Für die Belohnung. regnen. Eine Be Anstrengung auf Selbstverständliches alisierend, das ist, efte Aufforderung nn bon der Umge Selbstüberwindung gt und ihre Größe Anstrengung des Die die Strafe, ein deren eine ver nicht entralen cet. ingen, was bei ridj. ist denselben wäh ort im Freien zu Iler Blaz in einem vorausgesetzt, daß t. Ein Umpflanzen hieht nur, wenn die in März oder April, ste Erde ist ein Teil etwas Wiesenlehn Tagen werden die enwasser überspri en jedes Ihr sehr bedient man fid Fife, die, aufgefod Berwendung kommi 9 Liter Wasser auf sie in das Seifen emselben durchzogen chern zu breiten und rneuter Anfeuchtung er Richtung zu strei ; wenn die Bänder ch, die Unterlage zu Jendes, so spült man m Wasser, breitet es streicht es in gleicher bis es sich faum noch ffe eine Appretur zu ein Bestreichen der und ein sorgfältiges tut man gut, tlas appretiert ma iTeilen von fer rch ein feine Ludh leichmäßig dit be sill man das durch der glänzend machen, uni in 2 liter Waffer Gramm Flohjamen und bestreicht, sobald gebener Art gebügelt Nr. 62. Sufertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz OberBeffen, die Kreise Wehlar amb Marburg 10 Bfg. fenft 15 Pfg. Reklamen bie Petitzeile 30 resp. 40 fg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanfchluk Nr. 362. Dienstag, den 14. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementpreis: abgeholt monatlich 50- Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Conttobeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Ungarische Zollpolitik. Der österreichisch- ungarische Botschafter am Berliner Hof, Graf Szögyenni, hat sich nach Budapest begeben, nicht in diplomatischer, sondern in selbstgegebener politischer Mission. Gu will auf seine Freunde in der Heimat belehrend einwirken, daß sie von dem Versuch Abstand nehmen, dem Handelsvertrag Schwierigkeiten zu bereiten, der zwischen Deutschland und Desterreich- Ungarn vereinbart worden. Er will den Magyaren sagen, was sie nicht zu wissen scheinen, daß die maßgebenden Faktoren und Parteien Deutschlands dem deutsch- österreichischen Vertrag, wenn er durch ungarisches Verschulden zum Scheitern kommen sollte, keine Träne nachweinen würden. Er will sie darauf aufmerksam machen, daß man bei den deutschen Landwirten lebhaftes Vergnügen empfinden würde, wenn die nach den Wünschen der Ungarn bereinbarte Vichseachenkonvention nicht in Kraft träte, vielmehr der Landwirtschaft in Deutschland die Möglichkeit gegeben würde, sich gegen die Konkurrenz des ungarischen Vichexports durch eine Viehsperre gründlich und für immer zu schüßen. Er will ihnen endlich flar machen, daß es viel leichter sei, eine Handelsvertrags- Vereinbarung zu nichte zu machen, als sie herbeizuführen, und daß die Begleichung der Kostenrechnung immer dem zufäme, der den Schaden angerichtet. Ob Graf Szöghenyi Erfolg haben wird, bleibt abzuDarten. Die politischen Wirren, in denen sich Ungarn befindet, unterstützen sein ternehmen insofern, als ein Polifiber, der Verantwortlichkeitsbewußtsein hat, ohne äußerste Not nicht auf sich nehmen wird, die vorhandene Mishelligfeit, die sich auf die Ordnung der Staatsverfassung bezieht, burch Heraufbeschwörung wirtschaftlicher Gegensätze und hümpfe noch zu komplizieren. In der Tat hat selbst Franz Kossuth angefangen, eine Art Einsehen zu zeigen. Er scheint erkannt zu haben, daß fei ne staatsrechtlichen Theorien, die eine Losreißung der Jen? Am Morgen, ungarischen Armee aus dem Verband der Gesamtmonarchie ſtlich entwickelt eine bezwecken, zunächst wenigstens teine Aussicht auf Verwirkit und ist deshalb lichung haben. Er will sich deshalb bescheiden und als guter welche während des Kaufmann den Schmerz seiner magyarischen Resignation sich n, zu neutralisieren. durch wirtschaftliche Zugeständnisse lindern lassen. Er hat ehen; vergißt man sie sich ausgedacht, daß zwischen Desterreich und Ungarn ein wöhnlich in der Nacht Zollvertrag abgeschlossen werden soll, der nur für eine kleine re Uhr zur Verfügung Arzahl Industrieartikel Schutzölle feststellt, im übrigen die Zeit. Zieht man aber, namentlich für die ungarischen Rohprodukte, Zollfreiallenfalls mitten im het weiter bestehen läßt. Dem Einwand, daß die Meistdie richtige Zeit ermit begünstigungsklausel, die in den Vertragstarifen enthalten it der dritte Grund zu ſein pflegt, einer solchen Ordnung hinderlich sei, begegnet berreizten und müden Franz Kossuth mit dem Hinweis darauf, daß die österreichiſchht wird. Am Morgen ungarische Personalunion den fremden Mächten die Notiertes kommt bei man wendigkeit einer besonderen Berücksichtigung der internen ch des Morgens regel mitſchaftlichen Beziehungen Desterreich- Ünorens eingängig berlegt. machen werde. Das ist freilich unsinnig, denn feinen dritten Staat geht an, was Desterreich und Ungarn miteinander borlaben. Wenn diese beiden sich gegenseitig als gesonderte Wirtschaftsgebiete betrachten und behandeln, jo fehlt für den dritten jede Veranlassung zu einer anderen Betrachtungsreise. Über Desterreich- Ungarn oder, wenn die Beteiligten lieber wollen, Lesterreich und Ungarn sind souverän und niffion einzufi förmen Handelsverträge ganz ne Meistbegünstigungsfreisärztliches flausel oder mit beschränkter Meistbegünstigung abschließen - wofern sie Kontrahenten unter jolcher Bedingung finden. Das ist nun freilich in hohem Maße fraglich, namentlich jetzt, ger an Gebrechen lada rund um Desterreich- Ungarn ein Nez von Handelsverfind, z. B. Lavi trägen ausgespannt ist, das Desterreich- Ungarn wirtschaftlich L ftesschwäche usw., and beglaubigte 3e ifters, Geistlichen, orhandensein vo rklärung bon mind n zu erhärten. böllig isolieren würde. Franz Kossuth wird sich roch weiter von seinem Brinip" abdrängen lassen müssen, das zurzeit einmal undurchführbar ist. Es ist ganz anerkennenswert von ihm, daß mit seiner Duldung Vernunft wieder zu sprechen angefangem hat, und deshalb ist es der Hoffnung wohl auch gestattet, wieder zu glühen. Graf Szögyenyi wird es jedenfinkchen zur Flamme anzublasen. Uns soll es recht sein csönlich teilzunehmen, falls an Bemühungen nicht fehlen lassen, das Hoffnungshen Bürgermeistere aber wir können es abwarten. Gemeinde geftellu Der W gen auf Grund der i mmrollen zu faz- Geschäft findet Der Krieg in Oftalien. Trotz der großen Anstrengungen, die die Japaner machen, um ihren Sieg am Hunho zu einer Katastrophe für das russische Heer zu machen, scheint es, als ob Kuropatkins Früchte des Sieges entreißen wird, indem die Hauptmacht des Gasthaus„ Zum Rap benährte Rückzugsstrategie ihnen auch diesmal die schönsten , im Rathaus zu sischen Heeres das rettende Tieling erreicht. Von dort pril, in der Restaurd nach Petersburg telegraphiert: annschaften der Reticling. Die