ung, ießen betref dnungsjahr 1905 Sintommensteuer un verbe: und Kapital an ngelischen Kirchenge hen Einkommensteu er Grund-, Gewerbe tholischen Kirchenge und zwar in den M muar und März 190 15. Juni d. J. au r Einsicht eines jeden röffentlichen Kenntni Vorschrift des Arti Großh. Kreisamt 6 rachte Netlamationen Bekanntmachung de Regierungsblatt un tzu: Borbringung Umlagen überbau lamationen, welde ne Beitragsverhältnis it ab läuft. i Gießen. ann. ang. Schweinen des Gu ter dem 20. Mai L Gießen. Andenken nod hätte er gestern d eines Linien zehn Jahre alt, abgehen sollten, nes Beischiffes, ar, anvertraut auen des komrade, daß, wenn die Mannschaft fürchtete, ihm ndo über eines fgabe erhielten, en. Bei diesem en AufmerkjamWährend die 7, wurde Nelson gaben sich über 1, bis man ihn meinen großen einer Flinte beEnen Zufall un I dienen konnte; istung den Mut ere nachzufegen, mit dem Kolben üdfunft machte ihn, was ihn er junge Seld reicht haben Vater eine Be Laten, vohlgeraten n Feiern finde oftaten fünden? 12. u nicht folgst, ( weinend zur Iteten Method wir stehen im „ Wir im Konihre Freundin 7 der Sophaede len, ich habe fo Was machst du sch bin jetzt bei iten."- Sänsn:„ Go lange? mer.) Nr. 135. Erstes Blatt. Insertionspreis: Die einspaltige Petitzeile für ganz Oberbeffen, die Kreise Beglar und Marburg 10 Pfg. fonft 15 Pfg. Reklamen die Betitzelle 30 resp. 40 Pfg. Redaktion u. Hauptexpedition: Gießen, Seltersweg 83. Fernsprechanschluk Nr. 362. Samstag, den 10. Juni 1905. Gießener 14. Jahrgang. Abonnementspreis: abgeholt monatlich 50 Pfe., in's Haus gebracht 60 Pfg., durch die Post bezogen vierteljährl. Mr. 1.50. Gratisbeilagen: Oberheffische Familienzeitung( täglich) und die Gießener Seifenblasen( wöchentlich). Das Blatt erscheint an allen Werktagen nachmittags. Neuelle Nachrichten ( Gießener Tageblatt) Anabhängige Tageszeitung ( Gießener Zeitung) für Oberheffen und die Kreise Marburg und Wetzlar; Lokalanzeiger für Gießen und Umgebung. Enthält alle amtlichen Bekanntmachungen der Großh. Bürgermeisterei Gießen und anderer Behörden von Oberhessen. Der Krieg in Oftalien. Die Anssichten auf Frieden gewinnen von Tag zu Tac mehr an Boden. Aus der Umgebung des Präsidenten Roose belt werden Aeußerungen aus dessen Munde kolportiert daß die amtliche Bekanntmachung eines Friedensabkommen? in furzer Zeit schon erfolgen könnte. Diese zuversichtliche Stimmung der Friedensfreunde in Washington stützt sich wohl vor allem auf den überaus freundlichen entgegenkommenden Empfang, den der Zar den Beauftragten Roosevelts, dem amerikanischen Botschafter ir Betersburg v. Lengerke- Meyers, bereitete. Der Zar zum Frieden geneigt. Aus Washington wird über den Verlauf der bedeutungs. wollen Unterredung folgendes gemeldet: Der Zar sprach in der Audienz seine Bereitwilligkei aus, den Friedensschluß in Betracht zu ziehen, und gleich seine warme Anerkennung der freundlichen Wortt v. Lengerke- Meyers als persönlichen Abgesandten Roose velts. v. Lengerfe- Meyer hält die Aussichten auf An nahme der von Amerika angebotenen guten Dienste fü günstig. Auch nach dieser Erklärung des Zaren kann noch viel Wasser den Berg hinab und viel Blut in Ostasien fließen ehe es wirklich zum Friedensschluß kommt. Auch in Washing ton berhehlt man sich nicht, daß noch viele Einzelheiten ge ordnet werden müssen. Angebliche japanische Friedensbedingungen. Die Japaner wollen, so heißt es dort, unter keinen UmStänden die Bedingungen, unter denen sie Frieden schließen würden, bekannt geben, ehe die Bevollmächtigten zusammen. getreten sind. Was bisher über diesen Punkt verbreite! wird, muß daber mit großer Vorsicht aufgenommen werden. Aus London wird gemeldet: Die japanischen Friedensbedingungen lauten: 25 Mil liarden Francs Kriegsentschädigung, Anerkennung des japanischen Protektorats über Korea, Respektierung Chi nas, Zurückgabe der Mandschurei an China, Stellung der mandschurischen Eisenbahn unter internationale Kontrolle sowie Uebergabe der Insel Sachalin an Japan. Auch in Frankreich und England rühren sich die Friebensfreunde weiter und bestürmen ihre Regierungen, Rußland und Japan ihre guten Dienste zur Beilegung des frie gerischen Zwistes anzubieten. Bestimmtes verlautet über von Paris und London eingeleitete Schritte jedoch nicht. Alle Fäden scheinen in Washington zusammenzulaufen. Mitten in diese friedlichen Klänge hinein schallt wie eint grelle Dissonanz die Nachricht, daß neue Kämpfe in der Mandschurei stattgefunden haben, in deren Verfolg der wichtige Punkt Omoso von den Japanern besetzt worden sei. Omoso be herrscht die Wege von Kirin und Ninguta nach Wladiwostol und Korea. Es scheint somit, daß Kirin und Ninguta abge. schnitten sind. Die Japaner können jetzt ohne weiteres Char. bin und Wladivostok gleichzeitig angreifen. Es ist aber leicht möglich, daß diese Tatsache geeignet sei, die schwebenden Friedensverhandlungen bei den Russen zu beschleunigen, so daß sich der kriegerische Mißklang in die allgemeine