Bas. ische muer ung, Der ons Ver tich da, läfft ben Fellt. Enes elle ga า น รั ten Durd ollte rfen. ber. Be blid e er N. Men hen Benn ndlich Bunft berStopi s ich Thre bon also er an Stein, mm lung nften t den Docht en ein e sei, en. Hände cht zu Creicht, ündet rlöscht Be nn ge Zu algymnafiume arbeiten, Stufen - 11 Uhr 18 zur Einh, find bis Buschlagsfrift sus hule men in ber bite. 20. Nr. 164. Erites Blatt. nsertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberben, die Kreise Wehlar and Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Petitzetle. 30 refp. 40 fg. Sebaftion u. Saupterpebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 15. Juli 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfa.. in'e Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Grattsbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Politifche Rundschau. Deutsches Reich. * Die Verhandlungen zwischen Deutschland und England über die Marschall- und Karolinen- Inseln haben nach einer Erklärung des englischen Ministers des Auswärtigen im Oberhause zu dem Ergebnis geführt, daß zwischen den beiden beteiligten Mächten noch Unterhandlungen schweben wegen einiger Punkte, welche über den Rahmen des Monopols der Jakuitgesellschaft auf den Marschall- und KarolinenInseln hinausgehen. In England beabsichtigt man die Erwerbung eines Terrains zu einer Ansiedelung für Handelszwecke. Die englische Regierung steht unter dem Eindruck, daß das Handelsverbot auf den Inseln kein absolutes sei, sondern daß es wahrscheinlich das Resultat unberechtigter Bedingungen sei, von welchen die höheren Behörden keine Kenntnis haben. Das deutsch- französische Abkommen über Marokko sol beim Sultanshofe in Fez große Befriedigung hervorgerufen haben. Tte deutsche und die französische Gesandtschaft reisen gleichzeitig von Fez ab. Sie werden vorher dem Sultan Rat für die Abfassung des Programms für die MarokkoKonferenz erteilen. * Mit der Revision des Krankenkassengesetzes beabsichtigt die Regierung dem Vernehmen nach nicht bis zur allgemeinen Umarbeitung der ganzen Arbeiterversicherungsgesetzgebung zu warten. Vielmehr soll für die nächste Reichstagssession bereits die Vorlage einer Krankenkassen- Novelle zu erwarten sein. * Der preußische Kultusminister von Studt soll sich zur Frage der Gehaltsregulierung der Volksschullehrer geäußert haben, sobald das neue Volksschulunterhaltungsgesetz zstande gekommen und durch Kommunalisierung die Lasten der Volksschulunterhaltung auf breitere Schultern gelegt sei, werde es sein Bestreben sein, die berechtigten Wünsche der preußischen Lehrer zu erfüllen. Darnach stände also die Kommunalisierung der Schuler mit der Gehaltsfrage im engsten Zusammenhang. Oefterreich- Ungarn ** Das österreichische Herrenhaus hat den Handelsvertrag mit dem deutschen Reiche, sowie das Ermächtigungsgesetz betreffend die provisorische Regelung der Handelsbeziehungen mit der Schweiz und Bulgarien angenommen. Russland. ** Eine amtliche Mitteilung über die revolutionären Vorgänge im Kanfasus ist bemüht, diese als vergebliche Versuche der aufständischen Parteien in Tiflis hinzustellen, die indessen als gescheitert zu betrachten seien. Die russischen Arbeiter in Tiflis, so besagt die Veröffentlichung der Regierung, bildeten ein konservatives Element, und es sei dort öfters die Ermordung solcher durch Revolutionäre vorgekommen. Ueber die Bombenfunde in Tiflis wird ferner berichtet, daß ein Bombenlaboratorium entdeckt worden ist, in dem vier gefüllte und 24 unfertige Dynamitbomben, sowie gegen 500 Pakete mit Dynamit und Nitroglycerin usw. gefunden wurden. Der Versuch der Laboranten, eine Erplosion zu verursachen, wurde durch die Umsicht der Polizei bereitelt. Während der Haussuchung wurden in den umliegenden Gärten Gewehr- und Revolverschüsse gewechselt. Insgesamt wurden dort zwölf Personen verhaftet. Ein Laborant brübte im Gefängnis Selbstmord.- Auch in Moskau ist wieder in einem Keller eine Bombenfabrik entdeckt; es erfolgte eine Explosion, durch die der ganze Raum zerstört und drei darin befindliche Personen zerrissen wurden.- Ferner wurden in Grodno durch ein Bembenattentat auf den Polizeimeister dieser und eine Anzahl Polizisten schwer verwundet. In den Arsenalen in Libau und Odessa sind Massendiebstähle an Waffen und Patronen entdeckt. In einem Eisenbahnmagazin der Station Samara wurden eine Million Rubel versteckt vorgefunden, die seinerzeit vom Roten Kreuz nach Ostasien abgeschickt, aber verloren gegangen war.