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Reklamen ble Betitzeile 30 refp. 40 fg. hierauf paffierte dazu gegeben, zicht eingemischt. it Mehl ausge Dunft tochen, hne oder Trême Redaktion u. Haapterpedition: Gießen, Geltersweg 83. Fernsprechanschluß Kr. 362. löhnen. Samstag, den 11. Februar 1905. Gießener 14. Jahrgang bonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Bfg., in's Haus gebracht 60 Bfg., durch die Bost bezogen vierteljährl. Mt. 1.50. Genttobellagen: Oberhefftfche Familienzeitung( täglio) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblaff) Anabhängige Tageszeitung ( Sickener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Weklar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberheffen. Der Krieg in Oftalien. Da feine Nachrichten von irgendwelcher Bedentung vom Kriegsschauplatz vorliegen, so sind die politischen Zeichendeuter, um auf ihre Kosten zu kommen, an der Arbeit, allerlei Friedensgerüchte zu folportieren und zu glossieren, die wahrscheinlich alle mehr oder weniger phantastischen Ursprung sind. Außer der bereits neulich erfolgten sonderbaren Meldung von einer Petersburger Großfürstenversammlung, die den Frieden borbereitet habe, muß jetzt noch Minister Witte als Friedensfreund aus der Versenkung auftauchen. Er soll gesagt haben:„ Wir müssen Frieden um jeden Preis schließen." Als Bedingungen soll er angeführt haben: 1. Rußland räumt die Mandschurei; 2. Rußland willigt ein, daß Japan die Mandschurei von China für die Dauer von 99 Jahren pachtet; 3. Rußland willigt ein, daß Japan unter gleichen Bedingungen die Liaotung- Halbinsel pachtet; 4. Rußland behält die Infel Sachalin, Wladiwostok sowie das Usurigebiet; 5. Rußland zahlt feine Kriegsentschädigung. Diese dem Minister Witte in den Mund gesegten Vorschläg sind sicher müßige Kombinationen. Man weiß in Petersburg recht gut, daß Japan darauf nicht eingehen würde. In Tokio verlangt man die vollständige Kontrolle über Korea; zweitens die Kontrolle über einen Teil der Mandschurei oder sogar über die ganze; drittens den Besitz von Port Arthur und Wladiwostok; viertens eine große Kriegsentschädigung. Um diesen Preis werden die Russen aber sicher erst Frieden schließen, wenn sie garnicht mehr anders können. Vorläufig hat man die Hoffnung auf Sieg in Petersburg auch noch garnicht verloren. Die Schiffe des dritten Geschwaders laufen täglich zum Manöverieren aus dem Hafen von Libau aus; sie verlassen den Hafen mit Unterstützung von Bugsierdampfern und Eisbrechern. Der Eisbrecher ,, Jermak" ist dort eingetroffen. Das Geschwader soll Ende nächster Woche die Ausreise antreten. General Kuropatkins Gesundheit soll ernstlich gelitten haben. Er soll infolgedessen den Anforderungen, die die Leitung der Armee an ihn stellt, nicht mehr gewachsen sein. Neue Unruhen in Russland. Petersburg, 10. Februar. Selbst die Diftatur des Generals Trepow ist nicht imstande, Ruhe zu erzwingen, obwohl es an Rücksichtslosigkeit des Vorgehens nicht fehlt. Diese Rücksichtslosigkeit hat auch ein angesehener deutscher Reichsangehöriger, Friedrich Hoch aus Mecklenburg, zu kosten bekommen. Er wurde wegen angeblicher politischer Umtriebe verhaftet. Zu seinem Glüd genügte die Intervention des deutschen Botschafters, um schon nach 24 Stunden die Freilassung zu erwirken und die feststellung daß eine Personenverwechselung vorlag, die das russische Ministerium selbst als bedauerliches und grobes Berfehen bezeichnete. Der Polizeibeamte, der das Versehen begangen, ist bestraft worden. Sind die Verhafteten rus.. w., sowie fiche Staatsangehörige, so kommt die Aufklärung langRechnungsamer, manchmal sogar für russische Geduld zu langsam. In Moskau ist man infolge des Verschwindens zahlreicher angesehener Einwohner, die man im Gefängnis weiß, übermis erregt. In den Putilow- Werken wird wieder gegungen liegen Streift. Ein Umzug der Arbeiter, der zur allgemeinen ArZimmer Nr. 6 beitseinstellung führen sollte, wurde ohne Blutvergießen geuf Vordrud, der sprengt. Im Vergleich zu den Warschauer Vorkommnissen gsfrift 3 Wochen mit den hiesigen Verhältnissen noch leidlich zufrieden sein. 10 Uhr amt. 600 dort ist ein Gewehrladen geplündert worden- kann man Mehr noch, wenn man an Sosnowice denkt, wo es zu einem Zusammenstoß zwischen Arbeitern und Truppen fam und mehrere Salven abgegeben wurden. Ueber die Zahl der Gefallenen erfährt man einstweilen gar nichts. Es muß noch einige Zeit vergehen, ehe die Unwahrheit gesagt wird. - Die Dolitik. Oefterreich- Ungarn. Graf Andrassy arbeitet noch immer an der Bildung des ungarischen Kabinetts. Die liberale Partei soll darin keinen Siz haben, nur die vereinigte Opposition vertreten sein. Das gibt kein mögliches Ministerium; es müßte denn seine Aufgabe einzig darin sehen, die Geschäftsordnung wieder einzuführen, die im Abgeordnetenhaus eine Minorität in den Stand seßt, durch Obstruktion jede Geschäftsführung zu hindern. Danach müßte das Ministerium zurücktreten und das alte Spiel könnte von vorne beginnen. Türkei. () Ob die Franzosen gute Kaufleute sind, mag dahingestellt sein; jedenfalls sind sie rücksichtslose Geschäftsleute, wo sie die Macht haben. Ihnen ist die Lieferung der Schnellladegeschüße für die Türkei entgangen- deutsche Fabrikanten haben sie erhalten und nun drohen sie mit Berbot der Kotierung türkischer Werte an der Pariser Börse. Der Finanzminister des Sultans und der Vakusminister ( d. i. der Minister der geistlichen Güter) haben alsbald dem französischen Botschafter