Certe m die e und von 1600 Tichen ſſeau, De Taus felbft Waren t zum mende Schutt ; denn S nicht. ten die derzu nach n dem hiebt ein Zund ußten, ie aud toblter Laden anden. da gea dann en und Mauer Der ver Ten und ran, die i galz mderbar pen abe 1 prachte dter Ge 1 seinen uns für itte unte gemacht, werden, re Sohn. hmolzene 1 wir aus Stangen ft gewig, ejer roten ung wird sich doch ntdedung. britation formen em neu schaffen. nfte die zogs ge he später. giftungs Oblaten, e. Durg In die ge ur selben n auf den vig XIII. d Niedrig, Beifall, Laufe des tion über ale dura Der glaub générale Nr. 12. Erstes Blatt. Insertionsprets. Die einspaltige Betitzeile für ganz OberSefen, die Kretse Wehlar and Marburg 10 Bfg. sonst 15 Bfg. Reklamen ble Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Haapterpebition: teßen, Seltersweg 89. Fernsprechanschluk Nr. 862. Samstag, den 14. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pra., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Bost bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Oratiobellagen: Oberhefftsche Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchen: lich). Das Blatt erscheint an allen Werttagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Sießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Sickener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Südweftafrika in der Budgetkommiffion Berlin, 13. Januar. Der Zwischenfall in der Budgetkommission, welche die Berhandling über die Nachtroysforderung für Südwestafrika gestern vertagte, weil keine Entlastung gefordert worden war, ist inzwischen beseitigt worden. In der heutigen Sizung gab der Reichsschazsekretär Freiherr v. Stengel im Namen des Reichskanzlers eine Erklärung ab, in der er eine Berücksichtigung der Wünsche des Parlaments zusicherte und auch sofort einen neuen Paragraphen zu der Vertragsforderung vorlegte, dessen Einführung alsbald beschlossen murde. Dieser Paragraph enthält die Indemnität für die bereits bewirkten Ausgaben. Damit ist der Swischer fall erTezigt. cute r! 5Pfg. Pig. 50 Pig. 83. In der gestrigen Sigung waren alle Parteien darüber einig, daß die Indemnität nachgesucht werden müsse. Eine Gruppe verlangte allerdings eine scharfe Fassung dieses Standpunktes, nämlich Ablehnung jeder Verhandlung, bis die Indemnität eingefordert werde, während die zum Frieden geneigte Gruppe die Vertagung beantragte und durchsetzte und so der Regierung eine goldene Brücke baute. Sachlich ist selbstverständlich der Reichstag im Rechte, denn nach der Verfassung muß die Regierung für bereits vollzogene Ausgaben die Entlastung nachsuchen. An diesem Rechte darf das Parlament nicht rütteln lassen, wenn nicht die ganze Mitregierung des Volkes völlig in die Luft gehängt werden soll. Im Verlaufe der Beratung, in die nunmehr eingetreten wurde, kamen die verschiedenartigsten Fragen zur Sprache, und ist die wenig rücksichtsvolle Art, wie angeblich die Verwandten von den Verlusten in Kenntnis gesetzt werden, sowie die Bevorzugung eines Berliner Blattes bei den Berichten vom Kriegsschauplate, die von Seiten der Regierung als Indiskretionen gekennzeichnet wurden. Für die gefangenen Hereros wurde eine humane Behandlung zugesichert, jedoch müsse erst der Widerstand gebrochen werden, ehe Milde eintreten könne. Zum Schluß fam ein Ueberblick über die Verluste. Danach sind bis zum 11. Januar 1905 gestorben 35 Offiziere, 75 Unteroffiziere, 363 Reiter von der Schußtruppe und 88 bei der Marine, 7 Offiziere, 11 Unteroffiziere, 72 Mann, von Reservisten, Farmern und Kriegsfreiwilligen, 12 Offiziere und 265 Mann, insgesamt 752 Bersonen. Verwundet sind 25 Offigiere, 52 Unteroffiziere, 134 von der Schutztruppe, und von der Marine 6 Offiziere, 5 Unteroffiziere und 15 Mann. Der Krieg in Oftalien. Vom Kriegsschauplatz liegen Meldungen von Belang nicht vor. Eine kleine Abteilung russischer Kavallerie versuchte die Eisenbahn in der Nähe von Haitscheng zu zerHören, wurde aber durch die Wachtmannschaft vertrieben. Einzelheiten sind nicht zu erhalten; es ist dies das erste Mal, daß die Russen von ihrer Kavallerie an der Verkehrslinie Gebrauch machen. General Stöffel soll nach einer Pariser Meldung beabsichtigen, nach Landung in Marseille über Berlin nach Rußland zu reisen, um unterwegs vom Deutschen Kaiser den ihm verliehenen Orden pour le mérite entgegenzunehmen. Der Grund, weswegen General Stössel die Freiheit auf Ehrenwort angenommen habe, liege in der Notwendigkeit, dem Zaren einen genauen Bericht über die Ereignisse von Port Arthur zu erstatten. Die Neutralität Chinas wird in nächster Zeit von den Regierungen der Großmächie wieder einmal genau unter die Lupe genommen werden. Die russische Regierung hat ein Rundschreiben erlassen wegen der Verlegung der Neutralität während des verflossenen Beitabschnittes des russisch- japanischen Krieges durch China. In dem Schreiben wird China für unfähig erklärt, seinen Berpflichtungen nachzukommen; sodann wird eine Reihe befannt gewordener Neutralitätsverletzungen aufgeführt und für wahrscheinlich erklärt, daß diese Handlungsweise in derfelben Weise fortgesezt werde. Dies könne das Land in gefährliche Bahnen bringen. Die von den europäischen Nächten gleich zu Beginn des Krieges gemachten Versuche, die Neutralität Chinas zu sichern, hätten keinen Erfolg gehabt, aber die Aufreizung gegen die Europäer hätte eine emste Lage geschaffen, die Rußland bewogen habe, die allgemeine Aufmerksamkeit darauf zu lenken. Zum Schluß des Schreibens nimmt Rußland das Recht für sich in Anspruch, Fin der Angelegenheit der Neutralität Chinas von seinen eigenen Interessen leiten zu lassen. Zur Ucbergabe von Port Arthur. Berlin, 13. Januar. Der offizielle Bericht über die Uebergabe von Port Arhur, den General Nogi nach Tokio eingereicht hat, führt de ausgeliefert auf: 59 permanente Befestigungen, 546 Geschütze, darunter 54 großen, 149 mittleren und 343 kleien Kalibers, 82 670 Granaten, 3000 Kilogramm Pulver, 35 252 Gewehre, 1920 Pferde, 4 Schlachtschiffe ohne die Sewastopol", die vollständig gesunken ist, 2 Streuzer, 14 Kanonenboote und Torpedobootszerstörer, 10 Dampfer sowie außerdem 35 fleinere Dampfer, die nach unerheblichen Reparaturen noch brauchbar sind. Die ganze in Port Arthur verlorene Artillerie muß aber auf nicht weniger als 1400 Geschütze beziffert werden. Sie bestand aus 520 Festungsgeschüßen( 420 in Port Arthur, 60 in Sintschau und 40 auf den vorgeschobenen Bositionen), 80 Feldgeschützen und Maschinengewehren und etwa 800 Geschützen verschiedenen Kalibers auf etwa 50 Kriegsschiffen. Der materielle Schaden, den Rußland durch die Belagerung von Port Arthur und den Verlust der Festung erleidet, läßt sich natürlich noch nicht annähernd abschätzen. Nur bezüglich des Wertes der in Port Arthur zu Grunde gegangenen Flotte zirkulieren gegenwärtig einige neue Ziffern, die im übrigen niedriger sind, als verschiedene andere, früher aufgestellte Kalkulationen. Danach kostet Rußland der Verlust des Port Arthur- Geschwaders etwa 100 Millionen Rubel; in der Liste figurieren die einzelnen großen Kampfeinheiten