eges bom Schutz der rieftauben ahme auf ingen des ermit die nliebhaber er Militär öffentlichen 2. 3. 7. den Brief rhaltung ig bein ung des n sollen edigung inander werden, stehend gen des n besten hin und Bejagten ft jedes enjchärfe mehrere e Kinder einander perlichen teit ges Stunden Selbst Stunde gewährt daß die fönnen. den, daß Schuljahr Verkrüm weiz, wo gescentt er Augen, iche oder he Farbe Delag hat halls wie tellt wor nern, das n waren. roz. aller n Hauptn schrift rusführen ft in der in den n, beim ihrer Herz Einder uf die e der olung t ber jen ja Je von aß der so daß cit er7. aber um den gen zu Rann die afe fehlte, der Leber einfach auf von einem at auch bei detiva ein Leber aufge an gewöhnt, Der Anatomie als ein nicht at. Die all bie in dem Gallenblaje gefunden hat. Rejogen. Der nd audi nicht engt, fondern Edleimhäute Tiere, benen genftid night wei vollfländig angen bef Nr. 9. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzelle für ganz OberBeffen, die Kretse Meßlar amb Marburg 10 Bfg. sonst 15 Bfg. Retlamen bie Petitzeile 30 refp. 40 fg. Redaktion u. Hauptexpedition: feßen, Seltersweg 88. Fernsprechanschluß Nr. 362. Mittwoch, den 11. Januar 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 rg., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Poft bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neueste Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Zum Zufammentritt des Reichstags. ( Von unserem parlamentarischen Mitarbeiter.) Die Hauptaufgabe, die der Reichstag nach seinem nunmehr wieder erfolgten Zusammentritt zu erledigen hat, ist die Neuregelung unseres Handelsverkehrs mit den verschiedenen Staaten. Die Beratung hierüber ist eine summarische, da dem Parlament feinerlei Einflußnahme auf die Einzelheiten der Verträge, sondern nur das Recht zusteht, die Verträge in ihrer Gesamtheit anzunehmen oder abzulehnen, dagegen steht den Abgeordneten naturgemäß das Recht zu, in der Debatte die einzelnen Paragraphen zu fritisieren. Da offenbar einzelnen Regierungen weitergehende Zugeständnisse gemacht worden sind, als es einem großen Teil des Parlaments erwünscht ist, so eröffnet sich die Aussicht auf stürmische Auseinandersetzungen, die einen Widerschein aus den Tagen der Zolltarifsberatung bringen werden. Es ist aber nicht zweifelhaft, daß schließlich die Handelsverträge Annahme finden, damit auf längere Zeit hinaus unser Verkehr mit fremden Staaten auf eine sichere Grundlage gestellt ist. Hierzu kommt noch, daß es unseren Unterhändlern gelungen ist, auch erhebliche Zugeständnisse von den fremden Staaten zu erlangen. Außer den Handelsvertragsberatungen liegt noch ein außerordentlich wichtiger Stoff in der Militär- und Marinevorlage vor. Zwar hat sich mit Rücksicht auf die ungünstigen Finanzverhältnisse die Regierung mit ihren Forderungen auf das Mindestmaß des Notwendigen beschränkt, aber die Unsicherheit der Weltlage, die trotz aller gegenteiligen Verficherungen fortbesteht, und uns zur äußersten Vorsicht zwingt, bedingt das Festhalten an der energischen Weltpolitik aus den Zeiten des ersten deutschen Kaisers. Ob die Börsenreform bei der bekannten Haltung der Parlamentsmehrheit zustande kommt, ist zweifelhaft. Ebensowenig ist mit Zuverlässigkeit die rechtzeitige Fertigstellung des Etats zu erwarten. Leider ist bei unserem Parlament infolge der Disziplinlosigkeit der Parteien die üble Sitte eingerissen, die Verhandlungen im Plauderton zu führen und fünstlich die fernsten Dinge in die Debatte zu ziehen. Diesem Unwesen fann nur gesteuert werden, wenn die Parteien die einzelnen Beratungsgegenstände gründlich im Schoße der Fraktionen durchsprechen, und die Fraktionsredner nach Möglichkeit ernennen und die Rednerliste nach Möglichkeit begrenzen. Heute herrscht hierüber vollständige Freiheit und einzelne Redner melden sich weniger deshalb zum Wort, weil fie eine bestimmte Frage fördern wollen, als um ihrer Wähler willen, bei denen sie sich durch tönende Reden in Erinnerung bringen und zur Wiederwahl empfehlen. In ursächlichem Zusammenhang mit diesem ungefesselten Rededrang, der wie ein uferlos gewordener Strom das ganze Barlament überflutet, steht der mangelhafte Sigungsbesuch. Auch hierin muß die Fraktionsdisziplin Wandel schaffen. Ignaz von Tzargos, der Schäfer. 26) Von Gustav Rohleder, Grünberg i. H. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck verboten. Die Ziegeuner zogen brandschaßend wieder aus Ungarn zurück bis zur Hermannsburg. Dort richteten fie sich häuslich ein und nun ging es an ein Spioniren nach dem verschollenen Grafen. Man war schon seit einiger Zeit auf der Spur. Jetzt hatte der Ziegeuner, es war Urban selbst, der Rächer in eigener Person, ihn entdeckt. Aber auch den Spieler mußte er sehen. Er wußte jetzt, wo der Graf zu finden war. Nachdem der Graf sich eiligst entfernt hatte, ging der Ziegeuner den Tönen nach. Auch er kannte diese Melodie. Was sah er, als er aus bem Walde trat? Ignaz, des Grafen und seiner Schwester Sohn war der Spieler und hütete Schafe? Armer Ignaz. Er ging zu ihm, die Hunde schlugen Allen Ernstes wird vorgeschlagen, die Präsenzliste für die einzelnen Abgeordneten in dem zuständigen Heimatsblatte in periodischen Berichten festzustellen. Durch das Herabsinken der Debatte auf den Volksversammlungston und durch die geringe Reichstagsfrequenz wird das Parlament geradezu in seiner Existenz gefährdet. Lange genug hat nun dieser ungesunde Zustand angedauert und es ist Zeit, daß die Abgeordneten sich sowohl ihrer Pflichten wie der Gefahren der Pflichtvernachlässigung bewußt werden. So begrüßen wir denn den Reichstag im neuen Jahre mit dem Wunsche und der Hoffnung, daß er die Fehler der früheren Perioden bermeide. Unfer Kolonialkrieg. Nachdem im Witboilande unsere tapferen Truppen allerdings einstweilen ohne nennenswerte Erfolge- scharf im Feuer gestanden haben, sind nun auch unsere Operationstruppen im Norden wieder stark in Tätigkeit. Die Streifzüge nach flüchtigen Hererowerften werden energisch fortgesetzt und es haben bei diesem Aufklärungsdienst und bei dent Verfolgungswert wieder stattgefunden. neue Kämpfe am Waterberg Nach einer Meldung des Generals von Trotha hatte nämlich Hauptmann von Fiedler, der sich mit der MarineKompagnie Brockdorff, 6. Kompagnie Feld- Regiments 1 unter Hauptmann von Wangenheim und Halbbatterie Winterfeld seit Anfang Dezember auf dem Marsch von Waterberg über Omike nach Omaruru befand, unterwegs eine Reihe von Patrouillengefechten, wobei 21 Hereros fielen und mehrere Gewehre erbeutet wurden. Oberleutnant Graf von Schweinig, mit 100 Artillerie- Erse smannschaften auf dem Marsch bon Karibib über Waterberg nach Otjimbinde( an der Omaheke), traf Abteilung Fied.er am 16. Dezember in der Gegend der Omatakoberge( 60 Kilometer nordöstlich Omaruru). Schweinitz hatte am 24., 25., 29. und 31. Dezember Gefechte mit Hererobanden. Am 4. Januar überfiel er 3 Werften bei Otitua( halbwegs zwischen Waterberg und Omaruru), wobei 61 Hereros fielen, 5 gefangen genommen und zahlreiche Gewehre erbeutet wurden. Infolge dieser Streifzüge stellten sich in Omaruru zahlreiche Hereros und gaben freiwillig ihre Gewehre ab. Am 29. Dezember erreichte die Abteilung Fiedler Omaruru. Am 6. Jan. griffen Hereros einen Viehposten bei Ofakongo, dicht bei Okahandja, an und trieben 184 Ochsen ab. Patrouille Oberleutn. Strahler verfolgte die