wenn fie bolle fwürdige, in der ratsfähige junge Röden mit mehr ben Streifen er ne gewisse Geld jährlichen Su Streifen bedeuten das Jahr, die jährlich. ites Kindlein zur bon entfernt und zu mir kommen!" forgnis, ihr Neumein Sohn ist !" war die Ant inder, welche seit 1 an fonnte weder hre gehen, und so Bebote des Herrn e nicht, ht. ich zieht, Terz, t. eit, cije Weise Men Arbeit willen Das läßt sich , nicht so schnell er Minute mehr ber an, es könne also bei jedem inte er in einer Tag und Nacht) r müßte 9522 fortzählen und ( 47 360 000) fürchte, mein 3 Fleisch nur bezu sich genomt holen, gnädige Fleisch nicht recht abon!" erschrecken.- B.: den Schlucken beSt er vorüber.- A.: Danke schön! lieber Geheimrat, ollte ich an Stelle ſteden!" Bomberg, derjenige in dem Bürgermeisterei ge in Nieder- Ohmen dem Bürgermeisterei der betreffenden Ge durch wiederholte öffent Toon in Kenntnis fegen. Alsfeld. 905. or. g von affierarbeiten. rarbeiten für den Aus neuen Veterinäranstalt dem Bahnhof follen d. J., vorm. 11 Uhr Bedingungen liegen auf Bäne 22 zur Einsicht auf dafelbft erhältlich find n Zeitpunkt an uns einzuoden aft 1905. Tiefbauamt. να φ IA- SEIFE Selenah undern Nr. 190. fortionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz OberBen, bie Kreise Wehlar unb Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen ble Betitzeile 30 refp. 40 Big. Rebattion u. Saupterpebition: teßen, Gettersweg 88. Sernsprechenschluk Nr. 388. Dienstag, den 15. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Unabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreiſe Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Krieg oder Frieden? Scit vierzehn Tagen sind die Bevollmächtigten Japans und Rußlands auf amerikanischem Boden beisammen, um über die Bedingungen des Friedens zu beraten, und schon mehr als einmal war davon die, Rede, daß die Verhandlungen abgebrochen werden, die Delegierten unverrichteter Dinge in die Heimat zurückkehren sollten. Zwischendurch gab es wieder Tage, an denen man mit besserem Zutrauen bon im Gelingen des Friedenswerkes sprach. Rechte Zuversicht aber wollte niemals aufkommen. Die Hoffnung t war nicht frei von bangen Zweifeln. Daß eine gedrückte Stimmung vorherrschte, hatte mannigfache Gründe, die auch von schwerem Gewicht waren. Von vornherein waren die Bevollmächtigten in einer schiefen Lage. Wenn sonst Friedensdelegierte zusammenkommen, ' o ist es eine der streitenden Parteien, die die Zusammenkunft verlangt hat. Der Unterlegene bittet den Sieger um Frieden und bemüht sich selten mit Erfolg-, mög lichst gelinde Bedingungen zu erlangen. Es geschieht wohl mich, daß beide Teile, des langen Haders müde", gleichzeitig den Wunsch haben, möglichst schnell den Rückweg zum Frieden zu finden, und ihre flügsten Männer beauftragen, diesen Rückweg mit Eifer zu suchen. Der Wille zum Frieden ist dann unter allen Umständen vorhanden, bei dem Sieger wie bei dem Besiegten und bei den Kriegsmüden. Hier aber hat ein Dritter die Friedenskonferenz vermittelt und beinahe aufgezwungen. Der Vermittler war von keiner Seite angerufen worden, er hat sich im Gegenteil sozusagen ausgedrängt. Das geschah in bester, menschenfreundlichsier Absicht, aus reiner Liebe zum Frieden. Doch die Nächstbeteiligten hörten nur widerwillig auf den freundlichen Rat. Präsident Roosevelt durfte nicht geradezu vor den Kopi gestoßen werden. Auch verpflichtete die Beschickung der Friedenskonferenz anscheinend zu nichts. Man konnte immerhin hören, was der andere sagen würde, und hatte dann Zeit, sich zurückzuziehen. Die Russen konnten es tun. indem sie die Forderungen der Japaner für übertrieben und gar keiner Erörterung fähig erklärten; die Javaner fonnten es tun, indem sie dasselbe von den russischen Gegenvorschlägen sagten, aus denen hervorginge, daß die Russen zur rechten Erfenntnis ihrer Lage noch nicht gekommen seien und erst dahin gebracht werden müßten. Zum mindesten die Möglichkeit war vorhanden, daß die Japaner dem Präsidenten Roosevelt in Höflichkeit dankten, während sie im Herzen den Störenfried verwünschten, der sie hindern möchte, die Siegerlaufbahn bis zu Ende zu gehen, die Armee des Generals Lenewitsch zu zerschmettern, Wladiwostok einzunehmen, furz, die Russen völlig zu Boden zu ringen. Genau so möglich war es, daß die Russen es als eine peinliche Zumutung empfanden, sie sollten um der schönen Augen des Präsidenten Roosevelt willen und aus Rücksicht auf seine übel angebrachte Sentimentalität, die weder den Spaniern noch den Philippinos gegenüber sich regte, aus den Versuch verzichten, die unzweifelhaft erlittenen Schlap pen wieder auszugleichen, die unerschöpften westlichen Kräfte nochmals gegen das bis zur Atemlosigkeit ausge pumpte Japan zu führen, den Zauderer Lenewitsch zu einem zweiten Kutusom werden zu sehen. Nur äußere Notwen digkeit also, nicht innerer Zwang hatte die Friedensdelegier. ten zusammengeführt, die überdies in um so schlimmerer Lage waren, als das Maß ihrer persönlichen Verantwort lichkeit gerade deshalb ins Ungeheuerliche wachsen mußte, weil ihrem Belieben und freien Ermessen so weiter Spielraum gegeben war. Konnte der eine Teil den Frieden diktieren, war der andere Teil in der Notwendigkeit, sich den Frieden diffieren zu lassen, so hatten die Delegierten leichtc Arbeit. Hier aber hatten die Bevollmächtigten durch das eigene Urteil die Grenzen zu bestimmen, innerhalb deren fie sich halten wollten. Mochte ihnen auch gestattet oder sogar vorgeschrieben sein, vor dem endgültigen Abschluß nach der Heimat zu berichten und von dort aus die Entscheidung einzuholen, so lag doch bei ihnen die Empfehlung der Annahme oder Ablehnung der gegnerischen Verschläge im einaclnen wie im ganzen. Sie mußten sich sagen, daß ihre Empfehlung für oder wider den Ausschlag geben werde und daß somit, wohl nicht formal, doch tatsächlich die Entscheidung selbst in ihre Hände gelcat sei. Die Kriegsarbeit ist nun einmal in Ostasien nicht völlig getan, es liegt fein abgeschlossenes Werk vor, und darunter haben die Diplomaten zu leiden, denen man ansinnt, einen Friedensvertrag nach Hause zu bringen, der nicht den wirklichen Verhält nissen, sondern den Hoffnungen beider kriegführenden Teile entspricht. Das ist eine unerfüllbare Aufgabe. Es ist ganz begreiflich und sogar selbstverständlich, daß bei dem Versuch der Lösung sich bald Hoffnungslosigkeit einstellte, abwechselnd der eine und der andere Teil die Fortsetzung der vergeblichen Beratungen und Verhandlungen verweigerte. Das Ende der Konferenz, das im Abbruch der Vereinbarungsversuche bestand, hätte auch unweigerlich kommen müssen, wenn den Friedensdelegierten nicht ein besonderer Umstand zu Hilfe kam, der die ganze Basis ihrer Arbeit ver. schob, ihren Bemühungen zunächst eine Erfolgs möglich. feit zeigte, und endlich die Vertreter beider Teile z wang, den Frieden unbedingt zu wollen, den Frieden auf jeden Fall, den Frieden um jeden Preis! Präsident Roosevelt ist cin guter Psychologe geweien, ein seelenkundiger Mann, menn er das vorausgesehen hat, und ein glückliches Workzeug der Vorsehung, wenn er unbewußt herbeigeführt hat, was inzwischen geschehen ist. Obwohl der Beginn der Friedensverhandlungen in Amerika nicht durch die Vereinbarung eines Waffenstillstandes eingeleitet worden ist, hat doch die bloße Tatsache der begonnenen Friedenserörterungen ausgereicht, einen Friedenswunsch zu schaffen, der von Tag zu Tage mächtiger geworden ist und jetzt solche Stärke gewonnen hat, daß er selbst dem Widerwilligen sich aufzwingt. Rußland und Japan fönnen gar nicht mehr anders, als zum Friedensentschluß und zum Friedensschluß kommen. Die Verantwortung der Bevollmächtigten und ihre Auftraggeber wäre unerträglich schwer, wollten sie um Geldeswillen abermals Zehntausende und Hunderttausende dem Tode weihen, monten sie über Landfragen nicht zu einer Verständigung kommen, die das Ende des Krieges Russen wie Japanern ermöglicht. Witte und Komura werden noch manchesmal mit dem h der Verhandlungen drohen, weil der Japaner Unerfüllbares verlangt, weil