Constans einen Beschwichtigungsbesuch gemacht. Der Erfolg ist die Wiederaufnahme der Verhandlungen wegen Unterbringung einer türkischen Anleihe in Frankreich. Selbstverständlich bedingen sich die Franzosen dabei Ersatz für den bei den anderweitig dergebenen Lieferungen entgangenen Gevinn. Im westfälischen Kohlenrevier haben die Bergarbeiter der großen Mehrzahl nach die Arbeit wieder aufgenommen. Daß es Mißbergnügte gab, die das sieglose Ende des Streifs nicht ruhig hinnehmen wollten, ist selbstverständlich. Im großen und ganzen aber hat sich die rühmliche Bedachtsamkeit de Belegschaften gut bewährt. Die Wiederkehr wirklich rubiger Berhältnisse hängt wesentlich von der versprochenen Berggefegnovelle und davon ab, ob die Regierung dem Trop mancher Bergwerksbesizer mit Entschiedenheit entgegentreten bird. Vorläufig ist dieser Trop ungebrochen und wendet kh mit gleicher Schroffheit gegen die Regierung ebenso wie gegen die Bergarbeiter. Dem Geheimen Kommerzienrat Birdorf sagt man sogar nach, daß er sich dem Minister des innern gegenüber direkt ungezogen benommen, schlappen Haltung" und der Rückgratlosigkeit" der Regierung in der Streifangelegenheit gesprochen habe. bon der Amerika. Die Vereinigten Staaten von Amerika haben, wie crinnerlich, einen tüchtigen Streifen Landes längs des Panamafanals von Kolumbien sich lostrennen lassen und den daraus neugebildeten Panamastaat anerkannt. Dieser neue Staat ist jetzt von dem Präsidenten Roosevelt zu der Ueberzeugung gebracht worden, daß er einen Teil der Schulden des folumbischen Staats auf sich nehmen müsse, wie das auch die europäisajen Staaten verlangt hätten. Ueber die Größe des von Panama zu übernehmenden Schuldanteils ist eine Verständigung noch nicht erzielt. Hof und Gesellschaft. Der Kaiser verlebt den Abend des 9. Februar als des Tages, an dem er im Jahre 1877 in das 1. Garderegiment z. F. eintrat, im Kreise der Offiziere dieses EliteRegiments in Potsdam. Diesmal erschien der Kaiser in Begleitung des Prinzen Heinrich von Preußen und des Fürsten von Bulgarien. Nach der Tafel wurden bon den Offizieren mehrere fleine Lustspiele zur Aufführung gebracht. Der Kaiser verblieb die Nacht in Potsdam und nahm am folgenden Morgen mit den auswärtigen Fürstlichkeiten an einem Vorererzieren des Regiments Garde du Corps und darauf an dem Frühstück Im Offizier- Kasino des Regiments teil. Dem Prinzen don Bourbon und dem Fürsten von Bulgarien ist der Schwarze Adler- Orden verliehen worden. Für die nächste Zeit ist ein auf einen Tag berechneter Besuch des Kaisers und der Kaiserin in Neustrelitz in Aussicht genommen. Eine Welt- Landwirtschaftskammer soll nach einem Wunsch des Königs von Italien in Rom eingerichtet werden. Sie soll ein internationales Institut zum Schuß der Interessen des Ackerbaues sein, in das die verschiedenen Staaten und größeren interessierten Vereine Vertreter entsenden. Ueber die Einzelheiten liegt uns folgender Bericht vor: Rom, 9. Februat. sind. Aufgabe der internationalen Kammer würde es sein, Untersuchungen anzustellen, die zur Belehrung und Raterteilung, zu Vorschlägen an die einzelnen Staaten führen können, ohne diese in irgend einer Hinsicht zu binden. Der Rammer würde es zukommen, internationale Abmachungen borzubereiten und vorzuschlagen, die für den Ackerbau von Nuzen sind, beispielsweise zur Bekämpfung von Erfranfungen der Früchte, Pflanzen und des Viehs, zur Entwickelung des landwirtschaftlichen Genossenschafts-, Versicherungsund Kreditwesens, zur Leitung und Verteilung der Ausmanderung, zur Kundmachung der Marktverhältnisse und zur geeigneten Preisfestseßung. Der Zweck der geplanten Einrichtung ist somit der denkbar friedlichste, auch im wirtschaftlichen Sinn. Der Streit des Wettbewerbs soll freundlichem Zusammenwirken Plaz machen; das gemeinsame Beste soll nicht durch kräftebergendende Konkurrenz, sondern dadurch erzielt werden, daß jeder vorhandenen Kraft durch Anleitung und Belehrung die größtmögliche Wertschaffung zum Vorteil des Produzenten gesichert wird. Die Zivilliste des Königs von Italien ist, wie man weiß, bon beträchtlicher Höhe, und doch verlangt sie große Sparsamkeit, denn sie ist mit ungewöhnlichen und außerordentlichen Abgaben belastet. Was die sieben Königreiche, Großherzogtümer und Herzogtümer, die das jezige Königreich Italien bilden, an Kronlasten hatten zur Erhaltung von Italien bilden, an Kronlasten hatten zur Erhaltung von auf die Krone Italiens übergegangen. Die Erbschaft war so schwer, daß unter König Viktor Emanuel II. die Zivilliste in arge Bedrängnis kam und einmal sogar eine große Anleihe bei Ismail Bascha, dem ersten Vizekönig von Egypten, nötig machte. Der Staat trat mit einer stattlichen Ausbesserung der Zivilliste ein, und allmählich sind durch gute Wirtschaft geordnete Verhältnisse eingekehrt. Die teilweise freigewordenen Mittel nun will der König für gemeinnüßige Kulturzwecke im engsten Sinne des Wortes verwenden. Den Plan der Verwendung hat ihm ein Amerikaner, David Lubin, eingegeben. Es handelt sich dabei um eine Zentralisation der Ackerbau- Industrie, die gekräftigt werden soll, um der Macht des Kapitals und der industriellen Arbeit gegenüber standhalten zu können. Ale Staaten sollen eingeladen werden, Vertreter in die internationale Landwirtschaftskammer nach Rom zu schicken, Regierungsvertreter wie Vertreter der groBen landwirtschaftlichen Verbände. Jeder Staat soll auch ersucht werden, nach dem Muster der internationalen Kammer eine nationale