Dorausgelegt Der gewinnen, Schwester erschienen war. ihn ebenso fremd anmuteten, als Jenny der Glückwunsch der wort zwar, doch in einem Ton und mit einem Ausdruck, die Dann schickte Sie gab ihm Antwort, eine freundlich zustimmende Antman sich an, das Speisezimmer hinüber zu gehen, wo der Diener wohl in dieser Eigenschaft afzeptieren an Daß Ste midy info dente pas nach herkömmlicher Art rassen Ste fie mur ba," Abendeng nahm. jalos c ich wüßte, Herr Norwood! Herunterkommen. Gibt es sonst Meine Frau wird ic daß fragen, ob ich heute abend hier noch gebrauch Ses Kriegervereins festes, an Ach en Preis be rend der Jug ug. hter heiraten mitgeben." Teine Tochter dem Waffer nicht, mein iulcin, weil ich eits verheiratet aber ich werde en die Adresse nes Heirats ermittlers chreiben!" * angenehm. Ich war als fo glid als jie mir Jawort gab!" Und weshalb, Professor, g dennoch die lobung aus ander!" Weil ich aus fireutheit am Tag ſten mals um sie elt!" Au! swar Noah? Ca * as Waffendste Tante( die auf jud da ist und ine Geschenke teilt): Und m foll ich diefe chharmonita en?" Jater( feuf): ,, Am besten b es sein, in Du fie dem $ gibft!" Cante: Wa denn?" Bater: Weil am fchwelliten mit fertig fein d!" der Reuen Berliner 11 ..Nicht Rr. 136. Insertionspreis: Die einspaltige Betttzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wehlar unb Marburg 10 Bfg. fouft 15 Bfg. Reklamen bie Betitzelle 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Ferufprochanschluk Nr. 362. Dienstag, den 13. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 ta. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( töglich) und die Gießener Teifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten Jeete( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberhessen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Deutsche Erziehung. In Weimar ist der Allgemeine Tag für deutsche Erziehung" zusammengetreten, der sich zur Aufgabe gestellt hat, eine Reform unseres Schul- und Erziehungswesens anzubahnen oder vielmehr die bereits angebahnte Reform weiterzuführen. Denn in Wirklichkeit hat die Reform schon begonncn, angeregt durch das Machtwort des Kaisers, des ersten Schulmäßig unterrichteten Herrschers. Wir haben, wenn wir von Schul-, Unterrichts- und Erjiehungsreform sprechen, nicht die Einzelfragen im Auge, die für den Fachmann von Wichtigkeit sind, die aber das Interesse weiterer Kreise kaum beanspruchen können. Ob die Berechtigung zum Universitätsstudium allein den Gymnasialabiturienten vorbehalten bleiben oder auch den Realschulabiturienten eingeräumt werden solle, darüber ist sehr lange und sehr eifervoll gestritten worden. Doch das waren nur Borpostengefechte, deren Ausgang für den eigentlichen ampf nicht von Belang sein konnte. Ob man Reformschulen", in denen der Unterricht in französischer Sprache erteilt wurde, in größerer Zahl einführte oder nicht, ging gleichfalls nur einem engen Kreis von Personen an. In dem einen wie in dem anderen Fall gab es nur eine gelegentliche, teine grundsätzliche Entscheidung und galt die Entscheidung Lediglich Zweckmäßigkeitsfragen. Die eigentliche Schulreform, wir sagten es schon, hat Kaiser Wilhelms Machtwort angebahnt. Die Einschränkung des Rateinunterrichts auf den Gymnasien, die Zurückstellung seiner Bedeutung für die Reiseprüfung war der Anfang, die Hauptsache war die stärfere Betonung des Geschichtsunterrichts, namentlich des Unterrichts in der vaterländischen Geschichte, und seine Fortführung bis auf die Gegenwart. Man braucht kein Gegner der klassischen sprachlichen, der sogenannten humanistischen Bildung zu sein, und kann doch die Meinung vertreten, daß es der deutschen Jugend wohl anstehe, zunächst vom Deutscht um möglichst viel zu erjahren, von seiner politischen und seiner Kulturgeschichte. Die Kenntnis von der alten Welt, von den Völkern des Altertums, ist keineswegs zu verachten; den rechten Wert aber kann sie erst erhalten, wenn sie auf der Kenntnis des eigenen Volkstums und der eigenen Staatseinrichtungen sich aufbaut. Nur durch Vergleichung zwischen Bekanntem und Unbekanntem, zwischen Nahem und Fernem kann man das Unbekannte verstehen, das Ferne begreifen lernen. Es ist ja ganz schön, daß unsere Jungen wissen, was im römischen Reich ein Prätor zu bedeuten, ein Quästor zu tun, ein Aedil vorzustellen hatte, wenn sie von einem Centurio sprechen, als sei er ihr eigener Turnlehrer gewesen, und bei der Erwäh= numg eines Legaten stolz jede Andeutung über den Rang solcher Amtsbezeichnung verschmähen. Es ist aber gar nicht hübsch, und dieses ganze Wissen wird zum Hohn und zur Frate, wenn dieselben Jungen stumm bleiben müssen auf die Frage, was ein Landrat ist und was ein Bezirkskommandeur zu bedeuten hat, welche Stellung ein Regierungspräsident oder Bezirkshauptmann einnimmt, worin ein Zeugmeister vem Generalfeldzeugmeister, ein Quartiermeister vom Generclquartiermeister sich unterscheidet. Wenn die größeren Gymnasiasten von den Umwälzungen wissen, die sich im römischen Reich im Anschluß an gewisse wirtschaftliche Geseze oder infolge dieser Gesetze vollzogen, so ist das erfreulich; aber gar nicht erfreulich, im Gegenteil, beschämend ist es Denn sie feine Ahnung davon haben, daß ähnliche Geseke abaliche lebendige Wirkung noch heute haben. But vierzig Jahren noch hörte in unseren Schulen die Geschichte, die ganze Weltgeschichte, mit den Befreiungskriegen auf Nach dem Jahre 1815 gab es Geschichte überhaupt nicht met Erst das jüngere Geschlecht hat darin eine Aufbesserung erfahren. Es hörte von den Kriegen, die zur Schaffung des Norddeutschen Lundes und dann des Deutschen Reiche führten Das fonnte nicht verschwiegen werden, follte es motl auch nicht Aber daß zwischen 1815 und 1864 innerhalb der deutiden Welt etwas vorgegangen ist. das haben selbst die Jüngeren außerhalb der Schule erlauschen müssen. Man konnte eben zur Zeitgeschichte keine Stellung finden, die für die Schule angemessen wäre. Das ist anders geworden und besser, viel besser. Von dieser Besserung aber sollte man gründlich Gebrauch machen. Wir haben deutsche Bildung und deutsche Erziehung und deutschen Unterricht nötig, d. h. wir sollten dafür sergen, daß wir zunächst im Deutsch um Bescheid wissen. Das soll die allgemeine Bildung nicht beeinträchtigen und wird sie nicht beeinträchtigen. Ganz im Gegenteil. Nur wer die Heimat kennt und liebt, kann das Fremde richtig würdigen. Zunächst aber muß der Mensch Heimatsgefühl haben, mit herzlicher Parteilichkeit am heimatlichen Boden hängen. Mit deutschen Sitte und Bräuchen in Vergangenheit und Gegenwart, mit der deutschen politischen und Kulturgeschichte muß er vertraut sein, um ein rechter Deutscher zu werden und zu bleiben. Denit ist der Aufgabenkreis einer rechten deutschen Schule umschriben. Noch haben mir solche Schule nicht; aber der Anfang ift gemacht wir werden sie schon bekommen. Der Krieg in Oftafien. Ob die nächsten Tage die Einleitung zu