Räuber und nahm ihnen 15 Kilometer nördlich Otjosasu 163 Ochsen wieder ab. Ein Herero gefallen, zwei verwundet, ein Gewehr, 3 Pferde und Munition erbeutet. Am 7. Januar zeigten sich von neuem Hereros bei Okakango, wo sie durch die auf 25 Mann verstärkte Schußwache vertrieben wurden. Die vielen Einzelgefechte ergeben sich aus der durch die dir Nachricht zu erhalten. Sie ist frank, auf ihrem Gesichte standen die Rosen, welche nach der Ewigkeit zeigen. Nun Ignaz, du meiner Schwester Sohn, wie geht es Dir? Nikolay hat mir gesagt, daß du alles wetst. Komm ziehe mit mir, Du sollst es gut haben. Sobald wir an diesen Glenden, welcher dein Vater ist, Rache genommen, ziehen wir heim. Niemals werden wir diese Gegend wieder betreten. Sage zu, Ignaz, ziehe mit, so drängte Urban aufs neue. Ich kann nicht mitgehen, sprach Tzargos, daheim liegt mein frankes Weib, ich hüte die Schafe und fann fein Pfleger sein. Von meinen sieben Kindern lebt nur noch der Jüngste. Du siehst also ich kann nicht, und wenn ich könnte, so Andenken in meinem Andenken leben. täte ich es nicht. Maria, meine Schwester, soll als ich wußte es, sie hatte ihn lieb. Hat ſie Dir davon Bechtolds Tot hat auch ihr den Totesstoß versett, erzählt? Ja oftmals, es war ihr eine Erleichterung davon zu sprechen. Klimatischen Verhältnisse bedingten Situation. Es herrscht noch immer die Zeit der Dürre, welche die Hereros förmlich an die Wasserstelten festnagelt und sie in einzelne Werfte auflöst. Aber auch die deutschen Truppen, wiewohl unsere Proviantversorgung mit Hilfe der Konserven eine gün igere ist, haben nicht die nötige Bewegungsfreiheit, um eine große Energie zu entfalten. Gerade mit Rücksicht auf die Lage im Norden mag auch Friedrich Maharero, einer der Großleuie unter den Kaffern, nach dem Withoilande gezogen sein, um zur Zeit der Regenperiode den Kriegsschauplatz wieder an den Waterberg zu verlegen. Im Süden ist die Lage für die Aufständischen günstiger, als am Waterberg, weil die Flußläufe dort für das erforderliche Wasser sorgen, sodann weil auch wegen des festungsartigen Charakters der Gegend reiche Gelegenheit zu einem Kampfe aus gedeckter Stellung gegeben ist. Diese Gefechtsvorteile der Hottentotten werden deutlich dargetan durch unsere überaus starken Verlnste bei den Kämpfen der Abteilung Meister. Gefallen sind Major Freiherr von Nauendorff, Hauptmann von Krüger, Leutnant Oberbeck, Leutnant von Vollars- Bockelberg und 15 Mann, verwundet sind Leutnant Lautenschläger, Leutnant v. Kleist, Leutnant Donner, Leutnant v. Neubronner und Leutnant Helbig, außerdem 45 Mann. Die Bekanntgabe der Namen verzögert sich, weil der Heliograph überlastet ist. Leider scheint auch der Gesundheitszustand unserer Truppen nicht der beste zu sein, denn es ist wieder eine Anzahl von Typhus todesfällen vorgekommen. Im Uebrigen fennzeichnet der Bericht des Majors Meister leider ein düsteres Bild über die Lage bei Stamprietfontein. Major Meister selber gibt zu, daß er seine Angriffe aus Mangel an Munition nicht ausnuten konnte und daher nach seinem Standorte zurückgehen mußte. Auch die Meldung des Generals v. Trotha, daß der Heliograph wegen der Anordnungen über die taktischen Interessen und über die Verproviantierung überlastet ist, eröffnet einen wenig angenehmen Ausblick in die Zukunft. Der Krieg in Oftalien. Während es noch vor wenigen Tagen im russischen Hauptquartier zu Mukden als sicher angesehen wurde, daß Marschall Oyama trotz eventueller Verstärkungen durch die freigewordenen Scharen Nogis vorläufig nicht an eine Offensive denke, heißt es jetzt, daß reue Kämpfe am Liasfluß erwartet werden. In Eilmärschen sind bereits starke japanische Truppen- Abteilungen nach Norden dirigiert worden. Aus Mufden wird dazu gemeldet: Neue japanische Truppenabteilungen treffen, vom Süden komend, ein, die hauptsächlich dazu dienen sollen, um Gotteswillen, an dem Grafen Barmherzigkeit zu üben und ihm kein Leid antun. Der Ziegeuner, als er sah, daß Tzargos noch weiter bitten wollte, schnitt dieses Bitten ab mit den Worten: Der sterbenden Mutter habe ich geschworen ihre Nache zu übernehmen. Dann schritt er rasch der Gegend der Hermannsburg zu. Diese wurde seit dem Verschwinden der Familie Nikolay, als eine Unglücksstätte gemieden. Umwege wurden von den Leuten gemacht, nur um sie nicht zu sehen. Deshalb fonnten die Ziegeuner fich dort ungestört berbergen. Der Graf war als ein franker gebrochener Mann nach Reckenberg zurückgekommen. Was er heute gesehen und erlebt, es war zu viel auf einmal. Tagelang lag er in Fieberphantasien. Schwere Tage lagen auf Reckenberg, zumal auch Graf Egmont von Eppe selbst frank lag. Tore von Reckenberg wagten sie sich. Als sie die Die Ziegeuner umkreisten das Schloß. Bis vor die schwere Krankheit dessen, den sie suchten erfahren hatten, gedachten sie auf das Schloß den roten Hahn zu litt es nicht. Herr von Eppe hatte der Mutter Urbans, der alten Monika, viel Gutes getan, deshalb durfte er in das Ausinnen seiner rohen Gesellen nicht willigen. an, als sie den Ziegeuner saben. Ignaz hörte auf zu Biegeuner einen Gurt und wollte Tzargos eine Rolle stecken. Urban aber als Haupt und König der Bande, pilen und blickte in die Richtung nach welcher seine Eine kurze Pause trat ein. Dann zog der bunde anschlugen. Er sah den Biegeuner, ihn selbst Goldgulden übergeben. Derselbe weigerte fich dieſes erkannte er sofort nicht. Nur die Kleidung, welche der Ziegeuner dazu. anzunehmen, derselbe trug, war ja die Ungarntracht. Ignaz, rief Aber mit leisem Zwange brachte ihn der Ziegeuner, Ignaz, kennst du mich nicht mehr?" Ignaz, fprach er liebevoll, Ignaz meiner Schwester An eine solche Begegnung allerdings hatte Ignaz Sohn, nimm es getroft, es ist ein Erbteil von deiner zargos nicht gedacht. Als er seine Hunde zur Ruhe verwiesen, reichte er Im Ziegeuner die Hand. Beide segten sich an den Dann ging es an ein Fragen und Grzählen. Tzargos erfuhr jetzt daß, Nikolay den für hn eingetauschten Sohn wiederhabe. " Maria meine Schwester?" rief ihn schmerzfragend zargos, wo ist die, und wie geht es ihr?" Maria prach oft von dir, nur noch einmal wünscht sie von Mutter, welche du nie gefannt haft. Ignaz, ich sehe ein, ein echter Ziegeuner würdest du doch nicht werden. tiefes Belp, laß fie pflegen. Das Schafehüten Bleibe deshalb hier. Für dich und deine kranke Frau noch einmal, mein Ignaz, meiner Schwester Murza wird deine Küche nicht allzufette Bissen sehen lassen. verschwinden wir Ob ich dich noch mal sehen kann, Sohn, sobald wir unfern Plan ausgeführt haben, weiß ich nicht. Also lebe wohl, du Enkel der alten Bieg nerkönigin Monika. Tzargos bat den Ziegeuner war so weit hergestellt, daß er es wagen durfe auszuWochen sind vergangen. Der Graf von Viermund gehen. Die Furcht vor den Ziegeunern hält ihn aber Forst zu gehen, in der Hoffnung, das Warten, sei den zurück. Einmal wagte er es endlich in den nahen täuscht. Biegeunern zu lange geworden. Er hatte sich ge( Fortsetzung folgt.) die Besagungen von Liaujang und Jantai sowie anderer befestigter Stellungen zu verstärken. Von russischer Seite wird eine Gegenoffensive in der Richtung auf Kaopanze geplant. Sonst liegt vom Kriegsschauplatz feine weitere Nachricht von Bedeutung vor. Interessant ist noch eine Schilderung über den Transport der russischen Gefangenen, - die aus dem Hauptquartier des Generals Nogi eingeht. In ausgedehnten Zügen