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Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Leiden unferer Südwestafrikaner. - Liaojang Port Arthur Mukden Nabas... Vier Namen von erotischem Klang. Alle vier aktuell als Stätten schwerer Kämpfe in fernen Zonen. Wem in ganz Deutschland wären die drei ersten nicht vertraut, wie wenige kennen den letzten! Und doch sollte es eher umgekehri sein. Wohl ist das fieberhafte Interesse begreiflich, mit dem man bei uns den Gigantenkampf im fernen Osten verfolgte. Die Bewunderung für die heroichen Taten der beiden Gegner, das warme Mitleid mit ihren unsäglichen Leiden war bollauf verdient. Aber der Name Nabas sollte diese Gefühle erst recht in einer deutschen Bruſt auslösen. Jedes deutschen Mannes Herz muß qualvoll zucken, wenn er aus jetzt angelangten Spezialberichten vernimmt von dem Marthrium unserer braven Südwestafrikaner; muß vor Stolz aufjauchzen, wenn er liest, wie sie mannhaft standgehalten bis zum letzten Tropfen Wasser, bis zur legten Patrone, bis zum letzten Mann, und wie ihr entsagungsreicher Mut doch schließlich den deutschen Farben zum Sieg verholfen. Das Gefecht bei Groß- Nabas bezeichnet eine der furchtbarsten Stationen auf dem Leidenswege unserer Braven. Nachdem der Feind bei Stamprietfontein am Silvesterabend 1904 nach hartem Kampf geworfen worden war, ließ Major Meister ihn, so schnell es die Erschöpfung von Mann und Vieh zuließ, verfolgen. In der Richtung auf Groß- Nabas zu, wo er ihn mit Recht vermutete, da dort das Klippengelände den Witbois und Hereros den besten Stützpunkt für ihre Kampfesweise bot. Am Morgen des 2. Januar erhielt denn auch schon die deutsche Spite heftiges Feuer auf nahe Entfernung. Zwar räumte der Feind, nachdem er Geschüßfeuer erhalten hatte, bald diese Position, aber es zeigte sich, daß er in einer zweiten, wohlvorbereiteten, festungartig verschanzten umso zäheren Widerstand leistete. Die Klippenfestung. Er hielt einen klippenreichen, in der Front fast sturmfreien Höhenzug besetzt, der sich von dem höheren Dünen-, gelände nach dem Flußtal allmählich herabsenkte. Wie später durch Gefangenenaussagen festgestellt wurde, standen hier der größte Teil der Witboi unter Hendrik, die Hottentotten unter Freymann und die Leute aus Hoachanas unter Manasse; mit ihnen hatten sich noch etwa 300 Herero unter Fredrik, dem Sohne Mahareros, vereinigt, alles in allem 1000 bis 1100 Gewehre mit reichlicher Munition- mithin eine fünf- bis sechsfache Ueberlegenheit. Zwei Tage im Feuer. Es soll hier keine strategische Uebersicht über den Verlauf des Gefechtes gegeben werden, das zwei Tage andauerte. Nur einzelne Episoden aus dem heroischen Ringen unserer Truppen sollen hier in knappenStrichen gezeichnet werden. Stoß auf Stoß erfolgte gegen die vom Feinde besetzten Klippen unter dem heftigsten Feuer des Gegners, der mit Munition überreichlich versehen war. Der Tod hielt reiche Ernte unter der kleinen Schar. Trotzdem rückten einzelne Züge bis auf 200 Meter an die feindliche Stellung an. Nachmittags wurde ein heftiges Feuergefecht unterhalten. Bisher hatte die Gefechtsfähigkeit der Truppe nicht gelitten, da es möglich war, sie tagsüber mit frischem Wasser zu versehen. Allein im Laufe des Nachmittags begannen sich die Wassersäcke und Wagen zu leeren. Gegen 5 Uhr nachmittags wurde der letzte Trunk Wasser gereicht-- dann war's zu Ende, und nun kam der schrecklichste Feind südafrikanischer Kriegführung, der Durst Durstesqualen. Mit Einbruch der Dunkelheit wurde das Feuer auf beiden Seiten schwächer, um wieder aufzuflackern, sobald irgendwie Bewegung beim Gegner bemerkt wurde. Es fonnte etwas Brot in der Schüßenlinie gereicht werden, aber keiner vermochte es zu schlucken, die Zunge flebte am Gaumen. Vor allem litten die Verwundeten unter dem Wassermangel. Solange der Feind nicht von der besetzten Wasserstelle verjagt wurde, bestand jedoch keine Möglichkeit, auch nur einen Tropfen Naß zu erhalten. Gegen 10 Uhr abends bezog sich der Himmel mit schweren, dunklen Wolken, es schien ein Gewitter niedergehen zu wollen. Um den erhofften Regen aufzufangen, wurden alle Zeltbahnen ausgespannt, und manch heißes Gebet um Regen mag zum Himmel emporgestiegen sein. Allein es erhob sich ein sturmartiger Wind und zerstreute die Wolken. Die Truppen verbrachten die Nacht, das Gewehr im Arm, in der Schützenlinie, jeder zweite Mann durfte schlafen; aber vor brennendem Durst bermochten nur wenige den ersehnten Schlummer zu finden. Hikschlag und Wahnsinn. Am nächsten Tage wurde die Lage für die Deutschen unerträglich. Das Feuer des Feindes nahm an Heftigkeit zu und fügte ihnen schwere Verluste bei. In der grellen Sonne, halbverdurstet, erlagen die seit 30 Stunden ununterbrochen fämpfenden Schüßen dem Dämon Durst. Mehrere Leute hatten bereits angefangen, das aufgefangene Blut getöteter Pferde zu trinken. Eine Anzahl Hißschläge war schon eingetreten, einzelne Leute wurden vor Durst wahnsinnig; hier und dort stürzten sie, delirierend und Gebete ausstoßend, yor, um die Wasserstelle allein zu stürmen. Sie büßten dicsen Versuch mit dem Leben, am nächsten Tage fand man ihre Leichen vor der Front. Der Feind Höhnte noch obendrein die Halbverdursteten, indem er, die eigenen, wohlgefüllten Wassersäcke emporhaltend, laut hinüberries: Deutschmann sehr durstig gutes Wasser hier." Als Major Meister ge gen Mittag die Kompagnieführer zu einer Besprechung zu sich befahl, rannte der Oberleutnant v. Bockelberg, der vor Durst und Erschöpfung in irren Zustand verfallen war, trotz des Zurufs seiner Leute delirierend in den Feind und wurde am 4., von mehreren Kugeln durchbohrt, tot aufgefunden. Am meisten hatten die Verwundeten zu leiden, die noch nicht hatten in Sicherheit gebracht werden können und nun in der glühenden Sonne verschmachteten. Einzelne Verwundete boten in ihren wüsten Delirien Unsummen für einen Schluck Wasser... Und noch lange bange Stunden vergingen, che das köst. liche Naß den Verdurstenden Rettung brachte. Ihre Pfli. 1 aber haben unser. Braven erfüllt, so lange noch ein flarer Gedanke in ihrem zermarterten Hirn Platz fand. Deutsch. land darf stolz auf seine Söhne sein. Delcaffé in der Sackgaffe. Wie bereits vor Wochen vorausgesagt worden, gewinnt die