- In Riga wurde ein Transport revolutionärer Schriften beschlagnahmt; ein Zellaufseher wurde dabei erschossen. Der Mörder des Grafen Schuwaloff in Moskau ist als ein früherer Petersburger Lehrer erkannt. Er ist Mitglied des revolutionären Kumitees, das den Grafen Schuwaloff zum Tode verurteilt hatte. Alien. - ** Die Friedensaussichten im russisch- japanischen Krieg hcben durch die Ernennung Wittes zum russischen Unterhändler entschieden an Aussicht gewonnen. Witte ist von Anfang an dem Krieg abgeneigt gewesen, und man kann annehmen, daß er mit den Kräften einen ehrlichen und dauernden Frieden anstreben wird. Der japanische Gesandte in Pefing hat Verhandlungen wegen eines besonderen Abkommens mit China über das künftige Schicksal der Mandichurei eingeleitet. Japan will also China von den Friedensverhandlungen fern halten und später über die Mandschurei direkt mit dem Reich der Mitte verhandeln. Die Blockade von Wladiwostok ist jetzt äußerst streng. Keines der russischen Schiffe versucht, den Hafen zu verlassen. Nur crpedcbcote wagen sich bis zur Hafenausfahrt vor. Das chinesische Postamt in Shanghai gibt bekannt, daß die Verbindung zwischen Niutschwang und allen Städten der westlichen Mandschurei einschließlich Charbins unterbrochen ist. Hof und Gesellschaft. *** Anläßlich der Begegnung des Kaisers mit dem König und dem Kronprinzen von Schweden auf der Reede von Gefle ist König Oskar vom Kaiser unter Stellung à la suite der deutschen Marine zum Großadmiral ernannt. Zu Ehren des Königs Oskar hatte ein Diner an Bord der Jacht„ Hohenzollern" und, als Kaiser Wilhelm den Besuch der schwedischen Fürsten auf der Königsjacht„ Drott" erwiderte, dort ein Frühstück stattgefunden. Der Kaiser ist sodann an Bord der„ Hohenzollern" nach Sundsval in See gegangen. *** Prinz Adalbert von Preußen, der dritte Sohn des Kaisers, vollendete gestern sein 21. Lebensjahr. Der Prinz verlebte seinen Geburtstag bei seiner Mutter und seinen jüngeren Geschwistern in Cadinen. ** Seinen achtzigsten Geburtstag beging gestern Prinz Heinrich VII. Reuß. Er war ein bewährter Mitarbeiter des Fürsten Bismarck und bekleidete nach einander den Posten des deutschen Botschafters in Petersburg, Konstantinopel und Wien. Amnestie und Begnadigung. ( Eig. Bericht.) Paris, 13. Juli. Die heutige Sigung der Deputiertenkammer hat einen überraschenden Verlauf genommen und zugleich aller Welt den feinen Unterschied zwischen Amnestie und Begnadigung finnfällig gemacht. Bisher war man auch schon der Meiung gewesen, daß Begnadiugn eine Amnestie ohne Redensnung gewesen, daß Begnadigung eine Amnestie ohne Redensaber das zu erkennen mußte man ein feiner Kopf sein und seine Prüfungen in der chemischen Begriffsküche bestanden taben. Jetzt aber hat man ein lebendiges Beispiel vor Augen, der praktische Anschauungsunterricht hat auch den Begriffsstutigen so belehrt, daß er im Schlafe anzugeben vermag, was Amnestie und Begnadigung von einander trennt. Der Amnestierte ist straflos, der Begnadigte ist es auch. Ter Amnestierte aber ist durch ein Gesetz begnadigt, nährend der Begnadigte duch einen von der Zustimmung des Ministeriums getragenen Willensakt des Staatsoberhauptes amnestiert ist. Wem das noch nicht klar ist, der braucht bloß einen Bericht über die heutige Sigung der Deputiertenfammer und die nachfolgenden Entschließungen des Präsidenten Loubet zu lesen. Es ist bekannt, daß die französische Republik einen vielhundertföpfigen Souverän hat, nämlich die Deputiertenfammer. Es ist selbstverständlich, daß dieser vielköpfige Souverän entsprechend viele Ansichten und Meinungen hat, und daß es nicht immer ganz leicht ist, die Meinung herauszufinden, die gerade die maßgebende und souveräne sein joll. Jeder der vielen Köpfe hat seine besonderen Anhänger, und so ist es natürlich unvermeidlich, daß nicht allzuselten ein Teil des Souveränitätsgefolges sich in Widerspruch zu dem eben herrschenden souveränen Willen befindet. Der Widerspruch ist manchmal so grell, ſeine Aeußeruna so hochverräterisch, daß man eine Aussöhnung der Gegensätze und eine Wiederherstellung der einigen und umteilbaren Souveränität für kaum möglich halten sollte. Unter solchen Umständen ist die Amnestie ein bewährtes Allheilmittel. Die feindlichen Parteien erlassen ein Amnestiegesetz, d. h. sie erklären in der Form eines Geetes, daß bestimmte Dinge als nicht geschehen angesehen werden, daß sie mit ewigem Vergessen bedeckt sein sollen. Ein derartiger gesetzlicher Lethetrunk wird in ziemlich gleichmäßigen Zwischenräumen verschrieben, um auf Verabredung das aus der Erinnerung zu löschen, was bei wiederbolter Erörterung nur mit erneuter Peinlichkeit wirken mürde. Die seltsame Methode, die der vorige Kriegsminister General André wohl nicht direkt angeordnet, aber zugelassen hatte, durch Anfragen bei der Freimaurerloge Erkundigungen über die politische Gesinnung der Offiziere einzuziehen und danach deren Beförderung zu bestimmen, war ziemlich allgemein verurteilt, jedenfalls von keiner Seite verteidigt worden. Herr André