in seinem Gebiet einzurichten, wobei Modifikationen nach dem örtlichen Bedürfnis vorbehalten Zu den Borzügen der von dem König mit wärmsten Eifer empfohlenen Einrichtung gehört, daß sie nicht notwendig international sein muß, daß ihr internationaler Charakter erst aus der Summierung nationaler Bestrebungen entsteht. Es gibt keine Bevorzugung und keine Zurücksetzung; jeder einzelne Staat hat für seine Landwirtschaft vollen Anteil an dem zu erwartenden Nußen mie an den Schadensabwendungen. Es ist, deshalb zu erwarten, daß die italienischen Bevollmächtigten, die von dem Ministerpräsidenten Giolitti angewiesen worden sind, bei den Staaten, bei denen sie funktionieren, den Vorschlag des Königs in Anregung zu bringen, entgegenkomunende Zustimmung finden werden. Man braucht den Segen des freien Wettbewerbs durchaus nicht gering anzuschlagen, um gleichwohl zu erkennen, daß der Schritt vom freien Wettbewerb zur organisierten Gemeinschaftsarbeit einen Fortschritt bedeutet. Vielleicht ist die Zeit dazu noch nicht reif. Doch selbst in diesem Fall würde das Mißlingen des Plans nicht gegen seine Güte sprechen. Ist er der Zeit voraufgeeilt, so wird seine Zeit eben noch kommen. Deutfcher Reichstag. ( 138. Sißung.) CB Berlin, 10. Februar. Die heutige Fortsetzung der ersten Beratung der Han delsverträge vollzog sich, wie ihr gestriger Beginn bei gut besetztem Hause vor stark besuchten Tribünen. Die DisEussion hatte von Anfang an eein lebhaftes Gepräge, da zuerst Herr Gamp von der Reichspartei das Wort erhielt, der ein recht temperamentvoller Redner ist. Er erklärte, daß seine Freunde den Verträgen zustimmen, mit denen der Reichskanzler sein Wort eingelöst habe, der Landwirtschaft erhöhten Schuß zu gewähren. Schwere Bedenken hingegen äußerte Herr Gamp gegen die Viehseushenkonvention mit Desterreich- Ungarn, die er ablehnen würde, wenn damit nicht zugleich der Handelsvertrag fiele. Nur um diesen nicht zu gefährden, werde die Reichspartei auch die Konvention annehmen, aber sie stellt dann die Forderung, daß dem Reich die Pflicht der Entschädigung für Verseuchung inländischen Vichs durch ausländisches auferlegt werde. Zum Schluß erging sich der Redner in einigen polemischen und allgemeinen Betrachtungen über die Bedeutung der Landwirtschaft und des Getreidebaues. Da er hierbei auf Widerspruch bei der Linken stieß und seiner Gewohnheit gemäß auf alle Zwischenrufe sofort einging, so daß man die Herren im Sigungsscale bald Oho, bald Bravo rufen, bald laut lachen hörte, erregte dieser Teil seiner Ausführung bei den Unbeteiligten auf den Tribünen erhöhtes Interesse. Nach ihm kam der Abgeordnete Gothein von der freisinnigen Vereinigung an die Reihe, der den zuletzt vom Vorredner gezogenen Spuren folgte, und Bemerkungen allgemeiner Natur an die Spitze seiner Erörterung stellte. Herr Gothein, der bei der Rechten nicht gern gesehen ist, wurde von ihr mit Unruhe begrüßt, erzwang sich dann aber Ruhe, die allerdings wiederholt durch lärmenden Widerspruch unterbrochen wurde. Der Redner reizte nämlich die Rechte, indem er im Tone der Zolltarifs= Obstruktions- Debatten gegen die Getreidezölle zu Felde zog, die er geradezu als„ massenmörderisch" bezeichnete. Auch sonst zeigte Herr Gothein eine große Vorliebe für Schlagworte, sprach von Schweineglück" des Kanzlers, daß Rußland in der niederträchtigen" Zwangslage gewesen sei, den Vertrag schließen zu müssen, den Deutschland mit einer Anleihe bezahle, und meinte, diese Handelsverträge nenne man bessen ..Mißhandelsverträge". Kein Wunder, daß der Aerger der Rechten des öfteren recht drastisch zum Ausdruck kam, und die äußerste Linke schmunzelnd Beifall zollte. Die Wirkung wurde durch die Dauer der Rede abgeschwächt. Herr Gothein sprach mehr als zwei Stunden, und das wurde den Abgeord neten zu viel, sie hörten nicht mehr zu, sondern widmeten sich ihren privaten Unterhaltungen. Der Gesamteindrud war jedenfalls der, daß dem Grafen Posadomsky stürmische Z stimmung zuteil wurde, als er meinte, dem Vorredner anf allen seinen Wegen zu folgen, sei unmöglich. Der Staats sekretär des Innern verteidigte die Vorträge und auch die Seuchen- Konvention gegen die allgemeinen Vorwürfe, die am Laufe der Debatte erhoben sind. Im einzelnen überließ er die Antwort dem Unterstaatssekretär Wermuth. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ( 137. Sizung.) RK Berlin, 10. Februar. Heute war es womöglich noch leerer im Saal, war die Debatte über den Handels- und Gewerbe- Etat noch stiller, sachlicher und weniger interessant als gestern. Lotsen, Gewerbebeamte, Aichbeamte, Schiedsrichter zogen borüber, ohne einen wesentlichen Eindruck zu machen. Nur bei der Besprechung der staatlichen Bernsteinwerke kam es zu einer etwas lebhafteren Debatte, da ein geschäftlicher Streit zwischen deren Betriebsleiter und einem Fabrikanten zur Sprache gebracht wurde. Minister Möller und einer seiner Räte legten aber dar, daß man dem streitbaren Herrn gegenüber bereits eine übernatürliche Geduld gezeigt habe. Längere Zeit zog sich die im einzelnen kaum bemerkenswerte Debatte über das gewerbliche Fortbildungsschulwesen hin, so daß der Präsident sich genötigt sah, zur Eile zu mahnen, da man sonst bis morgen mit dem Etat nicht fertig werden könne. So ging man denn über den Posten ,, Landesgewerbeamt" ziemlich schnell hinweg, nachdem der Minister den weiteren Ausbau des Amtes versprochen hatte, und erledigte das Ordinarium. Morgen soll der Efat nebst dem der Bergverwaltung zu Ende gebracht werden. Kunft und Wiffenfchaft. LM. Der Gelehrtenaustausch zwischen Deutschland and Amerika, den Kaiser Wilhelm vor kurzem in einer Unterredung mit dem amerikanischen Botschafter anregte, hat bereits seinen Anfang genommen. Wie aus Newyork gemeldet wird, ist Dr. Francis Peabody, Professor für christliche Moral an der Harvard- Universität in Cambridge, für das nächste akademische Halbjahr ausgewählt worden, um an der Unibersität Berlin über das Ethische der sozialen Fragen zu lesen. Hessischer Landtag. Darmstadt, den 10. Februar. Präsident Ha a 3 eröffnet, nach der„ Darmst. 