Rarft 20 ri i, täglic hr vorm. eftion. ten T- Trägen 1.11 Uhr ei uns zur Ein ältlich, find bis Suidla „ Ach, Her en jchaffer nach einem ch die ge böse, wenr eh, Marie. istere Antdas einer Arm der rübt, nun Je Worte aschen, in Deiße Ringe Der zu ent Salzsäure so löst fiá man darin Waffer uni erema! aus bon Ren Als Rost n oder eine entinöl, wo. liche Frische nn man fic 3 gemischte ich durch die Ut den Kern e gelbe und fann. Die de erreichen n aus einer der Stärk be, falzt fie jaftig. Sier unten Zeller Telei( Sepci und garnier: ausgestodje ot es Küchen Ter behaupte m Einmachen vorschreiben s ist ein Frr Cande, Kupfer eſem Metalle In Nahrungs age Fett ent deförner und en Mehlarter 13 unmöglich fzubewahren halten. Wer ht sofort Ver erzen, Durd Sergiftung un e aus Supfer ten will, weil am beften er nn man eine om Tausend Topf bringt Jen darf. it, ist selbst rauchen. Nr. 111. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Wezlar und Marburg 10 Bfg. sonst 15 Bfg. Reklamen die Petitzeile 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Haupterpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 12. Mai 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfg., in's Haus gebrach: 60 Pig., durch die Post bezogen viertel jährl. V. f. 1.50. Cratis beilagen: Oberhefffche Familienzeitung( täglich) und die Giekener Grifenblaicu( wöchentlich). Das Blatt and cint an alien Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Beifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen, des Großh. Polizeiamtes Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Tagegelder für Laienrichter. Zur Entlastung der Straffenate des Reichsgerichts ist dem Reichstag ein Gesezentwurf vorgelegt worden, der die Zuständigkeit der Schöffengerichte um ein Weniges er. weitert. Danach sollen die Schöffengerichte auch über die auf Antrag zu verfolgenden Köperverlegungen, über Hausfriedensbruch in einfacheren Fällen, über die Bedroh. ung und Begehung eines Verbrechens, über strafbaren Eigennutz, über Diebstähle, Unterschlagungen, Sachbeschädigungen im Höchstwert von 150( jetzt 25) Mark und über Vergehen urteilen, wegen deren auf Strafen nicht über 6( jetzt 3) Monate oder Geldbuße nicht über 1500( jezi 600) Mark erkannt werden darf. Da für die Schöffengerichtsurteile der Instanzenzug über die Landgerichts. Straffammer zum Oberlandesgericht geht, während die Revision der Straffammerurteile dem Reichsgericht zusteht, so begründet eine Erweiterung der Schöffengerichtszustän digkeit eine Verringerung der Zahl der an das Reichsgericht geleiteten Revisionen. Nach einer vom Reichsjustizamt ver anlaßten statistischen Erhebung sind es etwa 12 000 Einzel. fälle, die nach der in Rede stehenden und auch sicher zur An nahme gelangenden Vorlage aus dem Kreis der möglicher. weise zum Reichsgericht führenden Revisionen ausgeschaltet werden Selbstverständlich werden nicht alle Strafprozesse bis zur obersten Instanz verfolgt, die Entlastung des Reichs. gerichts wird also nicht durch die oben angegebene Zahl aus. gedrückt. Wohl aber stellt diese Zahl die Mehrbelastung der Schöffengerichte dar. Drückend kann die Mehrbelastung nicht genannt werden, da die 12 000 Fälle sich auf 2000 Schöffengerichte verteilen, so daß im Jahresdurchschnitt aus das einzelne Schöffengericht ein Mehr von 6 Fällen kommt. Bei der Beratung der Vorlage im Reichstag wurde an. geregt, daß den Schöffen Reisekosten und Tagegelder ge währt werden sollten. Reichsjustizsekretär Dr. Nieberding erflärte namens der Verbündeten Regierungen diesen Vor schlag als unannehmbar. Demgemäß wurde der Antrag abgelehnt. Die Erklärung des Herrn Reichsjustizsekretärs bedeutete aber keine grindsätzliche Stellungnahme gegen den Antrag, sondern bezeichnete ihn bloß als bei dieser Ge legenheit unangebracht und insofern als verfrüht, als die in absehbarer Zeit kommende Gerichtsverfassungsreform den richtigen Anlaß zu einer abschließenden Erörterung die jer Frage bieten werde. Es ginge nicht an, bei einem eine Einzelheit der Gerichtsverfassung aus Zweckmäßigkeits gründen neu regelnden Gesetz den Schöffen Reisekosten uni Zagegelder zuzusprechen, die Geschworenen aber ohne Reise fosten und Tagegelder zu lassen. Man darf hiernach an nehmen, daß die Verbündeten Regierungen durch den Herrr Reichsjustizsekretär nicht eine unbedingte, auch für später geltende Abweisung zum Ausdruck bringen wollten. Aller dings würde man wohl auch fehlgehen, wollte man voraus setzen, daß die vorgeschlagene Neuerung feine Gegner hätte Diese sind vorhanden. Schon der Kostenpunkt spricht sehi wesentlich mit, denn die Aufwendungen sind keinesweg: gering, auch wenn man Reisekosten und Tagegelder sehr be scheiden ansetzt. Es gibt, wie bereits erwähnt, 2000 Schöf fengerichte, also 4000 Schöffen. Geht die geplante Reform Strafgerichtsorganisation durch, die die Einrichtung en noch drei anderen Schöffengerichten mit je 4, je 6 und 8 Schöffen vorsieht, so wächst die Zahl der Schöffen auf mindestens 10 000. Berechnet man die Reisekosten und Tagegelder für den einzelnen Schöffen auf 800 Mark jähr lid), so fommt man auf eine Jabresaufwendung von achi Millionen Marf. Schon die Hälfte wäre mehr, als unsere Finanzminister unter den obwaltenden Verhältnissen gern bewilligen. Doch so wichtig die Geldrücksichten sind, allein ausschlag gebend dürfen sie nicht sein. Liegt die umfassendore Ver wendung des Laienelements bei der Rechtsprechung im In teresse der Rechtspflege und darüber gibt es zurzeit faun eine Meinungsverschiedenheit so handelt es sich um eine Kulturaufgabe, deren Einrichtung nicht unter einer hier unangebrachten Sparsamfeit leiden darf. In England, wo die Laienmitwirkung bei der Rechtsprechung am meister ausgebildet ist, werden die Mitglieder der Jury angemessen entlohnt, und was in England möglich ist, das wird auc bei uns möglich sein. Gewiß ist es ein schöner Gedanke, daß unabhängige Männer sich ehrenamtlich dem Dienst des Staates und ihrei Mitbürger widmen. Es wäre aber eine recht enge und in hren Konsequenzen unter Umständen nicht unbedenkliche luffassung, wollte man den Charakter eines Ehrenamts ur dann als gewahrt ansehen, wenn der Inhaber zu den pfern an Zeit und Mühe auch noch Opfer an Geld bringt. amit wären von der Möglichkeit der Bekleidung eines hrenamts alle die ausgeschlossen, deren äußere Verhältnisse jnen eine Zubuße aus eigenen Mitteln nicht gestatten. Der fleine Mann", der kleine Kaufmann, der kleine Handwer r und vollends der Arbeiter müßten sich der Berufung zu nem Schöffenamt erwehren, müßten in der Zuweisung Fieser Ehre ein förmliches Unglück sehen. Man sage nicht, daß es bei uns nicht an Personen fehlt, seren wirtschaftliche Lage ihnen gestattet, im öffentlichen nteresse auch materielle Opfer zu bringen. Der Weltndige weiß, wie oft solche Opfer von Verionen mit inne. rem Widerstreben gebracht werden, wie oft ne personen zugemutet werden, die nicht sagen wollen, vielleicht auch nicht sagen dürfen, wo und wie