Nr. 61. Basertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz OberBeffen, die Kretse Wehlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Bfg. Reklamen ble Petitzeile 30 resp. 40 Bfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Str. 362. Montag, den 13. März 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteijährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werftagen nachmittags. Neneste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Wünscht Russland den frieden? Eine Nachricht des Londoner ,, Daily Graphic", daß der Zar die Regierung der französischen Republik angegangen habe, wegen eines Friedensschlusses mit Japan Unterhandlungen einzuleiten, ist etwas überraschend gekommen. Nicht etwa, weil man die Entschließung des Zaren irgend mißbilligte, sondern nur weil man ihm so richtigen Entschluß zur rechten Zeit nicht zutraute. Wäre der„ Daily Graphic" nicht als ernſtes und zuverlässiges Blatt bekannt, der manchesmal auch zu offiziösen Auslassungen benutzt wird, so würde man seiner Meldung überhaupt nicht Glauben geschenkt haben. Hatte doch der Zar wiederholt, und erst vor nicht langer Zeit wieder, verlautbart, daß er jeden Verfuch einer Friedensvermittelung, jeden dahin gehenden Vorschlag als eine gegen ihn gerichtete Unfreundlichkeit ansehen würde. Demgemäß sind auch alle Vermittelungsversuche unterblieben. Nicht teilnahmlos, aber stumm sah die Welt auf die Fortsetzung unerhörter Mezeleien, für die es keinen Grund und kaum einen Vorward gab. Es wäre des selbstherrscherlichen Zaren eigener Wille gewesen, der ihm zu allen Demütigungen der Niederlage noch die weitere verdiente Demütigung bereitete, durch feinen Bundesgenossen den Feind um Frieden bitten zu müssen. Die beinahe völlige Vernichtung seiner großen Armee, die sein bester General fommandierte, hätte bei Rußlands Menschenreichtum und bei der geringen Bewertung des Menschenlebens anderer in Rußland den Friedensschluß noch nicht erzwungen. Man hätte eine weitere Armee aus Europa herangezogen, man hätte andere Organisatoren der Niederlage gefunden, der Krieg hätte noch ein ferneres Jahr dauern dürfen. Aber größer noch, viel größer als die militärische, war die finanzielle Erschöpfung Rußlands, das auch bei seinem Freund und Bundesgenossen an der Seine keinen Kredit mehr fand und heute, wie zu Montecuculis 3eiten, gehört zum Kriegführen Geld und Geld und wieder Geld. Wer hätte in Rußland auch Kredit genießen sollen? Die Großfürstenpartei vielleicht, die ein unerhörter Fall in der Geschichte während eines Krieges die Bevölkerung zum Aufruhr getrieben und Tapferfeit allein gegen wehrund waffenlose Petenten gezeigt hatte? Die fanatische Orthodoxie eines Pobjedonoszem vielleicht, der die Bevorrechtung der griechischen, die Bedrückung jeder anderen Konfession als Rußlands unveräußerliches Grundrecht hinzustellen den traurigen Mut hatte, dabei aber feinen Schritt tat wohl aus Furcht vor den vielen offenen Händen- aus den unermeßlichen Schätzen der russischen Kirche dem Mütterchen Rußland" oder dem„ Väterchen Zar" Hilfe an= zubieten, die so bitter nötig war? In der ganzen Welt ließ man durch Agenten Anlehensversuche machen, mit besonderem Eifer in Amerika; doch nirgend mehr war ein Heller zu holen. Ein Staat ohne Staatsmänner hat eben keinen Kredit. Rußland aber hatte in seinen leitenden Stellungen nur noch Polizisten, deren Weisheit sich in der Anwendung der Knute, der Verhaftungen, der Reglementierungen erschöpfte, die Verständnis hatten nur für den einzigen Ruhm: Bur Intelligenz im Gegensatz zu stehen. Rußland und Japan haben während des Krieges feine Bundesgenossen im eigentlichen Sinne des Wortes gehabt. Jezt, da wegen des Friedens unterhandelt werden soll, haben sie Sekundanten: Neben Rußland stellt sich Frankr neben Japan England. Beide Sekundanten werden wahrscheinlich schwere Arbeit haben. Zwar hat Japan über die Friedensbedingungen, die es stellen will, sich noch nicht gecußert, doch ist anzunehmen, daß sie der Größe seiner Anstrengungen und Opfer entsprechen werden. Frelich berechtigen alle Wahrnehmungen, die man seit einem Jahr in betreff Japans hat machen können, zur der Hoffnung, daß man dort auch der Tugend der Mäßigung begegnen wird. Aber selbst in diesem Fall trennt noch eine weite Kluft die Begriffe des Siegers in Bezug auf das, was mäßig genannt werden kann, von denen des Besiegten. Ganz gleichartig sind Stellung und Stimmung der bei den Friedensverhandlungen sekundierenden Mächte nicht. Frankreich sieht sich in den Hoffnungen, die es auf Rußlands schwer erlangtes Bündnis gesetzt hat, völlig getäuscht. Es erfüllt ritterlich seine Freundschaftspflicht, trotz der Ueberzeugung, daß die russische Freundschaft wohl die ermarteten Kosten, aber nicht den erwarteten Ertrag gebracht hat, und daß nach dem schlechten Geschäftsgang die Liquidation der französisch- russischen Doppelfirma ganz à l'amiable wird vorgenommen werden müssen. England dagegen hat alles erlangt, was es irgend erwarten fonnte: Auf englischen Werften war die japanische Kriegsflotte gebaut worden, und diese japanische Flotte, an der die Engländer schweres Geld verdient haben, hat dazu ge= dient, die russische Flotte im Stillen Ozean zu vernichten, der englischen Kriegsflotte gegenüber jeder möglichen Koalition neuen Vorsprung zu geben. Daß dieses Ziel auch wirklich erreicht ist, zeigt die Ermäßigung des diesjährigen englischen Marinebudgets um 70 Millionen Mark. Man Fonnte unmöglich geschickter und glücklicher operieren. Beide Stimmungen, die Frankreichs und die Englands, Tommen Rukland zu Gute. Die Franzosen werden ihre gute Saltung bis zum Schluß bewahren wollen, und die Engfänder haben kein Interesse, nachdem Rußland um ein halbes Jahrhundert in der Rivalität um die asiatische Vorherrschaft zurückgeschlagen ist, den neuen japanischen Rivalen allsustark werden zu lassen. Diese Erwägungen alle sind vielleicht noch verfrüht. Es 1 nöglich, daß der„ Daily Graphic" im vorliegenden Fall it gut unterrichtet gewesen ist. In Pariser diplomatischen ercisen will man wenigstens von Friedenswünschen des aren nichts wissen. Doch was möglicherweise noch nicht geschehen ist, das muß unbedingt kommen. Die Tatsachen baben ihre eigene Logik, die stärker ist sogar als der Wille eines selbstherrscherlichen Zaren. Kuropatkins Rückzug nach Norder vollzieht sich unter den größten Schwierigkeiten. Die Japaner sind den Russen auf beiden Flanken dicht auf den Fersen. Die Russen befinden sich in verzweifelter Lage. Aus englischer Quelle verlautet, daß der Rückzug in einzelnen Abteilungen ohne alle Ordnung erfolge und einer Flucht zum Verwechseln ähnlich sehe. Man bezweifelt stark, daß es Kuropatkin möglich sein wird, sich durchzuschlagen, ja es werden bereits Gerüchte verbreitet, daß die Kapitulation unmittelbar bevorstehe, wenn nicht schon erfolgt iei. An wirklich verläßlichen Nachrichten vom Kriegssianplatz herrscht Mangel. Daß die Japaner außer Mukder auch das wichtige Fuschun in ihre Hand bekommen haben, var für Kuropatkin ein sehr harter Schlag. Durch eiliges Vorgehen der Japaner sollen nun mehrere russische Armeekorps umzingelt sein. Aus Tokio werden dazu englischen Blättern folgende Einzelheiten gemeldet: Mehrere russische Armeekorps nördlich und östlich von Mukden sind von den Japanern völlig umzingelt. Di. Russen verbrennen überall ihre Vorräte; ihre Berluste, einschließlich der Gefangenen, betragen wahrscheinlich mehr als 200 000 Manu. Die hier am Schluß angegebene Ziffer der russischen VerJuste wird von anderer Seite spezialisiert. Nach dieser Quelle betrugen die russischen Verluste während der ganzen Aktion an: Toten Verwundeten Gefangenen Geschüßen Belagerungsgeschützen 60 000 . 