Nr. 13. Jusertionsvreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz OberBeffen, die Kreife Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Big. Reflamen bie Betitzeile 30 resp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpebition: Gießen, Selters weg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 16. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pig., in's Haus gebracht 60 Pfg., burch die Bost bezogen biertelfährt. Mr. 1,50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Husstand im Ruhrgebiet. Man schreibt uns: Es kann nunmehr kaum noch einem Zweifel unterliegen, daß es im Ruhrgebiet zu einem großen Ausstand der Bergarbeiter kommen wird. Der letzte Beschluß der verschiedenen Organisationen, der die Forderungen der Arbeiter formuliert und bezeichnenderweise von dem Führer des christlichen Bergarbeitervereines die endgültige Fassung erhalten hat, kann nur als ein Ultimatum aufgefaßt werden. Da zur Bewilligung der Forderung eine Frist gesetzt ist, die mit Montag abläuft, so kann man mit einer gewissen Sicherheit für Dienstag den Ausbruch des Gesamtausstandes befürchten. Es handelt sich bei den Arbeiterforderungen weniger um Lohnerhöhung und die Forderungen einer Herablegung der Arbeitsdauer als vielmehr um eine feste Begrenzung der Arbeitsschichten und um die Einrechnung der Einfahrtszeiten in die Schicht. Aus diesem Grunde wird vorgeschlagen, daß entweder achtstündige Arbeitszeit ohne Einrechnung der Fahrzeiten, oder neunstündige mit Einrechnung der Ein- und Ausfahrtszeiten eingerichtet werden soll. Aber felbst die Meinungsverschiedenheit über die Berechnung der Fahrzeiten würde nicht hinreichen, um die leidenschaftliche Stimmung der Grubenarbeiter zu erklären, wenn nicht in dem ganzen Verhältnis zwischen den Unternehmern und den Arbeitern das Gleichgewicht gestört wäre, und zwar scheint es, als ob gerade die unteren Stufen der Vorgesetzten, wie dies vielfach der Fall ist, die Oberhäuer und die Steiger, die aus dem kameradschaftlichen Verhältnis emporsteigen, in ihrer Stellung als befehlende Elemente aber nicht immer den richtigen Ton zu finden wissen, viel zur Berstimmung beitragen. Sehr scharf tritt die Klage über diesen Ton in dem nachstehenden Gedicht hervor, das ein westfälischer Grubenarbeiter H. Kämpchen, der sich als Lyriker einen recht ange sehenen Namen gemacht hat, in seine neue Gedicht sammlung mufgenommen hat und das gerade die Frage des Befehlens behandelt. Es lautet: Befehlen kann jeder blöde Tropf Mit hohlem Schädel und dickem Kopf, Der gar nichts weiß und gar nichts faim, Jedweder Tölpel und Dummerjan. Aber befehlen zu Nutz und Frommen, Mit Ueberlegung zum Vorwärtskommen, Mit klugem Erkennen und Wägen der Kräfte, Genügend und nötig zu dem Geschäfte. Ohn' Ueberbirden der Arbeitslasten, Ohn' blödes Zögern und blindes Hasten, Richt lispelnd leise, nicht überlaut, In jeder Weise flug aufgebaut, Mit furzen Worten, doch klar im Einn, Das Ziel erkennend und den Gewinn Ja, richtig befehlen, wer dieses kann, Dem zollet Achtung, das ist ein Mann! Doch leider befiehlt noch so mancher Tropf Mit hohlem Schädel und dickem Kopf. Der gar nichts weiß und gar nichts kann, Und büßen muß es der Arbeitsmann. Außerdem spielt noch die strittige Frage des Wagennullens in diesem verhängnisvollen Streit genau dieselbe Rolle, wie bei dem großen Bergarbeiterstreit im Jahre 1889. Diese Frage ist rein nur aus der Kenntnis der bergmänischen Technik heraus zu beurteilen und eignet sich wenig zu einer brinzipiellen Behandlung für Laien. Dieses Verfahren beteht darin, daß solche Wagen, die nicht reine Rohle sondern auch Steine, selbst nur in ganz geringfügigem Umfang, enthalten, von der Kontrolle zurückgeschoben, d. h. mit anderen Borte dem Arbeiter nicht als Arbeit angerechnet werden. Er muß den Wagen vollständig wieder von neuem verladen, eine Maßregel, die scheinbar ungerecht ist, weil die ganze geleistete Arbeit vollständig wertlos ist, die aber doch erklärt werden kann aus der Wichtigkeit eines reinen Kohlen. materials für die gesamte Industrie. Hier muß entschieden eine strenge Braris Blaz greifen, weil geringwertige Lohnabzüge feine Wirkung ausüben. Allein es ist doch immerhin möglich, daß die Abnahme- Beamten vielfach chikanös vorgehen und selbst die unvermeidlichen Unvollkommenheiten jur Annullierung der Verladung benügen. Obschon die verbeigerten Löhne nicht dem Unternehmer zu Gute kommen, Jondern in eine Kasse für Wohlfahrtseinrichtungen fließen, so ergeben sich doch daraus für die Bergarbeiter ganz erheb. liche Mißstände, denn die Lohnsätze schwanken, ohne daß vielleicht ein großes persönliches Verschulden vorliegt, durch das Nullen oft zwischen Säßen von 7 bis 25 Mart. Man nennt das Bergmannsunglück, aber trotzdem mit einem Fatalismus die Arbeiterschaft diesem Mißgeschick gegenübersteht, so wird doch eine schwere Erschütterung des Gleichgewichtes dadurch in die Arbeiterkreise und in die Haushalte hineingetragen. Bielleicht ließe sich doch ein Mdis finden, durch festnormierte Geldstrafen die Quelle dieser Mißverhältnisse zu ver schütten. Aber wie dem auch sein mag, es gährt im Ruhrgebiet und es verlautet sogar, daß derStreit auf das belgische Ge. biet übergeleitet werden soll. Jedenfalls halten sich Führer der belgischen Arbeiterschaft in der Ruhrgegend auf, um, mie man glaubt, ebenfalls das Signal zu einem Ausstand zu geben. Die Lage ist also durchaus ernst für die gesamte In dustrie. Die Thronfolge in Lippe. Detmold, 14. Januar. In dem Fürsten Alexander von Lippe- Detmold ist, wie es in dem Erlaß des Grafregenten Leopold heißt, der letzte Sprosse der älteren lippischen Linie zu Grabe gestiegen. Aber sein Schild wird nicht am Grabe zertrümmert, denn er ist nicht der Letzte des Hauses. An seinem Grabe entbrennt erst der Gegensatz um die Rechtmäßigkeit der Erbschaft, wenn auch der Bundesrat durch seine Entscheidung bom 18. November v. J. für den Fall des Ablebens des regierenden Fürsten ein unveränderliches Interimiſtikum geschaffen hat. Durch den von dem Bundesrat genehmigten Schiedsgerichtsvertrag ist bestimmt, daß bis zum Spruch des Schiedsgerichts der Grafregent Leopold die Regierung des Landes weiterführt. Er bleibt Graf; einen Erben gibt es einstweilen nicht, bis das Gericht entschieden hat, wer den Ttiel und die Rechte des Verstorbenen führen darf. Fürst Alexander hat ein Alter von 74 Jahren erreicht. Am 11 Januar 1831 geboren, verlebte er, weil schon früh geistesumnachtet, ein stilles, freudloses Dasein. Er interesierte sich stark für Musik, spielte Klavier, sang und war leidenschaftlich dem Schachspiel und dem Damenbrett ergeben. Außerdem vertrieb er sich die Zeit, indem er Bilder namentlich aus illustrierten Zeitschriften reproduzierte. Zeitungen wurden ihm ebenfalls zugänglich gemacht und so war er über den Erbschaftsstreit, der nach dem Ableben des regierenden Fürsten Woldemar wegen der Thronfolge, bei der er als regierender Fürst völlig ausgeschaltet war, mohl unterichtet, obgleich er wohl einen geringeren persönlichen Anteil an dieser Streifrage genommen hat, als der letzte