ir gemalt haben ie Dinge, die mit l gibt es männ Bahl ist nichts im o außerordentlich Berfafferin spricht ein gutes Diner ist: Sit es nicht eit, daß wir uns ? Wird irgend einen Cafes oder tun? Wohl gibt , die essen fann. für eine furcht ng. Ein Mann gelegt zu haben, en und zu trinken das Notwendigite e wirklich, wenn effen würden, so en und Hungers h. Fe aller Art, je Derischen Hauseigen und eine Man wiegt die hes Schweinepilze sehr fein. Giern, feinen schen Portwein Masse bergartig dhize vertragen teinen einfachen des Teigs und Bastete, die soeine Stunde in meinen braunen Fleischaspik. den Brief auf ge Frau, aber zweite Marke geben, daß die ewiß, gnädige Marke auf die e nich en recht uß er sind! jedenfalls an so wenig mitDe nich. Aber macht. Uf die bille orthojra Schten zu mir in Zeugnis aufzu bloß? Wat Sie nötig is! zwingen; verdrießt; Gelingen, erschließt. bedenken, nicht schont beſchenken, t. = r. den womenoder in der Geburt gifter braucht daher, Samstag erfolgt ift, erst am Montage, werden. An diesem n zu erstatten, went Feiertag) ift. 5. mt Gießen. dung. Stelle eines jünger alfen he einige fenntniffe im wollen ihre Meldungen uf und Zeugniffen, unter en bei uns einreichen. 1905. teret Gießen. m. achung. Dr. 187. Datenspreis: Die einspaltige Betitzeile für ganz Ober, die Kreise Wehlar und Marburg 10 Bfg. sonft 15 Pfg. Reklamen die Petitzetle 30 refp. 40 fg. Rebaftion u. Saupterbebition: Gießen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluk Nr. 362. Freitag, den 11. August 1905. Gießener 14. Jahrgang Abonnementspreis: abgeholt monatlich 30 fa.. in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen viertel jährl. Mr. 1.60. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( taglia) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Tas Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Sichener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gicken und Umgebung. Enthält alle omtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeiſterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Kaifer an die Oftmark. Die Rede, die Kaiser Wilhelm am Mittwoch in Gnesen gehalten hat, ist eine Kundgebung von hoher Bedeutung. Sie begann mit einem Dank an die Bewohner der Stadt und der ganzen Provinz, die ihre freudige Liebe zum Herrscherhaus so spontan und in so erquicklicher Weise befundet haben. Schon in diesen einleitenden Worten wurde mit besonderer Hervorhebung der Ansiedler gedacht, durch deren Arbeit sich in der Ostmark deutsche Kultur so brav und mutig, wenn auch schwer und langsam Bahn bricht". Hatte der Kaiser mit ermunternden Worten der AnsicdTer gedacht, die aus landschaftlich und wirtschaftlich bevorzugteren Provinzen nach dem Osten gekommen, um dort dem Deutschtum neue Kraft zuzuführen, so war die natürliche und notwendige Ergänzung die dringende Mahnung an die im Osten ansässigen Deutschen, das Verbleiben und Ausharren an dem Ort ihrer Ansässigkeit als eine nationale Pflicht zu betrachten.„ Wer als Deutscher ohne Grund seinen Besiz im Osten veräußert, der versündigt sich an seinem Vaterland; welch Standes und welch Alters er auch sei, er muß hier aushalten!" Der Kaiser hat volles Verständnis für die natürliche Neigung, erworbenen Vermögens in schönem Lande genießend sich zu erfreuen. Doch die Pflicht gegenüber dem Vaterland und dem Deutschtum muß auch berech= tigter Neigung vorangehen. Der Deutsche in der Ostmark gleicht einem Posten, der auf Wache steht: er darf den Posten nicht verlassen. Unmöglich für den Kaiser, der Deutschen in der Ostmark, der längst Ansässigen und der neu zugezogenen, zu gedenken, ohne ein Wort auch für seine Untertanen polnischer Zunge zu haben. Es war ein freundliches, herzlich mahnendes Wort, das selbst ein starres Herz bewegen mag. Gleichsam entschuldigend und jedenfalls nur mit sanftem Tadel erwähnte der Kaiser, daß manche seiner polnischen Untertanen noch immer nicht im klaren darüber seien, ob sie Schutz und Recht unter dem Hohenzollern- Banner finden. Der Kaiser ließ gelten, daß eine leicht angeregte Phantasie im Verein mit der Pflege geschichtlicher Erinnerungen ein begeistertes Gemüt zu falschen Schlüssen führen könne. Ohne auf Einzelheiten einzugehen, hob dem gegenüber der Kaiser hervor: es solle ein jeder katholische Pole wissen, daß seine Religion vom Kaiser geehrt, daß kein katholischer Pole bei der Ausübung seiner Religion in irgend einer Weise gestört wird, und daß alle Teile Ehrfurcht und Achtung vor den anderen Konfessionen zu bewahren haben. Allen Katholiken, den polnischen wie den deutschen, machte der Kaiser eine Eröffnung, die großen und nachhaltigen Eindruck nicht verfehlen wird. Er erzählte von seinem legten Besuch bei dem greifen Papst Leo XIII., wie der Papst ihm den Segen erteilte, des Kaisers beide Hände faßte und das Versprechen gab: sch gelobe und verspreche Guerer Majestät im Namen aller Katholiken, die Ihre Untertanen sind, sämtlicher Stämme und jedes Standes, daß sie stets treue Untertanen des Deutschen Kaisers und Königs von Preußen sein werden." D: Kaiser wandte sich speziell an die Herren vom Domfapitel, um ihnen die Pflicht zu Gemüte zu führen,„ das hohe Wort des großen priesterlichen Greises zur Wirklichkeit zu machen, auf daß dieser nicht dereinst noch nach dem Tode wortbrüchig werde dem Deutschen Kaiser gegenüber". Die Rede des Kaisers schloß mit den Worten:„ Deutschtum heißt Kultur, Freiheit für jeden, in Religion sowohl als auch in Gesinnung und Betätigung." Das sind goldene Sprüche. Polen wie Deutsche sollten sie sich tief einprägen und im Herzen tragen, um immer und überall danach zu handeln. Dann wird Frieden sein im ganzen Reich und Eintracht in den Ostmarken, und in jeder Zunge wird der Preis des Kaisers erklingen, dessen Herz mit gleicher Liebe alle seine Untertanen umfaßt, und nur eine Gerechtigkeit kennt für alle Bürger seines Landes. Nichts Schönd es kann man sich denken, als daß die höchste kirchliche Autorität des katholischen Teiles der Bebölkerung sich als Bürgen und Gewährsmann anbietet für die Untertanentreue der seiner glaubenshirtlichen Leitung unterstehenden Gemeinschaft gegenüber dem protestantischgläubigen Kaiser. Die Friedensverhandlungen. An den Verhandlungen nehmen nach der in der ersten Sigung geschehenen Vereinbarung teil: Witte und Rosen, Nomura und Takahira, ferne: Plankon, Nobofhoff, Korostubes, Sato, Ptchiai und Deitchi, also je fünf Russen und Japaner. Dem Portsmouther Korrespondenten des„ Matin" erDoepfer ift bom 11. bi lärte der japanische Deputierte Matsumoto, daß Komura b in dieser Zeit von dem nicht weniger als 2½ Milliarden Kriegskosten fordern werde; n Beter vertreten. 1905. Herei Gießen. ohnehin habe Komura heftig gegen die öffentliche Meinung in Japan anzufämpfen, welche das Doppelte verlange; sollten die 2½ Milliarden nicht bewilligt und die bedingungslose Abtretung der Insel Sachalin verweigert werden, so würde die Konferenz als beendigt anzusehen sein und Marschall Oyama aufs neue die Offensive beginnen. Im VerTaufe verschiedener Privatgespräche soll Witte geäußert haben, daß er der Zahlung einer Kriegsentschädigung energischen Widerstand entgegensetze. Berichte aus japanischen Kreisen besagen aber, daß auch die mildesten Bedingungen eine Entschädigung für die ungefähren Kriegskosten Japans enthielten, welche auf 600 bis 800 Millionen Dollars geschätzt werden. Der eigentliche Besitzer der Mandschurei, China, will jedenfalls bei den Verhandlungen nicht vergessen werden. Die Konferenzen, welche Präsident Roosevelt mit Pierpont Morgan und dem chinesischen Gesandten abhält, betreffen die Hankow- Bahn. China will die Konzession für diese Rinie zurückkaufen und bietet sechs Millionen. Morgan ist gegen den Rückauf, Roosevelt soll ihn jedoch befürworten, um durch dieses Entgegenkommen die Aufhebung des chinesischen Boykotts gegen amerikanische Waren zu erreichent. Ob und inwieweit auch direkte Wünsche Chinas an den Friedenskongreß gelangt sind, ist nicht bekannt. Jedenfalls macht man sich in Amerika mit einer längeren Dauer der Verhandlungen vertraut. * Die Japaner haben den russischen Kreuzer, Warjag", der oor Tschemulpo gesunken war, flott gemacht. Laut Mitteilung des Marinedepartements in Tokio ist der Kreuzer Warjag" am Dienstag nachmittaa achoben worden. Die Mitteilung wurde in Japan angesichts der Schwierigkeit der Flottmachung