100 000 50 000 90 51 Diese Ziffern sind wohl ohne weiteres als übertrieben zu: Jennzeichnen. Die japanischen Verluste wurden in Tokio bisHer verheimlicht. Doch geht man nicht fehl, wenn man sie als schr schwere betrachtet. Mit 50 000 Mann können sie wohl in Anschlag gebracht werden. Soll doch eine Brigade in Stärke von 5000 Mann völlig aufgerieben worden sein. In Petersburg wird die Oeffentlichkeit bisher völlig im Dunkel über den Umfang der Niederlage Kuropatkins gehalien. Um so eifriger ist Frau Fama am Werk, die Situation in den allerschwärzesten Farben auszumalen. Petersburger Hiobsposten. Man behauptet allen Ernstes, daß Kuropatkin gefangen sei. Die furchtbarsten Schilderungen von der Not der flüchrenden Soldaten kursieren unter dem aufgeregten Publikum. Es wird mitgeteilt, daß die Soldaten an der Eisenbahnlinie, von Hunger und Kälte geplagt, nach Norden marschieren. Sie hätten feine Patronen mehr. Sie erzählen, wie bei Mulden ganze Divisionen vom Feinde umzingelt und wie es iynen unmöglich gewesen sei, die Japaner zurückzudrängen. Ganze Wagen mit Verwundeten seien dem siegreichen Zeinde preisgegeben. Viele Soldaten seien wahnsinnig getoorden. Die russische Artillerie hat sich der japanischen gegenüber als bedeutend unterlegen ergeben. Es wird auch verbreitet, daß die Armee Kaulbars die Waffen gestreckt habe, da Munition und Proviant mangelten. Was an allen diesen Gerüchten wahres ist, läßt sich nicht mit Sicherheit entscheiden. Nur das ist gewiß, daß sie übertrieben sind oder etwas, was vielleicht zur Tatsache werden russischen tann, schon als vollendet annehmen. In den Generalstabstreisen gibt man trotz allem die Hoffnung nich: auf, daß es Kuropatkin gelingen werde, die Trümmer seinez Armee nach Zielin zu reiten. In Tokio aber hofft man, den Russen diesmal das Sedan zu bereiten, das man ihnen bei Liaojang zugedacht hatte, dem sie aber damals noch cutschlübjten.. * Die Niederlage Kuropatkins, Berlin, 11. März. Die Russen haben wieder eine schwere Niederlage erlitten, vielleicht die schtverste des ganzen Krieges. Daß die neuen Kämpfe am Schaho und Hunho so enden würden, war borauszusehen, als das russische Hauptquartier bei Beginn der japanischen Offensivbewegung den großen Fehler beging, nicht sofort der Umgehungstaktik des Feindes, die den Russen aus dem vorhergehenden Schlachten zur Genüge hätte bekannt sein müssen, energisch entgegenzutreten. Als dann endlich den Russen die Augen über die Bedeutung des gegnerischen Vorstoßes im Westen auf Simnintin klar wurde, war es zu spät. Mit unwiderstehlicher Gewalt wurden die Russen zurückgedrängt. Die Hartnäckigkeit, mit der sich die Russen verteidigten, ihre energischen Gegenstöße und die Nachricht, daß Kuropatkin einen Flankenangriff von Norden her auf die westlich und nordwestlich von Mukden aufmarschierenden Divisionen Nogis plane, erweckten dann vorübergehend den Glauben, daß die groß angelegte Unternehmung der Japaner doch noch scheitern könne. Aber alle Tapferkeit der Russen vermochte nicht, die japanischen Ueberflügelungskolonnen zum Stehen zu bringen. Der rechte russische Flügel, der, Front nach Süden, quer über dem Hunhotale, westlich von Tschantan beginnend, bis zum Schaho und der Eisenbahn gestanden hatte, wurde immer weiter zurückgedrängt. Die legten erbitterten Kämpfe fochten die Russen längs der Eisenbahn mit der Front nach Westen. Es ist ihnen nicht einmal möglich gewesen, die Eisenbahn zu halten. Diese wurde nördlich von Mufden von den Japanern erreicht und zerstört. Schon vorher hatte Kuropatkin den Rückzug seines Zentrums am Schaho und seines bis an und über die Pässe des Talin- Gebirges vorgeschobenen linken Flügels auf den Hunho angeordnet. Die letzte Phase der gewaltigen Schlacht wird entscheiden, ob der weitere Rückzug der Russen auf Tielin sich bewerkstelligen läßt, ob nicht wenigstens der rechte russische Flügel abgeschnitten und zertrümmert wird. Es fragt sich also nur noch, ob sich die Niederlage der Russen zur völligen Katastrophe gestaltet. Tielin ist das Ziel, zu dem sich die russischen Truppen durchfämpfen müssen, und zwei Wege stehen ihnen dabei zur Verfügung. Der eine führt westlich am Rand der Höhe von Mukden aus, der andere im Osten über Fuschun und den Ramalin. Beide Wege gehen also von den Flügeln der russischen Armee aus, und damit erschwert sich der Rückzug außerordentlich, besonders wenn es wahr ist, daß die Japaner bereits die Heerstraßen in ihre Gewalt gebracht haben. Auch der Flußlauf des Hunho, der die westliche Straße durchschneidet, kann unter Umständen für den Rückzug der Russen berhängnisvoll werden. Auf dem östlichen Flügel läuft von Tepan als Fortsetzung der ins Hunhotal führenden Wege eine gute Fahrstraße über den Wangdalinpaß nach Tielin. Da das Gelände dort sonst wenig wegsm ist, kommt für den Rückzug des rechten russischen Flügels diese Fahrstraße in erster Linie in Betracht. Alles hängt also davon ab, ob der restliche und östliche japanische Heerhaufe stark genug ist, um den Rückzug zum Stillstand zu bringen. Die vorliegenden Nachrichten sehen ganz danach aus, als ob es den Japanern diesmal glücken würde, den Rückzugsstrategen Kurobatkin endgültig zu Fall zu bringen. Nibiliftische Umtriebe. Daß die Nihilisten wieder an der Arbeit sind, hat man gewußt, bevor man von der in Marseilles erfolgten Verhaftung von sechs Mitgliedern des„ Moskauer Komitees" crfuhr. Man hat auch geahnt, daß sie in Petersburg ihre Sendboten haben. Diese Vermutung hat in einem furcht. baren Vorfall, der augenscheinlich als ein mißglückter nihi. listischer Anschlag bezeichnet werden kann, ihre Bestätigung gefunden. Bombenexplosion in Petersburg. Aus Petersburg liegt die folgende Meldung von einer unter eigenartigen Umständen erfolgten Bombenexplosion bor: Im Hotel garni Bristol sand nachts eine Dynamitbomben- Explosion statt, die den Eigner der Bombe, einen seit Jahresfrist dort wohnenden englischen Untertanen namens Henry Linoln in Stücke riß, zwei Frauen, die nebenan Quartier hatten, schwer verletzten, außerdem in dem ganzen Gebäude arge Verwüstungen anrichtete. In dem Koffer Lincolns hat man noch zwei Dynamitbomben gefunden. Große Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Bomben ür verbrecherische Zwecke beſtimmt waren. Ebenso große Wahrscheinlichkeit spricht dafür, daß die Explosion das Werk eines Zufalls und von dem Besizer der Bombe nicht beabsichtigt war, daß diesem vielmehr ein Unfall begegnet ist. Das Hotel garni Bristol nimmt mehrere Stockwerke in einem großen Eckhaus der großen Morskaja an dem Platz ein, in dessen Mitte sich das Reiterstandbild Zar Nikolaus' II. erhebt. Dieser Platz, von einem völlig überbrückten Kanal durchschnitten, wird auf der einen Schmalseite von der prächtigen saafskathedrale mit den Riesen- Monolithen, auf der gegenüberliegenden von einem Staatsgebäude begrenzt, in dem die Bureaus der Kanzlei des Zaren sind. Ungefähr in der Mitte der einen Längsseite steht die deutsche Botschaft, ein neuem, und er wanderte rubelos weiter Aber dann tam ihm wieder die Erinnerung an das Harte, Schroffe in Sandras Wesen, und die Zweifel erwachten von War fein Leben bisDer Einsiedler fing an, fich unter die Leute zu mischen. Sie faben sich von da an fast täglich. Sandra sah schweigend in die wirbelnden Flocken. Diese ihr wort fie, als fönnten fie alles zudecken, alles begraben. Nähe ersehnt, vor der ihr heute graute wie vor einer Entfonnte die Aussprache nicht stattfinden, die sie gestern in seiner Bei de hielt und kam und wenn sie nicht fam, dann ungebeuren Schneemengen hatten etwas Beruhigendes für Wetter konnte er unmöglich erwarten, daß sie Sehen und For ist ten sie nach einiger Zeit den Albanesen. Es ist der Han*) des Jlia Rachtanom." Welches das stärkste Gebäude von mrdesch?" fragihnen das Dorf. Die paar Hundert aus Gut, so werden wir dort Quartier nehmen.. führten Häuser mit den schmutzigroten Duchsteinen aufgepentinen zurückgelegt hatten, zeigte sich auf steiler Söhe vor Sie stiegen wieder auf, und nachdem sie noch einige Sermit gende sed. Sicher 1" Das grönnen wir vor mutig gebensmittel zu erhalten?" Der Wirt nickte ihm zu und flatschte dreimal Nun aber, meine Freunde, laßt uns speisen!" " So werde ich noch morgen Komitatschi in alle Dörfer Umgegend senden, daß Brot für unsere Leute gebacken Farbten Söffel und Wein in die as wissen wir allen Dingen darauf rechnen, genü unterbrach ihn Sarafow hoch Eahaus, und genau die gleiche Lage hat auf der anderen Längsseite des Plazes das Haus mit dem Hotel garni Bristol, das einen