Frie densharmonie mit auflösen würde. Weitere Einzelheiten über die Seeschlacht bei Tsnschima werden jezt von in Manila internierten russischen Offizie ren der Deffentlichkeit übergeben. Darnach haben die Japa ner Roschdjestwenskys Geschwader völlig überrascht. Die Russen dampften wie im Frieden dahin, da kein Japaner in Sicht war. Sie hatten nicht einmal klar zum Gefecht gemacht, md die Geschüßmannschaften waren nicht auf ihrem Posten. Der Angriff der Japaner kam so plöglich, daß die Nussen aus Mangel an Vorbereitungen Fehler begingen, die nicht wieder gut zu machen waren. Das Ende eines Senfationsprozeffes. Der Berliner Sensationsprozeß über den Strafvollzug in Plötensee ist erldigt. Die Anklage ist nach dreiwöchiger Verhandlung von der Staatsanwaltschaft zurückgenommen vorden, nachdem zuvor von den Angeklagten gemeinschaftlich die Erklärung abgegeben war: sie hätten eine Beleidigung der beim Strafvollzug beteiligten Behörden und Beamten, namentlich der Nebenkläger Herren Geheimrat Dr. Bär und Medizinalrat Dr. Pfleger, nicht beabsichtigt, hätten auch weder ihnen noch der Justizverwaltung geset- oder vorschriftsvidriges Verhalten zum Vorwurf machen wollen, und erfenn'en an, daß die Beweisaufnahme einen solchen Vorwurf weder begründet hätte noch eine Begründung erwarten ließe. Damit hat der Prozeß, der in seinem ganzen Verlauf unerquicklich war, das befriedigendste Ende gefunden. Es war nur anstands- und pflichtgemäß, daß die Angeklagten denen, die sich von ihnen beleidigt fühlten, eine Ehrenerklärung gaben: daß sie überdies offen einräumten, die in öffentlicher Verhandlung festgestellten Tatsachen hätten nichts ergeben, was einen Tadel gegen Personen der Strafvollzugsbehörden rechtfertigte. Daß die Anklagebehörde dieser Versicherung Glauben schenkte und annahm, die Angeflagten hätten nichts anderes beabsichtigt, als auf bessernde Reform im Strafvollzug hinzuwirken, verdient ganz besondere Anerkennung. Ebenso daß die Nebenkläger, die oben orwähnten Medizinalbeamten, ihre Klagen zurücknahmen und gegenüber der guten Absicht, die bei der Abfassung der infriminierten Artikel obgewaltet hat, nicht darauf bestandden, ein etwaiges Vergreifen im Ausdruck zum Gegenstand strafrechtlicher Verfolgung zu machen. Die Kosten mußten vom Gericht der Staatskasse und den Privatklägern auferlegt werden. Das Gesetz schreibt das für den Fall der Zurücknahme einer Anflage vor. Durch diese formale Bestimmung wird aber nicht aufgehoben, daß die Angeklagten bei Abgabe ihrer Erklärung sich freiwillig verpflichtet haben, alle entstandenen Gerichtskosten zu tragen. - Cine hiftorische Perfönlichkeit. Zum Tode des Fürsten Leopold von Hohenzollern. ( Eig. Bericht.) Berlin, 10. Juni. Gestern Abend ist hier Fürst Leopold von Hohenzollern Turz vor vollendetem 70. Lebensjahr gestorben. Der Verblichene hat in der Geschichte Deutschlands, ja in der Weltgeschichte eine bedeutsame Rolle gespielt, nicht durch tätiges Eingreifen, sondern passiv. Er hat den Anstoß zu dem deutsch- französischen Kriege gegeben, der die Schaffung des Deutschen Reiches zur Folge hatte. Die spanischen Cortes hatten ihn 1870 zum Rönig von Spanien gewählt. Er lehnte die Wahl ab. Die Regierung Napoleons III. war mit dieser Ablehnung nicht zufrieden, sondern verlangte, König Wilhelm von Preußen solle auch für die Zukunft und für alle hohenzollernschen Prinzen Bürgschaft leisten, daß sie als Bewerber um den spanischen Thron nicht auftreten würden. Die Zurückweisung dieser Zumutung führte zum Krieg, den der damalige Erbprinz Leopold bei der kronprinzlichen III. Armee als Oberst mitmachte und in dem er sich das Eiserne Kreuz 2. Klasse gewann. Nach dem Kriege stieg cr im militärischen Nang immer weiter auf, bis er 1901 General- Oberst wurde. Der zweite Sohn des Verstorbenen, der jüngere Bruder des jetzigen Fürsten Wilhelm, Prinz Ferdinand, ist seit 1889 zur Thronfolge in Rumänien nach feinem Oheim König Carcl bestimmt. Der verewigte Fürst Leopold war mit Antonia Infantin von Portugal vermählt. Bielleicht ist es diese Verbindung mit einem iberischen Königshause gewesen, die ihn den Cortes als für den spanischen Thron besonders geeignet erscheinen ließ. Fürst Leopold bat niemals bedauert, daß die Aussicht auf eine Krone sich ihm wieder entzogen hatte. Er wäre auch auf dem Thron n Spanien ein Deutscher geblieben. So versicherte er dem Fürsten Bismarck, als die Kandidatur längst erledigt war, und men darf seiner Versicherung Glauben schenken. Die Polift, Jeder Tag bringt neue Gnuuuungen über angebliche Einzelheiten der geplanten Reichsfianzreform. Nachden erst der Tabak neu belastet werden sollte, was aber ba'd dementiert wurde, ist es jetzt die Biersteuer, der eine beträchtliche Erhöhung in Aussicht gestellt wird. Allerdings soll nur eine stärkere Heranziehung der großen Brauerein bermöge weiter gestaffelter Steuern stattfinden. Das Vermögen der deutschen sozialdemokratisch Partei soll am 1. Juli 1904 die respektable Summe