heißt es darin- gelangten die Trümmer der Besazung von Port Arthur- 5000 Mann aus dem Lager an der Taubenbucht auf dem Bahnhof von Tschanlingtsu an und wurden mit der Bahn nach Dalny weiterbefördert, von wo aus sie in Transportdampfern unmittelbar nach Japan weitergehen. Die Gefangenzüge boten einen ergreifenden Anblick dar. Zuerst langten in vier Wagen die Offiziere des Stabes an. Die Linienoffiziere passierten an der Seite ihrer Soldaten. Die Soldaten erschienen in guter Gesundheit, zeigten aber die Spuren der er duldeten Strapazen. Die japanischen Soldaten boten Bier, Nahrungsmittel und Zigarren den Russen an. Die Eisenbahnlinie ist bis nahe an Port Arthur ausgebessert, sodaß wieder Züge verfehren können. Das Telephon und der Telegraph sind wieder hergestellt. Japanische Ingenieure besichtigten die Zerstörungen an den Forts. Rufsland. A Behufs Durchführung des kaiserlichen Reformerlasses wird Herr v. Witte der Nachfolger des Fürsten v. Swiatopolf- Mirski werden. v. Witte gilt als der einzige Mann z einer zvedmäßigen Durchführung der Reformen. Deutfcher Reichstag. Kaffeehäusern wurde das Rockmardertum bisher nur dur Männer repräsentiert. Jetzt ist aber in einem der vornehm ſten Cafés im Stadtbezirk der Schauspielerin Elise Birkhoff mit eine schwarze Astrachanjacke mit Goldstickerei, Itlafarbigen( Der Radbrud unferer Kragen und Seidenfutter gestohlen worden. Statt ihrer Jacke ist eine abgetragene alte zurückgeblieben. Man sieht ( 114. Sigung.) CB Berlin, 10. Januar. Das alte Lied von der schrecklichen Leere. Der Reichstag war heute in der ersten Sigung nach den Weihnachtsferien ebenso schlecht besucht, wie in der letzten vorher. Die wenigen Abgeordneten, die sich eingestellt hatten, konnten zunächst einen Glückwunsch des Präsidenten Grafen Ballestrem durch Beifall erwidern, dann setzten sie die früher abgebrochene Debatte über die konservative Resolution fort, die den Bezug der Alters- und Invalidenrente den Berechtigten weiter gewähren will, wenn sie aus Gesundheitsrücksichten ihren ständigen Aufenthalt im Auslande nehmen, ein Antrag, der einstimmige Annahme fand. Während des größeren Teils der Sitzung aber wurde Mittelstandspolitik getrieben. Das Zentrum hat eine Resolution eingebracht, nach der 1. die Ausbildung von Lehrlingen in handwerksmäßigen Betrieben nur solchen Personen gestattet sein soll, die den Meistertitel gemäß§ 133 der Gewerbeordnung zu führen berechtigt sind, und nach der 2. die selbständige Ausübung des Baugewerbes von einem Befähigungsnachweis abhängig gemacht werden soll. Die Konservativen sahen in einer von ihnen gestellten Resolution von dieser zweiten Forderung ab, fügen der ersteren aber noch das Verlangen der Gesellenprüfung hinzu. Während der Diskussion ging noch ein dritter Antrag, von seiten der Nationalliberalen, ein, der sich im wesentlichen mit dem der Konservativen deckt, aber auf der einen Seite die Notwendigkeit der Zulassung von Ausnahmen mehr berücksichtigt, auf der anderen noch die obligatorische Fortbildungsschule verlangt. Die Diskussion, in der die Einschränkung der Lehrlingshaltung allein der freisinnige Abg. Pachnicke bekämpfte, wurde schlechthin auf unbestimmte Zeit vertagt, da morgen die zweite Beratung des Etats beginnen soll. Die Auslichten der baltífchen flotte. Berlin, 10. Januar. Nachdem aus Petersburg gemeldet wurde, daß ein aus einem Linienschiff, drei Küstenpanzern und einem Banzerfreuzer bestehendes russisches Geschwader sich in Libau zur Abreise nach dem Osten rüstet, um sich mit der valtischen Flotte unter Roschdjestwensky zu vereinigen, beschäftigt sich die öffentliche Meinung in Japan wieder lebhaft mit diesem neuen Feind, den man in der ersten Freude nach dem Fall von Port Arthur schon zu den Toten geworfen hatte. Hieß es doch, daß der Zar sofort nach Eintreffen des Telegramms, das die Kapitulation Stössels mitteilte, an Roschdjestwensky den Befehl zur Umkehr erteilt hatte. Das Gerücht trog auch nicht. Nur wird jetzt bekannt, daß diese Umkehr keinen gänz lichen Rückzug bedeuten soll. Teils vermutet man, daß Roschdjestwensky nach dem Mittelmeer zurückgehen wird, um dort das jezt in Ausrüstung befindliche dritte baltische Geschwader, das am 28. d. M. die Ausreise antreten soll, und ein weiteres abzuwarten, das Anfang Mai segelfertig sein soll. Andere wieder behaupten, daß Roschdjestwensky so Iange in einem versteckten Hafen auf Madagaskar oder in den Komoroinseln weilen wird, bis der Nachschub ihn erreicht hat. Welche von beiden Lesarten recht hat, muß abgewartet werden. Jedenfalls steht so viel sicher, daß man in Petersburg garnicht daran denkt, den Japanern die Herrschaft zur See fampflos zu überlassen, sondern alles daran sehen wird, sie ihnen streitig zu machen. Preufsifcher Landtag. Haus der Abgeordneten. ** Der Gro ber ihm übetrager auch auf diesem Gebiet schreitet die Frauenbewegung" fort Seinrich Rullman Dämon Alkohol. In Rirdorf bei Berlin hat der Händ ler Medersky, ein Trunkenbold, den die Ehefrau wegen der ** Der vom Manne erlittenen Mißhandlungen verlassen hatte, seine hausen, Defan zu erdrosseln versucht. Der entmenschte Vater wurde in Haf geht noch in die drei Kinder mittelst einer Zuckerschmur und dann sich selber genommen. O Der Nestor der Diebe. Weil er einen Sad voll Kohlen gestohlen hatte, wurde jüngst in Newyork ein gewisser Georg Walker festgenommen. Vor dem Polizeirichter erklärte er und schon jett f mit berechtigtem Stolz, daß er der Nestor der Diebe beider erledigen, der gelingen wird, bringen. Bund Finanzlage des durch Finanzm feiten bieten tätigteit in An des Voranschla nicht feft, da beendet hat. Welten sei. Er legte dann seine Papiere vor, aus welchen sich ergab, daß der brave Mann 104 Jahre alt ist und be reits unzählige Male hinter Kerfermauern geschmachtet hat. - Diesmaligen Bus nicht die regierun zahl am Oberland will, denn die juri Shaffung eines g tagt zur Beit be erwarten, wen Ein verhängnisvoller Diebstahl wird jetzt seine Sühne finden, nachdem der Dieb schon geglaubt hatte, dem Arme der Gerechtigkeit entronnen zu sein. Ein wegen Betruges bereits bestraft gewesenes Individuum namens Franz Papp machte der Tochter eines Budapester Briefträgers, Anna Ka patits, den Hof und bewog sie vor einigen Monaten durch ein Gheversprechen, aus der Ledertasche ihres Vaters einen Wertbrief zu entwenden, der an dem betreffenden Tage es war ein Sonntag nicht zugestellt werden konnte und den Kapatits deshalb nach Hause nahm. Kaum hatte Papp das Geld in den Händen, als er Anna Kapatits in Stich lief und mit seiner Geliebten, einer Frau Imrady, nach Amerika gierungsvorlage durchbrannte. Anna Kapatits nahm sich die Sache so zu Landwirtscha Herzen, daß sie einen Selbstmord beging. Papp wurde von mit sehr weitgehen der Polizei verfolgt, konnte aber in Bremen infolge einer Erledigung der B mangelhaften Personsbeschreibung nicht festgehalten wer den. In Amerika glaubte er sich in Sicherheit zu befinden, Mitgliedern im da wegen des Delikts, das er begangen hat, eine Auslieferung nicht statthaft ist. Die ungarische Polizei erwirfte jedoch, abgehen wird. daß Papp als ein„ unerwünschtes Element" von der Ein ratung der Kom wanderungsbehörde nach Europa zurückgeschickt werde. Er da hierbei unter wird Mitte Januar in Bremen eintreffen und dort von der verschiedenheiten Polizei erwartet werden. rechts vorla Tages- Chronik. In Rummelsburg