mit großer Freude aufgenommen. Vizeadmiral Kataoka meldet, doß er ein Geschwader nach Kamschatfa und ein anderes nach Ochotsk aesandt habe. Beide Geschwader seien jetzt mit der Ausführung ihrer Operationen beschäftigt. Politifche Rundschau. Deutfches Reich. * Die Abfahrt der deutschen Reichstagsabgeordneten nach Kamerun ist nunmehr auf dem Dampfer„ Eleonore Wörmann" von Hamburg aus erfolgt. An Bord befinden sic) die Reichstagsabgeordneten Frhr. v. Richthofen, v. Böhlendorff, Arendt, Hagemann, Günter, Fries, Semler, Goller und Storz. Anßerdem macht der Eisenbahnbau- Unternehmer Geheimrat Leng die Fahrt nach Togo und Kamerun mit. Vor der Abfahrt fand an Bord ein Festmahl statt, zu dem Herzog Johann Albrecht von Mecklenburg, Präsident des deutschen Kolonialvereins, Bürgermeister Burghard, Dr. Scharlach und andere Kolonialfreunde erschienen waren. Redakteur Koehn von den„ Hamburger Nachrichten" macht die Fahrt ebenfalls mit. * Ausländische Blätter versuchen gegenwärtig wieder einmal, Unzufriedenheit mit der Angabe zu erwecken, der Sultan von Marokko habe in Deutschland eine Anleihe aufgenommen und zwar in Höhe von 21 Millionen Mark. In Berliner Finanzkreisen wollte man wissen, der sich in Geldverlegenheiten befindende Sultan habe bei deutschen Banfen ein Darlehen von 10 Millionen Mark gesucht und erhalten. Die deutsche Regierung habe die französische sofort über den Charakter dieses Darlehens aufgeklärt und mitgeteilt, daß dafür feinerlei politische oder wirtschaftliche Vorteile ausbedungen sind. Es haften für das Darlehen Grundstücke, die der Sultan verpfändet hat. Dagegen wurde im Pariser Ministerium des Aeußeren erklärt, daß nichts welchen von einem Zehn- Millionen- Vorschuß bekannt ist, deutsche Banken auf dem Maghzen gehörige Grundstücke geleistet haben sollen. Die französische Regierung wisse, daß die deutsche Regierung seit Beginn der Verhandlungen über die Marokko- Konferenz feinen Schritt unternahm oder begünstigte, welcher als politischer oder finanzieller Vorteil ge deutet werden könnte. Die Beziehungen zwischen der deutschen und französischen Regierung sind andauernd ange= nehme. * Der deutsche Handwerks- und Gewerbekammertag wurde gestern in Köln unter Anwesenheit von Vertretern des Reichs und der Bundesstaaten eröffnet. Die Eröffnung nahm der Vorsitzende der Handwerkskammer in Hannover, Plate, vor Besonderes Interesse werden die Beschlüsse über den Befähigungsnachweis beanspruchen. * Die Unruhen, die sich unter den Eingeborenen von Deutsch- Ostafrifa zeigten, haben Veranlassung zur Absendung des Tampfers Bussard" von Daressalaam nach Lindi und Kilwa gegeben. Beide Höhen liegen im Küstengebiet der Matumbiberge. Nach einem Telegramm des kaiserlichen Gouverneurs von Deutsch- Ostafrika hat Major Johannes, der inzwischen in den Matumbibergen eingetroffen ist, gemeldet, daß keinerlei Grund zu Besorgnissen wegen Ausbreitung der Unruhen vorhanden sei. Zwei Rädelsführer sind ohne Verluste gefangen genommen worden. Ee scheint also, daß die anfängliche Erregung über den unver= muteten Ausbruch einer Eingeborenenbewegung in den bisher friedlichen Gebieten von Deutsch- Ostafrika ruhigen Erwägungen Platz machen darf. * Die Nachweisung über den Stand der Invalidenrenten, die das Reichsversicherungsamt veröffentlicht, läßt durchaus günstige Schlüsse zu. Die Zahl der im zweiten Vierteljahr anerkannten Rentenansprüche ist höher als für Januar bis März dieses Jahres nämlich 33 033 gegen 32 554. Die neuen Renten, deren Zahl im Jahre 1900 unter der Wirkung der am 1. Januar in Kraft getretenen Novelle von 96 665, einschließlich der bis dahin noch nicht besonders aufgeführten Kranfenrenten in Fällen vorübergehender Erwerbslosig feit, auf 125 739 emporgeschnellt war und dann weiter auf 130 480 im Jahr 1901, 142 780 im Jahr 1902 und 152 871 im Jahr 1903 stieg, waren im folgenden Jahr um 8% Prozent auf 140 122 und damit unter die Ziffer des Jahres 1902 gejunken. Der Markenerlös der Invalidenversicherung in den Monaten April bis Juni d. Is. hat eine sich ziemlich gleichmäßig über das ganze Reich erstreckende verstärkte Zunahme gezeigt., Diese Erhöhung der Einnahmen ist auch deshalb erfreulich, da sie auf eine bessere Gestaltung des Arbeitsmarktes hinweist. Schweden. ** Ministerpräsident Lundeberg erklärte in einer Unterredung über den Unionsstreit, die Einberufung eines außer= ordentlichen Reichstages hänge davon ab, ob von Norwegen nach der Volksabstimmung das Verlangen nach Verhandlungen gestellt wird und diese Verhandlungen zu einem befriedigenden Ergebnis führen. Der Reichstag habe sein Programm aufgestellt, das nichts anderes als billige Bedingungen für die Auflösung enthalte, und die schwedische Regierung werde ihre Aufgabe im Sinne des Reichstages aus. führen. Falls die Norweger Entgegenkommen zeigter. werde die Lösung der schwebenden Fragen in günstigeur Sinne vor sich gehen. Rufeland. ** Die Unruhen im Polenischen nehmen wieder in starkem Maße zu. Anläßlich der Hinrichtung eines Rebolutionärs fam es in Warschau zu großen Unruhen, beson ders im Judenviertel. Die Polizei entdeckte eine Waffenniederlage und nahm viele Verhaftungen vor. Ein Kellner in einem Restaurant, der als Spigel gilt, wurde durch Revolverschüsse schwer verwundet, ebenso drei Polizisten. In den Provinzstädten wurden Raubanfälle auf die Kreis. fassen berübt; dabei wurden auch Bomben geworfen. In Opatow wurden 20 000 Rubel geraubt, auf seiten der Wächter gab es Tote und Verwundete. In der Kreis. stadt Riola ist eine große Feuersbrunst ausgebrochen. Alien. ** Neue fremdenfeindliche Kundgebungen in China haben stattgefunden. Aus Kaifengfu in der Provinz Honan wird berichtet, daß die dort stehenden kaiserlich chinesischen Truppen gemeutert und sich dem christenfeindlichen Pöbel angeschlossen haben. Die Meuterer, deren Zahl auf 2000 geschätzt wird, haben Suitschianghsien genommen. Die Regierung in Peking sendet Truppen gegen sie aus. Hof und Gefellschaft. ** Der Kaiser wurde bei seiner Ankunft auf dem Bahnhofe Wilhelmshöhe von der Kaiserin und der Prinzessin Victoria Luise empfangen und begab sich unter den begeisterten Ovationen der zahlreichen Menschenmenge nach dem Schlosse. Der Kaiser hat sich in Bosen zum Chef des Regiments Jäger zu Pferde Nr. 1 ernannt und dem Regiment seinen Namenszug verliehen. ** Der Besuch des Königs Alfons von Spanien in Berlin ist bis zum November verschoben. Soziales Leben. Drohender Streit der Berliner Gasarbeiter. In der legten Generalversammlung des Verbandes der städtischen Arbeiter in Berlin wurde mit aller Bestimmtheit erklärt, daß ein Massenstreik der Gasarbeiter der Stadt Berlin in Aussicht stehe, wenn die Direktion de Gaswerke nicht bald den Achtstundentag, der bereits in einer Reihe deutscher Städte eingeführt sei, bewilligen werde. Die Vorbereitungen dazu seien in vollem Gange. Lohnstreitigkeiten in der englischen Baumwollindustrie. In Heywood, Grafschaft Lancaster, kündigten 2000 Baumwollarbeiter an, sie würden am 16. August in den Ausstand treten, falls sie nicht eine fünfprozentige Lohn erhöhung erhielten. Der Arbeitgeberverband verhält sich ablehnend. Man befürchtet den allgemeinen Ausstand. Beendete Lohnbewegung in Solingen. Für den ganzen Kreis Solingen ist die Lohnbeweoung im Baugewerbe durch Abschluß eines Tarifvertrages beendet worden. Die Bauarbeiter forderten eine Lohnerhöhung von 5 Pfg. pro Stunde. Nach dem Tarifvertrage erhalten die Maurer nun vom 18. August ab eine Lohnerhöhung von 50 Pfg. auf 52 Pfg. und vem 1. April 1906 ab 54 Pfg., die Handlanger vom 18. August ab statt 42 Pfg. 44 Pfg. und zum 1. April 1906 46 fg. Stundenlohn. Günstige Zeichen im sächsisch- thüringischen Textilgewerbe. In Glauchau haben Einigungsverhandlungen zwischen den Vertretern von sieben Fabrikbetrieben und 15 Vertretern der Arbeiter unter dem Vorsitz der Bürgermeister von Glauchau und Meerane stattgefunden. Das Er. gebnis berechtigt zu der Hoffnung auf sofortigen Frieden, da die Arbeitervertreter ihren Auftraggebern Vergleichsvorschläge zur Annahme empfehlen wollen. Die Firma Louis Quaus u. Co. in Meerane läßt öffentlich erklären, daß sie sich nicht an der Aussperrung beteiligt. Sie hat dies ihren Arbeitern auch durch Anschlag bekannt gegeben. Die Firma ist eine der größten mechanischen Webereien in Meerane und beschäftigt 300 Arbeiter. Die Sicherheit des