sehr sie der Schuh drückt. Es hat über dies etwas Veräraerndes, wenn über die persönliche Tüchtigkeit hinaus für die Schöffenqualification eines Mannes der Geldbeutel bestimi.tend sein soll. Das verbittert un Ende sogar den, der ganz frob ist enn er der Berufung entgeht. Der Krieg in Oftalien. Der französisch- japanische Zwist wegen der Begünstigung der Russen in Indochina durch die französischen Behörden nimmt immer ernstere Formen an. Das japanische Marinedepartement hat zuverlässige Nachrichten, nach denen zu einer Zeit, wo nach französischen Versicherungen Roschdjestwensky längst die indochinesischen Territorialgewässer verlassen haben sollte, die russische Flotte noch ruhig in der Honkohe- Bucht vor Anker lag. Man nimmt auch an, daß Nebogatow, dessen Geschwader sich mittlerweile der Hauptmacht bereits angeschlossen haben soll, dieselben Begünstigungen genossen hat, wie Roschdjestwensky. Daß unter solchen Umständen die Wogen der patriotischen Entrüstung in Japan immer höher gehen, kann nicht Wunder nehmen. Japans Ruf nach England. Die Japaner halten die letzten Vorgänge für geeignet, den Anlaß zum Eingreifen ihres Alliierten England zu geben und rufen allen Ernstes Großbritannien auf den Plan. Aus Tokio wird gemeldet: Ein hiesiges angesehenes Blatt schreibt: Japan hat das Recht, zu fordern, daß England die Bestimmungen der Allianz zur praktischen Anwendung bringe, da die französische Duplizität den Anlaß dazu gebe. Japan sei berechtigt, anzunehmen, daß Frankreich die Unterstützung Rußlands beabsichtige. In Paris wird man wohl angesichts dieser unverhohlenen Drohungen bereuen, sich an den russischen Kastanien die Finger verbrannt zu haben. Ob es noch Zeit ist, einzulenken, ist fraglich, es ist aber immerhin nicht unmöglich. Und es steht zu viel für die Franzosen auf dem Spiel, als daß nicht schließlich die politische Besonnenheit über die Freundschaft zu den Russen siegen sollte. Spionenfurcht in Japan. Bei der jetzt in Tokio herrschenden Aufregung ist es nicht auffällig, daß man bereits französische Untertanen unter dem Verdacht der Spionage verhaftet hat. Ein früherer französischer Fregattenkapitän Bougouin wird beschuldigt, zusammen mit seinem Schwiegersohn Strange, einem Engländer, im Solde Rußlands gestanden zu haben. Der französische Militärattaché, welcher der Bräutigam der Toch ter Bougouins ist, unternahm Schritte, um die Freilassung der beiden Verhafteten zu erlangen. Auch ein angesehener Japaner wurde zugleich mit den beiden in Haft genommen. Auf der Insel Formosa, die dem Admiral Togo zur Flottenbasis dienen soll, wurde sogar der deutsche Konsul, der zusammen mit seinem amerikanischen Kollegen zufällig die befestigte Zone von Keelung betreten hatte, verhaftet und einen halben Tag lang festgehalten. Die Finanzkraft Japans gilt für ziemlich erschöpft. Der ganze Nationalreichtum Japans wird nach einer soeben veröffentlichten Statistik nicht höher als 4340 Millionen geschäßt, eine verschwindend fleine Summe im Verhältnis zu den großen petuniären Opfern, die der Krieg dem Inselreich auferlegt hat. Aus diesen Verhältnissen ergibt sich auch, daß unter den vorgeschlagenen Friedensbedingungen die Zahlung einer erheblichen Kriegsentschädigung eine so wichtige Stellung eingenommen hat, und daß es wesentlich auf die Erledigung dieser Frage ankommen wird, ob die gelbe Gefahr" nach Beendigung des Krieges mit akuter Schärfe auftreten wird oder nicht. * Koblenverforgung auf hoher See. Berlin, 11. Mai. Die Kohlenversorgung von Kriegsschiffen auf hoher See ist jetzt während des ostasiatischen Kriegs eine äußerst wichtige Tagesfrage geworden, von deren praktischer Erledigung vielleicht sogar die Entscheidung des Völker zweitampfes abhängen kann. Wenn die russische Flotte keine Schußwinkel en der hinterindisch oder chinesischen Küste mehr findet, wo sie ihren Kohlenvorrat in Ruhe ergänzen könnte, so wird ihre Lage eine außerordentlich viel schwierigere sein. Je größer und je schneller ein Fahrzeug ist, desto mehr Kohle verbraucht es und dies Gesez bezieht sich selbstverständlich in besonderem Grade auf die Kriegsschiffe. Troßdem ist man mehr darauf bedacht gewesen, einzelne Kohlenstationen in verschiedenen Meeresteilen zu erwerben, als die Versorgung der Kiegsschiffe mit Brennmaterial auf hoher See ins Auge zu fasien. Die Aufnahme der Kohle geschieht in der einfachsten Form derart, daß der Brennstoff aus einem daneben liegenden Schiff mit Handwagen in die Löcher der Kohlenbunker des Dampfers hineingefahren wird. Diese Arbeit erscheint bei den heutigen technischen Fortschritten als sehr primitiv und fast menschenunwürdig, ist auch meist durch maschinelle Einrichtungen überholt. Diese bestehen aus Hebewerken, boll denen die Kohlen aus dem Kohlenschiff herausgeholt werden. Eine neue englischche Einrichtung, der sogenannte Temperley Transporter, soll das Verladen der Kohle auch vom Lande und wenigstens auf einen Abstand von etwa 30 Metern gestatten und bewirkt alle notwendigen Bewegungen durch ein einziges Seil. Auch diese Vorrichtung ist jedoch feineswegs ideal zu nennen, weil sie nur bei einem beschränkten Abstand anwendbar ist, was bei bewegtem Seegang immer die Gefahr des Zusammenstoßes zwischen dem Kriegsschiff und dem Kohlenschiff bedingt. Daher erfüllt ein noch neuerer Apparat, der von dem amerikanischen Ingenieur Spencer- Miller stammt, ein wesentliches Bedürfnis. Er besteht aus einer Kabelbahn mit einem starken Drahtfeil, das mit einer Geschwindigkeit von 30 Metern in der Minute auf eine erhebliche Entfernung zu den beiden Schiffen läuft und so Kohlensäcke mit 400-1000 Kilogramm Inhalt befördert. Vorläufig können auf diese Weise auch bei bewegter See 40 Tonnen Rohle in der Stunde verladen werden, jedoch hofft der Erfinder die Leistungsfähigkeit bis auf 60 Tonnen stündlich heben zu können. Immerhin kostet der Apparat etwa 60 000 Mart, und seine Einführung für alle größeren Kriegsschiffe würde daher feine kleine Ausgabe sein. Die Politik. A Von der Gesamtbevölkerung des preußischen Staates wohnen gegenwärtig mehr als zwei Fünftel in den Städten. Im Ganzen eristieren 1281 Städte mit 15 291 918 Ginwohnern. Drei Städte, nämlich Berlin, Breslau und Köln zählen mehr als 300 000 Seelen. Die Mitglieder der Berggesetzkommission des preußischen Abgeordnetenhauses sind von der Informationsreise in das Ruhrgebiet zurückgekehrt. Ueber das Resultat und dia gewonnenen Eindrücke verlautet vorläufig noch nichts, doch soll das gesammelte Material nicht ohne Wert sein. Der preußische Kultusminister, dem das Medizinalwesen untersteht, hat über die Ausschreibung der Apothekerkonzessionen einen Erlaß an die Regierungspräsidenten gerichtet, in dem es heißt:„ Es ist mir aufgefallen, daß von den Herren Regierungspräsidenten bei der Ausschreibung von Konzessionen für Apotheken mehrfach die Aufforderung zur Einreichung von Bewerbungen auf preußische Staatsangehörige beschränkt worden ist. Ich mache darauf aufmerksam, daß eine