bei Berlin verwundete änderungen von der Arbeiter Hille seine Frau, die von ihm nichts mehr gelangen wird. wissen wollte, durch zwei Schüsse und dann sich selber durch weiteren noch u einen Schuß gegen den Kopf. dem Haufe und d Bei einem Gewitter, das in München unter starkem Arbeitsstoff überle Schneesturm niederging, fuhr der Blitz in das städtische ihr soeben gestell Elektrizitätswerk und verursachte dort eine Störung. umfangreichen Bo - In Cadix wurde bei Straßenfundgebungen im Hand famten Verw gemenge von der Gendarmerie eine Person getötet und drei wurden schwer verletzt. - - Aus dem Gerichtsfaal. § Lotterie. Biehung der 2. wurden folgende S Nr. 56186, 5000 von 75 000 Mi 1000 Mt. gezogen * Die Staat § Ein roher Patron ist der 19 Jahre alte Lehrling Dru schewski aus Traupel, der sich vor der Strafkammer in Roſen berg zu verantworten hatte. Der Schäfer Dalley aus Traupe! hatte sein zehnjähriges Töchterchen mit einem Auftrag in die Gutsschmiede geschickt. Das Mädchen mußte längere Zeit auf Erledigung des Auftrages warten, da der Meister nicht sei die telegraphi anwesend war. Später kam der Angeklagte in die Schmiede Suddes eingelau und trieb ohne jede Ursache das Kind hinaus. Schließlich war identisch ist, konnt er mit einem Schmiedehammer nach dem Mädchen und met feller, doch barf es so unglücklich, daß ihm der Oberkiefer gebrochen rere Zähne ausgeschlagen wurden. Das Gericht verurteilte den D. zu 9 Monaten Gefängnis. Der Landwirt. sp. Der deutsche Schinkenwettbewerb Berlin 1905, der im R. B. m Reichsbantfelle Stelle mit Raffene öffnet werden. nach dem 31. Ja bon jizt ab ** att; Allen F Februar veranstaltet wird, hat einen großen Erfolg aufzu in Steele zu girier Deutschen Reiches eingegangen. Mit Rücksicht hierauf hat der der Kaufmänn weisen. Ueber 1400 Anmeldungen sind aus allen Zeilen des ( 116. Sitzung.) RK Berlin, 10. Januar. Die heutige erste Sigung nach den Weihnachtsferien ge= hörte dem Finanzminister Frhrn. v. Rheinbaben, der dem nur mäßig besuchten Hause den Etat für das Jahr 1905 vorlegte. Mit Aufmerksamkeit folgten die Abgeordneten den klaren Ausführungen des Ministers und gaben häufig ihrer Zufriedenheit mit dem Gehörten Ausdruck. Die preußischen Finanzverhältnisse, wie sie der Minister in seiner anderthalbstündigen Rede schilderte, sind in der Tat erfreulich. Das Jahr 1903 hat einen Ueberschuß von 111 Millionen ergeben, und auch aus dem Jahre 1904 wird voraussichtlich ein Ueberschuß bleiben, wenn auch nur ein kleiner. Bei der Erörterung der Aussichten für 1905, die nach der allgemeinen wirtschaftlichen Lage durchaus günstige seien, betonte der Minister die Wichtigkeit der Handelsverträge und hob unter dem Beifall der Rechten mit besonderem Nachdruck hervor, daß jene vor allen Dingen der Landwirtschaft zugute kommen müßten. Der Etat für 1905 balanziert mit 2 Milliarden 710 Millionen, bleibt also hinter dem letzten Etat um 90 Millionen zurück. Dieser Rückgang ist jedoch nur ein rechnerischer, den die Vereinfachung der Ler Stengel hervorgerufen hat. Als der Minister von der kleinen Finanzreform sprach, benützte er die Gelegenheit zu einem auffallend lauten und dringenden Ruf nach einer baldigen großen Reform des Reichsfinanzwesens, da die jetzigen Zustände besonders für die kleineren Staaten direkt ,, unerträglich" seien. Im übrigen bemühte sich Herr von Rheinbaben viel weniger, mit den steigenden Mehreinnahmen des preußischen Staates zu operieren, als vielmehr vor zu großem Optimismus zu warnen und zur Vorsicht zu mahnen. Denn die Einnahmen des preußischen Staates beruhten auf den direkten Steuern und auf den Eisenbahnen, und dies seien unsichere Einnahmequellen, die in kommenden mageren Jahren nachlassen können. Daher müsse die Wirkung der Nobelle zum Einkommensteuergesetz, die bereits den anderen Refforts zur Prüfung zugegangen sei und mancherlei Erleich. terungen mit sich bringe, durch andere Steuermaßnahmen ausgeglichen werden, und auch die Tarifreformen dürften feinen Einnahmeausfall im Gefolge haben. Das geplante Volksschulunterhaltungsgesetz werde hoffentlich noch in dieser Session eingebracht werden, aber auch hier werde finanzielle Vorsicht geboten sein. Aus den Einzeletats hob der Finanzminister noch einige besonders interessante Forderungen hervor; so die Errichtung von drei Forstlehrlingsschulen, einer neuen Regierung in Allenstein in Ostpreußen, eines Landesgewerbeamtes. Um den Lehrermangel in Preußen einzuschränken, werden 3 Millionen mehr für das Elementarschulwesen verlangt; 200 neue Richterstellen werden eingerichtet, um der Ueberlastung der Richter abzuhelfen. Für die innere Kolonisation in Ostpreußen und Pommern, wo die Landflucht zu einer Gefahr geworden ist, werden 2 Millionen gefordert; der Dispositionsfonds des Oberpräsidenten in der Ostmark wird um 750 000 Mark vermehrt. Als der Minister mit der Aufforderung an das Abgeordnetenhaus schloß, in diesem Jahre den Etat rechtzeitig bis zum 1. April zu erledigen, erscholl lebhafter Beifall. Das Haus ging nunmehr zur Beratung von Petitionen über, bei denen es sich ausschließlich um Erhöhung von Beamtengehältern, meist für untere Eisenbahnbeamte, handelte. Die Mehrheit stellte jich fast allen Bitten freundlich gegenüber und ging häuing Schliezlic über die Beschlüsse der Kommission hinaus. murde die Beratung der Petitionen abgebrochen und e nächste Sigung auf Sonnabend angesetzt, wo die erste retung des Etats beginnen soll. Die Japaner haben also von neuem Grund, die baltische Flotte als bedrohlichen Faktor in ihr strategisches Rechenerempel einzusetzen. Wie es scheint, nehmen sie diese Aufgabe, wie alles, was sie anfassen, äußerst energisch in Angriff. Heißt es in London doch schon, daß bereits eine japanische Flotte in madagassischen Gewässern kreuze. Aus Port Louis auf Mauritius wird gemeldet, daß das englische Kriegsschiff Forte" mit seinem Marconi- Apparat drahtlose Depeschen aufgefangen hat, welche vermutlich von fremden Kriegsschiffen innerhalb eines Umkreises von zweihundert Meilen herrühren. Nach dem Charakter der Chiffresprache, in welcher diese Depeschen abgefaßt waren, zu urfeilen, dürften sie von japanischen Kriegsschiffen herrühren, fo aß in Londoner Marinekreisen die Ansicht vertreten wird, eine japanische Flotte lauere bereits in der Nähe von Madagaskar auf Admiral Roschdjestwensky und die russische Ostseeflotte. In englischen Marinekreisen wägt man sorgfältig die Aussichten ab, die für Roschdjestwensky z. Zt. beſtehen. Die allgemeine Ansicht geht dahin, daß vor dem Falle Port Arthurs für die baltische Flotte immer noch die Möglichkeit vorhanden war, diese Festung oder doch Wladiwostok, zu erreichen, da der Verbleib auch nur weniger Schiffe in dem erstgenannten Hafen die Japaner gezwungen haben würde, die Blockade aufrecht zu erhalten. Dies hat sich nun geändert. Von dem ganzen mächtigen pazifischen Geschwader bleiben Rußland nur zwei beschädigte Kreuzer in Wladiwostof; die japanische Flotte kann diese beiden Schiffe unberücksichtigt lassen und sich in voller Stärke zum Empfang des baltischen Geschwaders konzentrieren. Der sicherste Weg für die Russen, Wladiwostok unbehelligt zu erreichen, ist der südlich um Australien herum. Doch bietet die Schiffahrt dort große Schwierigkeiten und noch größere die Kohlenversorgung. Deshalb muß Roschdjestwensky sich schließlich damit abfinden, entweder