seiner Unterthanen. Im Lande selbst ist sein Hinscheiden ohne irgend welches größere Interesse hingenommen worden. Fürst Alexander war ja tot, ehe er gestorben war. Erst jetzt zeigt sich, welchen Wert das Schiedsgerichtsabkommen hat und wieviel dem Entgegenkommen des Grafregenten zu danken ist, der sich mit der Linie Schaumburg auf ein schiedsgerichtliches Verfahren einigte, obgleich er doch nach dem Grundsatze des Dichters verfahren konnte: Sei im Besitz und du warst im Recht. Das schiedsgerichtliche Urteil, das im Voraus von beiden Teilen anerkannt ist, wird die Entscheidung bringen, wer als Rechtsnachfolger des letzten Fürsten zu gelten hat. Zu wessen Gunsten es entscheidet, der ist Herrscher des Landes. Mit der Verkündigung des Schiedsspruchs gibt es wieder einen neuen Fürsten des Landes, der seinen Schild am Grabe des Letzten vom alten Hause aufrichtet. Der Krieg in Oftalien. Die seit einigen Tagen begonnene russische Offensiv bewegung bei den Hauptarmeen afzentuiert sich mehr und mehr. Von den verschiedensten Seiten schieben sich russische Kavallerieabteilungen vor, die die japanischen rückwärtigen Verbindungen belästigen. Zweck der Uebung ist vorläufig augenscheinlich, den Heranmarsch der Kolonnen Nogis von Port Arthur möglichst aufzuhalten, eventuell unmöglich zu machen. In diesem Bestreben sind verschiedene verwegene russische Vorstöße gemacht worden, die sich bis auf Niutschwang hinunterzogen, jedoch nach japanischen Berichten blutig zurückgewiesen wurden. Von der Garnison von Liautung wird gemeldet: Russische, offenbar zur Kavallerie Mistschenkos gehörige Abteilungen mit dem zweiten Gardeinfanterieregiment und zwölf Geschüßen griffen das japanische Eisenbahnkommissariat in Niutschiatung( bei Niutschwang) an, wurden aber zurückgeschlagen, mit einem Verlust von etwa 80 Mann. Tags vorher waren bereits die Russen in der Nähe von Sinkau geschlagen worden und hatten sich dann in Únordnung nach Nord- Tokaokau, südlich von Niutschwang zurückgezogen unter Zurücklassung von 62 Toten und 6 Verwundeten. Man glaubt, daß ihre Verluste über 200 Mann betragen. In Tokioter militärischen Kreisen erwartet man nicht, daß der Angriff Mistschenkos auf Niutschwang und Niutschiatung weitere Schwierigkeiten bereiten werde. Es seien Maßregeln getroffen worden, um den Abteilungen, die den Angriff ausführten, den Rückzug abzuschneiden und diese Abteilungen müßten daher, wenn sie nicht gefangen werden wollten, den Rückzug ebenso schnell antreten, als sie gekommen seien. Man glaubt, daß Kosaken westlich vom Liau ein großes Umgehungs- Manöver ausführten, um einen Angriff auf die Eisenbahn auszuführen und die schweren Geschütze Nogis, die nach dem Schaho unterwegs sind, abzufangen. Inzwischen ist nun auch der feierliche Einmarsch der Japaner in Port Arthur bollzogen worden. Eine aus Infanterie, Kavallerie und Pionieren bestehende Abteilung marschierte von Norden her in breiter Marschformation unter Hörnerklang durch die alte und neue Stadt. Die Mannschaften waren tief bewegt, als die zerschossenen und blutbefleckten Regimentsfahnen an der Front vorbeigetragen wurden. Die russischen und chinesischen Einwohner gehen jezt friedlich ihrer Beschäftigung nach. Die russische Regierung hat sich nunmehr bewogen gesehen, den Fall Port Arthurs in einem offiziellen Communiqué urbi et orbi bekannt zu geben und sich zugleich über ihre ferneren Absichten zu äußern. Ein Tagesbefehl des Zaren Die an die Armee und Flotte betont, daß trotz des schweren Verlustes weiter gekämpft werden soll, bis der Feind nieder=" geworfen sein wird. Nachstehend das interessante Dokument im Wortlaut:„ Port Arthur ging in die Hände des Feindes über. Elf Monate währte der Verteidigungskampf; über sieben Monate war die ruhmreiche Garnison von der Außenwelt abgeschnitten. Der Hilfe beraubt, ohne Murren die Entbehrung und die furchtbarsten moralichen Qualen ertragend, Leben und Blut nicht schonend, hielt eine handvoll russischer Leute in der festen Hoffnung auf Entsatz die wütenden Angriffe des Gegners aus. Mit Stolz verfolgte Rußland ihre Heldentaten, die ganze Welt beugte sich vor ihrem heldenhaften Sinne. Doch täglich lichteten sich ihre Reihen. Kampfmittel gingen unter dem Andringen stets neuer feindlicher Kräfte aus, sie mußten ihre Heldentat vollendend, der Uebermacht erliegen. Friede der Asche und ewiges Andenken den unvergeßlichen Russen, welche bei der Verteidigung von Port Arthur umkamen. Fern von Rußland starbt Ihr für Rußlands Sache, erfüllt von der Liebe zu Kaiser und Vaterland. Euch Lebenden sei Ruhm! Gott heile Eure Wunden und schenke Euch Kraft und Geduld, die auferlegte neue schwere Prüfung zu tragen! Unser Gegner ist fühn und stark. unsäglich schwer ist der Kampf mit ihm 10 000 Werst fern von den Quellen unserer Kraft. Aber Rußland ist machtboll. In seinem tausendjährigen Leben gab es noch schwerere Prüfungen und noch drohendere Gefahren, und jedesmal ging es aus dem Kampf neugestärkt und mit neuer Macht hervor. Unsere Mißerfolge sind schwer. Indem wir unsere Verluste beklagen wollen wir uns nicht verwirren lassen. Mit ganz Rußland vertraue ich, daß die Stunde des Sieges bald anbricht; ich bitte zu Gott, daß er die mir teuern Truppen und die Flotte segne, damit sie vereint den Feind niederwerfen und die Ehre und den Ruhm Rußlands stützen. Die Dolitik. Nach den neueren Nachrichten vom Kriegsschauplaze scheint die Vereinigung der deutschen Truppen auf dem Kriegsschauplake vollzogen zu sein. Die Abteilungen Lengerke, Ritter und Meister haben Fühlung mit einander. Die Hottentotten sind zersprengt und das Ausstandsgebiet ist gesäubert. frankreich. Nach dem Verlauf der letzten Kammerſibung ist das Schicksal des Ministeriums Combes nur vertagt. Einstweilen hat ihm nochmals die Mehrheit des Parlaments ein Vertrauensvotum bei der Interpellation über die Politik erteilt. Aber die Gegnerschaft wird einen neuen Sturmlauf unternehmen, der bereits angekündigt ist. Ein Abgeordneter hat dem Ministerpräsidenten bereits in der letzten Situng symbolisch sein Schicksal angedeutet, indem er ihm die Geberde des Hinauswerfens mit Fußẞtritten vorführte. Niederlande. Wie sehr der Friedensgedanke alles Militärische aufzehrt, wird der Welt durch den Plan recht deutlich gemacht, daß ein Friedenspalais auf dem militärischen Uebungsplat im Haag errichtet wird. Genau in derselben Weise, wird der Friedensgedanke im Friedensmuseum zu Luzern durch Kriegsgemälde verbreitet. Rufeland. Für den Umschwung der Verhältnisse in Rußland ist es charakteristisch, daß der Großfürst Sergius seines Postens als Generalgouverneur von Moskan enthoben wurde und daß einstweilen kein Nachfolger ernannt wurde. Großfürst Sergius ist das reaktionärste itglied des Kaiserhauses. Balkan- Staaten. Im Balkan gährt es ganz gewaltig. Der bulgarischen Regierung traut ohnehin schon niemand, ganz besonders bedenklich aber erscheint die Situation, weil man befürchtet, daß der jezige Minister Nicola Pasitsch eine Ablenkung der inneren serbischen Zwistigkeiten nach außen sucht und zu diesem Zwecke den Balkandreibund zwischen