v. 1 827 158 Mark erreicht haben. Man rechnet darauf, de z binnen Jahresfrist die erste Million voll beisammen se i wird. Dabei ist von verschiedenen großen Erbschaften Schenkungen, die stiftungsgemäß der persönlichen Verw tung unterstellt sind, abgesehen. Als Bebel im Oktober 189), als das Sozialistengesetz fiel, dem Parteitag in Halle über die Vermögensverwaltung Abrechnung legte, waren etwa 143 000 Mark vorhanden. Seitdem hat die Partei durch Opferwilligkeit der Mitglieder ihre Kriegstasse so vergröBert, daß sie zweifellos die Summe der Parteimittel aller bürgerlichen Parteien namhaft übersteigt. Spanien. Ein neuer großer spanischer Flottenplan s: ll den Cortes vorgelegt werden. Nicht weniger als acht Panzerschiffe pon je 14 000 Zonnen, 9 Kreuzer und zwei neue Schulschiffe jollen verlangt werden. Für das Projekt, durch das Spanien wieder zu einer Seemacht erhoben werden soll, herrscht im Lande große Begeisterung. Besonders der junge König ist ein eifriger Förderer der Flottenpropaganda. Nur fürchten Kenner, daß die Neubauten zu wünschen übrig lassen werden, da sie auf heimischen Werften auf Stapel geleat werden sollen und diese wenig leistungsfähig sind. Rufsland. Die blutigen Rassen- und Religionskämpfe in Transfanfasien lodern immer wieder von neuem auf. Wie aus Eriwan gemeldet wird, mußte infolge größerer Putsche zwiichen Mohammedanern und Armeniern die Stadt in Belaaciungszustand erklärt und die Läden geschlossen werden. Die Streitigkeiten begonnen haben Mohammedaner, die am 5. Juni in Loazar auf Armenier feuerten. Dabei wurden über zwanzig Personen getötet und verwundet, darunter zwei Tartaren. Die Läden wurden sofort geschlossen. Am folgenden Morgen wurde das Schießen fortgesett. Aus Häusern und von den Dächern wurde geschossen. Die Armenier gingen nun ihrerseits zum Angriff vor. Es wurden BomGenerplosionen gehört. Kugeln flogen in die Häuser und schirrten über die Köpfe der die Straßen durchziehenden Stojaken. + Die Schnsucht nad) einer Volksvertretung bricht sich mit elementarer Gewalt Bahn Eine Reihe von Proflamationen aus allen Ständen wendet sich an den Zaren mit der Bitte, die versprochenen Reorganisationen eintreten zu lassen. Je nach den Standpunkt der betreffenden Betenten sind die Wünsche, die für die fünftige Vertretung des Volkes geäußert werden, auf größere oder geringere Befugnisse gerichtet. Alle aber zielen einmütig darauf ab, daß in die Hand dieser Volksvertretung zugleich die Entscheidung über Krieg und Frieden gelegt werden solle. Die Friedenssehnsucht ist groß. Mindestens aber verlangen die Resolutionen, speziell die in der Adresse der zu Moskau versammelten Semstwomitglieder und Stadthäupter niedergelegte, das durch die Erklärung der Volksvertretung, den Krieg weiter zuführen, dieser in einen nationalen Kampf umgewandelt werde, der die Kräfte Rußlands um eine einzige Fahne schare. Ueber die Form der einzuberufenden Volksvertre tung fand eine längere Sigung des Ministerrats statt. Die dem Projekte Bulygins zugrunde liegenden Prinzipien. sowie andere Einzelheiten und der Vorschlag, eine beständige Gosudar Awennaja Duma aus den gewählten Volksvertretern zu bilden, wurden als geeignet anerkannt, die Bedürfnisse zu befriedigen. Türkei. Neue Unruhen im türkisch- montenegrinischen Grenzgebiet haben die Aufbietung stärkerer regulärer Truppenmassen nötig gemacht. Im Distrikt Donzi Kolasin begann ein Kampf zwischen Montenegrinern, verstärkt durch türfische Rajah, und Mohammedanern. Die Gesamtzahl der Kämpfenden wird mit 3000 angegeben. Von Akova aus wurden sofort zwei Kompagnien hingeschickt, aber von den Montenegrinern umzingelt. Die Mohammedaner von Berand versuchten das dortige Waffendepot zu plündern, um den Montenegrinern erfolgreicher entgegentreten zu können. Sie wurden jedoch zurückgeworfen. Nach Angabe der Pforte sind die Kämpfe von den Montenegrinern provoziert werden, die am 23. Mai die Grenze überschritten und eine Ri erherde rauben wollten. Afrika. Die Entwickelung der Marokkofrage zeigt immer deutlicher die großen Erfolge der ebenso festen und zielbewußten wie versöhnlichen deutschen Politik. In Frankreich hat man die Verderblichkeit des Systems Delcassé einsehen gelernt und bemüht sich nun aufrichtig, Deutschland möglichstes Entgegenkommen zu zeigen Die Verhandlungen des Herrn v. Flotom, des interimistischen Geschäftsträgers der deutschen Botschaft in Paris, mit dem Ministerpräsidenten Rouvier lassen die Hoffnung erwachsen, daß eine baldige Lösung der schwebenden Fragen erfolgen wird. Ja, in London regen sich schon Befürchtungen, daß aus dem Konflikt sich nicht nur eine Einigung, sondern ein Anschluß Frankreichs an Deutschland und eine Lockerung der französischdeutschen Beziehungen ergeben werde. Die britische Regierung soll entschlossen sein, die Abhaltung einer internationalen Konferenz in der Marokkofrage abzulehnen. ** Hof und Gesellschaft. Der Kaiser inspizierte auf dem Truppenübungsplaze Döberig die beiden