nördlich von Sumatra durch die Straße von Malakka oder südlich von Sumatra durch die Straße von Sunda zu gehen. Dort wird er sicher auf die japanische Kreuzerflottille stoßen. In seiner jeßigen Stärke kann er den Kampf kaum aufnehmen, dagegen bieten sich ihm nach Heranziehen des Nachschubes immerhin gewisse Aussichten. In jedem Fall heißt, wenn er das Mögliche an Kräften zusammengezogen hat, für Roschdjestwensky die Parole: Sieg oder Untergang. Wenn es ihm gelänge, die japanische Flotte zu schlagen, so wäre die ganze japanische Armee abgeschnitten und die japanischen Küsten hilflos den russischen Angriffen preisgegeben. Wird Roschdjestwensky aber geschlagen, so steht es am Ende auch nicht schlechter für Rußland als jetzt, wo die Japaner unbestrittene Herren der See sind. Die Politik. On ritterlicher Courtoisie hat Kaiser Wilhelm Ordens. auszeichnungen an die Generale Stöffel und Nogi verliehen. Beide erhielten den Orden pour le mérite; solange man sich erinnern kann, ist dies das erste Mal, daß dieser Orden an Ausländer verliehen worden ist. Trotzdem die Arbeiter einer Anzahl vor: Zechen ebenfalls die Einfahrt verweigert hat und die Lage im Ruhrfohlengebiet verschärft, hält man doch den Ausbruch eines allgemeinen Ausstandes für wenig wahrscheinlich. Das Correc. tib liegt einerseits darin daß die in Kolonien angesiedelten Arbeiter die Teilnahm an dem Streik ablehnen und daß den mutwillig Streifenden teine Unterstützungsbeihilfen aus den Rassen der organisierten Arbeiter gewährt werden. Die Zahl der Ausständigen bezifefrt sich jetzt auf 24 000 Personen. Der Besizer der Zeche Bruchstraße Hugo Stinnes hat jede Einigung abgelehnt. Nah und fern. Landwirtschaftsminister v. Podbielski zu den bisher schon be willigten 8 Staatsmedaillen noch weitere 8 Staatsmedaillea gewährt. Außerdem kommen viele goldene und silberne Me ):( Gerettetes Schiff. Das Feuerschiff Borkum Riff", über dessen Schicksal man besorgt war, ist glücklich in Geestemünde eingetroffen. Das Fahrzeug hatte seine Station verlassen müssen, da während des Sturines die Anferkette gebrochen war. Gießen einen b Café Leib einen daillen zur Verteilung. Die zum Wettbewerb eingesandten anstalten. Als R Schinken werden in einer im Hotel Kaiserhof einzurichtenden Borgeführt werder Kosthalle für das Publikum ausgeschnitten. Dieses soll da hartleben, Otto E durch Gelegenheit erhalten, selbst die Schinken zu prüfen und Bilh. Bush, der Weiblicher Paletotmarder. Ein Novum auf dem Gebiete der Kriminalistik ist das Auftreten eines weiblichen Baletotmarders in Wiener Kaffeehäusern. Einen weiblichen Rockdieb an dortigen Kliniken hat es schon gegeben. In auf ihren Wert zu vergleichen. Der gesamte sehr beträchtliche Erlös daraus ist ausschließlich für Wohltätigkeitszwecke be stimmt. Kunft und Wiffenfchati. Y Grünberg, esten Gemeinderat Don Obligationen Eisenbahn feite aim wir noch f anberaumten Geme LP. Suggestion gegen Seekrankheit. Auf der letzten Ver sammlung der Gesellschaft für Hypnologie und Psycholog entspann sich eine merfwürdige Erörterung über die Frage bon welchem Nußen eine hypnotische Suggestion auf Behand lumg oder Verhinderung der Seekrankheit sein könnte. Der Erste Sprecher war ein Amerikaner aus Boston, der seine eigenen Erfahrungen ins Feld führte. Er behauptete, daß er auf vier Reisen zwischen England und Amerika durch Sug gestion vor Seekrankheit bewahrt geblieben wäre, er hätte nicht nur kein Erbrechen gehabt, sondern seinen guten Appe tit behalten und wäre während der ganzen Reise gesund ge blieben. Ein Herr Verillon meinte sogar, daß Personen, die zur Seekrankheit neigten, aber nicht sicher wären, einen mit dem Hypnotismus vertrauten Arzt an Bord zu finden, sich vor Eintritt der Reise der Suggestion mit gutem Erfolg Boer bei, betraf eral feinert f obligations übernehmen. Bürgermeister Angelegenheit Stand der La das Wort, um Des langen G Bahn nicht pro bringen würde. unterziehen könnten. Für seinen Teil hätte er oftmals einer jest schon üb Person während des hypnotischen Schlafes einen Eindrud feiner Ausführ von der Seereise und gleichzeitig die Vorstellung suggeriert, daß sie dabei nicht frank sein würde. Der Franzose Farez gab an, daß er nicht nur die Seekrankheit, sondern auch die soge nannte Eisenbahnkrankheit mit hypnotischer Suggestion be handelt hätte. Ein anderer Redner hatte es in seinem mag gut als unrent übernommen ha ratsmitglieder m nicht rentieren netischen Einfluß noch weiter gebracht. Als er mit einer sehr meinden mit ihre empfindlichen Dame, die er schon einmal gegen Eisenbahn auch geltend gem frankheit hypnotisiert hatte, in einem kleinen Boot zusammen Grünberger Gemei saß, daß von Wind und Wellen ziemlich mitgenommen wurde Regierung b erreichte er es auf dem Wege der einfachen Willensunter Bahnbau here schiebung, daß seine Begleiterin sich jedes Opfers an den Gott Neptun enthielt. Hier scheint also der Wahrspruch von Onfel Bräfig zuzutreffen:„ Die Einbildung ist toller als die Pestilenz." Berben, daß bau und ipa Bemeinderat nur zwei enti Waren nur part erregte Ausein pr er nur dur er vornehm. life Birtho Itlafarbigen Statt ihrer Man sieht, egung" fort. at der Handu wegen der hatte, jeine in sich selber urde in Haft boll Koblen wiffer Georg cerflärte er Diebe beider aus welchen It ist und be hmachtet hat. feine Sühne e, dem Arme Jen Betruges Franz Papp , Anna Ka naten durch Saters einen en Lage fonnte und hatte Papy in Stich nach Amerita Sache so zu pp wurde von infolge einer gehalten wer t zu befinden, Auslieferung wirfte jedoch von der Gin it werde. G dort von der in verwundet n nichts meh ch selber durd unter startem das städtische örung. gen im Hand tötet und dre 1. Lehrling Dru mer in Rosen aus Traupe! Auftrag iv längere Zet Meister nit die Schmiede chließlich war Ochen und tra chen und meh icht verurteile 1905, der i Erfolg auf Ten Teilen d ierauf hat d isher schon be aatsmedailla filberne Lokales. 11. Januar 1905. ( Der Nachdruck unserer mit besonderen Zeichen versehenen Driginal- Artikel ist nur mit der genauen Quellen- Angabe gestattet.) ** Der Großherzog hat am 4. Januar den Pfarrer Heinrich Kullmann zu Altenschltrf auf sein Nachsuchen von der ihm übetragenen evangelischen Pfarrstelle zu Billertshausen, Dekanat Alsfeld, wieder enthoben. ** Der gegenwärtige( 32.) heffische Landtag geht noch in diesem Jahre, voraussichtlich im Juli, zu Ende und schon jezt kann gesagt werden, daß es ihm wohl kaum gelingen wird, alle ihm zugedachten Aufgaben zustande zu bringen. Zunächst hat er den Staat& voranschlag zu erlebigen, der bei der sich immer günstiger geftaltenden Finanzlage des Landes und der vorsichtigen Boranschlagung durch Finanzminister Gnauth zwar feine besonderen Schwierig feiten bieten wird, aber immer mehrere Wochen die Kammertätigkeit in Anspruch nehmen dürfte. Wenn die Beratungen des Voranschlags im Plenum beginnen werden, steht noch nicht fest, da der Finanzausschuß seine Tätigkeit noch nicht beendet hat. Eigentliche prinzipielle Fragen wurden bei den diesmaligen Ausschußberatungen nicht berührt, wenn man nicht die regierungsseitig geforderte Vermehrung der Richter zahl am Oberlandesgericht um 2 Stellen als solche bezeichnen will, denn die juristischen Mitglieder des Ausschusses wünschen Schaffung eines ganzen Senats. Neben dem Finanzausschuß tagt zur Zeit der Sonderausschuß zur Beratung der Regierungsvorlage über die berufsständige Bertretung der Landwirtschaft, als welche eine Landwirtschaftskammer mit sehr weitgehenden Befugnissen gedacht ist. Eine glatte Erledigung der Vorlage in Ausschuß und Plenum ist sicher zu erwarten, wenn es auch bei den vielen sachverständigen Mitgliedern im Hause ohne erhebliche Erörterungen nicht abgehen wird. Ungleich schwieriger dürfte sich die Be. ratung der Kommunalum lagen Vorlage gestalten, da hierbei unter den Interessenten noch erhebliche Meinungsverschiedenheiten obwalten. Dazu kommt noch die Wahl rechts vorlage, die sicher nicht ohne erhebliche Abänderungen von der Ersten Kammer an die Voltsvertretung gelangen wird. Damit wäre, auch abgesehen von den vielen weiteren noch unerledigten Anträgen und Anfragen aus dem Hause und den Petitionen, der Kammer über und über Arbeitsstoff überlassen, aber eine weitere große Aufgabe ist ihr soeben gestellt worden, indem die Regierung ihr die umfangreichen Vorlagen über die Revision der gesamten Verwaltungsgesetzgebung übermittelte. § Lotterie.