r e Seereisen talten, gibt lichkeit einer rnt. Er hat Segelschiff, Reife in die üchtige nud nige Baffa Durchmachen lulose durch mleit zuges bt, daß die gen Stabinen Mangel an inflüffe des ig ftichhaltig une man au ohl ziemlich einige andere Seereifen für fie den durchgeführt ich an Bord nädig gesinnt ung fönnten licher sei die tranten zur ergänge auf ehöre schon enieren auf Tageszeiten daj viele ner solchen irkung und en großen , daß Fälle einen erheb aß aber auch usgefekt day Fälle müßten delt würden; Fieber heim Verdauungs Berdem wäre ebhaberei für handen wäre. eine Seereise em Wege zur njo für junge ht stehen und lichen Kreisen ihren Ergeb den, die noch Be Seltenheit ns überhaupt Jahrhunderts En Chirurgie", egenstoß unter gner noch 200 ng des neunder Lebenss n gesprochen, ert über 452 ein Mensch gar in 7 bis fonnte. Jm if dem Wege eiche Nähung zen. Bis jezt erichtet worden . H. Fünf der nen auch zwei r bon der Art der Arzt nach elcher Art die inrichten kann. schwierig oder ft nicht immer ten Fällen die n eine nähere mt. Mädchen tftatt an jedem hmittage im hen fönnen zu hr bis 5 Uh mit Gefang Spiele find in Vorstand: an, Sichenrat isch 10 Pfd. Colli butter Ia. Mt. 8. Nr. 38. Jufertionspreis: Die einspaltige Betttzelle für ganz Oberoffen, die Kretse Meblar unb Marburg 10.fg. fenft 15 Big. Reklamen ble Betitzeile 30 refp. 40 Big. Redaktion u. Haapterpettion: Stegen, Selbersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Dienstag, den 14. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bra., in's Hess gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen bierteljährl. M. 1.50. Grattsbellagen: Oberheffische Familienzeitung( t? glich) und die Gießener Seifenblafen( mögentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der Sohn des Diktators. - Zum Empfang Kossuths durch Kaiser Franz Josef. Wer ist Franz Kossuth? Vor wenigen Jahren wußte es kein Mensch. Als Ludwig Kossuth, der Führer der ungarischen Revolution im Jahre 1849, im hartnäckig festgehaltenen Eril gestorben war, erfuhr man, daß es einen Franz Rossuth gab, einen Sohn des weiland Diktators, der nicht mit seinem Vaterland noch mit seinem Landesherrn Frieden machen wollte, weil er einmal geträumt hatte, selbst Herr jeines Vaterlandes zu werden. Von einem Traum zu zeh ten, ist nicht jedermanns Sache. Man kann es Franz Kossuth nicht verargen, daß er nicht von dem Traum seines Vaters ehren mochte. Zunächst war ihm der Name des Vaters eine weit bessere Erbschaft, in der Heimat eine vortreffliche Empfehlung, ein Programm und beinahe ein Freibrief. Er trat wie ein Prätendent auf. Das wäre ihm vielleicht nicht ganz gut bekommen, wenn er nicht verstanden hätte, durch beruhigende Unbedeutendheit mit sich zu versöhnen. Er zeigte sich so wenig hervorragend, daß keine Eifersucht gegen ihn aufkommen konnte. Er durfte einer Partei den Namen seines Vaters geben; doch wußte er den Vorteil zu nußen, der darin lag, daß der Name seines Vaters auch sein Name war. So wurde er der Namengeber einer Partei und ohne all sein Verdienst und Würdigkeit um des Namens willen ihr Führer. Er war fein strenger und unbequemer Führer. Seinen Leuten gab er gern nach. Die kriegerischen Naturen unter hnen ließ er ohne Widerstreben, zwar nicht die Ehren der Führung, aber die Last der Verantwortung auf sich nehmen und fich im männlichen Streit abnüßen und verbrauchen und unmöglich machen. Er selbst blieb in jedem kritischen Moment tapfer im Hintergrund hierin dem Vater nicht ganz unähnlich, der während der ungarischen Revolution ein Rückzugs- Feldmarschall gewesen. Seine Partei wurde ein förmlicher Taubenschlag, als im vergangenen Jahr die Minoritat des Abgeordnetenhauses durch Obstruktion die Mehrheit tertorisierte und die Fortführung der Geschäfte des Landes hinberte. Er billigte die extreme Obstruktion nicht- kein Mensch fragte nach seiner Billigung er widerstrebte ihr nicht fein Mensch hätte darauf geachtet- er ließ die Dinge gehen, wie sie wollten. Wer von der liberalen Partei abfiel, aus welchem Grund immer es geschah, der fand im Kossuthklub einen Sammel- und Rückzugsort. Dieser Klub der Unzufriedenen erlangte bei den jüngsten Wahlen zum ungarischen Abgeordnetenhaus mehr Stimmen, als irgend eine andere Partei, allerdings noch lange nicht die absolute Mehrheit. Die unzufriedenen Magnaten der Kossuth- Frattion trafen mit einigen anderen Gruppen ein Abkommen, das zur Mehrheitsbildung führte, und nun stand ês fest, daß sie vom Kaiser Franz Josef zur Bildung unes neuen Ministeriums berufen werden mußten. Graf Julius Andrassy erschien vor dem Monarchen doch erhielt er den Auftrag zur Kabinettsbildung nicht. Kaiser Franz Josef, der klügste unter allen Staatsmännern Desterreich- Ungarns, nahm den strengfonstitutionellen Standpunkt ein, indem er nach dem Führer der Kossuth- Fraktion verlangte. Der Kaiser war 23, der Franz Kossuth als diesen Führer bezeichnete. Das war eine böse Ueberraschung, zu der aber die Ueberraschten gute Miene machen mußten. Der Mann, der ihnen nur den Steigbügel halten sollte, dessen Klub sie lediglich als ein Sprungbrett angesehen hatten, war plößlich ihr erklärter Führer, dem die Beute des Sieges zugesprochen wurde, und das gerade vom Kaiser, bei dem sie unüberwindliche Abneigung gegen Franz Kossuth vorausgesetzt hatten. Sie glaubten, sich einen bequemen Diener ausgesucht zu haben, und Sie hatten sich einen Herrn gewählt; sie hatten Kossuth wie eine Kulisse vorgeschoben, und nun stand diese Kulisse vor ihnen, ein Hindernis für sie selbst. Kaiser Franz Josef hat den Sohn des Diktators in der Wiener Hofburg empfangen. Damit ist Franz Kossuth in die vorderste Reihe der Minister- Prätendenten gerückt. Er hat sich beeilt, nach der Audienz zu verkünden, daß man ihm zu unrecht Feindschaft gegen die Dynastie nachgesagt habe. llu. hart 10 f. Er sei im Gegenteil dem Herrscherhaus der Habsburger in 3. Probe But nig Mt. 7.25. Treue ergeben und auf dessen Festigung bedacht. Er wolle auch an der Personalunion mit Desterreich festhalten, nur solle Ungarn wirtschaftlich, politisch und militärisch selbColli Mt. 5. ständig werden, aus der österreichischen Verstrickung freifomKümmeltäfe fter Safe Wt. 7 bu. ftielfrei Dau men. Kaiser Franz Josef wiederum hat durch den Thronfolger Erzherzog Ferdinand Franz bekannt gegeben, daß Roffuth auf ihn einen guten Eindruck gemacht habe. d. Mt. 1.75, die ich" geworden ganz gewiß zum Kummer derselben unga40, Daunen 3 Pf 4 bis 5.50. ihner rdt. Bahnftation unft, in beliebiger hthahn M. 25.50 erberg i. Schles Franz Kossuth ist nun als ungarischer Minister ,, mögrischen Magnaten, die nicht an seine Nachfolgerschaft gedacht hatten, als sie das vorige Ministerium stürzten. Es wäre poreilig, wollte man glauben, daß Kossuth schon am Ziel sei. Die lette Stunde kann neue Ueberraschungen bringen. Die Lage in Russland. St. Petersburg, 12. Februar. Für den heutigen Sonntag hatte man wieder Unruher befürchtet. Aufs neue hat sich bestätigt, daß angekündigt Butsche auszubleiben pflegen. Die Arbeiter streiken zwai zum Teil noch, aber sie halten sich von Gewalttätigkeiten