Serbien, Bulgarien und Montenegro geschaffen hat. In Serbien sind die Verhältnisse jedenfalls durchaus unsicher, einmal weil die Herrschende Partei mit den unerhörtesten Volksbedrückungen ihre Position zu halten sucht, sodann weil die Haltung der Dynastie zu den Verschworenen eine neue antidynastische Richtung förmlich großzieht. Aber auch in Bulgarien ist nicht alles im Lot. Die Abdankungsurkunde des Fürsten Alerander ist aus dem Staatsarchiv verschwunden. Dieselbe Regierung, die dem Souverän die Treue nicht hält, darf auch ihrerseits kaum auf Treue rechnen. Deutfcher Reichstag. ( 118. Sigung.) CB Berlin, 14. Januar. Der Beginn der heutigen Sißung brachte den Besuchern des Reichstages eine arge Enttäuschung. Da die sozialdemonatur angeboren ist," bersicherte Bratic lachend. sollst Bock sein und diejenigen führen, welche eben die SchafsDas verlange ich auch gar nicht. Im Gegenteil, du selbst Gut dan mai a fich han österreichischen mödie?" Nicht übel Staatsgedankens erdacht, doch този die fagst du was ganze Gin Seufzer, der dem Herzen leis Den keine Lippe spricht, ist ein Getrecht Ein Wunsch, der stilt für uns und andere fleht, feit nis zu geben, da huschte ein eigentümlicher ängstlicher Blid Signor Caltaselli von unserer Verlobung Sennt. sprach, fiemolen wir ihm Tratsche Interpellation über den Bergarbeiterausstand im Ruhrrevier auf der Tagesordnung stand, so hatte man sich auf einen sogenannten großen Tag gefaßt gemacht. Aber diefer blieb aus. Zu den dem Publikum zugänglichen Tribünen herrschte ein sehr starker Andrang. Aber während oben große Fülle herrschte, klafften unten im Saale große Rücken. Nicht einmal die Sozialdemokraten waren voll zählig zur Stelle. Hatte etwa der Streik der Bergleute und seine Besprechung bei den Abgeordneten das Interesse verloren? Schwerlich. Die Abgeordneten blieben der Sitzung jern, weil sie wußten oder ahnten, daß die Interpellation nicht zur Verhandlung kommen werde; und selbst die mit den parlamentarischen Verhältnissen näher Vertrauten hegten starken Zweifel, wie der Hase laufen werde". Präsident Graf Ballestrem studierte eifrig die Geschäftsordnung; also war anzunehmen, daß die Sache nicht ganz glatt abgehen werde. Dann erschien der Staatssekretär des Innern Graf Posadowsky am Bundesratstische, und damit stieg die Aus. ficht, daß die Regierung doch antworten wolle. Die Antwort erfolgte, um ein Wort des Fürsten Bismarck anzuwenden, in dilatorischer Weise. Graf Posadowsky erklärte, der Reichs. fanzler Graf Bülow sei bereit die Interpellation zu beant porten, soweit sie mit der Ausführung von Reichsgesehen sich befasse. Da aber der preußische Handelsminister Möller, Surch dessen Mund die Antwort erfolgen werde, durch die Etatsverhandlungen an das Abgeordnetenhaus gefesselt sei, so möge sich der Reichstag ein paar Tage gedulden. Damit erklärte sich das Haus stillschweigend einverstanden. Die Besprechung der Interpellation wurde von der Tagesordnung abgesezt und es wurde die zweite Beratung des Justizetats fortgesetzt. Heer und flotte. Schneeschuhe in der deutschen Armee. Schneeschuhe finden, wie nur wenig bekannt sein dürfte, auch im deufschen Heere vielfache Anwendung. Bei zahlreichen Truppenteilen, so sämtlichen Jägerbataillonen, verschiedenen Eisenbahn- und auch mehreren Infanterieregimentern, sind sie seit langem eingeführt und haben sich dort vorzüglich be. währt. Es wird infolgedessen eine weitere Ausdehnung des Schneeschuhlaufens im Heere angestrebt, zumal bekannt geworden ist, daß die Schneeschuhe gegenwärtig im russischjapanischen Kriege von zahlreichen russischen Regimentern mit bestem Erfolge für Vorposten- und Aufklärungszwecke zur Anwendung gebracht werden. Die Durchschnittsleistung der Schneeschuhläufer betrug bei mehr als ein Meter hohem Schnee täglich 50-60 Kilometer, tüchtige Läufer legen jedoch auch 100 Kilometer und mehr zurück. Dekorierung deutscher Offiziere durch fremde Herrscher. Anläßlich der Verleihung des Ordens pour le mérite seitens des deutschen Kaisers an die Generäle Stössel und Nogi sei erwähnt, daß auch die Kriegstaten deutscher Offiziere vielfach von russischen Herrschern in ehrendster Weise be. lohnt worden sind. So wurden im deutsch- französischen Kriege der Kronprinz und Prinz Friedrich Karl zu russischen Marschällen ernannt, ebenso wurden russische Orden und Ehrenzeichen zahlreich an Offiziere wie auch Mannschaften berliehen. Namentlich waren die höheren Klassen des Georgenordens eine oft verliehene Auszeichnung für höhere Offiziere. Auch Mannschaften erhielten den Georgenorden 5. Klasse. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 117. Sizung.) RK Berlin, 14. Januar. Der erste Tag der Etatberatung erhielt seine Weihe durch die Anwesenheit sämtlicher Minister( mit Ausnahme des eriranften Herrn v. Budde), seine Bedeutung durch gewerbegerichts in Dortmund gewiesen habe. Die Regierung werde die äußerste Unparteilichkeit bewahren. Darauf vertagte das Haus die weitere Beratung auf Montag. Nab und fern. (:) Typhusepidemie in Landauer Kasernen. Wie aus München gemeldet wird, ist unter dem 1. Bataill. des bayerischen 18. Infanterieregiments in Landau eine gefährliche Typhusepidemie ausgebrochen. 27 Fälle sind bisher konstatiert, 29 weitere Fälle sind verdächtig. Alle Maßregeln, die Weiterverbreitung der Krankheit zu verhüten, sind sofort getroffen worden. Die beiden Kasernen, in denen das Bataillon liegt, sind ganz neu und an die städtische Wasserlei. tung und Kanalisation angeschlossen, so daß die Ursache der Epidemie weder in den Unterkunfts- noch in den Wasserverhältnissen zu suchen ist. Man geht ihrem Ursprung zurzeit energisch nach. Freiwillig gestellt hat sich der Vizefeldwebel Bernhard, der, wie erinnerlich, in Köln seine frühere Geliebte, Frau Böttcher, durch einen Revolverschuß getötet hatte. Nach der Tat war er ins Ausland geflüchtet, während ihn die Polizei in Potsdam suchte, wo die Familienangehörigen Bernhards wohnen. )!( Während des Gottesdienstes wahnsinnig geworden. Eine erschütternde Szene trug sich in der Wittener Pfarrkirche während eines Trauergottesdienstes zu. Auf einen am Gottesdienst teilnehmenden Herrn kam plötzlich eine Dame, eine verwitwete Kondukteursfrau, zu, umarmte und kiißte ihn und begrüßte ihn als ihren verstorbenen, ihr jedoch durch Gottes Gnade wiedergegebenen Gatten. Dem überraschten Herrn blieb nichts anderes übrig, als zunächst auf die Illusion der plötzlich irrsinnig Gewordenen einzugehen. Unter einem Vorwande begab er sich dann mit ihr nach einer Frrenanstalt, wo die Aermste in Behandlung genonimen wurde. eine hochpolitische Rede des Ministerpräsidenten. Die willkommene Gelegenheit dazu boten ihm die beiden ersten Redner des Hauses, der greise konservative Führer Graf Limburg- Stirum, dessen leise, ganz hohe Stimme sich nur bei dem Vorwurf, daß die Regierung die Handelsverträge noch nicht gefündigt habe, zu stärkerer Wirkung erhob, und der Zentrumsabgeordnete Herold, der neben vielem anderen die Polenpolitik und den Bergarbeiterstreik streifte. Die während der letzten Rede stark verflatterte Aufmerksamfeit