unfreundlichen, durchaus nicht einladenden Eindruck macht. Das Erdgeschoß ist von Läden eingenommen. Die Explosion hat nichts mit der Isaafskathedrale und nichts mit der deutschen Botschaft zu tun, wie man nach der ungeschickten Fassung der Petersburger Telegramme glauben konnte, sondern allein mit den Gästen jenes Hotel garri. Ein fürstlicher Mörder. Tie Persönlichkeit des Mörders des Großfürsten Sergins soll jetzt festgestellt sein. Man sagt, daß er einer fürstficher: Familie angehörte und den Obolenskis verwandt sei. Taraus will man erklären, daß sein Name verschwiegen geblieben und die Großfürstin Sergius ihn besucht habe. * * Verfchärfung der ruffifchen Wirren. Der russische Bauer steht in dem Ruf großer Gutmütigkeit. Wer ihn in diesen Ruf gebracht hat, der mag die Unwahrheit verantworten, die ihre Nachbeter behält, obwohl bei hundertfachen Anlässen sich gezeigt hat, daß der russische Bauer einem reißenden Tiere gleicht, zu jeder Unmenschlichkeit fähig und bereit, sobald nur die unmittelbare Drohung der Knute von ihm genommen ist. Wenn die russische Polizei eine„ Diversion" wünscht, so braucht sie nur zu winken, und der russische Bauer schlägt, brennt und mordet. Zu dem Terror des Nihilismus gesellt sich jetzt noch der Terror des Pöbels- und wer weiß, ob nicht dieser gegen jenen zu Hilfe gerufen worden ist. Bauernrevolten. In den Gouvernements Kursk, Orel und Tschernicot hat es einen Bauernaufstand gegeben, mit Plünderungen und Brandstiftungen, dem üblichen Apparat. Erschien das Mili. tär, so verkrochen sich die Bauern, um alsbald in cinem anderen Kreis dasselbe Spiel zu beginnen. Das Gouverne. ment Orel ist am meisten durchseucht. Nach dem Streis Sjiewsk ist eine Kompagnie Soldaten aus Brianst abge fandt worden. Das hilft wenigstens für den Augenblik. während es einen beinahe komischen Eindruck machen muß. wenn eine amtliche Kundmachung Geldstrafen bis 500 Rubel oder Arrest bis zu 3 Monaten denen androht, die bei Ver. farumlungen in den Dörfern aufheßende Reden halten. Die Not in Warschau. In Warschau geht es den Hausbesizern besonders schlecht. ünter Drobungen verlangt man von ihnen die Herabsetzung des Mierszinses, und den herabgesetzten bleibt man ihnen! buldig. Selbst bedeutendere Firmen haben Schwierigkeit, ren laufenden Verpflichtungen nachzukommen. Die Dolitik A Englische und amerikanische Blätter gefallen sich darin, in dem russisch- japanischen Streit Deutschland die Vermittlerrelle zuzuweisen. Der Deutsche Kaiser, meinen sie, werde die nötigen Schritte tun, schon um die gelbe Gefahr" abzuwen den. Das sind Phantasien. Deutschland wird die Hal. tung strifter Neutralität unter keinen Umständen aufgeben. einer Deutfcher Reichstag. ( 161. Sigung.) CB Berlin, 11. März. Heute wurde, nachdem an 12 Tagen nicht weniger als 60 Abgeordnete gesprochen hatten, endlich die Diskussion über die erste Position des Etats für das Reichsamt des Innern, Gehalt des Staatssekretärs, geschlossen. Vorher hatte das Haus noch zwei andere Gegenstände erledigt: die Novelle zum Gerichtsverfassungsgesetz( Handelsrichter) und der aus dem Hause eingebrachte Entwurf betreffend Aenderung des Personenstandsgesetzes( Sonntagsruhe für die Standesbeamten) wurden ohne Debatte in dritter Lesung angenommen. Die dann fortgesette Etatsberatung brachte zunächst eine Auseinandersetzung zwischen den Polen Kulerski und Graf Mielczynski einerseits und dem Unterstaatssekretär im Reichsamt des Innern Wermuth andererseits, der kurz der von jenen wiederholten Behauptung entgegentrat, daß das preußische Ansiedelungsgesetz der Verfassung widerspreche. Mehr Zeit nahm die Weiterspinnung des Streites zwischen Dr. Mug dan und den Sozialdemokraten in Anspruch. Der Sozialdemokrat Zubeil erging sich dabei in so beleidigenden Ausfällen gegen den freisinnigen Abgeordneten, daß PräsiSent Graf Ballestrem ihn unter lebhaftestem Beifall zweimal zur Ordnung rufen mußte. Der Abgeordnete Stadthagen, der, nachdem Mugdan repliziert hatte, zu einem crneuten Angriff schritt, machte es gelinder, er begnügte sich mit einem Ordnungsruf. Um 4 Uhr 10 Minuten konnte der Präsident endlich verkünden: Das Wort wird nicht mehr berlangt, die Diskussion ist also geschlossen. Das Gehalt des Staatssekretärs wurde natürlich bewilligt, die Abstimmung über die Resolutionen aber wieder mit Rücksicht auf die Geschäftslage des Hauses einstweilen ausgesetzt, und es begann die eigentliche Spezialberatung des Etats. Dem preußischen Abgeordnetenhaus ist ein Gesetzent. wurf zugegangen, betreffend die Schadloshaltung des her. zoglichen Hauses Schleswig- Holstein- Sonderburg- Glücks. bnrg. Die Entschädigung wird nicht aus Rechts-, sondern aus Billigkeitsgründen verlangt. Die Schadloshaltung soll aus dem Schloß Glücksburg nebst Zubehör und Jahresrente von 150 000 Mark bestehen. Siermis foll eir Privat- Familien- Fideikommiß zu gumiten der Nachfomunen des am 27. November 1885 verstorbenen Herzogs Friedrich zu Schleswig- Holstein- Sonderburg- Bindsburg errichtet wer den, das in der ehelichen männlichen Deszendenz aus eben. bürtiger Ehe nach der Linealfolge und dem Recht der Grit. geburt vererblich ist und nur nach Maßgabe der zu erriatenden Satzungen veräußerlich und verpfändbar sein darf. * Die neue deutsche Arzneitage wird in kürzester Frist bekannt gemacht werden. Sie ist auf Grund der Oktober. Preisliste der Drogisten fertiggestellt ivorden, unter Berück sichtigung der späteren erheblichen Preisänderungen. Das Prinzip der Bauschalberechnung der Arbeitspreise ist nach dem Musier der hessischen Arzneitare meist zur Anwendung gekommen. Eine Gebühr für Dienstleistungen in der sty ist vorgesehen. Balkan- Staaten. Fürst Ferdinand von Bulgarien, des aus einem Ver. sichsfürsten allmählich zu einem Besuchsfürsten geworden, ist auf dem Weg nach Haus. Nach seiner Heimfehr aus London wird man wohl von einer Anleihe wie von einer Ministertrisis oder von beiden hören. Amerika. O Der Newyorker Stadtbahnstreik ist beendet. Von 7000 Arbeitern haben 6000 sich wieder eingefunden. Die Führer der Trade- Union sind gegen den Streik gewesen und haben die Leute augewiesen, zur Arbeit zurückzukehren. Hof und Gesellschaft. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. RK Berlin, 11. März. ( 159. Sigung.) Vier Stunden brauchte noch das Ertraordinarium des Eisenbahnetats. Vier Stunden, während derer mindestens 30 Abgeordnete ihre Wünsche über neue Bahnhofsbauten vortrugen und alle anderen mehr oder weniger offenfundig.. schlummerten. Dann konnte Herr v. Budde adiich befriedigt abziehen. Die Stadterweiterung von önigsberg i. Pr. wurde ohne, die von Dortmund fast ohne Debatte angenommen. Blieb noch der Etat der Sentralgenossenschaftskasse, für den das In. teresse des Hauses auch nicht viel größer war. Aber für das Menossenschaftswesen gibt es hier einige Spezialisten, die fiets zu dem Thema längere Reden halten. So ging es auch hente. und die Folge davon war, daß die Beratung nicht zu Eade fam. Der Rest, sowie eine Anzahl anderer kleiner Stats wurde auf die Tagesordnung für Montag gesetzt. Der Kaiser hat seine Absicht, Helgoland zu bejuchen, nicht ausgeführt. Das Linienschiff„ Kaiser Wilhelm II.", an dessen Bord er sich in Kiel eingeschifft hatte, anferte, gefolgt von Torpedobooten, hinter der Helgolander Düne, doch kehrte es nach wenigen Stunden nach der Weser zurück, ohne daß der Kaiser an Land gegangen war. Ob das trübe Wetter und die stark bewegte See an dieser Aenderung des Programms allein die Schuld tragen oder ob wichtige Depeschen, wie behauptet wird, den Kaiser zurückriefen, darüber ist nichts Positives bekannt. Nah und fern. + Schneestürme im Oberharz. Ein kurzer Vorfrühling hat im Oberharz dem grimmigsten Winter von neuem Plaz machen müssen. Orfanartige Schneestürme wüteten und verwehten die Straßen. Vielfach bemerkte man Schneeschanzen in einer Höhe von drei Metern. Die Temperatur sant auf 4 Grad unter Null. *** Bugleich mit seinem Geburtstage beging der Prinzregent Luitpold seine 70jährige Bugehörigkeit zur Armee. Aus diesem Anlasse stiftete der Prinzregent eine Erinnerungsmedaille in Bronze, die an alle Offiziere und