fein te eine erzählt wenn rochen egung nabel, irgend hatte, Eines bändig Seite, g und flug te die te mit abends uf den rbisfen eines einige ier fie rt, bis 1. Daß nen. tanne, eit der jagen, Is bei iefelbe Jalten Chiadel, geht ein das = fon sind. Kalt En ist, nd er r der feeier den Reute, e, wie rlichen fönnte. ch nicht WandS römiDen ent ( zu den Sei fich? erst in ns einnfundament Nr. 217. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wetzlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Rebattion u. Haupteṛpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 15. September 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfs. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weßlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberheisen. Kaiferworte. Nach dem Gelöbnis, das Generalleutnant von Eichhorn in Homburg namens der Armee abgelegt hat und das wie verhaltene Warnung an Deutschlands Feinde klang, wirkt die Coblenzer Nede Kaiser Wilhelms aufs neue wie ein Bekenntnis zum Frieden. Das schöne Rheinland hat ihm angetan, und poetischer Schwung hebt seine Worte. Er sieht die Vergangenheit unseres Vaterlandes mit aller Not und Schmach, und er empfindet zugleich die Wandlung zur Größe und Stärke. Dem Ahnenschlosse der Hohenzollern vergleicht der Kaiser das neue Reich. Wie dieses sei es eingeteilt in biele kleine Gemächer; zwei Stapellen aber ständen einträchtiglich nebeneinander: die eine für die Protestanten, die andere für die Katholiken. Und hoch über dem fest umwehrten, zinnengekrönten Dach wehe das Reichsbanner, der alte deutsche Adler, zu dem wir alle stolz hinausschauen. Die Worte des Kaisers, sobald er auf die beiden deutschen christlichen Konfessionen zu sprechen kommt, flingen immer auf denselben Afford hinaus: Seid einig! Vergeßt über dem fleinlichen Hader nicht das große Gemeinſame: das deutsche Vaterland. Einen besseren Mittler zwischen Evangelischen und Katholischen, als es der Kaiser ist, könnten wir uns gar nicht wünschen. Mit tiefem Mißbehagen sieht der Monarch, daß im Innern unseres Staatskörpers nicht alles so isi, wie es sein könnte, wenn der einzelne das große Gesamtinteresse über seine Sonderideen stellte. Jede sich ihm bietende Gelegenheit ergreift er, um an seinem Teile dazu beizutragen, die Differenzen auszugleichen, die Kluft zu überbrücken. Und immer wieder gipfelt sein Mahnruf in jener Wahrheit, die er diesmal in die treffenden Worte goß: nach innen geschlossen, nach außen entschlossen!" Erst wenn im Innern Deutschlands Frieden herrscht zwischen den Gliedern der Kirchen, den Partesen und Parteiungen, erst dann sind wir recht gerüstet für den äußeren Feind und können entschlossen auftreten in der Welt und brauchen nicht bange zu sein um den Ausgang..... Nach der Rede zu Gnesen ist die Rede zu Coblenz gesprochen worden. Ihr Grundton ist ganz derselbe. Beide sind nicht auf die gleiche Stufe zu stellen mit früheren Reden des Kaisers zum gleichen Thema. Mit den Jahren ist eine gewisse Abgeklärtheit über den Monarchen gekommen, eine größere Ruhe als früher. Damals trugen seine Ansprachen in ihrer Mehrheit scharfgeprägte Losungsworte; heute sind sie Frieden3mahnungen eindringlichster und beredtfamster Art. Diese Wandlung ist freundlich zu begrüßen als Garantie für eine gleichmäßige und stetige Entwickelung der Dinge in der Zukunft. Noch ein anderes Moment fällt auf: es gab eine Seit, wo ein gewisses tiefgehendes Mißbehagen aus den Worten des Kaisers sprach, wo er sich mißverstanden fühlte von aller Welt und seine Verstimmung darüber nicht verbarg. Diese Zeit ist vorübergegangen; heute atmet das gesprochene Wort, das aus dem Munde des Kaisers kommt, Frohsinn und Lebensmut. Die plastische Verherrlichung der schönen Rheinprovinz in der Coblenzer Kaiserrede ist dafür Zeugnis genug. ,, Nach innen geschlossen, nach außen entschlossen". Nicht das Trennende soll betont werden, sondern das Gemeinsame. Ueber dem Dache weht stolz das deutsche Banner, und thront über beiden Kapellen. Der Basaltlab Kaiſer ſteht auf einer höheren Warte als auf den Zinnen der Partei. Darum gebührt ihm das Recht der Mahnung zur Eintracht; darum gebührt aber auch uns die Pflicht, auf diese Mahnung zu hören und ihr zu folgen. Es wird sich des öfteren noch in Zukunft Gelegenheit finden, auf die Kaiserrede zu Coblenz hinzuweisen und ihre Leitworte ins Gedächtnis der Mittoelt zurückzurufen. en Minifteri augrieben unferem Ante ebotsformle dorther bezogen ft find bis S., bormittag Ben, nsderfer maschine fach patentiertes und em; vielseitigste Vor n; größte Einfachhe Batalog frank 75.u. M. 225 htmann, Föln Kaifermanöver 1905. ( Von unserem Spezialberichterstatter.) Die Blauen" und die„ Roten". " der Maschinengewehr- Abteilungen. - Erfolge Im Nebel. Zweckmäßigkeit der Eroberte Battegrauen Uniform. Der Zusammenstoß. en. Rot zurückgeschlagen. Abgewiesener Angriff ( Nachdr. verb.) der Blauen. Coblenz, 14. September. Die Kavalleriemanöver bei den gegeneinander operierenden Armeen hatten Dienstag zu folgender Situation für den gestrigen Tag geführt: Nachdem Rot( 18. Armeekorps) zwischen Mainz und Frankfurt Nhein und Main überschritten und in allgemeiner Richtung auf Kazenelnbogen vorgegangen war, erreichte es mit der 25. Inf.- Division( rechter Flügel) über Esch Kördorf, mit der 28. Inf.- Division ( Bentrum) Kazenelnbogen, mit der 21. Inf.- Division ( infer Flügel) Laufenfelden, mit der Kavallerie- Division B und einem linken Seitendetachement Holzhausen. Das 8. Armeekorps( Blau), durchaus nicht etwa identisch mit der bet Marburg sammelnden blauen Armee, von der die allgemeine Kriegslage spricht, sondern gedacht als ebenfalls blaue Tuppen, südlich Coblenz befindlich, hat mit der 15. Inf.Division sich bis Boppard auf dem linken Rheinufer herangezogen, die 16. Inf.- Division steht mit ihren Spizen bei St. Goar, die 41. Inf.- Division auf der Straße BraubachDachsenhausen. Die rote und blaue Kavallerie- Division haben Fühlung genommen, aber sich nicht gemessen; die blaue Armee hat bei Ruppertshausen, die rote B bei Holzhausen biwafiert. Für gestern bestand die Absicht beim blauen( 8.) Armeekorps, in die Linie Bogel- Gemmerich vorzugehen und den Feind anzugreifen, während Rot( 18. Armeekorps) beabsichtigte, um 6 Uhr vormittags die Linie OttenhausenRoth- Holzhausen zu überschreiten und den Feind anzugreifen. Blau hatte hierzu mit der 16. und 15. Inf.- Division den Rhein zu überschreiten. Beide Divisionen vollzogen, wie schon erwähnt, morgens um 4 Uhr bei St. Goarshausen und Boppard den Uferwechsel auf je einer durch den DivisionsBrückentrain hergestellten Pontonbrücke. Die Sicherungen auf dem rechten Ufer hatten Radfahrabteilungen und die bei Ruppertshofen stehende Kavallerie- Division A übernommen. In zwei Stunden befand sich die 16. und 15. Inf.- Division auf dem rechten Rheinufer, die Brücken wurden abgebrochen und der Vormarsch in der Linie Bogel- Gemmerich ange= treten. Ich selbst befand mich auf dem rechten Flügel von Blau bei der 16. Division, gegenüber der 21. Inf.