star bon Rufe zu bald geme Guts. Räthes gebracht. und sind Ansichten aus„ moeine alt fig abgehmer oft, ngssumme träge fön tere Ent nicht dem hert, ge ann die ann die dherung ne nach gezahlt Berfiche pfänden ruch neh Versicher hält; sonfung und ren. Das e beitritt, nüber sich verlangen Kenntnis nicht mehr fann ein arsverwalSvertrages chtlassung ritter, ber Versiche icherungseine Wün En, zusamusdrücklich aufnehmen -d ein andie Veraß er sich ann ist der erungsneh mt und sie n wird das rsicherungsstirbt, hat lbaren An. gegenüber er Anspruch effen Ueber. nicht in den cherung an B gar nichte Gegr. Anerkannt bester Bitter ausdrücklloh: Man verlange Underberg- Boon 24 Preis- Medaillen! Underberg engkamp neidere vert Schulftrake 6 n und englischen dichten Loden. elegantem Sani reifen ben verwöhn Nr. 112. Erstes Blatt. Jufestionspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Oberheffen, bie Kreife Bezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Pfg. Reklamen die Betitzelle 30 refp. 40 Pfg. Redaktion u. Hanpterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 13. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pig., durch die Post bezogen viertel jährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberhefffche Familienzeitung( täglich) und die Giekever cifenblasen( wöchen: lich). Das Flatt end eint an la Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weylar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftafien. Die Vermutung, daß Frankreich angesichts der ener gischen Haltung der japanischen Regierung den Neutrali tätskonflift nicht auf die Spite treiben würde, hat sick schnell bestätigt. Man ist in Paris dabei, ein Gelbbuch über die Angelegenheit vorzubereiten, das durch spezialisierte Berichte den Nachweis der Unparteilichkeit Frankreichs führen soll. Ja, aus ihm soll sogar hervorgehen, daß Frankreic über die ihm durch sein Neutralitätsreglement auferlegten Verpflichtungen hinausgegangen ist, indem es den Admiral Roschdjestwensky veranlaßte, auf die Wohltaten mehrerer Bestimmungen des Neutralitätsreglements zu verzichten. Wie Delcassé und Rouvier es anfangen wollen, diesen Nachweis zu führen, ist ihre Sache. Leicht wird es ihnen nicht werden und sie werden trotz aller Bemühungen das ein. mal verlorene japanische Vertrauen nicht wiedergewinnen. Der französisch- japanische Konflikt hat zwar nach den letzten Nachrichten nicht mehr das gefähr liche Ansehen, wie in den letzten Tagen, ehe die französischen Erklärungen gegeben waren. Aber die tiefgehende Verstim mung im Volt ist noch lange nicht behoben. Die Presse. welche die Regierung dringend auffordert, eine starke Haltung Frankreich gegenüber einzunehmen, verlangt Erklärun gen und führt aus, es sei notwendig, daß Frankreich die Vorgänge zwischen dem 3. und 9. d. Mts. auffläre. Die Vereinigung der russischen Flotten soll tatsächlich Dienstag früh an der Küste von Annam, etwa 100 Kilometer nördlich vom Kap Padaran, stattgefunden haben. Aus London wird dazu gemeldet: Kapitän Mountford, Kommandant des englischen Dampfers Coromandel", ist aus Hongkong in Singapore angekommen und teilt mit, daß er am vorigen Montag, den 8. Mai, um 25 Uhr nachmittags, eine russische Flotte von 22 Kriegsschiffen in der Wanfong- Bucht, an der Küste von Annam, gesehen hat. Die Kriegsschiffe waren innerhalb der französischen Territorialgewässer geanfert und nahmen Kohlen von zehn Kohlendampfern ein. Die Flotte erkannte der Kapitän Mountford als diejenige, welche Admiral Roschdjestwensky kommandiert. Sieben Stunden später, um 12 Uhr abends, traf dann der„ Coromandel" ein anderes Geschwader in der Nähe des Kap Padaran. Die Schiffe dieses Geschwaders hatten einen nördlichen Kurs. Diese Schiffe waren zweifellos das dritte Geschwader unter Nebogatow. Begreiflicherweise ist jetzt die Spannung groß, ob Roschdjestwensky jetzt, wo er seine gesamte Macht vereinigt hat, zur Offensive übergehen wird. Sie wird ihm außer durch die stattliche Zahl seiner Fahrzeuge durch die weitere rüh= rige Tätigkeit der Wladiwostok freuzer erleichtert. Die„ Rossija" und" Gromoboi" sind am 9. d. M. inischen Gewässern gewesen und haben Handelsfahr8.ge angehalten und durchsucht. Admiral Togo ist durch bies fece Auftreten der Wladiwostoker gezwungen, seine Streitkräfte zu teilen. Zu der Tokioter Spionageaffäre bird noch gemeldet, daß der verhaftete Franzose Bougouin anfänglich als Instrukteur in der japanischen Armee angestellt war. Er kam nach Japan als Mitglied der französischen Militärmission, die bei der Neueinrichtung der japanische Armee helfen sollte. Nach ihrer baldigen Auflösung wurde er von der japanischen Regierung als Instrukteur für Geschüßkunde angestellt. Als dieser Posten aufgehoben wurde, übernahm er die militärisch- technische und kommerzielle Vertretung der großen Waffenfabrik von Schncider u. Co. in Creusot, die er noch inne hat. Vom Landkriegsschauplat liegt aus Tokio eine Meldung vor, die beweist, daß nicht nur auf japanischer, sondern auch auf russischer Seite wieder der Drang nach vorn" erwacht ist. Am Morgen des 9. ds. Mts.so teilt die japanische Heeresleitung mit griffen die Russen in Stärke von zwei Regimentern Infanterie, 5 Sotnien und einer Batterie, die aus Nanshanhengtzu, 15 Meilen von Hengcheng famen, uns in der Nähe vot Yengsheng an. Um 2 Uhr nachmittags begann der Feind unter dem