fonzentrierte sich sofort wieder, als Graf Bülow sich erhob. Mit ausdrucksvollem Ernst betonte er die ungeheueren Schwierigteilen, die das Zustandebringen der Handelsverträge diesmal bereitet hätten, wo der früher ungenügende Schutz der Landwirtschaft habe verstärkt werden müssen. Daß aber die sechs fertigen Verträge dem Reichstage noch nicht vorgelegt seien, läge an dem Stand der Verhandlungen mit Desterreich, die nun in den allernächsten Tagen zu einem Abschluß so oder so kommen müßten. Nach dieser Angelegenheit, die ja eigentlich in den Reichstag gehört hätte, besprach Graf Bülow die beiden preußischen Fragen, die im allgemeinen und im jetzigen Augenblick die wichtigsten sind. In ihrer Polenpolitik werde die Regierung unbeirrt weiter fortfahren und nicht die Naivität der 1848er erneuern. Den Bergarbeiterstreik aber bezeichnete der Ministerpräsident als eine große Gefahr, die zu beseitigen die Behörden das Ihrige tun würden; er müsse von Arbeitnehmern und-gebern Besonnenheit und Entgegenkommen erwarten. Lebhafter Beifall und anhaltende Bewegung folgten der Rede, so daß es dem nationalliberalen Abaeordneten Dr. Friedberg zunächst schwer wurde, sich Gehör zu verschaffen. Er ging mit Sachkenntnis den Etat durch und hatte, wie auch die Vorredner aus dem Hause, nur einzelne Ausstellungen. Auf diese antworteten hintereinander die Minister der Finanz und der Justiz. Jener verteidigte seinen Plan, die Gesellschaften m. b. H. zu besteuern, betonte aber, daß er Härten vermeiden wolle. Die Aufbesserungen für die Unterbeamten würde er gern schon in den Etat eingestellt haben, wenn nicht das Reich in diesem Jahre noch zu arm wäre. Dieser aber stimmte dem Abgeordneten durchaus bei in der Verurteilung der kritischen Ansprachen von Schwurgerichtspräsidenten an die Geschworenen. Nachdem nun der freifonservative Herr v. 3 edlit wie immer ohne jedes Konzept- seine eingehende Etatsrede gehalten hatte, ergriffen noch einmal zwei Minister das Wort: der Kultusminister Dr. Studt, der das begehrte Volksschulunterhaltungsgesetz für den Spätherbst ankündigte, da die laufende Session schon zu überlastet sei, der auch versprach, dem Lehrermangel nach Kräften abzuhelfen, und der Handelsminister Möller. Dieser gab eine Uebersicht über den Stand des Streifs im Ruhrrevier und teilte mit, daß er die Parteien an das Plenum dea Bera. - Ihre eigene Tochter ermordet hot in Temesvar eine Fabritarbeiterswitwe. Das 14jährige Mädchen machte ihrer Mutter durch ihren unmoralischen Lebenswandel schon seit langem viel Kummer. Kürzlich kam es aus derselben Ürsache zwischen Mutter und Tochter wiederum zu einem heftigen Wortwechsel, in dessen Verlauf die Frau in so heftige Aufregung geriet, daß sie eine Art ergriff und mit dieser die Tochter erschlug. Dann stieß sie sich selbst ein Küchenmesser ins Herz. Tödlich verwundet, aber noch lesend, wurde sie in ein Krankenhaus gebracht, wo sie angab, daß sie aus Verzweiflung über den unmoralischen Lebenswandel ihrer Tochter die unsclige Tat verübt habe. Im Rampfe mit Wölfen. Meister segrimm ist in den Abruzzen kein seltener Gast, besonders aber in diesem Winter stellt er sich infolge der Kälte ungewöhnlich zahlreich ein. In ganzen Scharen durchstreifen die Wölfe nachts die Ortschaffen, fallen die Herden an und bringen ihnen erheblichen Schaden bei. Um sich der Naubtiere zu erwehren, veranstalten die Gemeinden daher Wolfsjagden; für jeden erlegten Wolf ist eine Prämie ausgesetzt. Der Mut der Wolfsjäger scheint jedoch nicht sehr weit her zu sein, wie folgende heitere Jagdgeschichte beweist. Zehn bis an die Zähne bewaffnete Jäger fanden auf einer Streife einen in einer Falle eingefangenen Wolf bor. Schon wollten sie todesmutig daran gehen, den Gefangenen init Knütteln und Aerten totzuschlagen, als am Waldesrand plötzlich ein Rudel von etwa 20 Wölfen erschien. Dem hielten die wackeren Nimrode nicht stand, sie warfen Werte und Gewehre fort und nahmen Reisaus. Als sie sich am nächsten Tage wieder der Falle näherten, fanden sie von der gefangenen Wölfin nur noch traurige Ueberreste. Die Wölfe hatten ihre gefangene Schwester bis auf die Borderpfoten aufgefressen, die den tapferen Jägern als Trophäen in die Hände fielen. Tages- Chronik. An der Küste bei Danzig verursachte eit furchtbarer Nordoststurm mit Sturmflut schwere Beschädi gungen an den Dünen und Ueberschwemmungen. Im Riesengebirge haben neue Schneestürme Verkehre störungen herbeigeführt. In Asnières stießen bei dichtem Nebel zwei elektrische Straßenwagen zusammen, wobei 10 Personen verletzt wurden. In Privoza in Italien stürzte während des Gottesdienstes der Kirchturm ein, tötete 3 Personen und verlegte viele Andächtige, darunter 4 tödlich. - In Philadelphia wurde eine Person verhaftet, die der Teilnahme am Attentat auf das Friedrichsdenkmal in Washington verdächtig ist. Aus dem Gerichtsfaal. Der Landwirt. rm Moschusochsenzucht in Skandinavien. In Schweden und Norwegen werden Versuche gemacht, den Moschusochsen dort einzugewöhnen, um ihn seiner vorzüglichen Wolle wegen zu züchten. Das Tier ist genügsam und erträgt auch das rauhe nordische Klima. Dennoch sind die bisher angestellten Versuche nur wenig glücklich verlausen, da bei der Weiterzucht verschiedene Fehler gemacht wurden und die Tiere infolgedessen eingegangen sind. Vermischtes. ( Der Rachbrud ** Det zieren u für Sid mit Sm des Groß u Egloffite Nr. 25.( Frbin. vo 2. Großh Grafen b Regiment Affiftenar Raifer gemein Tapfer früher in ( Großb Bergbef ( 2. Großh beginnend fi Broving Ob Besuch der trieb einer Nr. 48 zu [ Ein Meisterschütze.] Eine seltene Jagdleistung hat ein Teilnehmer an einer von dem Grafen Preysing veranstalteten Jagd bei Plattling in Niederbayern vollbracht. Mit einem einzigen Schuß schoß der gewaltige Nimrod einen Hasen, einen Jagdhund, einen Treiber und einen anderen Jagdteilnehmer an. Den Hasen traf er in den Hinterlauf, den Hund in den Kopf, den Treiber ins Knie und den Schützen in die Brust. Dreien der Getroffenen hat der Schütze erheblichen Schaden nicht zugefügt, nur der Treiber ist ziemlich bedenklich an der Kniescheibe verletzt. Es geht doch nichts über einen waidgerechten Jägersmann, vorausgesetzt, daß das Geschichtchen wahr und kein Jägerlatein ist. § Der Dessauer Aufruhrprozeß vor dem Oberkriegsgericht. Den wichtigsten Teil der Verhandlung vor dem Oberkriegsgericht in Magdeburg bot die Vernehmung der Mitglieder des Dessauer Kriegsgerichts. Es handelt sich darum, Gewißheit darüber zu erlangen, ob die Behauptung der Angeklagten Voigt und Günther richtig ist, daß sie vor dem Kriegsgericht in Dessau befangen gewesen und daher sich selber dort zu schwer bezichtigt hätten. Die Angeklagten wollen jetzt dem nach eigenem Eingeständnis total betrunkenen Unteroffizier Heine nur das Seitengewehr entrissen haben, weil er mit der Waffe um sich schlug und das Mädchen Frida Regel traf. Auf Grund der Ergebnisse der neuen Verhandlung kam der Vertreter der Anklage, Kriegsgerichtsrat Richarz, zu dem Ergebnisse, daß der den Angeklagten in erster Instanz zur Last gelegte Aufruhr nicht nachzuweisen sei, sondern daß sie fich nur einer tätlichen Mißhandlung eines Vorgesetzten schuldig gemacht hätten. Er beantragte gegen den Unteroffizier Heine 6 Monate Gefängnis, gegen den Musketier Günther ein Jahr, gegen Musketier Voigt ein Jahr und 2 Monate Gefängnis. Das Urteil lautete für die Angeklagten Günther und Voigt auf je 1½ Jahr Gefängnis.