( Privattelegramm.) Bei der heutigen Biehung der 2. Klasse der 5. Hess.- Thür. Landeslotterie wurden folgende Haupt- Gewinne gezogen: 10000 Mt. auf Nr. 56 186, 5000 Mt. auf 46 392, sowie die Prämie von 75 000 Mt. auf Nr. 74 540, welche als letzte mit 1000 Mt. gezogen wurde. wurde der frühere Beschluß, feine Obligationen зи übernehmen mit 6 etner gegen 2 und Stimmenenthaltung aufgehoben. Dann aber ein Antrag des Gemeinderatsmitgliedes Ranft: 40 000 Mark ObliWir zweifeln durchaus nicht daran, daß die Gegner der gationen zu übernehmen, mit Majorität angenommen. Bahn aus voller Ueberzeugung es find. Aber ebenso gewiß sind es auch die Freunde des Projektes. Es stand hier Ansicht gegen Ansicht. Tatsachen fehlen natürlich. Wir sind es gewöhnt, jedwede Aenderung an den einmal in Grünberg bestehenden Verhältnissen sich durchkämpfen zu sehen. Wir wollen nur an die Wasserleitung erinnern. Viel früher aber die Bahn Gießen- Grünberg. Damals baute auch eine Gesellschaft und ganz dem heutigen Gegnern analog war der Kampf. Natürlich ist ein starker Prozent. faz der Bürgerschaft überhaupt gleichgültig gegen solche Aufregungen. Hoffen wir, daß wenigstens in der projettierten Trace noch kleine Menderungen eintreten, z. B. eine Haltestelle zwischen der Neumühle und Molkerei zum Einsteigen der Passagiere von Lauter, Bingmühle, überhaupt der Umgebung von Lauter. Wir sehen der Bahn gar nicht so verzweifelt entgegen, vielmehr auch für Grünberg Hoffnungsvoll. den Siegener landwirtschaftlicher Weiterbicuft. 12. Januar. Trüb, Regenfälle und Sturm; milder. Boraussichtliche Witterung in Heffen für Donnerstag, ( Näheres durch die Gießener Wetterkarte.) Marttberigte. K Frankfurt a. M.. 10. Jan.( Heu- und Strohmarkt.) Man notierte: Heu 3,20-3,80 Mt., Stroh 2,00-2,30 mt. Alles per 50 kilo. Tendenz: Feft. Verantwortlich für die Politik und den Inseratentelle Ibin Klein, für den übrigen Inhalt: Georg Horn, beid zu Gießen. baute auch eine Geſellſchaft und gars dem hutigen Gegnern Was halten Sie von Viehpulvern? A Lich, 10. Januar. Als am Montag Abend die hohe Braut unseres Großherzogs von Darmstadt nach Lich den Bahnhof Buzbach passierte, bereiteten ihr Mitglieder des dortigen Frauenchors eine Ovation. (?) Groß- Felda, 10. Januar. Am Montag- Abend wurde bei einem hiesigen Taglöhner ein Einbruchsdiebstahl verübt und verschiedene Nahrungsmittel entwendet. M. Zeilbach, 10. Januar. Am Samstag Abend hielt im Bereinslokal der hiesige Kriegerverein seine gut besuchte ordentliche Jahres- Versammlung ab. Die Bersammlung Die Bersammlung faßte den Beschluß, Schritte zu tun, damit die Genehmigung erteilt werde. Des weiteren wurde beschlossen, im Juni eine zur Führung des Hessischen Wappens auf der Vereinsfahne Festlichkeit zu begehen und am Schluß sprach der zweite Borsigende, Lehrer Kemmer, unter großem Beifall über das Kriegervereinswesen und den Ausbau der deutschen Flotte. § Bad Nauheim, 10. Januar. Für die hier zur Ausführung kommenden staatlichen Hochbauten ist eine besondere Baubehörde gebildet worden. Als Leiter wurde der Bauinspektor Wilhelm Joft- Friedberg ernannt. § Bad Nauheim. Das von unserer Stadt geplante ahnprojekt durch das Wettertal ist nunmehr von der Firma Lenz& Co. in glücklicher Weise ausgearbeitet worden, indem die Bahn fast schnurgerade durchgeführt wird. Vom Bahnhof Rödgen aus gelangt die Bahn in einer mäßigen Kurve und in bequemer Steigung allerdings mit Hilfe eines Einschnittes der stellenweise 7 Meter tief iſt, bis zum Bahnhof Bad- Nauheim. - -ch. Vom Dünsberg, 10. Januar. Der Taunus klub Wehlar entfendet alljährlich die ersten Besucher nach ** Die Staatsanwaltschaft Gießen teilt mit, aus Wachen dem herrlich gelegenen Tünsberg, dem höchsten Punkte sei die telegraphische Nachricht von der Verhaftung unserer Gegend. Begünstigt vom besten Frosiwetter konnte Hud des eingelaufen. Ob der Verhaftete mit dem Gesuchten diese programmäßig schon früher festgelegte Tour am vorigen identisch ist, konnte die Staatsanwaltschaft noch nicht fest- Sonntage ausgeführt worden. Der Weg führte von Wehler stellen, doch darf man dies annehmen. über Naunheim, Grube Morgenstern nach Bieber, von wo R. B. Am 1. Februar wird in Steele eine von der nach kurzer Rast der Aufstieg begann. In bereitwilliger Reichsbankstelle in Effen( Ruhr) abhängige Reichsbankneben- Weise hatte die Sektion Gießen der an fie gerichteten telle mit Raffeneinrichtung und beschränktem Giroverkehr erEinladung Folge geleistet und durch die Benutzung der öffnet werden. Wechsel auf Steele und Königssteele, welche Kleinbahn war es diesen Gästen möglich gewesen schon früher nach dem 31. Januar fällig werden, fauft die Reichsbank auf dem Gipfel einzutreffen. Man fand daher bereits die von jest ab an; dieselben sind an die Reichsbanknebenstelle treffen brachte bald eine fröhliche Stimmung in die ftattliche Schutzhütte geöffnet und dieses erste verabredete ZusammenSchutzhütte geöffnet und dieses erste verabredete BufammenSchar der bewährten Dünsbergfreunde. Nach etwa 3/4 stü Digem Aufenthalt traten die beiden Bereine gemeinsam über Fellingshausen, Burg Gleiberg die Heimreise an. In gewohnter Weise blieb man noch in Gießen ein Stündchen vereint, bis ein Abendzug die Gäste aus Weglar ihrer Hei mat zuführte. in Steele zu girieren. *** Allen Freunden der modernen Dichtung bereiten der Kaufmännische und der Ortsgewerbeverein Gießen einen besonderen Genuß, indem sie morgen im Café Leib einen modernen Dichter- Abend ver anstalten. Als Rezitator ist Gg. Tripschler- Lage gewonnen. Borgeführt werden u. A.: Gerh. Hauptmann, Otto Erich Dieſes ſoll de Hartleben, Otto Ernst, Detlev v. Liliencron und zum Schluß With. Busch, der Alte mit dem glücklichen Rinderlachen. eingefandie inzurichtender zu prüfen und r beträchtlic eitszwede be Tegten Ver incholog die Frage uf Behand tönnte. De n, der sein auptete, da a durch Sug Fire, er hätte guten Appe e gefund geBerfonen, die n, einen mit finden, fi gutem Grfo oftmals eing einen Find ** Wies- Oppenheim, 10. Januar. Einer hiesigen Bäckerfamilie wurde ein Söhnchen mit 6 Zähnen geboren. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. - Der Schaf I. Von Dr. Ludwig Weil. ( Nachdruck verboten.) „ Viel Wunderkuren giebt's jegunder, Bedenkliche, gesteh' tch's frei! Natur und Kunst tun große Wunder, Und es giebt Schelme nebenbet." ( Goethe). Echelme hat es noch immer gegeben, zu jeder Zeit, in jedem Weltteil, in jedem Geschlechte, in jedem Beruf, und ihre Zahl hat in dem Verhältnis scheinbar zugenommen, als der Kampf ums Dasein an Schärfe gewann. Aber wir halten deshalb die Welt nicht für schlecht und das Leben nicht für ungenießbar, wir beflagen uns nicht wegen jeder Widerwärtigkeit, sondern wir rechnen damit und suchen das Schlechte zu paralysieren. Hat sich in irgend einer Richtung etwas Gutes mit Mühe und Arbeit Bahn gebrochen und Anerkennung verschafft, dann treten mit der bewunderungsdie Nachahmer auf den Plan, indem sie den Interessenten würdigen Regelmäßigkeit eines Naturgefebes zunächst wenn es sich z. B. um Viehpulver handelt- sagen: ,, Mit jenem Viehpulver sind glänzende Erfolge erzielt worden, folglich sind von meinem Viehpulver mindestens noch bessere zu erwarten, denn Viehpulver ist Viehpulber"." Du irrſt, mein Feeund, und wenn du stimmt sagen wirst:„ Dieses Vichpulver war schlecht, dann, nachdem du deinen Irrtum eingesehen hast, berich bin angeführt worden, folglich sind alle Viehpulver schlecht", dann schüttelst du das Kind mit dem Bade aus, mein Freund, dann irrst du abermals! dann treibst du den Teufel mit Belzebub aus; dann, pulver und wie sie alle heiße, die sich im Handel beIch pflege die unzähligenMilch-, Mast- und Freßfinden, zur Feststellung der Beurteilsmomente in zwei Klassen einzuteilen: dadurch als echte Futtermittel zu erkennen geben und nach ihrem Nährwerte zu beurteilen sind; und zweitens sächlich aus Gewürzpflanzen und mineralischen Zusäßen in solche, die keine Futterstoffe enthalten, sondern hauptbestehen und welche man demgemäß nicht nach ihrem Nährwerte tarieren darf oder kann. Erstens in solche, die Futterstoffe enthalten, fich die Futterwürzen und infolgedessen auch dasjenige Zu dieser letzteren Kategorie gehören zweifellos die mir durch die Hände gegangen sind, als das Beste Präparat, das mir unter den zahlreichen Mischungen, erscheint, als etwas wirklich Gediegenes, Reelles, Gutes und Preit würdiges:„ Lausers Bauern freude". fonnte feinen einzigen Bestandteil feststellen, der in „ Bauerufrende" nach Kraftfutterstoffen gefahndet und „ Ich habe in der penibelsten Weise in der irgend einem Lande als Nährfutter verwendet würde. Hauptbestandteile sind die bekannten gewürzigen, meist aromatischen oder bitteren Früchte und Wurzelpulver, ihrer überaus sorgfältigen Präparierung und die in Aubetracht ihres tadellosen Zustandes und Mischung ihre volle und von der Praxis, sowie von anerkannten Autoritäten bestätigte Wirkung zu entfalten vermögen, Das Tier in Wald und Feld und Au, die Kuh auf der Alm und sogar der nomadisierende Naturmensch, denen die frische Luft ständig um die Nase bläst und die helle Sonne aufs Fell scheint, brauchen keine Gewürze; oder wenn sie solche benötigen, so führt sie schon ihr sicherer Instinkt zum Kräutlein hin, dessen sie bedas Vieh im Stalle, dessen Bewegungsfreiheit durch dürfen. Aber auch der Mensch in der Stube und ebenso die zielbewußten, auf wirtschaftlichen Vorteil bedachten menschlichen Willen eng begrenzt ist, brauchen Gewürze, Ausnüßung des Futters zu erzielen, um den träge um die Anregung der organischen Funktionen und die stoffe darin niederschlagen und anhäufen. werdenden Blutkreislauf zu beschleunigen, damit sich nicht schädliche Stoffwechselprodukte und Ermüdungsgewiß sind sie nicht durch Gewürze zu ersetzen. Wohi Gewiß sind nährende Futterstoffe unentbehrlich, aber werden sie vorteilhaft ergänzt durch die Gewürze, Y Grünberg, 10. Januar. Ueber den Verlauf der legten Gemeinderatsfißung, die den Beschluß der Uebernahme bon Obligationen der projeftierten Grünberg- Licher Eisenbahn seitens der Stadt Grünberg herbeiführte, era Gießen, den 10. Januar 1905. halten wir noch folgende Ausführungen: Der auf Montag anberaumten Gemeinderatssitzung wohnten verschiedene Zu- Friedberg, der vom Schöffengericht dortfelbft wegen Die Berufung des Gewerbeschülers Hans Heidt von hörer bei, betraf es doch die brennende Frage, ob der Ge- Sachbeschädigung mit 10 Tagen Gefängnis belegt worden meinderat seinen früher gefaßten Beschluß, keine Bahn- war, wurde wegen ungenügender Entschuidigung für sein obligationen zu übernehmen, aufheben und dann sich dazu Ausbleiben verworfen. emischließen würde, eine Summe der Obligationen doch zu Gegen Taglöhner Heinrich Heß übernehmen. Der Gemeinderat war vollzählig erschienen. wegen Ausbleibens Haftbefehl erlassen. von Alsfeld, der wegen Zechprellerei angeklagt ist, wurde Bürgermeister Zimmer führte an Hand von Uften 2c die ganze Die wegen verAngelegenheit noch einmal vor bis zu dem momentanen Frankfurt a. M., blieb unentschuldigt aus, weshalb Vorbotenen Glückspiels angeklagte Händlerin Marie Klein von Stand der Lage. Darauf ergriff Gemeinderatsmitglied S. führungsbefehl gegen fie erlassen wurde. das Wort, um ein längeres Gutachten seinerseits vorzulesen. Händler Heinrich Happ von Ulmbach hat gegen einen Des langen Schreibens furzer Schluß war, das die geplante Strasbescheid des Steuerkommissariats Nidda Einspruch erBahn nicht prosperieren, mithin für Grünberg nur Nachteil hoben, worauf das Schöffengericht Ortenberg seinen Einbringen würde. Er beantragt Ablehnung von weiteren als spruch wegen Ausbleibens vermarf, statt wie es bei Ein-/ welche Mittel zum Zweck sind und das Tier erst in den jezt schon übernommenen Verpflichtungen. Nach Ansicht sprüchen gegen Strafbescheide der Verwaltungsbehörden zu seiner Ausführungen ist die Bahn eigentlich jetzt schon so geschehen hat, in Abwesenheit des Angeklagten zu verhandeln. gut als unrentabel, weil kein Bankhaus die Obligationen Das Urteil wurde aufgehoben und zur toieberholten Berübernommen hat. Dem gegenüber traten andere Gemeinde- handlung dem erstinstanzlichen Gericht zurückverwiesen. ratsmitglieder mit der Ansicht hervor, selbst, wenn die Bahn nicht rentieren würde sogar ein Krach eintrete, die GeDer Automobilfahrer Curt von Ollendorf meinden mit ihren Obligationen gesichert wären. Es wurde aus Hamburg ist zu rasch durch Buzzbach gefahren, wo auch geltend gemacht, daß Behörden den Widerstand Les bei er um ein kleines einen Kaufmann überfahren hätte. Grünberger Gemeinderats unbegreiflich finden. Wenn die Haft verurteilt, wogegen er Berufung einlegte, die aber Er wurde dieserhalb durch das Schöffengericht zu 14 Tagen Regierung balb 500 000 mt. zum fraglichen fostenpflichtig zurückgewiesen wurde. Den Schluß bildete Bahnbau hergebe, so müsse doch angenommen berden, daß die Behörde besser den Bahn- Karl Wirth von Breungeshain. W. verfolgte gegen die Verhandlung über die Berufung des Maurers Georg bau und späteren Betrieb ansehe, als im Gemeinderate die Gegner. Eigentlich waren es ein Urteil des Schöffengerichte Schotten Berufung, weil die uz zwei entschiedene Gegner. von ihm verklagte Ehefrau des Tagföhners Heinrich bazen nur partielle. Im allgemeinen war die etwas folg; die Angeklagte wurde mit einer Geldstrafe von 5 Mk. Die beiden anderen Bimmel I. freigesprochen wurde. Die Berufung hatte Eraregte Auseinandersetzung interessant. Schließlich belegt und auf Publikationsbefugnis erkannt. lung fuggeri nzofe Farez g en auch die jo Suggestion in feinem ma er mit einer f gegen Gifenba Boot zufamme nommen wur en Willensunt Opfers an Wahrspruch ift toller als! - Futter zu ertragen. Die Nährstoffe liefert das Futter; Stand setzen, auch einmal ein monotones, reizloses daß Tiere bei noch so reichlicher Fütterung mit direkten die Möglichkeit, fie ausgiebig zu verwerten: die Futterwürze. Verdienstvolle Forscher haben nachgewiesen, Nährstoffen zu Grunde gehen, wenn ihnen keine Nährsalze und würzige Extraktivstoffe gereicht werden. 