Unteroffiziers- Rapitulanten der bayerischen Armee verliehen. wurde. Prinz Luitpold war vor 70 Jahren bei dem 1. FeldArtillerie- Regiment eingetreten. Der Prinzregent stattets seinem alten Regiment einen Besuch ab und wohnte in der Kaserne der Vorführung eines Geschützes und eines Munitionsmagens aus dem Jahre 1835 bei. Zeiten so vielen Pilgern und Touristen gastitahes unter. kommen gewährt hat, eriſtiert nicht mehr. In einem Kamin entstand ein Brand, der sich so schnell ausbreitete, daß an eine Rettung nicht zu denken war. Auch die herbeieilenden eidgenössischen Truppen konnten das Unheil nicht abwehren. Von dem altberühmten Gebäude sind nur Ruinen übrig ge. blieben. umpf angehäng perden tatsächli ab. Man hält d übrigens bon e Art bon Sicher faffung ftimmt Umgebung je machen pflegen schwindet. [ Gin G manijdjen Lä Sozialdemokr igre Sändel regen eines Ein Diebstahl kostbarer Reliqnien wurde von unbe fannten Tätern in Kischinew begangen. In der Nacht wur. den die in edle Steine gefaßten Gebeine des heiligen Bontolomäus gestohlen. Einbruch und Mord. In der Schönhauser Allee zu Berlin wurde in die Wohnung eines Schankwirts ein Einbruch verübt. Als der Einbrecher in der Küche die dort in einem Fache des Küchenspindes untergebrachte Tageskasse ausrauben wollte, erwachten die Kinder des Wirtes, ein 12jähriger Knabe und eine 16jährige Tochter, die in der Küche schliefen. Der Einbrecher stürzte sich auf die Kinder, brachte dem Mädchen mit einem Messer am Kopfe Verwundungen bei, stach dann nach dem Knaben, dem er die Schlagader am rechten Arm durchstach und entkam durch das Fenster. Der Knabe ist seiner Verwundung erlegen, hat aber noch vor seinem Tode den Kellner Alfred Ramm, einen mehrfach vorbestraften Menschen, als Täter angegeben. † Ein mohammedanischer Kezer. Ein gewiß seltener Vor fall versetzt die einheimische Bevölkerung von Algier in die größte Aufregung. Während einer religiösen Feier in der Moschee, welche das Grab des Marabut Sidi Abdallah birgt, drang ein Araber unter die andächtige Menge ein, rief die Wufti an, stieß eine Verwünschung gegen den Propheter aus und erklärte, daß seine Religion und alle anderen ein Gewebe von frechen Lügen seien. Darauf zog er unter seinem Burnus eine Flasche Wein hervor, tranf einige Schlude daraus, goß den Rest auf den Fußboden und zerbrach die Flasche. Nach einem Augenblick starren Entseßens stürzten sich die Gläubiger auf den Lästerer und hätten ihn in Stücke gerissen, wenn nicht eine angesehene einheimische Persönlichkeit ihn mit ihrem Leibe geschütt hätte. Die Moschee gilt nun für entweiht und die Bevölkerung ist durch den Vorfall tief ergriffen. Ein folgenschwerer Gerüsteinsturz ereignete sich in Wiesbaden. Infolge starken Sturmes brach ein Baugerüst zusammen und erschlug zwei gerade vorübergehende Herren, den Rentner Fetz und den Fabrikanten Wagner. Mochi, der mit dem G Menjur. die Stirn. =[ In dem Schube Herren. Di feinen Scha Ludje, grün Die Flanell Hemden un tragen hell grün werde Herren feie † Eine unheimliche Entdeckung wurde im Dorfe Fohrste bei Alfeld( Hannover) gemacht. Das alte Schulhaus wurde abgebrochen, um einem Neubau Platz zu machen. Beim Ausschachten des Bodens fand man unter der Herdstelle ein Skelett und bald darauf unter der ehemaligen Speise fammer zwei weitere Stelette, die etwa 50 Jahre in der Erde gelegen haben mögen. Die beiden letteren stammen augenscheinlich von jungen Männern." Raubversuch am Eisenbahnschalter. Wieder ist an einem Berliner Eisenbahnschalter der Versuch gemacht, die Kasse zu berauben. In der Morgenfrühe hatte die Fahrfartenverfäuferin am Bahnhof Friedrichstraße in Berlin aus einem Zahlbrett 250 Mart aufgezählt. In diesem Augenblick trat ein junger Mensch an das Fenster und suchte das Brett herauszureißen. Die Verkäuferin zog es noch rechtzeitig zurück, doch fiel ein Teil des Geldes auf die Erde außerhalb des Schalters. Der Näuber wurde von einem Zeitungsverfäufer ergriffen und der Polizei übergeben. Er ist ein Arbeiter aus Wesselburen, der erst vor kurzem nach Berlin gekommen war. Eine Rache- Tat. In dem Lothringischen Dorfe Rombach lebte ein Italiener, der früher Polizeibeamter gewesen war. In dieser Eigenschaft war er mit den Leuten mehrfach in Konflikt gekommen. Dieser Tage wurde er von einer Anzahl Vermummter überfallen. Sie überrumpelten ihn und schlitten ihm den Bauch auf. Russische Deserteure machen die deutschen Grenzgebiete unsicher. Bei Jarotschin wurde im Walde der Aufscher Masset von zwei Deserteuren überfallen, beraubt und so schwer mit Messerstichen verletzt, daß er nach kurzer Zeit verstarb. Die Totschläger konnten bisher nicht dingfest ge macht werden. * Bergwerkskatastrophe. Wie aus London gemeldet wird, brach in der Cambriangrube ein Feuer aus, dem eine Explosion von Gasen folgte. Dabei wurden 7 Berglente getötet und 31 verwundet. Aus dem Gerichtsfaal. überbrüffig benpradit, die fidh bezeichnet ihren Willen in diefem Son teit der Kleid Laternenpfähl Start geraten =[ Das Rewyorker S zwei Bentn Geist eine terialisierte die leichtgl in der Sitz § Der Patriot. Der Wiener Kaufmann Leon Deutsch hatte sich vor dem Strafrichter des Bezirksgerichts Leopoldstadt wegen Wachebeleidigung zu verantworten. Die Anzeige erzählt, daß er einem Wachmanne ins Gesicht gespuckt habe. -Richter( zum Angeklagten): Sind Sie bereits gestraft worden. Angefl.: Ob ich gestraft bin? A Frau und drei Kinder hab' ich...- Richter: Das ist keine gerichtliche Vorstrafe. Angefl.: Aber weil die Frau einmal von mir Hieb' friagt hat, hab' ich bekommen 24 Stunden Arrest. Richter: Ah so! Weshalb haben Sie aber einem Wachmann ins Gesicht gespuckt?- Angefl.: Weil ich hab' g'habt gerade fein anderes Geschäft.... Richter: Ich warne Sie vor dieser Tonart, sonst müßte ich Sie disziplinieren. Angefl.: Aber, entschuldigen Sie, Herr Richter, ich wollt' sagen: Weil ich hab' gerade gehabt kein anderes Geschäft, bin ich gegangen auf der Gasse und habe gehabt mit dem Herrn Wach mann einen Anstand. Aber ins Gesicht gespuckt hab' ich ihm scho' gar net, denn ich bin auch so ein Patriot wie er! ( Stürmische Heiterkeit.) Das Beweisverfahren ergab jedoch die Schuld des Angeklagten, der schließlich zu 24 Stumden Arrest verurteilt wurde. Erhöhung der Dampfer- Preise. Die in London tagende Nordatlantische Dampfschiffskonferenz beschloß, daß die Sommerpreise am 1. April anstatt am 1. Mai in Kraft treten. Die Preise für Stajüten erster Klasse wurden um 1 bis 2½ Pfund erhöht, die Preise zweiter Kajüte um 1 Pfund. Diese Erhöhung gilt sowohl für den Winter wie für den Sommer und zwar vom 24. März ab. Im Koffer erstickt. Einen jammervollen Tod fand eine Greisin in Sarninghausen bei Stolpenau. Die achtzigjährige Frau wollte Zucker holen, den sie in einem großen Koffer aufbewahrte. Dabei ist sie in den Koffer hineingestürzt, der Deckel klappte zu, und die Bedauernswerte mußte qualvoll in ihrem Gefängnis ersticken, da es ihr nicht gelang, den schweren Deckel, der zugeschnappt war, zu heben. Das Hospiz auf dem St. Gotthardt vernichtet. Das molthofannte Hospiz auf dem St. Gotthardt, das in früheren Kunft und Wissenschaft. TZ Die Entstehung der Sonnenflecken. Das Auftreten eines Sonnenflecks von ganz ungewöhnlicher Größe hat die Frage nach dem Wesen und der Entstehung dieser Gebilde wieder auf die Tagesordnung gesetzt. Mindestens wegen ihrer Originalität beachtenswert ist die Erklärung, die Emile Anceaur im Bulletin der Astronomischen Gesellschaft Frankreichs diesbezüglich gegeben hat. Dieser Forscher untersucht die Frage, ob die wichtigsten unter den der Sonne zunächst stehenden Planeten, nämlich der Jupiter, die Erde, die Venus und der Merkur, eine Wirkung auf den Sonnenkörper ausüben, die dort eine Art von Ebbe und Flut hervorrufen und dadurch auch die Sonnenflecken erzeugen fönnte. Gr ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß solche Gezeiten auf der Oberfläche der Sonne tatsächlich eintreten und unterscheidet sie als solche von doppeltem, dreifachem und vierfachem Grade, je nachdem zwei, drei oder vier der genanntet Planeten in gleicher Weise darauf einwirken. Als den wichtigsten