Eisenbahnbetriebs. Von fachmännischer Seite wird uns geschrieben: Der Das tiefbedauerliche Eisenbahnunglüd in Sprem berg hat, wie das in solchen Fällen immer geschieht, große Besorgnis hinsichtlich der Sicherheit unseres Eisenbahnverfehrs erweckt und Erörterungen darüber hervorgerufen, o die bahnamtlich getroffenen Einrichtungen denn auch wirklich tadellos seien. Es ist begreiflich, daß man nach dem Schuldigen sucht, der das Unglück veranlaßt hat. Weniger verständlich ist schon, daß man der behördlichen Ermittelung bergreifen und die Feststellung der Tatsachen nicht abwarten wollte. Diese Feststellung ist inzwischen erfolgt. Stationsassistent von Spremberg hat das fast unbegreifliche Versehen begangen, den Schnellzug in der Richtung nach Görlig abfahren zu lassen, trotzdem auf der eingeleisigen Strecke ein Zug von Görlitz in der Anfahrt war. Der in Frage kommende Beamte ist nicht etwa überhürdet gewesen, keine allzu lange Anstrengung im Dienst hat ihn unfähig gemacht, die erforderliche Aufmerksamkeit walten zu lassen. Auch hat die Eingeleisigkeit der Strecke an sich keine Gefährdung gebildet. Eine Strecke, auf der binnen 24 Stunden nur 11 bis 12 Züge verkehren, wie zwischen Kottbus und Görlig, kann nicht als überlastet angesehen wer den. Eingeleisige Strecken gibt es viele, darunter auch solche mit stärkerem Verkehr, die von seiten des den Verfehr überwachenden Personals große Aufmerksamkeit verlangen. Aber Aufmerksamkeit ist im ganzen Eisenbahnverfehr unentbehrlich, wenn nicht unaufhörlich Unfälle eintreten sollen. Es ist nirgends beobachtet worden, daß auf eingeleisigen Strecken mehr Unfälle vorkommen als auf zweigeleisigen. Die dienstlichen Vorschriften sind hier wie da derartig, daß ihre genaue Befolgung Zusammenstöße ausschließt. Werden sie nicht befolgt, werden die Signale nicht beachtet oder nicht abgewartet, werden Weichen falsch gestellt, so ist das Unheil da. Selbstverständlich dürfen die Vorschriften nicht allzu kompliziert sein, so daß ihre Beherrschung keine übertriebenen Anforderungen an das Fassungsvermögen der Beamten stellt. Auch darf die Dienstdauer sich nicht so lang erstrecken, daß die Aufmerksamkeit erlahmt. Daß jenes irgendwo der Fall sei, ist noch an feiner Stelle behauptet worden, und daß dies in Spremberg nicht der Fall gewesen, ist, wie gesagt, bereits erwiesen. Trotzdem ist das Unheil geschehen. Woran das geTegen, wird erst noch ermittelt werden. Es ist möglich wohlgemerft: wir sprechen nur von einer Möglichkeit daß der Beamte, der an dem kritischen Tage das Ausfahrtsignal aufzunehmen und abzuwarten hatte, von einer augenblicklichen Schwäche befallen war, die ihn des Urteilsvermögens beraubte, ihn zum Opfer einer Illusion. einer Sinnestäuschung machte, ihm die Unterscheidungsfähigkeit oder das Gedächtnis nahm. Dergleichen ist vorgekommen und kann wieder vorkommen, auch bei dem geschultesten, ge= missenhaftesten Personal, bei den pflichttrenesten Beamten. Siergegen gibt es feinen hug, keine Dienstinstruktion, und hier hilft auch keine Vorsicht. Das muß mit allen Folgen hingenommen werden, wie jede menschliche Schwäche, und haftet allen menschlichen Einrichtungen an. Unser Eisenbahnwesen ist deshalb in bester Ordnung, ist musterhaft in seiner Pünktlichkeit und Sicherheit, trotz des Unglücks von Spremberg und trotz der Möglichkeit seiner Wiederholung. Das schließt nicht aus, daß unsere Eisenbahnverwaltung unausgesetzt bemüht bleiben wird, jede mögliche weitere Verbesserung einzuführen, auch neue Geleise da anzulegen, wo die Stärke des Verkehrs es wünschenswert und ratsam erscheinen läßt. Sie wird aus dem Unglück von Spremberg die Lehren ziehen, die sich irgend daraus gewinnen lassen. Ihr das volle Vertrauen zu versagen oder auch nur zu mindern, haben wir nach ihren seitherigen vortrefflichen Leistun= gen fein Recht. Zur Beleuchtung dieser Leistungen seien einige auf die Sicherheit des Verkehrs bezügliche positive und vergleichende Angaben gemacht: vermeiden, und das wird auch in Zukunft der Fall sein. Doch das Zutrauen darf man haben, daß auf unseren Bah. nen das Menschenmögliche geschieht, Unfälle zu verhüten. - - Amerikanische Räuber- Romantik. Kulturbilder aus dem Yankee Lande. Oft und West.- Eisenbahn- Ueberfälle.- Schutz der Züge. - Das„ Loch in der Wand". · Die Drohung mit Dynamit. Der Räuber als Schauspieler. - James und Younger. Bandit und Gerichtsbeamter. In den acht Jahren von 189 bis 1903 hat die Zahl der Zusammenstöße auf freier Bahn von 23 auf 15 abgenommen, in Stationen 155 bis 156 betragen, so daß ein positiver Rückgang eingetreten ist, obwohl das in Frage tommende preußische Eisenbahnnetz in derselben Zeit von 27 523,83 auf 32 943,32, d. i. um etwa ein Fünftel verlängert hat. Die Zahl der Entgleisungen auf freier Bahn und in Station ist in dem gleichen Zeitraum von 302 auj 258 zurückgegangen, die der Eisenbahnunfälle überhaupt bon 490 auf 429. Auf eine Million Lokomotivkilometer famen 1896 noch 4 50 Unfälle, 1903 nur noch 3,23; auj zehn Millionen Wagenach filometer famen 1896 noch 0,7 Unfälle, 1903 nur noch 0,3. - - Noch immer spielt in Nordamerika der„ Bad Man" seine Rolle. Aber sehr verschieden ist die Methode, nach der das Verbrechertum im Osten der Vereinigten Staaten arbeitet, von der Arbeitsweise des Banditen, der im wilden Westen sein Wesen treibt. Das östliche Verbrechertum besteht aus Nachtgesindel und ist in seiner Physiognomie großstädtisch. Die Dynamitarden des Ostens, die gefürchteten eggmen, bestechen Polizisten und Nachtwächter und rechnen darauf, unentdeckt zu bleiben, und sie hüten sich vor allem vor einem Mord. Der Bad Man des Westens repräsentiert noch ein gut Teil romantischer Züge an sich. Häufig arbeitet er ganz allein und verläßt sich auf den lähmenden Schrecken, den seine Revolverläufe bewirken, und ganz gewiß zaudert er keine Sekunde, zu schießen, wenn Widerstand droht. Auf eine Million Wagenachskilometer famen auf den preußisch- hessischen Bahnen in den 5 Jahren von 1899 bis 1903 nacheinander 0,15-0,16-0,14-0,14-0,13 De triebsunfälle, während der Durchschnitt für alle deutschen Staatseisenbahner 0,18-0,18--0,16-0,16--0,14 betrug. Auf 1 Million Wagenachskilometer kamen in denselben Jah. ren auf den preußisch- hessischen Bahnen 0,14-0,14-0,13-0,13-0,12 verunglückte Personen, im Durchschnitt allen deutschen Staatseisenbahnen 0,16-0,18-0,15-0,15 -0,13. aut Die Zahl der Betriebsunfälle( auf 1 Million Wagen achsfilometer) war im Jahre 1902 in Preußen- Hessen 0,14, auf der holländischen Eisenbahn 0,21, auf der niederlän dischen Staatseisenbahn 0,17, auf der kais. fgl. österreichi schen Staatsbahn 0,23, auf der ungarischen Staatsbahr 0,18, auf der Warschau- Wiener Bahn 0,16. Die Relativ zahl der Verletzten war in demselben Jahr nur auf der holländischen Eisenbahn niedriger( 0,10 zu 0,13), nur au der ungarischen Staatsbahn gleich niedrig, auf allen an deren Bahnen höher. Ein Vergleich mit den Vereinigten Staaten von Ame rifa für das Jahr 1902-3 ergibt in Preußen- Hessen 0,87 in Amerika 2,98 Entgleisungen, in Preußen- Hessen 0,48, ir Amerika 4,11 Zusammenstöße auf 1 Million Zugkilometer Seine ureigentliche Domäne sind die Eisenbahn- Ueberfälle. Dort, wo die Schienen durch halbwilde Gegenden Taufen, können ein paar verwegene Burschen auf ihren schnellen Pferden nach tollkühnem Handstreich gegen einen reiche Beute versprechenden Eisenbahnzug schnell in dem öden Lande verschwinden. Haben die Ueberfälle mit der vordringenden Kultur auch an Heftigkeit abgenommen, so haben die Eisenbahnen immer noch damit zu rechnen. Das lehrt die Tatsache, daß die Union Pacific- Bahn auf ihrer gefährlichsten und am häufigsten überfallenen Strecke in der Roten Wüste" von Wyoming den berittenen Gendarmendienst der U. P. Rangers unter Tim Keliher und Joe Lo Fors einrichtete, deren Pferde und Ausstattung sich fort während in einem Sonderwagen irgendwo auf der Linic befinden. Hier sind nicht etwa die Zahlen herausgegriffen, die für uns die günstigsten sind, sondern es sind nur die zuver lässigsten Angaben berücksichtigt. Aus den zuverlässigen Angaben aber geht hervor, daß die Verkehrssicherheit stets zugenommen hat, in recht bedeuetndem Maße sogar, und daß diese Steigerung der Sicherheit erzielt worden ist trot der wachsenden Volksdichtigkeit, die eine Verkehrserschnernis bildet. Völlig freilich sind Unfälle noch immer nicht zu Schwere