Garde- Dragoner- Regimenter. Daran schloß sich ein Gefechtsererzieren der gesamten GardeKavallerie- Division unter Führung des Kaisers gegen einen markierten Feind. Bei dem darauf folgenden Frühstück im Döberizer Offiziers- Kasino brachte der Kaiser einen Trinkspruch auf die Gäste aus fremden Armeen aus. Der französische General Lacroix dankte und trank auf das Wohl des Kaisers, dessen Familie und der durch die anwesenden Offiziere vertretenen Truppen. Ein Pariser Blatt gibt die Eindrücke wieder, die bei den Truppenübungen in Döberit die französischen Offiziere empfangen haben. Sie bemerkten teine angejahrten Brigade- Kommandeure. Der in der französischen Armee nicht eristierende Dauergalopp wurde ohne Nachzügler durchgeführt. Der französische Uebimgsplay wird von Döberitz durch das Gelände, das große Entwicke lungen ermöglicht, übertroffen. Der Kaiser empfahl für Kavallerie- Offiziere besonders die Parforce- Jagden. - Unter den Hochzeitsgeschenken des deutschen Kronprinzenpaares verdient noch die Gabe des Sultans hervorgehoben zu werden. Der türkische Spezial. gesandte Turkhan Pascha überbrachte im Auftrage seines Gebieters dem Kronprinzen eine goldene Kassette, die reich mit Edelsteinen verziert ist, und der Kronprinzessin ein große Diamantbrosche. Die Geschenke repräsentieren einen Wert von 200 000 Mark. Deer und flotte. Zweijährige Dienstpflicht in Rumänien. Nach dem Vorgange Deutschlands will jetzt auch Rumänien, das sich uns in militärischen Dingen gern zum Vorbild nimmt, statt der bisherigen dreijährigen die zweijährige Dienstpflicht einführen. Diese Begünstigung soll aber auf diejenigen beschränkt werden, welche eine gewisse Bildung genossen und mindestens die Volksschulklassen mit Erfolg absolviert haben. Die Regierung hofft, in dieser Weise auch die Eltern zu veranlassen, ihre Söhne fleißiger in die Schule zu schicken, da heute in Rumänien troß der bestehenden allgemeinen Schulpflicht die Zahl der Analphabeten insbesondere in den Landgemeinden sehr groß ist. Die Bestrafungen in Heer und Marine des Deutschen Reiches zeigen, wie eine soeben erschienene Statistik ausweist, einen erfreulichen Rückgang gegen das Jahr 1903. Diese Verringerung hat sowohl bei den militärischen wie den bürgerlichen Deliften stattgehabt. Wegen militärischer Vergehen wurden im letzten Jahre 6547 Personen verurteilt ( gegen 6869 im vorangegangenen Jahre); die Zahl der Bestrafungen wegen bürgerlicher Vergehen belief sich auf 3706 ( gegen 3820 im Vorjahre). Die Abnahme der Verurteilungen ist besonders bemerkenswert bei den Fällen von Mißbrauch der Dienstgewalt seitens Vorgesetzter; die Verurteilungen wegen Soldatenmißhandlungen sind von 773 im Jahre 1903 auf 669 im Berichtsjahre zurückgegangen. Besonders günstig steht hinsichtlich der Vergehungen der Vorgesetzten die Marine da, bei der insgesamt nur 38 friegsgerichtliche Bestrafungen solcher Art erfolgten. Soziales Leben. [] Die Verwendung der Fran im Postdienst soll nach einer Rundgebung des Reichspostverwaltung auf die niederen Die fortschrittlichen Dienststufen beschränkt bleiben. Frauenvereine hatten sich an die Verwaltung mit dem Wunsche gewandt, die Frauen zur Sekretärsprüfung zuzulassen und ihnen damit den Eintritt in die mittlere und höhere Postkarriere zu öffnen. In dem ablehnenden Bescheid wird ausgeführt, daß abgesehen von der Erschwerung im Vorwärtskommen, die durch eine solche Freigabe dem männlichen Geschlecht und namentlich den Militäranwärtern bereitet würde, auch prinzipielle Vedenken entgegenständen. Für weite Zweige des körperlich anstrengenden technischen Postdienstes seien die weiblichen Beamten nicht geeignet: Früh, Spät- oder Nachtdienst könnte ihnen kaum übertragen werden. Nab und Fern. * Fürst Bülow als Erbe. Verschiedentlich kursierten in er letzten Zeit Gerüchte in der Presse, nach denen der Reichskanzler Fürst Bülow eine Millionenerbschaft gemacht haben sollte. Auf Grund neuer Informationen kann jetzt festgestellt werden, daß die bereits zur Auszahlung gekommene Erbschaft des Kanzlers sich auf rund 5½ Millionen Mark beläuft. Der Erblasser ist der Hamburger Millionär Bodefroy, dessen Hinterlassenschaft im ganzen 23½ Millionen Marf betrug. Davon erhielt der Reichskanzler, wie gesagt, 5½ Millionen, weitere 9 Millionen fielen an andere Erbberechtigte, und 9 Millionen wurden zu einem Fonds für vohltätige Zwecke gestiftet. Opfer der Fluten. Auf dem Rhein in der Nähe von Duisburg wurde ein mit vier Personen besettes Boot von einem Schramibendampfer überrannt und zum Kentern gebracht. Zwei Personen ertranken.- In Beraun in Wöhmen ertranfen beim Baden der 21jährige Beamte Karl und sein Freund Cerny. An dem gleichen Tage ertranken auf gleiche Art in Bimers drei Personen, der siebenjährige Sohn des Fenbahringen urs Plavif. der neunjährige Schüler Petjolo und der manierist Anton Surefid). A m Sumpf erstiat. rsn bi Swivelbein bütete ter elfjährige Tagelöhners hi gl'n und seine jüngere Schwester die Gänse auf einem Moor. Die Pinder verlore. ich von einander; die Schwester wurde schließlich ängstlich und rief Hilfe herbei. Die herbeieilenden Leute fanden den Anaben erstickt mit dem Kopf im Moor steckend auf. Ein Dorf abgebrannt. Der Brand des Fischerdorfes am Hellevikstrand bei Lysekil in Schweden wurde erst nach tcgelanger Arbeit eingedämmt. 