Schutze von Artillericfeuer einen energischen Angriff, wobei die Infanterie bis auf 100 Meter an unser Stellung herankam. Unsere Truppen gingen dann zur Offensive über und verjagten den Feind, der 60 Tote und 160 Verwundete auf dem Platz ließ. Außer solchen, die Uniform trugen, waren unter den Toten und Verwundeten auch viele in chinesischer Kleidung. Der Verlust des Feinde wird auf 300 Mann geschäßt, der unsrige beträgt ein Mc tot. 50 bormimdet. Die Politik. can tauway Association zur Verlesung. Der Kaiser entbietet dem Eisenbahnkongreß, an dem zum erstenmal deutsche Vertreter teilnähmen, seine Grüße und gibt dem Wunsche Ausdruck, daß der persönliche Gedankenaustausch der in Washington versammelten hervorragendsten Vertreter des Eisenbahnwesens zum dauernden Vorteil des internationaIen Verkehrs dienen möge, dessen gedeihliche Entwickelung das wirksamste Mittel sei, das gegenseitige Verständnis unter den Völkern zu fördern und sie friedlich einander näher zu bringen. An den Kaiser wurde ein Telegramm gesandt, in dem der internationale Eisenbahnkongreß für die Botschaft dankt und ihm langes Leben und Glück wünscht. Ein Telegramm des deutschen Kaisers an den internationalen Eisenbahnfongreß in Washington kam durch Botschafter Speck von Sternburg auf einem Bankett der AmeriEin Gesetzentwurf über die Ausgabe neuer Banknoten von 50 und 20 Mark wird dem Reichstag noch vor der Pfingstferien zugehen. Die Reichsbank soll ermächtigt werden, diese Noten in den Verkehr zu bringen. Nach der Einstellung der 50 und 20 Marknoten werden diese im Verfehr die Stelle der entsprechenden Reichskassenscheine vertreten; es ist daher in Aussicht genommen, die Kassenscheine über 50 und 20 Mark einzuziehen und an ihre Stelle folche von 5 und 10 Mart treten zu lassen. Der Entwurf trägt dem Bedürfnis nach Vermehrung der kleinen Wertzeichen Rechnung. Das Oberkommando hat über die Kriegslage in Deutsch- Südwestafrika Meldungen von neuen Kämpfen gesandt. Am 27. April fand ein siegreiches Gefecht gegen eine fünffach überlegene Abteilung der Bethanier unter CorneTrus statt. Die deutschen Truppen wurden kommandiert durch Oberleutnant von Bülow. Die Hereros verloren sechs Tote, auf deutscher Seite fielen Oberleutnant von Bülow und zwei Meiter. Schwerderwundet wurden vier Reiter. Major von Estorff bleibt auf der Fährte Hendrik Witbois. * Zur Verbesserung der Hinterbliebenen- Versorgung der preußischen Staatsbeamten macht sich seit einigen Jahren eine lebhafte Bewegung geltend. Da das Eingreifen des Staates zurzeit fraglich ist, schlägt man den Weg der Selbsthilfe vor. Der Regierung wird die Mithülfe der Beamtenschaft in Form der Zahlung eines Beitrages von 1 Prozent des Diensteinkommens angeboten und als notwendige und angemessene Erhöhung die Gewährung eines Witwengeldes von 20 Prozent des Diensteinkommens, steigend jährlich um ½ Prozent bis zu 32½ Prozent bei 35 Dienstjahren, in Vorschlag gebracht. Hierdurch würde eine Erhöhung des Mindestfazes um etwa 10 Prozent und im Durchschnitt um etwa 33 Prozent erreicht. Wegen der Verwaltung der Marschall- und KarolinenInseln waren in England Besorgnisse aufgetaucht, die zu Verhandlungen zwischen Deutschland und England führten. Der englische Minister ds Aeußeren sprach nun über die Angelegenheit im Oberhause. Er habe eine Mitteilung von der deutschen Regierung erhalten, die besage, daß die Abgabepflicht sich gleichmäßig auf britische wie auf deutsche Staatsangehörige erstrecke und daß die Rechte beider Regierungen über die Verwaltung ihrer Besitzungen durch das Uebereinkommen von 1886 nicht eingeschränkt werden. Die deutsche Regierung sehe ihre ganze Haltung vom rechtlichen Gesichtspunkte als gerechtfertigt an, hält es aber für höchst unwillkommen, wenn sich durch unwichtige Angelegenheiten ein ernster Zwiespalt erhöbe. Da man in England der Meinung ist, durch das Abkommen von 1888 merde der von Deutschland beauftragten Handelsgesellschaft besondere Vorteile eingeräumt, hat die deutsche Regierung beschlossen, das Abkommen am 31. März 1906 ablaufen zu lassen und die Verwaltung selbst zu übernehmen. Wie Lord Lansdowne sagte, zeige die Erklärung Deutschlands, daß die Monopolgesellschaft und mit ihr die beklagten Mißstände verschwinden würden. Das Haus zeigte sich befriedigt von den Mitteilungen. Oefterreich- Ungarn In Wien fam es anläßlich der Wahlen in die Stadtvertretung zu blutigen Straßenunruhen. Christlich- Soziale und Sozialdemokraten prallten wiederholt aufeinander. E gab zahlreiche Verwundete.- Anläßlich der Schillerfeier in Laibach fanden lärmende Demonstrationen der Slovenen statt. Der Pöbel durchzog brüllend und pfeifend die Straben und belagerte das deutsche Kasino, daß die ganze Nacht von Gendarmerie bewacht werden mußte. Die ChristlichSozialen erlitten bei der Wahl selbst eine vollständige Niederlage. Auch die Liberalen stimmten für den sozialdemo fiatischen Kandidaten, der gewählt wurde. Italien. Nach dem der Kammer vorgelegten Flottenprogramm soll die italienische Flotte im Jahre 1909 15 modernste Panzer- Linienschiffe, 12 weniger moderne Panzer vom Typ der ,, Sardegna", 14 gedeckte Schiffe älteren Datums und ebenso 6 leichtere Schiffe, 2 Aufklärungsschiffe, 27 Torpedojäger, deren Geschwindigkeit auf 30 Knoten berechnet werden soll, 12 Minenschiffe, 24 Hochseetorpedos, 7 Torpedos erster und 40 zweiter Klasse