mit nachstehenden Summen: ,, Retwisan" 10 695 518 Rubel, ,, Peresmiet" 10 441 655 Rubel,„ Pobjeda" und" Sewastopol" je 8 074 409 Rubel,„ Bajan" 6 900 689 Rubel, Pallada" 5 726 313 Rubel und„ Bojarin" 3 394 024 Rubel. Im Moment der Kriegserklärung betrugen die Kosten der auf allen Schiffen befindlichen Munition 5 762 936 Rubel. Die Dolitik. Obgleich der Bergarbeiterausstand im Ruhrgebiet im Wachsen ist, hofft man doch, daß dank dem vermittelnden Eingreifen der Regierung der Gesamtausstand im Ruhrgebiet noch vermieden werden kann. Oefterreich- Ungarn. Wenn die auf österreichisch- ungarische Quellen zurückgehenden Meldungen richtig wären, hätte die österreichischungarische Konferenz noch keine Zustimmung zu den deutsajen Konzessionen erteilt. Die Meldung besagt, daß die Delegierten wieder zu weiteren Verhandlungen nach Berlin ziehen. Nach den Informationen unseres CB- Mitarbeiters handelt es sich um die Fertigstellung des Vertragsinstrumentes. frankreich. Infolge der Wahl Doumers zum Präsidenten der Deputiertenkammer will der Ministerpräsident Combes die Kabinettsfrage stellen. Zu dem Zwecke wird Combes die Annahme einer vom Deputierten Jaurès abgefaßten Tagesordnung verlangen, in der seiner Regierung das Vertrauen ausgesprochen wird, weil sie allein die notwendige Autorität zur Durchführung der republikanischen Reformen besize, und in der ferner erklärt wird, daß die Kammer keine weitere Erörterung der Denunziationsangelegenheit zulassen werde. Es stehen heiße Kämpfe auf parlamentarischem Gebiete bevor, und es muß sich nun zeigen, ob das Ministerium Combes im stande ist, sich auch gegen diesen gefährlichen Angriff zu halten. England. In einer Rede, die der Premierminister Balfour in Glasgow hielt, behandelte er sehr ausführlich die Zustände in Armee und Flotte. Als das Problem, das in erster Linie ins Auge zu fassen sei, bezeichnete der leitende Minister die Verteidigung Afghanistans. Dort sei die Stelle, mo allein ein Konflikt mit einer großen militärischen Macht möglich sei. Die vom Kriegsministerium eingeführten Armeereformen setzten England in den Stand, wirksam in jeden Streit an der Nordwestgrenze Indiens einzugreifen. Die von Kitchener in Indien eingeführte Heeresorganisation habe die Leistungsfähigkeit der indischen Armee als Feldarmee gewaltig gehoben. Für die Verteidigung des eigentlichen England genüge eine kleine reguläre Armee zusammen mit den übrigen Truppen, da hier die Flotte die Grundlage bilde. Balkan- Staaten. O Anscheinend ist der Einfluß der Verschwörer beim Offizierkorps im Abflauen. Während diese früher sämtliche Vorstandsstellen im Offizierskasino innehatten, haben neuerdings einige Vorstandsmitglieder anderen Kandidaten weichen müssen; dagegen ist Oberst Maschin, ein Schwager und der Königin Draga, aber trotzdem deren Gegner darum Mitverschworener, wieder zum Vorsitzenden gewählt worden. Alien. Da es zu den englischen Kolonialprinzipien gehört, scheinbar die alten Zustände aufrecht zu erhalten, so cristieren in Indien noch eine Anzahl von Pseudofürsten, denen eine prunkvolle Hofhaltung ermöglicht wird, die aber im übrigen nicht viel to seggen haben". Infolgedessen will es auch nicht viel bedeuten, wenn jetzt der Telegraph meldet, daß die Fürsten, oder wie sie in der Landessprache heißen, die Maharadschas von Gir und Nawagai in Fehde leben. Letterer eroberte sogar ein Fort. Eine fliegende englische Kolonne ist schon von Malakand aus auf dem Marsch, um Ruhe zu stiften. Dem unbotmäßigen Schattenfürsten von Nawagai wird wohl nachher der Brotkorb etwas höher gehängt werden. Deutfcher Reichstag. ( 117. Sigung.) CB Berlin, 13. Januar. Ohne jeden Schwung zog sich heute die zweite Beratung des Justiz etats weiter. Der freisinnige Abgeordnete Lenzmann versetzte die Zuhörer zwar für kurze Zeit in die bessere Vergangenheit zurück, indem er eine längere Rede recht launig begann, aber dann verdrängte auch bei ihm der Jurist den gewandten Barlamentsredner. Er behandelte noch einmal den Fall Stubstrat, ging dann auf den Fall Hüssener ein und erörterte schließlich den legten Prozeß gegen den Grafen Pückler. Staatssekretär Dr. Ni e- berding erklärte, daß der Fall Hüssener zum Ressort des Kriegsministeriums gehöre, er könne also darüber keine Auskunft geben. Er legte aber Verwahrung dagegen ein, daß, wenn selbst einzeine Unregelmäßigkeiten vorgefommen seien, deshalb allgemeine Vorwürfe gegen die Strafbollstreckungsbehörden erhoben würden. Mit einer reichsgesetzlichen Regelung des Strafvollzuges seien die zuständigen Stellen schon lange beschäftigt; aber, bevor man dazu tomme, müßten viele Schwierigkeiten überwunden werden. Auch die Staatsanwaltschaft sah sich der Staatssekretär veranlaßt gegen einen indireften Tadel des. Herrn Lenzmann in Schutz zu nehmen. Dieser hatte nämlich einen Zusammenhang zwischen der von seiner Fraktion beabsichtigten Interpellation und der lezten Verurteilung des Grafen Pückler konstruiert, die jene Anfrage in förmlicher Form unnötig gemacht habe. Dem trat Dr. Nieberding entgegen; die Staatsanwaltschaft habe hier, wie immer, nach Recht und Gesetz gehandelt, nicht aber mit Rücksicht auf eine parlamentarische Aktion. Später wiederholte der Abg. Jessen das bekannte politische Klagelied, daß die Dänen in Schleswig von den Behörden zurückgesett würden. Die anderen Gegenstände, die zur Sprache kamen, waren zwar keineswegs unwichtig, trugen aber zum größten Teil einen juristischen Charakter und boten unter politischen Gesichtspunkten geringeres Interesse. Mit einer Ausnahme allerdings. Der Zentrumsführer Dr. Spahn wandte sich mit großer Entschiedenheit gegen den von Dr. Müller- Meiningen befürworteten freisinnigen Antrag, im§ 166 des Cliusgesetzbuches die Bestimmung zu streichen, die außer Gottesläſte rung auch die Beschimpfung kirchlicher Einrichtungen und Gebräuche unter Strafe stellt. Nab und fern. O Der strafbare Schulbesuch. Zu einer eigenartigen Verfügung sah sich der Gemeindevorsteher des Dorfes Bückelte bei Meppen veranlaßt. Er ordnete an, daß bei Strafe von 3 Mark niemand fein Kind zur Schule schicken dürfe. Den Grund zu dieser der Bückelter Dorfjugend zweifellos sehr angenehmen Verfügung gab ihm die schwere Erkrankung des Schullehrers, die eine Ansteckungsgefahr für die Kinder bilden sollte. Erst nach erfolgtem Tode des Lehrers wurde die Schulsperre wieder aufgehoben. Ein Opfer feiner Seelsorgerpflicht ist in Priem am Chiemsee der Pfarrvikar Adomer geworden. Er wurde nächtlich von einem unbekannten Burschen geweckt und gebeten, der schwerkranken Mutter des Bittenden die letzte Wegzehrung zu bringen. Auf dem Wege nach der angeblichen Kranken ist dann Adomer von seinem verbrecherischen Begleiter ermordet und beraubt worden. Der Täter konnte noch nicht ermittelt werden. + Panik bei einer Trauerfeier. Ein schauciger Bors ereignete sich in Whitechapel. Dort war eine alte Frau gestorben und im Vorzimmer ihres bereits sehr baufälligen Hauses aufgebahrt worden. Als am Tage der Beerdigung die Leidtragenden zur Abholung des Sarges erschienen, brach der Fußboden des Zimmers plötzlich