Noch einige Brutaltgefehlt hatte. diesmal noch zur Ausführung ihres schrecklichen Vorhabens aweiflung vielleicht wirklich eines Tages den Mut, der ihr taten von der Art der heutigen, und fie fand in ihrer Verclafamfeit au wandeln begann. feinen, deſſen wäre wie Die feine. Sie war ihm von Bahlreichen Freunden des Gottersbergi blaubern, tn feltenem Maße zu Gebot Persönlichkeit ihr gleich der Tochter? Frau Rat würde!" herzensSehen chuld auf en Augen darstellen ir erscheint geklagten) re Hand verehrtes efferung. Herr Prinnzipal, ich e Donner Wie haißt Sind Sie Geschäft?" Nu, Herr Se mer Sie folln nnerwetter chfel. Ich möchte Schuld bei „ Ach, bitte, gar teine „ Aber ich nicht!" " Ja, was enn eigent en Gie, id er warten?" ff. mal, lieber Deine Frau - Die ist ß aus Neue Welt gesvoll. auf einem Be zu einem T Herrn, er fein n):„ Dante arum be, ich habe nichts ge ch wollte Sie nderen Her blamieren!" ber Reuen Berliner 87 Nr. 113. Jnfertionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberheffen, bie Krelse Bezlar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Pfg. Rebattion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Montag, den 15. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pkg., in's Haus gebrach: 60 Pfc., durch die Post bezogen viertel jährl. Wif. 1.50. Gratisbetlagen: Obe: heifise Femilienzeitung( täglich) und die Giekener Geifenblasen( wöchentlich). Das Blatt end cint an alien Werttagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Giftige Speifen. Ein ärztliches Trostwort für Hausfrauen. Es kann einem wahrhaftig der Appetit vergehen, wenn man von all den Vergiftungen liest, die unsere Zeitungen uns beim gemütlichen Frühstückstisch als Dessert reichen. Vor kurzer Zeit soll eine bekannte Berliner Professorsfrau an einer Zunge, die lieblich anzuschauen und wie Butter zerging, ihr junges Leben eingebüßt haben. Der Prozeß wegen der Vergiftung einer großen Zahl Pensionsmädchen in Darmstadt liegt uns noch allen in den Gliedern: das Gericht stellte ein Gift in den Erbsenkonserven fest. Und jetzt haben zwei leibhaftige Prinzessinnen beinah daran glauben müssen, nachdem sie sich ein paar ganz frische Austern zu Gemüte geführt hatten. Austern, Muscheln, Gemüse, Käse, Wurst, Fleisch, Brot alles fann giftig sein. Du lieber Gott! Wenn jetzt einer auf den Gedanken fäme, aus Angst vor dem Vergiftungstod sich tot zu hungern, der Mann könnte dann noch Schule machen. Das Böse ist nämlich, daß wir den giftigen Speisen ihre meuchlerischen Eigenschaften nicht anmerken, weder ansehen, noch anriechen. Ueber den Geschmack läßt sich zwar nicht streiten. Aber Speisen, deren Fäulnis schon unsere Sinne belästigt, pflegen nicht gerade viel Liebhaber zu finden. Da sie also ihren Beruf nicht erfüllen, sind sie der Menschheit nicht sonderlich gefährlich. Auch vor den Gerichten, die in verbrecherischer Absicht bergiftet sind, hat sich heutzutage die Furcht durchaus gelegt. Für unsere Restaurants würden sich Gewürze, wie Atropin, Strychnin, Morphium, nicht sonderlich empfehlen. Ein tüchtiger Arzt wird schnell erkennen, welches Gift einem Menschen einverleibt ist und die nötigen Gegenmaßregeln ergreifen, was so manchem Selbstmörder unangenehm ist. Dagegen ist alle Kunst vergebens, die durch Selbstersegung entstehenden Schädlichkeiten festzustellen. Durch Farbe, Geschmack und Geruch geben sie sich nicht zu erkennen. Freilich kann die moderne Chemie diese Giftsubstanzen erkennen und isolieren. Aber wie wäre es um uns bestellt, wenn wir jeden Bissen vor dem Genuß chemisch untersuchen ließen. Nachher wenn jemand daran gestorben ist lässt sich's eher schon machen. Aber das ist für den Betroffenen im allgemeinen nur ein geringer Trost. sonders gefürchtet sind die Austern und Mießmuscheln, die in Hafenplätzen gelandet werden, weil gerade die Häfer durch Abwässer vorzugsweise verseucht sind. In aller Ge dächtnis ist noch die Massenvergiftung in Wilhelmshaven, we nach dem Genuß von Mießmuscheln viele hundert Menscher schwere Erkrankungen, zum Teil mit tödlichem Ausgang, sick zugezogen haben. Vorläufig steht die Wissenschaft diesen Gefahren noc machtlos gegenüber, und es ist doch recht zweifelhaft, ob sie Methoden wird angeben können, durch die jede Speise 501 jedem Genuß leicht auf ihre Unschädlichkeit wird geprüft werden können. Bis dahin kann noch viel Zeit verrinnen. Sollen wir solange hungern?! Nein, mit dem Essen ist's wie mit allen Gewissen hinieden: ,, Und setzet ihr nicht das Leben ein, Nie wird euch das Leben gewonnen sein." Wir leben zwar nicht, um zu essen. Aber wir essen, um 311 leben. Darum müssen wir den Kampf mit den geheimen Gewalten wagen, die in den Speisen liegen. Sie können auch einmal den Tod bringen. Aber in der Regel geben sie doch die Kraft zum Leben und zum Schaffen. Lassen wir uns drum nicht Angst machen, essen wir in Fröhlichkeit und mit gutem Appetit, in Sauberkeit und mit Verstand! Dann wird's uns gut tun! Dr. Th. Z Spartanertum im Heere. Kaiser Wilhelm hat in Straßburg nach der Parade der dortigen Garnison in Anknüpfung an die Kritik eine längere und sehr bedeutsame Ansprache an die Offiziere gerichtet. In dieser Ansprache äußerte sich der Kaiser über die Erfahrun gen und Lehren des gegenwärtigen ostasiatischen Krieges und zog daraus Nubanwendungen, Die rein militärischen Betrachtungen sind von hervor. ragendem Interesse. Der Laie selbst gewinnt daraus ein klares Bild. Wir erfahren, daß der ostasiatische Krieg die Wahrnehmungen des Burenkrieges bestätigt hat. Gegenüber der verwüstenden Wirkung der neueren Waffen ist es eine wesentliche Aufgabe, sich nicht dem Feind als Ziel zu bieten, sondern auf Deckung bedacht zu sein und nötigenfalls sich die Deckung selbst zu schaffen. Aber nicht auf den Pio nier und seine Arbeit kann man warten, sondern man muß den Spaten selbst zur Hand haben und ihn zu gebrauchen wissen. Was die Russen auf diesem Gebiet geleistet haben, dafür hat der Kaiser Worte hoher Anerkennung, wie denn überhaupt aus der kaiserlichen Rede die herzliche Freude an jedem Lob hervorleuchtet, das er den Russen zollen kann. Die Befestigungswerke, die die Russen im Kriege und unter den Augen des Feindes, beinahe während der Beschießung, aufgeworfen haben, hätten im Frieden kaum besser hergestellt werden können. Die ältesten und die neuesten Verteidigungs. mittel seien gleichmäßig zu wirksamster Verwendung gekommen: neben den Wolfsgruben" des siebenjährigen Krieges, die den stürmenden Feind vernichteten, während er eben noch glaubte, aus dem eroberten Wall die Siegesfahne aufpflanzen zu können, das moderne„ Drahthindernis", das die zäheste Tapferkeit ermüdet und die Japaner unendliche Opfer gekostet hat. Auch die Tugenden des russischen Soldaten rühmt der Kaiser mit ganzem Herzen, ebenso läßt cr der Tüchtigkeit des japanischen Soldaten volle Gerechtigkeit widerfahren. Mit strenger Gerechtigkeit aber geht der Kaiser mit den russischen Offizieren ins Gericht, von der obersten Leitung angefangen. Nachdem er den javanischen Offizieren hohes Lob gespendet, das aus diesem Munde besonderen Wert hat, erivähnt der Kaiser, daß es ein Grundfehler sei, wenn bei ausgedehntem Schlachtfeld der Oberst tommandierende in die Front gehe, wie es bei Mukden Kuropatkin getan, der infolgedessen auch die rechte Uebersicht, das rechte Urteil verlor. Der