und ein Unterseeboot besigen On Budapest ist ein Konflikt zwischen Polizei und amerikanischem Generalkonsulat zum Ausbruch gekommen. Tie Polizei beobachtete in scharfer Weise den amerikanischen Einwanderungskommissar Braun. Seine Privatbriefe sol. len geöffnet worden sein. Braun stellte einen Geheimpoli. zisten zur Rede und wurde deshalb wegen Beamtenbeleidi gung zu 50 Kronen Geldstrafe verurteilt. Das amerikanische Generalkonsulat hat sich beschwerdeführend an die Botschaft in Wien und an die amerikanische Regierung gewandt. Rufeland. Jeden Tag werden nene Schreckenstaten bekannt. In Nischni- Nowgorod wurde der c 3 dem Theater heimkehrende Gendarmerie- Oberst Greschner cm Eingang seines Hauses durch Revolverschüsse ermordet; der Wächter des Hauses wurde schwer verletzt. Der Mörder wurde ergriffen; er nennt sich Edelmann Nikoforow. Bewaffnete Personen verübten einen Anschlag auf das Pulverhaus des 4. DonFofafen- Regiments in Schtschufschin, Gouvernement Lomska. Augenscheinlich sollte das Magazin in die Luft gesprengt - Bei den Unruhen werden. Die Attentäter entkamen. - in Schitomir sind 15 Juden getötet und 81 verwundet wor den; von Christen wurden drei getötet und acht verwundet. Am 7. Mai wurde der Pristaw Fujarom durch Revolver. schüsse getötet, als er ein Restaurant verließ. Der Mörder namens Sidortschni ist verhaftet. Eine schreckliche Juden. berfolgung ist auch im Gouvernement Tanrien ausgebro chen. Ganze Straßen wurden mit Melitopol demoliert, die ausgeplünderten Wohnungen mit Petroleum begossen und angezündet. Für eine Million Werte sind vernichtet. Die Polizei verhinderte das Löschen der Häuser, in denen Juder wohnten. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestellt. Kaifertage in den Reichslanden. ( Nachdr. verb.) - Met, 12. Mai. Seit gestern Abend weilt der Kaiser wieder in den Mauern seiner getreuen Jeste Mezz, jubelnd von den Einwohnern begrüßt. Man gewöhnt sich allmählich daran, den Kaiser als„ Einheimischen" zu betrachten, der mit den Reichslanden nicht nur durch seine Stellung, sondern als Bürger und Grundbesitzer untrennbar verwachsen ist. Die ständigen Besuche des Monarchen haben ihm auch die Herzen der früher grollend beiseite stehenden Franzosenfreunde näher gebracht. Wenn auch der diesmalige Aufenthalt des Kaisers militärischen Charakter trägt Metz ist Festung und was für eine, und der Kaiser ist der oberste Kriegsherr einer mächtigen Armee, so nimmt doch auch das Bürgertum in allen seinen Schichten freudigen Anteil an den Kaisertagen. Als gestern Abend in der Kommandantur bei General Stoeger das Festmahl stattfand, zu dem die Spitzen der militärischen und Zivilbehörden geladen waren, da drängte sich die Menge in hellen Haufen vor dem Portal. in der Hoffnung, daß der Kaiser sich auf dem Balkon zeigen würde. Heut Abend aber wird die Gesellschaft für lothringische Geschichte und Altertumskunde dem Kaiser eine eigenartige Huldigung darbringen. Sie läßt ihm durch den Männergesangverein„ Liederkranz" die in ihrem Auftrage von A. Houpert gesammelten und vom Kapellmeister C. Wolfram harmonisierten altlothringischen Volkslieder bortragen. Heute trat schon in aller Frühe die militärische Seite der Kaiserreise in ihre Rechte. Bereits um 8 Uhr traf der Kaiser im Automobil auf dem Ererzierplatz Frescaty ein und besichtigte zunächst das Königs- Infanterieregiment Nr. 145 und im Anschluß daran die ganze Garnison. Der Kaiser führte zweimal das Königs- Jufanterieregiment persönlich an. An seiner Spike ritt er auch nach der Kritik zur Kaserne, wo ihm das Offizierkorps ein Frühstück anbot. Das weite Paradefeld war bei herrlichem Wetter von einer gewaltigen Menschenmenge umlagert, die dem Kaiser überall, wo er sich zeigte, stürmische Ovationen bereitete. Während so der Kaiser heute die aktive Armee auf ihre Schlagfertigkeit prüfte, galt der gestrige Tag dem Andenken an jene Tapferen, die 1870 auf blutgetränkten Gefilden um unsere tropige Feste rangen und das Reichsland wieder zu Deutschland zurückführen halfen. In Gegenwart des Kaisers wurde auf dem Schlachtfelde von Gravelotte die Gedenkhalle zu Ehren der gefallenen deutschen Krieger mit großer Feierlichkeit eingeweiht. Außer militärischen Abordnungen hatten sich sämtliche Bürgermeister aus dem Kreise Mez sowie die Deputationen der Kriegervereine von Lothringen um den Monumentalbau versammelt, eine vieredige Säulenhalle mit unbedecktem Mittelhof, in dem eine Büste Kaiser Wilhelms steht. An den Wänden sieht man in langen Reihen die Gedenktafeln für die Gefallenen und die Bildnisse der damaligen Korpsführer. An der Rückwand erhebt sich der vom Kaiser gestiftete mächtige Friedensengel, auf den die Inschrift über dem Eingangsportal binweiſt:„ Am 11. Mai 1905 wurde von Kaiser Wil helm II., dem Stifter der Engelsfigur, diese Halle friedlich eingeweiht." Friedlichen Herzens, heißt das, aber im Schmuck der Waffen, vollbewußt der eigenen Kraft und ge sonnen, das von jenen Braven, die hier den letzten schweren Kampf gekämpft, Errunaene festzuhalten für immerdar. Nach der weihevollen Stunde des Gedenkens an dem Grab zu Gravelotte folgte heute die Besichtigung der jungen Truppen in Frescaty, die zeigte, daß sie der Großtaten ihrer Bäter nicht unwürdia sind. Friedlich. aber stark und wehrhaft! Deutfcher Reichstag. ( 184. Sizung.) CB Berlin, 12. Mai. Die Abgeordneten, die