durch und die Trauerbersammlung, die Möbel und der Sarg mit der Reiche stürzten in den Keller hinab, ebenso eine brennende Petroleumlampe, die sofort explodierte. Es entstand eine furchtbare Panik, doch besaß eine Frau noch soviel Geistesgegenwart, die emporschlagenden Flammen durch daraufgeworfene Kleidungsstücke zu ersticken. Erst nach vielen Schwierigkeiten gelang es, die Verunglückten und ebenso Sarg und Leiche wieder emporzufördern. Das Herrnhuter Brüderhaus abgebrannt. Das be rühmte Herrnhuter Brüderhaus, das Wahrzeichen des ganzen Herrnhutertums, ist ein Raub der Flammen geworden. Das Haus wurde im Jahre 1722 von Christians David er. baut, der hier mit seinen aus Mähren vertriebenen Glaubensbrüdern eine Zuflucht fand. Aus dem Gerichtssaal. § Ein Rabenvater. Wegen furchtbarer Mißhandlung seines Töchterchens hatte sich vor der Landgerichtsstraffammer in Braunschweig der Arbeiter Meyer zu verantworten. Er hatte aus Aerger darüber, daß seine franke Frau das Essen nicht rechtzeitig fertig hatte, das arme Kind mit ent blößtem Rücken an den heißen Ofen gehalten, so daß sich die Verzierungen des Ofens in das Fleisch einbrannten. Das Gericht verurteilte den Unmenschen zu 1½ Jahren Gefängnis. § Das Urteil im Pückler- Prozeß lautete wegen WiderStandes gegen die Staatsgewalt und Vergehens gegen die öffentliche Ordnung auf Gefängnisstrafe von 6 Monaten. Am Schlusse der Verhandlung gab es noch eine dramatische Szene. Als der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor Kanzow das Urteil verkündet hatte und die Begründung gab, in der die Roheit in der Ausdrucksweise Pücklers um so schärfer getadelt wird, als es sich um einen gebildeten Mann, einen Edelmann handelte, sprang Graf Püdler erregt auf und rief dem Vorsitzenden in drohendem Tone zu:„ Sie werden die Folgen dieses Urteils tragen, wir werden uns mit der Waffe weiter sprechen!" Wegen dieser Handlungsweise, die der Vorsigende als„ unerhörte Ungebühr und Ünverschämtheit" bezeichnet, wurde Graf Pückler vom Gericht in eine sofort zu bollstreckende Ungebührstrafe von 3 Tagen Haft verurteilt und sofort vom Gerichtsdiener abgeführt. Schon im Laufe der Verhandlung war es zu einem Zusammenstoß Pücklers mit dem Staatsanwalt gekommen, den er wegen einiger Ausdrücke ebenfalls mit einer Forderung bedroht hatte; es war indessen gelungen, den Grafen zu beruhigen. Ausdrücklich hatte der Gerichtshof festgestellt, daß nach seiner Ansicht Unzurechnungsfähigkeit des Grafen Pückler durchaus nicht borliege. Trunk fuchtsheilung durch Hypnofe. = [ Ein greises Brautpaar] wurde fürzlich in Howard City ehelich verbunden. Der junge Gatte zählt 92 Jahre, die Gattin nur" 83. Der Feier wohnten 43 Enkel und Us enfel des Brautpaares bei. - K Die No bahn Bahnftre furt- Rödgen- B bon fachfundig Licher und Fri gefäßt. Die fein. Bette Maschinen famil und Heizer vor =[ Die Dreifönigsfrau.] In Offenburg wurde eine Frau beerdigt, in deren Leben das Wort„ Dreifönig" eine große Nolle gespielt hat. Sie wurde im Jahre 1845 am Dreifönigstag geboren und zwar als Tochter des Besizers des Gasthauses zu den drei Königen. Im Jahre 1866 verbeiratete sie sich an einen Gastwirt, dessen Besitzkum ebenfalls nach den drei Königen benannt war. Schließlich starb fie auch am Dreifönigstag des Jahres 1905. Ihre Söhne führen das Gasthaus zu den drei Königen weiter. - [ Was der deutsche Gott nicht versteht.] Eine sonder bare Ansicht entwickelte ein Staliener, der in Bonndorf bei einem Bau als Handlanger beschäftigt ist. Antonio sollte einen großen Stein nach dem Bau wälzen. Bei der schwe ren Arbeit fluchte er aber natürlich in der Sprache fei ner Heimat so lästerlich, daß ihm die dabeistehende Tochter des Bauherrn lächelnd mit den Worten drohte: ,, Aber Antonio, wenn das Gott hört." Aber Antonis grinste nur und sagte:„ Mackt nir, Signora, Gott in Deutschland versteht nir italiano!" aurem Kupfer zum Färben gesagt werde ,. Darum wird es iber nicht nötig sein, daß, wie es hier verlangt würde, niemand mehr Gelee, Marmelade, Milch, Butter, Margarine, Käse, Würstchen, Erbsen, Pökelfleisch, Büchsenfleisch, Fische, Schinken, Speck und Konserven überhaupt essen dürfe, ehe nicht die Einführung solcher Gifte in unser Blut durch diese Nahrungsmittel gesetzlich durchaus unmöglich gemacht sei. Selbstverständlich wurden ferner Tee, Kaffee, Kakao, Alkohol und auch Fleischertrakt durchaus verworfen, die nicht Nahrungsmittel, sondern schädliche Reizmittel und wahre Mörder unserer Nerven seien. Weiterhin seien alle Mineralwasser Im allgemeinen ungesund, weil sie Weinstein und Kohlensäure, Saccharin, künstliche oder mineralische Färbemittel inthalten. Die einzige für den Menschen notwendige Flüssig= leit jei Wasser. Das ist nun besonders fatal, weil der Mensch Jerade durch das Wasser, wenn es nicht sehr rein ist, am sichersten zu ansteckenden Krankheiten kommt. Auch Zucker und alle Nahrungsmittel, die solchen enthalten, seien unzuträglich, desgleichen natürlich Honig, während getrocknete, ehr süße Früchte, wie Datteln und Feigen, wenigstens etwas besser seien. Eine andere volkstümliche, aber krankheitbrütende, todbringende Gruppe von Nährstoffen seien die Fette. Sie bringen dem Menschen Fieber, Kopfschmerz, Erfältungen und allgemeine Körperschwäche, und es sei fast ummöglich, eine Ohnmacht, einen Schlaganfall oder einen Herzfehler zu erleiden, wenn man diese Nahrungsstoffe verneide. Etwas Fett sei ja wohl nötig, aber nicht mehr als schon im Brot, in Haferschleim, Mais, Milch, Nüssen und im Fleisch von natürlich auf der Weide und nicht künstlich ernähriem Vieh zu letzterem werden Schweine und Preisochsen gerechnet enthalten sei. Es würde wohl aber doch etwas schwierig sein, nach den Lehren dieses Fanatikers diese zugestandenermaßen notwendige Menge Fett zu bekommen. Ja, wenn man dann das Essen wohl lieber ganz aufgeben würde. Weiterhin werden nämlich auch noch auf die Profriptionsliste gesezt Pasteten, Puddings, Kuchen, alle ein. fachen und besonderen Brotsorten, Biscuits, Eingemachtes und andere stärkehaltigen Nahrungsmittel, die irgendwelche tierische oder pflanzliche Fette, Dele oder Butter entjalten. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) Der Hypnotismus hat wohl die Zeit seiner höchsten Blüte überschritten. Man hat sich an seine tatsächlich festgestellten Eigenschaften gewöhnt, und was ihm sonst noch angedichtet wird, hat start an Interesse oder doch an aufregendem Einfluß berloren. Immerhin wird es auch heute immer noch Brute geben, die teils aus Aberglauben, teils aus Eigennut behaupten, daß der Hypnotiseur fast jede Krankheit zu heilen vermöge, die uns sterblichen Menschen begegnen kann. Auch die geistigen und moralischen Unzulänglichkeiten werden davon nicht ausgeommen, und man muß allerdings zugeben, daß gerade auf diesem Gebiet eine hypnotische oder suggestive Beeinflussung am ehesten Erfolg verspricht. Daß der Hypnetismus auch bei der Bekämpfung der Trunksucht eine heilfame Rolle zu übernehmen wermag, wird sogar von einzelnen Aerzten behauptet. Man wird aber gut daran tun, auch dieser Aussage mit großer Vorsicht zu begegnen. Es mag Fälle von zeitweiliger Trunksucht aus unglücklicher körperlicher Veranlagung oder aus Vererbung geben, bei denen die hypnotische Willensbeeinflussung, wenn sie geschickt gerade zu rechter Zeit angewendet wird, gleich einer andern therapeutischen Maßnahme einen Anfall des Leidens abwenden oder mildern kann. Lokales. 