hatte seinen Abschied ge ommen, ihn nehmen müssen, obwohl festgestellt werden fonnte, daß man auch von der anderen Seite bezüglich der Mittel der Gesinnungserforschung nicht sehr wählerisch ge mesen war. Die Parteien rieben sich deswegen aneinander, bis sie beide schäbig geworden, und nach Erreichung dieses schönen Zieles entschloß man sich, zum diesjährigen National fest dem Aerget nis durch eine Amnestie ein Ende zu machen. Bei der Gelegenheit wollte man auch noch einige andere alte Rechnungen begleichen und eine Anzahl politischer Schreihälse, die sich vor Jahren unbequem gemacht und dafür durch zhangsmeisen Aufenthalt im Ausland gebüßt hatten, aus der Verbannung heimrufen. Unter diesen Schreihälse. war Déroulède, der Allfranzose und Deutschfresser, der befannteite. Die nationalistische Minderheit glaubte aber, im vorliegenden au zu turz zu tonunen. Sie hatte nichts zu verlieren, während sie die Hossnung nicht aufzugeben braucht, durch Fortsetzung des Kampfes gegen den früheren Minister André noch etwas zu gewinnen. Ueberdies war sie gar nicht darauf begierig, Herrn Déroulède wieder auf den Pariser Boulevards zu begegnen. Die Folge davon war, daß sie das Amnestiegesetz in der heutigen Sizung nicht bloß nicht schweigend bewilligte, wie es der Brauch verlangt, sondern unter lebhaftem Protest die alten Angriffe gegen den General André erneuerte. Der Deputierte Lasies, der namens der Nationalisten das Wort führte, wurde von den Sprechern der anderen Parteien und von dem jetzigen Kriegsminister Berteaur nicht gerade sänftiglich behandelt und als unpatriotischer Störenfried an den Pranger gestellt. Danach verließen die Minister den Saal, die Sitzung wurde unterbrochen, und als sie nach einiger Zeit, während deren der Senat einige Steuergesetze durch Annahme erledigte, wieder eröffnet wurde, verkündete Ministerpräsident Rouvier den Schluß der Parlamentssession bis zum Oktober. Die Mehrheit machte lange Gesichter, denn das Amnestiegeset ar mitvertagt; die Minderheit dagegen strahlte vor Vergnügen, aus demselben Grunde. Zwei Stunden später maren die Rollen vertauscht, strahlte die Mehrheit, ärgerte sich die Minderheit; denn mittlerweile hatte auf Empfehlung des Kabinetts Präsident Loubet alle die Personen beanadigt, zu deren Gunsten das Amnestiegesetz hatte erlassen werden sollen. Wer aber jetzt den Unterschied zwischen Begnadigung und Amnestie noch nicht kennt, dem ist nicht zu helfen. Soziales Leben. Freiwillige Lohnansbesserung. Da die große Hize der legten Zeit besondere Anforderungen an die Angestellten der Allgemeinen Omnibusgesellschaft in Berlin gestellt hat, die Beamten aber diesen erhöhten Anforderungen in cifriger Weise nachgekommen sind, hat die Generaldirektion der Gesellschaft sich entschlossen, den Kutschern wie den Tänkern eine dauernde Aufbesserung zukommen zu lassen, ohne daß ein Verlangen von seiten der Angestellten erfolgt wäre. Bei den Kutschern ist das Anfangsgehalt um 5 Mk. erhöht worden, so daß sie jetzt 95 Mf. monatlich vom ersten Tage ihres Eintritts an erhalten. Der Tagelohn der Tränfer ist um 25 Pfg. erhöht worden. Sie beziehen jetzt 4 Mk. mit Rückwirkung vom 1. Juli an. Arbeiter- Wehlfahrtseinrichtungen. Die Zentihlstelle für Arbeiter- Wohlfahrtseinrichtungen wird auch in diesem Jahre eine Informationsreise unternehmen. Die Reise beginnt am 4. September, dauert bis zum 14. September und berührt die Städte Göttingen, Kassel, Frankfurt a. M., Worms und Ludwigshafen. Milchkur für Arbeiterkinder. Die Elberfelder Farbenfabriken vorm. Friedr. Bayer u. Co. machen durch Anschlag bekannt, daß sämtliche Kinder der Arbeiter während der Herbstferien eine Milchfur auf Kosten des Werkes durchmachen sollen. Jedem Arbeiter wird im Falle seiner Erkrankung neben der üblichen Krankenunterstützung ein Zuschlag von 50 Prozent seines Lohnes für die ganze Dauer seiner Krankheit gewährt. Fürsorge für städtische Arbeiter. Ungefähr 30 deutsche Städte haben eine besondere Altersversorgung für Stadtarbeiter geschaffen. Ein direkter Rechtsanspruch auf diese Versorgung wird von München gewährt, dafür werden aber den Arbeitern Beiträge auferlegt. In Altona ist die Sache ähnlich geordnet. Vielfach ist die Entlassung versorgungsfähiger Arbeiter an besondere Erschwernisse und Zustimmung der Stadtverordneten geknüpft. In Breslau hat sich der Magistrat dafür ausgesprochen, daß eine Entlassung von Arbeitern niemals wegen ihrer Zugehörigkeit zu einer politischen oder kirchlichen Partei oder wegen ihres Eintretens für die gewerkschaftliche Bewegung und das Arbeitertoalitionsrecht erfolgen darf. Deer und flotte. Errichtung einer Munitionsfabrik. Die Errichtung iner großen Munitionsfabrik in Mainz wird vom Militärfistus beabsichtigt. Die Verhandlungen über die