- Division von Not. Bis 9½ Uhr lagerte ein undurchdringlicher Nebel über dem ganzen Gelände, so daß die Tätigkeit der Nachrichtenfesselballons und der Funkentelegraphie ganz brach liegen mußte. Dem Nebel ist es auch zuzuschreiben gewesen, daß die Artillerie von Blau und Rot nur abwartende Stellungen einnehmen konnten und sich mit ihrer eigenen Sicherung bescheiden mußten, was zum Teil mißlang. Jedenfalls war die Artillerie nicht die Eröffnerin des Gefechts. Der 21. ( roten) Inf.- Division gelang es im Nebel, bis auf Einbruchsentfernung an Blau heranzukommen, und hätten nicht östlich Bogel auf Höhe 376 die Maschinengewehr- Abteilungen 10 und 11( blau) die allmählich erkennbarer werdenden Schützenlinien mit einem so lebhaften Reihenfeuer empfangen, daß Rot stocken mußte, so wäre es der 16. Infanterie- Division wohl faum so rasch gelungen, die 21. Division in südöstlicher Richtung zurückzudrängen. Besonders geschickt verfuhr die Maschinengewehr- Abteilung Nr. 10 bei einem nach rückwärts vorgenommenen Stellungswechsel. Die Maschinengewehre wurden hierbei von 4 Leuten getragen und die neue Stellung im Marsch- Marsch eingenommen. Mit besonderer Deutlichkeit zeigte sich, sehr im Gegensag zur Kavallerie aller Arten, wie zweckmäßig die feldgraue Uniform der Maschinengewehr- Abteilung sich der Umgebungsfarbe anzupassen weiß; sie geht gewissermaßen in ihr auf. Von den weißen Kollern der Kürassiere ließ sich das weniger sagen, sie werden auch bei mangelnder Fernsicht leicht z11 Verrätern. Als sich der Nebelschleier lüftete, fonnten die Artillerien in Tätigkeit treten. Blau stand auf Höhe 365, Rot auf 376. Sei es, daß bei der blauen Artillerie die Aufklärung versagt hatte, der bei dem vorher herrschenden Nebel erhöhte Bedeutung beizumessen war, sei es, daß sonst ein ungünstiger Umstand mitsprach, kurzum, bei einem Vorstoß der( roten) badischen Brigade( Rgtr. 109 und 110) gelang es Rot, je eine Abteilung der FeldartillerieRegimenter Nr. 34 und 44 außer Gefecht zu setzen. Trotz dieses Teilerfolges im Zentrum war im ganzen Blau doch glücklicher in seinen Erfolgen und behielt seine Stellungen, während Rot zurückgehen mußte. Der Kaiser hielt sich hauptsächlich bei Not im Zentrum auf, desgleichen die Kaiserin, die zu Wagen, und die Prinzessin Friedrich Carl von Hessen, die zu Pferde in Begleitung einer Hofdame erschienen war. Heute morgen in aller Frühe griff das blaue Korps von Südwesten an. Die Roten hatten eine Verteidigungsstel lung nordöstlich von Katzenelnbogen eingenommen. Nach lebhaftem Gefecht wurde die blaue Armee zurückgeschlagen. Der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, die Prinzessinnen Friedrich Carl von Hessen und Adolf zu Schaumburg- Lippe und andere Fürstlichkeiten wohnten dem Gefecht zu Pferde bei. Das Wetter war regnerisch. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Schwere Vorwürfe werden gegen die in den deutschen afrikanischen Kolonien tätige Gesellschaft„ Süd- Kamerun" erhoben. Nach einer Erklärung der Hamburger BatangaFirmen übe die Gesellschaft eine Art„ Kongosystem" aus. Schwarze würden ohne Veranlassung_niedergeknallt. Der Umstand, daß die Gesellschaft eine Expedition gegen die Njemleute ausrüstete, um eine Forderung von 100 000 Mr. einzutreiben, sei die erste Veranlassung zum Ausbruch der Unruhen in Kamerun gewesen. Jedenfalls wird diese Erflärung genaue Feststellung über Wahrheit oder Unwahrheit der Behauptungen notwendig machen. · Der nue Gouberneur von Südwestafrika wird am 30. September mit dem Dampfer Admiral" der Ostafrikalinie abreisen, Kapstadt besuchen, am 12. November voraussichtlich die Geschäfte in Windhut übernehmen und Herrn von Trotha ablösen. Die Londoner Times" weiß von zahlreichen Buren zu berichten, welche die Grenze Südwestafrikas überschreiten. Sie sollen zum Teil früher der Johannesburger Polizei und der Transvaal- Artillerie angehört haben. Nach einem Kapstädter Blatt wäre diese Tatsache geeignet, die Eingeborenen in Britisch- Südafrika zu Unruhen aufzureizen. Es wird sich wieder um Burcn handeln, die als Ochsentreiber verwendet werden. Als Kriegsfreiwillige sind nur einige Buren aufgenommen worden, die in dem Schutzgebiet selbst ansässig sind. Die Beunruhigung besteht wohl nur in den Redaktionen der englischen Hezblätter. * * Eine Versammlung von Militär- Fleischlieferanten, die sehr zahlreich aus allen Landesteilen des Deutschen Reiches in Berlin zusammengekommen sind, beschloß einstimmig, an das Kriegsministerium eine Petition zu richten dahingehend, dasselbe möge seinen Einfluß geltend machen, um die Oeffnung der Grenze für die Einfuhr lebenden Schlachtbiehs herbeizuführen. Besonders wurde bei den Beratungen betont, daß das jetzt an die deutschen Märkte gelangen.de Schlachtvieh von so geringer Qualität, so vollständig unreif sei, daß es ganz unmöglich wäre, noch fernerhin an die Militärverwaltungen Fleisch solcher Güte zu liefern, wie nach den Kontrakten beansprucht würde. Entweder die Militärbehörden seien damit einverstanden, das Niveau des zu liefernden Fleisches bedeutend herabzusetzen, oder es müßten die Grenzen geöffnet werden, um Vieh guter Qualität nacy Deutschland hereinzubekommen. Manche Lieferanten würden bei längerem Andauern der jeßigen Zustände gar nicht in der Lage sein, ihren Verpflichtungen nachzukommen. * * Ueber London wird aus Paris zur Marofkofrage gemeldet, Deutschland und Frankreich seien zu einer Verständigung über den Ort der Marokkokonferenz gelangt. Die Konferenz soll in Tanger zusammentreten, aber nur eine Sigung dort abhalten. Die weiteren Sigungen sollen in Algeziras( Spanien) stattfinden. Eine amtliche Verlautbarung ist bisher nicht erfolgt. k * Vor einiger Zeit wurden Nachrichten über eine gewisse Beunruhigung unter den Eingeborenen auf Samoa verbreitet. Es scheint jetzt wieder vollständiges Einvernehmen zwischen den deutschen Behörden und der Bevölkerung zu herrschen. Der Gouverneur Dr. Solf empfing eine große Anzahl samoanischer Häuptlinge, die zum Zeichen ihres Gehorsams Matten darbrachten und um die Aufhebung des Deportation surteils gegen König Lamasese und andere Eingeborene baten. Gouverneur Solf nahm die Geschenke an und hob das Urteil auf. Schweden. ** Die Gerüchte von der Mobilisierung der norwegischen Truppen werden von norwegischer Seite als erfunden erklärt. Das„ Norske Telegram Bureau" erklärt halbamtlich, in der Nähe der Grenze seien nur einzelne kleine Abteilungen zur Bewachung der Grenze aufgestellt. Die Beratungen in Karlstad über die Lösung der Union haben noch nicht zu einer Entscheidung geführt. Die schwedischen Delegierten halten an den vom außerordentlichen Reichstag gestellten Bedingungen fest. Indessen ist die Lage nicht ganz hoffnungslos. Auch von verschiedenen Seiten in Schweden wird hervorgehoben, daß ein Abbruch der Verhandlungen noch nicht Krieg zu bedeuten brauche. Die norwegische Delegation hat das schwedische Verhandlungsprogramm