14. Januar 1905. [ Der Nachdrud unserer mit besonderen Zeichen versehenen Original- Artikel if*** mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.) einem Glasfenft wetter, Hagelfd P. In vergangener Nacht wurde am Gießener Bahnhofe ein lüderliches Frauenzimmer betroffen und zur Haft gebracht. Gleichfalls wurde ein junger Mensch in einem in der Rodheimerstraße befindlichen Gartenhaus obdachlos betroffen und verhaftet. Am Schluß fragte ein Zuhörer ängstlich, ob der Vorragende ihm wohl sagen möchte, was er essen solle. Er er. hielt die Antwort, daß nur Gemüse, Reis und Salat zu empfehlen seien, und nur, nachdem man das fünfundbreißigste Lebensjahr überschritten hätte, dürfte man auch noch einige andere Dinge essen, ohne Leben und Gesundheit zu gefährden. Uebrigens kann man diesem heiteren Bericht uch noch eine ernste Seite abgewinnen. Das Tohuwabohu, bas im Gehirn dieses Mannes bezüglich der richtigen Ernährung des Menschen herrscht, ist ein bedenklicher Beweis dafür, was eine Halbbildung für schädliche Folgen haben ann. Es braucht sich damit nur noch ein gewisses äußeres Beschick zu verbinden, und eine neue Sette ist fertig, die so and soviel Menschen geistig und gefundheitlich schädiat. Bei dieser Art von Trunksucht handelt es sich um eine Art von körperlicher Krankheit, nicht um ein erworbenes Laster. Die Willenskraft, die den Kranken zur Zeit des Anfalls verläßt, ist doch in der Zwischenzeit vermutlich vorhanden. Auch dann aber vertritt die ärztliche Wissenschaft den Standpunkt daß es eine weit vernünftigere und wirkfamere Art der Behandlung wäre, den Kranken bei den ersten Anzeichen eines Anfalls zu isolieren und ihm den Alkohol gewaltsam vorzuenthalten. Damit kann dann noch eine besondere medizinische Behandlung Hand in Hand gehen, die auf eine Unterstützung und Anregung des Allgemeinbefindens während der Krisis hinwirkt. Bei der überwiegenden Mehrzahl von Trunksüchtigen ist ein erworbenes Bedürfnis vorhanden gleichzeitig mit einer Schwächung der Wider. standskraft, gegen die der Hypnotismus oder eine Suggestion in weiterem Sinne meist nicht ausreicht, um eine Heilung herborzubringen, wenn auch unter besonders günstigen Um ständen eine solche vielleicht einmal auf diesem Wege erzielt werden kann. Was Not tut, ist die Behandlung von Trunksüchtigen in wirklich wissenschaftlich geleiteten Anstalten, wo von me dizinischer und moralischer Seite alles geschieht, um die cr lahmte Willenskraft zur Auflehnung gegen den übermäßigen Alkoholgenuß zu wecken. Insoweit der Hypnotismus einer olchen vernünftigen Behandlung den Boden abgräbt oder bas Vertrauen des Kranken an die Möglichkeit ein Sei ung erschüttert, ist er unbedingt zu verwerfen, beim Vermischtes. K Hund dag laut a m Schlachthofe wird, im ab 99 Hunde z r Grün fein 25jährige Aug. Stamm fondere Ehrun r Coole Beitung ein fo brer ein Maul 60 geldrieben i e Laubach. den Besitz der 36 000 Mart. e Ruppert entbrannt wege Corbach- Brile K Zur Beratung über die Gründung einer Polizeischule fand am Samstag in Darmstadt eine Konferenz statt, an der Vertreter des Ministerinms Provinzialdirektor v. Grancy, der Oberbürgermeister der größeren Stadt und die Polizeiamtmänner des Großherzogtums teilnahmen. 2 Millionen M Gruben Badenh Wert haben, we r Merlau fteigerung Doch ist von Meter Bucher Rundscheit 15 Krofd Freundestreife Weil und Fra Anieper wurde eine prachtboll drückte den C Ehrendiplom ** Direktor Martin Stein's Original japanische Schauspiel- Gesellschaft, welche hier am 16. Januar im Stadttheater gaftiert, führt, um ein möglichst getreues Bild der dortigen Theater verhältnisse zu geben, ihre gesamten Driginal- Dekorationen und Kostüme mit, welche fich insbesondere durch die reichste Farbenpracht auszeichnen. Der Souffleur ift in Japan ein absolut Ungewöhntes, da speziell im hiftorischen Drama der Schauspieler seine Rolle durch Ueberlieferung erlernt. So oft auch schon in Sagen eine Annäherung an europäische Bühnenverhältnisse versucht wurde und die europäische Musik eingeführt werden sollte, hat man schließlich doch davon absehen müssen, da daß Bolf der modernen Musik der westlichen Kulturvölker feinen Geschmack abgewinnen fonate. So führen den auch unsere dramatischew Gäste ihre original- japanischen Musikinstrumente mit sich, die, wenn auch unser Ohr eigentümlich berührend, wesentlich daza beitragen, der Vorstellung das echte Gepräge asiatischer Kunst zu verleihen. Einführungen in die Handlung sind zum Preise von 20 Pf. bei Herrn Ernst Challier im Vorverkauf erhältlich. =[ Eine sonderbare Berichtigung] leistet sich das Dresdener Amtsgericht. Es veröffentlicht im Dresdener Anzeiger" folgende Bekanntmachung: In der am 4. Januar 1905 veröffentlichten Bekanntmachung des unterzeichneten Gerichts vom 2. d. M. ist unter Nr. 8 irrtümlich abgedruckt worden: Allgemeine Orientierungssäulen- Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Allgemeine Orientierungs- SäulenGesellschaft mit beschränkter Haftung in Dresden. Anstatt dessen hat es richtig zu lauten: Allgemeine Orientierungssäulen- Gesellschaft mit beschränkter Haftung und Allgemeine Orientierungs- Säulen- Gesellschaft mit beschränkter Haf tung in Dresden." Ein normal veranlagter Mensch wird sich vergeblich den Kopf darüber zerbrechen, was das Dresdener Amtsgericht mit dieser Berichtigung sagen will. [ Brief. eines Polen aus Deutsch- Südwestafrifa.] Bei einem deutschen Bäckermeister in Hohensalza war ein Geselle in Arbeit, der ein Pole war, sich aber dennoch für die Schußtruppe in Südwestafrika anwerben ließ. Mit rührender Anhänglichkeit sendet er seinem früheren Meister Berichte über seine Erlebnisse, aus denen stets deutlich die Zufriedenheit mit dem Dienste dort unten und der Stolz über die Erfolge der deutschen Truppen und der Zugehörigkeit zu diesen spricht. Der„ Kuj. Bote" veröffentlicht einen dieser Briefe( vom 7. Dezember) aus Windhuk, in dem es heißt: Ich habe noch nich kein Hunger gelitten, denn ich spiehle Becker. Lüber Meister, ieß geht in Süden Los mit Witbois, die Krigen wihr auch klein, eben soh wie die Hererohs. Ich ben bei eine grose Profandt Kolon, ich habe Schohn 100 Mal Büwackihrdt in Felde, aber die Colonen übervalen die nich, weil die zu Große Angst haben, so vihl ich weiß, wird Bahldt Schluß mit Hereros. Hin mahl und wider sendt noch Kleine Gefecht Mit Herero Aber so vihl wie ich weis haben die genuch Stof gefricht und krigen noch immer zuch Pulver Jeder Schus ist nich umsonst bei deutscher Macht." Schließlich äußert sich in dem Briefschreiber doch die Sehnsucht nach der Rückkehr nach Deutschland und nach seinem deutschen Meister, wo es ihn so gut gegangen. In einer Ansichtskarte aus Windhut vom 11. Dezember sagt der Absender:„ Unsere Deutsche