den Friedens. berhandlungen bringen werden, ist noch immer unentschieden, obwohl allerorten Gerüchte von Friedensneigungen auftauchen. Die Friedensaktion Präsident Roosevelts. Immer von neuem wird hervorgehoben, daß die von Präsident Roosevelt eingeleitete Friedensaktion Erfolg haben werde. In einer offiziellen Note an die japanische und die russische Regierung hat Roosevelt die bon ihm in den Unterredungen mit den beiderseitigen Gesandten mehrfach angebotenen Vermittelungsvorschläge niedergelegt. Er bittet die russische wie die japanische Regierung, nicht um ihrer selbst willen, sondern im Interesse der ganzen zibilisierten Welt in divekte Friedensverhandlungen miteinander einzutreten. Er erklärt sich bereit, alles zu tun, was er könne, falls die beiden in Frage kommenden Mächte seine Dienste bei der Vereinbarung der Präliminarien, was Ort und Zeit betrifft, für nüßlich halten, werde aber auch hocherfreut sein, wenn diese Präliminarien zwischen den beiden Mächten direkt oder auf anderem Wege vereinbart werden. Er wünsche nur den Frieden herbeizuführen. Roosevelts Note wurde erst an die beiden feindlichen Regierungen abgesandt, nachdem diese die Zusicherung gegeben hatten, daß ein solcher Vorschlag willkommen sei. Daß Roosevelts Vermittlerrolle nicht weiter gehen wird, als eventuell den Wunsch Rußlands, mit Japan in direkte Verhandlungen einzutreten, an dessen Adresse gelangen zu lassen, wird von dem Londoner japanischen Gesandten Hayashi bestätigt. Die Friedensbedingungen, so äußerte dieser, müßten direkt zwischen den kriegführenden Parteien beraten werden. Nachklänge zur Seeschlacht bei Tsuſchima werden jetzt an der Hand von Berichten, die die Kommandanten entkommener russischer Schiffe an den Zaren sandten, von Petersburg aus berbreitet. Sie bestätigen im allgemeinen was man bereits weiß: die Russen mußten, abgesehen von der schlechteren Führung, die geringere Schnelligkeit ihrer Schiffe und Tragweite ihrer Kanonen büßen. Jedesmal wenn das russische Geschwader versuchte, den Kurs nach Wladiwostok wieder aufzunehmen, wurde es von den Japanern überholt und fand den Weg versperrt. Admiral Enquist, der mit mehreren Kreuzern nach Manila gelangte und dort abrüsten mußte, entschloß sich, seiner Angabe nach, den Kurs nach Süden zu nehmen, weil er sich von der Unmöglichkeit, nach Wladiwostok durchzukommen, überzeugt hatte, seine Kreuzer schwer gelitten und keine Kohlen mehr hatten. Die Verluste der Japaner sollen nach Aussage von Offizieren des nach Schanghai geflüchteten Torpedobootszerstörers Brodrey" weit größer jein, als bisher in Tokio zugegeben wurde. Sie sollen zwei Panzerschiffe, eines vom Typ Asaschi", das andere vom Typ Schifischima", einen Panzerkrenzer und drei Krenzer eingebüst haben, außer den Torbedobooten, von denen Admiral Togo in seinen Berichten spricht. Zur Vorgeschichte des Krieges werden jetzt von Wladiwostof aus interessante Enthüllungen gemacht. Danach wäre an dem Auflodern der japanischrussischen Zwietracht das herausfordernde Verhalten des befannten Günſtlings des Zaren Besobrasow schuld, der sich am Jalu große Konzessionen zur Wälderausschlachtung gesichert hatte, und trotz Japans Einspruch und der Ermahnung des Statthalters Alerejew und Kuropatkins, der eigens von Vetersburg nach Port Arthur gesandt wurde, nicht aufgeben wollte. Das einzige, was Kuropatkin durchsetzen konnte, war, daß an dem Waldunternehmen keine aftiven russischen Offiziere mehr angestellt wurden. Schon damals, Anfang 1903, war man überzeugt, daß das Unternehmen Besobrasoms zum Kriege mit Japan führen werde, das in der Konzession ein Anzeichen für die Absicht Rußlands erblickte, in Korea festen Fuß zu fassen. Statt die Konzession aufzugeben oder ihre Tätigkeit wenigstens einzuschränken, suchte die Gesellschaft Besobrasow u. Co. immer gröñeren Boden in Korea felbst zu gewinnen, bis schließlich den Japanern der Geduldsfaden riẞ. Die Politik. Der Ausban der oldenburgischen Wasserstraßen wurde gelegentlich der Eröffnung der Oldenburger Gewerbe-, Industrie- und Kunstausstellung vom Großherzog Friedrich August warm befürwortet. Der jetzige untere Emskanal reiche für die Zwecke der Landeskultur nicht aus. Der zu bauende oldenburgische Kanal fönne ein großer Zubrir r für den preußischen Kanal werden. Der Redner gedaa, te dann der erfolgreichen Tätigkeit des Kaisers zur Verobichiedung der wasserwirtschaf lichen Borlage in Breußen und forderte auf, allezeit treu zum Kaiser zu halten. Ruisland. Die in letzter Zeit in Russisch- Polen vielfach an Amitsund Privatpersonen ergangenen revolutionären Todesurteile sind apokryphe Machwerke gewesen, die von Betrügern herstammten, die Geld erpressen wollten. Das Artionsfomitee der polnisch- sosialistiden Bartrinnsr Ilärung energisch dagegen, jemals derartige Schriftstücke aufgesetzt und versandt zu haben. Ein Grund zum Gruseln also weniger. Dagegen scheinen die Unruhen in Transkaukasien Veranlassung zu ernſteſten Besorgnissen zu bieten. Die Mezeleien zwischen Mohammedanern und Armeniern haben sich von den Städten aufs flache Land hinübergepflanzt. Ganze armenische Dörfer werden von den Mohammedanern niedergebrannt und die Einwohner hingeschlachtet. Skandinavien. Die fünftige äußere Politik Norwegens wird sich nach Auslassungen der leitenden Staatsmänner in völlig neutralen Bahnen halten. Jede großpolitische Verbindung mit einer oder der anderen Großmacht schlösse für Norwegen die größten Gefahren ein durch die Komplikationen, die daraus entstehen könnten. Wenn die Verhältnisse auf der Halbinsel zur Ruhe gekommen wären, bestehe die Hoffnung, daß Normegen zusammen mit Schweden und Dänemark Mittel ermä. gen könne, um die Neutralität der nordischen Reiche zu sichern. Diese gemeinschaftliche Erwägung würde dadurch er. leichtert, daß durch die Auflösung der Union auch jeder Grund zu Reibungen mit Schweden aufgehört habe. Diese Sprache ruhiger, leidenschaftsloser Vernunft wird allenthalben Anklang finden. Daß die Norweger nicht daran denken, außerskandinavischen Einflüssen in ihrem auf neuem Grund. lage gestelltem Reich Einlaß zu gewähren, geht auch darcus hervor, daß sie, falls König Ostar ihnen keinen schwedischen Prinzen für den Thron zur Verfügung stellt, ihre Blicke auf Tänemarks Königshaus richten. Prinz Waldemar, der jüngste, 1858 geborene Sohn des Königs Christian, soll als Ersazmann in Aussicht genommen sein. Enthusiastische Rundgebungen dauern weiter in Norwegen an. Der bekannte Polarforscher Frithjof Nansen hat eine Schrift voll glühen. den Patriotismus erscheinen lassen, in der er der zivilisierten Welt gegenüber die Ansprüche seines Vaterlandes verteidigt. Der greise Dichter Ibsen soll, als er die Tatsache der Trennung von Schweden erfuhr, ausgerufen haben: Ich bin glücklich, einem absolut freien Lande anzugehören." In die. sen Begeisterungsstürmen, die durchs Land brausen, verhalli der Protest des schwedischen Staatsrats ungehört, der in