gestern in größerer Zahl erschienen waren, um an den Abstimmungen über die Gültigkeit eder ungültigkeit einzelner Wahlen teilzunehmen, sind an= scheinend schon wieder abgereist. Das Haus bot heute das übliche Bild der Beschlußunfähigkeit. Die Verhandlungen aber waren nicht ohne Interesse. Nachdem einige Rechnungssachen erledigt worden waren und das Pariser internationale Sanitätsabkommen in dritter Lesung Annahme gefunden hatte, kam man zum letzten Punkt der Tagesordnung: Petitionen. Es sollte zunächst die vor Ostern ausgesetzte Abstimmung über die Eingaben wegen der Einführung des Befähigungsnachweiſes und die Ausbildung ven Lehrlingen im Handwerk vorgenommen werden, sie murde aber auf Vorschlag des Präsidenten angesichts der schwachen Besetzung des Hauses aufs Neue verschoben, und es begann alsbald eine lebhafte Diskussion über eine Petition betreffend die Unterdrückung schlechter Literatur- und Kunsterzeugnisse. Der Zentumsabgeordnete Roeren empfahl eifrig den auf Ueberweisung zur Berücksichtigung lautenden Antrag der Kommission. Er bemühte sich namentlich nachzuweisen, daß es sich hier um etwas anderes handele, als seinerzeit bei der lex Heinze, es solle nur allgemein der Wunsch nach Unterdrück ung der Schmußliteratur ausgesprochen werden, deren Verbreitung zweifellos in neuerer Zeit erheblich zugenommen habe. Der Sozialdemokrat Heine hingegen trat warm für den von den Nationalliberalen eingebrachten Antrag auf Ucbergang zur Tagesordnung ein. Die Schmuẞliteratur, meinte er, fönne auch heute schon unterdrückt werden, die Verteidiger der Petition aber wollten nicht nur diese, sie mollten überhaupt die Freiheit und Wahrheit, jede Darstellung des Nackten und jede Erörterung des Natürlichen unterdrücken, daneben aber auch politische Gegner treffen. Die Sittlichkeit könne nicht auf diesem Wege gehoben werden, sondern nur, indem man die Kinder über das Natürliche rechy zeitig aufkläre; denn nur das Geheimnis, mit dem das Geschlechtsleben umgeben werde, wecke die Lüsternheit. Diese beiden Reden bildeten das Muster auch für die folgen. den, die Freunde der Petition erklärten geseigeberische Maßnahmen für notwendig, die Gegner den Kampf mit geistigen Waffen für das einzig Nichtige. Das Ergebni der mehrstündigen Debatte war die Annahme des Kommisionsantrages gegen die Stimmen der gesamten Linken. D übrigen Petitionen erledigte das Haus ohne wesentliche Diskussion und vertagte sich sodann, da zurzeit wenig ratungsmaterial vorliegt, bis zum nächsten Donnere Japan bei der Kronprinzenbochzeit. ( Von unserem ständigen Korrespondenten.) Die Hochzeit des kronprinzlichen Paares von Preußen und Deutschland wird etwas Neues in der hösischen Geschichte auf: weisen: den Besuch eines Prinzen und einer Prinzess aus dem kaiserlichen Hause von Japan. Prinz Takehito aus dem Hause Arisuga ist das Haupt einer Nebenlinie der regierenden japanischen Dynastie. Er ist am 11. Februar 1862 geboren, steht also im 44. Lebensjahre. Nicht in der Entsendung des Brinzen nach Europa besteht die Neuerung, sondern darin, daß er von seiner Gemahlin, der Prinzessin, begleitet wird. Am Dienstag ist Prinz Takehito in Neapel angekommen, wo er mit feiner Gemahlin, einer zierlichen und anmutigen Erscheinung, die gleich ihm nach eleganter europäischer Weise gekleidet ist. von dem deutschen Konsul und Vizekonsul und dem Arsenal Kommandanten, dem italienischen Kontreadmiral Cali em bfangen wurde. Die beiden Fürstlichkeiten ruhten im Grand- Hotel eine Zeitlang aus und fuhren noch am selben Tage nach Rom. Ihr Gepäck, zehn mächtige Stoffer, von denen einer die Hochzeitsgeschenke des Mikado für das kron. prinzliche Paar enthält, wurde direkt nach Berlin gesandt Die Reise des Prinzen Takehito von Tofio bis Neapel hai 39 Tage gedauert. Der Vater des Prinzen, der 1895 während des Krieges gegen China starb, war Feldmarschall. Er hat dem Lande und dem Landesherrn sehr wesentliche Dienste geleistet, schon während des Restaurationsfrieges, der von 1867 bis 1869 währte, sodann zur Zeit des Satsuma- Ausstandes von 1877, endlich während des Krieges mit China, in dessen Verlani er starb. Vor dem Generalstabsgebäude in Tokio steht sein Denkmal. Er hat zwei Söhne hinterlassen, von denen der ältere, Prinz Kanin, bei der Mandschurischen Armee eine Reiter- Brigade führt, während der jüngere, eben Pring Takehito, trop seiner Jugend ältester Admiral der japanischen Marine ist und das besondere Vertrauen des Mikado genießt. Die japanischen Blätter haben bei der Abreise des Prin zen dessen Mission mit den Ausdrücken freudigster Teilnahme begleitet. Alle stimmten darin überein, daß Japan dem deutschen Unterricht auf militärischem und technischem Gebiet außerordentlich viel zu danken habe; alle erkannten auch gern an, daß Deutschlands Neutralität nichts zu wün fden übrig lasse, was um so rühmenswerter sei, als Deutschland auf seinen Nachbar Rußland und die traditio nclen guten Beziehungen zu ihm Rücksicht zu nehmen babe. Taß Deutschland in dem chinesisch- japanischen Krieg mit den anderen Mächten intervenierte und die Friedensbedingun gen von Shimonosefi festsetzen half, ist zwar nicht vergessen und wird immer noch bedauert; aber man trägt deswegen feinen Broll nach, und man erwartet mit Zuversicht, daß die Reise des Prinzenpaares Takehito aus dem Hause rifuga dazu beitragen werde, die guten deutsch- japanischen