8tg.", die Sigung 91/2 Uhr. Die Wahl des Abg. Dr. Weber wird ohne Debatte für gültig erklärt. Alsdann wird die Spezialberatung des Staatsvoranschlages fortgeseßt. Rapitel 13, Landstände, wird bewilligt. Von verschiedenen Seiten wird dabei eine anderweite Regelung der Eisenbahnfahrt Vergütung der Abgeordneten angeregt und schließlich ein entsprechender Antrag gestellt. Die 7. Hauptabteilung, Staatsministerium, wird im wesentlichen ohne Debatte genehmigt. Schauspielhauses besetzt: Herr Bauer und Geschwistern in der gleichen Weise beschäftigten Ge- Ortenberg erfannte Hauptrollen von Mitgliedern des Frankfurter halt in deren Betrieben beschäftigt sind( ebenso die von Brief erblickte, Br des Theaterueubaues aufgeführt wird, ist in seinen bare Vergütung gegen Gewährung von freiem Unter- ibigung, bie er in Frl. Klindhammer spielen das Ehepaar Major schwister). Die Quittungsfarten zur Selbstversicherung fung einlegte. von Schlettor, Herr Ziegler, der erst seit dem werden von den Polizeirebieren bezw. Bürgermeistereien bandlung foll näd Bei der 8. Hauptabteilung, Ministerium des Innern, änßern die Abgg. Wolf, Noack, Damm und Korell verschiedene Wünsche, auf die Oberregierungsrat Dr. Usinger und Ministerialrat Weber erwidern. Kapitel 23, Ministerium, wird bewilligt. Bei Kapital 24 entsteht eine längere Debatte über die von Abg. Korell beantragte Streichung der gegen das Borjahr mehr angesezten 9000 Mt. für Vertretungs- und Aushilfekosten usw. Die Abstimmung ergibt Genehmigung des ganzen angeforderten Betrags. Die übrigen Kapitel des Abschnittes Zentralverwaltung" werden debattelos bewilligt. n Bei Kapitel 30, Provinzialdirektionen und reisämter, entsteht eine längere Debatte über das Institut der Kreisgeometer, an der sich die Abgg. Häusel, Korell, Hauck, Seelinger, Wolf, Dr. Frenay Bähr, Ministerialrat Dr. Becker und Geheimrat Braun teilnehmen. Herbst in Frankfurt ist, und Frl. Sangora, die vor zwei Jahren Hamburg mit Frankfurt vertauschte, geben die Stebzehnjährigen. Von einigermaßen größeren unentgeltlich verabfolgt. ** Der geborgene Kanal. Bei der Abstimmung über die Kanalvorlage im preußischen Abgeordnetenhause Nach dem Rollen enthält das Stück nur noch die des Großvaters, stimmten 9 furhessische Abgeordnete dafür und 4 dagegen. Eselsmüller den Herr Linzen spielen wird. Die Siebzehnjährigen" Im Gefolge dieser nun glücklich unter Dach und Fach ge- der Kerl doch r Ministerialrat Best kommt auf die Ausführungen des Abg. Ulrich in der Generaldebatte, betr. die Nichtbestätigung eines Nachtwächters und Entlassung eines Dbfibaumwartes, zurück. erlebten ihre Erstaufführung im Oftober im Lessing- brachten Vorlage ist aber nach Mitteilungen des Abg. Eckels verzahlt. Mr theater in Berlin, Frankfurt folgte Anfang November Hann. Münden auch die für die Weserschiffahrt so hoch faa Spaße, in Anbetracht des guten Zweckes, dem sie ihre Kräfte Budde hat sich bereits auf das Entschiedenste für dieses ahle Johr. nach. Hoffentlich spielen hier die Frankfurter Gäste bedeutsame Edcrtalsperre absolut gesichert. Minister Storchenäft S Schließlich wird das Kapitel bewilligt und die Anträge, betr. das Kreisvermessungswesen, werden für erlidigt erklärt. Ein Antrag Möllinger, die Frage der Organisationsänderung der Kreisvermessungsämter auf ein Jahr zu verschieben, findet Annahme. Hierauf tritt Bertagung auf Dienstag Vormittag ein. Lokales. widmen wollen, vor einem ausverkauften Hause. -0- Bürgerverein Gießen. In den bisher statt. gehabten Sigungen des Vorstandes sind zunächst die Aemter verteilt worden. Der Vorstand besteht nunmehr aus: Lehrer Val. Müller 1. Vorsitzender, Fabrikant Emil Horst 2. Vorsitzender, Gastwirt M. Jaskowsky 1. Schriftführer, Kaufmann Carl Seibel 2. Schriftführer, Fabrikant Gust. S. Mueller Rechner, Schreinermeister L. Beil, Möbelfabrikant Franz Brück, Dachdeckermeister H. Carlé, Bankier J. Grünewald, Prokurist Carl Hosch, Bibliothekar Dr. Koch, Bäckermeister P. Pfeiffer, Metzgermeister E. L. Sack, Uhrmacher Otto Schmidt, Landwirt G. Simon, Professor Dr. Sommer, Fabrikant 2. Troß und Bauunternehmer Winn, Beisitzer. Des Weiteren wurde die erste Vereins- und allgemeine Bürgerversammlung auf den 23. Februar cc. festgesetzt mit der Tagesordnung: Wie stellt sich die Gießener Bürgerschaft zu dem Theater und Gaalbau- Projekt? Die Referenten sind bereits gewonnen und dürfe gerade diese Versammlung das Interesse der gesamten Bürgerschaft in hohem Maße wachrufen. Als sonstige wichtige Fragen stellen sich für die nächste Zeit die Kanal gebühren, die Bahnprojekte Beuern Wieseck- Gießen sowie durch das Klee bachthal dar. Es ist als ein erfreulicher Fortschritt in unserem kommunalen Leben zu bezeichnen, daß in dem Bürgerverein eine Stelle gefunden ist, an der jeder Bürger und Steuerzahler seine Ansichten über städtische Angelegenheiten fund geben kann. Es ist zu wünschen, daß dem Verein stets neue Mitglieder beitreten, derselbe zählt heute annähernd 500, und betonen wir nochmals, daß jeder volljährige im Besitz der Ehrenrechte befindliche Einwohner Mitglied des Vereins gegen Zahlung von Mt. 1,00 pro Jahr werden fann und daß Anmeldungen an den Vorstand zu richten sind.