Japaner rücken nördlich von Mukden in зы Hanzenftraße 18, zu Gi zweiten Aufgebot tlich ihrer häusliche gen Referbiften und tt. Die russischen Truppen nähern sich den Stellungen bei Abteilungen langsam vor. Daß Kuropatkin eine Zeitlang tatsächlich in Gefahr ge= besen ist, umzingelt zu werden, wird jezt auch von russischer Seite zugegeben. Meldungen aus englischer Quelle wollen sogar wissen, daß Lieling auch schon von den Truppen Das Entkommen des russischen Gros iten Aufgebots, sowie die Oyamas stark bedroht oder gar umzingelt sei. her Verhältniffe eine ist dadurch ermöglicht worden, daß Kuropatkin jelber bei Falle einer Einberufung auben, an den bezel erfcheinen und ihre Ge Mukden mit einein Teile seiner Streitmacht auf das energischste stand gehalten hat und es damit dem Gros der Armee ermöglichte, sich vom Schaho loszulösen. Er benutzte dabei die Hügel im Norden des Flusses als eine schüßende Wand, hinter der der Rückzug begonnen werden konnte. Dieser begann in der Nacht des 10. März und wurde ohne Unterbrechung Tag und Nacht bis zum 12. fortgesetzt. Es hat dabei nicht an kritischen Momenten gefehlt. Als die Trains der verschiedenen russischen Korps auf der Mandarinenstraße zurückgingen, fielen plötzlich die Granaten der japanischen Artillerie, der es gelungen, von Süden her durch die Linien der dort kämpfenden russischen Truppenteile heranzukommen, auf sie. Dadurch brach eine Panik aus, die geradezu verhängnisvoll zu werden drohte, weil gerade in diesem Zeitraum ein furchtbarer Wirbelſturm ganze Wolken von Staub daherjagte, so daß man kaum die Hand vor Augen sehen konnte. Indessen, naturgemäß litten unter diesem Naturereignis die Japaner in gleicher Weise, und nach zwei bangen Stunden war die Ordnung einigermaßen wiederhergestellt, und die von den Trainkolonnen zurückgedrängten Truppen vermochten sich zu sammeln und die höchst notwendige Deckung herzustellen. Es wird jetzt darauf ankommen, wieweit es Kuropatkin gelingt, genügend Truppen bei Zieling zusammenzuziehen, um den zurückflutenden russischen Heeresteilen Aufnahme gewähren und den zum Angriff heranrückenden Japanern standhalten zu können. Man erwartet eine neue Schlacht bei Tieling, die erst die eigentliche Entscheidung bringen würde. Darauf zielen zurzeit die japanischen Operationen hin. Die Hoffnungen der japanischen Kriegsleitung spiegeln sich in folgendem Telegramm aus Tokio wieder: Die Verfolgung der russischen Heere wird fortgesetzt. Man vermutet, daß ein neuer Kampf in der Nähe von Tieling statthaben wird, wo die Russen den raschen Vormarsch der Japaner aufzuhalten versuchen werden. Die Japaner stehen schon bei Tieling. Die Russen sind augenscheinlich ermüdet und in Unordnung; auch sollen sie wenig Lebensmittel und wenig Munition haben. Während die Spiten der japanischen Heeressäulen mit aller Wucht vorstoßen, finden fortgesezt Einzelfämpfe mit den versprengten russischen Armeeteilen statt. Sogar bei Mukden wird noch gekämpft, während nördlich vom Hunho die dort retirierenden Russen für ihre Rettung das Aeußerste leisten. Ganze Massen von Russen sind nach einem Berichte Ohamas besonders beim Uebergang über den Buho nach einem schweren Kampfe, der zum Handgemenge ausartete, umzingelt, so daß ihnen schließlich nichts übrig blieb, als sich zu ergeben. Die Opfer der Kämpfe gestalten sich immer schrecklicher. Ueber 25 000 tote Russen liegen auf dem weit ausgedehnten Schlachtfelde. Besonders groß ist die Zahl der Gefangenen, die in japanische Hände fielen. Sie wird auf 100 000 angegeben. Man rechnet jett einen Gesamtverlust auf russischer Seite von nahezu 300 000 Mann heraus. In den russischen Lazaretten, die den Japanern in die Hände gefallen sind, sollen mehrere hundert verwundete Japaner ihre Befreiung aus der Kriegsgefangenschaft gefunden haben. Eine Depesche aus dem japanischen Hauptquartier berichtet über die Beute: Die Russen ließen in dem Gebiete, beginnend 13 MeiIen von Kaolitun entfernt bis südlich von Clinolikuku und westlich der Eisenbahn bis auf eine Entfernung von 16 Meilen nördlich von Mukden, zahllose Wagen mit Mundvorräten und Munition im Stich. Wir hatten Teine Zeit, die Mengen festzustellen. Die Fahne des Wilnaregiments wurde erbeutet, ebenso in Sinminting viele weitere Vorräte, welche für die Russen bestimmt waren. Ob ein Teil dieser Wagen, wie behauptet wird, die russische Kriegskasse enthält, wird sich bald zeigen. Je mehr sich die Zusammenstöße dicht an der chinesischen Grenze häufen, desto ernstlicher droht eine Einbeziehung Chinas in die Kriegswirren. Die Russen kennen bereits keinerlei Schonung mehr. Sie haben den chinesischen Generalgouverneur von Mukden mit sich fortgeschleppt, da er ihnen im Verdacht stand, daß er ins geheim den Japanern Vorschub leiste. Auch die Japaner nehmen die chinesische Verwaltung ohne weiteres für sich in Anspruch. Sie haben die Einstellung des Dienstes auf der Bahn Inkou- inmintin durchgesetzt, die für die Beförderung der Munition und der Vorräte für die japanischen Truppen in Beschlag genommen ist. Von russischer Seite ist bereits eine diplomatische Aktion in Pefing eingeleitet, die sich auf die Beschuldigung stützt, daß reguläre Truppen des chinesischen Generals Ma mit den Tschuntschusenbanden in den entscheidungsvollen Kämpfen bei Sinmingting gegen die Russen gekämpft hätten. Was tut Rußland? Das ist jetzt die allgemeine Frage, und die Meldungen von einem nahe bevorstehenden Friedensschluß erscheinen angesichts der Meldungen aus Petersburg allzu optimistisch. Dort hat die Kriegspartei noch immer das Heft in der Hand, und es ist allen Ernstes von der Entsendung einer neuen großen Armee die Rede. Diese soll aber nicht Kuropatkin hingegeben werden. Der unglückliche Feldherr wird, wenn die Meldungen richtig stehen, abberufen und ein Großfürſt wird seinen Bosten übernehmen. Die Politik. Am 30. März, fo wird aus London berichtet, wird Kaiser Wilhelm in Gibraltar sein, won ein zweites englisches Geschwader sich mit atlantischen vereinigen wird. Zum Empfang des Kaisers werden großartige Vorbereitungen getroffen. On bäuerlichen Kreisen wird lebhaft gegen die Jagdgesegnovelle agitiert, die augenblicklich dem breußischen Ab geordnetenhaus vorliegt. Von jener Seite verlangt man daß die Jagdgenossen den Jagdvorsteher wählen und auf Verpachtung und Bildung der Jagdbezirke Einfluß haben sollen. Sie wollen auch die Befugnis, den Zuschlag zit erteilen, dem gewählten Jagdvorsteher zugewiesen wissen. Die Entschädigung deutscher Ansiedler auf Samoa ist trop der Geringfügigkeit der in Betracht kommenden Forde rungen ins Stocken geraten. Es handelt sich um die Grundeigentumsbeschädigungen, die bei den jüngsten Unruhen durch die Truppen verursacht worden sind und