92'000 im Gebrauch! Filiale: Berlin Schreibmaschine Vollkommenstes, vielfach patentiertes und preisgekröntes System; vielseitigste Vor züge und Neuerungen; größte Einfachheit und Dauerhaftigkeit. Ratalog franko. Preis Mk. 175. u. Mk. 225. Leipzigerstr. 29,( Edhe Friedrichstr.) Groyen& Richtmann, Köln. 20 Prozent. Hamburger Engros- Lager Alexander Salomon& Co. Räumungs- Ausverkauf vom 12. bis 19. d. mts. Nur gegen Baar. Bekanntmachung. Nur gegen Baar. Wir machen darauf aufmerksam, daß die Hauseigentümer verpflichtet sind, bei Schneefall die Fußgängersteige alsbald von Schnee reinigen und bei Blatt: ets sogleich mit Sand bestreuen zu lassen. Auch entstehende Schleifen sind mit Sand zu beftreuen. Die Schußmannschaft ist angewiesen, diejenigen, welche vorstehende Bestimmungen nicht befolgen, ohac weiteres zur Anzeige zu bringen. Gießen, den 10. Januar 1905. Großh. Belizeiamt Gießen. Herberg. Bau- und Nutzholzversteigerung der Gräft. Oberförsterei Arnsburg. Mittwoch, den 18. Januar nach Zusammenkunft 10 Uhr vormittags an der Kreuzung der Straße LichButzbach mit dem Jägerpfad werden versteigert: 1. Stämme: 56 Eichen 36 Buchen 4 Kirschbäume 20 Prozent. Mädchen zum Bekleben von Zigarrenkistchen gesucht. Gießen, Schillerstraße 18. Junger Kaufmännischer Verein und Jagdhund Ortsgewerbe- Verein Giessen. entlaufen, braun getigert. Abzugeben bei Herrn Uhrmacher Jöckel, Grünberg. Ein schöner Laden in der Löwengasse preisw. za berm Näh. Gießen, Seltersweg 56. Freibant. Fafelstier 50 Pfg. heute und morgen. Arbeitsvergebung. Die zur Beseitigung der Treppen auf dem Wege hinter der Kapelle des Friedhofes am Rodtberg erforderlichen Pflaster-, Maurer-, Erd- und Planierarbeiten sollen Mittwoch, den 18. Januar d. J., vorm. 11 Uhr öffentlich vergeben werden. Zeichnung, Arbeitsbeschreibung und Bedingungen liegen bei uns zur Einsicht offen. Angebote auf Vordruck, der daselbst erhältlich, sind bis zum genannten Zeitpunkt an uns einzureichen. Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. Januar 1905. Städtisches Hochbauamt. Gerbel. V. öffentl. Vortrag 1904/05 Donnerstag, den 12. Januar 1905 abends pünktlich 8½ Uhr im Café Leib( Festsaal): Moderner Dichter- Abend. Elga. Herr Georg Tritzschler, Rezitator aus Lage i. L. PROGRAMM: I. Teil. Dramatische Scenen von ( Nach der Erzählung von Grillparzer: ,, Das Kloster von Sendomir".) II. Teil. Ein heiliger Tag Wie's geht Bettlerlieder } Das Konfirmandenkleid Das verwandelte Lied Haidebrand Das Gewitter Mr. 9. Obe Brad unde Gerh. Hauptmann. ( 24. Bortic Du hajt weiden. Die e .. Wilh. Lobsien. Otto Erich Hartleben. Otto Ernst. . Detlev v. Liliencron. Jung Hendriks Brautfahrt( ein füdafrikanisches Idyll) Frizz Lienhard. Kommerzienrats sind in der Loge Kleine Dichtungen aus zu guter Lett" Holzversteigerung in der fürstl. Es waren brei junge Leute Oberförsterei Lich. Rud. Presber. Wilh. Busch. Eintrittskarten für Nichtmitglieder sind zu 80 fg. Montag, den 16. Jannar, von vorm. 9 Uhr an, abends an der Kaffe zu haben. Angehörige unserer Mitglieder im Distrift Riedwald: Scheitholz: 345 Rm. Buchen, zahlen die Hälfte. 16 Rm. Eichen, 5 Nm. Nadelholz( Kiefern); Knüppel: Die Vorstände. 2,7/ 13 m lang 23/65 cm Dom. 189 Rm. Buchen, 113 Rm. Eichen, 3 m. Weichlaubholz, Schweineversicherungs- Verein 3/13" 4/11" " " 8 Kiefern und Lärchen 8/22 3 Pappeln und Linden 5/10, 46 Fichten " = 43,47 Fitm. 72 Rm. Nadelholz( Kiefern); Stöcke: 121 Rm. Gießen. 30/49 cm Dohm. 84 Rm. Eichen, 76 Rm. Nadelholz( Kiefern); Wellen: = 25,86 Fitm. 7520 Buchen, 7230 Eichen, 300 Weichlaubholz, 3160 24/37 cm Dm. Nadelholz( Kiefern).- 602 Fichtenderbstangen= 23,23] Dienstag, den 17. Januar 1905, abends 8 Uhr = 1,89 Fitm. Festmeter, 1153 Fichtenreisstangen= 7,76 Fftm.( Eichen18/39 cm Dohm. Wagnerholz kann aus der Hand verkauft werden). = H 9/20" " = = 10,16 stm. Die Zusammenkunft ist dort, wo der Fußpfad von 26/38 cm Dhm. Lich nach Harbach die sog. alte Laubacherstraße kreuzt. 1,79 Fitm. Dienstag, den 17. Januar, von vorm. 9 Uhr 11/33 cm Dftm. an, in den Distrikten Fuchsstrauch und Kolnhäuser12,25 Fitm. topf: Scheitholz: 153 Nm. Buchen, 2 Rm. Eichen; 2. Stangen: Knüppel: 196 Rm. Buchen, 205 Rm. Eichen, 6 Nm. 15 Eichen 1,22 Fitm. zu Deichseln Längwieden geeignet Birken; Stöde: 84 Rm. Buchen, 4 Rm. Eichen; Wellen: 145 Fichten 1. Kl. 13,07 Fstm. Sparren 3410 Buchen, 2200 Eichen, 750 Weichlaubholz, 200 Nadelholz. 2 Eichen Schnittholz( 46 und 53 cm Durch messer)= 3,09 Fitm.; 6 Buchenschnittholz( 47 bis 71 cm Durchmesser)= 13,40 Fftm.; 15 Fichtenbauholz = 1,95 Fitm.; 138 Fichtenderbstangen= 6,11 Fstm.; 742 Fichtenreisstangen 2,50 Fftm.; 121 Eichen- Grubenholz= 8,84 Fitm.( Wagnerholz, Pfostenholz u. s. w.) Die Zusammenkunft ist bei der neuen Wegunterführung an der Oberhessischen Eisenbahn im Fuchsstrauch. 379 2. " " 525 " " 22,72 Leiterbäume, Gerüststangen " 3. 18,37 Latten. " 3. Werkscheit: 2 rm Eichen. Ingenieurschule zu Mannheim Städtisch subv. höhere technische Fachschule. Programme kostenlos. 9012 - = bei Wirt Sauer, Neustadt meiner armen meines Entschl finden. Aurel antro erhob er sich un Wenn du Schwierigkeit", der Scheibe ma auch ich reifen bleibe." „ Auch du? „ Ich suche fette Aurel r gehenden zu mich ein Gef daß deine Herzens Blipenden und sprach, die Höre, Aur dir-" „ Niemand!" Generalversammlung gefchen, bann Tages- Ordnung: 1. Jahresbericht. 2. Jechnungsbericht. 3. Erledigung etwaiger eingegangener schriftlicher Anträge. 4. Ergänzungswahl. Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder wird gebeten. Königl. Preuss. Staats- meda Seidenstoffe Der Vorstand. jeder Art, in jeder Farbe, zu jedem Preise, der Meter von 75 Pf. an. Muster portofrei. Fertige seidene Kostüm- Röcke, Jupons, Blusen, halbfert. Roben. Deutschlands grösstes Spezial- Seiden- Geschäft MT Seidenhaus Michels& Co., Berlin SW. 19 V. Hessisch- Thüringische Staatslotterie Biehung II. Blaffe.( 1. Tag.) 10. Januar 1905. Alle Nummern, neben welchen nichts bemerkt ist, sind mit 100 Mark gezogen. ( Ohne Gewähr.) 21 242 46 50 59 64 375 492 547 50 61 78 607 76 709 64 836 1124 79 263 89 485 587 639 66 71 743 67 72 885 89 911[ 150] 14 17[ 150] 62 2050 79 138 47 60 90 218 90[ 150] 303 461 509 42 657 92 726 963 79 3015 36 44 114 66 206 13 52 307 48 404[ 150] 37 52 77 95 518 637 755 811 14 88 980 85 4011 47 107 37 40 72 205 80 334 51 53 71 509 38 41 48 52 69 600 7 68 808 70 932 70 5019 35 59 154 201 302 4 90 492 517 641 56 62 703 20 34 58 69 884 956 78 86 6000 30 122 92 204 43 324 427 40 84 520 69 611 35 801 912 7075 223 25 28 53 73 476 505 22 34[ 150] 51 628 35 88 90 740 51 803 16 74 81 89 8059 73 99 122 217 21 59 364 426 545 55 644 735 877 82 25[ 150] 56 139 305 30 99 411 15 88 585 98 632 86 774 845 52 88 935 79 97 10002 151 56 77 82 226 56 334 46 70 81 497 508 669 728 62 83 895 902 17 35 56[ 150] 61 11010 55 71 137[ 150] 38 205 421 33 90 536[ 150] 626 48 50 54 74 757 73 806 919 96 316 47 485 542 64 605 9 20 24 80 772 809 13 998 45 57 448 555 79 608 16 755 77 804 90 14014 38 70 84 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