( In der ersten Instan waren sie jeder mit 5 Jahren Zuchthaus bestraft worden.) Gegen den Unteroffizier Heine wurde zusätzlich auf Degradation erkannt. Kunft und Wissenschaft. - [ Ein Schmugglerfniff.] Einem originellen Schmugglerstückchen sind russische Grenzsoldaten zum Opfer gefallen. In einer Dezembernacht bemerkte einer der Soldaten, daß zwei Männer mit Säcken über den Rücken über die Grenze zu kommen suchten. Mit einem donnernden„ Halt, was da?" trat er ihnen entgegen. Die Kerle schienen dadurch jedoch nicht sonderlich irritiert, sondern erhoben drohend die Arme. Nun gab der Soldat Feuer, das von der anderen Seite erwidert wurde. Durch die Schüsse alarmiert, eilten bon allen Seiten benachbarte Grenzwächter hinzu. Mit vereinten Kräften drang man nunmehr fühn auf die Gegner ein, die unter dem Gewehrfeuer der Soldaten zusammenstürzten. Als man die Gefallenen jedoch näher besichtigte, stellte es sich heraus, daß es Ein angekleidet Strohpuppen waren. HK Der diesjährige Grillparzerpreis von 5000 Kronen ist an Gerhart Hauptmann für das Drama, Der arme Heinrich" berliehen worden. Die Verleihung geschah unter Einstimmigfeit sämtlicher Preisrichter. an den Puppen befestigter Revolver, die an dem Abzug desselben, sowie den Puppen selbst befestigten Bindfaden klärten die Soldaten darüber auf, daß sie in abgefeimter Weise genasführt worden waren. Der Kampf" mit den Strohmännern war von den Schmugglern nur inszeniert worden, um die Soldaten nach dem„ Samplay" zu locken und dann die unbewachte Grenze schnell überschreiten zu können, ein Plan, der den Gaunern auch wirklich geglückt ist. der [ Das Telephon als Feind der Weinpanscher.] Nach einer Erfindung des bekannten Chemikers Maneuvrier in Baris kann man mit Hilfe des Telephons einen mit Wasser bersetzten Wein rder seine Berfälschung durch andere Flüssigkeiten oder sogar durch feste Stoffe unfehlbar nachweisen. Es werden zwei Gläser genommen, von denen das eine den zu prüfenden Wein enthält, das andere eine gleiche Menge anderen Weins, der als rein bekannt ist. Die Gläser werden auf einen Apparat gesetzt, der einer Wage ähnlich sieht. Dann bringt man das Telephon in Verbindung mit beiden Flüssigkeiten. Wenn beide rein sind, so ist nichts zu hören, wenn aber eine Wasser enthält, so entsteht ein Geräusch im Telephon, bis ein Zeiger auf einen Punkt eines Zifferblatta gestellt wird, dessen Bewegung die Leistungsfähigkeit Flüssigkeiten in Uebereinstimmung bringt. Die Zahl des Zifferblatts, auf die der Zeiger dann zeigt, gibt genau an, mit welcher Menge Wasser der gepanschte Wein versetzt ist. [ Studentenult.] Die Marburger Studenten leisten sich jetzt allabendlich einen kavitalen Ulf. Veranlassung dazu gibt ihnen der historische Bärenbrunnen der Stadt, von dem der schadhaft gewordene steinerne Bär entfernt worden ist, um durch einen neuen ersetzt zu werden. So führten sie an einens Abend unter Musikbegleitung einen Sandsteinblock und einen ausgestopften Bären umber. Eine Inschrift auf einer borangetragenen Tafel, besagte, daß in dem Stein der auszuhauende" Bär schlummere, dessen Modell der Ausgestopfte sein solle. An einem anderen Abend geleiteten sie sogar wieder in großem Aufzug und unter Musilbegleitung einen leibhaftigen Bären, den sie von der Hagenbeckschen Menagerie erstanden hatten, durch die Straßen nach dem Bärenbrunnen. Hier wurde eine feierliche Ansprache halten und Magistrat und Stadtverordneten in einem eigens gedichteten Bären- Hymnus launig verspottet. Die halbe Stadt wohnte dem Ulf bei, der wohl noch öfter wiederholt werden wird. = - zu Reretird fchaft bafelt bornhofen ge J ** meister S zurüdblide der sich Privaten bergönnt f Amt noch am Mittw der neuen jubiläum Kreisen bet ficherlich m zahlreiche F ftraße auftr fchäftigung Fähnlein un Bild. Am Ronzert. Anf und Winte fällt für bi ihre Gefur Schwimme und Nachte lich in der empfindet Beschwerd mangelnde Arbeit ma in der t wieder be Bequemlich wollen, fta mittel umz betriebe Hebungen, ge fundheitet Turnber getriebenen besonders Gesundheit Körpers un [ Alte Liebe rostet nicht.] Eine interessante Hochzeit wurde kürzlich in Budapest gefeiert. Der 75jährige Honved Szabo vermählte sich dort mit der 71jährigen Esther Nach. Schon vor einem halben Jahrhundert lernten die beiden sich kennen und lieben, doch ihrer Heirat stellten sich damals allerlei Schwierigkeiten entgegen, infolgedessen sich Esther Nagy mit einem anderen bermählte. Vor einigen Jahren wurde sie Witwe und fam als solche in eine Versorgungsanstalt, wo sie den ehemaligen Jugendgeliebten wiederfand. Der Herzensbund der beiden wurde erneuert und führte diesmal zur Vermählung des greisen Paares. Die Hochzeit fand in der Versorgungsanstalt statt. - [ Die Spitzenklöppelei im sächsischen Erzgebirge,] die schon durch die maschinenmäßige Herstellung der Spitzen in ihrer Eristenz schwer bedrängt ist, hat eine neue drohende Konkurrenz bekommen. Die österreichischen Behörden haben nämlich den Klöppel- Unterricht eingeführt und zeigen sich bestrebt, die Klöppelei in zahlreichen Gegenden zum Erwerb zu machen. Ob diese neue Konkurrenz für die sächsische Klöppelei nicht völligen Ruin mit sich bringen wird, ist sehr fraglich. Die älteste Frau Sachsens. Im Alter von 103 Jah. ren ist in Frohburg in Sachsen die Mutter Weigand" ge. storben. Die Verstorbene war die älteste Frau Sachsens. [ Die versteigerte Menschenhaut.] In London wurde jüngst ein Stück Menschenhaut öffentlich meistbietend versteigert, das eine interessante Geschichte hinter sich hat. Es stammt von einem dänischen Häuptling, der im elften Jahrhundert in Sachsen eingebrochen war, jedoch gefangen genommen und wegen Kirchenraubes hingerichtet wurde. Dem Gebrauch der Zeit gemäß, wurde dem Missetäter die Haut über die Ohren gezogen, die Haut selbst wurde an die Tür der bon ihm beraubten Kirche genagelt zur Warnung aller Stirchenschänder. Hier hing die Haut lange Zeit, bis sie vor einigen Jahrzehnten abfiel und von einem Raritätensammler aufgenommen wurde. Nach dem Tode des Sammlers fam die Haut, von der übrigens nur noch ein kleines Stück übrig war, unter den Hammer und erzielte 3 Guineen. weise ber fähiger ge herrichte it marum fol Belegenheit Freib mitcube Bie Ben Turnbo Turner turnerif Zeilen noch red in der Lebensfr " Deutsch 20 Prozent Schweden husochjen lle wegen auch das ngestellter r WeiterLiere initung hat ng beran acht. Mit rod einen anderen interlauf, n Schützen Schütze erist ziemlich Doch nichts sezt, daß Schmug fer gefal Soldaten, über dic den„ Halt, en dadura rohend die er anderen ert, eilten Mit ber Begner ein, menitürzten. ellte es fid aren. Gia Abzug des den flärten nter Weise den Stroh ert worden, 1 und dann Fönnen, ein or.] Nad neubrier in mit Wasser ndere Fli nachweisen as eine den eiche Menge äser werden sieht. Dann nit beiden Szu hören, Geräusch in Rifferblatts higkeit der e Zahl de t genau an bersezt i en leisten fi ng dazu gib von dem der rden ist, u fie an eine nblod un ift auf eine ein der„ au Ausgestobit fie sogar- gleitung Sagenbedien en nach dem jprache g einem eigen Die balbe er wiederholt ante Hodge rige Sonba Ffther Na die beide fich damals ich Either 1 Jahren orgungs Lederfand. id führte e Hochzeil irge,] die Spigen in drohende en haben igen sich Erwerb che Klöv O, ist sehr 103 Jah Betgand" ge u Sachfens ondon wurd bietend ber ich hat. elften Jahr angen genom wurde. Dem ter die Hau n die Tür der ng aller fir bis fie bor tätenjammler ammlers fam en, Stüd übrig Lokales. 