solche Beschränkung dem Artikel 3 der Reichsverfassung widerspricht." Die Regierung verhielt sich in der ersten Sizung des preußischen Abgeordnetenhauses ablehnend gegen die beantragte Verschärfung der Warenhaussteuer. Man hatte verlangt, die Besteuerungsgrenze schon bei einem Umsatz von 200 000 Marf statt wie bisher bei 300 000 Mark beginnen zu lassen. Mehrere nationalliberale Abgeordnete haben nun für die zweite Lesung des Warenhausantrages eine Resolution eingebracht, nach der die Staatsregierung ersucht werden soll: 1. den zur Förderung des gewerblichen Genossenschaftswesens in den Etat des Ministeriums für Handel und Gewerbe eingestellten Betrag von 300 000 Mark erheblich zu erhöhen; 2. überall da Staatshilfe zu gewähren, Kleingewerbtreibende durch Einkaufsgenossenschaften ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern streben; 3. durch eine allgemeine Enquete die Zustände des gewerblichen Mittelstandes insbesondere nach der Richtung festzustellen, wo zurzeit ein Niedergang des gewerblichen Mittelstandes stattfindet, und auf welche Gründe dieser Niedengang zurückzuführen ist. wo Italien. * Minister Tittoni gab im Senat Erklärungen über die Stellung der italienischen Regierung zur Tripolisfrage. Danach denke Italien nicht daran, ohne zwingende Not Tripolis zu besetzen, werde aber auch nicht sein Vorzugsrecht aufgeben. Aus diesem Grunde habe die Regierung neue Maßnahmen für die Flotte beschlossen, die dem Parlament vorgelegt werden sollen. Man sei überzeugt, daß der Sultan von Freundschaft gegen Italien erfüllt sei, aber die ottomanischen Beamten in Tripolitanien müßten sich ebenfalls mehr wie bisher von freundschaftlichen Gefühlen leiter lassen. Mißtrauen gegen Italien und seine berechtigten Interessen fönne man nicht dulden. Die politischen Ziele bes römischen Kabinets seien friedliche, aber Konzessionen zum Nachteile Italiens würden die Regierung nötigen, scharfe Maßregeln zu ergreifen. Der Sultan habe übrigens offiziell nach lebermittelung dieser Ansichten erklären lassen, daß keine Konzession bezüglich des Hafens von Tripolis erteilt und auch keine solche an Ausländer erteilt würde. Oefterreich- Ungarn In Ungarn erwartet man den endgültigen Rüdfriti des Kabinets Tisza in den nächsten Tagen. Die liberale Partei will ein dringendes Ansuchen in diesem Sinne an die Regierung richten. Man glaubt allgemein, daß Baron Erwin Roszner, der Frühere Gouverneur von Fiume, der Nachfolger Tiszas in der Ministerpräsidentschaft wird. Russland. † Die innerpolitische Bewegung hält die Gemüter an. dauernd in Erregung. Die neuesten Beschlüsse des Dinisterkomitees wollen für die Bauern Erleichterunger. bringen. Für die Pacht von Kronländereien im Gesamtflächeninhalt von 90 millionen Dessälinen sollen vorteilhafte Bedingungen geschaffen werden. Aufschub bei Entrid.tung des Pachtzinses, gänzlicher Erlaß und billiger Ankauf sind die Hauptpunkte des ausgearbeiteten Entwurfs. Die überall unaufhörlich sich entwickelnden Unruhen sind ein Zeichen für die dauernd herrschende Spannung. In Moskau demolierten gegen 3000 Arbeiter, die der Polizei be der Festnahme berüchtigter Diebe Beistand leisteten, die unter dein Namen Kisselewfestung bekannte Verbrecherberberge, töteten einen Dieb durch Fußtritte und schleuderten einen 3) rei. ten durchs Fenster auf den Hof. Das ganze Haus wurde abgesucht und jeder Dieb hart mißhart. In einer Tirsorabteilung des Moskauer Bankhauses Tshamgarow wurden sechs einpfündige Bomben gefunden. Als Mieter der Abteilung ist ein Revolutionär verhaftet worden, bei dem die bis Mai gültige Mictsquittung gefunden wurde. Bei den Erzessen gegen die Juden in Shitomir wurden mehrere Christen und Juden getötet, viele Leute verwundet und eine Menge Eigentum zerstört. Vierzig Verhaftungen sind vorgenommen. Türkei. Zur Lage auf Kreta kommen beunruhigende Nachrichten. Die fremden Konsuln verlangen Truppenverstärkungen. Die Aufständischen wollen die Küstenzollämter besetzen. Ein Zollamt bei Rethymno ist bereits in ihren Händen. Ein englischer Kreuzer ist dahin abgegangen. Der Oberkommisjar Prinz Georg soll an die Schußmächte eine Vorstellung gerichtet haben, in welcher er es als unmöglich bezeichnet, ohne fortwährende Störungen und Zusammenstöße den gegen= wärtigen Zustand auf Kreta zu verlängern, und um die baldige endgültige Lösung der kretischen Frage im Sinne der Union mit Griechenland bittet. Auch im armenischen Gebiet regt es sich wieder. Mehrere Kämpfe zwischen Truppen und Aufständischen fanden statt, bei denen zwei türkische Offiziere fielen. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser hat sich von Straßburg nach Mez be. geben. Unterwegs murde in Caargemünd Station gemacht, von wo der Kaiser dem Präsidenten des elsaß- lothringischen Landesausschusses, Herrn von Jaunez, auf Schloß Remelfingen einen Besuch abstattete. Von dort begab sich der Kaiser nach Meß, wo die Ankunft nachmittags erfolgte. Dorthin hatten sich auch der Statthalter Fürst zu Hohenlohe- Langenburg begeben.- Vor seiner Abreise empfing der Kaiser in Straßburg den Oberbürgermeister Kirschner und den Stadtbaurat Hoffmann aus Berlin, die die Pläne zum Empfang der Braut des deutschen Kronprinzen zur Genehmigung vorlegten. - Stadtfreies Cijen te gaz: enigen Winuten crledigt. Allgemeines Interesse erregte erst die zweite Beratung des( von der Handels- und Gewerbefommission vorgeschlagenen Gesezentwurfs zur Verschärfung der Warenhaussteuer. Zentrum und Konservative hatten sich auf einige Abänderungen goeinigt, die nun auch, da die beiden Parteien zusammen über die Mehrheit im Hause verDa fügen, mitsamt dem Entwurf angenommen wurden. aber die Regierung nach wie vor sich jeder Aenderung des erst vor 4 Jahren erlassenen Warenhaussteuergesetes widersetzte, so werden die schönen Vorschläge Mafulaturwert behalten. Anders ging es dem nationalliberalen Vorschlag, eine Enquete über die Notlage des Mittelstandes abzuhalten und auch sonst von Staatswegen, z. B. durch Förderung der Einkaufsgenossenschaften, dem Mittelstand zu helfen. Die Regierung zwar hüllte sich in Schweigen, die Parteien aber waren alle einig in der Ueberzeugung, daß hier gute Anregungen geboten waren. Sie wurden einstimmig angenommen bezw. der zuständigen Kommission überwiesen. Die nächste Situng wurde auf übermorgen festgesetzt, da morgen die Berggesezkommission tagt Die Anwesenheit des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen in England wird mit Gerüchten von einer nahe bevorstehenden Verlobung des Prinzen mit einer englischen Prinzessin in Verbindung gebracht. Genannt werden die Prinzessinnen Viktoria und Margarete. ** Der König von Sachsen hat auch am bayerischen Hcfe seinen Besuch abgestattet. Im Residenzschlosse zu Mün den fand große Hoftafel statt, in deren Verlauf zwischen dem Prinzregenten Luitpold und dem König Friedrich August herzliche Trinksprüche gewechselt und besonders die freundschaftlichen Beziehungen zwischen den Häusern Wettin und