60 Häuser, darunter 40 Wohnhäuser, mehrere Brücken, einige Kohlen- und Brennmaterialienlager sind eingeäschert. 200 Menschen sind obbachlos; die meisten haben alles verloren, nur wenige sind versichert. Von Lysekil sind Dampfer mit Lebensmitteln abgegangen. Die unsicherheit der Unterseeboote wieder einmal Burch ein trauriges Beispiel illustriert worden. Bei einer llebung in der Nähe von Portmouth ist das englische Unterjeeboot„ A" mit dem größten Teis seiner Bemannung, 14 Mann, gesunken. Der Unfall ereignete sich fast an der= selben Stelle, wo die letzte noch frisch in aller Gedächtnis haftende Katastrophe bei einem englischen Flottenmanöver stattfand. Diesmal murde allerdings das Boot nicht ange= rannt, sondern es erfolgte cine Explosion an Bord. Auch diese wäre vielleicht nicht von so furchtbaren Folgen begleitet gewesen, wenn nicht die Luken der Beobachtungskammer geöffnet gewesen wären, da man von einem Torpedoboot Erfabmannschaften übenehmen wollte. Durch die Explosion neigte sich das Vorderteil so tief hinab, daß das Wasser in großen Mengen durch die offene Lufe einströmte und das Thrzeug zum Sinfen brachte. Nur vier auf Deck befind liche Personen konnten sich retten. Sofort waren Taucher zur Stelle, doch gelang es nicht, den mit dem Boot Ver funfenen Silfe zu bringen, da nach etwa einer Stunde eine mächtige Explosion erfolgte, die die Trümmer des Schiffe in mächtigen Wellen an die Oberfläche warf. Kampf zwischen Arbeitern. In Memel entwickelte sic zwischen ausständigen und arbeitswilligen Bauarbeitern eir regelrechter Stampf. Mehrere der Arbeitenden wurden durc Messerstiche und Steinwürfe verletzt. Andere Arbeiter, die ihren Kameraden zu Hilfe eilten, gaben blinde Revolver: Schüsse ab. Darauf zerstreuten sich die Angreifer. Als Soupträdelsführer wurde ein Arbeiter aus Insterburg er telt und zur Haft gebracht. Entsetzliche Tat einer Mutter. In Rirdorf bei Berlir spielte sich ein erschütterndes Familiendrama ab. Die 25jäh rige Ehefrau des Gürtlers Cibulka hing gestern ihren zwei jährigen Sohn mit einem Halstuch am Fensterhaken auf uni ei hängte sich dann selbst an einem Pfosten. Das fünfjährig ebenfalls in der verschlossenen Wohnung anwesende Löch terchen ließ fie unbebelliat. Frau Cibulka lebte mit ihren Manne in glücklicher Ehe. Der fleine Sehn mar aber fort dauernd leidend und man vermutet, dak die Frau in Ver zweiflung darüber seinem und ihrem Leben ein Ende ge macht habe. Ein Opfer des Berufs. An der Landwirtschaftlicher Schule in Helmstedt bereitete der Oberlehrer Dr. Barth in Laboratorium ein chemisches Erperiment vor. Dabei zo er sich eine heftige Chlorvergiftung zu, infolge deren er bali darauf verstarb. Die unglückliche Mutter. Die junge Frau des Mecha nifers Hoffmann in Seegefeld bei Spandau vergiftete sich und ihren vierjährigen Sohn. Der Ehemann war vor kur zem durch einen Sturz verunglückt und befindet sich in einer Berliner Heilanſtalt. Die Frau erhielt von ihm einen Brief, dessen Inhalt den Anstoß zu ihrem unglücklichen Ent schluß gab. * Im Tode vereint. Die Frau eines Goldarbeiter gehilfen in Wien war in einer rrenanstalt interniert wor den. Aus Gram darüber brachte der Mann ihr bei einem Besuche in der Anstalt Blausäure bei und vergiftete sich so dann selbst. Lokales. 10. Jnut 1905. ** Parlamentarisches. Für die 109. Sigung der Zweiten Kammer am Mittwoch, 14. Juni, sind u. a. folgende Gegenstände auf die Tagesordnung gestellt: Antrag des Abgeordneten Müller, Revision der allgemeinen Bauordnung betreffend. Regierungsvorlage, Gefeßentwurf über den Txt der Geseze: 1. die Gehalte der Volksschul. lehrer, 2. die Pensionierung der Volksschullehrer, 3. die Witwen- und Waisenkasse der Volksschullehrer betreffend. Regierungsvorlage, Gesezentwurf die Gemeindeümlagen betreffend. - *** Die Regierung hat dem Oberhessischen Bienenzüchterverein die Erlaubnis erteilt, mit seiner am 31. Juli zu Hungen stattfindenden Wanderversammlung eine Ver losung von Honig, Bienenvölkern und sonstigen Gegenständen zu verbinden und zugleich den Vertrieb der Lose, à 50 Pfg., in der Provinz Oberhessen gestattet. *** Denkmalsschuh. Prof. J. Haller- Gießen ist als Mitglied des Denkmalsrechts bestellt worden. * Der neunte( Frankfurter) Sau des Deutschen Radfahrerbundes, zu dem auch unser Bezirk gehört, wird am 11, 12. und 13. Juni durch Rheinhessen und die Pfalz eine Pfingst- Goufahrt veranstalten. *** Großer Preis von Gießen. Man schreibt ung von gut unterrichteter Seite: Prachtvolle Kämpfe werden sich am Pfingst- Montag auf dem herrlichen Sportplatz an der Hardt abspielen, stehen sich doch 22 Berufsfahrer in dem Fliegerrennen