Trupen ferlihren nich den Mut und Rostet es noch so vihl Blut." Ein fonderbarer Lebenskünstler. ( Von unserem medizinischen Mitarbeiter.) Kaum in einem Punkt des täglichen Lebens weichen die Menschen mehr von einander ab, als in ihren Gewohnheiten, Liebhabereien, Abneigungen und Sonderlichkeiten Essen und Trinken. Die verschiedenen Richtungen des Vege. tarianismus mit seinen Uebertreibungen deuten schon an, wie weit die Verschrobenheit in dieser Hinsicht zuweilen geht. Ein besonders schönes Beispiel aber für die Art von geistiger Verirrung gegenüber dem Essen und Trinken lieferte ein Vortrag, der fürzlich vor der Gesellschaft zur Kultur der förperlichen Gesundheit" in Manchester gehalten worden ist. Der Mann faßte seine Ansicht dahin zusammen, daß er so temlich alle gewöhnlichen Nahrungsmittel verdammte, und bie für die Hauptursache der Krankheiten erklärte. Natürlich trat er auch dafür ein, daß die Hygiene, das heißt wohl: jeine Lehre, in allen Schulen verfündet werden müßte, und jält die Unterrichtsbehörden für moralisch verantwortlich für den jetzigen Zustand. Gegen das Salz schleuderte er zuerst seinen Bannfluch, das er als nicht weniger schlimm erklärte als Arsenik. Nur das natürliche pflanzliche Salz, das gewöhnlich ausgefocht und fortgeworfen werde, sei dem Menschen zuträglich, während das mineralische Salz garnicht in en Körper aufgenommen, sondern nur im Blut gelöst werde. Wenn solche Mineralien des Erdbodens, wie Salz, Soda, Ralt, Eisen, Phosphor, Schwefel, Sohle gegessen würden, so verstopften sie den menschlichen Körper in derselben Weise, Die Staub und Schmutz eine Maschine verstopfen. Auf den Benuß von Salz, namentlich wenn es mit eingesalzenen Fischen, Fleisch, Speck und Schinken genommen wird, führt Der Apostel der neuen Ernährungsweise auch den Ursprung Der Krebsfrankheit zurück. ** * Lehramtes ger Vaters, der hi feine Tätigkeit Weslar, hier verhandelte Ludwig W. au genommen word gehalten, Infelt Er legte dagege geridhi freigeipr Har liegt.Wilhelm F. bor Die Polizeiftund Die Beweisauf abend geboten abreicht hat. + Schott ber, Langenmi geriet, wurden r Jlsdorf. Felieferungen Lieferung erlang r: Bobeub frieren bergeffen. hier ein bedau wirt G.. Ier und wird eing anzuwohnen. mit jungen Bu flang geht es gerbricht die ei und Bäfte lie erbrochenem ichwulst so A Der Bürgerverein Gießen hat in seiner vorgestrigen Versammlung des die vorbereitenden Arbeiten erledigenden Comités seine Konstituirung erfahren. Unter den 230 Mitglieder, die der Verein als gewiß ansehnliche Zahl schon zu seiner Begründung hat, finden wir Namen aus allen Kreisen und Ständen unserer Vaterstadt und nach dem bisherigen regen Interesse in Gewerbetreibenden, Professoren=, Industriellen-, höheren und niederen Beamten- Kreisen zu schließen, wird die Beteiligung noch eine weit größere Ausdehnung annehmen. Die Auflegung von Einzeich nungslisten, die auch die Namen der bereits beige= tretenen Mitglieder enthält, wird nächster Tage in verschiedenen Buchhandlungen und Cigarrengeschäften erfolgen, so daß Jedermaun, der Interesse für städtische Angelegenheiten hat, seine Mitgliedschaft betätigen fann. Die für Ende dieses Monats vorgesehene erste Generalversammlung, die die Aufgabe haben wird den Vorstand zu wählen, die Statuten zu prüfen, etc., wird ferner, u. a. beschließen welche ganz besonderen städtische Interessen berühende Vorträge und daran anknüpfende Discussion in allgemeiner Versammlung zunächst gehalten werden sollen. Die Bestrebungen des jungen Vereins sollten deshalb bet Jedermann gewürdigt werden und volle Unterstützung finden, zum Wohle unserer aufstrebenden Vaterstadt. Roch einmal die Bahn Lich- Grünberg. Vom Lande schreibt man uns. Wir erfahren, daß gegen die Bahn unter anderem auch angeführt worden ist, die Landleute( Bauern soll gesagt sein) würden sich nach der Großstadt Gießen ziehen, oder Bußbach. Nun erstlich ist Gießen noch lange feine Großstadt, kann es aber werden, ebenso wenig Bußbach. Dann aber täuscht sich der betr. Herr im Landvolke ganz besonders. Gerade das Landvolk ist in der Beziehung des Einkaufens seiner Waaren oder Bedürfnisse durchaus Conservativ. Seit hunderten von Jahren haben die Landbewohner in Grünberg getauft. Soweit nicht im eigenen Orte Geschäfte entstanden sind, tun sie es auch jetzt noch und werden es auch in Zukunft tun. Wodurch sind denn die jetzt so großen Geschäfte jeglicher Branche in Grünberg zu der Blüte gebracht, in welcher sich dieselben befinden? Waren diese Geschäftshäuser et ma schon vor dem Bahnbau Gießen- Alsfeld vorhanden oder sind sie erst später, zum großen Teile durch die rascheren und viel bequemeren Berbin ungen durch Bahn und Post empor gekommen? Es ist wirklich etwas naiv, bei den guten ja mitunter glänzenden Grünberger Geschäften, eine solche Jereminade Aber noch viel naiver unserer Landanstellen zu wollen. bevölkerung ein solches Armutszeugniß auszustellen, daß dieselbe durch eine solche furze Bahnstrecke sich sollte aus ihrer alten Gewohnheit herausbringen lassen. Die Grünberger Herren glauben so etwas doch wohl s.lbst nicht. Zunahme von Invalidenrenten. Die durch das neue Invalidenversicherungsgesetz geschaffene Krankenrente wird denjenigen Versicherten, die während 26 Wochen ununterbrochen erwerbsunfähig gewesen sind, für die zeitweise weitere Dauer ihrer Erwerbsunfähigkeit durch Krankheit gewährt. Im Jahre 1903 war die Zahl der Versicherten, die diese Rente erhielten, schon auf 8977 angewachsen. Da die Zahl der im gleichen Jahre bewilligten Altersrenten 12 374 betrug, so dürfte die Zeit nicht mehr allzufern sein, in welcher der Zugang von Krankenrenten den von Altersrenten übertreffen wird. Der durchschnittliche Jahresbetrag der Krankenrenten ist jetzt der bedeutendste unter den drei Rentenarten. Bei den Invalidenrenten beläuft er sich auf 152,27 Marf, während er bei den Altersrenten 155,38 Mark und bei den Krantenrenten 155,94 Mark beträgt. In diesem Verhältnis wird sich jedoch mit der Zeit zu gunsten der subalidenrenten eine Aenderung vollziehen. Je länger die Versicherung auf Grund des Invalidenversicherungsgesetzes dauert, um so größere Beitragssummen sind von den einzelnen Versicherten gezahlt und um so höher berechnen sich die dann festzustellenden Invalidenrenten. Es darf deshalb angenommen werden, daß schließlich der durchschnittliche Jahresbetrag der Invalidenrenten der bedeutendste unter den drei Rentenarten werden wird. Uebrigens ist diese Ansicht keineswegs neu und wird von pielen ebenso fest geglaubt, wie man bor 50 oder 60 Jahren Jarauf schwor, daß Salz und Spirituosen alle Krankheiten jeilen könnten. Dann wurde ein Kollektivbannfluch auf die jöllischen Gewürze geschleudert, auf Senf, Pfeffer, Ingwer, Bewürznelfen, Muskatnuß, Rettig, die englischen Saucen, Essig, die verschiedenen Sorten der Pickles. Soweit mag es 10ch gehen, ebenso ist ein kleiner Teil davon zu billigen, was jegen die Benutzung von Borar, Borsäure, Soda, Backpulber, Cremor tartari sowie von Anilinfarben und schwefelmte. mote Lintel Babinge zumden Zimmer an, und das neun Su In