seiner Einberufung des Reichstages zum 20. d. Mets. das nor megische revolutionäre Vorgehen als eine schwere Verletzung der Rechte Schyvedens bezeichnet. Afrika. Der Wunsch des Sultans von Marokko, daß eine internationale Marokkokonferenz die von ihm vorgeschlagenen Reformen beraten möge, wird von der deutschen Diplomatie energisch unterstüßt. In einer kurzen Zirkularnote, die an alle Teilnehmer der Madrider Konferenz von 1880 versandi wurde, tritt sie dem Vorschlage bei. Sie stüßt sich auf Artikel 17 der Madrider Konvention, der in Marokko allen vertragschließenden Mächten das Meistbegünstigungsrecht zusichert. Die Madrider Konferenz war beschickt von Desterreich- Ungarn, Belgien, Spanien, Vereinigte Staaten, Frank. reich, England, Schweden- Norwegen, Italien, Holland, Maroffo, Portugal. Verfaffung und frieden für Rufsland. ( Eig. Bericht.) Petersburg, 10. Juni. Immer lauter wird im russischen Volk der Ruf nach einer Verfassung, immer lauter der Ruf nach Frieden. Welche Forderung mag die dringlichere sein? Ist der innere Frieden das stärkere Bedürfnis? ist es der äußere Frieden? Und welches Verlangen hat bessere Aussicht, Gehör zu finden? Aller Augen find auf den Zaren Nikolaus gerichtet, on dem die Entscheidung kommen muß, wenn sie auch nicht durch ihn kommt, den seine Verwandten und Ratgeber piclleicht mehr als gut ist beeinflussen. Und nicht bloß aus der Nähe, auch aus weitester Ferne drängen sich Ratgeber an ihn, die niemand gerufen hat, die es aber gut meinen. Er soll mit Japan Frieden schließen, so will es das russische Volk, so empfiehlt ihm vor allem der Präsident der amerifanischen Union Theodor Roosevelt durch seinen Botschafter in Petersburg. Als ob man nur zu wollen brauchte, um Frieden schließen zu können! Zar Nikolaus hat das Aeußerste zetan, als er dem amerikanischen Botschafter sagte, er sei bereit, die japanischen Friedensbedingungen zu hören. Mehr zu tun, war er nicht in der Lage, denn niemand wird an ihn das Ansinnen stellen, er solle sich jede Bedingung gefallen und Japan den Frieden einfach dittieren lassen. An Japan müssen sich die übereifrigen Friedensfreunde, die drängenden Friedensvermittler aus Amerika wenden, daß es sich an billigen und annehmbaren Bedingungen genügen lasse. Ist das der Fall, so ist der Friedensschluß nicht weit. Lenn so sehr fann sich Zar Nikolaus nicht verwandelt haben, daß aus ihm ein Kriegsfanatiker geworden wäre. Da haben die vereinigten russischen Stadthäupter und Stadtvertretungs-( Semstwo-) Mitglieder- Bürgermeister und Stadtin ihrer an den verordne'e würde man bei uns sagen Baren gerichteten Vorstellung sich doch viel klüger gezeigt. Auch sie wünschen den Frieden und wünschen ihn von ganzem Herzen; aber der„ Semski Sabor", die ersehnte russische Volfsvertretung, soll erst nach Kenntnis der japanischen Friedensbedingungen entscheiden, ob der Krieg beendet oder als nationaler Krieg weitergeführt werden soll. Immerhin wäre es schon ein Fortschritt, wenn es zu einer Aufstellung der Friedensbedingungen fäme. Dann wäre wenigstens ein Gegenstand für Verhandlungen da und die Möglichkeit eines vorläufigen Waffenstillstandes rückte in Sicht. Daß beide friegführende Teile den Frieden bitter nötig haben, ist gewiß. Ebenso gewiß, daß sie beide den Krieg noch eine gute Weile aushalten können. Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die größere Ausdauer auf russischer Seite liegen würde, wenn Rußland nicht unter dem Druck ganz abnormer innerer Verhältnisse stünde. Und diese abnormen inneren Verhältnisse, die ganzen inneren Wirrnisse hängen mit dem Krieg zusammen, sind durch ihn hervorgerufen und würden in der Hauptsache mit ihm verschwinden. Die Lage des russischen Bauern ist nach seinem Gefühl nicht entfernt so schlimm, wie man bei uns annimmt. Selbst mit dem japanischen Krieg würde er sich abfinden und sogar befreunden, obwohl er ihn nicht versteht. Was den russischen Bauer Fränkt, ihn zu Ungehorsam, Empörung und Gewalttat treibt, das ist wesentlich die Art der Aushebung, die geradezu barbarisch ist und den Krieg unpopulär machen muß. Hier ist unendlich viel versehen worden, was sich so leicht und namentlich so schnell nicht gutmachen läßt. Der äußere Frieden erscheint somit als Voraussetzung für die Wiederkehr der Ruhe im Innern, namentlich auf dem flachen Lande, bei der bäuerlichen Bevölkerung. Veranden. Wo der nötige Plaz vorhanden ist, sind an Schil derhütten und anderen Aufenthaltsräumen Blumenrabatten anzulegen. Ganz besondere Fürsorge ist der Verpflegung bes Personals zuzuwenden. Zum Einnehmen des Essens jind nötigenfalls besondere Ablösungen vorzunehmen und Räume mit Wärme- und Kocheinrichtungen bereitzuhalten. Dem Personal sollen bezüglich des Bezugs von Essen aus den Bahnhof- oder sonstigen Wirtschaften die weitmöglichsten Erleichterungen gewährt werden. Anders steht es mit den höheren Schichten des russischen Volfes, der sogenannten Intelligenz, die nach einer Verfassung schreit, nach einer Volksvertretung, die den Frieden beraten, die Verwaltung des Landes reformieren und einen Faktor der Gesetzgebung bilden soll. Solche Verfassung ist für Rußland meit schwieriger als für irgend ein anderes Land. Es fehlt sogar die einheitliche Sprache, die Gleichheit der Bedürfnisse, Sitten, Gebräuche. Ein allgemeines Parlament würde zu dem alten ein neues Chaos schaffen. Selbstverwaltung der einzelnen Gouvernements fann allein helfen, das ungeheuere Reich gliedern. In den kleineren Bezirken ist eine Aufsicht über die Beamtenschaft möglich, die vielfach aus Mangel an Aufsicht verrottet ist. [] Aussperrung der schwedischen Eisen- und Metallarbeiter. In Schweden ist ein großer Lohnkampf in der Eisen- und Metallindustrie im Gange. Die gesamten Arbeiter sind von den Fabrikanten ausgesperrt worden, da die herrschenden Differenzen nicht auf gütlichem Wege beigelegt werden konnten. Die Aussperrung betrifft 17 000 Arbeiter in 100 Betrieben. Die norwegischen Fachverbände haben beschlossen, ihre schwedischen Arbeitskollegen durch Geld zu unterstützen. Einstweilen sind die Aussichten auf den Frieden, so ungewiß sie sind, noch ungleich besser, als die Aussichten auf eine Verfassung. Es ist sogar die Vermutung gestattet, daß der Beginn des Friedens den Verfassungshoffnungen ein Ende bereiten würde. Denn das Land revoltiert nur gegen den Krieg, nicht gegen die selbstherrscherliche Regierung, und die Intelligenz" ist gegenüber der Regierungsgewalt ohn mächtig. Das bischen Verfassung, das der Minister des Innern Bulygin auf Befehl des Baren ausgearbeitet hat, kann auch die bescheidensten Anforderungen nicht befriedigen, ist nicht mehr als eine bloße Dekoration, die im Grunde alles beim alten läßt. Aber auch die Scheinberfassung Bulygine findet nicht die Zustimmung der übrigen Regierungsgewal. ligen. Der Ministerrat lehnte die Wahlen auf ständischer Grundlage ab, sprach sich gegen das allgemeine Stimmrecht und für Wahlen auf Grund des Landschaftsgesetzes von 1864 aus. AIs Wähler sollen zugelassen werden die Großgrundbesizer, die Stadtbewohner und die Landbevölkerung. Kommt aber der Friede schnell genug, so sind auch diese Versprechungen bald vergessen bis neue Not, die keine Kriegsnot zu sein braucht, sie wieder in Erinnerung bringi und die Erfüllung der Verheißungen erzwingt, Hof und Gesellschaft. Nab und fern. * Wetterschäden in Schlesien. Das Unwetter hat in Schlesien schlimmer gehaust, als wie es nach den ersten Meldungen den Anschein hatte. Im ganzen sind 106 Ortschaf ten von Wetterschäden betroffen worden. Zehn Menschen wurden vom Blizz erschlagen, 48 Gebäude und zwei Kirchen durch Brand vernichtet. 