Geländeewerbung sind in die Wege geleitet Nab und Fern. † Der Sonnenhof Kaiser Wilhelms II. Dem Verein Kinderhort zu Spandau hat der Kaiser zum Bau einer Anſtalt für Versorgung und Verpflegung von Kindern der Arbeiter der Militärwerkstätten fürzlich eine Beihilfe von zwei Dritteln der Bausumme im Betrage von 44 000 Mark zugesagt. Nach dem Willen des Kaisers soll die Anstalt den Namen Sonnenhof Kaiser Wilhelms II." führen. † Die Erbschaft des Fürsten Bülow. Dem Reichskanzler ist, wie jetzt bekannt wird, durch die Erbschaft, die ihm der Großkaufmann Gedefroy in Hamburg hinterlassen hat, außer den Millionen auch ein fostbarer Landbesitz zugefallen. Es ist das der Godefroy'sche Park in Dockenhuden bei Blankenese, der einen Besitz von hohem Werte darstellt. § Im Prozeß Hüger vor der Dortmunder Straffammer wurde der zweite Tag der Verhandlung ganz mit der Verlesung der beiden Broschüren des angeklagten Obersten a. D. Hüger ausgefüllt. Gestern qab Hüger in seiner Vernehmung eine Darstellung der dienstlichen Verhältnisse und der Differenzen mit dem Hauptmann Schmahl, welche die Ursachen zu seiner Entlassung bildeten. In der Zeugenvernehmung jagte Generalleutnant von Witzendorff, über den Obersten Hüger feien wiederholte Beschwerden eingelaufen, ein nai Don 13 Offizieren. § Der neue Ruhstrat- Prozeß. Der Antrag des Verteidi gers Rechtsanwalt Dr. Herz, den Minister Ruhstrat erst nach seiner Aussage zu bereidigen, da er durch Unterlassung wichtiger Angaben seine Zeugenpflicht verletzt habe, wurde bom Gerichtshof abgelehnt. In der gestrigen Sitzung beantragte der Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Sprenger, den Kriminalkommissar von Manteuffel zu laden, der befunden werde, daß Bekern eines der gefährlichsten Glücksspiele und überall unter Strafe gestellt sei. Der Antrag wird abgelehnt. Der als Zeuge vernommene Polizeikommissar Böning gibt zu, den angeklagten Kellner Meyer, der sich des Meineide schuldig gemacht haben soll, bei der Untersuchung scharf ange faßt zu haben. Die Verteidigung behauptet, Böning habe sich der Erpressung von Geständnissen schuldig gemacht. + Unheil durch Wassergase. Im Thyssenschen Blechwalz werk in Mülheim a. Ruhr sind vorgestern ein Oberingenieur und vier Arbeiter durch Wassergase erstickt. Bei der Kunde dieses Unglücks fiel ein anderer Arbeiter vor Schreck um, er geriet in die Maschine, an der er arbeitete und wurde ze: malmt. † Polizeihunde in Deutschland. In Braunschweig soll jezt ein Versuch mit der Einführung von Polizeihunden gemacht werden. Die besonders zum Aufspüren dressierten Hunde sind aus London bezogen und bereits in Braunschweig bei dem dortigen Polizeiinspektor Bussenius einge troffen. Die Tiere sind 6 bezw. 11 Monate alt. † Abermals ein Automobil- Unglück. Während eines Ausflugs mittelst eines Automobils schlug in der Nähe von Clermont Ferrand in Frankreich der Wagen an einer schar fen Kurve löglich um. Von den vier Insassen wurden zwei, ein Arzt und seine Frau, auf der Stel: getötet, die beiden anderen schwer verletzt. = Stidlust im Kartoffelfeller. In dem ungarischen Orte Uẞthe stieg fürzlich eine Bäuerin in den drei Meter tiefen Keller, wo die Kartoffeln lagerten, um davon zum Essen zu holen. Auf Hilferufe, die alsbald aus dem Keller erschallten, stieg eine zweite Frau hinab. Als sie nicht wieder kam, wollte eine dritte Frau sich nach den beiden andern umsehen, aber ihr widerfuhr dasselbe Schicksal. Zwei Männer, die dann in den Keller einzudringen versuchten, wurden bewußtlos heraufgezogen. Erst nach vieler Mühe gelang es, die drei Frauen zu bergen. Sie waren Leichen. Die schlechte Luft, die sich im Keller entwickelt, hatte sie getötet † Existenzlos. Ein Kaufmann in Berlin, der früher eine gute Stelle in einem Seidenhause hatte, zurzeit aber stellenlos war, wurde dieser Tage erhängt aufgefunden. Die zunehmende tot und die Sorge um die Zukunft hatte Zwist in die Familie gebracht, und dieser hatte den Unglücklichen in den Tod gercieben. Die Frau hat sich mit ihrem siebenjährigen' nde entfernt, die Nachforschungen blichen erfolglos. - Die Goldwage des Maharadschah. In den indischen Staaten, die noch eingeborene Herrscher haben, eristiert eine uralte Sitte, die vor einigen Wochen in Travancore wieder beobachtet wurde. Dort bestieg ein neuer Maharadschah den Thron. Zur Feier dieses Ereignisses ließ er sich in Gold abvägen. Er setzte sich auf eine große Wage, deren andere Seite so lange mit Goldstücken belastet wurde, bis die Schale mit bem neuen Herrscher in die Höhe ging. Das Gold wurde bann unter die Armen verteilt. Cokales. 