von deutscher Seite auf 65 000 Dollars angegeben werden. Die Engländer und Amerikaner wollen nur 25 000 Dollars anerkennen. Von England aus werden immer wieder Nachrichten verbreitet, die glauben machen wollest, daß Deutschland geheime Absichten in Ostasien, wenn auch nicht für sich allein, verfolge. Die neueste derartige Meldung weiß von einem Gerücht zu erzählen, wonach Deutschland mit Frankreich und Rußland ein geheimes Abkommen getroffen habe. daß sich auf die Provinzen Schwantung, Kwangsi, Mandschurei und Mongolei beziehe; auch habe bereits ein Meinungsaustausch mit dem chinesischen Auswärtigen Amt stattgefunden. Die ganze Meldung ist frei erfunden. Eine geheime Abmachung irgend welcher Art zwischen den genannien Mächten besteht nicht. Balkan- Staaten. * Die bulgarische Regierung stellt die Vegünstigung der Bandenbildung entschieden in Abrede, doch gibt man zu, daß bei der großen Ausdehnung der Grenze, bei den zahlreichen Gebirgspässen der Uebergang einzelner Banden wenigstens nicht unbedingt ausgeschlossen sei. Jedenfalls würden die in Sofia sich aufhaltenden Führer der mazedonischen Bewegung, Tsontschew, Sarafow usw., aufmerksam beobachtet. Freilich ist mit der Beobachtung noch nichts für die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung geschehen. Türkei. In Konstantinopel sind Verschwörungsgerüchte im Um. Iauf. Man spricht davon, daß ein Kammerherr, zwei Ad. jutanten des Sultans, ein Divisions- und ein Brigadegeneral verschwunden sind. Sie sind nicht beseitigt worden. sondern entflohen. Im Yildiz Kiosk ist man deswegen in lebhafter Erregung. Amerika. Wieder einmal ist die Republik Venezuela in Gefahr. Der venezolanische Konsul in Philadelphia selbst macht das der Welt bekannt. Er will durch seine Geheimpolizei von furchtbaren Vorbereitungen zu einem Aufstand gegen den Präsidenten Castro erfahren haben. Binnen kurzem solle mus Philadelphia ein Dampfer mit Waffen und Schießbedarf, ausreichend für mehr als tausend Mann und einen langen Feldzug, nach Venezuela abgehen, mit Geschützen und Vorräten an Bord, die den Dampfer in ein schwerbewaffnetes Kanonenboot umzuwandeln geeignet seien. Das benezolanische Kanonenboot Restauraour" solle unverzüglich zur Repuratur auf die Werft von Crany gegeben werden, imm dann vem geheimnisvollen Dampfer folgen und feine Durchsuchung in den venezolanischen Gewassern erzwingen zu können, falls dessen Abfahrt nicht ourch die Regierung der Union gehindert werde. Es überlauft einen ordentlich falt, wenn man das liest. Man braucht aber nicht zu erschrecken. Solche Geschichten gehören zum venezolanischen Hausbedarf. Ruffifches Getangenenleben in Japan. Die japanischen Zeitungen haben mehrfach Gelegenheit genommen, über Ausschreitungen und Fluchtversuche russischer Gefangener zu flagen. Sie verlangen, daß die zu große Milde, die den Gefangenen gegenüber walte, einer strengen Disziplin weiche, wenn diese ihre Lage vergessen. Gefangene seien Gefangene und keine eingeladenen Gäste. Es könne nur den Spott der Welt herausfordern, wenn man sich bemühe, gegen die Russen, die in das Land als Gefangene gebracht sind, freundlich und verbindlich zu sein, wie das die Beamten und die Bevölkerung der Provinzen offenbar vielfach seien. Es genüge völlig, daß sie nicht miẞhandelt werden. Tatsache ist, daß die Russen im Lande überall eine ebenso freundliche Aufnahme gefunden haben, wie sie ihrerseits da, wo sie ausnahmsweise mit der Bevölkerung in Berührung kommen, sich freundlich zeigen. In Nagoya, wo die höheren Offiziere der Armee und Marine untergebracht sind, spielen die Burschendienste verrichtenden cis- und transuralischen Riesen mit den Kindern der kleinen Japaner, als wenn es ihre eigenen Kinder wären. Sie nehmen sie auf Arm, Rücken und Schulter, streichen ihnen das glatte Haar noch glatter, spiele: Haschen" mit ihnen, schenken ihnen Kupfermünzen und tun, als wenn sie zu Hause wären. In Osaka liegen 23 000 russische Gefangene von Port Arthur," so schreiben die Zeitungen. Und das ist richtig bis auf die Ortsangabe, die genauer bei Osaka" lauten würde. Man hat nämlich von Osaka einige Stationen zu fahren, bis mat nach Tengatschaia kommt; dort sind 15 000 Mann nebst Offizieren in einem großen Barackenlager untergebracht, an dessen Vollendung noch gearbeitet wird. Die Baracken stehen in Reihen parallel nebeneinander und sind durch gedeckte Gänge verbunden. Um das ganze Lager zieht sich ein hoher Pallisadenzaun. Im Innern stehen zahlreiche Posten mit geladenem Gewehr, draußen Schußleute. Von Tengatschaia führt die Bahn zunächst zu dem Badeort Sakai und dann, zwei Stationen weiter, nach Hamadera, wo an Baracken gearbeite: wird, die 8000 Gefangenen aber vorläufig in 500 Belten untergebracht sind. Jedes Zelt, in dessen Mitte ein großer Tisch steht, beherbergt 16 Gefangene. Diese gewähren ein höchst interessantes Bild. Die meisten sind groß und fräftig, vieie bärtig, es gibt aber auch kleine schmächtige Gestalten mii bartlosen Gesichtern. Das Kopfhaar geht durch die ganze Farbenskala von hellblond bis schwarz, und ebenso bunt ist die Kopfbedeckung und der Anzug. Marine-, Infanterie- und Kosakenmüßen und Kleidungsstücke treffen sogar an ein und demselben Körper zusammen. Hier ein Mariner mit Kosakenüße und dort ein Infanterist mit Marinemüße. Die Müßen haben jedenfalls manchen Zivil- und Kriegssturm durchgemacht, und jeder ist froh gewesen, daß er noch mit einer Kopfbedeckung hat reisen können. Die Röcke find längst erhaben über jeden Althändler, und die Hosen schreien nach Ablösung. Bei alledem sind die Mannschaften in vorzüglicher Stimmung. Des Krieges satt und müde, leben sie jetzt in mildem Klima bei guter Kost und gut gefülltem Geldbeutel. Dank ihrer im allgemeinen kräftigen Natur haben sie sich rasch erholt und sehen gesund und frisch aus. Die einen ergößen sich im Freien am Spiel mit kleinen Kegeln und Kugeln, die durchaus nicht regelmäßig und kunstvoll gedrechselt sind. Die Kegel widersprechen den stereometrischen Anforderungen sogar ganz und könnten eher rechtwinklige Bauhölzer genannt werden. Aber nitschewo“,„ das macht nichts"; es geht auch so. Andere werfen mit kleinen Sandjacken in einen Kreis, ähnlich wie unsere deutschen Kinder mit Bohnen und Steinen spielen. Wieder andere spielen Karte oder werfen Kupfermünzen in die Höhe mit dem Ruf „ Bild oder Schrift", und wer verliert, der ruft nitschewo!" Alles ist glücklich wie die Kinder. Als die Kolonie eben eröffnet war, benutzten japanische Kleinhändler die GeIegenheit, um sich zu bereichern. Sie brachten den in Port Arthur an Entbehrungen und hohe Preise gewöhnten Truppen unter anderm Orangen und Zigaretten. Für drei Orangen, die in Japan durchschnittlich 3 Sen kosten, nahmen