Beziehungen nicht nur zu erhalten, sondern noch inniger 31 gestalten. Brinz Takehito hat seine Erziehung in London genossen. Bei seiner Ankunft in Yokohama hatte ihn der deutsche Gesandte am Bahnhof empfangen und zu dem Dampfer Prinz Seinrich vom Norddeutschen Lloyd geleitet. mit iem er die eise nach Neapel glücklich zurüdgelegt hat. Nab und Fern. Bon der Gräfin Montignoso. Es wird bestätigt, daß der neue Bertrag zwischen der Gräfin Montignoso und dem sächsischen Hofe jetzt in Florenz zum Abschlusse gebracht ist, und awar auf folgender Grundlage: Die frühere Kronprinzessin von Sachsen verzichtet auf die sächsische Staatsangehörigkeit, sie liefert die Prinzessin Pia Monica ein Jahr nach dem Inkrafttreten des Vertrages aus. Dafür wird die ihr gewährte Apanage von 30 000 Mark auf 40 000 mf. erhöht und erhält die Berechtigung, ihre Kinder alljährlich einmal zu sehen. Der Großherzog von Toskana und die Gräfin Fugger, eine Freundin der Gräfin Montignoso, haben sich um den Abschluß des Vertrages besondere Mühe gegeben. Der Rächer der Familienehre. In dem Dorfe Waltersweiler bei Offenburg herrschte zwischen dem Ziegeleibesitzer Fässer und dessen Vater ein Zwist, da der Vater eine Liebschaft mit seinem früheren Dienstmädchen unterhielt. Bei einem Streit erschoß der Sohn den Vater und erschlug dann das Dienstmädchen mit einem Hammer. + Gasexplosionen. In der Marienwerdergasse zu Graudenz barst bei dem Verlegen der großen Gasröhren eine der dickwandigen Gußröhren. Einem der bei den Erdarbeiten beschäftigen Arbeiter wurden beide Beine abgerissen. Der Tod trat auf der Stelle ein. Awei andere Arbeiter wurden berletzt, der eine schwer am rechten Fuße. Auch in Paris kam ein ähnliches Unglück vor. Dort waren unter dem Boulevard Sebastopol ebenfalls die Gasröhren verlegt. Durch die Explosion wurde das Straßenpflaster aufgerissen. Dreizehn Personen, die gerade die Unglücksstelle pasierten, wurden verletzt, zwei darunter schwer. Die Eisenbahn- Katastrophe bei Pittsburg stellt sich als ein furchtbares Unglück dar, das durch das Zusammentreffen verschiedener Umstände veranlaßt wurde. Zwei Züge fuhren auf zwei nebeneinander laufenden Geleisen hintereinander her, voran ein Güterzug, der Dynamit geladen hatte, und hinterher der Expreßzug Philadelphia- Pittsburg, der mit rasender Geschwindigkeit fuhr, weil er unterwegs Verspätung gehabt hatte. Plöglich kam dem Güterzug eine Rangiermaschine entgegen. Der Führer des Güterzuges bremste so stark, daß die mittleren Wagen aus dem Geleise geworfen wurden und auf das Nebengeleise fielen. Auf diese fuhr der Expreßzug, dessen Kessel explodierte. Dadurch geriet der Güterzug in Brand, und nun explodierte das darin befindliche Dynamit. Der Expreßzug wurde geradezu in Fezzen gerissen. Die Reisenden, die meist schon in den Betten lagen, würden unter den Trümmern begraben. Weitere Explosionen setzten auch den Expreßzug in Brand, und die eingeklemmten Passagiere famen auf schreckliche Weise ums Leben. 169 Reisende und 11 Eisenbahnbeamte Lefanden sich in dem Zuge. Nur wenige konnten sich retten. Eine Anzahl ist völlig verschwunden, vom Dynamit in Stücke gerissen. 50 Zeichen wurden völlig verkohlt gefunden, 68 Personen sind verwundet. 4 Der Tornado in Okkohama, der den größten Teil der Stadt Snyder zerstörte, hat noch weit mehr Opfer gefordert, als ursprünglich angenommen wurde. Es sind in Snyder und Umgebung 155 Personen getötet und 150 verlegt worden. Großer Schaden wurde auch an der Eisenbahn angerichtet. × Die Pilgerfahrt der Streikenden. Sonderbare Pilger sind in London eingetroffen. Die Arbeiter einer MilitärStiefelfabrik in Northampton, die in eine Streifbewegung eingetreten waren, beschlossen, da keine Einigung zu erzie len war, ihre Sache durch eine Deputation dem Kriegsminister in London vortragen zu lassen. Es wurden 105 Abge ordnete gewählt, die zu Fuß nach London pilgerten und dort gestern eingetroffen sind. Die Leute machten die Reise ohne einen Pfennig Geld in der Tasche im Vertrauen auf die öffentliche Mildtätigkeit, die ihnen denn auch in reichem Maße zuteil ward. Sie sind militärisch organisiert und lassen sich eine Fahne vorantragen. Unter ihnen ist auch ein Lahmer, der an seinen Krücken den langen Fußmarsch mitmachte. Kunit und Wiffenfchaft. LG. Ein Vermögen für eine Geige. 18 000 Mart, den höchsten Preis, der je für eine Violine in einer Auktion gezahlt wurde, erzielte ein von Joseph Guarnerius in Cre mona gebautes Instrument bei Messrs. Glendining in Lon don. Es stammt aus derselben Zeit wie die bekannte Guar neri Paganinis. Der höchste Preis, der bis jetzt für eine Violine auf einer Auktion gezahlt wurde, betrug 17 200 Mark Vermischtes. ==[ Gine Mustererziehung] muß ein Kölner Schuljunge zu Hause genießen, der folgenden Brief seines Vaters an den Lehrer mitbrachte: Wehrter Herr Lehrer. Teile Ihnen hierdurch mit das die Kinder sagen Sie wollten es dem H. Lehrer und dem Herrn Reftor sagen das mein Sohn Peter.. geraucht hat und nun möchte ich Ihnen sagen das er rauchen darf und ich ihn die Erlaubnis gegeben habe. Achtungsvoll Peter... und Frau." Da wird dem Lehrer allerdings jede Autorität geraubt. =[ Ein Riesenbaum] wurde dieser Tage in Ehrental bei Kulm gefällt. Es ist eine sogenannte Sturmpappel mit einem unteren Durchmesser von mehr als zwei Meter. Die Länge des Baumes beträgt 35 Meter. Zehn