der Russe billigen Forderungen icht nachgeben mag. Es wird aber nicht zum Abbruch komnen. Die Verhandlungen werden noch Wochen und Wochen Sauern, aber im Frieden werden sie führen. Denn die Fortichung des ricces ist durch den Beginn der Friedens berhandlungen zur Unmöglichkeit geworden. Die norwegische Volksabftimmung. Mit 292 300 Vejahungen hat das Volk von Norwegen in Urabstimmung das Verhalten des Storthing gebilligt. die Auflösung der schwedisch- norwegischen Union gutgeheißen, die neunzig Jahre lang in Geltung gewesen ist. Nur 136 Norweger haben sich für die Erhaltung der Union erklärt, noch nicht einer unter zweitausend stimmberechtigten Männern! Dieses Zahlenverhältnis ist ein unwiderleglicher Beweis und ein Zeugnis zugleich. Es beweist, daß das norwegische Bolk mit aller Kraft sich aus der schwedischen Umstrickung herausgesehnt hat, und daß es damit im vollen Rechte war. Nicht bloß weil eine so erstaunliche Einhelligkeit der Volksüberzeugung nicht auch trüglich sein könnte. Selbst die po= pulärsten Strömungen fönnen durch Irreleitung hervorgerufen sein. Aber die natürliche Neigung zur Erhaltung des bestehenden Zustandes so völlig zu unterdrücken, wie hier geschehen, dafür gibt es keine andere Erklärung, als daß eine verärgernde, verbitternde, aufreizende, das ganze Gemüt empörende dauernde Mißregierung voraufgegangen sein muß und nicht den König Oskar trifft die Schuld. Denn das Storthing, mit dem sich das norwegische Volk solidarisch erklärt hat, ist selbst in dem Augenblick der Trennung nicht so ungerecht gewesen, die Wohlmeinung und Aufrichtigkeit des Königs zu verkennen. Es dürfte ohne Gleichen sein, daß eine Volksvertretung in dem Augenblick, da sie sich von einem König trennte, diesen König bat, einen jüngeren Prinzen seines Hauses zum König zu machen. Darin spricht sich Liebe und Vertrauen aus, die unabhängig sind von der Erkenntnis der Trennungsnotwendigkeit. Darin spricht sich ferner aus, daß das norwegische Storthing alle Schuld an der zur Trennung der Union führenden Politik nicht dem König Oskar, sondern der ungeschickten schwedischen Regierung beimaß. Und die schwedische Regierung hat dafür gesorgt, daß für die Richtigkeit dieses Urteils geschichtlich feststehendes, unerschütterliches Zeugnis abgelegt wurde. Sie fonnte ihre Blindheit gegenüber den Wünschen und Neigungen der norwegischen Bevölkerung gar nicht deutlicher dartun, als indem sie verlangte, daß eine Volksabstimmung das gegen die Beibehaltung der Union gerichtete Votum des normegischen Storthing erst ausdrücklich bestätige. Wenn der Storthing das nicht aus freien Stücken tat, die schwedische Regierung hatte doch kein Interesse daran, vor aller Welt zu konstatieren, daß ganz Norwegen, daß alle Norweger bis in die entlegenste Ansiedelung hinein, keinen innigeren Wunsch hatten als den, der Gemeinschaft mit Schweden ledig zu sein. Einen König wollten die Norweger aus dem schwedischen Königshaus haben aber von der schwedischen Regierung wandten sie sich mit Abscheu und beinahe mit Haß ab. Nach neunzigjähriger Unionsdauer ist das kein sehr stolzes Ergebnis. Die beiden Völker müssen einander in der Tat nicht berstanden haben. Ihre Anschauungen und Gewöhnungen gingen wohl zu weit auseinander. Die Norweger sind Temokraten. Sie haben den Adel abgeschafft, nicht bloß auf dem Papier, wie weiland die erste französische Republik, sondern in ernsthafter Wirklichkeit. Es gibt keinen norregischen Adel mehr. In Norwegen herrscht der Bauer, und seine Herrschaft ist unangefochten. In Schweden hat eine stolze Aristokratie immer großen Einfluß ausgeübt, manchmal allzu großen und verhängnisvollen. Die schivedische aristokratische Diplomatie und das norwegische Bauerntum konnten nicht zusammenkommen, nicht einma! in untergeordneten Fragen, wie die Konsulatsfrage trar, die zur Trennung führte. Der norwegische Bauer blieb mißtrauisch. Er wollte von Schweden los. Dabei war dem Bauer die Gemeinschaft mit den Intellektuellen" direkt unangenehm. Der Bauer liebte die literarischen Lärm macher nicht, auch wenn diese berühmte Schriftsteller waren. Denn die berühmten Schriftsteller sind nicht notwendig fluge Politiker; vor allem fehlt ihnen die Tugend der Schweigsamkeit, ihr Beruf macht sie plauderhaft. Björnstjerne Björnson war deshalb bei den bäuerischen Politikern in üblem Anschen; und als er nach dem entscheidenden Schritt des Storthing an den Präsidenten Michaelsen telegra phierte: Jetzt ist es Zeit, zusammenzuhalten", bekam er die grobe, aber ehrliche Antwort: ezt ist es Zeit, das Mau! zu halten!" Die norwegischen Bauern haben ausgezeichnet verstanden,„ das Maul zu halten". Es war eine merkwürdige Ungeschicklichkeit der schwedischen Regierung, die Wortfargen zu dem vernichtenden einülhigen Protest zu zwingen. * Politifche Rundschau. Deutfches Reich. Bei den Friedensverhandlungen in Portsmouth fam der russische Minister Witte anläßlich eines Interviews auc auf Deutschland und sein Verhältnis zu Rußland zu sprechen. Er sagte, die Freundschaft Rußlands zu Deutschland werde fein Hindernis bilden für eine Annäherung Rußlands an England. Voraussetzung wäre, daß diese Annäherung nicht gegen das beiden befreundete Deutschland gerichtet wäre. * In Kassel hat Kaiser Wilhelm die amerikanischen Professoren Burgeß und Butler- Murray empfangen, mit denen er sich über den Austausch deutscher und amerikanischer Professoren unterhielt. Der Kaiser äußerte sich im Einverständnis mit den amerikanischen Gelehrten dahin, es sei zweckmäßig, nur solche Professoren zu verwenden, welche die beiderseitigen Sprachen genügend beherrschen, um dozieren zu können. Kultusminister Studt wird in den nächsten Tagen in Kassel eintrefen, um endgültige Abmachungen zu treffen. * Mit der Fleischteuerung beschäftigte sich eine Generalversammlung der Fleischerinnung in Königshütte. Die Versammlung nahm eine Resolution an, in der die von der Regierung getroffenen Maßnahmen nicht für ausreichend erflärt werden. Der erste Bürgermeister Stolle teilte mit, eine Kommission der Interessierten von sieben Schlachthausgemeinden habe eine Audienz beim Ministerpräsidenten: nachgesucht, aber noch keinen Bescheid erhalten. In Aachen und Weißensee haben ebenfalls Kundgebungen zugunsten auskömmlicher Vorsorge zur Abstellung der Teuerung stattgefunden. In Chemnitz kündigen die Fleischer eine abermalige Erhöhung der Preise an, in Emden sind die Schweinepreise wieder um 15 Prozent gestiegen. * Eine Novelle zur preußischen Städteordnung plant die Regierung. Es sollen einheitliche Bestimmungen über die Befugnisse der Stadtverordnetenversanimlungen zwecks Verwendung des städtischen Vermögens getroffen werden, um den bisher öfters entstehenden Streitigkeiten in dieser Richtung den Boden zu entziehen. * In Kiel fand der 31. Abgeordnetentag des Dentschen Kriegerbundes statt, verbunden mit der vierten Tagung des Preußischen Landeskriegerverbandes. Der Deutsche Kriegerbund beschäftigte sich mit reformierenden Beschlüssen zur finanziellen Lage und zu der Organisation der Kriegerwaisenhäuser. Der Verwaltungsbeitrag wurde von zwei auf vier Pfennig pro Kopf und Jahr erhöht. Der preußische Landeskriegertag behandelte die Reform des Unterstützungswesens und die Eingliederung der Sanitätskolonnen in die Organisation des Roten Kreuzes. Oesterreich- Ungarn ** Der ungarische Ministerrat beschloß, gegen solche Kotitatsbehörden, welche die freiwillig eingezahlten Steuern nicht der Staatskasse zuführten, mit aller gesetzlichen Strenge vorzugehen. Beamte, die sich in dieser Beziehung bergehen, sollen rücksichtslos ihrer Stellungen enthoben werden. England. ** Aus Petersburg kommt die Nachricht von britischen Imtrieben an der Grenze von Persien. Die russische Herfunft der Meldungen macht sie allerdings etwas verdächtig. Die Engländer sollen beabsichtigen, die strategisch wichtigen Punkte Laodis, Dusab und Mirchiwa an der Grenze zwischen Persien und Belutschistan zu besetzen. Mirchiwa war schon einmal in englischen Besitz, mußte aber an Persien zurückgegeben werden. Der