fern, veranstalten nicht einmal Umzüge. Auch die Gerüchte aus Warschau lauten im ganzen befriedigend, wenngleich nicht geleugnet werden kann, daß noch immer Zündstoff in Menge borhanden ist, daß polnische und russische Arbeiter gleich mäßig in dauerndem Erregungszustand sich befinden. Noch am Samstag hat das in Warschau dazu geführt, daß streikende Arbeiter, die Arbeitswillige am Eintritt in die Fabrifen hindern wollten, erst durch Kolbenstöße von ihrem Beginnen abgehalten werden mußten. Allmählich erfährt man wenigstens die annähernde Wahrheit über die Zahl der von den Krawallen erforderten Opfer. Auf den Friedhöfen von Lodz allein sind 144 dieser Opfer beerdigt worden, und 200 Verwundete liegen noch in den Krankenhäusern der Stadt. In Lodz sind allerdings die Unruhen am größten und nachhaltigsten gewesen, ist die Arbeit auch aufs neue unterbrochen worden. Die Straßenbahnen, die am 28. Januar den Verkehr eingestellt haben, sind immer noch nicht wieder in Betrieb gesest. Außer Zusammenhang mit diesen Erscheinungen steht ein Vorfall, der aus Opotschka im Gouvernement Pskow gemeldet wird. Dort hat man in den Kasernen des Reservebataillons Proflamationen mit dem Stempel des Rigaer sozialdemokratischen Komitees gefunden, in denen zum Widerstand gegen die Entsendung nach dem Kriegsschauplatz aufgefordert wird. erweisen Die Adelsgenossenschaften in den Provinzen sich ebenso wie in den Hauptstädten als Anhänger des selbstherrscherlichen Regiments. Wenigstens tun sie das in ihren offiziellen Kundgebungen. Herr v. Witte hat einem Interviewer gegenüber toieder einmal erklärt, daß er sich vom politischen Leben gänzlich zurückziehen wolle. Den Zeitpunkt des Rücktritts aber hat er vorsichtigerweise nicht angegeben. Bei dieser Gelegenheit soll sich Witte auch dahin geäußert haben, daß er für den Frieden sei, allerdings nicht für den Frieden um jeden Preis. Zur Bewilligung einer Kriegsentschädigung dürfe man dem Baren nicht raten. Das muß der frühere russische Finanzminister allerdings wissen. Die Jahresverfammlung der Landwirte. Berlin, 13. Februar. Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte ist am Montag im hiesigen Zirkus Busch zusammengetreten. Sie war von etwa 7000 Personen besucht und hatte den üblichen Verlauf. Der kräftige Wille kam zum Ausdruck, an den Zielen festzuhalten, die sich der Bund gesteckt jat. Man gab willig zu, daß in den Handelsvertragsent vürfen manches erreicht sei; doch wurde ebenso fest betont, daß man nicht verzichten dürfe, noch weiteres zu erreichen. Man freute sich, daß der Stand der Landwirte von der Rezierung als gleichberechtigt anerkannt sei. Doch wies man zugleich darauf hin, daß jezt schon Fürsorge zu treffen sei ür die( Meistbegünstigungs-) Verträge mit den Staaten, mit Senen wir Konventionaltarif- Verträge nicht abschließen. Auch komme es dem Bund der Landwirte zu, auf die wirtschaftliche Gesetzgebung des Reichs fortdauernd Einfluß zu üben, damit hier nichts geschähe, was den berechtigten Interessen der Landwirte abträglich sei. Die im Werk befindliche Reform des Börsengesezes dürfe nicht dahin führen, daß der Börse wieder die Möglichkeit einer Verteuerung des Brotes gegeben werde. Die Versammlung sprach sich nicht inbedingt für die Annahme der Handelsverträge aus, ließ iber in der folgenden Resolution erkennen, daß sie ihnen ie endliche Zustimmung nicht versagen werde. „ Die Generalversammlung des Bundes der Landwirte erkennt an, daß die vom Reichstage vorgelegten Handelsverträge in mancher Hinsicht eine Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen herbeiführen können. Unbedingte Voraussetzung dessen ist aber eine umfichtige Handhabung der Verträge. Sie betrachtet die Tendenz der Verträge immerhin als einen ersten Schritt der Abkehr von der Caprivischen einseitigen Exportpolitik, stellt aber fest, daß eine große Reihe berechtigter Wünsche der Landwirtschaft eine Berücksichtigung nicht erfahren hat. Sie gibt sich der Hoffnung hin, daß die verantwortlichen Leiter der Politik des Reiches und der Einzelstaaten in fortschreitender Erkenntnis der Notwendigkeit der Erhaltung und Stärkung des deutschen Bauernstandes mit Ernst und Entschiedenheit bemüht sein werden, seine Eristenzbedingungen wieder so zu gestalten, daß der notwen dige und berechtigte Ausgleich mit denienigen bergestelli wird, die den anderen Berufsständen im Deutschen Reich eingeräumt werden." Das Hoch auf den Kaiser brachte der Präsident des Bun bes Freiherr v. Wangenheim aus. Die Dolitik. O Die vom König von Stalien gegebene Anregung zur Einrichtung einer internationalen Landwirtschaftskamme in Rom ist in Berlin natürlich mit dem entgegenkommenden Wohlwollen aufgenommen worden, das die Rücksicht auf seinen Ursprung erheischt. Das schließt aber nicht aus, daß man die Sache selbst zugleich mit einer gewissen Vorsicht betrachtet. Von einem hervorragenden Staatsmann ist unserem Berliner CB- Mitarbeiter auf dessen Befragen gesagt wor den: Die Absichten des Projektes sind unzweifelhaft die besten. Doch die nächste und vielleicht die einzige Wirkung vürde die sein, daß die Zahl der beamteten Stellen und das Schreibewerk sich noch vermehrten, während uns eine Ver minderung sehr not tut. Auch sind die gemeinsamen Inter essen des Ackerbaus in verschiedenen Ländern wegen der Verschiedenheit der klimatischen Verhältnisse, der wirtschaft lichen Gewöhnungen und Bedingnisse sehr gering. Könnt man wenigstens die klimatischen Verhältnisse aufheben, sc ieße sich ein Anfang machen, wäre eine Strecke gemeinsamer Weges denkbar. Das ist aber nicht möglich, und so bleib Die Fürsorge für die Landwirtschaft naturgemäß national jegrenzt. Immerhin wird diesseits das Tunliche geschehen, am dem Wunsch des Königs von Italien Befriedigung zu verschaffen." * Am Sonntag hielt der Bund der Handwerker seine diesährige Generalversammlung ab, zu der sich Delegierte aug illen Teilen des Reiches einfanden. Wichtigster Gegenstand Der Tagesordnung war ein Antrag auf Verschmelzung des Bundes mit der Deutschen Mittelstandsvereinigung. Der Antrag wurde mit großer Mehrheit angenommen. k Ein englischer Politiker, Sir Thomas Barcley, wird Im Mittwoch auf dem deutschen Handelstag in Berlin als Bast erscheinen. Sein Besuch ist schon seit längerer Zeit ingekündigt, auch der Zweck seines Besuches: die deutschenglischen Beziehungen namentlich von der Beölferung aus in freundlichem Sinne zu beeinflussen. Das Bestreben ist jedenfalls lobenswert und verdient Untertügung. Es fan als Tatsache hingenommen werden, daß wei Völker, wie das deutsche und das englische, bei der Gemeinsamkeit vieler Wünsche und Betätigungen manche Reibungsfläche finden, manchmal auch Interessen- Divergenzen, Die zu Mißstimmungen führen. Es ist ferner eine Tatsache, aß es nicht wenig Personen giebt, die sich förmlich ein Bewerbe daraus machen, jeden entstehenden Mißklang erstärkend zu betonen, aus jeder leisen Empfindlichkeit eine chwere Reizung zu machen, hier den Glauben zu erwecken, Daß dort eine grimmige Feindschaft vorhanden sei. Ein Teil der englischen Presse, die Londoner, Times" voran, benutzt