31 Ortschaften erlitten Hagelschlag und Ueberflutung. Der Kaiser hat dem Sultan ein Eremplar des in Berlin hergestellten künstlerischen Prachtwerkes Persische Gedichte Selims des Ersten" gesandt. Der deutsche Geschäftsträger in Konstantinopel, Freiherr von Bodmann, überreichte das Werk dem Sultan. ** Opfer des Berufs. Auf dem Thomaswerk der Kruppschen Friedrich- Albert- Hütte in Essen berunglückten sieben Arbeiter. Bei einer verkehrten Drehung der Schmelzpfanne ergoẞ sich der glühende Inhalt über die Unglücklichen. Vier wurden sofort getötet, die übrigen liegen schwer darnieder. † Seemannslos.. Vor Wittenberge strandete in der Ostsee infolge eines Nordoststurmes das in Pommern beheimatete Segelschiff„ Neptun". Es war auf der Fahrt von Riga nach Hamburg. Die ganze Besatzung einschließlich des Kapitäns Köpenick verschwand in den Wellen. Die Reise des Kaisers in der Ostsee beginnt am 30. Juni. Die Kaiserjacht Hohenzollern" geht von Kiel zunächst über Lübeck nach Rügen und von dort nach Swinemünde. Dann sollen Kreuzfahrten nach den dänischen Inseln und der nordschleswigschen Küste unternommen werden. Später soll die Jacht„ Hohenzollern" dem deutschen Kronprinzenpaar zu einer Auslandsreise zur Verfügung gestellt werden. KL Gine nene Nordpolfahrt. Am 4. Juli wird Leutnant Peary von Newyork mit dem Schiff„ Roosevelt" eine neue Reise zur Erforschung des Nordpols antreten. An Bord der„ Roosevelt", die 1500 Tonnen groß ist und Maschinen von 1500 Pferdefräften besißt, sind außer Leutnant Beary 70 Matrosen und seine Gattin mit seiner 12jährigen Tochter, Leutnant Peary beabsichtigt, mit seinem Schiff die Küste von Grantland entlang am südlichen Ende der nördlichen Polarsee so weit wie möglich nordwärts vorzudringen, dort eine Station zu errichten und die Weiterreise in Schlitten über das große Polareis fortzusezen. Er führt Vorräte auf zwei Jahre mit und meint, sein Schiff sei stark genug, um sich durch die Eisflöße einen Weg zu bahnen und Hindernisse zu überwinden, denen frühere Unternehmungen erlegen sind. Bei Eintritt der helleren Jahreszeit will er mit Eskimos nordwärts aufbrechen, um die legten 490 engl. Meilen zurückzulegen, die zwischen der nördlichen Küste von Grantland und dem Nordpol über unbekanntes Land und die zugefrorene See führen. Gatten- und Selbstmord. In Teichwolframsdorf in Sachsen schoß im Verlauf ehelicher Auseinandersetzungen der Handelsmann Laessig seiner Frau eine Kugel in den Kopf. Das Geschoß kam an der linken Wange wieder heraus. Als die Frau zusammengebrochen war, ging Laessig in eine anstoßende Kammer, legte sich einen Strid um den Hals und schoß sich über den Haufen. Entseelt wurde der Mann aufgefunden. Die Familie hinterläßt sechs Kinder. Die Grundsteinlegung zum Neubau der Kaiser Wilhelm Akademie( der neuen Pepinière) in der Invalidenstraße in Berlin hat in Gegenwart des Kaiserpaares stattgefunden. Militäroberpfarrer Göns hielt die Weiherede, Kriegsminister von Einem verlas die vom Kaiser vollzogene Urkunde. Darauf vollzogen der Kaiser, die Kaiserin und die Prinzen die üblichen Hammerschläge. ** Ein Diebstahl von 100 000 Rubeln wurde in der Gerid; tskanzlei zu Lomga vollführt. Die eiserne Kasse wurde nachts erbrochen und ihres ganzen Inhaltes beraubt. Der Verdacht richtet sich auf einen Schlosser Stanislaus Sobolewski, der von Lomga angeblich zu Verwandten nach Johannisburg in Ostpreußen abgereist ist. König Alfons von Spanien hat seinen Aufenthalt in England beendet und ist von London in die Heimat zurückgereist. ** Hungersnot in Rußland. Im Zarenreiche breitet sich das Elend unter der Bevölkerung, besonders der ländlichen, immer mehr aus. In weiten Strecken herrscht bereits eine wirkliche Hungersnot. Sie hat derartige Dimensionen angenommen, daß die Regierung sich mit der Kalaniität hat beschäftigen müssen. Es ist eine Kommission ernannt mit der Aufgabe, Maßnahmen zur Behebung der Not zu beraten. Die französische Sondergesandtschaft zur Hochzeit des deutschen Kronprinzen ist von Berlin in die Heimat zurückgekehrt. Die Mitglieder der Gesandschaft rühmen sämtlich die Aufmerksamkeit und Herzlichkeit, deren Gegenstand sie in Berlin gewesen sind. Soziales Leben. Aus dem Gerichtsfaal. § Erstklassige Menschen. Die Revision des Grafen Baudissin und des Verlagsbuchhändlers Janke, die vom Landgericht in Berlin wegen Beleidigung des preußischen Offizierkorps in dem Roman„ Erstklassige Menschen" zu Geldstrafen verurteilt wurden, verwarf das Reichsgericht, ebenso die Revision des Staatsanwalts. A Glückliches Eheleben. In dem holländischen Orte Oldenzaal war ein Ehemann des Lebens müde geworden und fnüpfte sich an einem Balken seines Hauses auf. Die Ehefrau kam rechtzeitig herzu, schnitt den Mann ab und brachte ihn wieder zum Leben. Darob ergrimmte der des Lebens überdrüssige Mann derart, daß er in seiner Wut nach einem Messer griff und die Frau damit durchbohrte. Wahrlich eine Ehe, wie sie nicht sein soll! [] Anzeichen einer neuen Gärung im Ruhrrevier sollen in letzter Zeit zutage getreten sein. Man befürchtet in Unter. nehmerkreisen, daß eine rege Agitationsarbeit, die von den Arbeiterverbänden wieder aufgenommen ist, einen General. ausstand herbeiführen wolle. Ob diese Befürchtungen be gründet sind, muß die nächste Zukunft erweisen. ** Donnerstag - bet eine Big gender Tagesordn Derreibungen bes b 1892er nlche ni bes verstorben am Rrogmanniden geefu des R. Nil 7. Desgleichen nand Weserstraße; 1. Roll Söhne auf ihrem Lage 19. Gesuch der Rreu Ilaubnis zur Ifprechleitung.Den Stadtgärtner im Hofe der St Lüftungsfloppen 13. Anfchoff 14. Befchaff 15. Genehmi von Hanbabgabe 1906.