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Jahrgang Abonnement@ prete: abgeholt monatlich 50 Pig., tn's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Nenelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeifung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalauzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Saat und Ernte. [ Politische Wochenschau.] Der Reichstag hat in der vergangenen Woche die Verahung der Handelsverträge begonnen, die den Abschluß einer langwierigen und mühevollen Arbeit bilden. Doch wenn sie in der Form einen Abschluß darstellen, in Wirklichkeit sind sie nur eine Aussaat, die die künftige Ernte vorbereitet. Die Verträge schaffen bloß die Grundlage für die gedeihliche wohlfahrtfördernde nationale Arbeit auf landwirtschaftlichem und industriellem Gebiet. Namentlich die Landwirtschaft, die so laut, wohl mit gutem Grund, über Ungunst der Erwerbsbedingungen geflagt hat, darf in den Hilfen, die die neuen Verträge ihr bieten werden, feine Antwartschaft auf Segen ohne Fleiß erblicken, vielmehr einzig die Möglichkeit einer Aussicht auf Erfolg unter der Voraussetzung sorgfältiger und Muger, alle Vorteile wahrnehmender kaufmännisch- wirtschaftlicher Gebahrung und harter Arbeit. Erst aus dieser Saat fann die Ernte erblühen. Die Kanalvorlage, jahrelang Gegenstand manchmal recht erbitterten Streits, hat das Abgeordnetenhaus mit überraschender Schnelligkeit passiert. Eine Zweidrittelmehrheit botierte alle Einzelheiten des Gesezes nach den Vorschlägen der Vorberatungsfommission; eine Zweidrittelmehrheit nahm das Ganze an. Fehlt nur noch die Zustimmung des Herrenhauses, an der nicht gezweifelt wird. Die zu bauenden Kanäle verursachen nach dem Voranschlag mehrere hundert Millionen Kosten, und der wirkliche Aufwand wird den Voranschlag wahrscheinlich noch erheblich übersteigen. Welche Ernte muß man von dieser Millionensaat erhoffen! Der Bergarbeiterstreif in Westfalen ist zu Ende gebracht worden. Die Bergarbeiter haben ohne unmittelbaren Erfolg, zu den alten Bedingungen, zur Arbeit zurückkehren müssen, mit keinem andern Ergebnis als dem der Aufzehrung ihrer fargen Ersparnisse. Und manchmal mußten sie noch froh sein, daß man sie überhaupt wieder zuließ. Die Bergwerksbefizer lehnten hier und da die Wiedereinstellung der Bergleute ab, die Führer und Sprecher der übrigen sind dabei bielleicht etwas übereifrig gewesen. Seltsamerweise sind die umpersönlichen Aktiengesellschaften durchschnittlich viel nachfichtiger gewesen als die Einzelbesizer, die überhaupt durch starre und schroffe Haltung sich auszeichneten. Die Hoffnung der Bergarbeiter ist auf die Novelle zum Berggesetz gerichtet, das die Arbeiterforderungen zu gefeßlich vorgeschriebenen Arbeitsbedingungen machen soll. Die Bergarbeiter selbst sind in ihrer Hoffnung nicht allzu sanguinisch. Sie wissen, daß die Bergwerksbesizer im preußischen Abgeordnetenhaus viele Freunde und großen Einfluß haben, und daß dort starke politische Bedenken gegen eine die Autorität der Besitzer untergrabende oder auch nur schwächende Sozialgesetzgebung vorhanden sind. Sie glauben deshalb, daß im Reichstag ihre Wünsche vielleicht eher auf Erhörung rechnen könnten, und bitten um reichsgesetzliche Regelung ihrer Angelegenheiten, wenn die staatsgesetzliche versagt. Bemerkenswert ist unter allen Umständen das Vertrauen der Bergarbeiter zu der Regierung, in Preußen sowohl wie im Reich. Das war früher nicht so und ist leider auch jetzt noch nicht überall so. Das Bergaefez aber, das unbedingt kommen wird, wenn auch erst nach Ueberwindung mancher Widerstände, wird die Ernte der jezigen Aussaat bringen. Schroffheit und Nachgiebigkeit von heute werden darin ihren Lohn finden, beide nach Verdienst. Die Zuckungen, die das ganze europäische Rußland in der zweiten Hälfte des Januar ergriffen haben