japanische Marschall Oyama blieb weit hinter der Front, erhielt von überallher telegraphische Meldungen und schickte überallhin telegraphische Befehle. Wie ein Schachspieler bestimmte er Zug um 3ug, was Kuropatkin nicht konnte, weil er keinen guten Standpunkt eingenommen hatte. Die neuere Wissenschaft hat festgestellt, daß die Eiweißarten verschiedener Herkunft chemische Körper von komplizierter Zusammensetzung sind. Freilich ist man noch nicht instande, die Konstitution genau anzugeben. Würden diese mit großer Energie betriebenen Studien zu einer endgültigen Lösung kommen, so wäre auch die Möglichkeit näher gerückt, Eiweiß fünstlich herzustellen- und ein großer Teil der jozialen Frage wäre gelöst. Heut gilt die Arbeit der Gelehrten, die Abbaustoffe der Eiweiße zu studieren, und in diesen Forschungen ergab sich, daß gewisse Abbaustoffe hochgradig giftig sind. Der Zerfall vollzieht sich unter der Einwirkung von Bakterien, sog. Fäulnisbakterien. Diese Bakterien scheiden oft aus ihren eigenen Leibern giftige Substanzen ab- die man Torine nennt. Ungleich gefährlicher aber sind die durch Bakterien hervorgerufenen Spaltungsprodukte des Eiweiß, die Toralbumine. Das Verhängnisvolle ist nun, daß nicht gerade die letzten Auflösungsprodukte des Eiweiß giftig sind, sondern Zwischenstufen, die die Substanz Tum verändern. Es kann vorkommen, daß z. B. ein Stück ild, das wochenlang zum Fenster hinaushing und schon crfen haut goût hat, nicht die geringsten schädlichen Einpirkungen auf den Mensch, macht, obwohl haut goût ch nur durch die Zersetzung zustande kommt. Während Fleisch, das gerade erst sich zersetzt, giftig sein kann! Es würde also ungiftig werden können, wenn es noch länger dem Prozesse ausgesetzt ist. Diese Eiweißgifte können sich aber aud) erst im menschlichen Magendarmkanal bilden, denn die Eiweißverdauung ist auch nur eine Form der Eiweißauflösung. Hier kommen auch gährende Fruchtsäfte, gährende Kräuter, Erbsen, Bohnen, Mais in Frage, und es ist be fannt, welche furchtbaren Vergiftungsformen in den Län dern vorkommen, in denen vorzugsweise Mais genossen wird, Verdorbener Mais verursacht die gefürchtete Pellagra. Zu unterscheiden hat man von diesen Eiweißgiften, die sich im Fleisch, Wurst, Käse und Hülsenfrüchten entwickeln, jene Gifte, welche ganz normalerweise in einzelnen Geweben von Tierkörpern gebildet werden, wie in Schlangen, den spanischen Fliegen, die durchaus nicht so harmlos sind, wie sie im Publikum gehalten werden. Für den menschlichen Genuß fommen aber hier vorzugsweise Weichtiere und Meeresfische in Betracht, von denen einige in ihrem Körper ein für sie ungefährliches, für den Menschen aber tödliches Gift bergen. Auch in dem Blute des so beliebten Aales hat man eine giftige Substanz absondern können, auf die die häufigen Vergiftungserscheinungen nach dem Genuß dieses Fisches zurückgeführt werden müssen. Und es ist nicht aminteressant, daß von vielen Hygienifern die im alten Testament gegebenen Speisevorschriften, die Aale und Weichtiere verbieten, auf die freilich nur erfahrungsmäßig festgestellten Schädlichkeiten zurückgeführt werden. Bei den Weichtieren, Austern, Mießmuscheln, kommt es häufig vor, daß sich in ihrem Körper gefährliche Bakterien de Meerwassers häuslich einrichten, die dann im menschlichen Lranismus ihre verheerenden Wirkungen entfalten. BeDaß das russische Offizierkorps vollständig veriagt habe, hebt der Kaiser mit Bedauern hervor, und das Offizierforps ist der Kern des Heeres. Der Kaiser hat auch nicht berschwiegen, worin er den Grund für das Versagen des russischen Offizierforps erflict: ihm ist erzählt worden, daß die russischer Offiziare in Kiautschou allen Seft aufgekauft haben! Es ist bezeichnend für unseren Kaiser, daß er Unmäßigkeit und Schwelgerei als den Urgrund allen Verfalls, als die Ursache des Aufhörens aller friegerischen Tüchtigkeit ansieht. „ Der Feldsoldat muß sich an ein farges Leben gewöhnen und darf nicht an solche Dinge denken!" Damit ist der Kaiser zu dem Kern seiner Ausführungen gekommen, zu der Moral, die daraus für die der schen Offiziere und ihren Nachwuchs 311 ziehen ist:„ Die jungen Leute müssen mehr herangefriegt werden, sie müssen tüchtig den Tag über arbeiten, so dak sie abends ordentlich ermüdet sind und bald das Lager aufsuchen, anstatt erschlaffenden Vergnügungen nachzugeben." Das sind goldene Worte. Daß sie bei uns beherzigt werden, ist selbstverständlich. Alc auch anderwärts wird man auf sie achten, nicht am wenigsten in Rußland, wo man ganz genau weiß, daß der Saiser einen Tadel nur mit Bedauern und nur zum Zweck der Lesserung ausspricht. In Rußland wird man unserem Kaiser jogar besonderen Dank wissen, weil er ohne Rücksicht auf Empfindlichkeiten, die sich gegen ihn wenden könnten, seine Autorität in die Wagschale geworfen hat, um seine Mahnung in das Herz derer dringen zu lassen, die es angeht. Ob unsere Zeit mehr als eine frühere zu sorglosem und üppigem, verweichlichendem Lebensgenuß neigt, wird sich schmer feststellen lassen. Die Neigung selbst ist wohl auch sonst schon vorhanden gemesen, denn sie ist ein Erbteil menschlicher Schwäche. Aber sicher ist, daß es keinen Stand gibt, für den verweichlichender Qurus so schnell erschlaffend und darum für das Allgemeine so schwer verderblich wirken muß, wie den Stand des Berufsfoldaten, des Offiziers, der nach des Kaisers Worten der Kern des Seeres ist. Unsere Offiziere brauchen keine Duckmäufer und keine Puritaner zu sein aber etwas Spartanertum muß ihnen anhaften, muß ihnen in Fleisch und Blut il gegangen sein, wenn sie die Fähigkeit behalten sollen, den Ruhm der Väter zit be= wahren, ihre Tüchtigkeit zu erwerben und, wenn das Vaterland ruft, zu bewähren. Der Krieg in Oftalien. Nach der Vereinigung der beiden russischen Geschwader zu einer neuen großen Formation sieht man jetzt mit be. greiflicher Aufregung dem Augenblick entgegen, wo Nosch. djestwensky mit Logo handgemein wird. Alle Voraussagen, wann das geschehen wird, sind gänzlich überflüssig. Man meiß seit dem 9. d. M. nichts Sicheres mehr über den Ver. bleib der Russen Mit größerer Wahrscheinlichkeit läßt sich dagegen der Schauplatz der erwarteten Seeschlacht bestimmen. Alles spricht dafür, daß ein Zusammenstoß in den Gewässern bei Formosa erfolgen wird. Togo ist infolge seiner numerischen Unterlegenheit gezwungen, sich möglichst an seine stark befestigte Operationsbasis, zwischen Formosa und den Fischerinseln, zu halten. In Hongkong, dem näch sten neutralen Hafen, bereiten sich die englischen Marinebehörden allen Ernstes auf die kommenden friegerischen Ereignisse vor. Von dort wird gemeldet: Siebzehn Kriegsschiffe sind am Mittwoch abend in einer Entfernung von 12 Meilen von Three Kings gesichtet worden. Transportschiffe erschienen im Kuabepaẞ, 70 Meilen nördlich von der Kamranhbucht. Man glaubt hier, daß eine große Seeschlacht in nicht weite Entfernung bevorsteht. Die notwendigen Vorbereitungen zur Aufrechterhaltung der Neutralität sind bereits getroffen, ebenso Anordnungen erlassen, die Verwundeten beider Parteien in die englischen Krankenhäuser aufzunehmen. Japanische Kreuzer sind mehrfach in den in Rede stehenden Gewässern auf der Ausschau nach der herannahenden russischen Flotte gesichtet worden. Ob die feindlichen Geschwader bereits Fühlung mit einander haben, ist