Faktor für die Bildung der Flecken betrachtet An ceaur den gemeinsamen Einfluß von Jupiter, Venus und Erde und findet, daß die Stellung dieser Planeten sehr wohl übereinstimmt mit der Erscheinung der Sonnenflecken seit 1891. m ganzen ist der Forscher zu folgenden Schlüssen gelangt: Die Sonnenflecken sind mittelbare Folgen des Autretens von Ebbe und Flut auf dem Sonnenkörper. Di gemeinsame Wirkung von Jupiter, Venus und Erde be stimmt die Häufigkeit der Sonnenflecken. Diese dreifacher Gezeiten geben auch die Erklärung für die bekannte elfjährige Periode der Sonnenflecken. Die besondern Erschei nungen innerhalb der Fleckenperiode sind zurückzuführen auf die Erzentrizitäten der Planeten, namentlich des Jupiter. - Vermischtes. Gaze über faßt. [ Die fog. Ju- jits ruffifchen S Music Halls geführt, und Aufmerksam Knaben auf einander rin niedergelaffe gehörige all [ Ein Riesenbarsch] wurde unlängst von einigen eingeborenen Fischern in der Nähe des Diamanthafens am Hugli- Fluß unweit von Kalkutta gefangen. Seine Länge betrug fast 7,5 Fuß, sein Umfang hinter der Schulter fast 6 Fuß, und sein Gewicht erreichte einen Tag nach dem Fang 460 Pfund. Der Fisch war augenscheinlich ein Meergreis" im eigentlichen Sinne des Wortes, denn seine Haut mit den Schuppen war fast völlig abgerieben. =[ Das kochende Meer.] Schiffe, die das südliche Kykladen- Meer durchfahren, passieren gelegentlich das Ge wässer in der Nähe eines Plates, der mit Recht den Namen Vulcanos führt. Dort besitzt das Wasser eine auffallend goldgelbe Farbe und scheint zu kochen. Die Segelhandbücher empfehlen den Schiffen geradezu, durch diesen Meeresteil zu fahren, wenn der Schiffsrumpf sich sehr mit Muscheln und allerhand Getier bedeckt hat. Es genügt dann nämlich, sich eine Viertelstunde in diesem Wasser zu bewegen, um alle Austern. Schnecken und andere Tiere, die sich am Schiffs. Diese Kunst die Fashion größten Be daß die D Das neueste don angeor lernen jolle fie sehr da brechern fe fegen. Di Mann for bereits Derselben Sikun Buntt meifterei, w Bunft bon Affum Heyligenfta toren eine S raten werde durch das C der anderen Energie für geben werde Buntt unb zoolog geben, her für 4 Demon wurde P Pu fteinen. L08 I und Los Pu Nachf. Bu Tiefbau Außerhal wehren fi dem alten fönnen. Bunft folcher Ein Betrieben b Steuerfomm fluß gewün Bunft 1 .D. Kram Slug der S ** Der Beburtstage En galtitches unter r. Sit einem Kami ausbreitete, daß ch die herbeieilende theil nicht abwehren ur Ruinen übrig g n wurde vont ub In der Nacht wou des heiligen Bont rumpf angehängt haben, völlig zu beseitigen. Die Muscheln werden tatsächlich in jenem Wasser gekocht und fallen dann ab. Man hält das kochende Meer von Vulcanos, dessen Farbe übrigens von einem starken Eisengehalt herrührt, für eine Art von Sicherheitsventil des Vulkans. Mit dieser Auffassung stimmt die Wahrnehmung überein, daß sich in der Umgebung jedesmal Erderschütterungen bemerkbar zu machen pflegen, wenn der gelbe Fleck im Meer einmal verschwindet. = [ Gin Sozialdemokrat auf der Mensur.] In den romanischen Ländern kommt es immer wieder vor, daß sich 1 gewiß feltener Bo Sozialdemokraten nicht an das Duell- Verbot kehren, sondern rung von Algier r religiösen Feier chtige Menge ein, ri ibre Sändel mit der Waffe cusfechten. So stand in Mailand Legen eines scharfen Zeitungsstreites der Sozialist Walter rabut Sidi Abdalla Mochi, der Gatte der berühmten Sängerin Emma Carelli, gegen den Prophete Mensur. Mochi bekam im zweiten Gange eine Abfuhr über und alle anderen en auf 30g er unter fa mit dem Chefredakteur der„ Sera", J. Bianchi, auf der die Stirn. - trant einige Schlu dem Schubertschen Müllergesellen dies Jahr die Londoner [ In Grün möcht ich mich kleiden...] singen mit den und zerbrach d en Entsegens stürzte seinen Schattierungen. In allen Läden sieht man grüne hätten ihn in StüTuche, grüne Flanelle, grüne Hüte und Müßen ausgestellt. Herren. Die Modefarbe für diese Saison ist grün in allen nheimische Persönli te. Die Moschee gilt ist durch den Vorfall e im Dorfe Fohri te Schulhaus wurd zu machen. Bein nter der Herdite ehemaligen Sp va 50 Jahre in Den letteren stamm deutschen Grenzgebi Walde der Auf llen, beraubt und er nach kurzer Z sher nicht dingfest g tsfaal. nn Leon Deutsch hatt sgerichts Leopoldstad ten. Die Anzeige er Gesicht gespudt habe 5 Sie bereits getraft in? A Frau und drei S ist keine griftliche Frau einmal von mir 24 Stunden Arrest. aber einem Bachmann ich hab' g'habt gerade Ich warne Sie vor plinieren.- Angell ich wollt' sagen: We Geschäft, bin ich g mit dem Herrn Wad gespuckt hab' ich ih n Patriot wie a sverfahren ergab chließlich zu 24 Sh enfchaft. eden. Das Auftre hnlicher Größe hat stehung dieser Gebi st. Mindestens ma Die Flanells find dunkelgrün mit ſeegrünen Streifen. Auch Hemden und Kragen sind grün gehalten und grüne Socken tragen hellgrüne Flecken. Nur die Schuhe scheinen nicht grün werden zu sollen. Eine englische Zeitung erklärt, die Herren seien der schwarzen, grauen und dunklen Farben überdrüssig geworden. Die Westen strahlen in einer Farbenpracht, die noch im vorigen Jahre als furchtbar gewöhnlich bezeichnet worden wäre. Wenn die Londoner Schneider ihren Willen durchsetzen, so werden, wie ein Blatt bemerkt, in diesem Sommer die schlanken Männer, da auch die Engigteit der Kleidungsstücke Mode wird, wie grün angestrichene Laternenpfähle und die korpulenten Herren wie etwas zu stark geratene Rohlköpfe aussehen. [ Das Gewicht eines Geistes] wurde neulich von der Rewyorker Polizei festgestellt und betrug nicht weniger als zwei Zentner. Für ein so ätherisches Wesen wie einen Geist eine recht tüchtige Leistung. Der so überraschend materialisierte Geist" war das Medium einer Schwindlerin, die leichtgläubigen Spiritisten das Geld abnahm. Mitten in der Sigung wurde der Geist, der mit phosphoreszierender Gaze überkleidet war, von kräftigen Polizisten fäusten gefaßt. - sich mit dem Geliebten, dem Büttgesellen Ilefeld vereint. Der junge Bonvivant wird von seinem Bruder aus dem Hause verwiesen. Mit einem Liedchen auf den Lippen geht er von dannen, froh, daß diese Episode ihn der verhaßten brüderlichen Bevormundung entzieht und bald, bald wird sich der Sumpf über ein neues Opfer schließen, das fin seinen Schlamm hineingewatet. Das ist der Inhalt des Schauspiels, in dem Licht und Schatten eigentümlich durcheinander spielen. | Ehrenzeichen für langjährige treue Dienste in einundderselben| Werkzeug zu schaffen, wird gleichfalls zuschande, indem sie Familie an folgende Dienstboten verliehen: A. das Goldene Kreuz mit Brillanten. Magdalene Schieferstein aus Ober- Bessingen, 50 Jahre in Dienste des Fürsten zu Solms- Hohensolms- Lich. B. das Goldene Kreuz. Marie Appel aus Grebenhain, 26 Jahre bei Herrn August Dieß in Heisters und Katharina Becker aus Rödgen, 25 Jahre bei Fräulein Karoline Locher in Worms. ** Uebertragen wurde am 4. März d. I. dem Schullehrer Georg Schmidt zu Elbenrod eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bischofsheim. =[ Die japanische Kunst der Selbstverteidigung,] das fog. Ju- jitsu, hat sich in London seit Beginn des japanischrussischen Kriegs sehr viele Freunde erworben. In allen Music Halls werden heutzutage japanische Ringkämpfe aufgeführt, und das Publikum verfolgt sie mit der größten Aufmerksamkeit und Sachkenntnis. Man kann schon die Anaben auf der Straße nach allen Regeln dieser Kunst miteinander ringen sehen, und die Ju- jitsu- Lehrer, die sich hier niedergelassen haben, machen die besten Geschäfte, denn An. gehörige aller Gesellschaftskreise sind eifrig damit beschäftigt, diese Kunst zu lernen. Selbst die vornehmste Gesellschaft, die Fashionablen des Westend haben die Sache mit der größten Begeisterung aufgenommen, und man erzählt sich, daß die Damen am allereifrigsten damit beschäftigt sind. Das neueste ist nunmehr, daß der Polizeipräsident von London angeordnet hat, daß die Polizisten das ju- jitsu auch erlernen sollen, weil man hofft, daß diese japanische Kunst fie sehr dabei unterstützen wird, mit widerspenstigen Verbrechern fertig zu werden, die sich der Verhaftung wider. sezen. Die Polizisten