und in der vergangenen Woche, wenn auch abgeschwächt, fortdauerten, sie bildeten die Ernte der von früherer langjähriger BeamtenMißwirtschaft ausgestreuten bösen Saat. Und wiederum sind die ungeordneten Bewegungen der Gegenwart Aussaat für die Zukunft. Nicht alles, was jezt angeregt worden ist, kann reifen, oder doch erst in einer späten Zukunft reifen. Aber manches wird schon bald aufgehen. Noch keinem Menschen ist es beschieden gewesen, gleichzeitig Krieg nach außen zu führen und nach innen Reformen zu schaffen. Daß Zar Nikolai II. sie vorbereitet, ist erstaunlich genug und bildet den besten Beweis für ihre Unaufschieblichkeit. Der Krieg mit Japan soll noch kein Ende sehen. Die Armee im fernen Osten soll einen dritten Oberstkommandierenden erhalten. Dem Statthalter Admiral Alerejem folgte General Kuropatkin, den jezt Feldmarschall Großfürst NikolaiNikolajewitsch ablösen wird. Die bisherigen Mißerfolge sind schwerlich die Schuld derer, die dafür verantwortlich gemacht werden. Die unerfreuliche Gegenwartsernte ist das Ergebnis früherer Saat. Bestechlichkeit, Disziplinlosigkeit, Neigung zu Uebergriffen, Hochmut, das ist die Stufenleiter der Verschuldung gewesen, und die Sühne mußte gezahlt werden, als sich herausstellte, daß nichts vorbereitet war, die Magazine leer standen und keiner dem andern trauen durfte, der Vorgesetzte nicht dem Untergebenen, der Untergebene nicht dem Vorgesetzten. Von England ist in voriger Woche eine Beunruhigung ausgegangen, die erfreulicherweise schnell wieder schwand. Eine ganz harmlose, aber etwas undeutlich ausgedrückte Bemerkung des Zivillords der Admiralität Arthur Lee, eines Mannes in unverantwortlicher Stellung, war von einer Londoner Zeitung in böser Entstellung wiedergegeben worden. Die Korrektur erfolgte mit rühmlicher Schnelligfeit. Das ganze Mißverständnis aber wäre nicht möglich gewesen, wenn nicht die Londoner Times" vorher anhaltend und systematisch bemüht gewesen wäre, verhetzend Mißtrauen zwischen England und Deutschland zu säen. Die Aussaat der„ Times" war hier aufgegangen und in die Halme geschossen, böse Frucht tragend. Die Gegenwirkung, die von der Times" gewiß nicht beabsichtigt war, ist nicht ausgeblieben: ein Austausch aufrichtiger Freundschaftsversicherungen. Ungarn steht in einer Ministerkrisis. Der Führer der stärksten Partei, Kossuth, steht vor der ministeriellen Krippe und darf doch sich nicht zu ihr neigen. Seine Vergangenheit hindert ihn daran. Er hat so wenig gehofft, jemals eine Mehrheit hinter sich zu sehen, daß er nicht darauf bedacht war, sich regierungsfähig zu erhalten oder zu machen. Seine Anstrengungen, das Versäumte nachzuholen, haben ettvas Burleskes. Freunde wie Gegner fönnen sich dem Eindruck nicht entziehen und lachen über den unglücklichglücklichen Sieger, der jetzt nicht essen darf, weil er sich vor der Mahlzeit übernommen. Feindschaft gegen die Dynastie FÜRSTLICHE BRAUERE KÖSTRITZ THÜRINGEN RIE TPIO LIVERPOOL NDWIRTH FRINZ FED WIEN EXHIBURG FOR HYCIUEEN LONDON 1853 LONDON Gegründet 1696 VENEDIG VICTORIA ALMERITY HRUNGSMIT TELAU MAGDEBURG 1893 URC AGENDE GEN MAGDEBURG INGIN DER AMSTERDAM LEIPZIG Gegründet 1696 Köftriker Schwarzbier Dieses altberühmte Bier, welches infolge seines großen Malz- und Würze- Egirattes und geringen Alkoholes besonders Kindern, Blutarmen, Wöchnerinnen, nährenden Müttern und Rekonvalescenten jeder Art von hohen medizinischen Autoritäten empfohlen wird, ist zu haben in Giessen bei F. 