rm. Buche und 64 Rm. Eiche Stammreiser, 58 Rm. Fichten- Reiser und 24 Rm. Fichten- Stöcke. Bemerkt wird, daß das in den Distrikten, Unterfte Streuth, Eichholz und Pfingstweide lagernde Stammund Brennholz nicht vorgezeigt wird und im Hungerstrauch, nachmittags zum Ausgebot kommt. Zusammenkunft morgens 10 Uhr im Distrikt Hungerstrauch. Groß- Eichen, den 12. Februar 1905. Großg. Bürgermeisterei Groß- Eichen. Schombert. Underberg Boonekamp Sombor cam Underberg Unentbehrlich für jede Familie! Devise Boonekamp emper idem, Fabrikation alleiniges Geheimniss der Firma: H.UNDERBERG- ALBRECHT Hoflieferant Seiner Majestät des Kaisers und Königs Wilhelm D. am Rathhause in RHEINBERG am Niederrhein. Gegr. 1846. Anerkannt bester Bitterlikör! 24 Preis- Medaillen! Man verlange Underberg- Boonekamp. ausdrücklich: WHIBiergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gieken, Frankfurterstraße 7 empfiehlt ächt Culmbacher Bier Tel. 83. Münchener Bürgerbräu- Bier|| Dortmunder Union Pilsener" 99 fowie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Gebinden, Selbstschänker( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell nur in Syphons& 5 Liter. Beinlichfte Reinlichkeit der Abfüllung. 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