hmall r Tel. 83, n Pilsenerer elle Preise. er. er Originalität. www deckerarbeit des Dached an chieferdecker- ri inter Hinweis a ergebung auf dem eitsbefchreibungen nb tönnen letter rf versehen, bafelb ben. mine, borm, 10 portofrei an Gießen. ung. enerierraums Dachdecker- th ichreibung be Arbeitsbeschreib mtsstube während M., vormin Sender Aufschrift werk Gießen ng. behälters auf en werden. er Diensttunden is Samstag, verschloffen und Sft einzureiden rwerk Gieß chenanstall 8 Waschen und sucht. Anmeldunge Nr. 137. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberheffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupteɣpedition: Gießen, Selters weg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Underberg Boonekamp beachte brikmarke. SINGER Mittwoch, den 14. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 Pfq., in's Hauz gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhessische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Giefen und anderer Behörden von Oberhessen. Die Wehrfteuer. Reichsschatsekretär Freiherr v. Stengel bereitet, wie man weiß, zum Herbst für den Reichstag ein Steuerbufet vor. Der Reichstag soll unter vielen Steuerblumen die Auswahl haben. Nicht als ob er eine einzige sich aussuchen sollte, folche Bescheidenheit verbietet sich leider durch die Höhe des unabweislichen Bedarfs sondern damit er die Freiheit genießen, die eine oder andere als minder gefällig zurückjumeisen oder wenigstens zurückzustellen. Denn jede Steuer¡ urüdweisung läuft doch nur auf eine Zurückstellung hinaus. Das entschiedenste Niemals!" verliert, einem Steuerprojeft gegenüber angewandt, manchmal sehr schnell die Farbe der Entschlossenheit. Es braucht nur die Dringlichkeit des Bedarfs zu bleiben und hinter der abgelehnten Steuer eine noch weniger willkommene ihr Antlitz zu erheben, so mildert fich das Urteil über die abgelehnte, und man lernt sich mit ihr befreunden. - Die Wehrsteuer ist auch eine alte Bekannte. Als sie zum erstenmal erschien es war vor mehr als fünfundzwanzig Fahren- wurde sie nicht eben freundlich begrüßt. So gröblich abweisend trat man ihr entgegen, daß sie nicht einmal bazu kam, aus dem Stadium eines Projekts in das eines Entwurfs zu gelangen. Unwirsch wies man den Gedanken ab, das große und ideale Prinzip der allgemeinen Wehrpflicht dadurch herabzuwürdigen, daß man ihrer Erfüllung die Entrichtung einer Geldsteuer gleichstellte. Der Militärdienst ist eine Ehre, und wer aus persönlichen Gründen dieser Ehre nicht teilhaftig sein konnte, der sollte sich gewissermaßen von Mafel freifaufen. diesem allerdings unverschmildeten - Das ging der Mehrzahl der Bevölkerung so wenig an, daß, mie gesagt, nicht einmal eine ausgearbeitete Vorlage an den Reichstag gelangte. Nur in fargen Andeutungen war erwähnt worden, daß man auf einen Jahresertrag von 4 Millionen und darüber aus der Wehriteuer hätte rechnen fönmen. So geringe Summe konnte nicht verlockend sein aegenüber dem Bedenken, daß die Wehrftener 211 einer Durchbrechung dea Brinzips der allgemeinen Wehrpflicht und einem Militär- Freifaufsfyftem führen möchte. lichkeit aber spricht dafür, daß der Entwurf die grundsäkliche Gegrerschaft nicht mehr finden wird, an der einst das Projekt gescheitert ist. frieden oder Krieg? ( Eig. Bericht.) Petersburg, 13. Juni Das frohe Geläut der Friedensglocken hat kaum zu einem schwachen Summen ausgehoben, und schon hemmi ihm der allgemeine Skeptizismus die noch kraftlosen Schwingungen. Man hat hier zuviel Enttäuschungen erlebt, als daß man so leicht an die schöne Hoffnung glauben könnte, der große Krieg in Ostasien fönnte durch eine Zusammenkunft diplomatischer Vertreter beider Gegner mit einem Federzug beendet werden. So einfach- meint man hier allgemein sei die Sache denn doch nicht, wie sie sich Theodore Roosevelt da drüben im freien Amerika ausgeflügelt hat. Zwar erfennt man ohne weiteres an, daß der Präsident die Friedensidee ein gut Stück Weges vorwärts gebracht hat. Schon daß es seinem Gesandten überhaupt gelungen war, dem Zaren das Versprechen abzugewinnen, den Friedensschluß in Betracht zu ziehen, war mehr, als man erwartet hatte. Daß jezt sogar Bevollmächtigte ernannt werden und sich mit solchen von seiten Japans zur Erörterung der Frage des Friedens treffen sollen, scheint die Uebereinstimmung der Regierung mit den Friedenswünschen des Volkes im vollsten Maße zu dokumentieren. Und doch gibt es arge Zweifler, und wenn man sich's überlegt, kann man ihnen gar nicht so unrecht geben. Es war ganz gut, daß die Dinge folchen Verlauf nahmen. Sonst wäre der zweijährigen Militärdienstzeit ein schmeres Sindernis entstanden. Vor fünfundzwanzig Jahren gab ea mehr. viel mehr militärdienstfreie junge Leute als jetzt, weil die Zahl der zur Aushebung gelangenden Rekruten geringer mar. Demaemän bätte es damals eine ftattliche Rohl WehrSteuer- Kontribuenten gegeben, und fiatalischer Sinn hätte nur ungern in eine Perrinaerung gewilligt, die blöblich eintreten mußte menn die jährliche Refrutenaushetama fich um die Sälfte steigerte. Snamischen haben sich freilich die Merhältnisse wieder sehr geändert. Der iährliche Geburtenüberfchuk in der Behälferung des Deutschen Reichs beläuft sich auf faft eine million so dok trok her miederholten Erhöhung der Präfer stärfe unferes Scores die Zahl der bei aller Militörtüchtinfeit mitärdiensten iungen Reute aufa rite Stottlich angemachsen ist Die Zahl der Wehrstonerbflichtigen würde alfo iekt mindestena in arek fein. mis fie at der Reit gemefen märe als die chritener zum erstenmal angereat mirde. Selbstverständlich toucht damit zugleich das alte Bedenken auf daß mor bei der Finite ung der Befruten fich berleitet fühlen könnte die zahlungsfähigeren Berfonen