- 18. und Gr. Steinw 20. arbeiten. Apuy des vorm. fud des Friedrich Michaftsbetrieb im gleichen des Gott 24. Die Feri ** Die von schönstem üblichen fleinen laufen. Der le in angenehmer Buschauern den größten Aufme bild, das folge Begrü Jm 1. Borla Beilburg, Me erfter ging Bet Anapple und Ludwigshafen, Mainz, und 2,9, 2. Roef Obenbal- und Schaffner Fran Ddendol mit 2 § Der Prozeß gegen die Gebrüder Liebel in Wien, die der Fälschung von Hundertfronen- Banknoten angeklagt waren, wurde teilweise dadurch beendet, daß der Gerichtshof Leo. pold Liebe I zu fünf Jahren schweren Kerkers verurteilte. Die Angelegenheit ist damit nicht ganz beendigt, und zwei Angeklagte harren noch der Aburteilung. Die Mitschuldige, Marie Zlamal, liegt schtrer frank im Allgemeinen Krankenhause, und gegen Hermann Liebel, der infolge der Selbit. mordversuche und hysterischen Anfälle verhandlungsunfähig wurde, mußte das Verfahren vorläufig vertagt werden. Tages- Chronik. Der Glockenturm San Nicolo al Lido in Venedig ist durch einen Blitzstrahl getroffen, so daß der Einsturz des Kunstbauwerkes zu befürchten steht. - In Skutari sind wieder Erdstöße verspürt worden. Kunft und Wissenschaft. § In dem Breslauer Bankprozeß gegen die Mitglieder der Banca Ludowy wegen Bilanzverschleierung wurde der Bankdirektor Szafflik zu sechs Wochen Gefängnis und 300 Mark Geldstrafe, der Bankkassierer Skowschonski zu 300 M. Geldstrafe, Bankbuchhalter Replaff zu 1000 Mark Geldstrafe, von den Aufsichtsratsmitgliedern Nagiepaksti zu 1200 Mt., Dr. Hanke zu 500 Mark und Rechtsanwalt Szapla zu 1100 Mark Geldstrafe verurteilt. CB Falf- Denkmal. Am Pfingstvorabend wurde in Hamm i. W. ein Denkmal für den ehemaligen preußischen Kultus. minister Adalbert Falk enthüllt. Der Feier wohnte Kultus. minister Studt, Oberpräsident Freiherr von der Recke, zahl. reiche höhere Beamte und die Verwandten des verstorbenen Ministers bei. Falk übernahm das Kultusministerium am 22. Januar 1872 an Stelle Mühlers und legte das Ami 1879 nieder. 1882 übernahm Falk das Oberlandesgerichtspräsidium in Hamm. Er starb am 7. Juli 1900. Da Denkmal ist von dem Bildhauer Wandschneider in Char lottenburg geschaffen und zeigt die in Erz gegossene Figur Falks auf einem Granitsockel. [] Die Generalversammlung des deutschen Bergarbeiter berbandes hat in Berlin stattgefunden. Den Hauptpunk der Verhandlungen bildete die preußische Berggesegnovelle bie im allgemeinen einer scharfen Kritik unterzogen wurde [] Umfassende Fürsorge für die württembergischen Staatsbahn- Unterbeamten, Hilfsbediensteten und Arbeiter wird in einem von der Generaldirektion beröffentlichten Erlaß vorgesehen. Danach muß dem Dienstpersonal auch in Dienstpausen, die nicht zu Hause zugebracht werden kön Gelegenheit gegeben werden zum Ausruhen, zum Einnehm oon Essen, Trocknen der Kleider, zum Waschen und zum Kochen und Wärmen von Speisen usw. Auch enthalt im Freien ist Gelegenheit zu schaffen durch)... orinaen von Siben und Bänken, einfach gehaltenen Lauben und § Der Mörder Ramm stand in Berlin vor den Schranken des Gerichts, um sich wegen eines Sittlichkeitsverbrechens zu verantworten. Er erhielt zwei Jahre Zuchthaus. Ramm hat das Berbrechen einige Wochen vor dem entsetzlichen Morde begangen, den er an den Kindern des Gastwirts Brabow in Berlin verübte. Die Mordtat, bei der von den zwei Kindern der Knabe getötet und das Mädchen schwer verlegt wurde, wird Ramm demnächst zu verantworten haben. BF Radiotherapie der Tollwut. Eine sensationelle Mel. dung kommt aus der alten italienischen Universitätsstadt Bologna. Der dortige Professor Guido Tizzoni veröffentlicht eine Reihe von Versuchen zur Heilung der Tollwut, die er gemeinsam mit dem Studenten Bongiovanni angestellt hat. Danach ist es ihnen gelungen, die Tollwut, die er bei seinen Versuchtstieren durch Impfung erzeugt hatte, völlig zu heilen und zwar durch Anwendung von Radium. - Vermischtes. [ König Eduard von England führt eine neue Hut. mode ein.] Auf dem Rennen zu Epsom erschien der König für einen Tag in einem hohen Seidenhut. Der Hut zeigte Buderbutform mit breitem, flachen Rand. Den Einfluß verschiedener Zeitalter will... n in dieser neuartigen Kopf. bedeckung erkennen und bei der Nachahmungssucht, die au die Männerwelt in Modesachen beseelt, werden die Hutmacher nun bald angestrengte Tage haben. = [ Rekord im Bruch des Eheversprechens.] Kürzlich stand bor einem Londoner Gerichtshof John Kemp, der von seiner Geliebten auf Zahlung einer Entschädigung verklagt word n war. Bei der Verhandlung stellte sich heraus, daß Kemp bereits zweimal je 10 000 Mark wegen Bruch des Eheversprechens hatte zahlen müssen. Auch dieses Mal wurde auf Zahlung der gleichen Summe erkannt. Benn Herr Kemp so fortfährt, wird er fleißig erwerben müssen, um die Kosten jedesmal deden zu können. Die von Professor Tizzoni vorgenommenen Versuche bestehen furz in folgendem: Er infiziert seine Versuchstiere, Kaninchen, zuerst mit dem spezifischen Tollwuterreger, dann sezt er sie zur Heilung periodisch mehrere Tage lang der Wirkung von Radiumstrahlen aus. Tiere, die infiziert, aber nicht mit Radium behandelt werden, sterben unweigerlich innerhalb von 6 Tagen in voller Tollwut. Alle diejenigen dagegen, welche der Radiumkur unterzogen werden, genesen, selbst wenn die Behandlung erst auf der Höhe der Krankheitsentwickelung beginnt. Diese Resultate sind wahrhaft berblüffend. Weder mit dem System Pasteur- das mehr prophylaktisch als heilend wirkt- noch mit der Serumtherapie ist bisher annähernd ähnliches erreicht worden. - [ Der weibliche Mönch.] In einem griechischen Kloster in der Nähe von Bukarest starb dieser Tage der Mönch Baul Vazul Popovics im Alter von 90 Jahren. Das ganze Dori betrauerte den Bruder, der 30 Jahre lang im Kloster zu gebracht hatte. Erstaunt aber war alles, als es sich heraus stellte, daß der verstorbene Mönch eine Frau gewesen war Die Bewohner des Klosters erklären, daß der Verstorbenen gegenüber niemals auch nur der leiseste Verdacht aufgetaucht wäre, daß sie eine Frau in Mönchskleidern sei. Tizzoni will sein Verfahren jetzt an tollwuterkrankte prüfen. Er hat in Rom dieserhalb Konferenzen mehreren wissenschaftlichen Größen. Bei der weitragenden Bedeutung der Entdeckung, die, wenn sie sich bewährt, ein wahrer Segen für die Menschheit werden würde, kann es nicht wunder nehmen, daß die italienische Regierung sich eifrig mit der Angelegenheit beschäftigt und Professor Tizzoni von König Viktor Emanuel in Audienz empfangen werden wird. ====[ Othello im Offiziersrod.] In der italienischen Garnison Alessandria glaubte der Hauptmann im Generalsts Durando Grund zu haben, auf seine Frau eifersüchtig zu sein. Als sie eine angebliche Reise nach Florenz unter nahm, folgte er ihr und fand sie in einem Hotel in Novi Ligure in Erwartung ihres Geliebten, eines anderen Offi ziers. In seiner Erregung gab der Ehegatte einen Revolver. schuß auf die Treulose ab und verletzte sie tödlich. - =[ Zeitungsreporter in Amerika.] In einer englischen Zeitschrift findet sich eine Zusammenstellung von Stilblüter amerikanischer Reporter, denen man jedenfalls die Origina lität nicht absprechen kann, obwohl die Ausdrudsweise für em opäischen Geschmack zum mindesten etwas befremdliches hat. Wir geben nachstehend einige Proben: In Maryland wettete dieser Tage ein Mann, daß er fünfzehn Dugend Austern ohne Pause essen fönne. Er tal es und gewann seine Wette. Der Silberbeschlag an seinem Sarge kostete zwölf Dollars und fünfunddreißig Cent." Ein junger Mann in Louisville wollte versuchen, ob ein Faß