aber bisher nicht bekannt. Auf Minen geraten. Wie aus Tschifu gemeldet wird, stieß der japanische Transportdampfer Sheyntsu- Maru", der mit Kriegsvor räten beladen nach Niutschwang bestimmt war, am 4. Mai in der Nähe der Miautau- Inseln auf eine Mine. Dadurch ist ein Teil des Schiffes weggerissen worden und das Schiff, wie man glaubt, noch in derselben Nacht im Sturm gesunfen. Ein gleiches trauriges Schicksal ereilte den englischen Dampfer Sobralense" auf der Höhe von Port Arthur. Als das Schiff infolge der Explosion einer Mine sank, eilten Boote aus Port Arthur herbei und retteten alle Europäer, die an Bord waren; mehrere nichteuropäische Leute von der Mannschaft und den Passagieren sind, wie man glaubt, er: trunken. Man nimmt an, daß der Dampfer in die Zone ge raten war, die zu vermeiden die Schiffe gewarnt sind. Sonst wäre noch zu melden, daß in San Francisko 2500 Risten mit Granaten, die ohne Zweifel für die Russen bestimmt und von Hamburg aus über Newyork spediert waren, auf einem englischen Dampfer beschlagnahmt wurden Die Politik. Der Bericht des Reichsversicherungsamtes über das legte Geschäftsjahr bringt eine Fülle interessanten Materials. Das Versicherungsamt hat eine weitere Anzahl von Heilanstalten ermittelt, die sich fast ausschließlich mit der Behandlung von Unfallverletten befassen. Die vorgenom menen Revisionen ergaben befriedigende Resultate und für die Anstalten nüßliche Aufklärungen. Die Arbeiterhilfsgesuche haben sich im Laufe des Jahres vermindert. Das Fehlen einer einheitlichen Oberinstanz in Krankenversicherungssachen machte sich wieder unangenehm bemerkbar. Auf dem Gebiete der Invalidenversicherung wirkte der Umstand besonders erfreulich, daß mehrere Versicherungsanstalten in der Lage waren, Mehrleistungen zu machen. Die Errichtung von Invalidenhäusern hat Fortschritte gemacht. Die regelmäßige Erledigung der Beitragspflicht läßt dagegen noch zu wiinschen übrig; namentlich die Versicherten können gegebenen Falles erheblichen Schaden davon tragen. Vermehrte Kontrolle ist daber am Blabe. Großes Aufsehen erregt in politischen Kreisen die Berufung des Fürstbischofs Kopp von Breslau nach dem Reichslande zum Kaiser. Der Fürstbischof, der gerade eine Neise zur Firmung nach Oppeln antreten wollte, mußte diese infolge des kaiserlichen Rufes verschieben. Man ist geneigt, die Berufung des Fürstkischofs Kopp mit der Tatsache in Verbindung zu bringen, daß der Bischof Benzler von Met zur kaiserlichen Hoftafel geladen war, indessen eine Reise cn. getreten und der Einladung keine Folge gegeben hatte. Oefterreich- Ungarn Eine diplomatische Aktion wird vom Grafen Golu chowski in Bezug auf die Ausweisung polnischer Arbeiter aus Preußen in die Wege geleitet Er kommt damit dem Andrängen des Polenklubs nach der schon seit langerem ein Vorgehen in der angedeuteten Richtung verlangt. Rufeland. Die Stimmung in Rußland verdichtet sich wieder zu alarmierenden Berichten. In den aristokratischen Kreisen Petersburgs wird viel über einen geheimnisvollen Anschlag gegen den Zarewitsch gemunkelt Wie erzählt wird, habe die Kaiserin die Amme des kleinen Thronfolgers dabei überrascht, daß sie ihn in ein kochendes Bad legen wollte. Darauf. hin ist das gesamte Personal des Barewitsch entlassen. Diese Gerüchte haben die Besorgnisse noch verschärft, die wegen der russischen Maifeier in Petersburg und Moskau herrschten. Es ist davon die Rede, daß im Rumjanzew- Walde sich Ar. beiter im Bombenwerfen und im Schießen geübt hätten. Viele Bürger haben aus Besorgnis vor blutigen Zusammen. stößen Petersburg verlassen. In Odessa ist im Matrosenviertel eine Werkstatt zur Herstellung von Bomben entdeckt. Afrika. * Der Sohn des marokkanischen Prätendenten Bu- Hamama hat sich nach Udjida begeben und ist dort von Ver tretern des Sultans auf das Herzlichste empfangen worden. Man nimmt diese Tatsache als einen Beweis dafür, daß BuHamama geneigt ist, mit dem Maghzen sich ins Einverneh men zu sehen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser ist in Schloß Urville eingetroffen, wo schon eine kombinierte Kompagnie des Königs- Infanterieregiments Nr. 145 als Wachtkompagnie eingerückt ist. Auf der Fahrt nach Urville, die im Automobil erfolgte, hatte der Kaiser noch mehrere Forts besichtigt. Vor seiner Abfahrt von Metz hörte der Kaiser den von der Gesellschaft für Lothringische Geschichte und Altertumskunde veranstalteten Vortrag von Volksliedern, die seinen größten Beifall fanden. - Der deutsche Kronprinz ist zum Besuch seiner Braut in Schloß Rabensteinfeld eingetroffen. Aus München kommt zur Hochzeit des Kronprinzen der Prinz Rupprecht von Bayern, aus Stuttgart ist Herzog Albrecht von Württemberg angemeldet. *** Prinz Eitel Friedrich von Preußen reiste von dem englischen Landsiz Esher, wo er als Gast des Herzogs bon Koburg weilt, nach London, wurde dort vom Könige von England empfangen, nahm am Luncheon der königlichen Familie teil und besuchte sodann mehrere Museen. Das Land der Ehrenfabel. ( Nachdr. verb.) Budapest, 12. Mat. Hus den Parlamenten. Die Bertagung des Reichstages scheint zu einer ständigen Einrichtung werden zu sollen. In parlamentarischen Kreisen erzählt man sich, daß auch diesmal wieder kein Schluß der Reichstagsieision erfolgen, sondern eine Bertagung bis zum Herbst eintreten werde. Sollte dieses Gerücht sich bewahrheiten, so würde die laufende Session einen Zeitraum von drei Jahren umfassen. Das preußische Herrenhaus hält seine nächste Sigung am Montag, den 29. Mai, nachmittags 2 Uhr. ab Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 13. Mat. ( 180. Sigung.) Durch die beschäftigungslosen" Neichstagsmitglieder verstärkt, bot das Haus heute einen stattlichen Anblick. Das Interesse galt nich tden ersten fünf„ kleineren Vorlagen". sondern dem Gesezentwurf über die Verwaltung gemein schaftlicher Jagdbezirke. Zahlreiche Abände rungsanträge von rechts und aus dem Zentrum lagen vor und immer noch gingen neue ein. Nachdem der Minister b. Podbielski zur Einigkeit gemahnt hatte, damit end lich ein Resultat zustande käme, wurden die meisten Anträge abgelehnt oder zurückgezogen und das Gesetz im wesent lichen nach den Kommissionsbeschlüssen angenommen Zum Schluß fand noch die dritte Lesung der Sekundär. bahnvorlage statt, die ohne wesentliche Debatte und bor immer leerer werdenden Bänken erledigt wurde. In der nächsten Sitzung, am Montag, kommen dritte Lesungen und ,, Kleinigkeiten" auf die Tagesordnung. Nab und Fern, Eine studentische Bewegung gegen das Duell ist an den Hochschulen in Wien zutage getreten. Studenten aller Fakultäten der Universität und der Technischen Hochschule haben einen Aufruf an die Kommilitonen erlassen, in dem sie das Duell als eine Einrichtung hinstellen, die schädlich sei und feine befriedigende Lösung von Ehrenhändeln biete. Sie wollen daher in dessen Stelle einen Ehrenrat setzen, dessen Anrufung jedem freistehen solle. Verschollener Dampfer. Schwere Sorgen hegt man um den Hamburger Dampfer Marseille", Kapitän Ahlborn. Das Schiff ist bereits am 16. März von Carthagena nach Hamburg in See gegangen und hat bis heute seinen Bestimmungsort nicht erreicht, ist auch nirgends gesichtet worden. Man muß annehmen, daß der Dampfer mit der ganzen Besatzung untergegangen ist. Die Stantskrippe. In Frankreich macht der Fall berechtigtes