Kämpfe gilt es dann mit den Räubern zu be stehen, und in diesem Kleinkrieg lebt die ganze Räuber Romantik aus dem wilden Westen wieder auf. Die Räuber haben förmliche Burgen. Die berüchtigste besitzt Wyoming in der wilden Gebirgsgegend des„ Lochs in der Wand". Diese Räuberburg, die lange für uneinnehmbar galt, wurde durch eine aus dem ganzen Westen sich rekrutierende Ver brecherbande bewohnt, die auf 40 Köpfe geschäßt wird. Von hier aus machten die Banditen ihre Streifzüge gegen länd liche Banken und nur allzu häufig gegen die Union Pacific. Noch im letzten November brach eine Bande aus dem„ Lock in der Wand" in Cody, der Schöpfung Buffalo Bills, ein und schoß den Kassierer der Bank tot, denn im Westen werden die Bankeinbrüche zu Banküberfällen. Daß indessen die Zeit der Bahnüberfälle ihrem Ende entgegengeht, lehri der Erpressungsversuch gegen die Northern Pacific, die deren Urheber saak Gravelle auf zehn Jahre ins Zuchthaus brachte; dieser Bursche und seine Genossen, die den einfachen Ueberfall nicht mehr wagten, drohten, die Bahn zu dynamitieren, falls ihnen nicht 50 000 Dollars ausge händigt würden, und man fann wohl annehmen, daß sie vor dem Verbrechen nicht zurückgeschreckt wären, wenn sie das ganze Gebiet nicht so gründlich alarmiert hätten. Man könnte mit Erzählungen gut beglaubigter Räuber geschichten des Westens viele Bände anfüllen, zur eigent lichen Schinderhannesberühmtheit haben es aber seit den Brüdern James und Younger feine der Helden der Hahnenfeder mehr gebracht. Ihre Glanzzeit liegt freilich weil zurück. Sie hatten im Bürgerkrieg auf der Seite der Süd staaten unter dem berüchtigten Guerillaführer Quantrell gedient und setzten ihr blutiges Raub- und Diebshandwert nach dem Kriege ununterbrochen fort. Jesse und Frant James und die drei Brüder Younger nebst anderen Eides. genossen unternahmen Raubzüge nach allen Richtungen, bis die Brüder Younger nach dem Banküberfall in Northfield in Minnesota im Jahre 1876, wobei ebenfalls der Kassier erschossen wurde, eingefangen wurden, während das James sche Gelichter entkam. Jesse James fiel 1882, sein Bruder Frank aber ist noch heute eine Berühmtheit des Staates Missouri und läßt häufig von sich hören, sei es, daß er ein staatliche Stellung sucht oder cine Gerichtsentscheidung gegen die Aufführung eines Dramas aus dem Grenz leben, das seine und seines Bruders Heldentaten beschreibt, beantragt, oder daß er, wie in den letzten Jahren. auch der letzte überlebende Sproß der Familie Younger ge tan, Cole Younger. Er ging auf die Bühne, von der er sich aber trennte, weil er über die Ohren gehauen wurde, was der alte Bandit nicht vertragen konnte. † Wider das gelbe Fieber. Um der Ausbreitung des gelben Fiebers in New- Orleans entgegenzutreten, ist vom dortigen Bürgermeister eine allgemeine Desinfektion angeordnet. Alle Läden waren geschlossen. Bundes- Aerzte überwachten die Ausführung der Maßnahme. † Segelsport. Bei der vor Cowes abgehaltenen SegelRegatta um den von Kaiser Wilhelm gestifteten Pofal wurde die Jacht Therese"( Eigentümer Felix Simon) ersic, Zinita" zweite und„ Rosamond" dritte. 11 Minberarbeit i doner Grafidafterat rung eine Unterfud dern angeftellt. Dal neben, daß mehr be don gezwungen find 1] Beendigung de Nachdem die Portret schutzberband der längeren Verhandlu Bedingungen angen brauereien berhäng den. Die Beding 123 ausgesperrten bisherigen Dienst gänzung der bis noch arbeitslofen, a Bäderstreifi ichen Bäder ift au der ärmeren jubile ger haben fidh die abendlich Brot zu ber net ist. Dabei fomm Sie das ener tungen Es werden Anftreng Der Bäder im ganzen † Zank im Brautstande. Ein Kutscher in Berlin wollte sich in den nächsten Tagen mit einem Dienstmädchen verheiraten. Unter den Brautleuten hatte es in der letzten Zeit viel Zank gegeben, der schließlich sogar in Tätlichkeiten ausgeartet war, so daß der Hauswirt einschreiten mußte. Als die Braut wieder zum Besuch erschien, war die Zimmertür verschlossen, und als man sie öffnen ließ, fand man den Bräutigam mit Schüssen in der Brust, die er sich aus einem Revolver beigebracht hatte. Auf einem Zettel hatte er angeordnet, daß seine Wirtschaft nicht seiner Braut, sondern seinen Eltern ausgehändigt werden solle. Der Schwerverwundete wurde in ein Krankenhaus gebracht. Ein anderer Held des wilden Westens, Bat Masterson, konnte in den letzten Wochen seine Berühmtheit neu auffrischen, als er, vermutlich auf Präsident Roosevelts Anregung, zum Bundesgerichtsbeamten in der Stadt Newhort ernannt wurde. Ob er, der dem westlichen Verbrecherstil mit seiner Betty", einer sechsläufigen Flinte, jederzeit gewachsen war, sich jetzt noch in die Wissenschaft östlicher Verbrecherbanden einarbeiten kann, bleibt abzuwarten. " Nab und fern. † Explodiertes Motorboot. Im Kattegat explodierte der Motor des Bootes„ Stanley", das an dem Rennen der Kieler Woche s. 3. teilgenommen hatte. Das im Tank enthaltene Del entzündete sich, und in einem Nu stand der„ Stanley" in Flammen. Der Kapitän und seine Leute konnten sich nach gerade in das Beiboot retten, als der„ Stanley", der vom Bug bis zum Heck ein Feuermeer bildete, zischend in die Tiefe sank. † Ein altertümliches Haus abgebrannt. Eines der besterhaltenen, mittelalterlichen, echt läbischen Patrizierhäuser, das der Drogengroßhandlung Lange und Knuth gehörende Kaufmannshaus in der altertümlichen Mengstraße in Lübeck ist mit seinem großen Warenlager niedergebrannt. Bei den Löscharbeiten wurden 3 Feuerwehrleute verwundet. Es war geplant, das Haus zur Unterbringung lübeckischer Altertümer herzurichten. † Hingerichtete Frauenmörder. In Dünkirchen wurden zwei Belgier öffentlich durch die Guillotine hingerichtet. Sie hatten eine Frau überfallen und ermordet. An 10 000 Personen wohnten der Hinrichtung bei. Der Mann der Ermordeten, ein Lotse, sah der Hinrichtung dicht an der Guillotine zu. † Eberswalder Jubelfeier. In Eberswalde wurde die 75jährige Jubelfeier der königlichen Forstakademie festlich) begangen. Bei dieser Gelegenheit fand die Enthüllung eines Denkmals für den verstorbenen Landforstmeister Danckelmann statt. † Das Unglücksfahrzeug. In Schwabhausen bei Dachau überfuhr ein Automobil einen Fußgänger. Der Mann war sofort tot. Der Fahrer entkam. † Aus Rache erstochen. In Herne erstach ein Arbeiter einen bei ihm in Kost stehenden Birrschen. Dieser hatte die Frau des Arbeiters schwer mißhandelt. † Verschüttet. In einem Steinbruch bei Diemarden wurden durch fallendes Gestein zwei Arbeiter verschüttet. Der eine wurde von dem Gestein erschlagen, der andere verletzt. † Naubmord an einem Gerichtsbeamten. Der Gerichtsschreiber Bommes aus Rombach in Lothringen, der eine größere Geldsumme einfassiert hatte, wurde auf der Landstraße überfallen. Man fand den Beamten tot mit eingeschlagenem Schädel. Die Wertsachen und die Gelder sind geraubt. † zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Die Mörderin Franziska Klein, die wegen Ermordung des Armenvorstehers Sikora zum Tode verurteilt war, ist vom Kaiser von Desterreich zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt. Bei der Verkündigung dieser Entscheidung war die Klein sehr gerübrt und versprach eine gute Führung im Zuchthause. † Brand auf See. Auf dem Viermaster„ Oktavia" aus Hamburg verursachte bei Bahia- Blanca eine Explosion einen Brand. Das Schiff ist gesunken. Die Mannschaft wurde gerettet. † Beim Baden ertrunken. In der Ruhr artranfen in der Nähe der Villa Hügel bei Essen die zwei Söhne eines Landschullehrers, die dort eine höhere Lehranstalt besuchten. † Geständiger Mörder. Der Kaufmann Denzer aus Nied bei Frankfurt a. M., der unter dem Verdacht, den Oberpostpraktikanten Hehde aus Magdeburg am Brocken ermordet zu haben, verhaftet wurde, hat nunmehr die Tat eingestanden. Das Geständnis erfolgte, als Denzer zu einem Termin am Orte der Tat geführt wurde. † Zum Eisenbahnunglück von Spremberg. Der bei dem Eisenbahnunglück bei Spremberg verletzte Heizer Fröse ist gestorben. † Hungersnot in Spanien. Auf dem Lande in der Umgegend von Sevilla wird der Notstand auf dem Lande immer größer; Tausende von Arbeitern leben aus Mangel an Brot nur von Genuß von Wurzeln. In Utrera plünderten Hungernde die Bäckereien und andere Verkaufsläden für Eßmaren. In Bilbao warfen Bettler mit Steinen nach der Equivage des Bischofs, weil er ihnen kein Almosen gab. = Vermischtes. Die Arbeit