sie 60 Sen und für 10 Zigaretten, die mit 6 Sen verkauft werden, 1 Yen( oder 2 Mark). Sobald jedoch die Militärverwaltung davon Kenntnis erhielt, wurde den Händlern der Zutritt verboten und eine Kantine eingerichtet, in der die notwendigen Genußmittel nun für den gewöhn lichen Preis oder gar noch billiger verkauft werden. Man kann also hier mit gutem Grunde sagen: Ein fideles Gefängnis! Wer acht Monate mit Repetiergewehren, Handgranaten, Feld- und Belagerungsartillerie behandelt ist, der freut sich, wenn er nach überstandenen Leiden die Nachfur unter dem klaren Winterhimmel Japans durchmachen kann. Schon bei der Durchfahrt durch Djaka schwenkten die Gefangenen in den Wagen freudig die Müzen und riefen Hurra, besonders wenn sie einen Ausländer fahen. Die inneren ruffifchen Wirren. Petersburg, 13. März. Die Nihilisten, die soeben durch die unbeabsichtigte Bombenerplosion im Hotel garni Bristol unfreiwillig die Aufmerksamkeit auf sich gelenkt haben, sind anderweitig mit bewußter Absicht recht auffällig tätig. Ihre Proklamationen überschwemmen förmlich das Land. Sie verbreiten jetzt, daß sie einen allgemeinen bewaffneten Volksaufstand hervorrufen wollen. Eines ihrer wirksamsten Agitationsmittel ist der Hinweis auf den opferreichen Krieg, dem die Teilnahme des Volkes in keiner Art zugewandt werden kann und dem man, nicht mit Unrecht, eine Verschärfung der wirtschaftlichen Krise zuschreibt. Sehr geschickt wird auch die vorhandene Not verwertet, die von Hungersnot nicht weit entfernt ist, und die Furcht vor Cholera und Pest. In einem besonderen Kongreß, der natürlich nicht öffentlich beraten wird, wollen die Nihilisten neue Kampfmethoden festsetzen. Sie wollen eine Richtschnur schaffen über den Umgang mit Militär, über den Umgang mit Volksmassen, über den Umgang mit loyalen Bürgern. Auch eine Vereinigung mit den nationalen( armenischen, polnischen, finnländischen) Revolutionsparteien ist im Werke. Was die Agitation der Nihilisten unter den Bauern wesentlich unterstüßt und fördert, ist die rücksichtslose Strenge, mit der die Steuereintreibung auf dem flachen Land gehandhabt wird. In zahlreichen Dörfern des Ssaratowschen Gouvernements ist neuerdings die bewegliche Habe der Gesindewirte zur Versteigerung gebracht worden. Beim öffentlichen Aufgebot bestimmt der„ Kulak", der Dorfwucherer, den Preis, denn er allein im ganzen Dorf hat Bargeld. Er muß schon gut aufgelegt sein oder allzugroße Furcht haben, wenn er für ein Pferd, das einen Wert von 50 Rubel hat, 15 Rubel, für eine Kuh, deren Marktpreis 30 Rubel ist, 10 Stubel geben soll, wobei er noch die Hühner durch die Freundlichkeit des Auktionators als Zugabe erhält. Natürlich sind die Dorfwucherer nicht gerade beliebt. Es ist nicht allzufelten, daß ihre Speicher und Scheunen in Feuer aufgehen. Wenn es um der Steuern willen zu solchen Erscheinungen kommt, so ist den revolutionären Elementen der Weg schon geebnet. Ein anderer Grund für die Verbreitung revolutionärer Gesinnung ist die polizeiliche Aufstachelung des Mob gegen die Studenten und gebildeten Stände. Diese haben in Charkow bereits die Erlaubnis zum Waffentragen nachgesucht, damit sie sich selbst den Schutz verschaffen können, den die Behörden ihnen nicht gewähren. Man wird ihnen die Erlaubnis verweigern, sie werden gleichwohl tun, was ihnen versagt wird, und den Revolutionären werden neue Rekruten zugeführt sein. Auf den Polizeimeister Hoffenberg in Minsk ist in der vergangenen Nacht ein mißglücktes Revolverattentat gemacht worden. Diese Art von Vorkommnissen ist ohne allgemeine Bedeutung. Gewöhnlich handelt es sich um eine Privatrache. * Lokales. 14. März 1905. ** Lotterie.( Privat- Telegramm.) Bei der heutige Glenwerte mit b Rogtrag" fagen folgendes: Nach Ferti Ziehung der hessisch- thüringischen Staatslotterie wurde die für die Butunft Brämie mit 300 000 Mt. auf Nr. 75068 gezogen, 25 000 eingetreten. Die auf Nr. 85 190, 10 000 t. auf Nr. 39 306, 5000 und der Eisenwo auf Nr. 75 537, 2000 auf Nr. 97 520 und 1000 Mur die Vereinig auf Nr. 65 022. Anregung ift tt Stadtheater Gießen. Morgen Mittwood, ittionären au den 15. März geht als legte Voltsvorstellung senwerte Lol Richard Voß Schauspiel Wehe den Besiegten" in Sjen ehörten, weld Das Werk ist dadurch besonders interessant, daß es di hatte. Beide noch nicht außer Verfolgung gesetzt. Man hat ihnen nur historische Persönlichkeit Napoleon I. auf die Bühne bringt und sind mi Die Schriftsteller Andrejew und Stitaleg sind in Moskau aus der Haft entlassen worden. Damit sind sie aber einstweilen nichts beweisen können, was nicht ausschließt, daß man sie doch verurteilt. Deutfcher Reichstag. ( 162. Sigung.) CB Berlin, 13. März. or Eintritt in die Tagesordnung machte der Präsident Mitteilung von dem Tode des in Kaufbeuern gewählten Zentrumsabgeordneten Linder. Das Hauts ehrte das Andenken des Verstorbenen in üblicher Weise, indem sich die Abgeordneten von ihren Plägen erhoben. Es wurde fodann die zweite Beratung des Etats für das Reichsamt des Innern fortgesetzt. Beim Kapitel Bundesamt für Heimatswesen" fündigte der Staatssekretär Graf Peſadowsky eine Revision der Armengesetzgebung des Reiches für die nächste Tagung an. Im übrigen wurde dieses ebenso wie das folgende Statistisches Amt" schnell erledigt. Mehr Zeit hingegen nahm das„ Reichsgesundheitsamt" in Anspruch. Hierzu lagen Resolutionen vor betreffend einheitliche Regelung der Beaufsichtigung des Verkehrs mit Nahrungs- und Genußmitteln, joie einheitliche Regelung des Geheimmittelwesens. Graf Vosadowsky nahm diesen Wünschen gegenüber, ohne allerdings eine bindende Zusage machen zu können, eine entgegenkommende Haltung ein. Außerdem bildeten namentlich noch die Notwendigkeit erhöhten Schubes für die Arbeiter in Blei- und Zinkhütten und die Verunreinigung der Flüsse Gegenstände der Erörterung. Nab und Fern. A Prinzessin Luise von Koburg empfing am Montag am letzten Mal den Besuch der mit der Untersuchung ihres Geisteszustandes betrauten Pariser Gerichtsärzte. Evren Bericht, der in etwa 14 Tagen veröffentlicht werden soll, wird zweifellos zugunsten der Prinzessin ausfallen. Ein rühmliches Beispiel eisernen Fleißes gibt ein jun ger Tischlergeselle aus Herzlate bei Meppen. War für andere die Feierstunde angebrochen, dann griff der junge Mann zu den Büchern, die er von einem Gymnasiasten erhielt, und unterrichtete sich selbst. Ohne Lehrer hat er sich in fünf Jahren solche Kenntnisse erworben, daß er jegt wagen will, sich am Gymnasium zum Abiturienteneramen zu melden. Mord und Selbstmord. In Plauen erschoß der Hauberkünstler" Böhning die früher bei ihm in Stellung befind liche Emma Dübel und hinterher sich selbst. Böhning, der berheiratet und Vater zweier großer Töchter