15. Jult 1905. | Die Prämiierung begann 21 Uhr. Preise erhielten u. a. für ihre 8 u chistiere: Anton Köhler- Hörnsheim, Karl Schnorr und Anton Heinz- Groß- Rechtenbach, sowie die Ge meinde Lüßellinden, für Kühe Philipp Stort- Krofdorf, Wilhelm Amend und Anton Schneider- Groß- Rechtenbach; für Kinder: Schultheiß Lang- Hörnsheim und Wilh. Amend; W. Kuhl- Gr. Rechtenbach und J. Schäfer Hörnsheim erhielten lobende Anerkennungen. Die Gemeinden Azbach und GroßRechtenbach errangen Sammlungspreise. In der Klasse: veredeltes Landschwein erhielt Georg Michel- Hörneheim für einen Eber und Wilh. Amend Groß Rechtenbach für 1 Sau ben 1. Preis. In der Abteilung: Edelschweine erhielt Georg Agel- Dutenhofen für Eber zwei und für Sauen drei Preise. § Friedberg, 14. Juli. Ein schwerer Junge, der Knecht Stein aus Stus pertenrod, ist jest in der Nähe von Hanau dingfest gemacht worden. St. war vor furzen schon einmal verhaftet worden, wußte sich aber seiner Fesseln zu entledigen und entsprang den ihn transportierenden Friedberger Schußleuten. Er ist vielfach vorbestraft, scine legte Verhaftung erfolgte wegen im Vogelsberg begangener Schwindeleien. *** Das Gießener Publikum uns das Fenerwehr Jubiläum. So zieht das Fest also nach langem Harren, mancher Arbeit, mancher Ausschußsißung und mancher Uebung bei uns ein. Wer noch irgend welche Zweifel in betreff des Interesses des Gießener Publikums hegte, dem mußten sie gestern Abend bei der Generalprobe der Gesangbereine und der Probebeleuchtung der Festhalle schwinden. Als gelte es schon einem Festakte, so dicht drängten sich gestern Abend die Zuhörer und Zuschauer an die Festhalle heran und glücklich, wer sich ein Plätzchen darin zu erobern wußte. Die elektrische Beleuchtung, die gut funktionierte, ließ uns erst deutlich die weiten inneren Abmessungen der Festhalle erkennen, die schon sehr hübss mit Fahnentuch und Grün geschmückt ist. Die Gesangsproben leitete Musiklehrer Bauer. Sehr viel Interesse erweckte auch die Korps- Aufstellung, die schon das Paradebild in flüchtigen Umrissen entstehen ließ. Ein Gang über den Festplatz führte den Beschauer an die gefällig angelegte Tribüne, den Tanzplatz und die Festzelte vorüber. Den wirksamsten Eindruck aber ruft neben der Festhalle das Haupteingangstor hervor, das wohlproportioniert in wuchtigen Formen an der Neustadt sich erhebt und namentlich Abends bei voller Beleuchtung einen hübschen Anblick bieten muß. Der Jurplay befindet sich hinter dem Bahndamm an der Lahn. Soviel wir hören, läßt der Vorverkauf der Fest- Karten sich gut an und auch | noch andere Momente gestatten den Schluß, daß das Publikum bei allen Veranstaltungen zahlreich erscheinen wird. Heute Abend wird das breitägige Fest durch Zapfenstreich und Kommers eingeleitet. Tageschronik. Die Warthebrücke in Landsberg a. W. ist bollständig abgebrannt. In einem Hause der Bartholomäusgasse zu Brag ent stand eine Explosion von Explosivstoffen, die ein Anarchist dort verwahrt haben soll. + Für das reisende Publikum. Da es sehr erwünscht erscheint, während der heißen Jahreszeit den Milch verkauf durch die Bahnhofswirtschaften zu fördern, hat der Eisenbahnminister die Eisenbahndirektionen veranlaßt, dafür zu sorgen, daß die Bahnhofswirte stets preiswerte Milch in guter Beschaffenheit vorrätig halten und hierauf durch ein Plakat an den festen und fahrbaren Büffets aufmerksam machen. Eine weitere Erleichterung für die Reisezeit soll durch vermehrte Aufmerksam keit in bezug auf untersuchung der Personen= wagen geschaffen werden. Die Untersuchung hat sich auf den baulichen Zustand der Wagen und ihrer besonderen Einrichtungen zu erstrecken. Insbesondere ist festzustellen, ob die innere und äußere Reinigung mit der erforderlichen Sorgfalt borgenommen wird, ob das Trink- und Waschwasser von guter Beschaffenheit ist und der Jahreszeit entsprechend genügend oft erneuert wird und ob die Wagen vor der Abfahrt der Züge gut gelüftet und abgekühlt werden, gegebenenfalls durch Vespriten der Wagendächer. † Das versunkene Untersecboot. Nach erheblichen Bemühungen ist es nun endlich gelungen, das Unterseeboot arfadet" aus dem Schlamm freizumachen. Der hintere Teil des Bootes befindet sich nur noch drei Meter unter der Wasseroberfläche. Für die unglücklichen Matrosen, die in dem Jahrzeug eingeschlossen sind, kommt die Rettung natürlich viel zu spät. † Die ertrunkene Millionärstochter. Im Hudson bei Newyork wurde dieser Tage die dort vor Anker liegende Dampfjacht„ Normandie" des Millionärs Dodge von einem norwegischen Dampfer angerannt und zum Sinfen gebracht. Auf dem Verdeck stand Miß Dodge, die aus dem Theater gekommen war, in weißen Kleide und im Schmuck ihrer Brillanten. Während die übrigen Insassen des Fahrzeuges sich retten konnten, wurde Miß Dodge, die eine gute Schwimmerin war, von dem sinkenden Schiffe, dessen Kessel explodierte, in die Tiefe gezogen. Vermischtes. = Der Kopf des Hingerichteten. Aufsehen erregten