Wittelsbach betont wurden. Der Prinzregent verlieh dem Könige das 15. bayerische Infanterie- Regiment. Der König ließ dem bayerischen Staatsminister von Podewils eine Vase aus Meißener Porzellan überreichen. den bayerischen Fürstlichkeiten konnte Prinz Ferdinand Ma ria an den Festlichkeiten nicht teilnehmen, da er sich durch einen Sturz vom Pferde eine leichte Gehirnerschütterung zu gezogen hatte, die indessen zu Bedenken keinerlei Veranlas sung bietet. Deutfcher Reichstag. ( 183. Sigung.) Von CB Berlin, 11. Mai. Nah und Fern. Ein gefährliches Plauderstündchen hielten zwei Frauen in Burgdorf ab. Sie hatten sich zum Ort ihres freundschaftlichen Schwazes einen Bahnübergang ausgewählt, dessen Schranke bereits geschlossen war(!) und maren so in den Neuigkeitsaustausch vertieft, daß sie das Herannahen eines Schnellzuges gänzlich überhörten. Nutr dem schleunigen Gegendampfgeben des Zugführers war es zu danken, daß die beiden Klatschschwestern nicht überfahren wurden. Sie werden sich noch wegen Uebertretung zu verantworten haben. + Eine furchtbare Eisenbahnkatastrophe ereignete sich bei Harrisburg( Pennsylvanien). Ein Expreßzug der Pennsylvania Railroad stieß auf einen mit Dynamit beladenen Wagen. Etwa 50 Personen sollen bei der hierdurch verursachten Explosion getötet, etwa 100 Personen schwer verwundet worden sein. * Schon wieder ein Tornado. Die Unglücksbotschaften bon verheerenden Wirbelstürmen, die in Amerika gewütet haben, wollen kein Ende nehmen. Jezt heißt es, daß die Stadt Snyder in Oklahoma zum großen Teil von einem Tornado zerstört worden ist. Wie verlautet, sind 500 Men. schen tot oder verlegt § Der neueste Ruhstrat- Prozeß gelangt vor dem Schwur Cericht in Bückeburg zur Verhandlung. Dort hat das Landgericht die Erhebung der Anflage des Meineids gegen den Kellner Meyer beschlossen. § Die Strafe für englische Raubfischerei. Der Kapitän Brydges von dem englischen Fischkutter, der fürzlich von einem deutschen Torpedoboot bei Helgoland aufgebracht und nach Wilhelmshaven bugsiert war, ist in Aurich von der Straffammer) 3ft drei Monaten Gefängnis verurteilt worden. Eine Reihe von Wahlprüfungen, die heute auf der Tagesordnung standen und bei denen wichtige, teilweise namentliche Abstimmungen zu erwarten waren, hatte den Abgeordneten den Ansporn gegeben, sich in erheblich größerer Anzahl als gewöhnlich einzufinden. Das Haus war von Anfang an gut besetzt. Ehe aber der Gegenstand an die Reihe kam, wurde die erste Beratung des Gesetzentmurfs betreffend die Reichsgarantie für eine Bahn von Duala nach den Manengubabergen, die sogenannte a- Die Beratung ergab dieselbe merunbahn, erledigt. Stellung zu dieser Vorlage, die sie zu allen Kolonialfragen einnehmen. Die Rechte, das Zentrum, die Nationalliberalen und die freisinnige Vereinigung stimmten mit mehr oder weniger Freudigkeit grundsätzlich zu, und nur die freisinnige Volkspartei und die Sozialdemokratie verhielten sich) prinzipiell ablehnend. Bedenken in einzelnem machten allerdings auch die der Vorlage freundlich gegenüberstehenden Redner geltend. Um diese eingehend zu prüfen und Klarheit über alle in Betracht kommenden rechtlichen und finanziellen Verhältnisse zu schaffen, wurde der Entwurf an die Budgetkommission zur Vorberatung verwiesen. Dann ging es an die Wahlprüfungen, deren erste gleich eine recht lebhafte Debatte zeitigte. Es fanden sodann Wahlprüfungen statt, bei denen der Reichstag nach den Anträgen der Kommission die Gültigkeit der angefochtenen Wahler beschloß. Preussischer Landtag. Haus der Abgeordneten. ** ben we ce nach Peterburg wellergejdsleppt werden soll. Kuj dem Schiff findet sich eine interessante Zusammenstellung präparierter Seeliere, zwischen ihnen ein großer Walfisch. Weiter findet man Haie, den Seeteufel, Seewolf, einen gro Ben Seebären, Papageifische, Seepolypen, Seespinnen, See. ſterne usw. =[ Ein Kuruczensäbel für Marschall Oyama.] Auf einen wunderlichen Einfall ist man in ungarischen Abgeordneten. freisen geraten. Man beabsichtigt, eine Expedition nach Japan auszurüsten. Diese soll, gleichwie im Jahre 1876, als die ungarische Jugend dem türkischen Feldherrn Abdul Ker. rim einen Ehrensäbel überreichte, nun dem Marschall Oyama einen Kuruczensäbel mit japanischer und ungarischer Inschrift überbringen. Die Expedition, zu deren Führer Graj Eugen Zichy ausersehen ist, soll am 3. Juli mit einem eng lischen Dampfer die Reise von Liverpool aus antreten. Spiritus und Petroleum beim Feueranmachen zu ver. wenden, ist eine Unfitte, die trotz aller Warnungen immer noch nicht auszurotten ist. Das zeigt mit erschreckender Deutlichkeit die statistische Feststellung, daß in Deutschland im vorigen Jahre 200 Menschen beim Nachgießen von Spi ritus und Erdöl aus gewöhnlichen Kannen oder Flaschen in brennendes Feuer ihr Leben nach schrecklichen Leiden einge büßt haben. Die Tatsache bedeutet hauptsächlich für die Hausfrauen und Dienstboten immer wieder eine ernste Mah. nung zur Vorsicht. Ob sie aber etwas nüßen wird, das ist mehr als zweifelhaft. RK Berlin, 11. Mai. ( 179. Sigung.) Die Vorlage über die Sekundärbahnvorlage ging verhältnismäßig rasch und ihrer Bedeutung entSprechend unbeachtet vorüber. Die Erweiterung des Der Landwirt. - ergano ledere duften ottergleich vor allem aber b reichte Fruchteis türfifchen" Son Gelegenheit fid effen, ift alfo für Wenden wir Genüffen zu. Wir lassen fellfonftruftione höhen auf der der Berg- und reise machen, d in Lachtabine an den neuest Panoramen einer glutäugi felbft die Mor graufigen Bil Clou der Sc nicht und zaub So lang entsch Die Meßg die Meßpläge terhaltung die Stadt wird d felbft unfere b den„ Megonte [ Ein Heidelberger Original] ist dieser Tage gestorben, der allen Studenten der Huperto- Carola vertraute Dienst monn Muck. Muck war ein trinkfester Mann, und wo er der Studentenschaft einen guten Dienst erweisen konnte, war er stets gern dabei. Er ließ sich photographieren, so oft und wie seine Kundschaft es verlangte, für Albums und Postkarten; er ließ sich von lustigen Kommilitonen im offenen Zweispän ner durch die Stadt fahren, auf dem Paukboden in der Hirschgasse leistete er hilfreiche Hand, mit Sack und Back be. gleitete er den Bruder Studio am Semesterschluß, wenn er wieder zu Muttern zog, an den Bahnhof, kurzum, er war eine Figur im Heidelberger Studentenleben, für die jedenfalls nicht leicht wieder vollwertiger Ersatz geschaffen werden Zann. mo. Drüsenkrankheit der Pferde zeigt sich häufig im Frühjahr und kann, wenn sie auch meistens einen leichten Verlauf nimmt, unter Umständen doch recht gefährlich werden. Diese Krankheit macht sich zunächst durch Husten der Pferde bemerkbar. Bald zeigt sich Ausfluß aus der Nase, welcher zunächst wässerig ist, nach und nach aber schleimig und eiterig wird. Nun befällt die Tiere Schwäche und Appetitlosigkeit. Dann schwellen die Drüsen im Kehlgange und in der Gegend des Kehlkopfes. Die angeschwollenen Drüsen gehen in Eiterung über, und beim Aufbrechen derselben