gegenüber, darunter der Meisterfahrer von Süddeutschland, Julius Bettinger- Ludwigshafen, die rheinischen Meister Thiel Odendal und Heck Köln, ReimerLudwigshafen, Moeser, Schaffner- Frankfurt, Röß, Kirchhofer, Snapp und Wallau- Mainz, Beese- Leipzig u. a. m. Im Rennen um den Großen Preis von Gießen ist der Start des Negers leider fraglich geworden, da derselbe gestern in Magdeburg beim Training gestürzt ift. Trotz eifrigen Depeschenwechsels fonnte der Schwarze feine bestimmte Nachricht geben. Als Ersatz für den Amerikaner ist sofort der alte Dauerfahrer Andreas Gröf- Frankfurt verpflichtet worden, der mit dem Münchener Haffler, SeidenspinnerMainz und Fröhlich- Frankfurt um den Großen Preis von Gießen streiten wird. Die Direktion fühlte sich verpflichtet, dem Publikum von der Sachlage Kenntnis zu geben, sie hofft jedoch bestimmt, daß der Neger bis zum Montag soweit hergestellt ist, um ebenfalls das Stundenrennen bestreiten zu fönnen. Die Rennen beginnen nachmittags, präzise 31/2 Uhr, bei jeder Witterung. § Grünberg. Das Terrain zur Aufnahme der JdiotenAnstalt wird in kommender Woche durch eine Regierungstommission einer nochmaligen Besichtigung unterzogen werden. ? Grünberg, 9. Juni. Der Eisenbahner- Verein Grünberg Mücke unternimmt an den beiden ersten Sonntagen nach Pfingsten Ausflüge nach Fulda. Erda, 9. Juni. Es scheint, daß die Typhus. Epidemie in unserem Orte erloschen ist. + Kinzenbach, 9. Juni. Kaninchen- Ausstellung. Der hiesige Kaninchenzuchtverein hält, um die edle Kleintierzucht immer mehr zur Einführung zu bringen, in den Pfingstfeiertagen hierselbst die erste Kreis- Ausstellung mit Prämierung ab. Angemeldet sind weit über 100 Tiere der verschiedensten Rassen. um in 11tägigem Marsch seine neue Garnison, Diedenhofen in Lothringen, zu erreichen. Aus dem Gerichtssaal. Straffammer. Gießen, den 9. Juni 1905. Gegen ein Urteil des Schöffengerichts Gießen hatte der Händler Wilhelm Kräger von da, Berufung eingelegt. Er war wegen Körperverlegung zu 4 Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er einem Agenten mit einem Meisel blutende Verlegungen am Kopfe beigebracht hatte. Er zog, um Schlimmeres zu verhüten, während der Verhandlung seine Berufung zurück, welchem Beispiel die Staatsanwaltschaft nachtam, womit es bei dem untergerichtlichen Erkenntnig blieb. Wegen Diebstahls wurde der Taglöhner Johannes Well von Ober- Breidenbach durch das Alsfelder Schöffengericht zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Seine Berufung wurde fostenpfl chtig zurückgewiesen, da die Straffammer mit dem Schöffengericht annahm, daß er einem Maurergesellen ein Portemonnaie mit über 20 Mt. Inhalt gestohlen hat.- Der Dienstknecht Ludwig Groth von Wallenrod entwendete seinem Mitknecht eine Tabatspfeife und einer Diengstmagd verschiedene Gegenstände, indem er einen Behälter aufbrach. Es liegt schwerer Diebstahl im Rückfall vor. Urteil: 1 Jahr und 8 Monate Gefängnis. Taglöhner Heinrich Faulstich von Rüddingshausen hat in ongetrundenem Zustande einem Kameraden aus geringem Anlaß ein Messer mehrfach in die Brust gefteßen, sodaß er längere Zeit zwischen Leben und Tod schwebte. Trunkenheit und Jugend strafmildernd berücksich tigend, wurde auf 2 Jahre Gefängnis erfannt. Ebenfalls in truntenem Zustande bearbeitete der Bergmann Nikolaus Szymzy! aus Bigota( Russisch- Polen) zu Treis- Horloff einen Rameraden mit dem Messer, sodaß eine 3wöchige Arbeitsunfähigkeit eintrat. Urteil: 10 Monate Gefängnis. - Geschäftliches. - > Großes Aufsehen erregt eine Samenmischung, die seit einiger Zeit dem Handel übergeben worden ist, japanischer Baltonschmuck von blühenden Kletterund Schlingpflanzen, japanische Blizmischung, die nach wenigen Tagen aufgeht und Fenster, Balton, Lauben, tahle Wände schnell mit anmutigen Grün und Blumen bekleidet, zauberhaft rasch wachsende alles über und über mit anmutigen Grün schmückende Kletterpflanzen 2c., die ein farbenprächtig blumiges Kleid über alles Unansehnliche am Hous und im Garten werfen und süßen Wohlgeruch über die Umgebung ausbreiten. Die Blizmischung enthält: japanischen Hopfen, Cardiospermun, Tropaeolum, Cyclanthera, Lathyrus, Impomoea, Cucurbita, Eccremocarpus, Phaseolus. Alte Blumentöpfe, Kübel, freies Land, auch schlechter Boden ist verwendbar, nach drei Tagen gehen die Samen auf, man hat später nichts weiter zu tun, als die Zweige hoch zu binden. Siebener landwirti@ eftlicher Wetterbienft. Boraussichtliche Bitterung in Hessen für Sonntag, ben 11. Juni. den 11. Juni. Aufheiterndes, trockenes, und wärmeres Wetter für Sonstag und Montag in Aussicht. etter für Sonstag und Montag in Aussicht. ( Näberes durch die Gießener Wetterfarte.) Warttberigte. Stebes, 10. Mai. Auf dem Beutigen Wochenmart: testeter Butter per fb. 09.0-1.05 t., Dubnere e per Stüd 5-6 Pfg., Enteneier. St. 6-7 Bfa., Käie ver St. 6-8 Pfg., Käsematte 2 St. 5-6 fg. Erbsen per Liter 21 Pfg., Linten per Liter 62 Pig., Tauben per Paar 20. 