Marokkofrage eine große Bedeutung, wird sie wahrscheinlich zum Rücktritt des französischen Ministers des Auswärtigen Delcassé führen. Unser Berliner CB- Mitarbeiter schreibt uns darüber: Der französische Minister Delcassé hat in Abrede stellen lassen, daß er an die Mächte ein Rundschreiben über die Maroffofrage gerichtet habe. Nur den an der Sache beteiligten franzöſiſchen Botschaften und Gesandtschaften habe er Mitteilungen über die Angelegenheit zugestellt. Da diese Mitteilungen nicht dazu bestimmt sind, von den Adressaten im verschwiegenen Busen bewahrt zu werden, vielmehr an die Regierungen gegeben werden sollen, bei denen die betreffenden Botschafter und Gesandten beglaubigt sind, so hat die Ableugnung den Wert einer Bestätigung. Es muß recht übel um Delcassé bestellt sein, wenn er zu so schwächlichen Ausflüchten zu greifen sich veranlaßt sieht. Er hat sogar fürzlich den Versuch gemacht, auf dem Umwege über Wien, der seine Autorschaft verstecken soll, die Nachricht zu verbreiten, Minister Delcassé habe in einem Rundschreiben die Botschafter und Gesandten Frankreichs instruiert, Deutschland sei über das englisch französische Marokko- Abkommen rechtzeitig und offiziell unterrichtet worden. Hierauf erfolgt jetzt von Berlin aus ein ganz formelles, alles Lügengewebe zerreißendes Dementi: Der von Delcassé inspirierte Pariser„ Temps" hat schon einmal ähnliche Angaben gemacht, aber Delcassé selbst hat sie auf der Tribüne der französischen Deputiertenkammer nicht zu beſtätigen vermocht. Im englischen Unterhaus hat der Unterstaatssekretär Earl of Perch ausdrücklich erklärt, das MarokkoAbkommen sei der deutschen Regierung amtlich nicht mitgeteilt worden. Richtig ist, daß Delcassé Ende März 1904, etwa 14 Tage vor Veröffentlichung des Vertrages, dem deutschen Botschafter Fürsten Radolin bei einem Diplomatenempfang gesprächsweise gesagt hat, es schwebten Verhandlungen über ein solches Abkommen. Doch gab er dabei den Inhalt keineswegs genau an, sondern machte nur allgemeine Andeutungen. Fürst Radolin hat darüber nach Berlin berichtet. Weiteres ist nicht erfolgt, auch nicht durch den französischen Botschafter in Berlin, auch nicht nach Abschluß des Vertrages. Daß Herr Delcassé den Vertrag nicht amtlich der deutschen Regierung bekannt gegeben hat, widerspricht diplomatischem Brauch, mehr noch der Klugheit, da Deutschland starke wirtschaftliche Interessen in Marokko hat. Korrekt und klug hat England gehandelt, das sein Abkommen mit Frankreich, Egypten betreffend, nach Berlin mitteilte, worauf Deutschland ohne jede Schwierigkeit die befriedigende Wahrung seiner Interessen am Nil erlangte. Nach dieser Desavouierung seiner Wahrheitsliebe, die ihn nicht hoffen läßt, je wieder in Berlin Glauben und Vertrauen zu finden, wird Herr Delcassé sich nicht mehr lange in seinem Amt behaupten können. Der Krieg in Oftalien. Noch immer ist man in der englischen Presse eifrig auf der Suche nach Roschdjestwenskys Schiffen, eifriger fast als die Japaner selber. Das einzige Resultat, was man bisher aber zu verzeichnen hat, ist ein negatives, die Tatsache, daß Roschdjestwensky den Ankerplatz bei den Anamba- Inseln berlassen hat. Wohin er sich gewendet hat, darüber laufen die Meinungen weiter auseinander. Roschdjestwenskys Weiterfahrt wurde von zwei englischen Kreuzern, Sutley" und„ Iphigenie". beobachtet denen er beim Morgengrauen des Dienstag 550 Meilen nordöstlich von Singapore vorbeizog. War es aber die ganze Flotte, die hier gesichtet wurde? Roschdjestwensky scheint ein Meister im Verschleiern der Bewegungen seiner Schiffe zu sein. In Petersburg verlautet, daß er mit den größten Schiffen seiner Flotte schon voraus war, als die Hauptmacht bei Singapore vorbeipassierte. So erklärt nun sich die Meldung des Reuterforrespondenten vom Fehlen der Linienschiffe. Ob Roschdjestwensky jetzt nach Saigon oder in die japanischen Gewässer weiterdampft, wer will das mit Bestimmtheit sagen? Von einer Seite wird allerdings bereits behauptet, daß russische Kreuzer bei Saigon gesichtet wurden. Von anderer, daß die Russen den Kurs auf die Fischerinseln genommen haben. Diese Nachricht stützt sich wahrscheinlich auf die Verhängung des Belagerungszustandes über den Hafen von Matung auf Ponghu, der größten Fischerinsel, durch die japanische Regierung. Doch ist dieser Umstand noch durchaus nicht überzeugend. Die Japaner haben schon seit längerer Zeit Vorkehrungen gegen russische Angriffe auf die Fischerinseln und Formosa getroffen und der allgemeinen Ansicht nach lauert Logos Flotte in der Straße von Formosa. Vielleicht sucht Roschdjestwensky gerade deshalb einen anderen Kurs einzuschlagen, vielleicht sucht er aber auch den Gegner auf. Die nächsten Tage müssen Gemißheit bringen. Die Politik. Wenn im Mai der Reichstag wieder zusammentritt, wird er der Frage nähertreten müssen, in welcher Weise er seiner Teilnahme an der Hochzeit des Kronprinzen Ausdruck geben soll. Der Fall ist ohne Vorgang". Bisher hat sich noch kein Kronprinz des Deutschen Reiches verlobt. * Reichskanzler Graf Bülow wird auch in diesem Jahre erst späten Urlaub nehmen, weil die Tagung der Parlamente ihn in Berlin festhält. Vor dem Hochsommer wird er kaum die Möglichkeit finden, sich auf längere Zeit von Berlin zu entfernen. Oefterreich- Ungarn. An Wien hat am Freitag ein häßlicher Prozeß ſtattgefunden Die Wiener Zeit" hatte behauptet, daß der Bergrat Mar Ritter v. Gutmann und Viktor Mauthner von Markhof je eine halbe Million Kronen geopfert hätten, um die Berufung ins Herrenhaus zu erlangen. Durch den Rücktritt des ehemaligen Ministerpräsidenten v. Körber sei das Geschäft vereitelt worden. Die Herren v. Gutmann und v. Markhof erhoben gegen die Herausgeber der Zeit" Beleidigungsklage. Herr v. Körber sagte als Zeuge aus, daß eine Berufung v. Gutmanns ins Herrenhaus niemals in Frage gewesen, daß niemand deswegen an ihn herangetreten und feinerlei Geldleistung erfolgt sei. Der Prokurist der Firma Gutmann bekundete eidlich, daß einer der Herausgeber der Zeit" kurz vor dem Erscheinen des beleidigenden Artikels wiederholt Geld verlangt habe. Aehnliches sagte ein Rassenbeamter derselben Firma aus. Der Vertreter der Klage erklärte hierauf: Da die Makellosigkeit der von der Zeit" Angegriffenen