( In der letzten Stadtverordneten- Sizung wurde die Bertilgung der zur Sommerszeit höchst läftigen Schnafen mit angeregt; vielleicht ergreift auch hierzu der Bürgerbere in die Offensive. D. Red.) 11. Februar 1905. ** Unser)(- Korrospondent schreibt uns über den Aufenthalt des Großherzoglichen Paares in Romrod: Das hohe Paar weilt jezt bereits eine Woche in Romrod und hat unserer Stadt einen regen Verkehr mitgebracht. Täglich treffen hier Fremde ein. Die Poft hat einen besonders regen Verkehr, da noch täglich Gratulationen und Telegramme an das hohe Paar ankommen. In den ersten Tagen hatte das Bostamt bis zu 500 Telegrammen täglich zu befördern. Für nächsten Sonntag plant das hohe Baar einen Ausflug in den Vogels- berg per Automobil. Die Abreise des Großherzoglichen Paares nach Lich erfolgt nächsten Dienstag 14. d. Mts. nachmittags gegen 1/22 Uhr mittels Sonderzugs. Eine Abschiedsfeier ist seitens der Einwohnerschaft geplant. ** Nach einem in 2tch umlaufenden unbestimmten Gerüchte, für das wir bis lang feine Bestätigung erfahren fonnten, soll ein Arbeiter gestern im Walde auf den Fürsten von Solms- Hohensolms- Lich ge= schoffen haben. Wir geben diese Notiz unter allem Vorbehalt wieder. ** Wie wir von gut unterrichteter Seite erfahren wurde Hudde gestern zu einer konfrontierung nach Köln und darauf wieder nach hier zurücktransportiert. Der Untersuchungsrichter Wehner verbleibt noch bis auf weiteres in Köln. F Die Siebzehnjährigen, das neue Schauspiel von Mar Dreyer, das am Montag zum Besten F - - ** Morgen Sonntag Abend veranstaltet der Wohltätigkeits- Verein Gießener Bitherflub im Café Leib einen Maskenball, für den recht hübsche Ueberraschungen vorgesehen sind. Allen Anhängern karnevalistischer Freuden dürfte sich hier eine erwünschte Gelegenheit bieten, sich ein paar Stunden lang nach Herzenslust auszutummeln. * ** Im Bezirkslehrerverein Gießen wird Mittwoch, den 1. März Lehrer Volt von Offenbach über Volksbildung und Lehrerstand sprechen. Lehrer benachbarter Bezirke fönnen den Vortrag mit anhören. ? Der Hassia- Bezirk Alsfeld wird dem Großherzoglichen Paar nächsten Sonntag abend einen adelzug mit Serenade darbringen. An der Ovation werden sich 12 Striegervereine mit 400 Mitgliedern beteiligen. * Mit dem 1. Februar ist ein abgeänderter Gebührentarif der Drts- und Polizeidiener sowie der Ausscheller bei Bekanntmachungen und Versteigerungen in Staats-, Gemeinde und Brivatangelegenheiten in Kraft getreten. Die Gebühren bemessen sich hinsichtlich ihrer Höhe nach der Seelenzahl der Gemeinden. * * Projekt erklärt. r Laubach, 10. Febr. Der kleine Erbgraf ist noch immer nicht außer Gefahr. ) Ettingshausen, 9. Febr. Eine merkwürdige Erscheinung der letzten Jahre ist es, daß die Preise für die Jag den fast um das doppelte steigen. So wurde gestern die hiesige Wald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet. Höchstbietender ist der seitherige Bächter Ernst Balser Gießen mit 1345 Mit. jährlich, gegen seither 880 mt. Trok dieser hohen Summe hat der Ortsvorstand die Pachtung nicht genehmigt und berlangt 1500 Mt. In dem benachbarten kleinen Münster wurde die Jagd für 345 Mt. an Kaufmann Bieler- Gießen verpachtet, der seitherige Pachtpreis war 160 Mt. Auf dem Donnerstag in Ecfurt abgehaltenen Generalverbandstag der deutschen Raiffeisen- Genossen schaften wurde beschlossen, den Generalverband mit dem Reichsverband ländlicher Genossenschaften zu vereinigen. > Lotterie. Der im kommenden Sommer in stattfindenden Landes- Industrie- und Oldenburg Gewerbeausstellung ist settens des Großherzoglichen Ministeriums die Erlaubnis erteilt, 150 000 Lose einer zu Gunsten dieser Ausstellung zu veranstaltenden Verlofung von Gegenständen der Kunst, des Kunstgewerbes, sowie der Industrie und des Handwerks innerhalb des Großherzogtums zu vertreiben. * Rich, 10. Febr. Unsere Bürgerschaft beabsichtigt, dem hohen Paar bet seiner Ankunft in der Heimat der Großherzogin einen glänzenden Empfang zu beretten. Weylar, 10. Febr. Das hiesige Schöffengericht verhandelte u. A. gegen den gewerbelosen August S. von Gießen. Derselbe soll am 28. August v. J. in der wirtschaft Sorger zu Dutenhofen Bechprellerei verübt, haben, * indem er logierte, aß und trant und nachher stillschweigend fortging, ohne zu bezahlen. Angeklagter gibt an, er habe nicht den Willen gehabt, durchzugehen, sondern wiederzukommen beabsichtigt; dies sei ihm aber nicht möglich ge. wesen, da er inzwischen verhaftet wurde. Das Gericht schenkt ihm Glauben und spricht ihn fostenlos frei. § Wezlar, 10. Febr. Nach neuesten Aufstellungen be tragen die Kosten der Domrenovierung rund 1 Mill.Mk. von denen 650 000 Mt. durch die Lotterie und der verbleibende Rest von Staat, Provinz, Kreis, Stadt und der evangelischen sowie katholischen Gemeinde aufgebracht werden. K Frankfurt a. M., 10. Febr.