werden in Abteilungen von je sechzig Mann kommandiert, diese Kunst zu erlernen, und es sind bereits Preise für diejenigen ausgesetzt worden, die es in derselben am schnellsten weit bringen. Sizung der Stadtverordneten Gießens. n Gießen, 10. März 1905. ( Schluß.) Bunft 6: Beschaffung von Räumen für die Bürgermeisterei, wurde in nichtöffentlicher Sigung verhandelt. Punkt 7: Preis der elektrischen Energie zum Laden von Affumulatoren bei Tag für Lichtzwecke. Beigeordneter Heyligenstaedt wird in seiner Fabrik an eigenen Affumulatoren eine Probe anstellen und dann soll die Sache erst beraten werden. Es soll auf der einen Seite die Wasserkraft durch das Elektrizitätswert besser ausgenützt werden und auf der anderen Seite solche mit Affumulatoren aufgespeicherte Energie für den Preis von 20 Pfennig statt 45 Pfg. abgee Erklärung, die Em chen Gesellschaft Fra efer Forscher unter Den der Sonne zund ter, die Erde, die Ven den Sonnenförper a und Flut hervorru erzeugen fönnte. G Daß solche Gezeiten a heintreten und unter 1, dreifachem und oder bier der gemete wirken. Als de wich Fleden betrachtet n Jupiter, Venus un r Planeten sehr woh r Sonnenflecken f folgenden Schlü bare Folgen des n Sonnenförper. Bemus und Erde Teden. Diese dreif für die bekannte effi Die besondern Erfche de find zurückzuführen en, namentlig des Ju es. nlängst bon einigen ei geben werden. ** Erledigt sind die Stellen: je eines Steuertommiffariatsassisteneen bei den Großh. Steuerkommissariaten Darmstadt 1, Offenbach und Mainz 1, des Steueramtsrendanten bei dem Großh. Steneramt Bensheim, je eines Steuerkommissariatsgehilfen bei den Großh. Steuerkommiffariaten Alzey, Bingen, Büdingen, Groß- Gerau, Höchst i. D., Osthofen, Seligenstadt und Worms, je eines Pfandmeisters in Bingen, Darmstadt, Offenbach, Mainz und Worms. Sämtliche Stellen kommen mit Wirkung vom 1. April 1905 an zur Besetzung. Punkt 8: Die elektrischer Energie für das anatomische und zoologische Institut der Universität wird statt wie bisher für 45 Pfg. nun für 20 Pfg. pro Kilowattstunde abgegeben, da das hier in Frage kommende Licht nur zu Demonstrationszwecken verwandt wird. Punkt: 9: Die Vergebung der Tagesfuhren für 1905 wurde in nichtöffentlicher Sigung beschlossen. Punkt 10: Vergebung der Lieferung von Basaltpflasterfteinen. Hierzu waren 9 Offerten eingegangen. Es erhielten Los I Pfeffer 3. in Annerod, Los II Johs. Nickel- Gießen und Los III Wilhelm Schappel in Saasen. Puntt 11: Die Piassavabesen- Lieferung erhielt Winter Machf.( Althoff) für 1,35 pro Stück. ** Viehmarkt zu Gießen. Bei dem am 7. und 8. März 1905 stattgefundenen Markte waren aufgetrieben 1182 Stück R nbvieh und 560 Stück Schweine. Dec nächste Markt findet am 21. und 22. März statt; am letteren Tage auch Pferde- und Krämermarkt. Punkt 12: Ein zweiter Lichtpaus- Apparat für das Tiefbau- und Vermessungsamt wird angeschafft. Preis 400 M. Mußerhalb der T... wird genehmigt, daß die beiden Feuerwehren ihr gemeisames Jubiläumsfest auf Oswaldsgarten, ch Frankenbach, 11. März. Aus der am Dienstag den 7. März im hiesigen Gemeindewald abgehaltenen Fichtennuhholzversteigerung fann man ersehen, welch enormen Schaden das am 13. September v. J8. über unser Dorf niedergegangene schwere Gewitter verbunden mit Wirbelwind in wenigen Minuten allein an einem Walddistrikt verursacht hat. Neben den schönsten Obstbäumen war auch ein ganzer Fichtenbestand vernichtet worden, wodurch allein 430 Festmeter Fichtenstammholz zum Ausgebot famen. Es wurde dafür zwar die schöne Summe von 5200 Mt. gelöst, allein jener Bestand hätte für die Folge wohl das doppelte versprochen, falls er nach und nach zur Abholzung gekommen wäre. Von dem ungeheuren Waldreichtum unserer Gemeinde liefert auch die erste diesjährige Holzversteigerung einen guten Beweis, indem damals für Eichenstammholz 5000 t. erzielt worden. Dazu steht noch eine große Brennholzversteigerung bevor, welche wohl gleichfalls mit 3000 t. zu bewerten ist. Außerdem fommen an jeden Ortsbürger 4 Meter Hartholz und 15-20 Meter Reiser zur Gratisverteilung. Wahrlich ein großer Holzfegen! Zu guterlegt müssen wir noch die jüngste Verpachtung der Gemeindejagd erwähnen, welche den jährlichen Erlös von nahezu 6000 Mt. verspricht. - )( Laubach, 12. März. Die Errichtung eines GruppenGaswerts für Laubach und die gesamte Umgegend ist gesichert, da Laubach und eine Anzahl Nachbarorte ihre Beteiligung beschlossen haben. Ingenieur Heil von der Süddeutschen Gasgesellschaft weilte vor einigen Tagen in Ulrich stein, Feldfrücken, Freienseen und Schotten, wafelbft er Vorträge hielt. Es besteht sichere Aussicht, daß sich noch weitere Gemeinden anschließen. Die Gemeinden haben nur den Gasverbrauch zu zahlen, während die Gasgesellschaft für die Kosten der Rohrlegung u. s. w. aufkommt. Das Gaswerk selbst wird nahe dem Bahnhof Laubach errichtet. Mit dem Bau wird im Frühjahr begonnen. R Köddingen. Bei der am 11. März dahier stattgefundenen Bürgermeister- Wahl wurde der seitherige Bürgermeister Friedrich Rühl 1. mit 83 Stimmen einstimmig wiedergewählt. Es ist dies seit das allgemeine Wahlrecht besteht hier die erste einstimmige Bürgermeisterwahl. Die Aufstellung eines Gegenfandidaten scheiterte an der geringen Minorität. K Frankfurt a. M., 12. März. Der Schuhmacher Adolf Geiling hatte ein Paar Stiefel, die er reparieren sollte, verkauft, da sie nicht abgeholt wurden. Das hiesige Schöffengericht ließ den Einwand des wegen Unterschlagung angeklagten Schuhmachers, daß er durch Blakat an der Ladentür den Kunden diesen Geschäftsgebrauch mitgeteilt habe, nicht gelten und verurteilte ihn zu 4 Wochen Gefängnis. Ueber die Darstellung läßt sich sehr viel Gutes sagen. Lene, die Haubenlerche, wurde von Fri. Dora Schütz vom Residenztheater wiesbaden sehr nett als naives, von Haus aus frohes Gefchöpf gegeben, wenn die Uebergänge auch mand mal etwas unvermittelt waren. Diese wurden aber durch andere ganz ausgezeichnet durchgeführte Partien reichlich ausgeglichen. Herr Sandorf zeichnete seinen August Langenthal in schlichter, wirkungsvoller Weise, namentlich der edle Bornesausbruch stand ihm sehr gut; im Gegensatz zu seinem war das Spiel des Herrn Andreas, der den gewandten, nicht geist, aber haltlosen Hermann verkörperte, voll kleiner Feinheiten und Detaillierungen. Mit der gewohnten Sicherheit wußte er die Schwierigkeiten zu nehmen. Frl. Christophersen traf ihre Juliane in Ton und Gebärde recht gut und wußte die Repräsentantin, die mit der Gewandtheit der Weltdame auf die Schicklichkeit des Hauses bedacht ist, ins richtige Licht zu rücken. Komisch, jedoch glaubwürdig war die alte Frau Schmalbach der Frau Fischer, während die beiden Arbeitertypen der Herr!! Lippert und Kreysing sich durch beneidenswerten Realismus auszeichneten. Mit scharfer Beobachtung wußten sie ihren Figuren die unterscheidenden Merkmale aufzudrücken. Heir Kreysing führte den arbeitsfreudigen, auf seinen Beruf stolzen Büttgesellen Ilefeld in kraftvoller Weise durch, währer d Herr Lippert einen leibhaftigen, prinzipiell nörgelnden Proletarier aus seiner Rolle gemacht hatte, sogar die neueste Nummer des Vorwärts" fehlte nicht, die raffiniert gefaizt ( der Zug ist nicht ohne Ironie gut abgesehen) noch raffinierter mit dem Titel nach außen in die Rocktasche praktiziert word n war. Die Regie des Herrn Steingoetter arbeitete wieder einmal unter rationeller Ausnutung des Raumes in sehr geschickter Weise. Das gut besette Haus spendete reich n Beifall, der sogar wiederholt inmitten der Darstellung_lebG. H. haft ausbrach. K Mainz, 13. März. Die auf heute vor dem hiesigen Schwurgericht anberaumte Verhandlung gegen den Weinhändler v. Lengerke, der seinen Schwiegervater, den Altbürgermeister Lebert von Erbes- Büdesheim, erschossen hat, wurde auf den Antrag des Beschuldigten auf die nächste Schwurgerichte periode vertagt, da er noch weitere Zeugen benennen will. Stadttheater in Gießen. Die Haubenlerche. Schauspiel in 4 Aften von Ernst v. Wildenbruch. gefangen. Seine Lang: dem alten Schweinemarkt und dem Viehmarktplatz abhalten Fabritarbeiters.Witwe will der Heilung ihrer Mutter zu des Diamanthafens hinter der Schulter fa inen Tag nach dem Fa fönnen. denn seine Haut mit der Betrieben beziehen, wurde fein Beschluß gefaßt. Das Großh. Ilefeld. In ihrer Seele tämpfen Opfermut und Liebe mit cheinlich ein„ Meergreis hiffe, die das füdlid ren gelegentlich das Ge Der mit Recht den Namen Baffer eine auffallend en. Die Segelhandbüd durch diesen Meereste of sich sehr mit Muschel Es genügt dann nämlid affer zu bewegen, um all ere, die sich am Schiffs Bunft 13: Beranlagung zur Gemeinde- Einkommensteuer solcher Einwohner, die ihr Einkommen aus nichthessischen Steuerkommissariat Gießen hatte einen dahingehenden Beschluß gewünscht. Punkt 14: Uebertragung der Jagt pacht des Hauptmann a. D. Kramer auf Karl Buderus wurde genehmigt. Schluß der Deffentlichen Sißung abends 7 Uhr. Lokales. 