0.80-1.00, Hübner per Stüd R. 1.00-1.60, Hahnen, per Stud 0.80-1.80, Enten per Stüd 1.80-2.20. Gänse per Bfb. 00-00 fg., Cohsenfleisch per fb. 70-80 Ef, Rindfleisch per fb. 62-68 Pfg. per Pfd. Schweinefleisd 80 84 g. Schweine fletsch gesalzen per fund 0.80 fg., stalbfleisco per fb. 70-74 Bfg. Sammelfleisch per Pfd. 50-76 Bfg., Kartoffeln pro 100 kilo 6.50 b. 700 Mr., Zwiebeln per 3t. Mt. 8.00-10.00, Meistraut 10-15 Bf. per Stüd, Zentner 3-4 Mr. Aepfel per Zentner 6-10 mt. Zwetschen per Bentner 0,00-0.00 Nüsse 100 St. 00-00 Pfg. Milch per Liter 20. Pfg. Dauer der Marktzeit von 7 Uhr morgens bis 1 Uhr nachmittags. Gegenstände des Wochenmarktverkehrs dürfen vor Beginn der Markizets überhaupt nicht, und während der ersten bret Stunden der Marktzeit im Umherziehen fetlgeboten werden. Arbeitsnachweis der Stadt Gießen. Gartenstraße Nr 2( Bürgermeistereigebäude) Zimmer Nr. 14. Es können eingestellt werden: 2 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schmied, 1 Möbelschreiner, 2 Schlosser, 5 Lackierer( auswärts), 8 Schreiner, 1 Schuhmacher, 6 Schneider, Erdarbeiter, 2 Jnftallateure, 1 Blaser, einige jüngere Fabritarbeiter, 1 Verkäuferin, 5 Dienstmädchen, 3 Lauffrauen der Mädchen, 1 Rutscher. Lehrlinge: 1 Spengler, 1 Wagenlackierer, 1 Mechaniker, 1 Buchbinder, 1 Schreiner, 1 Lackierer, 1 Schneider, 1 Schuhmacher, 1 Friseur, 1 Buchhändler. Es suchen Arbeit: ?? Langsdorf, 8. Juni. Der von den beteiligten Kreisen mit einer gewissen Spannung erwartete erste Geismarkt dahier ist Montag abgehalten worden. Das Ergebnis ist ein überaus günstiges, der Markt war gut beschickt und die Tiere gingen in flottem Handel bei guten Preisen ab. Verschiedentlich erfolgten Raufabschlüsse zu 70 Mr. Mit dem Markt war eine Anförung für das oberhessische Herdbuch durch den Beauftragten der Tierzucht1 Gärtner, 1 Feld- oder Gartenarbeiterin, 1 landw. inspektion für die Provinz Oberhessen den Kreisziegenzucht- Arbeiter, 1 Spengler, 1 Eisendreher, 1 Schreiner, 1 vereinsdirektor Nöbing von Gießen verbunden, die einen sehr günstigen und alle Erwartung übertreffenden Verlauf Wäscherin, 1 Installateur, 1 Fabritarbeiterin, Hausburschen, 1 Hause oder Bureaudiener, 1 Kassier, 1 Portier. nahm. Großfelda, 8. Juni Das gestörte Picknit. Letzten Sonntag machten mehrere hiesige junge Leute einen Sparziergang auf Ermenrod zu. Als sie sich unterwegs auf einer Biese an der Landstraße lagerten, fiel plöglich ein Schuß und mehrere der Lagernden wurden von Schrot. förnern getroffen, glücklicherweise ohne verlegt zu werden. Man nimmt an, daß der Meisterschuß von einem Sonntagjäger abgegeben worden ist. § Schlitz. Die Vermessungsarbeiten für die Strecke Niederaula- Schlik sind in Angriff genommen worden. ** Büdingen, 9. Juni. Eine rege Bantätigkeit herrscht seit vorigem Jahre hier. In den letzten 2 Jahren find allein 30 Brivatneubauten entstanden. × Mainz, 9. Juni. Die nene Garnison. Am 20. Juni verläßt das 13. Husaren Regiment unsere Stadt erantwortlich: für die Politik und den Juferatentell: Albin Klein, für den übrigen Jubalt: Georg Horn, betbr in Gieker Gegründet 1888. Jean Dern& Co. Giessen Telephon No. 21. Inh. Oskar Gutmann. : Westanlage 31. Kanalisations- Artikel für Haus-, Hof- und Strassen- Entwässerung. Ia. Portland- Cement. Grösstes Lager am Platze in sämtlichen Baumateriallen für Hoch- und Tiefbau. Padener u. 2 Der Gejd hm nachstehenden Grund Prämi Zinjen Präm leber Rapit Divid Spar Verficherungen Entschädigu Ja Seit ihrem Be Gda Fair gemeinnü fett Die Ge Verfid Versi Der Abf beginnende Reif Darmit Louis Witti Kudw. Wag Balth. Steph Bohe. Lenn Philipp Jöck Ge Dem vereh twerten Nachbar meinem Hauje Eichw Kolo Durch Fü werde ich bem Hinsicht zufriede Mit der neues Unterneh Edu Adria Sand- u Schle fowie alle M Fernsprecher Meffer und Gabeln Repara werden in mein Zu be stehen gros Prom Wallter , Diedenhofen Juni 1905. ieben hatte Aachener u. Müngener Feuer- Versicherungs- Gesellschaft.| Klein- Linden. Gegründet 1825. Der Geschäftsstand der Gesellschaft am 31. Dezember 1904 ergiebt sich aus Bem nachstehenden Auszug aus dem Rechnungsabschluß für das Jahr 1904: fung eingelegt. hen Gefängnis einem Meifel atte. Er zog, Berhandlung Staatsanwalt lichen Erkennt der Taglöhner gnis verurteilt. ewiesen, da die Grundkapital Prämien Einnahme für 1904 Zinsen- Einnahme für 1904 Prämien- leberträge 9,000,000.23,544,645.68 Mr. " 773,562.45 " 9,798,624.44 " 4,000,000.Uebertrag zur Dedung außergewöhnlicher Bedürfnisse, Kapital- Referbefonds Dividenden Ergänzungsfonds Spar- Reserbefonds durch das Verficherungen in Kraft am Schlusse des Jahres 1904 An Entschädigungen wurden von der Gesellschaft im 20 einem Geit ihrem Bestehen wurden von der Geſellſchaft für t. Inhalt Schäden überhaupt bezahlt. ig Groth von Für gemeinnügige Zwecke verwendete die Gesellschaft eine Labats egenstände, in werer Diebstahl Ronate Gefäng Rüddings. em Kamerad die Bruf ge eben und Lob End berüd - Ebenfalls Mann Ritolaus Treis- Horloff eine 3xödige ate Gefängnis. ine Samen. andel übergeben henden Alett ung, die , Lauben, lumen beflekt ■ über mit an die ein farben liche am Hous über die Um t: japanischen hera, Lathyrus, Shaftolus. Alte chter Boden ift amen auf, man 8weige ho tterbienkt. = für Sonntag, und wärmeres t. rte.) narti tefteter Butte -6 Pfg., Enteneier te 2 St. 5-6 Bfg Tauben per Baar -1.60, Hahnen, pa Mänje per fb. Ef., Rindfleisch 84 Big. Schweine per fb. 70-74 pro 100 filo 6.505. raut 10-15 Bf. per OM. Zwetschen per Milch per Liter orgens bis 1 thr febre dürfen bor brend der erften boten werden. Gießen meisterei 14. rden: seit ihrem Bestehen die Summe von " 900,000.600,000.1,297,627.50 Mr. 49,914,460.07 Mr. 11,840,009,017." 