Männer waren mehr als einen Tag mit Sägen beschäftigt, um den Riesen zu fällen. Mit welcher Wucht er zu Boden stürzte, beweist der Umstand, daß mannsdicke Aeste wie Splitter zerbarsten und ihre Brüche sich tief in den Boden bohrten. Man schätzt das Alter des Niesen auf 200 Jahre. [ Ein bezeichnendes russisches Kulturbild] bildeten die ärztlichen Prüfungen an der Universität Moskau. Es hat ten sich diesmal überhaupt nur zwei Kandidaten gemeldet, und zwar eine Frau, die ihr Studium im Ausland vollendet hatte, und ein Mann, der gleichfalls von einer ausländischen Universität gekommen war. Die Prüfung dieser beiden Personen kostete der Universität 4000 Mark, während die Gebühren nur 40 Mark betrugen. - =[ Von der belgischen Bürgergarde] wissen Deutsche, die in Lüttich die Weltausstellung besucht haben, lustige Dinge zu berichten. Belgien hat ein stehendes Heer, aber keine allgemeine Wehrpflicht. Man lost die notwendigen Rekruten aus. Und wer dann keine Lust hat, kann sich immer noch freifaufen. Dafür vereinigt man aber sämtliche gesunden jungen Leute in der sogenannten Bürgergarde, die jeden Sonntag Vormittag ihre Uebungen abhält, mitten auf den Boulevards der Stadt. Der Spaß ist nun groß und allgemcin: für die Bevölkerung und für die Beteiligten selbst. Man betrachtet die Sache ganz allgemicin als Sonntag- Mor gen- Spaziergang. Ist Nührt Euch" kommandiert, so stell! A Laubad, Das alte Schloß Friedrichsburg forftmeister im Sommer in ieben. Bu fein Röniger aug Arneburg war. ** Bab des Friedrid 14. 6. M. bu man die Gewehre zusammen, steckt sich seine Zigarette an und unterhält sich mit gerade vorübergehenden Bekannten. Der einzige, der die Sache wirklich ernst nimmt, ist der Kommandant. Sein Hauptvergnügen besteht darin, Erlasse rund zu schicken. Und da konnte sich nun fürzlich die ganze Stadt wieder einmal köstlich amüsieren. Er hat nämlich den letzten„ Armeebefehl" vom 31. April datiert. Deshalb ließ er sich auch am ersten Maisonntag nicht bei den Uebungen sehen. Das erstemal, solange er den Kommandostat führt. Man würde ihn auch unweigerlich kompagnieweise angearinst haben. Der Landwirt. pd Zur Vernichtung der Mäuse werden jetzt vielfach Kulturen des Löfflerschen Mäusetyphus- Bazillus mit gutem Erfolge verwandt. Die zuständigen behördlichen Stellen machen nun darauf aufmerksam, daß der Bazillus für Menschen im allgemeinen nicht gesundheitsschädlich ist, daß jedoch durch Aufnahme größerer Mengen solcher Bazillen namentlich bei Personen, welche an Darmstörungen leiden oder Bazu: neigen, sowie bei Kindern Durchfälle und Leidschmerzen her. borgerufen werden. Deshalb dürfen solche Personen und Kinder unter 12 Jahren nicht zum Auslegen der Mäusetyphus- Bazillen verwendet werden. Die mit der Zurichtung des Infektionsmaterials oder mit dem Auslegen betrauten Personen sind davor zu warnen, während der Arbeit zu essen, zu rauchen oder mit den verunreinigten Fingerr den Mund zu berühren. Lokales 13. Mat 1905. ** Das Großherzogliche Paar begibt sich tommenden Dienstag nach Mainz und verweilt dort bis Samstag nächster Woche. ** Ueber den Dit der Begegnung des Großherzog lichen Baares mit dem Kaiser verlautet noch nichts positives. Genannt werden Wiesbaden und Mainz. ?? Auf seiner gestrigen Rückreise von Lich nach Darmstadt bereitete das Publikum dem Großherzoglichen Paare die herzlichsten Kundgebungen. In der Umgebung des Buzbacher Bahnhofes hatte sich eine zahlreiche Menge eingefunden, die bei dem Herannahen des Herrscherpaares in stürmische Hochrufe ausbrach. Der Großherzog und die Großherzogin dankten freundlich nach allen Seiten und unterhielten sich dann bis zur Ankunft des Zuges mit dem Bahnpersonal. Die Reise erfolgte anläßlich des Todestages der Mutter der Großherzogin. ** Erledigt ist eine mit einem evangelischen Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Nieder Dhmen. Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. ** Infolge der in Gießen und Mainz angeordneten Hundesperre hat der hessische Jagdklub die von ihm projektierte Hunde- Ausstellung in Darmstadt abgesagt. Bei der gestern Abend abgehaltenen Uebung der Gießener freiwilligen Feuerwehr wurde in Gegenwart des Branddirektors Traber, der Vorstände und Mitglieder, beider Feuerwehren von einem Ingenieur der Firma Eduard Heitefuß, Frankfurt- Beckenheim ein in neuefter Konstruktion ausgeführter fombinierter Kranken- und HydrantenWagen vorgeführt. Der Wagen erfüllt einen doppelten Zweck, er dient einerseits der Aufbewahrung von Schläuchen und kann andererseits durch eine einfache Vorrichtung in einen Kranfentransportwagen umgewandelt werden. *** Berichtigung. Bezüglich unserer geftrigen unter der Spigmarke„ Eine bittere Erfahrung" gebrach en Notiz wird uns mitgeteilt, daß der Wirt R. erfreulicherweise weiter feine Verlegungen bei der Affäre davengetragen bat. * Berunglückte Feuerwehrleute. Im Jahre 1904 verunglückten in Nassau 31 Feuerwehrleute, für die aus der Nass. Brandversicherungsanstalt 2680 Mt. Entschädigung gewährt wurden. Von den Verunglückten sind nicht weniger als 11 bei dem großen Brande in Herborn zu Schaden gefommen. - ** Wir weisen nochmals auf das Sommerfest hin, das die Contentia Gießen morgen auf der Schönen Aussicht" veranstaltet, denn soviel man aus den umfangreichen Vorbereitungen entnehmen fann, darf man auf ein paar sehr amüsante Stunden