ist, unterhielt früher heimlich ein Liebesverhältnis mit der Dübel, das diese plötzlich abbrach. Da sie sich hartnäckig weigerte, zu ihin zurückzukehren, griff Böhning zum Revolver. Eine Wendung in der Montignoso- Affäre scheint unmittelbar bevorzustehen. Nachdem das Mandat des Justiz, rats Dr. Körner zurückgezogen worden ist, waren die..bribaten Rechtsangelegenheiten des Königs Friedrich August nunmehr von offizieller Regierungsseite durch den Justizminster Dr. Otto weitergeführt werden. Nach zuverlässigen Nachrichten hat sich der Vertreter der Prinzessin, Rechtsanwalt Bebme, am Montag zu weiteren Verhandlungen nach Dresden begeben. Straßenunruhen in Brest. Zwischen Ausständigen, die in Brest lärmende Straßenfundgebungen veranstalteten, und Truppen kam es zu einem Zusammenstoße. Die Aus. ständigen warfen die Soldaten mit Steinen, wurden jedoch schließlich auseinander getrieben. Auf beiden Seiten gab es mehrere Verwundete. Aus dem Gerichtsfaal. § Eine Dame als Heiratsschwindlerin dürfte wohl zu den Seltenheiten zählen. In Dresden beschäftigte eine solche das Gericht. Die von ihrem Manne getrennt lebende, 25 Jahre alte Gastwirtschafttu, Walli Berta Halangf, Unter unterhielt mit einem Beamten intime Beziehungen. der Vorspiegelung, sie habe 30 000 Mark geerbt, wußte sie ihm das Cheversprechen abzunehmen und, obgleich sie gar nicht von ihrem Ehemanne geschieden war, sezte sie, um ihren Geliebten zu täuschen, den Hochzeitstag fest. Vorher aber prellte sie ihren Zufünftigen" um 265 Mark und suchte ihm ferner noch 100 Mark zu einer Reise nach Italien, die sie gesundheitshalber" unternehmen müsse, zu entlocken. Jetzt durchschaute der Beamte die Sapin. dlerin und überlieferte sie der Staatsanwaltschaft. wurde zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Sie § Die amerikanische Millionenschwindlerin Chadwid ist zu vierzehn Jahren Zuchthaus und 70 000 Dollars Geld. strafe verurteilt worden. Sie hatte mehrere amerikanische Banken dadurch betrogen, daß sie mit der gefälschten Unterschrift des Milliardärs Carnegie versehene Schuldverschrei bungen als Bürgschaft für riesige Finanzoperationen hin terlegte. Sie gab sich für cine natürliche Tochter Car 1.egies aus. § Wegen Raubmordes wurde der zwanzigjährige Ar beiter Gustav Pommerening vom Kösliner Schwurgericht 31 12 Jahren Zuchthaus verurteilt. Er hatte den Bäcker aefellen Röblit überfallen, ermordet und beraubt. Vermifchtes. [ Die Schiller- Wohltätigkeitsmarkt.] Das Ottakringer Lehrerhilfsfomitee hat die erste österreichische Wohltätigkeitsmarte als Briefverschluß versendet. Die Marke zeigt das Bild Schillers, in dessen Zeichen das Jahr 1905 steht. Die Aufschrift besagt, daß diese Marke zur Bekleidung und Beföstigung armer Schulfinder verwendet werden soll. Die Marke, deren Preis auf 5 Heller angelegt wurde, ist sehr geschmackvoll ausgeführt. Die Hauptrollen liegen in den Händen der Herrn Lüttjohann Giorgi, Linzen und der Fräulein Gartner. Darstellung wi auf dasselbe Lollar haben ( zum Benefiz des Herrn Lüttjohann) allgemein angesproche Ausbildung i und diese legte Voltsvorstellung dürfte zweifellos starke An für den Selb ziehungskraft ausüben. " großen Röhre Bedacht zu GH. Der gestern im Hotel Großherzog" abgehalten tereffe der S 5. Mitglieder- Abend der Ortsgruppe Gießen der Hochöfen au Vereinigung für hessische Bolkskunde beschäftigt sich mit einem der düstersten kulturgeschichtlichen Stapitel: mit dem Hexenglauben und den Herenprozessen. Herr Rentamtmann Schäfer führte uns als erster Redner mit seinem Vortrag Herenprozesse in der ehemaligen Landgrafschaft Hessen- Bingenheim - ebenfalls ein Lollar trage gießerei zue Dhne hi die Intereffen einander nahe entfernt- fid beibe Werte fid ber naturgemäß Revanlagen ng würde. Durd verfändige möglicht, die Als Ka Aftienfapital Buderus- Af Buzahlung bei ist herb beiden Gefell Intereffe fi erleichtern, d mit einer bar in die finstere Nacht des Mittelalters, die die Scheiter Haufet jener Unglücklichen mit unheimlich düster- roten Schein durch. flammen. Es ist tief erschütternd, daß jene Epoche, die uns den gewaltigen fulturellen Faktor der Buchdruckerkunst brachte und durch Sturz der alten Gefeße vom Himmelsmechanismus dem Menschen die Wege über das Weltmeer zu neuen Ge staden wies, durch diese fraßenhaften Züge des Aberglaubens und Fauatismus entstellt ist. Eine der schaurigften Richt stätten befand sich nach Ausführungen des Referenten in der ehemaligen Landgrafschaft Hessen- Bingenheim. Kurz nad Beendigung des 30jährigen Krieges brachen die fürchterlichen Prozesse unter Leitung Casparis eines im übrigen tüchtigen Verwaltungsbeamten und Juristen, in dessen Geist aber de Aberglaube seine giftigen Krallen gesenkt hatte im Jahre 1652 über die unglückliche Bevölkerung herein. Die Haupt werkzeuge waran der Amtmann Geiß von Lindheim und der Schultheiß Schaeffer von Bingenheim, die einer Unzahl von Opfern den Scheiterhaufen geschichtet und sogar Familennamen gänzlich ausgerodet haben, wie man aus dem von dem Redner angezogenen Beispiel entnehmen konnte. Als Prozeßverfahren wandte man die schreckliche Corolina an, die die Folter als Mittel zum Geständnis verordnete. Im Jahre 1652 bestiegen nur Erwachsene, hauptsächlich alte Frauen, die die Folterqualen nicht ertragen fonnten, den Scheiter haufen, im nächsten Jahre aber auch Kinder, da in Hessen Bingenheim ein großes Kindersterben ausgebrochen war. Wie feft der Herenglaube seine Gespinste über alle Welt ver strickt hatte, erhellt auch daraus, daß das Reichsgericht in Speyer die Verurteilung des wegen 8auberi angeklagt Seligmann bestätigte. Es gab Perioden, wo nichts, aber auch garnichts sich der finsteren Macht des Aberglauber Berge entzog, selbst Luther erbringt unzweifelhafte Beweise dafür, daß er sich ebenfalls nicht dem Banne entzogen. Und hente - ein halbes Jahrtausend später, am Fuße des aufgeklärten 20. Jahrhunderts? Zwar werden, Gott sei Dant, teine Heren mehr verbrannt, aber der Aberglaube schlingt uod immer sein üppiges Rantenwerk in das mächtige Sprossen und Treiben unseres neuzeitlichen Lebens. Dber welche der geschäßten Leserinnen hätte sich nicht schon einmal die Karte schlagen lassen? Mit gutem Humor führte Redner einige Fälle von Aberglauben an, die ihm auf seinen amtlichen Reisen begegnet sind. Interessant waren auch das Original des Protokolls über einen Herenprozeß sowie eine Kreide zeichnung des Bingenheimer Schlosses, die Herr Rent amtmann Schäfer der Versammlung vorlegte. Er erntete reichen Beifall fär seine Ausführungen. Als zweiter Referent sprach Herr Professor Dr. Wünsch über Herenglauben im Altertum. So sehr das deutsche Volt beschämend der Herenglaube auch dasteht, so liegen seine Blätter doch schon weit