13,449,216.40 252,126,249.23 34,208,212.07 Die Gesellschaft betreibt außer der Feuer- Fersicherung auch die Versicherung gegen Wasserleitungsschäden, sowie die Versicherung gegen Einbruch- Diebstahl. Klein- Linden. Restauration Wilhelm Rinn Am 1. Pfingstfeiertag! Wieder- Eröffnung der vollständig neu hergestellten Lokalitäten. Der Wirtschaftsbetrieb wird für die Folge von mir selbst geführt. 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Mai 1905. Die General- Agentur: Weiss& Egenolf. Die Agenten der Gesellschaft: Louis Wittich in Gießen. Ludw. Wagner IV., Allendorf a. Ld., Balth. Stephan IV.. Großen Baseck, Joho. Lenn IX. in Großen- Linden, Philipp Jöckel in Grünberg, Karl Emmel in Hungen, Heinrich Walz in Lich, Heinrich Espids in Lollar, Viele Dankschreib Preis Kart. m. Gebrauchsanw 2 Mk. Postanw. oder Nachn. exkl. Porto. Hygienisches Institut D. Franz Steiner& Co. Berlin 365, Königgrätzerstr. 7 Freibant. Heute von 4-8 Uhr Johannes Säfer IX. in Steinberg, Kalbfleisch Pfd. 45 Pig. Wilhelm Wader in Wieseck. Geschäfts- Eröffnung. Dem verehrl. Bublifum von Gießen, insbesondere meiner werten Nachbarstait die ergebene Mitteilung, daß ich in meinem Hause Eichweg 7( Ecke des großen Steinwegs) ein Kolonialwaren- Geschäft eröffnet habe. Durch Führung von nur guten Waren bei reellen Pretsen werde ich bemüht sein, meine werten Abnehmer in jeder Hinsicht zufrieden zu stellen. 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Die zur Umdeckung eines Teiles des Daches auf dem Gerichtsgebände zu Gießen nötigen Schieferdecker- Arbeiten nebst Materiallieferung werden hierdurch unter Hinweis auf den Ministerialerlaß vom 16. Juni 1893 zur Vergebung auf dem Submissionsweg ausgeschrieben. Die Ausführungsbedingungen und Arbeitsbeschreibungen liegen in unserem Amtslokal zur Einsicht offen und können lettere, mit Vordruck zu dem bezüglichen Angebots- Vermerk versehen, daselbst zum Selbstkostenpreis in Empfang genommen werden. Angebote sind bis zum Eröffnungstermine, Dienstag, den 20. Juni 1905, vorm. 10 Uhr bersiegelt und mit entsprechender Aufschrift portofrei an uns abzugeben. - Zuschlagsfrist 2 Wochen. Gießen, den 8. Juni 1905. Großh. Hochbauamt Gießen. Reuling. Arbeitsvergebung. Die zur Vergrößerung des Regenerierraums im Gaswerk erforderlichen Maurer- und Dachdecker- Arbeiten sollen auf dem Wege der öffentlichen Ausschreibung vergeben werden und liegen die Bedingungen, Arbeitsbeschreibungen und Beichnung auf unserer technischen Amtsstube während der Dienststunden zur Einsichtnahme offen. Gefündefter Tafe! u. Einmache- Essig. In Originalflacons für 10 ganze Flaschen Essig mit Teiluna zur augenblicklichen Bereitung je einer Angebote sind bis zum 19. d. M., vormittags Flasce in richtiger Stärke für die 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift verTafel oder zum Früchte- Einmachen, naturell oder weinfarbig 1 Mart sehen, bei uns einzureichen. Man verlange und nehme nur die seit 1875 Elb's Effig- Essenz. bestbewährte Ueberall erhältlich. Joh Seibel Giessen, Ludwigspl. empfiehlt prima Rheinund Mosel- Weine. p. Fl. v. 50 Pfg. an .bis zu den feinsten Marken. Zuverlässiger, älterer Bierfutscher Dff. u. 7327 an die Grp. b. 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Js. angeordnete Sperre der Nord: Anlage zwischen Neustadt und Steinstraße wird hiermit aufgehoben. Gießen, den 9. Juni 1905. Großh. Polizeiant Gießen. Herberg. Tertor's Terrasse. Ich werde bestrebt sein, dem verehrt. Publikum durch Verabreichung von guten Speisen und Ge- Am 2. Pfingst- Feiertage von tränken zur vollen Zufriedenheit zu dienen. - Besondere Einladungen ergehen nicht. Karl Vogt. Wo gehen wir Pfingstmontag hin? Fahrgasse 119 Zu den Grossen Rad- u. MotorWettkämpfen auf dem Sportplatz a. d. Hardt, Giessen. 22 Berufsfahrer kämpfen um die ausgesetzten hohen Barpreise. Fünf 8-16 Pf. Motorlokomotiven fungieren als Schrittmacher im Wache, Entresol. Bare Einkäufe und außerordentlich geringe Spesen ermöglichen mir, meiner werten Kundschaft gröste Vorteile im Einkaufe von Möbel Betten Polsterwaren zu bieten und jeder Konkurrenz die Spitze zu bieten. Günstigste und billigste Gelegenheit für Brautleute. Compl. Einrichtungen v. 128 Mt. bis jeder Höhe stets vorrätig. 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