erhärtet, ihre Behauptung durch die Aussage des Ministers v. Körber als verleumderisch erwiesen, überdies das Motiv für das Vorgehen der Zeit" ins Licht gesetzt sei, und den Angegriffenen an einer Bestrafung der Herausgeber der Zeit" nichts liege, zöge er die Anklage zurück. Die Herausgeber der Zeit" waren von diesem Ausgange wenig erbaut, und sie hatten Ursache. Sie haben mittlerweile noch eine Anzahl ähnlicher Schmutzgeschichten veröffentlicht, deren Richtigkeit sie zu beweisen haben werden, wenn ihre Angriffe nicht allseitig der Verachtung begegnen sollen, die ihnen am Freitag vor Gericht ausgedrückt worden ist. Balkan- Staaten. Die serbische Anleihe ist vertagt worden, einstweilen bis nach den Osterferien. Demgemäß hat Finanzminister Patschu seine Reise nach Paris verschoben. Als Grund wird angegeben, daß die Verhandlungen wegen der Gewehrund Munitionslieferungen noch nicht abgeschlossen sind. Da unter normalen Umständen sinnigerweise niemandem, der Serbien Geld leihen will, daran gelegen sein kann, daß Serbien das geliehene Geld schon vorher vertut, es mag zu einem noch so notwendigen Zweck sein, so läßt sich die seltsame Verquickung von Anleihegeschäft und Waffenretablissement nur so erklären: daß Darleiher und WaffenLieferanten dieselben Personen sind. Der Waffenlieferant will, deutsch gesagt, auf Pump" liefern, aber der Pump soll die Form einer Staatsanleihe haben. Selbstverständlich kann er die Anleihe zu jedem beliebigen Kurs übernehmen, wenn der Lieferungspreis nur entsprechend normiert wird. Der Kurs wird jedenfalls so niedrig sein oder der Preis so hoch, daß der Lieferant Aussicht hat, seine Rechnung zu finden Von der serbischen Seite wird sich das Geschäft weniger günstig ansehen. Wer zu den landesüblichen Zinsen noch die Warenwucherzinsen zahlen muß, ist dem wirtschaftlichen Zusammenbruch nahe. Afrika. Der Negus Menelik von Abessynien hat einen neuen Beweis dafür aeaeben, daß er mit seinem bon sens, seinem oder an der Leine und mit Maulforb versehen geführt werden und insbesondere, daß auch die Katzen eingesperrt oder getötet werden. Besonderes Personal ist beauftragt, Hunde und Kazen, welche frei umherlaufen einzufangen und zu töten. gesunden Menschenverstand den schlauesten Diplomaten und den verschlagendsten Finanzmännern über" iſt. Franzöſische, italienische, englische Banken hatten sich bereit erklärt, eine Bahn durch Abessynien zu bauen. Die betreffenden Staatsvertreter standen den landsmännischen Kapitaliſten zur Seite, um für diese gute Konzessionen zu erwirfen und ihrem heimischen Spezialhandel dienlich zu sein Das war ihr gutes Recht und vielleicht sogar ihre Pflicht. Deutsche Finanzmänner hatten sich an dem Wettrennen nicht be= teiligt, eine ständige diplomatische Vertretung Deutschlands in Adis- Abeba eristiert überhaupt nicht. Jetzt hat der Negus einen Vertreter der Mächte in seinen Palast berufen und ihnen mitgeteilt: sie möchten über die Ausdehnung der geplanten Eisenhn zu einer Einigung kommen, die für den internationalen Charakter der Bahn und für die Aufrechterhaltung der Unabhängigkeit Abessyniens Vorsorge treffe; sonst werde er selbst den Bau der Verlängerung der Linie von Diredauch nach Adis- Abeba ausführen lassen; das sei seine endgültige Entscheidung Damit ist allen Intriguen ein Riegel vorgeschoben. Keine List wäre imstande gewesen, einen besseren Abschluß herbeizuführen, als diese rücksichtslose Offenheit und Derbheit getan. Hof und Gesellschaft. führen. Tief ergriffen dankte der allseitig Geehrte und versprach dem liebgewordenen Verein ein treues Gedenken. § Laubach. 14 Arbeiter der Hohmann'schen Bigarrenfabrik dahier sind in den Ausstand getreten. ?? Nieder Gemünden, 15. April. Zu Wiesenvorstandsmitgliedern für unsere Gemarkung wurden Georg Friedrich Kann, Karl Wittich und Philipp Söbler ernannt. 6-7 Bip., Glen per Liter 0.80-1.00 Etid 0.80-1.8 00-00 fg. per Bfb. 62-6 Heich gefolgen Big. Sammelfle 100 M., Swieb Stid, Bentner Bentner 0,0018. Bfg. Dau nachmittage. Beginn ber bret Stunden K Fro Man notier 5 Alles per Kir > Marburg, 14. April. Die höhere Bildung. Einem jungen Beamten aus der hiesigen Umgegend, der mit einer Dorfschönen verlobt war, gefiel dies Verhältnis nicht länger. Er sgte sich also hin, nahm seine gesamte Bildung und sein Tattgefühl zusammen und teilte der Braut in gewählten Wendungen in schonender Weise mit, daß sie stoffelig", dumm und ungebildet sei und von gesellschaftlichen Umgangsformen keine Ahnung habe. Erste Steigerung: Die Mutter nennt die Tochter ein Stoppelfalb", der Vater schickt dem Verspruchsmüden eine Rechnung über 870 M. " 600 Mt. für angeschaffte Ausstattungsgegenstände und 270 Mt. für Mahlzeiten. Weitere Spannung: Der Beamte nennt den Vater und die Tochter eine Verschwörerbande. Konsequenz: das Schöffengericht Marburg verurteilt den Beamten zu 50 Mt. Geldstrafe wegen Beleidigung. ] Kestrich, 15. April. Mit dem 9. Stiftungsfest zugleich feiert unser Kriegerverein am 9. und 10. Juli sein Fahnenweihseft. Durch Spenden seitens der Vereinsmitglieder und hiesiger Einwohner im Betrage von 300 Mt. konnte dieser schnliche Wunsch unseres Kriegervereins in Erfüllung gehen. GH. Ein Meister am Flügel, diese Erkenntnis drängte sich gestern Abend allen auf, die in das Konzert des blinden Pianisten Albert Menn Köln geeilt waren. So sehr auch der linde Abend ins Frei lockte, so hatte sich doch eine ganze Anzahl Musitfreunde eingefunden, um sich der Kunst hinzugeben. Das Programm setzte mit der Bach Liszt'schen Fantasie und G- moll- Fuge ein. Zuerst etwas zögernd, meisterte der Künstler den Flügel im nächsten Augenblicke aber schon vollends und ließ mit Macht eine Tonflut aus den Tasten hervorbrausen, die immer höher und voller anschwoll, bis sie in langen, ruhigen Passagen dahinglitt. Durch das ganze Spiel, in dem sich eine vollendete Technikt offenbarte, ging ein warmer, lebensvoller Hauch. Die Es- dur- Sonate von Beethoven: Das Lebewohl, die Abwesenheit und das Wiedersehen, wurde ebenfalls, troz der Schwierigkeiten, die darin zu überwinden sind, glatt ge nommen. Besondere Aufmerksamkeit des Publikums rief auch Johannes Brahms hervor, dem man mit seiner ungarischen Rhapsodie op. 73, 1, dem Intermezzo in E- dur op. 