Aufsehen, daß ein Professor der medizinischen Fakultät zu Lille und ein höherer Offizier sich darauf eingelassen haben, gegen eine Kommission von 500 000 Franken einem Bankhause die Konzession der für ein neues Sanatorium bestimmten Lotterie im Betrage von 8 000 000 Fr. zu beschaffen. Die beiden sind natürlich gemaßregelt worden, aber doch erst, nachdem sie und andere sich an der Staatsfrippe auf Kosten der Allgemeinheit gesättigt haben. Fahrzeuges Joven Teresa" flüchtete in einem Boot und wurde von dem Postdampfer„ Ciudad de Mahon" geborgen. Die Joven Teresa" selbst wurde von den Seeräubern weg. genommen. = Deniger mit diefer wie der Albbote" Grafenhaufen wie [ Sunde für ftellung im Lond lich find die wenig meift bornehmen Riffen, haben ih gefüttert und ge auch ihre foftba Rämme usw. mi [ Das Hub liest man oft b Benmagen aufg fablen ufw. W Houshuhn ein man im Mage zeiten völlig g Patronenhülfen Gie waren fo muß durchaus A Wüste Szenen ereigneten sich bei der Freilassung Nan Pattersons aus dem Gefängnisse zu Newyork. Die frühere Choristin, die wegen Ermordung ihres Geliebten angeklagi mar, aber freigelassen werden mußte, da sich die Geschwo. renen auch diesmal nicht über den Wahrspruch zu einigen bermochten, wurde am Tor des Gefängnisses von Tausenden empfangen, die ihr die Hand schütteln wollten. In gerichtlichen Kreisen wird diese Verherrlichung einer mutmaßlichen Verbrecherin stark getadelt. Nan Patterson aber versteht es, durch ihre Persönlichkeit alles, auch die Geschworenen, zu faszinieren. Tages- Chronik. Durch Einbruch wurden aus einem Ma gazin in Bad Gastein 285 Dynamitpatronen und 200 Sprengkapseln gestohlen. O Die Tat cines Blödsinnigen hätte ums Haar in Dänemark ein schweres Unheil angerichtet. Auf der nordseeländischen Eisenbahn lief ein Personenzug auf einen Güterzug. Zum Glück konnten die Lokomotivführer noch rechtzeitig soviel Gegendampf geben, daß der Zusammenstoß ohne Verlust an Menschenleben abging und nur die Maschine des Passagierzuges und einige Wagen beider Züge zertrümmert wurden. Der Zusammenstoß war durch eine falsche Weichenstellung veranlaßt. Die Untersuchung hat ergeben, daß ein Llödsinniger Knabe im Alter von 14 Jahren, der als harmlos gilt und daher unbeaufsichtigt herumlaufen darf, in einem unbewachten Augenblick die Weiche umgestellt hatte. † Der Kopf des Räubers. Aus Palermo wird berichtet: Bor einiger Zeit wurde in einem Walde bei Castronovo ein Menschenkopf gefunden, der als der Schädel des berüchtigten Räubers Varsalona erkannt wurde. Bald darauf fand man auch den dazu gehörigen Rumpf. Jetzt hat sich nun bei der Polizeibehörde von Palermo der Mörder des gefürchteten Briganten gemeldet: es ist ein Bauer namens Giuseppe Mercadante. Mercadante und sein Bruder kannten Varsalona seit längerer Zeit und hatten ihn, als er von der Polizei scharf verfolgt wurde, in ihrem Hause versteckt. Als er sie aber mit unverschämten Forderungen belästigte, schlugen sie ihn am 7. Dezember 1903, während er schlief, mit einer Sade tot. Die beiden Brüder dürften für ihre Tat nicht bestraft werden, sondern vielmehr eine hohe Belohnung er haften, da auf Varsalonas Kopf ein hoher Preis gesetzt war. Wer einmal die ungarischen Magnaten magyarischer AbStammung bei offiziellem Anlaß beisammen gesehen hat, der vergißt das Schauspiel sein Lebtag nicht. Die hochmögenden und stolzen Herren tragen feine Uniform und überhaupt fein modernes Gewand. Sie sind in Stoffe gehüllt, wie sie noch keines Schneiders Phantasie in solcher Zusammenstellung ersonnen hat. Jeder einzige hat seine individuelle Tracht, von der er sagt und sich auch aufrichtig einbildet, daß schon die Urälterahnen sie getragen. Eine feierliche Magnatenversammlung stellt eine abgehäutete Menagerie dar. Der sanftesten Erscheinung hängt ein Pardelfell um die Schultern. Wenn wirklich der edle Vorfahr das Fell auch ur ähnlich getragen, so drängt sich die Vermutung auf, daß damals Pardelhäute ein gangbarer Handelsartikel gewesen, etwa wie heutzutage Hasenfelle, und daß der betreffende Magnaten- Stammbater die Pardelfelle in derselben Weise und zu demselben Zwecke trug, wie in unseren Zeiten der Hansierer die friedlicheren Hasenfelle. Selbstverständlich trägt jeder echte magyarische Magnat einen Säbel. Der Säbel ist von wunderlichster Gestalt: frummer als ein Halbmond. Mit den Säbeln wird Lurus getrieben und eine Art von Sport. Es gibt Säbel für die verschiedensten Zwecke, am wenigsten für den eigentlichen Gebrauch. Vor allem gibt es Ehrensäbel. · Auf einen magyarischen Ehrensäbel hat jeder Anwartschaft, der im Felde den Russen umbequem geworden. Denn der Russe ist der Magyaren„ Erbfeind", seit Zar Nikolaus I. die ungarische Revolution niederwerfen half. Als vor 29 Jahren der türkische Marschall Abdul Kherim den Russen den Uebergang über die Donau streitig machte befam er flugs einen ungarischen Ehrensäbel. Das fand man anderwärts vielleicht auffallend, denn der Türke ist doch schließlich der ältere Erbfeind der Magyaren. Hier sind heute noch seine Spuren zu finden, und auf den Pußten erst recht in einer wirklich türkischen Wirtschaft. Doch die Magyaren haben den Türkengroll längst eingesargt und vergessen. Der siegreiche japanische Feldmarschall Oyama, der den Russen so schweres Herzeleid bereitet, konnte unter folchen Umständen dem magyarischen Ehrensäbel gar nicht entgehen. Er soll ihn auch bekommen. Sarl Eötvös, der selbst ein Haudegen ist allerdings nicht auf militärischem, sondern auf politischem Gebiet hat seine Kaffeehausgenossen zu dem Beschluß veranlaßt. Ein Rakoczi- Säbel wird angefertigt oder einer Sammlung entnommen, und eine Deputation wird ihn nach der Mandschurei überbringen. An der Spitze der Deputation steht natürlich Eötvös selbst. Mit ihm geht Graf Eugen Zichy, der Weltenbummler, der freilich erst eine Art Reinigungs- Quarantäne durchmachen muß. Graf Eugen Zichy hat nämlich vor nicht langer Zeit eine asiatische Forschungs"-Reise absolviert und dabei ganz erstaunliche russische Sympathien an den Tag gelegt. Diese Erinnerung muß meggeräuchert, im Notfall weggewaschen werden, und Graf Zichy ist heldenmütig und epferwillig genug, sich solcher Operation zu unterziehen. Marschall Oyama wird übrigens außer dem Ehrensäbel noch einige Geschenfe erhalten: zunächst ein Album mit den Wavven aller ungarischen Komitate, und dann einen ungarischen Globus. Mehr kann er nicht verlangen. Die Ehrensäbel- Deputation will sich in zwei Monaten auf den Weg machen. Tritt sie in Urväterkostüm bor Oyama, so wird er einen Zweifel an der europäischen Serkunft nur aus Söflichkeit unterdrücken. - Grubenunglück. Im Resicoer Bergwerk in Ungarn fam es bei nächtlichen Sprengungsarbeiten zu einer Ey. plosion, bei der 22 Bergleute getötet wurden. -- In der Schweiz hat ein Wettersturz Schneefall ver ursacht. In Philadelphia wurden durch die Explosion eines Gasbehälters acht Personen getötet und elf verletzt. Einen Einbruch in das Weiße Haus zu Washington versuchte nachts ein Italiener namens Coſtable. Der Mann, der auf frischer Tat ertappt und verhaftet wurde, soll ein Attentat auf der Präsidenten Roosevelt geplant haben. Costable ist zweifellos geisteskrank. Heer und flotte. Der 175. Stiftungstag des Ziethen- Husarenregiments wurde in Rathenow unter großen Feierlichkeiten begangen. Zum Ehrentage des