entleert sich der Ansteckungsstoff. Erscheinen die Fälle leicht, so lasse man die erkrankten Pferde in mäßig warmen Stallimgen so lange stehen, bis sie wieder Freßlust zeigen. Man reiche ihnen aber anstatt falten Wassers lauvarme Kleientränke. Die angeschwollenen Stellen reibe man mit warmem Schweinefett ein. Pferde, die an Druse erkrankt sind und bereits Fieber haben, darf man aber ja nicht anstrengen, ja bei schlechtem Wetter nicht einmal anspannen. Ein bedenkliches Zeichen ist das Auftreten von erschwertem oder gar pfeifendem Atem; dann ziehe man schleunigst den Tierarzt zu Rate, der das Tier manchmal nur noch durch den Luftröhrenschnitt retten kann. = Vermischtes. Der ungetreue Eisenbahner. Der Wagenrangierer Pr laschewski, der im Februar dieses Jahres bei der Station Saternberg Hindernisse auf die Schienen gelegt und dann den Schnellzug Hamburg- Köln gewarnt hatte, um auf diese Weise eine Belohnung sich zu gewinen, wurde vom Schwur gericht zu Essen a. R. zu achtzehn Monaten Gefängnis und drei Jahren Ehrverlust verurteilt. § Das Gericht unter der Erde. Daß eine Straffammer tief unter der Erde eine Sigung abhält, Lürfte zu den Seltenheiten gehören. Im Bergwerk Aose war der Häuer Franz Kaul durch einen elektrischen Schlag getötet worden. Der Motorwärter Friese war angeklagt, durch ungenügende Beaufsichtigung der Kabelkammer den Tod verschuldet zu haben. Der Gerichtshof begab sich nach dem Bergwerk, alle Mitglieder legten Bergkleidung an und fuhren 360 Meter tief ein. Dort eröffnete der Vorsitzende dann die Verhand lung unter Tage", die mit Freisprechung des Angeklagten endete. Aus dem Gerichtsfaal. § Massenverweigerung der Eidesableistung. In Kiew er eignete sich beim Bezirksgericht der Aufsehen erregende Fall daß 7 Geschworene, darunter 2 Professoren, ein Fabrifin spektor und ein Arzt aus religiösen Gründen sich weigerten den für die Geschworenen vorgeschriebenen Eid abzulegen Das Gericht erließ ihnen schließlich den Eid. [ Der König auf der Elektrischen.] Bei der Anwesenheit des Königs von Sachsen in Wien fiel es dort allgemein auf, daß der König Friedrich August zu einer Fahrt durch die Stadt die Elektrische benüßte. Die Dresdener sind gewohnt, ihren König als Passagier der Straßenbahn zu sehen. Den gutbürgerlichen Gepflogenheiten des Prinzen, den man bald in Zivil, bald in Uniform zu Fuß durch die Straßen Dresdens schlendern, im großen Garten oder auf den Spazierwegen der Umgebung lustwandeln und dann zur Rückkehr schnell auf den nächsten Wagen der Elektrischen aufspringen sah, ist der König durchaus treu geblieben. Und überall beinahe, wo man den König sieht, da sicht man ihn begleitet von seinen drei Knaben. Es dürfte nur wenige bürgerliche Familien geben, in denen ein so intensiver Verfehr zwischen dem noch jugendlichen Vater und heranwachsenden Söhnen herrscht, wie zurzeit in der sächsischen Königsfamilie; freilich, die Kinder sind der Mutter beraubt und schließen sich daher doppelt eng an den Vater an, der einen großen Teil seiner freien Zeit ausschließlich ihnen widmet. Spaziergänge in der Dresdener Heide, Ausflüge mit Fußmärschen in die sächsische Schweiz, Einkehr in einem Restaurant und abendliche Heimfahrt, kurz, das ganze Vergnügungsprogramm einer Dresdener Bürgerfamilie wird auch fast allwöchentlich vom König mit seinen Söhnen absolviert. - § Wegen Totschlags wurde in der Revisionsinstanz der Bergmann Kosmecki in Bochum zu 15 Jahren Zuchthau und zehnjährigem Ehrverlust verurteilt. In der Vorinstam war Kosmecki wegen Mordes zum Tode verurteilt worden Er hatte den Bergmann Malecki, bei dem er zur Miete wohnte, erschlagen. Kosmecki behauptete, daß er von de Frau des Erschlagenen zum Totschlag angestiftet worden sei doch konnte nichts Belastendes gegen die Frau ermittel werden. [ Ein Ausstellungsschiff] ist auf einer Reise durch die Hafenstädte der Ostsee und Nordsee in Danzig angelangt, Leipziger Mess- Allerlei. Und fein Bufal lich großen Birt fus Wulff- fi und Ausstattung In den Sin lebhafter ihr R einheimischen heruntergeruti Speisekarten Kurzum ist auf drei S gerade zur V mag das nic ( Von unserem ständigen Korrespondenten.) Was ist und wer ist Wurst? Der Leipziger Kaffee. Sonstige Leckerbissen. Erinnerungen an die Jugendzeit - Theater, Zirkus, Singspielhallen. Meßpreise in öffent lichen Lokalen. II. Wenn sich Herz und Geist tun loben, will der Magen auch was haben, wie es in der bekannten volkstümlichen Sentenz heißt. Nun, an Gelegenheiten zur leiblichen Abung ist auf der Messe kein Mangel, wenn man sich nicht auf die Finessen der Saison versteift. Wurstfüchen gibt es, wie schon angedeutet, in Hülle und Fülle, und bergehod türmen sich in deren mehr oder weniger appetitlichen Aus. lagen die in allen Nuancen vom zartesten Rosa mit einem Stich ins Grünliche schillernden echten Sauerschen" und Wiener", die wie rotbraun lackiert aussehenden nicht min der echten Frankfurter". Und während der Gourmet vor Pennal oder des vierten Standes behaglich die Düfte in di Nase zieht, die aus den dampfenden Brühkesseln zum Himmel emporſteigen, steht der Tierfreund trauernd daneben und berechnet schaudernd, wieviel arme Rosinanten das Leben haben lassen müssen, um diese Wurstmassen zu erzeugen Für die holden Vertreterinnen des ewig Weiblichen is nicht minder ausgiebig gesorgt in ungezählten Meß- Cafés unter luftigen Leinendächern mit ungehindertem Zutritt des Straßenstaubes, der sich denn auch in dicken Schichten auf den riesigen Kuchenvorräten ablagert. Dem gesunden Ma gen des richtigen Meßbesuchers macht das aber nichts, schnalzender Zunge fouend würgt er die dicken Kuchenstücke hinunter und schlürft sein Kännchen„ Heeßen", der ihm ein Göttertrank deucht, weil er vermutlich nur den Zucker schmeckt, mit dem man allerdings beim richtigen Leipziger Raffee nicht spart, während es auf die Anwesenheit des Aus zuges etlicher Kaffeebohnen weniger ankommt. Sigung Die Ver bigermeifter tommen zuerft J. B. Bfeiffe an feinem Ha genehmigt. an dem jezt der Blocftraf anbringen. S tein Biberfp die Frankfur wir nicht be und Genoffen lagerhaus mi gegen wurbe Aufbau der tommen. D Scheunen, an Straßer Fall die Ge Rir bejo ftandenen beabsichtigt Schaufaften jebod nur Sareine zu errichtend und Siebel gegenüber d tommt, erfolg tragung bes Bafferbunde widersprochen Stud fladtijd egenen Fabri Befißer wolle nichts einzum Heider für di Lieferanten Oberbürger baftere An gebung der Rechnungs Sm nà Arbeiten b mi arbeiten fü Arid& W fcheinend ei fefgeftelt extra 34 wurde al Ja, der Leipziger Kaffee! Das ist ein eigenes Kapite über das allein man Bände schreiben, die ganzen Klageliede Jeremia anstimmen könnte. Ich kenne in der ganzen Stad die Vororte eingerechnet, nur ein einziges Lokal, eine vo innen und außen ganz unansehnliche fleine Konditore deren Inhaber ein Schweizer ist, wo man einen wirkli guten Kaffee bekommt, und einige wenige von den größer Tafés, in denen ein halbwegs genießbarer Mokka" gebre wird, die Stadt Leipzig