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,00-3,40 Mt., Stroh 2,00-2,20 mt. Alles per 50 Kilo. Tendenz flau. Invalidenversicherung auf dem Lande. Nach amtlichen Feststellungen wird in ländlichen Kreisen von dem Rechte der Selbstversicherung nicht so viel Gebrauch gemacht, als nach den Vorteilen, welche die Invalidenversicherung bietet, erwartet werden müßte. Berechtigt zum Eintritt in die freiwillige Versicherung find unter der Voraussetzung eines Alters von 16 bis 40 Jahren: a) alle landwirtschaftlichen Betriebsunternehmer( Landwirte, Witwen, unverheiratete weibliche Personen), wenn in ihrem Betriebe nicht regelmäßig mehr als zwei versicherungspflichtige Lohnarbeiter beschäftigt werden; versicherungsberechtigt sind auch die Ehefrauen solcher männlichen Betriebsunternehmer, wenn sie in der Landwirtschaft regelmäßig mit tätig sind. b) alle Söhne oder Töchter von Landwirten( nicht nur der unter a aufgeführten), die von ihren Eltern ohne > Mainz, 9. Februar. Nachdem der Stadt Mainz nunmehr der Antritt des Knapp'schen Begates im Betrage von 500 000 mt. gestattet worden ist, geht die Bürgermeisterei mit dem Plane um, eine Lungen heilstätte zu errichten. Appetit.) In einem hiesigen Café verleibte sich ein K Bingen, 8. Februar.( Benet denswerter Herr innerhalb 29 Minuten 22 Berliner Pfannkuchen mit 3 Tassen Kaffee und 2 Gläschen Kirschwasser ein, obwohl er vorher schon bei einer Megelsuppe 2 Bratwürste, 2 Leber- und 2 Blutwürste mit Kartoffelsalat zu sich genommen hatte. K Kassel, 10. Febr. Die 7000. 2okomotive wurde von der Maschinenfabrik Henschel& Rohn fertiggestellt, nachdem am 15. September 1902 ote 6000te zur Ablieferung gelangt war. Aus diesem Anlaß wurde von der Firma folgende Zuwendungen an die Beamten und Arbeiter beschlossen, nämlich 100 000 Mart erhält die Beamten- Pensions- und Witwen- und Weisenfasse, die Arbeiter erhalten Gratifikationen im Gesamtbetrage bon 50 000 Mark. Hus dem Gerichtssaal. Straffammer. engefrorn en Ge peife nati Sorr als mer Gießen, den 10. Februar 1905. Der Hausbursche Theodor Schütz von Dlotto web ist geständig, daß er gelegentlich eines Umzugs dem Kantinenwirt Dittert zu Hartmannshain ein Portemonnaie mit Inhalt und einige Kleidungsstücke entwendet hat. Die Vorstrafen wurden straffchärfend berücksichtigt und der Angeflagte zu 2 Jahren Zuchthaus nnd 5 Jahren Ehrverlust berurteilt. Maurergeselle Ernst Fint von Alsfeld wurde wegen eines an einem 9jährigen Kinde begangenen Sittlichkeitsverbrechens zu 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Der vielfach bestrafte Taglöhner Jakob Kraus von Assenheim wurde durch das Schöffengericht Friedberg, wegen einer in der Hofraite der Witwe Schuhmann verübter Sachbeschädigung und wegen Hausfriedensbruchs - Stekes 11. per fb. 090St. 7 Big.. Erblen per Liter 1. 0.80-1.00 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafe wurde mit Rücksicht auf das brutale Verhalten des Angeklagten auf 3 Monate erhöht und seine Berufung zurückgewiesen. Der Buchdrucker Friedrich Kühlemann aus Wimpfen, welcher 3. 3t. in Marienschloß eine achtjährige Buchthausstrafe verbüßt, hat auf einen Aufseher einen tätlichen Angriff Stud 0.80-1.80 55-65 Pf. D Zum Frl. The Vol im Verein m im Stadtthe gehoben Breise de Mt. 1.50, Stu Bau- u Aus den De Bahnstation entf Donnerstag beginnend, im zu Gießen werden. 66 Eichen 123 п 107 721 " 1 1171 item 685 Riefern 13 Buchen 15 Birken 3 Eichen 5 Weißta 2 Linden Begen S 1905 gewährt. der zur Verfteig geidneten Stelle Drudtoften erhä Baldungen der Diftritte und f gegen eine Ber Wegen fich an die Gießen, Kar Ste Grok 5 Auf Ve den 24. Feb auf biefigem Flur I Die Ver genehmigt werd unternommen, wobei er demselben eine Verlegung an Bußbach. - einer Hand beibrachte. Bei seiner Verbringung in die Dunkelzelle leift te er Widerstand und beschimpfte die Beamten. Er wurde zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. Durch das Schöffengericht Alsfeld wurde der Weinreisende Adolf Goldschmidt von Frankfurt a. M. wegen Betrugs zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt, wogegen er Berufung einlegte. Er hatte unter falschen Vorspiegelungen dem Landwirt Schmalbach zu Brauerschwend zum Ankauf veranlaßt. einer größeren Quantität Wein . Der Landwirt Wilhelm Berufung wurde zurückgewiesen. app von Mittel Seemen hatte gegen den Flaschen. bierhändler Peter Wilhelm Bach dortselbst wegen einer BeSeine Die Hofr Buzbach, Lahn August Kalkw Feinste Ba Prima H freiem Unter leidigung, die er in einem an die Gendarmerie gerichteten per fb. 62-68 Bfg. per Bfh. Schweinefleisch 60-72 g. Schweine bezweifelt den hohen Wert von Lebertran als Kräfebenso die von Brief erblickte, Privattlage erhoben. Das Schöffengericht schäftigten Ge- Ortenberg erfannte auf Freisprechung, wogegen Kläger Belbstversicherung rufung einlegte. Die Entscheidung über die Berufungsverrgermeistereien handlung soll nächsten Freitag verkündet werden. der Abstimmung geordnetenhause Brieftasten. ind 4 dagegen. Eselsmüller ach en Spaßvuggel sei fann. Hott und Fach ge der Kerl doch neulich vo der Sääser Spazzezucht ebbes Nach dem Seental. Mrr seut hie doas der fleisch gefalzen per jun 0.76 18., Rolbfleisch per Bfb. 70-74 Pfg. Hammelfletsch per Pfd. 50-74 Pfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.00 b. 6 50 Mt., Zwiebeln per 3t. Mr. 8.00-10.00, Wetstraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 Mr Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 25-30 Pfg. Milch per Liter 18. Pfg. Dauer der Marktzett von 8 Uhr morgens bis 2 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Marktzeit überhaupt nicht, und während der ersten drei Stunden der Marktzeit im Umberzieben fettgeboten werden. Wiegener landwirts@ aftlicher Wetterøren. Voraussichtliche Witterung in Hessen für Sonntag, des Abg. Edels verzahlt. M'rr hu awer ach ne Zucht, doas