Regiments waren zahlreiche alte Herren, ehemalige Offiziere und auswärtige Ziethen- Vereine erschienen. Unter anderen waren eingetroffen Generalfeldmarschall Graf Haeseler, General der Kavallerie Graf von Wartensleben, Generalleutnant von Bülow, Generalleutnant von der Lanken und Generalmajor von der Schulenburg. Mittags gegen 1 Uhr fand auf dem Kaiser Wilhelmsplag eine Parade statt, nach welcher Graf von Wartensleben nach kurzer Ansprache ein dreimaliges Hurra auf den Kaiser ausbrachte. Auf dem Reitplatz der Kaserne fanden Reiterspiele statt. * Wirbelstürme und kein Ende. Schon wieder komm die Schreckenstunde von Verheerungen, die ein Tornado in Amerika angerichtet hat. Im Indianer- Territorium, dicht östlich von Snyder, sind neuerdings zwanzig Menschen dem Rune des Mirbeliturmes zum Obfer aefallen. Eine deutsche Töpfereiausstellung wurde in Berlin er öffnet. Sie steht unter dem Protektorat des Erbprinzen von Hohenzollern, der sie auch mit einer längeren Rede eröffnete. Veranstaltet ist sie vom Verband der Arbeitgeber im Töpfer- und Ofensetgewerbe Deutschlands. Sie ist reich beschickt und zeigt in einer Fülle von Defen und Kacheln die neue künstlerische Blüte der deutschen Keramik. Kunft und Wissenschaft. LM. In bezug auf die Errichtung von Akademien für praktische Medizin hat der Verband der Aerztevereine im Regierungsbezirk Düsseldorf einen Beschluß gefaßt, der von der Neugründung weiterer Akademien dringend abrät, bis die Einrichtung der Akademie in Köln die Nützlichkeit dieser Institutionen für den ärztlichen Stand erwiesen hat. Ferner wünscht der Aerztetag, daß es den Praktikanten überlassen bleibe, das praktische Jahr an der Akademie oder an einem Krankenhause abzuleisten. Die Lehrer an der Akademie solIen auskömmlich besoldet und ihnen nur Konsiliar- Praris gestattet werden, auch soll die Abhaltung von Polikliniken an der Akademie verboten sein. Kinderhilfstag in Kopenhagen. Einen großen Erfolg jaben die Veranstaltungen gebracht, die in der dänischen Hauptstadt zum Besten der pflegebedürftigen Kinder getroffen waren. Sie erbrachten 80 000 Kronen. Die ganze Bevölkerung nahm an den glänzenden Feierlichkeiten teil, auch König Christian befand sich im Volksgedränge und ver teilte Goldstücke an die Sammlerinnen. ewar ungewö [ Gegen englifchen Schr Damen erklärt gemacht, dem 1 LJ Logntren müßte Teil der daft ist in den a ichen der Berfil Es handelt fich u fordern. ML. Ein nenes Betäubungsmittel ist von Dr. Fourneau in Paris erfunden und Stovain benannt worden. Für den ge wöhnlichen Sterblichen ist die Wahl dieses furzen Namens ein wirkliches Glück für den Fall, daß von dem neuen Mittel häufiger die Rede sein sollte. Sonst würde man sich nämlich der ursprünglichen chemischen Bezeichnung bedienen müssen, bei deren Aussprache jeder Nichtchemiker befürchten muß, sich die Zunge zu zerbrechen. Dieser wissenschaftliche Name heißt nämlich Dimethylaminobenzoylpentanolchlorhydrat. Dr. Fourneau hat Versuche mit der Einspritzung dieses Mittels in die Rückenmarksflüssigkeit angestellt und im Verlauf von 5 Minuten eine vollständige Unempfindlichkeit der unterhalb der Impfstelle gelegenen Körperteile erreicht, die etwa 1½ Stunden andauert. Der Patient verliert dabei nicht das Bwußtsein. Bei mehrfachen Versuchen dieser Art in einem Boriser Krankenhaus sind keine nachteiligen Folgen der Behandlung beobachtet worden. Das Verfahren an sich ist nicht neu, sondern nur das erwähnte Mittel. + Best in Schottland. Aus der schottischen Hafenstadi Reith kommt eine Nachricht, die geeignet ist, schwere Besorg nisse in ganz England wie auch auf dem Kontinent zu er vecken. Wie es heißt, wurden dort wegen Ausbruchs der Best 25 Personen unter Beobachtung gestellt. Hoffentlich handelt es sich nur um einen der häufiger vorkommender loßen Quarantänefälle. Marokkanische Piraten griffen in der Nähe von Ma aga spanische Küstenfahrzeuge an. Die Besatzung des Aus dem Gerichtsfaal. = ( Das Ende dort gemeldet. merkwürdigen, Stehenden Berei fich ein durch d zu nehmen. laftige Brüder Als sich der Kl dummen Sche jedoch bald, d Chatten. Der e Der nunmehr g Die Enthüllungen aus Plößensee, die schon am 2. März dieses Jahres die Berliner Strafkammer beschäftigten, führen diesen Montag und die folgenden Tage von neuem die Redakteure Kaliski und Büttner vom Vorwärts" und Schneidt von der Zeit am Montag" auf die Anklagebank. Mitangeklagt ist ein gewisser Ahrens, der den beiden Blät tern Material zu Artikeln geliefert hatte, in denen heftige Angriffe gegen die leitenden Beamten des Plößenseer Gefängnisses erhoben wurden. Ahrens hatte dort wegen Diebstahls eine längere Strafe zu verbüßen gehabt und war als Schreiber im Bureau beschäftigt gewesen, so daß er Einsicht in die Akten nehmen konnte. In der Hauptsache dreht es sich in den unter Anklage gestellten Artikeln um die Bes handlung eines Russen namens Sklärow, der nach der Re am Montag" bereits zur Zeit des Strafantritts irrsinnig war. Dieser Mann soll durch die zahlreichen über ihn verhängten Disziplinarstrafen geistig und körperlich schwer ge= litten haben. Schließlich wurde er nach mehrmonatiger Saft der Frrenanstalt Eberswalde überwiesen, die ihn für völlig geistesfrank und nicht verantwortlich für seine HandImgsweise erklärte. § Ein Gerichtshof, der sich für befangen erklärt. Ein höchst seltener Fall ereignete sich in Detmold. Der Vizepräsident des Lippischen Landtages, Hoffmann, hatte die Lippische Landeszeitung" wegen Veröffentlichung der Depesche im Lippischen Thronfolgestreit verklagt. Vor Beginn des Prozesses erklärten sich sämtliche Mitglieder des Detmolder Gerichtes für befangen, und daraufhin wurde ihre Teilnahme an der Verhandlung abgelehnt. Der ganze Prozeß mußte infolgedessen vertagt werden. ** Der G Brofefforen B Gießen, den Kammerfänger Landmann ** Der Georg Roth die fich der Ge Europa fchen L erworben hat, Philipps des ** Mil ridte das Inf Gießen aus, bei Darmstad Rüdtunft erf X E fämtlicher of Meistern im worden zu sei seitens der tracht den gefündigt wor niedergelegt dem Zentralve g plant, aber rund 12 000 flarten Schnei Sperrung erreg noch immer de des Ausstandes e- Ala tolonne. A Freiwillige alarmiert. S unft Selter olonne, de tionsführ och später. fte Brobeal wohl zufried fidh gut bewa Die Na land- und für das Ja § Das Wiederaufnahmegesuch der Münchener Stiftsoberin zehn Tagen a v. Hensler, die wegen versuchten Giftmordes an ihrem fidt rffen. Dienstmädchen Minna Wagner zu 6 Jahren Zuchthaus verurteilt wurde, ist jetzt für zulässig erklärt worden. Die Wagner hatte, wie seinerzeit mitgeteilt, kurz vor ihrem Tode ein Geständnis abgelegt, daß sie die Heusler falsch beschuldigt habe. - Vermischtes. nach Ablauf als beitragsp trogaber nun Shaftlichen Be Berordnung bo Bießen [ Ein feuchtfröhlicher Gemeinderat] ist es, der im Schwarzwalddorf Grafenhausen das Regiment führt. Er hat nämlich den gar löblichen Brauch eingeführt, daß jedes seiner Mitglieder, das eine Sigung versäumt, pro poenal ein Faß Bier bezahlen muß. Infolgedessen soll es im hohen Rate nie an ,, Stoff" fehlen, da fast jede Sigung ein Jaß nach sich zieht. Die Einwohner der Gemeinde aber sind nichtsdestoInger Städ Boot uni geborgen ubern roeg jjung Ma Die früher angellag ie Gejd zu einige Laufender In gerid utmajliden versteht es vorenen, 3 einem Ma und 200 neefall