scheint sich wirklich andauernd bemühen, den zweifelhaften Ruhm des sächsischen Bliemch kaffees aufrecht zu erhalten. Mehr Bohnen, weniger Blie den wann werden sie es sich merken, die guten Leute, Küche und Café, die den braunen Tank der Labe brau und verabreichen? Was die lukullischen Genüsse der Messe betrifft, so si sie mit dem angeführten keineswegs erschöpft. Da gibt außer dem wie auf allen Jahrmärkten natürlich unverme lichen Zuckerfram, den Braunschweiger Pfeffernüssen, Halleschen Pflastersteinen und ähnlichen schönen Sod Treppenbe an eine Dern& wagen für anzufchaffen Ringgraben nifonlazaret anlage bewil Erweiter Der Betrag waren anfan anfchlag erfor tifcher ift, fta Die Nachbew Buntt: Gen Jäger& Nu pumpen am 275 art. suergano iedere geraucherte und marmierte Fischwaren, die göttergleich duftenden Wiener" Schmalzbäckereien und dgl, vor allem aber das in echt orientalischer Sauberkeit dargereichte Fruchteis des fezbedeckten türkischen" Eishändlers, ..türkischen" Honig usw usw. An der mannigfaltigsten Gelegenheit sich eine fuchtige Magenverstimmung anzuessen, ist also für groß und tein kein Mangel. erden soll. jammenitel roßer Walf Dolf, einen g efpinnen, n.] Auf ein Abgeordnet dition nad ahre 1876, Trn Abdul aridhall Dha ingarischer en Führer G mit einem a 3 antreten. Tage gestorb ertraute Dien , und wo er fonnte, war , so oft und und Bojtfarte fenen Zweijp ulboden in d ad und Bad b rschluß, wenn e furzum, er be 7, für die jeden efchaffen werde enrangierer ei der Glation legt und dam , um auf die e bom Schwun Gefängnis um ne Straffamme rfte zu den war der Ha getötet worde rch ungenügen d verschuldet n Bergwerf, al thren 360 Met nn die Berhan des Angeklag Taal. ng. In Kieme en erregende en, ein Fabri Sen fich weigerte en Eid abzuleg Fid. evisionsinstanz sahren Zuchtha In der Vorinsta verurteilt worde em er zur Mie daß er von d tiftet worden je Le Frau ermittel erlei. espondenten eipziger Kaffee. an die Jugendzeit Refpreise in öffent , will der Mage ten volkstümlid ten zur leiblide Denn man sich ni Burstfüchen gibt e ülle, und bergebo appetitlichen Au en Rofa mit einem Jauerfchen" und jehenden nicht min der Gourmet vo ch die Düfte in di effeln zum Himmel ernd daneben und inanten das Leben en zu erzeugen ewig Weiblichen if ählten„ Meß- Cafés indertem Zutritt des diden Schichten auf Dem gefunden Ma 3 aber nichts,-- mi e diden Auchenftüd Deeßen", der ihm ein lich nur den Zuder nrichtigen Leipziger Inwesenheit des Aus tommt. ein eigenes tapite e ganzen Alageliede in der ganzen Stad iges Lotal, eine vo he fleine Konditor mun einen wirkli ige von den größer arer Moffa" gebre pirklich andauernd fächsischen Bliemd nen, weniger Blie 1, die guten Leute ant der Labe brau effe betrifft, so fi fchöpft. Da gibt natürliaj unverme Pieffernüffen, en fchonen Sad D Ε D Wenden wir uns aber wieder den edleren immateriellen Genüssen zu. Wir lassen unsere Jugend die verschiedenartigen Karussellkonstruktionen praktisch ergründen, sie sich in Aetherhöhen auf der russischen oder Luft- Schaufel schwingen, auf der Berg- und Talbahn mit gähnendem Tunnel eine Alpenreise machen, auf dem Velo- Karussell dem Radsport frönen, int Lachkabinett die unglaublichsten Gesichter schneiden, sich an den neuesten Edison"-Biographen und den Dio- und Panoramen Bereicherung des Wissens aneignen, uns von einer glutäugigen Zigeunerin die Zukunft enthüllen selbst die Moritatensänger mit den gar so schön farbenbunten grausigen Bilderdarstellungen, die in Großväterzeiten den Clou der Schüßenwiesen und Jahrmärkte bildeten, fehlen nicht und zaubern uns in die Erinnerung an die eigene, ach so lang entschwundene Jugendzeit. ja Die Meßgenüsse beschränken sich örtlich keineswegs auf die Meßpläße allein. Auch in den der Vergnügung und Unterhaltung dienenden Lokalen und Kunststätten der inneren Stadt wird dem Geist der Messe Rechnung getragen. Ja selbst unsere vornehmen Bühnen verschmähen es nicht, auf den Meßonkel" in ihren Repertoiren Rücksicht zu nehmen. Und fein Zufall ist es, daß just zur Meßzeit eine der alljährheuer ist es der Zirlich großen Zirkusunternehmungen fus Wulff sich einfindet, um ihre neuesten Pantomimen und Ausstattungsstücke vorzuführen. - In den Singspielhallen rafft die leichtgeschürzte Muse lebhafter ihr Röckchen, in den Restaurants erscheinen die vom einheimischen Biertrinker gefürchteten Meßseidel mit dem heruntergerutschten Eichstrich auf der Bildfläche und auf den Speisekarten die Meßpreise. - Kurzum dem gesamten öffentlichen Leben Leipzigs ist auf drei Wochen der Stempel der Messe aufgedrückt, ob ich ber gerade zur Verschönerung der lieben alten Stadtmag das nicht zu glauben - Sihung der Stadtverordneten Gießens. - ?? Gießen, 11. Mai 1905. Warum fonnten Die Versammlung ist fast vollzählig erschienen. Oberbügermeister Mecum eröffnet die Sigung 4 Uhr. Es tommen zuerst nicht weniger wie 6 Baugesuche zur Abstimmung. J. P. Pfeiffer in der Neustadt nimmt eine Veränderung an seinem Hause vor, wozu Dispens erforderlich ist; wird Die Firma Abermann& Kling will genehmigt. an dem jezt in Angriff genommenen neuen Wohnhaus in der Blodstraße neben Café Stality auch Erter und Balkon anbringen. Die Straße ist breit genug und erfolgte darum tein Biberspruch. Das Baugesuch des Karl Haas 5. für - die Frankfurterstraße wurde abgelehnt. wir nicht verstehen. Die Firma Gebrüder Rosenbaum und Genossen wollen an der Margaretenhütte ein Getreidelagerhaus mit Feuerungsanlage errichten. Bedenken hiergegen wurde nicht erhoben. Bäckermeister Löber war um Ausbau ber abgebrannten Scheune in der Lindengasse einge tommen. Obgleich die neue Bauordnung vorschreibt, daß Scheunen, Stallungen und dergleichen Gebäude nicht mehr an Straßenfronten erbaut werden dürfen, wurde in diesem Fall die Genehmigung doch erteilt, da es sich hier, wie Stadtv. Rirch besonders betont, um Errichtung eines bereits beftandenen Gebäudes handelt. Die Firma Kreuder& Co. beabsichtigt an ihrem Vorderhaus Bleichstraße 6 einen Schautaften anzubringen. Wird bejaht. Der Kaften darf jedoch nur 10 cm Tiefe haben. Meggermeister Schreiner ist um Bauerlaubnis für sein am Seltersweg zu errichtendes Geschäftshaus eingekommen, an welchem Erker und Siebel angebracht werden. Da der Neubau gerade gegenüber der Einmündung der Wolkengasse zu stehen tommt, erfolgt Genehmigung des Dispenses. Der Ueberwegen der tragung des Pachtvertrages mit L. Frees widersprochen. - - - - - Bafferbunde am Balltor an A. Gerstenberg wurde nicht Bigarrenfabrikant Julius Hahn hat ein Stück städtische Wiese neben der in der Wiesenstraße geegenen Fabrit für jährlich 5 Mart gepachtet. Die neuen Befizer wollen das Bachtverhältnis beibehalten, wogegen nichts einzuwenden war. Die Lieferungen der Dienstfleider für die städtischen Taglöhner wird den vorjährigen Lieferanten übertragen, da man zufrieden war und, wie der Oberbürgermeister aussagt, durch Neuausschreiben vorteilbaftere Angebote wohl nicht zu erzielen sind. Die Vergebung der