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Der Vorsatz ist gut, wenn er ehrlich und nicht ein Vorwand ist, wenn er nicht eine Umschreibung für die Bestrebungen und Anschauungen ist, deren Charakterisierung das Wort vom ungarischen Globus" gegeben hat: Ein nicht magyarischer Vizegespan beanstandete in einer Schule seines Bezirks die Anschaffung eines Globus. Auf die Notwendigkeit dieses Lehrmittels für die geographisch- unterrichtlichen Zwecke aufmerksam gemacht, verharrte er dabei, daß eine unnüße Ausgabe wenigstens insofern vorliege, als man doch keinen Erdglobus, nur einen„ ungarischen Globus" gebraucht hätte. Die kleinen Magyaren, die am ungarischen Globus" Geographie, und nicht bloß diese, gelernt haben, sind inzwischen herangewachsen, die Saat jenes Vizegespans ist aufgegangen und zur Ernte reif. Wandernde Häufer. Newyork, 1. Februar, Es ist hierzulande nichts Ungewöhnliches, daß ein ganze Cebäude verschoben wird. Man hat nicht nur Häuser in die Höhe gehoben, wenn sie durch Nachgiebigkeit des Bodens eingesunken waren( z. B. in ganzen Stadtvierteln von Chicago), oder wenn man sie, ohne die Bewohner zu stören, um ein Stockwerk erhöhen wollte, sondern man hat auch Häuser von einem Ort zum anderen geschafft. Jetzt sind noch weitere Fortschritte in diesem merkwürdigen Verfahren zu verzeichnen, wie ein Fall lehrt, dessen schwierige Verhältnisse wohl in jedem anderen Lande den bloßen Versuch eines solchen Wagnisses verhindert haben würden. Es handelte sich um ein zweistöckiges Ziegelgebäude, das 900 Tonnen wog und schon etwa 60 Jahre alt war. Man wollte das Haus um mehr als 6 Kilometer verlegen. Das Unternehmen mußte um so heifler erscheinen, als der Transport teilweise zu Lande und teilweise zu Wasser geschehen mußte. Die zu durchmessende Strecke war denkbar ungünstig, weil der Boden von sumpfiger Beschaffenheit war und ein Versinken der eigentümlichen Ladung zu befürchten stand. Als man diese Schwierigkeit überwunden und die ungeheure Ladung glücklich bis ans Ufer des Flusses geschafft hatte, trat ein neuer unvorhergesehener Umstand ein, der die Vollendung des Werkes in Frage stellte. Der Fluß schwoll nämlich plötzlich an, so daß das Haus bis zur Hälfte des zweiten Stockwerks überschwemmt wurde und somit auf einmal mitten im Strom stand. Nun wurden die Balken, auf die das Haus gestüßt war, in aller Eile durch eiserne Schienen verstärkt. Das Mittel half, und nachdem die Wasser gefallen waren, konnte man das Gebäude vom Ufer auf einen großen für Kohlen bestimmten Brahm gleiten lassen, worauf es den Alleghanyfluß abwärts auf seinen Bestimmungsort zugetrieben wurde. Man beachte SINGER die Fabrikmarke. SINGER TRADE MANFG.CO MARK Zahnklinik Gießen, Bahnhofstraße 63. Wochentags 1-3 Uhr Unbemittelte unentgeltlich. Grosse WohltätigkeitsNähmaschinen Ged Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. 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Da erinnerte man sich in Japan der Falkenbeize, die dort als höfische Jagd noch gepflegt wird. Der Mikado selber_entsendet seine edlen Jagdfalken in die Mandschurei, daß sie dort den Russen den Verkehr mittelst Laubenpost verkürzen. Vorher mußten die Jagdvögel eine Probe ihrer Geschicklichkeit in Tokio ablegen. Sie wurde glänzend bestanden, und den russischen Brieftauben droht alsbald großes Unheil. =[ Den teuersten Ball,] der seit drei Jahren in New York gegeben wurde, veranstaltete der Multimillionär James Hazen Hyde am Dienstag bei Sherry. Er bewirtete 500 Gäste die in Kostümten aus der Zeit Ludwigs XV. und Ludwigs XVI. erschienen. Der Ballsaal stellte eine Szenerie in Versailles dar. Ein Tanz, den das Ballet der Metropolitan Opera ausführte, eröffnete den Ball. Mme. Réjane und ihre Truppe traten in einem Lustspiel auf, das für diese Gelegenheit besonders geschrieben wurde. Herren mit Bärten durften im Jagdkostüm erscheinen, denn in anderen Kostümen hätten sie dem Brauche der Zeit folgend mit glattrasierten Gesichtern kommen müssen. Der Ball fostete 120 000 Mark. - [ Der Kronprinz in der Schwemme".] Auf der Durch. reise nach Italien hat der Kronprinz in München einige Stunden Station gemacht und im Café Luitpold das von Halle aus telegraphisch