den Submission 93 St. G fan 298 St. Fi 184 St. Fid 35 St. Fid bergeben. F gloffen, mit an die Forft Gröffnun nachmittags 2 Norded Stel Nabere Berzeichniffe Steitz zu W Solvard Fahre, die und U eine Frau ine große am Dre izers des 66 verbet ebenfall starb fie ne führen Te sonder indorf bei onio follte der schve Sprache je beistehende en drohte: Antonis in Deutsch. $ 1905. titel if r Gibner Coffen und in junger efindlichen g einer t.. Darmstadt K Die Kosten der projektierten sog. Wettertal bahn Bahnstrecke Griedel Rockenberg Oppershofen- Steinfurt- Rödgen- Bad Nauheim( 122 Kilometer) werden von fachkundiger Seite nach den Preisen der ButzbachLicher und Friedberg- Hungener Bahn auf 1060000 Mt. geschätzt. Die Rentabilität dürfte dabei gesichert ſetn. * Wetterschuß auf der Eisenbahn. An den Maschinen sämtlicher Züge werden beim Stand der Führer und Heizer von schwerem Segeltuch lange Vorhänge mit einem Glasfenster angebracht, die dem Personal vor Regen wetter, Hagelschlag und Schneetreiben Schuß bieten. K Hundefleisch. Aus München wird gemeldet, daß laut a mtlicher Liste, die im dortigen städtischen Schlachthofe über den Kauf von Hundefleisch geführt wird, im abgelaufenen Jahre unter amtlicher Kontrolle 99 Hunde zur Schlachtbank geführt worden sind. r Grünberg. Herr Linter feiert Ende dieses Monats fein 25jähriges Jubiläum im Dienste der alt renommierten Firma Aug. Stammler. Seine Freunde gedenken ihm eine besondere Ehrung zu Teil werden zu lassen. einer r Saasen. Von hier ist einem Reporter Beitung ein föstlicher mit aufgebunden, nämlich es soll hier ein Maulwurf mit zwei Hörnern gefangen sein. So geschrieben im Jahre 1905. e Laubach. Gasthof zur Traube geht mit Kurzem in den Besitz der Aktien- Brauerei Gießen über. Ankaufspreis 36 000 Mart. e Ruppertenrod. Im Uplande sind große Debatten entbrannt wegen einer Zweigbahn Corbach- Adorf oder Torbach- Brilen. Dort ist eine Eisensteingrube mit bald 2 Millionen Mark bewertet, was würden dann unsere Gruben Wadenhäuser Mühle, Ilsdorf, Flensungen für einen nifterinms Wert haben, wenn Eisenbahnbau in Betracht kommt. meister der Die heutige Holzver= des Groß: steigerung erfreute sich eines zahlreichen Buspruches. r Merlau, 14. Januar. Doch ist von zu hohen Preisen keine Rede. Vier japanische Meter Buchen Scheitholz fosten durchschnittlich 24 Mart, Januar im treues Bild jamten Dri insbesonder Soufflen im hifts ll urch Ueber en eine Unfucht wurde te, hat man Bolf der en Geschmad dramatischer mit sich, die, entlich dazu ischer Kunt find zum Vorverkan in seiner bereitenden nftituirung der Verein egründung d Stände gen regen Oren, n Areifen j weit größere on Ginzei reits beige r Tage in Cengeschälten ür städtische ebene erfte wird der rüfen, etc., besonderen betätigen und daro r Ver Ten. Die halb bet cftüßung rstadt. ünberg. aß gegen n ift, bie nach der erftlich ist er werden, ber betr. Landvolk aaren oder bou Jahren uft. Soweit , tun fie es aft tun. Bo glicher Brande fich diefelber hon vor bem Tie erft fpäter, viel bequemeren or gelommen? ja mitunter he Jereminab unferer Land tellen, baß bie follte aus ihrer Die Grünberger t. Rundscheit 15-17 Mart. * Krofdorf, 13. Januar. Im engen Familien- und Freundeskreise feierten hier am Mittwoch Hauptlehrer Weil und Frau ihre goldene Hochzeit. Durch Pfarrer Knieper wurden ihnen die Ehejubiläumsmedaille und eine prachtvolle Famienbibel übermittelt. Die Gemeinde drückte den Eheleuteu ihre Hochachtung durch ein Ehrendiplom aus. Weil hat hier 54 Jahre lang seines Lehramtes gewaltet. Er war der Nachfolger seines Vaters, der hier auch fast 50 Jahre lang als Lehrer. seine Tätigkeit ausübte. § Weylar, 13. Januar. Das Schöffengericht da hier verhandelte u. A. über folgende Fälle: Der Taglöhner Ludwig W. aus Krofdorf war in 3 Mt. Geldstrafe genommen worden, weil er seinen Sohn nicht davon abgehalten, Insektenfangringe an Obstbäumen abzuschneiden. Er legte dagegen Berufung ein und wurde vom Schöffengericht freigesprochen, weil der Tatbestand nicht genügend flar liegt. Gleichfalls freigesprochen wurde der Gastwirt Wilhelm F. von Wißmar, der angeklagt war, Gäste über die Polizeistunde in seinem Schantbetriebe geduldet zu haben. Die Beweisaufnahme ergab nämlich, daß F. rechtzeitig Feierabend geboten und darauf auch keine Getränke mehr vers abreicht hat. - + Schotten, 13. Januar. Einem Arbeiter, der auf der Langenmühle" mit der linken Hand in die Kreissäge geriet, wurden zwei Finger glatt abgeschnitten. r Ilsdorf. Heute waren verschiedene Herren wegen Dieselben konnten jedoch nicht eine Eislieferungen hier. Dieselben fonnten jedoch nicht eine Lieferung erlangen, da unsre kleinen Wässerlein das Zufrieren vergessen. r- Bobenhausen, 14. Januar. Heute ereignete sich hier ein bedauerlicher Unglücksfall. Ein Mann, Landwirt G.. ler von Hokersdorf sigt in einer Wirtschaft und wird eingeladen einer kleinen Schlittenfahrtprobe anzuwohnen. Der erst neugekaufte Schlitten ist schon mit jungen Burschen besetzt. Mit Gesang und Schellenflang geht es lustig bergab. Bei einer Kurpe aber zerbricht die eine Seite des Schlitten, Pferd, Fuhrmann und Gäste liegen auf der Straße. Obiger Mann mit zerbrochenem Bein. Bis ärztliche Hilfe kam war die Beschwulst so stark, daß vorläufig nichts gemacht werden tonnte. K Büdingen, 13. Januar. Die Ehefrau des Glasmachers Lintesen stellte gestern einen nassen Strohsack zum Trocknen an den Ofen und verließ dann das 3immer. In ihrer Abwesenheit glimmte der Strohsack an, und in dem dadurch verursachten Qualm erstickte das neun Monate alte Kind der Eheleute. Submission auf Nußholz. In den Waldungen bei Norded werden auf dem Submissionswege 93 St. Eichenftämme II. V. I. mit 100 Fstm. zusammen oder in 5 Losen; - 298 St. Fichtenstämme III. V. I. mit 120 Fstm., 184 St. Fichten- Derbstangen I. Kl. mit 7,56 Fitm., 35 St. Fichten- Derbstangen II. Kl. mit 2,10 Fstm., zusammen oder in 6 Losen. vergeben. Reflektanten wollen Ihre gefl. Offerten verhlossen, mit der Aufschrift„ Submission auf Nußbolz" bis zum 17. Januar 1905 en die Forstkasse zu Nordeck einsenden. Eröffnungstermin: Mittwoch, den 18. Januar 1905 nachmittags 2 Uhr auf dem Bureau der Forstkasse zu Nordeck( Stelzenbach). Nähere Auskunft über Bedingungen, Tagen und Berzeichnisse des Holzes erteilt der Forstschußbeamte Steitz zu Winnen. K Ziegenhain, 13. Januar. Jm Reichstagswahlkreis| eine große Sache mitmachen wolle, die er nicht allein machen Treyfa- Homberg- Biegenhain sind 21,000 Mark zu einer Ehrengabe für den derzeitigen Vertreter den Abgeordneten Liebermann b. Sonnenberg anläßlich seiner 25jährigen agitatorischen Tätigkeit gesammelt worden. -h- Köddingen, 13. Januar. Heute Morgen hat sich der gut situierte Landwirt Heinrich Göbel in der Scheune erhängt. Als Grund wird Zwiespalt angenommen. K Frankfurt a. M, 13. Januar. Die Brauerei J. J. Jung Erben hat die Brauerei Matthäus& Freyeisen Die hentige Generalversammlung der Aktienangekauft. Gesellschaft Bereinigte Brauereien Frankfurt a. M. beschloß eine Dividende von 4%( im Vorjahre 5%) zu verteilen. K Groß- Gerau, 13. Januar. Vierzehn