bom Militärdienst ausschliehen und der Wehriterernflicht zuzuweisen. Denn auch von der Mahrsteuer gilt, daß von ihrer Rahluna frei ist, wer nichts zu zahlen hot. aschinen inen Act Ges play 1 annheim Fachschule. Trok alledem hat man sich im Lauf der Sabre mit dem Gedanken vertraut gemacht, daß es einen Weg geben müsse, auf dem es möglich sei, die allgemeine Wehrpflicht in ungeschmälerter dealität zu erhalten, und gleichzeitin diejenigen einer Wehrsteuer zu unterwerfen. Die wegen 11ntauglichkeit oder Ueberzähligkeit von der Erfüllung der Militärpflicht befreit würden. Denn wenn es auch ehrenhof ist, für Fürst und Vaterland Zeit und im Kriegsfall das Leben 311 opfern. so bleibt doch der Militärdienst eine Steuer, die man wohl gern, aber nicht gern allein bringt. Gerechtigkeitsgefühl berlangt, daß alle aleichmäßig daran teilhaben und die notmendig oder zufällig davon Ausgeschlossenen einen Ersatz leisten sollen. daß Rußland den Haag als Ort für die Verhandlungen in Aussicht nehme. Dem Vernehmen nach hat der russische Botschafter Graf Cassini zuerst Paris, der japanische Gesandte Takahira Tschifu als Verhandlungsort vorgeschlagen. Man glaubt, Marquis Ito werde der Führer der japanischen und der Botschafter Nelidow der der russischen Vertreter sein. Auf der Zusammenkunft sollen Japans Bedingungen angegeben und dann direkt an Kaiser Nikolaus übermittelt werden. Erscheinen sie dem Kaiser annehmbar, so wird später eine Zusammenkunft der Bevollmächtigten zur Vereinbarung des Friedens stattfinden, und zwar wahrscheinlich in Washington. Aus Hoffreisen verlautet, daß man in Zarsfoje Sselo von der bligartigen Geschwindigkeit, mit der Präsident Roosevelt die Friedensaktion betreibe, gar nicht sehr erbaut sein soll. Der Zar hatte nicht gedacht, daß Roosevelt es so eilig haben würde, dem ganzen Erdenrund zu verkünden, daß der Herrscher des mächtigen russischen Reiches kriegsmüde und friedenslustig geworden sei. In den Abfichten der Petersburger Diplomatie lag es wohl, die Verhandlungen einzuleiten, aber nicht in diesem Gilzugstempo, das sie zu schnell zum Ende führen müsse. Der Zar sollte sich moh! bereit erklären, vom Frieden zu sprechen, aber sich lange noch nicht dazu verstehen, Frieden zu schließen. Und auch jetzt glaubt man an unterrichteter Stelle, daß trot Roosevelts rauhreitermäßiger Friedensattacke man vom FrieDen selbst noch weit entfernt ist. Wenn genugsam bon ihm gesprochen sein und er von allen Seiten mit vielen Pros und Contras beleuchtet sein wird, so heißt es, werden die russischen Vertreter ihn wieder ad acta legen und den Kanonen das Wort weiter überlassen. Sie seien angewiesen, zu unterhandeln, damit man dem Volke zeige, daß der Zar den Frieden wolle. Verboten sei ihnen, diesen anders als unter den günstigsten Bedingungen zu schließen. Da legtere aber nicht allzu günstig sein können und werden, so würden sie unverrichteter Sache zurückkehren und als Entschuldigung anführen, daß trotz besten Willens ein Friedensschluk nicht möglich gewesen sei, da die Japaner Unmögliches verlangt hätten. Damit hoffe man günstige Stimmung für einen„ nationalen" Krieg zu erwecken und schließlich doch die Javaner schlagen zu können. Gewiß wird es schwer sein, den richtinen Makitab zu finden. Wahrscheinlich wird man die Wehrsteuer von den Pflichtigen für so lange Reit erheben, als sonst ihre Dienstpflicht und Dienst bereitschaft hätte dauern müssen, b. i. 12 bis 20 Jahre. Auch wird man bei der Stenerbemessung die Vermögenslage der Bestenerten und ihrer Eltern, das eigene Einkommen der Besteuerten und das ihrer Eltern berücksichtigen. Der Sohn reicher Eltern beispielsweise, der sich dem Rechtsstudium gewidmet hat und bis zum 30. oder 35. Lebensjahr auf eine Anstellung wartet, hat eigenes Einkommen überhaupt nicht, auch nicht eigenes Vermögen: was er verbraucht, ist bereits bersteuert. E wäre unbillig, von einem Mann in so bevorzugter Lage keine oder nur eine aerinne Wehrsteuer zu erheben, wie sie twa der Handarbeiter bezahlen müßte. Man sieht, die Wehrsteuerfrage ist nicht so ganz einfach, fie bietet mannigfache technische und sonstige Schwierigkeiten. Aus der Vorlage erst mird man erkennen, in welchem Maße diefe Schwierigkeiten überwunden sind. Höchste WahrscheinKommt es zum Waffenstillstand? Während von einigen Seiten behauptet wird, daß sofort bei Einleitung der Friedensverhandlungen die eindseligfeiten vorderhand eingestellt werden würden, wird andererseits hervorgehoben, daß es den Japanern nicht im Traume einfallen wird, ohne ernstliche Garantien seitens der russischen Regierung ihre vorteilhafte strategische Rosition unausgenutzt zu lassen. Mehrere japanische Heerführer erklärten fich bereits energisch gegen einen Waffenstillstand. Die Feindseligkeiten in der Mandschurei dauern inzwischen weiter an. Zwar handelte es sich bisher nur um unbedeutende Gefechte in Vorpostenstellungen, die mit wechselndem Glück geführt wurden. Doch schließt man aus einer umfassenden Vorwärtsbewegung der Japaner, daß eine neue große Schlacht unter Umständen in allernächster Zeit zu erwarten sei. Und es gibt eine Menge militärischer Sachverständigen, die diesen angeblichen Standpunkt der Regierung warm verteidigen und darauf bestehen, daß der Kampf weiter fortesetzt wird. Immer wieder wird darauf hingewiesen, das Sie Japaner fich allmählich ,, berbluten" müssen. Jeder neue Sieg zu Lande, den sie erringen würden, bedeute für sie trategisch eine Niederlage, da er sie weiter v n ihrer Las bzöge und sie zu unverhältnismäßig großen Opfern für Broviantierung und Etappenlinien zwänge. Nützten sie aber en Sieg nicht durch Verfolgung des flüchtigen Gegners aus, mozu nüße er ihnen dann überhaupt? Dann müsse der Krieg allmählich zum