bestellte Abendessen eingenommen. München ist dem Kronprinzen nicht fremd. Auf der Reise zum Herzog Dr. Karl Theodor, dem berühmten Augenarzt, ist er mit seinem Bruder, dem Prinzen Eitel Friedrich. mehrfach dort gewesen. Beide Prinzen waren auch im Hofbräuhaus und holten sich selber ihr Bier in der Schwemme. Dieser Beweis echt bajuvarischer Bonhommie hatte seinerzeit den Prinzen die Herzen der Münchener erobert. Gine geheimnisvolle Mordtat wird von der galizischen Grenze gemeldet. In der Wohnung des ReichsbankVergebung von Fuhrleistungen. Die Anfuhr von Kies aus der städtischen Kiesgrube im Stadtwald während der Zeit vom 1. April 1905 bis 31. März 1906 soll Samstag, den 18. d. Mts., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Kommissars Chilewski in Czertkom erschien der Hauptmann Knöbel und erschoß nach kurzem Wechsel die junge, bildschöne Frau Chilewski. Dann jagte er sich selber eine Kugel durch den Kopf, so daß bei ihm nach einigen Stunden der Tod eintrat. Schmuggler am Rhein. Am Oberrhein wird ein schwunghafter Schmuggel mit Sacharin aus der Schweiz nach Deutschland betrieben. Die Sache ist nicht ungefährlich, und die Schmuggler laufen dabei Lebensgefahr. So wurde im Kanton St. Gallen eine Leiche aus dem Rhein gefischt, die einen Rucksack mit Sachalin bei sich führte. Man vekognoszierte die Leiche als einen vermögenden Wirt aus Vorarlberg. Er war auf seiner Schmugglerfahrt in den Fluß gestürzt und ertrunken. + Ein wissenschaftliches Institut als Zielscheibe. Halbwüchsige Burschen gaben auf die meteorologische Station auf dem Drachenkopf bei Eberswalde drei Schüsse ab. Eine Anzahl Instrumente wurden zertrümmert. )!( Weltmeister im Schlittschuhlauf. Bei den nordischen Spielen, die in Stockholm zum Austrag famen, wurde Salihow zum fünftenmale Weltmeister im Kunstschlittschuhlauf. Erster im internationalen Amateur- Preis wurde MeyerStockholm. Der Landwirt. le Hen als Hühnerfutter empfiehlt ein erfahrener Züchter. Er schreibt: Jeder Hühnerzüchter, der Hühner im Gatter hält, muß im Winter darauf bedacht sein, die Tiere zu beschäftigen. Dies erreiche ich seit vielen Jahren 1. durch EinStreuen von Körner Hirse und Weizen in einem trockenen, in einem Schuppen untergebrachten Haufen von Sand und Kalk, 2. durch Aufhängen von Runkelrüben täglich zwei etwa 40 Zentimeter über der Erde an einer Leiter und 3. durch Vorsetzen von Heu in einem 60 Zentimeter langen, 10 Zentimeter tiefen und 15 Zentimeter breiten Kasten, über den der Länge nach in der Mitte eine drei Zentimeter breite Latte befestigt ist. Dieses Heu ist aus dent mit der Grasmaschine geschnittenen kurzen Gras gewonnen. Jeden Tag stelle ich davon den Hühnern einen Kasten morgens in den Schuppen, und ich habe die Beobachtung gemacht, daß sie das Heu gern zwischen ihren gewöhnlichen Mahlzeiten, die morgens und mittags aus Weichfutter und abends aus Körnern bestehen, nehmen. Lange und dicke Halme fressen die Tiere nicht; sie suchen nur die weichen und kurzen Teile sich heraus. Noch nie habe ich bemerkt, daß ein Tier den Kropf zu voll und dadurch die Freßlust verloren hatte. Solange ich im Garten ausreichend Grünfutter habe, gebe ich den Hühnern natürlich kein Heu, und seit vielen Jahren erfreuen sie sich eines ausgezeichneten Gesundheitszustandes. Der Eierertrag war stets befriedigend. Bekanntmachung. Betc.: Die öffentliche Impfung. Am Mittwoch, den 15. Februar 1905, nachmittags 2 bis 4 Uhr, wird im Jmpflokal( Schulgebäude, Neustadt 61) ein öffentlicher Impftermin Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6, zur Einsicht auf. abgehalten, in welchem diejenigen Angehörtgen von JmpfAngebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find pflichtigen, welche Aufforderung erhalten haben, ihre spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns ein- Kinder fostenlos der Impfung unterziehen lassen können. zureichen. - Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Vergebung von Fuhrleistungen. Das Fahren der Gießtäffer, der Kehrmaschine und des verdedten Kehrichtwagens während der Zeit bom 1. April 1905 bis 31. März 1906 soll Samstag, den 18. d. Mts., vorm. 10% Uhr öffentlich bergeben werden. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Vergebung von Fuhrlöhnen. Das Anfahren von Holz, Wellen u. s. w., sowie die Leistungen der Tagesfuhren für das Rechnungsjahr 1905/6 sollen Samstag, d. 18. d. Mts., vorm. 10 Uhr Die Bedingungen liegen öffentlich vergeben werden. während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf und find Angebote auf Vordruck, der der daselbst erhältlich, spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Vergebung von Fuhrleistungen. Die Abfuhr von Straßenkehrricht nach verschiedenen städtischen Wiesen im Rechnungsjahr 1905/6 soll Samstag, den 18. Februar, vorm. 112 Uhr öffentlich vergeben werden. Die Abfuhr umfaßt etwa 1750 kbm., die in 3 Lose geteilt sind. Die Bedingungen liegen während der Dienststunden bei uns auf Zimmer Nr. 6 zur Einsicht auf. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, find spätestens bis zum obengenannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 3 Wochen. Gießen, den 9. Februar 1905. Städtisches Tiefbauamt. Braubach. Dieselbe wird an einem Arme mit Kälberlymphe aus dem Landes- Impfinstitut vorgenommen. Die Kinder müssen rein gewaschen oder gebadet und mit frischer Leibwäsche zur Impfung gebracht werden. An dem darauf folgenden Termin, Mittwoch, den 22. Februar, um dieselbe Zeit, sind die am 15. Febr. Geimpften zu der gefeßlichen Nachschau wieder vorzustellen. In beiden Terminen können ferner Kinder, welche wegen Krankheit bis zum Sommer von der Impfung zurückgestellt werden wollen, dem Impfarzte zur Untersuchung vorgezeigt oder diesbezügliche ärztliche Atteste abgegeben werden. Die am Großherzoglichen Kreisgesundheitsamte abgegebenen Impfscheine müssen doct wieder abgeholt werden. Gießen, den 9. Februar 1905. Großh. Bürgermeisteret Gießen. J. V.: Curschmann. Frische, Dauerbrand-, Amerikaner-, Regulierheiz-, Kech, Hopew u. Darmstädter- Defen in diversen Fabrikaten. Ferner: Ofenschirme, Ofenvorseher, Verdampffchalen, Feuergeräteständer, Bohlenf» ller und-ßten, Kohlen öffel, Stocheisen, Alch- und Mülleimer. Wasch-, Wring- und Mangelmaschinen, Dezimal-, Tafel- und Wirtschaftswagen, Fleischhack-, Reib- u. Messerputzmaschinen, Vogelkäfige und Züchter- Utensilien, Fischereigeräte, Bürsten, Besen und Türvorlagen, Flechtrohr und Baffiabast. Werkzeuge, Beschläge, Eisen-, Kurz- und Solinger Stahlwaren empfiehlt Edgar Borrmann, Giessen Telephon 298. 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Rarl Göbel, Gärtner dahier mit Elisabethe Stühler hierselbst. Eheschließungen. Am 4. Febr. Karl Konrad Rau, Maler und Lackierer dahier mit Berta Jda Otto hierselbst. 4. Franz Joseph Braun, Monteur dahier mit Emilie Buber hierselbst. Gestorbene. Am 6. Febr. Ernst August Albert Christophersen, 1 Jahr alt, Sohn des Kaufmanns August Peter Chriftophersen dahier. Johann Rosenbecker, 6 Mte. alt, Sohn des Taglöhners Johann Peter Rosenbecker dahier. 7. Augufte Elise Walter, 7 Wte. alt, Tochter des Schreiners Wilhelm Walter dahier. 9. Arthur Scharmann, 24 Jahre alt, Kaufmann dahier. Margarete Erle, 71 Jahre alt, Rentnerin dahier. Verantwortlich: für die Politik und den Inseratenteil Albin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, betbe zu Gießen. NAUMANNIA- SEIFE mit dem Beale Selenah und farn! Umsonst verlange man Frühjahrskatalog 1905 über Blumen- u. Gemüse- Samen, Obstbäume, Rosen, Kartoffelsaatgut. Preise dieses Jahr sehr billig. Peterseim's Blumengärtnereien, Hoflieferanten, Erfurt. 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