jede Gelegenheit zur Verhetzung und politischen Brunnenbergiftung, erfindet sogar solche Gelegenheiten, und beharrt in solchem Verfahren, trotzdem ihre Angaben schon unzählige Male Lügen gestraft worden. Wir wollen nicht perhehlen, daß man auch bei uns in der analogen Richtung Jefehlt, das englische Nationalgefühl manches Mal verletzi hat. Es ist erfreulich, daß der Versuch gemacht wird, ein Begengewicht zu schaffen. Daß auf beiden Seiten der gute Wille vorhanden ist, beweist die Reise Sir Thomas Barcleys nach Berlin, beweist der sympathische Empfang, den der Genannte in Deutschland findet ** Im Ruhrrevier darf die Rückkehr zu normalen Verhält nissen als gesichert angesehen werden. Von Tag zu Tag nehrt sich die Zahl der anfahrenden Bergarbeiter, in man hen Bergwerken gibt es Ausständige überhaupt nicht mehr. Der Streit ist glücklicherweise von so kurzer Dauer gewesen, daß die Bergwerke selbst nicht gelitten haben. Nur ver einzelt find Vorarbeiten zur Wiederherstellung der Arbeits möglichkeit notwendig gewesen. Deer und flotte. Ueber die Kaisermanöver im Jahre 1905 bestimmt eine Kabinettsorder: Das 8. und das 18. Armeekorps halten Manöver gegeneinander vor dem Kaiser ab. Das 8. Armeetorps wird durch die 68. Infanterie- Brigade, das UlanenRegiment Graf Haeseler( 2. Brendenburgisches) Nr. 11 und die 34. Feldartillerie- Brigade, das 18. Armeekorps durch die 55. und 56. Infanterie- Brigade, das 3. Schlesische DragonerRegiment Nr. 15 und die 28. Feldartillerie- Brigade verstärkt. Beiden Armeekorps wird je eine Luftschifferabteilung zugeteilt. Die weitere Mitteilung der Kriegsgliederungen der beiden Korps erfolgt durch den Chef des Generalstabes der Armee. Hof und Gesellschaft. ** Die Beisetung Adolf v. Menzels fand ir Berlin unter Teilnahme des Kaiserpaares mit großer Feier lichkeit statt. In der Rotunde des Alten Museums hatte sich eine erlesene Trauerversammlung zusammengefunden. Minister, Generäle, Diplomaten, Deputationen aus dem In- und Auslande. Die Freitreppe war von Abordnungen der Studentenschaft und der Schloßkompagnie in friedericianischer Tracht besetzt. Die Trauerrede hielt Hofprediger Dryander. Nach dem Trauerakt begab sich die Kaiserin zu Wagen zum Schlosse zurück, während der Kaiser mit Gefolge zu Fuß im Zuge mitschritt. Am Schloß angekommen, ließ er den Sarg des Mannes, der seinen Anherrn im Bild verherrlicht hat, an sich vorbeipassieren und sah ihm lange schweigend nach. Der Zug bewegte sich dann nach dem alten Dreifaltigfeitskirchhof in der Bergmnnstraße zum Erbbegräbnis der Menzelschen Familie, wo der Sarg in die Gruft gesenkt wurde. Deuticher Reichstag. ( 140. Sigung.) CB Berlin, 13. Februar. Heute hatte der Reichstag augenscheinlich stark unter der Konkurrenz des Bundes der Landwirte zu leiden; der Besuch war wesentlich schwächer als bisher während der Beratung der Handelsverträge, er war anfangs sogar sehr schwach, und erst in den späteren Nachmittagsstunden traf Zuzug ein. Die Verhandlungen wurden heute mit einer Rede des preußischen Finanzministers Freiherrn b. Rheinbaben eröffnet, der die Einwände der Redner bon der Linken gegen die Verträge bekämpfte. Er stellte sich zur Aufgabe die Beantwortung der drei Fragen: Kommt der Schutz der Landwirtschaft dem Grundbesitz, insbesondere auch dem kleinen Grundbesitz zugute? Ist er notwendig? Ist er mit den Interessen der übrigen Bevölkerung verträglich? An der Hand statistischer Daten kam er zu einer durchaus bejahenden Antwort und schloß unter dem lebhaften Beifall der Rechten mit der Bemerkung, daß die Sozialdemokratie die landwirtschaftlichen Zölle in erster Reihe deshalb so leidenschaftlich bekämpfe, weil sie in dem Bauern das stärkste Bollwerk gegen die Hochflut der Sozialdemokratie erblicke. Der konservative Abg. Ni ßler aus Bayern ging auf Einzelheiten ein, bei denen die süddeutsche bäuerliche Bevölkerung eine andere Regelung gewünscht hätte, der nationalliberale Abg. Dr. Beumer führte die Punkte an, durch die sich die Industrie besonders beschwert fühlt. Der pfälzische Abg. Sartorius von der freisinnigen Volkspartei führte als Landwirt aus, daß die bisherigen Zölle für die Landwirtschaft notwendig, aber auch ausreichend gewesen seien. Der greise freikonservative Abg. v. Kardorff poletnisiente in der gewohnten lebhaften Weise zunächst ein wenig gegen die Linke, dann gab er seiner Zufriedenheit über den Abschluß der neuen Verträge Ausdruck. Er erinnerte daran, wie er in der Blütezeit des Freihandels bereits, zuerst allein mit dem verstorbenen Freiherrn v. Stumm für den Schutz der nationalen Arbeit eingetreten sei, wie die Bewegung dann gewachsen sei, bis sich ihr schließlich, nachdem sich auch Fürst Bismarck bekehrt hatte, die überwiegende Mehrheit des Hauses angeschlossen hätte. Der erhöhte Schutz der Landwirtschaft sei allerdings in erster Reihe der von der Leitung des Bundes der Landwirte entfalteten Energie zu danken, aber, was jetzt erreicht sei, solle der Bund nicht vergessen. Danach griff wieder ein Vertreter der Regierung in die Debatte ein; Geheimrat Schönebec aus dem Reichsamt des Innern erwiderte auf die Rede des Abg. Beumer. Preufsifcher Landtag Haus der Abgeordneten. ( 139. Sizung.) RK Berlin, 13. Februar. Die heutige allgemeine Beratung über den Etat des Ministeriums des Innern übte auf die Abgeordneten nur eine sehr geringe Anziehungskraft aus. Und allzuviel versäumte die fehlende Mehrheit allerdings auch nicht. Vielerlei einzelne Wünsche, Beschwerden und Anregungen wurden vorgebracht, und Herr v. Hammer. stein hatte für die meisten ein freundliches Wort. Besonders häufig kehrten die Klagen über das Automobilunwesen wieder, dessen Beseitigung durch gesetzgeberische Maßnahmen dringend verlangt wurde. Ein Vertreter der Regierung gab die Erklärung ab, daß die Verhandlungen mit dem Reich über diesen Gegenstand noch nicht abgeschlossen seien, daß aber wahrscheinlich eine Ausdehnung des Haftpflichtgesetzes auf die Automobile erfolgen werde. Die polnischen Klagen des Abg. v. Jazdzewski und die in der Form noch schärferen dänischen des Abg. Hanssen fanden im Hause gar keinen Boden, wurden vielmehr vom Minister wie von einigen Abgeordneten fräftig zurückgewiesen. Von besonderem Interesse waren die Angaben des Ministers v. Hammerstein über die Parität bei der Besetzung der wichtigsten Verwaltungsstellen. Während etwa 20 v. H. der höheren Beamten katholisch seien, hätten wir in Preußen über 14 v. H. Ratholiken unter den Landräten und sogar über 25 v. H. unter den Regierungspräsidenten. Besondere Beachtung fanden noch die Ausführungen des freifonservativen Abg. b. Zedlitz und des nationalliberalen Dr. Friedberg über die notwendige Reform des Wahlgesetzes, die sich auf gerechtere Einteilung der Wahlkreise beschränken soll, ohne an dem System etwas zu ändern. Die Verhandlung wird am Mittmoch fortgesetzt. Nah und fern. Ein deutscher Bundesfürst beim Studentenulk. In seiner früheren Universitätsstadt Bonn traf der junge Herzog von Koburg zu mehrtägigem Aufenthalt ein. Daß der junge Fürst den Sinn für einen Studentenulf nicht verloren hat, bewies seine