13. März 1905. ** Der Großherzog hat heute am 11. März, als am Geburtstage metland der Prinzessin Elisabeth u. a. folgende Die Haubeulerche" gehört nicht zu den Hauptwerfen Wildenbruchs, ihr Flug wird niemals so weit wie diese über die deutschen Bühnen reichen. Wer sie sehen will, muß eben schon früher aufstehen und die Gelegenheit wahrnehmen. Der Dichter behandelt in dem Schauspiel den findlichen Opfermut: Lene, die Tochter einer armen, gichtgeplagten Liebe dem edeldenkenden, reichen August Langenthal die Hand zum ehelichen Bunde reichen. Ihr Herz gehört aber schon dem strebsamen, doch gänzlich unvermögenden Büttgesellen einander, bis sie zu der Ueberzeugung gelangt, daß sie niemals die Gattin Langenthals werden darf. Sie wagt aber nicht, diese Erkenntnis ihm einzugestehen. Da naht sich ihr in ihrer Not der junge blendende, doch durch und durch verdorbene Halbbruder Langenthals. Durch sein bestrickendes Wesen weiß er sich in das Vertrauen des arglosen Mädchens einzuschleichen und es zu einer zweifelhaften Situation zu überreden, ohne daß es den Pferdefuß, der überall herausguckt, merkt. Er erreicht denn auch seine mit chnischer Offenheit dargetane Absicht, die Versprochenen zu chnischer Offenheit dargetane Absicht, die Versprochenen zu trennen, seine Hoffnung aber, in Lene sich ein gefälliges Aus dem Gerichtssaal. Strafkammer. Gießen, den 10. März 1905. Wegen Mißhandlung seines Kindes hatte sich der Arbeiter Johannes Jost Orth von Lumda zu veraniworten. Er hatte sein 3 jähriges Eöhnchen, das törperlic schwach und fäntlich war, vielfach in unmenschlicher Weise geschlagen, statt, wie es sich geziemt hätte, ihm eine besondere Pflege angedeihen zu lassen. Wenn es seinen Vater erblick, fing es schon an zu weinen, deß ihm seine Stiefmutter gui war, ist sehr zu bezweifeln. Es hatte sich in Lumda das Dorfgespräch verbreitet, daß der Angeklagte das Kind ge von der Welt gehabt hätte, um in den Besitz des 2000 Wt. betragenden Vermögens zu gelangen. Beugen und der Sachverständige bekundeten, daß das Kind blutige Striemen und Wunden von Mißhandlungen herrührend an sich hati. Mit dem Antrag, das Kind in fremde Pflege zu gebt, fam die Behörde zu spät, da dasselbe am 14. Dezember v. J. infolge Enttiäftung starb. Das Gericht war der Ansich, daß die mangelnde Pflege und die Mißhandlungen geeign waren, den Tod des Kindes herbeizuführen, daß aber der Angeklagte den Tod verschuldet hätte, sei nicht erwiesen. Das Gericht erkannte auf 2 Jahre und 6 Monate- fängnis und beschloß die Verhaftung des Verurteilten. Gastwirt Friedrich Karl Schreiß von Friedberg wurde wegen Kuppelei zu 4 Monaten Gefängnis verurteilt. Er hat aus Eigennuß einer größeren Anzahl von Personen geboten, indem er mehrere Gelegenheit zur Unzucht Prostituierte in seinem Hause beherbergte. 8um Schlusse wurde ein Urteil des Schöffengerichts Bad Nauheim bestätigt. Die Vorsteherin der Kinderpflegeanstalt Frau Sanitätsrat Dr. Müller und Oberschwester Johanna Balme waren von einer früheren Elevin, Fräulein Au 1- bach von Köln, wegen Beleidigung verklagt. Frau Müler wurde zu 100 Mt. Geldstrafe verurteilt, während die Oberschwester Palme freigesprochen wurde. Auf beiderseit ge Berufung fand eine längere Verhandlung statt, die zur 2- stätigung des erftrichterlichen Erkenntnisses führte. Gießener landwirtschaftlicher Wetterdienst. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Dienstag, den 14. März. Meift trüb, Temperatur nicht verändert, öfters Regen, im Norden stärkerer, im Süden geringerer. ( Näheres durch die Gießener Wetterfarte.) Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 1 Wagner, 1 Tapezier und Polsterer, 1 Schreiner, 1 Bäder, 2 jüngere Schneider, 1 jüngerer Hausbursche, 12 Dienstmädchen, 2 Sauffrauen. Lehrlinge: 1 Wagner, 1 Mechaniker, 1 Bud binder, 2 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Bäcker, 1 Schneide, 1 Schuhmacher, 2 Glaser, 1 Installateur, 1 Grabeur, 1 Kellner. Es suchen Arbeit: 1 Waschfrau, 1 Glaser, Hausburschen, 1 Rau= mann, 1 Kellner, 1 Diener, Portier oder Kassierer, 1 Laufmädchen, 3 Lauffrauen, 3 Bureaugehilfen. Berantwortlich: für die Politik und den Inseratenter. Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, bette in Gießen. Nr. 61. Theater- Verein GIESSEN. = 1. Zugabe Vorstellung: Dienstag, den 14. März 1905. Maria Friedhammer Drama in 3 Aften von Heinrich Lilienfein. Gast: Frl. Lilly Donecker bom Großh. Hoftheater in Mannheim. Anfang 8 Uhr pünktlich. Ende gegen 10 nhr. Tageskarten bei Herrn Challier und an der Abendfasse zu Mt. 4, 3, 2 und Mr. 1,50( für Studierende). Bekanntmachung. Betr.: Feldbereinigung in der Gemarkung Gießen links der Lahn; hier: die Zuziehung von Wißmarer Gemarkungsteilen zu diesem Feldbereinigungsverfahren. Die nachstehende Bekanntmachung bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntnis. Gießen, den 13. März 1905. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Betr.: Wie oben. Bekanntmachung. Nugholzversteigerung In der Zeit vom 4. bis 11. März 1905 wurden im Gemeindewald Münchholzhausen, Distrikt Enge in hiesiger Stadt hardt 12 g( äußerster westlicher Teil des Waldes) Mon tag, den 20. d. Mts. Beginn vormittags 10 Uhr Ort und Stelle: gefunden: 3 Pferdedecken; berloren: 1 Sparkassenbuch, 1 goldnes Armband, 1 braunledernes Portemonnate und 1 rothjuchtenledernes Portemonnaie. Die Empfangsberechtigten der gefundenen Gegenstände belieben ihre Ansprüche alsbald bei uns geltend zu machen. Gießen, den 11. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. a Eichen: 9 Stück 3. Kl.= 5,13 Fitm., 16 Sti 4. Kl. 2,74 Fitm. und 7 Rm. Nuzholz. Weichholz: 1 Stück 4. Kl.= 0,11 stm., Stangen 1. und 4 2. Kl. Nadelholz: 39 Stück 3. Kl. 16,12 stm.; 21 4. Al.= 37,64 Fftm., 70 Stangen 1., 50 2., 10 3. S und 69 Rm. Nutzholz. Groß- Rechtenbach, 11. März 1905. ( Kreis Weglar) Das Bürgermeister- Amt Empfehle mich als Hiermit zur geft. Kenntnis der Patienten, daß ich mich in Gießen Die unterm 7. Februar d. Js. angeordnete Sperre Afterwegs zwischen Schiller- und Walltorstraße Herren Aerzte, sowie den geehrten wird hiermit aufgehoben. des Gießen, den 10. März 1905. Großherzogliches Polizeiant Gießen. Herberg. Befanntmachung. Wegen Vornahme von Umpflasterungsarbeiten wird die Diehstraße von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 11. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Wegen Vornahme von Umpflasterungsarbeiten wird die Nenen- Bäue zwischen Neuenweg und Weidengasse von heute an bis auf weiteres für den Fuhrverkehr gesperrt. Gießen, den 11. März 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Eine Anzahl beteiligter Grundeigentümer hat den Antrag gestellt, in den auf dem linfen Lahnufer gelegenen und unter Großherzogl. Hessischer Landeshoheit stehenden Teilen der Königlich Preußischen Gemarkung Wißmar das Feldbereinigungsverfahren einzuletten und sie zum Feldbereinigungsverfahren der Gemarkung Gießen links der Lahn zuzuziehen. Die Landeskommission hat diesen Dienstag, den 14. März d. Js., nachmittags Antrag für zulässig erachtet und den Unterzeichneten zum 4 Uhr, soll im Stadtknabenschulhaus eine öffent Kommissär für die Leitung der öffentlichen Abstimmung liche Prüfung der Fortbildungsschule stattfinden. bestellt. Es werden zu derselben die Eltern und Arbeitgeber Ich beraume daher gemäß Artikel 9 des Gesetzes der Schüler und sonstige Freunde der Schule hierdurch vom 28. September 1887, die Feldbereinigung betreffend, eingeladen. Tagfahrt zur Abstimmung der beteiligten Grundeigen- Gießen, den 9. März 1905. tümer über den oben erwähnten Antrag auf Mittwoch, den 29. März d. Js.. vormittags von 10½ Uhr bis 11 Uhr, Mecum. Oberbürgermeister. in die Großherzogliche Bürgermeisterei zu Gießen, Bimmer Versteigerung. Nr. 11 hiermit an. Diejenigen beteiligten Grundeigentümer, die in der Tagfahrt weder persönlich, noch durch gehörig Bevollnächtigte abstimmen, werden als für den Antrag stimmend angesehen. Die außerhalb der Gemarkungen Gießen und Wißmar wohnenden Ausmärker werden aufgefordert, zur Wahrung ihrer Interessen einen im Bereinigungsbezirk wohnenden Bevollmächtigten zu ernennen, da eine weitere besondere Zuschrift im Laufe des Feldbereinigungsverfahrens nicht mehr erfolgt. Friedberg, den 6. März 1905. Der Großh. Feldbereinigungskommiffär: gez. Spamer, Kreisamtmann. Die Musterung und Losziehung der Militärpflichtigen des Kreises Gießen für das Jahr 1905 findet an den nachbenannten Tagen statt und zwar: 1. Zu Grünberg im Gafthans„ Zum Nappen" Mittwoch, den 29. März, vormittags von 9 Uhr an: Musterung der Militärpflichtigen der Gemeinden Allertshausen, Beltershain, Climbach, Geilshausen, Göbelnrod, Grünberg, Sarbach, Kesselbach, Lauter, Lindenstruth, Londorf, Lumda, Odenhausen und Queckborn; Donnerstag, den 30. März, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Reinhardshain, Rüddingshausen, Saasen, Stangenrod, Stockhausen, Weickartshain und Weitershain. Hieran anschließend: Losziehung. II. Zu Lich im Nathanssaale Freitag, den 31. März, vormittags von 9% Uhr an: Musterung Dienstag, den 14. März, nachmittags 2 Uhr versteigere ich Neustadt 55 dahier a) 1 Plüschiofa mit 3 Sessel und gegen Barzahlung: 1 Spiegel in Goldrahmen; b) 1 Biersäule, 1 Blizabletterapparat, 2 Nähmaschinen, 2 Handelswagen, 6 Duß. mess. Wagschalen, 1 Billard, 100 Sad Zement, 16 Damenschirme, eine Ladentheke, 1 Fahrrad und Möbel aller Art. Versteigerung zu a) findet be= ftimmt, zu b) teilweise statt. Born, Gerichtsvollzieher, Gießen. der Militärpflichtigen der Gemeinden Albach, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf Gill, Eberstadt, Ettingshausen, Garbenteich, Grüningen, Hausen und Münster; Samstag, den 1. April, vormittags von 94 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Holzheim, Hungen, Inheiden, .Langd, Lang- Göns und Langsdorf; Montag, den 3. April, vormittags von 9 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Leihgestern, Lich, Muschenheim, Nieder- Bessingen, Nonnenroth, Obbornhofen und Ober- Hörgern; Dienstag, den 4. April, vormittags von 9 Uhr an: Derjenigen der Gemeinden Ober- Bessingen, Rabertshausen, todheim, Röthges, Steinbach, Steinheim, Trais- Horloff, Iltphe, Villingen und Wagenborn- Steinberg; Mittwoch, den 5. April, vormittags von 91 Uhr an: Losziehung. Hahn, Rektor. Vorzüglichste Lederputz- Crême Kavalier Das Beste vom Besten Kein alltägliches Schuhputzen mehr nötig. Überall vorrätig! Fabrik: Union Augsburg. III. Zu Gießen in der Restauration ,, Lonys Bierkeller", Schanzenstraße 18, Donnerstag, den 6. April, vormittags von 8 Uhr an: Musterung als Krankenpfleger Leichenfrau. Frau Wader, Gießen Große Mühlaaffe 23. Ein Mädchen niedergelassen habe. Alle Arbeiten, wie Massage, Heißluftbäder, schwed. für Hausarbeit gesucht. Heilgymnastik, Elektrisieren, sowie 20 Mark monatlich. alle Arten der Wasseranwendung werden sachverständig ausgeführt. Tüchtige Ausbildung in den hiesigen Universitäts Kliniken, langjährige der Militärpflichtigen der Gemeinden Allendorf an der Lahn, Allendorf a. d. Lda., Alten- Buseck, Annerod, Bersrod und Beuern; Freitag, den 7. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1903; Samstag, den 8. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1904; Montag, den 10. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Stadt Gießen, Jahrgang 1905; - Albert Godosar, Georgenhammer bei Laubad Junger Tätigkeit, sowie nur prima Beug Hausbursche nisse aus allen Zweigen der Krankenpflege fönnen nachgewiesen werden. Dienstag, den 11. April, vormittags von 8 Uhr au: derjenigen der Gemeinden Burkhardsfelden, Daubringen, Großen- Bused, Großen- Linden, Hattenrod und Reiskirchen; Mittwoch, den 12. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Heuchelheim, Klein- Linden, Lollar, Mainzlar und Oppenrod; Donnerstag, den 13. April, vormittags von 8 Uhr an: derjenigen der Gemeinden Rödgen, Ruttershausen, Staufenberg, Treis a. d. Lda., Trohe und Wieseck; Freitag, den 14. April, vormittags von 9 Uhr an: Losziehung. Besondere Bestimmungen. L. Kratz, geprüfter Heilgehilfe Gießen, Marktplatz 21, II. Prima alten deutschen Cognak per Literflasche Mk. 1.80 empfiehlt Joh. Seibel, GIESSEN Ludwigsplatz. Wohlriechender Ofenlack bei Emil Fischbach Gießen, Seltersweg. Prima Backsteine ( Feld brand steine) zu verkaufen. 1. Zur Musterung haben sich bei Meidung der gefeßlichen Strafen, zu stellen: Heinrich Kröck V. Heuchelheim. Tüchtiges Dienstmädchen am liebsten vom Lande, bald ge= sucht. Näheres bei Gustav Rohleder Grünberg. Petek, Bäckerei Gieken, Ebelstraße 2, Junger Hausbursche sofort gesucht. Gießen. Seltersweg 14. 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Die Zeugniffe müssen amtlich ausgestellt oder beglaubigt sein. Wenn die Zurückstellung auf die Arbeitsunfähigk eines Familienangehörigen gegründet wird, so hat de betreffende Familienangehörige sich selbst persönlich im Termin vor der Ersatz- Kommission einzufinden, oder wenn dies nicht möglich ist, freisärztliches Attest im Termin vorlegen zu lassen. 4. Wenn ein Militärpflichtiger an Gebrechen leib die äußerlich nicht wahrnehmbar sind, z. B. Taubhe Harthörigkeit, Kurzsichtigkeit, Geistesschwäche usw., so t dies durch amtlich ausgestellte und beglaubigte Zeugnije des Arztes, sowie des Bürgermeisters, Geistlichen, Lehres usw. nachzuweisen. Das Borhandensein von Es lepsie ist durch die eidliche Erklärung von mindestens drei glaubwürdigen Zeugen zu erhärten. 5. An der Losziehung persönlich teilzunehmen, fiet jedem Militärpflichtigen frei. 6. Die Großherzoglichen Bürgermeistereien haben sämtliche in ihrer Gemeinde gestellung pflichtigen Militärpflichtigen auf Grund der ihan bereits zugegangenen Stammrollen zu der Muft rung vorzuladen. Im Anschluß an das Ersatz- Geschäft findet ch fönnen Hand laufel oder wofern fie Das ist nun f da rund um tragen ausg böllig ifoli Franz gip" abdr führbar i mit feiner gen hat, stattet, wie falls an B fünfchen zu aber wit Trop d machen, um das russische Mittwoch, deu 29. März, im Gasthaus" 3um Rappe bewährte Ri zu Grünberg, Früchte des e Die ruif Sicling. D Daß Kurop Abteilungen elen ist, umzin Dienstag, den 4. April, im Rathaus zu Lich, russischen Hee Diejenigen dem Großherzogtum Hessen oder einem Donnerstag, den 13. April, in der Restauration wird nach Be anderen Staate des Deutschen Reichs angehörigen Lonys Bierkeller", Schanzenstraße 18, zu Gießen 1885 geborenen Militärpflichtigen, welche in einer Ge- die Klassifizierung der Mannschaften der Reserv meinde des Kreiſes Gießen thr gesetzliches Domizil der Landwehr erften und zweiten Aufgebots un ihre Heimat oder ihren ständigen Wohnfig- haben der Erfah- eserve rücksichtlich ihrer häuslichen un und sich nicht in einem anderen Staate aufhalten; ferner gewerblichen Verhältnisse statt. sämtliche Militärpflichtige, welche im Jahre 1903 bezw. Es haben daher diejenigen Reservisten und Lan 1904 zurückgestellt worden oder nicht einberufen worden sind. wehrmänner ersten und zweiten Aufgebots, sowie die 2. Diejenigen Militärpflichtigen, welche zum zweiten sag- Reservisten, welche im Falle einer Einberufung a oder drittenmale erscheinen, haben ihre Losungsscheine Zurückstellung wegen häuslicher Verhältnisse einen mitzubringen. spruch machen zu fönnen glauben, an den bezeichnete 3. Wenn von einem Militärpflichtigen, oder für Tagen, morgens 11 Uhr zu erscheinen und ihre Gesud einen solchen von seinem Vater, oder seiner Mutter zu begründen. Ete zugegeben griffen, da Chomas Start be Das fft dadurch ermo