tiefer in der Geschichte. Alle Völker haben ihm gehuldigt und er stellt sich daher als Völkergedanke dar. Der Mensch hat von jeher versucht, die Dinge im Zusammenhang von Ursa und Birkung zu betrachten. In seinen primitiven Anfäng mußte er natürlich zu den seltsamsten Schlüssen gelange. Hinter jedem Ereignis, das schädigend auf ihn einwirte oder ihm rätselhaft blieb, standen Dämone oder Geister, die vertrieben oder angelockt werden mußten, je nachdem. Die Menschen, die sich mit dieser Geisterbeschwörung befaßten, waren die Zauberer, denen man besondere Kräfte zuschrieb. Diese Züge trifft man schon in borhistorischer Zeit und später spielen sie in die griechische Götter- und Heroinen welt hinein. Man dente nur an Medea und Circe. Eine große Rolle spielte dabei die Verwandlungsfähigkeit. Eine merkwürdige Tatsache, die sich überall wiederholt, ist die, daß je länger der Zauber- und Hexenglaube währt, desto mehr er sich auf das Weib überträgt. In Griechenland waren namentlich die Frauen Theffaliens als Heren bekannt. Liebes- und Sympathiezauber waren im Schwange, die atthische Komödie übermittelt uns davon eln reiches Material. Von den Griechen sprang der Hexenglaube auf die Römer über und man konnte deutlich aus den Darlegungen des Referenten ersehen, daß auch schon die Antife Hererei mit Todesstrafe belegte und dadurch erfahren die mittelalterlichen Herenprozesse eine gewisse Milderung. Auch Professor Dr. Wünsch' Vortrag wurde durch rückhaltlosen Beifall ge bührend gewürdigt. *** Aus dem Geschäftsbericht der Buderus schen Eisenwerte sind einige Mitteilungen von Interesse, welche den Zusammenschluß der Buderus'schen Bur Du unfer Aftien also um Mt. Dividendenber Die überschie Bezugsrechtes werden. Der der baren 8 Wir bemerke Lollar zum 1 Bujammenschl nicht beeinträ (?) Krof Breis von Folger und der 2 Bugrundele 1893 öffent 1. Zimmer Holz zu Holzwerk und Auffo Besimse, 2. Spengle Standrinn 11 hängerinn Abfallrohr " Bintabdec Supferabbe Supferbett Supfergeli 3. Dadide Schiefer Schnee Dachfe 4. Blik Stupferl Auffang Erdplat Kontroll 5. Anstre Delfarbe Dad Delfarbe Gaub Die An Wilhelmstra Bedingungen foffenpreis, Offerten mit 1. April d. termine einzur Buschlags Sießen Brophy. Bay fenwerte mit den Eisenwerken Lollar betreffen. In einem idgendes: 14. März 1905 achtrag" sagen die Herren Kaiser und Wittekind darüber mm.) Bei der heutiNach Fertigstellung des vorstehenden Berichts ist ein Staatslotterie wurde die Zukunft unseres Werkes bedeutungsvolles Ereignis Nr. 39 306, 5000 der Eisenwerke Lollar in Lollar haben sich inzwischen 068 gezogen, 25 000 getreten. Die Verwaltungsorgane unsers Unternehmens Gummersbach verpachtet worden. Die Uebernahme erfolgt am 1. April. Wißmar, 12. März. In vergangener Nacht brannte die Scheune des Landwirts Ludwig Fiedler hierfelbft ab. Die Entstehungsursache des Feuers, welches gegen 2 Uhr ausbrach, ist nicht ermittelt. K Allendorf a. d. Lda., 44. März. Heute feiern in per Pfd. 62-68 Pfg. per P. Schweinefleisch 60-72 Pfg. Schwetne fleisch gesalzen per Pfund 0.76 Big., Kalbfleisch per Bfd. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 Bfg., Kartoffeln pro 100 Kilo 6.00 b. 6 50 M., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mr. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzeit von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn ber Marttzett überhaupt nicht, und während der e.sten 97 520 und 1000 tie Vereinigung der beiden Werke ausgesprochen. Die Winnen die Eheleute Wißner daselbst das Fest der drei Stunden der Marktseit im Umbersieben fellaeboten werben. Anregung ist von beiden Gesellschaften nahe stehenden intereffant, daß es hatte. Beide Werke erzeugen dieselbe Qualität Roheisen Die Eisenwerke diamantenen Hochzeit. Der Jubilar zählt 84, die + Rodheim a. B. 12. März. In diesen Tagen wird Musterungsgeschäft abgehalten. Bum großen LeidVerantwortlich: für die Politik und den Inseratentell Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Bieken. Das Zahnen Morgen Mittwotionären ausgegangen. Wir erinnern daran, daß die Jubilarin 87 Jahre. Beide sind noch wohlauf. Boltsvorstellungenwerke Lollar bis zum Jahre 1895 zu unserer Firma en Besiegten" in Shorten, welche ihren Siz bis zu jener Zeit auch in Lollar hierselbst für die neun Gemeinden des Bezirks Rodheim das auf die Bühne bring sind mit diesem, sowie mit den Schlackenmaterialien wesen unserer Schuljugend gibt es dadurch für sie keine artner. Darstellung wollar haben insbesondere ihren Gießereibetrieb immer mehr der ersten Aufführungurch Herstellung von Besonderheiten, namentlich durch die halten. Allein die regelmäßige Räumung derselben, sowie fte zweifellos starte für den Selbstverbrauch an Roheisen durch Errichtung einer gewesen sein, daß die Behörde für die Folge den Benderschen allgemein angesprodeusbildung ihrer Radiatorenfabrit entwickelt, während wir der Ausfall des Unterrichts mögen wohl die Veranlassung Unpäßlichfeiten und von Abmagerung begleitet, daß die großen Röhrengießerei sorgten. Die Notwendigkeit, im Inschulfreien Tage mehr. Bisher wurde nämlich die Musterung in den anstoßenden Schulsälen der 1. und 2. Klasse abgeSaal als Musterungslokal bestimmt hat. K Marburg. Die hiesige Universität verlieh jezt zum mit nachfolgender Abmagerung. Das Zahnen der Kinder ist so oft von allerlei das Herannahen befürchten. Diese Sorgen fönnen sich die Eltern jedoch ersparen, wenn sie den kleinen Scotts Emulsion geben, die ein Broßherzog" abgehalte tereffe der Aufrechterhaltung des normalen Betriebes der ruppe Gießen Sochöfen auf eine noch weitere Verarbeitung von Roheisen ersten Male einer Frau den Doktorhut. Es ist die ganz vorzügliches Mittel ist, alle Zahnbeschwerden zu urgeschichtlichen Kapi ebenfalls eine Radiatorenfabrik anzulegen. Die Eisenwerke Fakultät rite erwarb. Sie verfaßte eine Dissertation über gebliebenen Kindern vorwärts zu helfen. Scotts Emulolkskunde beschäft Bedacht zu nehmen, hatte uns zu dem Entschlusse geführt, Japanerin Tada Urata, die ihn sich bei der medizinischen verhüten und gleichzeitig allen in der Entwicklung zurücken Herenproze 2ollar tragen sich ihrerseits mit dem Plane, eine Röhrenuns als erster Redz gießerei zu errichten. igen Landgraf enheim Ohne hier auf alle die Punkte einzugehen, in welchen die Interessen der beiden Gesellschaften, die auch örtlich einamber nahe liegen- Wetzlar ist von Lollar etwa 20 km entfernt sich berühren, muß hervorgehoben werden, daß " Experimentelle Untersuchungen über den Wert des sog. Crede'ichen Pfropfens." K Vilbel, 13. März. Die Megger Strauß und Goldberg wurden wegen Fluchtverdachts verhaftet. Beide find in eine Fleischschmuggelaffäre verwickelt. die die Scheiterbe beibe Werke sich fortgesezt