deutsche Photograph Franz Löjel war wegen angeblicher Spionage in Haft. Er sollte die Batterieanlagen in Sheerneß aufgenommen haben. Jetzt ist die Einstellung des Verfahrens beschlossen worden. Spanien. ** Zu ernsten Bedenken gibt die überhandnehmende Hungersnot Anlaß. Die Behörden sind machtlos den Ver. zweiflungstaten der Landarbeiter gegenüber. Diese bemächtigen sich nachts der Schafherden und schlachten die Tiere, um sich Nahrung zu verschaffen. Der Ackerbauminiſter erflärte, ein Kredit von zwölf Millionen werde nicht ausreichen, um die dringlichsten Bedürfnisse zu decken und die Wiederaufnahme der unterbrochenen Arbeiten zu ermöglichen. Rufeland. ** In Tiflis ist der Polizei die Entdeckung eines Verschwörer- Quartiers gelungen. Eine Anzahl in dem Luartier anwesender Verschwörer wurde verhaftet. Die Polizei fand ein Gruppenbild der Mitglieder der Konferenz über die Einführung der Semstos im Kaukasus und die Porträts des Statthalters und des Polizeichefs Schirinfin, sowie ein von der Kampforganisation und der Partei der Partei der Sozialrevolutionäre unterzeichnetes Todesurteil Schirifins. Im Ofen lagen sieben große und mittlere Bomben des sogenannten mazedonischen Typs, von denen zwei geladen waren, ferner Dynamit. In Petersburg soll das Tragen von Spazierstöcken, die nicht eine behördlich festgesetzte Form haben, durch eine Verordnung verboten werden. In Bialystok kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen der Volksmenge, die anläßlich des Geburtstages des Zarewitsch für die verheißene Verfassung demonstrierte, und dem Militär. Durc das Salvenfeuer wurden vierzehn Personen getötet und siebzig verwundet. Eine Bombe tötete drei Soldaten und verwundete ein Mädchen. In einem Walde bei Lodz wurde eine Arbeiterversammlung von der Polizei umzingelt. Ucbor vierhundert Personen wurden verhaftet. In Odessa ist die Stimmung wieder sehr erregt. Besondere Empörung herrscht über die Hinrichtung zweier Knaben im Alter von 13 und 15 Jahren. Sie waren während der letzten Straßenfrawalle, als von einem Balkon herunter geschossen wurde, verhaftet. Da sie ihre Eltern vor der Polizei schützen wollten, gaben sie an, daß sie selber geschossen hätten, und wurden daraufhin zum Tode verurteilt. Als sie nach dem Richtplatz geführt wurden, brachen sie vor Schwäche zusammen, so daß sie von Soldaten gestützt werden mußten.. Auf der Hinrichtungsstätte wurden sie an einen Pfahl gehunden und von zwölf Kosaken erschossen. Afien. ** Vom Kriegsschauplatz in der Mandschurei wird gemeldet, daß sich die Russen über den Tumenfluß zurüaziehen und eine Schlacht in Nordferer verm. Clue Bestätigung dieser Nachricht liegt allerdings nicht vor. Balkan- Staaten. ** Der König don Serbien hat die Liste des neuten Ministeriums genehmigt. Es ist ein rein parlamentarisches Kabinett aus den Reihen der jungradikalen Partei und sei sich wie folgt zusammen: Präsidium und Kultus: Ljuba Stojanowitsch, Aeußeres: Zujowitsch, Inneres: Pawice. witsch, Krieg: Oberst Antonitsch, Bauten: Todorowitsch, Finanzen: Dr. Markowitsch, Justiz: Pecitsch. Ackerbau: Drastowitsch. Außer den letztgenannten beiden Ministern waren alle übrigen schon Mitglieder des alten Kabinetts. Hof und Gesellschaft. Die Hochzeit des Herzogs Karl Eduard von Sachsen- Koburg- Gotha mit der Prinzessin Adelheid zu Schleswig- Holstein- Glücksburg findet ant 11. Oktober auf Schloß Glücksburg statt. Das Kaiserpaar nimmt an der Feier teil und nimmt auf der Jacht„ Hohenzollern" auf der Reede von Glücksburg Wohnung. *** König Eduard von England ist von London nach Marienbad gereist. Feer und flotte. Eine neue Kriegsschule. Der Militärfiskus hat in der Nähe von Straßburg i. E., bei St. Martin, ein Terrain für 3 000 000 Marf angekauft. Es soll darauf eine neue Kriegsschule errichtet werden. Nab und Fern. † Von der deutschen Antomobilwoche. Bei dem Start un den Herkomer- Preis waren in 1½ Stunden alle 79 Wagen abgelassen. Wagen 46( Besitzer Hans RothMünchen) wurde disqualifiziert und überhaupt aus der Ronkurrenz ausgewiesen, weil daran nach der Plombierung ein Teil ausgewechselt worden war. Roth verliert hir mit auch den ihm zuerkannten ersten Preis in der Schönfeitskonkurrenz. Auf der Fahrt verunglückte bei Oberthalheim der Wagen des Geh. Medizinalrats Professor Dr. Hoffa aus Berlin. Geheimrat Hoffa blieb gänzlich unverletzt, der Chauffeur erlitt cinen Armbruch. Auch am ersten Tage des Automobil- Rennens hat sich bei München ein Unglücksfall zugetragen. Als die Automobile heimwärts fuhren, plaßte ein Reifen an dem Wagen des Fürsten von Bulgarien, den sein Kammerdiener und sein Chauffeur bom Rennplage abholen sollten. Beide wurden aus dem Wagen geschleudert. Der Kammerdiener fiel gegen eine Baum, erlitt eine Zertrümmerung der Schädeldecke und starb sofort. † Zweigeleisige Strecken. Infolge des Spremberger Bahnunglücks bereiten die beteiligten Städte ein Gesuch an den Minister v. Budde vor, sofort den zweigeleisigen Ausbau der Strecken Münster- Papenburg- Leer und Leer- Emden- Norden zu verfügen. Die erste Strecke wird täglich von vierzig, die zweite von fünfzig Zügen befahren. † Mord auf einem Flußdampfer. Einen die Elbe befahrenden Schleppdampfer hatte in Magdeburg ein von dort stammendes Mädchen bestiegen, das seitdem verschwunden war. In Lauerburg wurde der Tanipfer angehalten und durchsucht. Da fand die Kriminalpolizei die Leiche des Mädchens mit durchschnittenem Halse unter dem Fußboden der Steuermannsfajüte. Der Kapitän und der Steuermann wurden verhaftet. † Durchgegangene Pferde. Bei einer Spazierfahrt, die Freiherr von Pawel- Rammingen, der Gemahl der Prinzessin Friederike von Hannover, in Biarritz unternahm, gingen die Pferde durch. Ter Freiherr wurde aus dem Wagen geschleudert und erlitt einen Schädelbruch. † Im Gefängnisse erhängt. Der Theaterbilletkassierer Döring, der im Bureau des Invalidendank" zu Dresden auf den Direktor Zimmer und die Beamten Zschille und Bläser Revolverschüsse abfeuerte, wobei eine Kugel den rechten Arm 3schilles, eine zweite die rechte Hand Gläsers durchbohrte, benutzte im Polizeigewahrsam eine unbewachte Zeit, sich mittels seines Hemdes zu erhängen. † Luftschiffahrt. Das neue Luftschiff des Grafen Zeppelin geht seiner Vollendung entgegen. Der erste Aufstieg wird Don Friedrichshafen am Bodensee aus im Herbst stattfinden. Die Luftschiffmonteure machen bereits Probefahrten mit Versuchsballons, um sich einzuüben. † Gine elektrische Schnellbahn. Kaufmännische Kreise in Bremen und Bremerhaven projektieren den Bau einer elektrischen Schnellbahn zwischen den genannten beiden Städten. Die Kosten sind auf zwölf Millionen Mark veranschlagt. † Bei der Bootsfahrt ertrunken. Auf der Donau unternahmen fünf Herren aus Regensburg eine Bootfahrt. Zwischen Passau und Engelhartszell kippte das Boot um. Vier Insassen ertranken in dem hochgehenden Flusse, der fünfte liegt bewußtlos im Krankenhaus. † Pulver- Explosion im Bergwerk. Auf dem Ostfelde der fiskalischen Königsgrube in Beuthen sprang beim Zählen von Pulverpatronen ein Funke in die Bulverbüchse, wodurch das Pulver explodierte. Drei Bergarbeiter erlitten am ganzen Körper entsetzliche Brandwunden. † Die Sardinen bleiben ans. An den Küsten der Bretagne herrscht überall düstere Stimmung wegen der auch in diesem Jahre vollständig erfolglosen Sardinenfischerei Von 600 Sardinenschiffen, welche ausgefahren waren, sind nu 50 mit der erforderlichen Ladung eingelaufen, die meisten trafen vollständig leer ein. † Fener auf dem Bahnhofe. In Rom brach in der Wagenwerkstätte des Zentralbahnhofes Feuer aus, das mit großer Schnelligkeit den Gepäckraum und verschiedene Bu reaus ergriff. Es gelang der Feuerwehr, den Brand aut seinen Herd zu beschränken. † Vergiftung auf einem Kriegsschiffe. An Bord des französischen Kriegsschiffes Admiral Baudin" erkrankten 25 Matrosen unter Vergiftungserscheinungen. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß die Vergiftungen dem Genuß verdorbenen Fleisches zuzuschreiben sind † Im Simplontunnel betäubt. Auf der Nordseite des Simplontunnels wurden dreißig Arbeiter von Gasen betäubt. Bei einigen ist der Zustand bedenklich. Durch Mißverständnis wurde auf der Jieller Seite die Tür eines Quer stollens versperrt, wodurch plötzlich der Luftzug abgeschnit ten war. † Selbstmord wegen misglückter Operation. In Odessa nahm der Arzt Dr. Poljankow an einem vierjährigen Kna ben, dem Sohne armer Eltern, eine Operation vor. Wah. rend des Aktes bemerkte er zu seinem Entsetzen, daß er einen Fehlgriff getan habe, und der Knabe start ihm unter den Händen. Der Arzt wußte die Eltern des toten Kindes aus einen Augenblick aus dem Zimmer zu entfernen, schrieb auf einen Zettel eine Bitte um Verzeihung und jagte sich eine Kugel durch den Kopf. † Eisenbahnunglück in Amerika. Ein Passagierzug der Newyork- Chicago St. Louis- Eisenbahn stieß zwischen Lo rain und Vermillion mit einem Güterzug zusammen. Zwölf Personen wurden getötet und 25 verletzt. † Schiffszusammenstoß auf der Oder. Bei Zillichow stießen die Dampfer„ Stetenig“ und„ Hanni" zusammen. Die Passagiere kamen mit dem Schrecken davon. † Blitzschlag in einen Luftballon. Der Luftschiffer Stanley Spencer, der in Stourbridge mit seinem Ballon aufgefahren war, geriet in einen Gewittersturm. Der Blitz schlug in das Stahlwerk des Ballons. Wunderbarerweise blieb der Luftschiffer unverletzt und bei Bewußtsein. Bilder vom Kriegstheater. Die Mandschurei und Wladiwostok.-- Bevor die Fluren der Mandschurei die Szene für die gewaltigen Ereignisse bilden mußten, in denen das Ringen zweier großer Völker sich vollzog, hatte ein russischer Schriftsteller jene Gegenden bereist. Er konnte nicht genug die Schönheiten jenes Geländes rühmen, das er als einen Zukunftsgarten des Zarenreiches schilderte. diese Jetzt sieht es dort ganz anders aus, und wiederum ist es ein russischer Schriftsteller, der davon ein anschauliches Bild entwirft. Die Gärten und die grünen Felder, die schönen Hanf- und Maisfluren, die noch im vergangenen Jahre vor der Schlacht bei Liaojang das Auge entzückten, sind in diesem Sommer völlig aus der Mandschurei verschwunden. Ueberall herrscht jetzt Verödung, und nur bei Charbin und Tsitsikar bauen die Chinesen noch Getreide und Gemüse. Blühende Kirschengärten, Blumengärten und grünende Getreidefluren gibt es jetzt bei den Mandschuren nicht. Die Acpfel-, Birnen- und Kirschengärten, die einst der Gegend an den Bahnstationen ihr Gepräge gaben, waren das Werk der höheren Beamten der Mandschurei- Eisenbahn; Gärten sind dem russischen Volke sehr, sehr teuer zu stehen gekommen: sie fosten Millionen. Sie nur sah der Reisende. der vom Eisenbahnwagen aus sich das Urteil über das Land bildete. Aber fern von dem Eisenbahnwege in der Tiefe der Mandschurei, da gibt es nicht Aepfel- und Birnen- und Pilaumengärten, da baut der Mandschure nur Möhren, schlechte Brucken und schütteren Kohl; teilweise werden auc Riesenrettiche gewonnen und viel Lauch. Das ist alles, was der arme Mandschure hat. Die Berge der Mandschurei sind fahl, steinig; in den Tälern gibt es wenig Reis- und Hafer: felder; vorzugsweise wuchert hier der Gaoljan. Die Regen haben die Flüsse in Seen verwandelt; die Feldwege, wo solche vorhanden waren, sind ein solches Sumpfmeer ge worden, daß jeder Verkehr zwischen den besiedelten Punkten - sei es zu Fuß oder zu Pferde- unmöglich ist. Zwischen Wladiwostok und Nikolsk und von Nikolsk zu den großen Dörfern haben sich von dem Regen förmliche Wasserstraßen gebildet. Manche Dörfer sind buchstäblich von Schmutz und Wasser eingeschlossen. Die Ernten sind ohnehin hier nicht gut, aber bei solchen Regen wird das ganze Getreide zu Boden geklatscht. In den Tälern wird dazu noch das Ge treide häufig von Gras völlig überwachsen und geht in ihm verloren. In diesem Sommer wird im Gebiet eine reiche Heuernte erwartet, aber das Getreide wird kaum für die örtlichen Bewohner reichen. Wenn es sich dort erst einregnet, so geht der Regen den ganzen Sommer hindurch. bon Mai bis August, und fast jeden Tag mehreremal. Voi dem Eintritt des Herbstes kommen dann die starken Orfane, welche die Heuschober und die Garbenbündel von den Fel dern fegen. Den armen russischen Bauern geht es in der Mandschurei schon mehr als ein Jahrzehnt herzlich schlecht. Die Not begann mit dem japanisch- chinesischen Kriege. Do man damals im ganzen Gebiet eine Mobilisation erwartete, säete man wenig. Seitdem lebten schon die Uebersiedler an Amur und im Seegebiet in beständiger Sorge um ihr Schicksal. Nun ist auch Wladivostok bedroht, und auch dort spürte man die folgen des Krieges. In Wladiwostok gibt es schon fein Briefpapier mehr und keine Briefumschläge, auf dem Markte kein Fleisch, kein Mehl; Semmelgebäck ist noch vor. handen. Zwiebeln begegnet man auch nicht mehr, und Ge müse fehlt gleichfalls. Die Chinesen hat man ja ausgesiedelt, und die Russen haben wenig Geniife angebaut. Die Frauen und die Zivilisten verlassen die Stadt, aber dafür ist noch Pulver in den Pulverkellern; die Bajonette an den Geweh ren sind noch nicht krumm gebogen, und auf den Bergen der Festung ragen riesige Kanonen. Batterie auf Batterie baut sich auf, wie auf einem Schachbrett. Trotzdem geht es in Wladivostok einstweilen noch ganz gemütlich zu, und man hat dort den Humor noch nicht verloren. So richtet z. B. das Wochenblatt" Wladivostok" an die Herren Poſt- und Telegraphenbeamten die Höfliche Bitte, die an die Redaktion adressierten russischen Blätter nach Durchlesung der wichtigsten Nachrichten auch wirklich der Redaktion zuzustellen. Weiter fragt das Blatt in seiner Chronik ganz bescheiden, weshalb die Straßenlaternen nicht brennen und diejenigen, welche zu„ brennen scheinen", mit einem Stopekenlichtchen durch die verräucherten Gläser zwinkern... Vermischtes. == Das entweihte Kirchenfest. In Somerville im Staat Netersen in Nordamerika fand ein Kirchenfest einen schr jonderbaren Abschluß. Von 1rbekannter Hand waren in Die zum Reite bergerichteten affebefreien Getränke beträchtfiche Mengen von storf alkoholhaltigem Apfelbranntwein regation. Do es sehr bein war, murde viel getrunken, und die Folge war, daß zahlreiche Festteilnehmer sich gewalti berronten, ohne daß sie eine Ahnung davon hatten. Auf dem Festplat spielten sich feltiane Muftritte ab. Eine Anzabl älterer Danien batten neriske Anfälle, und jüngere Damen gaben sich mit Leidenichaft gemeinsam mit Geistlichen und anderen ehrwürdinen Herren dem Tanz tin. = Der kugelsichere Panzer. In Wien wurde in Gegenwart von Vertretern des Kriegsministeriums ein von Athanasi Sancta erfundener Kugelsicherer Panzer erprobt. Der 9 Millimeter dicke Panzer drückt den Stahlmantel von einem aus einem Mannlicher- Gewehr abgeschossenen 30 Millimeter langen Geschosse vollständig platt und pulverisierte die Bleifüllung. Die Einschußöffnung des Panzers, dessen Rückseite keinerlei Veränderung aufmies, beträgt 3 Millimeter. - Gutes Bordeaux- Weinjahr. Die Weinhändler in Bordeaux versprechen sich ein gutes Weinjahr. Der schöne Stand der Reben und die außerordentlich günstige Witterung der letzten Zeit lassen nun für die Qualität des kommenden Jahrgangs das Beste hoffen. == Das Muscum der Straßenkehrer. In Paris haben sich die Straßenkehrer in der Breiterhütte in der Nähe der Seine- Präfeftur, in der ihre Werkzeuge aufgehoben werden, eine Art Museum eingerichtet, das die defekten Bildwerke enthält, die sie in den Mülleimern und Kehrichtkästen gefunden haben. Das erste Stück der Sammlung bildete die Gips. büste eines Zuaven, dann kam eine Venus von Milo hinzu, der ihr Besitzer, wahrscheinlich aus Wut darüber, daß ihr die Arme fehlten, die Augen ausgeschlagen hatte. Einige Wochen später wurde dieses seltsame Paar durch eine alte Statuette des Volksdichters Béranger vervollständigt. Die Sammlung nahm dann rascher zu. Ein Bettelmönch kam neben einent Gambetta zu stehen und der„ florentinische Sänger" ohne Guitarre wurde dem„ Pfeifer" gegenübergestellt, dem der Mund fehlt. In einem kleinen Verschlage befindet sich ein Geheimmuuseum, in dem anstößige Photographien Platz gefunden haben, außerdem aber die Büsten von Staatsoberbäuptern und sonstigen berühmten Männern, so des Zaren Nikolaus, des verstorbenen Präsidenten Krüger, der Könige von Italien und England und Sophokles'. Die Büsten brauchen über die Photographien nicht zu erröten, denn sie fönnen sie nicht sehen, da ihnen sämtlich die Augen ausgeschlagen find = Eine Lotterie als Sicherheitsmittel. Die Direktion der elektrischen Bahn in Meriko mußte die Bemerkung machen, daß sie von ihren Beamten stark bestohlen wurde. Um sich dagegen zu schützen, hat die Direktion eine monatliche Potterie eingerichtet, und jedes Jahrbillet iſt gieichzeitig ein Lotterielos. Natürlich besteht jetzt jeder Fahrgast darauf, daß er eine Fahrkarte bekommt, und hebt sie sorgfältig auf. Die Lotterie kostet natürlich viel Geld, aber die Direktoren glauben, daß sie mit der Einrichtung einen Ge rina machen werden. Die Schaffner bekommen für jedes verkaufte Billet ein Prozent ab. ** Cokales. 