set awerscht den 12. Februar. Zeitweise heiter, fälter und Frost, iffahrt so hoch faa Spage, doas sein Sprie. Dei Hun unner em höchstens ganz vereinzelt etwas Schnee. hert. Winifter Storchsnäst Junge. Se fierrense met Maifäfer vom enfte für dieses able Johr. Die sein eweso wei e poor Kohlraube engefrorn en ewe derch die Fewerwar Sunn offgetaat. cbgraf ist noch Socr als mer bet Warschau schwure. Se peife natierlich die junge Sprie, schunt: denkst du erkwürdige Gr Marktberigte. Ein Seentaler. die Preise Ite fteigen. So Feldjago auf etender ist der per Pfb. 0 90-0.95 r., Sahnereter per Stüd 8-9 Pfg., Enteneler St. 7 Big.. Käse per St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 Pfg. t. Troß diefer m. 0.80-1.00, Hühner per Stud Mt. 1.00-1.60, Hahnen, per Gießen mit Erbsen per Liter 21 Bfg., Linsen per Liter 32 Bfg., Tauben per Paar Stekes 11. Februar. Auf dem heutigen Wochenmarlt lofteten Butter Die Bachtung - In dem die Jagd für en berpachtet, aft beabsichtigt, der Heimat der mg zu beretten. offengerigt August S. bon b. J. in ber Stud C.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20, Gänse per Bfd. 55-65 Bfg. Ochsenfleisch ber fb 70-80 Bia. Rindfleisch ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Verantwortli: für die Politik und den Inseratentet! WIbin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, belde zu Bieken. Jede Mutter, die einer Familie vorsteht, hat unter ihren Hausmitteln ein Plätzchen für Lebertran. tigungsmittel. Scotts Emulfion übt die gleiche Wirkung aus, aber rascher und in erhöhtem Maße und ohne Beschwerden zu verursachen. Scotts Emulsion schließlich im großen Großhandlungen berlose nach Gewicht oder versiegelten Originaldieser Schugmarte. G. m. b. H., FrankSchutzmarle. wird von uns ausan Apotheken und fauft, und zwar nie Maß, sondern nur in flaschen in Karton mit Scott& Bowne, furt a. M. Bestandteile: Feinster Medizinal- Lebertran 150,0, prima Glyeriu 50,0, unterphosphorigsaurer alt 4,3, unterphosphorigsaures Natron 2,0, pulv. Tragant 8,0, feinster arab. Gummi pulv. 2,0, destill. Wasser 129,9, Altohol 11,0. Hierzu aromatische Emu sion mit Zimt, Mandel- und Gaultheria- Del je 2 Tropfen. Gegründet 1883. 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Thessa Klinkhammer Poldi Sangora " Herr Arthur Bauer " Hans Ziegler nicht möglich ge in Verein mit der Direktion und den Mitgliedern des Stadttheaters das neue e. Das Gericht los frei. Mufstellungen b terung rund die Lotterie unt Schauspiel von Mar Dreyer: Die Siebzehnjährigen ing, freis, Stadt im Stadttheater zur einmaligen Aufführung. Gemeinde auf Die Vorstellung findet bet auf gehobenem Abonnement und ohne Gültigkeit von Passepartouts statt. im Vorverkauf bei Herrn Challier: Loge Mt. 4.-, Pläkert. und Strohmart Preise der Plätze per t. 3.50, 1. Parfett Mt. 2.50, 2. Parkett 2,00-2,20 m m. 1.50, Studentenkarten Mt. 2.er Stadt Main ates im Betrage Bau- und Nuhholzversterung Der Stadt Gießen. ht die Bürger beilftätte su Aus den Waldungen der Stadt Gießen, 3-5 km von der denswerter Bahnstation entfernt und an chaussierte Abfuhrwege angrenzend, erleibte sich ein sollen mer Pfannkucher Donnerstag, den 2. März 1905, vorm. 10% Uhr tirschwasser ein beginnend, im Saale des Lenz'schen Felsenfellers elsuppe 2 Brat zu Gießen in der Nähe des Bahnhofs versteigert werden. it Kartoffelsalat 66 Eichen- Stämme, Schnittholz mit 43,62 Festm. Lokomotive 123 " " el& Rohn fertig 1902 bie 6000te 107 " 19 721 " " 1 Bauholz 53,29 Schwellenholz 52,20 Grubenholz 156,08 " " " 19 " 11 fem Anlaß wurd 328,99 91 ". 262,13 " " 6,98 И 2,65 W 99 3 Eschen Stämme 0,53 11 " 5 Weißtannen Stämme 1,57 27 " 2 Linden- Stämme 0,54 " " an die Beamten 000 Mark erhält und Weifentaffe im Gesamtbetrage 1171 Fichten- Stämme 685 Kiefern- Stämme 13 Buchen- Stämme 15 Birken- Stämme Taal. Februar 1905. Dlottoweb Umzugs dem Portemonnaie endet hat. Die gt und der Ange f von Alsfelb Begen Sicherheit wird Zahlungsfrist bis 1. Oktober Mädchen für leichte Arbeit, sowie Bereifer: innen sofort gesucht. Schillerstraße 18. Gießen. Buchbinderlehrling sucht gegen Vergütung Paul Richter, Buchbinderei Gießen, Tiefenweg 19. 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Mts., vorm. von 9½ Uhr ab bei Wirt Feht, Wißmar. = Es fommen zum Verkauf: Eichen: 1 Schneideblock, 6 Mtr. Ig., 0,75 mtr. Durchm. 2,65 Fftm. ( aus Distr. Beckert, vorzügliche Qualität), 20 Bau- und Werkholzstämme= 8,47 Fstm., 2 Rm. Küferholz, 61/2 Rm. Nutrollen von 2, 3 und 4 Mtr. Länge, 70 m. Schett- und Knüppel, 78 Nm. Reiser. Buchen: 11 Rm. Felgenholz, 1225 Rm. Scheit u. Knüppel, 2214 Rm. Reiser. Fichten: 6 Stämme= 1,29 Fstm., 16 Stück Derbstangen. Das Holz liegt in den Distrikten 11b Kamelsheck, 23b und 24b Beckert und 43 Hasenhölle, Gemeindewald von Wißmar. Das Brennholz aus Distrikt 24 wird zuerst und der Schneidestamm, sowie das Küferholz daselbst gleich nach der Mittagpause( 1 Uhr) verkauft. Krofdorf, den 8. Februar 1904. Der Bürgermeister. Holzversteigerung in der Fürstl. Oberförsterei Lich. Montag, den 13. Februar, bon vorm. 9½ Uhr an im Diftritt Höler, nahe der alten Gießenerstraße: Buchen: wenige Raummeter Scheitholz, 182 Km. Knüppel, 63 Rm. Stöcke, 2830 Wellen; Eichen: 2 Rm. Scheiter, 22 Nm. Knüppel, 19 Km. Stöcke, 2100 Wellen; Nadelholz: 7 Rm. Knüppel, 9 Rm. Stöcke, und 330 Wellen. Ferner das Brennholz von alten Obstbäumen im Albacher Hoffeld. 5 Fichten- Derbstangen= 0,54 Fftm. 1 Elzbeer- Werkholz= 0,14 Fstm. 1 Birnbaum- Abschnitt Durchmesser, 2 m Länge). = 0,53 stm.