Teilnahme an einem lustigen Aufzug des Korps Borussia, der sich nachmittag durch die Straßen der Stadt bewegte. In einem Wagen, hinter dem ein hölzerner Schimmel( wahrscheinlich eine Verspottung des berühmten ,, Amtsschimmels", in Norddeutschland Bureaukratismus genannt) in Lebensgröße auf niedrigen Rädern bald rollte, bald geschleift wurde, saß der junge Herzog mit sechs Borussen, den Stürmer auf dem Kopfe. Nachher ließ sich die Janze Gesellschaft in jenem Aufzuge vor dem Amtsgebäude ber gestrengen Bolizei photographieren. Die Wiener Mörderin Franziska Klein hat im Gefingnis drei folglose Selbstmordversuche unternommen. Buerit verzehrte sie ein Stück Waschseife, wovon sie aber nur Uebelfeifen bikam; dann soll sie versucht haben, sich mit der Miederschnur aufzuhängen, woran sie rechtzeitig gehindert wurde, und endlich die Adern zu öffnen, was auch nicht gelang. Zur besseren Ueberwachung wurde Franziska Klein in das Inquisitenspital gebracht, wo die Untersuchung ihres Geisteszustandes vorgenommen wird. Das ärztliche Gutachten dürfte in etwa vierzehn Tagen erstattet werden, worauf die Anklage erhoben werden wird. Die Verhandlung gegen das Ehepaar Klein wegen Raubmordes an dem Hausbesitzer Sikora ist bereits für die zweite Hälfte des Monats März in Aussicht genommen. + Ein sechzehnjähriger Vatermörder wurde in Visinada bei Triest verhaftet. Dieser Tage wurde dort auf freiem Felde der Kopf eines Mannes gefunden. Die Nachforschungen ergaben, daß im November vorigen Jahres der Grundbesizer Oclen von seinem sechzehnjährigen Sohne im Schlaf ermordet worden ist. Der entmenschte Sohn hatte den Leichnam in Stücke geschnitten, gekocht und den Hunden zum Futter vorgeworfen. Der Bursche gestand das gräßliche Verbrechen mit dem Hinzufügen ein, den Mord beschlossen zu haben, weil sein Vater zum zweitenmal heiraten wollte. § Eine Kindesunterschiebung in der Mark? Eine Geschichte, die lebhaft an die bekannte Kwilecki- Affäre erinnert, tommt vor dem Landgericht in Potsdam zur Verhandlung. Eine im Dorfe Paaren im Osthavellande wohnende Frau behauptet, das Kind eines Herrn v. Knoblauch zu sein. Thre verstorbene Mutter habe vor ihrem Tode dem Ortsgeistlichen gestanden, daß sie vor 49 Jahren dem Herrn v. Knoblauch den von ihr geborenen Knaben überlassen und dafür die von der Frau v. Knoblauch geborene Tochter in Empfang genommen habe. Herrn v. Knoblauch kam es darauf an, einen männlichen Erben zu haben, da andernfalls sein Gut, als Lehnsgut, an eine Seitenlinie gefallen wäre. Tatsächlich hatte Herr v. Knoblauch, der inzwischen auch schon verstorben ist, die Summe von 800 Taler für die Arbeiterfrau grundbuchlich eintragen lassen. Die Frau aus Paaren macht jetzt ihre Ansprüche als Tochter des Herrn v. Knoblauch geltend. Die Münchener Stiftsvorsteherin Elise v. Hensler, die wegen versuchten Giftmordes an ihrem Dienstmädchen Minna Wagner zurzeit eine längere Zuchthausstrafe verbüßt, ist höchstwahrscheinlich das Opfer eines beklagenswerten Justizirrtums geworden. Wie es scheint, ist Minna Wagner, die, wie erinnerlich, vor einigen Tagen starb, entweder eine raffinierte Simulantin gewesen oder hat im Banne einer busterischen Autosuggestion gestanden. Bei der Obduktion ihrer Leiche wurde von den Aerzten konstatiert, daß an Magen und Darm nicht die geringsten pathologischen Veränderungen wahrzunehmen waren, die bei der behaupteten Vergiftung durch Salzsäure sicher eingetreten wären. Das Wiederaufnahmeverfahren in der Henslerschen Strafsache scheint gesichert. A Ein Eisenbahn- Attentat wurde auf der Strecke Altenessen Katernberg verübt. Die Weichen waren mit Eisenzeug und Steinen bepackt. Auf den Streckenwärter wurden mehrere Revolverschüsse abgegeben. Sie trafen nicht, veranlaßten jedoch den Wärter, das Haltesignal zu geben und damit Unheil zu verhüten. Die sofort angestellte Untersuchung förderte den Anschlag zutage. Mord und Selbstmord. An einem Strauch am Hafen in Neustrelitz hat sich der Knecht Marin erhängt, der dort zum Besuche seiner Mutter eingetroffen war. Der Selbstmörder, der in Hasselförde diente, ist dringend verdächtig, dort an dem mit ihm dienenden Mädchen Luise Meyer einen Mord verübt zu haben. Marin verfolgte das Mädchen mit Liebesanträgen, die es jedoch zurückwies. Das Mädchen wurde an der Klinke der Stalltür erhängt aufgefunden. Marin soll das Mädchen erdrosselt und dann, um die Tat zu vertuschen, aufgehängt haben. ▲ Ein schweres Eisenbahnunglück ereignete sich in der Nähe von Milwaukee im amerikanischen Staat Jowa. Acht Wagen eines Schnellzuges stürzten von einer Hängebrücke, als der Zug eine Geschwindigkeit von 70 Meilen in der Stunde hatte. Hierbei wurden 4 Personen getötet, 24 verwundet. Die Ursache des Unfalls ist Schienenbruch. Die Zuckerfabrik in Czelleewiß in Mähren ist unter Berursachung eines Schadens von 1 Million Kronen nied gebrannt. Von der Grásin Montignoso. Die Frage der Auslieferung der kleinen Prinzessin Anna Monika an den König von Sachsen wird jetzt von den Anwälten beider Parteien zur Entscheidung der italienischen Gerichte gebracht werden. Nach italienischem Recht muß der Aushändigungsbefehl einer auswärtigen Behörde durch ein Urteil des italienischen Appellationsgerichts sanktioniert werden. Ueber die Haltung des toskanischen Hofes gehen die Meldungen auseinander. Es fehlt nicht an Berichten aus Salzburg, die zu melden wissen, daß man dort über das Auftreten des Justizrats Körner gegenüber der Gräfin Montignoso sehr erbittert sei. Es ist sogar die Rede davon, daß der Gräfin die Apanage erhöht und ein Besuch ihrer Kinder gestattet werden solle. Letztere Nachricht möchten wir doch bezweifeln. König Friedrich August soll unter den Verhältnissen sehr leiden und in einer an ihm ganz ungewohnten düsteren, verschlossenen Stimmung sich befinden. Durch die Luft von London nach Paris. Eine kühn Fahrt im Luftballon hat der Luftschiffer Jacques Faure unternommen. Er stieg abends mit seinem Ballon Spherique" in London auf. Nach glücklicher Fahrt landet er um 1 Uhr morgens vor den Toren von Paris in Saint Denis. Die Genickstarre in Oberschlesien greift in erschrecken. der Weise um sich. Die furchtbare Krankheit wütet nunmehr in 16 Ortschaften. Der Prozentsat an Todesfällen mehri sich zusehends. Allein in Königshütte sind vom 20. November bis heute 63 Personen gestorben. Ein englischer Offizier ermordet. Der Befehlshaber der Miliz in Südwasiristan, der englische Oberstleutnant Sarman, wurde von einem Eingeborenen getötet. Das Motiv zur Tat entzieht sich noch der Kenntnis. Der Mörder wurde festgenommen. Reiche Bernsteinfunde sind an der Ostsee gemacht worden. An dem Strande von Vöglers, Neufrug und Narmeln soll Bernstein im Werte von 5000 bis 6000 Mark aufgelesen worden sein, wodurch die Fischer für die verdienstlosen Sturmtage wenigstens etwas entschädigt werden. * Grimmige Kälte herrscht in den westlichen und südwestlichen Staaten Amerikas. In Nord- Teras und NeuMerifo wüten gefährliche Schneeſtürme. Die Viehherden haben sehr gelitten. Man hegt große Besorgnis wegen der Indianerstämme im Indianerterritorium, die den Unbilden der