15. August 1905. Bunfte nur ang but B holen zu wollen. Wir tommen bem gern nad und bringen halber von uns zur Abbrud: Unb fo mu nicht nur gegen einen der ihn und gegeben b Macht des Wiffens ben Dart gegen Gott fo Wilhelm Onden auf 3 im Dante gegen Gott unferes Toten, fann u Niederdrückenden im wenn sein Name nie b für euch, die fein Gra gehabt hat? Da bilft fagt's ber Glaube: Gr in diefer Welt. Da g Chrifti, fich flammern auch leben; an ihn, ber in ber Ewigkeit, wo fein im Lobe feiner Majeftat ift, wir bei Jefaja lefen: tommen und gen Bion to über ihrem Gaupte fein, und Emery and Seuf u diefen Erlöften gebor Grade, zur Gnade beffe Beifer rühme fich nicht nicht feiner Stärte, ein wer sich rühmen will, nnd fenne." Ter Großherzog wohnte am Sonntag der Einweihung des Kr.egerdenkmals in Viernheim bei. Erledigt ist die mit eir em evangelischen Lehrer zu beseßende Lehrer stelle an der Gemeindeschule zu Wohnfels. Mit der Stelle ist Organisten- und Leftordienst verbunden. *** Kaiserparade. Auf Anordnung des Königlichen Generalfommandos erhalten die Mittelpläße der Vordertribüne( à 15 t.) jezt eine Bedachung von wasserdichtem Segeltuch. Dies wird den Inhabern der betreffenden Karten eine sehr angenehme Nachricht sein. Wie verlautet, ist der Befehl hierzu auf den direkten Wunsch des Kaisers zurückzuführen. * ** Manöver. Heute Morgen in aller Frühe rückte das Inf. Reg. Nr. 116, Kaiser Wilhelm II., unter flingendem Spiel ins Manöver. Das 1. und 2. Battaillon begeben sich mittels Zuges nach Wiesbaden, während das 3. nach Bierstadt befördert wird. Das Manöver ist ein vierwöchiges. Die Reserv sten werden voraussichtlich am Samstag, den 16. September entlassen. Wir erhalten von Herrn Pfarrassistenten Sattler folgende Buschrift: Sehr geehrter Herr Redakteur! Bei der Wiedergabe meiner Grabrede am Grabe Wilhelm Dickens fehlt der T xt. Sie haben, wohl aus Blogmangel, gegen Ende einige Abst the gemacht. Gerade die einzelnen Säße aber sollten den Zielpunkt meiner Ausführungen bilden, was schon aus dem dort wiederholenden Trtwort zu es ben ist. Wil ohne diese Säße dem ganzen die Spize fehlte, die m. E. die Leser so wenig entbehren dürfen, wie die Hörer am Sonntag, wenn anders mine Rede durch Ste überhaupt einen höheren Zwid haben sollte, so bitte ich Sie, die gestern von Ihnen durch ** Fleischten der Preis für 1 Pfu für 1 Pfund Wur worden. ** Der Lehrgang lichen Winterin Heppenheim am 6., Büdingen om 6, Mainz am 6. und Wo Errichtung einer landn Gießen wird das N ** Am Sonnta * verein Gießen vom dem herrlich gelegene foffung erreichten die und goben sich mit go hin Während die mit Bregeln dafür bel flott den Freuden de wurde der Rückmarsh * Eine rheinh Raifeftraße( Barie gegnet man ungefähr Wörrstadt einem mächt auf einem der fteht dorthin gelommen, fann Die Sage berichtet: heimer Rirche gebaut fchleppte den genannter war, das Gebäude jo viele Seelen ein heimi fchmetterie er ihn zor jebigen Standpunkt in Man hielt den Stein ran bermutete Schäze bor etwa 20 Jahren Sdagen suchend, den sie nicht, aber umfallenden Steine meither und fluger berzauberten Stein, und ihn später wieder heute eine Berührung E Launebadh, 1 1/12 Uhr ist in der Dre fdmaschinenbefizer > Dutenhofen, licher Beise der Gr 1654 errichteten R Gaul aus Bolperte ? Allendorf Lehrer W. Pad meindeschule zu ** Lollar. ftelle an unsere * Bürgermeister urteilung der i hier und da fho In der Hauptfac genannt: ein Art ein Landwirt, d jebige Beigeordn also gründlich pr eine farte Wablb ch. Aus den ftätte eines den am rauschenden B Namens burd fließt Rönigsberg gelegen des berühmten M Bille, der am 5. blidte. Wie die Fa bon jeher die Befize erfchrat die Wut getreu gemalte Schla fein burite, war Des franzöfifchen und von ihrem talentvol Den Reifter zum melgebäck ist noch vor dh nicht mehr, und Ge hat man ja ausgesiedelt, angebaut. Die Frauen dt, aber dafür ist noc ajonette an den Geweh ind auf den Bergen der tterie auf Batterie baut Trotzdem geht es in gemütlich zu, und man Coren. So ridtet z. B. die Herren Bost- und te, die an die Redaktion Durchlefung der wich 3. Redaktion zuzustellen. Shronit ganz beidheiden, brennen und diejenigen, einem Stopefenlichtchen crn... 9. Sommerville im Stoat Kirchenfeit einen sehr inter Sand waren in ien Getränke beträdtgem Apfelbranntwein rde viel getrunken, und eilnehmer fich gewalti a davon hatten. Ani itri te ab. Eine An Antälle, und ingere gemeinsam mit Geistren dem Tanz fin. Wien wurde in Gegeniteriums ein von AthaPanzer erprobt. Der Stahlmantel von einem chossenen 30 Millimeter Opulverisierte die BleiCanzers, dessen Rüdseite igt 3 Millimeter. Die Weinhändler in Weinjahr. Der schöne ich günstige Witterung alität des kommenden r. In Paris haben ütte in der Nähe der e aufgehoben werden, e defekten Bildwerke Kehrichtkästen gefunlung bildete die Gips. enus von Milo hinzu, t darüber, daß ihr die hatte. Einige Wochen Cch eine alte Statuette digt. Die Sammlung önch fam neben einem tinische Sänger" ohne übergestellt, dem der lage befindet sich ein otographien Platz gesten von Staatsoberinrern, so des Zaren Krüger, der Könige phokles'. Die Büsten t zu erröten, denn sie lich die Augen ausge mittel. Die Direktion ßte die Bemerkung start beitehlen wurde. Direktion eine monatFahrbillet ist gieideht jetzt jeder Fehrgait nt, und hebt sie sorgTich viel Geld, aber die Einrichtung einen Ger bekommen für jedes 15. Auguft 1905. e am Sonntag der Fiernheim bei. evangelischen Lehrer zu meindeschule zu Wohn Liften- und Leftordienft ordnung des Königlichen Mittelpläge der Borderbung von wafferbichtem bern der betreffenden t fein. Wie verlautet, n Wunsch des Kaisers n in aller Frühe rückte elm II, unter flingenbem . Battaillon begeben fich rend das 3. nach Bier Der ist ein vierwöchiges. tlich am Samstag, den Bfarraffiftenten Sattler Rebatteur! er Grabrede om Grabe . Sie haben, wohl aus bft the gemacht. Berabe ben Bielpunkt meiner n aus dem bort wieber Bil ohne diese Säße m. E. bie Lefer so wenig am Sonntag, wenn anders t einen höheren 8wd egeftern von Ihnen burd Bunkte nur ang d. uteten Ausführungen heute gefl. nach- ¡ befannt holen zu wollen. Hochachtungsvoll C. Sattler, Pfarraffiftent. Wir kommen dem Wunsche des Pfarrassistenten Sattler gern nach und bringen untenstehend den gestern Raummangels halber ven uns zurückgestellten Teil der Rede heute zum Abbruck: ... Und so muß es klingen aus unsrer Brust, dankbar nicht nur gegen einen Toten, sondern auch dankbar gegen Gott, der ihn uns gegeben hat; auch ein Preis des Gottes, der solche Soll da der Macht des Wissens dem Menschen gegeben hat. Dant gegen Gott schon aufhören? Auch wenn der Dank gegen Wilhelm Onden auf Jahrhunderte hinaus stets seine Höhe fände im Danke gegen Gott: alles Wissens, auch das große Wissen unseres Toten, fann uns nicht wahrhaft frei machen von all dem Niederdrückenden im Menschenleben, von Tod und Schuld. Auch wenn sein Name nie vergessen würde, es wäre ein schlechter Trost für euch, die sein Grab umstehen; wo ist das Beste, was Onden gehabt hat? Da hilft Wissen nicht und gibt uns Antwort; da sagt's der Glaube: Erlösung