in Wettbewerb gegenüberstanden, habten Bürgermeisterwahl wurde der Landwirt ifter roten Schein du Daß jene Epoche, die der maturgemäß nach Vollendung der beiderseits vorgesehenen Neuanlagen noch eine schärfere Form angenommen haben § Vaitshain, 13. März. Bei der Samstag stattgeH. Her chenröder mit 13 gegen 12 Stimmen gewählt. als Gegenkandidat war der Landwirt Paul Völsing Buchdruderfunft brürde. Durch den beabsichtigten Busammenschluß wird eine aufgestellt. om Himmelsmechanism Weltmeer zu neuen Büge des Aberglaube verständige Arbeitsteilung zwischen den beiden Werken ermöglicht, die dem ganzen sicherlich zum Segen gereichen wird. Als Kaufpreis soll den Aktionären von Lollar für das = der schaurigften Aid Aftienfapital von Mt. 2110000 der gleiche Betrag in en des Referenten in Buderus- Aktien gewährt werden und außerdem eine bare Bingenheim. Kurz ß von Lindheim un Buzahlung 25% auf den Nennwert jeder Attie. Hier Literarisches. Cervantes' Leben und Werte. Von Dr. Wolfs gang von Wurzbach. Mit einem Bildnis des Dichters. Breis Mt. 1, Leipzig, Mor Hesses Verlag. Dieser Sonderdruck aus der in dem bekannten Hesseschen Verlage ,, Don Quixote" enthält eine fritisch ausgearbeitete Biopraphie des unsterblichen Dichters Cervantes und eine Würdigung schöpfung, des„ Don Quixote." seiner Werke, mit besonderer Berücksichtigung ſeiner Westers Siegener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 15. März. Zunächst noch trüb und Regenfälle, in Stackenburg und Rheinhessen meist nur geringe, später trocken und vielfach nebelig, etwas milder. eines im übrigen tidig beiden Gesellschaften beteiligt ist, in wohlverstandenem, eigenem bragen die fürchterlidt ht hervorzuheben, daß eine Anzahl Attionäre, die bei erscheinenden Jubiläums- Ausgabe des weltberühmten Romans in deffen Geist aber Interesse sich entschlossen hat, die Vereinigung dadurch zu ſent hatte ing herein. Die hm mit einer baren Zuzahlung von 15% begnügt. Zur Durchführung dieser Maßnahme beabsichtigen wir, m, die einer Ungeons unser Aktien- Kapital von Mr. 7500 000 auf Mt. 10500000, tet und sogar Sulen- also um Mt. 3 000 000 durch Ausgabe neuer Aftien mit wie man aus de bow Dividendenberechtigung ab 1. Januar 1905 zu erhöhen. entnehmen form AL Die überschießenden 980 Aktien sollen mit Ausschluß des reckliche Corolinan, di Bezugsrechtes der Aktionäre an eine Bankgruppe feft begeben 8 verordnete. In Jahr werden. Der Erlös aus diesen Aktien dient zur Deckung auptsächlich all Fraue, der baren Zuzahlung und zur Stärkung der Betriebsmittel. fonnten, den Scheite Wir bemerken noch, daß die Uebernahme der Eisenwerke Rinder, da in Hesse Loar zum 1. Januar 1905 erfolgt und daß durch diesen en ausgebrochen wa Busammenschluß das Erträgnis des laufenden Geschäftsjahres fte über alle Welt ve nicht beeinträchtigt wird. ß das Reichsgericht an (?) Krofdorf. Die hiefige Jagd ist für den jährlichen Bauberi angeklag Breis von 3550 Mt. den Fabrikanten Schnabeloden, wo nichts, a Rochtbes Aberglaube Bergebung von Rohbauarbeiten. Deifelhafte Beweise da ne entzogen. Und h Folgende Arbeiten für die Neubauten der chirurgischen am Fuße des aufgetirte und der Augenklinik zu Gießen werden hiermit unter Gott sei Dant, te Bugrundelegung des Ministerialerlasses vom 16. Juni 189.3 öffentlich ausgeschrieben. Aberglaube flingt das mächtige Spr Zebens. Doer welche der 1. Bimmerarbeit: Chirurgische Klinik:- Augenklinik: Holz zu liefern Holzwerk Abbinden t schon einmal die at or führte Redner ein und Aufschlagen hm auf seinen amtligen waren auch das Original rozeß sowie eine Rede loffes, die Herr Ken Gesimse, Gauben 2c. 2. Spenglerarbeiten: Standrinnen aus Zink " " 266 cm 13600 m 338 cbm 17550 m 406 m 406 m384 m Kupfer 12,5 m 55 m 412 m 170 m " Stupfer 6 m 150 qm 6 Stück 37 m ng vorlegte. Er Sängerinnen aus Zink men. Als zweiter ebfallrohre aus Zink über Altertum. ämend der Herngla Binkabdeckungen Kupferabdeckungen bodh fhon weit tie upferbefrönungen ihm gehuldigt Dar. Der Mensch mmenhang von men primitiven Anf ten Schlüffen gel igend auf ihn ein Lamone ober Geifter, de mußten, je nachdem e fterbegirung befaßten, befondere Rafte zuschrieb.. borhistorischer Zeit unt Kupfergesimse 3. Dachdeckerarbeiten: 15 m 298 qm 46 qm 100/57 Stud เออ ม Schieferdach mit Schalung 3800 qm Schneefanggitter Dachfenster ze. 4. Blizableiteranlage: Kupferleitung Auffangspizen Erdplatten Kontrolleitungen 2c. he Götter- und Heroinen 5. Anstreicherarbeiten: Medea und Circe. Ein Delfarbenanstrich von Serall wiederholt, ift di Delfarbenanstrich von wandlungsfähigkeit. Gi genglaube währt, de erträgt. In Griechenlar Dachgesimsen Gauben 475 m 79 qm Stück 3010 qm 325 m ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Martiberiete. Stehen. 9. März. Auf dem heutigen Wochenmarit fofteten Butter per fb. 0.95-1.05 1., Hühnereter per Stück 6-8 Pfg., Enteneler St. 0 Bfg., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Bfg., 2injen per Liter 32 Bfg.. Tauben per Paar 1. 0.80--1.00, hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, enten per Stüd 1.80--2.20, Gänse per Bfd 00-00 fg.. Ochsenfeisa per fb. 70-80 fa.. Rindfletsc Die beliebten Empfehle mich als Leichenfrau. Gießener Frau Wader, Gießen Pferde- Lose Ein Mädchen Lohn für Hausarbeit gesucht. 20 Mark monatlich. 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Heinrich Rausch, Gießen, Neustadt 78. Fahrrad, gut erhalten, billig zu verkaufen. Gießen, Kanzleiberg 9. und Platzvertreter sucht überall bei hohem Verdienst zum Verkauf von Holzrouleaux, Jalousien und Rolläden Geyer& Kiemt Neurode in Schles. Fabrikate 9 mal prämiiert mit goldenen u. silbernen Medaillen. si on ist ein ausgezeichnetes Stärkungsmittel für Kinder und macht sie gegen Krankheit widerstandsfähig. Ferner find die Kalk- und Natronhypophosphite, die in schmackhafter Form mit feinstem Medizinallebertran verbunden sind, äußerst wirksam, indem sie den Bau kräftiger Knochen und gesunder Zähnchen befördern. Lesen Ste nun die frohe Nachricht, die obiges bestätigt: Neuburg a. Donau, den 27. Januar 1904. Der Erfolg mit Ihrer Scotts Emulsion bei meinem jetzt im Knabe, der sich innerhalb der ersten Monate seines Lebens vorzüg= lich entwidelt hatte, wurde plößlich während der Zahnperiode leidend, tränkelte, zehrte ab und verlor auch sein sonst heiteres Wesen. Trozz aller flege und aller möglichen Präparate gedieh er nicht, konnte zehnten Jahre stehenden Sohne Georg ist großartig gewesen. Der mit zwei Jahren kaum allein fizen und bekam mit zwei Jahren den den ersten Zahn. Als er dann mit drei Jahren endlich zu laufen und so blieb der Junge in anfing, frümmten sich seine Beine allem zurüd, körperlich sowohl als geistig, so auch später als er zur Schule fam. Auf Ihre Emulsion aufmerksam gemacht, entschloß ich mich zu einem Versuch und setzte die Kur, da das Kind Emulsion gern nahm, fort. Sein Appetit nahm rasch zu, er bekam rote Wangen und hat sich im Laufe der Zeit bei regelmäßigem Gebrauch zu einem kräftigen und geistig gewedten Kinde entwickelt. Wir werden Ihnen zeitlebens für Ihr unschäßbares Präparat dankbar sein und können dasselbe nicht genug empfehlen. ( gez.) Georg Herrmann mit Frau. Herr und Frau Herrmann geben Ihnen guten Rat, heute noch können Sie anfangen, Ihrem zurückgebliebenen Kinde neue Kräfte einzuflößen, wenn Sie ihm Scotts Emulsion geben. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Bebertran 150,0, prima Glyeriu 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphortgsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,0, Altohol 11,0. Hierzu aromatische Emu sion mit Bimt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Für kleine Kaufleute und Handwerker! 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März d. Js. liegen auf dem Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen die Arbeiten des 3. Abschnittes von dem zur Feldbereinigung Gießen rechts der Lahn zugezogenen Teil der Gemarkung Heuchelheim, nämlich 1. die Zuteilungskarten, 2. das Zuteilungsverzeichnis, 3. die Gütergeschosse, 4. die Zusamenstellung der Gütergeschosse, 5. das Obstbaumverzeichnis; ferner die Arbeiten des 2. und 3. Abschnitts von den infolge Grenzregulierung aus den Gemarkungen Allendorf und Klein- Linden zugezogenen Grundstücken, nämlich: I. Gemarkung Allendorf: 1. das Besitzstandsverzeichnis, 2. die Gütergeschoffe, 3. die Zusammenstellung der Gütergeschosse, 4. das Zuteilungsverzeichnis, 5. die Zuteilungsfarte, 6. das Geldausgleichungsverzeichnis; II. Gemarkung Klein- Linden: 1. das Besißstandsverzeichnis, 2. die Gütergeschosse, 3. das Zuteilungsverzeichnis, 4. die Zuteilungskarte, 5. das Geldausgleichungsverzeichnis zur Einsicht der Beteiligten offen. Tagfahrt zur Entgegennahme von Einwendungen htergegen findet statt: Donnerstag, den 23. März d. Js., vormittags von 11 bis 12 Uhr, im Gemeindehaus zu Heuchelheim bei Gießen, wozu ich die Beteiligten unter dem Anfügen einlade, daß die Nichterscheinenden mit Einwendungen ausgeschlossen sind. Einwendungen find schriftlich abzufassen, zu begründen und auf Papter in Aftengröße( mindestens 1½ Bogen) einzureichen. Friedberg, den 6. März 1905. Der Großherzogliche Feldbereinigungskommissär: gez Spamer, Kreisamtmann. Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn; hier: die Zuziehung von Wißmarer Gemarkungsteilen zu diesem Feldbereinigungsberfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr. Wie oben. Eine Anzahl beteiligter Grundeigentümer hat den Antrag gestellt, in den auf dem linken Lahnufer gelegenen und unter Großherzogl. Hessischer Landeshoheit stehenden Teilen der Königlich Preußischen Gemarkung Wißmar das Feldbereinigungsverfahren einzuletten und sie zum Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zuzuztehen. Die Landeskommission hat diesen Antrag für zulässig erachtet und den Unterzeichneten zum Kommissär für die Leitung der öffentlichen Abstimmung bestellt. Ich beraume daher gemäß Artikel 9 des Gesetzes bom 28. September 1887, die Feldbereinigung betreffend, Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigentümer über den oben erwähnten Antrag auf Mittwoch, den 29. März d. Is., vormittags von 10 Uhr bis 11 Uhr, in die Großherzogliche Bürgermeisterei zu Gießen, Zimmer Nr. 11 hiermit an. Diejenigen beteiligten Grundeigentümer, die in der Tagfahrt weder persönlich, noch durch gehörig Bevoll mächtigte abstimmen, werden als für den Antrag stimmend angesehen. des Bekanntmachung. Die unterm 7. Februar d. Js. angeordnete Sperre Afterwegs zwischen Schiller- und Walltorstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 10. März 1905. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Impflasterungsarbeiten wird die Dietzstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 11. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Umpflasterungsarbeiten wird die Nenen- Bäue zwischen Neuenweg und Weidengasse von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 11. März 1905. Großh. Bolizetamt Gießen. Herberg. Holzversteigerung. Donnerstag, den 16. März 1905, von morgens 9 Uhr an, sollen in dem Anneröder- Gemeindewald in den Abteilungen 6 Krähenholz, 7 Neumeiß, 8 Gänsweide, 17 Haar, 18 Neuwald und 22 Grünau folgendes Holz versteigert werden: A. Werkholz. 275 Fichtenftämme 8 bis 20 Mtr. Länge bis 30 Ctm. Durchmesser 69,91 Festmeter haltend. 462 Derbstangen 33,15 Festmeter haltend. B. Brennholz. Buche: 2 Nm. Scheit, 2 Nm. Knüppel, 50 Wellen, 2 Rm. Stöcke. Riefern: 108 Rm. Snüppel, 750 Wellen, 7 Rm. Stöcke. Fichte: 48 Rm. Knüppel, 6600 Wellen, dabei 1200 Lang- Wellen zu Bohnenstangen geeignet, 58 Rm. Stöde. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz aus den Abteilungen 6, 7 und 8 etwa gegen 11 Uhr zur Versteigerung fommt. Die Zusammenkunft ist auf der Grünbergerstraße am Vicinalweg Annerod- Rödgen. Annerod, den 8. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Aunerod. Horn. Original SINGER Man beachte die Fabrikmarke. SINGER TRADE MANFG.CO MARK Nähmaschinen Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Gießen, Lindenplatz 1 Beste Gewinnchancen! bei geringem Einsatz! Nächste Ziehung schon 23. März u. folgende Tage d. sehr beliebten günstigen Grossen WohltätigkeitsGeldLotteric d. Krankenpflege- Anstalten v. r.Kreuz, Strassb i- E. Ziehung in kurzer Zeit 6052 Baargewinne M. ohne Abzug. 70000 1. Hauptg. M. 20000 2. Hauptg. M. 10000 3. Hauptg. M. 5000 35000 6049 Los 1 M11 Lose 10 Mk. Port.u.List. 30Pf. versendet das Gen.- Debit Gew. ZUS. J. Stürmer, Strassb.E. Giessen: R. Buchacker, W. Semmler. Ph. Weiler und Gg. Carl Volk. Versteigerung. Mittwoch, d. 15. März 1905, nachmittags 2 Uhr werden im Bieferschen Saale, ver= steigert: Bau- und Nukholz- Versteigerung. Dienstag, den 21. März fommen im hiesigen Stadtwald aus den Distrikten Bobenhäuserkopf, Kreuzstein, Steinrütsche, Schlägel, Raubschloß, Höllers, warte, sowie das Dürr- und Windfallholz aus ver. schiedenen Distrikten zur Versteigerung: Stämme: Eiche 1 Std. III. Sel. 0,64 Fftm., 1 Std. IV. I. 0,29 Fftm., 29 Std. V. I. 5,55 Fstm. Inhalt. Eichen 8 Std. V. l. 1,57 Fstm. Inhalt. Buche 1 Std. III. Kl. 0,64 Fftm., 1 Std. IV. fl. 0,64 Fftm. Inhalt. Kiefern 3 Std. III. I. 1,82 stm., 12 Std. IV. A. 6,46 Fftm., 5 Std. V. I. 1,14 Fftm. Inhalt. Lärche 1 Stc. III. I. 1,27 Fftm., 3 Std. IV. I. 1,87 Fitm. 19 Stď. V. l. 6,44 Fftm. Inhalt. Fichte 8 Std. III. I. 13,97 Fftm., 49 Stď. IV. 33,07 Fftm., 67 Std. V. I. 18,93 Fstm. 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