nicht angenommen. Die endgültige Entscheidung soll bevorstehen. Russland. ** Aus dem Kaukasus wird über Ranbzüge der Tataren Klage geführt, die Dörfer zerstören und Frauen rauben. Eine Tatarenbande übersiel des Lei Suchum gelegene Wasiljewski- Frauenkloster während des Gottesdienstes und plünderte es aus. Neun Nonnen, die den Kirchenschatz verteidigen wollten, wurden ermordet. In Baku herrscht entsegliche Not. Es fehlt an Obdach und Nahrung. Die Preise für Lebensmittel sind unerschwinglich. Die Bahnen in ganz Rußland müssen wegen Naphthamangels zur Kohlenfeuerung übergehen. In Nischny- Nowgorod haben viele Fabriken aus dem gleichen Grunde den Betrieb eingestellt. In Helsingfors wurde eine aus ganz Finnland besuchte Versammlung der konstitutionellen Partei vom Militär aufgelöst. Türkei. ** Ueber das Piratenunwesen im Noten Meer wird in Tester Zeit starf geflagt. Kürzlich unternahm die englische Botschaft Schritte bei der Pforte, da ein Segelschiff in den Grund gebohrt war, und verlangte Schadenersaß. Die italienische B.tichaft geht ebenfalls wegen Veraubung eines Eegelschiffes vor. Oefterreich- Ungarn. Die Demission des ungarischen Kabinetts ist vom Kaise Franz Josef angenommen worden. Der Monarch hat angeordnet, daß die Minister bis auf weiteres ihre amtliche Tätigkeit fortsegen sollen. Um mit der Krone zu einer Verständigung zu gelangen, hat der größte Teil der Führer der Opposition beschlossen, die Forderung der ungarischen Kommandosprache einstweilen fallen zu lassen. Das ist ein ziemlich vernünftiger Beschluß. Leider muß man annehmen, daß die ungarischen Heißsporne nur im Augenblick verzichten wollen, um ihre Regierungsfähigkeit an Stelle des gestürzten Fejervary zu beweisen. In diesem Sinne äußerte sich auch der frühere Minister präsident Banffy. Er sagte, falls die Koalition zum Kaiser berufen würde, müsse in der Militärfrage ein Ausweg gefunden werden, der weder die Koalition vor den Wählern kompromittiere, noch den Kaiser zu einem Canossagang zwinge. Die Koalition müsse daher bereit sein, staffel. weise in die Erfüllung der Armeeforderungen einzuwil. ligen. Zu der Angelegenheit der Zehssig'schen Flugschrift war behauptet worden, Baron Banffy sei als Hintermann der Broschüre zu betrachten. Banffy hat nun in der Unterredung über den Stand der innerpolitischen Dinge sein Ehrenwort gegeben, daß er an der Abfassung der Broschüre durchaus nicht teilgenommen und sie in feiner Weise unterstützt habe. Banffy fügte hinzu, daß er den verhafteten Verfasser der Broschüre, Arpad Zigany, wohl gekannt, jedoch in näheren Beziehungen zu ihm nicht gestanden habe. Ein gewisser Denes, ein Staatsbeamter, der beschuldigt worden ist, daß er im Auftrage Banffys in der Angelegenheit der Seyssig- Broschüre nach Berlin gereist sei, erklärte, daß er mit Banffy nie über die Broschüre gesprochen, daß er vor einigen Tagen in Berlin erst mit jenem Baneth verkehrt, der angeblich in Berlin den Druck der Broschüre befördert habe, daß jedoch zwischen ihm, Denes, und Baneth nur von dem Verkauf von Schurfrechten die Rede gewesen sei; die ZeyssigAngelegenheit sei nur flüchtig als politische Sensation berührt worden. Der Untersuchungsrichter Polizeirat Berczy ist in Berlin eingetroffen, um Nachforschungen in der Sache anzustellen. Afien. feln ganz unentwickelt und klem geblieben. agegen sind merkwürdigerweise die fremden Pflanzkartoffeln durchschnittlich gut geraten und liefern ziemlich dicke und reichliche Knollen. ** Die Erregung in Japan hat sich noch nicht ganz gelegt. Neue Unruhen werden aus Yokohama gemeldet. Nach einer Antifriedensversammlung am 12. d. Mts. verbrannte und zerstörte das Volk 14 Polizeistationen und verlegte einen Polizei- Inspektor und 36 Schußleute. Von Tokio wurden zwei Kompagnien Infanterie hingeschickt, die die fremden Konsulate und die hauptsächlichen fremden Stadtteile bewachten. Der Gouverneur und der Bürgermeister erließen einen Aufruf, in dem sie die Bevölkerung ermahnen, zu den Behörden Vertrauen zu haben. Sechshundert in den Hotels unter den besonderen Schuß der Polizei gestellte Russen aus Sachalin verteidigten sich mit gezogenem Säbel gegen die Menge, die mit Pistolen und Stockdegen bewaffnet war. Die Meuterer warfen, um die Polizeiwachen in Brand zu setzen, brennende in Del getränkte Hüte hinein. Die Ruhe ist anscheinend jetzt wieder hergestellt. Die Zeitung„ Mainichi" in Tokio spricht ihren Unwillen über das Regierungsblatt ,, Rokumin" aus, das das Verbrennen von Kirchen in Tokio mit der Handlungsweise der chinesischen Borer auf die gleiche Stufe stellt, und sagt ferner, daß selbst in den entlegenſten Winkeln des Neiches keine Spur von fremden- oder christenfeindlichen Gefühlen, wie sie die Borer beseelten, vorhanden sei. Die Regierung ordnete die Unterdrückung von drei in Kofu, Miligato und Otaru erscheinenden Zeitungen an. Nach Angaben der Polizei von Tokio sind bei den jüngsten Unruhen 388 Polizeibeamte, 16 Feuerwehrleute und zwei Soldaten verwundet worden, während auf seiten der Ruhestörer und des nicht aktiv beteiligten Publikums neun Perfonen getötet und 387 verwundet worden sind. Nach verschiedenen Mitteilungen soll auch Unzufriedenheit in der Armee herrschen und mehrere Rädelsführer bereits verhaftet sein. Die japanische Friedenskommission hat ihre Rückreise von Portsmouth aus angetreten. Sato bleibt bei dem erkrankten Komura zurück. Dieser leidet, wie jetzt feſt! gestellt ist, an Typhus. ** Von einem japanisch- chinesischen Geheimvertrag erzählen englische Blätter. Japan habe darin von China eine Geldentschädigung und andere Vorteile versprochen erhalten, wenn Rußland aus der Mandschurei verjagt werde. Der englischen Regierung habe Japan von diesem am 13. Oftober 1903, drei Tage vor dem für Rußland zur Räumung der Mandschurei festgesezten Tage geschlossenen Vertrage Kenntnis gegeben. Dieser Vertrag hat auch das englischjapanische Bündnis veranlaßt. Afrika. † Die Schlafsucht. In Krempe in Holstein ist ein Arbeiter, der in einen Dauerschlaf gefallen war, nach kurzem Erwachen wieder eingeschlafen und nicht wieder aufgewacht, sondern im Schlaf gestorben. Dagegen hat die Tochter eines Schiffers in Scheenda, die seit mehr als 1½ Jahren an der Schlaffrankheit litt, vor einiger Zeit die Sprache wiedererlangt. Von ihrem ganzen Mißgeschick weiß sie nichts. Die Zeit ihrer Krankheit scheint für sie nicht bestanden zu haben. Es ist ihr unbegreiflich, daß sie mehr als ein Jahr älter geworden ist. Die Krankheit hat bei ihr keine Spuren hinterTassen. *** Der Sultan von Maroffo zeigt anscheinend den Willen, gegen die fortwährenden Unruhen im Lande vorzugehen. Er ließ die fremden Gesandten verständigen, daß die Stadtgarnison von Tanger moderne Waffen erhielt. Alle Landwege nach Tanger seien von Abteilungen des Sussi- Infanterieforps besetzt, das zwei Tagereisen von Tanger errichtete etwa tausend Soldaten fassende Lager soll abgebrochen und bor den Toren von Tanger neu errichtet werden. Die Maßnahmen sind