116, 6 und dem ungarischen Tanz Nr. 6 einen sehr wirtungsvollen Platz gegeben hatte. Albert Menn zeigte sich auch hier als berufener Interpret. Unterliefen auch hie und da einige winzige Inforrektheiten, so wurden sie doch durch den großen, gefühlswarmen Strom lebendigen Empfindens, den der Künstler durch sein Spiel führte, überreichlich ausgeglichen. Liszt fügte sich mit seinem Liebestraum- Nocturno sehr gefällig in den Abend ein und auch Schumann und Chopin tamen würdig zur Geltung. Der Schluß gehörte mit der Moszkowsky'schen Polonaise der Modernen und zwar dürfte diese Komposition lediglich der Technik wegen, an der der Meister einen Prüfstein findet, auf das Programm gesetzt sein. was Publikum, das bis zu Ende das größte Interesse zeigte, fargte nicht mit seinem Beifall. Das Spiel des Künstlers ist um so mehr zu würdigen als die Natur ihm das Augenlicht versagt hat. Hoffentlich haben wir Gelegenheit, Albert Menn noch einmal in Gießen begrüßen zu können. Die Fahrt des Kaisers über das Jonische Meer von Korfu nach Messina gestaltete sich bei schönstem Wetter und etwas bewegter See sehr reizvoll. Als die Kaiserschiffe am Abend den Hafen von Korfu verließen, erstrahlte auf der„ Hohenzollern" die Kaiserstandarte in elektrischen Glühperlen. Am folgenden Nachmittage zogen die schluchtenreichen Berge Calabriens wie ein wunderbares Panorama vorüber. Um 5 Uhr lag, nicht minderschön, Taormina dem Blicke da. Wegen der starken Brandung mußte die Ausbootung unterbleiben, und um 7 Uhr abends gingen die Schiffe vor Messina vor Anker. Freitag Morgen begab sich der Kaiser auf dem„ Sleipner" nach Taormina. ** Der deutsche Kronprinz gedenkt, am Balmsonntag zum Besuch am großherzoglichen Hofe in Schwerin einzutreffen. Zu derselben Zeit wird auch die Braut des Kronprinzen, die Herzogin Cäcilie, dort erwartet.-- Bei einer Ausfahrt in Potsdam erlitt der Kronprinz dieser Tage einen Unfall, der noch gut abging. Der Kronprinz lenkte sein Vierergespann selber, das so heftig gegen einen Prellstein fuhr, daß der Wagen arg beschädigt wurde. Es mußte bom Marstall ein anderes Gespann geholt werden, mit dem der Kronprinz feine Fahrt fortsette. Heer und flotte. Eine Parade des freiwilligen Armeekorps findet am heutigen Tage auf dem Luruper Exerzierplaz vor dem kommandierenden General des 9. Armeekorps Bock von Polach statt. Bekanntlich hat sich bei der Automobilausstellung in Berlin ein freiwilliges Automobilkorps gebildet, dem Prinz Heinrich von Preußen als Chef vorsteht. Dieses Automobilkorps unternahm Freitag eine Huldigungsfahrt zu Ehren seines Chefs von Berlin nach Kiel. Die Abfahrt erfolgte früh 7 Uhr von Berlin. In Bergedorf empfing und begrüßte Prinz Heinrich sein Fahrerkorps gegen 5 Uhr nachmittags und führte es zunächst nach Hamburg, wo ein Diner für die Teilnehmer stattfand. Nach der Parade am heutigen Tage erfolgt die Weiterfahrt nach Kiel unter Führung des Prinzen Heinrich von Preußen. Nah und Fern. § Darmstadt, 14. April. Geheime Stadtverordneten- Situngen. Eine in letzter Zeit brennend gewordene Frage schnitt gestern der Stadtverordnete Schupp an, indem er den Wunsch aussprach, daß Punkte, die ihrem Gegenstand nach nicht unbedingt in die geheimen Sigungen gehören, z. B. die Beratung der Vorbereitungen zur Schillerfeier, fünftighin in der öffentlichen Sizung verhandelt werden möchten. Stadtv. Säng regt auf Grund mancher unliebsamen Erfahrung, die man in letter Zeit mit den zum Teil recht veralteten und unpraktischen Bestimmungen des Drtsbaustatuts gemacht habe, eine baldige gründliche Revision dieser Materie an. Zur Erinnerung an die Großherzogliche Vermählung wird eine ueue Dekoration an hohe Staatsund Gemeindebeamte verliehen. Die Auszeichnung hat die Form einer länglichen Agraffe, ist in Silber ausgeführt und wird an weiß rotem Band wie ein Orden getragen. In der Prägung erblickt man die verschlungenen Initialen des Großherzoglichen Paares. * A Buß- und 1. vormittage Text K Hersfeld, 14. April. Sträflicher Leichtsinn. Aus dem Fenster eines Wohnhauses wurde leichsinniger Weise fochendes Wasser ausgegossen. Ein auf der Straße spielendes Kind wurde von dem Wasser getroffen und so verbrannt, daß es alsbald starb. ** Die Milch wird teurer! Wegen der in den lezten Jahren sehr gestiegenen Preise für Milchkühe und Kraftfutermittel fand am letzten Mittwoch in Gießen im Hotel Viktoria eine Versammlung von Landwirten und Milchhändlern statt. Es wurde ein Preisaufschlag der Milch beschlossen und die folgenden Pretse festgesetzt: 1 Liter Milch 20 Pfg.; 1 Liter Milch in Flaschen 22 Pfg.; 1 Liter Kindermilch 40 Pfg.; 1 Liter Bäckermilch 17 Pfg. Prinz Heinrich von Preußen und der Straßenbahner. Als Prinz Heinrich jüngsthin die Elbbrücke bei Harburg passierte und um das Brückengeld zu zahlen, vor dem Wärterhause hielt, wurden ihm von dem Fahrer eines Straßenbahnwagens, der dadurch in der Weiterfahrt aufgehalten wurde, in grobem Tone Schimpfworte zugerufen. Als der Straßenbahner erfuhr, daß der Prinz ihn wegen Beleidigung belangen wollte, bat er schriftlich um Verzeihung, worauf der Prinz die Sache für erledigt erklärte. Es ist aber amtlich eine Untersuchung gegen den groben Straßenbahner eingeleitet, und zwar wegen Beleidigung eines Mitgliedes des landesherrlichen Hauses. 2. nachmittag Gottest Gottes Nad a evangelier überwiegend Arbeite Gar K Vom Taunus, 14. April. Titel- Jagd. Ein Bauersmann, so erzählt das Höchster Kreisblatt, liest seiner Familie aus dem Kreisblatt vor:.. alsdann fam im Gemeinderat die Anstellung eines Gasdirektors zur Beratung. Was, unterbrach ihn die Großmutter, Gasdir. ftor? Do sag ich awer nix mehr! For was braucht der Gassert den gruße Titel? Ja, ja, heitzutag will halt jeder den Fürnemsten spiele! Macht nor su faans! K Eltville, 14. April. Gestern Mittag ist der Regent von Braunschweig, Prinz Albrecht von Preußen, auf seiner Befizung Reinhardshausen in Erbach( Rheingau) eingetroffen. ** Hebung der Schafzucht. Vor einigen Tagen brachten wir die Mitteilung, daß die Schafzucht in Hessen in den letzten Jahren zurückgegangen sei. Besonders ist dies in Oberhessen der Fall und man ist daher in maßgebenden Kreisen zu dem Entschluß gekommen, die Schafzucht in OberHessen mit allen Mitteln nachdrücklichst zu fördern. Besonders der Vogelsberg liefert auf großen Strecken einem genügsamen Schaf recht gutes und auch ausreichendes Futter. Das jezige Landschaf soll durch Zuchtwahl zu einem maftigeren Fleischtier umgewandelt und damit die ganze Schafhaltung rentabler gestaltet werden. Zu dem Zwecke plant man mit Hilfe des landwirtschaftlichen Provinzial- Vereins, englische Böcke zur Kreuzung einzuführen. =[ Die ersten deutschen 100 Kilometer- Schnellzüge] werden auf den Strecken Berlin- Hamburg und BerlinHamm voraussichtlich noch in diesem Sommer verkehren. Diese Schnellzüge werden mit den gewaltigen neuen Lokomotiven, die auf der Weltausstellung in St. Louis zu sehen waren, ausgestattet werden. ** Lokales. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - 1 landw. 1 Buchbin auswärts) - Im Vom der Verkauf Holz, gu flatt. Assere Kassel Betere shechen In f ange Ale Nun 37 67[ 400] 9 [ 1000] 90 400 31 7 400 65 25 59 84 151 5156 97[ 400] 6 802 922 86 613 53 82 724 9016 51 53 10074 Im verflossenen Herbst entwendete der Landwirt Johann Konrad Thorn von Groß: Karben, nächtlicherweile von einem Acker des Pächters Kaz von Ofarben, in Gemeinschaft mit seinem 13jährigen Sohn, etwa 15 8tr. Kartoffeln. Auf Anzeige verurteilte ihn das Schöffengericht Vilbel zu 2 Wochen Gefängnis; sein Junge fam mit einem gerichtlichen Verweis durch. Dieses Erkenntnis wurde von der Staatsanwaltschaft wegen des niederen Strafmaßes angefochten. Das Gericht erhöhte heute die Strafe des Thorn auf 3 Monate, indem es strafschärfend die große Frechheit * Homberg a. d. O. Hier sind ebenfalls Bestrebungen des Angeklagten und die Tatsache, daß er seinen kaum ftrafim Gange, die auf Gründung einer gemeinnügigen mündige Jungen zum Diebstahl anhielt, hervorhob. Baugenossenschaft abzielen. Die Beteiligung aus den verflossenen Winter erhielten zwei Lederhändler in Gießen Kreisen der Bürgerschaft ist bereits eine recht erhebliche. Postkarten aus Großen- Linden, nach welchen sie je eine Am 11 d. Mts. fand nunmehr unter dem Vorsitze des Sohllederhaut und sonstiges Zubehör zurechtlegen sollten, Steuerkommissärs Köhler eine öffentliche Versammlung zu damit dies die Schuhmacher Kloß und Stoll könnten abweiterer Erörterung der Angelegenheit statt. Landeswohnungs- holen lassen. Bei dem einen erschien auch eines Abends inspektor reßschel hielt einen eingehenden Vortrag, ein Mann, der das Bestellte mitnahm. Es stellte sich alswelcher alle nötigen Aufklärungen gab. Der Gründung der bald heraus, daß der Schuhmacher Heinrich Engel von Krtorf der Besteller und auch der Abholer war. Es wurde Baugenossenschaft wurde deshalb allseitig zugestimmt und ein Komitee zur Vorberatung der Statuten gewählt. Die gegen ihn Anklage wegen Betrugs und Urkundenfälschung Ronstituierung der Genossenschaft sell in nächster Zeit ererhoben, die zur Bestrafung des Angeklagten zu 1 Jahr følgen. 2 Monaten Buchthaus nebst Aberkennung der bürgerlichen Sanntag fand im Hotel Ehrenrechte auf 5 Jahre führte. * Homberg, 14. April. Ein italienischer ErdZum hessischen Hof" die diesjährige Hauptversammlung des arbeiter Stefano Basilio aus Barberino wurde wegen eines Da der Voran einem Schulkinde in Gießen verübten SittlichkeitsverOrtsgewerbevereins Homberg statt. sigende Dr. Krausmüller, mit dem 1. Mai nach Gießen brechens mit einer Gefängnisstrafe von 4 Monaten belegt. berfest ist, so wurde Bürgermeister Repp durch Zuruf an Wegen zwei weiterer unter Antlage gestellte Fälle erfolgte seine Stelle gewählt. Die zahlreich besuchte Versammlung Freispruch.- Zum Schlusse wurde ein Urteil des Schöffenwählte sodann noch Dr. Nennstiel, Strauch, Geibel, gerichts Schotten, das den Landwirt Johannes Schäfer A. Schweißguth und Kuhl in den Vorstand. In feierlicher 16 wegen Feldfrevels in Strafe genommen hatte, aufgeWeise wurden sodann von Dr. Krausmüller die Gesellen hoben und der Ungeflagte freigesprochen. Er sollte über briefe überreicht. Er gab in seiner Ansprache eine Uebereinen fremden Acker gefahren sein, was das Gericht aber sicht über die Art und Weise der Prüfung und betonte benicht als erwiesen ansehen konnte. sonders, daß in den letzten Jahren im Gewerbeverein Homberg alle Gesellenstücke in fremden Werkstätten angefertigt worden seien. Die Prüfungskommission sei sich darin einig, daß man mit diesem Verfahren recht zufrieden sein müsse. Von den 14 Prüflingen erhielten 2 die Gesamtnote sehr gut". Die Leistungen von 8 Examinanden wurden mit, gut" bemerkt und 4 Junggesellen bekamen die Note„ genügend". Alsbald nach Aushändigung der Gesellenbriefe sprach Bürgermeister Repp dem scheidenden Dr. Krausmüller den Dank des Vereins für seine unermüdliche Tätigkeit aus und ernannte ihn im Namen der Hauptversammlung mit Ueberreichung einer schön ausgestatteten Urkunde zum Ehrenmitglied. Bimmermeister Strauch zeigte in fernigen Worten wie es gerade Dr. Krausmüller in seiner langjährigen Birksamkeit gelungen sei, den Verein zu schönen Erfolgen zu Gießen, den 15. April 1905. Landeslotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Ziehung der 6. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden gezogen ein Hauptgewinn von 30 000 Wt. auf 34 298, 10 000 mt. auf 74 918 und 89 647, 5000 mt. auf 29 854 und 73 781. ** Ernannt wurden der Aktuariatsassistent bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberhessen Valentin Döring zum Aftuariatsassistenten bei dem Amtsge richt Buzzbach, der Aftuariatsassistent bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt Ludwig Scharmann zum Aktuariats assistenten bei der Staatsanwaltschaft am Landgericht der Provinz Oberheffen und der Aktuariatsassistent bei dem Amtsgericht Gießen Ernst Weisel zum Aftuariatsassistenten bei dem Amtsgericht Groß- Umstadt. X Die diesjährigen Osterferien für unsere Schulen beginnen am Montag, den 17. April und dauern 14 Tage. Der Unterricht an den höheren Schulen wird am Dienstag, den 2. Mai und der an den Volksschulen bereits einen Tag früher, am Montag, den 1. Mai, wieder aufgenommen. P. Hunde- und Kazensperre. Um einer Weiterverbreitung der in größerem Umfang auftretenden Tollwut vorzubeugen ist seitens des Polizeiamts nicht allein die Hundesperre angeordnet worden, sondern es hat sich auch für nötig erwiesen die angeordneten Maßregeln sinngemäß auf die Kazen auszudehnen, weil auch diese Tiere Träger der Tollwut sein fönnen. Es darf die Erwartung ausgesprochen werden, daß seitens des Publikums den Behörden die nötige Unterstüßung zu teil wird, daß Hunde eingesperrt - Brief- und Fragetaften der Redaktion. Alter Abonnent in der Neustadt. Die Geschwindigkeit des Post- und Passagier- Dampfers Graf Waldersee" der Hamburg- Amerifa- Linie beträgt 12,30 Knoten; im Verhältnis fl zu den neueren Typs der Gesellschaft ist sie also eine mäßige. Siegener landwirts& aftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Bitterung in Hessen für Sonntag, den 16. April. Trüb und vielerorts Regen, nach milderer Nacht tagsüber etwas fühler. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marttberigte. Siekes. 15. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt lofteten Butter per Bfb. 1.10-1.20 Mt., Sithnereler per Stück 5-6 Bfg., Enteneter 712 47 801 383[ 400] 93 58( 400) 73 77 13081 1405881 800 1000 151 47( 1000) 411 568 60 50 339( 500 400] 37 44 2001 73 700 43 648 701 38 89 92 99 2 23123 140 ( 1000) 2 2 822 261 36 44 7 28005 [ 400] 11 3 [ 2000] 94 785 54 60 80 79 87 428 299 409 9 350 804[ 400] 12 710 61 292[ 400] 5 302 16 44 5 40035 932 48 62 8 805 59 5000 348[ 400] 78 46 526 91 64 400] 64 447 45013 91400 815 4702 12000 620 32 36 49 Seehrte und ver Gedenten. ien Bigarren en. Bu Wiesen artung wurden Philipp Söbler ere Bildung. mgegend, der mit Berhältnis nicht gefamte Bildung er Braut in ge e mit, daß fie von gefedfchaft Erfte Steigerung: falb", der Vater über 870 M. gegenstände und Ing: Der Beamte Beischwörerbande. 8 berurteilt den idigung. Stiftungsfeft zu nb 10. Juli fein 8 der Vereins e von 300 Mt. rvereins in ErStadtver: t brennend ge nete Schupp an, unfte, die ihrem heimen Sigungen ngen zur Schiller verhandelt werden mancher unlieb mit den zum Teil ungen des Drts ündliche Revision her Leichtfinn. urde leichfinniger auf der Straße getroffen und so tel- Jagd. Ein sblatt, lieft seiner alsdann fam im tors zur Beratung. sdir. ftor? Do sag der Gassert den Derfden Fürnemsten ag ift der Regent on Preußen, rbach( Rheingau) al. er Landwirt Johann nächtlicherweile von arben, in Gemein15 8tr. Kartoffeln. ngericht Vilbel zu mit einem gerichtis wurde von der Strafmaßes ange Strafe des Thorn die große Frechheit feinen kaum ftrafhervorhob.- Fm händler in Gießen welchen fie je eine zurechtlegen sollten, Stoll fönnten ab udh eines Abends ftellte fich als rich Engel von war. Es wurde Urkundenfälschung magten zu 1 Jahr ng der bürgerlichen n italienischer Erdwurde wegen eines bten Sittlichkeitsver 4 Monaten belegt. Hellte Fälle erfolgte Urteil des Schöffen Johannes Schäfer Ommen hatte, aufgeen. Er sollte über 8 das Gericht aber Redaktion. Die Geschwindigkeit Graf Walberfee" ber noten; im Verhältnis fie also eine mäßige. Wetterbienft en für Sonntag, den gen, nach milberer erfarte.) henmarlt lofteten Butter d 5-6 Bfg., Enteneter St. 6-7 Pfc., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erbien per Liter 21 Pfg., Linsen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Baar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfd. 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per Pfb. 70-80 Bfg., Rindfleisch per Pfd. 62-68 Pfg. per. Bfb. Schweinefleisch 66-76 Bfg. Schweine fletsch gefalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Pfd. 70-74 $ fg. Sammelfietsch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 0.00 Mr., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umherziehen feilgeboten werden. K Frankfurt, a. M.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.20-3.40 Mt. Stroh, 2,40-0,00 Mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Fest. Kirchliche Nachrichten für Grünberg. Am Sonntag, Palmarum, dem allgemeinen Buß- und Bet- Tag,( 16. April.) predigt: 1. vormittags: Defan Wagner. Text: Luc. 15, 18-19. Lied Nr. 226. 2. nachmittags: Pfarrer Schmidt. Text: Phil., 3, 2. Lied Nr. 253. Gottesdienst in Lumda vormittags 9½ Uhr. Gottesdienst zu Stangens od nachm. 1 Uhr. Nach allen Gottesdiensten Kollekte für Hilfsbedürftige evangelischer Gemeinden unseres Landes, die an Orten mit überwiegend fatholischer Bevölkerung bestehen. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landw. Magd, 1 landw. Knecht, 1 Schmid, 1 Wagner, 1 Buchbinder, 7 Schreiner, 60 bis 80 Schneider,( hier und auswärts) 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 6 Zimmerleute, 20 Abbruch. Vom früher Lampus'schen Hause, Seltersweg findet von Dienstag ab der Verkauf von Abbruchsmaterialien wie: Holz, gut erhaltene Türen, Fenster, Treppen, ftatt. Seussere Kapsel Innere Röhrchen Defen etc. Heinrich Winn. Giessen. MAGGI'S Bouillon- Kapseln die besten! In Kapseln mit 2 Portionen zu 10 und 15 Pfg angelegentlichst empfohlen von Ang. Frieße Ww. Gießen, Bletchstraße 21. V. Selfisch- Thüringische Staatslotterie hung Blaffe.( 10. Tag.) 14. April 1905. Arbeiter, 2 Hausburschen, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen, 1 Herrschaftsfutscher.| Lehrlinge: 1 Gärtner, 2 Schlosser, 1 Mechaniker, 1 Wagner, 2 Buchbinder, 2 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Friseur, 2 Schuhmacher, 2 Glaser, 2 Installateure, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Maschinist, 2 Waschfrauen, 1 Fabritarbeiter, 1 Bureaudiener, 1 Hausdiener, 1 Portier, Kassier oder Diener, 1 Kellner, 3 Lauffrauen, 1 Hausmädchen, 2 Bureaugehilfen. Lehrlinge: 1 Mechaniker, 1 Friseur, 1 Kaufmann. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe n Gieken. Mein Söhnchen! " Das Zahnen beschwerlich." Kinder sind während der Zahnzeit sehr oft in großer Pein und die liebenden Eltern sind bereit, alles zu tun, ihren fleinen Lieblingen Erleichterung zu berschaffen. Das Mittel dazu ist ganz bei der Hand, in jeder Apotheke, und heißt: Scotts Emulsion. Scotts Emulsion hat sich als Stärkungs- und Besänftigungsmittel stets außerordentlich bewährt und ist gegen die Beschwerden kleiner Kinder ganz besonders geeignet. Sie regt den Appetit an, befördert das Wachstum von gesundem Fleisch und macht das Kind widerstandsfähig gegen Krankheit. Scotts Emulsion fann jedem Kind nur gut tun. Sie besteht aus bestem Medizinallebertran berbunden mit Kalt- und Natronhypophosphiten, die Hypophosphite befördern das Wachstum der Zähne, und der Lebertran bringt ihnen Kräfte. Scotts Emulsion ist so schmackhaft, daß selbst die eigensinnigsten Kinder sie gerne nehmen. Soweit eine Bewas nun über schreibung von Scotts Emulsion thre Wirkung? Herr Krick beschreibt dieselbe wie folgt: - Ernst Block Bildhauerei und Grabstein- Geschäft GIESSEN, Marburgerstr. 