ver Tojion eine est. enregiments begangen. e alte Ser Vereine er Beneralfeld Graf von Feneralleut Schulen Wilhelms rtensleben den Kaiser den Reiter t. ien für praf eine im Re Bt, der von d abrät, bi lichkeit dicir hat. Ferna en überlajje Der an einem Akademie fol filiar- Praris olikliniken an Fourneau in Für den ge zen Namens neuen Mittel n sich nämlich enen müssen, ten muß, jid ftliche Name rhydrat. Dr. ejes Mittels Verlauf von der unterhalb die etwa 1½ bei nicht das Art in einem olgen der Be n fich ist nicht al. on am 2. März häftigten, füh von neuem die Borwärts" und e Anklagebant. en beiden Blät n denen heftige Plökenseer Geport wegen Dieb. bt und war als daß er Ein-/ auptfache dreht n um die Be nach der Re ritts irrfinnig über ihn ver erlich schwer ge mehrmonatiger Ten, die ihn für für seine Handflärt. Ein höchst er Vizepräsident e die Lippische er Depesche im Beginn des ProDetmolder Ge ihre Teilnahme weniger mit dieser ihrer„ Oberleitung" sehr zufrieden, denn wie der„ Albbote" versichert, läuft der Gemeindewagen in Grafenhausen wie am Schnürchen. - [ Hunde für 20 000 Mark] kann man in einer Ausstellung im Londoner Kristallpalast bewundern. Verkäuf lich sind die wenigsten der Tiere. Es sind Schoßhunde, die meist vornehmen Damen gehören. Sie liegen auf seidenen Rissen, haben ihre Wärterinnen, werden mit Leckerbissen gefüttert und gefüßt und gehätschelt. Bei manchen sind auch ihre kostbaren Toilettengegenstände, silberne Bürsten, Kämme usw. mit ausgestellt. = [ Das Huhn mit dem Straußenmagen.] Mit Staunen liest man oft von förmlichen Arsenalen, die man in Straubenmagen aufgefunden hat: große Steine, Nägel, Schuhsohlen usw. Wenig bekannt aber ist es, daß unser braves Houshuhn ein Strauß im Kleinen ist. In Eiderstedt fand man im Magen eines geschlachteten Huhnes, das bei Lebzeiten völlig gesund gewesen war, nicht weniger als 27 Batronenhülsen von 6 Millimeter- Tesching- Schrotpatronen. Cie waren so blank, als wären sie eben geputzt. Das Tier muß durchaus keine Beschwerden dadurch gehabt haben denn es war ungewöhnlich fett. = [ Gegen die Krinoline] haben sich auf Anregung der englischen Schriftstellerin Mrs. Stannard 21 000 Londoner Damen erklärt. Von Paris wird allen Ernstes der Versuch gemacht, dem Ungetüm aufs neue Eingang zu verschaffen. Johnstreitigkeiten auf den Flensburger Werften. Der größte Teil der Arbeiter der Flensburger Schiffsbau- Gefellsdaft ist in den Ausstand getreten. Die Verhandlungen zwi ichen der Werftleitung und den Arbeitern sind im Gange. Es handelt sich um etwa 2000 Arbeiter, die Lohnerhöhung fordern. = d [ Das Ende des Newyorker Selbstmörderklubs] wird von dort gemeldet. Am 7. April starb Daniel Löser, der diesem merkwürdigen, anfangs aus dreizehn Mitgliedern bestehenden Verein, präsidiert hatte. In jedem Jahre hatte sich ein durch das Los zu bestimmendes Mitglied das Leben zu nehmen. Die Mitglieder waren Deutsch- Amerikaner, lustige Brüder, die keineswegs ein trauriges Leben führten. Als sich der Klub bildete, hielt man die ganze Sache für einen dummen Scherz und lachte darüber. Die Mitglieder zeigten jedoch bald, daß sie ihr Gelübde in vollem Ernst abgelegt hatten. Der einzige, der eines natürlichen Todes starb, war der nunmehr gestorbene Daniel Löser. Lokales. 15. Mat 1905. ** Der Großherzog empfing am 13. Mai u. a. die Professoren Bötticher und Best von der Universität Gießen, den Oberamtsrichter Rauch von Lich, den Rammerfänger Buff Gießen von Dresden und den Lehrer Landmann von Stauffenberg. ** Der Großherzog hat dem Rechnungsrat i. P. Georg Roth in Laubach in Anerkennung der Verdienste, Die die sich der Genannte durch Herausgabe des Werkes Europäischen Laubmoose" um die botanische Wissenschaft erworben hat, das Ritterkreuz I. Klasse des Verdienstordens Philipps des Großmütigen verliehen. *** Militärisches. Heute Morgen in aller Frühe rückte das Infanterie R g. Nr. 116, Kaiser Wilhelm II, aus Gießen aus, um auf dem Truppenübunge plag Griesheim bei Darmstadt das Bataillons- Ex rzieren abzuhalten. Die Rückkunft erfolgt am 28. d. M. × Echneiderstreit in Gießen. Die Aussperrung sämtlicher organ si rter Sehilfen bei den organisierten Meistern im Schneidergewerbe, scheint jezt zur Tatsache geworden zu sein. Wie uns mitgeteilt wird, ist am Samstag seitens der Arbeitgeber eine Firma kommt hier in Be. tracht- den hier noch arbeitenden organisierten Gehilfen gefündigt worden und haben dieselben auch sofort die Arbeit niedergelegt. Dieser Schritt war schon längere Zeit von dem Zentralvorstand der Arbeitgeber im Schneidergewerbe Es würden g plant, aber nicht zur Ausführung gefommen. rund 12000 Mitglieder von dem über 25 000 Mitglieder starken Schneiderverband ausgesperrt werden, diese Aussperrung erregt im Publikum etwas Befremden, da man noch immer der Meinung war, daß eine gütliche Beilegung des Ausstandes erfolgen werbe. -e- Alamierung der freiwilligen Sanitätstolonne. Am Samstag Abend um 28 Uhr wurde die freiwillige Sanitäts- Kolonne auf telephonischem Wege alarmiert. Innerhalb 10 Minuten hatten sich am Sammelpunft Seltereweg( früheres Bürgerspital) 18 Mitglieder der Rolonne, der Kolonnenführer, dessen Stellvertreter und ein Sektionsführer eingefund n; weitere Mitglieder erschienen noch später. Seit dem Bestehen der Kolonne, war dies die erfte Probealarmierung, und fonnte man mit dem Erfolg wohl zufrieden sein. Die telephonische Alarmierung hat fich gut bewährt. Bekanntmachung. Die Nachtrags- Heberolle über die Beiträge zur ** En Rih: von Vorträgen über Milch veran| ftaltet gegenwärtig der Verein für Hygiene in Frankfurt. Am Freitag sprach Professor Neißer über Milch in Bakterien. Handwerk und Regierung. Man schreibt uns: Mittwoch, den 10. Mai empfing der Staatssekretär des Reichsamtes des Innern Graf PosadowskyWehner eine Abordnung des deutschen Handwerks, und Ge werbekammertages. Auf die vorgetragenen Wünsche der Abordnung erwiderte der Staatssekretär, er werde sehr gern den Ausschuß des Handwerks- und Gewerbefammertages als Experten zur Begutachtung in Maßnahmen, die das Handwerk beträfen, zu Rate ziehen. Er bemerkte weiter, daß die Einbeziehung der Heimarbeiter in die Alters- und Inbaliditätsversicherung von den Bundesregierungen trotz der entgegenstehenden großen Schwierigkeiten ernstlich erwogen würde. In der Frage Fabrit und Handwerk, die ebenfalls sehr schwer zu lösen sei, sähe er die Meinung der Handwertstammern als wohl berechtigt an, daß möglichst leistungsfähige Betriebe dem Handwerk erhalten bleiben müßten. Freilich müsse der selbständige Handwerker darauf stolz sein, Handwerker zu heißen und nicht den Titel Fabrikant höher zu schäßen, wie es zurzeit leider sehr beliebt sei. Man müsse unausgesetzt die technische Ausbildung und die geschäftliche Gewandheit des selbständigen Handwerkers fördern. Die gleiche Abordnung begab sich dann zum preußischen Minister für Handel und Gewerbe Möller. Minister Möller erkannte an, daß es das Interesse der Handwerksfammern erfordere, in ihre Organisation möglichst leistungsfähige Betriebe einzubeziehen, daß aber die Bemühung der Verwaltungsbehörden in dieser Hinsicht an der geltenden Rechtsprechung scheitere. Besser wäre es gewesen, man hätte eine Trennung beider Betriebsarten die naturgemäß auf einander angewiesen seien, niemals versucht und vollzogen. Bezüglich der