Pulver, das lange der Witterung ausgesezt geweje. war, noch brauchbar sei. Er berührte das Bulver mit einer glühenden Eisenstange. Man erzählte seinen Verwandten, er sei plötzlich nach Europa abgereist, aber es ist einiger maßen auffällig, daß man mehrere seiner Knochen und Ueber. reste seiner Kleider in einiger Entfernung von der Stelle fand, wo das Faß gestanden hatte." John Smith junior aus Nebraska behauptete, er könne mit einer Klapperschlange umgehen wie ein Schlangen. zauberer und er versuchte es auch. Da die Begräbnisanſtall die Zahlung der Kosten im voraus verlangte, mußte seine Beerdigung vier Tage später stattfinden, als sie ursprüng. lich angesetzt worden war." offn den 3 Borlä Moefer, der d Endlauf teilzu Ein Mann in Chicago warnte seine Frau davor, Feuer mit Karosen anzumachen, sie tat es aber doch wieder. Glück licherweise passen die Kleider der ersten Frau der zweiten ganz gut." Endla Brogramms dem die Erf bafener Meif ihm folgten Romma geben Sekunden an Das 6 Fahrer. Die gar teine fich zu einen teilten fich Bettinger bann trieb ex nahm mit de einen nach b Sieger mit 3. Sörk. Bei dem bon 5000 m heiben. Bett Strede in 69 Den ameiten Es farteten Dann bemächtigte Tages nabte von Gicke heit gehabt, einen ungefä Jept eridiene Babn und Preis: Raf ihre Führun tradtlichen Die größten werden tonn feiner Majd Schrittmacher ängstigendes und Knallen fhnellfeuerarti faufen bie Fa fteigt aber wie hindern, daß er größten Anftren eine neue Rund Erfolg fich auf Rotor hinter der voller Rraft vor, beive Rämpfer fire erleiden Defette u Hab wird unbrau in Referberad un elegte mehrere wird Leutnant belt" eine neue en. An Bord und Majchinen eutnant Bear hrigen Tochter f die Stufte bon Lokales. 13. Jnui 1905. ** Donnerstag, den 15. Juni, nachmittags 4 Uhr findet eine ihung der Stadtverordneten mit folgender Tagesordnung ftatt: 1. Auslosung von Schulb. - hat in dem Stundenrennen 50,8 km Rafler München 44,4 km und Seidenspinner- Mainz 42,8 km zurückgelegt. Das Publikum nahm an dem Rennen den lebhaftesten Anteil und feuerte die Ronkurrenten durch Zurufe an. P. Fahrradmarder. Bei dem geftrigen Radrennen auf der Hardt wurde einem als Buschauer bort anwesenden rblichen Bola bichreibungen des 1890cr Anlebens. 2. Desgleichen Landwirt sein Fahrrad entwendet. igen, dort eine bes 1892er nlchens. 3. Mitteilungen. 4. Bermächt Schlitten über i des verstorbenen Rentners E. Balser. - 5. Martise P. Erschoffen. Bei Tagesgrauen wurde heute Morgen gegen 4 Uhr ein junger Mann am Rodtberg erschossen aufgeftellt werden. rräte auf e Rrogmannschen Hause. Cahnhofstraße 30.- 6. Bau gefunden. Die Personalien konnten bis jest noch nicht feft genug, um fi Hindernisse zu 1 erlegen find. mit Gefimos gl. Meilen zu gesuch des R. Nikolaus für die Steinstraße; hier: Dispens. 7. Desgleichen des E. H. Müller für die Ede Stein. und Weserstraße; hier: Dispens. 8. Gesuch der Firma 1. Rröll Söhne dahier um Entfernung eines Bappelbaumes te von Grant auf ihrem Lagerplaß hinter dem Biebertalbahnhof. nd und die 34 al. Grafen Baudis om Landgericht n Offiziertorps Idstrafen berur. so die Revision Wien, die der geflagt ware richtshof fro. Fers berurteilte. Digt, und wei Mitschuldige, inen Kranten lge der Selbit ndlungsunfähig gt werden. - - - - 9 Besuch der Eisenbahnbetriebsinspektion I dahier um Er. laubnis zur Kreuzung des glarerwegs durch eine Fernprehleitung. 10. Beschaffung von Eprenggeräten für - 11. Reparatur des Ventilbrunnens ben Stadtgärtner. im Hofe der Stadtmädchenschule. 12. Beschaffung von Lüftungsflappen für einzelne Räume der Stadtmädchenschule. 13. Anschaffung von Schulbänken für die Bolksschulen. 14. Beschaffung einer Tragbahre für den Sanitätsverein. 15. Genehmigung von Rechnungen.- 16 Genehmigung Don Sandabgaben. 17. Den Waldwirtschaftsplan für 18. Ausbau der Rosnftraße zw schen Rolftestraße und Gr. Steinweg. 19. Vergebung von Umpflasterungsarbeiten. 20. Rauf mit H. Schaumberger. 21. Ber 1906. - - put des vorm. Attigschen Hauses Seltersweg 9.- 22. Gefuch des Friedrich Ropp dahier um Erlaubnis zum Wirt schaftsbetrieb im Hause Bismarckstraße 20.- 23. Des gleichen des Gottfried bel bahier für Wolfstraße Nr. 9. 24. Die Ferien der Stadtverordneten- Bersammlung. ** Die Gießener Rennen auf der Hardt waren bom schönstem Better begleitet und sind, abgesehen von den üblichen fleinen Unfällen, in zufriedenstellender Weise ver die Mitglieder laufen. Der leise Wind, der wehte, milberte die Temperatur in angenehmer eise und machte den zahlreich erschienenen Zuschauern den Aufenthalt zu einem erträglichen. Mit der größten Aufmerksamkeit verfolgte das Publikum das Renn bilb, das folgende Gestalt annahm: ung wurde dr ngnis und 300 nsti zu 300 M. Mark Geldstrafe Ei zu 1200 M Szapla zu 1100 = den Schranka tsverbrechens zu hthaus. Namm Sem entfeglichen Gastwirts Bra r von den zwei schwer verlezi en haben. eine neue Hut chien der König Der Hut zeigt Den Einfl euartigen Kop gssucht, die av verden die Sut .] Kürzlich stand p, der von seiner verklagt word s, daß Kemp be uch des Ehever Mal wurde au Benn Herr Kemp n, um die Kosten riechischen Kloster der Mönch Bau Das ganze Dor g im Kloster Is es sich heraus Cau gewesen war der Verstorbene rdacht aufgetaud ei. Fenischen Garni im General eifersüchtig zu Florenz unter m Hotel in Novi nes anderen Off e einen Revolver e tödlich einer englifchen g bon Stilblüter alls die Origina isdrucksweise für Ons befremdliches n Mann, daß er en fönne. Er tal befchlag an seinem reißig Gent." e bersuchen, ob ein ausgefegt geweje. Pulver mit einer inen Verwandten, Der es ist einiger Anochen und Ueber ng bon der Stelle hauptete, er fönne Die ein Schlangen e Begräbnisanftall angte, mußte feine als fie ursprüng Frau dabor, Feuer och wieder. Glück Frau der zweiten = 5 Runden). Begrüßungsfahren( 2000 m Jm 1. Borlauf starteten: Bettinger Ludwigshafen, Görg Beilburg, Mesch- Frankfurt und Knapple- Frankfurt. Als erfter ging Bettinger mit 2,20% durchs Biel, ihm folgten Anappte und Görk. Jm 2. Verlauf starteten: ReimerLadwigshafen, Moeser- Frankfurt, Thiel Köln, KirchhöferMainz, und Bey äuther Fürth. Ergebnis: 1. Reimer mit 2,9, 2. Moefer, 3. Weyräuther. Im 3. Vorlauf traten Obenbal- und Lade- Röln, Rnapp- Mainz, Rafler- München, Schaffner Frankfurt und Ballau- Mainz an. Als 1. ging Obendal mit 2,32% durchs Ziel und als 2. Rafler. Hoffnungslauf. Darauf traten die Zweiten aus dem 3 Borläufe zum Hoffnungslauf an. Erster wurde Moeser, der dadurch die Berechtigung errang, auch an dem Endlauf teilzunehmen. Endlauf. Abgeschlossen wurde der 1. Teil des Programms durch den Endlauf zum Begrüßungsfahren, in bem die Ersten starteten. Als Sieger ging der Ludwigshafener Meister Bettinger mit 3,46 aus dem Rampf hervor, ihm folgten Reimer und Odendal.