Stillstand kommen und die feindlichen Heere in großen verschanzten Rayons einander untätig gegenüber stehen für Japan eine törichte Verschwendung von Reit ind Geld. Rußland könne ein derartiges Spiel unendlich länger aushalten, und ihm könne es am Ende auch Vorteile bringen, günstigere Friedensbedingungen. Man täte daher gut, weiter zu warten, bis sich Javan bequeme, bessere Angebote zu machen. Zu riskieren sei für Rußland nichts weiter, dagegen für avan von Tag zu Tag mehr. Die Politik. Auf Grund einer kaiserlichen Order werden Befestigungsanlagen für das Schutzgebiet Kiautschon errichtet werden. Die Festungswerke, die von einem Ingenieur vom Plat geleitet werden sollen, unterstehen dem Gouverneur des Gebiets. Das läkt sich hören, und auch in Tokio scheint man derartige Erwägungen nicht ohne weiteres von der Hand zu weisen. Jedenfalls erwachsen dort ernstliche Bedenken menen den geplanten Waffenstillstand. Nicht mit Unrecht sagen sich die Japaner: Den Russen kommt alles darauf an, Zeit 211 gewinnen. Wir aber haben keine zu verlieren, wenn wir bei dem Niesenunternehmen, das wir begonnen haben, wirklich gut abichneiden. d. H. alle Früchte unserer gewaltigen Anstrengungen ernten wollen. * * * Die beabsichtigte Friedenskonferenz. Den deutsch- französischen Beziehungen ist der zuvorkommende Empfang, den die Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen in Berlin gefunden hat, entschieden von Vorteil gewesen. Präsident Loubet, der die Mission bei ihrer Rückkehr nach Paris empfing, gab seiner lebhaftesten Freude über die Aufnahme der französischen Vertreter in Berlin Ausdruck. Mit besonderer Befriedigung gedachte Präsident Loubet der Zuvorkommenheit, die der Kaiser bei den Döberiger Uebungen dem General Lacroir und den übrigen französischen Offizieren zuteil werden ließ, und sprach dem deutschen Militärattaché Oberstleutnant b. Hugo seinen Dank für die der französischen Mission ermiesenen Aufmerksamkeiten aus. Auch Ministerpräsident Rouvier empfing General de Lacroix, welcher ihm über die Berliner Mission eingehend Bericht erstattete. Der Ort, an dem die japanischen und russischen Bevollmächtigten ihre Verhandlungen beginnen sollen, bildet zurzeit den Gegenstand von Erörterungen zwischen den Botschaf= tern der beiden kriegführenden Mächte und Präsident Roosebelt in Washington. Aus gewissen Anzeichen schließt man, Rufsland. Die fünftige Volksvertretung rückt ihrer Verwirklichung näher. Wegen der vielfach erhebenen Forderungen, die Abgeordneten so schnell als möglich einzuberufen, wird der Gesezentwurf, statt an cine Kommission zu gehen, gleich nach seiner Erörterung im Ministerrat und der Genchmigung durch den Kaiser auf dem Wege eines Manifests oder eines an den Senat gerichteten Ufases veröffentlicht werden, so daß die Wahlen im Sommer stattfinden und die Reichsduma im Herbst einberufen werden wird. Sie soll dann gleichzeitig mit den Sigungen des Staatsrats tagen. Große Befugnisse allerdings wird sie nach allem, was verlautet, borläufig kaum haben. Aber es ist doch wenigstens der Anfang gemacht. Afrika. Die Lage in Marokko erfährt neue Komplikationen durch die feindselige Haltung der maurischen Bevölkerung gegenüber den Europäern. Der Vizekonsul Desterreich- Ungarns und Dänemarks, Madden, ein Engländer, wurde in Mazagan von einem ihm aufsässigen reichen jungen Mauren nachts ermordet, seine Frau durch dessen Diener schwer verlegt. Die Mörder sind, wie gewöhnlich bei derartigen Affären, vorläufig spurlos verschwunden. Raisuli, der frühere Raubritter und jezige Gouverneur des Landdistrikts Tanger, will allerdings dafür sorgen, daß sie dem Arm der Gerechtigkeit überliefert werden, aber auch seine Macht erscheint nicht unantastbar. In Tanger wurde sein Bevollmächtigter erschossen, wahrscheinlich von fremdenfeindlichen Fanatikern. Diese Wirrnisse sind Wasser auf die Mühle derer, die Deutschlands Vorgehen in Maroffo mit Argwohn und Eifersucht gegenüberstehen. Englische Kreise in Tanger betonen, daß die Unsicherheit für die Europäer von dem Moment an bedeutend zugenommen hätte, wo Frankreichs bedurchkreuzt worden absichtigte strenge Reformmaßregeln wären. Man dürfe nicht länger zögern, Ordnung und Gesittung in Marokko wieder zu festigen. Natürlich fehlen auch die üblichen Stimmen nicht, die Deutschland der Absicht von Landerwerb bezichtigen. Der Sultan soll bereits eingewilligt haben, ihm den Hafenplatz Agadir in Pacht zu geben. Auf diese vorläufig rein in der Luft schwebende Mel. dung bauen sich bereits französische und angeblich auch spanische Forderungen auf Abtretung von marokkanischen Ge bietsteilen auf, ohne deren vorherige Bewilligung an eine Maroffokonferenz gar nicht zu denken sei. Dem Sultan gegenüber wendet man von seiten Frankreichs gelinde Pressionen an, indem man durch Algerien keine Waffen und Munition mehr für ihn durchläßt. Man sieht, auch ohne Delcassé dauern die Intriguen weiter an, wenn auch nicht mehr auf offener Szene, so doch hinter den Kulissen. Amerika. Die Handelsinteressen Amerikas in China sind im letzten Jahrzehnt ständig gewachsen. Die amerikanisch- asiatische Gesellschaft, die sich ihre Förderung zur Aufgabe gemacht hat, ist jetzt von neuem beim Präsidenten Roosevelt durch eine Deputation vorstellig geworden, ihren Zielen tatkräf= tige Unterstützung argedeihen zu lassen. Ob sie mit ihrer Bitte um weniger strenge Anwendung der die Chineseneinwanderung in Amerika verbietenden Gesetze Erfolg haben wird, ist fraglich. Sonst aber kann die Abordnung gewiß sein, daß die Zusage des Präsidenten, er werde die Angelegenheit mit den Beamten der in Betracht kommenden MiPräsident nisterien beraten, keine leere Formel sein wird. Moosevelt hat seit langem schon die Ausdehnung der Schifffahrt und des Handels der Union in jenen Gegenden im Auge und wird sie energisch weiter vertreten. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser gedenkt am 17. Juni in Hannover einzutreffen, das Königs- Ulanen- Regiment zu besichtigen und bei der Feier des Waterloo- Tages inmitten des Offiziertorps seines hannoverschen Leibregiments anwesend zu sein. Für einen Erweiterungsbau der deutschen Heilstätte in Davos hat der Kaiser die Summe von 30 000 Mark gespendet. * Für den verstorbenen Fürsten Leopold von Hohenzollern fand in der Hedwigskirche in Berlin eine Trauerfeier statt. Der Kaiser wohnte dem feierlichen Afte bei und schritt dann als erster im Leichenkondukt, der sich zum Anhalter Bahnhof bewegte. Von dort wurden die sterblichen Ueberreste des Fürsten nach Hohenzollern übergeführt. *** Erzherzog Josef von Oesterreich ist in Fiume im Alter von 72 Jahren gestorben. Er war der Sohn des im Jahre 1847 verstorbenen Erzherzogs Josef, Palatius von Ungarn. Er erfreute sich in Ungarn, wo er als Oberkommandant der Honved- Armee( der ungarischen Landwehr) lebte, allgemeiner Beliebtheit. Soziales Leben. [] Der Lohnkampf im Baugewerbe des rheinisch- westfälischen Industriegebiets ist auf Aussperrung der organisierten Arbeiter, etwa 30 000 an der Zahl, durch den Arbeitgeberverband zurückzuführen. Der Beschluß dieser Aussperrung tar bereits vor längerer Zeit erfolgt, und demgemäß hatten die Arbeiter vor 14 Tagen ihre Kündigung erhalten. 1 Nab und Fern. 27 000 Mark gestohlen. In der Nacht zum zweiten Pfingstfeiertage brachen Diebe in das Kassenlokal des Verbandes der Berliner Buchdrucker und Schriftgießer ein. Die Spizbuben öffneten den Geldschrank mit Hilfe von Stichflammen und nahmen den vorhandenen Barvorrat 27 000 Mark in Gold und Silber an sich. Von den Tätern fehlt vorläufig jede Spur. bon O Ein Dorf niedergebrannt. In dem Dorfe Schule in Vorpommern zerstörte eine Feuersbrunst achtzehn Wohnhäuser nebst Inventar. 24 Zuchtpferde sind in den Flammen umgekommen. Es herrscht große Not. Das Entstehen des Feuers wird auf Brandstiftung zurückgeführt. Zehn Menschen verbrannt. In Groß- Montau, Kreis Marienburg, brach am Dienstag Morgen in einer Arbeiterbaracke Feuer aus. 10 russische Arbeiter werden vermißt; sie sind anscheinend sämtlich verbrannt. Drei Leichen wurden aus den Trümmern geborgen. Sieben Arbeiter wurden schwer verletzt in das Krankenhaus eingeliefert. Nathaniel Rothschild 7. In Wien ist der Bruder des Chefs der Firma S. M. von Nothschild, Nathaniel Rothschild, am Dienstag gestorben. Der Verstorbene war in Wien eine sehr bekannte Persönlichkeit, doch verbrachte er den größten Teil des Jahres im Süden, da er leidend war. Er erfreute sich großen Ansehens wegen seiner Wohltätigfeit. Für eine Klinik stiftete er vor zwei Jahren zwei Millionen Kronen. Den Sohn erschlagen. In der Erregung über die Ungeratenheit seines Kindes ist der Korbmacher Weinand in Hirschheid bei Eger zum Mörder des eigenen Sohnes geworden. Der im 13. Lebensjahre stehende Junge schwänzte die Schule und verübte verschiedene Diebstähle. So stahl er ein Fahrrad und war deshalb verhaftet worden. Als er wieder entlassen wurde, übermannte den Vater der Zorn. Er schlug den Jungen mit einer Schaufel und traf ihn so unglücklich, daß der Bursche tot zusammenstürzte. Weinand stellte sich dem Gericht. Lustmord an einer Gouvernante. In der Nähe der Stadt Nanterre in Frankreich wurde die englische Gouvernante Miz Kari ermordet aufgefunden. Sie war erst vor wenigen Wochen in Frankreich angekommen und bei einem Privatier in Nanterre in Stellung. Es liegt ein Lustmord vor. Was bringen unfere Kolonien? Naturprodukte und Bodenschätze in Deutschafrika. Ueber den Wert der deutschen Kolonien in Südafrika ist viel hin und her gestritten worden. Man kann ruhig annehmen, daß überschwängliche Hoffnung auf der einen Seite ebensowohl über das Ziel hinausschoß, wie andererseits der jeden Wert ableugnende Pessimismus nicht am Plate war. Bei ruhiger objektiver Abwägung läßt sich nicht leugnen, daß auf verschiedenen Gebieten zweifellose Fortschritte zu berzeichnen sind. So haben die Baumwoll- Unternehmungen in den Schutzgebieten günstige Entwickelung gefunden. Das folonial- wirtschaftliche Komitee stellt fest, daß der bis jetzt geschaffene Produktionswert etwa 4 Millionen Mark beträgt. Das ist allerdings im Verhältnis zum Bedarf nicht viel. Nach Deutschland wurden im letzten Jahre für 400 Millionen Mark Baumwolle eingefühi!. Davon nahm Amerifa mit 300 Mill nen Mark den Löwenanteil für sich. Tatsächlich aber sind in den Kolonien große zum Baumwollbau geeignete Ländereien vorhanden und es wird mit bollem Eifer an der Kultivierung zu diesem Zwecke gearbeitet. In Togo ist die Baumwollkultur als Volksfultur gesichert. Die Eingeborenen haben mit dem Anbau von Baumwolle in großem Umfange begonnen. Zweckmäßige Bahnwege werden die Ausfuhr fördern. DeutschOstafrika verspricht sehr viel für den Baumwollanbau. An der Tangabahn, der Mündung des Nufidjiflusses, in der Umgegend von Dar es Salaam und bei Kilwa sind gute Ernten erzielt worden. Viele hundert Hektar brauchbaren Landes harren auf die Bearbeitung. Der Süden der KoIonie wird wegen der günstigen Witterungverhältnisse vor allen Dingen in Frage kommen. Man hofft darauf, daß in einigen Jahren für mehrere Millionen Mark Baumwolle zu verschiffen sein wird. Mord und Selbstmord. In Zara in Dalmatien erscho der Finanzkonzipist Ritter von Böhm seinen Vorgesetzten Oberfinanzrat Rossini im Büreau. Dann richtete er den Revolver gegen sich selbst und tötete sich. Der Konzipist war furz vorher wegen Unfähigkeit aus dem Dienste entlassen worden. Ansehnliche Petroleumquellen sind am Fuße des Kamerungebirges