im höchsten Sinne finden wir nicht in dieser Welt. Da gilt's den Blick aufwärts zum Gott Jesu Chrifti, sich klammern an den, der gesagt: Ich lebe und ihr sout auch leben; an ihn, der der Vater einer neuen Familie sein will in der Ewigkeit, wo kein Scheiden mehr gilt, wo alle sich vereinen im Lobe seiner Majestät; wo es nicht Schein von der Wahrheit ist, wir bei Jesaja lesen: Die Erlösten des Herrn werden wiederfommen und gen Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein, Freude und Wonne werden sie ergreifen und Schmerz und Seufzen wird entfliehen. Daß unser Toter zu diesen Erlösten gehört, des hoffen wir bestimmt zu Gottes Grade, zur Gnade dessen, der uns eindringlich mahnt:„ Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit, ein Starter rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher nicht seines Reichtums, sondern wer sich rühmen will, der rühme sich des, daß er mich wisse nnd fenne." ** Fleischteuerung. In Darmstadt ist dieser Tage der Preis für 1 Pfund Schweinefleisch um 10 Pfennige und für 1 Pfund Wurst um 8-12 Pfennige aufgeschlagen worden. ** Der Lehrgang 1905/06 an den landwirtschaft lichen Winterschulen beginnt zu Darmstadt am 7., Heppenheim am 6., Michelstadt am 6., Alsfeld am 7, Büdingen am 6., Friedberg am 6, Alzey am 6., Mainz am 6. und Worms am 9. November. Bezüglich der Errichtung einer landwirtschaftlichen Winterschule im Kreise Gießen wird das Nähere noch bekannt gegeben. *** Am Sonntag unternahm der Fahrbeamtenverein Gießen vom Ludwigeplatz aus einen Ausflug nach dem herrlich gelegenen Ludwigsbrunnen. In bester Verfassung erreichten die Teilnehmer das Ziel des Cusflugs und und gaben sich mit ganzer Kraft den gebotenen zerstreuungen Während die Kinder hübsche Reigen aufführten und mit Bregeln dafür belohnt wurden, gingen die Erwachsenen Um 7 Uhr abends flott den Freuden des Tanzes nach. Um 7 Uhr abends wurde der Rückmarsch angetreten. hin * Eine rheinhessische Sage. Wenn man auf der Kaiserstraße( Paris- Mainz) Wörrstadt verlassen hat, begegnet man ungefähr in der Mitte zwischen Underheim und Wörrstadt einem mächtigen Steine, der hochaufragend mitten auf einem Acker steht. Wie der Stein, ein Megalolith, dorthin gefommen, fann geschichtlich nicht nachgewiesen werden. Die Sage berichtet: Als die auf einer Höhe liegente Undenheimer Kirche gebaut werden sollte, kam der Teufel und schleppte den genannten Stein herbei, da er der Meinung war, das Gebäude solle ein Wirtshaus werden, worin er viele Seelen ein heimsen fönne. Als er sich getäuscht sah, schmetterie er ihn zornig zur Erde, sodaß der Stein seinen jeßigen Standpunkt in der Obersaulheimer Gemarkung bekam." Man hielt den Stein auch für ein Schwedendenkmal, und man vermutete Schäze unter ihm. Diese Annahme verleitete vor etwa 20 Jahren mehrere Männer resp. Burschen, nach Schäßen suchend, den Stein zu untergraben. Schäße fanden sie nicht, aber zwei Menschenleben wurden von dem umfallenden Steine vernichtet. Viele Leute tamen von weither und schlugen sich fleine Stückchen aus diesem berzauberten" Stein, bis man ihn mit Brettern umkleidete und ihn später wieder aufrichtete. Abergläubige meiden noch heute eine Berührung mit ihm, dem„ Langen Stein". - gewordenen Kupferst cher Guttenberg, Beevir, Dunter u. a. waren Willes Schüler. Im Pantheon zu Paris ruhen die Gebeine des großen deutschen Künstlers. Eine schlichte Marmortafel mit einer sinnigen Widmung erinnert den an der Obermühle vorüberziehenden Wanderer an den großen Meister. ch Rodheim a. d. B., 14. August. Ein recht würdiges Missionsfest wurde am Sonntag in unserem großen Dorfe gefeiert. Schon in dem Vormittagsgottesdienste vermochte die alte Kirche nicht alle Missionsfreunde aufzunehmen, sodaß viele derselbe feinen Sitzplatz finden konnten. Die andächtige Menge lauschte den berufenen Missionspredigern Pfarrer Wagner aus Nieder- Florstadt und Pfarrer Koch aus Lüßellinden. Um 2 Uhr nachmittags versammelte sich eine ungeheure Menschenmenge in dem herrlich gelegenen Tannenwäldchen jenseits des Bieberbaches, wo um 4 Uhr auch noch eine Nachversammlung abgehalten wurde. Der hiesige Posaunen- und gemischte Chor wirkte auch diesmal bei dem schön verlaufenen Feste mit.- Wie wir noch erfahren, wird sich auch aus hiesiger Gemeinde ein junger Mann für den überaus schwierigen Missionareberuf ausbilden. Erbsen per Liter 21 Pfs, Linsen per Liter 32 Big, Tauben per Paar Y. 0.80-1.00, Sühner per Stild Rt. 1.00-1.60, Sahnen, per Stild 0.80-1.80, Enten per Städ 1.80-2.20, Gänse ver Pid. 00-00 Pfg. Ochsenfleisch per B. 00-00 Bf., Rindfleisch ber Pf5. 00-00 Pfg. per Bfb. Schweinefleisch 00-00 Big. Schweine fleisch gesalzen per Pfund 0.00 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 00-00 Pfg. Sammelfleisch per Pib. 00-00 Pig., Kartoffeln bro 100 kilo 7.50-800 m., Zwiebeln per St. m. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pe Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen be: Zentner 0,00-0.00, Kirschen per Pfd. 00-00 Pfg. Milch per Lite: 20. Pfg. Dauer der Marktzeis von 7 Uhr morgens bis 1 ubi nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vo: Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberziehen feilgeboten werden. Die Marktpreise für Bich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 14. August 1905. Ochsen Kälber Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. , 50 kg Schlachtgewicht 77-80 m. 86-90 Pf. 75-00 1/2 17 " " 18.00 M. 15-15 15 " Fleischpreise in Gießen / kg 70-80 f. 70-74 do. 70-80 do. " Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f. Schwarzbr. do. 48 " W " Schweine do. Getreidepreise in Mannheim ?? Wetzlar, 14. Auguft. Entgleisung. Weizen 100 kg Samstag Abend sind 5 für Buderus bestimmte 15 Tonnenwagen aus Roggen do. dem Anschlußgeleise gehoben worden. Mehrere Wagen stürzten von dem Bahnförper herab. Menschenleben sind glücklicherweise nicht zu beklagen. Notierungen der Frankfurter Bichmarktpreise. Zum Verkauf flanden: 463 Dchsen, 69 Bullen, 749 Rühe und Färsen( Stiere und Rinder), 254 Kälber, 216@chase nnd Hämmel, 1689 Schweine, - Biegen, ?? Braunfels, 14. Augnst. Kommenden Sonntag wird der mit Hilfe des Gesamt- Taunus- Klubs auf dem Remischen errichtete Aussichtsturm seiner Bestimmung übergeben werden. Ziegen und Schaflämmer. Billertshausen, 14. Auguft. Das Grundbuch Aus Desterreich: 178 Ochsen, Bullen. für die hiesige Gemarkung ist vom 20. September ab als Bezahl wurden für 100 Pfund: Schlacht- Lebendangelegt anzusehen. chien: * § Eberstadt, 14. Aug. Abgestürzt. Der Landwirt Schlottner stürzte beim Fruchtabladen vom Gerüst und trug recht schwere Verlegungen davon. * Homberg, 14. Auguft. Marktverbot. Infolge größerer Verbreitung der Rotlauffeuche in der Gemeinde Homberg ist die Aufhebung des auf den 16. August für Homberg festgeseßten Marktes verfügt worden. * Bad- Nauheim, 14. Auguft. Frequenz. Bis zum 10. August find 21 148 Kurgäste angekommen, wovon an genanntem Tage noch 5734 anwesend waren. Bäder wurden bis zum 10. August 269 840 abgegeben. Mehr gegen 1904 bis jeßt 1588 Personen. Marburg- Dreihausen hat einem dringenden Be§ Marburg, 14. August. Unsere neue Kreisbahu dürfnis abgeholfen, Tag für Tag wird sie von zahl= reichen Passagieren benutzt, sodaß ihre Rentabilität gesichert ist. Auch der Güterverkehr läßt sich zufriedenstellend an. *-* Heidelbach, 14. Auguft. Im Pfarrhaus dahier wurde am hellichten Tage nachmittags gegen 4 Uhr ein Einbruchsdiebstahl verübt. Dem Einbrecher fielen 8 Mt. aus dem Koffer des Dienstmädchens und 83 Pfg. Opferbüchsengeld in die Hände. *** Alsfeld, 14. Auguft. Die diesjährige DekanatsSynode des Dekanats Alsfeld findet am 6. S.ptember in der Kirche zu Alsfeld statt. * Alsfeld, 13. Auguft. Chloroformiertes Pferd. Eine merkwürdige Operation wurde vor ein paar Tagen von dem Tierarzt Hofmann an einem Pferde vorgenommen. Dem Tier wurde nämlich, nachdem es chloroformiert, ein Das Zahnfleisch war an der schadhafter Zahn gezogen. Stelle, wo der Bahn saß, mit Morphium besprigt worden, damit die Operation schmerzlos verlaufe. Die Sache ging denn auch glatt von statten, und das Pferd ist i zt hoffentlich seiner Zahnschmerzen ledig. Groß Felda, 14. Auguft. Erfindung. Schmiedemeister Martin Mayreis hat ein Hoftor mit doppelter Rollenführung hergestellt und sich die Erfindung durch das Kaiserl. Patentamt schüßen lassen. *** Frankfurt, 14. Auguft. Branerei- Vereinigung. Die hiesige Bürgerbrauerei und die Hofbraueret Schöfferhof- Mainz haben Verhandlungen eingeleitet, die die haben. Das ist die dritte Fusion, die in ganz kurzer Zeit im Braugewerbe durchgeführt wird. - a. volfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwertes bis zu 6 Jahren b. junge flischige, nicht ausgewäftete un ältere ausgemäftete c. mäßig gerährte junge, gut genährte ältere Bullen: a. volfleischige höchsten Schlachtwertes b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder): a vollfleischige ausgemästete Färsen( Stiere und Rinder) höchsten Schlachtwertes b. vol fleischige ausgemäfteten Kühe höchsten Schiachtwertes bis zu 7 Jahren c. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe und Färsen( Stiere und Rinder) gewicht gewicht Ma 77-80 Ma - 70-73 66-69 - 65-67 62-64 - 71-73 65-67 - 52-54 d. mäßig genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) 49-51 e. gering genährte Kühe und Färsen ( Stiere und Rinder) Geschäft bei Hornvieh gut. Ueberstand beträchlich. - Frankfurt a. M., 14. Auguft. Fruchtmarkt. Es notierten nach Qualität: An Weizen, hiesiger und Wetterauer mt 17.00-17.20, furhessischer Mr. 16.90-17.15 Roggen, hiesiger Mr. 14.35-14.50, russischer Mt. 14.75-15.00 Gerste, hiesige Mr 16.90 bis 17.50, Pfälzer Mr. 17.00 bis 17.75, fränkischer Mt. 00 00.- 10.00, Riedgerste Mr. 00.00 bis 00.00 Safer, hiesiger und Wetterauer Mt. 00.00-00.00, furhessischer Mr. 15.25-16 00, baberischer Mr. 00.00-00.00, Mais, Mixed Mr. 13.60-13.75. Ales pro 100 Kilo ab hter. Meh I wesentlich höher. Es notierten nach Qualität: Weizenmehl hiesiges 0, Mt. 26.75-27.75, feinere Marken Mr. 29.00-29.25, hiesiges, Nr. 1, Mt. 24.75 bis 25.25, feinere Marken Mr. 26.00-26.50 hiesiges Nr. 2, Mt. 23.75-24.25, feinere Marken Mt. 24.75-25.25, hiesiges Nr. 4, mt. 19.00-19.50 feinere Martin Mr. 20-20.50, Roggenmehl, hiesiges, 0, Mr. 22. bis Weizen23.25, do. 1 Mt. 20.25-20.75, do. 2 Mt. 16-17 00. schalen Mt. 5.00-5.25, Weizenkleie Mr. 5.00--7.00, Roggenkleie Mr. 5.80-8.00, Weizenfuttermehl Mt. 6.50-7.00. - Sießener landwirtschaftlicher Wetterdien Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, E Launsbach, 15. Auguſt. Fener. Heute Nacht Vereinigung ihrer Unternehmungen zum Gegenstande den 16 Auguft. Temperatur wenig verändert, nachts etwas 1/212 Uhr ist in der hiesigen Feldmart ein Dreschwagen des Dreschmaschinenbesizers Albohn- Gießen verbrannt. > Dutenhofen, 14. August. Gestern wurde in feiers licher Weise der Grundstein zum Erweiterungsbau unserer 1654 errichteten Kirche gelegt. Die Weiherede hielt Pfarrer Gaul aus Volperte hausen. ? Allendorf a. d. Lahn, 13. Aug. Die erste Lehrer stelle an unserer Gemeindeschule ist zu besetzen. Der Lehrer W. Padderaz dahier ist zum Lehrer an der Ges meindeschule zu Oberbiel ernannt. * - ** Lollar. Die Vorboten zur Wahl eines neuen Bürgermeisters die Arbeit im Stillen und die Be urteilung der im Frage kommenden Kandidaten laffen hier und da schon einiges an die D. ffentlichkeit durchsichern. In der Hauptsache werden drei Männer als Kandidaten genannt: ein Arbeiter( aufgestellt von den Sozialdemokraten), ein Landwirt, der auch zugleich Handwerker ist und der jezige Beigeordnete. Die Wähler unserer Gemeinde wollen also gründlich prüfen; eine Hauptsache aber auch ist es, daß eine starke Wahlbeteiligung eintritt. ch. Aus dem Biebertal, 14. Auguft. Die Geburtsstätte eines deutschen Meisters. Vier Mühlen klappern am rauschenden Bieberbach, bevor er die Ortschaft gleichen Namens durchfließt. Unter diesen ist die oberste die unweit Königsberg gelegene Obermühle. Sie ist die Geburtsstätte des berühmten Meisters der Kupferstechtur st Joh. Georg Wille, der am 5. November 1715 das Lcht der Welt erblickte. Wie die Familie Will erzählt- Wills sind nämlich von jeher die Besizer dieser schön gelegenen Mühle gewesen erschrat die Mutter des Künstlers eines Tages über eine von ihrem talentvollen Knaben auf dem Fußboden naturgetreu gemalte Schlange. Wie schon manchem Leser bekannt sein dürfte, war Wille Hoffupferstecher des deutschen Kaisers, des französischen und dänischen Königs. Napoleon I erhob den Meister zum Ritter der Ehrenlegion. Lie nachmals so - Literarisches. Rechts und links der Eisenbahn. Von dieser im Vorjahr im Verlag von Justus Perthes erschienenen allseitig freudig begrüßten Serie neuartiger Reiseführer sind weitere 39 Hefte erschienen. Es liegen nun 65 Hefte vor, und sind damit faft alle größeren deutschen Strecken vertreten. Diese neuen Reiseführer verfolgen befanntlich den Zweck, die so häufig als langweilig empfundene Eisenbahnfahrt auf angenehme und doch belehrende Weise zu verkürzen. An der Hand einer prächtigen genauen Karte des Schienenwegs und seines Seitengeländes entrollen sie in unterhaltender Form, aber auf ernster wissenschaftlicher Grundlage vor dem geistigen Auge des Reisenden ein anschauliches Bild der durchfahrenen Gegend. Was immer die durchfahrene Gegend für Erinnerungen an die Vergangenheit bietet, was sie an bemerkenswerten Werken menschlichen Schaffens aufweist, alles das meldet gewissenhaft der Führer seinem Reisenden. Auch die unsere Gegend durchschneidenden Auch die unsere Gegend durchschneidenden Hauptbahnen sind in der Sammlung vertreten. Herausgeber dieser Eisenbahnführer ist der bekannte Förderer deutscher Landes- und Volkskunde Prof. Paul Langhans, der sich die Mitarbeit einer großen Bahl führender Gelehrter auf erdkundlichem Gebiet gesichert hat. Die Rechts uno links". Führer sind in allen Bahnhofs- und Stadtbuchhandlungen läuflich( das einzelne Heft mit zwei Karten foftet nur 50 Pfennia) Marktberichte. Stees, 15. Auguft. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter pe: fb. 100-1.15 wt., Sühnerefer per Stüd 7-8 Bfg., Enteneler St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg wärmer; vereinzelt Gewitter. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inserateniet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belbe in Gießen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Es können eingestellt werden: 1 Spengler, 2 Bau- und 1 Kunstschlosser, 1 Schmied, 1 Strickerin, 11 Schreiner, 1 Rüfer, 2 Brötchenträgerinnen, 1 Friseur, Schneider, Erdarbeiter, jüngere Arbeiter( auswärts), 2 jüngere Hausburschen, 1 Köchin( auswärts), Dienst- und Hausmädchen, Lauffrauen oder Mädchen. Lehrlinge: 1 Schreiner 2 Schlosser, 2 Bäcker, 1 Friseur, 1 Schuhmacher. Es suchen Arbeit: 1 Schmied, 1 Spengler, 1 Schlosser, 1 Maschinenschlosser, Maschinist oder Heizer, 1 Buchbinder, 1 Schneider, 2 Wäscherinnen, 1 Installateur, 1 Lauffrau, Haus- oder Bureaudiener, 2 Bureaugehilfen, Rassierer. A C Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, zu besichtigen. Beste Bezugsquelle. Muster umgehend. Z G Bekanntmachung. Die nachbenannten Firmen und Geschäftsinhaber: 1. Seorg, Appel, Seltersweg 56, 2. Hermann Bender, Dammstraße 44, 3. A. P. Christophersen, Goethestraße 23, 4. Städtisches Gas- und Wasserwerk, 5. Wilhelm Hamel, Bleichstraße 7, 6. Konrad Hamel, Nordanlage 29, 7. Rudolf Rödiger, Walltorstraße 35, 8. H. Schaffstäd, Bahnhofstraße 24, 9. Joh. Thörner Witwe, Grabenstraße 9, 10. Chrift. Zimmer Witwe, Bahnhofstraße 12 find zur Ausführung von En wässerungsanlagen gemäß§ 16 der Polizeiverordnung, die Entwässerung bon Grundstücken im Anschluß an die städtische Kanalisation in der Provinzialhauptstadt Gießen betreffend, bom 1. August 1904, zugelassen worden. Nach§ 16 der genannten Polizeiverordnung dürfen Entwässerungsanlagen im Anschluß an die städtische Kanalisation nur durch die hierfür zugelassenen Unternehmer ausgeführt werden. Gießen, den 11. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Das Aufsetzen von 250 cbm Basaltsteine zur Chauffierung des Anneröder Weges soll Mittwoch, den 16. Auguft, vorm. 11 Uhr auf dem Bürgermeisterei Bureau anderweit vergeben werden. Gießen, den 12. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. In der Zeit vom 5. bis 11. August 1905 wurden in hiesiger Stadt gefunden: 1 Kinderstrohhut, 1 filb. Rem.- Uhr mit Goldrand, 1 Zwicker, 1 Rem. Taschenuhr und 1 Bettüberzug; verloren: 1 Nadel mit einem dicken Brillantstein und 1 Zehnmark: ftüd. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben, ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 11. August 1905. Großh. Bolizelamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 4 Juli 1905 angeordnete Sperre der Ludwigstraße zwischen Bismard- und Gartenstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 15. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der Schiffen: bergerweg zwischen Gutenberg- und Licherstrage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 14. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Kanalisationsarbeiten wird der After: weg zwischen Schillerstraße und Nordanlage von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 12 August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg Da8 Korrespondenten für Tage 8= Wegschaffen des neuigkeiten überall gesucht. Bauschuttes bon der Hofraite des Joh. Georg Weber Erben, Neuen- Bäue 20 zu bergeben. Umgehende Offerten berücksichtigt Karl Weber, 3. 3. Wittelsbacher Allee 61, zu Frankfurt a. M. Lehrling. Suche einen tüchtigen, jungen Mann als Lehrling unter sehr günstigen Bedingungen. Herm. Wiekler, Manufakturw. und Damenfonfektion, Butzbach. 1-2 möbl. Zimmer zu vermieten. Gießen, Marktstraße 11. Weckler's Korrefp.- Bur. Darmstadt. UnionWichse ( vormals Krauss- Clinz) ist und bleibt ( die beste! In Schachteln u.Dosen überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. * g. Blutftod. Timerman Hilfe Hamburg Fichteftr. 33 Brotpreise vom 13 bis 27. August 1905. Versteigerung. Mittwoch, den 16. Anz. Grummetgras- Versteigerung der Stadt Gießen. Samstag, 19., Montag 21. und Dienstag, 26 werden im Bieter'schen 22. August 1. 3o. soll das Grummetgras von den 52 Der hiesigen Bäcker. Kg. Pfg. nachmittags 2 Uhr 1 Weißbrot 2 1 Gem.- Brot 2 " 3 1 Kornbrot 2 " Der auswärtigen Bäcker: 1 Weißbrot Georg Dein, Gr.Linden W. Steinmüller Witwe( Langgöns.) Heinrich Weber( Heuchelh.) W. Fabel Wiesed Jakob Appel, Krof= dorf. 24 Saale versteigert: Möbel städtischen Wiesen meistbietend versteigert werden und zwar: 48 aller Arten, ein Pianino, 44 24 72 10 Mille Bigarren, eine vollst. 22 Ladeneinrichtung für Spez., 20 Fl. Kognaf, ein Kassenschrank, 200 Dosen Konserven, 6 Mille Zigaretten, 1 Thefe mit Marmorplatte, 12 Dizd. Kleiderbürsten, 12 Dußend Haarbürsten, 50 Quadratm. Glas, 1 noch neues Fahrrad, eine Metalldrehbank u a. m. Scikler, Gerichtsvollzieher, Gießen. 24 W. Weigel Langgöns u. L. Steinmüller Gr. Lind. 25 Karl Post, Wieseck W. Leir: Klein Linden 26 Louis Süßmuth Steinberg u Georg Dern Gr- Linden 48 W. Steinmüller Wwe Langaöns) 48 W. Fabel( Wieseck W. Weitzel, LangGöns JakobAppel, Krofdorf, Heinrich Weber Heuchelheim 2. Steinmüller ( Gr. Lind.) 50 Karl Post, Wieseck u. W. Lein KleinLinden 52 1 Gem. Brot Georg Dern Gr, Linden 22 W. SteinmüllerWe W. Weigel, Lang= Göns, Steinmüller Gr. Linden Heinrich Weber, Heuchelheim 22 W. Lein KleinLinden 24 Louis Süßmuth, " 2 Steinberg und Karl Spamer, Reiskirchen, Georg Dern Gr.- Linden Karl Trautmann, Wiesed, L. Steinmüller ( Gr. Linden). Steinmüller Wwe. Langgöns, Heinrich Weber, Heuchelheim, W. Weitzel Lang- Göns, Karl Post Wieseck, Karl Spamer Reisfirchen, Gustav Jacoby, A.- Bused 44 J. Appel, Krofdorf46 W. Lein, KleinLinden 48 21 Н bei Louis Süßmuth Steinberg 54 " W. Fabel und Karl Post, Wieseck 66 Karl Trautmann Wieseck, Gustav Jacoby Alten- Buseck 66 1 Kornbrot Ferd. Weiß. Grü: ningen Jakob Appel, Krof dorf 22 2 Kornbrot Karl Spamer Reiskirchen, With. Schimmel Kinzenb.Mühle und Jak. Appel, Krofdorf Ferdinand Weiß, Grüningen 44 W. Lein, KleinLinden 44 21/2 " Heinrich Weber Heuchelheim 55 Der Brotverkäufer. Dieselben Preise, wie bei den hiesigen Bäckern. Gießen, den 12. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. 1 Wagnergeselle gesucht. ( u. meine bier i. D. pat. Neuheit. 2. Faber, Wagnermeister, Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. Rotwein ( echter Ingelheimer) Liter oder Flasche von 100 Pfg. an versendet in Gebinden von 25 Liter und Kisten von 12 Flaschen an P.Chr. Saalwächter Weingutsbesitzer. Nieder- Ingelheim a. Rhein. Wolkengasse 11. Soeben erschien: Neue Touristenkarte vom Vogelsberg mit Wegemarkierungen u. Tourenverzeichnis, herausgegeben vom Vogelsberger Höhenklub Mk.-.60 aufgezogen auf Leinwand Mk. 1.Zu haben in allen Buchhandlungen. Verlag von Emil Roth in Giessen. Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. Ziehung bestimmt 17. u.18.Aug. 1905 durch die staatl. Lotteriedirektion in Darmstadt. nur 1 mark kostet ein Los der 45ten Gothaer Geldlotterie 3338 Bargeld- Gew. und eine Prämie mit zus. 48000 MK. Grösst. Gew. I. günst. Falle 25000 Mk. best. aus einer Prämle v. 15000 MK. und einem Gewinn von 10 000 Mk. a. 8. f. Auszahlung ohne j. Abzug. Lose à 1 Mark. Il Lose für 10 Mk. ( Port. u.Liste 25Pfg. extra) bei Ad. Müller& Co. Darmstadt, Rheinstr. 14. Samstag, 19. August: a) nachmittags 3 Uhr an Ot und Stelle von den Wiesen bei der Margaretenhütte; b) nachmittags 4 Uhr an Oct und Stelle von den Wiesen bei der Aftien- Brauerei,( bisher der letzteren gehörig). Montag, 21. August: a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen im Neustädterfeld und von den Wieseckböschungen; b) vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Witwe, Grünbergerstraße 6, von den Wiesen im Heegstrauch, im Rußland und von dem unteren Teil des Friedhofs am Nahrungsberg; c) nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald von den Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal und von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck; d) nachmittags 5 Uhr an Ort und Stelle von den etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, 22. Auguft: a) vormittags 9 Uhr an Ort und Stelle von den Ochsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiese, von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch b) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen; c) nachmittags 2 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Alten- Buseck; d) na.hmittags 3 Uhr an Ort und Stelle von den Wiesen in der Gemarkung Großen Buseck. Die Zusammenkunft ist am 19. August bet der Margaretenhütte, am 21. August am Neustädtertor und am 22. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Ge meinden werden ersucht, Vorstehendes in ihrer Gemeinde bekanntmachen zu lassen. Gießen, den 11. August 1905. Großherzoal. Bürgermeisterei Mecum. Gothaer Lebensversicherungsbank auf Gegenseitigkeit. Größte Auftalt ihrer Art in Europa. Bestand an eigentlichen Lebensversicherungen über 860 Mill. Mark Bisher ausbezahlte Versicherungssummen über.. 440 " Die stets hohen Ueberschüsse kommen unverkürzt den Versicherungsnehmern zugute, bisher wurden ihnen 217 Mill. Mark zurückgewährt. Sehr günstige Versicherungsbedingungen: Unverfallbarkeit sofort, Unanfechtbarkeit und Weltpolice nach 2 Jahren. Prospekte und Auskunft kostenfrei durch den Vertreter der Bank: Heinrich Hochreuther, Assekuranz- Geschäft. ( Jnh: Heinrich Hochreuther, Wilh. Jullmann) Gießen, Steinstraße 90. Flechten näss. und trockene Schuppenflechte, skroph. Ekzema, Hautausschläge, offene Füsse Beinschäden, Beingeschwüre, Aderbeine, böse Finger, alte Wundes sind oft hartnäckig; wer bisher vergeblich hoffte geheilt zu werden, mache noch einem Versuch mit der bestens bewährten RINO- SALBE frei von Gift u. Säure, Dose Mk. 1.-. Dankschreiben gehen täglich ein. Wachs, Naphtalan je 15, Walrat Benzoefett, Venet. Terp., Kampferpflaster, Perubalsam je 5, Eigelb 30, Chrysarebin 0,5 Zu haben in den Apotheken. bes. in d. 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