Schreibmaterialien und Drucksachen für das Rechnungsjahr 1905 wurde der Finanzkommission überlassen. Im nächsten Punkt wurde die Bergebung verschiedener Arbeiten besprochen. Bergeben wurden die Dachdecker arbeiten für die Israelitische Leichenhalle an Krüd& Müller 1392 Mt. Dachdecker Carlé hatte anscheinend ein billigeres Angebot eingereicht, nachdem er, wie festgestellt worden sei, nach Diffnung der Offerten eine extra zu berechnende Arbeit gestrichen habe. Die Offerte wurde also für ungültig erklärt. Die Lieferung des Treppenbelages fürs alte Schloß mit roten Platten wurde an eine Firma in Klingenberg a. M., welche hier durch Dern& Co. vertreten ist, vergeben. Ein neuer Spreng wagen für 1087 unb 2 Schlammwagen für à 415 Mart anzuschaffen, fand ebenfalls Bustimmung. Damit der Ringgraben noch im Mai zugeschüttet werden kann, wird der Betrag für provisorische Kanalanschlüsse für das Gar nisonlazareth und einige Häusern an der Ost- und Nordanlage bewilligt. Für die Erweiterung des Wasserwertes in Quedborn waren anfangs 50 000 Mart vorgesehen. Der Kosten anschlag erfordert aber 100 000 art, wenn wie es prats tischer ist, statt einem 4 Brunnen gleich erbaut werden sollen. Die Nachbewilligung geschah ohne Debatte. Im nächsten Bunkt: Genehmigung von Rechnungen, wurden der Firma Jäger& Rumpf für Stellung einer Lokomobile zum Wasserpumpen am Kanzleiberg im verg. Jahre für 11 Tage 275 Mart. bewilligt. Dann hat das Stadtbauamt im - - - ** Hohe Schweinepreise werden gegenwärtig fast überall notiert. Ein paar achtwöchige Ferkel werden mit 50-60 Mt. verechnet, während fette Schweine mit 63 Pfg. pro Pfund aus dem Marft genommen werden. Rungjae 1902/03 versidene Referungen, Jurjat der 114 Mig ieder gähendan Genossenschaft b.trug im vergebungen eigenmächtig erledigt. Jegt lagen die Rechnungen verflossenen Jahre 1215 167,07 Rt. Beigeordneter vor, die auch nicht beanstandet wurden. Georgi aber äußerte sich hierzu in sehr abfälliger Weise. Das sei schon früher öfters vorgekommen und wenn solche sich wiederholen, werde er beantragen, daß der betr. Beamte die Beiträge aus seiner Tasche zahle. Für jetzt möchte er die Beamten auf die bestehenden Bestimmungen aufmerksam gemacht haben. Die Beseitigung der Eisenbahn- Niveau freuzung am Schiffenbergerweg erfordert 270000 Mark. Die Versammlung fann sich heute noch nicht für eine derartig hohe Ausgabe entschließen. Vielleicht läßt sich später, wie auch Stadtv. Huhn beim folgenden Bunft bemerkt, überhaupt eine ganz andere Geleis- Anlage ausführen und dann würde das Straßengefäll am Schiffenbergerweg mit beseitigt werden fönnen, Die Veratung über die Bahnprojette zur Erschließung des Vogelsberges w Krofdorf, 11 Mai. Neuer Förster. An Stelle des verstorbenen Försters Lucas ist der Forstaspirant Möller von dem Gemeinderat zum Gemeindeförster gewählt und von der Regierung bestätigt worden. Busbach, 11. Mai. Heute Nachmittag 5 Uhr 26 Min. traf mit dem fahrplanmäßigen Schnellzug von Darmstadt tommend das Großherzogliche Baar hier ein und wurde von dem Fürsten von Lich und einer jubelnden Menge empfangen. Der Großherzog und die Großherzogin beftiegen alsdann einen offenen Vierspänner und begaben sich unter den Hochrufen der Bevölkerung durch die festlich Morgen Nachmittag geschmückten Straßen nach Lich. 6 Uhr 12 Mis. begibt sich das Großherzogliche Paar von hier aus nach Darmstadt zurück. § Weylar. Die lezte Sigung der Handelskammer beschloß u. a. auch, in der Angelegenheit der Wagenge stellung, sowie wegen der Schädigung des Handels, die durch Umladung über Gießen der nach der Lahntalbahn bestimmten Stückgüter eingetreten ist, vorstellig zu werden. Die von der Kammer schon früher behandelte Frage der anderweitigen Abgrenzung des Amtsgerichtsbezirks glar soll wieder aufgenommen werden. * ergab nichts neues. Die Linie Ulrichstein- Mücke wurde im Interesse der Stadt Gießen als die vorteilhaftefte bezeichnet zumal hierzu auch der Finanzminister Snauth eine staatliche Beihülfe in Aussicht gestellt habe. Die von Alsfeld aus projektierte Linie nach Ulrichstein fand Stadtv. Krumm als ganz verkehrt, viel eher würde er denn für die Linie Ulrichstein- Groß- FeldaEhringshausen eintreten. Alsfeld- Ulrichstein biete, so bemerkte Stadtv. Krumm, wirtschaftlich rein nichts. Die von Stadtv. Kirch gern gewünschte Einreichung einer Petition an die Regierung, in welcher der Linie Ulrich Limburg. In der vor dem Landgericht verhandelten stein- Mückt das Wort geredet werden soll, wurde für später, wenn sich Schwierigkeiten oder starte Gegenströmung Streitfache des Wezlarer Vorschuß- und Kreditbemerkbar machen sollte, zurückgestellt. Was die Stich vereins gegen die früheren Vorstands- und Aufsichtsratsbahn Wiesed- Altenbused- Großenbused- mitglieder wurde eine Verständigung nicht erzielt, da der Beuern anbetrifft, so steht man dem Projekt sympathisch frühere Kassierer Gaens statt der von ihm geforderter ( F. 8.) gegenüber. Wiesed hat aber hierbei besondere Wünsche 50 000 Mt. nur 20 000 Mt. Entschädigung zahlen wollte. und soll es der Gemeinde überlassen bleiben, dieselben an § Frankfurt, 11. Mai. Neue Telegraphen- Vermaßgebender Stelle selbst vorzubringen, Stadtv. Huhn Die italienische Regierung brachte in der brachte hier vor, daß die Fuldaer Linie furz vor der bindung. Stadt später vielleicht in die Gelnhäusener Linie eingeführt Deputiertenkammer eine Vorlage betr. Herstellung einer neuen und Frank werden fönnte. Zum Schluß wurden einige Wirtschafts- Telegraphen- Verbindung zwischen Genua gesuche genehmigt. Dem Martin Langedorf für Credner- furt a. M. ein. straße 34, dem Karl Rühl für Bahnhofstraße 57( Bauer'sche Wirtschaft), dem Richhard Wagner für Nordanlage 1 und dem Karl Schmidt 2. für Neustadt Nr. 14. - Lokales. 12. Mat 1905. ** Der Großherzog und die Großherzogin besichtigten Mittwoch Nachmittag die vor einigen Tagen eröffnete Balderholungsstätte bei Darmstadt. " * Barlamentarisches. Der zur Beratung des Gemeindeumlagen Gesetzes eingefeßte Ausschuß der 8weiten Kammer seßt seine Arbeit rüftig fort und ist bemüht, den Entwurf in jeder Hinsicht annehmbar zu machen und wo nötig auch zu überzuckern. So hat er auf Vorstellungen hin, die Bezeichnungen Grundsteuer" und" Gewerbesteuer", die für manchen etwas bitteren Beigeschmack haben, auz. gemerzt und eine andere Begriffs- Schattierung vorgeschlagen. Da eine inhaltliche Benderung aber mit der Titelverfegung nicht verbunden ist, so wird das Gesetz dadurch auch nicht mehr Gegenliebe bei den ärmeren und verschuldeteren Grundbesizern erregen. Der Schulden- Abzug ist nun aber einmal nicht mehr zu umgehen, da er unter Umständen, namentlich wenn ungesunde Bauunternehmungen ihn ausspielen, den Gemeinden ganze Steuer- Objette entzieht. In gefährliche Fänge geriet der Ausschuß, als seine Mehrheit durchaus die Rechtsanwaltschaft zur Steuer herangezogen wissen wollte und Justizrat Dr. Gutfleisch erklärte, daß er für den Fall sein Referat niederlege, da er sich als