( Die Ziffern vor dem Romma geben jedesmal die Minuten und die hinter ihm die Sekunden an.) Das Sommer- Vorgabefahren vereinigte 14 Fahrer. Die größte Vorgabe( 200 m) erhielt Ballau- Mainz, gar teine Bettinger- Ludwigshafen. Der Kampf gestaltete fich zu einem außerordentlich interessanten. Die Fahrer teilten sich balo in zwei Gruppen." Im Augenblick hatte Bettinger weite erreicht, eine Weile hing fie an ihm, bann trieb ex aber seine Maschine mit voller Kraft vorwärts, nahm mit der erften Fühlung, drang in sie ein, überholte einen nach dem anderen Fahrer und ging schließlich als Sieger mit 2,32% durchs Biel. 2. wurde Reimer und 3. Sörg. Bei dem Ausscheidungsfahren, das sich über eine Strecke von 5000 m hinzog, mußte der Letzte jeder Runde aus. Scheiben. Bettinger blieb auch hier Sieger, indem er die Strecke in 6 Minuten, 49% Set. am schnellsten durchfuhr. Den zweiten Preis errang Reimer und den dritten Gör. Es starteten 11 Fahrer. Dann trat eine längere Pause ein und des Publikums bemächtigte sich die größte Spannung: Der Höhepunkt des Tages nahte, das Stundenrennen um den Großen Breis von Gieken. Schon vorher hatten die Buschauer Gelegen heit gehabt, die gewaltigen Motore zu bewundern und sich einen ungefähren Begriff von ihrer Schnelligkeit zu bilden. Jezt erschienen sie wieder, durchfuhren ein paar Mal die Bahn und dann hefteten sich die Ronkurrenten um den Preis: Rafler, Seidenspinner und der Neger Vendredi an ihre Führung. Vendredi riß gleich zu Anfang einen beträchtlichen Vorsprung an sich, der ihm auch nicht, troßdem die größten Anstrengungen gemacht wurden, mehr entrissen werden konnte. Als sei er an sie angeschmiedet, saß er auf feiner Maschine und folgte bem mörderischen Tempo seines Schrittmachers. Seine Motorlokomotive hatte etwas be ängftigendes an sich, ihre Explosionen waren fein Stampfen und Knallen mehr, sondern das waren ganze Salven, die schnellfeuerartig einander folgten. Eine Viertelstunde lang sausen die Fahrer schon um die Bahn, einer stürzt ab, befteigt aber wieder sein Rad, er tann es jedoch nicht verhindern, daß er mehrfach überholt wird, Vendredi macht die größten Anstrengungen, ouch seinem anderen Ronfurrenten eine neue Runde abzunehmen. Fast scheint es, daß der Erfolg fich auf seine Seite neigt. Immer näher brüllt sein Motor hinter dem andern her. Da stößt der Bedrohte mit voller Kraft vor, die Entfernung vergrößert sich wieder und beive Rämpfer ftreiten mit launischen Glück. Beider Motore erleiden Defekte und müssen die Fahrt aufgeben, Vendredis Rad wird unbrauchbar, doch schnell vertauscht er es gegen ein Reserverad und setzt die Fahrt fort, während der zuerst Beftitrate mehrere Runden einbringt. Endergebnis: Vendredi P. Bolizeilige Butter and Milch- Revision. Am Samstag wurde wieberholt eine polizeiliche Revision in Gießener Geschäftsläden bezügl. der in Bateten zum Verkauf abgewogenen Butter auf das„ Vollgewicht" abgehalten. Box 183 halbpfündigen Bateten wiesen 46 ein Mindergewicht box 5 bis 12 Gramm auf. Verschiedene Berkäufer sind ber Meinung, daß die Waren in abgewogenen Bateten schon eintrocknen dürften. Demgegenüber fann und wird der Käufer, wenn er die Waren und insbesondere Butter nach Gewicht bezahlt, sein bezahltes Duantum aud verlangen. Es wäre wünschenswert, daß die Polizei in ihrer Tätigkeit von dem einkaufenden Publikum babur unterfügt würbe, daß es seine Einkäufe durch Nachwiegen ebenfalls kontrollierte. Am zweiten Feiertage wurde mit ber Bahn in Gießen engekommene Milch, die als„ Bollmilch verkauft werden sollte, gleichfalls einer polizeilichen Revision unterzogen und als febr minberwertig befunden. 180 Liter mußten beschlag nahmt werden. " P. Bon Arämpfen befallen wurde heute früh in der Bahnhofstraße ein Gießener Dienstmädchen, als es von einem Feiertagsvergnügen zurückkehrte. Ein hinzukommender Schuhmann brachte das Mädchen in ein Rachbarhaus, wo es sich alsbald wieder erholte. " ** Bom Minister zum Oberbürgermeister. Die Bormser 8eitung" verbreitete fürzlich die Ritteilung, Finanzminister nauth sei zum Oberbürgermeister von Stuttgart berufen. Bir ließen die Meldung unter ben Tisch fallen, da sie uns als Ueber- Ente" erschien. Jegt fommt denn auch schon die Nachricht, daß Minister Grauth bas Gerücht bereits bementiert hat. ** Revision gegen das Zodesurteil. Hudde hat aus eigener Jnitiative gegen das Urteil des Schwurgerichts durch seinen Berteidiger, Rechtsanwalt Dr. Jung, Berufung eingelegt. ? Wetlar. Die Kreissparkasse erbrachte im legten Geschäftsjahre einen Reinertrag von 44 273 Wt. Die Gesamtspareinlagen übersteigen den Betrag von 9, Mill. Mr. w Dutenhofen, 9. Juni. Die Lehrer aus Stabt und Land des Schulaufsichtsbezirks Beglar waren in diesen Tagen zur erften diesjährigen Lehrerkonferenz in Dutenhofen versammelt. Nach dem burch Kreisschulinspektor Pfarrer Geibel erstatteten Jahresbericht gehören dem Bezirk 57 Lehrer und 3698 Schüler an, mithin tommen durchschnittlich 65 Rinder auf eine Lehrkraft. Die Gemeinde Bismar bat zur Beit die höchste Schülerzahl, nämlich 285, und die fleinfte Dorfschule ift bie zu Bollatirchen mit 34 Rindern. In erfreulicher Weise haben nunmehr alle Lehrer bes Bezirks bal gleiche Grunbgehalt von 1200 Dtt. und 140 M. Alterszulagen in jeder Stafe. Die diesjährige Areislehrerkonferenz findet Freitag, 4. Auguft, im Schüßengarten zu Beglar statt. ftand. ][ Alsfeld, 12. Juni. Beendigter Maurer- Aus. Der Ausstand, an dem 200 Maurer beteiligt waren, ift Mitte voriger Boche beendigt worden. ** Bad Nauheim, 12. Juni. Frequenz. Bis zum 8. Juni find 8529 Rurgäfte angekommen. Bäder wurden big babin 86 197 abgegeben. ?? Friedberg. Eine in Dbftzüchterkreisen weithin betannte Bersönlichteit. der Oberlehrer Prof. Reichelt an der hiesigen Obstbauschule, ist Donnerstag im 49. Lebensjahre hier verfieber. * Frankfurt, 12. Juni. Der Zusammenbruch. Bankier Alexander Schwarzschild, der vor einiger Beit mit Bankier Alexander Schwarzschild, der vor einiger Zeit mit Hinterlassung bedeutender Verbindlichkeiten von hier verschwunden ist, ist in der Nähe von Lichtenthal( Baben) aufgefunden worden. § Mainz, 12. Juni. Ablösung vor! An Stelle bes am 20. Juni hier abrüdenben 13. Husaren- Regiments ziehen am 1. Juli die Dragoner in unsere Stadt. Die Sufaren find bekanntlich nach Diedenhofen versetzt. = Kassel, 12. Juni. Stiftung. Rommerzienrat Wegmann hat einen Betrag ven 7200 Mt. ausgeworfen, um den Gesangberein der Arbeiter, 80 Sänger, eine Sängerfahrt nach dem Bodensee muchen zu lassen. erantwortlich: fr bie Bolitik und den Juferatense: Ibin Blein, far ben brigen Jabalt: Georg Sorn, beb in Gister A C Wenn Sie ZÜRICH oder LUZERN besuchen, vergessen Sie nicht die Seidenmagazine der Seidenstoff- Fabrik- Union ADOLF GRIEDER& CE, zu besichtigen. Beste Bezugsquelle. 92 000 Im Gebrauch! Filiale: Berlin Muster umgehend. G Z Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vorzüge und Neuerungen; größte Einfachhelt and Dauerhaftigkeit. Katalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Lelpzigerstr. 