16. Januar 1905 ( Der Nachdruck unserer mit besonderen Zeichen versehenen Original- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.) ** Der Großherzog verlich nachstehenden Offizieren und Mannschaften der Schußtruppe für Südwestafrita das Nitterfreuz 2 Klasse mit Schwertern des Verdienstordens Philippe des Großmütigen: dem Oberleutnant Frhen. von und zu Egloffstein, früher im 1. Großh. Feid- Artillerie- Regiment Nr. 25.( Großherzogliches Artillerie- Korps) den Leutnants Fehrn. von Hirschberg und Tümpling, veide früher im 2. Großh. Feld artillerie Regiment Nr. 61, dem Leutnant Grafen von Hardenberg, früher im 1. Großh. DragonerRegiment( warde- Dragoner Regiment) Nr. 23 und dem Assistenarzt Dr. Schaaf, früher im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm( 2. Großh. ss.) Ne. 116; das Allgemeine Ehrenzeichen mit der Inschrift für Tapferfeit am Kriegsbande: dem Gefreiten Rösch, früher im 1. Großh. Feld- Artillerie- Regiment Nr. 25. ( Großherzogliches Artillerie- Korps) und dem Gefreiten Berghoff, früher im Infanterie- Regiment Kaiser Wilhelm ( 2. Großh. Hess.) Nr. 116. *** Am Mittwoch, den 18. d. M., vormitags 129 Uhr beginnend findet eine Sigung des Provinzialausschusses der Provinz Oberheffen mit folgender Tages- Ordnung statt: 1. Gesuch der Elise Aleiß zu Gießen um Eclaubnis zum Betrieb einer Schankwirtschaft in dem Hause Bahnhofstraße Nr. 48 zu Gießen. 2. Gesuch des Heinrich Damm II. zu Reiskirchen um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft daselbst. 3. Beschwerde des Karl Henzel zu Obbornhofen gegen einen Gemeinderatsbeschluß. ** Jubiläum. Heute kann der Oberwacht. meister Schwarz auf eine 25jährige Amtstätigkeit zurückblicken. Möge es dem verdienstvollen Beamten, der sich bei seinen Vorgesetzten, Untergebenen und Privaten größter Beliebtheit erfreut noch recht lange bergönnt sein, sein schwieriges und verantwortungsvolles Amt noch recht lange auszuüben. Gleichfalls kann am Mittwoch, den 18. Januar ds. Mts. der Verwalter der neuen Kliniken, Keller, sein 25jähriges Dienstjubiläum feiern. Keller, der in dieser Zeit in vielen Kreisen bekannt geworden ist, wird zu seinem Ehrentage sicherlich manche Aufmerksamkeit erwiesen worden. *** Die Eisbahn eröffnet. Gestern sah man zahlreiche Freunde des Eissports der Eisbahn an der Moltkestraße zustreben und sich stundenlang dieser gesunden Be schäftigung ergeben. Die Bahn gewährt mit ihren flatternden Fähnlein und den zahlreichen Eisläufern, ein recht anziehendes Bild. Am Mittwoch veranstaltet der Eisverein dort ein Konzert. Anf zum Turnen!( Eingesandt.) Zur Herbstund Winterzeit, wenn trübes regnerisches Wetter eintritt, fällt für viele Leute auch die Möglichkeit und Lust fort, ihre Gesundheit durch Spaziergänge in freier Luft, Schwimmen und dergl. vor den mannigfachen Schäden und Nachteilen, die das moderne Kulturleben, namentlich in den Städten mit sich bringt, zu bewahren. Man empfindet wohl au mancherlei kleineren und größeren Beschwerden, daß etwas nicht in Ordnung ist, Nervosität, mangelnde Verdauung, llebellaunigkeit und Unlu st zur Arbeit machen sich geltend, aber man tut nichts dagegen in der trügerischen Hoffnung, daß es von selbst wieder besser wird. Genau genommen ist es nur Bequemlichkeit, man läßt die Dinge gehen, wie sie wollen, statt sich nach einem Heil- und Vorbeugungsmittel umzusehen. Ein solches Mittel sind vernünftig betriebene Leibesübungen und namentlich die Uebungen, die unter den Namen Männerturnen, Gesundheitsturnen usw. in fast allen größeren deutschen Turnvereinen gepflegt werden. Die hierbei getriebenen Uebungen sind dem Alter der lebenden besonders angepaßt und haben nur den Zweck, der Gesundheit zu dienen und alle Teile des menschlichen Körpers und namentlich die durch Beruf und Lebensweise vernachlässigten zu fräftigen und widerstandsfähiger gegen Krankheiten zu macheu. In Gießen herrschte stets ein guter Geist für die edle Turnsache, warum sollte nicht so mancher die ihm gebotenen Gelegenheit der Beteiligung passender Leibesübungen, als Freiübungen, leichte Gerätübungen und Turnspiele mit Freude begrüßen? Diese findet er im TurnvereinSie ßen, der jeden Dienstag Abend 8-10 Uhr in seiner Turnhalle, Steinstraße 3 eine stattliche Zahl Turner versammelt sieht, die so recht den Zweck turnerischer Leibesübungen erkannt haben. Möchten diese Zeilen dazu dienen, der bestehenden Männer- Riege noch recht viele Freunde zuzuführen, es wird der Erfolg in der Erhaltung guter Gesundheit und erhöhter Lebensfreunde ein dauernder sein. か ** Turnerbesuch in Amerika. Der Ausschuß der Deutschen Turnerschaft" hat beschlossen, in endlicher Er20 Prozent. widerung des Besuchs der deutschen Turnfeste durch die ameri-| fanischen Turngenossen, zu dem vom 18. bis 20. Juni 1905 in Indianopolis stattfindenden Bundesturnfest des nordamerikans ischen Turnerbundes unter Professor Regler Stuttgart eine Musterriege von acht der tüchtigsten Turner unserer deutschen Turnerschaft zu entsenden. Nur solche Turner dürfen von den Vereinen in Vorschlag gebracht werden, die feine Ausländer sind und sich durch Siege auf größeren deutschen Turnfesten ausgezeichnet haben. Neben Angabe der Größe, des Körpergewichts, Stand, Alter u. s. w. haben sie durch Beugnis dis Kreis- oder Gautuinwarts ihre Befähigung anchzuweisen. Die Kosten der Reise, die 4 bis 5 Wochen beansprucht, trägt die Deutsche Turnerschaft. * Rosenthal ist ein Ochse. In der Nr. 301 der in Frankfurt a. M. erscheinenden Zeitung die„ Sonne" ist folgendes Gedicht zu lesen: Der Untergang Port Arthur's. Ellenlange Kriegsberichte Schickt man an den weisen Zaren, Hohle Phrasen, wie sie in dem Chinafeldzug üblich waren. Oyama wird abgefanzelt, Mahm er gleich so manche Schanze In dem weiten Reich der Mandschu Ein in wildem Kriegestanze. Tücksch ihrer Feder Gifte Sprißen gegen die Japaner Journalisten, Russophtien, Lauter fundige Lebaner. Na dies Hezen, all dies Nörgeln Hat ein Ende, denn die schnellen Tapferen Söhne ferner Rasse Nähern sich den letzten Wällen. Ehrenvoll nach blutgem Ringen Senfet Stössel die Standarte Orlogs, die so lange wehte Ruhmbedeckt auf hoher Warte. Wenn man die Anfangsbuchstaben von unten nach oben liest, so bekommt man den Satz:„ Rosenthal ist ein Ochse", heraus. Ein Spiel des Zufalls, wenn man bedenkt, daß der verantwortliche Redakteur der Sonne", welcher dieses Gedicht in sein Blatt aufgenommen