schließen. ** Bahnprojelt Dreihausen- Mücke. Behufs Beiterführung der Linie Marburg- Dreihausen auf Müc fand Anfangs dieser Woche in Gießen eine Konferenz di Kreisämter Gießen und Alefeld sowie des Landratsamts Marburg statt. Aus den Verhandlungen ist besonders erwähnenswert, daß nach amtlichen Ermittelungen der Ausbau auf Mücke in Anlage und Rentabilität sich bedeutend günstiger stellt als der auf Londorf und somit ersterer die meiste Aussicht auf Verwirklichung hat. Aus noch ein anderer Umstand kommt der Linie insofern zu statten, als das störend in die Erwägungen eingreifende SchiekplogProjekt nach neueren sehr bestimmt auftretenden Meldungen endgültig gefallen ist. ? Geistreiche Beratungen. Außerordentlich praktisch, seine Beratungen mit Stoff und mit Geist anzufüller, greift der Gemeinderat des Schwarzwalddorfes Grafenhausen die Sache an. Er hat nämlich den gar löblichen Brauch ein geführt, das jedes seiner Mitglieder, das eine Sigung ber säumt, zur Strafe ein Faß Bier bezahlen muß. Infolge dessen soll es im hohen Rate nie an Stoff und Geist" fehlen, da fost jede Sigung ein Faß nach si ziehe. Die Einwohner sind aber nichtsdestoweniger mit ihrer„ Oberleitung" zufrieden, denn wie der Albbote" versichert, läuft der Gemeind weg- n in Grafenhausen wie am Schnürchen. " ** Kleis- Linden. Morgen unternimmt der hiesige Radfahrer Verein„ ,, Wanderluft" seine diesjährige erste Ausfahrt über Großen- Linder, Steinberg, Garbenteach) 2c. ** Leihgestern, 12. Mai. Schlachthaus- Errichtung. Der Mezzer Georg Ders 7. dahier beabsichtigt ein Schlachthaus zu errichten. Etwaige Einwendungen sind bei der hiesigen Bürgermeisterei vo zubringen. Langen werber Niebe zeichen ber $ Marb beträgt fchon K Fram Man notierte Alles per 50 s Darm über die be Arbeiterw 287 Pläne mehrtätiger ber teils au Arbeiten nid 1000 2 Darmhabt, 2 R6 Honnef a. fam mit Ri folgendermaßen Architeft- Herb Bensheim un ferner die A Raiserslauten K Raff bon Berlin fahrung fein Softhrater zuwohnen. K St Radel. 2 e zu merter fallen und b Beit darauf doch das M A Der Maur hot den 13 toffung aut Das Schöffe legung zu 2 fenntnis foc unentschuldig Gie M A Bieß Der F 30. und 31 titiw Der Krämerm Gi Dien werden in Der Bism meifibietend Sick rok Ing igarette an Bekannten mt, ist der in, Erlafi die ganz at nämli Deshalt den Uebun mmandoital pagnieweij elfach Sulgutem Er en Stellen für Men daß jedoch en nament 1 oder dazu merzen her. cfonen und der Mäuse der Zurich uslegen be der Arbeit en Fingern t 1905. gibt sich bort big herzog och nichts nz. ach Darm oglichen Umgebung eiche Menge rigerpaares og und die Seiten und 8 mit dem Tobeklages schen Lehrer deschule zu aniftendienst ngeordneten e von ihm fagt. leburg der Gegenwart Mitglieder ma Eduard Ronftruftion branten. en doppelten Schläuchen crichtung in en. ftrigen unter ch'en Notiz rweise weiter bat. Im Jahre ehrleute, It 2680 328. Berunglüdten e in Herborn merfest hin, er„ Schönen mfangreichen uf ein paar e. Bihufs auf Müd onferenz d Landratsamts besonders erder Ausbau ch bedeutend t ersterer die noch ein ftatten, als Schiefpap n Meldungen atlich praftish, ufüllen, greift fenhausen die Brauch ein Sigung ber uß. Infolge ff und Geift" ziehe. Die ihrer„ Obercrfigert, läuft Schnürchen. t der hiesige iesjährige erfte benteady 2c. Errichtung. rin Schlacht sind bei ber Laubach, 12. Mai. Die gräfliche Familie hat bas alte Schloß auf längere Zeit verlassen und in der Friedrichsburg Wohnung genommen. Der gräfliche Oberforstmeister Thum, der seit 1876 hier tätig ist, wird im Sommer in den Ruhestande treten und nach Darmstadt ziehen. Zu seinem Nachfolger ist der gräfliche Oberförster Königer ausersehen, der seither Oberförster im Kloster Arnsburg war. * Bad Nauheim, 12. Mai. Das 50jährige Bestehen des Friedrich Wilhelm- Sprudels wird Sonntag, ben 14. 6. M. durch einen Fadelzug und Rommers festlich begangen werden. ] Nieder- Weisel. Hier ist ein Mädchen unter Anzeichen der Genicftarre ertranft. § Marburg, 12. Mai. Die Zahl der Studenten beträgt schon über 1500. K Frankfurt, a. M.( Heus und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3.10-3.50 Mt. Stroh, 2.20-250 Mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz: Feft. s Darmstadt, 12. Mai. Das Preisgericht, welches über die behuss Erlangung mustergültiger Baupläne für Arbeiterwohnhäuser aus ganz Deutschland eingegangenen 287 Pläne zu entscheiden hatte, hat heute Mittag nach mehrtätiger Beratung, seine Entscheidung, die bei der großen Fülle der teils ausgezeichneten, teils minderwertigen eingelieferten Arbeiten nicht leicht war war, wie folgt getroffen: 1 Preis 1000 Mt. Arthur Wintopp, Lehrer der BaugewerkschuleDarstadt, 2. Preis 600 Mt. Joseph Rings stud. arch. aug Honnef a. Rh. Darmstadt. Der dritte Preis von 400 Mt. der Arbeiten fam mit Rücksicht auf die Gleichheit folgendermaßen zur Verteilung: 200 Mt. Herm. Bausch, Architekt- Herborn, je 100 t. an Jos. Winter, Architeft Angekauft wurden Bentheim und Wish. Greim Kastel. ferner die Arbeiten Wilh. Rahms Etv lle und M. MüllersKaiserslauten. K Kassel, 12. Mai. Leor cavallo ist gestern Abend von Berlin hier eingetroffen, um am 14. Mai der Aufführung seiner Oper" Der Roland von Berlin" im hiesigen Hoftheater und der 30. Aufführung„ Der Boheme" beizuwohnen. K Stromberg, 12. Mai. Die verhängnisvolle Nadel. Vor einigen Tagen ließ ein Nähmädchen, ohne es zu merken, eine Nähnabel in einen Teller mit Gemüse fallen und verschluckte die Nadel mit den Epeisen. Kurze Beit darauf fom die Nadel durch Erbrechen zum Vorschein, doch das Mädchen starb an Verblutung ehe Hilfe tam. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 12. Mai 1905. Der Maurermeifter Georg Mühlhäuser von Bad Nauheim het den 13jährigen Wilhelm Sprengel dorten, ohne Veran. laffung auf die Erde geworfen, daß er besinnungslos wurde. Das Schöffengericht hatte ihn dieserhalb wegen Körperverlegung zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Dieses Erfenntnis focht er durch Berufung an, blieb aber zum Termin unentschuldigt aus, weshalb seine Berufung verworfen - wurde.- Von dem Schöffengericht Grünberg wurden die Stars Landwirte Heinrich Loth und Konrad Hofmann von Nieder Ohmen wegen Mißhandlung des Nachtwächters Engel und und wegen Widerstands, ersterer zu 10 Mt. Geldstrafe und letzterer zu 3 Wochen Gefängnis, verurteilt. Loth beruhigte sich bei der Strafe; Hofmann aber legte Berufung ein. Die Berufungsverhandlung führte zur Beflätigung des untergerid tl chen Urteils. Heinrich Grün von Göbeln rod hatte den Hermann Velten von dorten wegen tätlicher Beleidigung verklagt, was Velten veranlaßte Grün wegen wörtlicher Beleidigung anzuzeigen. Beide Teile gingen, trotzdem straffcei aus, weil Velten die Beleidigung des Grün auf der Stelle erwiderte und zwar durch eine fräftige Dhrfeige. Der Kläger Grün, welcher annahm, eine schwerere Beleidigung zugefügt bekommen zu haben, als die, welche er Velten zugefügt hat, legte gegen das Urteil Berufung ein. Die Straftammer war aber der nämlichen Auff ffung wie das Untergericht und verwarf die Berufung. Marktberine. Siekes 13. Mat. Auf dem heutigen Wochenmarkt fofteten Butter per Pfh 105-1.20., Hübnerele per Stück 5-6 Bfg., Entenetes St. 6-7 Pfa., Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg Erbsen per Liter 21 Pfg., Linjen per Liter 32 Pfg.. Tauben per Paar T. 0.80-1.00, Hühner per Stüd Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Stüd 0.80-1.80, Enten per Stid 1.80-2.20, Gänse per Pfd 00-00 Pfg., Ochsenfleisch per ft. 70-80 Bfg., Rindfletsa per fb. 62-68 Pfg. per Pfb. Schweinefleisch 66-76 Pfg. Soweine fletsch gesalzen per Pfund 0.80 Bfg., Kalbfleisch per Bfb. 70-74 Pfg. Hammelfleisch per Pfd. 50-76 Pfg., Kartoffeln pro 100 Rilo 65 b 700 M., Zwiebeln ver 3t. Mt. 8.00-10.00, Weiskraut 10-15 Pf. pet Stüd, Zentner 3-4 Mt. Aepfel per Zentner 6-10 Mt. Zwetschen bes Zentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktze von 7 Uhr morgens bis 1 Ubr Gegenflände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor nachmittags. Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der erster brei Stunden der Marktzeit ins Umherziehen fetlgeboten werden. 2 Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 landw. Knecht, 2 landw. Arbeiter, 1 Schmied, Epengler, 1 Bauschlesser, 1 Wagner, 12 Schreiner, 5 Lackierer, oder Anstreicher( auswäte), 1 Möbelschreiner, 2 Installateure, 1 Taglöhner, 1 Verkäuferin, 2 Hausturschen, mehrere Postaushelfer für Sonntags, 8 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen. Lehrlinge: 2 Schlosser, 1 Wagner, 1 Wagenlackierer, 1 Mechaniker, 2 Buchbinder, 1 Lackierer, 1 Läcker, 1 Schreiner, 2 Echuhmacher, 1 Schneider, 1 Friseur, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Gärtner, 1 Schreiner, 1 Schneider( auswärts), 1 Lauffrau, 1 Laufmädchen, 1 Haus oder Bureaudiener, 1. Rassier oder Portier, 1 Kellner. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beide in Girben. Carl Stückrath Giesson, Asterweg 47. Möbel Allerbilligste Preise. crfolgreichco. Die Erfolge, die Scotts Emulsion bei schwächlichen stindern berbeiführt, sind keineswegs übernatürlic), vielmehr beruhen sie auf der einfachen Tatsach, daß cotts Emulfion erfahrungsgemäß ein außergewöhnlid folgreiches Kräftigungsmittel für Kinder ist, denen Ueberlegen Sie sich, irgendwelche Schwäche anhaftet. was Scotts Emulsion ist: Feinster Medizinallebertran, sowie Kalt und Natronhypophosphite in leicht einnehm bar r und leicht verdaulicher Form. Diese Zusammen stellung ist eine glückliche und die Bestandteile sind gerade die Nährstoff, deren ein geschwächtes System am meisten bedarf. 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In bester Lage der Stadt Das Durchtreiben der Tiere durch die Stadt nach den Stall36 m resp. 62 m mit 4 ungen und dem Marktplaze hat auf dem fürzesten Wege und ohne Schaufenstern, am besten für Aufenthalt unterwegs zu erfolgen. Auf öffentlichen Straßen, Wegen anufaktur- oder Ronfeftions.Geschäft geeignet, mit großer, und Blägen innerhalb der Stadt ist das Aufstellen und Stehenlassen schöner Wohnung in i.@tod evtl. auch noch als Lager- von Bieh, sowie jede Verkehrsstörung verboten. ober Kontor- Räume verwendbar, ganz oder getresat, eventl. anch mit Umban der Schaufenster in Glas und Eisen per 1. Oktober zu vermieten. Glessen, Seltersweg 2. Gießen, den 12. Mai 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Nr. 11 Verein„ ,, Contentia". Sonntag, den 14. Mai, nachmittags 3 Uhr beginnend: Erstes grosses Sommerfest auf der ,, Schönen Aussicht" Jurplay: Doppelkarussell( Krämer), Schießbude, Photographie ze. 2c. Kinderspiele aller Art mit Beschenkung u. s. w. Tanzbelustigung im Freien. 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