vor furzem Untersuchungen, die ein französischer Arzt an denu Kopf eines hingerichteten Verbrechers vorgenommen hatte. Als nun der Raubmörder Neumann auf dem Gefängnishofe in Plauen im Vogtlande seine Bluttat mit dem Tode büßen mußte, waren fünf Assistenzärzte von der Leipziger Univerhität anwesend, um an dem Kopf des Enthaupteten wissenschaftliche Experimente vorzunehmen. Oberstaatsanwalt Beutler hatte jedoch die Erlaubnis dazu nicht erteilt. Die Versuchung des Hungerkünstlers. Um 2500 Mt. hatte ein Hungerfünstler gewettet, daß er 19 Tage lang nur Mineralwasser zu sich nehmen wolle. Er saß in einem Glaslasten im Reichshallentheater in Bochum und hatte dieser Lage seine Fastentur begonnen. Da setzte sich ein Zuschauer Dor den Glaskäfig und ließ sich ein westfälisches Nationalgericht, große Bohnen mit Speck, geben. Kaum hatte der Hungerkünstler, der ebenfalls ein Sohn der roten Erde war, bieses Essen gesehen, als er aus der Rolle fiel, seinen Glasläfig sprengte und wie toll von dannen lief. - Bruder und Schwester als Doktor. An der Universität Wien wurde dieser Tage an ein und demselben Tage ein Geschwisterpaar zu Doktoren promoviert. Es waren die Kinder Des Physikers Bolzmann. Herr Arthur Boltzmann hatte in Thema aus der wissenschaftlichen Aeronautik behandelt, und seine Schwester Jetti hatte ebenfalls eine naturwissenschaftliche Frage bearbeitet. ** Der Justiz minister Dr. Dittmar hat gestern eine Urlaubsreise angetreten. * Friedberg, 13. Juli. In der Burgkirche wird am 7. September die hessische Missionskonferenz ihre diesjährige Jahresversammlung abhalten. XHer orn( Dia), 14. Juli. Die hiesigen Bahnhofsverhältnisse sind bekanntlich seit Jahren sehr beengt, ja der zunehmende Verkehr der Bahn Marburg- Herborn, sowie der in Aussicht stehende Verkehr der Westerwaldquerbahn, erfordern eine gänzliche Umgestaltung der hiesigen Bahnhofsanlagen. Neben der Verlegung des Stations gebäudes gilt es für den vermehrten Geleisanschluß Terrain zu schaffen und müssen deshalb die steilen Felswände des angrenzenden Hombergs hinweggesprengt werden. Viele fleißige Hände sind mit dieser Riesenarbeit beschäftigt. Das Gestein wird nach Etation Abendstern( Strecke W BlarLollar) gefahren, woselbst es zur Anlage der dort zu schaffenden Güterverladestelle verwandt wird. ?? Marburg, 14. Juli. Die neue Kreisbahn reutiert sich, denn im letzten Monat beförderte sie über 9000 Personen. Zwar fährt sie jetzt nur bis Ebsdorf, am 1. September gebenft man aber die ganze Strecke bis Dreihausen in Betrieb zu nehmen. (§) Treysa, 14. Juli. Der Landmesser Claus 1. ist von Arolsen nach hier versetzt worden. * Frankfurt, 13. Juli. Großstadtbild. Am 11. Juli wurden hier 30 Männer und 11 Frauen, am 12. Juli 47 Männer und 25 Frauen verhaftet. * Darmstadt, 14. Juli. Den Stadtverordneten wird nächstens eine Vorlage wegen Errichtung eines Krematoriums zugehen. RM. Darmstadt, 14. Juli. Verschwunden ist seit einigen Tagen in Gesellschaft einer Kellnerin und unter Mitnahme eines Barbetrags von einigen tausend Mark der verheiratete Milchhändler Daniel. Ebenfalls verschwunden ist der Koch und Gastwirt Roth aus unbekannten Gründen. abschließenden Standesamt- Nachrichten der Stadt Gießen. RM. Der Finanzausschuß der Ersten Rammer ist in seinen gestrigen Vor- und Nachmittagssigungen bezügl. des Gemeindesteuergesetzes зи feinem abschließenden Resultat gekommen, denn die Mitglieder des Aueschusses gingen ohne Abstimmung auseinander. Freiherr von Heyl zu Herrnsheim, der Berichterstatter über die beiden Gesez, hat ihnen als ihr Gegner anscheinend eine Leichenrede gehalten, und man ist darüber in den Kreisen der anderen Ausschußmitglieder und insbesondere auch bei der Regierung ziemlich bestürzt. Wenn der Standpunkt des Herrn v. Heyl auch nicht mit dem aller übrigen Kammermitglieder übereinstimmt, so ist dem ganzen Gesez doch damit eine neue Schwierigkeit entgegengestellt, und die Verabschiedung der Stände, auf die von allen Seiten hingedrängt wird, ist von Neuem hinausgeschoben. Selbstverständlich hat die Regierung das größte Interesse daran, die Gemeindesteuervorlage alsbald zu verabschieden, während dies unmöglich ist, wenn wie anscheinend beabsichtigt, die Kammer Ende ds. Mts. geschlossen wird. Eine Bertagung der Kammer bis September, die nach einer anderen Lesart vorgesehen ist, würde wahrscheinlich wenig praktische Arbeit, dagegen nach Lage der Verhältnisse eine Menge Wahlreden bringen. Der Großherzog wird nach seiner in der nächsten Woche erfolgenden Rückkehr von der Kiefer Reise die ursprünglich länger dauern sollte, seine Entscheidung treffen. E3 verlautet dabei aus unterrichteten Kreisen, daß zum erstenmal seit Jahren der Großherzog die Stände nicht selbst bei einer Hoftafel verabschieden, sondern