hat, Rosenthal heißt. R Grünberg. Der Radfahrerverein" Wanderlust" feierte gestern Sonntag sein Jahresfest in der Turnhalle, Sämtliche Nummern des Programms widelten sich glänzend ab. Alle Mitwirkenden ernteten reichen Beifall." r Grünberg. Am Samstag verlegte sich ein hiesiger Holzarbeiter im Stadtwalde beim Baumfällen derartig mit einer Art die Hand, daß er sich in ärztliche Behandlung begeben mußte. arresthaus übergeführt worden. Wie uns mitgeteilt wird, ging fein Transport von Aachen ohne Schwierigkeiten vor sich. Er sorgte selbst für die Unterhaltung, indem er feiner Begleitung dem Kriminalfommissar Daniel- Darmstadt und den Gendarmen Scharmann und Eichenauer- Gießen, von seinen Fahrten erzählte. Es ist nämlich eine aite, feststehende Tatsache, daß es den Verbrecher auf solchen Transporten zur Wisteilsamkeit drängt, troßdem die Sicherheite beamien prinzipiell niemals den Anstoß dazu geben. So auch Hudbe. Er erklärte daß er seinen Komplizen Walter im Oktober fennen gelernt und dann mit dusem gemeinschaftlich den Einbruch im Pfarrhause zu Hepp.nheim an der Bergstraße verübt habe, bei dem ihnen 2400 Mt. in die Hände gefallen seien. Den Raub hätten sie geteit und wären dann weiter gezogen, ihre nächste arbeit" dem PfarrHause in Herdorf widmend. Der Einbruch, der Anjangs November stattfand, gestaltete sich weniger lohneno, deun es wurden nur reichlich 60 Mif. erbeutet. Gilig wurden diese geteilt und dann im schnellstem Tempo der Bahnhof erreicht, auf dem der Zug schon zur Abfahrt bereit stand. Ohne auch nur die Zeit zur Lösung einer Fahrkarte sich zu nehmen, seien sie auf dem Bahnsteig angelangt und während er, Hudde, sich sofort in ein übteil des Zuges geworfen, sei Walter noch einmal zurückgeeilt, um die Fahrkarten zu lösen. Der Zug wurde aber unterdes fällig und entführte Hudde. In Dillenburg habe Hudde den Zug wieder verlassen und die Fahrt nachbezahlt. Er sei in die Stadt gegangen, um dort auf Walter zu warten, der aber nicht gekommen, weil er inzwischen in Herdorf am Bahnhof verhaftet worden sei, wie Hubre später erfahren. Beunruhigt und nichts gutes ahnend habe er sich nach Gießen( 1) gewandt und dort in einem Hotel rechts, vom Bahnhof kommend, übernachtet(!!) Tags darauf si er nach Marburg gefahren, um bei dem Bruder des Walter, der dort als Kellner Engagement hatte, sich über seinen Genossen zu erkundigen. Doch wußte der weiter nichts auszusagen, als daß telegraphisch eine polizeiliche Anfrage eingelaufen sei, ob in Marburg Effekten des Walter aufgehoben seien. Das habe ihm, Sudde, genügt. Dyne Zeitverlust habe er Marburg verlassen, um das Ausland zu gewinnen. Er habe auch die belgische Grenze überschritten und dort erst, in Lüttich, seinen Streckbrief in einer Frankfurter Zeitung gelesen. Er will überhaupt während der Zeit, in der der Heldenberger Mord geschah, in Belgien gewesen sein. Später sei er nach Deutschland zurückgekehrt und habe mehrere Büge in der Gegend von Aachen, Trier und am Rhein unternommen, bis ihn sein Schicksal in Aachen in dem Logierhaus erreichte. Ob diese Angaben sich in allen Punkten bewahrheiten, muß die Untersuchung ergeben. Erfannt wurde Hudde in Aachen durch einen gewissen Stöcklein, der ihn der Polizei denunzierte. Man glaubte dort Anfangs es abermals mit einer Uebereilung zu tun zu haben, legte ihm aber nichtsdestoweniger verschiedene Photographien vor, die er eine nach der anderen zurückwies, bis die Photographie Huddes vor ihm lag. Sofort machten sich mehrere Ponzisten auf und verhafteten Hudde dann mitten in der Nacht aus tiefem Schlafe heraus. Bei seiner Vernehmung beftritt er Hudde zu sein, seine Invalidenkarte lautete auf Östar Hütterunterzeichnen mußte, schrieb er„ Ostar Hudde" und erbrachte so den unzweideutigsten Beweis für seine Identität. In seinem Befiße wurden bekanntlich ein Revolver mit fünf Patronen und ein verbogenes Stemmeisen gefunden.- Hudde antwortete ouf alle Fragen stets mit der größten Ueberlegung. Heute findet seine erste Vernehmung in Siegen statt. S Heuchelheim, 15. Januar. Der hiesige Gesang- mann aus Schalke in Westfalen, doch als er das Protokoll verein" Teutonia", welcher bekanntlich in diesem Jahre 1905 auf ein 50jähriges Bestehen zurückblickt, hat nunmehr seine Jubelfeier auf Sonntag den 2. Juli festgesetzt. Die diesbezüglichen Einladungen sind in diesen Tagen an die Gesangvereine abgegangen und falls die Witterung hold ist wird sich die Feier zu einem großen Volksfest gestalten, zumal auch zu demselben jedermann freien Zutritt gestattet ist. X Frankenbach, 15. Januar. Mittwoch den 1. Februar, vormittags 11 Uhr, soll die hiesige Gemeindejagd auf weitere sechs Jahre verpachtet werden. Hierzu dürften sich wohl viele Liebhaber einfinden, zumal dieselbe 31 den größten Jagdbezirken am Dünsberg zählt. Sie umfaßt ca. 378 Heftar Wald- und 400 Heftar Feldjagd mit einem vorzüglichen Wildbestand. Dazu ist das ausgedehnte Jagdgebiet von der Endstation der Biebertalbahn bequem in einer halben Stunde zu erreichen, indem seine Grenze im sogenannten Dünsbergsgrund", in unmittelbarer Nähe der Obermühle beginnt. " R Selbach b. Br Das 3 jährige Töchterchen des Bergmannes Theod. Zimmerr trant in einen unbewachten Augenblicke aus einer auf dem Tische stehenden Kaffeetanne. Das Kind verbrannte sich derait im Halse an dem sehr heißen Kaffee, daß es gestern gestorben ist. ** * Darmstadt. Der Großherzog nahm Samstag Mittag das neue Maschinen Laboratorium und das neue Wasserkraftmaschinen- Laboratorium der Technischen Hochschule unter Führung der betreffenden Dozenten in Augenschein. Oskar Hudde. Wie wir bereits mitteilten, ist Hudde am Samstag Nachmittag in Gießen eingetroffen und in das ProvinzialHamburger Engros- Lager Alexander Salomon& Co. Räumungs- Ausverkauf vom 12. bis 19. S. Mts. Nur gegen Baar. Nur gegen Baar. 20 Prozent. Literarisches. § Gartenbesizer und Blumenfreunde wird es interessieren, daß ein neues Katalog- Gartenbuch von M. Peterseim's Blumengärtnereien in Erfurt erschienen ist. Es wird eingeleitet mit den Worten: „ Auch das Beste was wir bilden bleibt ein ewiger Versuch." Das Katalog- Gartenbuch wird man wende sich direkt an die Gärtnereien Peterseim- kostenlos versandt. Siegener lauswirts@ aftlicher Wetterbisuft. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 17. Januar. Trübung und Schneefälle bei starker bis stürmischer Luftbewegung, Temperatur langsam ansteigend. ( Näheres durch die Gießener Weiterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil. Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Giesen 92'000 fm Gebrauch! Filiale: Berlin Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Katalog franko. 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Marktstr.- Tiefenweg Tiefenweg- Westanlage Weftanlage- Grabenstr. Grabenstr.- Bahnhof Bergstr. Bismardstr. Bleichstr. Brandgasse Brandplaz Braugasse Bruchstr. Burggraben Montag, Dienstag, Mittwoch, Donnerstag, Freitag. Samstag. 8-10 6-8 6-8 8-10 6-8 10-12 1-3 3-6 1-3 10-12 6-8 10-12 8-10 3-6 10-12 8-10 10-12 I II I II I II II I I 6-8 3-6 8-10 10-12 Srednerstr. Dammstr. Walltorstr.