Witterung kaum widerstehen können. Auch in Deutschland hat sich der Winter mit allen seinen Schrecken wieder gemeldet. In Ostpreußen erscheinen die Wölfe stellenweise in Rudeln. Fünf dieser Raubtiere wurden in den Waldungen der Grafschaft Sorquitten in voriger Woche bemerkt. Bei der darauf veranstalteten Jagd wurden zwei Tiere erlegt, während die übrigen drei spurlos verschwanden. Hus dem Gerichtsfaal. § Wegen Gefährdung eines Eisenbahntransportes hatte sich der russisch- polnische Arbeiter Stanislaus Schwimmbarski vor einem deutschen Gericht zu verantworten. Um zu sehen, wie der Zug in die Höhe springen würde, legte der Angeklagte auf das Geleise der Eisenbahnstrecke zwischen Marienau und Neuteich in Ostpreußen sechs faustgroße Steine. Als der Zug dieser Strecke nahe kam, bemerkte der Lokomotivführer die Gefahr, gab Gegendampf und bremste. Mit mäßiger Geschwindigkeit passierte der Zug diese Stelle und lam mit einigen Stößen davon. Der Angeklagte wurde zornig, als ein anderer Arbeiter die Steine forträumen wollte. Der Angeklagte wurde zu 2½ Jahren Zuchthaus verurteilt. ar Realgymnafien fien und den Re Sheologie ober M baß das bon den bi der Beurteilung Generwel -e Feier des 50jähri Feuerwehren Gie Freiw. Gail'ide für morgen Mit eine große welcher an zah Bevölkerung G Diefer Verjam fonftituiert un abfichtigte Gr Feft abgehalten ffeft unferen meine und Hebes Ginzelne **( Kirch Minifterium ge lichen Behörden § Gesegnete Mahlzeit! Traurige Zustände müssen in den Lemberger Bäckereien herrschen. Dort wurde nämlich ein Bäckermeister zu drei Tagen Arrest verurteilt, weil in einer in seiner Bäckerei hergestellten Semmel eine ganze Maus gefunden wurde. Für eine solche nichtswürdige Wirtschaft ine viel zu gelinde Strafe. § Oberleutnant und Wechselfälscher. Der IngenieurOberleutnant Wessel, dessen Verhaftung in Italien seinerzeit Aufsehen erregte, kommt nun zur gerichtlichen Aburteilung. Die Anklage lautet auf Unterschlagung und Wechselfälschung. Wessel wird nicht vor das Kriegsgericht gestellt, sondern vor das Landgericht. Die Untersuchung wird vom Amtsgericht in Thorn geführt. zur Beftreitung lifchen Kirche elf Ride feds Proje aufgefchlagen und * Meistert weiten Handwerte nigen Tagen de dinen Antrag a foll, der zur Fü Die Huldigung des Kriegervereinsbezirk Leistungen demjer Alsfeld- Romrod. Unser)(- Korrespondent schreibt: Romrod, 13. Februar 1905. Zu einer großartigen Rundgebung fast des ganzen nördlichen Vogelsbergs gestaltete sich am Sonntag Abend der Fackelzug mit Serenade, welchen die Kriegervereine des Bezirks Alsfeld Romrod dem Großherzoglichen Paare im Schloßhofe darbrachten. Schon am Nachmittag waren die Vereine mit Fahnen erschienen, eine große Bevölkerung aus den betreffenden Drten hatte sich angeschlossen und so zählte die Volksmenge nach Tausenden. Der ganze Vogelsberg schien zusammen geströmt zu sein, um dem geliebten Herrscherparre seine Huldigung darzubringen. Noch nie hat unser stilles Landstädtchen so viele Menschen in seine Mauern gefaßt. Erschienen waren die Kriegervereine aus Alsfeld, Altenburg, Romrod, Leusel, Storndorf, Bell, Seibelsdorf, Windhausen, Kirtorf, Groß- Felda, Grebenau, Ermencob, Eifa, Brauerschwend, Breidenbach, Ober- Gleen, Schwarz, Strebendorf, Wahlen, Kestrich, Hopfgarten, Elbenrod, Heidelbach, Angenrod u. a. Nachdem sich die Vereine zu einem Festzug geordnet hatten, marschierte der Zug Borantritt einer Musikkapelle nach dem Schlosse. Im Schießhofe nahm der Zug Aufstellung und der Vorsigende des Hassia- Bezirks Alsfeld Herr Lehrer Rudolf- Alsfeld hielt die Ansprache. Er sprach die Freude des Kriegerbezirkes Alsfeld über die Hochzeit aus und wünscht namens desselben dem Allerhöchsten Paare Glück und Segen. Be geistert durchbrauste aus mehr als tausend Kehlen das Hoch auf das Großherzogliche Paar die Luft, darauf wurde die Hessenhymne gesungen. Sichtlich erfreut ob dieser Huldigung seiner Landestinder sprach der Großherzog seinen und seiner Gemahlin Dank aus, worauf die Volksmenge in lebhaften Beifall ausbrach. Der Männergesangverein Lederkranz" Romrod trug mehrere schöne Chorgesänge vor, den lebhaftesten Beifall des Großherzogs fand der Chor: Ein deutscher Mann". Mit den Herren vom Vorstand des Bezirks und der einzlnen Vereine unterhielt sich das hohe Paar in freundlichster Wise. Nunmehr rüsteten sich die Vereine zum Abmarsch, der in gleicher Dcdnung erfolgte. unter Nachdem die Fackeln zusammen geworfen waren, verteilten sich die Vereine in die Wirtschaften, und da diese die Gäste nicht alle zu fassen vermochten, kam die Gastfreiheit der Romioder zu ihrem Recht. Die Kameraden blieben noch bis zum spätem Abend beisammen. Die ganze Ovation der Krieger des Bezirks Alsfeld machte einen herrlichen Eindruck. Erhöht wurde dieser Eindruck noch durch die schöne, mondhelle Winternacht. Feenhaft erglänzten die mächtigen von Epheu umsponnenen Mauern und die schneebedeckten Zinnen des alten massiven Schlosses, von dem herab die hessische und solmsische Flagge weht. Den Teilnehmern wird diese Feier unvergeßlich bleiben. Lokales. 14. Februar 1905. ** Der Großherzog und die Großherzogin, die sich heute nach Lich begeben, gedenten am Donnerstag nach Darmstadt zurückzukehren. Der Großherzog hat dem Kreisstraßenwart Heinrich Geiß zu Rejistirchen, in Anerkennung der bon ihm am 25. August 1904 unter eigener Lebensgefahr vollzogenen Rettung des vierjährigen Sohnes des Balthasar Müller daselbst vom Tode des Ectrinkens, eine Geldprämte verliehen. ** Parlamentarisches. Der Abg. Noack hat in der Zweiten Kammer einen Antrag betr. Gleichstellung der höheren Schulen in Hessen eingebracht. Der selbe fordert, die Kammer möge die Regierung ersuchen: 1. die Berechtigungen der Abiturienten von Realgymnasium und Oberealschulen dahin zu erweitern, daß denselben der Zugang zum Studium der Rechtswissenschaft und des höheren Lehrsachs ohne Einschränkung gestattet, den Abiturienten der Dberealschulen außerdem der Zugang zum Forstfache frei gegeben werde; 2. die Nachprüfungen, welche die Abiturienten -? Bange waren dem Bi legter Beit auf daß das Mater ftandig abnehme zuwenden, in Burfchen auch d Hrutierungeftamm ** Hage Minifteriums be Rammerverhandlu Der Norddeuts Begenfeitigteit in Regelung der Ha herzogtums. Gle ihre Feldfrüchte dem Hinweis, daß beschädigte im G Co Lollar, 1 idurch die Blätter, woon zusammen 24 B2B bei uns aud # 3 Geschwistern alt geworden f beide Schwefter heute in bolf Beweis, daß hofft, beweift de treten ist und i Fahne geftiftet Bir wollen ihm Bagsfindes in G -r Großentag feiert unfer abgeordnete Le Seft feiner 23ja Anlaß dieses w Bereine einen F Sumballe ein B alle Bürger Teil bergönnt sein, n meinde feines Auch toir gratu S. Berden aufgelöft und < Buz Ehren des Gießener auf der St der um 91 einläuft. s Darm handlung H. Jac 4. Batterie Chinafeldzu Ehrenzeichen als er als Kanonier der zuführen nur Unterleib ber aber doch sehr fanonier späte fegt; der Gerid über dem Unge 4 Lagen gelind andinng. 