Meisterkurse und des neuerrichteten Landesgewerbeamtes äußerte sich der Minister, daß er bestrebt sein werde, die Wünsche des Handwerkskammertages zu berück. fichtigen, nur solle darauf gesehen werden, daß dem Ministerium nicht Maßnahmen zugemutet würden, die nicht durchführbar oder zeitgemäß wären. Er ersuchte ferner die Handwerkskammern um möglichst fräftige Unterstügung seiner Maßregeln betr. das Fortbildungsschulwesen, da er in der höheren technischen und theoretischen Ausbildung die geeignetste Förderung des Handwerts erblicke. P Eselei. Am Samstag Nachmittag wurde in der Gartenstraße ein Gießener Bauunternehmer von seinem Maulesel durch Umtippen des Gefährtes auf den Straßendamm geschleudert, glücklicherweise ohne weiteren Schaden zu nehmen. P Wanderndes Elend. Heute Margen schlugen froatische Arbeiter, die Arbeit suchend nach Gießen zugereist waren und solche nicht gefunden haben, kurzerhand ihr Lager auf dem Hofe des Großh. Polizeiamts auf. Die Leute waren total mittellos und wollten nach ihren Angaben seit sechs(?) Tagen nichts mehr gegessen haben. Sie wurden mit Speise und Trank versehen. P Unfall. Am Samstag Nachmittag scheute in der Kirchstraße ein in ein Bierwägelchen gespannter Esel in dem Kirchstraße ein in ein Bierwägelchen gespannter Esel in dem Bugenblick, als ein beladener Sandwagen vorüberfuhr, und trat mit einem Vorderbein in das Rad. Dem armen Tiere wurde ein Huf abgerissen, sodaß es getötet werden mußte. P Schlägerei. Sonntag Abend entstand in der oberen Bahnhofstraße in Gießen zwischen mehreren jungen Leuten ein Disput, der in Tätlichkeiten ausartete und einem der Beteiligten eine Verlegung durch Stockhiebe a Ropse eintrug. Anzeige ist erhoben. P Gute Freunde, getrene Nachbarn und desgl. In einem Gießener städtischen Mietshaus in der Sonnenstraße waren zwischen verschiedenen Insessen Bwistig feiten ausgebrochen, infolgedessen am Samstag ein Bewohner einer anderen Familie die Stubentür entzwei schlug. Anzeige wegen Sachbeschädigung ist erstattet. ** Sommerfest. Zwar fein Sonntag in strahlender Schöne", aber immerhin doch ein trockner begünstigte das gestrige Sommerfest der Contentia- Gießen auf der „ Schönen Aussicht" und so hatte sich denn auch eine ganz ftattliche Teachmerzahl eingefunden. Namentlich die Jugend worser tonangebenden Majorität. Und das mit Recht! connte sie aus den verschiedenen Kinderspielen und den hübschen Preisen, die ein reiches Füllhorn auf sie herab. schüttete, aus dem Karussell und den Kuchenbuden gar nicht anders schließen, als daß das ganze Arrangement eigens für sie getroffen war. Das sicherste Merkmal eines Voltsfestes ist immer das Treiben der Kinderwelt. Das ließ gestern aber nichts zu wünschen übrig. Unter Musif bewegten sich die Knaben und Mädchen in geschlossenem Umzuge durch den Garten nach den Spielplägen, wo die Kleinen und Kleinsten ihre Meisterschaft erproben fonnten. Da gab es beispielsweise Stangenflettern, Ballspiele, Reifwerfen und noch andere Kurzweil. Noch Beendigung der Spiele be Bekanntmachung. Se Prozeß mußte land- und Forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft daß die Friedhöfe vom 16. Mai bis 15. August für das Jahr 1904 liegt von heute an während vier von ener Stiftsoberin zehn Tagen auf der unterzeichneten Bürgermeisterei zur EinWir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, morgens 6 Uhr bis abends 9 Uhr geöffnet sind Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten gaben die Kinder sich unter Vora: tr it der Musik an das Karussel und machten einige Fahrten. Später dann konnte man sie ganz glückselig ihre Gewinne zeigen sehen. Aber nicht nur für die Kinder, sondern auch für die Erwachsenen war seitens des Fest- Ausschusses gesorgt. Sehr anregend wirkte besonders der Tanz, dann aber auch das Preisschießen mit seinen hübschen Preisen. Dem Ballon- Aufstieg war leider der aufspringende Wind ungünstig. So flossen die Stunden in angenehmster Weise durch Musit, Spiel und Tanz dahin und erst mit Anbruch der Nacht fand das Fest sein Ende. nordes an ihrem sicht effen. Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens rt worden. Die als beitragspfl chtig in Anspruch Genommene gegen die Bei- stunde nach dem Läuten werden die Friedhofstore ge-| n 3 bor ihrem Tode falich beidhuldigt ist es, der im nent führt. Er eführt, daß jedes umt, pro poena foll es im hoher ung ein Faß nad er find nichtsdefto tragsberechnung bei dem Vorstande der land. und forstwirt- schlossen. schaftlichen Berufsgenoss nschaft Einspruch erheben( s§ 15 der Verordnung vom 31. Mai 1902). Gießen, den 11. Mai 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Curschmann. Ingenieurschule zu Mannheim Städt. subv. höhere technische Fachschule. Programmo kostenlos, Gießen, den 10. Mai 1905. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. Königl. Preuss. Staats- Medaille jeder Art, in jeder Farbe, Seidenstoffe zu jedem Preise, der Meter Muster portofrei. von 75 Pf. an. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. 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Den Berichten folgend wurde zur Wahl eines Defan- Stellvertreters geschritten, aus der Pfarrer Georgi Ermenrod hervorging. Nachdem alsdann noch verschiedene Redner gesprochen hatten, wurde die Synode durch Gesang feierlich geschlossen. Lumba, 13. Mai. Schlachthaus- Errichtung. Megger Wilhelm Rau dahier beabsichtigt, neben seinem Wohnhouse ein Schlachthaus zu errichten. Etwaige Einwendungen sind bei der hiesigen Bürgermeisterei vorzubringen. * A Schotten, 13. Mat. Die Eröffnung der AusKellung der Bogelsberger Geflügelzuchtvereine fand Sametag 3 Uhr nachmittags durch den Ehrenvorfißenden Geheimen Regierungsrat Schönfeld statt. Die Ausstellung ist aus allen Teilen des Vogelsbergs reichlich beschickt. Besonders stark vertreten sind das Nußgeflügel und die Tauben. A Bad Nauheim, 14. Mai. Sprudelfeierlichkeiten. Heute sind es fünfzig Jahre her, daß der berühmte Friedrich Wilhelm. Sprudel nach langen Bohrungen zutage trat. Aus Anlaß d'eses bedeutungsvollen Ereign ss 8 haben die Badedirektoren, die Stadtverwaltung und die gesamte Bevölkerung für heute und morgen eine große Sprudelfeier veranstaltet. Am heutigen Nachmittag und Abend wurden bereits Konzerte veranstaltet und bei einbrechender Dunkelheit brachte die Bürgerschaft einen imposanten Fackelzug. Frankfurt, 14. Mai. Wenn nicht alle Zeichen trügen, steht die Schlichtung des VichmarktsbanksStreit nahe bevor. Beide Parteien haben Vertreter ernannt, einen Vergleich zu erzielen, der auf folgender Grundlage beruht: Der Paragraph 2, Absatz 3 der Statuten der Bieh marktsbant wird außer Kraft gefeßt, sodaß die Bank selbst lenen Handel mehr mit Vieh treibt. Die Regulierung des Kaufpreises für alle einzelnen Abschlüsse geschieht durch die Bant. Die Händler zahlen dieser hierfür dreiviertel Prozent Provision, dagegen übernimmt die Bank die Währschaft. Hoffentlich bringen die Verhandlungen den ersehnten Frieder, denn zum Vorteil wird der Streit für feine Partei geführt. K Mombach, 14. Mai. Salaterute. Man notiert: 100 Kopf Salat mit 3,50-4,00 Mt. ?? Mainz, 13. Mai. Zum ersten Male wird unsere Stadt am Dienstag tas Großherzogspaar aufnehmen und das Goldene Mainz rüstet sich bereitz, in den Tagen des Besuches festlich dazustehen. Die Hauptstraßen werden prächtig mit Guirlanden und Fahnen geschmückt und die Vereine planen eine Serenade. Sodann ist noch eine Rheinfahrt vorgesehen. Von Mainz aus wird das Groß herzogepaar dem Kaiser in Wiesbaden einen Besuch al= statten. Unsere Stadt will auch den Kaser zur Rheinfahrt einladen. Wiesbaden, 13. Mai. Königin Margherita von Italien, die als Gaft des Kais rs den Wiesbaden r Festspielen beiwohnt, wird ihre ganze Reise von Rom nach hier im Automobil zurücklegen. Ihr zu Ehren wird des Marburger Jägerbataillon, dessen Chef die Königin is, während ihrer Anwesenheit nach hier femmandiert. Biebsses laubwirts@ aftliger Wetterstewks Voraussichtliche Witterung in Heffen für Dienstag, den 16 Mai. Wolfig, nach etwas milderer Nacht am Tage Temperatur tine Aenderung. erantwortlich: für die Politik und den Inseratente Ib in Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beit in Gießen. Allgemeine Sterbekasse Gießen. Samstag, den 20. Mai, abends 9 Uhr außerordendl. General- Versammlung im Giessener Festsaal( Café Leib). Tagesordnung: 1. Statuten- Aenderung. 