entdeckt worden. Es hat sich ein Konsortium zur Ausbeutung bereits gebildet. In vier Meter Tiefe stößt man auf Quellen von solcher Stärke, daß die arbeitenden Leute infolge der starken Gasausströmung immer nur wenige Minuten graben können. Das gewonnene Petroleum soll an Güte dem rumänischen gleichkommen. bor PC Der internationale botanische Kongres wurde in Wien eröffnet. Zahlreiche fremde Regierungen, darunter auch die deutsche, sind amtlich vertreten. Zur Hauptsache wird sich der Kongreß mit der botanischen Namengebung befassen. A Neuer Ausbruch des Mont Pelé. Der feuerspeiende Berg auf Martinique, der die gräßliche Katastrophe im vorigen Jahre verursachte, ist wieder in lebhafter Tätigkeit. Am 3. Juni schoß eine hohe Flamme empor; dann war der Berg bis zum 10. Juni still. Am Sonnabend leuchtete die Kuppel im Feuer auf; am Sonntag früh stürzte die Kuppel zusammen, weißer Schlamm floß ins Tal herab, und eine etwa 800 Meter hohe Rauchsäule stieg empor. GR Der 15. deutsche Geographentag ist am Pfingstdienstage in Danzig eröffnet worden. Aus allen Teilen des Reiches sind die Fachgelehrten erschienen, als Vertreter der Staatsbehörden Oberpräsident Delbrück. Der Kongreß wird sich im wesentlichen mit der deutschen Südpolar- Expedition beschäftigen. - Vermischtes. Der Großh ten gestern in on der Prinzeffin Barleme ftigte fich in fein meinsam mit der Belegentwurf b Shierfür Schlägt ber fimt, daß bie pelden darf, in d rubenber Bedfel rende gelegenen ad dem Zuwachs boten in einem anhaltischen Städtchen wollten etwas von dem schönen Sommerwetter haben. Sie teilten dies ihrem Verleger mit, und so war die in Frage kommende Zeitung gezwungen: ihren Lesern folgendes mitzuteilen: ,, Am Montag sind unsere Zeitungsausträger bei einer Landpartie, einem Ausfluge, beschäftigt und können daher erst am Dienstag die Zeitung austragen." Das gute Publikum wartete also geduldig auf seine Zeitung bis zum nächsten Tage. Das sind doch noch gemütliche Zustände in unserer sonst so eilfertig dahinhastenden Zeit. [ Die Landpartie der Zeitungsträger.] Die Zeitungsmache, 2. Die i A Aus einem Berliner Spielklub. Sensationelle Enthüllungen, mit denen sich bereits die Staatsanwaltschaft beschäftigt, sind in einem Spielklub aus einer der vornehmsten Straßen Berlins bekannt geworden. Der geschäftliche Leiter des Klubs, der ein Honorar von 18 000 Mark bezog, wurde seitens des Vorstandes von seinem Amte suspendiert, weil ihm gravierende Dinge nachgesagt werden. Der Beschuldigte bezeichnet alles als üble Nachrede und erhebt seinerseits Anschuldigungen gegen ein anderes Mitglied des Klubs. Bei dem Spiel wurden riesige Umsätze erzielt. Allein an Kartengeldern sind in einem Jahre 596 000 Mark vereinnahmt. Eine Reihe gut situierter Berliner Kaufleute sollen bereits in peinliche Verlegenheiten geraten sein, und es werden für das gerichtliche Verfahren Aufsehen erregende Enthüllungen vorausgesetzt. Ueber die Kupfererzgebiete in Deutsch- Südwestafrika sind in letzter Zeit beachtenswerte Aufschlüsse getommen. Zwischen Swakopmund und Kuiseb, wo die Deutsche Kolonialgesellschaft für Südwestafrika das Grubenrecht besitzt, finden sich ansehnliche Lagerstätten von Erzen. Kurz dem Ausbruch des Aufstandes wurden aus den Mutungen bei Otjosonjati z. B. 50 Tonnen Erz in der Oferhütte am Hanz verhüttet mit einer Ausbeute von reichlich 26 Prozent reinem Kupfer. Die Otjosonjatiberge liegen etwa 60 Kilometer von Okahandja, und dienten bei Beginn des Aufstandes besonders als Schlupfwinkel der Hereros. Gegenwärtig ruht wegen der Unruhen der Betrieb vollständig. Schon kurz unter der Oberfläche weisen die Gänge, von denen einige 20 aufgeschlossen sind, zuweilen ausgezeichnete Erzführung auf. - [ Das Ende des Artisten.] Im Seebad Hastings fand ein Gartenfest statt, bei dem tausende Zuschauer anwesens waren. Der Drahtseilkünstler Hermann Davidson schritt über ein sechzig Fuß vom Erdboden gespanntes Drahtseil. In der Mitte wollte er sich niedersehen, verlor aber das Gleichgewicht und stürzte in die Tiefe. Die Leiche war total zerschmettert. Das Publikum war vom Schreck wie gelähmt. Viele Frauen wurden ohnmächtig. Die risetzung des Festes wurde sofort abgesagt. Greueltaten tschechischer Soldaten. In Borek bei Brandeis in Böhmen wurde bei einer Rauferei im Tanzsaale ein Soldat von der Garnison in Altbunzlau durch Messerstiche verlegt. Seine Kameraden schwuren, an den Zivilisten Rache zu nehmen, und etwa 20 betrunkene Infanteristen zogen von Borek nach Brandeis. Wer ihnen in den Weg kam, wurde durch Säbel- oder Bajonettstiche verlegt. Zunächst wurde der Schmied Kowar, dann der Arbeiter Janda und ein Sägewerksarbeiter auf der Straße niedergestochen. Besonders schlimm erging es dem Ehepaar Hauptvogel, das schrecklich mißhandelt wurde. Ein Radfahrer aus Prag wurde vom Rad gerissen und mehrfach gestochen. Auch noch mehrere andere Personen wurden verlegt. Allem Anschein nach kann Deutsch- Südwestafrika ein Kupferland von großer Bedeutung werden. Zunächst ist natürlich die vollständige Beruhigung des Landes und dann die nötige Kapitalisierung notwendig. Reilemäntel. bidem früheren hnungen nach belegten Eigent der Wert, den bas pedsel hatte, der dere fein Erblaffer bihe der Steuer 10 Prozent feftge der: Beräußerer. Aimmig angeno das Recht für die Rearer für Theater writellungen, ebenf werden. Der Aus Billetsteuer an und en Theater usw. Ronzertbillete bei. des Eintritte preif fir je 1 Mt. ni born weniger als teuer wurde einf ausius befaßte mit dem Jagdg Gantwurf der Dafgabe, demn Weber vorzulegen daftigte fich mit Beröffentlichung bill her durch die lagen, daß die agen durch die ohne Unterschied Abonnemente pre Areisblätter fäll ( Von unserer ständigen Korrespondentin.) Ob