den Staats- Minister mit der Verabschiebung beauftragen wird. *** Völlige Sonntagsruhe. Laut einem Beschluß der Stadtverordnetenversammlung soll in Frankfurt die völlige Sonntagsruhe eingeführt werden. RM. Die hessische Saline Ludwigshalle in Wimpfen hat im Jahre 1904 insgesamt 13 933 706 kg Salz ab. gefeßt. ** Mit dem Kornschnitt ist an verschiedenen Stellen bereits begonnen worden. *** Proteft gegen den Generalfalturplan im Bogelsberg. Die Landwirte des oberen Vogelsberg haben an die Zweite Kommer eine Vorstellung gerichtet, in der sie auf die Nachteile hinweisen, die der Generaifulturplan des Bogelsberg für die Landwirtschaft in sich birgt. Die Vor. stellung, die vom Kreisrat Dr. Wallau verfaßt und, wie wir mitteilten, seinerzeit von der Grebenhainer Protest- Versammlung einstimmige Annahme fand, gipfelt darin, daß durch die ungeheuren Aufforstungen, auch der Schußstreifen, ein großer Teil besten Kulturlandes weggenommen und dadurch der Futter- und Getreidebau sehr beschränkt werden oürde. Geborene. gerichtirate i B 78 Jahre alt, Re alt, Wagner bab Rutfcher bahier Am 30. Juli. Dem Taglöhner Otto Rausch ein Sohn. Am 2. Juli. Bahnarbeiter Wilhelm Gelsebach eine Tochter, Emilie Margarete Luise; Meggermeister Heinrich Decker ein Sohn; 4. Kaufmann Gustav Stein ein Sohn, Friedrich; 7. Küfer Heinrich Philipp Sommerkorn ein Sohn; 8. Eisenbahnwerfftättearbeiter Franz Henn eine Tochter; 9. Hilfs. bremser Ludwig Arnold ein Sohn, Erich Willy Hans; 11. Schlosser Johann Friedrich Urban ein Sohn; Eisendreher Karl Martin Schäfer ein Sohn, Karl; Privatdozenten Dr. Hans Köppe ein Sohn; 12. Kaufmann Emil Geismar ein Sohn, Karl August Emil; 13. Schneider Heinrich Martin Gerdes ein Sohn, Heinrich Kari; Kaufmann Theodor Vaubel ein Sohn Wilhelm Ulrich; tech. Esenbahnpraktikanten Albert Berthold Mehne eine Tochter. Aufgebote. ** Krosdorf, 15. Juli. Morgen Sonntag feiert unser Kriegerverein sein 38. Stiftungsfest. Mit dem Feste ist die Fahnenweihe verbunden. + Wetzlar, 14i Juli. Der erste Tag unseres weithin befannten Ofenfestes ist in der besten Weise verlaufen. mit Karoline Christine Finke dahier. Dr. Franz Unton Am 7. Juli. Richard Dahmer, Megger in Herbstein Beinz dahier. 9. Friedrich Wilhelm Gebhardt, Kunstschloffer Johann Bittel, Gerichtsassessor in Darmstadt mt Nanny dahier mit Helene Auguste Bender hierselbst. 10. Dr. Ernst Heinrich Wilhelm Auguſt Vogt, Privatdozent dahier mit Anna Klara Emilie Thekla Höhlbaum hierselbst. Maximilian Rosenthal, Kaufmann dahier mit Johanna Stanter in Gelsenfirchen. Eheschließungen. Birkes, 15. Ju pet Bfb/ 110-1.20 St 6-7 Bfa., Ra Erbfen per Liter 21 21 0.80-1,00 A Am 8 Juli. Ferdinand Nennftiel, Raufmann dahier mit Elise Enders hierselbst. Wilhelm Ulrich, Bäcker dahier mit Luise Friederike Appel in Londorf. 12. Karl Beaury, Floßmeister in Kastel mit Johanne Margarete Wormsbächer dahier. Gestorbene. Am 8. Juli. Minna Schlüter, geb. Möhl, 54 Jahre alt, Ehefrau des Kaufmanns Karl Schlüter dahier. Elisas bethe Schellhaas, geb. Leonhard, 79 Jahre alt, Witwe des Materialverwalters Jakob Schelhaas dahier. 9. Helene Müller, geb. Weber, 49 Jahre alt, Ehefrau des LandGegründet 1883. Jean Dern& Co. Giessen Telephon Nr. 21 Inh: Oscar Gutmann Weltuniage 31. la. glasierte Steinzeugröhren aller Dimensionen nebst allen Facons. Hof- u. Straßenlinkkalten, Kaminauffäße etc. etc. Aus hartgebrannter, glasierter Tonmasse: Viehkrippen und Schweinetröge. - Giess Mob 跨 Alle A Feuer . 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Kirchgang am 4. Junt. einzia egiftterende Anfnahme, Ankunft der Herzoginbraut im offenen Wagen, der Kaiser in Begleitung der Prinzen und des Kronprinzen verlassen den Dom. Viele andere Neuheiten. Das Programm hat 300 Nummern. - Eintritt I. Plak 70 Pfg., II. Plaz 50 Pfg., III. Plaz 30 Pfg. Kinder unter 10 Jahren die Hälfte. 3u Zahlreichem Besuch ladet ergebenst ein Fernando. Während des Feuerwehrfestes auf dem Juxplatz Walldorf's Karussell Neu! mit lebensgroßen Pferden. Zum ersten Male hier. Neu! Walldorf's Marine- Schaukel und Panorama. Zu zahlreichem Besuche ladet ergebenst ein. Der Besizer: J. Walldorf aus Gießen. Gießener Turnerschaft. Wir bitten unsere Mitglieder, an dem anläßlich des Feuerwehrfeftes heute Abend stattfindenden FeftKommerse, sowie auch an dem Festzuge am Sonntag recht zahlreich teilnehmen zu wollen. Versammlung der Bugteilnehmer um 2 Uhr in Röhrle's Bierhalle. Für den Fest- Ausschuß: Fr. Helm. Hypothekenkapital. 