bestimmt, die Sicherheit in und um Tanger herzustellen und die Eröffnung der Konferenz in Tanger möglich zu machen. ** Hof und Gesellschaft. Die faiserliche Familie trifft heute nachmittag in Homburg v. d. H. ein. Voraussichtlich wird der dortige Aufenthalt bis zum 27. September dauern, Soziales Leben. † Unglücksfall bei der Ernte. Beim Einfahren von Hen creignete sich in Woitsdorf in Schlesien ein betrübender Unglücksfall. Ein sechzehnjähriger Knecht scherzte mit einer Magd, die im Spaß mit der Heugabel nach ihm stach. Sie traf ihn so unglücklich, daß ein Gabelzinken durch das Auge in den Kopf drang und den Sehnerv zerstörte. Jedenfalls ist auch das Gehirn verletzt, denn der Verunglückte verlor sofort das Bewußtsein. † Bei der Hochzeit erschossen. In Langenneufnach in Schwaben zog unter den üblichen Freudenschüssen ein Hochzeitszug von der Kirche ins Wirtshaus. Plötzlich stürzte ein elfjähriges Mädchen, von einer Revolverfugel getroffen, tot zu Boden. Der unglückliche Schüße war der Lehrer Müller aus Markt- Offingen. Er hat sich sofort der Staatsanwaltschaft gestellt. Stiftungen. Der in Düren gestorbene Rentner Nauen bermachte sein 100 000 Mart betragendes Vermögen seiner Vaterstadt Viersen zur Gründung eines Altersheims. In Berlin stiftete der 80jährige Tischlermeister Julius Hartmann ebenfalls 100 000 Mart für den Berliner Handwerkerberein. Mit den Zinsen sollen junge strebsame Handwerker unterstützt werden. Nah und fern. † Unglück im Manöver. Bei einem Manöver, das von der ungarischen Landwehr, den Honved- Truppen, in der Nähe von Best abgehalten wurde, blieben neun Mann tot, und 200 sind schwer erkrankt. † Sum Spremberger Eisenbahnunfall. Die Handelskammer in Rottbus hat eine Eingabe an den Eisenbahnminister beschlossen, in der verlangt wird, daß die Strede Rottbus Göriiz zweigleisig ausgebaut und in Rottbus eine neue Eisenbahndirektion eingerichtet werden soll. † Das Unglücksfahrzeug. Als der Kabinettsdirektor im französischen Handelsministerium, Jules Juttet, eine Fahrt durch die Elyseeischen Felder machte, wurde sein Wagen von einem aus einer Nebenstraße kommenden Automobil angerannt. Bei dem Zusammenstoß fand der Kabinettsdirektor seinen Tod. † Vom Hochwasser überrascht. In der Nähe von Valencia bei dem Dorfe Mosomoso in Spanien hatten sich Erntearbeiter unter einer Brücke zum Schlafen gelegt. So wurden sie von den: plötzlich eintretenden Hochwasser be= troffen. Zwölf Versonen sind dabei ertrunken. † Opfer der See. Zwischen Calais und Boulogne wurden sechs Leichen an den Strand geworfen, darunter die eines englischen Schiffs- Offiziers. Es handelt sich um die Opfer von Unglücksfällen, die ein schwerer Sturm gefordert hat, der in jenen Gegenden wütete. † Rätselhafter Tod eines Brautpaares. Auf dem Gelände der Gardejäger- Schießstände bei Potsdam wurden die schon fast verwesten Leichen zweier junger Leute gefunden, die als die eines Arbeiters aus Potsdam und einer Bauerntochter Beide werden seit aus Pommern refognosziert wurden. einiger Zeit vermißt. Was die jungen Menschenkinder in den Tod getrieben hat, ist völlig rätselhaft, da die beiderseitigen Eltern ihrer Vereinigung keinerlei Hindernisse in den Weg legten. † Kartoffelernte in Westfalen. Im ganzen westfälischen Industriebezirk sind die einheimischen vorjährigen Kartof† Bei der Torpedo- Uebung getroffen. Bei den in Toulon stattfindenden Uebungen der französischen Torpedoboote wurde der Torpedojäger„ Hellebarde" von einem Uebungstorpedo getroffen und begann zu ſinfen. Glücklicherweise gelang es der Mannschaft, durch Pumpen das Schiff so lange über Wasser zu halten, bis die zu Hilfe kommenden Torpedoboote es in den Hafen geschleppt hatten. † Wieder eine amerikanische Millionen- Forderung. Zwei 1. Amerika ansässige Familien Kosziusko verlangen von der Regierung der nordamerikanischen Union die Kleinigkeit von 425 Millionen Mart. Sie behaupten, von dem Bruder des berühmten polnischen Nationalhelden Kosziusko abzustamyen, der im nordamerikanischen Freiheitskriege gekämpft hat. In Anerkennung seiner Verdienste erhielt Koszinska vom nordamerikanischen Staat als beurkundete Schenkung ein Gebiet, auf dem später die Stadt Chicago errichtet wurde. Die Urkunde ist, da Kosziusko ohne Nachkommen in der Schweiz verstarb, in den Besitz der Nachkommen seines Bruders gelangt. Auf Grund dieser Urkunde hat ein Hechtsanwalt für die Nachkommen der Kosziuskos Besitzbeziv. Erbrechte auf das amerikanische Gebiet geltend ge= macht. Das mit 100 000 000 offre homartat mind. von Studentenvereinen, dessen Tätigkeit sich ausdrücklich gegen die Geheimnistuerei richtete. Die Bedenken sind jedoch längst geschwunden, denn sie besteht nur dem Namen nach: sic beschränkt sich darauf, daß die Versammlungen nur den Mitgliedern zugänglich sind und daß die Verfassung, der Wahlspruch und der„ Handgriff" der einzelnen Verbindungen Außenstehenden nicht bekannt werden sollen. Im übrigen sind die Ziele und Zwecke durchaus bekannt. Es sind in erster Linie Verbindungen, die gesellige Zwecke verfolgen, geradeso wie die studentischen Korporationen Deutschlands. Der Wahlspruch einer Fraternity ist in zwei oder drei Anfangsbuchstaben griechischer Worte angedeutet. † Von der Cholera. Fast täglich werden in Berlin Personen unter Beobachtung gestellt, die unter choleraverdäch tigen Erscheinungen erkrankt sind. Bislang haben sich die Fälle indessen noch sämtlich als harmlos herausgestellt. Wie amtlich festgestellt worden, ist die Cholera im Kreise Marienburg nicht auf dem Wasserwege, sondern durch russische Rübenarbeiter eingeschleppt. Die aus dem infizierten Gebiet gemeldeten Fälle sind wenig zahlreich. Von dreiundzwanzig in der Cholerabaracke in Sorschen internierten Versonen wurden zwanzig als gesund entlassen, die drei anderen wurden vorsichtshalber zunächst noch zurückbehalten. Regierungsbezirk Königsberg ist amtlich für seuchenfrei erklärt worden. Die Posener Provinzial- Lehrerversammlung, die vom 4. bis 6. Oftober in Bromberg stattfinden sollte, wurde wegen der Cholera abgesagt. Die spanischen Hafenbehörden erhielten Anweisung, bezüglich der aus Hamburg und Antwerpen kommenden Schiffe sanitäre Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Der Landwirtschaftli ( Von unf Vor 20 Jahren gomnt, in feinen Mo зи für Geffen zu beherb won damals werden Beftehens des Land und Jubiläums. Au wohl freudig bernom auch die Ehre, die ih gewußt und alles Fordern. Als einen glüc Saß die Ausstellung Das Ausstellungebi und beim Uebergang Die Fraternities sind so organisiert, daß sich an den verschiedenen Colleges Zweigvereine einer Fraternity befinden, die den Namen Kapitel führen. Jedes dieser Kapitel hat wieder einen eigenen Beinamen. Die Abzeichen der Fraternities sind kostbar. Die gebräuchlichste Form ist die eines goldenen Schildes, auf dem die zu einem Monogramm verschlungenen Buchstaben angebracht sind und das in der Regel als Brustnadel dient. Einige Fraternities führen statt der Buchstaben ein Symbol, wie