der Münchener Kellnerin. In einem der großen Münchener Bierkeller hat eine Kellnerin mittels eines Schrittzählers festgestellt, welchen Weg sie täglich bei Ausübung ihres Berufs zurücklegt. Es kommen dabei nicht weniger als 58 000 Schritte heraus, das ist, ein Schritt zu 70 Zentimeter gerechnet, ein Weg von 40 Kilometer per Tag, und, der Kilometer zu 12 Minuten gerechnet, eine Marschleistung von 480 Minuten oder rund acht Stunden täglich. Es kommt dazu, daß davon sieben Stunden mit nicht unerheblichen Traglasten, gefüllten Maßkrügen und hoch bepackten Speisebrettern gelaufen werden müssen, die sicherlich ihre 25 bis 40 Pfund ausmachen, und daß die Marschleistung meist auf Kiesboden gemacht wird. In der Tat eine höchst respektable Arbeit! - Riesen unter den Bäumen. In Böhmen hat man in letzter Zeit einzelne Bäume von gewaltiger Größe nachgewiesen. So steht in Petersburg bei Saaz eine uralte Eiche, die noch in mittlerer Höhe einen Umfang von 738 Zentimeter hat. Eine Eibe, die auf ein Alter von 2000 Jahren Anspruch machen kann, ist in Krombach bei DeutschGabel zu sehen, sie mißt im Umfange in Mannshöhe 380 Zentimeter. = Die Medizinkunst der Indianer. Ein kanadischer Arzt, der von der Regierung zur Bekämpfung einer Boden- Epide mie zu den Indianern entsandt wurde, errang derartig das Vertrauen der Roten Männer", daß er als Mitglied in einen Geheimbund zur Unterweisung in der Medizinalfunst aufgenommen wurde. Dadurch erlernte er die Anwendungsart von siebzehn bei den Indianern gebrauchten Arzneien. Bemerkenswert ist das Verfahren zur Bekämpfung des Fiebers und die Ausnüßung der Wärme zur Behandlung von Krankheiten. Die Chirurgie der Indianer ist nicht weit her und beschränkt sich auf die Ausziehung von Pfeilspitzen und auf die Wundbehandlung mit Weidenwurzeln, die in kochendem Wasser aufgeweicht werden. Die Tuberkuloje und andere Krankheiten sind vermutlich unter den India nern früher unbekannt gewesen und erst durch die Weißen eingeschleppt worden. Bei seiner Abreise erhielt der Arzt als Beweis des Vertrauens von den Indianern ein Erem plar ihres Arzneibuches und zugleich die indianische Doktor würde. Das Arzneibuch besteht aus einem Stück weißer Weidenrinde, worauf mit rotem Ocker eine lebensgroße menschliche Gestalt gemalt ist. Von jedem auf dieser Ge stalt verzeichneten Organ des Körpers weist ein Pfeil nac einer Stelle am Rand der Rinde, wo ein für dies Organ Heilsames Mittel befestigt ist. Die Bücher des dienenen Statistif 150 000 Bücher erid 3381, die Vereinigt Italien 9975, die 27 686. = Ein Land der der der Erde ist die jefigt 8,2 Millioner Bauhölzern, Die Waldes, jährlich w argepflanzt. Auße Million Heftar reje gung geschlagen w Haddes Täffiger Duelle erfah Subde durch seinen Großherzog eingereid Mittwoch Nachmittag ift, der Geheime Rat Bortrag über das entschloß, von seiner machen. Somit fin fteht nach wie vor Kaiserpr rüdten die 8. unt Rafer Wilhelm II Darmstadt zum Ka tehren heute Abend ** Die Stu Schloß, daß in But famtausschuß beftin übernehmen und Beschluß unterliegt ** Das Gro heutiger Nummer e Singbögeln, auf die ** Narrenb Beit hat die schon fri. bigungen, namen durch Beschmieren m wieder sehr überhan allen, ein wadhjame Bolizeiant hat die im Betretungsfalle Herbst- P tember findet zu G Flatt. Die legten 300 ferden befaby jehr gut befucht. zu erwarten. F 1670 Rur abgegloffen. Aud besteht aus dem Borfizenden bes Sof- Altenberg b Schlachthofdir Gießen. An teilung: Reitpf flage( paarme Arbeitsflage( b) leidte: 60, fchläge( einzeln leichte: 30, 20, flage( diefe Bfe von Landwirten pferdezuchtvereins vereins find): a) b) paarweife: 50, jährige Fohlen: a) b) Arbeitsfläge: 4 Bmeijährige Foblen 10 R., b) Arbeits Abteilung: Buchtflute ( Bramien für infanbi pferdezuchtvereins fin 15 unb 10 Rt., b) und 10 Mt. In im Brivatbefig befin Ausbreitung des genzutreten, ist vom Desinfektion ange Sen. Bundes- Aerzte nahme. abgehaltenen Segelm gestifteten Pofal e. Felix Simon) erjic, her in Berlin wollte Dienstmädchen verhei= in der letzten Zeit in Tätlichkeiten auschreiten mußte. Als war die Zimmertür lieb, fand man den die er sich aus einem Zettel hatte er aneiner Braut, sondern lle. Der Schwerver bracht. tegat explodierte der em Rennen der NieDas im Tank enthal u stand der„ StanFeine Leute fonnten der„ Stanley", der bildete, zischend in Dünkirchen wurden me hingerichtet. Sie Det. An 10 000 Ber er Mann der Ermordicht an der Guillo erstach ein Arbeiter hen. Dieser hatte die bei Diemarden wur iter verschüttet. Der , der andere verletzt. nten. Der Gerichts. othringen, der eine wurde auf der Landmten tot mit einge= und die Gelder sind mster„ Oktavia" aug eine Explosion einen Mannschaft wurde Ruhr drtranfen in ie zwei Söhne eines Rehranstalt besuchten. ann Denzer aus Nied rdacht, den OberpostBrocken ermordet zu Die Tat eingestanden. u einem Termin am berg. Der bei dem bte Heizer Fröse ist m Lande in der Um auf dem Lande immer aus Mangel an Brot rera plünderten HunSerfaufsläden für Eßmit Steinen nach der Fein Almojen gab. 9. Inerin. In einem der ine Kellnerin mittels en Weg sie täglich bei Es kommen dabei nicht das ist, ein Schritt zu Don 40 Kilometer per inuten gerechnet, eine er rund acht Stunden sieben Stunden mit Iten Maßtrügen nd 1 werden müssen, die machen, und daß die emacht wird. 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Dabei hat sich die erstaunliche Tatsache ergeben, daß mehr denn 55 000 Schulkinder allein in London gezwungen sind, für Tagelohn zu arbeiten. 1] Beendigung des Bierboykotts in Rheinland- Westfalen. Nachdem die Portreter der Arbeiter die durch den Boykottschutzverband der rheinisch- westfälischen Brauereien nach längeren Verhandlungen mit den Arbeitern aufgestellten Bedingungen angenommen haben, ist der über die Berbandsbrauereien verhängte Boykott für aufachoben erflärt worden. Die Bedingungen lauten auf Wiedereinstellung von 123 ausgesperrten Brauereiarbeitern unter Anrechnung der bisherigen Dienstzeit, Beibehaltung der Lohntarife, Ergänzung der bis Oktober d. 3. eintretenden Vakanzen aus noch arbeitslosen, ausgesperrten und ausständigen Arbeitern. Bäckerstreik in Newyork. Ein Generalstreik der jüdi schen Bäcker ist ausgebrochen, infolgedessen Tausende unter der ärmeren jüdischen Bevölkerung ohne Brot sind. Betrü ger haben sich die Lage zunuze gemacht und versuchen, all abendlich Brot zu verkaufen, das als rituell„ koscher" bezeich net ist. Dabei kommt es regelmäßig zu schweren Ausschrei tungen, die das energische Eingreifen der Polizei erfordert Es werden Anstrengungen gemacht, um einen Generalstreil der Bäcker im ganzen Staate zu inszenieren. = Die Bücher des Jahres 1904. Nach einer soeben erchienenen Statistik sind im abgelaufenen Jahre rund 150 000 Bücher erschienen. Davon entfallen auf England 3381, die Vereinigten Staaten 7856, Frankreich 12 261, Italien 9975, die Niederlande 2837 und Deutschland 27 686. = Ein Land der Wälder. Eines der waldreichsten Län. der der Erde ist die australische Kolonie Neu- Seeland. Sie besitt 8,2 Millionen Heftar Waldgebiet mit den wertvollsten Bauhölzern. Die Behörden sind sehr für die Pflege des Waldes, jährlich werden 1,5 Millionen junger Bäume neu argepflanzt. Außerdem hat sich der Staat selbst eine halbe Million Hektar reserviert, wo fein Holz ohne seine Genehmi gung geschlagen werden dari. Lokales. 