Rechtsanwalt nicht unter die Gewerbetreibenden zählen lasse. Das gab eine Aufregung, die sich erst wieder legte, nachdem der Ausschuß seinen Beschluß rückgängig gemacht hatte. Das Verhalten Dr. Gutfleisch ist durchaus korrekt, da er mit Recht die Anschauung vertritt, daß die Rechtsanwaltschaft von höherem als dem rein gewerblichen Interesse geleitet werden muß. Aus den Gang der Ausschuß- Verhandlungen erhellt aber, daß man aufrichtig bemüht ist, das Gesetz ohne un- nötige und ungerechte Härten unter Dach und Fach zu bringe. ?? Die Ziehung der Darmstädter Pferde. Lotterie findet am 30. Mai, nachmittags 2 Uhr, statt. Eine bittere Erfahrung mit einem fremden Arbeiter machte ber sießener Wirt R. in der Neustadt. Die Frau eines in der R.'schen Wirtschaft fißenden Arbeiters wollte ihren Mann abholen. Der blieb jedoch ruhig sizen. Um weiteres Aufsehen zu vermeiden, suchte der Wirt die Frau zu entfernen. Diese nahm aber ein Bierglas und schlug damit den Wirt auf den Kopf und dann fielen Mann und Frau gemeinschaftlich über ihn her und brachten ihm schwere Verlegungen bei. Der Vorfall ist zur Anzeige gebracht worden. X Bruch eines Hauptwasserrohrs. In ver gangener Nacht gegen 2 Uhr brach an der Ecke der Licherund Wolfftraße in Gießen, wo gegenwärtig Erdreich- Ausbebungen vollführt werden, infolge Muffenverschiebung das Rohr der Hochdruckleitung. Im Nu trat ein starker Wasser. strahl heraus und überschwemmte die Umgebung. Das sofort benachrichtigte Gas- und Wasserwerk stellte die Leitung ab, sodaß größerer Schaden vermieden wurde. ** Sommerfest. Die Contentia veranstaltet Sonntag, den 14. Mai auf der„ Schönen Aussicht" ein Sommerfest, das einen durch und durch volkstümlichen Charakter tragen wird. In umsichtiger Weise hat die Feftleitung für die verschiedensten Unterhaltungen und Berstreuungen gesorgt, Tanz, Preisschießen, Fackelzüge, Kinderspiele und ein Jurplaz bieten die reichsten Abwechselung und Kurzweil. Hoffentlich hat der Himmel ein Einsehen und beschert uns ein sonnigen Tag. Landwirtschaftliches Konsumwesen. Die Zentral- Genossenschaft der hessischen landwirtschaftlichen Konsumvereine tritt Montag, den 15. Mai, in Darmstadt zu einer General- Versammlung zusammen. Der Gesamtum K Hanau, 11. Mai. Der Viehgroßhändler Daniel Straffammer wegen Urkundenfälschung und Betrugs zu Heilmann aus Gelnhausen wurde heute von der hiesigen zwei Jahren Gefängnis und dreijährigem Ehrverlust verurteilt unter Bubilligung mildernder Umstände. Heilmann war durch Verluste vornemlich in Berlin und Hamburg in Geldkalamitäten geraten und suchte diese dadurch zu beheben, daß er elf Wechsel im Betrage von 600 bis zu 5000 Mt. auf verschiedene Firmen, besonders Frankfurter Metzger, fälschte. Der Angeflagte war geständig. K Mombach, 11. Mai. Seit Montag ist man hier mit der Salaterute beschäftigt. Der Versand ist ein sehr reger. § Langen, 10. Mai. Maurer- Ausstand. Gestern Vormittag sind fast sämtliche hiesige Maurergesellen in den Ausstand getreten. Ausstand getreten. Ihre Forderung lautet: Ab 1. Juni einen Stundenlohn von 45 Pfg. und Erhöhung desselben ab 1. April 1906 auf 48 Pfg. Die Arbeitgeber lehnten diese Forderung jedoch ab, indem sie erklärten, ab 1. Juli d. J. 45 Pfg. und vom nächsten Jahre ab 47 Pfg. zahlen zu wollen. - K Ems, 11. Mai. Heute traf Fürst Leopold von Hohenzollern in den Junitagen 1870, vor dem Kriegsausbruch viel genannt zum Kurgebrauch hier ein und nahm im Königlichen Kurhaus Wohnung. Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am Sonntag Jubilate, den 14. Mai. In der Stadtkirche. Bormittags 11 Uhr: Rinderkirche für die Matthäusgemeinde. Bormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. Pfarrer D. Schlosser. In der Johannes firche. Bormittags 9.30 Uhr: Professor D. Drews. Bormittags 11 Uhr: Kindergottesdienst für die Johannesgemeinde. Pfarrossistent Sattler. Sonntag, Abends 8 Uhr, Bersammlung und Bibelbesprechung im Konfirmandensaal der Johanneskirche. Batholische Gemeinde. Samstag, den 13. Mai. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 14. Mai. 3. Sonntag nach Ostern. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. „ um 7 Uhr an: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Rommunion. " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Borm. von 9.30 Uhr an: Sochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Dienstag und Freitag Abend um 62 Uhr, ist MaiAndacht. Katholischer Gottesdienst in Grünberg findet ftatt: Sonntag, den 14. Mai, vormittags 91 Uhr. Siegener landwirtschaftlicher Wettervient. Boraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, den 13. Mai. Meist trüb, leichter Regen, etwas fühler, besonders am Tage. ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentet: Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid. in Gießen. Casseler Schirmfabrik Seltersweg 9 = Th. Budde& Co. GIESSEN empfehlen: ==Seltersweg 9 Sonnen- Schirme Touristen- Schirme in großer Auswahl vom billigsten bis zum besten. Entoutcas in Halbseide und Seide. Regen- Schirme für Damen, Herren u. Kinder in erprobten Qualitäten. Allgemeine Sterbekasse Gießen. Samstag, den 20. Mat, abends 9 Uhr außerordendl. General- Versammlung im Giossonor Festsaal( Café Leib). Tagesordnung: 1. Statuten- Aenderung. 2. Verschiedenes. Wegen Wichtigkeit der Tagesordnung wird um zahlreiches Erscheinen ersucht. Gießen, den 12. Mai 1905. Der Vorstand. Verkauf frischer Gemüse. Hier durch erlaube ich mir ganz ergebenst anzuzeigen, daß ich neben meiner Eier- und Geflügelhandlung, welche ich unverändert mie bisher fortführe, den Verkauf von frischen Gemüsen übertragen erhalten habe. Bei billiger Preisstellung werde ich mich bemüht halten, die Schneett Yocknend Bekanntmachung. Wir bringen hiermit zur allgemeinen Kenntnis, daß die Friedhöfe vom 16. Mat bis 15. Augus von morgens 6 Uhr bis abends 9 Uhr geöffnet sind. Die Schließung des Friedhofes wird durch Läuten der Friedhofsglocke angezeigt. Bei Beginn des Läutens muß der Friedhof sofort verlassen werden. Eine Viertel Oelfarben tunbe nach dem Läuten werden die Friedhofstore ge nicht nachtlebend, La Parketwachs, Lack Parketwachs ohne Glätte. fotote alle sonstigen Artikel zum Austreichen u. Wichsen der Fußböden bei Emil Fischbach, Gießen. Eine Dame sagt es Fahrräder, erstklassig, direkt der anderen: schlossen. Gießen, den 10. Mai 1905. Großzh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Arbeitsvergebung. Die zur Herstellung eines neuen Sammelbrunnen unserer Quellfassungsanlage in Oneckborn erforderlichen Arbeiten, als: Ober 1. Lieferung aller zur Ausführung einer sechseckigen Spundkammer erforderlichen Kiefernhölzer( 15 cm starke Spundbohlen, Eck- und Mittel- Zeitpfähle 50 cm starf, bezw. 40x40 cm start, Zangen usw. nach Zeichnung); 2. Eincammen erwähnter Spundkammer von rd. 8 m I. W. und rd. 7 m Tiefe, sowie Stellung des erforderlichen Schlagwerks; 3. Erdaushub, einschl. Wasserhaltung; 4. 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