25 hält sich zur Lieferung von Grabmonumenten und Grabeinfaffungen aller Gesteinsarten, sowie von allen ins Fach schlagenden Arbeiten bestens empfohlen. Feinste Referenzen über ausgeführte Abreiten stehen zur Verfügung. Kartoffeln. Prima Speise- u.Salatkartoffeln sowie alle Sorten Frühkartoffeln empfiehlt Kartoffelhandlung 3.Handel, Gießen Alle Nummern, men welchen nichts bemerkt ist, find mit 200 Mart gezogen. ( Ohne Gewähr.j 37[ 400] 225 30 74 327 81 473 85[ 1000] 508 40 618 89 819 35 51 67[ 400] 933[ 2000] 1104 249 327 50[ 1000 90 409 511 47 50 80 623 [ 1000] 90 703[ 1000] 53 66 876 907 2007 194[ 400] 247 318 463 507 14 [ 400] 31 72 861[ 400] 91[ 2000] 937[ 1000] 74 94 3043 58[ 400] 160 [ 400] 65 255 62 352 634 87 700 13[ 400] 24 845 87 966 92 98 4035[ 400] 59 84 151 393 442 60 71 790 905[ 400] 13 19 74 82 5156 63 244 349 59[ 400] 99 400[ 400] 42 782 871 91 92 971[ 1000] 97[ 400] 6001 226 38 337[ 400] 91 457[ 400] 82 542 695[ 2000] 761 68 802 922 86 7126 60 61 64[ 400] 70[ 2000] 85 203 7 14 333[ 400] 413 540 613 53 82 725 81[ 1000] 860 942 8123 369 729 801 8 27 34[ 1000] 901[ 1000] 9016 51 53 92 126 204 97 370 457 532 687 715 47 943 10074 165 93[ 1000] 373 80 92[ 400] 424 70 93 553 614 33[ 400] 712 47 801 2[ 1000] 69 907[ 400] 20 11036 121 51 55[ 400] 225 98 383[ 400] 93 408 43 85 526 28 95 612 707[ 400] 9 54 97 12004 204 58[ 400] 73 308 10 49[ 400] 56 452 641 50 76[ 1000] 766 804[ 1000] 28 77 13081 242[ 2000] 340[ 400] 63 460 67 94[ 400] 681 720 961 78 82 14025 88 113 34 243 328 63[ 400] 407 542 65 68[ 1000] 655[ 400] 74 800[ 1000] 36 83 991 15104 222 372 94 417[ 1000] 616[ 1000] 822 32 34 947 66 16215 47[ 1000] 310 27 408 45[ 400] 517 679 707 826 17224 79 340 55 1000] 411 568 603[ 400] 15 23 66 83 710 51 73[ 1000] 89 924 79 18059 128 50 339[ 5000 87 479 83 521 625[ 400] 66 80[ 1000] 772 830 34 69 928 [ 400] 37 44 48[ 400] 19088 199 291 437 68 597 792 952[ 400] 20017 61 68 92 101[ 1000] 21 25 252 318 46 63 474 514 24 26 624 73 700 43[ 400] 97 862 21024 125 51 79 210 52 96 301[ 400] 54 404 520 648 701 39[ 400] 47 818[ 400] 21 65 72 84 919 41 56 80 22118 71 75 89 92 99 202 24 53 321 65[ 400] 75 402 31 583[ 1000] 834[ 1000] 68 973 23123[ 400] 208 95 437[ 400] 504 61 619[ 400] 47 778[ 400] 817 52 923 44 [ 1000] 24013 18 208 312[ 400] 37 49 471 696 773 803 1400| 54 941 67 93 25029 165 97 203 15 60 301[ 400] 64[ 400] 83 440 562 631 90 754 822 26149 200 29 92 306 50 452 526[ 2000] 677 848[ 1000 908 97 27026 36 44 73 149 94 221[ 400] 46[ 1000] 92 335 524 671 720 31 810 33 906 28005 10[ 400| 71 115 21 29 31 339 87 568 612 28 849 97 966 29072 [ 400] 110 48[ 2000] 259 305 42[ 400] 75 95 573 669 701[ 400] 34 976 30028 88[ 1000] 143 443 521 656 751 70 916 35 88 31044 46 [ 2000] 137[ 400] 54 65 77 90 93 216 19 33 425 514 36 611[ 400] 15 41 94 785 933 32018 40[ 400] 125 222[ 1000] 29 440 56[ 1000] 547 600 54 60 80 713 21 78 848[ 400] 978 80 94 33011 19 71 104 64 212 58 365 79 87 428 526 50 606 30 53[ 1000] 84 704 63 840 48[ 5000] 34067 186 299 409 95 511 42[ 400] 50[ 1000] 757[ 400] 83 920 94 35012 269 460 66[ 1000] 70 602 3[ 400] 709 37 62 68 87 89 91 804[ 400] 28 49 71 976 85 36021 51 114 82 283 368[ 400] 459 566 605 12 710 61 935 82 37066[ 1000] 276 669 703 94 987[ 400] 38056 156 292[ 400] 514 674 755 886[ 400] 98 906 37 83 89 39028[ 2000] 65[ 400] 302 16 44 517 610 783 829 90[ 400] 40033 34 49[ 2000] 132 324 73[ 400] 462[ 1000] 515 81 675 97 932 48 62 89 41044 227 378[ 400] 472 510 73[ 1000] 97 650 93 747 70 R05 59[ 5000] 88 932 38[ 400] 81[ 1000] 42074[ 400] 92 180[ 400] 348[ 400] 73 81 420[ 400] 577 622 85 1000] 783 818 65 910 431 8 1 46 526 91 649 93 718[ 400] 46 968 71 83 44004[ 400] 82 111 55 2 [ 400] 64 447 97 98[ 5000] 622 929 80 45013[ 400] 115[ 400] 37 90[ 1000] 210 69 457 83 585 722[ 2000 9!( 400; 815 16[ 1000] 969 70 46135 316 25 478 542 76 607 787 824 52 4702 12000] 147 76 96[ 400] 205[ 400] 70 382 404 69[ 400] 501( 400 829 32 35 49[ 10001 833[ 400 49 79 48091 93 106 61 258 61 320 84 408 Schlußgasse 6. N Prima usskohlen sowie alle anderen Kohlensorten empfiehlt billigst II. Schaumberger, Kohlenhandlung, Gießen. Kaiserslautern, Salzstraße 8, den 23. August 1903. Mein 2 fähriges Söhnchen Ludwig Franz fonnte, bevor ich ihn Ihre Scotts Emulsion einnehmen ließ, sich noch nicht allein aufrichten, geschweige denn stehen oder gar laufen. Sein Stuhlgang war unregelmäßig, Appetit war kaum vorhanden, das Zahnen beschwer. lich und wollte nicht vorangehen. Der Erfolg, den Ihre Scotts Emulsion herbeiführte, war ein ganz großartiger. Schon mit der ersten Flasche bekam der Kleine wieder Farbe, der Appetit stellte sich ein, und der Stuhlgang ward ein regelmäßiger. Die Besserung machte dann schnelle Fortschritte, so daß der kleine Schelm heute vollständig wieder hergestellt ist. Er, den jedermann vorher verloren gegeben hatte, läuft nun wie eine Wachtel, ißt und trinkt mit sehr gutem Appetit, seine Muskeln sind fester geworden, und er ist so munter, wie irgend einer. 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April 1905. Lose sind zu beziehen durch die Richard Buchacker, Gießen, Neuenbäne 11. Ziehung 1. Klasse om 6. und 7. Juni amtlich bestellte Haupt- Kolleftur der 6. Hessisch- Thüringischen Staatslotterie leichte Beschäftigung in unserer hiesigen Bigarrenfabrik. C. Klingspor, Gießen. Dienstmädchen gesucht. Augenklinik Gießen. Ein sauberes, schulfreies Mädchen Tagsüber für einiae Stunden gesucht. Leichte Arbeit. Näheres in der Expedition dieses Blattes. Solider tüchtiger Hausbursche bet gutem Lohn gesucht. Meggermeister Schreiner. Einige jüngere Arbeiter gesucht. Schillerstraße 18, Gießen. Braver Junge in die Lehre gesucht. Ph. Wagner, Gießen. Weißbindermftr., Landmannstr. 