11. August 1905. ** Huddes Gnadengesuch abgelehnt. Aus zuverlässiger Quelle erfahren wir, daß das von dem Raubmörder Hudde durch seinen Verteidiger Dr. Jung- Gießen an den Großherzog eingereichte Gnadeng esuch abgelehnt worden ist. Mittwoch Nachmittag hielt, da der Justizminister beurlaubt ist, der Geheime Rat Bückel, dem Großherzog einen längeren Vortrag über das Gesuch, worauf der Landesherr sich entschloß, von seinem Begnadigungsrecht feinen Gebrauch zu machen. Somit sind für Hudde alle Wege erschöpft. Hudde fteht nach wie vor unter derselben strengen Bewachung. *** Kaiserpreisschießen. Heute Morgen 4 Uhr rückten die 8. und 12. Komp. des Inf. Reg. Nr. 116, Kaser Wilhelm II, nach dem Trupp nübungsplatz bei Darmstadt zum Kaiserpreisschießen aus. Die Kompanien tehren heute Abend 9 Uhr wieder nach Gießen zurück. ** Die Studentenschaft der Landesuniversität beschloß, daß in Zukunft an Stelle des Rektors ein vom Gesamtausschuß bestimmter Komilitone den Vorsiz im Ausschuß übernehmen und die Studentenschaft vertreten solle. Der Beschluß unterliegt der Genehmigung des Senats. *** Das Großh. Polizeiamt Gießen veröffentlicht in heutiger Nummer eine Warnung betr. das Schießen nach Singvögeln, auf die wir hiermit besonders hinweisen. *** Narrenhände beschmieren... In lezter Beit hat die schon oft gerügte Unfitte, Gebäude und Einfri bigungen, namentlich auch solche mit frischem Anstrich durch Beschmieren mit Kreide oder Schmuß zu verunreinigen, wieder sehr überhand genommen. Wir empfehlen deshalb allen, ein wachsames Auge auf die Kinder zu haben. Das Bolizeiant hat die Schußleute angewiesen, die Schuldigen im Betretungsfalle unnachsichtlich zur Anzeige zu bringen. *** Herbst- Pferdemarkt zu Gießen. Am 6. September findet zu Gießen ein Pferdemarkt mit Prämiierung fonfurrieren, Ehrenpreise gegeben. In den Abteilungen| lichen Abendversammlung Oberlehrer Lic Hermann- Darmstadt 2., 3. und 4. werden nur Pferde im Besiß von Händlern zugelassen. Der Prämiierunge plan, welcher die nähere Bedingungen enthält, wird von dem Weinhändler August Schwan zu Gießen auf Wunsch übersandt. * Bettlerzeichen an den Häuseru. Bisweilen fann man, schreibt man dem Franff. General- Anzeiger," an weniger auffälligen Stellen in der Nähe von Hauseingängen eigenartige Kreidestriche und Kreidefiguren wahrnehmen. In der Annahme, es seien dies harmlose Ergebnisse findlicher Schreib- und Zeichenversuche, pflegt man diesen Hieroglyphen feine weitere Bedeutung beizulegen. Es handelt sich aber dabei nicht selten um Beichen, die von Bettlern und Landstreichern herrühren und den Zweck verfolgen, ihren Leidens und Zunftgenossen gewisse Auskünfte über die Hausbewohner zu geben, ob sie gutmütig, mildtätig, geizig, bösartig oder ängstlich sind, ob ein wachsamer Hund gehalten wird u. dgl. mehr. Mitunter wird aber auch durch solche Zeichen auf eine günftige Gelegenheit zum Diebstahl oder Einbruch hingewiesen. Das geschieht mit Vorliebe an Häusern, deren Bewohner auf einige Zeit verreist sind. Es dürfte sich für die Hausbesizer empfehlen, solchen Zeichen ihre Aufmerksamkeit zuzuwenden und dieselben entweder zu entfernen oder die Sicherheitsorgane darüber zu verständigen. Die Zigeunerhorden pflegen bekanntlich ebenfalls auf ihren Streifzügen an Wegen und Läumen allerlei Zeichen zu hinterlassen, um ihren Genossen die eingeschlagene Reiferoute anzudeuten oder Warnungssignale abzugeben. | RM. Bom Binger Bahnhof. Die Eisenbahndirektion Mainz dergibt für die Anfertigung, Lieferung und Aufstellung der Bahnsteighallen im Bahnhof Bingen 99 Tonnen Eisenkonstruktionen, 1960 Quadratmeter Dachdeckung von Holz oder Beton und 320 Quadratmeter Glaseindeckung. Termin ist der 30. August. * * In Amerita verstorbene Hessen. Philipp Block in Brooklyn, geboren in Alsfeld. Frau E. M. Ecker, geb. Hoffmann, in Allegheny, geboren in Kirch Brombach. Apotheker Friedrich W. Kring in St. Louis, geboren in Hungen. * ** Lollar, 10. Auguft.( Eingesandt.) Einer ernsten Beit gehen wir in Lollar wiederum entgegen, nämlich der Wahl eines Bürgermeisters. An Bewerbern wird es auch diesmal wohl nicht fehlen, allein den rechten Mann zu finden, der ohne Eigennug und Ehrgeiz das Wohl der ganzen Gemeinde wahrnimmt, ist schwer. Es wäre sehr zu wünschen, daß ein tüchtiger, umsichtiger Mann, ausgerüstet mit den nötigen Kenntnissen auf landwirtschaftlichem sowohl als auch gewerblichem Gebiet vorgeschlagen und einstimmig gewählt würde, damit Lollar wieder in die ruhigen Bahnen von früher geleitet werde. Ein Wähler. ** Krofdorf, 10. Auguft. Bei verendeten Schweinen der Eingesessenen Karl Bender, Philipp Schubecker und Eduard Abels Ww. ist die Notlauffeuche festgestellt und über die Gehöfte die Sperre verhängt worden. > Rodheim a. d. B. Am tommenden Sonntag wird in unserem freundlichen Orte ein Missionsseft gefeiert. Als Festredner sind Pfarrer Wagner- Niederflorstadt und Pfarrer Koch zu Lüzellinden gewonnen. Von unserer missionsfreundlichen Bevölkerung ist eine starke Feftbeteiligung zu erwarten. Der Vormittagsgottesdienst wird in unserer Kirche und der Nachmittagsgottesdienst bei günstigen Wetter im Walde gehalten werden. -b Dutenhofen, 10. August. In Dutenhofen wird Sonntag, den 13. Auguft der Grundstein zur nenen Kirche gelegt. Die altehrwürdige Kirche, welche sich für die Gemeinde als zu klein erwiesen hat, wird nach den Pänen des Kreisbaumeisters Witte zu Weglar bedeutend erweitert. Der Bau wird die Kreuzform erhalten und in einfacher Weise zur Ausführung kommen. Die Gemeinde, welche in den letzten Jahren auf dem Verkehrs- und Schulgebiet große Ausgaben hat, hat jest doch in richtiger Würdigung der Bedeutung firchlichen Lebens mit Unterstützung der Behörde die nicht unbedeutenden Mittel aufgebracht. * Wetzlar, 10. Auguft. Wenn die Fortbildungsschule fehlt. Vor der Fachprüfungsfommission für den Kreis W Blar legten gestern Wilhelm Beckert- Griedelbach, August Groh- Dorlar, Heinrich Binz- Hörnsheim und Johann Jung 2.- Lügellinden die Prüfung als Zimmergeselle ab. Während der Ausfall der Prüfung nach der praktischen Seite hin ein recht guter war, schreibt der Wegl. Anz.", so ließ die theoretische zu wünschen übrig. Es trat dabei als ein angel zutage, daß die jungen Leute teine Gelegenheit gehabt hatten, Fortbildungsschulunterricht zu genießen. " ? Weglar, 10. Auguft. Brauereiverkauf. Herr Luy verkaufte seine Brauerei Zum grünen Laub" für 295 000 t. an die Herren H. Gerlach und J. Euler dahier. ][ Dorf Güll, 10. Auguft. Hier ist ein Fall von ilzbrand festgestellt und über das betr. Gehöst die Sperre verhängt worden. ftatt. Die letzten Mä fie waren durchschnittlich mit etwa 300 Pferden befahren und von Händlern und Landwirten sehr gut besucht. Es wurden recht bedeutende Käufe abgeschlossen. Auch für diesen Herbst steht ein guter Markt zu erwarten. Für die Pämiierung der Pferde stehen 1670 Mt. zur Verfügung. Die Prämiterungstommission Die Prämiterungstommission besteht aus dem Gutspächter Müller- Neuhof bei Gießen, Borsigenden des Landeepferdezuchtvereins, Gute pächter Bene Hof Altenberg bei Weßlar, Dekonomierat Hofmann- Hofgüll, Schlachthofdirettor Dr. Liebe Gießen, Oberstleutnant BahnGießen. An Preisen sind die folgenden vorgesehen: 1. Abteilung: Reitpferde: 30 und 20 Mt. 2. Abteilung: Wagenschläge( paarweis): 70, 60 und 40 f. 3. Abteilung: Arbeitsschläge( paarweise) a) schwere: 80, 60 und 40 mt, b) leichte: 60, 40 und 20 t. 4. Abteilung: Arbeits-§ Lauterbach, 10. Auguft. Unser Volksfest, das altschläge( einzeln) a) schwere: 30, 20, 15 und 10 Mt., b) befannte Hainigfest, wird fommenden Sonntag gefeiert leichte: 30, 20, 15 und 10 Mt. 5. Abteilung: Arbeits- werden. Das Arrangement hat wiederum der Turnverein schläge( diese Pferde müssen mindestens 6 Monate im Besiß übernommen, der durch turnerische Vorführungen dem Fefte von Landwirten sein, die Mitglied des hessischen Landes- noch ein besonderes Gepräge verleihen wird. Der Feftzug pferdezuchtvereins oder eines landwirtschaftlichen Bezirks- wird um 2 Uhr am Felsenkeller" aufgestellt werden. vereins find): a) einzelne Pferde: 30, 20 und 10 mt.,* Limburg, 9. Aug. Haftpflicht der Lehrer. b) paarweise: 50, 30 und 20 t. 6. Abteilung: Drei Die Stadt hat für alle städtischen Lehrer und Lehrerinnen jährige Fohlen: a) Wagenschläge: 40, 30, 20 und 10 mt, die Haftpflicht übernommen. b) Arbeitsschläge: 40, 30, 20 und 10 mt. 7. Abteilung: Bweijährige Fohlen: a) Wagenschläge: 30, 20, 20 und. 10 Mt., b) Arbeitsschläge: 30, 20, 20 und 10 Mr. 8. Abteilung: Buchtstuten mit Fohlen oder nachweislich gedeckt. ( Brämien für inländische Büchter, welche Mitglied des Landespferdezuchtvereins find): a) Magenschläge: 60, 50, 30, 20, 15 unb 10 t., b) Arbeitsschläge: 60, 50, 30, 20, 15 wt., und 10 Mt. In den Ableilungen 1. bis 4. werden für im Privatbesitz befindliche Pferde, die nicht um Geldpreise PA. Alsfeld, 10. Auguft. Evang Bundesfest. Am 24. und 25. August wird der hessische Hauptverein des evang. Bundes in unseren Mauern tagen, und schon rüstet sich Alsfelds Bürgerschaft, allen Gästen gaftliche Herberge zu bestellen und herzlichen Willkomm zu bereiten. Bei dem reichen Programm der beiden Festtage dürfen wir erwarten, baß feiner der Teilnehmer unbefriedigt nach Hause geht. Am 24. August spricht in der Abgeordnetenversammlung u. a. Pfarrer Ecriba- Groß- Winternheim und in der öffentund Pfarrer Lo08- Butzbach. Am 25. August