man eine große Reise unternimmt, ob man nur für menige Tage auf Land oder an die See geht, man muß mit seiner Toilette gerüstet sein. Unterwegs hat man weder Zeit noch Lust, sich mit Nähen und Reparieren zu befassen. Darum muß man sich mit Kleidern versehen für die verschiedensten Zwecke, die Strapazen vertragen können. Aber man muß auch darauf bedacht sein, nicht zuviel Ballaſt mit sich herumzuschleppen. Unsere gegenwärtige Mode hat eine Eigentümlichkeit, die sie kaum mit einer früheren teilt: Alte und junge Damen kleiden sich sehr wenig unterschiedlich. In unserer Zeit liegt das Bestreben, jung zu sein und zu bleiben. Daher gibt in der Mode die Jugend den Ton an. Infolgedessen ist für die Reise das Jackenkleid Norm. Die bekannten langen und furzen Formen werden getragen entweder zum Rocke dem Stoffe nach passend, also als sostüm, oder in einer abstechenden Farbe, in„ Leutnantsblau" oder bordeaurot, zu einem schwarz- weiß karierten oder weißen Rock. Solche abstechenden Jacken weisen meistens Frackschnitt auf und ähneln tatsächlich dem Feierkleide des Mannes, dem Berufskleide des Kellners. A Wetterfatastrophe am Bosporus. Am Pfingsttage ging in Konstantinopel ein Wolkenbruch nieder. Gleichzeitig tobte eine Windhose in den am Bosporus gelegenen Vororten. Zahlreiche Häuser wurden beschädigt, einige sind eingestürzt. Mehrere einheimische Schiffe erlitten Beschädigungen, eine Anzahl Barken sind untergegangen. Auch in Gärten und Feldern ist der Schaden sehr groß. Der Sultan leitete sofort ein umfassendes Hilfswerf ein. Montag wütete ein starker Hagelsturm, bei dem taubeneiergroße Eisstücke niederfielen. Der Schaden ist sehr groß. Hochwasserverwüstungen in Amerika. Der aus den Ufern getretene Mississippi hat an verschiedenen Bahnstrecken große Schäden angerichtet, die auf etwa eine Million Doll. berechnet werden. Ebensogroß wird der den Saaten in der dortigen Gegend zugefügte Schaden geschätzt. Eine Anzahl Personen werden vermißt, sie dürften in den Fluten umgefemmen sein. Tageschronik. Die Kellnerin Ida Schwede wurde in Görlig von ihrem Geliebten aus Eifersucht ermordet. En Wolkenbruch ging in der Eifel nieder. In Hallschlag ertranken zwei zwei Kinder, in Kyll stürzte ein Haus ein, die Felder sind schwer beschädigt. Neben den verschiedenen Jacken sind die zahlreichen Mäntelarten näher zu betrachten. Wer längere Reisen unternimmt, muß wohl oder übel einen sogenannten Staubmantel in den Kreis seiner Betrachtungen ziehen. Bei der großen Verliebe für Bast fertigt man die ausgesprochenen Reisemäntel aus diesem Gewebe an. Es ist dem seidenschimmern den Gummi, der neuerdings so leicht und in einem leuchten. den schönen Blau hergestellt wird, vorzuziehen, weil in den heißen Tagen Rohseide viel leichter und kühler beim Tragen ist. An der See, wo man stark gegen den Wind zu kämpfen hat, wird sich der Gummimantel stets bewähren. Alle diese Mäntel, gleichgültig aus welchem Stoff, haben Empireform. Bestehen sie aus Stoff, d. h. nicht aus Kautschuk, besetzt man fie mit Spizen. Gummimäntel haben eng geschlossene Manschetten, damit der Staub nicht hineindringt; die Seidenoder Alpakamäntel werden mit offenen von Volants umgrenzten Manichetten gearbeitet, aus denen Spitzen quellen. Außer diesen ziemlich faltigen, langen Mänteln hat die diesjährige Mode noch eine ganze Reihe von manielähnlichen Umhängen hervorgebracht. Sie sind viel kürzer, daher leichter und vielleicht bequemer. Es sind entweder Capes cus hellem Tuch oder die sogenannten Havelocks. Diese unterscheiden sich von den Capes durch eingeschnittene Aermellöcher, die von einem zipfelartigen, langen Kragen bedeckt werden. Solche Mäntel eignen sich weniger für die Fahrt selbst, als für Spaziergänge bei kühlerem Wetter am Brunnen oder am Strande. Dagegen sind die noch immer halblangen Sackpaletots als Reisemäntel zu betrachten. Elecante Damen legen bei der herrschenden Mode der weißen Farbe über weiße Tuchkleider weiße mit weißer Seide gefütterte Havelocks aus leichtem Tuch an. Oftmals wird ein solcher furzer Mantel mit weißseidenen Blenden besetzt. Eine der. artige Toilette wirkt sehr schik und kommt wesentlich für Modebäder in Betracht. In Fedderwardergroden( Oldenburg) fand man die Frau de Bur in ihrem Bette ermordet auf. Ein Schutzmann wurde in Hannover von drei Naufbolden auf offener Straße niedergestochen. Kunft und Wiffenfchaft. KB Lenau- Denkmal. In dem Geburtsore des unglücklichen Dichters, der südungarischen Gemeinde Cjatad, wurde ein Denkmal Lenaus feierlich enthüllt. Bei der Enthüllung wurden Ansprachen in ungarischer und deutscher Sprache gehalten. bar Regierung Bes und nich Nach der in u urteilen, ift morlage gla Sreußen angeno Ein weniger modisches Bild bietet die Frau, die in die Alpen geht, mit der Absicht, zu klettern. Sie wird von keinem der hier beschriebenen Mäntel oder Umhänge Gebrauch machen können. Sie hüllt sich in ein Lodentuch, das an den bier Zinfeln mit Snöpfen und Knopflöchern versehen ist, so daß es nach Belieben hoch geknöpft werden kann. Als noch praktischer erweist sich ein Lodencape, das einen ganz eigenartigen Schnitt hat, nämlich in seiner Mitte ein großes Loch, durch welches man den Mantel über den Kopf zieht. Zu dieser seltsamen aber höchst empfehlenswerten Hülle gehört ein Capuchon, das an einer Schnur um das Cape gebunden wird und bei eintretender Kälte oder bei Regen über den Kopf gezogen wird. Das ganze Gewand nennt sich Koken. s Zur L Auberläffiger D minifterium geg Frankfurter N welcher das go geeigneten Schr ** * Der Loie Proving filbigem Dbfibo 5992 977 8wet 21168 Aprifofen Balruß, insge Serte bon 127 offen Dbftbäum Großherzogtum tertragsfähig jeelte Probuftion ** 98ie Mudergefellid An Frankfurt am