29,( Edie Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. Bekanntmachung. Mitwoch, 14. Juni, nachmittags 6 Uhr, werden in der Stephansmark einige Stücke Erlenholz mristbietend versteigert. Die Zusammenkunft ist hinter der neuen UniversitätsBibliothek in der Bismarckstraße. in Gießen, den 10. Juni 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. Turschmann. Bekanntmachung In der Zeit vom 3. bis 10. Juni 1905 wurden hiefiger Stadt gefunden: 1 Hundemaulforb mit Führleine, 1 Nickelbrille mit Etui, 1 Weichselspazierstock und 1 rot- und braun- gestreiftes Halstuch. verloren: 1 Stahlzwicker, 1 Wagenkapsel, 1 gold. Medaillon mit 2 Photographien, 1 Taschenmesser 1 Portemonnaie mit etwa 58 Mr. und eine Monatsfahrkarte Lich- Gießen auf den Namen Emanuel Baum als Inhalt, 1 photograph. Apparat und eine Fahrradnummerplatte Nr. 348. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegentände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 10. Juni 1905. Großh Bolizeiamt Gießen. Herberg. Hengras- Versteigerung der Stadt Gießen. Montag, den 19. und Dienstag, den 20. Juni 1904, jedesmal vormittags 9 Uhr beginnend, soll das Heuund zwar: gras von den städt. Wiesen meistbietend versteigert werden Montag, den 19. Juni: a. an Ort und Stelle von den Wiesen in Neustädterfeld und bei der Margaretenhütte, b. vormittags 11 Uhr in der Restauration von Melchior Schäfer Ww., Grünbergerstraße Nr. 6, von den Wiesen im Heegftrauch und im Rußland, c. nachmittags 2 Uhr im Philosophenwald vox Wiesen am Fürstenbrunnen, im Wiesecktal von den Hospitalwiesen in der Gemarkung Wieseck und von etwa 25 Morgen Wiesen in der Schwarzlach. Dienstag, den 20. Juni: d. von den Dchsenwiesen, einer Hospital- und Pfarrwiesen von den Wiesen im Stolzenmorgen, Utersbrunnen und Altentisch, e. nachmittage 2 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Rödgen, f. nachmittags 22 Uhr von den Wiesen in der Gemarfung Alten- Bused, g. nachmittage 3 Uhr von den Wiesen in der Gemarkung Großen- Bused. Die Zusammenkunft ist am 19. Juni am Neustädtertor, am 20. Juni in den Ochsenwiesen. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien der umliegenden Gemeinden werden ersucht, vorstehendes in ihren Gemeinden befannt machen zu lassen. Gießen, den 9. Juni. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Turschmas n. Wirtschaftsvergebung. Der Betrieb der Wirtschaft in der Zefthalle zum 50jährigen Bestehen der beiden hiesigen Freiwilligen Feuerwehren soll an einen fautionsfähigen tüchtigen Wirt berpachtet werden. Die Halle faßt ca. 2000 Personen; der Betrieb besteht in Wein, Bier, warmen und falten Speisen, Staffec, Bedingungen pp. find bei dem unterzeichneten Vorauch findet ein Festessen statt. fißenden einzuholen und Offerten bis zum 15. Jun daselbst einzureichen. Gießen, den 6. Juni 1905. Mittelturm à 15 Mk. Der Wirtschafts- Ausschuß: Emil Fischbach. 3 Türme mit num. Sitzplätzen. Kaiser- Parade 18. As.- Cp.8. Sept. b. Homburg v. d. H. Auf Anordnung des Kgl. Gen.-Kommandos wird unmittelbar an der Aufstellung der Majestäten und der Fürstlichen Gäste eine offizielle Zuschauer- Tribüne erbaut. Auf derselben befinden sich nur nummerierte Sitzplätze. Vordertribüne( mit Rücklehne u. Sitzkissen) Mitte à 15 Mk. Seite à 10 Mk., I. Platz à 6 Mk., II. Platz 5, 4 und 3 Mk. Kartenverkauf nach Sitzplan J. Schottenfels& Co. Frankfurt a. M., Bethmannstr. 54( F. 3385). schon heute Versand nur gegen Nachnahme. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beale Seife nah undarn! Seitenture 12 min Geschäfts- Eröffnung. Städt. Wohnungsnach-| weis Gießen. Dem verehrl. Publikum von Gießen, insbesondere meiner werten Nachbarschaft die ergebene Mitteilung, daß ich in Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 14. meinem pause Eichweg 7( Ecke des großen Steinwegs) ein Kolonialwaren- Geschäft eröffnet habe. Durch Führung von nur guten Waren bei reellen Preisen werde ich bemüht sein, meine werten Abnehmer in jeder Hinsicht zufrieden zu stellen. Mit der Bitte um geneigten Zuspruch empfehle ich mein neues Unternehmen. Hochachtungsvoll Eduard Kohlermann, Gießen. Heugras- Versteigerung. Montag, den 19. d. Mts., vorm. 8 Uhr soll bet Wirt K. Schepp 3. dahier, das diesjährige Heugras von den früheren fiskalischen Wiesen der Gemeinde Lindenstruth gehörig; um 10 Uhr auf der Weide an Ort und Stelle öffentlich meistbietend versteigert werden. Geschäftsstunden von 8-1 und bon 3-6 Uhr Es sind zu vermieteu: 1 Wohnung von 6-7 Zimmer " " 6 " " " 2 5 " " 1 17 3 N " W 2 " 2 " 1 [ mit kl. Laden 1 " " 1 2 unmöbl. u. 1 möblierte Zimmer. Zu mieten gesucht: 74 Wohnungen von 1-8 Rimmern. MAGGIS Aeussere Kapsel Janere Röhrchen MACCH MACC+ BouillonKapseln die besten! Man achte auf den Namen Maggi. Im Wegen vorheriger Einsichtnahme der Loose wolle Waschen man sich an den Gemeindewiesenwärter K. Menz 2. wenden. Lindenstruth, 9. Juni 1905. Großh. Bürgermeisterei Lindenstruth. Scheld. Arbeitsvergebung. " und Bügeln empfiehlt sich Wäscherei. Frau Otto Biebigitraße 63. Civile Preise. Die nachstehenden bei der Erbauung zweier Ber- Gießen waltungsgebände zu Bad Nauheim vorkommenden Arbeiten des Inneren Ausbaues" sollen auf Grund des Ministerialerlasses vom 16. Junt 1893 im Wege des öffentlichen Wettbewerbes vergeben werden. 1. Glaserarbeiten: 2 Lose zu je ca. 19,00 qm Fenster im Kellergeschoß und je ca. 150,00 qm Fenster im Erd, Ober- und Dach geschoß. 2. Rolladenlieferung 2 Lose zu je ca. 150,00 qm Rolladen für Erd-, Ober- und Dach geschoß. 3. Weißbinderarbeit im Innern: 2 Lose zu je ca. EUREKA bestes Biergrosshandlung Emil Schmall Tel. 83. Gieken, Frankfurterstraße 7 empfiehlt keht Culmbacher Bier Tel. 83. Münchener Bürgerbräu- Bier Dortmunder Union Pilsener" fawie Frankfurter und hiesiges Bier in Flaschen, Sebinben, Selbftidanter( Syphon à 5 Liter). Reelle Preise. Aecht Pilsener Urquell mar in Syphons à 5 Liter. Beinlichste Reinlichkeit der Abfüllung. Für alle Lieferungen Garantie der Originalität. Fahrgasse 119 Dergebung von Schieferdeckerarbeit. 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Der Zuschlag tann bei jeder der Arbeiten nach Losen getrennt oder für mehrere Lose gemeinsam erteilt werden. Die Angebote sind verschlossen und portofrei mit entsprechender Aufschrift versehen an die unterzeichnete Behörde bis spätestens 28. Juni vormittags 10 Uhr einzusenden, worauf deren Eröffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. Zuschlagsfrist: 14 Tage. Bad Nauheim, den 8. Juni 1905. Großh. Baubehörde für die Heubauten in Bad- Nauheim. I o st. Wascht mit Schwan- Seifenpulver Fahrzeugwerke, Wilhelmshöhe" bei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Doppelglockenlager, Motorrädern, sowie Fahrradteilen u. Zubehör zu fonfuccenzl. bill. Fabrikpreisen und weitgehendster Garantie. Katal. gratis u. franco. Mustermaschine Tiefenweg 10 z. besicht. Für Weinbezug! Unter aller Garantie naturreine, flaschenreife Weissweine per Liter oder Flasche von 60 Pfg. an. 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