34. Miller a lagungen 2c. 8 Monaten beru Die militärischen Sadlage nicht quis wegen der er Realgymnafien und der Oberrealschulen an den Gym-| Vorgesetzten zu begleiten und zur Degradation berurteilt. e den Unbilden uch in Deutsch Schreden wieder ölfe stellenweise n den Waldun Boche bemerkt. zwei Tiere ernasien und den Realgymnasien abzulegen haben, wenn sie Theologie oder Medizin studieren wollen, so zu gestalten, baß das von den Bewerbern bereits erworbene Reifezeugnis bei der Beurteilung berücksichtigt wird. - Der Musketier W. Weber aus Gießen von der 5. Kompagnie Infanterie- Regiment 116 war vor seinem Dienstantritt Kutscher in Bad Nauheim. Er hat damals in seinem Wagen eine Lorgnette und einen silbernen Anhänger gefunden, ohne dieselben abzuliefern. Die Eigentümer haben sich zwar nicht gemeldet, doch kam die Sache ans Tageslicht und W. wird wegen FundDer diebstahl mit 3 Tagen Gefängnis bestraft. Musketier Hch. Weißel aus Braunschweig Sortes hatte für morgen Mittwoch Abend 8 Uhr im Neuen Saalbau 5. Kompagnie Infanterie- Regiment Nr. 116. ging Abends Schwimmbarsti eine große Versammlung anberaumt ist, zu in Gesellschaft bon noch zwet Kameraden von der welcher an zahlreiche Mitbürger aus allen Kreisen der Stadt nach der Kaserne. Während die beiden Anderen einen ihnen begegnenden Sergeanten grüßten, sah W. chwanden. 1. Um zu sehen, legte der Ange-e Feuerwehr jubiläum. Die Vorbereitungen zur Feier des 50jährigen Bestehens der beiden Freiwilligen Feuerwehren Gießens( Gießener Freiw. Feuerwehr und Freiw. Gail'sche Feuerwehr) sind soweit gediehen, daß | ganz nett burchführte. Auch die Regie hatte trefflich gearbeitet. Das Haus war gut besetzt und so können die Frankfurter Künstler außer dem reichen Beifall auch noch den Gedanken mit heimnehmen, daß sie dem Theaterneubau in Gießen, zu dessen Cunsten sie ihre Kraft gestern Abend zur Verfügung steüten, abermals einen Dienst erwiesen haben. G. H. Brief- und Fragekasten der Redaktion. Ist die Biebertalbahn vom preußischen Eisenbahnfiscus übernommen, weil Sandstein- Quader, vom Abbruch des alten Hauptbahnhofsgebäudes herrührend, zur Errichtung eines Neubaues an der Rodheimerstraße, der wohl als zufünftiges Bahnhofsgebäudes für die Biebertalbahn dienen Mehrere Neugierige. vischen Marien Bevölkerung Gießens Einladungen ergangen sind. In einen anderen Weg und grüßte nicht, angeblich will er soll, verwandt werden? Be Steine. Als dieser Versammlung werden die einzelnen Ausschüsse ihn, nicht gesehen haben, auf mehrmaliges Anrufen blieb der Lokomotivbremste. Mit Mit fonftituiert und man wird in furzen Unwissen die beer nicht stehen, sondern ging nach der Kaserne durch. Er wird dafür wegen Achtungsverlegung und Gehorurteilt. Diese Stelle und abfichtigte Größe und die Art und Weise, wie das agte wurde zor Feft abgehalten werden soll, hören. Da dieses Jubiläums- samsverweigerung zu 3 Wochen strengen Arrest berträumen wollte. haus verurteilt. e müssen in den t, weil in einer fest unseren beiden Wehren gilt, so ist eine allgemeine und vollzählige Beteiligung und Mitwirkung K Kassel, 13. Febr.( Jähzorn.) In Niederzwehren in der Nähe des Bahnhofs warfen Kinder einen alten Mann namens Schwenicker mit Schneede nämlich ein fedes Einzelnen nur am Blaze. **( Kirchliche Umlagen) Nach den von dem bällen. Hierrüber erregt, zog Schwenicker seinen Si ganze Maus Minifterium genehmigten Beſchlüſſen der zuständigen kirch Revolver aus der Tasche und feuerte unter die Kinderdige Wirtidhajt lichen Behörden und Organe sollen im Rechnungsjahr 1905 schaar. Ein zwölf Jahre altes Mädchen wurde von dem Schuß getroffen und stürzte tot zu Boden. Der Täter wurde verhaftet. Der Ingenieur lischen Kirche elf Prozent und der Gesamtheit der katholischen zur Bestreitung der Bedürfnisse der Gesamtheit der evangeItalien seines lichen Abur und Wechsel ericht gestellt, ng wird vom Kirche sechs Prozent Buschlag zu den direkten Staatssteuern ausgeschlagen und erhoben werden. ** Meistertitel und Submissionswesen. Einen weiten Handwerkerkreise berührenden Beschluß faßte vor einigen Tagen das preußische Abgeordnetenhaus, indem es einen Antrag annahm, wonach bei Gleichwertigkeit der reinsbezirk Leistungen demjenigen Handwerker der Vorzug gegeben werden Februar 1905. so, der zur Führung des Meistertitels berechtigt ist." -? Bange Sorgen um die deutsche Wehrkraft waren dem Bürgermeister des Ortes C. im Vogelsberg in aft des ganzen letter Zeit aufgestiegen. Ez glaubte, beobachtet zu haben, Sonntag Abend daß das Material, aus dem das deutsche Heer sich rekrutiere iegervereine des ständig abnehme und so trug er, um eine Katastrophe abhen Paare im zuwenden, in diesem Jahr außer den stellungspflichtigen ttag waren die Burschen auch die 1885 geborenen Mädchen in die Refrutierungsstammrolle ein. Bevölkerung aus en und so zählte nze Bogelsberg dem geliebten Noch nie hat nichen in seine iegervereine aus Storndorf, Bell, Felda, Grebenau, ch, der ** Da¾ Hagelschaden Versicherung. Ministeriums veröffentlicht soeben den auf Grund der Rammerverhandlungen zwischen der hessischen Regierung und Norddeutschen Hagel Versicherungs- Gesellschaft auf Gegenseitigkeit in Berlin abgeschlossenen Vertrag über die Regelung der Hagelschäden bei den Landwirten des Großherzogtums. Gleichzeitig werden die Landwirte aufgefordert, ihre Feldfrüchte bet dieser Gesellschaft zu versichern unter bem Hinweis, daß fünftighin feine Sammlungen für Hagel, Ober- Gleen, beschädigte im Großherzogtum zugelassen werden. pfgarten, Elben co Lollar, 14. Febr. Vor einiger Zeit ging eine Notiz ich die Bereine durch die Blätter, daß ein Geschwistertrio das gohe Alter von zusammen 243 Jahre erreicht habe. Zum Beweise, daß Schloffe. Im es bei uns auch hochbetagte Leute gibt, fönnen wir von der Borsitzende 3 Geschwistern berichten, welche insgesammt über 247 Jahre alt geworden sind. Herr Friedrich Weinrich, dessen beide Schwestern 76 bezw. 82 Jahre ereicht haben, feiert heute in volfter Rüstigkeit seinen 89. Geburtstag. Als Beweis, daß W. noch viele Jahre unter uns zu weilen erhofft, beweist daß derselbe dem hiesigen Kegel- Klub beigetreten ist und demselben einen namhaften Betrag zu einer Fahne gestiftet hat, deren Weihe er noch zu erleben erhofft. Wir wollen ihm wünschen, daß diese Hoffnung des Geburtstagstindes in Erfüllung geht. der Zug unter udolf- Alsfeld des Kriegerbe wünscht nameni und Segen. B Rehlen das Hoch rauf wurde die dieser Huldigung einen und feiner nge in lebhaften ein„ Lederkranz r, den lebhafteften „ Ein deutscher des Bezirks und hohe Baar in die Bereine zum fen waren, ber und da diese die die Gaftfreiheit meraben blieben ganze Obation nen herrlichen och durch di erglänzten di und die schnee offee, von dem eht. Den Teil ben. Februar 1905. Stadttheater in Gießen. " -Deueste Nachrichten. Petersburg, 13. Febr. General Kuropatkin meldet vom gestrigen Tage: Um 4 Uhr heute morgen griff eine 300 Mann starfe Abteilung japanischer Kavallerie die Brücke bei Fengtsetongan und zerstörte die Eisenbahn auf ungefähr 30 Meter; nach einiger Zeit wurde der Eisenbahnverkehr wieder hergestellt. Am 11. Februar hatte japanische Infanterie, Loutsichouantſe angegriffen, war aber zurückgeschlagen worden; an demselben Tage hatten die Japaner den Butilowhügel und Saffeyang mit Belagerungsgeschützen beschossen, ein Offizier wurde getötet, einige wurden verwundet. Nach Meldungen, deren Richtigkeit jetzt festgestellt ist, haben wir vom 25. bis 29. Januar 221 unverwundete und 122 verwundete Gefangene gemacht. Tolio, 13. Februar. Die Russen setzten am Sonnabend die Beschießung von Oyamas Zentrum und rechtem Flügel fort; sie bauen andauernd ihre Verteidigungswerke auf dem rechten Flügel aus und errichteten in Mentapan ein Befestigungswerk für 24 Geschütze. Die Japaner haben in der Nähe von Hsiendhang eine Abteilung russischer Kavallerie umzingelt. Dabet wurden drei Russen getötet und elf verwundet. Gießeust landwirtschaftlicher Wetterdienst. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Mittwoch, den 14. Februar. Trüb, ganz erheblich milder und allenthalben Tauwetter, Regen, staifwindig, besonders auf den Höhen. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Die Marti preise für Vich und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 13. Februar 1905. Ochsen Kälber chweine Höchste Schlachtviehpreise in Frank urt a. M. 50 kg Schlachtgewicht 71-75 m. 81-83 Pf. 62-63 " Fleischpreise in Gießen 2 kg 70-80 f. do. Getreidepreise in Mannheim " " 1 18.85 M. 14,65 do. 70-74 do. 60-72 Brotpreise in Gießen Weißbrot 2 kg 52 f. " " 1 " 1 Schwarzbr. do. 48" Weizen 100, kg Moggen do. Die Siebzehnjährigen. Schauspiel in 4 Aufzügen von Mar Dreyer. Es gehört schon die echte Delikatesse des Herzens dazu, um einen Stoff, wie ihn Dreyer in diesem Schauspiel auf greift, dichterisch zu gestalten. Die Siebzehnjährigen" stellen ein tief psychologisches Problem dar, dessen Tri.bfedern im legten Grunde in den verborgenen Gängen der Künstler ſeele geheimnisvoll walten, bis zu deren Windungen noch feine Fackel hinabzuleuchten vermochte. In ehrlichem Bemühen sucht Dreyer mit scharfem Auge die Linie zu erspähen, die zwischen den an ihren Rändern verschwommenen Gebieten des mit fünstlerischer Sinnenlust begehrenden Schönheitsdurstes der Künstlerseele und ihrer sexuellen Liebe läuft. Mit größter Anteilnahme verfolgt man die Komplikationen bis zu Ende hin, die der Dichter hierbei entspringen läßt. Der fünstlerisch reichbegabte Gutsherr Major Werner von Schlettow ist bei einem tollen Ritte vom Pferde gestürzt und hat sich dabei ein böswilliges Augenleiden zugezogen. Wochenlang muß er in der Klinik bei verhängten Fenstern zubringen und während dieser Zeit tritt seine heißgeliebte Gattin vor sein geistiges Auge wie er sie als blühendes, junges Weib gesehen. Immer fester verstrickt er sich in diesen Gedanken und als ihn das Tageslicht zum ersten Male wieder umflutet, da schreitet sein Weib auf ihn zu, rosig und blühend, wie die Phantasie es ihm vorgegaufelt. Und es dürftet seine Sinnen nach ihrer Schönheit, er preßt das junge Wesen in seine ärme, stürmisch begehrend, leidenschaftlich... Auge in Auge, Wange an Wange streichen seelige Sekunden über sie hin... Da stößt er sie plötzlich - sie ist nicht sein Weib, sondern deren Adoptivzurück Werner schwester Erifa. Mehrere Monate verstreichen. von Schlettow geht von der sorgenden Liebe seiner Frau umgeben der Genesung entgegen. Den Rest der Gesundung soll ihn die Freude über die Ankunft seines 17jährigen Die Gesundheit des Kindes Frieder bringen. Der Wagen fährt vor, ihm entsteigt aber nicht Frieder allein, sondern auch Erifa. Werner v. Schlettow wird von eigentümlicher Unruhe ergriffen, er ahnt dunkel, daß mit der jungen Ecita irgend etwas unheimliches, Verhängnisvolles auf ihn zuschreitet. Er möchte hart gegen sie sein, möchte sie zurückstoßen, aber er faun es nicht. Er fämpft mit sich selber und in einer schwüllen Stunde, draußen liegt der Hochsommer und die Mägde winden den Erntefranz sagt er ihr, daß er sie begehrt, ihre glühende Wange und ihr duftiges Haar. Unbemerkt und ungewollt wird Frieder, der zufällig gekommen ist, Erifa einen Rosenstrauß zu bringen, Zeuge dieser Szene. Da wallt es bitter in ihm auf und sein reines Kinderherz bekommt den ersten häßlichen Sprung: er fann den eigenen Bater nicht mehr achten. Seine Pietät verbietet ihm, dessen öffentlicher Antläger zu werden und so wälzt er die große Last allein mit sich herum, bis er darunter zusammenbricht und freiwillig aus dem Leben scheidet. Als Annemarie von dem Verhältnis zwischen Werner und Erika erfährt, will sie sich von ihrem Gatten trennen, aber ihre große Liebe erkennt den Zusammenhang und schließt sich dem Lebensgefährten wieder an, der bei der Todesnachricht von seinem Sohne sein Augenlicht vollends eingebüßt hat. Ueber den Schluß läßt sich streiten, aber man muß bedenken, daß dieses Thema im Leben nie, sondern nur im philosophischen Sinne eine befriedigende Lösung finden kann. Verantwortli: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Gießen. -r Großen- Linden.( Jubiläum.) Nächsten Donnerstag feiert unser albeliebter Bürgermeister und Landtagsabgeordnete Leun seinen 50. Geburtstag und zugleich das Fest seiner 23jährigen Wirksamkeit als Bürgermeister. Aus Anlaß dieses wichtigen Tages veranstalten die hiesigen 5 Vereine einen Fackelzug', hierauf findet in der neuen Turnhalle ein Bankett mit Konzert statt, an welchem wohl alle Bürger Teil nehmen werden. Möge es dem Jubilar bergönnt sein, noch recht lange zum Emporblühen der Gemeinde seines Amtes so wie bisher walten zu fönnen. ( Auch wir gratulieren dem Jubilar schon im Voraus. D. R.) § Herchenhain. Unser alter Kriegerverein ist aufgelöft und ein neuer gegründet worden. < Butzbach. Aus Anlaß des morgen Mittwoch zu Thren des Großherzoglichen Paares in Lich von der Gießener Studentenschaft geplanten Fackelzuges wird auf der Strecke Buzbach- Lich ein Ertrazug verkehren, der um 9 Uhr Lich verläßt und um 10 Uhr in Butzbach einläuft. s Darmstadt.( Kriegsgericht.) Wegen Mißroßherzogin, handlung eines Untergebenen ist der Unteroffizier| ch. Jacob aus Oberbessingen bet Gießen 4. Batterie Feld- Artillerie- Regiment Nr. 25, der den Chinafeldzug mitgemacht hat und im Besitz zweier Ehrenzeichen ist, angeklagt. Er hat im Oftober v. J., als er als Küchen- Unteroffizier fommandiert war, einem en am Donnerstag Areisftraßenwart Anerkennung der eigener Lebens Die Darstellung war eine geradezu überwältigende. Die Hauptrollen lagen, wie schon ein Blick auf den Bettel zeigte in bewährten Händen. Werner von Schlettow wurde von Herrn Arthur Bauer( Frankfurter Schauspielhaus) in sprechendem Spiel auf das natürlichste durchgeführt. Er hätte garnicht anders sein dürfen der Widerschein der leidenzu befestigen. Zum Glück für die Eltern läßt sich nach überstandener Krankheit die Gesundheit der Kinder befestigen, um Rückfällen vorzubeugen, wenn das richtige Mittel gebraucht wird, ein Mittel, das langjährige Erfahrung in gewissen Fällen immer als Zuverlässig erwiesen hat. Die Eltern, die den hier folgenden Brief unterzeichneten, bezeugen, daß sie für ihr Söhnchen das richtige Mittel gebrauchten, um ihm neue Kräfte zu verschaffen, und zwar: Scotts Emulfion. Sobald Kinder nach überstandener Krankheit eines Kräftigungsmittels