Sachsenhausen. P Der befchäftigter ein Faß Jaud jodidt, daß de liegen fam. E deen Geftürzten Betr.: Bef Am 1. A eine Schutzman teigend jährlic belegen. Zur Zeit, als die Wanderungen in den Alpen anfingen po- Dienstzeit beim pulär zu werden, konnte man einen Roken nur in Mün- mindestens 33 chen oder Tirol selbst kaufen. Jetzt aber findet man ihn in unter Vo noch einem wärmeren Gegenstand, mit einer gestrickten Weite, bi 5. Juli 1 allen großen Städten. Die Alpensteigerin könnte sich mit versorgen, mit einer solchen, die im Handel unter der Bezeichnung ,, knitted west" vorrätig ist. In allen Farben sind sie zu haben und zeichnen sich vor den altmodischen gestrickten Westen durch größere Zierlichkeit und hübschere Machart aus. Es war soviel von den Mänteln dieser Saison zu sagen, daß wir das Thema des Reisekleids in dem nächsten Bericht besprechen müssen. Zum Schluß sei noch bemerkt, daß Damen, die in den heißesten Tagen nicht gern ohne Umbang aus gehen, lose Jacken aus Taffet oder längere Mäntel aus Etamin oder Seidengase auf Seide gefüttert, wählen. Emma Reichen. 10 und 12 Uhr Gießen, Seiden Fertige seide Deutsch M Seident 43 Leip Mechani wurde in Wien arunter auch die tjache wird fid ng befaffen. m Pfingstdiens Lokales. 14. Jnui 1905. Der Großherzog und die Großherzogin Wen Zeilen des pouhnten gestern in der Kirche zu Jugenheim der Konfir 15 Bertreter demotion der Prinzessin Luise von Battenberg bei. er Kongreß wir polar- Expedition ** Parlamentarisches. Der 8. Ausschuß beäftigte sich in seinen beiden am Donnerstag und Freitag emeinsam mit der Regierung stattgehabten Sizungen mit en Gesezentwurf betr. bie Erhebung von Gemeindeabgaben. verfür schlägt der Entwurf bekanntlich vor: 1. Die WertArt. 2 be - Die Zeitung mach8, 2. Die Billet- und Tanzsteuer. aten etwas vormt, daß die Wertzuwachssteuer in den Fällen erhoben Außer einigen fleinen Hautabschürfungen fam er mit dem Schrecken davon und konnte seinen Weg nach Hause zu Fuß fortsetzen. Befragt, ob ihm was weh tue, antwortete er: ein Kännche Branntwein machts wieder gur. + Rodheim a. d. B., 13. Juni. Frühere Konfirmation. So wäre denn auch das schöne Pfingstfeft, welches wir sonst meist gewohnt waren, schon in herrlichem Maimonat zu feiern, glücklich vorüber. In altherkömmlicher Weise wurden bisher, wie auch in allen ehemals hessischen Orten des Hinterlandfreises am zweiten Feiertage die Sinder konfirmiert. Wie wir nun zu unserer Freude erfahren, soll für die Folge auch in dem großen Kirchspiel RodheimHof- Ha ma zugeteilt sind, die Konfirmation an einem früheren Termin, etwa am Sonntag vor oder nach Ostern abgehalten ilten dies ihrenmeden darf, in denen ein nicht unmittelbar auf Erbfall Fellinghausen, welchem bekanntlich noch Vezzberg, Bieber ende Zeitung ge n:„ Am Montag andpartie, einem rubender Wechsel des Eigentums an einem in der Ge meinde gelegenen Grundstück stattfindet. Sie bemißt sich dar Wert, den bas Grundstück bei dem früheren Eigentumsdie Möglichkeit gewägrt, rechtzeitig in einen erwählten Beruf oder sonstiges Dienstverhältnis einzutreten. am Dienstag di dem Zuwachs, den der Wert, welchen das Grundstück werden. Dankbar wird man diesen Beschluß der Kirchenbewartete also gebei dem früheren Eigentumswechsel zuzüglich etwaiger An- hörde begrüßen; denn es ist dadurch auch unserer Jugend Lage. Das finchnungen nach Art. 6 hatte, gegenüber dem Werte bei jonit jo eilferti bom letzten Eigentumswechsel erfahren hat. In Art. 3 wird d Hastings fan megsel hatte, der Preis festgesetzt, zu dem der Veräußerer chauer anwesen oder sein Erblasser das Grundstück erworben hatte. Davidson schrin öhe der Steuer wird nicht unter 10 Brozent bis zu anntes Drahtseil 0 Prozent festgesezt. Zahlungspflichtig für die Steuer des Solms- Licher Landes werden ebenfalls teilnehmen. Mit berlor aber das er Veräußerer. Der Entwurf wurde in diesem Sinne Reiche war total etnftimmig angenommen.- - Die A Lich, 12. Juni. Die Enthüllung und Einweihung des Denkmals für den 1880 verstorbenen Fürsten Ludwig, den Ontel unserer Großherzogin, soll am 27. Juni stattfinden. Der Feier werden der Großherzog, die Großherzogin und die Fürstliche Familie beiwohnen. Die Kriegervereine dem Fundamentierungsarbeiten zur Errichtung des Denkmals Das Denfmal, ein wurde verflossene Woche begonnen. Standbild in doppelter Mannesgröße, tommt auf den schön gelegenen Schloßplatz zu stehen, der zu diesem Zwecke eine bedeutende Bergrößerung erfahren hat. Gelegentlich der Denkmalsenthüllung wird auch dem hiesigem Kriegervereine Die Vorlage forderte weiter red wie gelö rijebung de tias Recht für die Gemeinden zur Erhebung einer BilletFeuer für Theater( einschließlich Varietee) sowie Kunstreitertorstellungen, ebenso sollte auch eine Tanzsteuer erhoben werden. Der Ausschuß nahm mit 4 gegen 3 Stimmen die Billetsteuer an und fügt auf Antrag des Abg. Hirschel, zu die Kaiserschleife überreicht. en Theater usw. Vorstellungen auch die Besteuerung der ob man nur für Ronzertbillete bei. Die Steuer richtet sich nach der Höhe geht, man mus des Eintritte preises und soll den Betrag von 5 Pfennigen & hat man weder air je 1 Mr. nicht übersteigen: Eintrittskarten im Breise bon weniger als 50 Bfg. find abgabenfrei. pondentin.) eren zu befassen. ben für die verkeer wurde einstimmig abgelehnt. Der 2. Gesezgebungsn und zu bleib Con an. Info Die bekam En entweder zum üm, oder in einer - - Die Tanzen fönnen. Aber ubiel Ballaſt mit ausschuß befaßte sich, unter Vorsiz des Abg. v. Brentano, e Mode hat eine mit dem Jagdgesez. Es wurde beschlossen, den ganzen heren teilt: All Entwurf der Regierung wieder zurückzureichen, mit der terschiedlich. Maßgabe, demnächst denselben in ungeändert r Fassung ieber vorzulegen. Der