wird vormittags im Gottesdienst Pfarrer Berck Waidmichelbach die Festpredigt halten und in der Mitgliederversammlung referieren Landgerichtsrat Smedenbecher Gießen und Pfarrer D. Guyot- Heppenheim. leichten Kleidung. Im einem Nachbarorte war ein * Bad Nauheim, 10. Aug. Ein Anhänger der Landwirt mit Umarbeitung eines Ackers beschäftigt. Da es ihm hierbei anscheinend etwas warm" wurde, war er furz entschlofien, zog seine Hose aus und- ackerte zum Ergößen der auf dem Felde arbeitenden Leute, nur mit Hemd und Schuh n gekleidet, gemütlich weiter! ** Aus der Wetterau, 10. Auguft. Die Eröffnung der Teilstrecke Stockbeim- Windecken von der im Bau begriffenen Nebenbahnlinie Steckheim- Vilbel findet am 1. Oftober statt. ?? Amöneburg, 10. Auguft. Der Steckbrief hinter dem Bürgermeister. Gegen den Bürgermeister unserer Gemeinde, Weber, der 11000 Mt. städtische Gelder unterschlagen hat, ist ein Steckbrief erlassen worden. Man vermutet, daß der Defraudant sich auf dem Wege nach Amerika befindet. * Marburg, 8. Aug. Vorsicht. Hier sind drei Kinder einer Familie dadurch schwer erkrankt, daß sie beim fog. Seifenblasenmachen start talihaltige Seife benutzt hatten. ? Mainz, 10. Auguft. Automobil und Feuerwehr. Zum 1. Oftober werden bei unserer Feuerwehr Automobile als Mannschaftswagen in Betrieb gestellt. * Altenkirchen, 10. August. Die Landwirtschaftskammer für die Rheinproving hat die Errichtung einer Buchtstation für Glau und Lahnvieh auf der Domäne Raffroth und einer solchen auf der Arbeiterkolonie Elfenroth beschlossen. * Alzey, 10. Auguft. Mittwoch, 30. August, wird zum erstenmale in Alzey der vom landwirtschaftlichen Provinzialverein eingerichtete Provinzialziegenmarkt abgehalten. Zum Markte sind nur Böcke, Biegen und Lämmer von Besizern zugelassen, die Mitglieder des Brovinzialziegenzuchtvereins find. Bingen, 10. August. Auf dem Rochusberg soll in der Nähe der Rochustapelle ein Alters- und Erholungsheim für katholische Briefter errichtet werden. Aus dem Gerichts[ aal. Straftammer. Gießen, den 10. August 1905. Einige Burschen aus Grünberg belästigten in dem Wartesaal der dortigen Station mehrere Frauen. Als sie von dem diensttuenden Beamten zum Verlassen des Lokals aufgefordert wurden, widersetzten sie sich und beleidigten ihn. Es wurde dieserhalb durch das Schöffengericht Ludwig Rappes mit einer Gefängnisstrafe von 2 Wochen 3 Tagen und einer Woche Haft belegt; Johannes Wagner wurde zu einer Woche und 20 Mt. Geldstrafe verurteilt, während ihr Genosse Ritter mit einer Geldstrafe durchkam. K. und W. verfolgten Berufung und die Straffammer erhöhte die Gefängnisstrafe des Rappis auf 4 Wochen und setzte die Haftstrafe auf drei Tage herab. Wagner blieb aus, weshalb seine Berufung verworfen wurde. Der Heuhändler Karl Gerhardt von Grünberg erhielt einen Sirafbefehl, weil er seinen Hund, den man als bösartig bezeichnete, frei umherlaufen ließ. Auf Einspruch kam das Schöffengericht zur Bet etner Freisprechung, bei der es auch die Kammer beließ. Privatklage des Mitts Hamel gegen Fräulein Wellhöfer in Gießen fam das Gericht zur Freisprechung der Angeklagten. -In der Privattlage sache des Schreinermeisters Friedrich Schäfer in Groß- Felda gegen den Sattlermeister Louis Völzing von da mußte Vertagung eintreten. - Kirchliche Nachrichten für Gießen. Evangelische Gemeinde. Am 8. Sonntag nach Trinitatis, den 13. Auguft. In der Stadtkirche. Vormittags 8.00 Uhr: Pfarrer Schwabe. Bugleich Christenlehre für die Neutonfirmierten der Markus gemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrer D. Schlosser. In der Johannesfirche. Vormittags 8 Uhr: Pfarrer Euler. Bugleich Chriftenlehre für die Neufonfirmierten aus der Lufasgemeinde. Vormittags 9.30 Uhr: Pfarrassistent Sattler. Batholische Gemeinde. Samstag, den 12. Auguft. Nachmittags um 5 Uhr und abends 8 Uhr: Gelegenheit zur hl. Beichte. Sonntag, den 13 Auguft. 9. Sonntag nach Pfingsten. Borm. von 6.30 Uhr an: Gelegenheit zur hl. Beichte. um 7 Uhr: Die erste heil. Messe, vor und in derselben Austeilung der heiligen Kommunion. " 8 Uhr: Die zweite heil. Messe. Vorm. bon 9.30 Uhr an: Hochamt mit Predigt. Nachmittags um 2½ Uhr: Christenlehre; darauf Andacht. Batholischer Gottesdienst in Grünberg findet statt: Sonntag, den 13. August vormittags 9½ Uhr. Siebener landwirtschaftlicher Wetterdienst Voraussichtliche Witterung in Hessen für Samstag, 12. Auguft. Vorwiegend heiter, mäßig warm. ( Näheres durch die ießener Wetterfarte.) den Verantwortlich: für die Politik und den Inseratentell: 16 in klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beibe in Gießen. Polizeiverordnung über die Einfuhr und Durchfuhr von frischem Fleisch. Auf Antrag und nach Anhörung der Stadtverordneten- Verſammlung und mit Genehmigung Großb. Ministeriums des Innern vom 3. August 1905 wird auf Grund des Artikel 1 des Gesetzes, die Ausführung des Reichsgesetzes über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau betreffend vom 4. April 1903 und des Artikel 56 der Städteordnung bestimmt: § 1. Alles nicht im öffentlichen für die Stadt Gießen errichteten Schlachthaus ausgeschlachtete frische Fleisch darf in den Stadtbezirk nur dann eingeführt und dasel st verwendet werden, wenn durch eine amtliche Nachuntersuchung festgestellt wird, daß die Schlachttiere, von denen dieses Fleisch herrührt, der nach dem Reichsgesetz vom 3. Juni 1900 vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung unterlegen haben und Für alle beim Heimgange unseres lieben Arthur erwiesene Teilnahme sprechen innigen Dank aus. Frau Wilhelm Grallert und Familie, Hamburg, im August 1905. Neuer Saalbau( Stein's Garten). Sonntag, den 13. Auguft, abends 8 Uhr; Zweites Grosses Konzert hierbei nicht beanstandet worden sind, sowie daß dieſes Fleisch in des 1. Stockholmer Damen- Gesangs- Quartetts. zwischen nicht verdoi ben ist, noch auch sonst eine gesundheitsschädliche Aenderang seiner Beschaffenheit erlitten hat. § 2. Direktion: Frau M. Hafgren. Bekanntmachung. Die hauptsächlich unter der Schuljugend vielfach verbreitete, nicht scharf genug zu verurteilende Unfitte, Gebäude, Einfriedigunge 2c., namentlich solche mit frischem Anstrich durch Beschmieren mit Kreide, Schmutz u. s. w. zu verunreinigen, hat in legter Zeit wieder sehr überhand genommen. Wir sehen uns daher veranlaßt, vor dem Begehen solcher Beschädigungen eindringlichst zu warnen, sowie n Lehrer, Eltern, Vormünder 2c. das dringende Ersuchen zu richten, die ihrer Obhut unterstellten Kinder mit allen ihnen zu Gebote stehenden Mitteln von der Verübung derartigen Unfugs abzuhalten. Das Aufsichtspersonal ist angewiesen, die Schuldigen im Betretungsfalle unnachfichtlich zur Anzeige zu bringen, im Falle der Strafunmündigkeit der betr. Kinder aber die Bestrafung ihrer Eltern, Vormünder 2c. nach Art. 44 In Original- Landestrachten von Dalarne in Schweden. Neues reichhaltiges Programm: Sol, Terzette und Quartette in des Polizeistrafgesetzes herbeizuführen. schwedischer und deutscher Sprache. Eintritt 60 Pfg. Das zur Einfuhr oder Durchfuhr bestimmte Fleisch muß mit einent amtlichen Stempel versehen sein, aus dem hervorgeht, daß die Schlachttiere, von denen das Fleisch herrührt, der nach dem Reichs- Eintritt 60 Pfg. gesetz vom 3. Juni 1900 vorgeschriebenen amtlichen Untersuchung Im Vorverkauf bei Herrn Challier, Musikalienhandlung 50 Pfg. unterlegen haben und hierbe! nicht beanstandet worden sind. § 3. Das zur Einfuhr bestimmte Fleisch muß nach Entrichtung der Verbrauchssteuer auf dem kürzesten Weg nach dem städtischen Schlachthof verbracht werden, woselbst es mit dem Tag des Verbrauchssteuerscheins in ein Verzeichnis eingetragen wird. Untersuchung täglich Ausnahme der SonnEisenbahn- Fahrbeamten- Verein Giessen. Sonntag, den 13. August: und Feiertage von 7 bis 12 Uhr Vormittags us tha: Waldfest am Ludwigsbrunnen. mittags statt. Wird das Fleisch nicht beanstandet, so wird es mit dem entsprechen den Stempel versehen und dem Verkehr freigegeben. Wird es als beanstandet, verdorben oder gesundheitsschädlich befunden, so ist eine polizeiliche Entscheidung über das weitere Verfahren erforderlich. § 4. Wird eingeführtes frisches Fleisch beanstandet, so sind neben einer etwa verwirkten Strafe die Verbrauchssteuer und die Beschaugebühr in jedem Fall zu Gunsten der Stadtkasse verfallen. § 5. Abmarsch mit Musik 22 Uhr vom Ludwigsplay. Bei ungünstiger