2. Verschiedenes. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlreiches G= scheinen ersucht. Gießen, den 12. Mai 1905. Der Vorstand. AMTLICH GLANZEND BEGUTACHTET: SALUTARIS TOILETTE- FETT- SEIFE uaübertroffen für Bant- a Ceinipflege: Rein, mild, sparsam. C. Naumann, Seifen- u. Parfümeriefabrik, Ofenbach a.M. Müller'sche Bade- u. Schwimm- Anstalt Lahnbäder! ( früher Rübsamen) ist eröffnet. Luftbäder! Herren- und Damen- Bassin. Sonnenbäder! Grund- und Kasten- Bäder. Einem geehrten Publikum teile ich hierdurch mit, dass die Rübsamen'sche Bade- Anstalt in meinen Besitz übergegangen ist. Ich empfehle mein Unternehmen unter Zusicherung sorgfältigster Aufsicht. Für die Herren Studierenden habe ich ein Semester- Abonnement eingerichtet. Wasserwärme 12° R. Hochachtungsvoll Philipp Müller, in den letzten Jahren Bademeister u. Schwimmlehrer der Rübsamen'schen Bade- Anstalt. Deutscher Flotten Verein Kreisgrupp: Gießen. Einladung. Am Donnerstag, den 18. Mai, abends 8 Uhr, findet im Café Ebel die diesjährige Haupt- Versammlung der Kreisgruppe Gießen des Deutschen Flotten- Vereins statt, wozu alle Mitglieder des Deutschen Flotten Vereins ergebenst eingeladen werden. Tages- Ordnung: 1. Rechenschaftsbericht. 2. Entlastung des Rechners für die Jahresrechnung 1904. 3. Neuwahl des Vorstandes. 4. Sonstige Vereinsangelegenheiten. Im Interesse des Vereins wird um recht zahlreiche Beteiligung gebeten. Die Kreisgruppe Giessen: Dr. W. Onden, Vorsitzender. 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Betr.: Die Unfall- und Krankenversicherung der in land- und forst wirtschaftlichen Betrieben beschäftigten Personen. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffent lichen Kenntnis. Gießen, den 11. Mai 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Nach den Bestimmungen des rubr. Gesetzes sind die Beiträge zur land- und forstwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft von denjenigen zu erheben, welchen die firierten Reinerträge bei der Veranlagung zu den Gemeindeumlagen in Ansatz zu bringen sind. Nach§ 8 der Verorbnurg vom 31. Mai 1902( Reg.- Blatt Nr. 32) ist ein Beitrag nicht zu erheben von: farbenprächtig blumiges Kleid schnell über alles Unansehnliche am reusind in 208 1. u. IV.= 7,00 cbm Hausteine aus Lungstein( Basaltlava) Garten werfen, süssen Wohlgeruch über die Umgebung ausbreiten. Haus im Alte Blumentöpfe, Kästen, Kübel, freies Land, auch schlechter Boden ist verwendbar: nach drei Tagen gehen die Samen auf, man hat später nichts weiter - = ca. 90,00 qm Bosser quader, = : 2,20 cbm Treppenstufen, cbm helle Sandsteine cbm Granitsturen = zu tun, als die Zweige hoch zu binden und dann rankt es und blüht es den 208 II. 254 cbm rote Sandsteine ganzen Sommer hindurch bis tief in den Herbst hinein. Die Aufträge sind zu richten an die Blumengärtnereien Peterseim Erfurt, welche Firma den Vekaauf Los III.= 35 und den Versand vornimmt. eventl. 469 Ifdm. belgische Granitplatten. 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Verwandlung eines Ackers in einen Steinbruch, Bebauung eines Grundstuds), e) den mit einem gewerblichen Betrieb verbundenen Grundstücken, wenn die Versicherung gemäß§ 28 Gewerbeunfallversicherungsgefeßes zufolge Statuts bei einer gewerblichen Berufsgenossen= schaft zu erfolgen hat. Soweit sich das die Befreiung rechtfertigende Verhältnis der amtlichen Kenntnis entzieht, bleibt es den Beitragspflichtigen überlassen, die Befreiung bei der Bürgermeisterei derjenigen Gemarkung, in welcher das Grundstück gelegen ist, längstens bis 1 Juni d. J. bei Meidung der Nichtberücksichtigung zu beantragen. Gießen, 3. Mat 1905. Großherzogliches Kreisamt Gießen. J. V.: gez. Dr. Wagner. Bekanntmachung. Dienstag, den 16. Mai 1905, nachm. 6 nh werden in der Nähe der neuen Universitätsbibliothek i der Bismarckstraße meistbietend versteigert. 3 Erlenstämme Gießen, 13. Mai 1905. Mecum. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Betr. Abhaltung der Viehmärkte. Bekanntmachung. 虹. 113. Ober and and Berl ( 4. Fortfe Weber jei fie von den Botter Bbergs Pabolf Alden ruf ein beneid großen Reicht feine deutsche gangen Genuß noch feinen den Gesellscha falls mit gan der Mittelpu Ehren beran ling der Fr rete mehr o wahrgenom gebradyt m Afta Gotte allen diefen graufames Daß er fi hatte ihr ja nicht in den Und auch h Bugung, die e hin, ohne fich Freundlic stand sie ihm femmen gel bergen. Bor feine ausdru auf fidh geric in Worte fa baftiger als Da fland wandte fich m fcharfen Stin „ Sind S mehr hören schon vor ei und Ste w Ihrer Dam Dabei ohne Umst nichts übri fügen. Auf n fich tief bo Worte, so i dauern aus Gespräches Erzieherin nun ein pa noch einmal སས ། ་ ཅ་ Vom 16. Mai 1. J. ab bis auf Weiteres beginnt der Auftrieblich zu einem von Vieh auf dem Viehmarktplage am jeweiligen ersten Viehmarkt tage um 6 Uhr vormittags am jeweiligen zweiten Viehmarkttag um 7 Uhr vormittags Gießen, den 12. April 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Betr. Abhaltung von Viehmärkten. Bekanntmachung. Wir machen ausdrücklich auf die nachstehenden Bestimmungen Hoichoi Aus Lotio Hier lie Slotte, nach berlassen ha Anfer liegt. Die japani fuhr von Koh andauern, als der Viehmarkt- Ordnung aufmerksam unter Hinweis darauf, daß zu Gewässern bei widerhandlungen zur Anzeige gebracht und bestraft werden. § 4. Sie aus Das Handeln mit Vieh ausschließlich der Pferde außerhalb Dampfer C Straßen, Wecen und Pläßen an den Markttagen und während de stellvertretend Unter Handeln wird jede au judung an, Kauf, Verkauf, Tausch, Befiẞübertragung oder anderweit Festsetzun wurde sofort vier vorhergehenden Tage verboten. eines bereits vereinbarten Kaufpreises gerichtete Tätigkeit verstander § 5. Das Durchtreiben der Tiere durch die Stadt nach den Sta ungen und dem Marktplatze hat auf dem fürzesten Wege und oh Aufenthalt unterwegs zu erfolgen. Auf öffentlichen Straßen, Weg und Bläßen innerhalb der Stadt ist das Aufstellen und Stehenlass von Vieh, sowie jede Verkehrsstörung verboten.] Gießen, den 12. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Wascht mit Schwan- Seifenpulver Dampfer über bannte fein. Die Bez derzog von G einiger Be ichtete Teleg & der ewig il Rede ist. epordenen Be e feinen alte üneburg auc richtet aufge He follen der erzogs von G