vierte( Petitions-) Ausschuß behäftigte sich mit dem Antrag Ulrich und Genossen betr. die Beröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen, welche bisher durch die Kreisblätter erfolgte. Danach wird vorgelagen, daß die öffentlichen Bekanntmachungen von Amtswegen durch die Kreisämter hergestellt und allen Blättern auf und ähneln ohne Unterschied der politischen Richtung gegen entsprechenden em Veruslleide Abonnemente preis überlassen werden. Das Brivileg der Areisblätter fällt dadurch weg Trotz gegenteiliger Ansicht zahlreichen Män. Der Regierung wurde beschlossen, diese Bestimmung durch re Neisen untere und nicht im Wege der Verordnung festzulegen. nten Staubmantel Sach der in den Landtagskreisen vorhandenen Stimmung Bei der große au urteilen, ist es sehr wahrscheinlich, daß die Wahlrechtssprochenen Reijorlage glatt abgelehnt, der Lotterievertrag mit seidenschimmer Preußen angenommen wird. er borbeaurot, zu Rod. Soldre abehen, weil in der in einem leuchten s Zur Lotteriefrage.( Telegramm.) Wie wir aus ihler beim Trage zuberäffiger Quelle erfahren, wird das Großh. Heff. FinanzWind zu kämpfe minifterium gegen den Verfasser und Verbreiter des in den ähren. Alle diese aben Embireform Frankfurter N. Nachr." enthaltenen verleumderischen Artikels, itschuk, besezt man welcher das ganze Lotteriewesen zu schädigen versucht, die geschlossene Man geeigneten Schritte unternehmen. ingt; die Seiden bon Volants um en Spigen quellen * ** Der Obstbau in der Provinz Oberhessen. Die Provinz Oberhessen besaß im letzten Jahre an ertragsManteln hat die fähigem Dbfibaumbestand 477006 Apfel-, 129807 Birnen», on mantelähnlichen 592 977 Zwetschen- und Pflaumen, 59 186 Kirschen, fürzer, daher leid 2168 Aprikosen- und Pfirsich-, 282 eble Kastanien-, 7211 troeder Tapes cus Walnuß-, insgesamt 1238637 äume, die einen Ertrag im de. Diese unter Werte von 1276 974 kt. brachten. Die Zahl der ertragsschnittene Aermelofen Obstbäume beläuft sich auf 331 226. Das ganze en Kragen bede Großherzogtum weift 3616 671 ertragsfähige und 889 263 iger für die Fahrt michtertragsfähige Obstbäume auf. Die im leßte Jahren erzielte Produktion repräsentiert einen Wert von 4852 172 Mt. ** Wie wir vernehmen, fonkurriert die Gießener Rudergesellschaft in der großen internationalen Regatta in Frankfurt am 25. und 26. Juni um den Preis von Sachsenhausen. Wetter am Brun e noch immer halb trachten. Elegante Der weißen Farbe Seide gefütterte wird ein solcher belegt. Eine der mmt mejentlid fr e Frau, die in d n. Sie wird von P Der Alkohol. Ein bei einem Gießener Landwirt beschäftigter Diensttnecht fuhr in angetrunkenem Zustande ein Faß Jauche auf das Feld. Er fuhr hierbei so unge. schickt, daß der Wagen umfiel und er unter das Faß zu oder Umhänge Ge liegen fam. Es gelang in der Nähe arbeitenden Leuten, ein Lodentuch, das den Gestürzten aus seiner unangenehmen Lage zu befreien. opflöchern versehen werden kann. Als e, das einen gan r Mitte ein große den Kopf zieht. Zu perten Hülle gehört das Cape gebunden Betr.: Beseßung einer Schußmannstelle. Bekanntmachung. Am 1. August 1. J. ist bei der unterzeichneten Behörde ? Schotten, 13. Juni. Die General- Musterung für den Kreis Schotten findet Samstag, den 24. und Montag, den 26 Juni im Rathaussaale dahier statt. K Frankfurt, a. M.( Heu und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.70-0.00 Rt. Stroh, 0.00-000 1. Alles per 50 kilo. Tendenz: in Heu flau, in Stroh feft. ▲ Mainz, 12. Juni. Der Hessische Landes= lehrerverein tagt gegenwärtig in Mainz. Der Landeslehrerverein zählt 108 Bezirksvereine mit nahezu 3000 Mitgliedern. Der Rechnungsablage für 1904 sei entnommen, daß die Einnahmen 13242,75 Mt. die Ausgaben 9865,76 Mt. betrugen. § Oberlemp, 13. Juni. Jagdglück. Vom 16. Mai bis 2. Juni wurden in unserer Gemeindejagd 12 fapitale Rehböcke erlegt. ?? Heiligenstadt, 12. Juni. Ueber die Hygiene als schädigender Faktor im wirtschaftlichen Leben wußte ein Mitglied unseres Stadtverordneten- Kollegiums eine Jereminade anzustimmen. Es sang gelegentlich der Bewilligung eines so notwendigen Sprengwagens: Vom Staube hole sich niemand den Tod, und wenn wirklich mal einer stürbe, so solle man den Mitmenschen doch den Verdienst gönnen. Wenn das mit der Hygiene fo fort gehe, wovon sollten denn die jungen Herzte leben? Man wolle hier auch noch einen Kehrwagen und einen Leichenwagen anschaffen, Straßen bauen Erfolg große Heiterfeit, der Sprengwagen wird doch usw. Wo sollten denn alle die Gelder hierzu herkommen? angeschafft! - Gießener lambwirtsaftlicher Wetterdienst. Berausfitlige Bitterung in Seffen für Donnerstag, den 15 Juni. Zeitweilig wolfig, ein wenig fühler, besonders nachts. ( Räheres durch die Gießener Wetterkarte.) Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenta: Ibin Klein, für den übrigen Jabalt: Georg Horn, beld in Gishes. 1 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es fönnen eingestellt werden: 1 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schmid, 2 Schlosser, 1 Möbelschreiner, 5 Lackierer( auswärts), 8 Schreiner, 1 Schuhmacher, 1 Schneider, Erdarbeiter, 2 Installateure, Glaser, einige jüngere Arbeiter, 1 Verkäuferin, Dienstmäden, Laufmädchen der Lauffrauen, 1 Rutscher, 1 Krantenwärter. Es suchen Arbeit: 1 Gärtner, 1 Feld- oder Gartenarbeiterin, 1 Schreiner, 1 Eisendreher, 1 Wäscheris, 1 Installateur, 1 Fabritarbeiterin, 1 Köchin. Goldene Medaille Bruchleidenden Paris 1896 empfehle meine beliebten, Tag und Nacht tragbaren eine Schußmannstelle mit einem Anfangsgehalt von 1320 t., Gürtelbbruchbänder ohne Federn Sei Regen über den steigend jährlich um 30 Mt., bis zum Höchstgehalt von 1800 Rt. Das nennt fidh Rohen. beseßen. 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