( 58 cm Die Zusammenkunft ist auf der sogenannten alten Gießener Straße, Strecke Steinbach- Lich, beim Eintritt in den Wald. Holz- Versteigerung. Donnerstag, den 16. Februar 1905 von vormittags 912 Uhr an, sollen in dem Anneröder Gemeindewald in den Abteilungen 4 Pfingstweide, 9 Birkes berg, 10 Kleingebeeg und 14b Neurod versteigert werden: 1905 gewährt. Gedruckte Verzeichnisse über die Dimensionen beginnend, werden in Montag, den 20. Februar, Vormittags 9 Uhr der zur Versteigerung fommenden Hölzer sind von der unter- beginnend, werden in dem Saale bei Gastwirt Westrupp in Ermenrod aus den Domanialwaldzeichneten Stelle vom 20. ds. Mts. ab gegen Erstattung der Druckfosten erhältlich. Daselbst fönnen auch Karten über die distrikten Aßenberg, Strackeicherkopf, Hoberstein, Vöckelslang Waldungen der Stadt Gießen, aus denen die einzelnen Wald- berg, Runde Platte, Teufelskammer, Heimerholz und distrikte und sämtliche Wege und Schneisen ersichtlich sind, verschiedenen Distrikten der Forstwartet Ermenrod verlang gegen eine Vergütung von 50 fg. bezogen werden. steigert: Wegen vorheriger Besichtigung des Holzes wende man Stämme: Giche 2. C1.2 Stüd= 1,41, Fitm. 4. Cl. 13 Stück Jahren Ehrverluft ich an die Forstwarte Geifel- Gießen, Arst Hochwarte bei 9,75 Fftm., 5. Cl. 33 Stück= 9,93 Fstm. Buche 2. Cl. 2 Stück= 2,46 Fstm., 3. Cl. 2 Stück 2,48 Fstm. Kiefern 2. Cl. 1 Stüd Rinbe begangene efängnis verurteilt ngericht Friberg Schuhmann verübten friedensbruch lob Kraus bon Strafe wurde at e Angellagten auf zurückgewiesen. Gießen, Karl Brück. Rödgen bei Gießen und Log- Wieseck. Gießen, den 11. Februar 1905. Großherzogliche Bürgermeißerei Gießen. J. V.: Curschmann. Hofraite- Versteigerung. Auf Verfügung Großh. Amtsgerichts Butzbach wird Freitag, den 24. Februar 1905, nachmittags 2 Uhr: Flur I Nr. 660 = = 2 Stück 1,70 Fstm. Lärchen 3. Cl. 2 Stück - 1,06 Fftm., 3. CI. 2,69 Fstm., 4. Cl. - 3 Stüd= 2,26 Fstm. Fichten 2. Cl. 2 Stück= 3,69 stm., 3. Cl. 6 Stück= 8,63 Fstm., 4. Cl. 17 Stück 11,46 Fftm., 5. CI. 20 Stück= 4,33 stm. 119 tr. Hofraite in der Griebelergasse, Derb stangen: Fichten 1. Cl. 4 Stüd 0,19 stm. Die Versteigerung kann auch ohne Erreichung der Schäßung Scheiter Nm.: Buchen 446, Hainbuchen 3, Eichen 8, Die Hofraite liegt an einer verkehrsreichen Geschäftsstraße in Aspe 2, Kiefern 2. Butzbach, den 3. Februar 1905. naus impfen, auf hiesigem Rathause nochmals öffentlich meistbietend versteigert. Stjährige Buchthaus genehmigt werden. nen tätlichen Angriff eine Berlegung an Butzbach. Berbringung in bie beschimpfte die Be aten Gefängnis ver Alfeld wurde der Frankfurt a. M. berurteilt, wogegen den Vorspiegelungen Gwenb zum Anlauf er Landwirt Bilhelm gegen den Flafen beranlaßt. Seine bft wegen einer Be Großherzogliches Ortsgericht. Küchel. Lahnkalk- u. Marmor- Industrie 交 August Gabriel jr. Giessen. Kalkwerke: Abendstern. Telefon 84. - Feinste Bau- und Düngekalke in Stücken und gemahlen. Prima Hartbrand- Ziegelsteine D. N. F. ===Knüppel Rm.: Buchen 180, Gichen 24, Kiefern 39, Fichte 3. Knüppelreisig Rm.: Kiefern 53, Fichte 6. Reisig Rm.: Buche 452, Eiche 68, Aspe 2. Stöcke Rm.: Buche 79( darunter 12 Rm. klein gespalten) Eiche 12, Fichte 4. In den Schlägen, in denen Losholz aufgearbeitet ist, werden nur die blau unterstrichenen Nummern ber: steigert. Nähere Auskunft erteilt der Großh. Forstwart Schmelz zu Schellnhausen. Burg- Gemünden, den 10. Februar 1905. Großherzogl. Oberförsterei Burg- Gemünden. Kullmann. 73 Eichenstämme mit 10,91 Fm., für Wagner geeignet, 5 Eschenstämme mit 0,57 Fm., 43 Riefernstämme 20-38 cm Durchmesser, 6-15 m mit 25,62 Fm., dabei Schnittholz, 388 Fichtenstämme 14-49 cm Durchmesser, 7-22 m mit 133,81 Fm., dabei Schnittholz, 39 Eichender bstangen mit 2,75 m., 2 Eschenderbstangen" " 0,09 384 Fichten derbstangen 31,11 22 Rm. Eichenfnüppe! 2 m lang, zu Garten. pfählen geeignet. 11 40 Rm. Kieferntnüppel 4 m lang, 3 Haufen Eschenstangen mit 1,46 Festm. Die Zusammenfunft ist in der Lemp. Ischneise nächst dem alten Pflanzgarten bei Kiefernbauholz Nr. 1. Annerod, den 10. Februar 1905. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Horn. Nuk- und Brennholz- Verkauf am Dienstag, den 14. d. Mts., von vorm. 10 Uhr ab, bei Gastwirt Moos, Krofdorf. Es kommen zum Verkauf: Etchen: 18 Stämme III. und IV. Kl.= 7,47 Fstm., 161 Rm Schich tnußholz 2, 21 und 4 Mtr. lang. 3 Rm. Scheit, 137 Rm. Knüppel, 387 Rm. Reiser. Buchen: 218 Rm. Scheit, 251 Rm. Knüppel, 778 Rm. Reiser. Fichten: 103 Stämme III. und IV. I.= 22,88 Fftm., 144 Stangen I.- III. Klasse, 1 Rm. Scheit, 7,5 Rm. Snüppel, 114 Rm. Reiser. Das Holz liegt in den Distrikten 4a, b, c, d, Eichwald, 5 Steinbusch und 8d Kockelberg, Gemeindewald Krofdorf- Bleiberg. Krofdorf, den 9. Februar 1905. Der Bürgermeister. Dalli- Seifenpulver das Allerbeste für die Wäsche Gießener Zither- Club ( Wohltätigkeitsverein). Sonntag, den 12. Februar 1905 abenes 7 Uhr 59 Min. 11 Sek. Grosser Maskenball im Cafe Leib verbunden mit noch nie dagewefenen Gruppen- Aufführungen und sonstigen Ueberraschungen, Karouffels, Schießbuden, wozu freundlichst einladet VorDer Vorstand. Eintrittspreise im Vorverkauf: Herrenkarten 1 Mt.( an der Kasse 1,20 Mt). Damenkarten 50 fg. ( an der Kasse 60 Bfg), Geheimfarten 50 Pig. bis zur Demaskierung, Galleriefarten 20 Pfg.. verkaufsstellen: Kaufmann Salomon, Schulstraße; Kaufmann Teisel, Marktplay; Kaufmann Odel. 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