einen Totenkopf, eine Harfe, einen Schlüssel oder dergl.; andere haben neben ihren Abzeichen bestimmte Farben oder Blumen als Verbindungsblumen gewählt. Die Tradition nennt keinen geringeren, als Thomas Jefferson als den Gründer der Fraternities, doch steht geschichtlich nur soviel fest, daß die erste geheime Studentenverbindung im Jahre 1776 am Willam Mary College in Williamsburg, Virginia, gegründet wurde. Es wurden übrigens auch Kapitel für Frauen an den FrauenColleges zugelassen. Die Fraternities für das weibliche Geschlecht gehen auf eine Verbindung zurück, die im Jahre 1870 an der De Pauw Universität in Indiana gegründet wurde. Die Veröffentlichungen der Fraternities schwellen von Jahr zu Jahr an und bilden eine förmliche Literatur. Eine besondere Erwähnung verdienen die Liederbücher; die Lieder sind in erster Linie Bundeslieder zum Preise der geliebten Verbindung oder der Alma mater, aber zahlreich sind auch schon die Uebersezungen deutscher Studentenlieder Volkslieder. † Hilfe für Süditalien. Sechs Berliner Bankfirmen, S. Bleichröder, die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Diskonto- Gesellschaft, die Berliner Handels- Gesellschaft und die Bank für Handel und Industrie, haben dem italienischen Geschäftsträger in Berlin Schecks über je 20 000 Lire für die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Calabrien überreicht. Der Reichskanzler Fürst Bülow hat dem Minister Tittoni in einem Telegramm aus Baden- Baden seine tiefe Trauer über die Erdbebenkatastrophe in Calabrien ausgesprochen. = Vermischtes. und pllag zum rechtsrhein Abwechselung und ge hegten Tage ift nod prafentiert fich die trüben Welter weben Raften, die ringsum Binde Bahni Schon am ft entgegen. An zu tiges Schild ange Tegenheit, birelt and Eliftrische zu fahren. Zur Eröffnung um 12 Uhr 45 Mi fdienen: Oberhofma Rothe, Geh. Minif Holzinger, Regierung wie Kreisräthe von E doirettor Frhr. v. G Rreisamtmänner Dr. Joer 2. Rammer Juftig Molthan, Senefelde hulturinspektor Dr. Mandekökonomierat Dettweiler, Bürger Mommerzienrat Haff Dfelder, Bau Insp Für Sonntagsjäger. Mit der Jagdzeit blüht auch das Geschäft der- Delikatessenhändler. In Heiligenstadt erließ einer, der seine Leute kennt, folgende Annonce: Frisch geschossene junge Hühner treffen heute ein, nach Aufgang der Jagd auch Hasen billigst. Sonntagsjägern bringe Gewünschtes diskret bis ins Feld. A. Hörning, Giekgasse." Amerikanisches Studentenleben. Verbindungswesen auf der Unions- Universitäten. Wer das amerikanische Studentenleben nur nach dem Aeußeren beurteilt, ist geneigt, es für nüchtern und farblos zu halten. Der amerikanische Student schmückt sich nicht mit bunten Mützen und Bändern, er kennt weder Schläger noch Mensur, der Vierkomment ist ihm ein Buch mit sieben Siegeln. Wer aber das amerikanische Studentenleben näher tennen lernt, muß gestehen, daß es keineswegs so prosaisch ist, wie es oft den Anschein hat. Die Pflege des Sports schließt von vornherein ein philiströses Verhalten aus. Die burschikose Seite des amerikanischen Studentenlebens vertreten indessen hauptsächlich die Studentenverbindungen. Der Einfluß dieser Verbindungen nicht nur auf das Collegeleben, sondern das gesamte nationale Leben ist sehr groß. Da die amerikanischen Studentenverbindungen geheime Cesellschaften sind, wurden sie in früheren Jahren viel angefeindet; diese Anfeindungen führten in der Mitte des vorigen Jahrhunderts sogar zur Gründung eines Verbandes Für die Herren Harde! In einem großen Schwimmbade, das in Dresden erbaut wird, soll auch eine eigene Badeanstalt für Hunde eingerichtet werden. Die vierfüßigen Lieblinge bekommen nicht nur ein besonderes Schwimmbassin, in dem sie sich nach Herzenslust verlustieren können, sondern es ist auch noch ein Schersalon für sie vorgesehen. Hinausgeworfen und hineingeworfen. In einer tchechischen Wahlversammlung in Königgrätz wurde ein Redner, der dem Referenten des Abends, dem Abgeordneten Grafen Sternberg, opponierte, kurzerhand hinausgeworfen. Als Graf Sternberg die Versammlung aufforderte, den Gegner ruhig zu Worte fommen zu lassen, wurde der Hinausgeworfene ersucht, wieder in den Saal sich zu verfügen und seine Rede zu vollenden. Dazu hatte der Mann keine Lust. Da nahm man ihn ohne weiteres beim Kragen und warf ihn wieder in den Saal hinein. = Die neun Ehemänner einer Dreiunddreißigjährigen. Im Alter von 33 Jahren hat eine Frau Mathilda Jane Ayres in Taylor County in den Vereinigten Staaten vor kurzen ihren neunten Mann geheiratet. Mit 16 Jahren ließ sie sich von ihrem ersten entführen; 11 Monate später wurde er durch einen unglücklichen Zufall erschossen. Innerhalb Jahresfrist heiratete die jugendliche Witwe einen Mann, der eine große Hypothek auf ihrem Hause hatte. Auch der zweite Gatte wurde nach wenigen Wochen aus dem Hinterhalte erschossen. Der dritte Gatte war ein junger schöner Schmuggler, der von der Kugel eines Steuerbeamten getroffen wurde. Mathilda war damals neunzehn Jahre alt, und sie blieb zwei Jahre Witwe; mit ihrem vierten Ehemann lebte sie zwei glückliche Tage zusammen. Dann wurde er ihr durch eine schwere Krankheit entrissen. Nun heiratete sie den Bruder des vierten, und die Ehe hatte vier Jahre ge dauert, als ein niederstürzender Baum ihr den fünften Gatten entriß. Ein Jahr später lernte die Witwe den Polis tifer Manuel Hudson kennen, der sie bald heiratete; er wurde bei eineni hizigen Streit von einem Gegner erschossen. Der siebente Gatte starb am Herzschlage, und auch der achte konnte sich des Eheglücks mit Mathilda nur kurze Zeit er freuen. Aber es fand sich noch ein mutiger Mann, den das Geschick seiner Vorgänger nicht schreckte, und dieser Mr. Ayres lebt glücklich und zufrieden mit der vielerfahrenen Frau. - präfident Frhr. vo fangen, Landgericht Geb. Airchenrat 2 Lautnant Frhr. v. meister usw. Der Präsident Reg.- Rat Haas, hi auf der Maarau aus Redner bedauer helter vollzieht. Eig foraftlichen Standes, für den Wehrstand ste fein flattern; der R emer Baufe von fünf r Feier des 75. Sandwirtschaft. Ausf Jubiläumsausstellung unter der Ungunft pian doch, daß sie Seitens der Großh. jer Beziehung mit Die Stadt Mainz h fllung zeige die La Besseres in der B mitteln zu bieten. Sonnenseiten. Die Sungünstig, die zu den Schattenfeite Llustellung zur Eröf dem Redner eine ang auszusprechen. Dank Garzog, der die Landm bollen Ehrenpreis gef Behörden und Bereiner trugen. Dank auch der Aus Seenot gerettet. Am Kap St. Vincent bemerkte man von dem Orient- Pacific- Dampfer Omrah" Brackstücke, die im Ozean trieben, und darauf einen Menschen. Troz schweren Seeganges setzte der Dampfer ein Boot aus, das einen bewußtlosen Seemann an Bord brachte. Nachdem er sich erholt, erzählte der Mann, daß er der lezte Ueberlebende von der Mannschaft des gekenterten spanischen Seglers " Carmen" sei. Mit zweien seiner Kameraden war es ihm gelungen, aus ein paar Brettern ein Floß herzustellen. Seine Genossen waren von den Wellen fortgerissen, er selber