bedürfen, oder auch um sie vor befürchteter Krankheit zu be wahren, ist Scotts Emulsion immer das richtigeMittel. Seine Wirkung, neue Kräfte zu verleihen, ist eine dreißig Jahre alte Tatsache, die sich aber jeden Tag wieder neu bestätigt. Doch lesen Sie nun den oben erwähnten Brief von Herrn und Frau Scharf: München, Alpenstraße 27, II., den 14. August 1903. Unser jetzt zweijähriges Söhnchen Georg, das während seines zweiten Jahres schwer an der englisden Kranfheit litt, bekam letzten Winter noch dazu Masern und eine heftige Lungenentzündung, die das Kind an den Rand des Grabes brachten. Nach all diesen Störungen wurde ihm als Stä fungsmittel Scotts Emulsion gegeben, die dem Kleinen sofort Erleichterung beim Husten und einen ruhigen Schlaf brachte, und seinen Appetit nach wenigen Tagen hob, er erholte sich auch so rasch und kräftigte sich so erheblich, daß alle unsere Bekannten überrascht waren. Während früher durch die Englische Krankheit seine Beine so gekrümmt waren, daß er auf den Knöcheln stand, läuft er hießt im Galopp durch das Zimmer, ist dabei frisch und fröhlich und rosig geworden, und hat auch weiteres Bahnen ohne Beschwerden überstanden. Hochachtungsvoll( gez.) Gerda Scharf, Georg Scharf. Die Erklärung für diesen Erfolg sind die kraftjährigen Sohnes Kanonier der statt die thm übertragenen Arbeiten aus schaftlichen Seele Werner, als ihn Herr Bauer aus den verleihenden Mittel, aus denen Scotts Emulsion beSe des Ertrinkens, zuführen nur Spielereien trieb, einen Tritt gegen den kranken, verschleierten Augen brechen ließ. Seine Partnerin, steht, nämlich feinster Medizinallebertran, verbunden g. Road hat in aber doch sehr gefährlich werden konnte, und demselben die feinsinnige und muntere Wiedergabe ihrer Erika. Gleichstellung Stanonier später aus ähnlicher Ursache einen Stoß vereingebracht. Dev fett; der Gerichtshof zog die gereizte Stimmung gegenerung erfuchen: 1 Realgymnafium unb Unterleib versetzt, der zwar ohne nachteilige Folgen über dem Ungehorsam in Betracht und verurteilt J. zu 4 Tagen gelinden Arrest wegen vorschriftswidriger BeFrl. Poldi Sangora( Franff. Schausp.) entzückte durch So wohl das Schallhafte wie das Tiegerfaßenartige waren meisterhaft gearbeitete Rabinettsstückchen mimischer Kunst. Thessa Klindhammer( Franff. Schausp) stellte die sorgende Annemarie in vollendeter Weise dar. Man konnte bes höheren Lehrh. Müller aus Nauheim, welcher wegen Unter- Wirtschaft mitbrachte. Der Kadett Frieder fand endlich in felben der Bugang gandinng. Der Eisenbahn- Assistent, Vizefeldwebel ordentlich den fräftigen Odem spüren, den sie aus ihrer um Forftfache frei de bie Abiturienten 8 Monaten verurteilt worden war, hat nun auch noch bie militärischen Folgen zu tragen; er wird nach der Sachlage nicht mehr würdig erachtet das Amt eines dem vierten Frankfurter Gast, Herrn Hans Ziegler, seine getreue Bertörperung. Von den hiesigen Darstellern war nur Herrn Linzen eine größere Rolle, die des alten Herrn von Schlettow, beschieden, die er in guter Auffassung mit Kalt- und Nathronhypophosphiten. Vereinigt haben sie doppelte Kraft. Scotts Emulsion wird von uns ausschließlich im großen an Apotheken und Großhandlungen verkauft, und zwar nie lose nach Gewicht oder Maß, sondern nur in versiegelten Originalflaschen in Karton mit unserer Schutzmarke( Fischer mit großem Dorsch auf dem Rücken). Scott& Bowne, G. m. b. H., Frankfurt a. M. 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Februar 1905, nachmittage 2 bis 4 Uhr, wird im Impflokal( Schulgebäude, Neustadt 61) ein öffentlicher Impstermin öffnet bis abends abgehalten, in welchem diejenigen Angehörigen von Impf10 1hr, a. Sonntag. pflichtigen, welche Aufforderung erhalten haben, ihre Wilh. Karubach Kinder fostenlos der Impfung unterziehen lassen können. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem Landes- Jmpfinstitut vorgenommen. Die Kinder müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. Nachf. J. Mand, Weidengasse 1. Ece Neuen- Bäue. ür einen jungen Kaufmann, tüchtigen Verkäufer, wird sof. Stelle gesucht. Armenamt Gießen. Wiederherstellung Für Straßenbefeſtigung über ber Kanalanschlußgräben werden 2 tüchtige Pflasterer Gießen, 13. Februar 1905. Städt. Tiefbauamt. Braubach. platte( Nußbaum), 1 ov. Tisch mit Marmorplatte, verschiedene zum sofortigen Eintritt gesucht. Tische, 2 Sessel in rotbraunem Stundenlohn 40 Bfg. 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In beiden Terminen können ferner Stinder, weldje wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Impfarzte zur Unterfuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großherzoglichen Kreisgesundheitsamte ab= gegebenen Impfscheine müssen dort wieder abgeholt werden. Gießen, den 9. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. In der Zeit vom 4. bis 11. Februar 1905 wurden in hiesiger Stadt: gefunden: 1 schwarz. Handtäschchen mit 1 weißem Taschentuch und 1 Portemonnate mit Inhalt; berloren: 1 filb. Cigaretten- Etut, Wert 40 Mt., 1 filberne Rem.- Uhr mit goldner Kette. Wert 140 Mt., 1 Portemonnate mit 2,52 Mt., 1 Haarring, gez. J. B., 1 goldn. Ning mit 2 Opalen und 2 fleine Perlen als Inhalt, und ein Portemonnate mit 8-9 Mt. und einigen Quittungen Inhalt. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegengesucht. Anmeldungen auf dem stände belleben ihre Ansprüche alsbald bei uus geltend Verwaltungsbureau erbeten. Schloffer- Lehrling ſucht M. Dörr, Schlossermeister Gießen, Nord Anlage 8. Junges ordentl. Mädchen kann die Kleidermacherei gründlich erlernen. Näheres Gießen, Diehstraße 7. Jg. Witwe, 22 J., finderlos, ohne jeden. Anh, im Besitz von über 500 000 Mt., wünscht Heirat mit olid. Mann. Verm. nicht erf. Bwb. u., Veritas", Borlin N.39 erb Makulatur hat abzugeben zu machen. Gießen, den 11. Februar 1905. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. Arbeitsvergebung. Die zu verschiedenen Herstellungen in einem Stallgebäude des Schlachthofes erforderliche soll Maurer- und Weißbinderarbeit Donnerstag, den 16. d. Mts., vorm. 11½ Uhr öffentlich vergeben werden. Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 8 Tage. Gießen, den 13. Februar 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. Expedition d. Blattes. Vergebung von Erdarbeiten. Expedition d. Blattes. Zugelaufen Die für die Herstellung von Baumgruben in der Licher- und Grünbergerstraße erforderlichen Erdarbeiten sollen Montag, d. 20. d. Mts., vorm. 10 Uhr ift ein kleiner Fox- Terrier mit öffentlich vergeben werden. Gießen, Afterweg 43, II. schwarzem Kopf und schwarzem KOSTRITZHÜRINGEN NAHR UNGSMITT MAGDEBURG TELA 1833 Use AGENDE INGIN DAM MAGDEBURG AMSTERDAM VENEDIG 189 G BRAT LEIPZIG Gegründet 1696 Köftriker Schwarzbier Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze Extraftes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Refonvalescenten jeder Art bon hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei F. Kühnhold, Bier- Depot, Ludwigstraße 55. Man verlange ausdrücklich nur das echte Köstritzer Schwarzbier" 99 Fleck auf dem Rüden. 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