Tage Gefängnis erkannte das Schöffengericht gegen einem 17 Jahre ealtn Tagelöhner aus Worfelden, weil er sich den Scherz erlaubt hatte, den Gummireifen an dem Rad eines Radfahrers mit einer Nadel anzustechen, um durch Entweichen der eingepumpten Luft dem Fahrer das Weiterfahren zu vereiteln. K Mainz, 13. Januar. Nach mehrtägigen Berhandlungen ist heute Nachmittag 5 Uhr der Abschluß zwischen den Vertretern der Stadt Mainz und des Reichsschaamtes über das freiwerdende Gelände an der Nordwestfront, das 65 000 qm Bauland umfaßt, erfolgt. Die Stadt übernimmt das ganze Gelände und hat es für ein Industrieund Billenviertel vorgesehen. Das Gesamtgelände umfaßt 106000 qm, wovon der Militär fistus 41000 qm zur Errichtung eines Artilleriedepots für sich in Anspruch nimmt. ** Darmstadt, 13. Januar. Anläßlich der Vermählung des Großherzogs, die in einfachster Weise gefetert werden soll, sind außer einem festlichen Empfaug der hohen Braut bei ihrem Einzug in die Stadt durch die Bürgermeisterei und die Stadtverordnetenversammlung, eine allgemeine Illumination der Stadt am Abend des Einzugstages oder am Vorabend der Vermählung und eine Serenade mit Lampions- und Fackelzug nach der Rückkehr des neuvermählten Paares von der Hochzeitsreise geplant. K Vom Westerwald, 13. Januar. Der 16 Jahre alte Arbeiter Heibel aus Bellingen bei Marienberg gebürtigt, wurde durch Schläge auf den Kopf und gegen Ste Schläfe ermordet. In Oberzeugheim und in Büdingen wurden zwei verdächtige Personen, sowie etne in Hadamar in Haft genommen. Huddes Eintreffen in Gießen. - B Mit Windeseile verbreitete sich heute Morgen in Gießeu das Gerücht, Hudde werde mit dem 2.40 Uhr fahrplanmäßig in Gießen einlaufenden Kölner Personenzuge aus Aachen eintreffen und bald nach 2 Uhr sah man zahlreich das Publikum dem Bahnhof zuftreben, den es 1/2 Stunde später dicht umgab. Bünftlich 2.40 Uhr lief der Zug ein und wenige Minuten später ging eine nachhaltige Bewegung durch die Reihen und heftig hervorgestoßene Pfui- Rufe wurden laut auf dem Perron war Hudde erschienen, esfortiert von Kommissar Daniel- Darmstadt, dem Oberwacht meister Schwarz, den beiden Gendarmen Scharmann und Eichenauer- Gießen, ferner war Ratsdiener Ochs- Gießen Ratsdiener Ochs- Gießen Wer und sieben oder acht Polizisten in Civil anwesend. erwartet hatte, an Hudde eine Verbrecherphysiognomie wahrzu nehmen, sah sich getäuscht. Ruhig und selbstbewußt entstieg Hudde den Zug, auf seinen Wangen lag eine Röte und schritt den Gendarmen voraus. Als er das zahlreich angesammelte Bublifum sah und die Pfui- Rufe hörte, wich plößlich alles Blut aus seinem Gesichte bis auf ein wenig Rot, das als kleine Flecke brannte, doch bewahrte er seine Fassung und bestieg festen Fußes den er fangenen Transportwagen. Hudde der Fesseln trug, war Hudde der Fesseln trug, war mit elegantem, hellen Ueberzieher und grouem Hut befleidet und maste durch sein sicheres, ruhiges Auftreten eher den Eindruck eines weitgewandten Reisenden als den eines wandernden Meggergesellen. Mit ihm zugleich nahmen die Gendarmen im Gefangenenraum des Wagens Plaz, während die übrige Begleitung das Koupee nebenan bestieg. Die Pferde zogen an und im scharfen Trabe ging es nach dem Provinzial- Arresthaus, in dem Hudde bis auf weiteres interniert bleibt. Sofort nach dortigem Eintreffen wurden an Hudde die üblichen Messungen vorgenommen. Er benahm sich feinesfalls erregt. * * In Frankfurt wurde in einem Restaurant an der Beil ein Genoße Huddes, der sich Abele nennt ,, verhaftet, der verdächtigt ist, in Beziehungen zum Heldenberger Mord zu stehen. Diesem wird Hudde gegenüber gestellt werden. Abele war mit Hudde gut bekannt und sagt aus, Sudde babe ihn am Tage vor dem Mord gefragt, ob er Lud. Rohrbach Architekt fönne, denn er brauche einen starken Arm dazu. Sudde soll dann eine bezeichnende Arm- und Handbewegung gemacht haben. Hudde hat Abele, der erflärte, nicht mit machen zu wollen, weil ihm die Sache zu gefährlich sei, noch gesagt, in der Nähe von Frankfurt sei im Pfarrhause was zu holen, es sei eine feine Sache, wenn Abele nicht helfen wolle, würde er es allein machen. Wie uns die Staatsanwaltschaft mitteilt, hat Hudde bislang den Heldenberger Mord nicht eingestanden. Mit der Prozeßführung ist Staatsanwalt H008 beauftragt. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 13. Januar 1905. Durch das Schöffengericht Lauterbach wurde der Schneider Johannes Becker II. von Angersbach wegen Bedrohung und Ruhestörung zu 5 Wochen Gefängnis und 1 Tag Haft verurteilt. Der Angeflagte hat gelegentlich einer bei ihm vorgenommenen Pfändung die amtierenden Beamten beleidigt, das Pfandzeichen abgerissen un ungebührlich geschimpft und geschrien. Seine gegen das ergangene Erfenntnis eingelegte Berufung wurde verworfen, derjenigen der Staatsanwaltschaft stattgegeben und die Strafe auf 2 Monate Gefängnis erhöht. Der Knecht Peter Oestreich von Alzenau hat sowohl in Bürstadt als auch zu Dortelweil, wo er in Diensten stand, seine Mitknechte um Geld und Kleidungsstücke bestohlen. Urteil: 2 Jahre Gefängnis nebst berkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre. Der jegt berufslose, frühere Student August Spies aus Gießen ist wegen Betrugs und Urkundenfälschung unter Anklage gestellt. Er ist geständig der Universitätsbibliothek einen von ihm gefälschten Bücherschein vorgelegt zu haben, auf Grund dessen ihm Bücher verabfolgt wurden. Den ihm zur Last gelegten Betrug eines Kellners bestreitet er. Das Gericht erkannte wegen der Urkundenfälschung auf 3 Wochen Gefängnis, die durch die erlittene Untersuchungshaft als verbüßt zu erachten ist. Bezüglich des Betrugs erfolgte Freisprechung und der Hastbefehl wurde aufgehoben. - Der Arbeiter Johann Abt von Offenbach wurde wegen einer einem mit ihm reisenden Handwerksburschen zugefügten Körperverlegung mit 3 Jahren 6 Monaten Gefängnis belegt. 8um Schlusse wurde die Berufung des Taglöhners Johann Heinrich Schwarz von Burggräfenrode, welcher wegen Ruhestörung durch das Schöffengericht Friedberg zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt worden war, fostenpflichtig zurückgewieſen. Brieftasten. Anfrage eines Handwerksmeisters. Kann ein Meister, der seit 1900 sein etgenes Geschäft hat, aber die Meisterprüfung noch nicht gemacht resp. bestanden als hat, Prüfungsmeister bet Gesellenprüfungen funfieren? Holzversteigerung.[ Gemeindewald Eimentod] Samstag, den 21. Januar, vorm. 10 Uhr werden versteigert im Distrift Steinluck: 100 Kiefern und 2 Weißtannenstämme, sowie Buchen- und Kiefern- Scheiter, Knüppel und Reisig. per Martwerige. Blekes. 14. Januar. Su bem heutigen Wochenmarkt tofteten Butter fb. 0.85-0.90., ugneteter per Stud 8-9 g., Enteneter St. 7 Big., Raje per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 Gr. 5-6 Pfg. Erbsen per Liter 21 Pig., Cinjen per Vites 52 fg., Tauben per Paar SRI. 0.80-1.00, Hubner per Stud Rt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enien per Std 1.80-2.20, Gänse per Pfd. 55-65 fg, Cchsenfleisch per 3. 