wa zwei Tage und zwei Nächte auf dem Flosse gewesen und hatte schließlich das Bewußtsein verloren. Hus dem Gerichtsfaal. Berfügung gestell Raing zum Berlufte Beileid aus. Dant ftellungsfomitees, b Wowie auch allen, offnungsfeier teilna boaß die Ausstellu fülle, fie möchte tets idoffenden, irisaftlichen palte Gott!" bat Die Ausstellung& Staatsmini Broßherzogs, d Wünsche für d der aber berb § Bebels Erbschaftsstreit. Nachdem die Einigungsver handlungen zwischen den Erben des früheren Leutnants Kollmann und dem Abgeordneten Bebel zu keinem Resultat geführt haben, ist jetzt vom Oberlandesgericht in Stuttgart Jahres anberaumt worden. Liten teilzunehm Mit der Ho F gefnüpften W bie Ausstellung fi Hierauf brach Termin in der Berufs- Instanz auf den 8. Januar nächsten auf den Großherz § Ein Eisenbahnschaffner vor Gericht. Die Straffammer monterte die Nati in Görlitz verurteilte den Eisenbahnschaffner Kalus in Hoyerswerda zu drei Monaten Gefängnis. Er hatte den Nach dem Ho auch auf dem Ausf von ihm geführten Güterzug von Ruhland nach Baerhaus Abgeordneten Ulrich abfahren lassen. Der Zug stieß mit einer entgegenkommen den Lokomotive zusammen. Dabei wurden zwei Beamte getötet und vier verlegt. Im Anschluß Ben Ring eine Durden zwölf prac Een find je usdrüflis andwirtschaftliche Landes- und Jubiläums-| uniformierten Pferdehaltern, die dunkle Hosen, rote| sprach ihr persönlich sein tiefes Beileid über den Verlust em Namen lungen nur affung, der Verbindun Im übri Es find berfolgen, eutschlands. er drei An Ausstellung. ( Von unserem Spezial- Berichterstatter) Mainz, 15. September. Vor 20 Jahren war es dem Goldenen Mainz auch vergönnt, in seinen Mauern die Landwirtschaftliche Ausstellung für Hessen zu beherbergen, und Aussteller wie Festteilnehmer von damals werden die Kunde, daß zur Feier des 75jährigen Bestehens des Landwirtschaftlichen Vereins Hessen die LandesJacken, weiße Handschuhe und Dienstmüßen trugen, borgeführt. Dann folgten die Tiere des rheinhessischen Stutbuches. Der Großherzog erschien gegen 4 Uhr auf der Ausstellung und begab sich mit seinem Gefolge direkt nach der Maarau.- Er war in Zivil erschienen. Auf der Maarau wurden dem Großherzog zuerst die preisgekrönten Tiere." ihres Gatten aus. Gegen 12 Uhr besichtigte der Landesherr unter Führung des Architekten Opfermann die Wiederher stellungsarbeiten des Kurfüstlichen Schlosses und ließ sich darauf über das ganze einschlägige Material an Zeichnungen, Photographien und Urkunden, das sich seit dem 2. Mai 1904 ergeben hat, von dem Bauleiter berichten. * Aus dem Odenwald, 14. September. Der landwirtschaftliche Provinzialverein für Starkenburg beabsichtigt, und Jubiläums Ausstellung hier abgehalten werden sollte, die Hengste des Landesgestüts vorgeführt; dann folgten zweds Erleichterung des Ankaufs von Bullen des Ddenan den ber. wohl freudig vernommen haben. Die Stadt Mainz hat denn ty befinden, auch die Ehre, die ihr damit zu teil wurde, wohl zu würdigen Rapitel hat gewußt und alles getan, das Werk in dieser Richtung zu Der Frater fördern. it die eines gramm ver daß die Ausstellung für Vieh auf die Maarau verlegt wurde. Als einen glücklichen Gedanken fann man es bezeichnen, s in der führen stat ihren erbindungs geringeren, Das Ausstellunge bild gewinnt dadurch entschieden an Reiz, eine Harfe und beim Uebergang von dem linfsrheinischen Ausstellungsplaz zum rechtsrheinischen ist die Bootsfahrt eine romantische Abwechselung und gewinnt schon deshalb an Interesse. Am lezten Tage ist noch emsig gearbeitet worden, aber heute Fraternities präsentiert sich die Ausstellung fix und fertig. Trotz dem rite geheim: trüben Wetter wehen die bunten Fahnen an den hohen lam Mary Masten, die ringsum die Ausstellung umschließen, lustig im Schon am Bahnhof weht dem Fremden AusstellungsDeiblige Ge luft entgegen. An zwei hohen, beflaggten Masten ist ein Jafre 1870 mächtiges Schild angebracht. Von hier aus hat man Gedet wurde. legenheit, birelt an den Haupteingang der Ausstellung per wurde. E Den Fram bon Jahr Eine be die Lieder er geliebter id find aud lieder und blüht aud Deiligenstadt me Annonce e ein, nod intagsgern 1. Horning Schwimm gene Bade bierfüßigen Schwimm ren fönnen. orgesehen. In einer wurde ein [ bgeordneten usgeworfen. rderte, den De der Hir Bu berfü Mann feme Kragen und e hatte. Auch Winde. Elektrische zu fahren. Zur Eröffnung der Ausstellung, die gestern Morgen um 12 Uhr 45 Minuten vorgenommen wurde, waren erschienen: Oberhofmarschall von Westerweller, Staatsminister Rothe, Geh. Ministerialrat Dr. Braun, Oberregierungsrat Hölzinger, Regierungsrat v. Starck, Landstallmeister v. Willich, die Kreisräthe von Erbach, Offenbach, Oppenheim, Provinzial direktor Frhr. v. Gagern, Regierungsrat Dr. Heinrichs, die Areisamtmänner Dr. Gaßner und Dr. Merck, Vizepräsident der 2. Kammer Justizrat Dr. Ad. Schmitt, Landtagsabgeordnete Molthan, Sensfelder, Geh. Hofrat Dr. Wagner, Landesfulturinspektor Dr. Klaas, Oberbürgermeister Morneweg, Landesökonomierat Müller, Defonomieräte D. Müller und Dettweiler, Bürgermeister Dr. Göttelmann, Beigeordneter Rommerzienrat Haffner, viele Stadtverordnete, Polizeirat Dr. Dffelder, Bau- Inspektoren Gelius und Billenz, Eisenbahnpräsident Frhr. von Rabenau, Landgerichtspräsident Dr. Hangen, Landgerichtsdirektor Necs, Domkapitular Goedecker, Geh. Kirchenrat Dr. Frohnhäuser, Gendarmerie Oberst leutnant Frhr. v. Normann, viele auswärtige Bürgermeister usw. D Der Präsident des hessischen Landwirtschaftsrat Geh. Reg. Rat Haas, hielt die Eröffnungsrede von der Tribüne auf der Maarau aus. Redner bedauerte, daß sich die Eröffnung bei Regenwetter vollzieht. Eigentlich sollten zum Fefte des Landwirt. schaftlichen Standes, des Nährstandes, der das Hauptkontingent für den Wehrstand stellte, die Wimpeln froh im Sonnenschein flattern; der Regengott hätte es nicht gewollt. Nach einer Bause von fünf Jahren habe die Hess. Landwirtschaft zur Feier des 75. Bestehens des Landesvereins wieder eine eißigjährigen Landwirtschaftl. Ausstellung inauguriert, die gleichzeitig eine athilda Jane Jubiläumsausstellung bilde. Wenn diese auch zur Eröffnung Staaten bot unter der Ungunst der Witterung zu leiden hätte, so erhoffe t 16 Jahren man doch, daß sie alle an sie geknüpfte Wünsche erfülle. Ronate später Seitens der Großh. Staatsregterung sei die Ausstellung in jen. Inner jeder Beziehung mit reichen Mittela bedacht worden. Auch Witte einen die Stadt Mainz habe Opfer gebracht, aber durch die Ausftellung zeige die Landwirtschaft, daß sie bestrebt ist, immer Beſſeres in der Versorgung der Städte mit Nahrungsmitteln zu bieten. Jedes Ding habe seine Schatten- und Sonnenseiten. Die Abhängigkeit von der Witterung fei ungünstig, die Kürze der Ausstellung gehöre auch zu den Schattenseiten. Eine Lichtseite sei es, daß die Ausstellung zur Eröffnung fix und fertig daftehe. Es sei der Redner eine angenehme Ehrenpflicht, Worte des Dankes auszusprechen. Dank gebühre in erster Hinsicht dem Groß. herzog, der