- Nordanlage 8-10 westlich der Nordanlage 6-8 Diezstr. Dreihäusergasse 3-6 Ebelstr. 8-10 Ederstr. Eichweg Erlengasse 1-3 Frankfurterstr. Gartenstr. 6-8 10-12 10-12 6-8 Goethestr. 10-12 Grabenstr. Gr. Mühlgasse Gr. Steinweg Grünbergerstr. Hammstr. Südanlage- Ludwigsplaz Ludwigstr.- Schiffenbergerweg Gutenbergstr. Hessenstr. Hillebrandstr. Hinter der Weftanlage Hofmannstr. Sundsgaffe In Löbers Hof Johannesstr. 3-6 6-8 1-3 6-8 8-10 1-3 10-12 1-3 8-10 3-6 3-6 1-3 Kanzleiberg 10-12 Kaplaneigaffe 1-3 Kaplansgasse 3-6 Katharinengaffe 3-6 Kirchenplag 10-12 Kirchsr. 10-12 Kleine Mühlgasse 3-6 Klinkſtr. 10-12 Kornblumengaffe 3-6 Kreuzplat 3-6 Krofdorferstr. 3-6 Lahnstr. 1-3 Landgrafenstr. 6-8 Landgraf Philipps- Blaz 10-12 Landmannstr. 8-10 Leihgesternerweg 6-8 Licherstr. Frankfurterstr.- Ludwigstr. Ludwigstr.- Querstr. Lindengasse Lindenplay Liebigstr., Eisenbahn- Frankfurterstr. Löberstr. 8-10 stellen und damit nicht bis Ende der Woche zu warten. Andernfalls ist eine pünktliche Durchführung der Abfuhr nicht möglich und die Beteiligten haben Direftion: Herm. und F. A. Steingoetter, Montag, den 16. Januar 1905: Außer Abonnement! Einmaliges Gastspiel. es sich selbst zuzuschreiben, wenn die Abfuhr un des Original Japanischen Schauspielregelmäßig erfolgt. Iii II I II III I I I Gießen, 17. Dezember 1904. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Die unterm 5. November. v. Js. angeordnete Sperre der Goethestraße zwischen Löber- und Ludwigstraße wird hiermit aufgehoben. 10-12 6-8 6-8 3-6 1-3 1-3 Löwengasse 3-6 Lonystr. 1-3 Ludwigsplat 10-12 Ludwigstr. 8-10 Mäusburg 3-6 Maigasse 3-6 Marburgerstr. 6-8 Markt.aubenstr. 1-3 Marktplat 10-12 Marktstr. 1-3 Mittelweg 10-12 Moltkestr. 6-8 Neuen- Bäue 10-12 Neuenweg 1-3 Neustadt 3-6 Nordanlage 8-10 Oftanlage Blodsir. Rittergasse Rodheimerstr. Roonstr. Sandgasse Schulstr. Seltersweg Senkenbergstr. Sonnenstr. Stallgasse 1-3 1-3 3-6 Gießen, den 14. Januar 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 5. Nobbr. v. J. angeordnete Sperre der Löberstraße zwischen Goethe- und Bleichstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. Januar 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Ensembles. Dienstag, den 17. Januar 1905: Abends 8 Uhr: 11. Dienstag- Abonnements- Vorstellung. Das Stiftungsfest. Schwant in 3 Atten von G. v. Moler. Holzversteigerung in der fürstl. Oberförsterei Lich. - Montag, den 23. Januar, von vorm. 9% Uhr an, im Distrift Meilvach: Scheitholz: 585 Rm. Buchen; beer, 10 Rm. Birken; Stöde: 177 Rm. Buchen, 12 Rm. Snüppel: 165 Rm. Buchen, 27 Rm. Eichen, 3 Rm. ElzEichen, 2 Rm. Nadelholz; Wellen: 6240 Buchen( darunter 1600 Forstwellen, 280 Eichen, 60 Nadelholz 2 Eichen- Schnittholz= 2,01 Fftm., 4 Buchenschnittholz= 3,86 Fftm., 8 Elzbeer- Werkholz= 2,00 Fitm. Die Zusammenkunft ist am Kreuzpunkt der Wege Lich- Hattenrod und Burkhardsfelden- Nieder- Bessingen. Dienstag, den 24. Jannar, von vorm. 9½½ Uhr an, im Distrift Konzebühl: Scheitholz: 214 Rm Buchen, 12 Rm. Eichen; Anüppel: 74 Rm. Buchen, 27 Rm. Eichen, 4 Rm. Linden; Stöcke: 116 Rm. Buchen, 108 Rm. Eichen, 2 Rm. Linden; Wellen: 2540 Buchen, 710 Eichen, 100 Weichholz, 2 Rm. Buchen, 4 Ra. Eichen-, 2 Rm. Linden- Werkholz. 6 Rm. Baden, 14 Rm. Eichen Scheiterocken; 11 Eichenschnittbolz= 14,69 124 19 Nadel u. Weichh. Fftm., 7 Eichen- Grubenholz( Wagnerholz, Pfostenholz u. s. w.) 1,83 Fstm., 9 Buchenschnittholz= 10,21 Fftm. 1 Eschen- Werkholz= 0,08 Fstm. Brennholz- Versteigerung der Gräflichen Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 25. Januar, nach Zusammenkunft 10 Uhr vorm. im Kloster werden aus den Distrikten Hard, Hain, Mudenwäldchen versteigert: Scheiter Rm. 317 Buche 16 Eiche Prügel" 218 Stöde 96 Stammreiser 395 405 Astreiser Total- Ausverkauf! H " " " 113 8 " " " " 395 243 18 " " " 1 " Total- Ausverkauf! H - Die Zusammenfunft ist auf der Chaussee LichGießen beim untersten Teichdamm. Um mein Lager bis 1. April vollständig zu räumen, verkaufe meine sämtlichen Buxkins in Winter- und Sommerware sowie meine echt Iteyrischen Herren- und Damen- Loden, Herrenwäsche, Trikotagen, Kravatten und Regenschirme zu enorm billigen Preisen aus. Anzüge nach Maass zu Mk. 35, 37, 42, 48. Julius Fischer, Giessen, Schulstrasse 6. Total- Ausverkauf! Total- Ausverkauf! 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Kl. 13,07 Fftm. Sparren Letterbäume, Gerüststangen wald in den Abteilungen 4 Pfingstweide, 10 Kleingeheeg und 14b Neurod nachverzeichnetes Holz versteigert werden. 1. Stämme: 3-6 56 Eichen 2,7/ 13 m lang 23/65 cm Dchm. Schanzenstr. 1 43,47 Fstm. Schiffenbergerweg 6-8 36 Buchen 3/13" 30/49 cm Dchm. " Schillerstraße Afterweg- Nordanlage 8-10 westlich der Nordanlage 6-8 4 Kirschbäume 4/11" " Schloßgasse 1-3 - 1,89 Fitm. Schottstraße 6-8 Schüßenstr. 3-6 8 Kiefern und Lärchen 8/22, 18/39 cm Dchm. " H 10-12 3-6 3 Pappeln und Linden 5/10, H 10-12 10-12 3-6 46 Fichten 9/20" " = Steinftr. 6-8 12,25 Ftm Stephanstr. 10-12 Südanlage Gartenstr.- Bleichstr. 1-3 Bleichstr.- Selterstor 8-10 Tufelslustgärtchen 3-6 379 2. 22,72 " " " Tiefenweg 1-3 525 3. 18,37 Latten. " " " Wagengasse 10-12 3-6 10-12 Weserstr. 6-8 Weftanlage 3-6 Wettergasse 10-12 Beglarerweg 8-10 Websteingasse 8-10 Wetsteinstr. 8-10 Wieseckerweg Wiesenstr. 6-8 6-8 Bilhelmstr. Frankfurterstr.- Ludwigstr. 6-8 Ludwigstr.- Ebelstr. 8-10 Wolfsstr. 8-10 Wolfengasse 3-6 Bozelegaffe 3-6 Walltorstr. Weidengasse 3. Werkscheit: 2 rm Eichen. Sonntagsverein für Mädchen. Die Vereinigung der Mädchen findet statt an jedem Sonntag zwischen 2 und 7 Uhr nachmittags im Saale der Kleinkinderschule; die Mädchen fännen zu jeder Zeit kommen und gehen; von 4 Uhr bis 5 Uhr findet gemeinsame Unterhaltung statt mit Gesang, Ansprache, Vorträgen. Gute unterhaltende Bücher und Spiele find in großer Zahl vorhanden. Für den Vorstand: Dr. Naumann, Kirchenrat. Brennholz: 19 Rm. Buchen Scheit und Knüppel 13 " 194,6 65 " Birken- Knüppel Eichen- Knüppel Kiefern- Knüppel 280 Buchen- Wellen 3120 Eichen- Wellen 1620 Fichten und Kiefern- Wellen 40 Rm. Eichen- Stöcke 53 " Kiefern- und Fichten- Stöcke. Der Slavenstaate der Fanatismus meiblicher Propa spielt. Auch in d fich eine Reihe b Salons die politi zur Attivität entf den Brand auf lutionäre Zenden fich, wie es auch weiblichen Mitgli dem radikaleren Weibes begründe realen Grenzen Männer fich anj geistern lassen. Bei der ober Teilnahme der Augenblic ein, das nur jeine ei wollte, die radi Anfang trug di fidh geneigt, eine Wie feinerzeit au das katholische Kielwaffer der S gemäßigten Richt Jungpolentums trauensbolleren hänglichkeit an ersten zärtlichen flüstert, muß au winnenden Eind nationalistische Bemerkt wird, daß die 2 Meter langen Eichennüppel nicht zum Ausgebot kommen. Die Zusammenkunft ist am Oppenröder Weg, Streuzungspunkt Altenberg- Pfingstweide. Annerod, den 11. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. Ernst Challier( Rudolphs Dacbf.) Giessen. Special- Geschäft für Masikwaren aller Art. Grosse Auswahl, solide Preise. Illustrierte Preisverzeichnisse gratis und franko. 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