70-80$ fo., Rindfleisch her ib. 62-68 fg, per b. Schweinefletid 60-72 1g. Schweine fleisch gefalzen per june 0.76 Big, abfleifa, per fo. 70-74 fg. Sammelfleisch per Pfd. 50-74 g., Kartoffeln pro 100 sito 6.00 b. 650M, Swiebeln ber& t. Wer. 8.00-10.00, Weistraut 10-16 pf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Nepfel per Zentner 6-10 Wit Zwetschen per Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Much per Liter 18. Pfg. Dauer der Wharftzeit von 8 Uhr morgens his 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im 11mherziehen feilgeboten werben. K Frankfurt a. M.. 13. Jan.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,00-3,60 Mt., Stroh 1,90-2,30 mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Heut flau, Stroh feft. Siepener lambwizzj@ ajilicher Wetterstens. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag den 15. Januar. Zunächst noch heiter, später zunehmende Bewölkung, tagsüber etwas milder. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet! Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide zu Girken. Holz- Versteigerung Städt. Wohnungsnach-| weis Gießen. im Gießener Stadtwald. Donnerstag, 19. Januar 1905, vormittags 9 Uhr beginnend, sollen im Gießener Stadtwald Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. Geschäftsstunden von 8-1 und bon 3-6 Uhr Es sind zu vermieien: in den Distrikten Oberhag Unter- 1 Wohnung von 6-8 Zimmern. bersteigert werden: Alsfeld, Romroderstr. bag. Seegftrauch und Waldshut Bautechnisches Bureau für 3894 Fichtenstangen mit 104,86 fm 5 26 rm Nadel Scheitholz " 68 Nadel- Knüppelholz " 1 84 1 Erlen- Knüppelholz Nadel- Stockholz Hoch- u. Tiefbau. 2780 Wellen abel- Reifig. Anfertigung von Skizzen und Entwürfen zu Neu- und Umbauten in Innendekorajedem Stil. tionen, Landwirtschaftliche Bauten, Kostenanschläge, Abrechnungen, Abschätzungen, Uebernahme Bauleitungen. von 6-7 3 Wohnungen" von 6 Zimmern " " 12 5 4 " " 3 " f " " 8 " " 1 1 möbliertes Zimmer. Zu mieten gesucht: Die Zusammenkunft ist auf 40 Wohnungen von 1-73immern. dem alten Steinbacher- Weg am Waldeingang. 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Buchen: 12 rm Rollen( Felgenh.) 1233 rm Scheit und Senüppel, 238 rm Stockholz, 2070 rm Reiser III. KI. 329 Rm. Kiefern- Knüppel( hiervon find 87 Km. 3 m lg.) 2110 Wellen Stiefern- Reisig 560 " 78 Nm. Nadel- Stöcke Fichten- Reisig Musik nach 28 Haufen Kulturabraum. des Original Japanischen Schauspiel Ensembles. Zum ersten Male in Europa in originaler Ausstattung. in Dekorationen, Kostümen und Requisiten. Fatum. Eine japanische Schicksals- Tragödie in 1 Aft. Hierauf: Ronin. ( Der arme Edelmann) Eine dramatisierte Begebenheit aus dem Leben des berühmten japanischen Feldherrn General Kuroki. Die Zusammenkunft ist Mittags 1 Uhr im Distrikt Sandfaute auf der Jägerschneise bei Stammholz Nr. 1. OOGOO Schweineversicherungs- Verein Gießen. Dienstag, den 17. Jaunar 1905, abends 8 Uhr bei Wirt Sauer, Neustadt Großen- Linden, den 9. Januar 1905. Großh. Bürgermeisterei Großen- Linden. Die bei dem Leun. Abbruch der Krofdorf, den 13. Januar 1905. Der Oberförster: Lieber. Bau- und Nuhholzversteigerung der Gräfl. Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 18. Januar nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags an der Kreuzung der Straße LichButzbach mit dem Jägerpfad werden versteigert: 1. Stämme: 2,7/ 13 m lang 23/65 cm Dchm. Die Verleihu für friegerische Nogi und Stoff Anerkennung de Aber er entbehr infofern, als er Welt das Zeug Held fein tann; in Rußland den aber beweist aud japanischen Tr menschlichem, a lauf des ostasi rend die Dant Charakter hatte einer allerdings erflärt sich aus Landesherr als Ehrenbezeugunge in Anspruch ni Seerführer wird tinismus betont ichaften des Mit Auszeichnung po Untertanen fremden Herriche man dem wahre müffe, immerhin nung fein. Im als den Beginn gleich von beran deutlich genug b rungen der Berl Der Bauslabijten Spanntes Berhäl bon abgesehen, Taaffen hat, ni Boischen zwei e lung noch nicht frieg noch nicht lange nod hing 56 Eichen = 36 Buchen 3/13" 43,47 Fstm. 30/49 cm Dohm. lungen, obgleich " - ein günstiges Bi Der fühn ge treibung der ger 4 Kirschbäume 4/11" "\ 8 Kiefern und Lärchen 8/22 " " = 10,16 Fitm. 3 Pappeln und Linden 5/10 " M = 1,79 Fitm. 46 Fichten 9/20" 11/33 cm Dstm. " Restauration Busch Generalversammlung. Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Rechnungsbericht. 3. Erledigung etwaiger eingegangener schriftlicher Anträge. 4. Ergänzungswahl. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. GO ( Kaisergarten) zu Giessen gewonnenen Fenster, Türen, Treppen etc. zu Bauzweden noch gut geeignet, sind abzugeben. Näheres bei Heinrich Winn, Baugeschäft, Gießen. Verlobungs- Anzeige. ( Statt Karten.) Anna Tross Willy Löber Wetzlar, Der Vorftand. OXOOOOOGDQOO Verlobte. Giessen. 2. Stangen: 25,86 Fitm. 24/37 cm Dm. 1,89 Fstm. 18/39 cm Dchm. 26/38 cm Dahm. mäßig wenigen freisförmiger G Anhang vollständ chauplab um ci reideren Bundes = 12,25 Fftm. 15 Gichen 1,22 Fstm. zu Deichseln Längwieden geeignet 145 Fichten 1. l. 13,07 Fftm. Sparren " Leiterbäume, Gerüststangen 379 525 " " 2. 22,72 3. 18,37 Latten. " " " 3. Werkscheit: 2 rm Eichen. Solzversteigerung in der fürstl. Oberförsterei Lich. hr immerhin mögli eine Besetzung de tändischen ist nu indeijen von ger Montag, den 16. Jannar, bon vorm. 9 Uhr an, im Diftrift Riedwald: Scheitholz: 345 Rm. Buchen, 16 Rm. Eichen, 5 Rm. Nadelholz( Kiefern); Knüppel: 189 Rm. Buchen, 113 Rm. Eichen, 3 Rm. Weichlaubholz, 72 Nm. Nadelholz( Kiefern); Stöcke: 121 Rm. Buchen, 84 Rm. Eichen, 76 Rm. Nadelholz( Kiefern); Wellen: 7520 Buchen, 7230 Eichen, 300 Wetchlaubholz, 3160 Nadelholz( Kiefern).-602 Fichtenderbstangen= 23,23 Festmeter, 1153 Fichtenreisstangen= 7,76 Fstm.( EichenWagnerholz kann aus der Hand verkauft werden). Die Zusammenkunft ist dort, wo der Fußpfad von Lich nach Harbach die sog. alte Laubacherstraße kreuzt. Dienstag, den 17. Januar, von vorm. 9½ an, in den Distrikten Fuchsstrauch und Kolnhäusertopf: Scheitholz: 153 Rm. Buchen, 2 Rm. Eichen; Knüppel: 196 Rm. Buchen, 205 Rm. Eichen, 6 Rm: Birken; Stöcke: 84 Nm. Buchen, 4 Rm. Eichen; Wellen. 3410 Buchen, 2200 Eichen, 750 Weichlaubholz, 200 Nadelholz. 2 Eigen Schnittholz( 46 und 53 cm Durchmeffer) 3,09 Fitm.; 6 Buchenschnittholz( 47 bis 71 cm Durchmesser) 13,40 stm.; 15 Fichtenbauholz 1,95 Fitm.; 138 Fichtenderbstangen= 6,11 Fftm.; 742 Fichtenretsstangen 2,50 Fftm.; 121 Eichen- Grubenholz 8,84 Fitm.( Wagnerholz, Pfostenholz u. s. w.) Die Zusammenkunft ist bei der neuen Wegunterführung an der Oberhessischen Eisenbahn im Fuchsstrauch. = - - ier der Bewegu wijchen ist dan mich im Norden Bewegung geje dit, daß in de ficht unserer ben mit der gabenomme von der S dem mba Beraua b Major von Ominaua e Ermüdung Der füdir Boden und fommission de gerufen, weil Nachtragsfor borgelegt wu Truppen un bauten in Be besteht die Bu der verfassung Ligte Ausgaben nadgejudit wer ehe er taum no bereits vom B Finer Entlastun Budgetfommiffi entgegenfommer Langler die Ane Belegung dieje Machdem 11 Deiterreich- Ung fchen Reichsreg worden find, wo Sandelsbeziehu fönnen. Dem