die Landwirtschaft stets unterstüße und einen wertwollen Ehrenpreis geftiftet; Dank der Großh. Regierung, all n nich der acht Behörden und Bereinen, die zum Gelingen der Ausstellung beige. tragen. Dank auch der Stadt Mainz, die den Platz zur Ausstellung zur Verfügung gestellt und hierbei spreche er auch der Stadt Rainz zum Verluste des Oberbürgermeisters sein herzlichstes elerfahrenen Beileid aus. Dant spreche er auch den Herren des Ausen aus dem r ein junge teuerbeamten nzehn Jahr bierten Ghe Dann wurd Run heiratet bier Jahre g den fünfte the den Bol heiratete; e ner erfdhojen rze Zeit e nn, den da diefer Mr. cent bemertte " Braditide enfchen. Trog Boot aus, das e. Nachdem er te Ueberlebe ichen Ge en war es zustellen. G , er felber m ftellungskomitees, den Ausstellern und den Preisrichtern aus, fowie auch allen, die trotz des schlechten Wetters an der Eroffnungsfeier teilnahmen. Redner gab der Hoffaung Ausdruck, daß die Ausstellung alle an sie geknüpften Erwartungen erfille, sie möchte ein neues Blatt in dem Ruhmestranz der fets schaffenden, nie versagenden Landwirte und der Landwirtschaftlichen Vereine sein. Mit dem Wunsche:" Das walte Gott!" bat Präsident Haas den Staatsminister Rothe, die Ausstellung zu eröffnen. Staatsminister Roth tat dies im Namen des Lokales. 15. September 1905. ** Die Zarenfamilie tommt nicht. Die ,, Magdeburgische Zeitung" brachte fürzlich die Mitteilung, die Baren familie beabsichtige in Darmstadt längeren fenthalt zu nehmen. Wie jeßt aus Darmstadt gemeldet wird, ist von derartigen Dispositionen am dortigen Hofe nichts bekannt. *** Stadttheater Gießen. Die Direktion teilt uns mit, daß für die kommende Saison folgende bewährte Kräfte des Bad Nauheimer Kurhaus- Theaters an das Stadttheater Gießen verpflichtet worden sind: Frau Bayrhammer, Fräulein Dtefta, Herr Wittmann, Herr Goll und Herr Lüttjohann. Lepterer erzielte in voriger Saison als Heldendarsteller bei dem Gießener Bublifum bereits schöne Erfolge. * ** Die Pläne zum Gießener Theater- Neubau sind eingetroffen und werden Sonntag, den 17, d. M., in den Vormittagsstunden von 9-12 Uhr, und Montags und Dienstags, vormittags von 9-12 Uhr und nachmittags von 3-6 Uhr im Stadtverordneten Saal dem Publikum zur Besichtigung offen stehen. *** Berbesserung der Lahnschiffahrt? In der Beit vom 18. bis 20. b. M. werden Geh. Oberbaurat Keller vom Minifterium der öffentlichen Arbeiten in Berlin, Regierungs- und Baurat Rasch von Wiesbaden, Wasserbauinspektor Baurat Lühning von Diez, Baurat Schmidt von der Großh. Regierung und Regierungsbaumeister Tholens der Großh. Regis rung und Regierungsbaumeister Tholens von Diez eine außerordentliche Bereifung der Lahn von Gießen bis zur Rheinmündung vornehmen. * Obstversandt. Zum Versandt bestimmtes Herbst obst muß immer vor völliger Baumreife gepflückt werden, denn nur dann wird es bei zu eckmäßiger Verpackung vollständig unverlegt am Bestimmungsort ankommen. * Ein heiterer Zwischenfall bei der Automobilfahrt des Kaisers in das Manöverterrain ereignete sich, nach dem„ Taunusboten", in der Nähe von Limburg. Vor einem Drt trieb ein altes Frauchen des Dorfes Schweine über den Weg. Als das daherrasende Automobil nun furz vor ihrer grunzenden Herde hielt, drohte die Alte mit ihrem Stecken und dem Gehege ihrer Zähne entflohen die geflügelten Worte: Wann er mer in die Säu foahrt, freiht ersch mit meim Mann zu tun!" Der Kaiser soll herzlich gelacht haben. " - ** Großen- Linden, 14. September. Erfter Preis. Auf der Landw. Landes- und Jubiläums Ausstellung in Mainz wurde der hiesigen Gemeinde für einen ausgestellten Bullen Vogelsberger Rasse ein Ehren und ein erster Preis zuerkannt. XUlrichstein, 14. September. Gutsverpachtung. Das 173 ha fassende Großh. Hessische Domänengut ,, Selgenhof" bei Ulrichstein soll vom 1. März n. J. ab anderweitig verpachtet werden. * Krumbach, 14. September. Der kleine Waffendieb, Durch die vorwöchentliche Ein quartierung trug sich, so erzählt der ,, Wegl. Anz.", hier ein interessantes Stückchen zu. Einem braven bayrischen Reitersmann fehlte am nächsten Morgen, als man sich zum Weitermarsche rüstete, sein Karabiner. Alle angestellten Bemühungen, denselben in Haus und Hof vorzufinden, blieben erfolglos, die Waffe war eben nirgends zu finden. Um sich vor Strafe zu schüßen, reitet der Ulan sofort nach dem benachbarten Kirchvers, woselbst der Wachtmeister im Quartier lag, und meldte demselben die Sache. Letzterer ritt sofort mit dem Soldaten zurück, und nun begannen nochmals eifrige Durchsuchungen in Stall und Scheune, allein der Karabiner war nicht zu finden. Da fam dem Herrn Wachtmeister der Gedanke, daß vielleicht ein Kind des Quartierwirtes denselben fortgenommen habe. Gofort ließ man den 10 jährigen Jungen aus der Schule rufen, welcher aber von dem Karabiner nichts wissen wollte. Als aber der Bachtmeister mit Strenge vorging und dem Jungen drohte, ihn mit einem Strang gebunden mit sich zu führen, da gab er zu, das Gewehr genommen zu haben. Es wurde in einem Laubftall versteckt gesunden, und nur durch die eiserne Strenge des Wachtmeisters war der kleine Dieb zu einem Geständnis zu bewegen. § Weilburg, 14. September. Die Flucht der Magistratsmitglieder. In den letzten Sigungen des Magistrate haben infolge der Krankenhaus- Frage vier Mitglieder ihr Mandat niedergelegt, sodaß nur noch eins übrig bleibt. wefen und hat Großherzogs, der durch ihn Grüße und die besten Cornelius Vanderbilt und Sohn sind Mittwoch al. Einigungsber eren Leutnant Wünsche für den Erfolg der Ausstellung übersende, leider aber verhindert set, an den EröffnungsfeierlichHeiten teilzunehmen. Mit der Hoffnung, daß die Ausstellung alle an fie geknüpften Wünsche erfülle, erkläre er, der Minister, einem Results Die Ausstellung für eröffnet. t in Stuttgar Sanuar nächste auf den Großherzog aus und die inmitten des Vore Straffamme intonierte die Nationalhymne. er Ralus Hierauf brachte Präsident Haas ein dreifaches Hoch führungsringes postierte Musikkapelle( Pioniere Nr. 21) Nach dem Hoch auf den Landesfürsten erschienen Abgeordneten Ulrich und Adelung. X Bad Nauheim, 14. September. Die Multimillionäre hier eingetroffen. * Frankfurt, 14. September. Der Zirkus Schumann, dessen neues Gebäude am Hauptbahnhof bis auf die Fassade fertiggestellt ist, wird am 2. Dezember eröffnet. Die Fassade wird durch drei Gruppen von Professor Uphues belebt. An das Portal kommt eine Gruppe, Mann und Weib zum Kusse umschlungen. Auf dem Dache zwischen den Türmen wird eine in Kupfer getriebene Gruppe, die einen zwei Pferde vorführenden römischen Soldaten darstellt, angebracht. * Frankfurt, 14. September. Aufschlag im Gaftwirtsgewerbe. Der hiesige Gastwirteverein macht beab ein im Verhältnis stehender Aufschlag auf die Fleisch speisen erfolgen wird. Er hatte de auch auf dem Ausstellungsplag die sozialdemokratischen kannt, daß infolge der Teuerung der Fleischsorten von heute wei Beamte großen Ring eine Vorführung von Pferden. Zuerst nach Baerhau