12. Mekgerlehrling sofort gesucht. Gustav Trinkaus. Gieken, Seltersweg. Bäckerlebrling gegen Vergütung gesucht. Schomber, Bäckermeister. Gießen, Wallthorstraße. zu Ostern suche für meine Konditorei einen Lehrling. Tapezierlehrling Ed. Lind, Hoff onditor. Gießen gesucht gegen sofortige gute Vergütung. 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Mit Rücksicht auf die hieraus folaende erhebliche Gefährdung der öffentlichen Sicherheit haben wir das Polizeipersonal mit der strengsten Ueberwachung der gesetzlichen Bestimmungen beauftragt und dasselbe angewiesen, jeden Uebertretungsfall unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 10. April 1905. Großh. Bolizeiamt Gießen. Herberg. § 11. Innerhalb der Ortschaften darf der Radfahrer nur mit der Geschwindigkeit eines mäßig trabenden Pferdes fahren, das Gleiche gilt außerhalb der Ortschaften beim Abwärtsfahren, wenn die Straße von dem Radfahrer nicht auf eine angemessene Entfernung übersehen werden kann.scale notedA In engen, abschüssigen oder verkehrsreichen Straßen, an andere Straße, beim Durchfahren von Toren und dergleichen, bei der Ausfahrt aus Grundstücken, welche an einer öffentlichen Straße liegen und bei der Einfahrt in solche, sowie nach Eintritt der Dunkel heit und bei starkem Nebel ist die Fahrgeschwindigkeit derart zu ermäßigen, daß sofortiges Anhalten möglich ist. In den in diesem Absat erwähnten Fällen hat der Radfahrer seine Annäherung durch das Signal zu erkennen zu geben. Straßenfreuzungen, Straßenfrümmungen, beim Einbiegen in eine § 19 Abs. 2. Zuwiederhandlungen gegen die übrigen Vorschriften dieser Verordnungen werden, sofern nicht durch andere Strafbestimmungen höhere gegen 10Pfg.- Marke. Selbst- Strafen verwirft find, auf Grund des§ 366 Ziffer 10 des Reichs= Straf- Gesetz- Buches mit Geldstrafe bis zu 60 Mt. oder mit Haft bis geschriebene Offerten an zu 14 Tagen bestraft. Gießen, Marburgerstraße 22. Hoher Nebenverdienst. Prosp. Maurermeister erhalten Rabatt. Darlehen von 100 Mt. an giebt Selbstgeber reellen Leuten. Kleusch, Berlin Tresckowstc. 38. Rückporto. A. G. Paeschke, BerlinN. 58, Kopenhagenerftr.75. Wir empfehlen in größter Auswahl: Herren- u. Knaben- Anzüge Joppen Arbeiter Kleider Hosen zu bekannt billigen Preisen. Eine Partie Herren- u. Knaben- Anzüge bedeutend unter Selbstkostenpreis. M. Hartmann Nachf. Grünberg i. H. aba 3 sid mis § 21. Radfahrern, durch deren Verhalten augenscheinlich eine Gefährdung von Personen zu befürchten ist, kann das Radfahren auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plägen von dem zuständigen Bolizeibeamten auf der Stelle untersagt und im Ungehorsamsf alle das Fahrrad vorläufig beschlagnahmt werden. Auch kann densel ben von dem Kreisamte die Nummerplatte auf die Dauer oder für be stimmte Zeit entzogen werden. FussbodenBernsteinLackfarbe über Nacht trocken, dauerhafter, eleganter Anstrich in Büchsen und lose gewogen. Fussbodenoele. 10 Sämtliche Farben, Lacke, Pinsel. Viktoria- Drogerie Bekanntmachung. Die unterm 11. März 1. F., angeordnete Spen der Neuenbäue zwischen Neuenweg und Weidenga wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. April 1905. Broßh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Die unterm 11. März L. J., angeornete Spec der Diezstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 14. April 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Vergebung von Bauarbeiten. Zur Erbauung der veterinär- medizinischen In stitute in Gießen, hier der normalen Anatomie, be patholcgischen Anatomie und der chirurgischen Klinik, werden bie folgenden Arbeiten unter Zuarundelegung des Ministerial erlaffes vom 16. Juni 1893 öffentlich ausgeschrieben. A. Schreinerarbeiten. Log I 37 Türen, 290 Ifdm. Sockel 2c. Log II 29 17 qm Glasabschlüsse. " Log III 30 L0% IV 27 Los V 31 15 " " " 27 " 17 " 25 " " B. Anftreicherarbeiten. Los VI darunter 2400 qm Leim und Delfarbenanstrich L08 VII 2400 20% VIII 2300 " f " " " C. Schlosserarbeiten. desgl. desgl. Kr. 9 Jufertion Beffen, ble พ Rebattion ( Bon Ge ha pirrender Büge her Neuheiter Damen, neue Toi Einkauf ein Alei und der den far doch in stens, deren Zu daß de " Fraus " " FP fiebente E. Holztreppenarbeiten. Los XV 110 Stufen. 208 XVI 96 Stufen " der nu biele f farbig man m Ma Los IX Beschlag von 45 Türen 2c. 20% X 20% XI 40 " " " Н 60 " " " " D. Tapetenlieferung. Los XII 700 qm abwaschbare Stofftapeten. Los XIII 700 20% XIV 450 F. Holzfußböden. Los XVII 115 qm Buchenriemen in Asphalt. Angebotsunterlagen fönnen auf unserem Zweigbüreau Frankfurterstraße 88, eingesehen, Angebotsformulare( fet Beichnungen) dorther bezogen werden. Offerten mit entsprechender Aufschrift versehen, sind au genanntem Zweigbüreau bis Mittwoch, den 26. April d. J., vorm. 11 Uhr dem Eröffnungstermin einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 8. April 1905. Großh. Baubehörde für die Universitäts Neubauten Gießen. Becker. Vergebung von Pflasterarbeit u. Steinlieferung 1) Die an der Ortsstraße in Lindenftruth von der Hofraite de Heinrich Fatum 9. bis an die des Heinrich Schmitt 2. cir 100 Ifbm. lange alte Gosse, soll neu umgep fastert werde Die Steine müssen aus gutem grauen Basaltlava, ni unter 15 cm Kopfbreite im Quadrat und mindestens 18 lang sein. Die Unterlage muß grauer Schlackensand un 15 cm tief sein. Sieg würde. die ju Verän gelten die ha profla einer nunger ist die Schwar lischen halbla Ersche mante res. Aus f mit un fertigt. gen un 1830 Die Be Um Hunden Surch n Hunde fe führen un Adolf Bieler Giessen, Marktstrasse 5. 2) Gleichzeitig sollen cirka 60 Kubikmeter Kleinschlag, t lieferbar bei der Umpflasterung, der Rest Ende Oktober d. mitvergeben werden. Sollte ein fofort in Mitteilu Ragen Lieren laufen eingefa D handlu unnachf Gi Sämtliche Sorten Klee- u. Gras- Samen ( gar. seidefrei) empfiehlt zu billigsten Preisen Gießen Robert Stuhl, Neustadt 23. Carl Stückrath Giessen, Asterweg 47. Reflektanten wollen ihre Angebote verschloffen mit de Aufschrift:„ Angebot auf Pflasterarbeit 2c.", bis längstens 22. April d. Js., nachm. 7 Uhr Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. bei unterzeichneter Stelle einreichen. Lindenstruth, den 11. April 1905. Scheld. Möbelfabrik Einfachste wie reiche 8 Ederstrasse 8. LUDWIG I OROE PREIS KEDAILLE 1879 Betr.. Geschäftsgründung 1868. 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