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Vierteljahr 4. Realschulgelder 1905/06. Zahltage täglich vorm., ausgenommen der 26. und 31. d. Mts. Gießen, den 14. Juli 1905. Der Stadtrechner: Doepfer. Bekanntmachung. Behufs Vornahme von Messungen am Rabelnetz ist die Stromabgabe in nachstehenden Straßen am Mittwoch, den 19. d. ts. unterbrochen: Vormittags von 6-12 Uhr, Schulstraße, Marktstraße, Mäusburg, Kirchstraße, Auf der Bach, Lindenplatz bis zur Dammstraße, Bahnhofstraße, von der Marktstraße bis zur Westanlage, Neustadt und Tiefenweg. Nachmittags 1-7 Uhr, Südanlage, von Frankfurterstraße bis Göthestraße, FrankfurterWasche mitraße, vom Selterstor bis Alicestraße, Weftanlage, zwiſchen LUHNS Luhns Giebt schönste Wäsche Nurecht MIT ROTBAND --MagerkeitBahnhofstraße und Selterstor, Seltersweg, Löwengasse, Göthestraße von Seltersweg bis zur Südanlage. Wir bringen hiermit vorstehendes den in Frage kommenden Stromabnehmern zur Kenntnis und Beachtung. Gießen, den 14. Juli 1905. Städt. Elektrizitäts- Werk Gießen. Stolte.' Verdingung. 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Jubiläums- Feier der Giessener Feuerwehren aus Anlass des 50jähr. Bestehens der beiden freiw. Feuerwehren zu Giessen Oswald's Garten, vom 15. bis 17. Juli 1905. Samstag, den 15. Juli: Abends 8 Uhr: PROGRAMM: Nachmittags 1-21 Uhr: Festessen in der Festhalle, 1,50 Montag, den 17. Juli: Vormittags 8-11 Uhr: Zapfenstreich durch die Stadt nach dem Feſtplatz. Die Musik stellt die Stapede bed Infanterie- Regts. Kaiser Wilhelm. Spaziergänge an der Hand des Führers für Begrüßungsfeier- Ansprache. Konzert burd die Kapelle des Inf.- Rats.„ Kaiser Wilhelm" Nr. 116 unter Leitung des Herrn Musikdirektors Kranke. Sonntag, den 16. Juli: Vormittags 6 Uhr: Weckruf. Daran anschließend: Empfang der auswärtigen Wehren. Musik der Feuerwehrkavelle. Vormittags 11 Uhr: Parade- Aufstellung auf dem Festplatz hiernach: Brandangriff au dem früheren Universitäts- Bibliothek- Gebäude auf dem Brandplay. Eintrittspreise: Nachmittags 21 Uhr: Aufstellung des Festzuges am Walltor. Nachmittags 3 Uhr: Gießen und Umgegend. Vormittags 11 Uhr: Frühschoppen auf dem Festplay. KONZERT Abmarsch des Festzuges durch die Stadt n. d. Festplak durch die Kapelle der Gießener freiwilligen Feuerwehr unter Leitung dafelbft Grosses Volksfest, Konzert. Abends 8 Uhr: Vorträge der vereinigten Giessener Gesangvereine unter Leitung des Herrn Musiklehrers Franz Baner, unter Mitwirkung der Kapelle des Inf. Regts. Kaiser Wilhelm Nr. 116. Konzert und Tanz auf dem Festplak. Musik der Feuerwehrkapelle. ihres Dirigenten Herrn Herm. Weller Nachmittags 3 Uhr: Konzert in der Festhalle. Canz- und Volksbeluftigung auf dem Festplay. Abends 82 Uhr: Aufführungen der Gießener Turnerschaft und Konzert in der Festhalle, auf dem Festplate: Canz- und Volksbelustigung, Grosses Brillant- Feuerwerk. Familienkarte: nebst einer Beifarte( zwei Personen) Mf. 3.-, im Vorverkauf Mt. 2,50. Weitere Beifarten 50 Pfg. Giltig zu allen Veranstaltungen. Kinder haben unter Begleitung Erwachsener freien Eintritt, Söhne über 17 Jahre haben besondere Karten zu lösen. Einzel- Dauerkarte: für alle Veranstaltungen Mf. 2.-, im Vorverkauf Mt. 1.75. Tageskarte: Mt. 1.-. Einmaliger Eintritt am 15. Juli 20 Pfg., am 16. und 17. Juli 50 Pfg. Verkaufsstellen für das Feuerwehrfest in Gießen: Louis Althoff. Kaufmann, Walltorstr. 16 I. Chriftoph Bieker, Kaufmann, Neustadt 55 Richard Buchacker, Sollefteur, Neuen Bäue 11 Ernst Challier, Musikalienhändler, Neuenweg 9 Jacob Häuser, Kolonialwaren, Ludwigstr. Daniel Heil Nachf., Zigarrenhandlung, Lindenplag 3 Joh. Seibel, Kaufmann, Ludwigsplatz 13 Wilh. Semmler, Zigarrenhandlung, Seltersweg 25 Gaftav Sonntag, Kaufmann, Sonnenstr. 10 Joseph Strauß, Zigarrengeschäft, Mäusburg 1 Philipp Weiler, Zigarrenhandlung, Marktplatz 1 Leonh. Dechert, Friseur, Grünbergerstr. 13. Heinrich Hettler, Konditor, Frankfurterstr. 1. Heinrich Insel, Friseur, Asterweg 5 Adolf Lehahard, Nachfolger, Klinikstr. 22. Louis Lind, Zigarrenhandlung, Kirchenplatz 10 Friedrich Loh, Friseur, Bahnhofstr. 28. Philipp Moon, Zigarrenhandlung, Neustadt 30 Regelmäßiger Omnibusverkehr von und nach dem Festplate. maschinenbauer 38jähr. Stiftungsfest sangverein. des Wir bitten unsere MitKrieger- Vereins Krofdorf- Gleiberg glieder um recht zahlreiche verbunden mit der Weihe einer neuen Fahne am 16. und 17. Juli 1905. Programm: Von 1 bis 2 Uhr nachmittags: Empfang der auswärtigen Vereine. 22 Uhr: Aufstellung des Feftzuges. Nachher Begrüßung, Ueberreichung und Weihe der Fahne, Volksbelustigung, Konzert und Tanz. Bezugnehmend auf obige Mitteilung, bitte um geneigten Zuspruch. Unfall- Haftpflicht- Einbruch Für eine beftfundierte Versicherungs A.-G. wird für Gießen und Umgegend ein tüchtiger Agent gesucht, welcher bei guten Leistungen ein hohes Einkommen beziehen kann. Offerten unter Nr. 7506 a. d. Expedition d. Bl. Beteiligung am Festzug. Zufammenfunft 2 Uhr im Vereinslokal. Vilbeler Festhut. Der Vorstand. Ia. 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