ntgegentommer Im Anschluß an die Eröffnungsfeier begann im wurden zwölf prachtvolle Hengste des Landgestüts von * Mainz, 13. September. Der Großherzog besuchte gestern Vormittag Frau Oberbürgermeister Dr. Gaßner und wälder Rotviehschlags seitens der Gemeinden, deren Zuchtziel dieser, den Verhältnissen des Odenwalds angepaßte Biebschlag ist, sowie gleichzeitig um Anregung zur rationellen Aufzucht von jungen Bullen guter Abstammung dieses Schlages zu geben, von Zeit zu Zeit in dazu geeigneten Orten des Odenwalds Faselmärkte, verbunden mit einer Prämiierung von zuchtfähigen Faseln, zu veranstalten. Mitte nächsten Monats soll in Michelstadt, Kreis Erbach, ein solcher Markt abgehalten werden. * Groß- Gerau, 14. September. Kreis amtmann Dr. Karl Kehrein hier ist auf sein Nachsuchen aus dem Staatsdienst entlassen worden. Gegen Kehrein war ein Untersuchungsverfahren wegen Sittlichkeitsvergehen eingeleitet worden, das aber nicht zu einer Anklage geführt hatte. § Darmstadt, 14. September. Feuerwehr- Veteranen. Samstag, den 16. und Sonntag, den 17. September, begehen der 1. Kommandant der Freiw. Feuerwehr, Branddirektor Ludwid Brandt und sein Adjutant Chriftian Frank ihre 40jährige Jubelfeier in festlicher Weise. × Wiesbaden, 14. September. Gegenwärtig seht hier eine verstärkte Bewegung zur Errichtung eines Krematoriums ein. Ta die Behörden sich ablehnend verhalten, zieht man den Gedanken in nähere Erwägung, das Krematorium jenseits der nur einige Kilometer entfernten hessischen Grenze aufzuführen. ?? Bingen, 14. September. Im nächsten Monat fann der Kreisrat des Kreises Bingen, der Geh. Regierungsrat Adolf Spamer, auf seine 50jährige Beamtentätigkeit zurückblicken. Der verdiente Beamte wirkt hier bereits 25 Jahre.( Auch in Gießener Kreisen ist Geh. Regierungsrat Epamer nicht unbekannt, da er zu Anfang seiner Beamten- Laufbahn in Gießen im Verwaltungsdienste tätig war. D. Red.) Geschäftliches. Ein Probewaschen veranstaltet am Samstag, 16. September die hiesige bestrenommierte Firma Brüder Schmidt zwecks praktischer Vorführung einer äußerst zweckmäßigen neuen Waschmaschine Weltwunder". Infolge ihrer überaus einfachen Handha bung dürfte die Maschine bald in jedem Haushalt ein beliebtes Hausgerät werden, zumal der Preis von bornherein auf großen Umsag berechnet und deshalb ein sehr niedriger ist. In Anbetracht der Mühe und Plage, welche unsere Hausfrauen beim Waschfeste ertragen müssen, fommt diese Neuheit gerade zur rechten Zeit. Es set deshalb an dieser Stelle nochmals auf obige Veranstaltung verwiesen. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 13. Sonntag nach Trinitatis, den 17. September. Gottesdienst. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Siehe Johanneskirche. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer Schwabe. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Bugleich Chriftenlehre für die Neufonfirmierten aus der Johannesgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Schulz. Vormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Lukasgemeinde. Pfarrer Euler. Abends 8 Uhr: Versammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Batholische Gemeinde. Samstag, den 16. September. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 17. September. 14. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Selegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. von 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 21 Uhr: Satramentalische Bruderschaftsandacht. Batholischer Gottesdienst in Grünberg findet ſtait: Sonntag, den 17. September, vormittags 9½ Uhr. 1. 2. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am 13. Sonntag nach Trinitatis( 17. Sept.) predigt: vormittags: Pfarrer Schmidt. Text: Röm. 3, 21-28. Lied Nr. 231. nachmittags: Pfarrer Laut von Ober- Ofleiden. Gottesdienst in Stangenrod nachm. 12½ Uhr. Gottesdienst in Lumda nachm. 21 Uhr. In Stangenrod und Lumda Erhebung einer Rollette für die Erbauung einer evang. Kirche zu Würzburg. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteti: Ibin klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beids in Gießen. Ueberzeugen Sie sich von den Vorzügen unserer Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, links der Lahn. Bekanntmachung. Das Polizeireglement vom 24. Februar 1882, wo nach die Garten- und Feldbesizer an den ihren GrundDie nachstehende Bekanntmachung bringen wir hier- befit an öffentlichen Fahr- oder Fußwegen einWELTWUNDER Weltwunder"-mit zur öffentlichen Kenntnis. beste und billigste " 9 Waschmaschine Waschmaschine! Mk. 15. u. Mk. 25.Diverse Patente. Zahlreichenerkennungen. Paris: Grand Prix! Hagen: Goldene Medaille! 00000000000 Denkbar einfachste Handhabung. Kinderleichtes Arbeiten. Gießen, den 15. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. der Lahn. Schnelle und gründliche Reinigung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen, links Größte Schonung der Wäsche. Unverwüstliches Material. Preis 15. u. 25. Mk. Probewaschen Samstag, den 16. September von 10 bis 12 und 3 bis 6 Uhr. Brüder Schmidt Giessen. In der Zeit vom 16. September I. J. bis einschl. 30. September I. Js. Itegen auf dem Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen die Arbeiten des II. 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Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen htergegen findet ſtatt: Montag, den 2. Oktober Ifd. Js., vormittags von 8-9 Uhr, im Bureau der Großh. Bürgermeisterei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß friedigenden Hecken im Laufe des Monats September die neuen Sprößlinge wiederholt zu beschneiden oder zurückzubinden haben, wird mit dem Anfügen wiederholt zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß Zuwiderhandlungen auf Grund des Artikel 43 des Feldstrafgesetzes mit Geldstrafe von 1 bis 10 Mt. bestraft werden. Gießen, den 11. September 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Gartenstraße zwischen Löber- und Stephanstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Die unterm 5. August 1905 angeordnete Sperre Grünbergerstraße von der Wolf- bis zur Landmannstraße wird hiermit aufgehoben. der Gießen, den 12. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird die Grünbergerstraße zwischen Teutonen- und Schüßenhaus von heute an bis auf Weiteres für den Fuhrverfehr gesperrt. Gießen, den 12. September 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. J. V.: Roth. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen über 860 Min. Marr die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen die Molttestraße zwischen Oftanlage und der Wiesed Bisher ausbezahlte Versicherungssummen über.. 440 " " Die ftets hohen Ueberschüsse kommen unverkürzt den Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 217 Mia. Mark zurückgewährt. Sehr günstige Versicherungsbedingungen: Unverfallbarkeit sofort, Unanfechtbarkeit und Weltpolice nach 2 Jahren. 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