Witterung im Saale des Felsenkeller. Freunde und Gönner sind herzlich willkommen. Rodheim Der Vorstand. a. d. Bieber Das zur Durchfuhr beſtimmte Fleiſch muß bei der Ausfuhr Missionsfest am Sonntag, 13. Aug. 1905 noch mit dem in§ 2 genannten amtlichen Zeichen versehen sein, das von dem Verbrauchssteuererheber der Ausgangsstelle geprüft wird. Ist das Zeichen verletzt oder ein Zeichen nicht vorhanden, so wird das Fleisch beschlagnahmt und in den Schlachthof zur Untersuchung Wird es als ge= verbracht. Dort wird nach§ 3 damit verfahren. fund befunden, so hat der Verbrauchssteuer aufseher das weitere zu verfügen. Die Einfuhr von gehacktem Fleisch ist verboten. § 6. § 7. Der Einbringer hat außer der Verbrauchssteuer eine Beschaugebühr zu entrichten. Diese beträgt für 1 Kilogramm Fleisch oder Eingeweide, soweit letzteres nicht im ganzen eingeführt wird, 2 Pfg.; für das gesamte Eingeweide eines Stü fes Großvieh werden 30 Pfg., eines Stückes Kleinvieh 20 Bfg. erhoben. Bruchteile eines Kilogramms werden voll berechnet. Bei in der Haut eingehenden ge= schlachteten Tieren kommt bei der Berechnung das Gewicht der Haut in Abzug. Auch ist für alle im natürlichen Zusammenhang eingeführten Teile eines Schlachttieres als Beschaugebühr fein höherer Betrag als die jeweilige für den Schlachthof zu Gießen festgesetzte Schlachtgebühr zu entrichten. Die Beschaugebühr wird zusammen mit der Verbrauchsabgabe erhoben. § 8. Die Bestimmungen dieser Polizeiverordnung finden keine Anwendung auf von Privaten eingeführtes frisches Fleisch, sofern es zum Verbrauch im eigenen Haushalt bestimmt ist. § 9. Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiberordnung werden, soweit nicht nach anderen Bestimmungen, in8besondere dem Reichsfleischbeschaugesez eine höhere Strafe verwirft ist, mit Geldstrafe bis zu 30 mt. bestraft. § 10. Diese Polizeiverordnung tritt am 1. September 1905 in Kraft. Gießen, den 8. August 1905. Gr. Bürgermeisterei Gießen. J. V.: Curschmann. Bekanntmachung. Es wird hiermit zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß durch Reichsgesetz vom 14. April 1905 der§ 23 des Personenstandgesezes folgende Abänderung im Wortlaut erhalten hat: И Wenn ein Kind totgeboren oder in der Geburt verstorben ist, so muß die Anzeige spätestens am nächßfolgenden Wochentage geschehen." Die Anzeige von totgeborenen oder in der Geburt verstorbenen Kindern zum Sterberegister braucht daher, wenn der Geburtsfall an einem Samstag erfolgt ist, Festprediger: Pfarrer Wagner zu Niederflorstadt und Pfarrer Koch zu Lüzellinden. Beginn der Gottesdienste um 11 und 2 Uhr. Nachmittags bei günstiger Witterung im Walde. Alle Missionsfreunde ladet helichst ein Der Kirchenvorstand. PALMIN feinste Pflanzenbutter unübertroffen zum kochen, braten u. backen 50% Ersparnis gegen Butter! Gießen, den 10. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Bekanntmachung. Es ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß trot unserer kürzlichen Warnung immer noch in Gärten ohne polizeiliche Erlaubnis, oder sogar nach eingeholter Grlaubnis zum Schießen von Raubzeug nach Singvögeln und Tauben geschossen worden ist. Wir warnen hiermit ausdrücklich vor dem leichtsinnigen Schieken und insbesondere vor dem Schießen nach uütlichen Bögeln. Die Schutzmannschaft ist angewiesen, ein besonderes Augenmerk auf diese Ausschreitungen zu richten und unnachsichtlich Anzeige zu erheben. Gießen, den 10. August 1905. Großh. Polizeiamt Gießen. Herberg. Verdingung von Drainagearbeiten. Die zur Ausführung für die Feldbereinigung in der Gemarkung Rodheim bei Hungen vorgesehenen Drainagen erforderlichen Arbeiten sollen im Wege schriftlichen Angebotes vergeben werden und zwar: Graben- und Rohrberlegungsarbeiten, beranschlagt 9000,00 Mr. 205,60 Maurerarbeiten, " " Die Verdingungsunterlagen liegen auf Großherzogl. Bürgermeisterei Rodheim zur Einsicht offen. Angebote haben in Prozenten des Kostenanschlages zu erfolgen und sind verschlossen, postfret und mit entsprechender Aufschrift versehen bis spätestens Mittwoch, den 16. Auguft, vorm. 10 Uhr bei Großh. Bürgermeisterei Rodheim einzureichen. Eröffnung der Angebote in Gegenwart etwa erPostkarten- Centrale dienener Bieter.- Zuſchlagsfrist 3 Wochen. Gießen empfiehlt: am Kanzleiberg Sonnenstraße 5 Stadt- Ansichten, Blumen-, Serien-, Witzkarten, Künstlerkarten. Das eigene Porträt auf der Postkarte à Stück 15 Pfg. Gießen, den 5. August 1905. Großh. Kulturinspektion Gießen. Wißmann. Feinste Speise: SalatKartoffeln empfiehlt 1. J. Hankel, Gießen, Schloßgasse 6. Fahrzeugwerke ,, Wilhelmshöhe" Den Verkauf bei Cassel empfehlen ihre vorzüglichen, unübertroffenen Erzeugnisse in Fahrrädern mit neu pat. Doppelglockenlager, Motorrädern, sowie Fahrradteilen u. Zubehör zu fonkurrenzl. bill. Fabrikpreisen und weitgehendster Garantie. Katal, gratis u. franco. Mustermaschine Tiefenweg 10 z. besicht. Die nicht mehr am Sonntage, sondern erst am Montage, Königliche Baugewerkschule zu Jostein( Taunus) dem nächsten Wochentage, erstattet zu werden. An diesem eröffnet das Winterhalbjahr am 18. Oktober. Tage ist aber die Anzeige auch dann zu erstatten, wenn der Montag ein Feiertag( z. B. 2. Feiertag) ist. Gießen, den 9. August 1905. Großherzogl. Standesamt Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Bei der Stadtkasse ist die Stelle eines jüngeren Bureaugehülfen alsbald anderweit zu besetzen. Geeignete Bewerber, welche einige Senntnisse im Rechnungswesen besitzen müssen, wollen ihre Meldungen. Programme versendet kostenlos Die Direktion. Wasserpumpen. Jauchepumpen, Jauchefässer, Jaucheverteiler, Jauchewagen, Gartensprißen, liefert billigst Herborner Pumpenfabrik Herborn. alsbald, versehen mit Lebenslauf und Zeugnissen, unter In einer Kreisstadt Oberhessens Angabe ihrer Gehaltsforderungen bet uns einreichen. Gießen, den 8. August 1905. Großh. Bürgermeisterei Gießen. Mecum. Bekanntmachung. Herr Stadtrechner Doepfer ist vom 11. bis 25. August beurlaubt und wird in dieser Zeit von dem ersten Stadtkassengehülfen Herrn Peter vertreten. Gießen, den 9. August 1905. Großh. Bürgermeißerei Gießen. Mecum. chist ein fleines gutgehendes Kolonialwaren- Geschäft mit Grundstück billig zu verkaufen. Wirtschaftskonzession ruht auf dem Haus. Offerten unter 7433 an die Expedition dieses Blattes. Arbeiter für dauernde Arbeit bei gutem Lohn gesucht. Meldungen auf dem Lohnbureau der Buderus'schen Eisenwerke Lollar. bon Hotels, Gastwirtschaften, Villen, Häusern, Gütern und Baugeländen bermittelt u. foulanter Bedienung J. Rosenthal. Gießen, Bismarckstraße 10. Auskünfte über Vermögens, Familien- und Privatverhältnisse aus jedem Orte gewissenhaft und diskret besorgt das Auskunftsbureau A Wolffky, Berlin N. 37. Desgl. Einziehung von Forder= ungen.( Gegründet 1884). Joh. Seibel Giessen, Ludwigsplatz empfiehlt sein Lager in Cherry, Portwein, Vino de Wermuth, Samos, Malaga in nur guten Qualitäten. 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Endlich, furz vor wach oder träumt fie Bettchen, das Tai über sie, dicht über fi die auf einem Stubl so inbrünstigen Auß unter der Bettdede b Drei Tage lang gefunden, daß er fie nicht begreifen fann Fragen hat sie auf d als sei er ein Rind Freunde. Aber Eit begreift ihn sehr gu Warum wohnst du Mann zudt zusamme ginge, daß es zu falt beharrt Esther. Sel Warum wohnen wir Warum! Der Mann fann fragenden Blid so f ein paar Wochen im im Freien sein, D, und welche Au ganzen, trägen Win fie ihn im Sommer Either schreit au dem Vater um den Des Mannes St hutsam aber hastig n Aleinen. - Sie läg suwa- seuminje ausgejay Detachement haben am geichlagen. Auf deutsche und die eine Stunde ent 1300 auf drei Stunden Aufständische bedroht. Mann ausgeidifit. Schwarze Soldaten, e Major Johannes ist b gegen Aufständische. Der Buffard" h Auffüllung der vo Handwaffen befomm Der Gouverneur Johannes meldet, e feiner Annahme wir gelegt jein. Die Ar gegen die auffäffigen Berwundet wurde die ist die Veranlassung reichlichem Biergenui * Die Vorstände de maren gestern in Berl die Fleischteuerung zu wirtschaftsminister von der Grenzen für Schm nicht erfolgen fönnen. gänzlich geichloije Der Zwischenfall an die Weichsel überschreiten bei Mifum Miffum in S fein. Deutsche Schuttru Schützen gerieten dort ins lefen getötet und andere meldet, ist der franzöfi daß die von den Deutiche Argelegenheit gefangen affen worden find.